Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
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- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
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Literaturhinweis
Profiling, Targeting, Algorithmen, künstliche Intelligenz – über die Irrwege einer Debatte in der Arbeitsmarktpolitik (2020)
Bachberger-Strolz, Kerstin;Zitatform
Bachberger-Strolz, Kerstin (2020): Profiling, Targeting, Algorithmen, künstliche Intelligenz – über die Irrwege einer Debatte in der Arbeitsmarktpolitik. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 46, H. 3, S. 329-363.
Abstract
"Der Text behandelt die Möglichkeiten und Grenzen von Profiling in der Arbeitsmarktpolitik: Ausgehend von den Erfahrungen in den USA seit den 1990er-Jahren wird gezeigt, dass beim Profiling viele Probleme seit Beginn ungelöst blieben, wie etwa die fehlende Schätzgenauigkeit, der geringe Nutzen von Profiling-Ergebnissen für die Zuweisung zu Programmen, die Widerstände von BeraterInnen etc. Damit bleibt die zentrale Erkenntnis für die österreichische Arbeitsmarktpolitik, dass Profiling für das Targeting beim AMS wenig hilfreich ist. Über die genannten Problem hinaus muss festgehalten werden, dass mit der intransparenten Vorgangsweise des AMS und mit der Wahl des Unternehmens, das Profiling im AMS entwickeln und implementieren soll, der Sache des Profiling kein guter Dienst erwiesen wurde. Daraus folgt, dass die österreichische Arbeitsmarktpolitik besser heute als morgen den unglücklichen Versuch der Implementierung von Profiling beenden sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Umsetzung des beschäftigungsorientierten Fallmanagements (bFM) in den Jobcentern: Studie zum Umsetzungsstand in Nord- und Ostdeutschland (2020)
Kempkens, Klaus-Jürgen; Passon, Thomas;Zitatform
Kempkens, Klaus-Jürgen & Thomas Passon (2020): Die Umsetzung des beschäftigungsorientierten Fallmanagements (bFM) in den Jobcentern. Studie zum Umsetzungsstand in Nord- und Ostdeutschland. In: Soziale Sicherheit, Jg. 69, H. 3, S. 105-110.
Abstract
"Das beschäftigungsorientierte Fallmanagement wurde seitens der Bundesagentur für Arbeit am 1. Januar 2005 in den Hartz-IV-Jobcentern eingeführt. Dieser innovative Ansatz für Arbeitslose mit multiplen Arbeitsmarkt-Hemmnissen wird seit nunmehr 15 Jahren in die Praxis umgesetzt. Es gibt jedoch keine veröffentlichten empirischen Untersuchungen zu diesem Thema. Die Verfasser haben mit 21 Studierenden im Kontext ihrer Bachelorarbeiten den Versuch unternommen, mittels Experteninterviews in ihren Heimatstädten einen Beitrag zu dem Thema Umsetzung des beschäftigungsorientierten Fallmanagements in Nord- und Ostdeutschland zu leisten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effects of face‑to‑face counselling on unemployment rate and duration: evidence from a Public Employment Service reform (2020)
Zitatform
Vehkasalo, Ville (2020): Effects of face‑to‑face counselling on unemployment rate and duration: evidence from a Public Employment Service reform. In: Journal for labour market research, Jg. 54, H. 1, S. 1-14. DOI:10.1186/s12651-020-00276-8
Abstract
"In a Public Employment Service reform implemented in 2013, sixty Finnish municipalities experienced an involuntary employment office closure. The Government’s objective was to replace traditional face-to-face employment counselling with modern online counselling and simultaneously generate savings in outlays. The reform created natural experiment circumstances that allowed us to estimate the aggregate causal effects of face-to-face counselling and advice. We estimated the effects of the reform on the unemployment rate and the average unemployment duration using municipality-level panel data and various panel data estimators. We found that while the reform had a barely discernible effect on municipal unemployment rates, it increased average unemployment durations by 2–3 weeks. Hence, face-to-face counselling and online counselling are not perfect substitutes in decreasing the length of unemployment spells. Consequently, the fiscal costs of the reform outweigh the fiscal benefits by a large margin." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Evaluierung des Betreuungsformates für Personen mit multiplen Vermittlungshindernissen (BBEn): Endbericht (2019)
Auer, Eva; Reidl, Christine; Weber, Friederike; Hager, Isa; Tamler, Petra; Krüse, Tobias;Zitatform
Hager, Isa, Tobias Krüse & Christine Reidl (2019): Evaluierung des Betreuungsformates für Personen mit multiplen Vermittlungshindernissen (BBEn). Endbericht. (AMS-Arbeitsmarktstrukturbericht), Wien, 77 S.
