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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Erosion des Normalarbeitsverhältnisses"
  • Literaturhinweis

    Im Fokus: "Atypische" Beschäftigung breitet sich auch in Ostdeutschland aus (2009)

    Brautzsch, Ulrich; Lang, Cornelia;

    Zitatform

    Brautzsch, Ulrich & Cornelia Lang (2009): Im Fokus: "Atypische" Beschäftigung breitet sich auch in Ostdeutschland aus. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 15, H. 8, S. 300-304.

    Abstract

    Die Autoren untersuchen für den Zeitraum 1998 bis 2008 die Beschäftigungsentwicklung im Hinblick auf die Beschäftigungsform und im Vergleich für Ost- und Westdeutschland. Ihr Hauptaugenmerk richten sie dabei auf die beiden Phasen des konjunkturellen Aufschwungs von 1998 bis 2000 sowie von 2005 bis Anfang 2008. Im Trend zeigt sich eine zunehmende Flexibilisierung der Beschäftigungsverhältnisse in beiden Teilen Deutschlands. Im Jahr 2008 waren ca. 27 Prozent der Arbeitnehmer in Ostdeutschland und 29 Prozent der Arbeitnehmer in Westdeutschland in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis beschäftigt. Unterschiede gibt es im Hinblick auf die Struktur der atypischen Beschäftigungsverhältnisse. Während im Jahr 2008 in Westdeutschland die ausschließlich geringfügig Beschäftigten mit 48 Prozent den größten Anteil an den atypisch Beschäftigten haben, sind es in Ostdeutschland mit 54 Prozent die sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigten. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Flexicurity und atypische Beschäftigung in Dänemark (2009)

    Bredgaard, Thomas ; Larsen, Flemming ; Madsen, Per Kongshøj ; Rasmussen, Stine ;

    Zitatform

    Bredgaard, Thomas, Flemming Larsen, Per Kongshøj Madsen & Stine Rasmussen (2009): Flexicurity und atypische Beschäftigung in Dänemark. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 1, S. 31-38. DOI:10.5771/0342-300X-2009-1-31

    Abstract

    "Das dänische Konzept von Flexicurity hat in Europa Furore gemacht. Es wird dabei häufig als Arbeitsmarktmodell, das sich an regulär Beschäftigte richtet, aufgefasst. Diese Einschätzung fußt auf einer Forschungslücke: Das Verhältnis von atypischen Beschäftigungsverhältnissen und der dänischen Flexicurity ist noch nicht gründlich ausgeleuchtet worden. In diesem Artikel unternehmen wir deshalb den Versuch, diese Beziehung genauer zu analysieren. Wir beschreiben die Verbreitung, Entwicklung und Regulierung von Teilzeitarbeit, befristeter Beschäftigung, Leiharbeit, Selbstständigkeit und - als eine dänische Besonderheit - von sogenannten Flexjobs. Wir finden dabei kaum empirische Belege für die weit verbreitete Annahme, dass atypische Beschäftigungsformen üblicher werden oder unregulierter und weniger geschützt als Normalarbeitsverhältnisse seien. Im Gegenteil wurde das dänische Flexicurity-Konzept auf atypisch Beschäftigte ausgeweitet. Diese Strategie der Normalisierung der atypischen Beschäftigung könnte als politisches Musterbeispiel für andere europäische Länder dienen und eine Alternative zu Ansätzen, die eine Lockerung des Kündigungsschutzes für regulär Beschäftigte verfolgen, darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Flexicurity and atypical employment in Denmark (2009)

    Bredgaard, Thomas ; Rasmussen, Stine ; Madsen, Per Kongshøj ; Larsen, Flemming ;

    Zitatform

    Bredgaard, Thomas, Flemming Larsen, Per Kongshøj Madsen & Stine Rasmussen (2009): Flexicurity and atypical employment in Denmark. (CARMA research paper 2009/01), Aalborg, 21 S.

