Berufliche Mobilität
Eine Tätigkeit, die mehr Spaß verspricht, ein höheres Gehalt oder bessere Entwicklungsperspektiven: Es gibt viele Gründe, nicht länger im erlernten oder ausgeübten Beruf tätig zu sein. Nicht immer sind sie jedoch so erfreulich: Auslöser kann auch eine Entlassung sein.
Dieses Themendossier bietet Literaturhinweise zur beruflichen Mobilitätsforschung in Deutschland und in anderen Ländern. Sie erschließt theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse - beispielsweise zu den Fragen: Sind Berufswechsel lohnend? Für wen sind sie mit besonderen Risiken verbunden? Wie gut lassen sich bei einem beruflichen Neustart die bisher erworbenen Qualifikationen verwerten?
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Berufliche Mobilität in Deutschland
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Literaturhinweis
Wechsel der beruflichen Tätigkeit: Ergebnisse des Mikrozensus Juni 1982 (1983)
Bartunek, Ewald;Zitatform
Bartunek, Ewald (1983): Wechsel der beruflichen Tätigkeit. Ergebnisse des Mikrozensus Juni 1982. In: Statistische Nachrichten, Jg. 38, H. 6, S. 326-331.
Abstract
"Mit diesem Beitrag beginnt eine Serie von Artikeln, die sich mit einzelnen Auswertungsansätzen der Mikrozensus-Erhebung über Berufslaufbahnen im Juni 1982 befaßt."
"Der Auswertungsansatz "Wechsel der beruflichen Tätigkeit" erfaßt im Ablauf einer beruflichen Laufbahn zunächst nur die Tatsache des Wechsels bzw. die Zahl der Tätigkeitsetappen (Tätigkeitsetappe = Laufbahnabschnitt mit gleicher beruflicher Tätigkeit), ohne auf die Art der Tätigkeit selbst einzugehen."
"Von den 2,848.800 Beschäftigten, für die Daten aus diesem Sonderprogramm des Mikrozensus vorliegen, hatten 29,9% noch keinen Tätigkeitswechsel in ihrer Berufslaufbahn zu verzeichnen. Wesentlich mehr Frauen (38,9%) als Männer (24,5%) gehören dieser Kategorie an. 39,2% hatten bereits einen Tätigkeitswechsel, das restliche knappe Drittel hatte mindestens zweimal berufliche Tätigkeit gewechselt." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Berufsverlauf nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung (1983)
Hofbauer, Hans;Zitatform
Hofbauer, Hans (1983): Berufsverlauf nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 16, H. 3, S. 211-234.
Abstract
"Eine Analyse der Berufsverläufe nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung anhand der Daten aus der Beschäftigtendatei brachte u.a. folgende Ergebnisse: 1. Von den 460 000 Personen, die im Jahr 1975 eine betriebliche Berufsausbildung mit Erfolg abgeschlossen hatten, waren Ende 1976, also ca. 18 Monate nach Abschluß der Ausbildung, nur noch etwa 40% im Ausbildungsbetrieb tätig: 23% waren aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ausgeschieden (in weiterer Ausbildung, erwerbslos, Wehr- bzw. Ersatzdienst etc.) und 37% waren in einen anderen Betrieb übergewechselt. Bezogen auf die Ende 1976 noch sozialversicherungspflichtig beschäftigten Absolventen waren 48% nicht mehr im Ausbildungsbetrieb tätig. Die unterschiedlichen Verhältnisse in den einzelnen Wirtschaftgruppen werden dargestellt. 2. Mit dem Ausscheiden aus dem Ausbildungsbetrieb nach Abschluß der Ausbildung ist häufig auch ein Berufs- und Statuswechsel verbunden: 24% derjenigen, die eine Facharbeiterausbildung mit Erfolg abgeschlossen hatten und danach aus dem Ausbildungsbetrieb ausgeschieden waren, waren als Hilfs- bzw. angelernte Arbeiter beschäftigt (noch im Ausbildungsbetrieb: 6%). 3. Andererseits sind Facharbeiter mit bestimmten Ausbildungen in hohem Maße in der Weise flexibel, daß sie außerhalb ihres Ausbildungsberufes als Facharbeiter tätig sind. Ausgebildete Kraftfahrzeugmechaniker z.B. arbeiteten ca. 18 Monate nach Abschluß ihrer Ausbildung in etwa 45 anderen Berufen als Facharbeiter. 4. Das Arbeitseinkommen der Fachkräfte nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung streut je nach Ausbildungsberuf sehr stark: Ausgebildete Chemiefacharbeiter, Rohrschlosser oder Lithographen z.B. verdienen etwa doppelt so viel wie ausgebildete Floristen, Verkäufer oder Drogisten. Bei gleichem Ausbildungsberuf zeigen sich vielfach geschlechtsspezifische Unterschiede; meist ist das Arbeitseinkommen bei den männlichen Absolventen höher." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The attitudes toward work in career transitions (1983)
Krau, Edgar;Zitatform
Krau, Edgar (1983): The attitudes toward work in career transitions. In: Journal of vocational behavior, Jg. 23, H. 3, S. 270-285. DOI:10.1016/0001-8791(83)90041-6
Abstract
"The development of general attitudes toward work was investigated in career transitions of people at various career stages, belonging to various socioeconomic paths. It was assumed that general attitudes toward work, consisting of the affective meaning of work and of its centrality to the subject, are developed in an anticipatory manner on the basis of expectations, integrating occupational information with aspirations. Samples of junior and senior high school students, undergraduate university students, vocational trainees for skilled work, and persons trained for higher executive positions participated in the research. The results confirmed the role of expectations in attitude formation. Similar expectations as to status and advancement lead to similar attitudes regardless of differences in age or cultural background." (Author's abstract) ((en))
