Berufsausbildung
Der Ausbildungsmarkt befindet sich in der Krise. Neben dem demografisch bedingten Bewerbermangel passen das Profil der angebotenen Stellen und die Bewerberinteressen oft nicht zueinander. Als Folge gibt es viele unbesetzten Ausbildungsstellen und gleichzeitig viele Bewerberinnen und Bewerber, die keinen Ausbildungsvertrag erhalten. Dieses Themendossier bietet Hintergrundinformationen zur Strukturdaten, Trends und Perspektiven des Ausbildungsmarktes. Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
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Themendossier Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung.
Themendossier IAB-Betriebspanel.
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Literaturhinweis
Hauptschüler auf dem Weg von der Schule in die Arbeitswelt (2008)
Reißig, Birgit; Gaupp, Nora; Lex, Tilly;Zitatform
Reißig, Birgit, Nora Gaupp & Tilly Lex (Hrsg.) (2008): Hauptschüler auf dem Weg von der Schule in die Arbeitswelt. (Übergänge in Arbeit 09), München: DJI Verlag Deutsches Jugendinstitut, 295 S.
Abstract
"Wie sehen heute die Wege der Absolventinnen und Absolventen von Hauptschulen in Ausbildung und Erwerbsarbeit aus? Wem gelingt der Zugang in die Ausbildung? Welche Schritte zwischen Schule und Ausbildung werden gegangen? Welche Chancen und Risiken sind mit solchen Zwischenschritten verbunden? Wie verteilen sich Chancen und Risiken zwischen Mädchen und Jungen, Jugendlichen deutscher Herkunft bzw. Migrationshintergrund, Jugendlichen aus Familien mit unterschiedlichen ökonomischen, kulturellen und sozialen Ressourcen? Antworten auf diese Fragen liefern die Ergebnisse einer vom DJI im Jahr 2004 begonnenen Längsschnitt-Untersuchung. Bundesweit wurden rund 4.000 Schülerinnen und Schüler im letzten Schulbesuchsjahr der Hauptschule nach ihrer Herkunft und ihren Plänen für die Zeit nach der Schule befragt. In sieben weiteren Befragungswellen wurden bis November 2006 ihre Wege durch das Bildungs- und Ausbildungssystem sowie durch Arbeitslosigkeit und ein Leben am Rande der Gesellschaft nachgezeichnet. Die Analysen dieser Wege liefern für Politik, Verwaltung und Praxis wichtige Informationen über die Lebensverläufe Jugendlicher im Übergang Schule - Beruf sowie über Stärken und Schwächen des deutschen Übergangssystems." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wege in die betriebliche Ausbildung: wie Jugendliche ihren Ausbildungsbetrieb wählen. Eine empirische Untersuchung in der Pfalz (2008)
Zitatform
Schank, Christoph (2008): Wege in die betriebliche Ausbildung. Wie Jugendliche ihren Ausbildungsbetrieb wählen. Eine empirische Untersuchung in der Pfalz. Kassel: Verlag für wertorientierte Unternehmensführung, 47 S.
Abstract
Mit dem Übergang von der Schule in das betriebliche Ausbildungsverhältnis wird der Grundstein für die berufliche Entwicklung junger Menschen gelegt. Das duale System der Berufsausbildung ist noch immer der dominierende Weg zur beruflichen Qualifikation und Einmündung in die Erwerbstätigkeit. Dieses System steckt in einer Krise, die durch das Nebeneinander von Lehrstellenmangel und Mangel an qualifizierten Bewerbern gekennzeichnet ist. Die Studie verfolgt die Zielsetzung, einerseits einen Überblick über die aktuelle Situation am Lehrstellenmarkt zu geben und andererseits dazu beizutragen, die Maßnahmen und Instrumente der Berufsvorbereitung zu evaluieren und zu erheben, die verschieden große Unternehmen als unterschiedlich attraktiv für Auszubildende erscheinen lassen. Dazu wurden pfälzische Auszubildende kurz nach ihrem Eintritt in das erste Lehrjahr nach ihren zurückliegenden Erfahrungen befragt. Insgesamt 4.527 Auszubildende haben ihre Erfahrungen bei der Suche und der Auswahl ihres ausbildenden Betriebes geschildert. Sie liefern eine Situationsbeschreibung darüber, wie attraktiv verschieden große Unternehmen von den Jugendlichen wahrgenommen werden. Die Jugendlichen bewerten Beratungs- und Berufsorientierungsmaßnahmen, beschreiben ihre Erwartungen an die Ausbildungsbetriebe und benennen ihre Kriterien für die Wahl eines Ausbildungsbetriebs. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das bisherige institutionelle Nebeneinander der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für den Weg der Jugendlichen in die duale Ausbildung 'angesichts heutiger Anforderungen zu kurz greift. Die Verzahnung von Schule und Wirtschaft muss weiter voranschreiten, ohne dass sich die Partner gegenseitig für ihre Partikularinteressen vereinnahmen.' (IAB)
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Literaturhinweis
Ursachen und Abhilfemassnahmen für die mangelnde Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in das betriebliche Ausbildungssystem: Erfahrungen aus zwei Modellversuchen (2008)
Stein, Margit;Zitatform
Stein, Margit (2008): Ursachen und Abhilfemassnahmen für die mangelnde Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in das betriebliche Ausbildungssystem. Erfahrungen aus zwei Modellversuchen. In: Wirtschaft und Berufserziehung, Jg. 60, H. 8, S. 21-28.
