Menschen mit Behinderungen in Ausbildung und Beruf
Mit dem Bundesteilhabegesetz und dem Nationalen Aktionsplan 2.0 wurden 2016 zwei wichtige behindertenpolitische Vorhaben angestoßen und in den Folgejahren umgesetzt und weiterentwickelt. Damit soll im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention die Inklusion in Deutschland weiter vorangetrieben werden, indem die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt werden. Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes erfuhren das Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe (SGB IX) weitreichende Änderungen. Wie stellt sich die Situation von behinderten Menschen auf dem Arbeitsmarkt dar? Wie lassen sich behindertengerechte Berufsleben und inklusive Arbeitswelten gestalten?
Die Infoplattform stellt zentrale Dokumente und relevante Quellenhinweise zusammen, inhaltlich strukturiert nach den Aspekten der Politik für behinderte Menschen und den diskutierten bzw. realisierten Reformanstrengungen.
- Ergebnisse und Projekte aus dem IAB
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Ausbildung, Rehabilitationsmaßnahmen
- Politik und Rechtsprechung für behinderte Menschen
- Rehabilitationseinrichtungen
- Berufsvorbereitung, Berufsberatung, Berufswahl
- Studium
- Berufsausbildung, Berufseinmündung
- Fortbildung und Umschulung
- betriebliche Rehabilitation
- Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
- Erfolgskontrolle, Kosten-Nutzen-Aspekte
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Arbeitsmarktsituation behinderter Menschen
- Arbeitsmarktpolitik, Inklusion, Persönliches Budget
- Beschäftigungsentwicklung
- Arbeitslosigkeit
- Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen
- Beschäftigung in alternativen Einrichtungen, Selbsthilfefirmen
- Berufliche Selbständigkeit
- Hochqualifizierte behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt
- Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt
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Berufsleben und Arbeitswelt behinderter Menschen
- Personalpolitik, Arbeitgebereinstellungen, finanzielle Einstellungsanreize
- Eingliederungshilfe, BEM, Arbeitsassistenz, Unterstützte Beschäftigung, Arbeitsplatzsicherung
- Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzgestaltung, technische Arbeitshilfen, Arbeitszeit
- Berufsverlauf, Berufserfolg
- Berufsstruktur, Einzelberufe
- Arbeitszufriedenheit
- Lohn, Einkommen
- Behinderungsart
- Alter
- Geografischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Junge Menschen mit psychischen Behinderungen in der beruflichen Rehabilitation der Bundesagentur für Arbeit (2016)
Zitatform
Tophoven, Silke, Nancy Reims, Kathrin Marie Schlenker & Anita Tisch (2016): Junge Menschen mit psychischen Behinderungen in der beruflichen Rehabilitation der Bundesagentur für Arbeit. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2016): Gesundheitssystem im Wandel - Perspektiven der Rehabilitation : 25. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung vom 29. Februar bis 2. März 2016 in Aachen. Tagungsband (DRV-Schriften, 109), S. 273-275, 2015-12-21.
Abstract
"Die berufliche Rehabilitation soll als sozialpolitisches Instrument die Integration behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen in den Arbeitsmarkt fördern. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist eine der größten Trägerinnen beruflicher Rehabilitation. Im Bereich der beruflichen Ersteingliederung junger Menschen in den Arbeitsmarkt, ist die BA nahezu alleinige Trägerin. Bereits bekannt ist, dass junge Menschen in Ersteingliederung besonders häufig Lernbehinderungen aufweisen (Dony et al., 2012). Vor dem Hintergrund der allgemeinen Zunahme psychischer Erkrankungen bei Erwerbspersonen ist zu prüfen, inwiefern dies auch schon auf vergleichsweise junge Personen zutrifft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Determinanten der Anerkennung als beruflicher Rehabilitand der Bundesagentur für Arbeit zum Zweck der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt (2015)
Zitatform
Reims, Nancy (2015): Determinanten der Anerkennung als beruflicher Rehabilitand der Bundesagentur für Arbeit zum Zweck der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2015): Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation : 24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium Deutscher Kongress für Rehabilitationsforschung vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg. Tagungsband (DRV-Schriften, 107), S. 76-78, 2015-01-12.