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Literaturhinweis
A multivariate model for mobility tables (1983)
Logan, John A.;Zitatform
Logan, John A. (1983): A multivariate model for mobility tables. In: American Journal of Sociology, Jg. 89, H. 2, S. 324-349.
Abstract
"A general "logistic-multiplicative" model is developed which incorporates variables besides origin category to predict destination category in occupational mobility tables. The additional variables can be continous or categorical. The (partial) bivariate relationship between origin and destination can be modeled with any of the existing multiplicative mobility models. In an empirical example, two main results emerge: interactions off the main diagonal become insignificant with the introduction of education and race variables; main diagonal effects for one origin category become insignificant while those for other categories do not, suggesting that different mechanismus of status transmission are at work in different strata." (Author's abstract) ((en))
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Literaturhinweis
Structural mobility, circulation mobility and the analysis of occupational mobility: a conceptual mismatch (1983)
Sobel, Michael;Zitatform
Sobel, Michael (1983): Structural mobility, circulation mobility and the analysis of occupational mobility. A conceptual mismatch. In: American Sociological Review, Jg. 48, H. 5, S. 721-727.
Abstract
"Stratification researchers typically conceptualize mobility in terms of structural and circulatory components and most investigators argue that it is analytically necessary to disaggregate mobility into these component parts. This paper examines (a) the two basic justifications that have been offered for the utilization of this conceptual framework and (b) the methodology that is used to "separate" mobility into its constituent parts. This examination reveals that mobility researchers have either failed to conceptualize structural and circualtion mobility in a meaningful fashion and/or have failed to decompose mobility successfully into structural and circulatory components. On the basis of this examination and its implications, it is argued that investigators should abandon the "structure vs. circulation" framework in future work." (Author's abstract) ((en))
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Literaturhinweis
Vom Ausbildungs- zum Arbeitsvertrag: Übernahmeangebot, beabsichtigter Betriebswechsel sowie tatsächliches Übergangsverhalten nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung (1983)
Stegmann, Heinz; Kraft, Hermine;Zitatform
Stegmann, Heinz & Hermine Kraft (1983): Vom Ausbildungs- zum Arbeitsvertrag. Übernahmeangebot, beabsichtigter Betriebswechsel sowie tatsächliches Übergangsverhalten nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 16, H. 3, S. 235-251.
Abstract
"Mit einer Analyse im Rahmen der IAB-Längsschnittuntersuchung "Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem" konnte geprüft werden, welche Faktoren für die Übernahme von Absolventen einer betrieblichen Berufsausbildung in ein Arbeitsverhältnis von Bedeutung sind. Folgende Ergebnisse sind hervorzuheben: ++ Ein knappes Drittel (29%) der ausgebildeten Fachkräfte wollte von sich aus den Ausbildungsbetrieb sofort nach erfolgreicher Abschlußprüfung verlassen. ... ++ Die Betriebe orientieren sich bei einem Übernahmeangebot stark an den während der Ausbildung erbrachten Leistungen in den praktischen Fächern. Kleinbetriebe bieten den ausgebildeten Fachkräften die Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis nur in unterdurchschnittlichem Umfang an. ++ Bis zu einem Jahr nach Abschluß der Ausbildung sind zwei von fünf Fachkräften nicht mehr im Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Neben dem Risiko, arbeitslos zu werden, ist mit einem Betriebswechsel auch eine geringere Verwendbarkeit der in der Ausbildung erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten verbunden. ... ++ Jede vierte erwerbstätige Fachkraft hat bis zu einem Jahr nach Abschluß der Ausbildung bereits mindestens einmal den Beruf gewechselt (ohne Betriebswechsel: 17%; mit Betriebswechsel: 41%). ... ++ Jede zweite Fachkraft, die nicht mehr im Ausbildungbetrieb beschäftigt ist und mindestens einmal den Beruf gewechselt hat, war Ende 1980 erwerbslos oder konnte nur wenig oder nichts von den erlernten Kenntnissen verwerten." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Ausbildungs- und Berufsverläufe: Retrospektivanalyse des IAB (1982)
Hofbauer, Hans;Zitatform
Hofbauer, Hans (1982): Ausbildungs- und Berufsverläufe. Retrospektivanalyse des IAB. In: D. Mertens (Hrsg.) (1982): Konzepte der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung : eine Forschungsinventur des IAB (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 70), S. 474-513.
