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Dossier

Female breadwinner – Erwerbsentscheidungen von Frauen im Haushaltskontext

Nach wie vor ist die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen den Partnern der Regelfall. Traditionelle familiäre Arrangements werden dabei durch institutionelle Rahmenbedingungen bevorzugt. Die Folge ist, dass Frauen immer noch beruflich zurückstecken - auch wenn sie den Hauptteil des Haushaltseinkommens erarbeiten und damit die Rolle der Familienernährerin übernehmen.
Dieses Themendossier widmet sich den Bedingungen und Auswirkungen der Erwerbsentscheidung von Frauen sowie empirischen Studien, die sich mit der Arbeitsteilung der Partner im Haushaltskontext befassen.
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  • Literaturhinweis

    The end of the career mystique?: policy and cultural frameworks that structure the work-family interface in the United States and Germany (2007)

    Reichart, Elisabeth ; Moen, Phyliss; Chesley, Noelle;

    Zitatform

    Reichart, Elisabeth, Noelle Chesley & Phyliss Moen (2007): The end of the career mystique? Policy and cultural frameworks that structure the work-family interface in the United States and Germany. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 19, H. 3, S. 337-370.

    Abstract

    "In den USA und in Deutschland prägt ein falscher Karriereglaube die Vorstellung des Normallebenslaufs; der Glaube nämlich, dass lebenslange, kontinuierliche und aufstiegsorientierte Erwerbsarbeit der Schlüssel zu einem beruflich und privat erfolgreichen Leben sei. Dieser 'Karrierewahn' ist die Kehrseite des 'Weiblichkeitswahns' (Friedan 1963) der 1950er Jahre; beide kulturelle Leitbilder versinnbildlichten die Trennung der Sphären von Beruf und Familie nach Geschlecht und fanden ihren Ausdruck im Ernährermodell als Norm des Familienlebens. Im Arbeitsmarkt und im Modus der sozialen Absicherung ist die Erwartung lebenslanger Erwerbsarbeit reifiziert, und Männer und Frauen streben heute eine kontinuierliche Vollzeittätigkeit an. So haben immer weniger Beschäftigte eine 'Hausfrau', die sie in ihrer Karriere unterstützt. Erst recht wenn Arbeitnehmer(innen) Eltern werden, brechen die Konflikte zwischen den Anforderungen der Erwerbsarbeit und der erhöhten Sorge- und Hausarbeit voll auf. Bei der Geburt von Kindern werden Berufs- und Familienrollen in der Paarbeziehung neu konfiguriert; die Vereinbarkeitsmodelle, die Paare dann wählen, sind mit geprägt durch Gelegenheitsstrukturen des jeweiligen wohlfahrtsstaatlichen, institutionellen und kulturellen Kontexts. In diesem Beitrag richten wir den Fokus auf drei Fallbeispiele (die USA, West- und Ostdeutschland), um darzustellen, wie wohlfahrtsstaatliche Politik und kulturelle Schemata zusammenspielen, und dabei bestimmte, geschlechtertypisierende Erwerbsmuster bei Elternpaaren und damit soziale Ungleichheiten hervorbringen und verstärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Doppelte Transformation des Ernährermodells? Eine Längsschnittstudie zur Erwerbsarbeitsteilung bei ost- und westdeutschen Paaren nach der Geburt des ersten Kindes (2007)

    Reichart, Elisabeth ;

    Zitatform

    Reichart, Elisabeth (2007): Doppelte Transformation des Ernährermodells? Eine Längsschnittstudie zur Erwerbsarbeitsteilung bei ost- und westdeutschen Paaren nach der Geburt des ersten Kindes. (Familie und Gesellschaft 20), Würzburg: Ergon-Verlag, 345 S.

    Abstract

    Vor der deutschen Vereinigung herrschten in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR unterschiedliche Modelle der sozialstaatlichen Regulation der Geschlechterverhältnisse: im Westen das klassische Ernährermodell (male breadwinner - female carer), im Osten modernere Geschlechterverhältnisse (dual earner - state carer). Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung dieser Modelle nach 1990 und geht dabei insbesondere der Frage nach, ob sich das klassische Ernährermodell auch in Ostdeutschland durchsetzen konnte, oder ob sich neue Variationen der Geschlechterverhältnisse ausbildeten, wie es mit der These von der 'doppelten Transformation' vorhergesagt wurde. Im ersten Teil der Arbeit wird diese Fragestellung aus drei Perspektiven (Wohlfahrtsstaat, Lebenslauf, Paarbeziehung und Haushalt) theoretisch beleuchtet. Außerdem werden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Erwerbsarbeitsteilung von Paaren in Ost- und Westdeutschland sowie der aktuelle Forschungsstand zum Thema Erwerbstätigkeit und Elternschaft dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Fragestellung am Beispiel der Erwerbsverläufe junger Eltern empirisch untersucht: Mit Längsschnittdaten zu Erwerbkonstellationen ost- und westdeutscher Paare bilden sich sechs typische Muster der Erwerbsarbeitsteilung nach der Geburt des ersten Kindes ab. Diese werden in einem methodisch innovativen Verfahren durch Optimal Matching und Clusteranalyse gewonnen und durch bi- und multivariate Analysen weiter abgesichert. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die These von der 'doppelten Transformation' nur eingeschränkt zutrifft: In den beiden deutschen Landesteilen fand und findet eine parallele Entwicklung statt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Determinants of and obstacles to dual careers in Germany (2007)

