Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
-
Literaturhinweis
Evaluierung der Maßnahmen der GründerInnenförderung des AMS: empirische Studie. Endbericht (2006)
Dornmayr, Helmut; Lenger, Birgit;Zitatform
Dornmayr, Helmut & Birgit Lenger (2006): Evaluierung der Maßnahmen der GründerInnenförderung des AMS. Empirische Studie. Endbericht. (AMS-Arbeitsmarktstrukturberichte), Wien, 312 S.
Abstract
"Die Ergebnisse der Evaluation des Unternehmensgründungsprogrammes (UGP) des AMS zeugen über weite Strecken von einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte. Neben der Analyse von internationalen Beispielen der Förderung von Unternehmensgründungen aus Arbeitslosigkeit, der Analyse verschiedenster sekundärstatistischer Daten und der Durchführung von Einzelfallstudien mit GründerInnen wurden hierbei auch mehr als 1.000 GründerInnen der Gründungsjahrgänge 1999-2005 hinsichtlich Verlauf und Erfolg ihrer Unternehmensgründung sowie bezüglich der Zufriedenheit mit AMS und Gründungsberatung befragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Der erweiterte Minijob für Arbeitslose: ein Reformvorschlag (2006)
Zitatform
Fertig, Michael, Jochen Kluve & Christoph M. Schmidt (2006): Der erweiterte Minijob für Arbeitslose. Ein Reformvorschlag. In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Jg. 7, H. 2, S. 227-255. DOI:10.1111/j.1465-6493.2006.00207.x
Abstract
In dem Aufsatz wird der Vorschlag eines 'Erweiterten Minijob' vorgestellt und diskutiert, der die folgenden Regelungen enthalten soll: Für Personen, die seit mindestens 6 Monate arbeitslos sind, bleibt ein Verdienst bis 800 Euro für maximal 24 Monate steuer- und abgabenfrei; Arbeitgeber zahlen analog zur derzeitigen Regelung eine Pauschale von 25 Prozent (Steuern und Sozialversicherungsbeiträge); 20 Euro werden nicht auf den Leistungsbezug angerechnet, darüber hinaus gehende Beträge zu 50 Prozent. Dieser Reformvorschlag unterscheidet sich von anderen vor allem dadurch, dass die Förderung temporärer Natur ist und die Teilnahme auf freiwilliger Basis erfolgt. Mit dem Vorschlag wäre es für Arbeitslose finanziell wesentlich attraktiver, einen Minijob anzunehmen. Die bei einer Umsetzung des Vorschlags zu erwartenden Beschäftigungseffekte, sowie Kosten und Erträge werden diskutiert. Bei einer Umsetzung der Reform würde für die nächsten drei Jahre eine Nettoentlastung des Arbeitsmarktes um etwa 240.000 Arbeitslose erwartet. (IAB)
-
Literaturhinweis
Mini- und Midijobs (2006)
Zitatform
Fertig, Michael (2006): Mini- und Midijobs. In: J. Lange & H. Pfannkuche (Hrsg.) (2006): Und die Moral von der Geschicht'...? : die Evaluierung der Arbeitsmarktreformen ("Hartz I bis III") (Loccumer Protokoll, 14/06), S. 185-194.