Abstract
Darstellung der Methode und Ergebnisse der drei Berufsverlaufs-Untersuchungen des IAB aus den Jahren 1970, 1977 und 1979 nach dem Retrospektivverfahren, wobei das Retrospektivverfahren im Vergleich zum Panelverfahren folgende Vor- und Nachteile hat: "Als Vorteil des Retrospektivverfahrens kann gewertet werden, daß hier Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt gesammelt werden, die bei Panelstudien oft erst nach einem langen Zeitraum vorliegen, weil die Ereignisse (z.B. Berufswechsel) dort erst dann erhoben werden, wenn sie stattfinden. Weiterhin erfordert eine Panelstudie in der Regel höhere Kosten. Der hauptsächliche Nachteil der Retrospektivmethode liegt darin, daß man wegen des eingeschränkten Erinnerungsvermögens der Befragten nur Ereignisse im Berufsverlauf erheben kann, die wegen ihrer Bedeutung vermutlich im Gedächtnis haften geblieben sind. Weiterhin muß man sich auf die Erhebung von Fakten beschränken; Einstellungen und Meinungen können in der Regel nicht retrospektiv erfragt werden."
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Literaturhinweis
Stabilität und Flexibilität bei der beruflichen Eingliederung (1982)
Horstmann, Kurt;Zitatform
Horstmann, Kurt (1982): Stabilität und Flexibilität bei der beruflichen Eingliederung. In: (1982): Die Aussiedler in der Bundesrepublik Deutschland. Forschungen der AWR Deutsche Sektion. 2. Ergebnisbericht. Anpassung, Umstellung, Eingliederung, S. 223-237.
Abstract
Der Beitrag behandelt die berufliche Mobilität von Aussiedlern, die im Rahmen einer Langzeitstudie (1976-1979) untersucht wurde. Es wird gezeigt, daß die Spätaussiedler bei ihrer wirtschaftlichen Eingliederung erhebliche berufliche Umstellungen in Kauf nehmen müssen. Bei der Beurteilung des häufigen Berufswechsels darf jedoch nicht einseitig davon ausgegangen werden, daß er durch die Arbeitsmarktverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland erzwungen worden wäre und unbedingt zu einem sozialen Abstieg geführt habe. Es müssen auch die persönlichen Anlagen und Neidungen der Aussiedler als möglicher Grund zu einem Berufswechsel in Betracht gezogen werden. Außerdem war häufig die berufliche Qualifikation der Berufsbewerber nicht vorhanden oder nicht ausreichend glaubhaft gemacht oder sie hatten vor der Aussiedlung in den Herkunftsgebieten Tätigkeiten ausgeübt, die im Wirtschaftsbereich des Bundesgebiets auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt sind (z.B. landwirtschaftliche Traktoristen). Aus diesen oder anderen Gründen haben Aussiedler von sich aus den Wunsch nach einem Berufswechsel gehabt oder die Gelegenheit dazu gern wahrgenommen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Berufliche Flexibilität: Konzeption, Befunde, Schlußfolgerungen, Kritik und Forschungsperspektiven (1982)
Kaiser, Manfred;Zitatform
Kaiser, Manfred (1982): Berufliche Flexibilität. Konzeption, Befunde, Schlußfolgerungen, Kritik und Forschungsperspektiven. In: D. Mertens (Hrsg.) (1982): Konzepte der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung : eine Forschungsinventur des IAB (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 70), S. 397-444.