Abstract
"Die berufliche Rehabilitation behinderter Menschen ist ein sozialpolitisches Instrument zur Förderung sozialer Teilhabe durch Integration in den Arbeitsmarkt. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist einer der größten Träger beruflicher Rehabilitation. Neben jungen Menschen ohne Erstausbildung, werden auch Personen gefördert, die zwar bereits Erwerbserfahrung aufweisen, aber weniger als 15 Jahre sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Letztere Personengruppe, die im vorliegenden Beitrag fokussiert wird, kann ihre bisherige Tätigkeit entweder gar nicht mehr oder nicht mehr in dergleichen Form ausüben und strebt deshalb Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) an. Um diese Leistungen zu erhalten, muss zunächst ein Antrag auf LTA gestellt werden. Hinsichtlich des Zugangs zu besonderen Leistungen der beruflichen Rehabilitation und den damit zusammenhängenden Selektionsprozessen bei der Anerkennung als beruflicher Rehabilitand liegen bis dato nur sehr wenige, meist qualitative Forschungsergebnisse vor (EKERT et al., 2012, SCHUBERT et al., 2007). Auf Basis einer umfassenden quantitativen Datengrundlage untersucht der vorliegende Beitrag nun erstmals die Anerkennungsprozesse bei der Beantragung von LTA für die Personengruppe der beruflichen Rehabilitand(inn)en in Wiedereingliederung in finanzieller Zuständigkeit der BA. Es soll analysiert werden, welche Personen eine Bewilligung als beruflicher Rehabilitand erhalten und von welchen Charakteristika und Bedingungen dies abhängig ist. Die Analyse der Anerkennungsprozesse findet im Rahmen des Projektes 'Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben' (LTA) statt, das durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert ist. Das LTA-Projekt stellt das Anschlussprojekt zur Basisstudie 'Reha-Prozessdatenpanel' dar (DONY et al., 2012) und ist als Mischung zwischen qualitativer Befragung beruflicher Rehabilitanden und quantitativer Analysen eigens erschlossener Prozessdaten der BA konzipiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labour market status and well-being in the context of return to work after vocational rehabilitation in Germany (2015)
Zitatform
Reims, Nancy & Ulrike Bauer (2015): Labour market status and well-being in the context of return to work after vocational rehabilitation in Germany. In: Journal of Occupational Rehabilitation, Jg. 25, H. 3, S. 543-556., 2014-11-26. DOI:10.1007/s10926-014-9561-2
Abstract
"Although there is much empirical evidence for a given relationship between health and labour market status (LMS), the following study focuses on a group for which little is known in the German context: people with disabilities in vocational rehabilitation for the purpose of reintegration into the labour market. In this specific context, the article analyses how a change in LMS affects physical, mental and general health. Using a panel survey, 857 people with disabilities in vocational rehabilitation and their subjective health condition were observed between 2008 and 2010. To reduce bias due to unobserved heterogeneity, fixed-effects panel regression is applied. Results show that a move from non-employment to employment positively affects - particularly general - subjective health. In addition to LMS, the level of occupational limitation due to disability appears to be of particular relevance in estimating health. Interacting both the level of occupational limitation and LMS reveals that non-employed people reporting serious occupational limitation due to their disability have the worst subjective health across all aspects. However, people in employment experiencing similarly serious limitations due to their disability do not differ much from this group. These may be regarded as having taken up disability - inappropriate employment. The results suggest that re-integration into employment particularly improves several health aspects if rehabilitants are integrated in an occupational environment where disability does not present an occupational limitation. Thus, placement in disability - appropriate employment needs to be particularly encouraged." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Vocational rehabilitation of disabled people in Germany: a systems-theoretical perspective (2014)
Zitatform
Gruber, Stefan, Nancy Titze & Stefan Zapfel (2014): Vocational rehabilitation of disabled people in Germany. A systems-theoretical perspective. In: Disability and Society, Jg. 29, H. 2, S. 224-238., 2013-03-01. DOI:10.1080/09687599.2013.796877
Abstract
"Avoiding inequality of opportunities based on individual characteristics such as sex, race or disability is of central concern for social policy. One of the most important aspects of social inclusion is integration into working life. In Germany, a comprehensive system of vocational rehabilitation has been developed aiming to integrate disabled people into the labour market. This paper contributes to a better understanding of exclusion and inclusion mechanisms related to employment participation of disabled people through the application of concepts from systems theory. We identify the societal part systems influencing these mechanisms and structure them using a multi-level approach." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Junge Rehabilitanden in der Ausbildung am Übergang in den Arbeitsmarkt (2014)
Zitatform
Reims, Nancy & Stefan Gruber (2014): Junge Rehabilitanden in der Ausbildung am Übergang in den Arbeitsmarkt. In: Die Rehabilitation, Jg. 53, H. 6, S. 376-383., 2013-11-15. DOI:10.1055/s-0034-1370986
Abstract
"Ziel der vorliegenden Studie ist die Beantwortung der Frage, ob und inwiefern Ersteingliederungsfälle, die im Rahmen beruflicher Rehabilitation in Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit (BA) an einer Ausbildung teilnahmen, am Arbeitsmarkt integriert werden. Um den Verlauf und die den Übergang und Verbleib in Beschäftigung determinierenden Faktoren abzubilden, werden Ereignisanalysen durchgeführt. Es zeigt sich, dass Ausbildungsabsolventen relativ häufig und teils schnell Beschäftigung aufnehmen. Die Prädiktoren für den Eintritt in (ungeförderte) Beschäftigung ähneln dabei denen, die auch bei nicht-behinderten Ausbildungsabsolventen zu finden sind: ein hoher Bildungsabschluss, eine erfolgreich abgeschlossene (betriebliche) Berufsausbildung, hohe Mobilität und gute strukturelle Rahmenbedingungen verbessern die Eingliederungschancen. Zudem verbleiben Menschen mit einer körperlichen Behinderung und Personen mit kurzer Arbeitslosigkeits- und Krankheitsdauer länger in der ersten Erwerbstätigkeit als Personen mit andersartiger Behinderung und längeren Zeiten in Arbeitslosigkeit oder Krankheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Das Verhältnis von Gesundheit und Arbeitsmarktstatus bei Wiedereingliederung von Rehabilitanden der Bundesagentur für Arbeit (2014)
Zitatform
Reims, Nancy & Ulrike Bauer (2014): Das Verhältnis von Gesundheit und Arbeitsmarktstatus bei Wiedereingliederung von Rehabilitanden der Bundesagentur für Arbeit. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2014): Arbeit Gesundheit Rehabilitation : 23. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium vom 10. bis 12. März 2014 in Karlsruhe. Tagungsband (DRV-Schriften, 103), S. 115-117, 2014-01-13.