    Rusconi, Alessandra ; Solga, Heike ;

    Zitatform

    Rusconi, Alessandra & Heike Solga (2007): Determinants of and obstacles to dual careers in Germany. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 19, H. 3, S. 311-336.

    Abstract

    "Die Bildungsexpansion hat dazu beigetragen, dass bei einem zunehmenden Anteil der Paare beide Partner über einen akademischen Abschluss verfügen. Obgleich diese Partnerschaften ein hohes Potential für Doppelkarrieren besitzen, so bleibt dessen Realisierung eine große Herausforderung - oft aufgrund von Einschränkungen weiblicher Karrieren. Wir zeigen, dass nicht nur individuelle Merkmale der beiden Partner die Realisierungschancen von Doppelkarrieren beeinflussen, sondern auch Konstellationen innerhalb der Partnerschaft im Bezug auf Alter, Beruf und Kinder. Mit Blick auf Akademikerpaare untersuchen wir zunächst, wie unterschiedliche Paarkonstellationen die Realisierungschancen von Doppelkarrieren fördern oder behindern. In einem weiteren Schritt untersuchen wir Einstellungspraktiken an deutschen Hochschulen und deren Sensibilität gegenüber Doppelkarrieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Kinder das Risiko bei Paaren erhöhen, nur eine Karriere zu verfolgen, und dass geschlechtsblinde Einstellungskriterien zu diesem Risiko beitragen. Zudem werden wir die zwei herkömmlichen Erklärungen zur Behinderung von Doppelkarrieren überprüfen und dabei zeigen, dass weder Frauen generell benachteiligt sind, noch dass ein Altersunterschied der Partner den Karrierevorrang des älteren Partners geschlechtsneutral definiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Soziale Sicherungsmodelle revisited: Existenzsicherung durch Sozial- und Familienrecht und ihre Geschlechterdimensionen (2007)

    Scheiwe, Kirsten ;

    Zitatform

    Scheiwe, Kirsten (Hrsg.) (2007): Soziale Sicherungsmodelle revisited. Existenzsicherung durch Sozial- und Familienrecht und ihre Geschlechterdimensionen. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 199 S.

    Abstract

    "Wie haben sich die Leitmodelle der Existenzsicherung durch Sozial- und Familienrecht verändert? Inwieweit wurde das Ziel der eigenständigen sozialen Sicherung von Frauen unabhängig vom traditionellen 'Versorgermodell' erreicht? Kann das Familienrecht sozial sichernd wirken? Welcher Reformbedarf besteht? Diese Fragen werden aus rechts- und sozialwissenschaftlicher Perspektive untersucht. Unterschiedliche Rechtsbereiche werden diskutiert: Antidiskriminierungsrecht und mittelbare Diskriminierung (Bieback), Recht der Beschäftigungsförderung und Grundsicherung nach dem SGB II (Berghahn und Spindler), Sozialversicherungsrecht und Anerkennung von Familienarbeit (Kemper), sozialrechtliche Leitmodelle (Scheiwe) und das neue Elterngeld (Wersig) sowie die familienrechtliche Existenzsicherung (Willekens und Schuler-Harms zur Ehe und Reregulierung kindbezogener Pflichten, Meder zum Geschiedenenunterhalt sowie Flügge zum Unterhaltsrecht und dem 'Familienernährer'). Sozialwissenschaftliche Beiträge beschäftigen sich mit der Moralökonomie der Sozialstaatsreform (Lessenich) und empirischen Ergebnissen zu Einstandspflichten in Paarbeziehungen (Künzel). Am Ende steht ein Plädoyer für eine 'Sozialpolitik zweiter Ordnung', die bei Reformen Wechselwirkungen zwischen Familien- und Sozialrecht und das Gleichstellungsgebot berücksichtigt. Das Buch richtet sich an juristisch und sozialpolitisch Interessierte, die sich mit dem Thema der Existenzsicherung durch Familien- und Sozialrecht und ihren gleichstellungspolitischen Aspekten beschäftigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Jenseits des männlichen Ernährermodells?: Geldarrangements im Beziehungsalltag von Doppelverdienerpaaren (2007)