Abstract
"Im Rahmen des Beitrags werden die Erfahrungen mit der Integration von Personen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt geschildert. Der Fokus liegt in diesem Beitrag auf der Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund in das betriebliche Ausbildungssystem und in das allgemein bildende Schulsystem. Um die Erfahrungen besser einordnen zu können, wird zunächst auf Basis der internationalen Schulleistungsforschung dargelegt, warum Personen mit Migrationshintergrund in Schule und Ausbildung bisher oftmals nur mangelhaft integriert sind. Anschließend werden zwei Modellversuche vorgestellt, die sich der Integration von Auszubildenden in die Betriebe gewidmet haben und die gut auf Auszubildende mit Migrationshintergrund übertragen werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbildungsbonus - bringt er Altbewerber in Ausbildung?: Ergebnisse einer BIBB-Betriebsbefragung (2008)
Troltsch, Klaus; Gericke, Naomi; Saxer, Susanne;Zitatform
Troltsch, Klaus, Naomi Gericke & Susanne Saxer (2008): Ausbildungsbonus - bringt er Altbewerber in Ausbildung? Ergebnisse einer BIBB-Betriebsbefragung. (BIBB-Report 2008,05), 11 S.
Abstract
"Jeder sechste Betrieb kann sich bei entsprechender finanzieller Unterstützung vorstellen, zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche zur Verfügung zu stellen, die sich seit mindestens einem Jahr vergeblich um eine Ausbildungsstelle bemüht haben. Für die Hälfte der befragten Betriebe kommt dies allerdings nicht in Betracht. Dies sind Ergebnisse einer Betriebsbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) aus dem Frühjahr 2008 zum Ausbildungsbonus, der staatliche Förderleistungen für Betriebe vorsieht, die einen sogenannten Altbewerber als Auszubildenden aufnehmen. Die Analysen zeigen, um welche Betriebe es sich hierbei handelt und welche betrieblichen Rahmenbedingungen förderlich sein könnten, um eine Steigerung im Ausbildungsplatzangebot für Altbewerber zu erreichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbildungsbereitschaft von Betrieben - am künftigen oder bisherigen Fachkräftebedarf orientiert? (2008)
Troltsch, Klaus;Zitatform
Troltsch, Klaus (2008): Ausbildungsbereitschaft von Betrieben - am künftigen oder bisherigen Fachkräftebedarf orientiert? In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 37, H. 3, S. 14-18.
Abstract
"Der Ausbildungsstellenmarkt wird zunehmend durch Veränderungen im Beschäftigungssystem bestimmt. Im Folgenden wird auf der Grundlage einer Betriebsbefragung untersucht, ob und in welcher Weise sich der steigende Fachkräftebedarf auf die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe auswirkt. Die hier präsentierten Befunde zeigen zwar deutliche Zusammenhänge zwischen den Einschätzungen der Betriebe zum künftigen Bedarf an Arbeitskräften und ihren konkreten Absichten, für das Ausbildungsjahr 2007/2008 Ausbildungsstellen anzubieten. Gleichzeitig belegen sie aber auch einen nicht unerheblichen Einfluss der bisherigen Einstellungspraxis in Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen (Drucksache 16/8718): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 26. Mai 2008 in Berlin zum Gesetzentwurf der Bundesregierung. Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2008)
Zitatform
(2008): Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen (Drucksache 16/8718). Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 26. Mai 2008 in Berlin zum Gesetzentwurf der Bundesregierung. Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16(11)980 (22.05.2008)), 29 S.