Abstract
"Der vorliegende Beitrag untersucht nun erstmals den Zusammenhang zwischen Erwerbsstatus und Gesundheit in Bezug auf die Personengruppe der beruflichen Rehabilitanden in Wiedereingliederung im Förderbereich der Bundesagentur für Arbeit (BA). Diese Personen können bedingt durch gesundheitliche Einschränkungen ihre berufliche Tätigkeit nicht mehr ausführen und erhalten unterschiedlichste Förderungen, um erneut im Rahmen einer anderen oder angepassten Tätigkeit am Arbeitsleben teilnehmen zu können. Es soll untersucht werden, ob und inwiefern der Erwerbsstatus nach Ende der Rehabilitation Einfluss auf die gesundheitliche Befindlichkeit hat." (Textauszug, IAB-Doku)
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DSM-IV-TR Axes-I and II mental disorders in a representative and referred sample of unemployed youths: results from a psychiatric liaison service in a job centre (2014)
Reissner, Volker ; Mühe, B.; Kuhnigk, Olaf; Hebebrand, Johannes ; Kis, Bernhard ; Wellenbrock, S.; Dietrich, Hans ;Zitatform
Reissner, Volker, B. Mühe, S. Wellenbrock, Olaf Kuhnigk, Bernhard Kis, Hans Dietrich & Johannes Hebebrand (2014): DSM-IV-TR Axes-I and II mental disorders in a representative and referred sample of unemployed youths. Results from a psychiatric liaison service in a job centre. In: European psychiatry, Jg. 29, H. 4, S. 239-245., 2013-07-01. DOI:10.1016/j.eurpsy.2013.06.001
Abstract
"Objectives: Increased levels of anxiety, depression and alcohol abuse are associated with unemployment. This study compares both DSM-IV-TR Axis-I and Axis-II mental disorders between a representative and a referred sample of unemployed youths aged 16.0 to 24.9.
Methods: One hundred subjects were randomly recruited on the premises of the vocational services centre in the urban region of Essen, Germany (representative sample, RS). One hundred and sixty-five subjects constituting the 'clinical sample' (CS) were preselected and referred by case managers to the onsite psychiatric liaison service. Structured Clinical Interviews for DSM-IV (SCID-I and -II), measures of psychopathology and health service utilization were administered.
Results: Ninety-eight percent and 43% of CS and RS subjects fulfilled DSM-IV criteria for mental disorders. Mood-, anxiety- and substance-related disorders were the most common Axis-I disorders in both samples. Personality disorders were diagnosed significantly more frequently in the CS. Despite the more severe psychopathology in subjects with mental disorders from the CS compared to the RS, no differences were found for recent mental health service utilisation.
Conclusion: Because the sample of unemployed youths referred by case managers was significantly more disturbed in psychiatric terms, such a pre-selection is deemed useful in conjunction with a psychiatric liaison service on the premise of a job centre." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Junge Rehabilitanden der Bundesagentur für Arbeit auf dem Arbeitsmarkt: der Einfluss des Übergangsmusters zwischen Schule und Erwerbsleben auf die erste berufliche Eingliederung (2013)
Beyersdorf, Joanna;Zitatform
Beyersdorf, Joanna (2013): Junge Rehabilitanden der Bundesagentur für Arbeit auf dem Arbeitsmarkt. Der Einfluss des Übergangsmusters zwischen Schule und Erwerbsleben auf die erste berufliche Eingliederung. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2013): Teilhabe 2.0 - Reha neu denken? : zweiundzwanzigstes Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium vom 4. bis 6. März 2013 in Mainz. Tagungsband (DRV-Schriften, 101), S. 117-118, 2012-12-10.