    Abstract

    "Das dänische Konzept von Flexicurity hat in Europa Furore gemacht. Es wird dabei häufig als Arbeitsmarktmodell, das sich an regulär Beschäftigte richtet, aufgefasst. Diese Einschätzung fußt auf einer Forschungslücke: Das Verhältnis von atypischen Beschäftigungsverhältnissen und der dänischen Flexicurity ist noch nicht gründlich ausgeleuchtet worden. In diesem Artikel unternehmen wir deshalb den Versuch, diese Beziehung genauer zu analysieren. Wir beschreiben die Verbreitung, Entwicklung und Regulierung von Teilzeitarbeit, befristeter Beschäftigung, Leiharbeit, Selbstständigkeit und - als eine dänische Besonderheit - von sogenannten Flexjobs. Wir finden dabei kaum empirische Belege für die weit verbreitete Annahme, dass atypische Beschäftigungsformen üblicher werden oder unregulierter und weniger geschützt als Normalarbeitsverhältnisse seien. Im Gegenteil wurde das dänische Flexicurity-Konzept auf atypisch Beschäftigte ausgeweitet. Diese Strategie der Normalisierung der atypischen Beschäftigung könnte als politisches Musterbeispiel für andere europäische Länder dienen und eine Alternative zu Ansätzen, die eine Lockerung des Kündigungsschutzes für regulär Beschäftigte verfolgen, darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Ende der Planbarkeit?: Lebensentwürfe in unsicheren Zeiten (2009)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2009): Ende der Planbarkeit? Lebensentwürfe in unsicheren Zeiten. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 41, S. 19-24.

    Abstract

    "Unsicherheit kann nur dann als Anreiz begriffen werden, wenn ein bestimmtes Niveau an Einkommens- und Beschäftigungsstabilität gesichert ist. Prekarität kann mit Optionenvielfalt verbunden sein; Freiheitsgewinn bedeutet sie nicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Deutschland in der Prekarisierungs-Falle: wie "aktivierende" Arbeitsmarktpolitik die Erosion der Erwerbsarbeitsgesellschaft vorantreibt (2009)

    Keilig, Thomas;

    Zitatform

    Keilig, Thomas (2009): Deutschland in der Prekarisierungs-Falle. Wie "aktivierende" Arbeitsmarktpolitik die Erosion der Erwerbsarbeitsgesellschaft vorantreibt. Marburg: Tectum Verlag, 194 S.

    Abstract

    "Wirtschaftswachstum und Beschäftigung sind seit Jahrzehnten entkoppelt. Das Quantum an Erwerbsarbeit sinkt. Zugleich wurden Realwirtschaft und Finanzmärkte mit Verweis auf den Weltmarkt erheblich dereguliert. Die Politik hat atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung oder befristete Verträge staatlich forciert. Tarifverträge wurden ausgehöhlt oder abgeschafft. Das Heer der Arbeitnehmer mit Niedriglöhnen wächst stetig. Ganze Bevölkerungsteile werden materiell und sozial abgekoppelt, die Gesamtgesellschaft verunsichert. Deutschland befindet sich mitten in der dramatisch fortschreitenden Prekarisierung. Das erklärte Ziel der Sozialdemokratie des 'Dritten Weges' zu Beginn des dritten Jahrtausends war ein anderes. Statt vordinglich Existenzen abzusichern, wollte sie die Hilfeempfänger zurück auf den Arbeitsmarkt bringen. Aktivierung zur Eigenverantwortung, die Förderung gleicher Startchancen, aber auch Druck und Zwang sollten mehr Menschen in Arbeit bringen und den Wohlfahrtsstaat langfristig sichern. Die Verschmelzung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe 2005 war Kern der Reformen. Die Erfolge aber blieben bescheiden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erwerbsformen im Wandel (2009)

    Lang, Cornelia;

    Zitatform

    Lang, Cornelia (2009): Erwerbsformen im Wandel. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 15, H. 4, S. 165-171.

