Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
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Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Höhere Erwerbsbeteiligung in Westdeutschland - Mehr Arbeitslosigkeit und Frühverrentungen in Ostdeutschland: regionale und sozioökonomische Merkmale strukturieren den Altersübergang (2005)
Büttner, Renate;Zitatform
Büttner, Renate (2005): Höhere Erwerbsbeteiligung in Westdeutschland - Mehr Arbeitslosigkeit und Frühverrentungen in Ostdeutschland. Regionale und sozioökonomische Merkmale strukturieren den Altersübergang. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2005-05), Gelsenkirchen, 14 S.
Abstract
"Die höhere Erwerbstätigkeit im Alter ist maßgeblich auf die gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen zurückzuführen: im Vergleich zu Männern weisen sie in allen Alterskategorien deutlich höhere Beschäftigungszuwächse auf. Diese resultieren jedoch zu einem erheblichen Teil aus der Zunahme der geringfügigen Beschäftigung sowie einer höheren Teilzeitquote der 60- bis 64-jährigen Frauen, während die Vollzeittätigkeit von Frauen ab dem 50. Lebensjahr im Beobachtungszeitraum zurückgegangen ist. Zwischen 1996 und 2003 ist die Erwerbstätigkeit von Älteren zwar gestiegen, von dieser Entwicklung ausgenommen sind jedoch Männer zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr: ihre Erwerbstätigenquote sinkt im Zeitverlauf um 3 Prozentpunkte; gleichzeitig nimmt (Alters-) Teilzeitarbeit von Männern zu, und zwar in allen Alterskategorien. Trotz einer Zunahme der Erwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern ist hier die Erwerbsbeteiligung von Älteren deutlich geringer, die Anteile an Rentenbeziehern und Arbeitslosen sind dagegen weitaus höher als in Westdeutschland. Diese Befunde spiegeln die massive Ausgliederung von Älteren aus dem ostdeutschen Arbeitsmarkt über Arbeitslosigkeit und Frühverrentung wider. Aus diesem Grunde ist auch die Erwerbsbeteiligung von älteren Frauen in Westdeutschland inzwischen ebenso hoch wie in Ostdeutschland - bzw. ab dem 60. Lebensjahr sogar höher. Beim Altersübergang von westdeutschen Frauen spielt der Bezug einer eigenen Rente dagegen eine geringere und Nichterwerbstätigkeit eine größere Rolle als bei ostdeutschen Frauen. Die Erwerbsbeteiligung im Alter hängt in hohem Maße von der Qualifikation ab: Je höher der erworbene Berufsabschluss ist, desto höher ist die Erwerbstätigenquote und umso geringer die Wahrscheinlichkeit, vor dem 60. Lebensjahr aus dem Erwerbsleben auszuscheiden oder arbeitslos zu werden. Gering Qualifizierte sind im Alter häufiger und ab dem 55. Lebensjahr im Zeitverlauf in zunehmendem Maße auf Sozialhilfe angewiesen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Kluft zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt wird wieder größer: Leistungsbezug "unter erleichterten Voraussetzungen" und Altersteilzeitarbeit spielen beim Altersübergang eine zunehmende Rolle (2005)
Zitatform
Büttner, Renate, Matthias Knuth & Sascha Wojtkowski (2005): Die Kluft zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt wird wieder größer. Leistungsbezug "unter erleichterten Voraussetzungen" und Altersteilzeitarbeit spielen beim Altersübergang eine zunehmende Rolle. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2005-03), Gelsenkirchen, 14 S.
