Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
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Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Hindernisse abbauen, Anreize stärken: Weiterbildungsstrategie für die Zukunft (2017)
Jakob, Johannes;Zitatform
Jakob, Johannes (2017): Hindernisse abbauen, Anreize stärken: Weiterbildungsstrategie für die Zukunft. In: Soziale Sicherheit, Jg. 66, H. 7/8, S. 268-273.
Abstract
"Am Arbeitsmarkt läuft es gut. Allein im letzten Jahr sind 600.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. Doch gerade in dieser Situation stellen sich neue Herausforderungen - Stichwort: Fachkräfte. Die gute Lage am Arbeitsmarkt muss genutzt werden, um die Probleme, die sich in den letzten Jahren aufgestaut haben, entschlossen anzugehen. Dabei ist die Weiterbildung - auch für Beschäftigte - ein entscheidender Schlüssel. Was wird hier getan und was kann und muss in Zukunft getan werden?" (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Retention and re-integration of older workers into the labour market: What works? (2017)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina (2017): Retention and re-integration of older workers into the labour market: What works? (IAB-Discussion Paper 17/2017), Nürnberg, 24 S.
Abstract
"Obwohl sich im letzten Jahrzehnt die Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer in allen EU-Ländern verbessert hat, gibt es erhebliche Länderunterschiede im Hinblick auf die Erwerbsbeteiligung Älterer. Um unterschiedliche Entwicklungen zu dokumentieren und zu beurteilen, was am besten im Hinblick auf die Verlängerung des Erwerbslebens und bei der Wiedereingliederung älterer Arbeitsloser funktioniert, wird die Situation in fünf Ländern analysiert: Deutschland, Frankreich, Niederlande, Norwegen und Österreich. Zahlreiche empirische Befunde zeigen, dass finanzielle Anreize bzw. 'finanzielle Sanktionen' durch Rentenreformen und die Abschaffung länderspezifischer Wege in den vorzeitigen Ruhestand mehr Einfluss auf die Verlängerung des Arbeitslebens haben, als alle anderen Maßnahmen. Die Wiedereingliederung nach einem Verlust des Arbeitsplatzes und das Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit bleibt über Ländergrenzen hinweg jedoch ein spezifisches Problem älterer Arbeitnehmer. Staatlich geförderte Programme zur Unterstützung der Wiedereingliederung von älteren Arbeitslosen zeigen eher gemischte Ergebnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ältere Beschäftigte: Hoffnungsträger im demografischen Wandel? (2017)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2017): Ältere Beschäftigte. Hoffnungsträger im demografischen Wandel? In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 72, H. 1, S. 38-51.
Abstract
"Die Arbeitsmarktpartizipation Älterer hat sich in den letzten beiden Dekaden spürbar erhöht. In OECD-Ländern gehört Deutschland damit zu den Ländern, die in dem Zeitraum beinahe den stärksten Aufwuchs der Beschäftigung älterer Personen aufzuweisen haben. Er resultiert aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu zählt der längere Verbleib Älterer am Arbeitsmarkt sowie Kohorteneffekte zugunsten einer stärkeren Erwerbsbeteiligung von Frauen und einem wachsenden Anteil Qualifizierter und Hochqualifizierter in der Bevölkerung. Dennoch bleiben Ältere in Teilen eine Problemgruppe am Arbeitsmarkt. Im Vergleich zu Jüngeren lässt sich dies an geringeren Neurekrutierungschancen und höheren Risiken der Langzeitarbeitslosigkeit festmachen. Weitere Verbesserungen der Beschäftigungssituation Älterer sind deshalb kein Selbstläufer. Hierzu wird es auf mehr Investitionen in eine nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit ankommen. Vorrangig sind dabei die Bereiche Bildung, Ausbildung und Gesundheitsprävention." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job search requirements for older unemployed workers: how do they affect re-employment rates and flows into states of inactivity for older unemployed workers? (2016)
Bloemen, Hans;Zitatform
Bloemen, Hans (2016): Job search requirements for older unemployed workers. How do they affect re-employment rates and flows into states of inactivity for older unemployed workers? (IZA world of labor 235), Bonn, 10 S. DOI:10.15185/izawol.235
Abstract
"Many OECD countries have, or have had, a policy that exempts older unemployed people from the requirement to search for a job. An aging population and low participation by older workers in the labor market increasingly place public finances under strain, and spur calls for policy measures that activate labor force participation by older workers. Introducing job search requirements for the older unemployed aims to increase their re-employment rates. Abolishing the exemption from job search requirements for these workers has been shown to initiate higher outflow rates from unemployment for the older unemployed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
deutsche Kurzfassung -
Literaturhinweis
On government-subsidized training programs for older workers (2016)
Zitatform
Dauth, Christine & Ott Toomet (2016): On government-subsidized training programs for older workers. In: Labour, Jg. 30, H. 4, S. 371-392., 2016-07-31. DOI:10.1111/labr.12082
Abstract
"We analyze the impact of subsidized training programs for older workers. We apply a dynamic matching approach using German registry data. We find that subsidized training improves the probability to remain in paid employment by approximately 2.5 percentage points in the 2 years following treatment. The impact on benefit claims is small and largely insignificant. Effects are more pronounced for part-time workers, for long-duration program participants, and for workers older than 55 years. The results suggest that the main driver of these outcomes is postponed retirement, potentially because of improved job satisfaction." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitslosengeld-I-Bezug von Älteren: Zugänge, Bestand und Abgänge 2005 bis 2013 (2016)
Zitatform
Hochfellner, Daniela, Barbara Hofmann & Katja Wolf (2016): Arbeitslosengeld-I-Bezug von Älteren: Zugänge, Bestand und Abgänge 2005 bis 2013. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 03/2016), Nürnberg, 9 S.
