Mindestlohn
Seit Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes am 1. Januar 2015 gilt ein allgemeingültiger flächendeckender Mindestlohn in Deutschland. Lohnuntergrenzen gibt es in beinahe allen europäischen Staaten und den USA. Die Mindestlohn-Gesetze haben das Ziel, Lohn-Dumping, also die nicht verhältnismäßige Bezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, zu verhindern.
Dieses Themendossier dokumentiert die Diskussion rund um die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland und die Ergebnisse empirischer Forschung der zu flächendeckenden und branchenspezifischen Mindestlöhnen. Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Grundsätzliches zum flächendeckenden Mindestlohn
- Auswirkungen des flächendeckenden Mindestlohns auf
- Auswirkungen des flächendeckenden Mindestlohns auf Personengruppen
- Ausnahmen vom flächendeckenden Mindestlohn u.a. für
- Ausweichreaktionen auf Mindestlöhne in Deutschland
- Bundesländer
- Branchenspezifische Mindestlöhne und deren Auswirkungen auf
- Mindestlohn in anderen Ländern
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Literaturhinweis
The distributional and employment impacts of nationwide Minimum Wage changes (2021)
Cribb, Jonathan ; Xu, Xiaowei ; Giupponi, Giulia ; Wernham, Thomas; Joyce, Robert ; Waters, Tom ; Lindner, Attila;Zitatform
Cribb, Jonathan, Giulia Giupponi, Robert Joyce, Attila Lindner, Tom Waters, Thomas Wernham & Xiaowei Xu (2021): The distributional and employment impacts of nationwide Minimum Wage changes. (IFS working paper / Institute for Fiscal Studies 2021,48), London, 40 S.
Abstract
"We estimate the effect of the introduction of the UK's National Living Wage in 2016, and increases in it up to 2019, using a new empirical method. We apply a bunching approach to a setting with no geographical variation in minimum wage rates. We effectively compare employment changes in each part of the wage distribution in low-wage areas to employment changes among similar workers living in higher-wage areas who are less exposed to increases in the national minimum wage because their nominal wages are further above it. We find substantial positive wage effects, including statistically significant spillovers up to around the 20th percentile of wages. Overall we find small negative effects on employment which are not statistically significant. We combine these estimates with a tax and benefit microsimulation model to estimate the impact on household incomes. The largest gains go to the middle of the overall working-age income distribution, though they are more concentrated within the bottom third if we consider only households with someone in paid work. The gains to poorer working households are limited by the withdrawal of means tested benefits as earnings increase. Effects of minimum wages on household incomes are very sensitive to the size of employment effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reallocation effects of the minimum wage (2021)
Zitatform
Dustmann, Christian, Attila Lindner, Uta Schönberg, Matthias Umkehrer & Philipp Vom Berge (2021): Reallocation effects of the minimum wage. In: VOX H. 07.10.2021, o. Sz., 2021-09-29.
Abstract
"Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Befürchtungen vieler ÖkonomInnen, die Einführung des Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 würde zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten führen, unbegründet waren. Vielmehr zeigen die Ergebnisse, dass die Einführung des Mindestlohns die Löhne von Geringverdienenden erhöht, die Beschäftigung nicht gesenkt und eine Reallokation der Geringverdienenden hin zu produktiveren Betrieben bewirkt hat. Somit hat der Mindestlohn dazu beigetragen, die Lohnungleichheit zu verringern, sowohl zwischen den ArbeitnehmerInnen als auch zwischen den einzelnen Regionen in Deutschland. Diese Ergebnisse bedeuten jedoch nicht, dass es keine Betriebe oder ArbeitnehmerInnen gibt, für welche die Einführung des Mindestlohns von Nachteil war. So hat der Mindestlohn beispielsweise dazu geführt, dass einige kleine Betriebe aus dem Markt ausgeschieden sind. Außerdem ging die Reallokation von ArbeitnehmerInnen mit niedrigen Löhnen hin zu besser bezahlenden Betrieben einher mit längeren Pendeldistanzen, was dazu geführt haben könnte, dass einige ArbeitnehmerInnen trotz eines höheren Lohns nun insgesamt schlechter gestellt sind. Obwohl es einige VerliererInnen der Mindestlohnpolitik geben dürfte, kommen wir aber zu dem Schluss, dass sich die Gesamtwohlfahrt von Geringverdienenden als Reaktion auf die Einführung des Mindestlohns wahrscheinlich erhöht hat. Ob sich dieses Ergebnis auch auf die derzeit zum Teil geforderten, weitergehenden Erhöhungen des Mindestlohns übertragen lässt, ist vor dem Hintergrund unserer Ergebnisse nicht klar zu beantworten. Dies bleibt eine offene Forschungsfrage." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Dustmann, Christian ; Vom Berge, Philipp ; Schönberg, Uta; Umkehrer, Matthias ;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Turning a "Blind Eye"? Compliance with Minimum Wage Standards and Employment (2021)
Zitatform
Garnero, Andrea & Claudio Lucifora (2021): Turning a "Blind Eye"? Compliance with Minimum Wage Standards and Employment. (IZA discussion paper 14456), Bonn, 42 S.