Abstract
"Die registrierte Arbeitslosigkeit von Älteren hat in den letzten Jahren in der Altersklasse 58 bis 64 Jahre abgenommen; bei den 50- bis unter 58-Jährigen steigt sie jedoch in 2003 deutlich an. Mehr als 70 Prozent aller Bezieher von Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe ab 58 Jahren haben im Jahre 2003 Lohnersatzleistungen 'unter erleichterten Voraussetzungen' bezogen und sind damit aus der Arbeitslosenstatistik herausgefallen. Leistungsbezug ohne Verpflichtung zur Beschäftigungssuche hat seit 1998 kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Die wieder ansteigende Welle der beschäftigungslosen Leistungsbezieher ist noch nicht im Rentenbezug angekommen. Kamen im Jahre 1996 noch fast 45 Prozent der Zugänge in Altersrenten direkt aus dem Bezug von Leistungen nach dem SGB III, so betrug dieser Anteil im Jahre 2003 'nur' noch 27 Prozent. Nur etwa ein Drittel der Rentenzugänge erfolgt direkt aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Die günstige Beschäftigungsentwicklung Ende der 90er Jahre hat diesen Anteil vorübergehend ansteigen lassen. Seit 2000 erfolgen Rentenzugänge vermehrt aus Altersteilzeitarbeit. Diese drängt sowohl die Zugänge aus 'normaler' sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung als auch die Zugänge aus SGB-III-Leistungsbezug zurück. Altersteilzeitarbeit sowie der 'erleichterte Leistungsbezug' nach § 428 SGB III wurden in den letzten Jahren verstärkt als Übergangsphase zwischen Erwerbsaustritt und Renteneintritt genutzt. Das Auslaufen des § 428 SGB III Ende des Jahres 2007 sowie der Förderung der Altersteilzeitarbeit Ende des Jahres 2009 werden daher zum Anstieg der registrierten Arbeitslosigkeit Älterer führen, wenn nicht bis dahin die vollwertige Beschäftigung Älterer erheblich gesteigert werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitik für Ältere: Die Weichen führen noch nicht in die gewünschte Richtung (2005)
Eichhorst, Werner; Sproß, Cornelia;Zitatform
Eichhorst, Werner & Cornelia Sproß (2005): Arbeitsmarktpolitik für Ältere: Die Weichen führen noch nicht in die gewünschte Richtung. (IAB-Kurzbericht 16/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer ist in Deutschland nach wie vor unbefriedigend. So konnten beim Beschäftigungsniveau der Personen im Alter von 55 bis 64 Jahren in den letzten Jahren keine nennenswerten Fortschritte erzielt werden. Neben der betrieblichen Personalpolitik liegen wesentliche Gründe hierfür in der Ausgestaltung der Transferleistungen. Zwar wurden einige wichtige Änderungen im Rentenrecht sowie die Verkürzung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld beschlossen. Dennoch können ältere Beschäftigte sich weiterhin vorzeitig aus dem Erwerbsleben zurückziehen. Unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten wäre es daher wenig sinnvoll, die geplante Verkürzung des Leistungsbezugs für Ältere zu verschieben oder die Bezugsdauer an das Lebensalter bzw. an Beschäftigungszeiten zu knüpfen - auch wenn dies sozialpolitisch wünschenswert erschiene. Zugleich trugen die bisherigen Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung der individuellen Beschäftigungschancen Älterer bei. Einige neuere Instrumente wie die Entgeltsicherung oder die Förderung der Weiterbildung von Beschäftigten wurden bislang kaum genutzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The greying of the labour market: what can Britain and Germany learn from each other? (2005)
Zitatform
Frerichs, Frerich & Philip Taylor (2005): The greying of the labour market. What can Britain and Germany learn from each other? London, 58 S.
Abstract
"In Germany and the UK, the issue of the employment of older workers has moved up the policy agenda in recent years. After decades of early retirement, concerns about the sustainability of public pension systems and future labour shortages have resulted in a new policy consensus around the need to integrate older workers. Policies are now emerging which are aimed at extending the end of working lives, closing of early retirement pathways and making continued employment more attractive, and educating employers and encouraging them to recruit older workers. Yet the degree of progress should not be overstated. Considering active labour market policies specifically, reviewing the evidence, the report concludes that: 1. While a recent shift towards strategies and measures for older unemployed people has taken place, they remain under-represented in general labour market measures such as the promotion of vocational training, self-employment and job-placement activities. 2. In particular, strategies and measures to facilitate lifelong learning and provide training for all age groups are underdeveloped. 3. Even where measures have been implemented, they have concentrated on more advantaged and easier to place older unemployed people, with risk groups such as those with low skill levels or disabilities under-represented." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Die Hartz-Evaluierung (2005)
Kaltenborn, Bruno; Kurth-Laatsch, Sylvia; Knerr, Petra;Zitatform
Kaltenborn, Bruno, Petra Knerr & Sylvia Kurth-Laatsch (2005): Die Hartz-Evaluierung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 4, S. 90-97.