Abstract
"Im Zeitraum 2005 bis 2013 ist der Bestand an ALG-I-Beziehenden ab 50 Jahren gesunken. Dies gilt nicht für die Gruppe der ab 60-Jährigen, wobei bei dieser Gruppe ein steigender Zugang in den ALG-I-Bezug zu beobachten ist. Sowohl die Abgangsrate in Beschäftigung als auch in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik hat sich für alle betrachteten Altersgruppen erhöht, für die ab 60-Jährigen allerdings in deutlich geringerem Ausmaß als für die unter 60-Jährigen. Dieser Bericht stellt rein deskriptiv Zahlen zum ALG-I-Bezug von Personen zwischen 50 und 64 Jahren zwischen 2005 und 2013 dar. Zwar beschreibt er mögliche Effekte von institutionellen Änderungen, er klärt jedoch nicht vollends, wodurch die berichteten Entwicklungen verursacht wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Job search behavior of older workers and labor market outcomes (2016)
Zitatform
Homrighausen, Pia & Gerhard Krug (2016): Job search behavior of older workers and labor market outcomes. (LASER discussion papers 95), Erlangen, 33 S.
Abstract
"Using unique survey and register data with detailed information on the channel-specific search intensities of older workers in Germany, we investigate the relationship between job search behavior and job search success focusing on older workers. We find that intensive job search via the public employment service is not linked to an older worker's job search success, but results in a greater wage loss and lower job satisfaction. By contrast, increasing job search by a private provider is positively linked with the probability of finding a new job and results in a lesser wage loss." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Turbulence and the employment experience of older workers (2016)
Zitatform
Lalé, Etienne (2016): Turbulence and the employment experience of older workers. (IZA discussion paper 10061), Bonn, 52 S.
Abstract
"This paper provides a unified account of the trends in unemployment and labor force participation pertaining to the employment experience of older male workers during the past half-century. We build an equilibrium life-cycle model with labor-market frictions and an operative labor supply margin, wherein economic turbulence à la Ljungqvist and Sargent (1998) interact with institutions in ways that deteriorate employment. The model explains simultaneously: (i) the fall in labor force participation in the United States, (ii) the similar but more pronounced decline in Europe alongside rising unemployment rates and (iii) differences across European countries in the role played respectively by unemployment and labor force participation. The model also shows that policies that fostered early retirement may have exacerbated the deterioration of European labor markets: raising early retirement incentives to reduce unemployment among older workers tends to increase unemployment at younger ages, especially in turbulent economic times and under stringent employment protection legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Rates of return and early retirement disincentives: evidence from a German pension reform (2016)
Lüthen, Holger;Zitatform
Lüthen, Holger (2016): Rates of return and early retirement disincentives. Evidence from a German pension reform. In: German economic review, Jg. 17, H. 2, S. 206-233. DOI:10.1111/geer.12070
Abstract
"To counteract the financial pressure emerging in aging societies, statutory pension schemes are undergoing fundamental reforms in many Western countries. Starting with cohort 1937, Germany introduced permanent pension deductions for early retirement. This study examines the profitability of pension contributions against the background of this reform for cohorts 1935 - 1945. Internal rates of return (IRR) are used to measure the profitability. For men, the IRR declines from 2.4% to 1.2% and for women from 5.2% to 3.7%. The results suggest that the majority of the trend, about 75 - 80%, is caused by increased pension contributions and not by the reform." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Disincentive effects of unemployment benefits and the role of caseworkers (2016)
Zitatform
Schmieder, Johannes F. & Simon Trenkle (2016): Disincentive effects of unemployment benefits and the role of caseworkers. (IZA discussion paper 9868), Bonn, 38 S.