Abstract
Mit dem Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des SGB III verfolgt die Bundesregierung die Zielsetzung, allen Jugendlichen - auch solchen mit Unterstützungsbedarf - eine faire Chance auf Ausbildung zu eröffnen. Dazu sollen mit einem Ausbildungsbonus zusätzlich bis zu 100.000 betriebliche Ausbildungsplätze jährlich für diese Jugendlichen erschlossen werden. Die Bundestagsdrucksache dokumentiert die gemeinsame Stellungnahme der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und des Bundesverbands der freien Berufe (BfB) sowie die Stellungnahmen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), der Bundesagentur für Arbeit (BA), des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB ), der DGB Jugend, des Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit und der Einzelsachverständigen Professor Dr. Reinhold Weiß (Bonn), Professor Dr. Eckart Severing (Nürnberg) und Gerhard Hager (Pforzheim). (IAB)
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Literaturhinweis
Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen: Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung (Drucksachen 16/8718, 16/9238) (2008)
Zitatform
(2008): Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch - Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen. Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung (Drucksachen 16/8718, 16/9238). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/9456 (04.06.2008)), 12 S.
Abstract
"Mit dem Fünften Gesetz zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch werden Arbeitgeber, die bis Ende 2010 für förderungsbedürftige Ausbildungsuchende aus früheren Schulentlassjahren allgemein bildender Schulen zusätzliche Ausbildungsplätze im dualen System schaffen, mit einem einmaligen Ausbildungsbonus in Höhe von 4 000, 5 000 oder 6 000 Euro je zusätzlichem Auszubildenden unterstützt.
Die Beschlussempfehlung zielt auf Änderungen, die die Gefahr von Mitnahmeeffekten und Fehlanreizen auf dem Ausbildungsmarkt verringern. Der Kreis der Geförderten wird eingegrenzt auf die tatsächlichen Problemfälle unter den Altbewerbern. Erfasst werden nunmehr nur noch Altbewerber, die maximal über einen Realschulabschluss verfügen und bereits seit mehr als einem Jahr vergeblich auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind und individuell benachteiligt sind. Alleiniges Ziel des Ausbildungsbonus ist damit, solche Jugendlichen zu erreichen, die ohne Ausbildungsbonus so gut wie keine Chance auf eine betriebliche Ausbildung erhalten. Um stärkere Anreize zu setzen, die Ausbildung auch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, und damit Mitnahmeeffekte zu vermeiden, wird die erste Hälfte des Bonus nach der Probezeit und die zweite Hälfte erst nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung ausgezahlt. Der Ausbildungsbonus wird nicht aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit, sondern aus Steuermitteln finanziert. Der Ausbildungszuschuss wird als ausbildungsbegleitende Hilfe als Regelförderung im Berufsausbildungsgesetz vorgesehen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Der Ausbildungsmarkt in Deutschland: Jahresbilanz Berufsberatung 2007/2008 (2008)
Abstract
Die Jahresbilanz Berufsberatung 2007/208 zeigt, dass sich die Situation am Ausbildungsmarkt gegenüber den Vorjahren deutlich verbessert hat. Die gute wirtschaftliche Lage der letzten beiden Jahre und die Bemühungen aller Partner auf dem Ausbildungsmarkt zeigen Wirkung. So ist die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen gestiegen und deutlich weniger Jugendliche blieben unversorgt. Erstmals seit sieben Jahren gab es im September weniger Bewerber, die noch einen Ausbildungsplatz gesucht haben, als offene Stellen. Die Vorraussetzungen für die Nachvermittlung der noch unversorgten Bewerber sind besser als in den Vorjahren. Die positive Bilanz des aktuellen Ausbildungsjahres gilt jedoch lediglich für Westdeutschland. Im Osten gibt es mehr unversorgte Bewerber als Ausbildungsstellen die noch zu besetzen sind. Trotz Verbesserung gegenüber dem Vorjahr besteht mehr als ein Drittel des Ausbildungsplatzangebotes in den neuen Ländern aus öffentlich geförderten außerbetrieblichen Ausbildungsstellen. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge liegt in den neuen Ländern unter Vorjahresniveau. Für die sogenannten Altbewerber gilt, dass deren Zahl sich zwar verringert, der Anteil an allen Bewerbern mit 52 Prozent jedoch immer noch hoch ist. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist der Rückgang der Bewerberzahlen in den ostdeutschen Bundesländern seit längerem spürbar. Aber auch im Westen Deutschlands ist die Zahl der Bewerber seit zwei Jahren rückläufig. Daher wird es in der Prognose mit der zurückgehenden Zahl der Schulabgänger mittelfristig auch auf dem Ausbildungsmarkt zu einem 'Wettbewerb um die besten Köpfe' kommen. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufsbildungsbericht 2008 (2008)
Zitatform
(2008): Berufsbildungsbericht 2008. (Berufsbildungsbericht ... / Bundesministerium für Bildung und Forschung), Berlin u.a., 376 S.