Abstract
"Aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages lässt die Bundesregierung die Umsetzung der Vorschläge der sog. Hartz-Kommission in den Jahren 2004 bis 2006 evaluieren. Untersucht werden die Wirksamkeit der neu eingeführten ebenso wie der reformierten arbeitsmarktpolitischen Instrumente, der organisatorische Umbau der Bundesagentur für Arbeit und die Akzeptanz der Agentur. Die vielfältigen Fragestellungen werden mit einem Methodenmix insbesondere aus Implementationsanalysen, Befragungen und mikro und makroökonometrischen Analysen von insgesamt acht namhaften Evaluatoren beantwortet werden. Bereits Mitte 2005 müssen erste belastbare Ergebnisse vorliegen, damit aus den Einzelberichten der Evaluatoren ein Gesamtbericht erstellt werden kann, der im Herbst 2005 dem Bundestag vorgelegt werden muss." (Autorenreferat, IAB-Doku).
Der Aufsatz ist ein aktualisierter Auszug aus dem im Auftrag des BMWA erstellten ersten Zwischenbericht der Koordination der Hartz-Evaluierung. -
Literaturhinweis
Tackling unemployment: Europe's successes and failures (2005)
Layard, Richard; Nickell, Stephen; Jackman, Richard;Zitatform
Layard, Richard, Stephen Nickell & Richard Jackman (2005): Tackling unemployment. Europe's successes and failures. In: Centre Piece. The Magazine of The Centre for Economic Performance, Jg. 10, H. 1, S. 23-27.
Abstract
Im Jahre 2002 lag die Arbeitslosenquote in Europa im Vergleich zu außereuropäischen OECD-Staaten relativ hoch. Dabei verzeichnete die Mehrzahl der europäischen Länder eine niedrigere Arbeitslosenquote als alle außereuropäischen Länder der OECD, einschließlich der USA. Dieses widersprüchliche Ergebnis resultiert aus den überdurchschnittlichen Arbeitslosenquoten der vier der größten EU-Länder (Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien) und aus der Tatsache, dass Arbeitsmärkte in der EU trotz europaweiter Öffnung immer noch national funktionieren. Vor diesem Hintergrund untersucht der Beitrag, warum die Arbeitslosigkeit in einigen europäischen Ländern zurückgeht und in anderen nicht. Dazu werden Daten zur volkswirtschaftlichen Entwicklung und arbeitsmarktspezifische Daten der Länder der EU, der Schweiz und außereuropäischer westlicher OECD-Staaten miteinander verknüpft und verglichen. Hieraus wird geschlussfolgert, dass es geeignete wirtschaftspolitische Maßnahmen gibt, die Arbeitslosenquote nahe an der Vollbeschäftigungsquote zu halten. Vier Strategien erweisen sich als besonders relevant: 1. Arbeits- oder Schulungsangebote an jeden Arbeitslosen innerhalb eines Jahres; 2. Begrenzung des Anspruchs auf Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung für alle, die nicht arbeiten oder sich in arbeitsähnlichen Maßnahmen befinden, auf ein Jahr; 3. Abstimmung von Lohnabschlüssen auf regionale Bedingungen; 4. Einschränkung der Möglichkeiten für Vorruhestand und unkontrollierten Zugang zu Erwerbsunfähigkeitsrenten. Eine Reform der Rentensysteme sollte Hindernisse, die einer Beschäftigung älterer Arbeitnehmer entgegenstehen, beseitigen. (IAB)
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Literaturhinweis
Fordern statt Fördern: ältere Arbeitslose unter Hartz IV (2005)
Mayer, Udo R.;Zitatform
Mayer, Udo R. (2005): Fordern statt Fördern. Ältere Arbeitslose unter Hartz IV. In: Neue Zeitschrift für Sozialrecht, Jg. 14, H. 11, S. 568-573.
