Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Übergänge am Arbeitsmarkt: Arbeit, nicht nur Arbeitslosigkeit versichern (2011)
Schmid, Günther;Zitatform
Schmid, Günther (2011): Übergänge am Arbeitsmarkt. Arbeit, nicht nur Arbeitslosigkeit versichern. Berlin: Edition Sigma, 174 S.
Abstract
"Übergänge auf dem Arbeitsmarkt sind unvermeidlich. Bisher wurde allerdings nur der Übergang von der Arbeit in die Arbeitslosigkeit als kritisches Ereignis im Erwerbsleben angesehen und durch die Arbeitslosenversicherung abgesichert. Eine den zunehmenden Erwerbsrisiken im Lebensverlauf angepasste Arbeitsversicherung ist allenfalls in Umrissen erkennbar. Der Autor plädiert in dieser Studie für eine Neuordnung des Arbeitsmarkts, in der die Risiken aller Erwerbsformen einbezogen sind. Das bedeutet nicht nur Einkommenssicherung bei Arbeitslosigkeit, sondern auch die Absicherung von Risiken bei kritischen Übergängen im Lebensverlauf, etwa beim Übergang von der Bildung in den Beruf, von der Vollzeit- in die Teilzeitbeschäftigung, von der abhängigen in die selbständige Beschäftigung, von einem Beruf zum anderen oder von unbegrenzter zur begrenzten Erwerbsfähigkeit. Der Autor analysiert die Risiken der neuen Arbeitswelt, insbesondere der atypischen Beschäftigung, im europäischen Vergleich. In der Auseinandersetzung mit modernen Gerechtigkeits-, Verhaltens- und Entscheidungstheorien legt er die normativen wie institutionellen Grundlagen der neuen Arbeitsmarktordnung. Gute Praktiken anderer Länder erweitern den Horizont." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypisch beschäftigt = typisch arm im Alter? Die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte und der staatliche Schutz vor Altersarmut: ein europäischer Vergleich (2011)
Schulze Buschoff, Karin;Zitatform
Schulze Buschoff, Karin (2011): Atypisch beschäftigt = typisch arm im Alter? Die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte und der staatliche Schutz vor Altersarmut. Ein europäischer Vergleich. Berlin, 28 S.
Abstract
"In vielen Ländern bilden die atypisch Beschäftigten mit einem Anteil von jeweils deutlich über einem Drittel aller Beschäftigten einen beachtlichen Teil der Gesamtbeschäftigten. Insgesamt ist seit Ende der 1990er Jahre europaweit eine Zunahme atypischer Beschäftigung zu verzeichnen. Im Ländervergleich findet die auf der EU-Ebene verfolgte Flexicurity-Strategie in Deutschland relativ wenig Anwendung. Das deutsche System der staatlichen Altersvorsorge ist aufgrund der starken Lohnzentrierung und der Orientierung am Äquivalenzprinzip nur unzureichend auf atypische Beschäftigungsverhältnisse und weitere Flexibilisierungstendenzen eingestellt. Davon sind vor allem Frauen betroffen, da sie den Großteil der atypischen Beschäftigungen stellen. Vergleicht man die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung, dann bestehen die größten Sicherungslücken derzeit für die Soloselbstständigen und für die geringfügig Beschäftigten. Eine der größten Herausforderungen für die deutsche Rentenversicherung besteht entsprechend in der Ausweitung der Pflichtversicherung auf alle Erwerbstätigen. Fraglich bleibt, ob ein Festhalten an der traditionellen deutschen Rentenpolitik den durch die Zunahme atypischer, häufig niedrig entlohnter Beschäftigungsformen und zunehmend diskontinuierlicher Erwerbsverläufe entstehenden Herausforderungen gerecht werden kann. Als zukunftsfähiger und überzeugender in Hinblick auf die Bewältigung dieser Herausforderungen erweisen sich Grundrentensysteme wie zum Beispiel die Systeme in Dänemark oder in den Niederlanden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeiter im sozialen Abseits: Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland (2011)
Seigis, M. Christian;Zitatform
Seigis, M. Christian (2011): Leiharbeiter im sozialen Abseits. Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland. Marburg: Tectum, 100 S.