Abstract
Der Berufsbildungsbericht 2008 enthält eine Ausbildungsbilanz des Jahres 2007, eine Analyse der Auswirkungen des Nationalen Paktes für Ausbildung, Informationen zum Ausbildungsmarkt, zu Struktur und Entwicklung der Berufsausbildung, der Arbeit des Innovationskreises Berufliche Bildung (IKBB) und der Einrichtung der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung sowie zur Europäischen und Internationalen Zusammenarbeit in der Berufsbildungspolitik. Es wird festgestellt, dass sich der Ausbildungsstellenmarkt zwischen Oktober 2006 und September 2007 sehr erfreulich entwickelt hat. Mit rund 625.900 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zum 30. September 2007 wurde erstmals seit 2001 wieder die Marke von 600.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen überschritten und zugleich der zweithöchste Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Weiterhin zeigt sich, dass sich die Lücke zwischen unversorgt gebliebenen Bewerbern und Bewerberinnen und noch offenen Ausbildungsplätzen schließt. Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt wird maßgeblich durch den allgemeinen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt geprägt. In fast allen Bereichen der zuständigen Stellen zeigt sich eine Steigerung der Neuverträge. Altbewerber bleiben allerdings nach wie vor eine berufsbildungspolitische Aufgabe. Die im Berufsbildungsbericht gezogene Bilanz des Ausbildungsstellenmarktes 2007 zeigt, dass das Engagement der Partner des Ausbildungspakts wirkt. Neue Reforminitiativen der Bundesregierung zur beruflichen Bildung werden vorgestellt, insbesondere die vom Innovationskreis berufliche Bildung (IKBB) und die in 2007 unter Federführung des BMBF entwickelte und im Januar 2008 verkündete Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. (IAB)
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Literaturhinweis
Unterstützungsangebote in Deutschland für bildungsbenachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf: Expertise im Auftrag der Universität Luxemburg (2007)
Braun, Frank; Richter, Ulrike; Marquardt, Editha;Zitatform
Braun, Frank, Ulrike Richter & Editha Marquardt (2007): Unterstützungsangebote in Deutschland für bildungsbenachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf. Expertise im Auftrag der Universität Luxemburg. (Forschungsschwerpunkt "Übergänge in Arbeit" am Deutschen Jugendinstitut e.V. Wissenschaftliche Texte 2007,07), München u.a., 121 S.
Abstract
"Der Bericht gibt einen Überblick über Unterstützungsangebote für bildungsbenachteiligte Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf in Deutschland und folgt dem Ablauf der Übergänge von Jugendlichen von der Primarstufe in die Sekundarstufe I und dann weiter in die Berufsausbildung. Behandelt werden:
- Förderangebote in der Pflichtschulzeit,
- Berufsvorbereitung zwischen Schule und Berufsausbildung,
- Berufsausbildung für bildungsbenachteiligte Jugendliche,
- individuelle Begleitung beim Übergang Schule - Beruf,
- lokales Übergangsmanagement.
Die Darstellung umfasst die den Förderangeboten zugrunde liegenden Problemdiagnosen, Ziele und Zielgruppen, Rechtsgrundlagen und Finanzierung, Strategien und Instrumente der Förderung und - soweit diese vorliegen - die wichtigsten Befunde zur Wirksamkeit des Unterstützungsangebote." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ausbildung ausweiten und effektiver gestalten (2007)
Brenke, Karl;Zitatform
Brenke, Karl (2007): Ausbildung ausweiten und effektiver gestalten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 74, H. 29, S. 437-443.
Abstract
"Wegen einer steigenden Bildungsbeteiligung ist das Erwerbspersonenpotential der jungen Menschen in den letzten Jahren gesunken. Aufgrund des Nachrückens geburtenschwacher Jahrgänge wird die Bedeutung der Jüngeren für den Arbeitsmarkt alsbald noch mehr abnehmen. Die Konsequenzen der demografischen Veränderung zeigen sich aber erst mit einer Zeitverzögerung. So wird es für eine kurze Zeit noch einen Überhang an bisher unversorgten Ausbildungsplatzbewerbern geben. Zudem steigt die Zahl der jungen Menschen, die lange im Bildungswesen bleiben. Dieser Zeitaufschub sollte Politik und Unternehmen nicht zum Abwarten verleiten - vielmehr sind sie schon jetzt gefordert: Bei der Bildungsplanung ist auf eine Verkürzung der Ausbildungszeiten hinzuwirken. Für Unternehmen stellt sich die Aufgabe, den künftigen Bedarf an Fachkräften zu sichern und sich deshalb mehr als bisher in der betrieblichen Ausbildung zu engagieren. Problematisch ist, dass ein erheblicher Teil der Jugendlichen die Schule ohne einen Hauptschulabschluss verlässt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbildungsmarkt (2007)
Zitatform
Dietrich, Hans (2007): Ausbildungsmarkt. In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg (Hrsg.) (2007): Fachkräftebedarf der Wirtschaft : Materialsammlung C: Ansatzpunkte für Therapien, S. 1-1.