Abstract
"Die Beratungs- und Betreuungseinrichtung Neu (BBEN) bietet ein breit gefächertes Angebot von sehr niederschwelligen Beratungs- und Betreuungsleistungen, wie einen Offenen Raum, Workshops oder Einzelberatungstermine. Zielgruppe der BBEN sind Personen mit multiplen Vermittlungshindernissen, die koordinierte Interventionen im Sinne eines Case-Managements benötigen. 2018 wurden diese neue Betreuungs- und Beratungsleistungen vom AMS in sieben Bundesländern pilotiert - dabei wurde auf Freiwilligkeit der Angebote gesetzt. Im Auftrag des AMS hat prospect evaluiert, wie sich dieses neuen Maßnahmen auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Vertragsbeziehungen zwischen Jobcentern und Arbeitslosen: Eingliederungsvereinbarungen aus Sicht von Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittlern (2019)
Zitatform
Bernhard, Sarah, Carolin Freier, Philipp Ramos Lobato, Monika Senghaas & Gesine Stephan (2019): Vertragsbeziehungen zwischen Jobcentern und Arbeitslosen. Eingliederungsvereinbarungen aus Sicht von Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittlern. (IAB-Forschungsbericht 02/2019),.
Abstract
"Eingliederungsvereinbarungen als öffentlich-rechtliche Verträge zwischen Arbeitsuchenden und ihrem Jobcenter bzw. ihrer Arbeitsagentur sollen den Eingliederungsprozess in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt begleitend unterstützen, indem sie Transparenz und gegenseitige Verbindlichkeit herstellen. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) enthalten Eingliederungsvereinbarungen das Vermittlungsziel, die Bemühungen des oft arbeitslosen Leistungsberechtigten, die Leistungen des Jobcenters und eine Rechtsfolgenbelehrung. Diese klärt darüber auf, wie stark das Arbeitslosengeld II gekürzt wird, wenn die vereinbarten Bemühungen nicht erbracht und nachgewiesen werden. Welche Rolle schreiben Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler in den Jobcentern der Eingliederungsvereinbarung und ihren Bestandteilen im Beratungs- und Vermittlungsprozess zu? Der vorliegende Forschungsbericht geht dieser Frage anhand einer Online-Befragung nach. Die Befragung ist ein Teil der Begleitforschung innerhalb eines größeren IAB-Forschungsprojekts zu Wirkungen und Wirkmechanismen der Eingliederungsvereinbarung. Es zeigt sich: Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler sehen die Eingliederungsvereinbarung eher im Kontext des Prinzips 'Fördern und Fordern' verankert. Sie gehen weniger davon aus, dass Eingliederungsvereinbarungen den Eingliederungsprozess in den Arbeitsmarkt positiv beeinflussen. Kritischer beurteilen sie den Umfang von Eingliederungsvereinbarungen und ihre mangelnde Verständlichkeit für die Leistungsberechtigten. Das Instrument wird zudem nicht für alle Leistungsberechtigten gleichermaßen als sinnvoll eingeschätzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bernhard, Sarah ; Stephan, Gesine ; Senghaas, Monika ; Ramos Lobato, Philipp; -
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Does job search assistance reduce unemployment?: Experimental evidence on displacement effects and mechanisms (2019)
Zitatform
Cheung, Maria, Johan Egebark, Anders Forslund, Lisa Laun, Magnus Rödin & Johan Vikström (2019): Does job search assistance reduce unemployment? Experimental evidence on displacement effects and mechanisms. (Working papers / Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy 2019,25), Uppsala, 52 S.