Abstract
"Junge Menschen mit (drohenden) Behinderungen ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung und gefestigte Berufspraxis können bei der erstmaligen Integration in das Ausbildungs- und Erwerbssystem von der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) unterstützt werden. Das Ziel der Studie ist es, zu einem besseren Verständnis der Bedeutung der BA-Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der Bewältigung der Statuspassage ins Erwerbsleben beizutragen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Arbeitslosigkeit und Gesundheit von Rehabilitanden der Bundesagentur für Arbeit (2013)
Beyersdorf, Joanna;Zitatform
Beyersdorf, Joanna (2013): Arbeitslosigkeit und Gesundheit von Rehabilitanden der Bundesagentur für Arbeit. In: Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.) (2013): Teilhabe 2.0 - Reha neu denken? : 22. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium vom 4. bis 6. März 2013 in Mainz. Tagungsband (DRV-Schriften, 101), S. 103-104, 2012-12-10.
Abstract
"Das arbeitsmarktpolitische Ziel einer nachhaltigen Integration ins Arbeitsleben hat auch weitreichende gesundheitsbezogene Implikationen. Denn Arbeitslosigkeit wirkt sich über die materielle Bedürftigkeit und die psychosozialen Belastungen negativ auf den Gesundheitszustand von Arbeitslosen im Vergleich zu Beschäftigten aus (Richter, Hurrelmann, 2007). Dabei spielt auch die Dauer der Arbeitslosigkeit eine Rolle, denn Gesundheitsprobleme kumulieren insbesondere bei Langzeitarbeitslosen. Infolge der gesundheitlichen Beeinträchtigungen verschlechtern sich die Chancen der Arbeitslosen auf Rückkehr in Erwerbstätigkeit. Das Ziel der Studie ist es, die oben umrissene Kausalitätshypothese (Weber et al., 2007) für die Gruppe der beruflichen Rehabilitanden der BA zu verifizieren.Die Annahme dabei ist, dass die langzeitarbeitslosen Rehabilitanden (> 6 Monate) einen schlechteren Gesundheitszustand als die erwerbstätigen und kurzzeitig arbeitslosen aufweisen. Das Fehlen von Arbeit hindert die Menschen daran, gemäß ihren Präferenzen und den jeweiligen Standards an materiellen und kulturellen Gütern der Gesellschaft teilhaben zu können. Hier zeigt sich Handlungsbedarf seitens der BA, die Rehabilitanden mit Langzeitarbeitslosigkeitserfahrung noch gezielter zu fördern, um durch die nachhaltige (Wieder-)Eingliederung in Arbeit ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Junge Rehabilitanden zwischen Schule und Erwerbsleben: Maßnahmen der beruflichen Ersteingliederung anhand empirischer Befunde aus der IAB-Panelbefragung der Rehabilitanden 2007 und 2008 (2012)
Zitatform
Beyersdorf, Joanna & Angela Rauch (2012): Junge Rehabilitanden zwischen Schule und Erwerbsleben. Maßnahmen der beruflichen Ersteingliederung anhand empirischer Befunde aus der IAB-Panelbefragung der Rehabilitanden 2007 und 2008. (IAB-Forschungsbericht 14/2012), Nürnberg, 42 S.
Abstract
"In dem Forschungsbericht werden die Maßnahmeteilnahmen beruflicher Rehabilitanden im Rahmen der Ersteingliederung bei der Bundesagentur für Arbeit untersucht. Datengrundlage ist eine IAB-Befragung von Rehabilitanden, die im Jahr 2006 eine Maßnahme bei der Bundesagentur für Arbeit abgeschlossen haben. Im Fokus steht die sequenzanalytische Auswertung der Maßnahmen beruflicher Rehabilitation, die im Kontext der erwerbsbiographischen Statuspassage in den ersten fünf Jahren nach Verlassen des allgemeinbildenden Schulsystems betrachtet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Abschlussbericht der Fachkräftekommission Hessen (2012)
Zitatform
(2012): Abschlussbericht der Fachkräftekommission Hessen. Wiesbaden, 49 S.
Abstract
"Die Kommission wurde damit beauftragt, drei zentrale, sehr komplexe Fragestellungen unter Berücksichtigung der Haushaltskonsolidierungsbemühungen des Landes zu bearbeiten:
- Wo stehen wir heute bei der Fachkräfteversorgung?
- Wie wird sich die hessische Situation an den Arbeitsmärkten in Zukunft ändern?
- Wie können wir gegebenenfalls einem sich abzeichnenden Mangel an Fachkräften entgegenwirken?