    Schneider, Werner; Hirseland, Andreas; Wimbauer, Christine ; Allmendinger, Jutta;

    Zitatform

    Schneider, Werner, Andreas Hirseland, Jutta Allmendinger & Christine Wimbauer (2007): Jenseits des männlichen Ernährermodells? Geldarrangements im Beziehungsalltag von Doppelverdienerpaaren. In: S. Berghahn (Hrsg.) (2007): Unterhalt und Existenzsicherung : Recht und Wirklichkeit in Deutschland, S. 213-229.

    Abstract

    Der Beitrag gibt einen - nicht an statistischer Repräsentativität sondern an exemplarischen Einzelfällen orientierten - empirischen Einblick in den Beziehungsalltag und in die Geldarrangements von Doppelverdienerpaaren, um die private Ordnung des Geldes in intimen Paarbeziehungen aus Sicht der Lebenspartner zu rekonstruieren. An Doppelverdienern lässt sich exemplifizieren, ob das eigene weibliche Einkommen zu einer anderen Ordnung des Geldes jenseits des männlichen Ernährermodells führt. Es wird untersucht, auf welche Alltagswirklichkeiten von intimen Paargemeinschaften institutionelle Rahmenbedingungen, die der Geschlechterlogik des bürgerlichen Ehe- und Familienmodells folgen, derzeit treffen und welche Folgen sich hieraus für eine an den Lebenswirklichkeiten heutiger Paare orientierte Gestaltung dieser Rahmenbedingungen ergeben. Es zeigt sich, dass die gelebte Alltagswirklichkeit der Akteure nicht mehr durch die entlang der Geschlechtergrenze institutionell sichergestellte Gegensätzlichkeit von Geld und Liebe im männlichen Ernährermodell gerahmt wird. Die Fallbeispiele zeigen, dass gegenwärtige Paarbeziehungen weniger durch ein subsidiär interpretiertes 'Recht auf (wechselseitige) Unterstützung' zusammengehalten werden, sondern für die Vergemeinschaftung der Lebenspartner tendenziell 'eigenes Geld' beider Partner voraussetzen. Diese Ergebnisse stellen das Konzept der Bedarfsgmeinschaft, dem eine Subsidaritätsideologie zugrundeliegt, infrage. Eine auf die Stabilisierung von intimen Zweierbeziehungen angelegte Sozialpolitik müsste sich nach Ansicht der Autoren am Prinzip eines 'Rechts auf eigenes Geld' ausrichten. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Familienpolitische Konzepte im Ländervergleich: Sprungbrett oder Stolperstein für erwerbstätige Mütter? (2007)

    Stern, Nadine;

    Zitatform

    Stern, Nadine (2007): Familienpolitische Konzepte im Ländervergleich. Sprungbrett oder Stolperstein für erwerbstätige Mütter? Marburg: Tectum Verlag, 153 S.

    Abstract

    "Die bürgerliche Rollenverteilung zwischen dem arbeitenden Mann und der haushaltenden Ehefrau entspricht seit Jahrzehnten nicht mehr dem Selbstverständnis fortschrittlicher Industriegesellschaften. Es besteht weitgehend Konsens, dass auch der Wohlfahrtsstaat mit seinen Segnungen die gleichberechtigte Belastung in Beruf und Familie fördern soll. Aber obwohl neben politikwissenschaftlichen auch volkswirtschaftliche und demografische Gesichtspunkte gegen das Ernährermodell sprechen, wird es weiterhin vielerorts durch politische Regulierungen verfestigt. Die Autorin untersucht die geschlechterpolitische Wirkung der deutschen, der französischen und der schwedischen Familienpolitik. Dazu stellt sie zentrale familienpolitische Regulierungen gegenüber. Ergebnis sind nicht nur länderspezifische Erkenntnisse. Die Autorin geht vielmehr der Frage nach, wie finanzielle Regulierungen, Kinderbetreuungs- und Erziehungsfreistellungsregelungen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer und Frauen gezielt fördern können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Conceptualizing breadwinning work (2007)

    Warren, Tracey ;

    Zitatform

    Warren, Tracey (2007): Conceptualizing breadwinning work. In: Work, employment and society, Jg. 21, H. 2, S. 317-336. DOI:10.1177/0950017007076642

