Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Arbeitszeit und Reproduktionsarbeit: Zusammenhänge und Wechselwirkungen am Beispiel der Teilzeitarbeit (2001)
Rüling, Anneli;Zitatform
Rüling, Anneli (2001): Arbeitszeit und Reproduktionsarbeit. Zusammenhänge und Wechselwirkungen am Beispiel der Teilzeitarbeit. (Veröffentlichungsreihe der Querschnittsgruppe Arbeit & Ökologie beim Präsidenten des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung 01-505), Berlin, 81 S.
Abstract
"In diesem Diskussionspapier wird untersucht, ob sich durch die Flexibilisierung der Arbeitszeit Potentiale für mehr Geschlechtergerechtigkeit ergeben. Als normatives Konzept werden Prinzipien der Geschlechtergerechtigkeit von Nancy Fraser herangezogen, die eine Umverteilung von Reproduktionsarbeit zwischen den Geschlechtern fordert. Ausgehend von Frasers Ansatz werden Kriterien für geschlechtergerechte Arbeitszeiten entwickelt. Teilzeitarbeit wird häufig als eine flexible Arbeitszeitform diskutiert, die eine Kombination von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit ermöglicht und daher Potentiale für mehr Geschlechtergerechtigkeit eröffnen könnte. Um dies zu überprüfen wird anhand der Kriterien der Geschlechtergerechtigkeit die aktuelle Entwicklung der Teilzeitarbeit in Deutschland analysiert. In der Regel führt Teilzeitarbeit nicht zu einer Umverteilung von Reproduktionsarbeit zwischen den Geschlechtern. Sie wird hauptsächlich von Frauen "in der Kinderphase" ausgeübt und bestätigt somit die Verantwortlichkeit der Frauen für die Reproduktionsarbeit. Darüber hinaus sind die Auswirkungen auf die weibliche Erwerbsbiographie ambivalent; häufig führt Teilzeitarbeit zu beruflichem Abstieg und mangelnder sozialer Sicherung. Die wenigen Männer, die Teilzeit arbeiten, tun dies meist nicht aus familiären Gründen, sondern zu Beginn und Ende der Berufsbiographie. Schließlich werden Vorschläge für eine politische Regulierung der Teilzeitarbeit und für eine umfassende Zeitpolitik gemacht, die zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führen könnten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildungskarenz - ein innovatives arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Erhöhung der Lebens- und Arbeitszufriedenheit? (2001)
Stelzer-Orthofer, Christine; Fichtner, Marietta;Zitatform
Stelzer-Orthofer, Christine & Marietta Fichtner (2001): Bildungskarenz - ein innovatives arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Erhöhung der Lebens- und Arbeitszufriedenheit? In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 24, H. 2, S. 23-43.
Abstract
"Mit der Novellierung des Arbeitslosenversicherungsrechts sowie den notwendigen Adaptierungen im Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz mit 1. Jänner 1998 wurden auch in Österreich Möglichkeiten für einen individuellen, temporären Verzicht von Erwerbsarbeit geschaffen: das Solidaritätsprämienmodell, die Freistellung gegen Entfall des Arbeitsgelts sowie die Bildungskarenz. Während die Inanspruchnahme der beiden erstgenannten Varianten hinter den Erwartungen zurückbleibt, wird die Bildungskarenzierung, die eine betriebliche Auszeit zwischen drei und zwölf Monaten für den Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen ermöglicht, mittlerweile vergleichsweise rege genutzt. Im Jahr 2000 haben österreichweit mehr als 8500 Personen Bildungskarenz in Anspruch genommen. Ungeachtet dessen, dass Bildungskarenz mehr zeitliche Souveränität hinsichtlich persönlicher und beruflicher Qualifikationsziele ermöglicht, wird von KritikerInnen befürchtet, dass eine längere betriebliche Absenz auch zu Dequalifikation, allenfalls zum Verlust des Arbeitsplatzes führen kann. Im Rahmen einer postalischen Befragung wurde daher erhoben, ob die individuellen Ziele durch die Bildungskarenz erreicht werden konnten sowie ob und wie sich die Lebens- und Arbeitssituation nach der Inanspruchnahme von Bildungskarenz verändert hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Does the statutory overtime premium discourage long workweeks? (2001)
Zitatform
Trejo, Stephen J. (2001): Does the statutory overtime premium discourage long workweeks? (IZA discussion paper 373), Bonn, 34 S., Anhang.