Abstract
"Mit dem Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV) wurde die bisherige Arbeitslosenhilfe durch das Arbeitslosengeld II abgelöst. Von dieser Umstellung sind vor allem ältere Arbeitslose betroffen, die von den Sonderregelungen der §§ 428 SGB III und 65 SGB II Gebrauch gemacht haben. Damit sind die Zeiträume wesentlich länger geworden, in denen ältere Arbeitslose ALG II erhalten, bis eine abschlagsfreie Altersrente möglich wird. Die Kürzung des betragsbezogenen Arbeitslosenhilfe-Anspruchs durch das neue ALG II greift in erworbene Rechte ein, die dem Eigentumsschutz nach Art. 14 unterliegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt: eine Bestandsaufnahme und kritische Sichtung der Lösungsansätze der Hartz-Kommission (2005)
Peschke, Robert;Zitatform
Peschke, Robert (2005): Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. Eine Bestandsaufnahme und kritische Sichtung der Lösungsansätze der Hartz-Kommission. Berlin: Uni-Edition, 384 S.
Abstract
"Jeglicher Ansatz rot-grüner Arbeitsmarktreformen seit dem Wahljahr 2002 ist zweifellos verbunden mit dem Namen 'Hartz'. Obwohl kaum noch jemand Notiz von den ursprünglichen Lösungsansätzen der Hartz-Kommission nimmt, da diese politisch stark verwaschen wurden, ist es durchaus sinnvoll, diese kritisch zu diskutieren. Dazu wird der Frage nachgegangen, ob die von der Kommission entwickelten Vorschläge für eine Arbeitsmarktreform überhaupt dazu geeignet waren bzw. wären, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Es wird dabei unterstellt, dass sämtliche durch die Kommission erarbeiteten Module 'eins zu eins' umgesetzt werden würden. Schließlich zeigt sich, dass die Ansätze der Kommission höchstens ein erster Schritt für mehr Beschäftigung wären. Mit Bezug auf die hier vertretene argumentative Position lässt sich schlussendlich festhalten, dass nach der Hartzschen Arbeitsmarktreform weitere Teile der Sozialsysteme bis hin zum Lohnsetzungssystem, restrukturiert werden müssten. Selbst eine vollständige Umsetzung der ursprünglichen Kommissionsvorschläge hätte das deutsche Arbeitsmarktproblem nicht lösen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Hier finden Sie die Dissertation bei der Universität der Bundeswehr München -
Literaturhinweis
Beschäftigung Älterer: bislang noch kein Paradigmenwechsel (2005)
Sproß, Cornelia; Eichhorst, Werner;Zitatform
Sproß, Cornelia & Werner Eichhorst (2005): Beschäftigung Älterer. Bislang noch kein Paradigmenwechsel. In: Bundesarbeitsblatt H. 11, S. 4-12.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation für ältere Arbeitnehmer ist gekennzeichnet von einem unterdurchschnittlichem Beschäftigungsniveau, hoher und verfestigter Arbeitslosigkeit sowie geringen Reintegrationschancen. In dieser Analyse werden die verantwortlichen Faktoren für die schlechte Arbeitsmarktperspektive untersucht. Insbesondere geht es um die Rolle von Einkommensersatzleistungen und aktiven Fördermaßnahmen. Dabei wird geprüft, inwieweit das in den letzten Jahren veränderte arbeitsmarktpolitische Instrumentarium dazu beigetragen hat, die Integration Älterer in das Erwerbsleben zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungspotenziale älterer Arbeitnehmer: Beispiele und Strategien anderen Länder (Teil 1) (2005)
Sproß, Cornelia;Zitatform
Sproß, Cornelia (2005): Beschäftigungspotenziale älterer Arbeitnehmer. Beispiele und Strategien anderen Länder (Teil 1). In: Arbeit und Beruf, Jg. 56, H. 9, S. 260-264.