Abstract
"Turning a "blind eye" to non-compliance with minimum wage standards is sometimes presented as a pragmatic way to accommodate higher wages while not harming employment opportunities for workers employed in marginal firms. In this paper, we model firms' wage and employment decisions, and show that there may be a trade-off between non-compliance and employment. The main prediction of the model are empirically tested using data from the Italian labour force survey. We find evidence of a positive employment non-compliance effect, though elasticities are smaller than typically thought as employers internalize the expected costs of non-compliance. We also show that employment effects are larger at low levels of non-compliance (when the risk of being referred to court is very low). The implications for policy and the role of regulators in monitoring and sanctioning non-compliance are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Social and fiscal impacts of statutory minimum wages in EU countries: A microsimulation analysis with EUROMOD (2021)
Zitatform
Grünberger, Klaus, Edlira Narazani, Stefano Filauro & Aron Kiss (2021): Social and fiscal impacts of statutory minimum wages in EU countries. A microsimulation analysis with EUROMOD. (JRC working papers on taxation and structural reforms 2021-06), Seville, 44 S.
Abstract
"This paper analyses the first-round effects of hypothetical minimum wage increases on social outcomes in 21 EU countries with a statutory national minimum wage based on a microsimulation approach using EUROMOD. The methodological challenges related to the use of available EU household survey data are described, along with the choices made to address these challenges. The paper assesses hypothetical scenarios in which countries with a statutory national minimum wage increase their minimum wage to various reference values, set in relation to the gross national median and average wage. The model simulations suggest that minimum wage increases can significantly reduce in-work poverty, wage inequality and the gender pay gap, while generally improving the public budget balance. The implied wage increases for the beneficiaries are substantial, while the implied increases in the aggregate wage bill and, as a consequence, possible negative employment impacts, are generally modest." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Eine höhere Reichweite und heterogene Ausgangslagen erschweren die Vorhersage von Beschäftigungseffekten (2021)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole (2021): Eine höhere Reichweite und heterogene Ausgangslagen erschweren die Vorhersage von Beschäftigungseffekten. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 101, H. 12, S. 926-929., 2021-12-07. DOI:10.1007/s10273-021-3061-8
Abstract
"Als Fazit lässt sich festhalten, dass die bislang ausgebliebenen Beschäftigungseinbrüche des im Jahr 2015 eingeführten Mindestlohns wenig Aufschluss über zukünftige Beschäftigungseffekte einer Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro liefern können. Auch die wesentlich höhere Reichweite lässt keine Aussagen darüber zu, wie beschäftigungsschädlich oder -unschädlich die Anhebung ausfallen wird. Zuverlässig vorhersagen lässt sich jedoch, dass eine einheitliche Mindestlohnanhebung in unterschiedlichen Segmenten des Arbeitsmarkts differenzierte Wirkungen entfalten wird. Dass die Ampelkoalitionär:innen das bis dato etablierte Verfahren, nach dem die Mindestlohnkommission auf Basis wissenschaftlicher Beratung eine Empfehlung über die Erhöhung des Mindestlohns abgibt, durch die vorzeitige Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro außer Kraft setzen, ist letztlich eine politische Entscheidung. Für den Arbeitsmarkt stellt die geplante Erhöhung wie bereits schon die Einführung des Mindestlohns ein weitreichendes soziales Experiment dar, dessen Folgen auf Basis angemessener methodischer Instrumente wissenschaftlich zu evaluieren sein werden." (Textauszug, © Springer)
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Literaturhinweis
How did they get it so wrong? Mindestlöhne und ihre Bedrohung für die Standardökonomie (2021)
Zitatform
Heise, Arne (2021): How did they get it so wrong? Mindestlöhne und ihre Bedrohung für die Standardökonomie. (Discussion papers / Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien 85), Hamburg, 27 S.