Abstract
In dem Beitrag wird anhand jährlicher Erhebungen in den USA untersucht, inwieweit gesetzliche Regelungen der Überstundenbezahlung die Wochenarbeitszeit beeinflussen. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitsouveränität in Dienstleistungstätigkeiten: eine Betrachtung aus transaktionskostentheoretischer Sicht (2001)
Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Voss-Dahm, Dorothea (2001): Arbeitszeitsouveränität in Dienstleistungstätigkeiten. Eine Betrachtung aus transaktionskostentheoretischer Sicht. In: L. Bellmann, H. Minssen & P. Wagner (Hrsg.) (2001): Personalwirtschaft und Organisationskonzepte moderner Betriebe : IAB-Kontaktseminar vom 11. bis 15.12.2000 am Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 252), S. 15-32.
Abstract
"Dienstleistungarbeit, die Kunden in den Arbeitsprozess einbezieht, stellt Unternehmen vor ein Informations- und Kotrolldilemma. Dieses Dilemma entsteht dadurch, dass die Unternehmen nicht mehr aktiv an der Produktion mitwirken, sondern die Dienstleistung durch Interaktion zwischen Kunden und Beschäftigten hergestellt wird. Unternehmen entstehen aufgrund des Informations- und Kontrolldilemmas hohe Transaktionskosten, wenn die zeitliche Koordination von Arbeitszeit und Nachfrage nach Dienstleistungen durch einen verstärkten hierarchischen Durchgriff auf die Beschäftigten bewältigt wird. Die Einführung von 'Arbeitszeitsouveränität' dagegen stellt eine kostengünstigere Lösung des Dilemmas dar, was hier am Beispiel der IT-Branche und des Einzelhandels veranschaulicht wird. Es wird deutlich, dass 'Arbeitszeitsouveränität' in eine nunmehr trilaterale Kontrollbeziehung zwischen Unternehmen, Beschäftigten und Kunden eingebettet ist, die die bilaterale Kontrollbeziehung zwischen Unternehmen und Beschäftigten ablöst. Das Konzept 'Arbeitszeitsouveränität' ist eng verbunden mit einer Arbeitsorganisation, die auf die Nutzung der Fähigkeiten von Beschäftigten zur Selbstorganisation setzt. Die Einführung von 'Arbeitszeitsouveränität' durch die Unternehmen zielt daher auf die Entfaltung des Produktivitätspotenzials, welches in der Selbstorganisation von Arbeitsabläufen durch die Beschäftigten liegt. Doch weil die Beschäftigten nun stärker als vor der Einführung von 'Arbeitszeitsouveränität' mit den Rahmenbedingungen der Arbeit konfrontiert werden, ergeben sich neue Probleme und Fragen für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Betrieb als Politikarena: ein Vergleich arbeitszeitpolitischer Entscheidungsprozesse in deutschen, luxemburgischen und britischen Banken (2001)
Wienecke, Susanne;Zitatform
Wienecke, Susanne (2001): Der Betrieb als Politikarena. Ein Vergleich arbeitszeitpolitischer Entscheidungsprozesse in deutschen, luxemburgischen und britischen Banken. (International vergleichende Schriften zur Personalökonomie und Arbeitspolitik 11), München u.a.: Hampp, 249 S.