Das Hauptaugenmerk der Kommission lag dabei auf einer stärkeren Aktivierung und Nutzung inländischer Potentiale. Regionale Besonderheiten wurden ebenso wie die Potentiale einzelner Personengruppen beispielsweise arbeitsuchender Menschen, Menschen in Arbeitslosigkeit, Frauen, ältere und jüngere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Migrationshintergrund sowie die Internationalität als bedeutender Standortfaktor und Markenzeichen Hessens in die Überlegungen einbezogen. Darüber hinaus fokussierte sich die Kommissionsarbeit auf eine intensivere Nutzung des europäischen Arbeitsmarktes und die Möglichkeiten einer gezielten Zuwanderung qualifizierter und hochqualifizierter Menschen. Erklärtes Ziel der Kommission war es, einen übergreifenden und konsensfähigen Blick auf die hessische Situation herzustellen, aus Sicht der Kommission zentrale Handlungsfelder zu identifizieren und auf deren Basis realisierbare Vorschläge für die künftigen Aktivitäten Hessens im Bereich der Fachkräftesicherung zu entwickeln." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojektes "Integrative Berufliche Rehabilitation von Personen mit Hörbehinderung (IBRH)" (2012)
Svetlova, Kira; Faßmann, Hendrik; Schmitt, Martin; Ganesch, Franziska; Bräutigam, Csilla;Zitatform
Svetlova, Kira (2012): Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojektes "Integrative Berufliche Rehabilitation von Personen mit Hörbehinderung (IBRH)". (Materialien aus dem Institut für Empirische Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg 2012/02), Nürnberg, 82 S.
Abstract
"Die besondere Qualifizierungsmaßnahme 'Integrative berufliche Rehabilitation von Personen mit Hörbehinderung' (IBRH) soll erwachsenen Hörgeschädigten bzw. hörbehinderten Menschen den Einstieg ins Berufsleben ermöglichen. Die Berufsförderungswerke Nürnberg und Dortmund haben das neue Modellprojekt entwickelt und erprobt. Dieser Bericht gibt einen Überblick über Struktur und Inhalt von IBRH und fasst die Erfahrungen, die Rehabilitanden und Fachkräfte damit gemacht haben, zusammen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
System(at)ic exclusion & inclusion of people with disabilities?: vocational rehabilitation in the light of the systems theory (2011)
Zitatform
Gruber, Stefan, Nancy Titze & Stefan Zapfel (2011): System(at)ic exclusion & inclusion of people with disabilities? Vocational rehabilitation in the light of the systems theory. In: Universitat de València, Polibienestar (Hrsg.) (2011): Sustainability and transformation of European Social Policy : 9th annual ESPAnet conference. Valencia, 8-10 September 2011 (Annual ESPAnet conference, 09), S. 1-19, 2011-08-01.
Abstract
"Die Verwirklichung umfassender gesellschaftlicher Partizipation ist in modernen Gesellschaften stark vom persönlichen Gesundheitszustand abhängig. Die Bekämpfung von derartigen Ungleichheiten gilt dabei als zentrales Anliegen der Sozialpolitik. Einer der wesentlichsten Aspekte von Partizipation und sozialer Inklusion ist die berufliche Integration, da Erwerbstätigkeit nicht nur zur Sicherung der Existenz dient. Die berufliche Rehabilitation hat zum Ziel, Menschen mit einer Behinderung (erneut) in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wie andere Bereiche der Sozialpolitik ist auch der Bereich der beruflichen Rehabilitation in Deutschland pfadabhängig gewachsen. Eine wesentliche Entwicklung fand diesbezüglich mit Einführung des SGB IX im Jahre 2001 statt. Mit dessen Einführung wurde ein Paradigmenwechsel vollzogen, der die Aktivierung von Menschen mit Behinderung als zentrales Ziel ansieht. Auf dem Gebiet der beruflichen Rehabilitation existiert bisher keine umfassende Erforschung ihrer inklusiven Effekte in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Der theoretische Beitrag verwendet das Konzept der Systemtheorie nach Niklas Luhmann, um dadurch diejenigen gesellschaftlichen Teilsysteme zu identifizieren, welche die Inklusion und den Verlauf der beruflichen Rehabilitation beeinflussen. Dabei wird ein Mehrebenen-Ansatz zur Spezifikation des Analyserahmes und zur Untersuchung des Rehabilitationsprozesses angewandt, der die Zeit von Rehabilitationsbeginn bis hin zur Integration in den Arbeitsmarkt umfasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen: Kurzinformation der Arbeitsmarktberichterstattung (2011)
Zirra, Sascha;Zitatform
Zirra, Sascha (2011): Die Arbeitsmarktsituation schwerbehinderter Menschen. Kurzinformation der Arbeitsmarktberichterstattung. Nürnberg, 15 S.
Abstract
"- Im Jahr 2009 waren sechs Prozent der in Deutschland lebenden Menschen im erwerbsfähigen Alter schwerbehindert. Dies entspricht dem Anteil schwerbehinderter Menschen an den Arbeitslosen.