Abstract
Der Beitrag fasst die Untersuchungen des Forschungsbereich 'Bildungs- und Erwerbsverläufe' des IAB zum Ausbildungsmarkt zusammen. Danach wird dieser für das Segment der betrieblichen Berufsausbildung (Duales System) wesentlich geprägt von den betrieblichen Bedürfnissen an Fachkräften. Dies beruht zum einen auf betriebsstrukturellen Merkmalen wie der Qualifikationsstruktur der Betriebe, dem Technologiegrad oder dem Rekrutierungsverhalten von Betrieben. Ferner sind situative Faktoren zu berücksichtigen. Insbesondere die demographische Entwicklung sowie der Konjunkturverlauf bzw. der einzelbetriebliche Geschäftsverlauf und damit verbundene kurz- bzw. mittelfristig wirkende Anpassungsprozesse erweisen sich hier als zentral. Öffentlich finanzierte (außerbetriebliche) Ausbildung ist nur bedingt in der Lage, den nicht versorgten Bestand an Bewerbern um eine betriebliche Berufsausbildung zu versorgen. Noch nicht empirisch bewerten lassen sich aktuelle Entwicklungen insbesondere an den Rändern der dualen Berufsausbildung, auch unter besonderer Berücksichtung der Weiterentwicklung schulischer Ausbildungsgänge oder betrieblicher Formen der Berufsausbildung, die nicht durch Berufsbildungs-Gesetz bzw. Handwerksordnung geordnet sind. In diesem Zusammenhang wird auf die Einführung verkürzter Ausbildungsgänge mit geringeren Qualifikationsanforderungen sowie die Einführung von BA Studiengängen und deren Verknüpfung mit dualen Ausbildungsformen verwiesen. (IAB)
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Literaturhinweis
Apprenticeship training and commitment to training provision (2007)
Zitatform
Dustmann, Christian & Uta Schönberg (2007): Apprenticeship training and commitment to training provision. (Leading House working paper 32), Zürich, 54 S.
Abstract
Warum funktionieren Berufsausbildungssysteme in einigen Ländern wie Deutschland und Österreich gut und in anderen - beispielsweise in Großbritannien - weniger gut? In dem Beitrag wird der Erfolg von Berufsausbildungssystemen auf die Durchsetzbarkeit von Ausbildungsverträgen zurückgeführt, insbesondere darauf, dass die Unternehmen in der Lage sind, die betriebliche Berufsausbildung tatsächlich durchzuführen. Vor dem Hintergrund der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen wird die Hypothese entwickelt, dass deutsche Unternehmen bezüglich der Berufsausbildung Verpflichtungen eingehen können, was in Ländern mit weniger erfolgreichen Systemen der Berufsausbildung nicht der Fall ist. Um diese Hypothese zu testen, wird ein Modell entwickelt, in dem durch Lohnkompression infolge betriebsspezifischer und asymmetrischer Information für Unternehmen Anreize zur Finanzierung betrieblicher Berufsausbildung existieren. Auf der Grundlage dieses Modells wird gezeigt, dass für das deutsche System der Berufsausbildung tatsächlich eine Ausbildungsverpflichtung der Unternehmen typisch ist. Das Modell wird zudem für eine Simulation betriebsspezifischer und asymmetrischer Informationen, die aus empirischen Daten und Verwaltungsdaten geschätzt werden, eingesetzt. Dabei zeigt sich, dass bei Nichtverpflichtung der Unternehmen die Berufsausbildung bis zu acht Prozent geringer ausfallen würde. Dieser Befund stützt die Hypothese. (IAB)
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Literaturhinweis
Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben: Dokumentation SWA-Abschlusstagung 5. und 6. Juni 2007 in Berlin "Berufsorientierung: Bilanz und Perspektiven" (2007)
Famulla, Gerd-E.; Butz, Bert; Möhle, Volker; Horst, Meike; Schäfer, Birgit; Deeken, Sven; Michaelis, Ute;Zitatform
Famulla, Gerd-E., Volker Möhle, Bert Butz, Sven Deeken, Meike Horst, Ute Michaelis & Birgit Schäfer (2007): Schule - Wirtschaft/ Arbeitsleben. Dokumentation SWA-Abschlusstagung 5. und 6. Juni 2007 in Berlin "Berufsorientierung: Bilanz und Perspektiven". (SWA-Materialien 24), Bielefeld, 88 S.