    Abstract

    "One of the most widely used concepts in the sociology of women and men's work is that of the breadwinner. Given its centrality to and in so many core academic debates, it is surprising that so little attention has been paid to theorizing and operationalizing breadwinning. Breadwinning seems to lie uncontested, with an unproblematic taken-for-granted, common sense meaning in current sociology.The article reviews how breadwinning has been approached in sociology and how it has been operationalized in empirical studies. After identifying different dimensions of breadwinning, the article explores their reliability in a descriptive analysis of women and men's breadwinning work in Europe. It is concluded that the meaning of breadwinning should be debated as routinely as that of caring." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Zeitverwendung und Vereinbarung von Beruf und Familie: Endbericht (2006)

    Bauer, Frank; Groß, Hermann; Smith, Mark J.; Oliver, Gwen; Sieglen, Georg;

    Zitatform

    Bauer, Frank, Hermann Groß, Gwen Oliver, Georg Sieglen & Mark J. Smith (2006): Zeitverwendung und Vereinbarung von Beruf und Familie. Endbericht. Düsseldorf, 77 S.

    Abstract

    "Gegenüber dem traditionellen Haushaltstyp der 'Ernährerehe', derzufolge der Mann hauptsächlich für die Erwerbsarbeit und die Frau weitestgehend für die Familienarbeit zuständig ist, gewinnen in Deutschland und Großbritannien die 'Doppelverdiener-Haushalte' an Bedeutung. Für diese stellt sich das Problem, Beruf und Familie zu vereinbaren, verschärft. Wie die nach Arbeitszeitarrangements der Partner und Intensität der Kinderbetreuung differenzierten Erwerbstätigenhaushalte dieses Problem bewältigen, ist zentrales Untersuchungsziel. Die Einbeziehung von zwei Nationen mit unterschiedlichen Wohlfahrtsregimen hilft dabei die Frage zu klären, ob die Vereinbarung von Beruf und Familie eher von externen Faktoren wie den nationenspezifischen Rahmenbedingungen (System der industriellen Beziehungen, Regulierung der Arbeitszeit, Entwicklung des Dienstleistungsbereichs) oder eher von internen Faktoren wie den Arbeitszeitarrangements der Partner oder der Intensität der Kinderbetreuung bestimmt ist.
    Die zentralen Fragestellungen der Untersuchung waren:
    - Welchen Umfang hat in beiden Untersuchungsländern das Gesamtvolumen gesellschaftlicher Arbeit in Erwerbstätigenhaushalten? Welche Prägekraft haben dabei externe und interne Faktoren? Welche Auswirkungen haben die Anforderungen der Kinderbetreuung auf die Zeitallokation?
    - In welchem Ausmaß ist Arbeitszeit und Freizeit in den Erwerbstätigenhaushalten beider Untersuchungsländer entgrenzt?
    - In welchem Ausmaß sind in den Erwerbstätigenhaushalten beider Untersuchungsländer Arbeitszeiten und Familienzeiten synchronisiert?
    - In welchem Ausmaß werden in den Erwerbstätigenhaushalten beider Untersuchungsländer bezahlte und unbezahlte Hilfen für Kinderbetreuung und haushaltsbezogene Tätigkeiten in Anspruch genommen? Korrespondiert dies mit den nationen-spezifischen Entwicklungen des Dienstleistungsbereichs?
    - Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Mustern der Zeitverwendung und den Wohlfahrtregimen in beiden Untersuchungsländern?
    Das methodische Vorgehen bestand wesentlich in sekundäranalytischen Auswertungen der in den Jahren 2000 und 2001 in Großbritannien und in den Jahren 2001 und 2002 in Deutschland durchgeführten Zeitbudgeterhebungen. Die Datensätze bestehen aus Tagebüchern zur Zeitverwendung und den Antworten auf Fragebögen von rund 5000 Haushalten in Deutschland und rund 6400 Haushalten in Großbritannien. Wegen einheitlicher Kodierungen der Zeitverwendungsaktivitäten sind die Daten der Tagebücher beider Untersuchungsländer miteinander vergleichbar.
    Ergebnisse:
    - Hinsichtlich des Volumens gesellschaftlicher Arbeit sind große Unterschiede zwischen den Untersuchungsländern feststellbar, die in unterschiedlichen 'Arbeitszeitkulturen' und Erwerbsquoten von Männern und Frauen begründet liegen. Jedoch existieren auch bemerkenswerte Ähnlichkeiten. In beiden Ländern geht ein steigender Umfang der Erwerbsarbeit mit einem abnehmenden Umfang der Kinderbetreuung einher.
    - Der Anteil der Beschäftigten, die während der 'Kernzeit' (die Zeit, in der mehr als die Hälfte der Beschäftigten tätig ist) arbeiten, ist in Großbritannien größer als in Deutschland. Allerdings sind die 'Kernzeiten' in Großbritannien deutlich länger. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind ähnlich: Frauen sind in Deutschland dreimal so häufig, in Großbritannien doppelt so häufig während der 'Kernzeit' tätig wie die Männer.
    - Insgesamt weist Großbritannien höhere Niveaus von 'Doppelverdienerhaushalten', längere Zeitspannen der Erwerbstätigkeit beider Partner und weniger Zeit, die beide Partner zu Hause gemeinsam verbringen, auf. Entsprechend nehmen die britischen Erwerbstätigenhaushalte häufiger bezahlte Hilfen für Kinderbetreuung und haushaltsbezogene Tätigkeiten in Anspruch." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bauer, Frank; Sieglen, Georg;
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  • Literaturhinweis