Abstract
"This paper uses a large-scale two-level randomized experiment to study direct and displacement effects of job search assistance. Our findings show that the assistance reduces unemployment among the treated, but also creates substantial displacement leading to higher unemployment for the non-treated. By using detailed information on caseworker and job seeker behavior we show that vacancy referrals passed on from caseworkers to job seekers is the driving mechanism behind the positive direct effect. We also examine explanations for the displacement effect and show that displacement is not due to constrained resources, but arises in the labor market. A comparison between different meeting formats suggests that face-to-face meetings and distance meetings are more effective than group meetings. Despite the existence of displacement effects, when we incorporate our results into an equilibrium search model we find that a complete roll-out of the program would lead to lower unemployment and slightly reduced government spending." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The effectiveness of active labor market policies: a meta-analysis (2019)
Zitatform
Vooren, Melvin, Carla Haelermans, Wim Groot & Henriëtte Maassen van den Brink (2019): The effectiveness of active labor market policies. A meta-analysis. In: Journal of Economic Surveys, Jg. 33, H. 1, S. 125-149. DOI:10.1111/joes.12269
Abstract
"This paper provides a meta-analysis of microeconometric evaluation studies on the effectiveness of active labor market policies. The analysis is built upon a systematically assembled data set of causal impact estimates from 57 experimental and quasi-experimental studies, providing 654 estimates published between January 1990 and December 2017. We distinguish between the short and longer term impacts in our analysis; at 6, 12, 24, and 36 months after program start. After correcting for publication bias and country-specific macroeconomic characteristics, subsidized labor and public employment programs have negative short-term impacts, which gradually turn positive in the longer run. Schemes with enhanced services including job-search assistance and training programs do not have these negative short-term effects, and stay positive from 6 until 36 months after program start." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsuche und Beschäftigungserfolg: Aktionspläne zeigen wenig Wirkung (2018)
Berg, Gerard J. van den; Uhlendorff, Arne ; Hofmann, Barbara ; Stephan, Gesine ; Ramos Lobato, Philipp;Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Barbara Hofmann, Philipp Ramos Lobato, Gesine Stephan & Arne Uhlendorff (2018): Arbeitsuche und Beschäftigungserfolg: Aktionspläne zeigen wenig Wirkung. (IAB-Kurzbericht 17/2018), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Eine Kernidee aktivierender Arbeitsmarktpolitik ist es, auf die Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Arbeitsuchenden zu setzen und diese zu stärken. Sogenannte Aktionspläne sollen die Arbeitsuchenden dazu anregen, konkrete Vorstellungen zu ihren beruflichen Zielen, Stärken und Schwächen sowie zu möglichen Qualifizierungsbedarfen und Suchstrategien zu entwickeln. In einem Modellprojekt wurde der Einsatz dieser Aktionspläne erprobt und ihre Wirkung auf den Arbeitsmarkterfolg von Arbeitsuchenden untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Füllgrad der Aktionspläne
- Abgangsraten in Arbeitslosigkeit oder Maßnahmen und Verbleibsraten im bisherigen Betrieb nach der Arbeitsuchendmeldung
- Wichtige Aspekte bei der Stellensuche - Anteil der in den Aktionsplänen genannten Themen in Prozent
- Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Maßnahmen innerhalb der 360 Tage nach der Arbeitsuchendmeldung
- Aktionsplan
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Literaturhinweis
Does job search assistance really raise employment? (2018)
Zitatform
Cottier, Lionel, Yves Flückiger, Pierre Kempeneers & Rafael Lalive (2018): Does job search assistance really raise employment? (IZA discussion paper 11766), Bonn, 41 S.
Abstract
"We study how job search assistance (JSA) affects employment in a randomized pilot study with long run administrative data. JSA increases employment in the first year after assignment. In the second year, when most job seekers have left JSA, the employment gains evaporate, and even turn into losses in the third year. This sinusoidal pattern is consistent with job finding and employment loss transitions. Job seekers assigned to JSA find employment faster but, once employed, also lose employment faster, especially once eligible for new unemployment benefits. Job seekers assigned to JSA have similar types of contracts and re-employment earnings, but somewhat worse positions in the firm and are more likely to have a part time job." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Private providers of labor market services: a review of the evidence (2018)
Zitatform
Crépon, Bruno (2018): Private providers of labor market services: a review of the evidence. In: A. Bergström (Red.) & L. Calmfors (Red.) (2018): Framtidens arbetsförmedling, S. 239-297.
