Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt
Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen.
Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im
Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
- Literatur und Forschung aus dem IAB
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Zur Situation in Deutschland
- Positionen und Stellungnahmen
- zur Rechtslage
- Bildungstand und -förderung / Anerkennung von Qualifikation
- betriebliche Berufsausbildung/Berufsorientierung
- Studium
- Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme
- Betriebe und Wirtschaftsbereiche
- Beschäftigungsformen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit
- Geflüchtete im SGB II
- Löhne
- Arbeitsmarkteffekte der Flüchtlingszuwanderung
- Regionale Aspekte, Wohnsitzauflage
- Rückwanderung
- Daten und Statistik
- Quellen mit Unterscheidung nach Herkunftsregion
- Quellen mit Geschlechtsbezug
- Quellen mit Altersbezug
- Quellen mit regionalem Bezug
- Zur Situation in anderen Ländern
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Literaturhinweis
Zu den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Flüchtlingsmigration: Stellungnahme zur Anhörung des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie am 16. März 2016, Berlin (2016)
Zitatform
Hüther, Michael & Wido Geis (2016): Zu den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Flüchtlingsmigration. Stellungnahme zur Anhörung des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Energie am 16. März 2016, Berlin. Köln, 21 S.
Abstract
"Im Jahr 2015 sind knapp 1,1 Millionen Personen nach Deutschland geflüchtet. Bei der Analyse der ökonomischen Effekte muss man bedenken, dass der Flüchtlingsschutz im Grundgedanken nur für einen temporären Aufenthalt bestimmt ist und davon ausgegangen werden muss, dass ein großer Teil der Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren wird. Für welchen Anteil der aktuellen Flüchtlingsmigranten dies gelten wird und vor allem wann, ist unklar. Aus dieser Unsicherheit heraus muss sich die Integration der Flüchtlinge dennoch grundsätzlich an einem längerfristigen Verbleib orientieren." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Flüchtling als Humankapital: Wider die neoliberale Integrationslogik (2016)
Zitatform
Koch, Martin & Lars Niggemeyer (2016): Der Flüchtling als Humankapital. Wider die neoliberale Integrationslogik. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 61, H. 4, S. 83-89.
Abstract
"In der Debatte um den ökonomischen Nutzen oder Nachteil von Flucht und Migration stehen sich Optimisten und Pessimistenschaft gegenüber. Die Sozialwissenschaftler Martin Koch und Lars Niggemeyer vertreten dagegen eine differenzierte Position: Angesichts der weiter existierenden, bloß kaschierten hohen Sockelarbeitslosigkeit muss Integration unter neoliberalen Vorzeichen misslingen. Nur bei einer weitreichenden Umverteilung von Arbeit bieten sich reelle Chancen - und zwar für alle." (Autorenreferat, © Blätter Verlagsgesellschaft mbH)
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Literaturhinweis
Labour market integration of refugees: strategies and good practices (2016)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina (2016): Labour market integration of refugees. Strategies and good practices. Brüssel, 55 S.
Abstract
"This Policy Department A study provides the Employment and Social Affairs Committee with an analytical review of literature to identify key elements of a strategy for labour market integration of refugees. Strategies and policies are illustrated by examples and good practices from various Member States based upon evidence or expert assessment. The study finds a high degree of international consensus on key elements for a successful integration strategy taking up lessons from the past and research findings. However, a number of challenges for research and policy remain." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die betriebliche Integration von Flüchtlingen: Ergebnisse einer Unternehmensbefragung in Oberösterreich (2016)
Zitatform
Krings, Torben (2016): Die betriebliche Integration von Flüchtlingen. Ergebnisse einer Unternehmensbefragung in Oberösterreich. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 39, H. 3, S. 123-134.
Abstract
"Die aktuelle Fluchtmigration stellt Österreich vor neue integrationspolitische Herausforderungen, nicht zuletzt auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt. Dieser Artikel untersucht, inwieweit bei oberösterreichischen Betrieben eine Bereitschaft zur Einstellung von Flüchtlingen besteht. Auf Grundlage einer schriftlichen Befragung in drei Branchen, dem Bau, dem Einzelhandel und der Gastronomie, wird gezeigt, dass viele Unternehmen der Einstellung von Flüchtlingen offen gegenüberstehen." (Autorenreferat, © ISW-Linz)
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Literaturhinweis
Flüchtlinge - grenzenlose Aufnahmebereitschaft des Arbeitsmarktes? (2016)
Siefert, Jutta;Zitatform
Siefert, Jutta (2016): Flüchtlinge - grenzenlose Aufnahmebereitschaft des Arbeitsmarktes? In: Zeitschrift für europäisches Sozial- und Arbeitsrecht, Jg. 15, H. 10, S. 401-409.
