Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
Zurück zur Übersicht- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Methoden und Daten
-
Arbeitsmarktentwicklung
- Arbeitsmarktentwicklung insgesamt
- Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsvolumen
- Arbeitskräftebedarf, offene Stellen
- Arbeitskräftemangel
- Freisetzungen, Arbeitsplatzabbau
- Erwerbsbeteiligung, Erwerbsverhalten
- Arbeitskräftemobilität
- Stille Reserve
- Arbeitslosigkeit
- Lohn und Einkommen
- Berufsausbildung/Ausbildungsstellenmarkt
- Arbeitsmarktprognose
- Qualifikationsniveau
- Wirtschaftszweige
- Personengruppen
- Regionale Vergleiche
- Bundesländer
- Siedlungsstruktur
-
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Thüringen (2005)
Farhauer, Oliver; Granato, Nadia; Dietrich, Ingrid;Zitatform
Farhauer, Oliver, Nadia Granato & Ingrid Dietrich (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Thüringen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 02/2005), Nürnberg, 61 S.
Abstract
"Die Studie untersucht die Beschäftigungsentwicklung in Thüringen und ist ein Teilprojekt der vergleichenden Analyse von Länderarbeitsmärkten (VALA). VALA analysiert die Prozesse auf den regionalen Arbeitsmärkten mit dem Ziel, die Determinanten der stark divergierenden Entwicklungen zu identifizieren. Als theoretische Grundlagen der Untersuchung werden hauptsächlich die Ansätze zum regionalen Strukturwandel und zur neuen Regionalökonomie herangezogen. Dabei werden unterschiedliche regionale Einheiten wie Kreise, siedlungsstrukturelle Typen und Bundesländer gleichzeitig über einen längeren Zeitraum betrachtet. Die verwendeten Daten stammen aus der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit und decken für die östlichen Bundesländer den Zeitraum zwischen 1995 und 2001 ab. Die deskriptiven Ergebnisse zeigen, dass die Beschäftigung in Thüringen zwischen 1995 und 2001 jährlich um durchschnittlich 1,9 Prozent gesunken ist. Obwohl die Beschäftigungsentwicklung in Thüringen rückläufig ist, hat sie sich trotzdem deutlich besser entwickelt als in Ostdeutschland insgesamt (-2,5 Prozent). Im Vergleich zwischen den neuen Bundesländern weist Thüringen die günstigste Entwicklung auf. Wählt man als Referenzraum aber die alten Länder, so liegt Thüringen hinter dem schlechtesten westdeutschen Bundesland (Bremen: -1,0 Prozent). Auf Kreisebene zeigt sich, dass in 20 der 23 Kreise Thüringens ein Rückgang der Beschäftigung festzustellen ist, wobei gravierende regionale Niveauunterschiede existieren. Die höchste Abnahme verzeichnete Gera (-4,4 Prozent), während der Wartburgkreis (0,5 Prozent) den größten Zuwachs erzielen konnte. Aus theoretischer Sicht sind als wichtigste Determinanten der Beschäftigungsentwicklung das Qualifikationsniveau der Beschäftigten, die Lohnstruktur, die Verteilung der Branchen und Betriebsgrößen zu nennen. Im ostdeutschen Vergleich ist Thüringen durch einen überdurchschnittlichen Anteil Hochqualifizierter, ein unterdurchschnittliches Lohnniveau und einen überdurchschnittlichen Anteil an kleineren und mittleren Betrieben geprägt. Die drei Branchen mit den höchsten Beschäftigtenanteilen sind das Baugewerbe, der Handel und die Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Direct and indirect effects of new business formation on regional employment (2005)
Zitatform
Fritsch, Michael, Pamela Mueller & Antje Weyh (2005): Direct and indirect effects of new business formation on regional employment. In: Applied Economics Letters, Jg. 12, H. 9, S. 545-548.
Abstract
"The impact of new business formation on regional employment has been investigated. The main effects occur after a considerable time lag. Obviously, a large part of the effect is not due to job creation by the newcomers but rather is of indirect nature. This implies that a large part of the debate about job creation by new business so far has been misleading." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; -
Literaturhinweis
Neuschätzung der Stillen Reserve und des Erwerbspersonenpotenzials für Ostdeutschland (einschl. Berlin-Ost) (2005)
Zitatform
Fuchs, Johann & Brigitte Weber (2005): Neuschätzung der Stillen Reserve und des Erwerbspersonenpotenzials für Ostdeutschland (einschl. Berlin-Ost). (IAB-Forschungsbericht 18/2005), Nürnberg, 38 S.
Abstract
"Der Bericht präsentiert revidierte Schätzungen für die Stille Reserve und das Erwerbspersonenpotenzial Ostdeutschlands. Die aktuellen Berechnungen berücksichtigen insbesondere die Erkenntnisse über die geringfügige Beschäftigung und integrieren diese für eine Korrektur der Erwerbsquoten des Mikrozensus, der Datenbasis der Potenzialrechnung des IAB. Außerdem wird zum ersten Mal das Erwerbspersonenpotenzial und die Stille Reserve in den neuen Ländern nach der Wende auf der Basis von nach Alter und Geschlecht strukturierten Potenzialerwerbsquoten ermittelt. Das neu geschätzte Erwerbspersonenpotenzial liegt durchgängig über den alten Schätzungen, während die neu berechnete Stille Reserve im Niveau niedriger ist. Damit wird die früher nicht vollständig erfasste geringfügige Beschäftigung aufgeteilt: Ein Teil war bereits in der Stillen Reserve enthalten, ein anderer Teil fehlte dem Erwerbspersonenpotenzial. Hervorzuheben ist, dass in den neuen Ländern seit der Wiedervereinigung kein sichtbarer Rückgang der Erwerbsbeteiligung erfolgte. Die Potenzialerwerbsquoten von Männern wie Frauen sind weiterhin auf hohem Niveau." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktanalyse: Die "Stille Reserve" gehört ins Bild vom Arbeitsmarkt (2005)
Zitatform
Fuchs, Johann, Ulrich Walwei & Brigitte Weber (2005): Arbeitsmarktanalyse: Die "Stille Reserve" gehört ins Bild vom Arbeitsmarkt. (IAB-Kurzbericht 21/2005), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"Die registrierte Arbeitslosigkeit hat eine neue Rekordhöhe in Deutschland erreicht. Die Unterbeschäftigung ist in ihrem gesamten Ausmaß damit aber noch nicht erfasst. Viele Erwerbspersonen ziehen sich nämlich aufgrund der schlechten Arbeitsmarktlage vom Arbeitsmarkt zurück oder nehmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teil. Diese sogenannte "Stille Reserve" hat in den letzten 10 Jahren zwar deutlich abgenommen, ist aber noch immer sehr bedeutsam. Seit den 90er Jahren zählen im Osten wie im Westen etwa gleich viele Frauen und Männer zur Stillen Reserve. Dies ist anders als bis Ende der 80er Jahre, als noch deutlich mehr Frauen als Männer nicht in den offiziellen Statistiken geführt wurden. Überraschenderweise hat sich der Umfang der Unterbeschäftigung in den letzten 10 Jahren kaum verändert. Allerdings hat sich das Schwergewicht von der verdeckten zur offenen Arbeitslosigkeit hin verschoben. Dadurch ist auch die amtliche Arbeitsmarktstatistik ein Stück "ehrlicher" geworden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Vorausschätzung der Erwerbsbevölkerung bis 2050 (2005)
Zitatform
Fuchs, Johann & Doris Söhnlein (2005): Vorausschätzung der Erwerbsbevölkerung bis 2050. (IAB-Forschungsbericht 16/2005), Nürnberg, 51 S.
Abstract
"Die Bevölkerungsprojektion bestätigt weitgehend die bereits bekannten Tendenzen: Die Deutschen werden immer weniger und immer älter. Die Projektion schätzt die Zahl der Deutschen getrennt nach Ost und West, sowie die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer mit einem Komponentenmodell Jahr für Jahr für die nächsten 50 Jahre. Es wurden mehrere Varianten gerechnet, die insbesondere ein breites Spektrum an Annahmen zum Wanderungsgeschehen abdecken. Bei realistischen Zuwanderungsannahmen wird die Bevölkerungszahl in den nächsten Jahren geringfügig, langfristig aber deutlich sinken. Vor allem jedoch wird die Bevölkerung altern, denn beinahe unabhängig von der Zuwanderung wird die Zahl der Jüngeren sinken und der Anteil der Älteren steigen. Nicht zuletzt deshalb ist die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, von 15 bis 64 Jahre (Erwerbsbevölkerung), vom demografischen Wandel noch stärker betroffen als die gesamte Bevölkerung. Der Anteil der Erwerbsbevölkerung an der gesamten Bevölkerung geht zurück. Langfristig wird damit die Basis des Arbeitskräfteangebots deutlich schmäler. Besonders stark sinkt die Zahl der Deutschen, wobei die neuen Länder noch mehr als die alten Länder vom Rückgang der (Erwerbs-)Bevölkerung betroffen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Neuschätzung der Stillen Reserve und des Erwerbspersonenpotenzials für Westdeutschland (inkl. Berlin-West) (2005)
Zitatform
Fuchs, Johann & Brigitte Weber (2005): Neuschätzung der Stillen Reserve und des Erwerbspersonenpotenzials für Westdeutschland (inkl. Berlin-West). (IAB-Forschungsbericht 15/2005), Nürnberg, 64 S.
Abstract
"Der Bericht stellt revidierte Schätzungen für die Stille Reserve und das Erwerbspersonenpotenzial Westdeutschlands zur Diskussion. Datenbasis sind korrigierte Erwerbsquoten des Mikrozensus, die die geringfügige Beschäftigung besser berücksichtigen als die Orginal-Erwerbsquoten. Insgesamt wurden für 40 Subpopulationen 'Weighted Least Squares'-Regressionen mit Zeitreihen gerechnet. Es wurde mehr Wert auf eine inhaltliche Interpretation des Zusammenhanges gelegt als auf ein einheitliches Erscheinungsbild. Die Ergebnisse wurden intensiv auf Verletzungen der Voraussetzungen der Regressionsanalyse getestet. Die statistischen Tests und auch die graphische Analyse ergeben ein im Großen und Ganzen zufrieden stellendes Ergebnis. Von den insgesamt 40 Gleichungen weist keine einzige gravierende statistische Schwächen auf, obwohl sicherlich einige 'verbessert' werden könnten. Als Ergebnis kristallisierte sich heraus, dass die Stille Reserve nun im Niveau deutlich unter den früheren Schätzungen liegt. Dagegen ist das Erwerbspersonenpotenzial sogar höher als nach den Berechnungen von Thon/Bach aus dem Jahr 1998. Dies wird so interpretiert, dass ein Teil der früher untererfassten geringfügigen Beschäftigung bereits in der Stillen Reserve enthalten war, ein anderer Teil dem Erwerbspersonenpotenzial aber noch fehlte. Jetzt dürfte die geringfügige Beschäftigung besser in der IAB-Potenzialrechnung integriert sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Sachsen-Anhalt (2005)
Granato, Nadia; Farhauer, Oliver; Dietrich, Ingrid;Zitatform
Granato, Nadia, Oliver Farhauer & Ingrid Dietrich (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Sachsen-Anhalt. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 01/2005), Nürnberg, 54 S.
Abstract
"Das regionale Forschungsnetz des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) untersucht im Rahmen des Projekts 'Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten' (VALA) die Ursachen der divergierenden Entwicklungen auf den Arbeitsmärkten. Der Bericht untersucht die Beschäftigungsentwicklung in Sachsen-Anhalt und ist somit ein Teilprojekt von VALA. Die deskriptiven Ergebnisse zeigen, dass die Beschäftigung in Sachsen-Anhalt zwischen 1995 und 2001 jährlich um durchschnittlich 3,1 Prozent gesunken ist. Damit weist Sachsen-Anhalt die schlechteste Beschäftigungsentwicklung aller ostdeutschen Bundesländer auf. In Ostdeutschland zeigte sich in diesem Zeitraum ein Beschäftigungsrückgang von 2,5 Prozent, die Beschäftigung in Westdeutschland ist hingegen nur um 0,2 Prozent geschrumpft. Auf Kreisebene ergibt sich in 21 der 24 Kreise Sachsen- Anhalts ein Rückgang, wobei beträchtliche Niveauunterschiede festzustellen sind. Die höchsten Abnahmen verzeichneten Bitterfeld (-8,1 Prozent), der Burgenlandkreis (-5,1 Prozent) und Halle (-5,0 Prozent). Die drei Kreise mit einem, wenngleich auch sehr moderaten Zuwachs sind Weißenfels (0,3 Prozent), der Ohrekreis (0,2 Prozent) und der Altmarkkreis Salzwedel (0,1 Prozent). Im ostdeutschen Vergleich ist Sachsen-Anhalt durch einen unterdurchschnittlichen Anteil Hochqualifizierter, ein leicht überdurchschnittliches Lohnniveau und einen unterdurchschnittlichen Anteil an kleinen und mittleren Betrieben geprägt. Die drei Branchen mit den höchsten Beschäftigtenanteilen sind das Baugewerbe, die Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen sowie der Handel." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Tabellenband VALA: Datenmaterial für Sachsen-Anhalt und Thüringen der Studie "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" (2005)
Granato, Nadia; Farhauer, Oliver; Dietrich, Ingrid;Zitatform
Granato, Nadia, Oliver Farhauer & Ingrid Dietrich (2005): Tabellenband VALA. Datenmaterial für Sachsen-Anhalt und Thüringen der Studie "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten". (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 03/2005), Nürnberg, 43 S.
Abstract
"Der Tabellenband ist eine Ergänzung der ausführlichen Länderberichte zu Sachsen-Anhalt und Thüringen, die im Rahmen des Projektes 'Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten' (VALA) entstanden sind. Neben den in den Berichten dargestellten Zahlen enthält der Tabellenband zusätzliche Informationen, die im Rahmen der empirischen Untersuchungen zu VALA erstellt wurden und keinen Eingang in die Interpretation der beiden Länderberichte fanden. Dargestellt werden die Beschäftigungsentwicklung, die Qualifikations-, Betriebsgrößen- und Branchenstruktur sowie das Lohnniveau im Zeitraum zwischen 1995 und 2001. Diese Informationen werden sowohl für Ostdeutschland insgesamt, die fünf neuen Bundesländer und die Kreise Sachsen-Anhalts und Thüringens ausgegeben. Diese Berichtsstruktur ermöglicht Vergleiche zwischen regionalen Einheiten der gleichen Ebene (z. B. zwischen den ostdeutschen Bundesländern) und zwischen regionalen Einheiten unterschiedlicher Ebenen (z. B. Ostdeutschland - Bundesländer, Kreise - Bundesland). Neben den Informationen zu den genannten Merkmalen fließen ebenfalls die multivariaten Analyseergebnisse ein. Aus welcher Datenquelle die dargestellten Merkmale und Ergebnisse stammen und wie sie abgegrenzt bzw. generiert wurden, wird jeweils in kompakter Form an den entsprechenden Stellen erläutert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie Informationen zur VALA-Länderstudie Thüringen -
Literaturhinweis
Dynamik am Arbeitsmarkt aus der regionalen Perspektive: das Mehrkontenmodell als Instrument für Strategie und Steuerung (2005)
Zitatform
Haas, Anette & Thomas Rothe (2005): Dynamik am Arbeitsmarkt aus der regionalen Perspektive. Das Mehrkontenmodell als Instrument für Strategie und Steuerung. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 1, S. 49-67.
Abstract
"In den letzten Jahren haben Analysen auf Basis von Stromgrößen sowohl in der Forschung als auch in der Politikberatung an Bedeutung gewonnen. In dem Beitrag stellen wir das selbst konzipierte Mehrkontensystem (MKM) vor, welches regionale Übergangsprozesse in allen Arbeitsagenturen in Matrixdarstellung abbildet und somit auch als regionalisierte Bevölkerungs- und Arbeitskräftegesamtrechnung interpretiert werden kann. Für die Datengrundlage kombinieren wir amtliche Individualdaten über Beschäftigte, Arbeitslose und Teilnehmer an Arbeitsmarktmaßnahmen mit Aggregatdaten, die Informationen über Schüler, Selbstständige und Rentner enthalten. Um fehlende Übergangsinformationen zu schätzen, greifen wir auf den neuen Algorithmus ADETON zurück, der im Vergleich zu anderen Entropieoptimierungsmethoden den Vorteil hat, dass auch mit ungenauen Randbedingungen gearbeitet werden kann. Anhand von drei Beispielen zeigen wir die Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten des MKM auf. Allgemeines Ziel des Mehrkontenmodells ist es, die Dynamik des lokalen Arbeitsmarktes zu erfassen, Vergleiche zwischen den Regionen zu ermöglichen und eine Basis für die künftige strategische Ausrichtung der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu erstellen. Es ist ein flexibel einsetzbares Instrument einerseits für wissenschaftliche Analysen regionaler Arbeitsmärkte in Deutschland, andererseits kann es von den jeweiligen Arbeitsagenturen für diverse Fragestellungen genutzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Spezialisierung und Branchenkonzentration in Deutschland: Regionalanalyse (2005)
Haas, Anette; Südekum, Jens;Zitatform
Haas, Anette & Jens Südekum (2005): Spezialisierung und Branchenkonzentration in Deutschland. Regionalanalyse. (IAB-Kurzbericht 01/2005), Nürnberg, 5 S.