Abstract
"Leiharbeiter sind scheinbar die Sklaven der neuen Arbeitswelt. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Leiharbeiter auf über 600 000 angewachsen - mit steigender Tendenz. Ihre Arbeitsbedingungen sind gleich, doch das Prinzip 'Gleiche Arbeit - gleiches Geld' greift hier nicht. Oft reicht das Gehalt selbst bei einer vollen Stelle nicht, um den Lebensunterhalt zu sichern. Der Steuerzahler subventioniert diese Jobs zugunsten der Arbeitgeber über Sozialleistungen. Dabei gilt für Leiharbeit- oder Zeitarbeitnehmer bereits seit 2004 gesetzlich der Gleichbehandlungsgrundsatz. Der Autor untersucht, wie die gesetzlichen Vorgaben teilweise umgangen werden, und zeigt Wege auf, wie dies zu ändern wäre, etwa durch Kombi- oder gesetzliche Mindestlöhne. Darüber hinaus beleuchtet er das Thema Leiharbeit von seiner Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte über die Rechtsbeziehungen bis zu den gravierenden Auswirkungen der Hartz-Reformen sowie zu den Folgen der europäischen Implikationen. Auch die Auswirkungen auf das deutsche Rentenversicherungssystem kommen zur Sprache." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes - Verhinderung von Missbrauch der Arbeitnehmerüberlassung (2011)
Zitatform
(2011): Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes - Verhinderung von Missbrauch der Arbeitnehmerüberlassung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/4804 (17.02.2011)), 21 S.
Abstract
"In der Praxis sind Fälle des missbräuchlichen Einsatzes von Arbeitnehmerüberlassung bekannt geworden, die mit dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und allein mit tarifvertraglichen Regelungen nicht zu unterbinden sind. Durch die Einführung einer gesetzlichen Regelung (sogenannte Drehtürklausel) soll verhindert werden, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlassen oder nicht weiter beschäftigt werden und anschließend unmittelbar oder nach kurzer Zeit als Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer zu schlechteren Arbeitsbedingungen als die Arbeitnehmer des Entleihers wieder in ihrem ehemaligen Unternehmen oder einem anderen Unternehmen desselben Konzerns eingesetzt werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 21. März 2011 zum a) Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes - Verhinderung von Missbrauch der Arbeitnehmerüberlassung (BT-Drucksache 17/4804) b) Entwurf eines Gesetzes zur strikten Regulierung der Arbeitnehmerüberlassung (BT-Drucksache 17/3752): Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2011)
Zitatform
(2011): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen in Berlin am 21. März 2011 zum a) Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes - Verhinderung von Missbrauch der Arbeitnehmerüberlassung (BT-Drucksache 17/4804) b) Entwurf eines Gesetzes zur strikten Regulierung der Arbeitnehmerüberlassung (BT-Drucksache 17/3752). Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Deutscher Bundestag, Ausschuss für Arbeit und Soziales. Ausschussdrucksache 17(11)431 v. 18.03.2011), 80 S.
Abstract
Die Situation auf dem Markt für Leiharbeit ist von Sachverständigen bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am 21.03.2011 gegensätzlich beurteilt worden. Während etwa die Zeitarbeitsverbände kaum Nachbesserungsbedarf sahen, sprachen sich unter anderem die Vertreter der Gewerkschaften für weitere gesetzliche Regelungen aus. Gegenstand der Anhörung waren ein Gesetzentwurf der Bundesregierung sowie der Fraktion Die Linke.