    'Doing' gender in context: household bargaining and risk of divorce in Germany and the United States (2006)

    Cooke, Lynn Prince ;

    Zitatform

    Cooke, Lynn Prince (2006): 'Doing' gender in context. Household bargaining and risk of divorce in Germany and the United States. In: American Journal of Sociology, Jg. 112, H. 2, S. 442-472.

    Abstract

    "Gender relations remain embedded in their sociopolitical context. Compared here using event-history analysis is how household divisions of paid and unpaid labor affect marital stability in the former West Germany, where policy reinforced male breadwinner families, and the United States, where policy remains silent regarding the private sphere. In Germany, any moves away from separate gendered spheres in terms of either wives' relative earnings or husbands' relative participation in housework increase the risk of divorce. In the United States, however, the more stable couples are those that adapt by displaying greater gender equity. These results highlight that policy shapes how gender gets done in the intimate sphere, and that reinforcement of a gendered division of labor may be detrimental to marital stability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Remaining childless in affluent economics: a comparison of France, West Germany, Italy and Spain, 1994-2001 (2006)

    Gonzales, Maria-Jose; Jurado-Guerrero, Teresa;

    Zitatform

    Gonzales, Maria-Jose & Teresa Jurado-Guerrero (2006): Remaining childless in affluent economics. A comparison of France, West Germany, Italy and Spain, 1994-2001. In: European Journal of Population, Jg. 22, H. 4, S. 317-352. DOI:10.1007/s10680-006-9000-y

    Abstract

    "This article explores why women delay childbearing and increase their likelihood to remain childless in Spain, Italy, West Germany and France. We take a macro-micro perspective and show that national institutions influence women's life transitions, in particular partnership and motherhood. For coupled women, we find two alternative modes out of childlessness. In countries with high direct and indirect child costs, like Spain and Italy, entering a male-breadwinner couple or occupying a stable and high-income position facilitates motherhood, while in the French context motherhood is most likely in a dual-earner partnership." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Household employment patterns in an enlarged European Union (2006)

    Haas, Barbara ; Steiber, Nadia ; Wallace, Claire ; Hartel, Margit;

    Zitatform

    Haas, Barbara, Nadia Steiber, Margit Hartel & Claire Wallace (2006): Household employment patterns in an enlarged European Union. In: Work, employment and society, Jg. 20, H. 4, S. 751-771. DOI:10.1177/0950017006069813

    Abstract

    "Our aim is to contribute to better understanding of why different practices relating to the division of paid labour by sex in couple households are still to be found in different parts of Europe. We analyse data on the distribution of dominant household employment patterns in eight countries: Bulgaria, the Czech Republic, Hungary, the Netherlands, Romania, Slovenia, Sweden, and the United Kingdom. Using comparative survey evidence for a large total sample (N = 10,123), we examine how national differences in terms of the gender division of paid work correspond with predictions drawn from well-established structuralist and culturalist theories of the determinants of cross-country variations.The findings call for a further elaboration of conventional approaches to explaining gendered employment patterns in an enlarged Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Perceptions of risk in intimate relationships: the implications for social provision (2006)

    Lewis, Jane;

    Zitatform

    Lewis, Jane (2006): Perceptions of risk in intimate relationships. The implications for social provision. In: Journal of social policy, Jg. 35, H. 1, S. 39-57. DOI:10.1017/S0047279405009347

    Abstract

    "The erosion of the traditional, male breadwinner model family - both normatively and in social reality - has opened up the possibility of more choice in terms of both partnering and the nature of the contributions that men and women make to households, but processes of 'individualisation' have also given rise to greater uncertainty. We know relatively little about how people perceive their options for partnering, re-production and employment at the level of the household, and in particular what they are prepared to 'take a chance on', and what kind of security they seek. Yet this is important for policy purposes, particularly in view of the rapid pace of family and labour market change. This article first addresses the kind of considerations that are necessary for a better understanding of the nature of risks and uncertainty arising from processes of individualisation. The substantive sections that follow draw on in-depth interviews with a heterogeneous sample of 21 cohabiting and married men and women, drawn from an Omnibus representative sample survey. The extent to which individuals regard partnering and childbearing as risks, and how they seek to manage them are explored and the implications for policy assessed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    SGB II auf Ernährermodell programmiert? (2006)

    Wagner, Alexandra;

    Zitatform

    Wagner, Alexandra (2006): SGB II auf Ernährermodell programmiert? (MonApoli Monitor Arbeitsmarktpolitik), Düsseldorf u.a., 9 S.