    Abstract

    "Ein Wandel der Erwerbsformen wird in der Bundesrepublik Deutschland seit mehreren Jahrzehnten beobachtet. Zwar ist noch immer das Normalarbeitsverhältnis, nämlich die abhängige, unbefristete Vollzeitbeschäftigung, die dominierende typische Beschäftigungsform, der ca. drei Viertel der Erwerbstätigen nachgehen. Daneben haben sich aber neue, (noch) atypische Erwerbsformen wie Minijobs und Leiharbeit entwickelt, und bekannte Formen wie die Teilzeitarbeit haben an Bedeutung gewonnen. Diese Veränderungen haben mehrere Ursachen. Sie resultieren aus den Anforderungen an flexiblere Beschäftigungsformen insbesondere im Zuge der Globalisierung, aus der zunehmenden Bedeutung des Dienstleistungssektors, aber auch aus veränderten Präferenzen sowohl der Unternehmen als auch der Beschäftigten in Bezug auf die Erwerbsbeteiligung. Eine wesentliche Triebkraft ist die gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen, die häufig in atypischen Beschäftigungsformen realisiert wird. Aber auch über Eintritte in und Austritte aus dem Arbeitsmarkt vollzieht sich die Veränderung und wird vor allem über den Erwerbseinstieg der jüngeren Alterskohorten sichtbar. Bezogen auf die Entwicklung in den Alten und Neuen Bundesländern gibt es sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede. In beiden Teilräumen zeigt sich eine Zunahme atypischer Beschäftigung. Aber es existieren auch Unterschiede, wie die stärkere Erwerbsorientierung und -beteiligung ostdeutscher Frauen gegenüber westdeutschen, die sich aus den noch immer vorhandenen strukturellen und soziokulturellen Unterschieden zwischen den beiden Landesteilen ergeben. Atypische Beschäftigung ist nicht per se prekär oder 'minderwertig'. Aufgrund der Kopplung des Sozialversicherungssystems an das Normalarbeitsverhältnis können für atypisch Beschäftigte jedoch Nachteile und Unsicherheiten entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The rise and fall of the "Normalarbeitsverhältnis" in Germany (2009)

    Pierenkemper, Toni;

    Zitatform

    Pierenkemper, Toni (2009): The rise and fall of the "Normalarbeitsverhältnis" in Germany. (IZA discussion paper 4068), Bonn, 20 S.

    Abstract

    "The paper attempts to trace the construction of the standard employment contract in Germany from the beginning of the 19th century onwards. It was from this point in time that wage labour slowly came into being and later on developed more broadly. At first, state regulations were implemented to protect the workforce against exploitation by industrial entrepreneurs (laws on working hours, trading regulations etc.). Later on, as the state grew wealthier, the opportunity arose to create a social insurance system, to protect working people against basic risks. Finally, workers' and entrepreneurs' organisations participated in the market and collectively agreed on regulations of employment relationships. Alongside the consolidation of the welfare state, this type of employment was reinforced in Germany in the 20th century and finally developed into the modern concept of the standard employment contract. However, due to the forces of globalization and the dynamics of capitalist market economies, it seems that the standard employment contract has turned into an obstacle in the way of modern economy's progress. Its achievements are threatened in many ways: the future will seemingly be determined by increasing work flexibility, rising working hours, falling income and increasing unemployment rates, rendering the standard employment contract anachronistic and obsolete." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Wandel der Erwerbsformen in Deutschland und Europa (2009)

    Schmid, Günther; Protsch, Paula ;

    Zitatform

    Schmid, Günther & Paula Protsch (2009): Wandel der Erwerbsformen in Deutschland und Europa. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion paper SP 1 2009-505), Berlin, 46 S.

    Abstract

    "Der Beitrag präsentiert mit Hilfe einer neuen Herangehens- und Darstellungsweise den Wandel der Erwerbsverhältnisse in Deutschland seit 1985 und vergleicht diese mit der Entwicklung in 23 Mitgliedstaaten der EU im Zehnjahresabschnitt von 1998 bis 2008. Er konzentriert sich auf die so genannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse auf der Grundlage des deutschen Mikrozensus und der Europäischen Arbeitskräfteerhebung. Neben einer detaillierten statistischen Beschreibung nach Geschlecht, Qualifikation und Sektoren werden auch theoretische Einschätzungen zur Erklärung des Wandels geprüft. Schließlich werden die wichtigsten Ergebnisse noch einmal herausgehoben und als zukünftige Herausforderungen für die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik diskutiert. Das zentrale Ergebnis ist weder die Klage über das zerfallende 'Normalarbeitsverhältnis' noch über das tendenzielle 'Prekarität' atypischer Beschäftigungsformen; vielmehr nimmt infolge steigender Erwerbstätigkeit und wirtschaftlichen Wohlstands die Vielfalt der Beschäftigungsverhältnisse zu. Parallel dazu steigen allerdings auch die sozialen Risiken im Lebenslauf, vor allem das Risiko stark schwankender Einkommen durch mehrfache oder lange Perioden der Arbeitslosigkeit, wechselnde Arbeitszeiten, Veralten der Qualifikation oder gesundheitliche Leistungseinschränkungen. Sollen neue soziale Ungleichheiten abgebaut oder vermieden werden, müssen sich künftige Arbeitsmarktreformen auf diese Entwicklung einstellen, sei es durch Schaffung neuer sozialer Sicherheiten oder durch arbeits- und sozialrechtliche Flexibilisierung des Normalarbeitsverhältnisses. Der Beitrag endet mit Anregungen zu solchen Reformen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zeitarbeit aus der Perspektive der Wissenschaft: Ulrich Walwei vom IAB und Klaus Dörre von der Uni Jena erörtern das Für und Wider der Zeitarbeit (2009)