Abstract
"Bei der Entstehung von Ballungsräumen geht die Theorie von einem Kreisprozess aus, der zur Konzentration von Bevölkerung und wirtschaftlicher Aktivität im Raum führt, die sich wiederum weiterverstärkt. Theoretischen Erwartungen entgegen haben nach der Wiedervereinigung regionale Konzentration und Spezialisierung in Deutschland nicht zu- sondern abgenommen. Auch für das Beschäftigungswachstum ist die Bedeutung von Kernstädten eher zurückgegangen. Die größten Beschäftigungsgewinne sind im Umland von Ballungsgebieten und sogar in peripheren Regionen zu verzeichnen. Dieser Befund ist insbesondere für die Beschäftigungspolitik von höchstem Interesse: Es gibt offenbar kein einfaches Erfolgsrezept, das durch die Förderung der industriellen Konzentration positive Beschäftigungseffekte in einer Region garantiert. Die Fokussierung der Förderung auf regionale Spezialisierung und Konzentration greift daher zu kurz. Bei der Verteilung knapper Mittel ist eine nach Branchen und Regionen differenzierte Förderpolitik gefragt, die auch Beschäftigungserfolge verspricht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Labour market dynamics from a regional perspective: the multi-account system (2005)
Zitatform
Haas, Anette & Thomas Rothe (2005): Labour market dynamics from a regional perspective. The multi-account system. (IAB-Discussion Paper 07/2005), Nürnberg, 35 S.
Abstract
"In the last years the analysis of flow figures turned out to highly informative for labour market research and policy advice. Among researchers it is a well known fact that cross-sectional information about labour market is not sufficient to understand ungoing development. A pure sequence of employment and unemployment figures would hide the turnover in the market. Here we follow the useful analytical framework of transitional labour markets dealing centrally with flow figures. By developing the multiaccount system (MAS) we go some steps ahead compared to indicators like job and labour turnover rates. First we combine the information of administrative data of the micro level with macro data containing pupils, self employed, retired persons. Embedded in an external framework, which is given by demography (birth, death, moving in and out), the MAS describes the transition process of the labour market on the regional level and contains all 180 local employment agencies in Germany. The multiaccount system thus serves as a basis for strategically aligning each agency with the individual local situation of the labour market by explicitly taking into account the regional specifics. Thus it helps for future strategic decisions of active labour market policy. The creation of models for supporting regional monitoring and benchmarking is already far advanced and initial basic versions are tested in practice. For estimating the unknown transitions of the data matrix we use a new algorithm the so called ADETON tool, which has the additional merit comparing to other entropy maximizing methods, that constraints can be formulated in a fuzzy way rather than exactly. Further we demonstrate on the basis of the agency Heilbronn some practice and numerical examples. Thus we present transitions into and out of unemployment and also from vocational training to employment. We believe that the analytical potential of this instrument is not yet exhausted. In any event, it is already clear that the information content of this model by far exceeds that of a system of individual indicators. Details and relations of the regional labour market become apparent which show a high-resolution image of possible obsolete structures or increasing labour market dynamics. The model thus gives clear hints as to the scope and limits of the active labour market policy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Aufbereitung der Beschäftigtenstatistik für Berichtssysteme: die IAB-Regionalstichprobe 1975-2001: IABS-R01 (2005)
Zitatform
Hamann, Silke (2005): Aufbereitung der Beschäftigtenstatistik für Berichtssysteme. Die IAB-Regionalstichprobe 1975-2001: IABS-R01. In: C. Larsen, S. Dera, C. Knobel & A. Schmid (Hrsg.) (2005): Regionales Arbeitsmarktmonitoring : Ansätze, Konzepte und Entwicklungen in Deutschland, S. 63-72.
Abstract
"Die Erklärungsbedürftigkeit räumlicher Disparitäten oder ganz allgemein regionaler Besonderheiten ist Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Fragenstellungen, die sich mit den Gegebenheiten regionaler Arbeitsmärkte befassen. Die empirisch fundierte Analyse regionaler Fragen und die Beobachtung und Diagnostik von Arbeitsmarktentwicklungen, wie sie das regionale Arbeitsmarktmonitoring vornimmt, setzen dabei das Vorhandensein einer geeigneten Datenbasis voraus. Was aber sind geeignete Daten? Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang Informationen über Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit, die zudem möglichst kleinräumig vorliegen sollten. Des weiteren sind Angaben über Qualifikations-, Einkommens- oder Branchenstrukturen entscheidende Indikatoren zur Analyse von strukturellen Entwicklungen auf Arbeitsmärkten. Die der Wissenschaft aktuell vorliegende IAB-Regionalstichprobe 1975 - 2001 (IABS-R01) stellt eine besonders geeignete Datenbasis für eine große Vielzahl von Forschungsvorhaben und Projekten der Sozialplanung dar, die neben regionalen Fragestellung auch spezielle Themen aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bearbeiten können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Rheinland-Pfalz (2005)
Zitatform
Hamann, Silke, Daniel Jahn, Matthias Rau & Rüdiger Wapler (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Rheinland-Pfalz. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 01/2005), Nürnberg, 95 S.
Abstract
"Die im Vergleich zu Westdeutschland unterdurchschnittliche Beschäftigungsentwicklung in Rheinland-Pfalz ist bedingt durch einen ungünstigen Branchenmix und einen vergleichsweise geringen Anteil von hoch qualifizierten Arbeitskräften. Die regionalen Schwerpunkte der Wirtschaftsstruktur, die Chemische Industrie in Ludwigshafen, der Fahrzeugbau in Kaiserslautern sowie die Schuhindustrie in und um Pirmasens sind in der Vergangenheit durch einen starken Beschäftigungsabbau gekennzeichnet, während es im Land an Wachstumsbranchen mangelt. Problematisch ist zudem in vielen Orten die durch die Auflösung von US-amerikanischen, französischen und deutschen Militärstandorten eingeleitete Beschäftigungskonversion. Positiv auf die Beschäftigungsentwicklung haben sich hingegen ein vergleichsweise niedriges Lohnniveau, eine Betriebsgrößenstruktur mit vielen Beschäftigten in Betrieben mittlerer Größe und die Attraktivität einzelner Regionen für den Tourismus ausgewirkt. Rheinland-Pfalz ist bekannt durch die größte Weinanbaufläche Deutschlands. Für die zukünftige Beschäftigungspolitik in Rheinland-Pfalz dürfte eine Strategie Erfolg versprechend sein, die neben der Stärkung des freizeitbezogenen Dienstleistungssektors auch Unternehmen aus anderen Wachstumsbranchen anzieht und darüber hinaus auf eine Verbesserung der Infrastruktur sowie auf eine Anhebung des Ausbildungsniveaus setzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die regionale IAB-Beschäftigtenstichprobe IABS-R01 (2005)
Zitatform
Hamann, Silke (2005): Die regionale IAB-Beschäftigtenstichprobe IABS-R01. In: G. Grözinger & W. Matiaske (Hrsg.) (2005): Deutschland regional : sozialwissenschaftliche Daten im Forschungsverbund, S. 81-87.
Abstract
Die IAB-Beschäftigtensstichprobe des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB ist ein spezialisierter Datensatz, der individuelle Informationen mit regionalen verknüpft. Die Datengrundlage der regionalen Beschäftigtenstichprobe ist die Beschäftigten- und Leistungsempfängerhistorik der Bundesagentur für Arbeit. Die Stichprobe wird nach den Kriterien 'Ost-West' und 'Deutsche-Nicht-Deutsche' gezogen. Die regionale Beschäftigtenstichprobe ist nach Personen, das heißt nach ihrer Versicherungsnummer organisiert. Für die erfassten Personen sind neben Individualdaten auch Strukturdaten verfügbar, die sich auf den Beschäftigungsbetrieb beziehen. Hierzu gehört die regionale Gliederung nach dem Arbeitsort, die auf Kreisebene vorgenommen wird. Die aktuelle regionale IAB-Beschäftigtenstichprobe IABS-R01 unterscheidet sich von vorangehenden durch die Aufbereitung der kompletten Grundgesamtheit für die Stichprobenziehung, durch die Erhöhung des Stichprobenumfangs von 1 auf 2 Prozent, durch die Entwicklung von Routinen zur Aktualisierung der Daten, durch den Wegfall der Längsschnittanonymisierung sowie die Erfassung geringfügig Beschäftigter. Außerdem wurden bei der Anonymisierung der Regionalangabe Änderungen der Aggregation vorgenommen, um zu gewährleisten, dass die angegebene Raumeinheit in der Grundgesamtheit mindestens 100.000 Einwohner aufweist. (IAB)
-
Literaturhinweis
Offene Stellen - ein bewährtes Berichtssystem soll ausgebaut werden (2005)
Kettner, Anja; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Kettner, Anja & Eugen Spitznagel (2005): Offene Stellen - ein bewährtes Berichtssystem soll ausgebaut werden. In: IAB-Forum H. 1, S. 59-63.
Abstract
Um nicht nur einen Überblick über die bei den Arbeitsagenturen gemeldeten offenen Stellen zu haben, werden seit 1989 Unternehmen und Verwaltungen befragt, welche nicht gemeldeten offenen Stellen existieren. Die Befragungen erbrachten wichtige Daten über die Höhe, Struktur und Entwicklung des gesamten Stellenangebots, die Vakanzraten sowie Indikatoren für den Mismatch am Arbeitsmarkt. Um ein europäisches Berichtssystem für die gesamteuropäische Arbeitsmarktentwicklung zu entwickeln, plant das Europäische Statistische Amt EUROSTAT vierteljährliche Erhebungen durchzuführen. Das IAB hat eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, um eine derartige Erhebung methodisch fundiert und repräsentativ durchführen zu können. Ab 2005 wird in Deutschland testweise damit begonnen, bei rund 58.000 Unternehmen per Fragebogen und Telefoninterview die von EUROSTAT benötigten Daten zu ermitteln. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Kettner, Anja; -
Literaturhinweis
Schwache Konjunktur: Gesamtwirtschaftliches Stellenangebot gering (2005)
Kettner, Anja; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Kettner, Anja & Eugen Spitznagel (2005): Schwache Konjunktur: Gesamtwirtschaftliches Stellenangebot gering. (IAB-Kurzbericht 06/2005), Nürnberg, 9 S.
Abstract
Seit Herbst 1989 werden Betriebe und Verwaltungen regelmäßig über ihren Personalbedarf befragt, seit 1992 auch in Ostdeutschland. In diesen Befragungen wird u. a. das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot erhoben. Es besteht aus den sofort zu besetzenden Stellen (Vakanzen), die den aktuellen Arbeitskräftebedarf angeben, und den später zu besetzenden Stellen, die über den Tag hinaus gehende personelle Dispositionen widerspiegeln. Es werden jeweils den Arbeitsagenturen gemeldete und nicht gemeldete Stellen unterschieden. Als Folge der mehrjährigen Stagnation der Wirtschaft lag das Stellenangebot in Gesamtdeutschland im vierten Quartal 2004 mit rund 790.000 um gut 30.000 unter dem Vorjahr, nachdem es 2003 noch um rund 180.000 gesunken war. Die Arbeitsagenturen wurden von den Betrieben und Verwaltungen bei der Personalsuche um 5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr beteiligt. Der Anteil der gemeldeten Stellen lag nun bei 30 %. Aber die Internetdienste der Bundesagentur für Arbeit werden rege in Anspruch genommen. Im Westen waren die Stellen durchschnittlich 19 Tage und im Osten 11 Tage vakant. Die Betriebe haben mit größerem Vorlauf als früher mit der Suche nach Bewerbern begonnen. Als Hauptursache für eingeschränkte wirtschaftliche Aktivitäten nannten 30 % der Betriebe den Auftragsmangel. Diese Meldungen waren deutlich häufiger als im Vorjahr (21 %). Arbeitskräftemangel spielte mit 5 % im Ganzen nur eine geringe Rolle. (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Kettner, Anja;Weiterführende Informationen
- Vakanzen 2004 nach Wirtschaftszweigen
- Vakanzraten 2003 und 2004
- Wege zur Stellenbesetzung in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2004
- Gesamtwirtschaftliches Stellenangebot 1992 bis 2004 - Westdeutschland
- In der BA bekannte offene Stellen
- Gesamtwirtschaftliches Stellenangebot 1992 bis 2004 - Ostdeutschland
- Kurze Beschreibung zur Ermittlung der Gesamtzahl der offenen Stellen.
- Vakanzen 2004 nach Qualifikationsgruppen
-
Literaturhinweis
The (East-)German labour market in a comparative perspective - with special reference to the employment of older persons (2005)
Kraatz, Susanne; Rhein, Thomas;Zitatform
Kraatz, Susanne & Thomas Rhein (2005): The (East-)German labour market in a comparative perspective - with special reference to the employment of older persons. In: KOPINT-DATORG Foundation for Economic Research, Budapest (Hrsg.) (2005): European Employment Strategy : ways of adaptability in the new member states. The case of Hungary, S. 115-127.
Abstract
"This paper analyses the East German labour market in a comparative perspective. lt puts special emphasis on the employment of older workers, since this issue gains in importance - for East (and West) Germany as well as for the new member states - given the common demographic challenge of declining birth rates and a rising life expectancy. One striking difference must be taken into account. The new member countries are independent states, whereas the former German Democratic Republic is now part of the unified Germany. Strong social, economic and political links have developed between both parts of Germany. An analysis of East Germany must take into account as well as allow for the situation in Germany. Considering this particular situation, we compare the employment situation and strategies for older workers in East Germany and the New Member States from the perspective of the European Employment Strategy. Our aim is to understand in detail why some post-socialist countries are more successful than others. Our paper starts with an overview of the recent employment trends and policies in Germany, then focuses on the East German labour market situation, before turning to the issue of older workers. The subsequent chapters give a short survey of labour market trends in the new member countries, including age-related employment problems, and put the East German situation into a comparative perspective. We find that there are considerable differences not only between East Germany and the CEE countries, but also growing heterogeneity within CEE countries - partly explained by different reform paths, partly due to differences in the past and present gender gap." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Regionalforschung - Nachwuchs bei den Datenmachern (2005)
Zitatform
Krug, Gerhard, Silke Hamann & Andreas Damelang (2005): Regionalforschung - Nachwuchs bei den Datenmachern. In: IAB-Forum H. 2, S. 87-90.
Abstract
Vorgestellt und erläutert wird eine neue und in mehrfacher Hinsicht umfangreichere Version der IAB-Beschäftigtenstichprobe (IABS-R01), die seit November 2004 der Arbeitsmarktforschung als Scientific Use File zugänglich ist und den Zeitraum 1975 bis 2001 umfasst. Die über 21 Millionen Daten der Zufallsstichprobe aus den Beschäftigtenmeldungen der Arbeitgeber und den Leistungsempfangsmeldungen der Agenturen für Arbeit enthalten für rund 1,3 Millionen Personen regional desaggregierte Informationen. Da die Daten bis hinunter zur Kreisebene regional gegliedert vorliegen, können nun auch Informationen wie regionale Arbeitslosenquoten oder Geburtenziffern hinzugespielt werden. In dem Aufsatz werden einige Auswertungsbeispiele (Zahl der Beschäftigten nach Geschlecht, geringfügig Beschäftigte nach Kreisen Oberbayerns, Verteilung der Tagesentgelte nach Frauen und Männern) dargestellt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Die Regierungsbezirke Sachsens im Vergleich: Eine Analyse der Arbeitslosenquoten und ihrer Bestandteile (2005)
Kunz, Marcus; Sujata, Uwe;Zitatform
Kunz, Marcus & Uwe Sujata (2005): Die Regierungsbezirke Sachsens im Vergleich: Eine Analyse der Arbeitslosenquoten und ihrer Bestandteile. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen 02/2005), Nürnberg, 18 S.
Abstract
In dem Papier wird versucht, unterschiedliche Entwicklungen der Arbeitslosenquote in den sächsischen Regierungsbezirken zu erklären. Hintergrund für diese Untersuchung ist die seit einigen Jahren auffällig negative Entwicklung der Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Leipzig, die sich deutlich von der der anderen beiden Bezirke Chemnitz und Dresden abhebt und im Zeitraum von 1998-2004 um 1,9 Prozentpunkte (an abhängigen zivilen Erwerbspersonen) gestiegen ist. Dazu wird zunächst die wirtschaftliche Entwicklung (gemessen am BIP) dargestellt. Danach werden die einzelnen Komponenten der Arbeitslosenquote (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, Arbeitslose) für die Regierungsbezirke im Zeitverlauf nach verschiedenen Merkmalen betrachtet und Unterschiede herausgearbeitet. Abschließend werden weitere Einflussgrößen, von denen Auswirkungen auf die Entwicklung der Arbeitslosenquote angenommen werden kann, untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Unterschiede zwischen den Regierungsbezirken Sachsens eher gering sind und keine eindeutigen Anhalts- bzw. Ansatzpunkte liefern, um der negativen Entwicklung der Arbeitslosenquote im Regierungsbezirk Leipzig entgegenzuwirken. (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Sujata, Uwe; -
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Sachsen (2005)
Kunz, Marcus; Weyh, Antje; Lenecke, Philip;Zitatform
Kunz, Marcus, Antje Weyh & Philip Lenecke (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Sachsen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen 01/2005), Nürnberg, 51 S.