Abstract
Im Rahmen der Evaluation der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission zur Reform der Minijobs sowie zur Einführung der Gleitzone in der Sozialversicherung (so genannte Midijobs) werden Zwischenergebnisse mit Stand zweites Quartal 2004 vorgestellt und diskutiert. Es wird festgestellt, dass die Ziele dieser Reformen nur teilweise erreicht werden konnten. Die Anzahl beider Beschäftigungsverhältnisse ist signifikant gestiegen und die angestrebte Attraktivität eingetreten. Allerdings ist der Aspekt der 'Brücke' für Arbeitslose von solchen Jobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verbesserungsfähig. Die Untersuchung zeigt, dass Arbeitnehmer durchaus bereit sind, zumindest vorübergehend eine so genannte atypische Beschäftigung aufzunehmen und dabei auch Lohnverzicht zu üben, in der Hoffnung auf Aufstiegsmobilität. Es wird vorgeschlagen, diese Bereitschaft zu stärken, zum Beispiel durch den Ausbau der Förderung in einem Programm 'Erweiterte Minijobs für Arbeitslose'. (IAB)
-
Literaturhinweis
Alternative Beschäftigungsformen in Deutschland: Effekte der Neuregelung von Zeitarbeit, Minijobs und Midijobs (2006)
Zitatform
Fertig, Michael & Jochen Kluve (2006): Alternative Beschäftigungsformen in Deutschland. Effekte der Neuregelung von Zeitarbeit, Minijobs und Midijobs. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 75, H. 3, S. 97-117.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Effekte der im Rahmen der Hartz-Reformen vorgenommenen Neuregelungen der Arbeitnehmerüberlassung und der geringfügigen Beschäftigung. Der Fokus liegt hierbei jeweils auf den Wirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Anzahl und Struktur der Beschäftigung in Zeitarbeit, Minijobs und Midijobs. Für alle drei Beschäftigungsformen zeigen die ökonometrischen Analysen positive Effekte im Sinne der Reformen, d.h. eine Ausweitung der Beschäftigung, die für Minijobs sehr umfangreich, für Zeitarbeit und Midijobs eher moderat ausfällt. Vorläufige Ergebnisse aus Implementationsanalysen und Befragungen ergeben allerdings, dass 'Klebeeffekte' der Zeitarbeit und eine 'Brückenfunktion' der Minijobs kaum festzustellen sind, während Midijobs unter Umständen eine 'Brücke' in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sein könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Implementations- und Wirkungsanalyse der Personal-Service-Agentur (2006)
Hess, Doris; Kaps, Petra; Mosley, Hugh;Zitatform
Hess, Doris, Petra Kaps & Hugh Mosley (2006): Implementations- und Wirkungsanalyse der Personal-Service-Agentur. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 75, H. 3, S. 9-31.
Abstract
"Personal-Service-Agenturen (PSA) sind vermittlungsorientiert arbeitende Zeitarbeitsunternehmen. Sie wurden im Zuge der Hartz-Reformen in das Instrumentenspektrum des SGB III eingeführt. In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse der Evaluation der PSA vorgestellt. Zunächst werden die rechtlichen Grundlagen des Instruments, die Umsetzung durch die Bundesagentur für Arbeit, die institutionellen Rahmenbedingungen sowie die Nutzung des Instruments erörtert. Anschließend werden wirkungsanalytische Ergebnisse präsentiert. Die Ergebnisse der ersten Analysen sind ernüchternd: Zwar zeichneten sich in der Startphase 2003 positive Integrationswirkungen ab, im Jahre 2004 hatten PSA-Beschäftigte nach bisherigen Erkenntnissen jedoch eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit, innerhalb des untersuchten Zeitraums wieder in eine reguläre Beschäftigung eingegliedert zu werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Aus der Not geboren?: besondere Merkmale und Determinanten von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit (2006)
Niefert, Michaela; Tchouvakhina, Margarita;Zitatform
Niefert, Michaela & Margarita Tchouvakhina (2006): Aus der Not geboren? Besondere Merkmale und Determinanten von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit. (ZEW discussion paper 2006-010), Mannheim, 25 S.