Abstract
"In der Wirtschaftsgeschichte hat es immer wieder Phänomene gegeben, die als unvereinbar mit der herrschenden Ökonomik erschienen. Wenn dies dennoch bis heute zu keinem Paradigmenwechsel in der Dogmengeschichte der Wirtschaftswissenschaften führte, so zeigt sich hierin die besondere Resilienz des herrschenden Paradigmas. In diesem Artikel geht es darum, mit Hilfe der Wissenschaftstheoretiker Thomas Kuhn, Imre Lakatos und, vor allem, Ludwik Fleck die Hintergründe, aber auch Gefahren dieser Resilienz aufzuzeigen und - unter besonderer Betrachtung der Forschungen zur Arbeitsmarktökonomik des Mindestlohnes - zu untersuchen, ob ein zwingend benötigter 'stilgemäßer Denkzwang' nicht doch unter Umständen zu einer 'Harmonie der Täuschungen' entarten kann und deshalb den empirische Anomalien größere Aufmerksamkeiten eingeräumt werden müsste?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung 2019 – deutlicher Rückgang vor allem in Ostdeutschland (2021)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2021): Niedriglohnbeschäftigung 2019 – deutlicher Rückgang vor allem in Ostdeutschland. (IAQ-Report 2021-06), Duisburg, 17 S. DOI:10.17185/duepublico/74521
Abstract
"Im Jahr 2019 arbeiteten noch 25,3 % der ostdeutschen und 18,9 % der westdeutschen Beschäftigten für einen Niedriglohn von unter 11,50 € brutto pro Stunde. In Deutschland insgesamt waren rund 7,2 Millionen Beschäftigte in einem Niedriglohnjob tätig. In den Jahren 2011 bis 2019 hat sich der Niedriglohnanteil in Ostdeutschland von 39,4 % auf 25,3 % deutlich reduziert. Allein im Jahr 2019 sank der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten im Osten um sieben Prozentpunkte. In Westdeutschland erreichte der Niedriglohnanteil seinen höchsten Wert im Jahr 2011 (20,9 %) und schwankte danach zwischen 19,6 % und 20,6 %. Von 2016 bis 2019 ist die Niedriglohnquote von 20,4 % auf 18,9 % gesunken. Der deutliche Rückgang der Niedriglohnbeschäftigung in Ostdeutschland hängt auch damit zusammen, dass in den meisten Branchen die zuvor unterschiedlich hohen tariflichen Verdienste in West- und Ostdeutschland inzwischen angeglichen worden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mindestlohn von 12 Euro: Auswirkungen auf Beschäftigung, Wachstum und öffentliche Finanzen (2021)
Zitatform
Krebs, Tom & Moritz Drechsel-Grau (2021): Mindestlohn von 12 Euro: Auswirkungen auf Beschäftigung, Wachstum und öffentliche Finanzen. (IMK study 73), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie nutzt die Methoden der modernen Arbeitsmarktforschung, um die gesamtwirtschaftlichen Effekte einer Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro zu evaluieren. Der erste Teil der Studie bietet eine Zusammenfassung der einschlägigen Literatur und eine Einordnung der neoklassischen und neo-marxistischen Theorie des Arbeitsmarkts aus Sicht der aktuellen Forschung. Im zweiten Teil der Studie werden die empirischen Arbeiten zur Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro in 2015 erörtert. Der dritte Teil der Studie untersucht die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen eines Mindestlohns von 12 Euro auf Basis eines theoretisch fundierten und empirisch belegten makroökonomischen Modells des deutschen Arbeitsmarktes. Die Simulationsanalyse zeigt, dass eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro langfristig keinen nennenswerten Effekt auf die Beschäftigung hat. Darüber hinaus führt ein Mindestlohn von 12 Euro langfristig zu einem Anstieg der Produktivität um circa ein Prozent, einer Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Produktion um circa eineinhalb Prozent und Mehreinnahmen der öffentlichen Hand von circa 20 Milliarden Euro pro Jahr." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Essays in Applied Labor Economics (2021)
Kunaschk, Max;Zitatform
Kunaschk, Max (2021): Essays in Applied Labor Economics. Erlangen, 175 S.