Abstract
Das SWA-Programm zielt auf eine Verbesserung der Berufsorientierung von Jugendlichen. Bildungspolitische Perspektiven und Strategien sollen einen besseren Übergang von Schule in Arbeit und Beruf ermöglichen. Die Publikation dokumentiert die Vorträge, Diskussionen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen der SWA-Abschlusstagung vom 5. und 6 Juni 2007 in Berlin und gliedert sich in zwei Abschnitte. Zunächst werden unter Bezugnahme auf Projekte zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung inhaltliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen erörtert. Dabei werden auch Projekte und Aktivitäten außerhalb des SWA-Programms berücksichtigt, um Anschlussmöglichkeiten etwa mit den Plänen und Programmen der Bundesagentur für Arbeit oder auch mit den Aktivitäten der 'Arbeitsgruppe Ausbildungspakt' aufzuzeigen. Aus der Zahl der innerhalb und außerhalb des SWA-Programms realisierten Projekte und Maßnahmen zur Verbesserung der Berufsorientierung wurden für die ergebnisorientierte Erörterung in Arbeitsgruppen eine Auswahl und Konzentration auf vier Schwerpunkte (Schulentwicklung, Übergangssystem, Ganztagsschulen, Kooperation) gebildet. Im zweiten Teil werden bildungspolitische Einschätzungen und Strategien für eine dauerhafte Verbesserung der Berufsorientierung behandelt. Dabei geht es sowohl um die Frage der Verantwortlichkeiten von Bund, Ländern, Sozialpartnern, Eltern und Europäischer Union bei der Verbesserung des Übergangs von Schule in Arbeit und Beruf, als auch darum, welcher Beitrag von den einzelnen Akteuren übernommen wird. (IAB)
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Literaturhinweis
Betriebliche Ausbildung und Arbeitsmarktlage: eine vergleichende Untersuchung in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen (2007)
Grünert, Holle; Lutz, Burkart; Wiekert, Ingo;Zitatform
Grünert, Holle, Burkart Lutz & Ingo Wiekert (2007): Betriebliche Ausbildung und Arbeitsmarktlage. Eine vergleichende Untersuchung in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen. (Forschungsberichte aus dem zsh *2004-02 2007-05), Halle, 113 S.
Abstract
Seit der deutschen Vereinigung ist es in den neuen Bundesländern bisher in keinem Jahr gelungen, ein für die Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber ausreichendes Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen bereitzustellen. Die demografische Entwicklung und Verbesserung der Konjunktur werden dazu führen, dass sich auch in den ostdeutschen Ländern in Zukunft die Nachfrage nach - ganz überwiegend gut qualifizierten - Nachwuchskräften erhöhen wird. Die vergleichende Untersuchung geht den Fragen nach, ob die Betriebe diese dramatische Veränderung der Knappheitsverhältnisse am Ausbildungsstellenmarkt und (um einige Jahre zeitversetzt) am Arbeitsmarkt für Nachwuchskräfte rechtzeitig wahrnehmen und ob sie in der Lage sein werden, die damit verbundenen, für viele Betriebe neuartigen Aufgaben zu lösen. Grundlage der Untersuchung ist eine rechnergestützte Telefonbefragung (CATI-Befragung) ausbildender Betriebe in den drei Bundesländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen, die im Herbst 2006 stattfand. Ein zentraler Befund der Befragung ist, dass für die große Mehrzahl der Betriebe Berufsausbildung und Berufsqualifikation zwar eine sehr hohe Bedeutung haben, jedoch die Mehrheit der Betriebe noch nicht zur Kenntnis genommen hat, welche massiven Veränderungen im Verhältnis von angebotenen und nachgefragten Ausbildungsplätzen sich gegenwärtig anbahnen. Die Studie diskutiert die bildungspolitischen Konsequenzen dieser Entwicklung und macht Vorschläge für eine bessere Aufklärung und Motivierung vor allem kleiner und mittlerer Betriebe. (IAB)
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Literaturhinweis
Berufsausbildung in Hessen 2007 (2007)
Kisseler, Wolfgang; Rohde, Andreas;Zitatform
Kisseler, Wolfgang & Andreas Rohde (2007): Berufsausbildung in Hessen 2007. (HA Hessen-Agentur. Report 714), Wiesbaden, 96 S.