    Walwei, Ulrich ; Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Walwei, Ulrich & Klaus Dörre (2009): Zeitarbeit aus der Perspektive der Wissenschaft. Ulrich Walwei vom IAB und Klaus Dörre von der Uni Jena erörtern das Für und Wider der Zeitarbeit. In: BRANDaktuell - Arbeitsmarktpolitischer Service der Landesagentur für Struktur und Arbeit H. 4, S. 13.

    Abstract

    Mit der Zeitarbeit sind Chancen und Risiken für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbunden. Beide Aspekte werden auch in der arbeitsmarktpolitischen Forschung kontrovers diskutiert. Das zeigen auch die Stellungnahmen von Dr. Ulrich Walwei, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) "Zeitarbeit erleichtert den Einstieg in den Arbeitsmarkt", und Professor Klaus Dörre, Friedrich-Schiller-Universität Jena "Leiharbeit ist eine prekäre Beschäftigungsform".

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger (2009)

    Wingerter, Christian;

    Zitatform

    Wingerter, Christian (2009): Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 1080-1098.

    Abstract

    "Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor vom Normalarbeitsverhältnis geprägt, also einer unbefristet und in Vollzeit ausgeübten Beschäftigung. Dennoch hat das Normalarbeitsverhältnis in den vergangenen zwanzig Jahren an Bedeutung verloren. Im Gegenzug haben neue oder bislang wenig verbreitete Erwerbsformen an Bedeutung zugenommen. Zu diesen Beschäftigungsformen, die in der Arbeitsmarktforschung in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis allgemein als 'atypische Beschäftigung' bezeichnet werden, zählen die Teilzeitbeschäftigung (mit weniger als 21 Wochenarbeitsstunden), die befristete Beschäftigung, die geringfügige Beschäftigung und die Zeitarbeit. Der Beitrag betrachtet die Anteile von Normal- und atypisch Beschäftigten sowie von Selbstständigen mit und ohne Beschäftigten im Jahr 2008 und die Veränderung dieser Anteile seit 1998. Im Weiteren wird die Verbreitung von Niedriglöhnen und des Armutsrisikos unter Erwerbstätigen in diesen Erwerbsformen verglichen. Datenquellen sind der Mikrozensus sowie die Verdienststrukturerhebung. Neben dem Befund einer Ausweitung der atypischen Beschäftigung und der Solo-Selbstständigkeit zwischen 1998 und 2008 ist ein wesentliches Ergebnis, dass sich die Einkommenssituation bzw. die Armutsgefährdung atypisch Beschäftigter, aber auch Solo-Selbstständiger deutlich schlechter darstellt als die der Normalbeschäftigten. Atypisch Beschäftigte und Solo-Selbstständige, die zusammen mit einem Normalbeschäftigten im Haushalt wohnen, hatten hingegen ein wesentlich reduziertes Armutsrisiko." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmärkte im Umbruch - Erosion der Erwerbsgesellschaft? (2008)

    Albrecht, Susanne; Klagge, Britta;

    Zitatform

    Albrecht, Susanne & Britta Klagge (2008): Arbeitsmärkte im Umbruch - Erosion der Erwerbsgesellschaft? In: Geographische Zeitschrift, Jg. 96, H. 1/2, S. 1-20.