Abstract
"Diese Dissertation besteht aus vier unabhängigen Studien und behandelt die Themen Mindestlöhne, Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt, die Effekte einer großen Elterngeldreform, und Langzeitarbeitslosigkeit. Die breite der analysierten Themen zeigt die vielfältigen Möglichkeiten auf, die administrative Daten für die Forschung in der angewandten Wirtschaftswissenschaft bieten und diese Dissertation trägt damit neue Erkenntnisse zu zentralen Themen der Arbeitsmarktökonomik bei. Die erste Studie befasst sich mit den kausalen Effekten der Einführung eines Mindestlohns im deutschen Friseurgewerbe. Besonders an dem Sektor ist, dass er viele Charakteristika aufweist, die man von einem Arbeitsmarkt mit vollständiger Konkurrenz erwarten würde. Mithilfe der Vollerhebung aller abhängig beschäftigten Friseure in Deutschland und eines Difference-in-Differences-Ansatzes zeigt die Studie, dass selbst Mindestlöhne die, im Vergleich zum herrschenden Lohnniveau, relativ hoch sind, nicht zwangsläufig zu negativen Beschäftigungseffekten führen müssen, wie man es in einem Arbeitsmarkt mit vollständiger Konkurrenz eigentlich erwarten würde. Stattdessen zeigt die Studie, dass die Mindestlohneinführung zu einer Erhöhung der Verbraucherpreise geführt hat. Dies zeigt, dass zwar auch relativ hohe Mindestlöhne nicht zwangsläufig zu Arbeitsplatzverlusten führen, dies aber unter Umständen durch höhere Preise für Konsumenten kompensiert wird. Die zweite Studie befasst sich mit den kausalen Effekten der Einführung des nationalen Mindestlohns im Jahr 2015 auf geplante Humankapitalinvestitionen von Jugendlichen. Für diese Studie kombinieren wir Befragungsdaten mit einem Fokus auf Bildung mit administrativen Arbeitsmarktdaten. Mithilfe eines Difference-in-Differences-Ansatzes zeigt die Studie, dass die Reform die Wahrscheinlichkeit erhöht hat, dass Jugendliche einen höheren Schulabschluss erreichen wollen. Weiterhin zeigt die Studie mithilfe eines Triple Differencein-Differences-Ansatzes, dass dieser positive Effekt durch leistungsschwächere Jugendliche getrieben wird. Insgesamt implizieren die Ergebnisse, dass Jugendliche vorausschauend handeln und hinsichtlich ihrer Humankapitalentscheidungen sowohl auf Veränderungen von Löhnen, als auch auf Veränderungen der Wahrscheinlichkeit einen Arbeitsplatz zu finden reagieren. Die dritte Studie befasst sich mit Unterschieden in den Effekten des Kinderkriegens auf Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt in West- und Ostdeutschland, sowie mit den kausalen Effekten einer großen Elterngeldreform auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Müttern und Vätern. Diese Studie kombiniert verschiedene neue Ansätze, welche die Analysemöglichkeiten der administrativen Daten stark erweitern. Mithilfe eines Event-Study-Ansatzes zeigt die Studie, dass die Geburt des ersten Kindes die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Frauen in West- und in Ostdeutschland noch deutlich unterschiedlich beeinflusst, während es bei Männern kaum Unterschiede gibt. Hinsichtlich der Elterngeldreform zeigt die Studie, dass diese den Anteil der Väter, die Elternzeit nehmen, stark erhöht hat. Mithilfe eines neuen empirischen Ansatzes, der einen Event-Study-Ansatz mit einem Difference-in-Differences-Ansatz kombiniert, zeigt die Studie weiterhin, dass die Elterngeldreform das Arbeitsangebot von Männern und Frauen im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes verringert hat, die Reform aber nach Ablauf der Periode während der Elterngeld gezahlt wird keine Auswirkungen auf die Beschäftigung beider Partner hatte. Letztlich zeigt die Studie noch, dass es keine langfristigen Effekte auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit beider Partner hat, wenn der Vater Elternzeit nimmt. Die vierte Studie vergleicht verschiedene statistische Methoden zur Vorhersage von Langzeitarbeitslosigkeit. Die Studie vergleicht Vorhersagen basierend auf logistischen Regressionsmodellen mit Vorhersagen basierend auf Random Forest Modellen und zeigt, dass, abhängig davon welche Ziele verfolgt werden und welche Budgetrestriktionen die Möglichkeiten staatlicher Jobvermittlung einschränken, eine der beiden Methoden zu bevorzugen ist. Vorhersagen basierend auf logistischen Regressionsmodellen identifizieren einen größeren Anteil der Personen, die Langzeitarbeitslos werden, während Vorhersagen basierend auf Random Forest Modellen einen geringeren Anteil an nicht-Langzeitarbeitslosen falsch als solche klassifizieren. Weiterhin zeigt die Studie, wie staatliche Arbeitsvermittlung potenzielle statistischer Diskriminierung adressieren kann und diskutiert Fragen hinsichtlich der praktischen Implementierung statistischer Vorhersagemethoden. Durch die Nutzung qualitativ hochwertiger administrativer Daten in Kombination mit einer Vielfalt empirischer Methoden trägt diese Dissertation somit zum Feld der angewandten Arbeitsmarktökonomik bei, indem sie neue Erkenntnisse zu wichtigen Themen des Feldes liefert. Während die ersten drei Studien hauptsächlich auf die Identifikation kausaler Effekte von Arbeitsmarktreformen abzielen, beschäftigt sich die vierte Studie vornehmlich mit den praktischen Implikationen der Nutzung statistischer Vorhersagemethoden in staatlicher Arbeitsvermittlung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kunaschk, Max; -
Literaturhinweis
Minimum Wages in Concentrated Labor Markets (2021)
Zitatform
Popp, Martin (2021): Minimum Wages in Concentrated Labor Markets. (IAB-Discussion Paper 21/2021), Nürnberg, 107 S.