Abstract
In Deutschland sind weniger ältere Arbeitnehmer beschäftigt als in anderen europäischen Ländern. Gegenüber Ländern wie Großbritannien oder Finnland weist Deutschland eine niedrigere Erwerbsquote und eine höhere Arbeitslosenquote der Altergruppe 55 bis 64 Jahre auf. Am Beispiel Großbritanniens und Finnlands wird verdeutlicht, dass eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten existiert, um die Beschäftigungspotenziale älterer Arbeitnehmer zu nutzen und eine hohe Beschäftigungsbeteiligung zu ermöglichen. Nach dem Konzept der Beschäftigungsfähigkeit muss ganzheitlich vorgegangen werden, um die Beschäftigungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer in einer sich zunehmend dynamischen Wissensgesellschaft zu erhalten und zu verbessern. Die auf politischer Ebene durchgeführten Maßnahmen in Finnland basieren auf einer integrativen Strategie, welche alle relevanten Arbeitsmarktakteure in die Entscheidungsprozesse einbezieht. In Großbritannien werden Unternehmen durch staatliche Maßnahmen und Initiativen beeinflusst und der einzelne wird durch staatliche Programme aktiviert, um einer Beschäftigung nachzugehen. Aufgrund der niedrigen Erwerbstätigenquote älterer Arbeitnehmer setzt auch die Bundesregierung Maßnahmen durch, die jedoch nicht ausreichen, das Beschäftigungspotenzial auszuschöpfen. Empfohlen wird, wie in Finnland, auf mehreren Ebenen aktiv zu sein. Gleichzeitig ist eine intensivere Betreuung älterer Arbeitsloser wir in Großbritannien wichtig. (IAB)
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Literaturhinweis
More jobs for older workers (2005)
Zitatform
Wadensjö, Eskil (2005): More jobs for older workers. In: E. Hönekopp (Hrsg.) (2005): The report of the European employment task force : impetus to European employment policy - impulses for Germany (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 293), S. 59-76.
Abstract
Ein Schwerpunkt des Berichts der Europäischen Task-Force Beschäftigung ist die Förderung der Beschäftigung Älterer. Aufgrund sinkender Reproduktionsraten und steigender Lebenserwartung steigt der Anteil alter Menschen in allen europäischen Ländern. Eine alternde Bevölkerung erfordert einen Umbau des Systems der Alterssicherung. Der Beitrag skizziert das neue schwedische System der Alterssicherung, das eher an einer Versicherung als an Einkommensumverteilung orientiert ist. Das neue System unterscheidet sich von seinem Vorgänger vor allem dadurch, dass nicht die Leistungen, sondern die Beiträge festgelegt sind, und dass eine Grundsicherung garantiert wird. Es wird auf die Implementierung des neuen Systems eingegangen, außerdem wird das System der Erwerbsunfähigkeitsrente vorgestellt sowie arbeitsmarktpolitische Programme für Ältere. Schweden zeichnet sich neben seinem fairen Rentensystem durch eine hohe Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer aus, durch eine starke Arbeitsorientierung sowie durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik auch für ältere Menschen. (IAB)
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Literaturhinweis
Erste Ergebnisse der Statistiken über die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (2005)
Weber, Tim;Zitatform
Weber, Tim (2005): Erste Ergebnisse der Statistiken über die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. In: Wirtschaft und Statistik H. 4, S. 382-387.
Abstract
"Am 1. Januar 2003 trat das 'Gesetz über eine bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung' (GSiG) in Kraft. Mit diesem Sozialleistungsgesetz wurde für über 64-Jährige sowie für dauerhaft voll erwerbsgeminderte Personen ab 18 Jahren eine eigenständige Leistung geschaffen, welche den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt sicherstellt. Das Grundsicherungsgesetz soll hauptsächlich dazu beitragen, die so genannte 'verschämte Armut' einzugrenzen. Hintergrund ist der Befund, dass vor allem ältere Menschen bestehende Sozialhilfeansprüche oftmals nicht geltend machen, weil sie den Rückgriff auf ihre unterhaltsverpflichteten Kinder fürchten. Im Gegensatz zum bisherigen Bundessozialhilfegesetz bleiben deshalb bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung im Regelfall Unterhaltsansprüche gegenüber den Kindern und Eltern des Leistungsempfängers unberücksichtigt. Von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder wurden zum Jahresende 2003 erstmals Erhebungen über die Empfänger und über die Ausgaben der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung als Bundesstatistik durchgeführt. Der Beitrag stellt die ersten Ergebnisse der neuen Statistik zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nur noch maximal 18 Monate Arbeitslosengeld (I): wann gilt noch die längere Anspruchsdauer für Ältere (2005)
Winkel, Rolf; Nakielski, Hans;Zitatform
Winkel, Rolf & Hans Nakielski (2005): Nur noch maximal 18 Monate Arbeitslosengeld (I). Wann gilt noch die längere Anspruchsdauer für Ältere. In: Soziale Sicherheit, Jg. 54, H. 11, S. 366-370.
