Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
Zurück zur Übersicht- Grundlagenbeiträge
- Methoden und Datensatzbeschreibungen
-
Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
-
Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
-
Literaturhinweis
Social Scoring: Evaluation qualifizierender Beschäftigung (2008)
Ernst, Stefanie; Pokora, Felizitas; Hartwig, Uwe;Zitatform
Ernst, Stefanie, Uwe Hartwig & Felizitas Pokora (2008): Social Scoring: Evaluation qualifizierender Beschäftigung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 5, S. 267-273. DOI:10.5771/0342-300X-2008-5-267
Abstract
"Arbeitsmarktpolitische Beschäftigungsmaßnahmen werden zumeist nach ihren Eingliederungsquoten in den ersten Arbeitsmarkt evaluiert. Es fehlen jedoch Kriterien und Verfahren, die den Beitrag solcher Maßnahmen zu Beschäftigungsfähigkeit und Teilhabechancen der Teilnehmer unterhalb der erfolgreichen Arbeitsmarktintegration messen können. Nur so kann erkennbar werden, ob sie den Übergang von gering qualifizierten Erwachsenen, älteren Arbeitnehmern, Jugendlichen ohne Schulabschluss und Menschen mit geringem kulturellem Kapital aus längerer Arbeitslosigkeit in die vollständige soziale Exklusion verhindern und größere Nähe zum ersten Arbeitsmarkt schaffen. Der Beitrag zeigt anhand von Vorstudien in zwei der bundesweit größten Qualifizierungs- und Beschäftigungsunternehmen, wie mithilfe einer erweiterten Social Balanced Scorecard der Erfolg qualifizierender Beschäftigung in den Dimensionen Empowerment und soziale Teilhabe gemessen werden kann. Deutlich wird, dass die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen bisher nicht auf die wachsenden Selbstorganisations- und Lebensführungszwänge des ersten Arbeitsmarkts vorbereiten, die von leistungsgeminderten und mehrfach eingeschränkten Langzeitarbeitslosen ohne Förderung kaum zu erfüllen sind. Gleichwohl ermöglichen sie Kompetenzsteigerung und Empowerment-Prozesse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die "Aufsuchende Vermittlungsunterstützung" und ihre Ausdifferenzierungen: Bericht der begleitenden Evaluierung (2008)
Hausegger, Trude; Hager, Isabella; Buzek, Andreas; Reiter, Andrea;Zitatform
Hausegger, Trude, Andreas Buzek, Isabella Hager & Andrea Reiter (2008): Die "Aufsuchende Vermittlungsunterstützung" und ihre Ausdifferenzierungen. Bericht der begleitenden Evaluierung. (AMS-Arbeitsmarktstrukturberichte), Wien, 66 S.
Abstract
"Der Bericht bespricht die Ergebnisse der Evaluierung der sogenannten 'Aufsuchenden Vermittlungsunterstützung'. Diese Beratungsleistung wird seit 1.3.2006 für die Zielgruppe 'langzeitbeschäftigungsloser' und die Zielgruppe 'langzeitbeschäftigungsloser' und 'REHA' codierter KundInnen des AMS Wien angeboten. Die 'Aufsuchende Vermittlungsunterstützung' wurde 1997 von der Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung entwickelt und wird mittlerweile in unterschiedlichen Bundesländern für verschiedene Zielgruppen und von einem mittlerweile recht breiten Spektrum an Trägerorganisationen realisiert. Laut Konzept soll die Aufsuchende Vermittlungsunterstützung bei jenen Personengruppen Einsatz finden, bei denen andere arbeitsmarktpolitische Interventionen (wie Beratung, Coaching, Aktivierung, Motivation und schließl. Qualifizierung) nicht die erwarteten Integrationserfolge nach sich zogen. Mit der Umsetzung der Aufsuchenden Vermittlungsstützung waren fünf Organisationen beauftragt. Für diesen Bericht wurden aufgrund der detailreichen Auswertungen der Vorgangsweisen und Ergebnisse die untersuchten Beratungsorganisationen anonymisiert. Vier der fünf Organisationen (im Folgenden die Organisationen Alpha, Beta, Gamma und Epsilon) hatten als Zielgruppe langzeitbeschäftigungslose KundInnen des AMS Wien zu betreuen. Delta war als einzige hier untersuchte Organisation für die Vermittlungsunterstützung von langzeitbeschäftigungslosen und REHA codierten KundInnen zuständig." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Evaluierung der Förderung betrieblicher Weiterbildung: Zielgruppenorientierung von "Qualifizierungsförderung für Beschäftigte" und "Qualifizierungsberatung für Betriebe" des AMS (2008)
Mahringer, Helmut;Zitatform
Mahringer, Helmut (2008): Evaluierung der Förderung betrieblicher Weiterbildung. Zielgruppenorientierung von "Qualifizierungsförderung für Beschäftigte" und "Qualifizierungsberatung für Betriebe" des AMS. In: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung. Monatsberichte, Jg. 81, H. 1, S. 43-61.