Abstract
"Monopson-Macht wird zunehmend angeführt, um das Ausbleiben negativer Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen mit der ökonomischen Theorie in Einklang zu bringen. In der Literatur finden sich jedoch kaum systematische Belege für das Monopson-Argument. In diesem Beitrag führe ich einen umfassenden Test der Monopson-Theorie durch, indem ich Indizes der Arbeitsmarkkonzentration heranziehe, um die Monopson-Macht von Betrieben zu approximieren. Die Arbeitsmarktkonzentration fällt in Deutschland erheblich aus. In Abwesenheit von Mindestlöhnen führt ein zehnprozentiger Anstieg der Arbeitsmarktkonzentration dazu, dass Betriebe sowohl ihre durchschnittlich ausbezahlten Löhne um 0,5 Prozent als auch ihre Beschäftigung um 1,6 Prozent senken, was eine monopsonistische Ausbeutung widerspiegelt. In Übereinstimmung mit der Theorie der vollständigen Konkurrenz gehen branchenspezifische Mindestlöhne mit negativen Beschäftigungseffekten in leicht konzentrierten Arbeitsmärkten einher. Dieser negative Effekt schwächt sich mit zunehmender Konzentration ab und wird schließlich in stark konzentrierten bzw. monopsonistischen Märkten positiv. Damit stützen die empirischen Ergebnisse das Monopson-Argument, was nahelegt, dass bisher in der Literatur ausgewiesene Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen eine Heterogenität nach verschiedenen Marktformen nicht abbilden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The minimum wage and teen educational attainment (2021)
Zitatform
Smith, Alexander A. (2021): The minimum wage and teen educational attainment. In: Labour Economics, Jg. 73. DOI:10.1016/j.labeco.2021.102061
Abstract
"Teen employment effects are central to the minimum wage debate, but important indirect effects on education receive relatively little attention. I investigate the effect of changes in the minimum wage on high school dropout decisions. Consistently across two sources of variation and three individual-level datasets, I find that increases in the minimum wage substantially reduce the dropout likelihood of low-socioeconomic status (SES) teens but have no effect on other teens." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Löhne und Arbeitszeiten: Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission (2020)
Bachmann, Ronald ; Isphording, Ingo E.; Demir, Gökay ; Boockmann, Bernhard; Kalweit, René; Laub, Natalie; Bonin, Holger ; Zimpelmann, Christian ; Felder, Rahel ; Vonnahme, Christina;Zitatform
Bachmann, Ronald, Holger Bonin, Bernhard Boockmann, Gökay Demir, Rahel Felder, Ingo E. Isphording, René Kalweit, Natalie Laub, Christina Vonnahme & Christian Zimpelmann (2020): Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Löhne und Arbeitszeiten. Studie im Auftrag der Mindestlohnkommission. (IZA research report 96), Bonn, 212 S.