Abstract
"Zum 1. Februar 2006 werden die Ansprüche von älteren Arbeitslosen auf die Versicherungsleistung Arbeitslosengeld (I) zusammengestrichen. Statt für höchstens 32 Monate (nach altem Recht) zahlt die Arbeitslosenversicherung dann maximal nur noch für 18 Monate. Das Nachsehen haben dabei insbesondere diejenigen Älteren, die im kommenden Jahr ihren Job verlieren - aber erst nach dem Stichtag. Im Artikel geht es um die Fragen, für wen noch das alte Recht gilt und welche Gestaltungsmöglichkeiten ältere Arbeitnehmer haben, denen bald Arbeitslosigkeit droht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ageing and employment policies: Netherlands (2005)
Zitatform
(2005): Ageing and employment policies. Netherlands. (Ageing and employment policies), Paris, 144 S. DOI:10.1787/9789264012097-en
Abstract
"In the Netherlands, the proportion of persons aged 65 and over to the working-age population will rise to 40% by 2050. Without policy changes, this could lead to higher public expenditures, labour force shortages, and slower economic growth. This report surveys of the main barriers to employment for older workers, assesses of the adequacy and effectiveness of existing measures to overcome these barriers and presents a set of policy recommendations for further action by the public authorities and social partners. It examines the balances between income support and work incentives, methods for encouraging employers to hire and retain workers, and policies for ensuring the employability of older workers. The chapters are about
- The Challenge Ahead
- Older Workers in the Dutch Labour Market
- Income Support and Work Initiatives: Striking the Right Balance
- Encouraging Employers to Hire and Retain Older Workers
- Ensuring the Employability of Older Workers
- Ensuring that Policies are Comprehensive and Conherent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Arbeitnehmerpolitik zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Harz IV - Politik gegen Arbeitslose oder auf dem Weg zum aktiven Sozialstaat? (2005)
Zitatform
(2005): Arbeitnehmerpolitik zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Harz IV - Politik gegen Arbeitslose oder auf dem Weg zum aktiven Sozialstaat? (Wirtschaftspolitische Diskurse 48), Bonn, 47 S.
Abstract
Das Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt 'Hartz IV' regelt die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zu einer einheitlichen Grundsicherung für alle Arbeitsuchenden. Außerdem sollen Langzeitarbeitslose in Zukunft besser und schneller als bisher in Arbeit vermittelt werden. Das Vorhaben löste im Jahr 2004 eine Protestwelle aus, mit der sich auch Betriebs- und Personalräte auseinandersetzen mussten, die mit Fragen der Beschäftigten konfrontiert waren. Vor allem die Sozialverträglichkeit von Hartz IV wurde dabei problematisiert: Soll mit Hartz IV der Abbau des Sozialstaats forciert werden? Sind die älteren Arbeitslosen und die einkommensschwachen Haushalte die Reformverlierer? Warum sollen die Arbeitslosen jede Arbeit annehmen? Führt Hartz IV zum Lohndumping? Diese Fragen wurden auf einer Veranstaltung des Arbeitskreises Arbeit-Betrieb-Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung im September 2004 thematisiert. Ziel war es, die umstrittenen Inhalte von Hartz IV mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags, Wissenschaftlern sowie Betriebs- und Personalräten zu diskutieren und gemeinsam nach den Ursachen zu suchen, warum dieses Reformprojekt der Bundesregierung in Misskredit geraten ist. Als ein Ergebnis wird festgehalten, dass viel Unruhe über die Reform auf ungesicherte und teilweise unberechtigte Annahmen zurückzuführen ist. Einige Vorbehalte können daher entschärft werden, andere bleiben dagegen bestehen bzw. sind noch auszuräumen. (IAB)
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Literaturhinweis
Ageing and employment policies: Germany (2005)
Zitatform
(2005): Ageing and employment policies. Germany. (Ageing and employment policies), Paris, 167 S. DOI:10.1787/9789264012745-en
Abstract
"Today, many older Germans stop working well before reaching the statutory retirement age of 65. As a result, only two out of five people in Germany between the ages of 55 and 64 are employed, well below the ratio in most other OECD countries. By comparison, about three out of five people in this age group are still active in Britain and the US and more than 70% in Sweden.
Unless this situation changes, Germany could face labour shortages, slowing economic growth and worsening public finances, the OECD report warns. The problem is especially acute in the former East German states, where birth rates are lower and many younger, skilled workers have emigrated to take advantage of job opportunities in western Germany.