Abstract
"Der Bericht für Sachsen ist Teil des Gesamtprojekts VALA (Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten) und existiert in ähnlicher Form für alle 16 Bundesländer. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Einfluss der wesentlichen Determinanten der Beschäftigungsentwicklung auf Bundesland- bzw. Kreisebene zu bestimmen, um dadurch systematische regionale Stärken und Schwächen ausfindig zu machen. Die Untersuchung zeigt, dass bekannte Variablen wie Branchenstruktur, Qualifikation, Lohnhöhe oder Betriebsgröße wesentlichen Einfluss auf die regionale Beschäftigungsentwicklung haben. Allerdings wird diese Entwicklung auch entscheidend durch regionale Besonderheiten des Standorts geprägt, die nicht von den genannten Variablen erklärt werden können. Dabei kann es sich beispielsweise um eine besondere geografische oder verkehrstechnisch günstige Lage, das Vorhandensein von Hochschulen oder Clusterstrukturen, die Wirkung wirtschaftsbzw. arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen usw. handeln. Die Bestimmung dieser Faktoren erfolgt dabei mittels einer Erweiterung der regressionsbasierten Shift-Share-Methode, die es ermöglicht, den kausalen Einfluss der genannten Variablen auf die Beschäftigungsentwicklung mit deren regionaler Verteilung zu kombinieren. Daraus lassen sich Effekte ableiten, die das zusätzliche Beschäftigungswachstum aufgrund der regional unterschiedlichen Struktur der jeweiligen Variablen wiedergeben. Da die Schätzung auf Kreisebene durchgeführt wurde, ergibt sich für jeden Kreis ein separater Effekt für die vorhandene Branchen-, Qualifikations-, Lohn- und Betriebsgrößenstruktur sowie für den regionalen Standortfaktor. Insgesamt ermöglicht diese Vielzahl von Effekten eine konkrete Darstellung der Situation jedes einzelnen Kreises, die wiederum eine Abschätzung möglicher Verbesserungspotenziale erlaubt. Der Bericht für Sachsen lässt sich dabei grob in zwei Teile untergliedern. Im ersten Teil erfolgt ein kurzer Abriss der sächsischen Wirtschaftsgeschichte und eine deskriptive Analyse über Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsmarkt im Beobachtungszeitraum 1995-2001. Den Hauptteil bildet die Analyse der Beschäftigungsentwicklung mittels der erwähnten Shift-Share-Methode. Darin werden Ergebnisse für das Bundesland Sachsen interpretiert und mit der Entwicklung der anderen ostdeutschen Länder verglichen. Eine detaillierte Analyse auf Kreisebene erfolgt anschließend lediglich für einige ausgewählte Kreise des Freistaates Sachsen - die Ergebnisse aller Kreise sind im Anhang abgebildet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; -
Literaturhinweis
Developments in regional labour markets in Germany: a comparative analysis of the forecasting performance of competing statistical models (2005)
Zitatform
Longhi, Simonetta, Peter Nijkamp, Aura Reggiani & Uwe Blien (2005): Developments in regional labour markets in Germany. A comparative analysis of the forecasting performance of competing statistical models. In: Australasian Journal of Regional Studies, Jg. 11, H. 2, S. 175-196.
Abstract
Ziel des Beitrags ist es, regionale Beschäftigungsmuster in westdeutschen Regionen zu prognostizieren. Nach einer kurzen Darstellung von Schlüsselthemen des Arbeitsmarkts, werden 'Artificial Neural Network' (ANN)-Methoden als ein neues Instrument zur Generierung verlässlicher Kurzzeitprognosen auf regionaler Ebene vorgestellt. Es werden verschiedene Spielarten von ANN-Modellen entwickelt und verglichen. Ein Vergleich mit Methoden, die in der Regel auf Paneldaten angewendet werden, wie etwa GMM (Generalised Method of Moments) bestätigt die Fähigkeit von ANNs, komplexe Datenstrukturen in einem multiregionalen Kontext zu erfassen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Neural network modeling as a tool for forecasting regional employment patterns (2005)
Zitatform
Longhi, Simonetta, Peter Nijkamp, Aura Reggiani & Erich Maierhofer (2005): Neural network modeling as a tool for forecasting regional employment patterns. In: International Regional Science Review, Jg. 28, H. 3, S. 330-346. DOI:10.1177/0160017605276187
Abstract
Künstliche neuronale Netz (ANN) werden als Methode zur Berechnung regionaler Beschäftigungsprognosen vorgestellt. Auf empirischer Ebene wurden hierzu Beschäftigungsdaten 327 westdeutscher Regionen über einen Zeitraum von 14 Jahren analysiert. Die Autoren vergleichen ANN-Modelle mit üblicherweise eingesetzten Längsschnittanalysen sowie mit kombinierten Prognosen, und untersuchen, ob ANN-Methoden verlässlichere Ergebnisse liefern. Das gegenwärtig von den deutschen Behörden eingesetzte Verfahren zur Berechnung regionaler Beschäftigungsprognosen ist mit einem einfachen Modell vergleichbar, das von konstanten Parametern ausgeht. Es zeigt sich, dass dieses simple Verfahren von allen anderen Methoden übertroffen wird, wobei Modelle, die auf künstliche neuronale Netz zurückgreifen, die genauesten Prognosen liefern. (IAB)
-
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Mecklenburg-Vorpommern (2005)
Zitatform
Niebuhr, Annekatrin (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Mecklenburg-Vorpommern. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 01/2005), Nürnberg, 66 S.
Abstract
Mecklenburg-Vorpommern ist eine Region mit schwerwiegenden strukturellen Problemen. Die unterdurchschnittliche Wirtschaftskraft und eine geringe Wachstumsdynamik spiegelt sich auch in der Beschäftigungsentwicklung. Seit Mitte der 90er Jahre nahm die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Mittel um 2,11 Prozent pro Jahr ab. Dies wird unter anderem auf ein relativ hohes Lohnniveau zurückgeführt, das sich ungünstig auf die Beschäftigungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern auswirkt, sowie auf eine Wirtschaftsstruktur, die in starkem Maße durch Branchen geprägt wird, in denen sich hohe Löhne signifikant negativ auf die Beschäftigungsentwicklung auswirken. Die Branchenstruktur wirkt sich hingege positiv auf das Beschäftigungswachstum aus. Von Bedeutung sind in diesem Zusammenhang insbesondere expandierende Dienstleistungsbereiche wie das Gastgewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen, der Bildungsbereich und freizeitbezogene Dienstleistungsunternehmen. Für das Land wird überraschenderweise ein positiver Standorteffekt, ermittelt. Die periphere Lage stellt einen Standortvorteil für Tourismus dar, es ist jedoch fraglich, ob diese Standortbedingungen auch das Beschäftigungswachstum im Segment qualitativ hochwertiger und langfristig wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze unterstützen. Gravierende Beschäftigungsverluste in Mecklenburg-Vorpommern am aktuellen Rand seit 2001 sind zu verzeichnen, und es muss mit der anhaltenden Abwanderung junger qualifizierter Arbeitskräfte gerechnet werden. Aus arbeitsmarktpolitischer Perspektive führt dies zu einer erwünschten Entlastung der angespannten Arbeitsmarktlage, aus Sicht der Standortpolitik ist die Abwanderung, insbesondere die selektive Abwanderung hochqualifizierter Arbeitskräfte, dagegen negativ zu beurteilen. Auf die Situation in Bad Doberan, Rostock, Wismar und im Landkreis Uecker-Randow wird detailliert eingegangen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Schleswig-Holstein (2005)
Zitatform
Niebuhr, Annekatrin & Volker Kotte (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Schleswig-Holstein. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 02/2005), Nürnberg, 71 S.
Abstract
Im Rahmen des Projekts "Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten" (VALA) analysiert das regionale Forschungsnetz des IAB die Ursachen regionaler Disparitäten, indem Einflussfaktoren des Beschäftigungswachstums auf der Ebene von Bundesländern, Kreisen und siedlungsstrukturellen Gebietstypen identifiziert werden. Als Determinanten des regionalen Beschäftigungswachstums werden allgemeine ökonomische Faktoren wie das Lohnniveau, die Branchenstruktur, die Qualifikation der Beschäftigten und die Betriebsgrößenstruktur der Region ebenso berücksichtigt wie standortspezifische Einflüsse. Die Resultate für Schleswig-Holstein zeigen, dass das Land in den vergangenen Jahrzehnten tief greifende strukturelle Veränderungen durchlaufen hat. Der Strukturwandel war mit einer umfassenden Modernisierung der Wirtschaftsstruktur des Landes verbunden. Dennoch ist die Region nach wie vor durch einen Mangel an exportorientierten, forschungs- und wissensintensiven Unternehmen gekennzeichnet. Im Untersuchungszeitraum der Regressionsanalyse nahm Schleswig-Holstein in der Wachstumshierarchie der westdeutschen Regionen eine Position im unteren Mittelfeld ein. In den letzten Jahren ist das Land weiter zurückgefallen. Zwischen 2001 und 2004 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 4,8% gesunken. Damit hatte Schleswig-Holstein einen deutlich stärkeren Rückgang zu verkraften als die westdeutschen Länder im Mittel (-3,8%). Die Ergebnisse der Untersuchung weisen darauf hin, dass die Entwicklungshemmnisse des Landes weniger in der Branchen- und Betriebsgrößenstruktur liegen als vielmehr in den geringen FuE-Aktivitäten und der schwachen Exportorientierung der Wirtschaft. Kritisch ist darüber hinaus vor allem der für Schleswig-Holstein ermittelte negative Qualifikationseffekt zu beurteilen, der auf ein schwerwiegendes Defizit in der Humankapitalausstattung hinweist. Positiv für das Beschäftigungswachstum in Schleswig-Holstein könnte das relativ niedrigen Lohnniveau sein. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Demographischer Wandel und Arbeitsmärkte in Norddeutschland (2005)
Zitatform
Niebuhr, Annekatrin & Silvia Stiller (2005): Demographischer Wandel und Arbeitsmärkte in Norddeutschland. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 85, H. 5, S. 326-332. DOI:10.1007/s10273-005-0380-0
Abstract
Die bevorstehenden demografischen Veränderungen werden sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken, wobei sich die Wirkungen je nach Ausgangsbedingungen innerhalb Deutschlands unterschiedlich stark zeigen werden. Der Beitrag befasst sich mit den quantitativen und altersstrukturellen Wirkungen des demografischen Wandels für die Erwerbsbevölkerung in den norddeutschen Bundesländern Bremen und Hamburg sowie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und zeigt Handlungsnotwendigkeiten und -optionen auf. Bereits bis zum Jahr 2020 wird das Erwerbspersonenpotential in Norddeutschland spürbar zurückgehen und das Angebot an jüngeren Arbeitskräften, die nach dem neuesten Stand des Wissens ausgebildet wurden, sinken. Es ist davon auszugehen, dass sich Engpässe auf der Angebotsseite des Arbeitsmarktes nach 2020, im Zuge des sich beschleunigenden Rückgangs der Erwerbsbevölkerung, verschärfen werden. Folglich wird die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der Lebensstandard eingeschränkt. Die Auswirkungen des demografischen Wandels erfordern umfassende Reformen auf Bundesebene, insbesondere im Bereich der sozialen Sicherungssysteme. Aber auch die Vertreter von Politik und Wirtschaft in den norddeutschen Bundesländern müssen den anstehenden Entwicklungstendenzen entgegenwirken und überfällige Reformen umsetzen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Regionale Gründungsaktivitäten, Entwicklungsstrukturen der Beschäftigung und Branchenspezialisierungen in Sachsen: Endbericht (2005)
Zitatform
Otto, Anne (2005): Regionale Gründungsaktivitäten, Entwicklungsstrukturen der Beschäftigung und Branchenspezialisierungen in Sachsen. Endbericht. 67 S.
Abstract
Die Ermittlung der regionalen Struktur der wirtschaftlichen Entwicklungsdynamik in den ländlichen Regionen von Sachsen war Ziel der Studie. Der Endbericht stellt zum einen die regional-sektoralen Entwicklungsstrukturen der Gründungsaktivitäten sowie die Erfolgsaussichten von neuen und jungen Betrieben in Sachsen während der 1990er Jahre dar, zum anderen wurden die gesamtwirtschaftlichen, sektoralen und branchen-spezifischen Beschäftigungsstrukturen in Sachsen während der Jahre 1998 bis 2003 analysiert und die Wachstums- und Schrumpfungsbranchen in den sächsischen Kreisen identifiziert. Darauf aufbauend werden die branchenspezifischen Arbeitsplatzentwicklungen und die Branchenspezialisierungen in den ländlichen Regionen in Form von Kreisprofilen aus den Regierungsbezirken Chemnitz, Dresden und Leipzig vorgestellt. Vogtland und Annaberg erweisen sich als gründungsstarke Kreise, Ostsachsen gehört zu den gründungsschwachen Regionen. Kleinräumige Disparitäten zeigen sich nicht nur in Hinblick auf Gründungsaktivitäten, sondern auch bei den Erfolgsaussichten der neuen Betriebe. Da 40 Prozent aller Betriebsgründungen in Sachsen im Laufe ihrer ersten drei Lebensjahre wieder aus dem Markt ausscheiden, ist es für eine erfolgreiche regionale Wirtschafts- und Strukturpolitik wichtig, sich nicht nur auf Gründungsraten zu konzentrieren, sondern stärker auf das Umfeld für das Überleben und den wirtschaftlichen Erfolg von Neugründungen Einfluss zu nehmen. Auch die sektoralen und branchenspezifischen Entwicklungsstrukturen der Beschäftigung weisen in den ländlichen Regionen von Sachsen eine ausgeprägte regionale Differenzierung auf. Als Wachstumspfeiler der sächsischen Wirtschaft werden die Investitionsgüter produzierenden Industrien sowie die wissensintensiven unternehmensnahen Dienstleistungen herausgearbeitet. In diesen beiden Wirtschaftsbereichen sind Beschäftigtengewinne zu verzeichnen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Saarland (2005)
Zitatform
Otto, Anne & Norbert Schanne (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Saarland. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 02/2005), Nürnberg, 60 S.
Abstract
"Das Saarland hat während der letzten Jahrzehnte einen tief greifenden Strukturwandel erlebt. In den 1990er Jahren war es neben Bayern das einzige Bundesland, in dem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gewachsen ist. Die wichtigste Ursache für dieses Wachstum ist das geringe Lohnniveau des Landes. Die niedrigen Arbeitskosten verleihen den saarländischen Firmen eine bessere Position im Wettbewerb, zumal sie durch die lohnbedingten Kosten- und Preisvorteile höhere Absatzmengen und Gewinnspannen realisieren können. Auf diesem Wege trägt das niedrige Lohnniveau zur Sicherung und Förderung der Beschäftigung bei. Die nach wie vor wirtschaftlich bedeutsame Montan- und Stahlindustrie verzeichnet weitere Beschäftigungsverluste. Trotz der stärkeren Diversifikation im Verarbeitenden Gewerbe sind die 'neuen' Saar-Industrien, der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Metallverarbeitung, der Stahlindustrie nachgelagert und daher eng mit dem traditionellen Montanbereich verbunden. Die Beschäftigungsquote des Verarbeitenden Gewerbes liegt immer noch über dem westdeutschen Durchschnitt und die Saar-Industrien werden durch Großunternehmen dominiert. Die Beschäftigungszuwächse im Dienstleistungswesen (z.B. unternehmensnahe Dienste, Finanzwesen, Gastgewerbe) fallen nur unterdurchschnittlich aus. Da diese Wachstumsbranchen im Saarland unterrepräsentiert sind, tragen sie auch nur in geringerem Maße zum regionalen Wachstum bei als dies in der westdeutschen Gesamtwirtschaft der Fall ist. Die Folge ist, dass sich die regionale Branchen- und die Betriebsgrößenstruktur negativ auf die Beschäftigung auswirken. Diese beiden Effekte sind im Saarland innerhalb von Westdeutschland mit am stärksten ausgeprägt. Die Qualifikationsstruktur wirkt sich ebenfalls negativ auf das regionale Wachstum aus, da der Anteil der Hochqualifizierten im Vergleich zu anderen städtischen Verdichtungsräumen nur unterdurchschnittlich hoch ausfällt. Ursachen für den Akademikermangel sind die unzureichenden Ausbildungskapazitäten der Hochschulen und die Abwanderung von Hochschulabsolventen wegen fehlender attraktiver Erwerbsalternativen. Hierdurch entsteht für das Saarland ein strukturelles Defizit, da die Verfügbarkeit von qualifizierten Humanressourcen zu einem strategischer Faktor im Wettbewerb der Regionen geworden ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
A rank-order analysis of learning models for regional labor market forecasting: paper presented at the North American Regional Science Conference 2004 (2005)
Zitatform
Patuelli, Roberto, Simonetta Longhi, Aura Reggiani, Peter Nijkamp & Uwe Blien (2005): A rank-order analysis of learning models for regional labor market forecasting. Paper presented at the North American Regional Science Conference 2004. o.O., 18 S.
Abstract
Auf der Basis eines Panels von 439 deutschen Kreisen werden die Leistungen verschiedener Modelle Neuraler Netze als Vorhersageinstrumente für regionales Beschäftigungswachstum evaluiert und verglichen. Aufgrund relevanter Unterschiede bei der Verfügbarkeit der Daten zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland, werden die Modelle getrennt für beide Landesteile berechnet. Die Vergleiche der Modelle und ihrer Ex-post-Vorhersagen werden mittels eines nicht-parametrischen Tests, der Friedmann-Statistik, durchgeführt. Die Friedmann-Statistik überprüft die Konsistenz der gewonnenen Modellresultate in Bezug auf ihre Rangordnung. Weil es keine Hypothese für eine normale Verteilung gibt, stellt diese Methode einen interessanten Ersatz für die übliche Varianzanalyse dar. (IAB)
-
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Baden-Württemberg (2005)
Rau, Matthias; Werner, Daniel;Zitatform
Rau, Matthias & Daniel Werner (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Baden-Württemberg. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Baden-Württemberg 01/2005), Nürnberg, 89 S.