Abstract
"Services offered to jobseekers, such as counselling or job-search assistance, are an important component of public employment policies. These services, however, pose several questions. The first, and most natural, is whether they are effective, i.e. whether they improve the situation of jobseekers and if this improvement exceeds the cost they represent. Another question is about the targeting of those services: i.e. who should be offered participation in these programs? Yet another question is how they should be offered. While traditionally they have been offered by the Public Employment Service (PES), questions have arisen about the optimal organization method. Does the PES have the capacity to offer quality and innovative services at the lowest cost and is it able to respond to the constantly renewed needs of jobseekers? In this context, the use of private operators has emerged as a promising alternative. To varying degrees, and also with time fluctuations, many countries have engaged in outsourcing operations. (...) More specifically, there is now a body of scientific research that has addressed the questions of whether outsourcing of employment services leads to reduced cost for the PES and improved jobseeker performance in the labor market. In this paper, we mainly focus on experiments undertaken in Denmark, France, Germany, Sweden and Switzerland. We also report on a study in Belgium which uses very different methods as well as on which address the issue of displacement effects in addition. Stefan also offers a global view on the lesson we can draw from these studies." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Information shocks and the empirical evaluation of training programs during unemployment spells (2018)
Zitatform
Crépon, Bruno, Marc Ferracci, Gregory Jolivet & Gerard J. van den Berg (2018): Information shocks and the empirical evaluation of training programs during unemployment spells. In: Journal of Applied Econometrics, Jg. 33, H. 4, S. 594-616. DOI:10.1002/jae.2621
Abstract
"We study the role of notifications in the evaluation of training programs for unemployed workers. Using a unique administrative data set containing the dates when information is exchanged between job seekers and caseworkers, we address three questions: Do information shocks, such as notification of future training, have an effect on unemployment duration? What is the joint effect of notification and training programs on unemployment? Can ignoring information shocks lead to a large bias in the estimation of the effect of training programs? We discuss these issues through the lens of a job search model and then conduct an empirical analysis following a 'random effects' approach to deal with selectivity. We find that notification has a strong positive effect on the training probability but a negative one on the probability of leaving unemployment. This 'attraction' effect highlights the importance of accounting for notifications in the evaluation of active labor market policies." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Early activation and employment promotion (2018)
Zitatform
Csillag, Márton & Anna Adamecz-Völgyi (2018): Early activation and employment promotion. Brüssel, 71 S. DOI:10.2767/085505
Abstract
In sechs länderbezogenen Fallstudien untersucht der Beitrag mit der Szenario-Methode die Effizienz und Effektivität einer frühen Intervention bei (drohenden) Massenentlassungen hinsichtlich der Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit. Frühzeitig bedeutet, noch vor der Entlassung Barrieren zu identifizieren, die eine Reintegration im Wege stehen, eine passgenaue Beratung und Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten. Im Ergebnis zeigen sich positive Effekte bei einer personalisierten Arbeitsberatung, die zudem ohne großen finanziellen Aufwand geleistet werden kann. Weitere Vorzüge der frühen Intervention gegenüber späteren arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen konnten nicht generell nachgewiesen werden, jedoch in einzelnen Ländern für bestimmte Zielgruppen. (IAB)
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Literaturhinweis
Qualifizierungschancen und Schutz in der Arbeitslosenversicherung: Öffentliche Anhörung von Sachverständigen vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages am 26. November 2018 (2018)
Zitatform
Dauth, Christine, Thomas Kruppe, Gesine Stephan & Enzo Weber (2018): Qualifizierungschancen und Schutz in der Arbeitslosenversicherung. Öffentliche Anhörung von Sachverständigen vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages am 26. November 2018. (IAB-Stellungnahme 15/2018), Nürnberg, 25 S.