Sachverständigenliste:
Bundesagentur für Arbeit, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Bundesverband Zeitarbeit, Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V., Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e. V., Bundesverband Deutscher Dienstleistungsunternehmen e. V., Deutscher Gewerkschaftsbund, IG Metall, Prof. Franz Josef Düwell, Dr. Hajo Holst, Prof. Dr. Gerhard Bosch. (IAB) -
Literaturhinweis
Verhinderung des missbräuchlichen Einsatzes von Arbeitnehmerüberlassung und Umsetzung der Leiharbeitsrichtlinie (2010)
Düwell, Franz Josef; Dahl, Holger;Zitatform
Düwell, Franz Josef & Holger Dahl (2010): Verhinderung des missbräuchlichen Einsatzes von Arbeitnehmerüberlassung und Umsetzung der Leiharbeitsrichtlinie. In: Der Betrieb, Jg. 63, H. 32, S. 1759-1762.
Abstract
"Das BMAS hat am 4. 6. 2010 den Diskussionsentwurf eines Gesetzes zur Änderung des AÜG und des AEntG vorgelegt. Mit diesem Gesetz will das Ministerium vor allem den 'missbräuchlichen Einsatz von Arbeitnehmerüberlassung' ausschließen. Daneben sollen die Vorgaben der Europäischen Leiharbeitsrichtlinie vom 19. 11. 2008, die am 5. 12. 2008 in Kraft getreten ist, umgesetzt werden. Schließlich soll durch eine Lohnuntergrenze die Möglichkeit für Verleiher begrenzt werden, durch die Anwendung oder einzelvertragliche Inbezugnahme eines Tarifvertrags ohne eine untere Grenze vom Schlechterstellungsverbot in § 9 Nr. 2 und § 3 Abs. 1 Nr. 3 AÜG abzuweichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Leiharbeit in Österreich (2010)
Riesenfelder, Andreas; Wetzel, Petra;Zitatform
Riesenfelder, Andreas & Petra Wetzel (2010): Leiharbeit in Österreich. (Wiener Beiträge zur empirischen Sozialwissenschaft 04), Wien: LIT, 106 S.
Abstract
"Die Leiharbeit hat in den letzten Jahren nicht nur in Europa sondern auch in Österreich zusehends an Bedeutung gewonnen. Allerdings ist dieser Wirtschaftsbereich, was die ArbeitnehmerInnen betrifft, durch überdurchschnittlich hohe Belastungen zu charakterisieren. So haben LeiharbeiterInnen mit überaus großen saisonalen Einflüssen auf die Beschäftigungslage zu kämpfen und sind durch hohe Quoten von Arbeitslosigkeit und erwerbsfernen Lagen gekennzeichnet. Dem kann auch die erstrebenswerte Brückenfunktion der Leiharbeit zu einem anschließenden Standarderwerbsverhältnis kaum entgegensteuern. Weiteres wurde auch die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften untersucht. Das Ergebnis ist alarmierend, ist doch ein großer Teile der Arbeitsverhältnisse unter Umgehung der gesetzlichen Vorschriften beendet worden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gebrochene Erwerbsbiografien, atypische Beschäftigung und drohende Altersarmut: Perspektiven solidarischer Sicherungskonzepte (2010)
Zitatform
Steffen, Johannes (2010): Gebrochene Erwerbsbiografien, atypische Beschäftigung und drohende Altersarmut. Perspektiven solidarischer Sicherungskonzepte. Bremen, 11 S.
Abstract
Der Autor setzt sich kritisch mit der geplanten Absenkung des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rentensicherung auf etwa 43 Prozent im Jahre 2030 auseinander, welche zu einer Erhöhung der Anzahl der erforderlichen Beitragsjahre führt. 'Diese politischen Weichenstellungen sind für die Abschätzung der Folgen von gebrochenen Erwerbsbiografien oder atypischer Beschäftigung auf die Rentenanwartschaften, vor allem aber für die Einschätzung der Wirksamkeit solidarischer Sicherungsinstrumente mit Lücken schließender Ausrichtung von erheblicher Bedeutung.' Er fordert den Stopp des Niveausenkungsprozesses und die Rückkehr zur lebensstandardsichernden gesetzlichen Rentenversicherung als zentrale Voraussetzungen, um zum einen die Legitimität der solidarischen Pflichtversicherung zu stärken und zum anderen, damit Lücken schließende Instrumente auch nachhaltig wirksam werden und dem Pflichtversicherungssystem zu struktureller Armutsfestigkeit verhelfen können. (IAB)
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Literaturhinweis
Elfter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes: Unterrichtung durch die Bundesregierung (2010)
Zitatform
(2010): Elfter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Unterrichtung durch die Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/464 (18.01.2010)), 48 S.