Abstract
Der Beitrag "befaßt sich vornehmlich mit beruflicher Flexibilität, als er berufliche Mobilität und berufliche Substitution sowohl gesondert als auch in ihren Wechselbeziehungen zueinander betrachtet. Er befaßt sich also weniger mit sozialer Mobilität und überhaupt nicht mit sozialer Substitution. Räumliche und sektorale Mobilität werden nur insoweit behandelt, als sie mit beruflicher Flexibilität verbunden sind. Er bezieht die unterschiedlichsten Personen- und Arbeitsplatzgruppen ein. Er konzentriert sich auf die maßgebende Forschung des IAB. Die Heranziehung von Forschungsergebnissen anderer Institutionen oder gar anderer Länder müßte einer größeren Arbeit vorbehalten sein. Die Darstellung der wichtigsten Forschungsergebnisse folgt im wesentlichen der Gliederung nach den Gesichtspunkten der ++ realisierten und latenten Mobilität, ++ realisierten und latenten Substitution ++ potentieller Flexibilität."
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Literaturhinweis
Arbeitsteilung, strukturelle Mobilität und Kassenbildung. Eine theoretische Perspektive für die Mobilitätsforschung (1981)
Bornschier, Volker;Zitatform
Bornschier, Volker (1981): Arbeitsteilung, strukturelle Mobilität und Kassenbildung. Eine theoretische Perspektive für die Mobilitätsforschung. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 10, H. 2, S. 117-132. DOI:10.1515/zfsoz-1981-0201
Abstract
"Der Beitrag stellt mehrere theoretische Überlegungen zur Diskussion, die vernachlässigte Aspekte der Berufsmobilitätsforschung betreffen. Zunächst wird eine Neuorientierung der Mobilitätsforschung in Richtung der Erforschung der Gründe und Folgen von struktureller Mobilität empfohlen. Die vorgeschlagene Theorie befaßt sich mit wichtigen Veränderungen der beruflichen Arbeitsteilung. Ein solcher Ansatz erlaubt, bestimmte strukturelle Positionen zusammenzufassen als ökonomische Klassen zu deuten. Der Rahmen der Theorie ist das System der formalen Organisation und die Weltwirtschaft. Die Weltwirtschaft wird berücksichtigt, um damit den Einfluß der weltumspannenden Arbeitsteilung auf andere Einheiten einzufangen. Verschiedene Propositionen zur strukturellen und Austauschmobilität sowie zur inter- und intragenerationellen Mobilität werden zur Diskussion gestellt. Und schließlich werden einige Auswirkungen des Prozesses der Arbeitsteilung auf die Konzeptualisierung von Klassen behandelt."
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Literaturhinweis
Berufswege von Erwerbstätigen mit Facharbeiterausbildung (1981)
Hofbauer, Hans;Zitatform
Hofbauer, Hans (1981): Berufswege von Erwerbstätigen mit Facharbeiterausbildung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 14, H. 2, S. 127-138.
Abstract
"In der Bundesrepublik Deutschland gibt es derzeit 8,36 Mio. deutsche Erwerbstätige mit Facharbeiterausbildung. Davon sind jedoch nur 3,80 Mio., das sind 45%, als Facharbeiter beschäftigt. Die übrigen verteilen sich auf folgende Gruppen (jeweils in % aller ausgebildeten Facharbeiter): 1,34 Mio. (16%) haben nach der Facharbeiterausbildung eine zusätzliche Berufsausbildung absolviert und sind nicht mehr als Facharbeiter tätig. Ohne zusätzliche Berufsausbildung sind in andere Gruppen übergegangen: 1,35 Mio. (16%) in die Gruppe der Angestellten, 0,87 Mio. (11%) in die Gruppe der Hilfs- und angelernten Arbeiter, 0,54 Mio. (7%) in die Gruppe der Selbständigen (einschl. Mithelfender), 0,36 Mio. (4%) in die Gruppe der Beamten. Diese einzelnen Gruppen werden näher analysiert und dabei vor allem folgende Fragen angesprochen: Wie setzen sich diese Gruppen nach sozio-demographischen und beruflichen Merkmalen zusammen? In welcher Lebensphase erfolgt überwiegend der Abgang aus der Facharbeiterschaft? Wieviel von der Facharbeiterausbildung kann in der jetzigen Tätigkeit noch verwertet werden?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildungs- und Beschäftigungssysteme als Determinanten beruflicher Mobilität von Männern: Ein Vergleich zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland (1981)
Zitatform
König, Wolfgang (1981): Bildungs- und Beschäftigungssysteme als Determinanten beruflicher Mobilität von Männern. Ein Vergleich zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland. Mannheim: Universität Mannheim, 168 S.