Abstract
"Der Bericht stellt die Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation von Jüngeren unter 25 Jahren in Hessen im Jahr 2006 dar. Die Charakterisierung der derzeitigen Lage und Entwicklung auf dem Dualen Ausbildungsmarkt in Hessen und seinen Teilräumen steht im Mittelpunkt der Untersuchung. Geschlechtsspezifische Unterschiede werden, soweit die Datenlage es zulässt, herausgearbeitet. Gegenüber den Berichten der Vorjahre wurde die Untersuchung neu gegliedert. Beispielsweise wird der heterogene Bereich der Unternehmensdienstleistungen vertieft betrachtet (Kapitel 4). Kapitel 2 und 3 zeigen die Lage auf dem Ausbildungsmarkt auf. Ausbildungsalternativen außerhalb des Dualen Systems, beispielsweise an Berufsfachschulen sowie die Beamtenausbildung ergänzen die Darstellung (Kapitel 6). Ergebnisse des Hessischen Ausbildungspaktes sind Gegenstand von Kapitel 7. Die Vorausschätzung der Nachfrage nach Dualen Ausbildungsstellen basiert auf einer Prognose der Schulabgänger von Allgemeinbildenden Schulen - bis 2008 dargestellt - und der Absolventen beruflicher Schulen mit allgemein qualifizierendem Abschluss. Berücksichtigt ist dabei die verkürzte Schulzeit bis zum Abitur. Der Schülerprognose liegt die 10. koordinierte Bevölkerungsprognose für Hessen zugrunde (Kapitel 9). Entwicklung und Struktur der Arbeitslosigkeit Jüngerer sind in Kapitel 10 thematisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lehrlingsausbildung - ökonomisch betrachtet: Ergebnisse der zweiten Kosten-Nutzen-Studie (2007)
Zitatform
Muehlemann, Samuel, Stefan C. Wolter, Marc Fuhrer & Adrian Wüest (2007): Lehrlingsausbildung - ökonomisch betrachtet. Ergebnisse der zweiten Kosten-Nutzen-Studie. (Beiträge zur Bildungsökonomie 03), Zürich u.a.: Rüegger, 165 S.
Abstract
"Das Buch stellt die Ergebnisse der zweiten repräsentativen Erhebung von Kosten und Nutzen der Lehrlingsausbildung aus betrieblicher Sicht vor. Befragt worden sind rund 2400 ausbildende und mehr als 1800 nicht ausbildende Betriebe. Die empirischen Befunde zeigen, dass die überwiegende Zahl der ausbildenden Betriebe es auch in einem konjunkturell schwierigen Umfeld schaffen, die Lehrlingsausbildung kostendeckend durchzuführen. Der Grund dafür, dass sich dieser günstigen Ausgangslage für die ausbildenden Betriebe zum Trotz viele Unternehmen nicht in der Lehrlingsausbildung engagieren, liegt aber darin, dass sich diese eben nur für Betriebe mit spezifischen Rahmen- und Produktionsbedingungen lohnt. Betriebe, deren Strukturen es nicht erlauben, Lernende während der Ausbildung gewinnbringend im Produktionsprozess einzusetzen, können die Investitionen in die Lehrlingsausbildung nicht kompensieren und entscheiden sich deshalb gegen eine Ausbildungstätigkeit. Zum ersten Mal in einer Kosten-Nutzen-Analyse der Lehrlingsausbildung wurde auch den Qualifikationen der Lernenden spezielle Aufmerksamkeit geschenkt. Es zeigt sich, dass die Ausbildungspolitik der Betriebe entscheidend davon abhängt, ob sie von der Lehrlingsausbildung während der Lehrzeit einen Nettonutzen oder Nettokosten zu erwarten haben. Im ersten Fall sind Betriebe eher bereit, in die schwächsten Lernenden zusätzliche Ausbildungsstunden zu investieren, während im zweiten Fall eher die besten Lernenden gefördert werden. Diese Unterschiede in der Förderung der Lernenden schlagen sich dann natürlich in der Wahrscheinlichkeit eines Lehrabbruchs, in den Resultaten bei der Lehrabschlussprüfung oder auch in der Übernahmequote des Betriebes nieder und sind von grösster bildungspolitischer Bedeutung. Das Buch richtet sich an alle Akteure im Berufsbildungswesen sowie an Bildungsforschende." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Perspektiven schaffen - Angebot und Struktur der beruflichen Bildung verbessern: Antrag der Abgeordneten und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (2007)
Zitatform
(2007): Perspektiven schaffen - Angebot und Struktur der beruflichen Bildung verbessern. Antrag der Abgeordneten und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/5732 (20.06.2007)), 8 S.