Abstract
"Um Fragen nach dem Einfluss unterschiedlicher nationaler Systemen der Arbeitsbeziehungen auf die betriebliche Arbeitszeitpolitik zu beantworten, hat die Autorin den Betrieb als Politikarena definiert, in der Institutionen der Arbeitsbeziehungen die Handlungsspielräume der betrieblichen Akteure festlegen. Durch die Verbindung eines institutionentheoretischen Ansatzes mit einer akteurorientierten Perspektive wird das Verhalten der Akteure im arbeitszeitpolitischen Entscheidungsprozess transparent gemacht. Kern der Studie sind eigens erhobene Unternehmensdaten von 16 Banken in drei Ländern sowie Informationen der in denselben Banken tätigen Arbeitnehmervertretungen. Mit dieser international vergleichende Politikanalyse der Arbeitsbeziehungen werden für die Bankenbranche funktionale Äquivalente in den deutschen, luxemburgischen und britischen Arbeitsbeziehungen aufgedeckt. Damit fordert die Autorin stereotype Bilder von nationalen Arbeitsbeziehungen heraus. Sie zeigt, dass der länderunabhängige tiefgreifende Wandel hin zu hochflexiblen Zeitkontenmodellen durch eine inkrementale Politikstrategie der Bankarbeitgeber in allen drei Ländern gefragt wird. Dass der gegenwärtige Arbeitszeitwandel entlang länderspezifischer historischer Entwicklungspfade verläuft, führt sie darauf zurück, dass die betrieblichen Akteure unterschiedliche nationale Arbeitszeitkompromisse und -gesetze berücksichtigen müssen. Solange es diese gibt, werden länderspezifische Arbeitszeitmuster bestehen bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Working time in comparative perspective: volume 1: Patterns, trends, and the policy implications for earnings inequality and unemployment (2001)
Wong, Ging; Picot, Garnett;Zitatform
Wong, Ging & Garnett Picot (Hrsg.) (2001): Working time in comparative perspective. Volume 1: Patterns, trends, and the policy implications for earnings inequality and unemployment. Kalamazoo: Upjohn Institute for Employment Research, 387 S.
Abstract
"This is the first of two volumes of selected papers presented at the conference on 'Changes in Working Time in Canada and the United States', which was held in Ottawa, Ontario, on June 13 - 15, 1996. It reflects a renewed interest in recent years in the empirical evidence for changing labor supply - both hours of work and labor market participation - and the implications for employment, income support benefits, and taxation policies and programs."
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Literaturhinweis
Prophetes en leur pays-les pionniers des 35 heures et les autres (2000)
Aucouturier, Anne-Lise; Coutrot, Thomas; Debauche, Etienne;Zitatform
Aucouturier, Anne-Lise, Thomas Coutrot & Etienne Debauche (2000): Prophetes en leur pays-les pionniers des 35 heures et les autres. In: Travail et emploi H. 82, S. 53-72.
Abstract
"Vorgestellt werden die ausführlichen Ergebnisse einer Umfrage, die im März und April 1999 im Auftrag der DARES vom Institut CSA bei 500 Leitern von Betrieben mit 10 und mehr Beschäftigten zu Fragen der Arbeitszeitverkürzung (AZV) durchgeführt wurde. 120 dieser Betriebe wurden unter den Unterzeichneten entsprechender Robien- und Aubry-Vereinbarungen (erstes Gesetz) ausgelost, während 380 weitere eine repräsentative Stichprobe von Unternehmen bilden, die nicht unterzeichnet haben. Die statistische Untersuchung der Einflußfaktoren für die Einstellung der Betriebe zur AZV macht die Bedeutung der sozio-politischen Parameter bei der Entscheidung für die Beteiligung an diesem Prozeß deutlich. Die organisatorischen Faktoren spielen auch eine wichtige Rolle, während die rein wirtschaftlichen Gesichtspunkte offenbar weniger entscheidend, wenn auch erheblich, sind. Der zweite Teil des Artikels untersucht die Auswirkungen der AZV auf die Betriebe, die sie eingeführt haben, wobei die Unternehmensleiter in detaillierter qualitativer Form um eine diesbezügliche Beurteilung gebeten werden. Auf einer Basis von nur 105 Fällen läßt die Studie immerhin erste Tendenzen erkennen, die durch spätere Untersuchungen auf breiterer Grundlage bestätigt oder korrigiert werden müssen. Die wirtschaftliche Auswirkung der AZV scheint insgesamt positiv zu sein, nicht nur hinsichtlich der Arbeitsplätze, sondern auch im Bezug auf die wichtigsten Wettbewerbsparameter. Die Qualität der vorausgehenden Verhandlungen sowie eine tiefgreifende Neuorganisation haben einen eindeutig positiven Einfluß auf die Erfolgschancen. Der Artikel ist Bestandteil eines Schwerpunktheftes zu ersten Erfahrungen mit der Umsetzung und Einführung der 39-Stundenwoche in Frankreich." (IAB2)
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Literaturhinweis
Paid and unpaid overtime working in Germany and the UK (2000)
Zitatform
Bell, David N.F., Robert A. Hart, Olaf Hübler & Wolfgang Schwerdt (2000): Paid and unpaid overtime working in Germany and the UK. (IZA discussion paper 133), Bonn, 30 S.