Abstract
"In dieser Studie werden Gründungen aus Arbeitslosigkeit der Jahre 2003 und 2004 inklusive der seit Anfang 2003 geförderten Ich-AGs auf repräsentativer empirischer Basis analysiert. Es zeigt sich, dass Gründungen aus Arbeitslosigkeit im Durchschnitt kleiner sind als andere Gründungen und relativ häufig in wenig kapitalintensiven Branchen mit geringen Markteintrittsbarrieren erfolgen. Vormals arbeitslose Gründer unterscheiden sich kaum von anderen Gründern hinsichtlich Alter und Bildungsniveau, verfügen jedoch über ein weitaus niedrigeres Haushaltseinkommen. Die relativ geringe Größe von Gründungen aus Arbeitslosigkeit ist aber nicht allein durch finanzielle Restriktionen zu erklären. Vielmehr entscheiden sich Arbeitslose oft eher notgedrungen für die Selbständigkeit als aus Überzeugung vom Erfolg ihrer Geschäftsidee und sind daher bestrebt, das Investitionsrisiko möglichst gering zu halten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit: ein Platz an der Sonne oder vom Regen in die Traufe? (2006)
Noll, Susanne; Wießner, Frank;Zitatform
Noll, Susanne & Frank Wießner (2006): Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit. Ein Platz an der Sonne oder vom Regen in die Traufe? In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 5, S. 270-277.
Abstract
"In den letzten Jahren hat in der Arbeitsmarktpolitik ein Paradigmenwechsel stattgefunden, der sich auch in einer zunehmenden Individualisierung von Sozialrisiken niederschlägt. Ein vergleichsweise altbekanntes Instrument ist dabei die Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, die Menschen hilft, die ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen wollen. Der Weg in die Selbstständigkeit kann sich dabei als 'Brücke', aber auch als 'Falle' erweisen. Empirische Befunde zeigen, dass die Schaffung des eigenen Arbeitsplatzes realisierbar ist, sie weisen aber auch auf Problempotenziale hin. Es besteht ein gesamtgesellschaftliches Interesse, die Erfolgsaussichten von Existenzgründungen zu verbessern, da im Fall des Scheiterns hohe, auch kollektiv zu tragende Folgekosten anfallen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wirkungsanalyse zur ergänzenden Existenzgründungsförderung durch das ESF-BA-Programm: Zwischenergebnisse der Begleitforschung (2006)
Zitatform
Oberschachtsiek, Dirk (2006): Wirkungsanalyse zur ergänzenden Existenzgründungsförderung durch das ESF-BA-Programm. Zwischenergebnisse der Begleitforschung. (IAB-Projektbericht), Nürnberg, 132 S.
Abstract
"Die Untersuchung gibt zunächst einen Überblick über die Inhalte und die Inanspruchnahme der Gründungsförderung der Bundesagentur für Arbeit (BA). Hierzu gehören das Überbrückungsgeld und der Existenzgründungszuschuss als finanzielle Basisinstrumente. Ebenfalls zum Bereich der BA-Gründungsförderung gehören die Gründungshilfen (Freien Förderung, § 10 SGB III), die unterschiedlich als finanzielle oder als inhaltlich orientierte Förderung von den Agenturen genutzt werden. Zu den inhaltlich orientierten Förderinstrumenten gehören die beiden Leistungen im Rahmen des ESF-BA-Programms: Gründerseminare (wird seit 2003 über die SGB Ill-Regelförderung finanziert) und das Gründercoaching. Ein erster Schwerpunkt der Untersuchungen ist die Gegenüberstellung der einzelnen Förderinstrumente sowie die Analyse von Förderkombinationen. Im Mittelpunkt stehen die beiden Instrumente des ESF-BA-Programms. Bisher gibt es nur wenige Analysen, die sich damit beschäftigten, inwieweit verschiedene Förderprogramme auf Personenebene kombiniert werden und welche Faktoren eine bestimmte Art der Kombination von Förderinstrumenten beeinflussen. Ein zweiter Schwerpunkt der Studie liegt in der Frage, welche kausalen Wirkungseffekte von spezifischen Förderkombinationen ausgehen können. Untersucht wird, welche Wirkung eine inhaltlich orientierte ergänzende Förderung auf die Überlebenswahrscheinlichkeit des neu gegründeten Unternehmens hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Chancen für Unternehmen und Arbeitssuchende durch eingliederungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung (2006)
Oberste-Beulmann, Wilhelm;Zitatform
Oberste-Beulmann, Wilhelm (2006): Chancen für Unternehmen und Arbeitssuchende durch eingliederungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung. In: Leistung und Lohn H. 424-427, S. 1-50.