Abstract
In ihrem Antrag stellt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fest, dass die Lage auf dem Ausbildungsmarkt trotz des konjunkturellen Aufschwungs weiterhin kritisch ist. Anhand von Umfragewerten wird gezeigt, dass die durchschnittliche Ausbildungsquote der DAX-Unternehmen für 2006 gerade einmal 5,1 Prozent betrug. Diese liegt weit unter dem Durchschnitt aller Betriebe von 6,5 Prozent. Als problematisch erweist sich weiterhin die hohe Zahl der Altbewerber und Abiturienten, die in das duale System der Berufsausbildung drängen sowie die oftmals ungenügende Ausbildungsreife der Bewerber. Negativ bewertet werden zudem die Einstiegsqualifizierungen (EQJ), deren Qualität und Zielerreichung bisher nur ungenügten evaluiert werden. Aus diesem Grund wird die Bundesregierung aufgefordert, 'endlich ein stringentes Konzept für eine Strukturreform der beruflichen Bildung vorzulegen, das sowohl den Übergang von der Berufsvorbereitung in die duale Ausbildung als auch den Übergang von der dualen Ausbildung in die akademische Ausbildung in den Blick nimmt. Kern einer solchen Reform sollte die Modularisierung von Ausbildungsgängen im Rahmen des Berufsprinzips sein, die einzelne Ausbildungsabschnitte mit allgemein gültigen Zertifikaten versieht.' Weiterhin wird gefordert, 'das so genannte Übergangssystem grundlegend zu reformieren, um den Einstieg ins duale System zu erleichtern und die Vergeudung von Lebenszeit und Ressourcen durch jahrelange Maßnahmekarrieren zu beenden. Insbesondere ist es nötig, die Qualität der berufsvorbereitenden Maßnahmen (einschließlich des EQJ) zu steigern, sie in anschlussfähigen Qualifizierungsabschnitten anzubieten und jeden dieser Abschnitte zu zertifizieren.' Die Bundesregierung soll zudem die rechtliche Grundlage dafür schaffen, dass ausbildende Betriebe bei der Vergabe öffentlicher Mittel bevorzugt werden können. (IAB)
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Literaturhinweis
Waldthausener Thesen zur beruflichen Bildung: eine Standortbestimmung. 53. Studiengespräch zur beruflichen Bildung Budenheim, 20. bis 22. Mai 2007 (2007)
Abstract
Auf dem 53. Studiengespräch des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln vom 20.-22. Mai 2007 wurden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der beruflichen Bildung mit Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutiert. Die Ergebnisse wurden in Form der Waldthausener Thesen zur Beruflichen Bildung niedergelegt. Es handelt sich dabei um eine Standortbestimmung, die neben der Beschreibung der Ausgangslage und der aktuellen Herausforderungen konkrete Handlungslinien und Reformvorschläge umfasst. Im wesentlichen wird das duale System gegenwärtig von drei Entwicklungen beeinflusst: 1. Bedeutungsverlust durch den Trend zur Höherqualifizierung; 2. Flexibilisierungsdruck durch den demografischen Wandel und Wirtschaftsstrukturwandel; 3. mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher. Parallel zu diesen drei Entwicklungslinien stellen in weiten Teilen des dualen Systems die beträchtlichen Nettokosten der Ausbildung ein Problem dar, insbesondere wenn es nach erfolgter Ausbildung nicht zu einer Übernahme im Betrieb kommt. Zur Lösung der Probleme wird u.a. vorgeschlagen, duale Studiengänge zu stärken sowie die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung über die Bundesländer hinweg stärker zu harmonisieren. Weiterhin wird vorgeschlagen, die Ausbildungsordnungen schlank zu halten und die Ausbildung zeitlich und inhaltlich zu flexibilisieren. Die Berufsorientierung in den Schulen soll intensiviert werden und eine praxisnahe betriebsorientierte Berufsvorbereitung ausgebaut werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Entwicklung der Ausbildungsvergütungen in Deutschland (2006)
Beicht, Ursula;Zitatform
Beicht, Ursula (2006): Entwicklung der Ausbildungsvergütungen in Deutschland. (Bundesinstitut für Berufsbildung. Forschung spezial 12), Bielefeld: Bertelsmann, 76 S.
Abstract
"Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt ist schwierig! Sind die Kostenbelastungen der Ausbildungsbetriebe zu hoch und kann mit einer Absenkung der Vergütungen das Problem wirklich gelöst werden? Der Bericht enthält wichtige Untersuchungsergebnisse. Insbesondere werden die aktuellen Strukturen der tariflichen Ausbildungsvergütungen und ihre Entwicklung in den vergangenen drei Jahrzehnten dargestellt und analysiert. Eingegangen wird aber auch auf die rechtlichen Grundlagen sowie die Bedeutung und Funktion der Ausbildungsvergütungen für die Betriebe und die Auszubildenden. Mit dem Bericht soll ein Beitrag zur Versachlichung der Vergütungsdiskussion geleistet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