Abstract
"Das Ziel dieser Arbeit ist der systematische Vergleich beruflicher Mobilität in zwei europäischen Industrieländern, Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland. Ausgangspunkt für erwartete Länderdifferernzen sind Unterschiede in den Bildungs- und Beschäftigungssystemen, welchen ich zusammen mit spezifischen Besonderheiten der ökonomischen, demographischen und globalen historischen Entwicklung dieser politischen Einheiten eine systematische Wirkung auf berufliche Mobilitätsmuster unterstelle." "Theoretische Erwägungen und Gründe der Arbeitsökonomie haben zu verschiedenen Eingrenzungen des Untersuchungsgegenstandes geführt. Erstens beschränke ich mich auf Männer, da bei Frauen grundlegend andersgeartete Karrieremuster zu erwarten sind, sowie - unfreiwilligerweise - auf Einheimische. Zweitens untersuche ich intragenerationale Mobilität in sehr eingegrenztem Sinne, nämlich als Berufsklassenwechsel zwischen 1965 und 1970. 'Karrieremobilität' versuche ich im Bedingungsgefüge von Alter, Kohortenzugehörigkeit, Bildung und Arbeitsmarkt zu verstehen. Mein Hauptaugenmerk gilt hierbei länderspezifischen Mobilitätsmustern, die ich im Rahmen von Besonderheiten der Systemstrukturen und historischen Entwicklungen zu 'erklären' versuche. Ich beginne mit der Präsentation von Struktur- und Entwicklungsunterschieden der beschäftigungssysteme (Kapitel 2) und Bildungssysteme (Kapitel 3), entwickle aus den beobachteten Unterschieden Arbeitshypothesen (Kapitel 4) und ein entprechendes Kategorienschema für die eigene Sekundäranalyse (Kapitel 5), die im Anschluß daran folgt (Kapitel 6 bis 9)." Aus den Ergebnissen der Arbeit: "Wie ist die höhere Mobilität in Frankreich insgesamt zu beurteilen, insbesondere die viel stärkere Abwärtsmobilität? Hier sehe ich einen wichtigen grund in der Bildungsverteilung Frankreichs, mit einem enorm hohen Anteil männlicher Erwerbstätiger mit niedrigem Bildungsniveau. Dies bewirkt nicht nur einen minimalen Diskriminierungsgrad dieser Bildungsstufen in Frankreich, sondern fördert Kohorten. In der BRD bleiben Erwerbstätige in diesen Bildungsstufen praktisch immer immobil, können später also auch nicht absteigen, wogegen in Frankreich höhere Positionen auf lange Sicht erreicht werden können, die dann allerdings auch besonders labil und abstiegsgefährtet sind. Die Einwirkung starker Umschichtungen im Produktionsapparat haben in Frankreich gegen Ende der 60er Jahre in Zusammenwirkung mit der Quakifikationsstruktur besonders hohe 'Fluidität' erzeugt."
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Literaturhinweis
Zum Wandel der beruflichen Qualifikationsstruktur in der Bundesrepublik Deutschland seit Anfang der 60er Jahre (1981)
Wolfmeyer, Peter; Warnken, Jürgen;Zitatform
Wolfmeyer, Peter & Jürgen Warnken (1981): Zum Wandel der beruflichen Qualifikationsstruktur in der Bundesrepublik Deutschland seit Anfang der 60er Jahre. In: Mitteilungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Jg. 32, H. 4, S. 245-268.
Abstract
"Die Qualifikationsstruktur der Erwerbstätigen weist in den letzten 20 Jahren eine Entwicklung auf, die durch das Vordringen der Dienstleistungsberufe und durch höhere Anforderungen an die Flexibilität und die formale Qualifikation der Arbeitskräfte gekennzeichnet ist. Indizien für die gesamtwirtschaftliche Gültigkeit der Polarisierungs- oder gar der Dequalifizierungsthese ließen sich mit dem hier gewählten Ansatz, der sich auf den Qualifikationsindikator "Beruf" stützt, hingegen nicht nachweisen. Im einzelnen erbrachte die Analyse folgende Ergebnisse: ... Die Entwicklung der Berufsstruktur weist ... den in der Drei-Sektoren-Hypothese vorausgesagten Übergang vom "sekundären" zum "tertiären" Bereich auf. ... Eine zweite große Entwicklung des berufsstrukturellen Wandels der 60er und 70er Jahre stellt eine Beschäftigungsstrategie der Unternehmen dar, die als Flexibilisierung des Arbeitskräfteeinsatzes bezeichnet werden kann. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß bevorzugt solche Arbeitskräfte beschäftigt wurden, die aufgrund ihrer Ausbildung und ihres Qualifikationsprofils multifunktional einsetzbar sind. ... Die Flexibilisierung der Unternehmen war von einer hohen beruflichen Flexibilität der Arbeitskräfte begleitet, wie sie im Anteil der Arbeitskräfte mit einem vom erlernten Beruf abweichenden ausgeübten Beruf zum Ausdruck kommt. ... Das gesamtwirtschaftliche Qualifikationsniveau hat sich - gemessen an den Bildungsabschlüssen der Erwerbstätigen - in den letzten 20 Jahren deutlich erhöht."