The report on Germany outlines barriers to the employment of older workers and gives policy recommendations for action to overcome them, aimed at both the German government, employers, trade unions and older workers themselves.
While a lot has been done in recent years to encourage older workers to carry on working, it is important that the new government keeps up the momentum of reform. Specifically, the OECD recommends that Germany should:
- raise the retirement age in line with rising life expectancy. While the OECD welcomes the incoming government's plans to raise the retirement age in the long term to 67, it says action may be needed earlier than in 2008, as currently planned.
- introduce job-search requirements for all, irrespective of age. Incentives to retire before the official retirement age or to withdraw from the labour market by taking advantage of disability pensions or unemployment benefits combined with exemptions from job-search requirements should be removed. Early retirement schemes for the long-term unemployed should be phased out faster. Every person registered as unemployed should be required to look for a job.
- improve the employability of older workers. Training programmes for older workers, especially for the low and medium-skilled, are urgently needed in order to help older workers who lose their jobs to find new employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Alterung und Beschäftigungspolitik: Deutschland (2005)
Zitatform
(2005): Alterung und Beschäftigungspolitik. Deutschland. (Ageing and employment policies), Paris, 187 S. DOI:10.1787/9789264014060-de
Abstract
"Angesichts der rasch fortschreitenden Bevölkerungsalterung und des Trends zum vorzeitigen Arbeitsmarktrückzug muss für bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Menschen gesorgt werden. Über die Notwendigkeit einer Reform der Rentensysteme und der Vorruhestandsregelungen wurde bereits viel gesagt, die bisherigen Maßnahmen sind jedoch u.U. unzureichend, um die Beschäftigungsquoten der älteren Arbeitskräfte deutlich anzuheben oder das Risiko künftiger Arbeitskräfteverknappungen einzudämmen. Regierungen ebenso wie Unternehmen werden aktive Maßnahmen ergreifen müssen, um die Lohnfindungsmechanismen auf eine alternde Erwerbsbevölkerung abzustimmen, um zu verhindern, dass andere Sozialtransfersysteme als alternative Wege in die Frührente genutzt werden, um Altersdiskriminierung zu bekämpfen und um die Arbeitsplatzkompetenzen und Arbeitsbedingungen der älteren Arbeitskräfte zu verbessern. Außerdem müssen die älteren Arbeitskräfte selbst ihre Einstellung zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben und zur Aneignung neuer Kompetenzen ändern. Es ist nur wenig darüber bekannt, was die Länder in diesem Bereich unternehmen bzw. unternehmen sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unemployment durations in West-Germany before and after the reform of the unemployment compensation system during the 1980s (2004)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Ralf A. Wilke (2004): Unemployment durations in West-Germany before and after the reform of the unemployment compensation system during the 1980s. (ZEW discussion paper 2004-24), Mannheim, 31 S.
Abstract
"This paper empirically analyzes the distribution of unemployment durations in West Germany before and after the changes during the mid 1980s in the maximum entitlement periods for unemployment benefits for elderly unemployed. The analysis is based on the comprehensive IAB employment subsample containing register panel data for about 500.000 individuals in West Germany. We introduce two proxies for unemployment, since the data do not involve a precise economic definition of unemployment. We provide a theoretical analysis of the link between the durations of nonemployment and of unemployment durations between jobs. In our empirical analysis we find significant changes in the distributions of nonemployment durations for older unemployed individuals. At the same time, the distribution of unemployment durations between jobs did not change in response to the reforms. Our findings are consistent with an interpretation that many firms and workers used the more beneficial laws as a part of early retirement packages but those workers who were still looking for a job did not reduce their search effort in response to the extension of the maximum entitlement periods. This interpretation is consistent with a simulation of our theoretical model under economically plausible assumptions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Hartz-Gesetze: methodische Ansätze zu einer Evaluierung (2004)
Hagen, Tobias ; Wolf, Elke ; Hujer, Reinhard; Wunderlich, Gaby; Jacobebbinghaus, Peter; Biewen, Martin ; Winterhager, Henrik; Spermann, Alexander; Boockmann, Bernhard; Fitzenberger, Bernd ; Arntz, Melanie ; Gürtzgen, Nicole ; Pfeiffer, Friedhelm ; Beblo, Miriam; Weber, Andrea ; Ammermüller, Andreas; Wilke, Ralf A. ;Zitatform
Hagen, Tobias & Alexander Spermann (2004): Hartz-Gesetze. Methodische Ansätze zu einer Evaluierung. (ZEW-Wirtschaftsanalysen 74), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 246 S.