Abstract
"Wie der Großteil der westdeutschen Bundesländer sieht sich Baden-Württemberg mit einem Beschäftigungsverlust konfrontiert. Während des Beobachtungszeitraums von 1993 bis 2001 geht die Beschäftigung jährlich um durchschnittlich 0,21 % zurück, was in etwa dem westdeutschen Wert von -0,19 % entspricht. Auf Kreisebene variiert die Beschäftigungsentwicklung jedoch erheblich. Ein deutlich negativer Impuls auf die Beschäftigung wird vom relativ hohen Lohnniveau in Baden-Württemberg hervorgerufen. In über drei Viertel der Kreise werden überdurchschnittlich hohe Löhne bezahlt. Unter den Schlüsselbranchen der baden-württembergischen Industrie gehen allein vom Fahrzeugbau positive Beschäftigungswirkungen aus. Die Branchen Maschinenbau und Elektrotechnik haben hingegen während des Beobachtungszeitraums einen negativen Einfluss auf die Beschäftigung. Ebenfalls ungünstig wirkt sich die unterdurchschnittliche Repräsentanz der wirtschaftsbezogenen Dienstleistungen im Land aus, welche im Beobachtungszeitraum die höchste Beschäftigungsdynamik aufweisen. Allerdings sind auch Branchen mit negativen Beschäftigungswirkungen unterdurchschnittlich vertreten, wie z.B. Chemische Industrie, Handel oder Bauwirtschaft, so dass die landesweite Branchenstruktur insgesamt nur schwach negativ wirkt. Die Betriebsgrößenstruktur, die sich in Baden-Württemberg kaum von der in Westdeutschland unterscheidet, kann nur geringen Erklärungsgehalt zur Entwicklung der Beschäftigungsentwicklung liefern. Positiv wirkt sich für das Land der überdurchschnittlich hohe Anteil der Hochqualifizierten unter den Beschäftigten aus. Im Vergleich der Flächenländer erreicht Baden-Württemberg nach Hessen den zweithöchsten Akademikeranteil. Dennoch sollte diese Ressource weiter ausgebaut werden, da für die Zukunft eine zunehmende Nachfrage nach hoch qualifizierten Arbeitskräften erwartet wird. Am stärksten wird die Beschäftigungsentwicklung in Baden-Württemberg von positiven Standortbedingungen beeinflusst. Die wichtige Rolle regionaler Gunst- und Ungunstfaktoren für die Entwicklung einer Region wird insbesondere auf Kreis-ebene bestätigt. In Baden-Württemberg geht in 31 von 44 Kreisen von den Standortbedin-gungen der größte Einzeleffekt aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit (2005)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 09/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Die Analyse der qualifikationsspezifischen Arbeitslosigkeit liefert seit Jahr und Tag den gleichen Befund: niedrige Qualifikation - hohes Arbeitsmarktrisiko, hohe Qualifikation - niedriges Risiko. Dieser Trend ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Dabei verlaufen die langfristigen Beschäftigungsverluste der Geringqualifizierten ebenso (weitgehend) konjunkturneutral wie die massiven Arbeitsplatzgewinne bei den Hochqualifizierten. Selbst eine kräftige Konjunkturbelebung dürfte deshalb die Lage der Geringqualifizierten kaum merklich bessern. Der Niedriglohnsektor ist längst Realität. Zwischen 20 Prozent und 40 Prozent aller Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss sind nurmehr geringfügig beschäftigt. Für viele ist das der einzige Job. Älteren Akademikern hingegen geht es alles in allem prima: Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent herrscht bei den 55- bis 64jährigen nahezu Vollbeschäftigung - und das bei einer Erwerbsbeteiligung von über 70 Prozent. Eine gute Ausbildung schützt also nicht nur vor Arbeitslosigkeit. Sie hilft offensichtlich, das Arbeitsvermögen bis zum Rentenalter länger und besser zu nutzen. Bleibt zu hoffen, dass wir über all den akuten Arbeitsmarktproblemen die Investitionen in die Bildung nicht vernachlässigen. Bildungsförderung bleibt - langfristig - die beste Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus;Weiterführende Informationen
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten bis 2004
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1991 bis 2004 in Deutschland
- Hier finden Sie 10 Tabellen zur Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit nach Qualifikationen.
- Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nach Qualifikationsebenen
-
Literaturhinweis
Tätigkeitsstruktur in der Region Rhein-Main: Bestand und Prognose aus betrieblicher Sicht. IWAK-Unternehmensbefragung Dezember 2004 (2005)
Schmid, Alfons; Schaade, Peter; Baden, Christian; Kirchhof, Kai;Zitatform
Schmid, Alfons & Christian Baden; Kai Kirchhof & Peter Schaade (Bearb.) (2005): Tätigkeitsstruktur in der Region Rhein-Main. Bestand und Prognose aus betrieblicher Sicht. IWAK-Unternehmensbefragung Dezember 2004. In: ABF aktuell H. v. 17.5.2005, S. 1-11.
Abstract
"Ein Schwerpunkt der Befragung im Dezember 2004 betraf die betriebliche Einschätzung bezüglich der Zu- bzw. Abnahme verschiedener Tätigkeitsbereiche. Hintergrund sind die mit zunehmendem technologischen und strukturellen Wandel verbundenen Unsicherheiten bezüglich der künftigen Beschäftigten- bzw. Tätigkeitsstruktur und der damit verbundenen Qualifikationsanforderungen. Besteht auch künftig ein Trend zu höherqualifizierten Tätigkeiten? Wenn ja in welchen Bereichen? Werden produktionsnahe Tätigkeiten zugunsten von Dienstleistungstätigkeiten weiter zurückgehen? Wie lassen sich die damit verbundenen Beschäftigungseffekte - quantitativ und qualitativ - frühzeitig erfassen?
Folgende Ergebnisse zeigten sich:
Tätigkeitsfelder in der Region: Allgemeine Dienste, Büro- und Handelstätigkeiten dominieren;
Die Beschäftigung im Bereich produktionsnaher Tätigkeiten wird bis Ende 2005 abnehmen;
Betreuen, Beraten, Lehren als Hoffnungsträger der Beschäftigungsentwicklung?" (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktprognose 2005/2006 für die Region Rhein-Main: IWAK-Unternehmensbefragung Dezember 2004 (2005)
Schmid, Alfons; Baden, Christian; Schaade, Peter;Zitatform
Schmid, Alfons & Christian Baden; Peter Schaade (Bearb.) (2005): Arbeitsmarktprognose 2005/2006 für die Region Rhein-Main. IWAK-Unternehmensbefragung Dezember 2004. In: ABF aktuell H. v. 2.2.2005, S. 1-10.
Abstract
Das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) führt seit 1995 jährlich eine Unternehmensbefragung in der Region Rhein-Main durch. Ziel der Untersuchung ist es, Einschätzungen der Unternehmen über künftige Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt der Region zu erhalten und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Bei der Befragung im Dezember 2004 wurden ca. 6.900 Fragebögen verschickt. Der Rücklauf umfasst rund 1.100 verwertbare Fragebögen. Die Daten wurden nach Betriebsgröße und Wirtschaftszweigen gewichtet, um Verzerrungen zu korrigieren. Nach der Gewichtung werden 175.000 Beschäftigte aus 8.400 Betrieben erfasst. Der Report befasst sich mit der Beschäftigungsprognose der Betriebe bis Ende 2005 bzw. 2006. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Beschäftigungsrückgang in der Region Rhein-Main weiter abschwächt. Die Beschäftigung wird aber bis Ende 2005 um 0,6% abnehmen. Der Persoanlabbau findet vor allem bei den Großbetrieben statt, während sich die Kleinbetriebe erholen. Für 2006 erwarten die Betriebe einen leichten Beschäftigungszuwachs. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Local economic structure and industry development in Germany, 1993-2001 (2005)
Zitatform
Suedekum, Jens & Uwe Blien (2005): Local economic structure and industry development in Germany, 1993-2001. In: Economics Bulletin, Jg. 15, H. 17, S. 1-8.
Abstract
Die Autoren untersuchen den Einfluss dynamischer MAR- und Jacobs-Externalitäten auf das lokale Wachstum der Beschäftigung in Deutschland zwischen 1993 und 2001. Die Studie von Combes (2000) über lokales Beschäftigungswachstum in Frankreich wird auf Deutschland angewandt. Es zeigt sich, dass die Ergebnisse sehr ähnlich sind. Ein alternatives Wirtschaftsmodell wird vorgestellt, das auf gewichteter Regression basiert. Eine Anwendung dieses Modells führt zu dem Ergebnis, dass Jacobs-Externalitäten im produzierenden Gewerbe eine Rolle spielen, MAR-Externalitäten hingegen im Dienstleistungssektor. (IAB)
-
Literaturhinweis
Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten: Länderstudie Bremen (2005)
Zitatform
Wrobel, Martin, Andrea Brück-Klingberg & Uwe Harten (2005): Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten. Länderstudie Bremen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Niedersachsen-Bremen 01/2005), Nürnberg, 76 S.
Abstract
Die Beschäftigungsentwicklung in Deutschland weist für Regionen und/oder Kreise räumlich starke Unterschiede auf. Innerhalb des Forschungsprojekts 'Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten' (VALA) des 'IAB regional' werden die Ursachen für die unterschiedlichen Entwicklungslinien der Beschäftigung auf Landkreisebene untersucht und auf Länderebene zu Länderberichten zusammengefasst. Bremen, das nach Einwohnern und Fläche kleinste Bundesland, leidet unter einer erheblichen Arbeitsmarktschwäche. Im Zeitraum von 1993 bis 2001 gingen dem Land jährlich etwa ein Prozent der Arbeitsplätze verloren. Diese Schwäche ist einerseits durch wirtschaftliche Strukturmerkmale und andererseits durch Standorteffekte bedingt. Die wirtschaftsstrukturelle Entwicklung ist dadurch gekennzeichnet, dass einem starken Beschäftigungsabbau in traditionellen, am Standort konzentrierten und zugleich gesamtwirtschaftlich schrumpfenden Wirtschaftszweigen nur in unzureichendem Maße Stellenschaffungen in neuen Wachstumsbranchen gegenüberstehen. Auch der ermittelte Standorteffekt fällt für Bremen negativ aus. Ein zentraler Aspekt muss dabei in dem starken, auf Suburbanisierungsprozessen (Bevölkerungs- und Arbeitsplatzsuburbanisierung) sowie interregionaler Wanderung (Abwanderung) aufgrund fehlender beruflicher Perspektiven beruhenden Einwohnerschwund gesehen werden. Die Höhe des negativen Standorteffektes lässt erwarten, dass es in Bremen zukünftig vermehrter gemeinsamer Anstrengungen bedarf, um den Negativtrend zu stoppen und langfristig umzudrehen. (IAB)
-
Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel Ost: Ergebnisse der achten Welle 2003: Teil 1: Entwicklung und Struktur der Betriebe und Beschäftigten, Auszubildende (2004)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Vera Dahms & Jürgen Wahse (2004): IAB-Betriebspanel Ost: Ergebnisse der achten Welle 2003. Teil 1: Entwicklung und Struktur der Betriebe und Beschäftigten, Auszubildende. (IAB-Forschungsbericht 02/2004), Nürnberg u.a., 44 S.
Abstract
Seit 1996 führt das IAB jährlich eine Arbeitgeberbefragung in ostdeutschen Betrieben durch, um aktuelle repräsentative Daten über die Beschäftigungsentwicklung und deren Bestimmungsgrößen zu erhalten. Die achte Befragung vom Sommer 2003 erbrachte auswertbare Interviews von 5767 Betrieben. Der Beschäftigungsrückgang hat sich in Ostdeutschland zwischen Mitte 2002 und Mitte 2003 mit fast 100 Tsd. Beschäftigten (-2 Prozent) fortgesetzt. Dabei zeigt sich, dass mit Ausnahme des Gesundheits- und Sozialwesens (leichter Zuwachs) alle anderen Branchen ihre Beschäftigtenzahl verringert haben. Auch zwischen Mitte 2003 und Mitte 2004 ist mit einer negativen Veränderung des Beschäftigungsniveaus zu rechnen. Dagegen weisen die Schätzungen der Betriebe für die nächsten fünf Jahre deutlich positivere Werte auf, die zumindest eine Konsolidierung des Personalbestands erwarten lassen. Trotz stabiler Anteile der Auszubildenden an den Beschäftigten hat die Zahl der Auszubildenden in den letzten Jahren abgenommen. Zu beobachten ist zudem eine sinkende Tendenz bei der Übernahme nach abgeschlossener Ausbildung. Wenn auch die Zahl der ostdeutschen Betriebsgründungen stagniert, ist doch der gegenwärtige Umfang der jährlichen Betriebsneugründungen immer noch beachtlich, was sicher auch mit der entsprechenden Förderpolitik der neuen Bundesländern, des Bundes und der EU (Europäischer Sozialfonds) zusammenhängt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Gründungsraten, Anteil überlebender Betriebe und Beschäftigungsentwicklung im Ost-West-Vergleich (2004)
Zitatform
Brixy, Udo & Reinhold Grotz (2004): Gründungsraten, Anteil überlebender Betriebe und Beschäftigungsentwicklung im Ost-West-Vergleich. In: M. Fritsch & R. Grotz (Hrsg.) (2004): Empirische Analysen zum Gründungsgeschehen in Deutschland, S. 187-197.
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit den direkten Beschäftigungseffekten von Gründungen im Ost-West-Verleich. Nach der Vereinigung gab es in Ostdeutschland aufgrund enormen Nachholbedarfs einen beispiellos hohen Gründungsboom. Die Einführung der Marktwirtschaft brachte die bereits in der DDR-Zeit bestehende Unternehmen in große Schwierigkeiten, die mit einem enormen Verlust an Arbeitsplätzen einhergingen. Neue Arbeitsplätze entstanden praktisch ausschließlich in neugegründeten Betrieben. Neugründungen sowie deren weiteres Schicksal sind demnach für die langfristige Perspektive der regionalen Arbeitsmärkte von großer Bedeutung. Die Gründungsintensität, das Überleben der jungen Betriebe und die erzielten Arbeitsmarkteffekte werden analysiert sowie die Bilanz der neu geschaffenen und durch Schließungen bzw. durch Stellenabbau teilweise wieder verloren gegangenen Arbeitsplätze einzelner junger Gründungskohorten. Aus der Gegenüberstellung geht hervor, dass sowohl die unmittelbar nach der Wende als auch die später gegründeten ostdeutschen Betriebe gegen Ende des vergangenen Jahrzehnts langsamer wuchsen als gleichaltrige westdeutsche Betriebe. In den neuen Bundesländern konnte sich bislang kein gefestigter Mittelstand entwickeln, der als tragende Säule für die regionale Wirtschaftsentwicklung dienen könnte. (IAB)
-
Literaturhinweis
Frauen in Ostdeutschland: Erwerbsbeteiligung weiterhin hoch (2004)
Zitatform
Fuchs, Johann & Brigitte Weber (2004): Frauen in Ostdeutschland: Erwerbsbeteiligung weiterhin hoch. (IAB-Kurzbericht 04/2004), Nürnberg, 6 S.
Abstract
In dem Beitrag werden die Entwicklungslinien der Frauenerwerbsbeteiligung in Ostdeutschland seit der Wiedervereinigung betrachtet. Die Analyse basiert auf den altersspezifischen Erwerbsquoten die für die neuen Länder seit 1991 mit dem vom Statistischen Bundesamt erhobenen Mikrozensus gemessen werden. Es wird festgestellt, dass die Erwerbsbeteiligung ostdeutscher Frauen immer noch deutlich höher ist als die westdeutscher Frauen. Die Konvergenzhypothese, nach der sich die Erwerbsbeteiligung aufgrund der Angleichung der ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in Ost und West ebenfalls angleichen würde, ist bisher statistisch nicht zu belegen. Insbesondere haben sich die Erwerbsquoten der mittleren Altersjahrgänge kaum verändert. Auch die Erwerbsquoten der älteren Frauen sind - nachdem der Effekt der spezifischen ostdeutschen Vorruhestandsregelungen ausgelaufen ist - wieder auf dem früheren DDR-Niveau. Ein sichtbarer Rückgang der Erwerbsquoten ist nur bei den jüngeren Frauen feststellbar. Auch in näherer Zukunft dürfte die Erwerbsbeteiligung ostdeutscher Frauen hoch bleiben. Dafür sprechen die gute berufliche Qualifikaiton, der wachsende Anteil an Hochschulabsolventen und die niedrigen Geburtenraten. Darüber hinaus übt die schlechte Arbeitsmarktlage auf verheiratete Frauen einen Druck aus, berufstätig zu bleiben. Vor allem ist es aber für ostdeutsche Frauen selbstverstädnlich, einen Beruf auszuüben. (IAB2)
Weiterführende Informationen
- Erwerbsbeteiligung von verheirateten deutschen Frauen in den neuen Bundesländern
- Erwerbsbeteiligung von verheirateten deutschen Frauen im Ost-West-Vergleich
- Erwerbsbeteiligung von 55- bis 64-jährigen deutschen Frauen in den neuen Bundesländern
- Erwerbsbeteiligung von deutschen Frauen in den neuen Bundesländern nach Altersgruppen
-
Literaturhinweis
Die IAB-Regionalstichprobe 1975-2001: IABS-RO1 (2004)
Zitatform
Hamann, Silke, Gerhard Krug, Markus Köhler, Wolfgang Ludwig-Mayerhofer & Anne Hacket (2004): Die IAB-Regionalstichprobe 1975-2001. IABS-RO1. In: ZA-Information H. 55, S. 34-59.