Abstract
Die Broschüre fasst die Erfahrungen der Zeitarbeitsagentur 'START Zeitarbeit NRW GmbH' in den letzten elf Jahren zusammen, in denen es gelungen ist, mehr als 20.000 Menschen in eine unbefristete Beschäftigung zu vermitteln. Neben einer Darstellung der rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen der Arbeitnehmerüberlassung in Deutschland sowie der arbeitsmarktpolitischen Aspekte dieses Instrumentes werden die Zielsetzungen und Praktiken der Zeitarbeitsagentur in Bezug auf folgende Bereiche dargestellt: Organisation und Verwaltung, Vertrieb und Marketing, Kooperationsstrukturen, regionale Standortnetzwerke, Qualifizierungsmaßnahmen, Verbundausbildung, Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz, Kundenstruktur, Entleihbetriebe, Integrationsförderung. Das erfolgreiche Modell START wird als Beispiel einer effizienten und Kosten sparenden Personalsteuerung für Betriebe empfohlen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Regulating new forms of employment: local experiments and social innovation in Europe (2006)
Regalia, Ida; Lope, Andreu; Marginson, Paul; Ballarino, Gabriele ; Mcilroy, Rachel; Duclos, Laurent; Meriaux, Olivier; Gibert, Francesc; Regalia, Ida; Bortolotti, Franco; Scherer, Stefani ; Giaccone, Mariao;Zitatform
Regalia, Ida (Hrsg.) (2006): Regulating new forms of employment. Local experiments and social innovation in Europe. London u.a.: Routledge, 289 S.
Abstract
"Using a comparative framework, this new volume focuses on how non-standard employment can be regulated in very different social, political and institutional settings. After surveying these new forms of work and the new demands for labour-market regulation, the authors identify possible solutions among local-level actors and provide a detailed analysis of how firms assess the advantages and disadvantages of flexible forms of employment. The authors provide six detailed case studies to examine the successes and failures of experimental approaches and social innovation in various regions in the UK, France, Germany, Italy and Spain." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Neue Beschäftigungsformen: Brücken aus der Arbeitslosigkeit? (2006)
Rudolph, Helmut;Zitatform
Rudolph, Helmut (2006): Neue Beschäftigungsformen: Brücken aus der Arbeitslosigkeit? In: B. Badura, H. Schellschmidt & C. Vetter (Hrsg.) (2006): Fehlzeiten-Report 2005 : Arbeitsplatzunsicherheit und Gesundheit. Zahlen, Daten, Analysen aus allen Branchen der Wirtschaft, S. 35-56.
Abstract
"Hohe Arbeitslosigkeit und sinkende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fordern die Arbeitsmarktpolitik heraus, neue Brücken zu Einkommen und sozialer Sicherheit zu bauen. Durch Änderungen der Rahmenbedingungen bei der Sozialversicherung und im Arbeitsrecht versucht der Gesetzgeber Beschäftigungsformen wie Mini- und Midi Jobs, befristete Arbeitsverträge und Zeitarbeit zu fördern, um Betriebe zur Ausweitung ihrer Arbeitsplätze und zur Einstellung von Arbeitslosen zu veranlassen. Trotz Expansion der 'neuen' Beschäftigungsformen ist ihre Wirkung als Brücke für Arbeitslose in sozialversicherte Beschäftigung eingeschränkt, weil ihr betrieblicher Einsatz auf spezifische Aufgaben oder bestimmte Arbeitnehmergruppen beschränkt ist. Auch mit Substitutionseffekten muss gerechnet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Globalization and deregulation: does flexicurity protect atypically employed? (2006)
Zitatform
Seifert, Hartmut & Andranik Tangian (2006): Globalization and deregulation. Does flexicurity protect atypically employed? (WSI-Diskussionspapier 143), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