    Abstract

    "Das SGB II birgt einerseits neue Chancen für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt, andererseits aber auch erhebliche Risiken. Leistungsrechtliche Regelungen stärken das Ernährermodell und führen zu einer mittelbaren Diskriminierung von Frauen. In Bezug auf die 'Aktivierung' der Leistungsbeziehenden sieht das SGB II hingegen keine geschlechts(rollen)bezogenen Unterschiede vor. Personen, die aufgrund der Anrechnung von Partnereinkommen keine oder nur reduzierte Grundsicherungsleistung erhalten, empfinden dies - unabhängig von ihrer Auffassung über die Rollenteilung von Frauen und Männern - als eine Belastung. In Schweden sind vergleichbare Wirkungen kaum anzutreffen - vor allem aufgrund der längeren Bezugsmöglichkeit von individualisierten Leistungen in den vorgelagerten Sicherungssystemen. Für eine Überwindung der mittelbaren Diskriminierung beim Zugang zu Leistungen des SGB II stellt sich die Frage nach der Abschaffung der Anrechnung von Partnereinkommen und Vermögen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Ehezentrierung statt staatsbürgerlicher Solidarität der Geschlechter: wohin führen die Reformen im deutschen System der Existenzsicherung? (2006)

    Wersig, Maria; Künzel, Annegret; Berghahn, Sabine;

    Zitatform

    Wersig, Maria, Annegret Künzel & Sabine Berghahn (2006): Ehezentrierung statt staatsbürgerlicher Solidarität der Geschlechter. Wohin führen die Reformen im deutschen System der Existenzsicherung? In: U. Degener & B. Rosenzweig (Hrsg.) (2006): Die Neuverhandlung sozialer Gerechtigkeit : feministische Analysen und Perspektiven (Politik und Geschlecht, 18), S. 301-319.

    Abstract

    Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Analyse des deutschen Unterhaltsrechts am Beispiel der Einforderung der solidarischen Einkommensteilung in Partnerschaften bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II. Diesem Prinzip der Ehegattensubsitariät liegt das Modell des männlichen Ernährers zugrunde; die Subsidaritätsregeln gelten dabei nicht nur für Eheleute, sondern auch für 'eheähnliche' Paare. Die Autorinnen kommen zu dem Schluss, dass die Risiken dieser Form von Ehegattensubsidiarität die Chancen überwiegen, indem die Gleichstellungseffekte der Erwerbsanreize für Frauen durch die gravierende Retraditionalisierung der Familienverhältnisse übertroffen werden. Die nur beschränkt einklagbare Unterhaltspflicht in Bedarfsgemeinschaften produziert neue Abhängigkeiten zumal bei Wiedereingliederungsmaßnahmen der Arbeitsagenturen Erwerbslose mit besser verdienenden PartnerInnen unterprivilegiert werden. Eine empirisch-qualitative Studie zur Empfindung der Abhängigkeit betroffener Partner zeigt, dass es zwar sehr unterschiedliche Bewältigungsweisen für die neuen Abhängigkeiten gibt, dass aber mehrheitlich die Anrechnung des Einkommens der Partner als schädlich für die Partnerschaft interpretiert wird. Die Autorinnen ziehen das Fazit, dass die den Reformen zugrunde liegende Annahme der partnerschaftlich-solidarischen Einkommensteilung im Widerspruch steht zu individuellen Rechten und staatsbürgerlicher Gleichheit. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    How do marital status, wage rates, and work commitment interact? (2005)

    Ahituv, Avner; Lerman, Robert I.;

    Zitatform

    Ahituv, Avner & Robert I. Lerman (2005): How do marital status, wage rates, and work commitment interact? (IZA discussion paper 1688), Bonn, 45 S.