Abstract
"Die Arbeit stellt die neue regionalisierte Stichprobe aus der Beschäftigten- und Leistungshistorik des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vor. Ausgehend von der Datengrundlage und den Arbeiten der Datenaufbereitung und Anonymisierung werden vor allem die Neuerungen gegenüber früheren Regionalstichproben vorgestellt, so der größere Stichprobenumfang; die Möglichkeit, die Stichprobe zukünftig wesentlich schneller und einfacher zu aktualisieren, oder die Einbeziehung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse ab dem Jahr 1999. Auch ein Online-Informationsangebot für die Arbeit mit der Stichprobe steht zur Verfügung. Ein kurzes Beispiel verdeutlicht abschließend das Analysepotenzial der Daten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Hamburger Arbeitsmarkt im globalen Kontext (2004)
Läpple, Dieter;Zitatform
Läpple, Dieter (2004): Hamburger Arbeitsmarkt im globalen Kontext. In: E. Hönekopp, R. Jungnickel & T. Straubhaar (Hrsg.) (2004): Internationalisierung der Arbeitsmärkte (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 282), S. 147-181.
Abstract
"Der Beitrag geht von der These aus, dass die gegenwärtigen Formen der Globalisierung auf städtischer Ebene zu einer Intensivierung eines 'global-local-interplay' - also einer zunehmenden Durchdringung globaler und lokaler Entwicklungsdynamiken - geführt haben. Am Beispiel der Metropolregion Hamburg werden die gegenwärtigen Umbrüche und Problemlagen auf dem städtischen Arbeitsmarkt analysiert. Dazu wird ein neues Analysekonzept zur Strukturierung der Beschäftigungsdaten eingeführt, das Konzept sog. Tätigkeitscluster. Durch den wirtschaftlichen Strukturwandel und neue Formen der internationalen Arbeitsteilung haben die Städte zwar ihre Rolle als Zentren der industriellen Produktion verloren, es gibt jedoch signifikante Gründe für die Annahme, dass sich Stadtmetropolen gerade in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung zu einem privilegierten Innovationsfeld der Wissens- und Kulturproduktion entwickeln. Die Bedeutung der Arbeit als Produktionsfaktor wird sich mit dem Übergang zu einer Wissensökonomie erhöhen, wodurch Arbeitsmärkte für Hochqualifizierte zum zentralen Standortfaktor städtischer Ökonomien werden. Angesichts der sehr unterschiedlichen Problemlagen des städtischen Arbeitsmarktes sowie der begrenzten politischen Handlungsmöglichkeiten greift eine einseitige Weltmarktausrichtung städtischer Entwicklungs- und Arbeitsmarktpolitik eindeutig zu kurz. Gefordert sind ein Strategie-Mix und offene, dialogorientierte Handlungskonzepte. Im Mittelpunkt einer zukunftsorientierten Stadtpolitik muss die Anpassung der Erziehungs- und Ausbildungseinrichtungen an die Erfordernisse einer multiethnischen Stadtgesellschaft und an die Herausforderungen einer Wissensgesellschaft stehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Verlaufstypen, Bestands- und Stromgrößen beim gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot - mit einer "Stellenangebotsgesamtrechnung" für Westdeutschland 2001 (2004)
Scherl, Hermann;Zitatform
Scherl, Hermann (2004): Verlaufstypen, Bestands- und Stromgrößen beim gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot - mit einer "Stellenangebotsgesamtrechnung" für Westdeutschland 2001. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 37, H. 1, S. 9-28.
Abstract
"In dem Beitrag wird eine neue Typologie zur empirischen Analyse von Stellenangebotsprozessen vorgeschlagen. Darauf aufbauend wird ein Schema für eine 'Stellenangebotsgesamtrechnung' entwickelt, in dem Bestands- und Stromgrößen des Stellenangebots, nach Verlaufstypen differenziert, vollständig erfasst und systematisch verknüpft werden. In dieses Schema werden dann verfügbare empirische Daten und empirisch fundierte Schätzwerte für das Stellenangebot in Westdeutschland (Gebiet der alten Bundesländer) im Jahr 2001 eingebracht und damit die noch fehlenden weiteren Daten berechnet. Dabei zeigt sich, dass sich das vorgeschlagene Schema gut dazu eignet, fehlende Daten näherungsweise zu berechnen und die Konsistenz einzelner Daten zu überprüfen. Das bemerkenswerteste Ergebnis der Berechnung von Bestands- und Stromgrößen des Stellenangebots ist, dass es in Westdeutschland 2001 neben schätzungsweise 3 bis 4 Mio. erfolgreichen Stellenangeboten um ca. 2 Mio. Stellenangebote gegeben hat, bei denen die Personalsuche erfolglos beendet wurde. Im Bestand der sofort zu besetzenden Stellen, der in Westdeutschland immer in einer Größenordnung von mindestens einigen Hunderttausend 'Vakanzen' existiert, machten die erfolglos bleibenden Stellenangebote etwa drei Viertel aus. Und nur bei etwa einem Drittel aller Fälle von Personalsuche am externen Stellenmarkt gelang eine rechtzeitige Stellenbesetzung ohne Vakanzzeit. Anschließend wird erörtert, welche Zahlenangaben im Rahmen des vorgeschlagenen Schemas bzw. der vorgestellten exemplarischen Berechnung von Strom- und Bestandsgrößen für Westdeutschland 2001 für welche arbeitsmarktdiagnostischen Fragestellungen relevant sind. Insbesondere zur Diagnose des Ausmaßes und der besonderen Ausprägung von 'Mismatch-Arbeitslosigkeit' sind einige Daten der Stellenangebotsgesamtrechnung sehr aufschlussreich. Der Beitrag schließt mit Anregungen zu weiterer Forschung zum gesamtwirtschaftlichen Stellenangebot unter Nutzung des vorgeschlagenen Schemas für eine Stellenangebotsgesamtrechnung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wages and employment growth: disaggregated evidence for West Germany (2004)
Zitatform
Suedekum, Jens & Uwe Blien (2004): Wages and employment growth. Disaggregated evidence for West Germany. (HWWA discussion paper 275), Hamburg, 31 S.
Abstract
Der Beitrag behandelt den Effekt von Löhnen auf das Beschäftigungswachstum auf der Basis eines theoretischen Modells, aus dem Kosten und Auswirkungen abgeleitet werden können. In der empirischen Analyse wird eine höchst disaggregierte Perspektive herangezogen und eine neu entwickelte Shift-Share-Regressionstechnik auf ein flächendeckendes und sehr genaues Datenset für Westdeutschland angewendet. Die Regression zeigt, dass der Einfluss von regionalen Löhnen auf das Beschäftigungswachstum signifikant negativ ist. Dieser Effekt variiert zwar über Sektoren, aber in keinem Fall wird die Behauptung unterstützt, dass ein exogener Lohnzuwachs zu einem höheren Beschäftigungswachstum führt. (IAB)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 1128 -
Literaturhinweis
Wages and employment growth: disaggregated evidence for West Germany (2004)
Zitatform
Suedekum, Jens & Uwe Blien (2004): Wages and employment growth. Disaggregated evidence for West Germany. (IZA discussion paper 1128), Bonn, 33 S.
Abstract
Der Beitrag behandelt den Effekt von Löhnen auf das Beschäftigungswachstum auf der Basis eines theoretischen Modells, aus dem Kosten und Auswirkungen abgeleitet werden können. In der empirischen Analyse wird eine höchst disaggregierte Perspektive herangezogen und eine neu entwickelte shift-share Regressionstechnik auf ein flächendeckendes und sehr genaues Datenset für Westdeutschland angewendet. Die Regression zeigt, dass der Einfluss von regionalen Löhnen auf das Beschäftigungswachstum signifikant negativ ist. Dieser Effekt variiert zwar über Sektoren, aber in keinem Fall wird die Behauptung unterstützt, dass ein exogener Lohnzuwachs zu einem höheren Beschäftigungswachstum führt. (IAB)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: HWWA discussion paper , 275 -
Literaturhinweis
Zwischen Nord- und Süddeutschland: Die Überwindung räumlicher Distanzen bei der Arbeitsmarktmobilität (2004)
Zitatform
Windzio, Michael (2004): Zwischen Nord- und Süddeutschland: Die Überwindung räumlicher Distanzen bei der Arbeitsmarktmobilität. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 37, H. 1, S. 29-44.
Abstract
"Der Beitrag zur Analyse der regionalen Mobilität von Arbeitskräften untersucht anhand der IAB Regionalstichprobe (West) Jobwechsel zwischen Nord- und Süddeutschland. Aus einer handlungstheoretischen Perspektive gilt die Aufmerksamkeit neben individuellen Faktoren der Personen wie Ausbildungsniveau, Einkommen oder Arbeitslosigkeit insbesondere den räumlichen Kontextbedingungen, die auf die Raten der Mobilität zwischen Norden und Süden einwirken. Im Mittelpunkt steht dabei sowohl das Niveau der regionalen Arbeitslosigkeit als auch die Distanz von der jeweiligen Grenze zwischen dem Norden und dem Süden. Die Befunde eines zeitdiskreten Ratenmodells, welches der Clusterung der Beobachtungen innerhalb der Kontexte Rechnung trägt, zeigen unter anderem, dass mit steigender Distanz die Rate der Mobilität von Nord nach Süd abnimmt. Allerdings wirkt diesem negativen Effekt vor allem ein höheres Ausbildungsniveau entgegen und nur in sehr geringem Maße steigt aufgrund von Langzeitarbeitslosigkeit die Bereitschaft zur Überwindung von Distanzen zwischen Nord und Süd. Insgesamt wird deutlich, dass regionale Arbeitsmarktmobilität über größere Distanzen hinweg eine kostspielige Investition zu sein scheint, die vornehmlich von Personen geleistet wird, die über die entsprechenden materiellen und bildungsbezogenen Ressourcen verfügen. Gerade bei norddeutschen Geringqualifizierten, Langzeitarbeitslosen sowie Personen auf schlecht bezahlten Positionen, die die eigentlichen (potenziellen) Problemfälle auf dem Arbeitsmarkt darstellen, sind Wechsel auf die weitaus günstigeren süddeutschen Arbeitsmärkte unwahrscheinlich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Beschäftigung von Frauen in hochqualifizierten Berufen in ost- und westdeutschen Betrieben (2003)
Achatz, Juliane;Zitatform
Achatz, Juliane (2003): Die Beschäftigung von Frauen in hochqualifizierten Berufen in ost- und westdeutschen Betrieben. In: J. Allmendinger (Hrsg.) (2003): Entstaatlichung und soziale Sicherheit : Verhandlungen des 31. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Leipzig 2002. Teil 1 und 2, S. 1-8.
Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob sich ost- und westdeutsche Betriebe hinsichtlich der Beschäftigung von Frauen in akademischen Berufen unterscheiden. Mit einer Sekundäranalyse von Daten aus der Beschäftigtenstatistik und dem Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird die Geschlechterzusammensetzung von hochqualifizierten Berufen im Jahr 1997 auf betrieblicher Ebene untersucht. Vergleichende Arbeiten zur geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktsegregation in der DDR und in der BRD zeigen ein unterschiedliches Ausmaß und auch ein unterschiedliches Muster der Geschlechterzusammensetzung von Berufen und Tätigkeiten in den beiden deutschen Staaten. Die berufliche Geschlechtertrennung in der DDR lag über dem hohen Niveau der Bundesrepublik. Dennoch waren ostdeutsche Frauen in administrativen, leitenden und professionellen Tätigkeiten stärker vertreten als westdeutsche. Nach der Wende kam es im Zuge der Restrukturierung von Berufs- und Arbeitsmärkten zu einer Annäherung der Segregationsmuster zwischen beiden Landesteilen. Allerdings belegen betriebliche Einzelfallstudien zum Teil auch mehrdeutige und widersprüchliche Entwicklungen. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen die These, dass eine Trennungslinie zwischen Ost und West existiert. Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR haben institutionalisierte Praktiken überlebt, die für hochqualifizierte Frauen nach wie vor vorteilhaft sind. In den alten Bundesländern bieten vor allem solche Betriebe aussichtsreiche Beschäftigungschancen, in denen durch traditionelle Geschlechterstereotype gestützte, geschlechterdifferierende Personalroutinen und -praktiken noch nicht Platz greifen konnten, bzw. die solche Personalpraktiken implementiert haben, die dem 'enactment' von geschlechtstypischen Stellenzuweisungen entgegenwirken können. (IAB)
-
Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2003 und 2004 (2003)
Zitatform
Bach, Hans-Uwe, Susanne Koch, Emil Magvas, Leo Pusse, Thomas Rothe & Eugen Spitznagel (2003): Der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2003 und 2004. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 1, S. 7-45.
Abstract
"Nach einem Rückblick auf die Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den letzten Jahren wird auf der Basis einer Alternativprojektion eine Vorausschau auf Tendenzen in den Jahren 2003 und 2004 gegeben. Im Anschluss werden ausgewählte Themen ausführlicher behandelt (Außenwirtschaftliche Entwicklungen, Arbeitsmarktdynamik und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland). Die seit 2001 anhaltende weltwirtschaftliche Schwäche hat die deutsche Volkswirtschaft aufgrund ihrer engen Außenverflechtung belastet. Dennoch verhinderte die relativ stabile Entwicklung der Exporte zuletzt ein noch schwächeres gesamtwirtschaftliches Ergebnis. Eine selbsttragende binnenwirtschaftliche Eigendynamik blieb in Deutschland bislang aus. Wesentliche Konjunkturimpulse für die Weltwirtschaft können zur Zeit fast ausschließlich von der US-Ökonomie erwartet werden. Die Perspektiven für den deutschen Arbeitsmarkt 2003 haben sich nach zwei Jahren wirtschaftlicher Stagnation nicht aufgehellt. Mit einer schnellen und kräftigen Konjunkturbelebung ist derzeit nicht zu rechnen. Die Erwerbstätigkeit wird tendenziell weiter sinken und die Unterbeschäftigung erneut kräftig steigen. Die traditionellen Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung der BA vermeiden offene Arbeitslosigkeit und entlasten insoweit den Arbeitsmarkt zwar in erheblichem Umfang, aber mit abnehmender Tendenz. Die auf unmittelbare Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zielenden Maßnahmen nehmen kräftig zu. Unter den herrschenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürfte ihr Wirkungsgrad aber bescheiden sein. Schließlich sind wichtige Schritte zur Reform des Arbeitsmarktes eingeleitet worden. Mit spürbaren Wirkungen ist aber erst allmählich zu rechnen. Auch wenn sich die Konjunktur im zweiten Halbjahr belebt und die Wirtschaft 2003 um 0,5 % wächst, kann erst gegen Ende des Jahres 2003 mit einer Stabilisierung am Arbeitsmarkt gerechnet werden. Im Jahresdurchschnitt wären rd. 4,4 Mio. Arbeitslose zu verzeichnen, 340.000 mehr als im Vorjahr. Die Analyse zeigt, dass es auch bei hoher und steigender Unterbeschäftigung erhebliche Bewegungen am Arbeitsmarkt gibt, namentlich zwischen Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit. Sie belegen die prinzipielle Funktionstüchtigkeit des Arbeitsmarkts. Im Zusammenspiel mit einer außenwirtschaftlichen Belebung und den Arbeitsmarktreformen wäre dann im Jahr 2004 eine merkliche Besserung am Arbeitsmarkt zu erwarten. Aber auch bei 2% Wirtschaftswachstum wäre aus heutiger Sicht mit einer Zahl vom 4,35 Mio. Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt zu rechnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Beschäftigungsentwicklung und regionaler Lohn in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe, Anette Haas & Katja Wolf (2003): Regionale Beschäftigungsentwicklung und regionaler Lohn in Ostdeutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 4, S. 476-492.
Abstract
"In dem Aufsatz werden die Wirkungen regionaler Lohnunterschiede auf die Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland untersucht. Dazu wird eine Modellvorstellung kurz entwickelt, die vor allem auf unterschiedliche Marktkonstellationen einzelner Wirtschaftszweige abzielt. Als empirischer Ansatz wird eine Shift-Share Regression verwendet, die erlaubt, regionale Lohnunterschiede auf die Entwicklung einzelner Wirtschaftszweige zu beziehen. Tatsächlich zeigen sich mit Daten der Beschäftigtenstatistik gegensätzliche Effekte des regionalen Lohnniveaus. Ebenfalls getestet werden die Einflüsse der regionalen Lohnentwicklung, die jedoch einheitlicher ausfallen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Prägende Einflüsse der Regionalentwicklung in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe (2003): Prägende Einflüsse der Regionalentwicklung in Ostdeutschland. In: vhw-Forum Wohneigentum. Zeitschrift für Wohneigentum in der Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft, Jg. 4, H. 5, S. 247-251.
Abstract
In dem Beitrag wird über unterschiedliche Entwicklungspfade von Regionen an Hand von Ergebnissen des ENDOR-Projekts (Entwicklung der ostdeutschen Regionen) berichtet. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wurden die Determinanten der Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern mit qualitativen und quantitativen Methoden untersucht. Es wird festgestellt, dass sich die regionalen Disparitäten innerhalb des Ostens vertiefen. Sie weisen eine relativ kleinräumige Struktur auf. Benachteiligt sind vor allem die ländlichen Gebiete weitab der Zentren. Auf der Ebene von Bundesländern findet hingegen eher eine Angleichung statt. Die regionale Entwicklung der Beschäftigung wird auch in Ostdeutschland durch Branchenstrukturen beeinflusst. Daneben spielen aber auch die regionalen Löhne und die Qualifikationsstruktur der Arbeitskräfte eine Rolle. Das Erbe der von Kombinaten geprägten Monostrukturen der späten DDR hat die regionale Beschäftigungsentwicklung negativ beeinflusst. (IAB)
-
Literaturhinweis
Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland: Hintergrundstudie für den 2. Fortschrittsbericht über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe & Anette Haas (2003): Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland. Hintergrundstudie für den 2. Fortschrittsbericht über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. Nürnberg, 25 S.