"Hitherto, discussion of flexicurity has focused on normal employment (permanent full-time), with atypical work receiving only cursory attention. Nevertheless, the most affected are just atypically employed (= other than normally employed). To monitor effects of flexicurity policies in Europe, flexicurity indices are constructed from: (a) scores of the strictness of employment protection legislation provided by the OECD, (b) qualitative juridical data on social security benefits (unemployment insurance, public pensions, etc.), and (c) data on the dynamics of employment types (permanent, temporary, full-time, part-time, self-employed, etc.). The empirical investigation shows that, contrary to political promises and theoretical opinions, the deregulation of European labour markets absolutely predominates. Its moderate compensation by advantages in social security occurred only twice: in Denmark and Netherlands at the end of the 1990s. The flexibilization reduces the average employment status, i.e. employees are more often employed not permanently but temporarily, not full-time but part-time, and more frequently they involuntary turn to self-employment. On the other hand, the eligibility to social benefits depends on the employment status. Thereby these trends disqualify employees from social benefits. The apparent compensation of the labour market deregulation by social advantages is therefore insufficient." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Mindestbedingungen für die Zeitarbeitsbranche?: Expertise (2006)
Zitatform
Weinkopf, Claudia (2006): Mindestbedingungen für die Zeitarbeitsbranche? Expertise. Gelsenkirchen, 30 S.
Abstract
Im Mittelpunkt der Expertise steht die Frage nach möglichen Auswirkungen der Einführung allgemein verbindlicher Mindeststandards in der Zeitarbeitsbranche: Führen diese - wie häufig behauptet - zu negativen wirtschaftlichen Auswirkungen in der Branche selbst oder bei den Kundenunternehmen? Sind Arbeitsplätze bedroht und verschlechtern sich dadurch die Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten? Die Analyse zeigt, dass sich die Argumente der Gegner/innen weitestgehend widerlegen lassen. Dies liegt zum einen daran, dass das Niveau der Einstiegslöhne im Tarifvertrag zur Regelung von Mindestarbeitsbedingungen in der Zeitarbeit nur geringfügig über den heute bereits überwiegend üblichen Standards liegt. Deutlichere Steigerungen ergäben sich lediglich gegenüber Haus- und Konzerntarifen, die aber nur eine geringe Reichweite haben, sowie bezogen auf das Lohnniveau in Ostdeutschland und Sonderregelungen im Tarifvertrag, der zwischen CGZP und AMP abgeschlossen worden ist, die eine Absenkung der Einstiegslöhne in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung erlauben. Zum anderen liegen den Befürchtungen negativer Effekte vielfach aber auch Annahmen zugrunde, die in der Wissenschaft durchaus strittig sind. Dies betrifft sowohl die Beschäftigungswirkungen von Mindestlöhnen als auch den Zusammenhang zwischen der Lohnspreizung in einer Gesellschaft und den Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten. Eine besonders hohe Beschäftigungsquote von gering Qualifizierten weist z.B. Schweden auf - ein Land mit einer im internationalen Vergleich sehr geringen Lohnspreizung. Darüber hinaus wird gezeigt, dass weitere gewichtige wirtschafts-, arbeitsmarkt- und ordnungspolitischer Argumente für die Notwendigkeit von Mindeststandards sprechen:
- So würden erstens die befürchteten Gefahren (Arbeitsplatzverluste) eher drohen, wenn zunehmend ausländische Anbieter auf den deutschen Markt drängen könnten, ohne dass sie zur Einhaltung von Mindeststandards verpflichtet wären.
- Zweitens sind einige der in bestehenden Tarifverträgen vereinbarten Löhne so niedrig, dass sie als Dumpinglöhne anzusehen sind.
- Niedrigstlöhne in der Zeitarbeit erscheinen drittens aus sozial- und ordnungspolitischer Sicht besonders problematisch, weil sie nicht nur das Lohnniveau in der Zeitarbeitsbranche selbst unter Druck setzen, sondern auch auf andere Branchen ausstrahlen können.