Abstract
"Das im vorliegenden Bericht beschriebene Forschungsprojekt zum Thema „Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Löhne und Arbeitszeiten“ zielt auf die Evaluation der Mindestlohneinführung und -erhöhung hinsichtlich Veränderungen von Löhnen und Arbeitszeiten ab. Das Projekt wurde im Auftrag der Mindestlohnkommission gemeinsam vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung mit dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und dem IZA – Institute of Labor Economics durchgeführt. Der Bericht verfolgt die Beantwortung der folgenden übergeordneten Leitfragen: • Inwieweit können Veränderungen der Lohnstruktur zwischen 2014 und 2017 als Anpassung an den gesetzlichen Mindestlohn identifiziert werden? • Inwieweit sind die Auswirkungen des Mindestlohns auf die Stundenlöhne auf Anpassungen des Bruttoeinkommens bzw. der Arbeitszeit zurückzuführen? • Wie hat sich die Lohnmobilität durch den gesetzlichen Mindestlohn verändert? • Welche Auswirkungen hatte der Mindestlohn auf Sonderzahlungen und geldwerte Vorteile? • Inwiefern hat sich der Mindestlohn auf die Zufriedenheit, die Motivation und die gesellschaftliche Teilhabe der Beschäftigten ausgewirkt?" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The German statutory minimum wage and its effects on regional employment and unemployment (2020)
Bonin, Holger ; Pestel, Nico ; Isphording, Ingo E.; Lichter, Andreas; Rinne, Ulf ; Krause-Pilatus, Annabelle;Zitatform
Bonin, Holger, Ingo E. Isphording, Annabelle Krause-Pilatus, Andreas Lichter, Nico Pestel & Ulf Rinne (2020): The German statutory minimum wage and its effects on regional employment and unemployment. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 240, H. 2/3, S. 295-319. DOI:10.1515/jbnst-2018-0067
Abstract
"This paper studies the effects of the introduction of Germany's statutory minimum wage in 2015 on employment and unemployment on the level of regional labor markets. Using variation in the regional exposure to the new wage floor, we employ a difference-in-differences approach that compares the evolution of employment and unemployment between regions with varying minimum wage bites. Overall, we find no statistically significant effect of the introduction of the German minimum wage on regular employment subject to social insurance, but a statistically significant negative effect on marginal employment. The reduction is not accompanied by a proportional increase in unemployment." (Author's abstract, © De Gruyter) ((en))
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Literaturhinweis
Der Mindestlohn birgt nach wie vor Beschäftigungsrisiken (2020)
Zitatform
Bonin, Holger & Nico Pestel (2020): Der Mindestlohn birgt nach wie vor Beschäftigungsrisiken. (IZA Standpunkte 98), Bonn, 11 S.
Abstract
"Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland im Jahr 2015 war im Vorfeld heftig umstritten. Die Diskussion entzündete sich vor allem an den erwarteten Beschäftigungsfolgen der Reform. Größere Beschäftigungsverluste sind allerdings fünf Jahre nach der Mindestlohnreform ausgeblieben. Es wäre allerdings falsch, daraus den Schluss zu ziehen, dass Deutschland einen starken Reallohnschock wie die Mindestlohneinführung problemlos verkraften kann. Eine solche Interpretation greift aus vier Gründen zu kurz: (1) Anpassungen der Unternehmen an den Mindestlohn vollziehen sich eher über eine Verringerung der Arbeitszeiten als über einen Abbau von Beschäftigung. (2) Negative Beschäftigungswirkungen des Mindestlohns materialisieren sich nicht voll, wenn dieser umgangen wird. (3) Die vom Mindestlohn betroffenen Betriebe verfügen über gewisse Handlungsspielräume, um die Zunahme der Personalkosten teilweise aufzufangen. (4) Die Einführung des Mindestlohns fiel mitten in eine lang anhaltende Boomphase der deutschen Wirtschaft, in der sich ein Lohnkostenschock leichter auf die Preise überwälzen lässt als im Abschwung. Der Mindestlohn ist als Mittel zur sozialen Existenzsicherung ungeeignet – eine regionale Ausdifferenzierung vor dem Hintergrund stark variierender Lebenshaltungskosten erscheint bei der Weiterentwicklung des Mindestlohns sinnvoll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The German minimum wage: effects on productivity, profitability, and investments (2020)
Zitatform
Bossler, Mario, Nicole Gürtzgen, Benjamin Lochner, Ute Betzl & Lisa Feist (2020): The German minimum wage: effects on productivity, profitability, and investments. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 240, H. 2/3, S. 321-350., 2019-04-09. DOI:10.1515/jbnst-2018-0074
Abstract
"In this article, we analyze the effects of the introduction of the German minimum wage using difference-in-differences estimations applied to the IAB Establishment Panel. The treatment effects on the treated establishments show a significant increase in personnel costs. When we analyze the effects of the minimum wage on the net sales of intermediates, we observe a reduction, which is fully explained by the increase in wage costs induced by the minimum wage. The results do not point to effects on establishment-level productivity or capital investments. Looking at investments in human capital, we do not observe any effects on apprenticeship offers or the placement of apprentices. If anything, the results point at a slight reduction in the provision of further training." (Author's abstract, © De Gruyter) ((en))
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Literaturhinweis
Employment adjustments following rises and reductions in minimum wages: New insights from a survey experiment (2020)
Zitatform
Bossler, Mario, Michael Oberfichtner & Claus Schnabel (2020): Employment adjustments following rises and reductions in minimum wages: New insights from a survey experiment. In: Labour, Jg. 34, H. 3, S. 323-346., 2019-08-13. DOI:10.1111/labr.12168
Abstract
"The effects of large minimum wage increases are still unknown. Our survey experiment randomly assigns increases or decreases in minimum wages to German establishments and asks about employers' expectations concerning employment adjustments. The larger the increase in the minimum wage is, the larger the expected reduction in employment. The reduction is stronger in plants that are more strongly affected by the current national minimum wage and in plants that have neither collective agreements nor a works council. In contrast, employment expectations do not increase if the minimum wage is reduced. This mainly reflects that few plants would cut wages." (Autorenreferat, Published by arrangement with John Wiley & Sons)
Ähnliche Treffer
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: FAU Discussion papers in economics , 11/2018
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: LASER discussion papers , 109
- frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: IZA discussion paper , 11747
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: IZA discussion paper, 11747
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Literaturhinweis
Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen (2020)
Zitatform
Bossler, Mario, Nicole Gürtzgen & Erik-Benjamin Börschlein (2020): Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen. (IAB-Forschungsbericht 05/2020), Nürnberg, 153 S.
