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Dossier

Jugendarbeitslosigkeit

Trotz eines Rückgangs ist die EU-Jugendarbeitslosenquote nach wie vor sehr hoch. Laut EU-Kommission sind derzeit 4,5 Millionen junge Menschen (im Alter von 15 bis 24 Jahren) arbeitslos. Einem großen Teil dieser Generation droht durch fehlende Zukunftsperspektiven soziale Ausgrenzung mit weitreichenden Folgen. Mit Maßnahmen wie der Europäischen Ausbildungsallianz und Jugendgarantien der Länder soll entgegengesteuert werden.
Diese Infoplattform bietet einen Einblick in die Literatur zu den Determinanten von und Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit auf nationaler wie internationaler Ebene.

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im Aspekt "Berufsbildungssysteme/Rolle des Ausbildungsbetriebes"
  • Literaturhinweis

    Ausbildungsabbruch: Einblick in eine vermeintliche Randerscheinung des deutschen Bildungssystems (2002)

    Bohlinger, Sandra ;

    Zitatform

    Bohlinger, Sandra (2002): Ausbildungsabbruch. Einblick in eine vermeintliche Randerscheinung des deutschen Bildungssystems. (Berichte aus der Sozialwissenschaft), Aachen: Shaker, 165 S.

    Abstract

    Das Buch gibt einen Überblick über das Ausmaß und die Ursachen von Ausbildungsabbrüchen in Deutschland. Die Autorin stellt dar, das diese 'keineswegs eine Randerscheinung des dualen Ausbildungssystems sind, die sich mit Hilfe von ständig neuen statistischen Verfahren, Schuldzuweisungen über eine angeblich immer dümmer werdende Jugend und einigen wenigen Maßnahmen und Projekten beheben lassen. Vielmehr wird sich zeigen, dass es sich um eine in manchen Ausbildungen notwendige Schutzmaßnahme handelt, mit der Auszubildende bzw. Ausbilder einen für sie nicht anders lösbaren Konflikt austragen, in dem sie alle Konsequenzen ziehen und den Ausbildungsvertrag lösen.' Neben der Darstellung von verschiedenen Berechnungsmethoden und -modellen zur Ermittlung der 'Vertragslösungsquote' geht es um unterschiedliche Ursachen des Ausbildungsabbruchs und Möglichkeiten zu dessen Vermeidung. Weiterhin werden Ergebnisse des Projektes 'Ziellauf- eine Initiative zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen' vorgestellt. In diesem Projekt wurden sogenannte 'Ausbildungsstellencoaches' erfolgreich zur Lösung von Ausbildungskonflikten eingesetzt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktrisiken und berufliche Chancen Jugendlicher in ländlichen Räumen (2001)

    Müller, Karin;

    Zitatform

    Müller, Karin (Hrsg.) (2001): Arbeitsmarktrisiken und berufliche Chancen Jugendlicher in ländlichen Räumen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 249), Nürnberg, 280 S., Anhang.