- Für eine Begrenzung der Lohnspirale nach unten - nicht nur in der Zeitarbeit, sondern auch bezogen auf die Gesamtwirtschaft - spricht viertens, dass sich Unternehmen ohne verbindliche Mindeststandards darauf verlassen können, dass der Staat durch ergänzende Leistungen der Grundsicherung die 'Ausfallbürgschaft' für niedrige Löhne übernimmt.
- Fünftens schließlich zeigt der Vergleich mit gesetzlichen Mindestlöhnen in anderen Ländern (gemessen am jeweiligen Durchschnittslohn von Vollzeitbeschäftigten), dass sich Deutschland mit den höchsten aktuell diskutierten Standards zwar im oberen Drittel der Vergleichsländer positionieren würde, damit aber etwa auf dem Niveau der westeuropäischen Nachbarländer läge. Mit einem Mindestlohn von 5 EURO oder sogar nur 4,50 EURO würde Deutschland demgegenüber selbst hinter den bisherigen 'Schlusslichtern' im internationalen Vergleich - den USA und Estland - zurückbleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku -
Literaturhinweis
Der neue Gründungszuschuss: ein Vergleich mit den bisherigen Leistungen für arbeitslose Existenzgründer (2006)
Winkel, Rolf;Zitatform
Winkel, Rolf (2006): Der neue Gründungszuschuss. Ein Vergleich mit den bisherigen Leistungen für arbeitslose Existenzgründer. In: Soziale Sicherheit, Jg. 55, H. 8/9, S. 284-288.
Abstract
"Seit dem 1. August gelten für die Förderung von Beziehern von Arbeitslosengeld (I), die sich selbstständig machen, neue Regeln. Der neue Gründungszuschuss nach § 57 des dritten Sozialgesetzbuchs ersetzt seitdem das bisherige Überbrückungsgeld und die bereits zum 30. Juni 2006 ausgelaufenen Existenzgründungszuschüsse, mit denen die so genannten Ich-AG's gefördert wurden. Im Folgenden wird der neue Gründungszuschuss im Detail vorgestellt und mit den bisherigen Leistungen zur Existenzgründungsförderung von Arbeitslosen verglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Stellungnahme der Bundesregierung zu der Entschließung des Bundesrates zur Beschäftigung von ausländischen Saisonarbeitskräften (2006)
Zitatform
(2006): Stellungnahme der Bundesregierung zu der Entschließung des Bundesrates zur Beschäftigung von ausländischen Saisonarbeitskräften. (Verhandlungen des Bundesrates. Drucksachen 469/06 (26.06.2006)), 3 S.
Abstract
In der Entschließung des Bundesrates zur Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften wurde die Bundesregierung aufgefordert, Verhandlungen mit der polnischen Regierung bezüglich der Einführung einer Regelung für geringfügige Beschäftigte in Anlehnung an das deutsche Recht durchzuführen. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung darauf, dass diese Verhandlungen erfolglos geführt wurden und eine Änderung der polnischen Rechtslage nicht beabsichtigt ist. Weiterhin wurde die Bundesregierung gebeten, in die neue Eckpunkteregelung für die Jahre 2006 und 2007 zur Zulassung ausländischer Saisonkräfte eine Härtefallregelung mit Öffnungsklausel aufzunehmen. "Hierzu wird mitgeteilt, dass die mit den beteiligten Verbänden der Arbeitgeber und Gewerkschaften vereinbarten und vom Kabinett gebilligten Eckpunkte u. a. Folgendes vorsehen: Für jeden Betrieb werden mittel- und osteuropäische Beschäftigte in Höhe von 80 Prozent der Zulassungen des Jahres 2005 ohne individuelle Prüfung der Vermittlungsmöglichkeiten inländischer Arbeitsuchender zur Beschäftigung zugelassen. Wenn sich angesichts der Kürze der Zeit bis zu den ersten Ernten bis Mitte 2006 nicht die erforderliche Zahl von Saisonarbeitern am deutschen Markt erreichen lässt, wird mit dem Restbedarf flexibel verfahren werden. Danach können die Agenturen für Arbeit weitere mittel- und osteuropäische Saisonbeschäftigte bewilligen, wenn sich herausstellen sollte, dass sich für die Erfüllung der Inländerquote von 10 Prozent nicht rechtzeitig in ausreichender Zahl geeignete inländische Arbeitsuchende für die Arbeiten finden lassen. Die Landwirtschaft soll ihren saisonalen Arbeitskräftebedarf decken können." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung (Drucksache 16/429): Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2006)
Zitatform
(2006): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen zum Entwurf eines Gesetzes zur Förderung ganzjähriger Beschäftigung (Drucksache 16/429). Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16(11)77 (10.02.2006)), 50 S.