Abstract
"Der vorliegende erste Projektbericht enthält die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen“. Das Forschungsprojekt wird durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Mindestlohnkommission durchgeführt. Im Mittelpunkt des Berichts stehen detaillierte empirische Analysen der Effekte der Einführung und der ersten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf unterschiedliche betriebliche Ergebnisgrößen. Das zentrale Analyseinstrument bildet dabei der Differenz-in-Differenzen-Ansatz, welcher im vorliegenden Bericht größtenteils auf der Betriebsebene angewandt wird. Der empirischen Analyse vorgelagert ist die detaillierte Beschreibung der empirischen Vorgehensweise sowie der verwendeten Datengrundlagen. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf künftige Analysen mindestlohnbedingter Anpassungsreaktionen.
Während die Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels einen moderaten negativen Effekt der Einführung des Mindestlohns auf die betriebliche Beschäftigung zeigen (ca. -88.000 Beschäftigungsverhältnisse), ist der Effekt der ersten Mindestlohnerhöhung im Jahr 2017 für die davon betroffenen Betriebe tendenziell positiv (ca. +39.000 Beschäftigungsverhältnisse). Der positive Effekt der Anhebung erscheint allein deswegen plausibel, weil die Anhebung im Reallohn nur 0,9 Prozent (jährlich) ausmacht, während sich der Arbeitsmarkt auch im Niedriglohnsegment positiv entwickelt hat. Insgesamt wird der Beschäftigungseffekt bis zum Jahr 2018 auf einen Rückgang von (hochgerechnet) 49.000 Beschäftigungsverhältnissen beziffert, wobei der Effekt insbesondere durch Anpassungen von Betrieben in Ostdeutschland und Betriebe, die sich einem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt fühlen, hervorgerufen wird. In monopsonistischen Branchen ist der Effekt jedoch vergleichsweise gering. Für die speziellen Beschäftigungsgruppen der Leiharbeitenden, freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie Praktikantinnen und Praktikanten wurden empirisch keine nennenswerten Beschäftigungseffekte des Mindestlohns nachgewiesen. Analysen der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsnachfrage mit der IAB-Stellenerhebung deuten auf keinen signifikanten Effekt des Mindestlohns auf die Anzahl offener Stellen hin.
In Bezug auf die betriebliche Profitabilität zeigen die Analysen einen signifikant negativen Einfluss der Mindestlohneinführung, liefern jedoch keine Evidenz für nennenswerte Effekte der ersten Mindestlohnerhöhung. Der profitabilitätssenkende Effekt der Mindestlohneinführung ist hauptsächlich auf die gestiegenen betrieblichen Personalkosten zurückzuführen, da die Analysen gleichzeitig keinen signifikanten Effekt auf die Produktivität betroffener Betriebe nachweisen. Den betroffenen Betrieben ist es demzufolge nicht gelungen, die mindestlohnbedingte Lohnerhöhung durch eine höhere Produktivität ihrer Beschäftigten zu kompensieren.