    Abstract

    "As part of larger societal restructuring, the German labour market and labour relations are currently undergoing profound and complex changes which can potentially lead to the erosion of the German labour model. While fulltime employment with full social security and traditional corporative institutions are becoming less important, other more flexible forms of labour and regulation are gaining in importance. Following an empirical analysis of the flexibilization of labour as well as its causes and consequences, the article explores three theoretical approaches which help to explain the recent changes, namely (1) segmentation theory, (2) social-science conceptualizations of precarious work and life, and (3) comparative capitalism research, particularly the 'varieties of capitalism' debate. After providing a brief introduction to these approaches we discuss how they can benefit from scale-sensitive perspectives and the challenges and opportunities for a geography of labour that takes up these approaches. A review of the remaining articles in this issue substantiates our claim that geography can make valuable contributions to better understanding the complexity of changes in labour markets and labour relations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Erwerbsarbeit heute: Auf neuen Spuren unterwegs (2008)

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2008): Erwerbsarbeit heute: Auf neuen Spuren unterwegs. In: IAB-Forum H. 1, S. 4-9.

    Abstract

    Seit 1994 ist ein starkes Ansteigen sogenannter atypischer Erwerbsformen zu beobachten. In Abgrenzung zum Normalarbeitsverhältnis werden folgende Erwersbformen als 'atypisch' definiert: temporäre Beschäftigung in Form von Befristungen oder Leiharbeit, Selbstständigkeit sowie Teilzeitbeschäftigung in Form von echter Teilzeit oder als Mini- oder Midi-Jobs. Die Autoren gehen einserseits davon aus, dass atypische Erwerbsformen für Betriebe Flexibilitäts- und/oder Kostenvorteile gegenüber den Normalarbeitsverhältnissen bieten. Auf der anderen Seite ist ihre steigende Bedeutung nach Meinung der Autoren auch Ausdruck gesellschaftlichen Wandels. So fängt der steigende Anteil der Teilzeitarbeit die größere Erwerbsneigung von Frauen auf und bietet einen Weg, die Bedürfnisse nach Familie und beruflicher Entwicklung zu verbinden. Die Autoren verweisen darauf, dass atypische Erwerbsformen nicht immer 'prekär' sein müssen, auch wenn eine höhere Flexibilität oftmals mit individuellen Risiken einhergeht. Jedoch tragen sie dazu bei, dass auch bei einem wirtschaftlichen Wandel die Beschäftigungslage stabil bleibt und nicht an relativ wettbewerbsschwachen Menschen vorbeigeht. Zu den Nachteilen atypischer Erwerbsformen im Hinblick auf Unternehmensziele zählen die Autoren eine fehlende Identifikation betroffener Arbeitnehmer mit dem Betrieb. 'Maximale Flexibilität ist also nicht gleichbedeutend mit optimaler Flexibilität, so dass dem Spielraum für atypische Erwerbsformen auch in Zukunft natürliche Grenzen gesetzt sind.' (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Erwerbsformen im Wandel: Folgen für Beschäftigung und Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes (2008)

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;

    Zitatform

    Dietz, Martin & Ulrich Walwei (2008): Erwerbsformen im Wandel: Folgen für Beschäftigung und Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes. In: S. Gensior, L. Lappe & H. G. Mendius (Hrsg.) (2008): Im Dickicht der Reformen: Folgen und Nebenwirkungen für Arbeitsmarkt, Arbeitsverhältnis und Beruf (Deutsche Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung. Arbeitspapier, 2008-01), S. 23-47.

    Abstract

    Die Autoren beschreiben, dass Normalarbeitsverhältnisse, definiert als abhängige, sozialversicherungspflichtige und unbefristete Vollzeitbeschäftigung, in den letzten Dekaden an Bedeutung verloren haben. Erwerbsarbeit wird vermehrt in Teilzeit ausgeübt, ist häufig nicht voll sozialversicherungspflichtig, befristet oder als Leiharbeitsverhältnis ausgestaltet. Auch die Selbständigkeit nimmt in unterschiedlichsten Ausprägungen zu. Aus der veränderten Zusammensetzung der Erwerbsformen ergeben sich für die Autoren aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive zwei grundlegende Fragestellungen: Hätte sich die Erwerbstätigkeit insgesamt ohne den Wandel der Erwerbsformen günstiger oder weniger günstig entwickelt? Erleichtern atypische Beschäftigungsverhältnisse den Übergang aus der Arbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt und erfüllen damit eine Brückenfunktion? Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ein positiver Effekt von mehr Teilzeitbeschäftigung auf das Niveau der Erwerbstätigkeit unbestritten sein dürfte. Auch erhöhen atypische Erwerbsformen die Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes im Konjunkturzyklus. Über befristete Beschäftigung und Leiharbeit finden Arbeitslose Zugang zum Erwerbsleben. Den positiven Effekten stehen nach Meinung der Autoren aber auch ernstzunehmende Probleme gegenüber. Insbesondere geringfügige Formen der Teilzeitarbeit führen nicht zu Existenz sichernden Einkommen. Die Autoren plädieren hier für die Schaffung von Anreizen zu einer Ausweitung der Arbeitszeit, um den betroffenen Personenkreis aus der Bedürftigkeit zu führen. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Dietz, Martin; Walwei, Ulrich ;
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  • Literaturhinweis