Abstract
Durch das Gesetz zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung soll das bisher auf die Bauwirtschaft beschränkte Sondersystem der Winterbauförderung weiterentwickelt und in das System des Kurzarbeitergeldes integriert werden. In der Schlechtwetterzeit, von Dezember bis März, soll künftig Saison-Kurzarbeitergeld bei witterungs- oder auftragsbedingtem Arbeitsausfall gezahlt werden. Neben Beschäftigten und Betrieben des Baubereichs können auch andere Wirtschaftsbranchen wie die Land- und Forstwirtschaft, die Baustoffindustrie, das Maler- und Lackiererhandwerk oder das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk von dem Saison-Kurzarbeitergeld profitieren. Die Zusammenstellung enthält die schriftlichen Stellungnahmen folgender eingeladender Verbände und Einzelsachverständiger zum Gesetzesentwurf: 1. Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), 2. Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA); 3. Bundesagentur für Arbeit; 4. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufssforschung (IAB): Das IAB äußert sich auf der Basis wissenschaftlicher Befunde vor allem zur Regelmäßigkeit und Erheblichkeit des Arbeitsausfalls, zu möglichen Beschäftigungseffekten, Budgeteffekten und Substitutionsrisiken sowie zu Änderungen der Meldungen zur Statistik der BA. 5. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.; 6. Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.; 7. Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt; 8. Prof. Dr. Gerhard Bosch, Gelsenkirchen; 9. Sozialpolitische Arbeitsgemeinschaft Steine-Erden; 10. Sabine Graf, Berlin; 11. Prof. Dr. Gerhard Bosch, Institut Arbeit und Technik. Außerdem werden folgende schriftliche Stellungnahmen nicht eingeladener Verbände dokumentiert: 12. Zentralverband des Deutschen Handwerks ZDH; 13. Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Bilanz der finanziellen Förderung der Ich-AG durch die Bundesagentur für Arbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP - Drucksache 16/1573 (2006)
Zitatform
(2006): Bilanz der finanziellen Förderung der Ich-AG durch die Bundesagentur für Arbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der FDP - Drucksache 16/1573. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/1792 (08.06.2006)), 4 S.
Abstract
Die Bundesregierung gibt in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion Auskunft über den Umfang der finanziellen Förderung von Ich-AGs. Diese werden seit dem 1. Januar 2003 durch die Bundesagentur für Arbeit mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Im Februar 2006 lief für die ersten Ich-AGs die dreijährige Förderdauer ab, der Existenzgründungszuschuss wird ab Juli 2006 durch ein neues Förderinstrument abgelöst. Seit der Einführung der Ich-AG wurden insgesamt ca. 380.000 Gründer mit dem Existenzgründungszuschuss gefördert. Hierfür wurden von der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 3,03 Mrd. Euro aufgewendet. Am häufigsten gefördert wurden Gründungen in den Wirtschaftszweigen Grundstücks- und Wohnungswesen, Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen, Handel, Reparaturen sowie Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen. Rund 80 Prozent der Geförderten sind rd. 1,5 Jahr nach Gründung weiterhin selbstständig. Hauptgründe für eine Aufgabe der Selbstständigkeit sind Auftragsmangel, Finanzierungsengpässe und familiäre Gründe. (IAB)
-
Literaturhinweis
Temporary agency employment as a way out of poverty? (2005)
Autor, David; Houseman, Susan;Zitatform
Autor, David & Susan Houseman (2005): Temporary agency employment as a way out of poverty? (Upjohn Institute staff working paper 2005-123), Kalamazoo, 39 S.