Abstract
"A large literature has documented that the unemployment duration of unemployed individuals increases with the generosity of the unemployment insurance (UI) system, which has been interpreted as the disincentive effect of UI benefits. However, unemployed workers typically also have caseworkers assigned who are monitoring and assisting the job search efforts. These caseworkers may respond to differences in UI eligibility by shifting resources (financial or time) between unemployed individuals in order to counteract the moral hazard effect of UI benefits or to focus resources to where they have the largest effect. Depending on the motivations of the caseworker, the effectiveness of caseworker resources and the complementarity between these resources and UI benefits, the typical estimates of the disincentive effects of UI may be biased upwards or downwards in studies that compare workers within the same UI agency. We estimate whether caseworkers respond to the generosity of UI eligibility using a sharp regression discontinuity (RD) design in Germany, where potential UI durations vary with age. We show that across a wide variety of measures, including training programs, wage subsidies, personal meetings and sanctions, UI caseworkers do not treat unemployed with different eligibility differently. At best we find a very small effect that workers with shorter eligibility close to the exhaustion point are more likely to be assigned to training programs that prolong their UI eligibility. The typical RD estimates of the UI disincentive effects thus seem to be valid estimates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Stellungnahme zur Kombi-Rente: ein sozialpolitisches Vabanquespiel? (2016)
Schäfer, Ingo;Zitatform
Schäfer, Ingo (2016): Stellungnahme zur Kombi-Rente. Ein sozialpolitisches Vabanquespiel? Bremen, 13 S.
Abstract
"Im Interesse der Beschäftigten sind gleitende und sozial abgesicherte Übergänge vom Erwerbsleben in die Rente dringend geboten. Dass dieses Thema wieder auf der politischen Agenda steht, ist daher zu begrüßen. Die Teilrente ist dabei eins der vorgeschlagenen Instrumente. Auch die Koalition aus CDU/CSU und SPD im Bundestag schlägt dies in Form der 'Kombi-Rente' vor. Dabei soll ein reduziertes Erwerbseinkommen mit einer (Teil-)Altersrente ergänzt werden und so ein gleitender Übergang in die Altersrente ermöglicht werden.
Die Teilrente ist für gleitende Übergänge jedoch nur bedingt geeignet. So bezahlen die Beschäftigten den Übergang mit lebenslangen Abschlägen auf ihre Rente grundsätzlich selbst. Bei Übergängen, die regelmäßig mehrere Jahre umfassen, kommt außerdem der sozialen Absicherung des Lohneinkommens eine entscheidende Bedeutung zu. Diese ist jedoch aus systematischen Gründen kaum gegeben. Letztlich wird damit auch der Rentenbeginn als gesellschaftlich normiertes Ende der Erwerbsphase weiter aufgelöst. Die Kombi-Rente wird so zum sozialpolitischen Vabanquespiel für die Beschäftigten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
(K)ein Recht auf Ruhestand: zum Abschlussbericht der Koalitionsarbeitsgruppe "Flexible Übergänge" (2016)
Zitatform
Urban, Hans-Jürgen, Christoph Ehlscheid & Dirk Neumann (2016): (K)ein Recht auf Ruhestand. Zum Abschlussbericht der Koalitionsarbeitsgruppe "Flexible Übergänge". In: Soziale Sicherheit, Jg. 65, H. 2, S. 67-73.
Abstract
"Seit Juni 2014 hatte sich eine Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD mit 'flexiblen Übergängen ' aus der Arbeit in die Rente beschäftigt. Im November 2015 legte die Arbeitsgruppe schließlich - mit einjähriger Verspätung - ihren Abschlussbericht vor. Auf Basis dieser Vorgaben arbeitet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) an einem Referentenentwurf zu einem neuen Gesetz. Worauf laufen die Vorschläge der Koalitionäre zu 'flexiblen Übergängen' hinaus und was ist davon zu halten? Hier erfolgt eine Bewertung aus Sicht der IG Metall." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Further training for older workers: A solution for an ageing labour force? (2016)
Zboralski-Avidan, Hila;Zitatform
Zboralski-Avidan, Hila (2016): Further training for older workers: A solution for an ageing labour force? Frankfurt am Main: Lang, 267 S.