Abstract
"Die Weiterbildungsbeteiligung in Österreich sinkt mit dem Alter und steigt mit dem Bildungsgrad, ähnlich wie auch in anderen EU-Ländern. Zudem ist Österreich gerade im Bereich der betrieblichen Weiterbildung weit von der EU-Spitze entfernt. Das Arbeitsmarktservice bietet für weiterbildungsferne Zielgruppen - kofinanziert durch den Europäischen Sozialfonds - Förderungen für betriebliche Qualifizierungsmaßnahmen und Qualifizierungsberatung für Betriebe an, die vom WIFO evaluiert wurden. Dabei zeigen sich einerseits positive Effekte eines den Österreichischen Problemlagen adäquaten Förderungssystems. Andererseits wurden auch Spielräume zur weiteren Fokussierung und Ergänzung der Maßnahmen identifiziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeit lohnend machen, Tax Credits erfolgreich machen: eine Untersuchung unter spezieller Berücksichtigung berufstätiger Alleinerziehender (2008)
Zitatform
Millar, Jane (2008): Arbeit lohnend machen, Tax Credits erfolgreich machen. Eine Untersuchung unter spezieller Berücksichtigung berufstätiger Alleinerziehender. In: Internationale Revue für soziale Sicherheit, Jg. 61, H. 2, S. 21-42. DOI:10.1111/j.1752-1726.2008.00308.x
Abstract
"Dieser Beitrag untersucht Ursprünge, Ziele und Konzeption der britischen Tax Credits und geht der Frage nach, inwiefern Tax Credits einen neuen Ansatz in der sozialen Sicherheit darstellen. Daran anschließend geht es um die Rolle, die diese Transfers bei der Unterstützung berufstätiger allein erziehender Mütter spielen. Dazu wurden die Erfahrungen von Familien mit nur einem Elternteil herangezogen, um zu untersuchen, wie sich Tax Credits auf diese ausgewirkt haben. Anhand der Untersuchung werden die Spannungen deutlich, die infolge von Änderungen in Familie und Beschäftigung und den Tax-Credit-Vorschriften, die das Melden von Änderungen in den Lebensverhältnissen und beim Einkommen verlangen, entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zielgruppenerreichung der berufsbezogenen ESF-BA-Sprachförderung für Arbeitslose mit Migrationshintergrund und Verbleib nach Maßnahmeende (2008)
Schweigard, Eva;Zitatform
Schweigard, Eva (2008): Zielgruppenerreichung der berufsbezogenen ESF-BA-Sprachförderung für Arbeitslose mit Migrationshintergrund und Verbleib nach Maßnahmeende. (IAB-Projektbericht), Nürnberg, 37 S.
Abstract
"Von Anfang 2000 bis Herbst 2008 wird die individuelle Arbeitsförderung nach dem SGB III mit dem bundesweiten ESF-BA-Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ergänzt. Das Programm setzt bei Lücken der gesetzlichen Förderung an. Der vorliegende Bericht führt Analysen zur Zielgruppenerreichung und zum Verbleib nach Maßnahmeende bis zum aktuellen Rand weiter und ergänzt diese um multivariate Analysen auf Basis eines logistischen Regressionsmodells. Die Untersuchungen werden jeweils um geschlechtsspezifische Aspekte erweitert. Ebenso erfolgt nun erstmals eine differenzierte Betrachtung der Förderentwicklung nach Bundesländern und nach Maßnahmeart (Vollzeit/ Teilzeit). In der folgenden Untersuchung geht es erstens um die Frage, welche unterschiedlichen Personengruppen von den Agenturen für Arbeit gefördert wurden und inwiefern sich diese Förderung im Zeitverlauf, also zwischen 2004 und 2006, geändert hat. Zweitens interessiert, ob die Eingliederungsquote in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nach Maßnahmeaustritt für die Teilnehmer 2006 im Vergleich zu den ersten Förderjahren 2004 und 2005 weiter niedrig bleibt oder vielleicht ein Anstieg festgestellt werden kann. Drittens wird anhand der multivariaten Analysen der Frage nachgegangen, welche Merkmale einen Einfluss in welchem Ausmaß auf den Erwerbsstatus nach der Teilnahme, hier ungeförderte Beschäftigung, haben. Im Kapitel 2 wird auf den Förderansatz und die Förderentwicklung der berufsbezogenen Sprachkurse von September 2004 bis Dezember 2006 eingegangen. Im Anschluss daran werden die bisherigen methodischen Grenzen und Möglichkeiten der Begleitforschung bezogen auf die noch nicht in den Datenbanken der BA erfassten Deutschkenntnisse und des Migrationshintergrund vorgestellt. Unter Berücksichtigung von personellen Merkmalen der Teilnehmer (wie z.B. schulische und berufliche Bildung, Alter, gesundheitliche Einschränkung) und erwerbsbiografischen (Arbeitslosendauer, Bezug von Arbeitslosengeld/ Arbeitslosenhilfe) wird die Zielgruppenerreichung der berufsbezogenen Maßnahmen betrachtet. In Kapitel vier werden die Ergebnisse der Verbleibsanalysen bis zum aktuellen Rand (September 2007) vorgestellt und über den Einfluss relevanter Merkmale auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit nach sechs bzw. zwölf Monaten nach Maßnahmeaustritt informiert. Die zentralen Befunde werden dann in Kapitel fünf kurz zusammengefasst. Abschließend wird ein Ausblick auf die Neufassung der berufsbezogenen Sprachkurse in der ESF-Förderperiode 2007-2013 gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufsbezogene Sprachkurse für Arbeitslose mit Migrationshintergrund als Instrument aktiver Arbeitsmarktförderung: Ergebnisse der Begleitforschung (2008)