Abstract
"Entsprechend dem Auftrag des Deutschen Bundestages berichtet die Bundesregierung im vorliegenden Bericht über die Entwicklung der legalen Arbeitnehmerüberlassung im Zeitraum 2005 bis 2008. Der Bericht zeigt, dass die Arbeitnehmerüberlassung in den vergangenen Jahren weiter deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Die Zahl der Verleihbetriebe ist seit Ende des letzten Berichtszeitraums um 143 Prozent gestiegen, die Zahl der Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer hat sich ausgehend von 385 000 im Jahresdurchschnitt 2004 bis auf 760 000 im Jahresdurchschnitt 2008 erhöht und damit nahezu verdoppelt. Insbesondere mittlere und große Betriebe nutzen Zeitarbeit deutlich häufiger und intensiver als noch vor vier Jahren." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fairness in der Leiharbeit: Antrag der Fraktion der SPD (2010)
Zitatform
(2010): Fairness in der Leiharbeit. Antrag der Fraktion der SPD. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/1155 (23.03.2010)), 4 S.
Abstract
"Die SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die nachfolgenden Punkte neu regelt:
- Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz ist so zu ändern, dass nach einer kurzen Einarbeitungszeit der Grundsatz 'Gleiche Arbeit - gleiches Geld' ohne Ausnahme gilt,
- eine Lohnuntergrenze ist einzuführen durch Aufnahme der Leiharbeitsbranche in den Geltungsbereich des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, damit Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen in verleihfreien Zeiten eine Lohnuntergrenze haben,
- die konzerninterne Verleihung durch eigene Leiharbeitsgesellschaften ist zu begrenzen,
- Betriebsräten in den Entleihbetrieben sind mehr Mitbestimmungsrechte einzuräumen hinsichtlich der Kontrolle des ordnungsgemäßen Einsatzes der Leiharbeitnehmer bzw. Leiharbeitnehmerinnen und des Umfangs und der Dauer der Leiharbeit im Betrieb,
- Leiharbeitnehmer und Leiharbeitnehmerinnen sind bei der Ermittlung der Arbeitnehmerzahl für die betriebsverfassungsrechtlichen Schwellenwerte mitzuzählen,
- die Befristung eines Leiharbeitsverhältnisses und die Koppelung der Befristung an einen Arbeitseinsatz (Synchronisation) sind außerhalb der Probezeit zu verbieten." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Do changes in regulation affect employment duration in temporary help agencies? (2009)
Zitatform
Antoni, Manfred & Elke J. Jahn (2009): Do changes in regulation affect employment duration in temporary help agencies? In: Industrial and Labor Relations Review, Jg. 62, H. 2, S. 226-251., 2009-06-30. DOI:10.1177/001979390906200205
Abstract
Die Beschäftigungsdauer von Arbeitnehmern in Leiharbeitsfirmen gilt als wichtiger Indikator für deren Arbeitsplatzqualität. Die meisten Länder, die Leiharbeit gesetzlich regeln, tun dies, um ein Mindestniveau von Beschäftigungsstabilität zu gewährleisten. In den letzten drei Jahrzehnten wurde in Deutschland das Gesetz zur Leiharbeit (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz) mehrfach liberalisiert. Diese aufeinanderfolgenden Reformen sollten auch Auswirkungen auf die Beschäftigungsdauer im Leiharbeitssektor gehabt haben. Durch Anwendung eines Mixed Proportional Hazard Rate-Modells auf Daten der Arbeitsverwaltung untersuchen die Autoren, ob sich die Beschäftigungsdauer als Reaktion auf die Reformen veränderte. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die wiederholte Verlängerung der Überlassungshöchstdauer die durchschnittliche Beschäftigungsdauer signifikant erhöht hat, während eine 'Liberalisierung' der Gesetzgebung, wie zum Beispiel die Zulassung befristeter Arbeitsverträge, die Beschäftigungsdauer eher verringert hat. (IAB)
Ähnliche Treffer