- Die Zunahme der Zahl schwerbehinderter Menschen spiegelt vor allem den demographischen Wandel und die Alterung der Gesellschaft insgesamt wider. Denn Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf - zumeist ist eine im Lebensverlauf erworbene Krankheit die Ursache einer Schwerbehinderung. Schwerbehinderte sind überwiegend ältere Menschen.
- Die Zahl schwerbehinderter Menschen steigt infolge der demographischen Entwicklung.
- Bei schwerbehinderten Menschen ist die Beschäftigung stärker gestiegen als die Zahl schwerbehinderter Menschen.
- Im Jahresdurchschnitt 2009 waren - trotz Wirtschaftskrise - mehr Pflichtarbeitsplätze schwerbehinderter Menschen bei Arbeitgebern mit mehr als zwanzig Mitarbeitern besetzt als ein Jahr zuvor. Die Zahl der unbesetzten Pflichtstellen ging deutlich zurück. Je größer der Arbeitgeber, desto mehr Pflichtarbeitsplätze schwerbehinderter Menschen sind besetzt.
- Auch die schwerbehinderten arbeitslosen Menschen profitieren vom Aufschwung am Arbeitsmarkt - wenn auch nicht ganz so stark wie die Arbeitslosen insgesamt. Im langjährigen Vergleich steigt - vor allem infolge auslaufender vorruhestandsähnlicher Regelungen - die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen alleine in der Gruppe der 55 bis unter 65-Jährigen. In allen anderen Altersgruppen geht die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen erkennbar zurück.
- Arbeitslose schwerbehinderte Menschen sind seltener auf Grundsicherungsleistungen angewiesen als nicht schwerbehinderte Arbeitslose.
- Das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial bei schwerbehinderten Menschen geht erkennbar zurück." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Equal rights and equal duties?: activating labour market policy and the participation of long-term unemployed people with disabilities after the reform of the German welfare state (2010)
Zitatform
Dornette, Johanna & Angela Rauch (2010): Equal rights and equal duties? Activating labour market policy and the participation of long-term unemployed people with disabilities after the reform of the German welfare state. In: Journal of social policy, Jg. 39, H. 1, S. 53-70. DOI:10.1017/S0047279409990419
Abstract
Die jüngste Reform des Sozialstaats und die Einführung des SGB II hat eine komplexe Situation für die Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen mit Behinderungen geschaffen. Es muss nun eine ganze Bandbreite sozialer Gesetze, denen unterschiedliche Prinzipien zugrunde liegen, zur Anwendung kommen. Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der Implementierung dieses Sozialgesetzbuches auf Langzeitarbeitslose mit Behinderungen. Es zeigt sich, dass sich deren Integrationsmuster gewandelt haben. Das ist die Konsequenz des Aufbaus neuer Institutionen, die für die Arbeitsmarktintegration verantwortlich sind, mit der Folge einer zeitweiligen Destabilisierung der Arbeitsroutinen auf der Praxisebene. Hinzu kommen längerfristige Konsequenzen auf Grund der durch die Widersprüchlichkeit der einschlägigen Gesetze geschaffenen Konfliktzone, die das Risiko der Marginalisierung von Menschen mit Behinderungen im Hinblick auf die Arbeitsmarktintegration ansteigen lässt. (IAB)
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Literaturhinweis
Rückkehr ins Erwerbsleben nach beruflicher Rehabilitation: Erste Befunde zu einem wenig beackerten Forschungsfeld (2010)
Zitatform
Rauch, Angela & Johanna Wuppinger (2010): Rückkehr ins Erwerbsleben nach beruflicher Rehabilitation: Erste Befunde zu einem wenig beackerten Forschungsfeld. In: IAB-Forum H. 1, S. 40-45. DOI:10.3278/IFO1001W040
Abstract
"Die berufliche Rehabilitation soll Menschen mit Behinderungen eine Brücke in das Erwerbsleben bauen. Ob es sich um ein probates Instrumentarium handelt, ist eine offene Frage. Denn die berufliche Rehabilitation ist wenig erforscht. Eine aktuelle IAB-Studie wirft einen ersten Blick auf die Situation der Rehabilitanden und ihre Integration in den Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt im Rahmen beruflicher Rehabilitation: Maßnahmeteilnahme, Beschäftigungschancen und Arbeitslosigkeitsrisiko (2010)
Zitatform
Wuppinger, Johanna & Angela Rauch (2010): Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt im Rahmen beruflicher Rehabilitation. Maßnahmeteilnahme, Beschäftigungschancen und Arbeitslosigkeitsrisiko. (IAB-Forschungsbericht 01/2010), Nürnberg, 43 S.