Schweigard, Eva;Zitatform
Schweigard, Eva (2008): Berufsbezogene Sprachkurse für Arbeitslose mit Migrationshintergrund als Instrument aktiver Arbeitsmarktförderung. Ergebnisse der Begleitforschung. In: Migration und Soziale Arbeit, Jg. 30, H. 3/4, S. 244-250. DOI:10.3262/MIG0804244
Abstract
"Der Beitrag entstand im Rahmen der Mitarbeit am Projekt des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zur Begleitforschung des ESF-BA-Programms. Er stellt die bisherigen Ergebnisse zur Umsetzung der berufsbezogenen Sprachkurse vor. Die hier vorgestellten Auswertungen beruhen auf Prozessdaten der BA auf Individualebene für Eintritte bis Ende 2006. Dabei geht es erstens um die Frage, welche unterschiedlichen Personengruppen von den AA gefördert wurden. Zweitens interessiert, wieviele Arbeitslose sich sechs Monate nach Maßnahmeaustritt in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung befinden bzw. wieviele (wieder) arbeitslos gemeldet sind. Abschließend wird ein Ausblick auf die Neufassung der berufsbezogenen Sprachkurse in der ESF-Förderperiode 2007-2013 gegeben." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Evaluation des Eingliederungsprogramms "Programm 18 des Kinder- und Jugendplans: Eingliederung junger Menschen mit Migrationshintergrund": Abschlussbericht 2008 (2008)
Sommer, Jörn; Will, Anne-Kathrin;Zitatform
Sommer, Jörn & Anne-Kathrin Will (2008): Evaluation des Eingliederungsprogramms "Programm 18 des Kinder- und Jugendplans: Eingliederung junger Menschen mit Migrationshintergrund". Abschlussbericht 2008. Berlin, 157 S.
Abstract
"Um die Angebote von Regelinstitutionen (z. B. Schulen, Jugendhilfe, Sozialberatungen) für Migrantinnen und Migranten zugänglicher zu machen, sie zu öffnen oder Lücken in der Beratung zu schließen, ist eine Vielzahl spezialisierter Institutionen entstanden, die teils auf jahrzehntelange Erfahrungen zurückblicken können. Zu diesen zählen die inzwischen ca. 395 (Juli 2008) aus den Jugendgemeinschaftswerken hervorgegangenen Jugendmigrationsdienste (nachfolgend JMD). Ihre Zielgruppe sind 12- bis 27-Jährige mit Migrationshintergrund, im Untersuchungszeitraum insbesondere neu zugewanderte im nicht mehr schulpflichtigen Alter. Das BMFSFJ fördert die JMD im Rahmen des Programms 'Eingliederung junger Menschen mit Migrationshintergrund' und hat die GIB Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung mbH, Berlin im September 2006 mit der Evaluation des Programms beauftragt. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei die Wirksamkeit des Instruments des 'Integrationsförderplans'. In den folgenden Kapiteln werden wir zunächst den Kontext der Untersuchung inklusive des Untersuchungsdesigns (Kapitel I) und die Datenbasis der Analysen (Kapitel II) darlegen. Die Dokumentation der inhaltlichen Ergebnisse gliedert sich sodann in eine Beschreibung, wie individuelle Integrationsförderplanung in den JMD umgesetzt wird (Kapitel III) und welchen Einfluss diese Integrationsförderplanung auf die Integrationsverläufe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund nimmt (Kapitel IV). Vertiefende Analysen umfassen anschließend eine Gegenüberstellung von begleiteten und nicht begleiteten jungen Menschen und ihren Integrationsverläufen (Kapitel V) und Gender-Differenzierungen (Kapitel VI). Auf spezifische Fragestellungen zur Zielgruppenerreichung geht Kapitel VII ein, während Kapitel VIII qualitative Ergebnisse aus verschiedenen Workshops zusammenfasst. Eine Zusammenfassung und resultierende Empfehlungen gibt schließlich Kapitel IX." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
"Ein-Euro-Jobs" - ihre Bedeutung für Arbeitsuchende mit Migrationshintergrund: Darstellung ausgewählter Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland. Nachdruck einer Sonderauswertung für die Kompetenzplattform "Migration, interkulturelle Bildung und Organisationsentwicklung" an der Fachhochschule Köln (2008)
Wiedemeyer, Michael;Zitatform
Wiedemeyer, Michael (2008): "Ein-Euro-Jobs" - ihre Bedeutung für Arbeitsuchende mit Migrationshintergrund. Darstellung ausgewählter Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland. Nachdruck einer Sonderauswertung für die Kompetenzplattform "Migration, interkulturelle Bildung und Organisationsentwicklung" an der Fachhochschule Köln. (iPEK-Publikationen 2008/02), Köln, 33 S.
