Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
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Literaturhinweis
Wirkungsbewertung nationaler Politiken im Zusammenhang mit der Europäischen Beschäftigungsstrategie: Endbericht (2002)
Abstract
"Der Untersuchungsauftrag zu einer Wirkungsbewertung nationaler Politiken im Zusammenhang mit der Europäischen Beschäftigungsstrategie beinhaltet zwei vorrangige Ziele: 1. Bewertung des Umfanges, in dem die Beschäftigungspolitischen Leitlinien die politische Entscheidungsfindung beeinflusst und zu Reformen geführt haben. 2. Feststellung, in welchem Umfang diese Politiken und Reformen zur Erreichung der Ziele der Beschäftigungsstrategie beigetragen haben. Diese beiden Kernfragen werden jeweils für sieben Schwerpunktthemen untersucht, und zwar:
- Strategien zur Prävention und Aktivierung bei Arbeitslosigkeit,
- Beschäftigungsfreundliches Steuer-Transfer-System,
- Soziale Integration,
- Vereinfachung des Verwaltungsaufwands und Selbständigkeit,
- Schaffung von Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor auf lokaler Ebene und im Sozialsektor,
- Modernisierung der Arbeitsorganisation,
- Chancengleichheit.
Das Untersuchungskonzept beinhaltet die Bearbeitung dieser sieben Themen in jeweils drei Schritten: Analyseschritt 1 basiert vor allem auf einer Auswertung von seit Ende 1997 vorgenommenen Gesetzesänderungen, Durchführungsbestimmungen aber auch tarifvertraglicher Regelungen und der Bewertung von Sonderprogrammen. Analyseschritt 2 bewertet diese Aktivitäten vor dem Hintergrund der Ziele der Europäischen Beschäftigungsstrategie. Dabei werden insbesondere quantitative Veränderungen der zentralen statistischen Messgrößen, wie z.B. Arbeitslosenzahlen, Übergang in Langzeitarbeitslosigkeit, Entlastung des Faktors Arbeit durch Änderungen im Steuer-Transfersystem, Veränderungen im Bereich der berufsbezogenen Weiterbildung untersucht. Analyseschritt 3 beinhaltet eine kausale Betrachtung. D.h., die im Schritt 2 ermittelten Veränderungen werden daraufhin untersucht, ob diese im Zusammenhang mit den Anstößen der Europäischen Beschäftigungsstrategie und den daraus resultierenden Veränderungen der nationalen Politiken stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Counseling and monitoring of unemployed workers: theory and evidence from a controlled social experiment (2001)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den & Bas van der Klaauw (2001): Counseling and monitoring of unemployed workers. Theory and evidence from a controlled social experiment. (IZA discussion paper 374), Bonn, 53 S.
Abstract
"We investigate the effect of counseling and monitoring on the individual transition rate to employment. We theoretically analyse these policies in a job search model with two search channels and endogenous search effort. In the empirical analysis we use unique administrative and survey data concerning a social experiment with full randomization and compliance. The results show that counseling and monitoring do not affect the exit rate to work. Monitoring causes a shift from informal to formal job search. We combine our empirical results to the results from our theoretical analysis and the existing empirical literature, to establish a comprehensive analysis of the effectiveness of these policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Taxation, welfare and the crisis of unemployment in Europe (2001)
Buti, Marco; Sestito, Paolo; Fernandez Bayon, Ricardo; Wijkander, Hans; Graafland, Johan; Blundell, Richard ; Martinez Mongay, Carlos; Bovenberg, Lans; Mooij, Ruud de; Eklöf, Matias; Roeger, Werner; Bourguignon, Francois; Salomäki, Aino; Blomquist, Sören ; Ca'Zorzi, Michele;Zitatform
Buti, Marco, Paolo Sestito & Hans Wijkander (Hrsg.) (2001): Taxation, welfare and the crisis of unemployment in Europe. Cheltenham u.a.: Elgar, 300 S.
Abstract
Die Beiträge des Buches analysieren die Auswirkungen der europäischen Steuer- und Wohlfahrtssysteme auf den Anreiz, Arbeitsplätze zu schaffen und Arbeit aufzunehmen.