Abstract
"In der Untersuchung wird zur Analyse der regionalen Beschäftigungsentwicklung ein Modell verwendet, das auf dem klassischen Shift-Share-Ansatz der Regionalökonomie aufbaut. Durch die Übertragung in ein regressionsanalytisches Modell (als constraint least square zweistufig geschätzt) wird neben der Zerlegung der Entwicklung in Struktur- und Standorteffekte erreicht, dass theoriegeleitet weitere Variablen einbezogen werden. Für die Untersuchung stehen detaillierte regionale Daten auf Kreisebene aus der Beschäftigtenstatistik für die Jahre 1993 bis 2001 und verschiedene BA Statistiken zur Verfügung. Die abhängige Variable ist die Beschäftigungsentwicklung in einer bestimmten Branche eines ostdeutschen Kreises. Die exogenen Determinanten bilden u.a. die Branchenstruktur und -konzentration, das regionale Qualifikations- und Lohnniveau. Somit können branchen- und regionalspezifische Einflüsse gesondert kontrolliert werden. Der Ansatz umgeht durch die Auswahl der Erfolgsvariablen das Problem der Endogenität von Maßnahmeausgaben und Arbeitsmarktlage, da nach der Verteilungsformel für die Mittel der Arbeitsmarktpolitik die Beschäftigungsentwicklung kaum eine Wirkung auf den Mitteleinsatz ausübt. Neben ABM/SAM werden auch die Ausgaben für Weiterbildung (FbW) als unabhängige Variablen integriert. Die Resultate zeigen für die Arbeitsmarktpolitik nicht signifikante Effekte im Falle von ABM/SAM, während bei FbW ein signifikanter positiver Einfluss sichtbar wird. Weiterbildung unterstützt demnach die regionale Beschäftigungsentwicklung, Erwerbschancen steigen durch die Anpassung der beruflichen Qualifikationen an die Arbeitsnachfrage. Der direkte Kapazitätseffekt der Beschäftigung schaffendenden Maßnahmen wurde soweit möglich heraus gerechnet. Weiteres Ergebnis der Analysen ist der Nachweis einer heterogenen Beschäftigungsentwicklung in Abhängigkeit von den jeweiligen Branchen und Kreisen. Regionen mit überdurchschnittlich qualifizierten Beschäftigten und mit mittelgroßen Betrieben erzielen relativ günstige Ergebnisse. Hohe Grade von Branchenkonzentrationen wirken sich eher negativ aus. Überdurchschnittliche regionale Löhne haben auf die Beschäftigungsentwicklung nach Branchen differenzierte, aber zumeist negative Wirkungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Die Entwicklung der ostdeutschen Regionen (2003)
Blien, Uwe ; Eickelpasch, Alexander; Blume, Lorenz; Geppert, Kurt; Maierhofer, Erich; Wolf, Katja; Blien, Uwe ; Vollkommer, Dieter;Zitatform
(2003): Die Entwicklung der ostdeutschen Regionen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 267), Nürnberg, 493 S.
Abstract
"Die ostdeutschen Regionen haben seit der Vereinigung mit Westdeutschland bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Auch mehr als ein Jahrzehnt nach dem Fall der Mauer gehen die Bewertungen des wirtschaftlichen Aufholprozesses der neuen Bundesländer noch weit auseinander. Die Entwicklung der Regionen Ostdeutschlands von 1993 bis 1999 ist Gegenstand der Analysen. Ziel ist es, Ursachen für unterschiedliche Entwicklungspfade herauszuarbeiten. Ansatz, Theorie, Daten, Methoden und vor allem die Ergebnisse der Untersuchungen werden umfassend dargestellt. Die Ergebnisse beruhen auf einer selten angewandten Kombination von flächendeckenden quantitativen und von qualitativen Methoden in Fallstudien. Eingeschlossen sind Aussagen zu verschiedenen arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die ebenfalls einem Test unterzogen werden konnten. Wichtige Fragen zur Regionalentwicklung konnten sehr differenziert bearbeitet werden: Wie wirkt sich die sektorale Spezialisierung auf die regionale Entwicklung aus? Welchen Einfluss hat die Lage einer Region auf die Beschäftigungsentwicklung? Welche Effekte haben verschiedene wirtschaftspolitische Instrumente und welchen Einfluss hat die regionale Lohnentwicklung? Wie wirkt sich die Rolle lokaler 'Leitpersönlichkeiten' aus? Die Ergebnisse sind nicht nur relevant für die Erklärung von Vorgängen in den Regionen Ostdeutschlands. Sie dienen generell dazu, Einsicht über ökonomische Prozesse zu gewinnen und wichtige Fragen von allgemeiner Bedeutung zu klären.
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Das IAB/INFORGE-Modell: ein neuer ökonometrischer Ansatz gesamtwirtschaftlicher und länderspezifischer Szenarien (2003)
Zitatform
Distelkamp, Martin, Frank Hohmann, Christian Lutz, Bernd Meyer & Marc I. Wolter (2003): Das IAB/INFORGE-Modell. Ein neuer ökonometrischer Ansatz gesamtwirtschaftlicher und länderspezifischer Szenarien. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 275), Nürnberg, 103 S.
Abstract
"Das Simulations- und Prognosemodell INFORGE (INterindustry FORecasting GErmany) mit der Erweiterung für die Bundesländer (LÄNDER-Modell) ist das Ergebnis einer langjährigen Forschungszusammenarbeit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS) mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. INFORGE beschreibt die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes und der wesentlichen ökonomischen Triebkräfte auf Bundesebene in sektoraler Disaggregation. Das Gesamtsystem ist entwickelt worden, um die Entwicklung auf der Bundesebene, die durch das Modell INFORGE dargestellt wird, auch auf die Ebene der Bundesländer zu übertragen. Damit sind nicht nur regionalisierte Arbeitsmarktprojektionen möglich geworden, sondern es können auch die Auswirkungen bundespolitischer Maßnahmen und weltweiter Entwicklungen auf den deutschen Arbeitsmarkt sektoral und regional differenziert abgebildet werden. Die Modellentwicklung von INFORGE wie auch LÄNDER war in den vergangenen Jahren von den umfangreichen Reformen in der amtlichen Statistik geprägt. So führte der Übergang zur europäisch abgestimmten WZ 93-Gliederung zu einer deutlichen Veränderung der Datenlage und damit der Modellierungsmöglichkeiten. Die vorgestellte Version von INFORGE ist das Ergebnis der Anpassungen an diese Veränderungen. Für die regionale Gliederung wurde in früheren Modellversionen eine vereinfachte top-down Modellie-rung gewählt, die bis auf wenige Ausnahmen auf das Herunterrechnen der Bundesergebnisse auf die Länder hinauslief. Erst mit der Verbreiterung der Datenlage durch die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen der Länder konnte eine detailliertere bottom-up Modellierung erstellt werden, die auch der Modellierungsphilosophie des Gesamtsystems eher entspricht. Die vorliegende Version des LÄNDER-Modells besteht aus 16 eigenständigen Ländermodellen, die mit der in INFORGE abgebildeten Bundesebene abgestimmt werden. Im Band wird zunächst die Datenbasis des Modells INFORGE und der Ländermodelle beschrieben, wobei insbesondere der neue Datensatz für die Bundesländer eingehend analysiert wird. Anschließend wird die Modellierung von INFORGE und LÄNDER dokumentiert sowie eine Beschreibung der Annahmen über die Entwicklung der exogenen Variablen vorgenommen. Abschließend wird eine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands und seiner Bundesländer in tiefer sektoraler Gliederung bis zum Jahre 2005 vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Skill-biased technological change, international trade and the wage structure: new evidence on the determinants of the employment structure from linked employer-employee panel data for Germany (2003)
Zitatform
Kölling, Arnd & Thorsten Schank (2003): Skill-biased technological change, international trade and the wage structure. New evidence on the determinants of the employment structure from linked employer-employee panel data for Germany. In: L. Bellmann & R. Hujer (Hrsg.) (2003): Betriebliche Innovationen im Spiegel von Betriebsbefragungen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 277), S. 113-134.
Abstract
"Die Autoren untersuchen die vom technologischen Wandel und internationalen Handel ausgehenden Effekte auf die Struktur der betrieblichen Arbeitsnachfrage. Die Autoren bestätigen aufgrund der empirischen Ergebnisse ihrer Panelanalysen die Hypothese eines skill-biased technological change, den Einfluss des internationalen Handels und von Lohnstrukturveränderungen als Erklärungsansätze für den Rückgang der Nachfrage nach un- und angelernten Arbeitskräften in Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Licht am Ende des Tunnels? Eine aktuelle Analyse der Situation schwerbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt (2003)
Zitatform
Rauch, Angela & Hannelore Brehm (2003): Licht am Ende des Tunnels? Eine aktuelle Analyse der Situation schwerbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt. (IAB-Werkstattbericht 06/2003), Nürnberg, 30 S.
Abstract
Der Bericht bietet statistische Informationen zur Beschreibung der Situation schwerbehinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Dafür werden - neben der Entwicklung der Beschäftigung Schwerbehinderter - die Zu- und Abgangsstatistiken der Arbeitslosigkeit analysiert. Es wird insbesondere untersucht, ob in den letzten Jahren mehr arbeitslose Schwerbehinderte in Erwerbstätigkeit abgegangen sind, wie die Abnahme des Bestandes vermuten lässt, oder ob die Zugänge in Arbeitslosigkeit weniger geworden sind. Ferner wird die Qualifikation - vor allem arbeitsloser - schwerbehinderter Menschen betrachtet und gefragt, ob sie schlechter qualifiziert sind als die Arbeitslosen insgesamt und deshalb geringere Chancen auf Wiederbeschäftigung haben. Zur Einbettung wird auf soziodemographische Merkmale des Personenkreises eingegangen und ein Exkurs zu Rentenzugängen unternommen. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Geringqualifizierte: In der Krise verdrängt, sogar im Boom vergessen: Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten im Konjunkturverlauf bis 2002 (2003)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2003): Geringqualifizierte: In der Krise verdrängt, sogar im Boom vergessen. Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten im Konjunkturverlauf bis 2002. (IAB-Kurzbericht 19/2003), Nürnberg, 7 S.
Abstract
Wie stark die berufliche Qualifikation die Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt bestimmt, kommt unter anderem in den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten zum Ausdruck. In dem Beitrag wird anhand von Daten der Strukturerhebungen der Bundesanstalt für Arbeit und von Sonderauswertungen des Mikrozensus gezeigt, dass Geringqualifizierte nach wie vor zu den Problemgruppen am Arbeitsmarkt gehören. Ihre Arbeitslosenquoten sind mit Abstand die höchsten und ihr Anteil an allen Arbeitslosen liegt derzeit bei 35 Prozent. Selbst bei hohen Wachstumsraten - wie Ende der 80er oder 90er Jahre - ging ihre Beschäftigung kontinuierlich zurück. Von der aktuellen Wachstumskrise sind praktisch alle Qualifikationsebenen betroffen; die Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten hat sich diesmal also nicht überproportional verschlechtert. Dies könnte an gesetzlichen Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung liegen. (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus;Weiterführende Informationen
- Hier finden Sie ausführliches Datenmaterial zu diesem Kurzbericht, das tabellarisch aufbereitet wurde und als PDF-Dokument (65 KB) zum kostenlosen Download zur Verfügung steht.
- Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nach Qualifikationsebenen
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1975-2002
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarkt für AkademikerInnen: Studieren lohnt sich auch in Zukunft: trotz einiger Beeinträchtigungen in jüngerer Zeit haben Hochqualifizierte gute Perspektiven (2003)
Reinberg, Alexander; Schreyer, Franziska;Zitatform
Reinberg, Alexander & Franziska Schreyer (2003): Arbeitsmarkt für AkademikerInnen: Studieren lohnt sich auch in Zukunft. Trotz einiger Beeinträchtigungen in jüngerer Zeit haben Hochqualifizierte gute Perspektiven. (IAB-Kurzbericht 20/2003), Nürnberg, 7 S.
Abstract
"Bei allen Unterschieden nach Studienfach, Konjunktur oder Geschlecht: Die Gruppe der AkademikerInnen war bereits in der Vergangenheit am Arbeitsmarkt und bei den Beschäftigungsbedingungen priviligiert. Dies zeigt sich etwa bei der Arbeitslosigkeit, bei der Adäquanz der Tätigkeit und beim Einkommen. In jüngerer Zeit stieg die AkademikerInnenarbeitslosigkeit aber überdurchschnittlich. Auf der anderen Seite ging die hohe Erwerbstätigkeit der AkademikerInnen nur wenig zurück. So sind die Arbeitslosenquoten der Hochqualifizierten trotz Anstiegs nach wie vor niedrig. In Zukunft wird der Bedarf an Hochqualifizierten weiter steigen. Dies liegt am Strukturwandel des Beschäftigungssystems hin zur Informations- und Wissensgesellschaft. Die weitgehend stagnierende Bildungsbeteiligung in Verbindung mit dem Bevölkerungsrückgang könnte Projektionen zufolge sogar zu einem Mangel an akademisch gebildeten Fachkräften führen. Jungen Menschen mit entsprechenden Interessen und Fähigkeiten kann man also unter Arbeitsmarktgesichtspunkten zu einem Studium nur raten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Schreyer, Franziska; -
Literaturhinweis
Die Beschäftigung von Un- und Angelernten: eine Analyse mit dem Linked Employer-Employee Datensatz des IAB (2003)
Zitatform
Schank, Thorsten (2003): Die Beschäftigung von Un- und Angelernten. Eine Analyse mit dem Linked Employer-Employee Datensatz des IAB. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 3, S. 257-270.
Abstract
"Der Beitrag verwendet Daten eines neuen Linked Employer-Employee Datensatzes des IAB (LIAB), der das IAB-Betriebspanel und die Historikdatei der Beschäftigtenstatistik miteinander verbindet, um für 1993-1997 die Nachfrage nach Un- und Angelernten zu analysieren. Die un- und angelernten Beschäftigten werden dabei nach einem tätigkeitsorientierten Konzept identifiziert. Die Analysen bestätigen den postulierten Zusammenhang zwischen technischem Fortschritt (gemessen durch den technischen Stand der Anlagen sowie durch Investitionen in IT) und einem geringeren betrieblichen Anteil an Un- und Angelernten. Demgegenüber wurde nur teilweise eine negative Beziehung zwischen internationaler Verflechtung (approximiert durch die Exportquote) und der Nachfrage nach Un- und Angelernten ermittelt. Sowohl Querschnitts- als auch Längsschnittsregressionen zeigen einen negativen Zusammenhang zwischen dem Anteil der Un- und Angelernten in einem Betrieb und dem betrieblichen Durchschnittslohn für Un- und Angelernte. Der geschätzte Parameter aus einer OLS-Schätzung impliziert beispielsweise, dass Betriebe mit einem um fünf Prozent geringeren Durchschnittslohn für Un- und Angelernte einen um einen Prozentpunkt höheren Anteil von Un- und Angelernten an der Gesamtbeschäftigung aufweisen. Somit wird die These unterstützt, dass es auch deshalb zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote der Un- und Angelernten gekommen ist, weil eine zu rigide Lohnstruktur die durch den technologischen Fortschritt entstandenen Nachfrageprobleme der Un- und Angelernten nicht ausgleicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsanpassung in Ost- und Westdeutschland: eine makroökonometrische Analyse für die deutschen Bundesländer (2003)
Smolny, Werner;Zitatform
Smolny, Werner (2003): Beschäftigungsanpassung in Ost- und Westdeutschland. Eine makroökonometrische Analyse für die deutschen Bundesländer. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 4, S. 428-438.
Abstract
"Die derzeitige Arbeitsmarktlage in Deutschland sieht trotz der zur Zeit wieder etwas günstiger werdenden Konjunkturprognosen nicht rosig aus. Insbesondere die hohe und weiter ansteigende Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland ist ein zentrales Problem für die aktuelle Wirtschaftspolitik. Eine Mitverantwortung dafür tragen Rigiditäten auf dem Arbeitsmarkt, die sich unter anderem in einer nicht dem Markt angepassten Lohnsetzung manifestieren. In dem Aufsatz wird die Rolle der Lohnsetzung für die Beschäftigungsentwicklung anhand einer empirische Analyse für die deutschen Bundesländer für den Zeitraum 1970-2002 analysiert. Als ein Ergebnis ist festzuhalten, dass die schnelle Lohnanpassung in Ostdeutschland in der ersten Hälfte der neunziger Jahre in hohem Maße für die schlechte Arbeitsmarktentwicklung verantwortlich ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
IAB Betriebspanel 2002 Ostdeutschland (2003)
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel ist eine repräsentative Arbeitgeberbefragung zu betrieblichen Bestimmungsgrößen der Beschäftigung. Hierbei handelt es sich um ein Projekt des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Befragung wird seit 1993 jährlich bei denselben Betrieben in Deutschland durchgeführt. Mittlerweile werden bundesweit knapp 16 000 Betriebe aller Branchen und aller Größen zu einer Vielzahl beschäftigungspolitischer Themen befragt. Der Strukturbericht für Ostdeutschland liefert Informationen über die wirtschaftliche Lage der Betriebe in den neuen Bundesländern und ihre Personalpolitik. Weitere Schwerpunkte der Befragung des Jahres 2002 waren die betriebliche Berufsausbildung, die Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen sowie die Zusammenarbeit der Betriebe mit dem Arbeitsamt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Kurzfassung des Berichts. -
Literaturhinweis
Zweiter Fortschrittsbericht wirtschaftswissenschaftlicher Institute über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland: Kurzfassung (2003)
Zitatform
(2003): Zweiter Fortschrittsbericht wirtschaftswissenschaftlicher Institute über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. Kurzfassung. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 9, H. 15, S. 437-467.