Abstract
"Significant numbers of employees work more hours in the workplace than their contract stipulates. Such overtime work can either be paid or unpaid. This research considers overtime working in Germany and the UK and shows that the quantitative significance of both paid and unpaid overtime is greater in the UK. Empirical work is based on the UK Labour Force Survey and the German Socio-Economic Panel in 1993. Overtime influences the effective average hourly wage positively in the case where overtime is paid at premium rates and negatively where such hours are not remunerated. The authors demonstrate via Mincer wage growth equations that accounting for unpaid work leads to revised estimates of experience and tenure both within and between the two countries. They estimate overtime hours equations, using these to test several of their theories that might explain the apparent irrationality of unpaid work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung in den Erwerbsbiographien der zukünftigen Rentnerinnen und ihre Auswirkungen auf die Altersvorsorge: eine Kohortenbetrachtung auf Basis der Untersuchung Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID '96) (2000)
Bieber, Ulrich; Stegmann, Michael;Zitatform
Bieber, Ulrich & Michael Stegmann (2000): Sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung in den Erwerbsbiographien der zukünftigen Rentnerinnen und ihre Auswirkungen auf die Altersvorsorge. Eine Kohortenbetrachtung auf Basis der Untersuchung Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID '96). In: Deutsche Rentenversicherung H. 6, S. 364-383.
Abstract
"Der Beitrag setzt sich mit der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung von Frauen und deren Wirkung auf die Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung auseinander. Auf Basis der Erhebung 'Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID '96)', die es erstmals ermöglicht, rentenversicherungsrelevante Sachverhalte und Teilzeitbeschäftigung auch im Detail aufeinander zu beziehen, wird die Struktur der Teilzeitbeschäftigung nach Verbreitung, Dauer, Lage und der Zusammenhang mit sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigung dargestellt. Ein Vergleich der projizierten Anwartschaften von Frauen mit und ohne Teilzeitbeschäftigungsphasen zeigt schließlich, dass diesen Phasen eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Familienarbeit und Vollzeitbeschäftigung zukommt, was letztlich auch zu höheren selbsterworbenen Anwartschaften führt. Eine Unterstützung von Teilzeitbeschäftigung im Sinne einer Höherbewertung niedriger Entgelte während der Kinderberücksichtigungszeit im Rahmen der Rentenberechnung würde insoweit die eigenständige soziale Sicherung der Frauen verbessern helfen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeit '99: Ergebnisse einer repräsentativen Beschäftigungsbefragung zu traditionellen und neuen Arbeitszeitformen in der Bundesrepublik Deutschland (2000)
Bundesmann-Jansen, Jörg; Groß, Hermann; Munz, Eva;Zitatform
Bundesmann-Jansen, Jörg, Hermann Groß & Eva Munz (2000): Arbeitszeit '99. Ergebnisse einer repräsentativen Beschäftigungsbefragung zu traditionellen und neuen Arbeitszeitformen in der Bundesrepublik Deutschland. Düsseldorf, 205 S.