Abstract
"Dieser Bericht dokumentiert die Ergebnisse einer Sonderauswertung, die mit Datenmaterial aus einem umfangreichen empirischen Forschungsprojekt durchgeführt wurde. Das ursprüngliche Forschungsvorhaben zur 'Umsetzung von Arbeitsgelegenheiten für Langzeitarbeitslose nach SGB II in Mitgliedseinrichtungen des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche im Rheinland' wurde vom Autor in den Jahren 2005 bis 2007 realisiert. Die empirischen Erhebungen wurden im März 2007 abgeschlossen; die Veröffentlichung der Auswertungsergebnisse erfolgte im Herbst 2007. Für die Kompetenzplattform 'Migration, interkulturelle Bildung und Organisationsentwicklung' an der Fachhochschule Köln wurde im Anschluss die hier kommentierte zusätzliche Auswertung vorgenommen. Dabei richtete sich der Fokus der Betrachtung besonders auf die Personengruppe der Menschen mit Migrationshintergrund. (...) Zu Forschungszwecken wurden in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie Saarland insgesamt 21 Beschäftigungsträger in 14 Standorten teils mehrfach aufgesucht. Realisiert wurde eine zweistufige Erhebungsstrategie, in der verschiedene empirische Instrumente zum Einsatz kamen. Mittels eines differenzierten Sets quantitativer und qualitativer Erhebungsinstrumente wurden einerseits Beschäftigungsträger befragt, also die Betriebe und Einrichtungen, die die Arbeitsgelegenheiten vor Ort umsetzen; andererseits wurden TeilnehmerInnen an diesen Maßnahmen, d.h. die 'Ein-Euro-Kräfte', interviewt. (...) Im Sommer 2006 (...) wurden 263 "Ein-Euro-Kräfte" in Einzelgesprächen mittels eines standardisierten Fragebogens interviewt. Im Februar 2007 fand dann bei diesem Personenkreis eine telefonische Nacherhebung statt, mit der noch einmal annähernd 50% der Erstbefragten (127 Personen) erreicht wurden. Mit dieser Telefonbefragung wurde die Teilnehmererstbefragung um die Dimension der Längsschnittanalyse erweitert. Die nachfolgend präsentierten Ergebnisse der Sonderauswertung speisen sich überwiegend aus dem durch diese beiden Teilnehmerbefragungen gewonnenen empirischen Material. Dabei wurde eine tiefer gehende Differenzierung der Ergebnisse vorgenommen, insofern speziell die Antworten der Arbeitsuchenden mit Migrationshintergrund herausgearbeitet und ausgewertet wurden" (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Evaluation of the fair cities pilots 2006: second interim report (2007)
Atkinson, John; Dewson, Sara; Casebourne, Jo; Tackey, Nii Djan;Zitatform
Atkinson, John, Sara Dewson, Jo Casebourne & Nii Djan Tackey (2007): Evaluation of the fair cities pilots 2006. Second interim report. (Department of Work and Pensions. Research report 428), London, 158 S.
Abstract
"Fair Cities pilots have been established in Birmingham, Bradford and Brent to test an employer-led model for increasing the employment rates of ethnic minorities in disadvantaged wards and to meet employer demand for job-ready candidates. The report provides an update on progress in achieving Fair Cities targets and further insight into the experiences of the pilot teams in delivering an innovative labour market programme." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Which program for whom?: evidence on the comparative effectiveness of public sponsored training programs in Germany (2007)
Zitatform
Biewen, Martin, Bernd Fitzenberger, Aderonke Osikominu & Marie Waller (2007): Which program for whom? Evidence on the comparative effectiveness of public sponsored training programs in Germany. (IZA discussion paper 2885), Bonn, 67 S.
Abstract
"We use a new and exceptionally rich administrative data set for Germany to evaluate the employment effects of a variety of public sponsored training programs in the early 2000s. Building on the work of Sianesi (2003, 2004), we employ propensity score matching methods in a dynamic, multiple treatment framework in order to address program heterogeneity and dynamic selection into programs. Our results suggest that in West Germany both short-term and medium-term programs show considerable employment effects for certain population subgroups but in some cases the effects are zero in the medium run. Short-term programs are surprisingly effective when compared to the traditional and more expensive longer-term programs. With a few exceptions, we find little evidence for significant positive treatment effects in East Germany. There is some evidence that the employment effects decline for older workers and for low-skilled workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Zur Wirksamkeit von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik (2007)
Zitatform
Bohlinger, Sandra (2007): Zur Wirksamkeit von Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 16, H. 2, S. 132-147. DOI:10.1515/arbeit-2007-0206
Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach der Wirksamkeit der Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik (ALMP - activc labour market policies) nach, die seit mittlerweile rund 20 Jahren als politische Strategie zur Reduktion von Arbeitslosigkeit eingesetzt werden. Im Zentrum steht dabei die, Förderung beruflicher Bildung zur Erhöhung der Arbeitsmarktteilhabe. Ausgangspunkt bildet die Ausgabenentwicklung und -verteilung von ALMP in Deutschland und Europa. Daran anschließend werden die Probleme der Erfassung und des Nachweises der Wirksamkeit von ALMP skizziert und Befunde über die Impacts unterschiedlicher ALMP-Typen im deutschen und internationalen Kontext vorgestellt. Daraus lässt sich eine Reihe von Erkenntnissen ableiten, die als Voraussetzung für die Konzeption erfolgreicher ALMP gelten und Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung aktiver Arbeitsmarktpolitik zulassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Untersuchung der beschäftigungs- und finanzpolitischen Auswirkungen des Bofinger/Walwei-Konzepts zur Neuordnung des Niedriglohnbereichs (2007)
Bonin, Holger ; Rinne, Ulf ; Zinsmeister, Florian; Slacalek, Jiri; Dreger, Christian ; Schneider, Hilmar; Klär, Erik;Zitatform
Bonin, Holger, Ulf Rinne, Hilmar Schneider, Christian Dreger, Erik Klär, Jiri Slacalek & Florian Zinsmeister (2007): Untersuchung der beschäftigungs- und finanzpolitischen Auswirkungen des Bofinger/Walwei-Konzepts zur Neuordnung des Niedriglohnbereichs. (IZA research report 11), Bonn u.a., 109 S.