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: Universität Erlangen, Nürnberg, Lehrstuhl für Arbeitsmarkt- und Regionalpolitik. Diskussionspapiere , 44
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: Program for the study of Germany and Europe working paper series , 07. 01
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: IAB Discussion Paper , 18/2006
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen u.d.T.: "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: LASER discussion papers , 05
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "Do changes in regulation affect employment duration in temporary work agencies?" als: IZA discussion paper, 2343
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigungsverhältnisse: systematische Darstellung sämtlicher Beschäftigungsformen (2009)
Horstmeier, Gerrit;Zitatform
Horstmeier, Gerrit (2009): Prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Systematische Darstellung sämtlicher Beschäftigungsformen. (de Gruyter Handbuch Recht), Berlin: De Gruyter, 361 S.
Abstract
"Nach einer Schätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung arbeiten mittlerweile 50 % der Arbeitnehmer in Deutschland außerhalb des tariflich gebundenen Arbeitsmarktes. Diese Situation erfordert eine Systematisierung und Neubewertung derjenigen Arbeitsverhältnisse, die nicht mit den klassischen Arbeitsverhältnissen vergleichbar sind. Mit diesem neuartigen Handbuch wird erstmals eine vollständige, systematische Darstellung dieser Arbeitsverhältnisse, wie z.B. Teilzeitarbeit, Volontariate, Werkstudenten, freie Mitarbeit, Leiharbeit u.v.m. vorgelegt. Die Darstellung verbindet wissenschaftlich fundiertes Know-how mit Praxisbezug." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexible Beschäftigung und soziale Ungleichheit: eine Synthese des Stands der Forschung (2009)
Zitatform
Lengfeld, Holger & Tuuli-Marja Kleiner (2009): Flexible Beschäftigung und soziale Ungleichheit. Eine Synthese des Stands der Forschung. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 18, H. 1, S. 46-62. DOI:10.1515/arbeit-2009-0106
Abstract
"Unter Arbeitsmarktforschern gilt als unbestritten, dass die Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen in Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre zu einem Wandel von sozialer Ungleichheit beigetragen hat. Wie sich dieser Wandel vollzogen hat, wird in Form eines Review-Beitrags dargelegt. Im Zentrum stehen vier Typen numerisch-flexibler Arbeitsverhältnisse: Vertragsbefristung, Leiharbeit, Teilzeitarbeit und Mini- bzw. Midijob. Dargestellt werden Verbreitungsgrade, betroffene Erwerbspersonen und Effekte auf die Verteilung von Lebenschancen. Der Vergleich der vier Beschäftigungstypen zeigt, dass Flexibilisierung heterogene Wirkungen hervorruft. Für die meisten betroffenen Beschäftigten bringen flexible Jobs erhöhte Risiken im Erwerbsverlauf mit sich. Sie wirken sich besonders negativ auf die Lebenschancen von gering gebildeten bzw. beruflich gering qualifizierten Beschäftigten, älteren Arbeitnehmern und Berufseinsteigern aus. Zugleich ermöglicht Beschäftigungsflexibilisierung für manche Erwerbspersonengruppen unter bestimmten Bedingungen auch Vorteile. Dabei haben jene Beschäftigungsformen im Zeitverlauf den größten Zuwachs erfahren, die den Erwerbspersonen begrenzte Flexibilisierungsgewinne ermöglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Balanced treatment and bans on discrimination: Significance and issues of the Revised Part-Time Work Act (2009)
Morozumi, Michiyo;Zitatform
Morozumi, Michiyo (2009): Balanced treatment and bans on discrimination: Significance and issues of the Revised Part-Time Work Act. In: Japan labor review, Jg. 6, H. 2, S. 39-55.