Abstract
Der Band berichtet über eine bundesweit durchgeführte repräsentative Beschäftigtenbefragung zu Arbeitszeitformen und -wünschen, die im Kontext einer kontinuierlichen Berichterstattung zur Arbeitszeit- und Betriebszeitentwicklung steht. Zentrales Untersuchungsziel der Erhebung von 1999 war außerdem die flächendeckende Erfassung der nach Inhalt und Form höchst unterschiedlichen Arbeitszeitkontenmodelle. Hierzu wurden zwischen Januar und März 4024 abhängig Beschäfigte im erwerbsfähigen Alter mündlich befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass schon rund 85 % der Erwerbstätigen in irgendeiner Form flexibler Arbeitszeiten beschäftigt sind, also beispielsweise Schicht- und Nachtarbeit, Wochenendarbeit, Teilzeitarbeit und Überstunden leisten. Gleichzeitig wünschen sich die Beschäftigten mehr Teilzeitangebote und weniger Überstunden, sind also an individueller Arbeitszeitverkürzung interessiert. 37 % der Beschäftigten sind in irgendeiner Form von Arbeitszeitkontenmodellen tätig. Durch dieses Flexibilisierungsinstrument lassen sich die Kapazitäten besser nutzen, eröffnen sich den Beschäftigten aber auch Spielräume zu mehr Teilzeit und weniger Überstunden. (IAB)
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Literaturhinweis
Working time: international trends, theory and policy perspectives (2000)
Golden, Lonnie; Gerson, Kathleen; Golden, Lonnie; Figart, Deborah M.; Harris, Naomi; Bluestone, Barry; Jacobs, Jerry A. ; Brubaker, Tanya; Kashian, Russel; Caplan, Robert; Leete, Laura ; Costanza, David; Lehndorff, Steffen; Figart, Deborah M.; Mutari, Ellen; George, David; Walker, Tom; Bell, Linda A.; Burkett, Paul; Prasch, Robert E.; Drago, Robert ; Riggs, Lynn T.; Cloud, Darnell; Rose, Stephen; Bosch, Gerhard; Schor, Juliet B. ;Zitatform
Golden, Lonnie & Deborah M. Figart (Hrsg.) (2000): Working time. International trends, theory and policy perspectives. (Advances in social economics), London u.a.: Routledge, 288 S.
Abstract
"Working time is a crucial issue for both research and public policy. This book presents a comprehensive analysis of both paid and unpaid work time, integrating a discussion of overwork, underwork, shortening of the working week, and flexible work practices. Time at work is affected by a complex web of evolving culture and social relations, as well as market, technological, and macroeconomic forces, and institutions such as collective bargaining and government policy. Using a variety of new data sources, the authors review the latest trends on working time in numerous countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Teilzeit für Ältere Arbeitnehmer (2000)
Grawert, Achim; Mölders, Heinz-Willi; Bögelein, Margareta; Knoll, Leonhard; Moog, Manfred;Zitatform
Grawert, Achim, Leonhard Knoll, Heinz-Willi Mölders, Manfred Moog & Margareta Bögelein (2000): Teilzeit für Ältere Arbeitnehmer. In: Personal : Zeitschrift für Human Resource Management, Jg. 52, H. 3, S. 114-134.
Abstract
Das Schwerpunktthema des Heftes problematisiert die Altersteilzeit als Instrument der Arbeitszeitflexibilisierung. Mit den Beiträgen sollen Unternehmen und Mitarbeitern Entscheidungshilfen und Erfahrungswerte zur Verfügung gestellt werden. 1. Achim Grawert/Leonhard Knoll: Flexibles Ende der Lebensarbeitszeit und Altersteilzeit. Das Beispiel des VW Zeit-Wertpapiers (114-119); 2. Heinz-Willi Mölders: Betriebliche Vereinbarungen zur Altersteilzeit. Das Beispiel der RWE Energie AG (120,122); 3. Manfred Moog: Flexible Gestaltung der Arbeitszeit. Das Beispiel der Commerzbank (124-126); 4. Margareta Bögelein: Marktübersicht: Hardware für das Arbeitszeitmanagement (128-134). (IAB2)
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Arbeitszeit 2000 in Nordrhein-Westfalen: Auswertung einer telefonischen Befragung von abhängig Beschäftigten, Selbständigen und Erwerbssuchenden (2000)
Groß, Hermann; Munz, Eva;Zitatform
Groß, Hermann & Eva Munz (2000): Arbeitszeit 2000 in Nordrhein-Westfalen. Auswertung einer telefonischen Befragung von abhängig Beschäftigten, Selbständigen und Erwerbssuchenden. Düsseldorf, 48 S.