Abstract
"Dieser Bericht untersucht die möglichen Beschäftigungseffekte und fiskalischen Effekte des von Peter Bofinger und Ulrich Walwei vorgeschlagenen Konzepts zur Förderung Existenz sichernder Beschäftigung. Das Konzept zielt im Kern darauf ab, die bisherige staatliche Förderung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse aufzugeben. Stattdessen sollen über ein neuartiges System von Einkommensteuergutschriften Anreize geschaffen werden, auch Teil- und Vollzeitarbeitsplätze anzunehmen, die nur ein geringes Markteinkommen bieten. Indem der Staat niedrige, aber Existenz sichernde Einkommen bezuschusst, soll der Tendenz, Arbeitslosengeld II durch Hinzuverdienst in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen aufzustocken, begegnet werden.
Das Konzept von Bofinger und Walwei lässt sich durch vier Elemente charakterisieren: (i) die Abschaffung abgabenbegünstigter geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse (Mini- und Midi-Jobs), (ii) die Verschlechterung der Hinzuverdienstmöglichkeiten für erwerbstätige erwerbsfähige Hilfeempfänger, (iii) die Einführung einer Steuergutschrift zur teilweisen oder vollständigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bei niedrigen Einkommen, sowie (iv) die Einführung einer Steuergutschrift zur Gewährung eines bedarfsgerechten erhöhten Kindergelds im unteren und mittleren Einkommensbereich.
Das Gutachten analysiert die Wirkungen dieser vier Elemente auf Grundlage eines mikroökonomischen Simulationsmodells. Betrachtet man alle vier Elemente des Konzepts von Bofinger- und Walwei zusammen, erhöht das Konzept das Arbeitsangebot gegenüber dem Status quo um 46 Tsd. Personen. In Vollzeitäquivalenten gerechnet, steigt das Arbeitsangebot sogar um 146 Tsd. Der Grund für diesen stärkeren Effekt ist, dass das Modell viele in der Ausgangslage bereits Beschäftigte anregt, ihre Arbeitszeit auszuweiten und statt einer geringfügigen Tätigkeit eine Vollzeittätigkeit im Umfang über 30 Stunden wöchentlich zu suchen. Das Konzept von Bofinger und Walwei wirkt also in die intendierte Richtung. Im Vergleich mit anderen vorliegenden Konzepten zur Belebung des Arbeitsmarkts im Niedriglohnbereich - etwa dem vom Sachverständigenrat vorgeschlagenen Maßnahmenbündel, dem ifo-Modell oder dem Workfare-Konzept - ist die erwartete Belebung des Arbeitsangebots durch das Bofinger-Walwei-Modell allerdings klein." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Hier finden Sie das Bofinger-Walwei-Gutachten. -
Literaturhinweis
Arbeitslose mit Migrationshintergrund: Sprachförderung allein greift häufig zu kurz (2007)
Deeke, Axel;Zitatform
Deeke, Axel (2007): Arbeitslose mit Migrationshintergrund: Sprachförderung allein greift häufig zu kurz. (IAB-Kurzbericht 03/2007), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Unzureichende Deutschkenntnisse erschweren die Integration am Arbeitsmarkt. Deshalb fördert die BA mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds die Teilnahme von Arbeitslosen mit Migrationshintergrund an berufsbezogenen Sprachkursen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass sie Arbeitslosengeld im Rechtskreis des SGB III beziehen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sechs Monate nach Maßnahmeende arbeitslos gemeldet ist. Eine anschließende Teilnahme an anderen Maßnahmen gibt es nur selten, und nur eine Minderheit schafft den Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Offenkundig ist der Erwerb berufsbezogener Deutschkenntnisse eine notwendige, aber keine hinreichende Voraussetzung für bessere Beschäftigungschancen. Denn rund die Hälfte der bisher geförderten Personen hat keinen Hauptschulabschluss. Fast 90 Prozent haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Geringqualifizierte benötigen ergänzende Hilfen zur beruflichen Qualifizierung. Daneben erscheint wichtig, dass künftig auch Arbeitslose aus dem Rechtskreis des SGB II in die Sprachförderung einbezogen werden - zumal dort mehr Arbeitslose mit Migrationshintergrund zu finden sind als im Rechtskreis des SGB III." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Berufliche Rehabilitation im Kontext des SGB II (2007)
Dornette, Johanna; Schneider, Edina; Hobler, Dietmar; Rauch, Angela ; Zimmermann, Markus ; Behrens, Johann; Schubert, Michael ; Hauger, Marlies; Höhne, Anke; Hippmann, Cornelia;Zitatform
(2007): Berufliche Rehabilitation im Kontext des SGB II. (IAB-Bibliothek 309), Nürnberg, 94 S.