Abstract
"Erwerbsarbeit ist einer der wichtigsten Aspekte gesellschaftlicher Teilhabe. Berufliche Rehabilitation dient dazu, diese Teilhabe (wieder-) herzustellen und auf Dauer zu sichern. Über die arbeitsmarktintegrative Wirkung dieser Teilhabeleistungen ist allerdings wenig bekannt. Im Gegensatz zum Bereich der medizinischen Rehabilitation ist das Feld der beruflichen Rehabilitation weniger intensiv beforscht. So liegen bisher kaum Erkenntnisse zu Maßnahmeteilnahmen von Rehabilitanden, deren Bewertung durch die Teilnehmer sowie zu Verbleibsmustern nach Ende der Maßnahme vor. In diese Lücke zielt der Bericht.
Datengrundlage ist eine IAB-Befragung von Rehabilitanden, die im Jahr 2006 eine Maßnahme bei der Bundesagentur für Arbeit abgeschlossen haben. Der Fokus dieses Forschungsberichtes liegt auf den drei wichtigsten Hauptmaßnahmegruppen, die die Befragten durchlaufen haben: Orientierungs- und Trainingsmaßnahmen, Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und Beschäftigung schaffende Maßnahmen.
Die Wahrscheinlichkeit an einer dieser Maßnahmegruppen teil zu nehmen, wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Vor allem das Alter, die schulischen und beruflichen Bildungsabschlüsse, die kumulierte Arbeitslosigkeitserfahrung, aber auch die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt beeinflussen den Zugang zu einzelnen Maßnahmegruppen. Die kumulierte Dauer der Krankheitszeiten aber auch das Alter, in dem die Behinderung eingetreten ist, spielen interessanterweise keine Rolle.
Die Teilnehmer an den drei wichtigsten Maßnahmegruppen schätzen ihren individuellen Nutzen für ihre berufliche Leistungsfähigkeit oder das Coping mit der Erkrankung sehr unterschiedlich ein. Weiterbildungsmaßnahmen schneiden dabei am positivsten ab, Orientierungs- und Trainingsmaßnahmen werden insgesamt etwas zurückhaltender bewertet, deutlich schlechtere Einschätzungen finden sich bei Beschäftigung schaffenden Maßnahmen.
Sechs Monate nach Ende der Maßnahme zeigt sich, dass das Risiko arbeitslos zu sein für Personen steigt, die keinen Schulabschluss oder aber einen Förderschulabschluss erworben haben. Gleiches gilt für längere kumulierte Arbeitslosigkeitserfahrung oder bei Rehabilitanden, die in ländlichen Regionen wohnen.
Die Erwerbschancen werden u.a. vom Zeitpunkt des Auftretens der Behinderung beeinflusst: Rehabilitanden, deren Behinderung im jungen Erwachsenenalter aufgetreten ist, haben bessere Erwerbschancen als diejenigen mit angeborenen Behinderungen. Auch mindestens eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor der Rehabilitation sowie das Wohnen in städtisch geprägten Regionen steigern die Erwerbschancen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ein System für alle erwerbsfähigen Hilfebedürftigen? Das SGB II und seine Schnittstellen zu anderen Sozialgesetzbüchern (2009)
Oschmiansky, Frank; Kaps, Petra;Zitatform
Oschmiansky, Frank & Petra Kaps (2009): Ein System für alle erwerbsfähigen Hilfebedürftigen? Das SGB II und seine Schnittstellen zu anderen Sozialgesetzbüchern. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 8, S. 439-445. DOI:10.5771/0342-300X-2009-8-439
Abstract
"Mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende sollte ein einheitliches System für alle erwerbsfähigen Hilfebedürftigen geschaffen werden. Aufgrund politischer Kontroversen wird die neue Leistung allerdings in drei verschiedenen institutionellen Modellen umgesetzt. Eine Evaluation sollte zeigen, welches Modell sich am besten eignet. Im Rahmen dieser Evaluation wurde u. a. untersucht, inwieweit mit der Einführung der Grundsicherung neue Schnittstellen zu anderen Sozialleistungssystemen entstanden sind, wie diese die Übergänge von arbeitsuchenden Menschen in Beschäftigung beeinflussen und wie sich diese Schnittstellen zwischen den drei Modellen der Umsetzung unterscheiden. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse der Evaluation. Es zeigte sich, dass es vor allem bei drei Gruppen zu einer verwaltungsaufwendigen und bürgerunfreundlichen Doppelbetreuung kommt: bei jugendlichen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, bei Rehabilitanden im Rechtskreis SGB II sowie bei Aufstockern (Beziehern von Arbeitslosengeld I und ergänzendem Arbeitslosengeld II). Dies gilt generell für alle drei Modelle der Aufgabenwahrnehmung, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Zukunft der beruflichen Rehabilitation Erwachsener gestalten: acht Handlungsfelder als Ausgangspunkt für einen akteursübergreifenden Innovationsprozess (2009)