    Im Dickicht der Reformen: Folgen und Nebenwirkungen für Arbeitsmarkt, Arbeitsverhältnis und Beruf (2008)

    Gensior, Sabine; Lacher, Michael; Lappe, Lothar; Köhler, Christoph ; Walwei, Ulrich ; Schütt, Petra; Alda, Holger; Lappe, Lothar; Bescherer, Peter; Lehndorff, Steffen; Dietz, Martin; Loudovici, Kai; Mendius, Hans Gerhard; Mendius, Hans Gerhard; Brand, Andreas; Röbenack, Silke; Bartelheimer, Peter; Schierhorn, Karen; Dörre, Klaus; Schmid, Alfons;

    Zitatform

    (2008): Im Dickicht der Reformen: Folgen und Nebenwirkungen für Arbeitsmarkt, Arbeitsverhältnis und Beruf. (Deutsche Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung. Arbeitspapier 2008-01), Cottbus, 364 S., Anhang.

    Abstract

    Der Band dokumentiert die Beiträge und die Podiumsdiskussion der Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung (SAMF) vom 8. und 9. Februar 2007 in Bonn, sowie zwei zusätzliche Beiträge. Gegenstand der Tagung war die kontroverse Ausrichtung und die Unübersichtlichkeit der Arbeitsmarktreformen seit dem Jahr 2002. Folgen und Nebenwirkungen der Reformen für Arbeitsmarkt, Arbeitsverhältnis und Beruf wurden auf den Prüfstand gestellt, und die relevanten Entwicklungen der Binnenseite der Arbeit wurden untersucht. Die Reformen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik und der beruflichen Bildung sowie Veränderungen im System der sozialen Sicherung beschleunigen den Umbau des Erwerbssystems. Dieser Prozess ist mit der Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses und der wachsenden Bedeutung atypischer und teilweise prekärer Beschäftigungsverhältnisse nur unzureichend beschrieben. Auch innerhalb des Normalarbeitsverhältnisses wandeln sich die Beschäftigungsbedingungen. 'Subjektivierung' und 'Informatisierung' sind weitere zentral diskutierte Dimensionen der Veränderung in Arbeit und Betrieb. Behandelt wird daher auch, wie sich Qualifikation, Belastung/Beanspruchung, Kommunikation/Kooperation, Disposition und Handlungsspielraum in der Vielzahl der Betriebe und Arbeitsverhältnisse entwickeln. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Walwei, Ulrich ; Dietz, Martin;
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  • Literaturhinweis

    Dimensions of atypical forms of employment in Thessaloniki, Greece (2008)

    Gialis, Stelios ; Karnavou, Eleutheria;

    Zitatform

    Gialis, Stelios & Eleutheria Karnavou (2008): Dimensions of atypical forms of employment in Thessaloniki, Greece. In: International journal of urban and regional research, Jg. 32, H. 4, S. 882-902. DOI:10.1111/j.1468-2427.2008.00813.x

    Abstract

    "Post-Fordist reconstitutions in economy and society are positively related with the expansion of atypical employment. This article argues that many of the claims that an increase in atypical forms promotes less rigid labour markets rely on narrow readings of official statistics and also underestimate different local labour realities. Drawing upon case studies in Thessaloniki's Labour Inspectorates and industrial enterprises, it highlights the fact that Greek labour markets, which are already flexible enough, have been rearranged to accommodate new use patterns for atypical forms, both traditional and modern. A controversially expanding trend towards part-time and temporary work and non-agricultural self-employment is discussed. This trend is traced to trades, sectors, industries and firms that have developed distinct patterns in the exploitation of atypical employment within the context of locally constituted social and regulatory practices that interact with globalized capital accumulation procedures. The expansion of atypical employment is examined along two interpretative lines, the one focusing on the effect of recent reforms on small industrial enterprises, the other analysing post-Fordist, flexible socio-spatial restructurings." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Prekarität als Normalität: von der Festanstellung zur permanenten Erwerbsunsicherheit (2008)