Abstract
Das Bundesministerium der Finanzen hat fünf wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitute beauftragt, in jährlichen "Fortschrittsberichten Ostdeutschland" die wirtschaftliche Situation in den neuen Bundesländern zu begutachten. Der Beitrag ist eine gestraffte Fassung des zweiten gemeinsamen Berichts. Die Forschungsinstitute hatten diesmal den Auftrag, zwei Politikbereiche - nämlich die Förderung von Investitionen in Ostdeutschland und die Aktive Arbeitsmarktpoltik - einer näheren Analyse zu unterziehen und darauf aufbauend wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen abzuleiten. Einbezogen werden sollte auch die Innovationsförderung. Darüber hinaus wurden als weitere Schwerpunkte des Berichts eine regional differenzierende Analyse der Infrastrukturausstattung in den neuen Ländern, die Ermittlung der technologischen Leistungsfähigkeit der ostdeutschen Wirtschaft und eine Untersuchung der finanzpolitischen Situation der ostdeutschen Länder und Gemeinden vereinbart. Alles in allem kommen die Institute zu dem Schluss, dass die Möglihckeiten der Politik, den Aufbauprozess in Ostdeutschland zu beschleunigen, zunehmend geringer werden. In Bezug auf die Arbeitsmarktpolitik schlagen sie vor, diese in Zukunft stärker mit der Regionalpolitik zu verzahnen. "Dies gilt vor allem für die Akteure auf der lokalen Ebene, da dort eine gezielte Abstimmung von Wirtschaftsförderung und Beschäftigungspolitik von Synergieeffekten profitieren kann. Daher sollten die Arbeitsämter ihre Weiterbildungsmaßnahmen noch mehr auf den Qualifikationsbedarf der Unternehmen ausrichten, um einen punktuellen Fachkräftemangel zu vermeiden. Allerdings ist dabei darauf zu achten, dass betriebliche Weiterbildungsanstrengungen nicht durch Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit ersetzt werden." (IAB2)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Langfassung des Zweiten Fortschrittsbericht. -
Literaturhinweis
Überblick zur Beschäftigung und Arbeitslosigkeit von Frauen nach Berufen (2002)
Zitatform
Biersack, Wolfgang (2002): Überblick zur Beschäftigung und Arbeitslosigkeit von Frauen nach Berufen. In: G. Engelbrech (Hrsg.) (2002): Arbeitsmarktchancen für Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 258), S. 127-144.
Abstract
"Obwohl es heute selbstverständlich ist, dass Frauen berufstätig sind, ist die Wahl des Berufs nach wie vor sehr stark vom Geschlecht geprägt. Der Beitrag soll daher einen Überblick vermitteln, in welchen Berufen Frauen beschäftigt sind bzw. eine Beschäftigung anstreben. Zu diesem Zweck wird die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die registrierte Arbeitslosigkeit sowie die duale Ausbildung von Frauen im Jahr 2000 näher betrachtet. Daneben werden sowohl die Entwicklung seit 1993 als auch Unterschiede zwischen Ost und West untersucht. Zusammenfassend zeigt sich:
-Wie bei den Erwerbstätigen insgesamt waren auch bei den sozialversicherungsfplichtig Beschäftigten weniger Frauen von der Beschäftigungskrise der 90er Jahre betroffen als Männer.
-Ursache dafür ist die unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung nach Berufen, insbesondere zwischen männerdominierten und frauendominierten Berufen.
-Dennoch gibt es auch gegenläufige Beschäftigungsentwicklungen bei Frauen zwischen Ost und West wie auch in einzelnen Berufen zwischen Männern und Frauen.
-Teilzeit-Anteile unterscheiden sich stark zwischen den Berufen. So ist Teilzeit nur in den frauendominierten Berufen in größerem Umfang anzutreffen.
-Die männerdominierten Berufe, insbesondere die produktionsorientierten Berufe weisen höhere Arbeitslosenquoten aus.
-In der dualen Ausbildung münden nach wie vor viele junge Frauen in typische 'Frauenberufe' ein. Dies bedeutet aber auch, dass für sie neue IT-Berufe eine geringe Rolle spielen als für junge Männer." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Modelling and simulation of migration, regional employment development and regional gross wage payment in Germany: the Bottom-up approach (2002)
Binder, J.; Haag, G.; Koller, Martin;Zitatform
Binder, J., G. Haag & Martin Koller (2002): Modelling and simulation of migration, regional employment development and regional gross wage payment in Germany. The Bottom-up approach. In: I. Johansson & R. Dahlberg (Hrsg.) (2002): Uddevalla Symposium 2001 : regional economies in transition. Papers presented at the Uddevalla Symposium 2001, 14-16 June, Vänersborg, Sweden (University of Trollhättan/Uddevalla. Research report, 02, 01), S. 119-141.
Abstract
"This article aims to bring together insights from regional economics, population dynamics and migration. In a bottom-up approach the economic development of the regional gross wage payment and the volume of employment are linked with the spatial redistribution processes due to migration and demographic changes. Explicit attention is given to the model based analysis and the simulation of the regional gross wage payment on the level of the 441 districts of Germany for the period 1994 to 1998. Simulations for different scenarios with the time horizon 2003 are also discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Ostdeutschland: Effekte der Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigung (2002)
Zitatform
Blien, Uwe, Erich Maierhofer, Dieter Vollkommer & Katja Wolf (2002): Ostdeutschland: Effekte der Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigung. (IAB-Kurzbericht 13/2002), Nürnberg, 5 S.
Abstract
Der Kurzbericht basiert auf Ergebnissen des ENDOR-Projekts (Entwicklung der ostdeutschen Regionen) des IAB. Darin wurden die Determinanten der Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern mit Hilfe eines regionalen Entwicklungsmodells und stark differenzierter Daten der Beschäftigten- und Arbeitsmarktstatistik sowie weiterer Quellen untersucht. Es wird festgestellt, dass die Arbeitsmarktpolitik der Bundesanstalt für Arbeit von 1993 bis 1999 einen positiven Einfluss auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland hatte. Dies gilt sowohl für Fortbildungsmaßnahmen als auch für Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen. Für verschiedene Instrumente der Investitionsförderung wurden ebenfalls positive Effekte auf die Beschäftigung Ostdeutschlands gefunden. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja;Weiterführende Informationen
Entlastungswirkung der Arbeitsmarktpolitik (Ostdeutschland, nach Kreisen) -
Literaturhinweis
Regional development of employment and deconcentration processes in Eastern Germany: an analysis with econometric analogue to shift-share techniques (2002)
Zitatform
Blien, Uwe & Katja Wolf (2002): Regional development of employment and deconcentration processes in Eastern Germany. An analysis with econometric analogue to shift-share techniques. In: I. Johansson & R. Dahlberg (Hrsg.) (2002): Uddevalla Symposium 2001 : regional economies in transition. Papers presented at the Uddevalla Symposium 2001, 14-16 June, Vänersborg, Sweden (University of Trollhättan/Uddevalla. Research report, 02, 01), S. 179-192.
Abstract
"The paper examines the development of regional employment in eastern Germany. An approach by Möller & Tassinopoulos is taken up for the analyses using very differentiated data from the employment statistics. This approach uses a generalisation o an econometric analogue of the common shift-share method, which is suggested here as a new 'workhorse' for regional analyses. The results show that deconcentration processes play a key role in explaining regional disparities. Inverse localisation and positive urbanisation effects are visible. On the one hand the development can be interpreted as a long-term consequence of the transformation,. since the regions of the GDR were virtually characterised by monostructures. On the other hand similar but weaker deconcentration processes are currently occurring in general in European and North American regions and have also been shown for western Germany by Möller & Tassinopoulos. Such processes can be understood with approaches of 'New Economic Geography' (based on Krugman et al.), whereas the general significance of industry specific effects, which is also becoming clear, can be explained using approaches of structural change, following amongst others Appelbaum & Schettkat. In addition, positive impulses of the qualification structure on regional development are detectable, which can be understood by endogenous growth theory." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Mehrebenenanalyse (2002)
Zitatform
Blien, Uwe & Michael Wiedenbeck (2002): Mehrebenenanalyse. In: G. Kleinhenz (Hrsg.) (2002): IAB-Kompendium Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 250), S. 309-324.
Abstract
"In methodischer Hinsicht wird als Mehrebenenanalyse eine Art der statistischen oder ökonometrischen Modellierung bezeichnet, bei der gleichzeitig Variablen der Mikroebene (z.B. zu individuellen Personen) und der Makroebene (z.B. Regionen) einbezogen werden. Einerseits ergeben sich dadurch zusätzliche analytische Möglichkeiten, andererseits sind spezielle methodische Vorkehrungen notwendig, um der Gefahr von Fehlschlüssen zu entgehen. Von den Methoden der Mehrebenenanalyse sind konzeptionelle Mehrebenenansätze zu unterscheiden. Mit diesem Begriff werden Erweiterungen oder Alternativpositionen zu üblichen Konstruktionsprinzipien des methodologischen Individualismus in der ökonomischen oder soziologischen Theorie bezeichnet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ostdeutschland: Determinanten der regionalen Beschäftigungsentwicklung (2002)
Zitatform
Blien, Uwe, Erich Maierhofer, Dieter Vollkommer & Katja Wolf (2002): Ostdeutschland: Determinanten der regionalen Beschäftigungsentwicklung. (IAB-Kurzbericht 12/2002), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Der Kurzbericht fasst Ergebnisse des ENDOR-Projekts (Entwicklung der ostdeutschen Regionen) des IAB zusammen. Darin wurden die Determinanten der Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern mit Hilfe regional stark differenzierter Daten der Beschäftigten-, Arbeitsmarkt- und Maßnahmestatistik untersucht. Es zeigte sich, dass sich die regionalen Disparitäten innerhalb Ostdeutschlands - trotz ausgleichender Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und der Investitionsförderung - in den letzten Jahren vertieft haben. Wesentlich für die regionale Entwicklung der Beschäftigung sind die Branchenstrukturen, die Stärke des "überregionalen" Sektors, der nicht für den lokalen Markt produziert, und die Qualifikation der Arbeitskräfte in einer Region. Besonders benachteiligt sind ländliche Gebiete. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Regional development of employment in eastern Germany: an analysis with an econometric analogue to shift-share techniques (2002)
Zitatform
Blien, Uwe & Katja Wolf (2002): Regional development of employment in eastern Germany. An analysis with an econometric analogue to shift-share techniques. In: Papers in regional science, Jg. 81, H. 3, S. 391-414.
Abstract
"We extend in this analysis an approach introduced by Patterson and suggested by Möller and Tassinopoulos. Our approach uses a generalization of an econometric analogue of the common shift-share method, suggested here as a new 'workhorse' for regional analyses. The results obtained with this shift-share-regression, and with very differentiated data from the employment statistics of eastern Germany, show that processes of deconcentration play a role in explaining regional disparities, since inverse localization and positive urbanization effects are visible. The relevant processes can be understood by implementing approaches of 'new economic geographys', structural change and endogenous growth theory." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit von Männern und Frauen: von der Arbeitsmarktkrise der 90er Jahre ins neue Jahrtausend (2002)
Engelbrech, Gerhard;Zitatform
Engelbrech, Gerhard (2002): Beschäftigung und Arbeitslosigkeit von Männern und Frauen. Von der Arbeitsmarktkrise der 90er Jahre ins neue Jahrtausend. In: G. Engelbrech (Hrsg.) (2002): Arbeitsmarktchancen für Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 258), S. 3-13.
Abstract
"Von Veränderungen der Tätigkeits- und Wirtschaftsstruktur sowie des Arbeitsumfangs waren Männer und Frauen in der Vergangenheit unterschiedlich betroffen. Sowohl beim Abbau alter als auch bei der Entstehung neuer Arbeitsplätze schnitten - zumindest quantitativ - Frauen besser ab. Dies ist auch in Zukunft zu erwarten. Vom unverminderten Trend zu mehr Dienstleistungstätigkeiten und weiter zunehmender Teilzeitbeschäftigung werden in Zukunft in erster Linie Frauen profitieren. In Ost- und Westdeutschland fallen mehr Vollzeitarbeitsplätze für Männer bei produktionsorientierten Tätigkeiten weg als neue Arbeitsplätze hinzukommen. Bei Frauen nimmt die Zahl der Teilzeitarbeitsplätze deutlich zu, sodass das Arbeitsvolumen weitgehend erhalten bleibt. Damit müssen sich aber Wirtschaft und Politik neuen Herausforderungen stellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Entwicklung von Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft: eine deskriptive Analyse des westdeutschen Arbeitsmarktes zwischen 1976 und 1995 auf Basis der IAB-Beschäftigtenstichprobe (2002)
Zitatform
Erlinghagen, Marcel (2002): Die Entwicklung von Arbeitsmarktmobilität und Beschäftigungsstabilität im Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft. Eine deskriptive Analyse des westdeutschen Arbeitsmarktes zwischen 1976 und 1995 auf Basis der IAB-Beschäftigtenstichprobe. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 35, H. 1, S. 74-89.
Abstract
"Der Beitrag überprüft die These von einer zunehmenden Bedeutung der extern-numerischen Arbeitsmarktflexibilität mit Hilfe einfacher deskriptiver Verfahren auf Basis der Verlaufsdaten der IAB-Beschäftigtenstichprobe für den westdeutschen Arbeitsmarkt der Jahre 1976 bis 1995. Dabei zeigt sich, dass von einer generell zunehmenden beschleunigten Arbeitsmarktdynamik keine Rede sein kann, sondern die Arbeitsmarktmobilität seit den 70er Jahren stagniert, wenn nicht sogar leicht abgenommen hat; darüber hinaus nimmt die Stabilität von Beschäftigungsverhältnissen im Zeitverlauf nicht wie vielleicht zu erwarten war ab sondern zu; auch wird Arbeitslosigkeit nicht mehr und mehr zum 'Normalfall' in Erwerbsverläufen von Arbeitnehmern trotz absolut steigender Arbeitslosenzahlen. Letztendlich widerlegt der Beitrag nicht nur die These vom 'Turbo-Arbeitsmarkt'; auch scheint Skepsis gegenüber der gegensätzlichen These vom zunehmend sklerotischen Arbeitsmarkt angebracht. Denn eine Konzentration hauptsächlich auf die Entwicklung der extern-numerischen Flexibilität verstellt allzu leicht den Blick auf alternative betriebliche Flexibilisierungsstrategien. Die Verstetigung von Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehungen ist allein kein Indiz für einen anpassungsunfähigen Arbeitsmarkt. Vielmehr sind die in diesem Beitrag präsentierten Ergebnisse im Zusammenhang mit einer wachsenden internen Flexibilisierung der Betriebe in Deutschland zu interpretieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Determinanten der Beschäftigungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland von 1995 bis 2000 unter besonderer Berücksichtigung von Exportaktivitäten (2002)
Zitatform
Fischer, Gabriele (2002): Determinanten der Beschäftigungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland von 1995 bis 2000 unter besonderer Berücksichtigung von Exportaktivitäten. In: L. Bellmann (Hrsg.) (2002): Die ostdeutschen Betriebe in der internationalen Arbeitsteilung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 263), S. 65-83.
Abstract
"Die Internationalisierung der Wirtschaft kann für die einzelnen Betriebe Vor- und Nachteile haben: Auf der einen Seite vergrößern sich die Absatzmöglichkeiten durch die Erschließung neuer Märkte. Auf der anderen Seite bedeutet die Öffnung der Märkte auch einen größeren Konkurrenzdruck, dem die Betriebe ausgesetzt sind. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Auswirkung die internationalen Aktivitäten von Betrieben auf die Beschäftigung haben. Dieser Frage wurde mit Hilfe einer Längsschnittanalyse mit Daten des IAB-Betriebspanels von 1996 bis 2000 nachgegangen. Es wurde untersucht, welche Betriebe eine positive bzw. negative Beschäftigungsentwicklung zu verzeichnen haben und welche Rolle dabei die Exportaktivität der Betriebe spielt, d. h. ob und - wenn ja - welchen Einfluss sie auf die Beschäftigungsentwicklung haben. Dabei stellte sich heraus, dass die Exportaktivitäten in den neuen Bundesländern in positivem Zusammenhang mit der Beschäftigung stehen, in den alten Bundesländern hingegen nicht. Es handelt sich bei dieser Analyse um eine erste Annäherung an das Thema. Der Beitrag will auf Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Längsschnittanalyse mit den Daten das IAB-Betriebspaniels hinweisen. Da viele Fragen dabei nur angeschnitten werden konnten, ist diese Untersuchung in erster Linie als Diskussionsbeitrag und als Anregung zu weiterführenden Analysen zu verstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Mobilität am Arbeitsmarkt: Wohin nach der Berufsausbildung?: die Ost/West-Mobilität von jungen Fachkräften (2002)
Haas, Anette;Zitatform
Haas, Anette (2002): Regionale Mobilität am Arbeitsmarkt: Wohin nach der Berufsausbildung? Die Ost/West-Mobilität von jungen Fachkräften. (IAB-Kurzbericht 07/2002), Nürnberg, 4 S.