Abstract
Die telefonische Befragung von insgesamt 1500 deutschen Erwerbspersonen aus Nordrhein-Westfalen zu Arbeitszeitformen, Arbeitszeitwünschen und arbeitszeitpolitischen Themen steht im Kontext einer seit 1987 laufenden Arbeitszeitberichterstattung, in deren Rahmen bisher fünf repräsentative Beschäftigtenbefragungen und zwei Betriebsbefragungen durchgeführt worden sind. Die Befragten gaben Auskunft über ihre Interessen und Motive etwa zu Teilzeitangeboten, Überstundenabbau oder Altersteilzeit. Sie benannten die aus ihrer Sicht vorrangigen arbeitszeitpolitischen Ziele und Maßnahmen und ihre Erwartungen an Staat und Tarifpartner. Die Ergebnisse zeigen, dass erhebliche Diskrepanzen bestehen nicht nur zwischen Arbeitszeitwunsch und -wirklichkeit, sondern vor allem zwischen vertraglich vereinbarter und faktischer Arbeitszeitrealität. (IAB2)
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Literaturhinweis
Untersuchung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen: Vorgaben - Untersuchungsansatz - Ergebnisse - Konsequenzen - Perspektiven (2000)
Hansis, Hermann;Zitatform
Hansis, Hermann (2000): Untersuchung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen. Vorgaben - Untersuchungsansatz - Ergebnisse - Konsequenzen - Perspektiven. In: Wirtschaft und Erziehung, Jg. 52, H. 9, S. 303-308.
Abstract
1997 wurde vom Arbeitsstab Aufgabenkritik beim Finanzministerium Nordrhein-Westfalen die Untersuchung der Lehrerarbeitszeit in Auftrag gegeben. Grundlage war eine Erhebung in rund 185 Schulen mit ca. 6500 Lehrkräften, deren Auswahl auf einer vom Lehrstuhl für Statistik der Universität Dortmund festgelegten Stichprobe beruhte. Der Beitrag dokumentiert zunächst die Vorgaben, den Untersuchungsansatz und den Untersuchungsverlauf. Die Ergebnisse und mögliche Konsequenzen für die Unterrichtsverpflichtung werden sowohl am Beispiel eines modifizierten Pflichtstundenmodells wie auch eines Jahresarbeitszeitmodells diskutiert. Abschließend werden Überlegungen zum Abbau nicht-pädagogischer Arbeit vorgestellt und nachgewiesen, dass die durchschnittliche Arbeitszeit aller Lehrerinnen und Lehrer deutlich über der des übrigen öffentlichen Dienstes liegt, was "jedes weitere Drehen an der Arbeitszeitschraube" verbietet. (BIBB2)
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Literaturhinweis
Wages, hours and human capital over the life cycle (2000)
Zitatform
Hart, Robert A. & Yue Ma (2000): Wages, hours and human capital over the life cycle. (IZA discussion paper 139), Bonn, 27 S., Anhang.
Abstract
In dem Papier wird ein Modell vorgestellt, das die Verteilung der Lohn/Arbeitszeit-Entwicklung über den Verlauf eines Erwerbslebens beschreibt. Das Modell basiert auf dem Humankapitalansatz und setzt asymmetrische Information voraus. Das Modell wird mit dem britischen Household Panel Survey (1991-1997) und dem British Labour Force Survey (1993/4) getestet. (IAB)
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Literaturhinweis
Early retirement and economic incentives (2000)
Hernoes, Erik; Sollie, Marte; Strom, Steinar;Zitatform
Hernoes, Erik, Marte Sollie & Steinar Strom (2000): Early retirement and economic incentives. In: The Scandinavian journal of economics, Jg. 102, H. 3, S. 481-502.