    Abstract

    "How marriage interacts with men's earnings is an important public policy issue, given debates over programs to directly encourage healthy marriages. This paper generates new findings about the earnings-marriage relationship by estimating the linkages between marriage, work commitment, and wage rates. Unlike other studies of the marital wage premium for men, we examine how marital status and marital transitions affect hours worked as well as wage rates, take account of the feedback effect on wage rates and earnings associated with marriage effects on hours worked, estimate marriage effects on black and low skill men, control for several dimensions of selection, and follow men from age 17-40. We find that marriage increases men's earnings by about 20 percent and also find a rise in wage rates and hours worked increases marriage. These findings suggest that both marriage-enhancing and earnings-enhancing policies can set off a virtuous circle, in which marriage and earnings reinforce each other over time. Unmarried men who appear unable to support a family because of low current earnings are likely to become more adequate breadwinners once they marry. Thus, if proposed programs are able to increase the utility from and appreciation of marriage, they are likely to generate earnings gains for men as an important side effect." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Siebter Familienbericht: Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit. Perspektiven für eine lebenslaufbezogene Familienpolitik (2005)

    Allmendinger, Jutta; Szydlik, Marc; Spieß, C. Katharina ; Krüger, Helga; Fthenakis, Wassilios E.; Meier-Gräwe, Uta; Bertram, Hans;

    Zitatform

    Allmendinger, Jutta, Hans Bertram, Wassilios E. Fthenakis, Helga Krüger, Uta Meier-Gräwe, C. Katharina Spieß & Marc Szydlik (2005): Siebter Familienbericht. Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit. Perspektiven für eine lebenslaufbezogene Familienpolitik. Berlin, XVI + 580 S.

    Abstract

    Der Siebte Familienbericht wurde mit der Einberufung einer Sachverständigenkommission am 20. Februar 2003 durch die Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Renate Schmidt, in Auftrag gegeben mit dem Ziel, einen umfassenden Bericht zum Thema: "Zukunft der Familie - Gesellschaftlicher Wandel und soziale Integration" (Arbeitstitel) vorzulegen. Es ist der Auftrag für den Bericht, Konzepte für eine neue Balance zwischen verschiedenen Lebensbereichen, wie Familie, Beruf und dem Lebensumfeld von Familien, zu erarbeiten und zudem Vorschläge zu skizzieren, wie eine solche neue Balance zu erreichen und umzusetzen ist. Im Rahmen des Berichts werden Familienentwicklungen in Deutschland als Teil einer europäischen Entwicklung interpretiert. So werden die Vielfalt der familialen Lebensformen und Unterschiede im Generationenverhältnis in verschiedenen europäischen Ländern beschrieben sowie die familienpolitischen Maßnahmen in Beziehung zur demografischen Entwicklung gesetzt. Weitere Themenbereiche befassen sich mit den Auswirkungen des sozialen Wandels auf die Familien sowie mit innerfamilialen Entwicklungen. Es folgen Ausführungen zu familialen Ressourcen und zum Zeitmanagement von Familien. Abschließend werden Vorschläge für eine nachhaltige Familienpolitik unterbreitet und Zukunftsszenarien skizziert. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Soziale Sicherungsmodelle zwischen Individualisierung und Abhängigkeiten (2005)

    Scheiwe, Kirsten ;

    Zitatform

    Scheiwe, Kirsten (2005): Soziale Sicherungsmodelle zwischen Individualisierung und Abhängigkeiten. In: Kritische Justiz H. 2, S. 127-151.

    Abstract

    "Angesichts der umfangreichen Reformen des Sozialrechts soll hier die Gelegenheit genutzt werden, um die Frage nach den Geschlechterdimensionen des Umbaus des Sozialstaats aufzuwerfen und eine kurze historische Bilanz zu ziehen: Wie haben sich die Leitbilder und Geschlechtermodelle im Sozialversicherungsrecht seit Gründung der ersten Sozialversicherungszweige unter Bismarck bis heute entwickelt und verändert? Verliert das traditionelle konservative Leitmodell der sozialen Absicherung des (männlichen) Familienernährers, und der abgeleiteten Sicherung von Ehefrau und Kindern als abhängige Angehörige im Sozialversicherungsrecht an Boden, oder erodiert es gar, wie es manche Wissenschaftlerinnen für andere Länder konstatieren? Wie weit entfernt sind wir noch von einem sozialpolitischen Leitmodell der individualisierten, eigenständigen sozialen Sicherung auch für Frauen, unabhängig von der Ehe? Wird der oder die aktive Arbeitsmarktbürgerin ohne angemessene Berücksichtigung von Sorgearbeit für andere zum neuen Standard? Welchen Einfluss auf die Geschlechtermodelle hat die partielle sozial(versicherungs)rechtliche Anerkennung von unbezahlter Sorgearbeit (caree), die seit Mitte der 80er Jahre auch in der BRD begonnen hat (z. B. durch die rentenrechtliche Anerkennung von Erziehungszeiten und von Pflege)? Was charakterisiert ein geschlechtergerechtes Modell der sozialen Sicherung, das nicht auf einer hierarchischen, asymmetrischen Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern und zwischen der öffentlichen und der privaten Sphäre beruht, sondern nicht-diskriminierende Arbeitsteilung und Wahlmöglichkeiten eröffnet?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wenn zwei das Gleiche tun...: Ideal und Realität sozialer (Un-)Gleichheit in Dual Career Couples. Eine Einleitung (2005)