Abstract
"Die explorative Implementationsstudie hat eine Untersuchung der Konsequenzen des Inkrafttretens des SGB II mit den daraus folgenden Auswirkungen auf die Förderpraxis im Rahmen der beruflichen Rehabilitation zum Ziel. Ausgangspunkt ist ein, vor allem im Jahr 2005 aufgetretener Rückgang von Eintritten in Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation. In fokussierten, leitfadengestützten Experteninterviews in Arbeitsgemeinschaften (ARGEn), Optierenden Kommunen sowie Arbeitsagenturen wurden inner- und interbehördliche prozedurale Abläufe in den Informations-, Entscheidungs- und Kommunikationsprozessen untersucht. Dem Rückgang von Maßnahmeeintritten liegt ein mehrdimensionales Ursachengeflecht zugrunde: Vor allem im Jahr 2005 war die Arbeit der neuen SGB II-Träger geprägt von organisatorischen und institutionellen Aufbauprozessen. Aufgrund der Vielzahl der Herausforderungen war eine Aufgabenhierarchisierung notwendig, wobei die finanzielle Leistungsgewährung im Vordergrund stand. Dem erhöhten Betreuungsbedarf von Personen mit spezifischen Problemlagen, zu denen auch gesundheitliche Beeinträchtigungen zählen, konnte nicht hinreichend Rechnung getragen werden. Zudem ergaben sich durch die Bildung der neuen Institutionen große personelle Umstrukturierungen. Neben einem Personalwechsel von den Agenturen und Sozialämtern in die ARGEn und Optierenden Kommunen wurde der erhöhte Personalbedarf durch die Gewinnung externer Mitarbeiter gedeckt. Dies führte zu einem überaus heterogenen Wissenshintergrund im Bereich der Arbeitsberatung und -vermittlung. Viele der (neuen) Mitarbeiter hatten Schwierigkeiten beim Erkennen und Bewerten von Rehabilitationsbedarfen, oftmals war kein rehabilitationsspezifisches Fachwissen vorhanden. Zudem ist die Handlungsmaxime der schnellstmöglichen Arbeitsintegration, wie sie in den SGB II-Institutionen verfolgt wird, nicht notwendigerweise kongruent dem Grundgedanken der beruflichen Rehabilitation. Damit würden oft die durch eine Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen erhöhten Chancen einer dauerhaften Eingliederung in den Arbeitsmarkt aus dem Blick gelassen. Die zusätzliche intensive Prüfung jedes individuellen Maßnahmebedarfs nach Effizienz- und Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten trägt ebenfalls zum Rückgang bei. Damit bekommen (in der Regel) nur diejenigen SGB II-Leistungsbezieher eine Rehabilitation, bei denen die Erfolgswahrscheinlichkeit hinreichend hoch ist. Aber auch potenzielle Rehabilitanden selbst zögern, Rehabilitationsmaßnahmen in Betracht zu ziehen. So führt die Festschreibung des finanziellen Status auf Grundsicherungsniveau über die gesamte Maßnahmedauer, welche bis zu zwei Jahre beträgt, häufig zum Verzicht der Betroffenen auf diese spezifischen Teilhabeleistungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wirkungsanalyse: Kurz und bündig - Trainingsmaßnahmen im SGB II (2007)
Zitatform
Jozwiak, Eva & Joachim Wolff (2007): Wirkungsanalyse: Kurz und bündig - Trainingsmaßnahmen im SGB II. (IAB-Kurzbericht 24/2007), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre zielen auf eine stärkere Aktivierung von Arbeitslosen. Ein Instrument hierbei sind kurze Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen im Rechtskreis des SGB II. Aktuelle Wirkungsanalysen zeigen, dass insbesondere betriebliche Trainingsmaßnahmen zur Eingliederung in Beschäftigung beitragen. Die Wirkung nichtbetrieblicher Trainingsmaßnahmen ist ebenfalls positiv, aber weit schwächer. Bereits im Jahr 2005, als das SGB II in Kraft trat, begannen über 400.000 Arbeitslosengeld-II-Bezieher eine Trainingsmaßnahme. Etwa 40 Prozent der Maßnahmen fanden in Betrieben statt. Dort nehmen eher Personen mit größerer Arbeitsmarktnähe teil. Die Maßnahmedauer beträgt sehr oft weniger als einen Monat, so dass es danach rasch zu Eingliederungswirkungen kommen kann. Für Teilnehmer an Trainingsmaßnahmen zeigen sich im Vergleich zur Kontrollgruppe Eingliederungswirkungen. Bei betrieblichen Trainingsmaßnahmen treten sie sehr rasch auf und sind bei weitem stärker als bei den nichtbetrieblichen. Für unter 25-Jährige sind die Eingliederungswirkungen niedriger als für ältere Teilnehmer. Teilnehmer, deren letzte reguläre Beschäftigung zwei bis vier Jahre vor der Teilnahme endete, werden effektiver in den Arbeitsmarkt eingegliedert als andere Teilnehmer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zur Eingliederung von Rehabilitanden in das Erwerbsleben nach Umschulung in Berufsförderungswerken: ein Prognosemodell (2007)