Abstract
"Aufgrund von arbeitsmarktpolitischen Reformen hat sich in Deutschland die Erwerbsbeteiligung älterer Beschäftigter erhöht. Angesichts eines möglichen Erhalts des Qualifikationsniveaus, der Beschäftigungsfähigkeit und des wirtschaftlichen Potentials älterer Arbeitnehmer muss der beruflichen Weiterbildung zunehmend Bedeutung beigemessen werden. Darüber hinaus scheint die Notwendigkeit einer verlängerten Lebensarbeitszeit mit einem Anstieg von jenen älteren Erwerbstätigen einherzugehen, die nur eine geringe Arbeitszufriedenheit aufweisen und infolgedessen wesentlich häufiger dazu neigen, Frühverrentungsoptionen in Anspruch zu nehmen. Da empirischen Studien zufolge ein enger Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit und dem individuellen Arbeitsmarktverhalten besteht, sollten in der Arbeitsmarktforschung die Einflussfaktoren auf die Arbeitszufriedenheit älterer Beschäftigter, wie es beispielsweise die Weiterbildungsbeteiligung sein könnte, stärker berücksichtigt und analysiert werden. Dementsprechend setzt sich die vorliegende Studie mit folgenden Forschungsfragen auseinander. Erstens soll allgemein untersucht werden, ob in den letzten Jahren ein Anstieg der beruflichen Weiterbildungsbeteiligung älterer Beschäftigter festgestellt werden kann. Zweitens wird analysiert, welchen Einfluss die Weiterbildungsbeteiligung auf deren Arbeitszufriedenheit hat und welche Unterschiede hierbei zwischen der beruflichen Stellung älterer Arbeitnehmer ausgemacht werden können. Zur Bearbeitung dieser zwei Forschungsfragen werden die Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 2000, 2004 und 2008 ausgewertet. Zunächst wird in einer Querschnitt-Trendanalyse geprüft und nachgezeichnet, wie sich die Weiterbildungsbeteiligung von Arbeitnehmern im Alter von 55 bis 64 Jahren entwickelt hat. Anschließend wird der Zusammenhang zwischen Weiterbildungsbeteiligung und Arbeitszufriedenheit älterer Beschäftigter im Quer- und Längsschnitt untersucht, wofür sowohl ein gepoolter Datensatz als auch das Paneldesign des SOEP genutzt wird. Zum einen deuten die Ergebnisse der empirischen Analysen darauf hin, dass sich die Weiterbildungsbeteiligung älterer Beschäftigter im Zeitverlauf erhöht hat. Dieser stetige Trend zeigt, dass betriebliche Investitionen in das Humankapital älterer Arbeitnehmer als wachsendes Beschäftigungssegment auf dem Arbeitsmarkt zunehmend wichtiger werden. Zum anderen wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der Weiterbildungsbeteiligung und der Arbeitszufriedenheit von älteren Erwerbstätigen und insbesondere von gewerblichen Arbeitern gefunden. Unter Berücksichtigung ökonomischer Implikationen, die mit der durch Weiterbildung erhöhten Arbeitszufriedenheit älterer Beschäftigter verbunden sind, könnten aus diesem Befund entsprechende bildungs- und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen abgeleitet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Blickpunkt Arbeitsmarkt: Situation von Älteren (2016)
Abstract
"- Die Bevölkerungsstärke der 55- bis unter 65-Jährigen hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wird auch in den nächsten Jahren weiter wachsen.
- Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre erhöht seit 2012 die Bedeutung von Personen über 65 Jahre am Arbeitsmarkt.
- Ältere nehmen immer häufiger am Erwerbsleben teil: Die Erwerbstätigenquote der Personen zwischen 55 bis unter 65 Jahren ist in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen als die der 15- bis unter 65-Jährigen.
- In Deutschland ist die Erwerbstätigenquote von 55- bis unter 65-Jährigen, verglichen mit anderen europäischen Ländern, überdurchschnittlich hoch.
- Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Altersklasse 55 bis unter 65 ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Insbesondere die Zahl der weiblichen Beschäftigten hat zugenommen. Das ist nicht nur eine Folge der gewachsenen Bevölkerungsstärke.