    Solga, Heike ; Wimbauer, Christine ;

    Zitatform

    Solga, Heike & Christine Wimbauer (2005): Wenn zwei das Gleiche tun... Ideal und Realität sozialer (Un-)Gleichheit in Dual Career Couples. Eine Einleitung. In: H. Solga & C. Wimbauer (Hrsg.) (2005): Wenn zwei das Gleiche tun... : Ideal und Realität sozialer (Un-)Gleichheit in Dual Career Couples, S. 9-25.

    Abstract

    "Einige der zentralen Fragestellungen des vorliegenden Bandes lauten daher: Wie werden Ungleichheiten innerhalb von hoch qualifizierten Partnerschaften von den Partnern interaktiv konstituiert und reproduziert? Welchen Einfluss hat dies auf die Realisierungschancen von Doppelkarrieren? Welche Zusammenhänge lassen sich mit gesellschaftlichen Ungleichheitsstrukturen auffinden? Welche paarspezifischen sowie gesellschaftlichen Bedingungen sind einer erfolgreichen Doppelkarriere förderlich? Einige der zentralen Fragestellungen des vorliegenden Bandes lauten daher: Wie werden Ungleichheiten innerhalb von hoch qualifizierten Partnerschaften von den Partnern interaktiv konstituiert und reproduziert? Welchen Einfluss hat dies auf die Realisierungschancen von Doppelkarrieren? Welche Zusammenhänge lassen sich mit gesellschaftlichen Ungleichheitsstrukturen auffinden? Welche paarspezifischen sowie gesellschaftlichen Bedingungen sind einer erfolgreichen Doppelkarriere förderlich?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Traditionalistische Geschlechterarrangements in Working Poor-Haushalten: Persistenz jenseits der ökonomischen Logik (2005)

    Streuli, Elisa; Kutzner, Stephan;

    Zitatform

    Streuli, Elisa & Stephan Kutzner (2005): Traditionalistische Geschlechterarrangements in Working Poor-Haushalten. Persistenz jenseits der ökonomischen Logik. In: Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 31, H. 2, S. 295-320.

    Abstract

    "Im Mittelpunkt des Artikels stehen Fallrekonstruktionen von Sozialhilfe beziehenden Working Poor-Haushalten. Diesen ist gemeinsam, dass sich die Eheleute für ein Geschlechterarrangement entschieden haben, welches sich in Bezug auf die Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit weitgehend an traditionalistischen Geschlechternormen orientiert. Anhand von vier exemplarischen Fallstudien wird aufgezeigt, dass dieses Arrangement selbst dann aufrecht erhalten wird, wenn damit ökonomische Einbussen verbunden sind und die Abhängigkeit von der Sozialhilfe dadurch bestehen bleibt. Diesen Befund diskutieren wir vor dem Hintergrund des Modells von Krüger und Levy (1997) zum 'Masterstatus'. Schliesslich wird eine Erklärung für die Persistenz traditioneller Geschlechterarrangements skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Earning more and getting less: why successful wives can't buy equality (2005)

    Tichenor, Veronica Jaris;

    Zitatform

    Tichenor, Veronica Jaris (2005): Earning more and getting less. Why successful wives can't buy equality. New Brunswick u.a.: Rutgers University Press, 218 S.

    Abstract

    "For nearly two decades the wage gap between men and women has remained virtually unchanged. Women continue to earn, on average, 80 cents for every dollar that men earn. Yet despite persistent discrimination in wages, studies are also beginning to show that a growing number of women are out-earning their husbands. Nationwide, nearly one-third of working women are the chief breadwinners in their families. The trend is particularly pronounced among the demographic of highly educated women. Does this increase in earnings, however, equate to a shift in power dynamics between husbands and wives? The author shows how, historically, men have derived a great deal of power over financial and household decisions by bringing home all (or most) of the family's income. Yet, financial superiority has not been a similar source of power for women. Tichenor demonstrates how wives, instead of using their substantial incomes to negotiate more egalitarian relationships, enable their husbands to perpetuate male dominance within the family. Weaving personal accounts, in-depth interviews, and compelling narrative, this important study reveals disturbing evidence that the conventional power relations defined by gender are powerful enough to undermine hierarchies defined by money." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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