Abstract
"In Norway, early retirement programmes have gradually reduced the retirement age from 67 to 62 for a majority of the labour force. Based on micro data for 1990 and 1992, we estimate a competing-risk model with three states: full retirement, partial retirement/part-time work and full-time work. We then use the estimated model in simulations to study how financial incentives can be strengthened to extend working life. Financial incentives, educational background and industry affiliation are found to influence retirement behaviour. For low and medium incomes, the tax system shifts the incentives heavily towards early retirement and, in particular, towards partial retirement combined with part-time work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Deregulierung der Öffnungszeiten und Flexibilisierung der Beschäftigung im Einzelhandel (2000)
Hilf, Ellen; Jacobsen, Heike;Zitatform
Hilf, Ellen & Heike Jacobsen (2000): Deregulierung der Öffnungszeiten und Flexibilisierung der Beschäftigung im Einzelhandel. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 9, H. 3, S. 204-216. DOI:10.1515/arbeit-2000-0305
Abstract
"Im Streit um die Ladenöffnungszeiten geht es um die Frage, ob eine gesetzliche Regulierung der Arbeits(zeit)bedingungen einer Branche noch zu rechtfertigen ist. Als Beitrag zur Versachlichung der Debatte werden die Erfahrungen mit der Erweiterung der Öffnungsmöglichkeiten seit 1996 auf der Grundlage repräsentativer Befragungen von Betrieben und Beschäftigten des Einzelhandels bilanziert. Untersucht werden die Effekte auf die Handelsstruktur, die Beschäftigung und die Arbeits(zeit)bedingungen. Es wird gezeigt, dass sich die an die Deregulierung des Ladenschlussgesetzes geknüpften positiven Erwartungen - mehr Umsatz, mehr Beschäftigung - nicht erfüllt haben. Beschäftigung wurde abgebaut und dereguliert, flexible Arbeitszeitregelungen haben zugenommen. Vor dem Hintergrund der branchenspezifischen Bedingungen im Einzelhandel verstärken längere Öffnungszeiten die eingeschlagenen Entwicklungspfade mit negativen Folgen für die Handelsstruktur, die Beschäftigung und die Qualität des Handelsangebotes." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Working time, employment, and work sharing: evidence from Sweden (2000)
Zitatform
Jacobsen, Tor & Henry Ohlsson (2000): Working time, employment, and work sharing. Evidence from Sweden. In: Empirical economics, Jg. 25, H. 1, S. 169-187.
Abstract
Mit schwedischen Daten untersuchen die Autoren, ob durch eine Umverteilung bzw. Verkürzung der Arbeitszeit die Beschäftigung erhöht werden kann. (IAB)
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Literaturhinweis
Overtime hours in Great Britain over the period 1975-1999: a panel data analysis (2000)
Kalwij, Adriaan S.; Gregory, Mary;Zitatform
Kalwij, Adriaan S. & Mary Gregory (2000): Overtime hours in Great Britain over the period 1975-1999. A panel data analysis. (IZA discussion paper 153), Bonn, 23 S.
Abstract
In dem Beitrag wird mit Paneldaten der Jahre 1975 bis 1999 untersucht, welche Determinanten es für Überstunden in Großbritannien gibt. (IAB)
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Literaturhinweis
Aktuelle Fragen der Lehrerarbeitszeit: im Spannungsfeld einer Flexibilisierung des öffentlichen Dienstes und der Fürsorgepflicht des Dienstherrn (2000)
Koch, Christian;Zitatform
Koch, Christian (2000): Aktuelle Fragen der Lehrerarbeitszeit. Im Spannungsfeld einer Flexibilisierung des öffentlichen Dienstes und der Fürsorgepflicht des Dienstherrn. In: Recht der Jugend und des Bildungswesens, Jg. 48, H. 3, S. 264-279.
Abstract
Der Autor geht auf die verschiedenen Ebenen der Lehrerarbeitszeit ein: zum einen auf die Makro-Ebene der Lebensarbeitszeit (mit den Regelungselementen der Einstellungsteilzeit und der Altersteilzeit), und zum anderen auf die Mikro-Dimension, das Regelstundenmaß angemessen festzusetzen. "In der Zusammenschau bilden Teilzeitkonzepte, Altersteilzeit und Bemühungen um eine Neukonstruktion der Lehrerarbeitszeit ebenso wie Verschiebungen innerhalb der Komponenten der Lehrerarbeitszeit und ihre Begründungen unterschiedliche Facetten eines Systemzusammenhangs. Für das den verschiedenen Arbeitsstadien des Lehrerberufs zuzuordnende Stundenkontingent wird die Jahresarbeitszeit deutlicher zum verbindenden und verbindlichen Gesamtmaß. Aus den Konstruktionen der Lebensarbeitszeit, aus deren verschiedenartigen Gestaltungsmöglichkeiten, wie insbesondere der Altersteilzeit, verlängerte wöchentliche Arbeitszeiten oder auch nur Schwerpunktverlagerungen auf erhöhte Unterrichtszeiten zu begründen, überzeugt nicht." (IAB2)
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