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Literaturhinweis
Berufliche Mobilitaet in der Bundesrepublik. Arbeitsbuch zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre (1979)
Herz, Thomas A.; Wieken-Mayser, Maria;Zitatform
Herz, Thomas A. & Maria Wieken-Mayser (1979): Berufliche Mobilitaet in der Bundesrepublik. Arbeitsbuch zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre. (Arbeitsbücher zur sozialwissenschaftlichen Methodenlehre), Frankfurt: Campus-Verl., 127 S.
Abstract
"das vorliegende Arbeitsbuch ist eine Einführung zum Thema "Berufliche Mobilität in der Bundesrepublik". In den einzelnen Kapiteln werden zunächst die Entwicklung der Mobilitätsforschung allgemein und anschließend verschiedene Analyseverfahren behandelt. Zu jeder Technik wurden Aufgaben formuliert, zu deren Lösung drei Datensätze angeboten werden, mit denen man selbständig arbeiten kann. Es handelt sich um Umfragedaten aus den Beständen des Zentralarchivs aus den Jahren 1959 bis 1972, die für diesen Zweck speziell aufbereitet wurden."
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Literaturhinweis
Strukturen und Determinanten der beruflichen Wiedereingliederung von Langfristarbeitslosen: aus der Untersuchung des IAB über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit (1978)
Brinkmann, Christian;Zitatform
Brinkmann, Christian (1978): Strukturen und Determinanten der beruflichen Wiedereingliederung von Langfristarbeitslosen. Aus der Untersuchung des IAB über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 11, H. 2, S. 178-197.
Abstract
"Im Rahmen der IAB-Verlaufsuntersuchung bei Arbeitslosen vom September 1974 wurde im November 1976 eine weitere Nacherhebung durchgeführt. Sie ergab, daß zu dieser Zeit 11 % der Befragten arbeitslos gemeldet waren, darunter knapp 7 % ohne zwischenzeitliche Arbeitsaufnahme. Im Verlauf des ersten Jahres nach dem Stichtag verlangsamte sich der Abbau der Arbeitslosigkeit bzw. die Wiederaufnahme einer Arbeit beträchtlich. Eine derartige Verlangsamung hat dagegen im zweiten Jahr nicht mehr stattgefunden. Hierbei dürfte eine Rolle spielen, daß sich nach gut einem Jahr Dauer der Arbeitslosigkeit die Wiedereingliederungsquoten (d.h. der Anteil der Abgänger, die bei Beendigung der Arbeitslosigkeit oder eine gewisse Zeit danach erwerbstätig sind) zunächst wieder erhöhen und dann auf einem (allerdings vergleichsweise niedrigen) Niveau von gut 40 % einpendeln. Von Bedeutung dürfte auch die Tatsache sein, daß Abgänge in Hausfrauentätigkeit und als Rentner in besonders starkem Maße kurz vor und nach dem Ablauf des ersten Jahres Arbeitslosigkeit erfolgen, so daß diese Abgänge auch im zweiten Jahr nach dem Stichtag noch zum Abbau der Arbeitslosigkeit beitragen. Auch wenn sich die Wiedereingliederungsquoten von Langfristarbeitslosen nicht sukzessive weiter zu verringern scheinen, werden die Schwierigkeiten der Wiedereingliederung mit der Dauer der Arbeitslosigkeit immer größer. Dies wird daran deutlich, daß die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit und damit auch die Wiedereingliederungsfälle pro Zeiteinheit erheblich zurück gehen. Mit zunehmender bisheriger Dauer der Arbeitslosigkeit vergrößert sich auch die noch zu erwartende künftige Dauer der Arbeitslosigkeit. Im Hinblick auf die Dauer der Arbeitslosigkeit und die berufliche Eingliederung (bzw. Ausgliederung) von Langfristarbeitslosen haben demographische und qualifikatorische Merkmale einen ausschlaggebenden Einfluß (gesundheitliche Einschränkungen, Alter, Geschlecht, Familienstand, Erwerbstätigkeit des Ehepartners, berufliche Situation vor der Arbeitslosigkeit). Demgegenüber sind subjektive Faktoren bzw. 'Handlungsstrategien' von Arbeitslosen (Mobilitätsbereitschaft in verschiedenen Dimensionen, eigene Versuche zur Arbeitsaufnahme, Ablehnung von angebotenen Arbeitsplätzen) weniger von Bedeutung. Soweit sich von der Mobilitätsbereitschaft ein gewisser Einfluß auf die berufliche Wiedereingliederung von Langfristarbeitslosen ergibt, ist er auf die Bereitschaft zu einem längeren Arbeitsweg, zu einem Umzug, zu einer ungünstigeren Arbeitszeit und zu ungünstigeren Arbeitsbedingungen (Witterung, Lärm, Schmutz usw.) zurückzuführen; kaum ein Zusammenhang besteht dagegen mit der Bereitschaft, eine schlechtere bzw. schlechter bezahlte berufliche Position einzunehmen, die Branche zu wechseln oder eine andere Tätigkeit aufzunehmen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Möglichkeiten zur Operationalisierung des Flexibilitätsbegriffs (1978)
Kreutz, Henrik;Zitatform
Kreutz, Henrik (1978): Möglichkeiten zur Operationalisierung des Flexibilitätsbegriffs. In: D. Mertens & M. Kaiser (Hrsg.) (1978): Berufliche Flexibilitätsforschung in der Diskussion : Hauptband mit Materialienbände 1-3 (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 30), S. 207-234.