Abstract
"In Japan, the Part-Time Work Act was enacted in 1993 with the purpose of promoting improvements in the treatment of persons engaged in part-time labor. While this act was not meant to impose legal restrictions on employers, it underwent major revision with the legislation approved in May 2007, against a backdrop of the quantitative increases and qualitative changes in part-time workers in recent years (the revised version of the Act has been in force since April 1, 2008). The Revised Part-Time Work Act represents a step forward in furnishing essential legal regulation relating to the treatment of part-time workers. It strengthens the obligations of business operators with regard to the elucidation of labor conditions, the provision of balanced treatment and the conversion of part-time workers to full-time workers, with penal provisions introduced in connection with certain stipulations. The Act notably bans the discrimination against part-time workers who fullfill certain conditions in comparison to full-time workers. Parts I and II of this article introduce the background and contents of the revised Act. Part III examines the proper approach to rules banning discrimination on grounds of being a part-time worker, and Part IV examines the revised Act from the perspective of legislative policy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Stimulating part-time work by legal entitlements?: evidence from a German policy experiment (2009)
Zitatform
Schank, Thorsten, Claus Schnabel & Hans-Dieter Gerner (2009): Stimulating part-time work by legal entitlements? Evidence from a German policy experiment. In: Applied Economics Letters, Jg. 16, H. 4, S. 391-394. DOI:10.1080/13504850601018494
Abstract
"Differenz-von-Differenzen-Schätzungen zeigen, dass das neue Teilzeitgesetz in Deutschland zwar den Anteil von Teilzeitbeschäftigten in denjenigen Betrieben erhöht hat, die bereits Teilzeitbeschäftigung einsetzten. Es hat jedoch die Einführung von Teilzeitbeschäftigung in anderen Betrieben nicht angeregt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit: Chancen und Risiken für Zeitarbeitnehmer und Kundenunternehmen (2009)
Schröder, Edgar;Zitatform
Schröder, Edgar (2009): Zeitarbeit. Chancen und Risiken für Zeitarbeitnehmer und Kundenunternehmen. (Pocket Business), Berlin: Scriptor, 134 S.
Abstract
"Zeitarbeit etabliert sich in Deutschland als fester Bestandteil des ersten Arbeitsmarktes: 2004 waren mehr als 400.000 Menschen als Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Das Buch bringt die aktuellen Fakten über diese Beschäftigungsform und erläutert die Chancen und Risiken sowohl für die (potenziellen) Zeitarbeitnehmer als auch für die Entscheidungsträger aufseiten der Kundenunternehmen. Neben den grundsätzlichen Spielregeln werden die komplexen rechtlichen Hintergründe ebenso behandelt wie die Mitbestimmungsrechte und die Gewerkschaftspositionen. Der Leser erhält so einen kompakten und praxisrelevanten Ratgeber für seine Orientierung auf dem Zeitarbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit: Chancen - Erfahrungen - Herausforderungen (2009)
Schwaab, Markus-Oliver; Durian, Ariane;Zitatform
Schwaab, Markus-Oliver & Ariane Durian (Hrsg.) (2009): Zeitarbeit. Chancen - Erfahrungen - Herausforderungen. Wiesbaden: Gabler, 332 S.
Abstract
"Die Zeitarbeitsbranche ist in Deutschland in den letzten Jahren rasant gewachsen. Zwar gehen die wirtschaftlichen Turbulenzen nicht spurlos an ihr vorüber, doch zweifelt niemand daran, dass flexible Personaldienstleistungen auch zukünftig zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen beitragen werden. Das Buch beschreibt die Zeitarbeit aus verschiedenen Perspektiven. Dabei kommen alle relevanten Interessengruppen zu Wort: Wissenschaftler und Personalmanager aus der betrieblichen Praxis, Personaldienstleister, Volks- und Betriebswirte, Psychologen, Juristen, Journalisten sowie Vertreter von Verbänden, Gewerkschaften und Betriebsräten. Gleichzeitig wird durch die Einbindung internationaler Zeitarbeitsspezialisten ein Blick über Deutschland hinaus ermöglicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Bremen (2009)
Strüßmann, Bernd; Duhnenkamp, Joachim; Holtrup, André; Syben, Gerhard;Zitatform
Strüßmann, Bernd, Joachim Duhnenkamp, Gerhard Syben & André Holtrup (2009): Zeitarbeit in Bremen. Bremen, 228 S.