Die Analysen der Effekte des Mindestlohns auf Sach- und Humankapitalinvestitionen zeigen für die Jahre nach der Mindestlohneinführung kurzfristig signifikante negative Effekte. Betroffene Betriebe verringerten im Zuge der Mindestlohneinführung zunächst ihre Investitionssummen, wiesen jedoch in den darauffolgenden Jahren keine mindestlohnbedingte Anpassung ihres Investitionsverhaltens auf. Deutlich ist jedoch der strukturelle Unterschied, der bereits vor dem Zeitpunkt der Mindestlohneinführung bzw. -erhöhung bestand. Nicht vom Mindestlohn betroffene Betriebe investieren wesentlich mehr in Sachkapital und auch in die Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Auch die Schätzungen der Effekte auf den Anteil Auszubildender im Betrieb sowie die angebotenen oder besetzten Ausbildungsstellen weisen auf keinen Effekt der Mindestlohneinführung oder der ersten Mindestlohnerhöhung hin. Die Ausbildungsinvestitionen werden demzufolge weder wegen gestiegener Personalkosten verringert, noch werden die vom Mindestlohn ausgenommenen Auszubildenden verstärkt eingesetzt, weil für diese kein Mindestlohn bezahlt werden muss. Die Befunde deuten ebenso wenig auf Effekte der Mindestlohneinführung bzw. -erhöhung auf die Ein- oder Ausgliederungsaktivitäten der Betriebe sowie auf den Anteil von Eigen- und Vorleistungen im betrieblichen Leistungserstellungsprozess hin." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Mindestlohn in Deutschland: Löhne, Beschäftigung und Armutsbekämpfung (2020)
Zitatform
Bossler, Mario & Erik-Benjamin Börschlein (2020): Mindestlohn in Deutschland: Löhne, Beschäftigung und Armutsbekämpfung. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 73, H. 4, S. 10-13., 2020-02-27.
Abstract
"In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2015 ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn. Im Vorfeld seiner Einführung wurden die möglichen Auswirkungen äußerst kontrovers diskutiert. Nach fünf Jahren liegt eine Reihe von Studien vor, die die Wirkung der Mindestlohngesetzgebung evaluieren. Welche Beschäftigungseffekte lassen sich feststellen? Hat der Mindestlohn Arbeitsplätze gekostet, und wie viel Arbeitsvolumen ist durch den Mindestlohn verdrängt worden? In welchem Umfang wurde der Mindestlohn bisher umgesetzt? Welche Anpassungskanäle wurden von den Unternehmen genutzt, um Entlassungen zu vermeiden? Konnte die Zahl der Transferempfänger und das Armutsrisiko reduziert werden? Wird die Coronakrise zum Stresstest für den Mindestlohn? Unsere Autoren diskutieren über Antworten auf diese Fragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employment effects of the new German minimum wage: evidence from establishment-level micro data (2020)
Zitatform
Bossler, Mario & Hans-Dieter Gerner (2020): Employment effects of the new German minimum wage. Evidence from establishment-level micro data. In: ILR review, Jg. 73, H. 5, S. 1070-1094., 2019-01-04. DOI:10.1177/2F0019793919889635
Abstract
"We present the first evidence on the consequences of the new statutory minimum wage in Germany. Using the IAB Establishment Panel, we identify employment effects from variation in the establishment-level bite of the minimum wage. A difference-in-differences estimation reveals an increase in average wages between 3.8 and 6.3 percent and an employment loss by approximately 1.7 percent in treated establishments. These estimates imply a labor demand elasticity with respect to wages ranging between 0.2 and 0.4. We also observe a transitory reduction of the contracted working hours in the first year after the introduction and that the employment effect seems mostly driven by a reduction in hires rather than by an increase in layoffs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Macroeconomic Long-Run Effects of the German Minimum Wage when Labor Markets are Frictional (2020)
Zitatform
Braun, Helge, Roland Döhrn, Michael Krause, Martin Micheli & Torsten Schmidt (2020): Macroeconomic Long-Run Effects of the German Minimum Wage when Labor Markets are Frictional. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 240, H. 2/3, S. 351-386. DOI:10.1515/jbnst-2018-0080
Abstract
"This paper analyzes the introduction of the German minimum wage in 2015 in a structural model geared to quantitatively assess its long-run economic effects. We first employ a simple neoclassic model where wages equal their marginal product, then extend this model to two sector economy, and finally introduce search and matching frictions. Even though all model variants remain highly stylized, they yield quantitative insights on the importance of different mechanisms and channels through which minimum wages affect outcomes in the long run. In this framework, the minimum wage has a strong negative effect on employment. When sectors are differently affected by the minimum wage, sectoral relative price changes play an important quantitative role. Other labor market policies and institutions are important for the transmission of minimum wage policy on labor market market outcomes." (Author's Abstract, IAB-Doku)
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