    Hürtgen, Stefanie ;

    Zitatform

    Hürtgen, Stefanie (2008): Prekarität als Normalität. Von der Festanstellung zur permanenten Erwerbsunsicherheit. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 53, H. 4, S. 113-119.

    Abstract

    Der Autor stellt angesichts der Ankündigungen von Massenentlassungen durch Großkonzerne wie BMW, Henkel, Siemens oder Nokia, die hohe Gewinne erzielen, die Frage, ob diese eine Wende der Beschäftigungspolitik markieren, indem sie die Unsicherheit des Arbeitsplatzes auch in die sogenannten 'Kernbelegschaften' tragen. Auf der Basis einer vergleichenden Darlegung der Thesen von Pierre Bourdieu, Robert Castel und Klaus Dörre kommt er zu dem Schluss, das eine Unterscheidung zwischen 'prekärer' und 'normaler' Beschäftigung nicht mehr einer Realität entspricht, in der anstelle der Prekarisierung von Randgruppen die 'systematische Unsicherheit' im Erwerbsleben insgesamt getreten ist. Er diskutiert die sich daraus ergebenden Folgen für die gewerkschaftliche Politik, die die Unsicherheit von Lohnabhängigen 'als solche' ins Zentrum rücken müsse. Es geht darum, eine soziale Sicherheit zu fordern und zu erstreiten, die unabhängig vom jeweiligen Erwerbsstatus gelten muss. Soziale Sicherheit würde ein damit verbundenes 'gutes Leben' nicht mehr als legitime Folge von Erwerbstätigkeit begreifen, sondern dieses 'gute Leben' selbst als Voraussetzung für einen Anspruch auf die gemeinsame Gestaltung von Gesellschaftlichkeit. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Neue Erwerbsformen in Wien (2008)

    Kaupa, Isabella; Kien, Christina; Riesenfelder, Andreas; Wetzel, Petra; Steiner, Karin; Kreiml, Thomas; Weber, Maria;

    Zitatform

    Kaupa, Isabella, Christina Kien, Thomas Kreiml, Andreas Riesenfelder, Karin Steiner, Maria Weber & Petra Wetzel (2008): Neue Erwerbsformen in Wien. (Wiener Beiträge zur empirischen Sozialwissenschaft 03), Wien: LIT, 278 S.

    Abstract

    Die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses hat in Arbeitszeit, Kontinuität des Arbeitsverhältnisses, Arbeitsort sowie arbeits- und sozialrechtlicher Verankerung deutliche Veränderungen mit sich gebracht, die einerseits soziale Risiken, andererseits aber auch neue Beschäftigungschancen und individuelle Freiräume eröffnen. Die Verfasser legen empirische Daten für diese neuen Erwerbsformen vor, die sich auf quantitative und qualitative Befragungen stützen. Neben empirischen Ergebnissen zu neuen Erwerbsformen im Allgemeinen stehen Ergebnisse zur Teilzeitarbeit, zur geringfügigen Beschäftigung, zu Freien Dienstverhältnissen, zur Arbeitskräfteüberlassung, zur Neuen Selbstständigkeit und zur Solo-Selbstständigkeit im Mittelpunkt. Eine Typologie von in neuen Erwerbsformen Beschäftigten unterscheidet Privilegierte, Gefährdete, Selbstverwirklicher, Übergangsorientierte und Resignative. Acht Unternehmensfallstudien werden zur Illustration herangezogen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Non-regular employment in Japan: continued and renewed dualities (2008)

    Keizer, Arjan B.;

    Zitatform

    Keizer, Arjan B. (2008): Non-regular employment in Japan. Continued and renewed dualities. In: Work, employment and society, Jg. 22, H. 3, S. 407-425. DOI:10.1177/0950017008093478