Abstract
"Noch nie wurden im Bereich der Arbeitsmarktpolitik so umfassende Reformen auf den Weg gebracht wie mit den Hartz-Gesetzen. Sie sollen dazu beitragen, die Arbeitslosigkeitsdauer durch eine verbesserte Arbeitsvermittlung zu verringern. Für den Gesetzgeber, aber auch für die Gesellschaft insgesamt, ist es essentiell zu erfahren, in welchem Maße die gesetzten Ziele erreicht werden. Eine Evaluierung kann diese Frage beantworten. Der Band enthält ein methodisches Konzept für eine umfassende Evaluation der neuen Instrumente der Hartz-Gesetze. Zunächst werden methodische Ansätze zu einer Evaluation auf leicht verständlichem Niveau diskutiert. Diese beziehen sich sowohl auf die mikroökonomische Ebene als auch auf die aggregierte Ebene: Es kann ermittelt werden, wie sich die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auf einzelne Personen und Betriebe auswirken, aber auch, welche Konsequenzen sie für eine Branche oder die Gesamtwirtschaft haben. Darüber hinaus werden auch Ansätze für eine Bewertung geschlechtsspezifischer Probleme am Arbeitsmarkt dargestellt (Gender-Mainstreaming). Ein weiterer Schwerpunkt sind die für die Evaluationsforschung nutzbaren Datensätze. Im zweiten Teil des Bandes werden konkrete Evaluationsstrategien für einzelne Reformen und Instrumente vorgeschlagen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Eins zu Eins?: eine Zwischenbilanz der Hartz-Reformen am Arbeitsmarkt (2004)
Zitatform
Jann, Werner & Günther Schmid (Hrsg.) (2004): Eins zu Eins? Eine Zwischenbilanz der Hartz-Reformen am Arbeitsmarkt. (Modernisierung des öffentlichen Sektors 25), Berlin: Edition Sigma, 112 S.
Abstract
"Als die 'Kommission moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' - bekannt als 'Hartz-Kommission' - ihren Abschlußbericht vorlegte, versprach Bundeskanzler Schröder, die 13 Module des Berichts eins zu eins umzusetzen. Opposition und große Teile der Öffentlichkeit standen und stehen den Kommissionsvorschlägen allerdings sehr kritisch gegenüber. Während die einen beklagen, sie würden nur verwässert oder gar nicht umgesetzt, bestreiten andere ihren Sinn und Zweck. Der Band - herausgegeben von zwei Wissenschaftlern, die der Kommission selbst angehörten - liefert nun eine erste Zwischenbilanz zur Debatte um die und zur Implementation der Reformen. Zwar ist es für Aussagen über mittel- und langfristige Wirkungen noch zu früh und bei einzelnen Modulen ist offenbar, daß die Erwartungen zu hoch gesteckt waren. Dennoch hat die Kommission nach Ansicht der Beiträger zum ersten Mal ein kohärentes Gesamtkonzept für einen modernen und flexiblen Arbeitsmarkt vorgelegt, eine klare Agenda für die Reformdiskussion vorgegeben und eine nachhaltige Reformbewegung in Gang gesetzt. Die Verfasser argumentieren, daß die Konzepte weiter zu entwickeln und laufend mit den Erfahrungen des Umsetzungsprozesses anzureichern oder zu korrigieren sind. Insofern ist ein Lernprozeß im Geiste des Gesamtkonzepts wichtiger als eine mechanistische Eins-zu-eins-Umsetzung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhaltsverzeichnis: Werner Jann und Günther Schmid: Die Hartz-Reformen am Arbeitsmarkt: Eine Zwischenbilanz (7-18); Frank Oschmiansky: Reform der Arbeitsvermittlung (19-37); Bastian Jantz: Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe (38-50); Frank Oschmiansky: Bekämpfung von Schwarzarbeit (51-62); Simon Vaut: Umbau der BA (63-75); Frank Oschmiansky: Weitere wichtige Bausteine (76-91).
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