Abstract
"Die Beiträge dieser Broschüre beleuchten den Zeitarbeitssektor unter ganz unterschiedlichen Blickwinkeln: Eine Bestandsaufnahme liefert Daten und Analysen zu regionalen Beschäftigungsstrukturen der Zeitarbeit, erörtert davon ausgehend aber ebenso die für die Zeitarbeit gegenwärtig charakteristischen Arbeitsbedingungen. Gefragt wird nach den betrieblichen Motiven des zunehmenden Einsatzes von Zeitarbeit wie nach den beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen dieser Veränderungen. Die statistisch herausragenden, zentralen Problematiken prekärer Beschäftigung im Zeitarbeitssektor - Niedriglohnarbeit und Unsicherheit des Arbeitsplatzes - ergeben sich nicht zuletzt in der Auswertung von Daten aus unserer arbeitsrechtlichen Beratungsarbeit. Die Grundproblematiken spiegeln sich aber auch in den Beiträgen, in denen die subjektive Perspektive der Zeitarbeitnehmer aufgenommen wird und diese in systematisch geführten Interviews selbst zu Wort kommen. Welche Vor- und Nachteile sehen sie in ihrem 'atypischen' Beschäftigungsverhältnis? Worin werden die Grundprobleme der Tätigkeit gesehen - im Hinblick auf Einkommen, Beschäftigungssicherheit und den betrieblichen Status? Welche Erfahrungen und Einschätzungen schildern sie zu den möglichen 'Klebeeffekten' der Tätigkeit im Einsatzbetrieb. Bietet Zeitarbeit, wie in Branchenpublikationen meist betont, für Arbeitnehmer effektive Möglichkeiten zur Qualifizierung im Rahmen informeller Lernprozesse? Alles in allem ergibt sich so ein profunder Überblick über die Zeitarbeitsbranche in Bremen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Less than adequate: regulating temporary agency work in the EU in the face of an internal market in services (2009)
Zitatform
Vosko, Leah F. (2009): Less than adequate: regulating temporary agency work in the EU in the face of an internal market in services. In: Cambridge Journal of Regions, Economy and Society, Jg. 2, H. 3, S. 395-411. DOI:10.1093/cjres/rsp007
Abstract
"This article analyzes the Directive on Temporary Agency Work (2008) in the face of a new internal market in services in the European Union. I argue that the adoption of this Directive is paradoxical: on the one hand, it breaks the lengthy stalemate characterizing workers' and employers' efforts to craft a framework agreement. On the other hand, the compromise reached marks a setback for workers' protection because the Directive qualifies equal treatment and its adoption fuels pressure to include services provided by temporary work agencies within the Services Directive (2006)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Rethinking the regulation of vulnerable work in the USA: a sector-based approach (2009)
Zitatform
Weil, David (2009): Rethinking the regulation of vulnerable work in the USA. A sector-based approach. In: Journal of Industrial Relations, Jg. 51, H. 3, S. 411-430. DOI:10.1177/0022185609104842
Abstract
"This article discusses one of the major challenges of US workplace policy: protecting roughly 35m workers who are vulnerable to a variety of major risks in the workplace. After laying out the dimensions of this problem, I show that the vulnerable workforce is concentrated in a subset of sectors with distinctive industry characteristics. Examining how employer organizations relate to one another in these sectors provides insight into some of the causes as well as possible solutions for redressing workforce vulnerability in the US as well as other countries facing similar problems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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