Inhalt:
Bourguignon: Redistribution and labour-supply incentives;
Martínez Mongay/ Fernández Bayón: Effective taxation, spending and employement performance;
Salomäki: Net replacement rates of the unemployed : comparison of various approaches;
Sestito/ Ca'Zorzi: The retreat of welfare system : myths and reality. A broad comparison of trends of social protection expenditure across EU countries;
Blundell: Evaluating the labour supply responses to 'in-work' benefit reforms for low income workers;
Blomquist/ Eklöf: Tax reform and labour supply in Sweden : were low and high skill individuals affected differently?;
Bovenberg/ Graafland/ de Mooij: The Dutch employment miracle and fiscal challenges of the twenty-first century;
Wijkander/ Roeger:Skill-biased technical change, sectoral heterogeneity and wage setting: unemployment or wage inequality (IAB) -
Literaturhinweis
Benefit levels, tax progression and employment (2001)
Hutton, John P.; Ruocco, Anna;Zitatform
Hutton, John P. & Anna Ruocco (2001): Benefit levels, tax progression and employment. In: Finanzarchiv, Jg. 58, H. 2, S. 121-139.
Abstract
"This paper shows that increases in direct tax progression tend to reduce wages and increase welfare and employment, even in a model allowing for labour supply effects. The employment effect is reversed when benefit levels are low, however. The model shows the different impacts on full- and part-time workers, and on men and women. An a.g.e. (applied general equlibrium) model for the UK is also simulated, with an efficiency wage sector with training costs generating unemployment effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Employment problems and active labor market policies in industrialized countries (2001)
Zitatform
Walwei, Ulrich & Heinz Werner (2001): Employment problems and active labor market policies in industrialized countries. In: D. D. Hoskins, D. Dobbernack & C. Kuptsch (Hrsg.) (2001): Social security at the dawn of the 21st century : topical issues and new approaches (International social security series, 02), S. 133-170.
Abstract
"The authors concentrate primarily on an analysis of the situation in selected countries in which unemployment has fallen from a relatively high level in past years to a low level in recent years and in which at the same time employment has risen. Four countries - Denmark, the Netherlands, the United Kingdom and the United States - offer the most striking examples. They shall begin with a survey of the development and structure of unemployment in Western industrialized countries. This will be followed by conclusions to be drawn from the experience of the countries with successful employment policies. In this context the role that active labour market policy measures can play in the reduction of unemployment will be discussed. Finally, there will be a concluding summary and an indication of conflicts of objectives which can arise in the formulation of labour market policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Effizienz der Arbeitsmarktpolitik in den neuen Bundesländern: eine Bilanz der Vergangenheit und Ansätze für künftige Reformen. Gutachten (2000)
Schneider, Hilmar; Bergemann, Annette; Schultz, Birgit; Trabert, Lioba; Fuchs, Olaf; Kolb, Jürgen; Rosenfeld, Martin; Kempe, Wolfram;Zitatform
Bergemann, Annette, Olaf Fuchs, Wolfram Kempe, Jürgen Kolb, Martin Rosenfeld, Birgit Schultz & Lioba Trabert (2000): Die Effizienz der Arbeitsmarktpolitik in den neuen Bundesländern. Eine Bilanz der Vergangenheit und Ansätze für künftige Reformen. Gutachten. (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft 2000,03), Halle, 188 S.
Abstract
"Allein in Ostdeutschland sind seit 1990 fast 150 Mrd. DM für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik verausgabt worden. Angesichts dieses finanziellen Aufwands mag es verwundern, dass die Evaluation von entsprechenden Förderprogrammen in Deutschland noch immer in den Kinderschuhen steckt. Mit dem Sonderheft greift das IWH dieses Manko auf und liefert erstmals eine breit angelegte und empirisch fundierte Effizienzanalyse der bisherigen Fördermaßnahmen. Darüber hinaus widmet sich der Beitrag den Anreizwirkungen der passiven Arbeitsmarktpolitik. Im letzten Teil werden verschiedene Ansätze zur Integration von gering Qualifizierten in den Arbeitsmarkt im Hinblick auf ihr Wirkungspotential in Ostdeutschland untersucht. Zur Analyse bedienen sich die Autoren moderner Methoden der Evaluationsforschung und mikroökonometrischer Verhaltensmodelle.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Reichweite der Arbeitsmarktpolitik engen Grenzen ausgesetzt ist, was ihre Tauglichkeit als Instrument zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit anbelangt. Dies schmälert nicht ihre Daseinsberechtigung im Rahmen sorgfältig konzipierter und gezielter Einzelmaßnahmen. Beim Einsatz als Masseninstrument gehen diese positiven Effekte jedoch offenbar verloren. Zum einen reichen die vorhandenen Ressourcen für einen großflächigen Einsatz nicht aus und zum anderen gehen von einem massenhaften Einsatz negative Rückwirkungen auf den ersten Arbeitsmarkt aus. Maßnahmenelemente, die der Stärkung der Eigenverantwortung der Teilnehmer dienen, können in dieser Situation einen Beitrag zur Steigerung der Effizienz bilden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Volkswirtschaftliche Kosten der Arbeitslosigkeit und gesamtfiskalische Budgeteffekte arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen (2000)
Spitznagel, Eugen; Bach, Hans-Uwe;Zitatform
Spitznagel, Eugen & Hans-Uwe Bach (2000): Volkswirtschaftliche Kosten der Arbeitslosigkeit und gesamtfiskalische Budgeteffekte arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 500-517.