- Die Beschäftigungsquote der 55- bis unter 60-Jährigen ist etwas höher als in allen Altersklassen. 60- bis unter 65-Jährige sind wegen der Übergänge in den Ruhestand seltener beschäftigt.
- Ältere arbeiten - auch wegen der Nutzung von Altersteilzeitmodellen - häufiger weniger als die tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit.
- Die Zahl der Älteren in Minijobs ist in den letzten Jahren überdurchschnittlich gestiegen.
- Ältere sind stärker als der Durchschnitt von Arbeitslosigkeit betroffen. Wegen des Wegfalls vorruhestandsähnlicher Re-gelungen ist die registrierte Arbeitslosigkeit gestiegen.
- Die Arbeitslosenquote Älterer ist rückläufig.
- Die Unterbeschäftigung Älterer ist in den letzten Jahren gesunken.
- In den letzten Jahren begannen weniger Menschen eine Maßnahme aktiver Arbeitsmarktpolitik. Die Förderung Älterer ging im gleichen Maße zurück wie im Durchschnitt über alle Altersklassen.
- Ältere Arbeitslose sind vergleichsweise häufig langzeitarbeitslos und schwerbehindert. Sie weisen jedoch seltener als Jüngere eine fehlende formale Qualifikation auf.
- Das Risiko arbeitslos zu werden, ist für Ältere geringer als für Jüngere. Gleichzeitig ist es für Ältere schwieriger Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Auswirkungen der Rente ab 63 Jahren nach langjährigen Beitragszeiten auf den Arbeitsmarkt: Berichtsmonat: Dezember 2015. Hintergrundinformation (2016)
Abstract
"Zum 1. Juli 2014 trat das Gesetz über Leistungsverbesserung in der Rentenversicherung in Kraft. Das Gesetz ermöglicht langjährig Versicherten, die das 63. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 45 Beitragsjahre vorweisen können, abschlagsfrei in Altersrente zu gehen. Die deutsche Rentenversicherung hat in der zweiten Jahreshälfte 2014 etwa 136.000 entsprechende Rentenzugänge registriert. Diese Hintergrundinformation erlaubt eine erste Einschätzung darüber, in welchem Umfang sich die Möglichkeit, früher aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt.
Mit Daten aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit kann gezeigt werden, wie sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der betroffenen Altersgruppe ab 63 Lebensjahren entwickelt hat. Angaben zur Beschäftigung liegen bis zum 30. Juni 2015 vor. Die Daten sind noch vorläufig und wurden auf Basis von Ergebnissen mit 2-monatiger Wartezeit hochgerechnet. Detailliertere Ergebnisse auf Basis der endgültigen Werte liegen quartalsweise vor und haben eine Wartezeit von 6 Monaten.
In den Statistiken zu den Arbeitsuchenden und den Arbeitslosen können Personen in der betroffenen Altersgruppen danach unterschieden werden, ob sie ihre Arbeitslosigkeit oder ihre Arbeitsuche mit dem Abgangsgrund 'Ausscheiden aus dem Erwerbsleben' beendet haben. Es wird unterstellt, dass in dieser Altersgruppe der Abgangsgrund 'Ausscheiden aus dem Erwerbsleben' dem Beginn des Bezugs von Altersruhegeld entspricht. Darüber hinaus können in den Statistiken zu Empfängern von Arbeitslosengeld Abgänge mit dem Beendigungsgrund 'Altersrente' identifiziert werden; Angaben stehen dort nach 2 Monaten Wartezeit zur Verfügung." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Opening the blackbox: How does labor market policy affect the job seekers' behavior?: a field experiment (2015)
Zitatform
Arni, Patrick (2015): Opening the blackbox: How does labor market policy affect the job seekers' behavior? A field experiment. (IZA discussion paper 9617), Bonn, 59 S.