Köster, Torsten; Fehr, M.; Slesina, Wolfgang;Zitatform
Köster, Torsten, M. Fehr & Wolfgang Slesina (2007): Zur Eingliederung von Rehabilitanden in das Erwerbsleben nach Umschulung in Berufsförderungswerken. Ein Prognosemodell. In: Die Rehabilitation, Jg. 46, H. 5, S. 258-265. DOI:10.1055/s-2007-991140
Abstract
"Berufliche Rehabilitationsmaßnahmen bezwecken die Integration der Teilnehmer in das Erwerbsleben. In diesem Beitrag werden zentrale Ergebnisse einer Evaluationsstudie über berufliche Umschulungsmaßnahmen für Rehabilitanden vorgestellt. Ein wesentliches Untersuchungsziel bestand in der Identifizierung von prognostischen Faktoren der erfolgreichen beruflichen Eingliederung nach der Maßnahme. Drei Berufsförderungswerke beteiligten sich an dieser Kohortenstudie mit fünf Erhebungszeitpunkten. Indikatoren der Prozess- und Ergebnisqualität der zweijährigen Ausbildungsmaßnahmen wurden durch schriftliche Befragungen der Rehabilitanden gewonnen. Ausgehend von ihren Angaben bei Beginn der Maßnahme wurde ein Prognosemodell über die berufliche Integration der Teilnehmer ein Jahr nach Ausbildungsende erstellt. Ein Jahr nach Ausbildungsende waren 55% der Teilnehmer wieder erwerbstätig (abhängig beschäftigt oder selbständig). Das logistische Regressionsmodell zur Prognose der Rückkehr in das Erwerbsleben ergab sechs relevante Merkmale; damit konnten 77% der Integration bzw. Nichtrückkehr in Erwerbsarbeit für den Zeitpunkt 12 Monate nach Maßnahmeende korrekt vorausgesagt werden. Als wichtigster Prognosefaktor erwies sich die Arbeitsmarktsituation am Wohnort der Rehabilitanden. Weitere signifikante Merkmale waren Kontrollüberzeugung, Schulabschluss, Beeinträchtigung durch Schmerz, wahrgenommene soziale Unterstützung, Art des Umschulungsberufs. Weder das Merkmal Familienstand noch der Grad der Behinderung (GdB) trugen signifikant zur Prädiktion der beruflichen Eingliederung bei. Alter und Geschlecht waren nur in der univariaten Analyse bedeutsam. Es wurden mehrere Merkmale identifiziert, die wesentlich zur Prognose der beruflichen Integration nach zweijähriger beruflicher Umschulung beitragen. Manche dieser Merkmale wie Kontrollüberzeugung oder wahrgenommene soziale Unterstützung könnten Ansatzpunkte für spezifische unterstützende Maßnahmen bilden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitik: Wenig Betrieb auf neuen Wegen der beruflichen Weiterbildung (2007)
Lott, Margit; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Lott, Margit & Eugen Spitznagel (2007): Arbeitsmarktpolitik: Wenig Betrieb auf neuen Wegen der beruflichen Weiterbildung. (IAB-Kurzbericht 23/2007), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Bundesagentur für Arbeit fördert seit dem Jahr 2002 die berufliche Weiterbildung von älteren und geringqualifizierten Beschäftigten. Mit dem neuen WeGebAU-Programm sollten diese präventiven Instrumente gestärkt werden. Die Fördermöglichkeiten haben bisher aber wenig Anklang gefunden. Nur knapp die Hälfte aller Betriebe weiß davon, und nur ein Viertel von diesen hat die Möglichkeiten genutzt. Über drei Viertel der Betriebe haben die ihnen bekannten Instrumente nicht in Anspruch genommen, weil sie dafür keinen betrieblichen Bedarf sehen. Nur ein knappes Fünftel gibt an, es sei schwierig, die Mitarbeiter für die Zeit der Weiterbildung freizustellen. Relativ wenige nennen die Kosten, den Verwaltungsaufwand, die Organisationsprobleme der Förderung oder das fehlende Weiterbildungsinteresse der Arbeitnehmer als Hinderungsgründe. Gut die Hälfte der Betriebe, die Erfahrungen mit geförderter Weiterbildung haben, beurteilen deren Ergebnisse positiv. Etwa ein Drittel urteilt neutral und nur wenige eindeutig negativ. Die Arbeitgeberservices in den Agenturen für Arbeit könnten die Nutzung dieser Instrumente durch mehr Information und Werbung befördern, insbesondere bei kleineren Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Hartz IV - Zwischenbilanz und Perspektiven (2007)
Rudolph, Clarissa; Roth, Hugo L.; Auth, Diana ; Jäckle, Gerlind; Baethge-Kinsky, Volker; Knuth, Matthias ; Niekant, Renate; Langfeldt, Bettina ; Aust, Judtih; Lenhart, Karin; Bothfeld, Silke ; Müller-Schoell, Till; Tießler-Marenda, Elke; Reis, Claus; Ames, Anne; Wagner, Alexandra;Zitatform
Rudolph, Clarissa & Renate Niekant (Hrsg.) (2007): Hartz IV - Zwischenbilanz und Perspektiven. (Arbeit - Demokratie - Geschlecht 5), Düsseldorf: Verlag Westfälisches Dampfboot, 237 S.