Abstract
Vor dem Hintergrund der gesamtfiskalischen Kosten der registrierten Arbeitslosigkeit von 150 Mrd. DM im Jahr 1999 befasst sich der Beitrag mit der Entlastungsfunktion der aktiven Arbeitsförderung nach dem SGB III. Es wird untersucht, in welchem Umfang die Arbeitsmarktpolitik gesamtwirtschaftlich die Beschäftigung stützt und die Arbeitslosigkeit entlastet und wie einzelne Maßnahmen unter ökonomischen Aspekten zu beurteilen sind. Hierbei sind die Nettokosten der Arbeitsmarktpolitik entscheidend (Bruttokosten der Maßnahmen minus Minderausgaben und Mehreinnahmen infolge vermiedener Arbeitslosigkeit). Die Ergebnisse zeigen, dass die gesamtfiskalischen Selbstfinanzierungsquoten von ABM 1999 zwischen 66 % und 89 % lagen, je nach dem, ob man indirekte Entlastungseffekte ausklammert oder einbezieht, und die der Weiterbildungsförderung bei etwa 60 %. Ein guter Teil davon entlastet den BA-Haushalt, aber auch der Bund spart durch Minderausgaben für Arbeitslosenhilfe bzw. erhält Steuermehreinnahmen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Können durch einkommensbezogene Transfers an Arbeitnehmer die Arbeitsanreize gestärkt werden? (2000)
Steiner, Viktor;Zitatform
Steiner, Viktor (2000): Können durch einkommensbezogene Transfers an Arbeitnehmer die Arbeitsanreize gestärkt werden? In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 385-395.
Abstract
"In diesem Beitrag werden die potenziellen Arbeitsangebotseffekte von Reformoptionen bei der Sozial- und Arbeitslosenhilfe auf der Basis eines ökonometrischen Modells und eines detaillierten Steuer-Transfer-Simulationsmodells für Deutschland abgeschätzt. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass von realistischen Änderungen des bestehenden Systems d.h. von mäßig reduzierten Transferentzugsraten, keine nennenswerte Zunahme der Beschäftigung von Erwerbspersonen mit geringen Marktlöhnen zu erwarten ist. Dies gilt sowohl für Deutschland insgesamt als auch für das frühere Bundesgebiet und die neuen Bundesländer. Je nach Ausgestaltung der geänderten Anrechnung von Erwerbseinkommen im Haushaltszusammenhang kann der Nettoarbeitsangebotseffekt auch negativ sein. Dies hängt wesentlich von der Verteilung des Arbeitsangebots bei Mehrpersonenhaushalten in der Ausgangssituation ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How does the benefit effect vary as unemployment spells lengthen? (1993)
Narendranathan, W.; Stewart, M. B.;Zitatform
Narendranathan, W. & M. B. Stewart (1993): How does the benefit effect vary as unemployment spells lengthen? In: Journal of Applied Econometrics, Jg. 8, H. 3, S. 361-381.
Abstract
"This paper investigates how the effect of income while unemployed on the probability of an individual leaving unemployment varies with the length of time that the individual has been unemployed. We examine this question in the context of a variety of alternative econometric models. We extend the proportional Hazards model with unrestricted baseline hazard to one in which there are unrestricted effects of a subset of the explanatory variables and also consider models that can be estimated as series of binary response models. The proportional hazard restrictions are recited for the same of British unemployed man analysed and in the binary sequence framework Logit and Probit models based on symmetric distributions dominate (n likelihood terms) the extreme Value form model implied by extension of the Proportional Hazards formulation. Logit models with a flexible form for the duration dependence which also incorporate unobserved heterogeneity in a flexible way are estimated. The results for all formulations indicate a rapidly declining effect of unemployment income as a spell lengthens, with no significant effect for die long-term unemployed. The preferred specifications which allow for omitted heterogeneity indicate no significant effect after about 5 months, and this result is robust to the inclusion or exclusion of previous labour-market experience variables and to the choice of mixing distribution." (author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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