Abstract
"Empirically, not much is known about the mechanisms how labor market programs like job search assistance and training operate to support finding a job. This paper provides novel evidence to open the 'blackbox': it causally links the program interventions to the dynamics of search behavior, beliefs and non-cognitive skills. The study is based on a unique combination of a randomized field experiment with detailed register data and a panel of repeated surveys. The tested coaching program, focused on older job seekers, turns out to increase the job finding of participants by 9 percentage points (72% vs. 63% in the control group). The treatment effect is driven by a reduction of reservation wages and an increase in search efficiency. Moreover, I find short-run effects on motivation, self-confidence and beliefs. The job seekers overestimate their chances slightly less with respect to job interviews and salaries. Overall, the focus on realistic expectations and on search strategy appears to be important for program success. The experiment shows that evaluation designs which directly assess behavior can provide a fruitful base for targeted policy design." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Cumulative (dis)advantage? The impact of labour market policies on late career employment from a life course perspective (2015)
Zitatform
Bennett, Jenny & Katja Möhring (2015): Cumulative (dis)advantage? The impact of labour market policies on late career employment from a life course perspective. In: Journal of social policy, Jg. 44, H. 2, S. 213-233. DOI:10.1017/S0047279414000816
Abstract
"We investigate the labour market situation of older individuals in Europe in relation to their previous employment history as well as the regulations relating to employment protection legislation and early retirement. Specifically, we look at the competing risks of early retirement and late career unemployment. The central research question is whether policy effects differ according to the characteristics of an individual's previous work history. We employ data for twelve European countries from the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARELIFE) and estimate multilevel regression models. The results show different mechanisms for the risks of unemployment and early retirement. Late career unemployment results from individual factors related to fragmented careers, marginal employment and short tenures. In the case of early retirement, we find the interplay of individual and policy factors to be crucial. Persons with consistent careers have an increased probability of early retirement, but only in countries with generous early retirement benefits. However, employment protection legislation appears to counteract early retirement for this group of individuals. We conclude that policy factors do not have uniform effects for older individuals, but should rather be viewed against the background of previous developments in individual career paths." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Liquidity in retirement savings systems: an international comparison (2015)
Zitatform
Beshears, John, James J. Choi, Joshua Hurwitz, David Laibson & Brigitte C. Madrian (2015): Liquidity in retirement savings systems. An international comparison. In: The American economic review, Jg. 105, H. 5, S. 420-425. DOI:10.1257/aer.p20151004
Abstract
"We compare the liquidity that six developed countries have built into their employer-based defined contribution (DC) retirement schemes. In Germany, Singapore, and the UK, withdrawals are essentially banned no matter what kind of transitory income shock the household realizes. By contrast, in Canada and Australia, liquidity is state-contingent. For a middle-income household, DC accounts are completely illiquid unless annual income falls substantially, in which case DC assets become highly liquid. The US stands alone in the universally high liquidity of its DC system: whether or not income falls, the penalties for early withdrawal are low or non-existent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Coaching, counseling, case-working: do they help the older unemployed out of benefit receipt and back into the labor market? (2015)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Brändle (2015): Coaching, counseling, case-working. Do they help the older unemployed out of benefit receipt and back into the labor market? (IAW-Diskussionspapiere 115), Tübingen, 42 S.
Abstract
"Job search assistance and intensified counseling have been found to be effective for labor market integration by a large number of studies, but the evidence for older and hard-to-place unemployed individuals more specifically is mixed. In this paper we present key results from the evaluation of 'Perspektive 50plus', a large-scale active labor market program directed at the older unemployed in Germany. To identify the treatment effects, we exploit regional variation in program participation. Based on survey evidence, we argue that participation of regions is not endogenous in the vast majority of cases. We use a combination of different evaluation estimators to check the sensitivity of the results to selection, substitution and local labor market effects. We find large positive effects of the program in the range of five to ten percentage points on integration into unsubsidized employment. However, there are also substantial lock-in effects, such that program participants have a higher probability of remaining on public welfare benefit receipt for up to one year after commencing the program." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Coaching, counseling, case-working: do they help the older unemployed out of benefit receipt and back into the labor market? (2015)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Brändle (2015): Coaching, counseling, case-working. Do they help the older unemployed out of benefit receipt and back into the labor market? (IZA discussion paper 8811), Bonn, 42 S.
Abstract
"Job search assistance and intensified counseling have been found to be effective for labor market integration by a large number of studies, but the evidence for older and hard-to-place unemployed individuals more specifically is mixed. In this paper we present key results from the evaluation of 'Perspektive 50plus', a large-scale active labor market program directed at the older unemployed in Germany. To identify the treatment effects, we exploit regional variation in program participation. Based on survey evidence, we argue that participation of regions is not endogenous in the vast majority of cases. We use a combination of different evaluation estimators to check the sensitivity of the results to selection, substitution and local labor market effects. We find large positive effects of the program in the range of five to ten percentage points on integration into unsubsidized employment. However, there are also substantial lock-in effects, such that program participants have a higher probability of remaining on public welfare benefit receipt for up to one year after commencing the program." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
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- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
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