Abstract
"Das IAB äußert sich in dieser Stellungnahme zum einen zum Gesetzentwurf 'Qualifizierungschancen und Schutz in der Arbeitslosenversicherung' (Qualifizierungschancengesetz) der Bundesregierung (Bundestagsdrucksache 19/4948). Der Gesetzentwurf sieht eine Weiterentwicklung der Arbeitsförderung vor. Durch die gesetzlichen Änderungen sollen der Zugang zur Weiterbildungsförderung erleichtert und die Schutzfunktion der Arbeitslosenversicherung gestärkt werden. Das IAB geht zum anderen auf Teile des Antrags 'Aktive und präventive Arbeitsmarktpolitik umsetzen - Qualifizierung ausweiten und Arbeitslosenversicherung stärken' der Bundestagsfraktion Die Linke ein (Bundestagsdrucksache 19/5524). Zum Antrag 'Die 70-Tage-Regelung bei kurzfristiger Beschäftigung entfristen' der Bundestagsfraktion der FDP (Bundestagsdrucksache 19/4213) liegen dem IAB keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Berufliche Weiterbildung dürfte im digitalen und demografischen Wandel zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wichtig ist aber auch, die gesetzlichen Änderungen so umzusetzen, dass Fehlanreize möglichst vermieden werden und die intendierten Ziele des Gesetzes erreicht werden können. Welche Wirkungen eine breite Öffnung und großzügigere Ausgestaltung der Weiterbildungsförderung für Beschäftigte entfaltet, kann vorab nicht abgeschätzt werden. Es ist insbesondere wichtig, die Förderung so auszugestalten, dass eine Mitnahme der Förderung begrenzt wird. Das Thema Weiterbildungsberatung wird in dem Konzept nur am Rande angesprochen, dürfte in Zukunft aber an Bedeutung gewinnen. Von der geplanten Verlängerung der Rahmenfrist sind überschaubare Auswirkungen zu erwarten. Es erscheint sinnvoll, die Zugangsbedingungen zur Arbeitslosenversicherung - wie im Gesetzentwurf vorgesehen - nur in kleinen Schritten zu verändern und die Auswirkungen zunächst zu beobachten. Da die anzustrebende Rücklagenhöhe im BA-Haushalt im nächsten Jahr erreicht werden wird, besteht finanzieller Spielraum. Bei der geplanten Beitragssatzsenkung um 0,5 Prozentpunkte und den deutlich höheren Ausgaben für Arbeitsförderung wäre ein ausgeglichener BA-Haushalt möglich, sofern die Arbeitsmarktentwicklung günstig bleibt. Für den Fall eines Aufzehrens der Rücklage in einer Rezession ist eine Systematik für Beitragssatzanpassungen zu empfehlen, welche die Rücklage innerhalb von fünf Jahren wieder auf den Zielwert hebt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Early Intervention: Strategien und Maßnahmen in Deutschland - Lessons learnt für Österreich (2018)
Hosner, Daniela; Schmoller, Doris; Heckl, Eva;Zitatform
Hosner, Daniela, Doris Schmoller & Eva Heckl (2018): Early Intervention. Strategien und Maßnahmen in Deutschland - Lessons learnt für Österreich. (AMS report 128), Wien, 65 S.
Abstract
"Die diesem AMS report zugrundeliegende Studie, die mit Jahresbeginn 2018 von der KMU Forschung Austria im Auftrag der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich abgeschlossen wurde, zielt darauf ab, einen Überblick über Early-Intervention- Strategien und Early-Intervention-Ansätze sowie entsprechende Maßnahmen in Deutschland zu präsentieren, die Situation in Österreich kurz zu skizzieren und Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Gestaltung solcher Early-Intervention-Maßnahmen hierzulande zu ziehen. Im Rahmen der Studie wurden ausschließlich qualitative Methoden der Sozialforschung angewandt. Kernelemente waren dabei eine umfassende Internet-Recherche bzw. eine Dokumenten- und Literaturanalyse sowie ExpertInneninterviews (17 Interviews). In Deutschland wurden die Interviews mit Fachkräften der Bundesagentur für Arbeit (BA) bzw. von Länderagenturen (Bayern, Niedersachsen-Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt-Thüringen) geführt, in Österreich mit ExpertInnen der Bundesgeschäftsstelle und der Landesgeschäftsstellen des Arbeitsmarktservice (AMS) sowie der Sozialpartnerorganisationen. Die ExpertInnenmeinungen im Rahmen der Interviews wurden dabei als Grundlage für die Maßnahmenauswahl im Sinne von Early Intervention herangezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beratung und Vermittlung in Arbeitsagenturen und Jobcentern: Möglichkeiten und Grenzen der quantitativen Erfassung und Wirkungsanalyse (2017)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Michael Stops (2017): Beratung und Vermittlung in Arbeitsagenturen und Jobcentern. Möglichkeiten und Grenzen der quantitativen Erfassung und Wirkungsanalyse. In: F. Sowa & R. Staples (Hrsg.) (2017): Beratung und Vermittlung im Wohlfahrtsstaat, S. 41-67, 2016-06-12.