    Abstract

    Die Lebensprobleme Jugendlicher, vor allem ihre komplizierte Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation werden zunehmend wahrgenommen. Für viele Jugendliche führt die Arbeitsmarktsituation oft zu schwer lösbaren Fragen; sie sind verbunden mit den Problemen der Bildung und Ausbildung, aber auch mit denen der Freizeit und mit ihren Lebensperspektiven insgesamt. Da die Zukunft unseres Landes letztlich von der Jugend bestimmt wird, sind Schulbildung, Ausbildung und Erwerbsmöglichkeiten überall bereitzustellen. Für die Beurteilung der Situation am Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt reicht die Datenlage allerdings oft nicht aus. Die hier vorgelegten Fallstudien sind als Beitrag und in Ergänzung anderer Untersuchungen und Modellprojekte zu sehen. Besonders Landjugendliche stehen häufig vor Entscheidungen über ihr "Bleiben" oder "Weggehen". Beides schließt sich nicht aus: Bildungs-, Ausbildungs- und Erwerbstätigkeitsabschnitte außerhalb der Heimatregion können durchaus Interimscharakter haben. Wenn sie danach auf dem Lande leben möchten, müssen sie Lebensperspektiven in ihrem Umfeld vorfinden. Die Ausgleichsmöglichkeiten bei Arbeitsmarktproblemen sind in ländlich-peripheren Räumen mit dünner Besiedelung mitunter gering; außerdem spield die Verfasstheit der Arbeitsmärkte im Osten und im Westen eine Rolle. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die Frage: Könenn die Bedingungen des Bildungserwerbs und der Berufsfähigkeit in ländlichen Regionen so gestaltet werden, dass sie einerseits nicht zur Benachteiligung junger Menschen führen und andererseits zugleich zur Entwicklung dieser Räume beitragen? Die Untersuchungen sind in das landesweite Bemühen einzuordnen, eine Exklusion der jungen Generation mit ihrer gesellschaftlichen Brisanz nicht zuzulassen, auch nicht in den dünn besiedelten ländliche-peripheren Räumen. Vorgestellt werden die Untersuchungen von Monika Putzing, Vera Dahms und Peter Schreiber (SÖSTRA - Sozialökonomische Strukturanalysen GmbH Berlin) und damit die Ergebnisse von Fallstudien aus zwei ostdeutschen und einem westdeutschen Landkreis und einer kreisfreien ostdeutschen Stadt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema wird durch grundsätzliche Anmerkungen zur Situation Jugendlicher in Landregionen von Karin Müller (IAB) ergänzt. Die Ergebnisse der Untersuchungen weisen auch auf Tatbestände hin, die nicht nur für Jugendliche in den beobachteten ländlichen Regionen typisch sind, sondern überall auftreten könnten. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Empirische Befunde zu qualifikationsstrukturellen Problemen der Jugendarbeitslosigkeit (1985)

    Sinnhold, Heiko; Rolf, Wilfried;

    Zitatform

    Sinnhold, Heiko & Wilfried Rolf (1985): Empirische Befunde zu qualifikationsstrukturellen Problemen der Jugendarbeitslosigkeit. In: M. Kaiser, R. Nuthmann & H. Stegmann (Hrsg.) (1985): Berufliche Verbleibsforschung in der Diskussion : Materialien eines Forschungsseminars im IAB. Materialband 1: Schulabgänger aus dem Sekundarbereich I beim Übergang in Ausbildung und Beruf (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 90.1), S. 487-509.

    Abstract

    Auf der Basis sekundäranalytischer Analysen versucht der Autor Aufschluß darüber zu gewinnen, ob und inwieweit heute die postulierten engen Zusammenhänge zwischen Qualifikation und Beschäftigungsmöglichkeiten vor allem für jugendliche Erwerbspersonen gelten. Entsprechend der Diskussion müssen dabei zwei Fragestellungen getrennt voneinander analysiert werden:
    - Welche Bedeutung hat der Erwerb einer Qualifikation als solcher für die Beschäftigungschancen Jugendlicher?
    - Welche Bedeutung hat die Ausbildung in einem bestimmten Beruf für die Beschäftigungschancen Jugendlicher?
    Der Beitrag gelangt zu folgendem vorläufigen Fazit:
    - "Beruflich Qualifizierte sind zwar generell in geringerem Maße von Arbeitslosigkeit betroffen als Unqualifizierte, die formale Qualifikation scheint aber gerade junge Erwerbspersonen in geringerem Maße vor Arbeitslosigkeit zu schützen als ältere. Die häufig vertretene These, die besondere Betroffenheit der Jugendlichen von Arbeitslosigkeit sei eine Folge deren mangelnder berufliche Qualifikation, greift zu kurz. Aus den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung folgt, daß einerseits unqualifizierte jugendliche Erwerbspersonen nur geringfügig höhere Risiken aufweisen als Unqualifizierte anderer Altersgruppen und daß andererseits die Unterschiede in den Risiken für Qualifizierte und Unqualifizierte bei den Jugendlichen selbst am geringsten sind:
    - Auf der berufsstrukturellen Gesamtebene lassen sich keine signifikanten Anhaltspunkte für berufsspezifische Fehlstrukturierungen zwischen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem finden. Gleichwohl sind für einzelne Berufsgruppen Entwicklungen entsprechend der Fehlstrukturierungsthese zu erkennen." (IAB2)

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