Abstract
In dem Kurzbericht wird das Mobilitätsverhalten von jungen Fachkräften an der "zweiten Schwelle" auf der Basis von Sozialversicherungsdaten der Jahre 1992-1997 analysiert und beschrieben. Es wird festgestellt, dass 1997 rund 7 % der Absolventen einer dualen Ausbildung auf die angespannte Arbeitsmarktlage in Ostdeutschland mit einer Beschäftigungsaufnahme im Westen reagierten. 1992 hatte die Quote noch bei 10 % gelegen. Frauen sind mobiler als Männer. Bei der Differenzierung nach Berufsfeldern und Bundesländern zeigen sich ebenfalls erhebliche Unterschiede. So finden in Sachsen 94 % der dort Ausgebildeten auch Beschäftigung, in Brandenburg dagegen nur 88 %. Der Wechsel von Ausbildungsabsolventen von Ost nach West unterstützt die These, dass den neuen Bundesländern ein Verlust an Humankapital droht; denn die gegenläufige Bewegung von West nach Ost beträgt nur 1 %. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette;Weiterführende Informationen
Ost/West-Mobilität von Ausbildungsabsolventen -
Literaturhinweis
Forecasting regional labour markets in Germany: an evaluation of the performance of neural network analysis (2002)
Zitatform
Longhi, Simonetta, Peter Nijkamp, Aura Reggiani & Uwe Blien (2002): Forecasting regional labour markets in Germany. An evaluation of the performance of neural network analysis. In: European Regional Science Association (Hrsg.) (2002): From industry to advanced services : perspectives of European metropolitan regions, S. 1-35.
Abstract
"The aim of the present paper is to forecast regional employment developments in the 327 West-German districts. Using a Neural Networks (NNs) methodology we try to identify the existence of underlying structural relationships between the input variables - data on regional and sectoral employment and wages - and the future development of employment at a district level. In order to offer reliable forecasts for the years 2000 and 2001, a variety of NN models has been developed and compared. The emerging results confirm the ability of NNs in capturing the complex data structures - in the training and test phases - and hence in 'extrapolating' useful information in a multi-regional context. Concerning the forecasting phases, our analysis highlights the necessity of carrying out further research experiments - by introducing additional economic background variables - in order to get more insight into the mechanism and structure of spatio-temporal employment data." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Projektion bis 2015: Gute Chancen für moderaten Aufbau der Beschäftigung: Berechnungen mit dem IAB/INFORGE-Modell (2002)
Zitatform
Schnur, Peter & Gerd Zika (2002): Projektion bis 2015: Gute Chancen für moderaten Aufbau der Beschäftigung. Berechnungen mit dem IAB/INFORGE-Modell. (IAB-Kurzbericht 10/2002), Nürnberg, 6 S.
Abstract
Der Beitrag enthält eine Langfristprognose zur Entwicklung des Arbeitskräftebedarfs in Deutschland, die auf Modellrechnungen unter "Status-Quo-Bedingungen" basiert. Bis 2005 wird demnach die Zahl der Erwerbstätigen wieder den Stand von 2000 erreichen und bis 2015 um etwa 1 Million zunehmen. Dieser moderate Anstieg dürfte sich aber auf Westdeutschland konzentrieren - es sei denn, die gemeinsamen Anstrengungen der Arbeitsmarktakteure führen zu einer strategisch angelegten Wachstums- und Beschäftigungspolitik, die auch in Ostdeutschland die Bedingungen verbessert. In sektoraler Hinsicht dürfte sich der Trend zur Tertiarisierung fortsetzen. (IAB)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Zur langfristigen Entwicklung des weiblichen Erwerbspersonenpotenzials (2002)
Zitatform
Thon, Manfred & Johann Fuchs (2002): Zur langfristigen Entwicklung des weiblichen Erwerbspersonenpotenzials. In: G. Engelbrech (Hrsg.) (2002): Arbeitsmarktchancen für Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 258), S. 35-45.
Abstract
"Aus demographischen Gründen werden auch bei steigender Erwerbsbeteiligung im Westen und gleichzeitig kaum sinkender Frauenerwerbsbeteiligung im Osten sowohl das gesamte Erwerbspersonenpotenzial als auf die Teilgruppe des weiblichen Erwerbspersonenpotenzials auch lange Frist abnehmen. Selbst stark steigende Erwerbsquoten werden diese Entwicklung kaum bremsen können. Auch ist das weibliche Erwerbspersonenpotenzial genauso wie das Erwerbspersonenpotenzial insgesamt von der demographischen Alterung betroffen. Dabei dürften die der Projektion zugrunde gelegten hohen Potenzialerwerbsquoten der Frauen kaum mehr steigerungsfähig sein. Außerdem sind insbesondere die in der oberen Erwerbsquoten-Variante vorausgeschätzten hohen Potenzialerwerbsquoten nur unter bestimmten Voraussetzungen zu verwirklichen. Zum einen wird eine weitere Steigerung der Erwerbswünsche von Frauen vorausgesetzt. Zum anderen muss eine realistische Möglichkeit zur Berufstätigkeit gegeben sein. Damit die Erwerbswünsche realisiert werden können, bedarf es somit weiterer Anstrengungen, die Rahmenbedingungen der Erwerbsarbeit von Frauen zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung in den ostdeutschen Regionen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze (2002)
Wolf, Katja;Zitatform
Wolf, Katja (2002): Wirtschafts- und Arbeitsmarktentwicklung in den ostdeutschen Regionen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. In: Niedersächsisches Institut für Wirtschaftsforschung (Hrsg.) (2002): Entwicklungsprobleme und -perspektiven der ehemaligen innerdeutschen Grenzregionen : Analysen - Handlungsnotwendigkeiten - Wirtschaftspolitische Konsequenzen. NIW-Workshop 2001, S. 29-48.
Abstract
Die Autorin berichtet über ein Projekt von IAB und IAW zur Erforschung der Einflussfaktoren für die erfolgreiche Entwicklung ostdeutscher Regionen. Aufbauend auf dieser Untersuchung werden insgesamt 16 ehemalige innerdeutsche Grenzregionen betrachtet, welche eine im Vergleich zu den restlichen Regionen Ostdeutschlands positive Beschäftigungsentwicklung aufweisen. "Mit Hilfe eines regressionsanalytischen Shift-Share-Ansatzes wird gezeigt, dass nur ein kleiner Teil dieser Entwicklung auf eine besonders gute Ausgangslage bei der Branchenstruktur zurückzuführen ist." Diese erwies sich aufgrund des vorherrschenden Verarbeitenden Gewerbes und der Landwirtschaft eher als nachteilig. Als Hauptgrund für die trotzdem positive Beschäftigungsentwicklung wird die Betriebsgrößenstruktur, die vor allem von Klein- und Mittelbetrieben geprägt ist, angesehen. Hinzu kam vor allem in Thüringen das hohe Qualifikationsniveau der Beschäftigten. Außerdem "waren die verausgabten Mittel an Investitionsförderung und Arbeitsmarktförderung überdurchschnittlich hoch." (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Regionale Arbeitsmarktforschung im IAB (2001)
Blien, Uwe ; Hirschenauer, Franziska ; Maierhofer, Erich; Wolf, Katja; Haas, Anette; Tassinopoulos, Alexandros; Vollkommer, Dieter;Zitatform
Blien, Uwe, Anette Haas, Franziska Hirschenauer, Erich Maierhofer, Alexandros Tassinopoulos, Dieter Vollkommer & Katja Wolf (2001): Regionale Arbeitsmarktforschung im IAB. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 34, H. 1, S. 45-73.
Abstract
"Institutionalisiert in einer eigenen Arbeitsgruppe betreibt das IAB Regionalforschung, um Erkenntnisse über die Ausbildung regionaler Disparitäten und die Funktionsweise regionaler Arbeitsmärkte zu erzielen. Diese Forschung dient außerdem der Analyse und Beratung regionaler Arbeitsmarktpolitik und trägt schließlich zur Gewinnung von allgemeinen Erkenntnissen in der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bei. Die Forschungsarbeit erfolgt theorieorientiert, anwendungsbezogen und interdisziplinär. Die zugrunde gelegten Theorieansätze orientieren sich an neueren Arbeiten der Ökonomie, u.a. der 'Neuen Regionalökonomie' und an parallelen Ansätzen anderer Sozialwissenschaften. Wichtig sind regionale Umsetzungen von Arbeiten zum Strukturwandel und zur Verknüpfung von Arbeitslosigkeits- und Lohnniveau. Methodisch werden u.a. multivariate Techniken der Panel-, der Mehrebenenanalyse und der Entropieoptimierung sowie qualitative Verfahren verwendet. Die Datenbasis stützt sich stark auf die Massendaten des IAB, z.B. aus der Beschäftigten- und Arbeitsmarktstatistik. Sie wird organisiert in einem speziellen Modul des neuen Arbeitsmarktinformationssystems des Instituts, in ABIS-Reg. In dem Aufsatz wird ein Überblick über die Konzeption der Regionalforschung des IAB im Hinblick auf die verwendeten Theorien und Methoden gegeben. Im Anschluss daran erfolgt eine Kurzdarstellung von Perspektiven und wichtigen Ergebnissen von Projekten der IAB-Regionalforschung, z.B. zur Arbeitsmarktentwicklung in den neuen Bundesländern, zur regionalen Erwerbsbeteiligung und Mobilität, zu regionalen Eingliederungsbilanzen und zu den Effekten regionaler Arbeitslosigkeit auf den Lohn." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und Entlohnung auf regionalen Arbeitsmärkten: theoretische Analyse, ökonometrische Methode, empirische Evidenz und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen für die Bundesrepublik Deutschland (2001)
Zitatform
Blien, Uwe (2001): Arbeitslosigkeit und Entlohnung auf regionalen Arbeitsmärkten. Theoretische Analyse, ökonometrische Methode, empirische Evidenz und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen für die Bundesrepublik Deutschland. (Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge 182), Heidelberg: Physica-Verl., 344 S.
Abstract
"Das Buch untersucht die fundamentale Beziehung, die zwischen Arbeitslosigkeit und Entlohnung auf regionaler Ebene besteht. Dazu wird ein theoretisches Modell entwickelt, das weitere Einflüsse, insbesondere zu Innovation und Strukturwandel, integriert. Vorgestellt werden theoretische Analysen zur Indentifikation von Kausalbeziehungen zwischen den Variablen sowie empirische Ergebnisse vor allem zum Effekt der Arbeitslosigkeit auf den Lohn. Für die Bundesrepublik Deutschland ergibt sich eine "Lohnkurve", die allerdings flacher verläuft als in anderen Ländern. Die bei den Untersuchungen verwendeten ökonometrischen Methoden werden eingehend diskutiert. Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen zur Bedeutung der Lohneffekte und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beschließen die Darstellung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Disparitäten auf ostdeutschen Arbeitsmärkten (2001)
Zitatform
Blien, Uwe & Katja Wolf (2001): Regionale Disparitäten auf ostdeutschen Arbeitsmärkten. In: Informationen zur Raumentwicklung H. 1, S. 49-57.
Abstract
"Die Autoren beschäftigen sich mit der internen Differenzierung der Arbeitsmärkte in Ostdeutschland und versuchen, diese anhand kausaler Faktoren empirisch zu erklären. Vor dem Hintergrund neuerer Ansätze der regionalen Entwicklungstheorie berücksichtigen sie als relevante Faktoren die Verteilung der Beschäftigten nach Wirtschaftszweigen, die Höhe des regionalen Lohns sowie das Qualifikationsniveau der Beschäftigten. Ihre Ergebnisse legen die wirtschaftspolitische Konsequenz nahe, dass eine Verbesserung der Situation Ostdeutschlands die Ansiedlung innovativer Industrien erfordert, für die einerseits ein schneller technischer Fortschritt und andererseits ein aufnahmefähiger Markt maßgeblich sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Differenzen in der Arbeitsnachfrage zwischen den neuen Bundesländern: regionale Disparitäten auf dem Arbeitsmarkt (1999)
Zitatform
Kölling, Arnd & Katja Wolf (1999): Differenzen in der Arbeitsnachfrage zwischen den neuen Bundesländern. Regionale Disparitäten auf dem Arbeitsmarkt. In: U. Schasse & J. Wagner (Hrsg.) (1999): Entwicklung von Arbeitsplätzen, Exporten und Produktivität im interregionalen Vergleich : empirische Untersuchungen mit Betriebspaneldaten. Beiträge zum Workshop FiDASt '99, Hannover, 7.-8. Oktober (NIW-Vortragsreihe, 13), S. 69-98.
Abstract
Der Beitrag untersucht, ob es in den neuen Bundesländern Unterschiede in der Nachfrage nach Arbeit gibt und ob sie beobachtete regionale Verschiedenheiten in der Beschäftigungssituation erklären können. Datenbasis sind die Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit und Daten des IAB-Betriebspanels der Jahre 1996-1998. Mittels deskriptiver und multivariater Analysen werden zunächst regionale Unterschiede bestimmt und danach den Gründen für die Unterschiede nachgegangen. Die gewählte regionale Ebene ist das Bundesland, 'da hier ein besonderes öffentliches Interesse vorliegt und bestimmende politische Entscheidungen getroffen werden.' Mittels eines aufgrund theoretischer Überlegungen abgeleiteten dynamischen Arbeitsnachfragemodells wird simultan die Nachfrage nach qualifizierten und unqualifizierten Arbeitskräften bestimmt. Sowohl die deskriptive Analyse als auch die mit Hilfe des multivariaten Ansatzes auf der Grundlage des theoretisch hergeleiteten Modells mittels der dreistufigen kleinsten Quadrate-Methode (3SLS) ermittelten Schätzungen zeigen, dass die Qualifikationsstruktur der Beschäftigten in den einzelnen Bundesländern Ostdeutschlands variiert und unterschiedliche Entwicklungen der qualifikatorischen Arbeitsnachfrage zwischen Ost- und Westdeutschland zu beobachten sind. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Eine regionale Beschäftigungsprognose: Ergebnisse für Arbeitsmarktregionen auf dem Gebiet der alten Bundesländer (1996)
Tassinopoulos, Alexandros;Zitatform
Tassinopoulos, Alexandros (1996): Eine regionale Beschäftigungsprognose. Ergebnisse für Arbeitsmarktregionen auf dem Gebiet der alten Bundesländer. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 29, H. 3, S. 363-377.
Abstract
"Der vorliegende Entwurf des Arbeitsförderungs-Reformgesetzes (AFRG) sieht die Dezentralisierung von Entscheidungskompetenzen auf die Ebene der Landesarbeitsämter und Arbeitsämter vor. Nicht nur deshalb entsteht bei der Gestaltung der Mittelallokation im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik ein weiter erhöhter Bedarf an regionalisierter Information. Ein wichtiges Element der Entscheidungsbasis ist die Prognose von Entwicklungen auf kleinräumiger Ebene. Der Aufsatz beschreibt die Ergebnisse, Vorgehensweise und Probleme der regionalen Beschäftigungsprognose, die für die Arbeitsmarktregionen der Alten Bundesländer erstellt wurde. Die Prognose ist Bestandteil des IAB-Projekts 'Regionales Arbeitsmarkt-Informationssystem' REGARIS, das aus verschiedenen weiteren Informations- und Analysemodulen besteht. Als Grundlage für die Vorgehensweise diente der Ansatz der Shift-share-Methode. Sie wurde mit den amtlichen Beschäftigtenzahlen (30.06.) für 328 West-Kreise auf jährlicher Basis dynamisch von 1987 bis 1995 mit einer Differenzierung nach 11 Wirtschaftsabteilungen durchgeführt. Die Analyse-Ergebnisse wurden in den weiteren Prognoseschritten mit Szenarien über das zukünftige Sektorwachstum ergänzt. Nach umfangreichen Plausibilitätskontrollen - die verschiedene Sonderlösungen zur Folge hatten - wurden die Kreiswerte zu ihren jeweiligen Arbeitsmarktregionen zusammengefaßt. Es entstanden damit 166 Zeitreihen für ein jeweils optimistisches und pessimistisches Szenario." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Arbeitsmarktforschung (1994)
Koller, Martin;Zitatform
Koller, Martin (1994): Regionale Arbeitsmarktforschung. In: F. Buttler (1994): Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Aufgaben und Praxis der Bundesanstalt für Arbeit, 04), S. 74-84.
Abstract
Im Rahmen einer Bestandsaufnahme der Forschungs- und Arbeitsfelder des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) führt der Beitrag in die Ansätze der Regionalforschung ein. Hauptziel der Forschungen ist es, Entscheidungshilfen für eine Arbeitsmarkt- und regionale Strukturpolitik zu gewinnen, die den unterschiedlichen Entwicklungsrisiken und den Entwicklungspotenzialen in den Regionen Rechnung trägt. (IAB2)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Methoden und Daten
-
Arbeitsmarktentwicklung
- Arbeitsmarktentwicklung insgesamt
- Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsvolumen
- Arbeitskräftebedarf, offene Stellen
- Arbeitskräftemangel
- Freisetzungen, Arbeitsplatzabbau
- Erwerbsbeteiligung, Erwerbsverhalten
- Arbeitskräftemobilität
- Stille Reserve
- Arbeitslosigkeit
- Lohn und Einkommen
- Berufsausbildung/Ausbildungsstellenmarkt
- Arbeitsmarktprognose
- Qualifikationsniveau
- Wirtschaftszweige
- Personengruppen
- Regionale Vergleiche
- Bundesländer
- Siedlungsstruktur