Abstract
In dem Beitrag berichten die Autoren über die Methodik und die Durchführung eines Pilotprojektes aus dem Jahr 2009, 'in dem die Wirkung von Strategien, Handlungsspielräumen und generellen Einstellungen bei den Vermittlungsfachkräften diesseits von organisatorischen Grundentscheidungen auf quantifizierbare Ergebnisvariablen untersucht wird. Die Pilotstudie legt für eine beschränkte Anzahl von Arbeitsagenturen und Jobcentern empirische Belege dafür vor, dass individuelle Vermittlercharakteristika Einfluss auf den Integrationserfolg der jeweils betreuten Arbeitslosen haben.' Die Autoren plädieren abschließend dafür, 'dass die Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden eine gute Strategie ist, um neue Erkenntnisse über Wirkungszusammenhänge in der Arbeitsmarktpolitik zu gewinnen'. (IAB)
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Literaturhinweis
Öffentlich geförderte Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen: Betreuung, Wohlfahrtseffekte und Beschäftigungsperspektiven bei privaten und gemeinnützigen Arbeitgebern (2017)
Zitatform
Fuchs, Philipp & Silke Hamann (2017): Öffentlich geförderte Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen. Betreuung, Wohlfahrtseffekte und Beschäftigungsperspektiven bei privaten und gemeinnützigen Arbeitgebern. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 66, H. 9, S. 611-631., 2017-05-02. DOI:10.3790/sfo.66.9.611
Abstract
"Öffentlich geförderte Beschäftigung will als Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik auch besonders arbeitsmarktfernen Personen eine Perspektive aufzeigen. Am Beispiel eines Projekts auf Bundeslandebene wird der Frage nachgegangen, welche Folgen sich für dessen Umsetzung und Wirkungen in Abhängigkeit von den adressierten Arbeitgebern ergeben. So ist die pädagogische Begleitung in beiden Arten - gemeinnützigen wie privaten - Betrieben wichtiger Garant der Stabilität der Beschäftigung, aber in der Privatwirtschaft mit größeren Herausforderungen bei der Umsetzung ihres Angebots konfrontiert. Teilhabeeffekte für die Geförderten entstehen bei beiden Arbeitgebern, die ungeförderte Weiterbeschäftigung ist in privaten Betrieben hingegen stärker daran geknüpft, dass sich die Produktivität der Geförderten hinreichend entfaltet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Auswirkungen einer verbesserten Betreuungsrelation für Arbeitslose in der Arbeitsvermittlung des AMS: Ergebnisse eines kontrollierten Experiments des AMS Österreich in der Servicezone der RGS Linz. Vorläufiger Endbericht (2017)
Zitatform
Böheim, René, Rainer Eppel & Helmut Mahringer (2017): Die Auswirkungen einer verbesserten Betreuungsrelation für Arbeitslose in der Arbeitsvermittlung des AMS. Ergebnisse eines kontrollierten Experiments des AMS Österreich in der Servicezone der RGS Linz. Vorläufiger Endbericht. (AMS-Arbeitsmarktstrukturbericht), Wien, 96 S.
Abstract
"Obwohl es sich um einen zentralen Parameter der Arbeitsmarktpolitik handeln könnte, ist bisher kaum systematisch erforscht worden, ob und wie sich die Betreuungsrelation in der öffentlichen Arbeitsvermittlung auf die Vermittlungschancen von Arbeitslosen auswirkt. Nur in wenigen Ländern wurden bisher rigorose Evaluierungen durchgeführt. Für Österreich gibt es bisher gar keine empirische Wirkungsevidenz. Vor diesem Hintergrund hat das Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) ein kontrollierte Zufallsexperiment umgesetzt: In zwei regionalen Geschäftsstellen - zum einen der Beratungszone der RGS Wien/Esteplatz und zum anderen der Servicezone der RGS Linz - wurde vorübergehend das Personal aufgestockt und damit die Betreuungsrelation als Verhältnis zwischen der Zahl der AMS-BeraterInnen und der Zahl der zu betreuenden Kundinnen und Kunden verringert. Dieses Pilotprojekt bietet die Gelegenheit, die Effekte eines (exogen) verbesserten Betreuungsschlüssels auf die Wiedereingliederung von Arbeitslosen zu evaluieren. Der vorliegende Bericht bezieht sich auf die Personalaufstockung in der Servicezone Linz, die in der Zeit von 1.5.2015 bis 30.4.2016 erfolgte. Für die Personalausweitung in Wien (von 1.1.2015 bis 31.12.2015) liegt eine separate Evaluierungsstudie vor (siehe Böheim - Eppel - Mahringer, 2017)." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Multiple dimensions of bureaucratic discrimination: evidence from German welfare offices (2017)