    Abstract

    "Previous analyses of Japanese employment practices have often focused almost exclusively on regular employment, relegating non-regular employment to a role as employment buffer. However, recent years have seen a rise in non-regular employment which requires a renewed analysis of its role and importance. This article provides such an analysis and presents two major findings. First, it argues that a renewed duality in the labour market indicates important advantages to non-regular employment, not just in terms of flexibility, as suggested by previous interpretations and dual labour market theories, but mostly in terms of costs. However, the importance of this advantage differs between industries. Second, the article discusses the consequences of this duality. It argues particularly that the duality constrains the employment opportunities for women in spite of regulatory changes to strengthen their position. The article concludes with general insights into labour market dualism." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Precarious employment in the public and private sectors: comparing the UK and Germany (2008)

    Leschke, Janine ; Keune, Maarten ;

    Zitatform

    Leschke, Janine & Maarten Keune (2008): Precarious employment in the public and private sectors. Comparing the UK and Germany. (European economic and employment policy brief 01/2008), Brüssel, 12 S.

    Abstract

    In allen Industriestaaten ist der Anteil der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich in den letzten Jahrzehnten am stärksten gestiegen und sind in diesem Bereich die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden. Dieses Wachstum ist aber auch die Quelle für Fragen nach der Beschäftigungsqualität. Die Veröffentlichung greift dieses Problem auf und untersucht zwei entscheidende Fragstellungen: (i) in welchem Ausmaß unterscheiden sich das Auftreten und die Merkmale prekärer Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor und wie hat sich das Verhältnis im letzten Jahrzehnt verändert; und (ii) in welchem Maße können diese Unterschiede auf den Faktor Besitzverhältnisse oder auf andere Faktoren wie Bildungsniveau, Frauenerwerbstätigkeit, Altersstruktur, auf spezifische Bedingungen einzelner Wirtschaftszweige oder auch die Unternehmensgröße zurückgeführt werden. Dabei wird die Situation in Großbritannien der Situation in Deutschland gegenübergestellt. Beim Vergleich öffentlicher und privater Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungssektor zeigt sich für beide Länder, dass der öffentliche Sektor in Bezug auf die Arbeitsbedingungen im allgemeinen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse im besonderen besser abschneidet. Eine multivariate Analyse zeigt, dass mit einer Beschäftigung im privaten Dienstleistungssektor die Wahrscheinlichkeit, dass man sich in einer prekären Beschäftigungssituation befindet, steigt und dass andere Faktoren nur von untergeordneter Bedeutung sind. Die Ergebnisse belegen nach Ansicht der Autoren, dass Privatisierung im allgemeinen zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und zu einem Ansteigen prekärer Beschäftigungsverhältnisse führt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Entgrenzung der Erwerbsarbeit: Erweiterung der sozialen Sicherheit (2008)

    Schmid, Günther;

    Zitatform

    Schmid, Günther (2008): Entgrenzung der Erwerbsarbeit. Erweiterung der sozialen Sicherheit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 7, S. 358-364. DOI:10.5771/0342-300X-2008-7-358

    Abstract

    "Dieser Essay stellt zunächst im Rückblick wie im internationalen Vergleich fest, wie weit die Entgrenzung der Arbeit im Sinne einer Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses gediehen ist. Er betont, dass weniger die Erosion der abhängigen und unbefristeten Vollzeitbeschäftigung, sondern eher die Zunahme der Erwerbsbeteiligung in Form atypischer Beschäftigungsverhältnisse zur Entwicklung neuer sozialer Sicherungselemente herausfordert. Möglichkeiten der Erweiterung sozialer Sicherheit werden diskutiert und begründet, wie Einbeziehung von Selbstständigen in die Pflichtversicherung, armutsfeste Grundsicherung, Gewinnbeteiligung, Mindeststandards, Mindestlöhne und flexible Rentenanwartschaften. Der Beitrag schließt mit einem Vorschlag zur Einrichtung persönlicher Entwicklungskonten als Ergänzung der tradierten aktiven Arbeitsmarktpolitik und plädiert für eine Erweiterung der Arbeitslosen- zu einer Beschäftigungsversicherung. Nur eine solche Erweiterung ermöglicht die Balance zwischen der notwendigen Zähmung des 'moralischen Verhaltensrisikos' und der bisher vernachlässigten Ermunterung zum 'innovativen Verhaltensrisiko'." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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