Abstract
Der Band bilanziert die bisherigen Ergebnisse der Hartz-Reformen. Es wird insbesondere das Spannungsfeld zwischen offiziell formulierten Erwartungen und Leitbildern und der tatsächlichen Umsetzung beleuchtet. Der erste Teil des Bandes widmet sich grundlegenden Analysen der Bedeutung von Hartz IV für den Sozialstaat und möglichen Entwicklungslinien. Der zweite Teil einhält Studien zur Umsetzung von Hartz IV aus Genderperspektiven. Schwerpunkt des dritten Teils ist die Umsetzung des SGB II im Hinblick auf die Einhaltung der Gesetzestexte. (IAB)
-
Literaturhinweis
Sprachförderung für arbeitslose ALG-II-Bezieher mit Migrationshintergrund: eine explorative Untersuchung zur Umsetzung (2007)
Schweigard, Eva;Zitatform
Schweigard, Eva (2007): Sprachförderung für arbeitslose ALG-II-Bezieher mit Migrationshintergrund. Eine explorative Untersuchung zur Umsetzung. (IAB-Forschungsbericht 08/2007), Nürnberg, 86 S.
Abstract
"Sprachkenntnisse in Deutsch und berufliche Abschlüsse sind wichtige Voraussetzungen für die wirtschaftliche und soziale Teilhabe von Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Seit längerer Zeit gibt es daher spezifische Sprachförderangebote für unterschiedliche Zielgruppen. Mit der Einführung der bundesweiten Integrationskurse nach dem neuen Zuwanderungsgesetz im Januar 2005 wurden die vorher getrennten Sprachförderangebote für Ausländer und Spätaussiedler abgelöst. Neu ist seitdem, dass die zuständigen Träger zur Grundsicherung nach dem SGB II Altzuwanderer zur Teilnahme an einem Integrationskurs vorschlagen können. In dem Beitrag werden der Förderansatz der Integrationskurse und Befunde einer explorativen Studie zur Umsetzung anhand von neun regionalen Fallstudien vorgestellt. Als zentrale Fragestellung wurde untersucht, ob und wie die ARGEn die Integrationskurse als ein neues Förderangebot für Migranten aufgreifen und gegebenenfalls mit alternativen regionalen (Sprach)-Förderangeboten abwägen und ergänzen. Im Ergebnis zeigt sich, dass einzelne ARGEn Migranten neben den Integrationskursen noch über weitere arbeitsmarktpolitische Instrumente fördern. Zielgruppe dieser Maßnahmen sind zum einen Migranten, deren Deutschkenntnisse sich zwar nach einem erfolgreichen Integrationskurs verbessert haben, aber oft noch nicht für eine Arbeitsaufnahme ausreichen. Zum anderen werden diese Förderangebote für Migranten mit Sprachdefiziten organisiert, die aufgrund des gesetzlich eingeschränkten Zugangs nicht an den Integrationskursen teilnehmen können. Ergänzt wird die Untersuchung mit ersten, aber noch nicht detaillierten, Analysen zur Förderentwicklung und Teilnehmerstruktur. Entsprechende Daten zu Personen im SGB-II-Bereich werden aktuell weder in den ARGEn erfasst noch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Es wäre daher besonders wünschenswert, diese Datenlücke zu schließen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufsbezogene Deutschkurse im Rahmen des ESF-BA-Programms: Ergebnisse aus regionalen Fallstudien zur Umsetzung (2007)
Schweigard, Eva;Zitatform
Schweigard, Eva (2007): Berufsbezogene Deutschkurse im Rahmen des ESF-BA-Programms. Ergebnisse aus regionalen Fallstudien zur Umsetzung. (IAB-Forschungsbericht 06/2007), Nürnberg, 54 S.
Abstract
"In der Diskussion über die Integration von Migranten werden die Bedeutung beruflicher Qualifikationen und ausreichender Kenntnisse der deutschen Sprache als besonders wichtige Voraussetzungen für die Teilnahme am Arbeitsmarkt dargestellt. Seit September 2004 kann die Bundesagentur für Arbeit arbeitslose Personen mit Migrationshintergrund mit berufsbezogenen Deutschkursen im Rahmen des ESF-BA-Programms fördern. Der neue Förderansatz ermöglicht den Arbeitsagenturen einen gewissen Interpretations- und Handlungsspielraum bei der Maßnahmeplanung und Durchführung. In dem Beitrag zur Begleitforschung des neuen Förderansatzes werden anhand von zehn regionalen Fallstudien erste Ergebnisse für die Beantwortung der Frage, wie und warum die Agenturen für Arbeit ihre Chance zur Gestaltung der berufsbezogenen Sprachförderung unterschiedlich nutzen, vorgestellt. Diese Befunde werden bei anschließenden quantitativen Untersuchungen berücksichtigt. Auf der Grundlage von Expertengesprächen in den Agenturen und bei Maßnahmeträgern können zudem Kritikpunkte bzw. Verbesserungsvorschläge bei dem neuen Verfahren formuliert werden. Im Ergebnis zeigt sich, dass es zwei Umsetzungstypen in den Agenturen gibt: den strukturiert ergebnisorientierten und den pragmatisch vollzugsorientierten Umsetzungstyp. Vorteilhaft auf die strukturiert ergebnisorientierte Umsetzungsstrategie wirkt sich insbesondere die Einbeziehung der Agenturen für Arbeit in lokale Netzwerke der Integrationsförderung aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Grundlagenbeiträge
- Methoden und Datensatzbeschreibungen
-
Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
-
Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