Hemker, Johannes; Rink, Anselm;Zitatform
Hemker, Johannes & Anselm Rink (2017): Multiple dimensions of bureaucratic discrimination: evidence from German welfare offices. In: American Journal of Political Science, Jg. 61, H. 4, S. 786-803. DOI:10.1111/ajps.12312
Abstract
"A growing experimental literature uses response rates to fictional requests to measure discrimination against ethnic minorities. This article argues that restricting attention to response rates can lead to faulty inferences about substantive discrimination depending on how response dummies are correlated with other response characteristics. We illustrate the relevance of this problem by means of a conjoint experiment among all German welfare offices, in which we randomly varied five traits and designed requests to allow for a substantive coding of response quality. We find that response rates are statistically indistinguishable across treatment conditions. However, putative non-Germans receive responses of significantly lower quality, potentially deterring them from applying for benefits. We also find observational evidence suggesting that discrimination is more pronounced in welfare offices run by local governments than in those embedded in the national bureaucracy. We discuss implications for the study of equality in the public sphere." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Die Flexibilisierung des Abschlusszeitpunktes der Eingliederungsvereinbarung im SGB III: Kenntnisnahme, Einsatz und Bewertung durch Fachkräfte in der Arbeitsverwaltung (2017)
Zitatform
Hofmann, Barbara, Gesine Stephan & Stefan Stöhr (2017): Die Flexibilisierung des Abschlusszeitpunktes der Eingliederungsvereinbarung im SGB III. Kenntnisnahme, Einsatz und Bewertung durch Fachkräfte in der Arbeitsverwaltung. (IAB-Forschungsbericht 12/2017), Nürnberg, 14 S.
Abstract
"Im Dezember 2015 flexibilisierte die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit den Abschlusszeitpunkt der Eingliederungsvereinbarung für marktnahe Arbeitslose und Ausbildungssuchende im Rechtskreis SGB III. Dieser Bericht stellt die Ergebnisse einer im Mai 2016 durchgeführten Onlinebefragung von Fachkräften in der Vermittlung und der Berufsberatung vor, in der Kenntnisnahme, Einsatz und Bewertung der zugrundeliegenden Weisung erhoben wurden. Von denjenigen, die die Neuregelung kannten, nutzten etwa zwei Drittel den zusätzlichen Ermessensspielraum. Mehr als 70 Prozent der Fachkräfte, die die neue Weisung kannten, sahen den neugeschaffenen Ermessenspielraum als hilfreich für die Beratung und Vermittlungsarbeit an. Fachkräfte, die den neuen Ermessenspielraum nutzen, waren überwiegend der Auffassung, dass der spätere Einsatz einer Eingliederungsvereinbarung die Integrationschancen der Bewerberinnen und Bewerber nicht verändert. Etwa zwei Drittel gaben an, das Verhältnis zum Kunden würde bei einem späteren Einsatz vertrauensvoller." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Weiterbildungsberatung: Zukunftsaufgabe der Bundesagentur für Arbeit? (2017)
Klaus-Schelletter, Sabrina;Zitatform
Klaus-Schelletter, Sabrina (2017): Weiterbildungsberatung: Zukunftsaufgabe der Bundesagentur für Arbeit? In: Soziale Sicherheit, Jg. 66, H. 7/8, S. 274-278.
Abstract
"Der beruflichen Weiterbildung kommt beim Wandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung eine zentrale Bedeutung zu. Allerdings sind die Weiterbildungschancen und -möglichkeiten nicht auf alle Betriebe und Beschäftigtengruppen gleichermaßen verteilt. Eine Weiterbildungsstrategie, die hier ausgleichend und unterstützend, aber auch präventiv wirken soll, braucht entsprechende Beratungs- und Vernetzungsangebote. Als großflächig aufgestellte Institution, die sowohl mit beiden Arbeitsmarktseiten als auch mit den Weiterbildungsträgern verbunden ist, kann die Bundesagentur für Arbeit (BA) dabei eine Schlüsselrolle übernehmen." (Textauszug, IAB-Doku)
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