Riedel, Hans-Peter; Rauch, Angela ; Ellger-Rüttgardt, Sieglind; Wittwer, Ulrich; Schian, Hans-Martin; Schmidt, Christof; Spijkers, Wilhelmus; Karbe, Hans; Schröder, Helmut ; Niehaus, Mathilde ; Schott, Thomas;Zitatform
Riedel, Hans-Peter, Sieglind Ellger-Rüttgardt, Hans Karbe, Mathilde Niehaus, Angela Rauch, Hans-Martin Schian, Christof Schmidt, Thomas Schott, Helmut Schröder, Wilhelmus Spijkers & Ulrich Wittwer (2009): Die Zukunft der beruflichen Rehabilitation Erwachsener gestalten. Acht Handlungsfelder als Ausgangspunkt für einen akteursübergreifenden Innovationsprozess. In: Die Rehabilitation, Jg. 48, H. 6, S. 375-382. DOI:10.1055/s-0029-1241829
Abstract
"Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Oktober 2007 eingesetzte wissenschaftliche Fachgruppe RehaFutur hatte den Auftrag, Eckpunkte für die mittel- und langfristige Entwicklung der beruflichen Rehabilitation erwachsener behinderter Menschen (Wiedereingliederung) zu erarbeiten. Ausgangsfragen waren u. a.: Welche Funktion soll berufliche Rehabilitation in einer dienstleistungs- und wissensorientierten Arbeitswelt haben, die zunehmend stärker durch demografischen Wandel geprägt ist? Wie kann das grundrechtlich und gesetzlich verbriefte Recht behinderter Menschen zur Teilhabe am Arbeitsleben mittels beruflicher Rehabilitation auch zukünftig bedarfsgerecht eingelöst werden? Die Untersuchung sozialrechtlicher, sozial- und bildungspolitischer sowie europäischer Einflussfaktoren auf die berufliche Rehabilitation und die Bewertung der Arbeitsmarkt- und demografischen Entwicklungen bildeten die Grundlage für die Ableitung zukünftig relevanter Handlungsfelder. In den Handlungsfeldern werden die Aspekte Chancengerechtigkeit im Zugang, Entwicklungs- und Bedarfsorientierung, Nähe zur realen Berufs- und Arbeitswelt sowie die Rolle von Selbstbestimmung und Selbstverantwortung thematisiert. Die Handlungsfelder sind als Rahmenkonzept für die Gestaltung eines akteurübergreifenden Innovationsprozesses zu verstehen. Eine zukunftsfähige berufliche Rehabilitation zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie die Selbstbestimmung und Selbstverantwortung der Menschen mit Behinderung gezielt fördert und im Prozess aktiv nutzt sowie die eigenständige Lebensgestaltung stärkt, die gesellschaftliche Teilhabe durch inklusive Strukturen gewährleistet und die Teilhabe am Arbeitsleben durch nachhaltige Bildung mit ganzheitlicher Entwicklung der fachlichen und personalen Kompetenz, ausgerichtet auf die individuellen Ressourcen und Potenziale, ermöglicht und durch systematische Vernetzungen mit Unternehmen absichert. Die vorliegende Konzeption beinhaltet für die berufliche Rehabilitation erwachsener behinderter Menschen einen Paradigmenwechsel, der nur gemeinsam von Leistungsträgern und Leistungserbringern unter Einbeziehung der Leistungsberechtigten zu bewältigen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Einführung des Sozialgesetzbuches II auf erwerbsfähige hilfebedürftige Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen (2008)
Dornette, Johanna; Rauch, Angela ; Zimmermann, Markus ; Höhne, Anke; Behrens, Johann; Schubert, Michael ;Zitatform
Dornette, Johanna, Angela Rauch, Michael Schubert, Johann Behrens, Anke Höhne & Markus Zimmermann (2008): Auswirkungen der Einführung des Sozialgesetzbuches II auf erwerbsfähige hilfebedürftige Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 54, H. 1, S. 79-96. DOI:10.1515/zsr-2008-0106
Abstract
"Der Beitrag diskutiert Auswirkungen der Einführung des Sozialgesetzbuches II auf gesundheitlich beeinträchtigte Leistungsbezieher und die Inanspruchnahme von beruflichen Rehabilitationsleistungen. Es zeigt sich, dass einerseits die Ziele des SGB Il mit Zielen des SGB IX in Teilen schwer vereinbar sind. Aufbauprozesse der neuen SGB II-Träger, vor allem im Jahr 2005, führten andererseits zu Aufgabenhierarchisierung und zur Konzentration auf finanzielle Leistungsgewährung. Das Ziel einer schnellen Vermittlung in Arbeit beeinflusst zudem Zugangsprozesse und trägt, neben anderen Faktoren, im Ergebnis zu einem deutlichen Rückgang der Eintritte in Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation bei. So lassen sich in unterschiedlich starkem Maße Anzeichen einer Praxis herausarbeiten, die eine Inkongruenz zur gesetzgeberischen Intention deutlich machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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