Abstract
"The high incidence of temporary agency employment among participants in government employment programs has catalyzed debate about whether these jobs help the poor transition into stable employment and out of poverty. We provide direct evidence on this question through analysis of a Michigan welfare-to-work program in which program participants were randomly allocated across service providers ('contractors') with different job placement practices. We draw on a telephone survey of contractors and on administrative program data linked with wage records data on all participants entering the program over a three-and-a half-year period. Our survey evidence documents a consensus among contractors that temporary help jobs are generally easier for those with weak skills and experience to obtain, but no consensus on whether temporary help jobs confer long-term benefits to participants. Our analysis of the quasiexperimental data introduced in Autor and Houseman (2005) shows that placing participants in either temporary or direct-hire jobs improves their odds of leaving welfare and escaping poverty in the short term. However, we find that only direct-hire placements help reduce welfare dependency over longer time horizons. Our findings raise questions about the incentive structure of many government employment programs that emphasize rapid placement of program participants into jobs and that may inadvertently encourage high placement rates with temporary help agencies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 11742 -
Literaturhinweis
Do temporary help jobs improve labor market outcomes for low-skilled workers?: evidence from random assignments (2005)
Zitatform
Autor, David & Susan N. Houseman (2005): Do temporary help jobs improve labor market outcomes for low-skilled workers? Evidence from random assignments. (Upjohn Institute staff working paper 05-124), Kalamazoo, 53 S.
Abstract
"A disproportionate share of low-skilled U.S. workers is employed by temporary help firms. These firms offer rapid entry into paid employment, but temporary help jobs are typically brief and it is unknown whether they foster longer-term employment. We draw upon an unusual, large-scale policy experiment in the state of Michigan to evaluate whether holding temporary help jobs facilitates labor market advancement for low-skilled workers. To identify these effects, we exploit the random assignment of welfare-to-work clients across numerous welfare service providers in a major metropolitan area. These providers feature substantially different placement rates at temporary help jobs but offer otherwise similar services. We find that moving welfare participants into temporary help jobs boosts their short-term earnings. But these gains are offset by lower earnings, less frequent employment, and potentially higher welfare recidivism over the next one to two years. In contrast, placements in direct-hire jobs raise participants' earnings substantially and reduce recidivism both one and two years following placement. We conclude that encouraging low-skilled workers to take temporary help agency jobs is no more effective- and possibly less effective-than providing no job placements at all." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 11743 -
Literaturhinweis
Making work pay in a rationed labour market: the mini-job reform in Germany (2005)
Zitatform
Bargain, Olivier, Marco Caliendo, Peter Haan & Kristian Orsini (2005): Making work pay in a rationed labour market. The mini-job reform in Germany. (DIW-Diskussionspapiere 536), Berlin, 29 S.
Abstract
"To tackle mass unemployment and increase participation rates, the German government over recent years has mainly focused on supply side strategies, including 'making work pay' policies. The 2003 Mini-Job reform introduced an extended subsidy of social security contributions for low wage workers. In this paper, we evaluate the employment effects of this reform using a behavioural tax-benefit microsimulation model. Ex-ante micro policy evaluations based on labour supply models usually ignore involuntary unemployment. This leads to biased estimates of labour supply elasticities and erroneous predictions of the effects of the measure. This aspect is all the more important in a country like Germany, characterized by high unemployment. In this analysis we evaluate the employment effects of the Mini-Job reform by controlling for involuntary unemployment through a double-hurdle model. When focusing on the main labour force, we show that the Mini-Job reform has only a small positive effect on the extensive margin, which is outweighed by a reduction of working hours at the intensive margin." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 2033
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
-
Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