Abstract
"Zusammenfassend kann gesagt werden, daß eine erste Reflexion der Versuche, den Flexibilitätsbegriff operational zu fassen, zu einer Diskrepanz zwischen angestrebtem Bedeutungsinhalt und den tatsächlich erstellten Daten geführt hat. Will man verhindern, daß der Begriff 'Flexibilität' ein reines Artefakt wird, das nicht tatsächliche Vorgänge beschreibt, sondern lediglich Eigenschaften von Tabellen, die inhaltlich nicht weiter interpretiert werden können, so wird man eine Präzisierung der Terminologie und eine Reformulierung der angewendeten empirischen Verfahren nicht umgehen können. Immerhin läßt sich aber sagen, daß die bisherige Forschung eine Reihe von Hinweisen dafür erbracht hat, wie eine solche Reformulierung vorgenommen werden sollte." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Probleme der international vergleichenden Messung sozialer Mobilität (1978)
Stupening, Eduard;Zitatform
Stupening, Eduard (1978): Probleme der international vergleichenden Messung sozialer Mobilität. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 4, H. 1, S. 33-61.
Abstract
"Ein Ziel dieser Untersuchung liegt darin, die methodischen Schwierigkeiten bei einem Vergleich auf internationaler Ebene aufzuzeigen. Ein weiteres Ziel stellt die vergleichende Analyse dar. Es soll die soziale (hier: berufliche) Mobilität untersucht werden, als Bewegungen auf einer vertikalen Achse, auf der soziale Positionen über- bzw. untergeordnet sind. Zuerst erfolgt eine Abgrenzung des Mobilitätsbegriffs, der als Gegenstand einer soziostrukturellen wie auch individuellen Betrachtung unterschiedliche Aspekte aufgrund unterschiedlicher Definitionen aufzeigen kann. Die Erläuterungen der Fragestellungen und ihrer Operationalisierungen, wie sie in der Literatur bis Anfang der 70er Jahre zu finden sind, führen nicht nur in die theoretische Problematik ein, sondern weisen auch auf methodische Schwächen der damaligen Studien. Angesichts dieser Problematik wird hier versucht, eine vergleichende Analyse durchzuführen, die von vornherein bemüht ist, nicht zu einer lediglich dichotomen Trennung sozioökonomischer Schichtung in 'manual' und 'nonmanual' zu gelangen, sondern mit Hilfe von sieben Kategorien eine differenziertere Betrachtung der Fluktuationen zwischen Berufskreisen vorzunehmen. Als Analyseinstrumente wurden zwei Methoden ausgewählt, die einerseits der Fragestellung gerecht werden, d.h. die Offen- bzw. Geschlossenheit von Berufsbereichen gegenüber sozialer Mobilität vergleichbar zu quantifizieren vermögen, andererseits aber auch keine problematischen Anforderungen an das Skalenniveau des Datenmaterials stellen."
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Literaturhinweis
Widerstände und Hemmfaktoren bei Berufswechsel und Umschulung von Landwirten: ihre Berücksichtigung in der sozioökonomischen Beratung (1977)
Albrecht, Hartmut; Grabowski-Pamlitschka, Silvia;Zitatform
Albrecht, Hartmut (1977): Widerstände und Hemmfaktoren bei Berufswechsel und Umschulung von Landwirten. Ihre Berücksichtigung in der sozioökonomischen Beratung. (Landwirtschaft - Angewandte Wissenschaft 197), Hiltrup: Landwirtschaftsverlag, 206 S.
Abstract
Der ökonomisch-technische Wandel macht es erforderlich, daß viel Landwirte ihren Beruf aufgeben müssen. Der beruflichen Umorientierung stehen aber psychische Hemmfaktoren im Wege. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die verfügbaren Untersuchungen zu sichten, um sie für die Klärung von Methoden und Organisationsfragen der sozioökonomischen Beratung von Landwirten ansatzbar zu machen.
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und Mobilität. (Aus der Untersuchung des IAB über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit) (1977)
Brinkmann, Christian;Zitatform
Brinkmann, Christian (1977): Arbeitslosigkeit und Mobilität. (Aus der Untersuchung des IAB über Ursachen und Auswirkungen von Arbeitslosigkeit). In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 10, H. 2, S. 201-223.
Abstract
"Im Herbst hat das IAB eine Befragung bei einer repräsentativen Gruppe von deutschen Arbeitslosen durchgeführt, die ein Jahr zuvor (im September 1974) beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet waren. Mit einer schriftlichen Befragung wurden u.a. detaillierte Informationen über berufliche Veränderungen vor und nach der Arbeitslosigkeit erhoben. Hierüber wird im vorliegenden Beitrag berichtet. Die Ergebnisse deuten auf eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes auf der Seite des Angebots an Arbeitskräften hin. Bei bestimmten Teilgruppen der Arbeitslosen ergeben sich allerdings erhebliche Belastungen als Folgeprobleme dieser Anpassungsleistung (Qualifikationsverlust, Einkommensverlust, beruflicher Abstieg, wiederholte Arbeitslosigkeit). Korrigierende und kompensierende arbeitsmarkt- und bildungspolitische Maßnahmen erscheinen dringend geboten, um einer "Strukturalisierung" unter den Arbeitslosen entgegenzuwirken und zu verhindern, daß der Strukturwandel am Arbeitsmarkt ausschließlich zu Lasten von weitgehend zufällig betroffenen Arbeitslosen geht. Bei der Aufgliederung nach einzelnen Gruppen von Arbeitslosen ergibt sich insgesamt ein sehr differenziertes Bild. Höhere Wiedereingliederungsquoten verbinden sich ganz allgemein bei höherqualifizierten Arbeitslosen mit auch "qualitativ" besseren Wiedereingliederungsergebnissen. Den Gegenpol zu dieser Gruppe bilden Arbeitslose mit niedrigen bzw. ohne formale Bildungsabschlüsse und insbesondere auch Arbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen. Bei ihnen verbinden sich stark unterdurchschnittliche Wiedereingliederungsquoten mit Qualifikationsverlust und beruflichen Verschlechterungen. Zum Teil läßt sich hier auch eine beträchtliche Instabilität bei der beruflichen Wiedereingliederung erkennen. Arbeitslose, die keinen vollwertigen beruflichen Abschluß erreicht und lediglich eine betriebsspezifische Anlernung absolviert haben, tragen ein besonders hohes Rsisiko der Qualifikationsvernichtung und des beruflichen Abstiegs im Falle von Arbeitslosigkeit. Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit verringert sich nicht nur die Wiedereingliederungsquote, es werden ebenfalls Berufswechsel und berufliche Abstiege häufiger. Hierbei lassen sich auch eindeutige Zusammenhänge mit den Belastungen während der Arbeitslosigkeit erkennen, so daß sich Belastungen während und nach der Arbeitslosigkeit auf die gleichen Gruppen von Arbeitslosen konzentrieren. Aus den vorliegenden Ergebnissen läßt sich weiterhin entnehmen, daß angesichts anhaltend hoher Arbeitslosigkeit auch wiederholte (u.U. kurzfristige) Arbeitslosigkeit der gleichen Personen besonderer Aufmerksamkeit bedarf." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Überlegungen zur Erfassung der Entscheidungssituation von Landwirten beim Berufswechsel (1977)
Dohmen, Heinrich-Josef;Zitatform
Dohmen, Heinrich-Josef (1977): Überlegungen zur Erfassung der Entscheidungssituation von Landwirten beim Berufswechsel. Bonn: Universität Bonn, 207 S.
Abstract
"Entwicklung eines theoretischen Rahmens mit Modellcharakter zur Erfassung und Aufhellung von Entscheidungssituationen u. -prognosen von Landwirten vor dem Wechsel in einen nichtlandwirtschaftlichen Beruf."
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