Abstract
"Das Ob und Wie der Integration der großen Zahl von Menschen, die insbesondere im Jahr 2015 in der Bundesrepublik Deutschland um Schutz vor Verfolgung in ihren Heimatländern nachgesucht haben, beherrscht die derzeit gesellschaftliche und politische Diskussion wie kaum ein anderes Thema. Einen wichtigen Schritt zu einer gelingenden Integration kann dabei die Möglichkeit für die Betroffenen darstellen, eine Beschäftigung - auf dem ersten Arbeitsmarkt - aufzunehmen und damit möglichst unabhängig von existenzsichernden Sozialleistungen zu leben. Zugleich erhofft sich der Staat, mit der Integration von Flüchtlingen auch dem Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt begegnen zu können. Das Ausländer- wie das Leistungsrecht eröffnen allerdings höchst unterschiedliche Integrationschancen für asylsuchende Menschen auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt, die es nicht jedem ermöglichen, seinen Lebensunterhalt in Deutschland tatsächlich unabhängig von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Artikel. -
Literaturhinweis
Kosten und Chancen der Migration (2016)
Sinn, Hans-Werner; Holtemöller, Oliver ; Andritzky, Jochen; Altemeyer-Bartscher, Martin; Schmidt, Christoph M.; Suntum, Ulrich van; Raffelhüschen, Bernd; Junker, Simon; Moog, Stefan; Wieschemeyer, Matthias; Schultewolter, Daniel; Fuest, Clemens; Groll, Dominik; Fratzscher, Marcel ; Kooths, Stefan;Zitatform
Sinn, Hans-Werner, Marcel Fratzscher, Simon Junker, Clemens Fuest, Jochen Andritzky, Christoph M. Schmidt, Bernd Raffelhüschen, Stefan Moog, Ulrich van Suntum, Daniel Schultewolter, Dominik Groll, Stefan Kooths, Martin Altemeyer-Bartscher, Oliver Holtemöller & Matthias Wieschemeyer (2016): Kosten und Chancen der Migration. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 69, H. 4, S. 3-49.
Abstract
"Die aktuelle Flüchtlingskrise stellt die Europäische Union vor eine enorme Herausforderung. Vor allem Deutschland erlebt zurzeit einen gewaltigen Zustrom von Menschen, die sich Sicherheit und eine wirtschaftliche Perspektive wünschen. Darunter befinden sich auch immer mehr Flüchtlinge: 2015 sind schätzungsweise eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Und der Flüchtlingsstrom hält nach wie vor an. Kann die Wirtschaft die Chancen der Zuwanderung nutzen? Was kostet die Integration? Diese Fragen diskutieren hier die Präsidenten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sowie weitere Migrationsexperten."(Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhalt:
Hans-Werner Sinn: So kann es nicht weiter gehen (3-6);
Marcel Fratzscher, Simon Junker: Eine wirtschaftliche Perspektive zu Geflüchteten (7-10);
Clemens Fuest: Die ökonomischen Folgen der Zuwanderung (11-14);
Jochen Andritzky, Christoph M. Schmidt: Wirtschaftspolitische Implikationen der Flüchtlingsmigration (15-23);
Bernd Raffelhüschen, Stefan Moog: Zur Fiskalischen Dividende der Flüchtlingskrise: Eine Generationenbilanz (24-29);
Ullrich van Suntum, Daniel Schultewolter: Das costa fast gar nix? Das costa ganz viel! (30-38);
Dominik Groll, Stefan Kooths: Arbeitsmarktregulierung zur Flüchtlingsintegration (39-42);
Martin Altemeyer-Bartscher, Oliver Holtemöller, Matthias Wieschemeyer: Zur räumlichen Verteilung von Flüchtlingen im Föderalstaat (43-49). -
Literaturhinweis
Ansatzpunkte zur Abschätzung der ökonomischen Folgen der Flüchtlingszahlen und erste Quantifizierung: Aktualisierung (2016)
Zitatform
Sonnenburg, Anja, Britta Stöver & Marc Ingo Wolter (2016): Ansatzpunkte zur Abschätzung der ökonomischen Folgen der Flüchtlingszahlen und erste Quantifizierung. Aktualisierung. (GWS discussion paper 2016,03), Osnabrück, 26 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund der kurzfristigen strukturellen und mengenmäßigen Änderungen in der Flüchtlingszuwanderung sowie den Verhaltensanpassungen in der Flüchtlingspolitik wurde das GWS Discussion Paper 2015/17 aktualisiert. Insbesondere die Prognose und Langzeitabschätzungen wurden an den aktuellen Stand angepasst. Im Ergebnis sind positive ökonomische Wirkungen bezogen auf das BIP zu erwarten, denn Dienstleistungen und Wohnraum werden vermehrt nachgefragt werden und langfristig ist eine Ausweitung des Produktionspotenzials möglich. Die Wirkungen sind umso stärker, je besser die Integration in den Arbeitsmarkt gelingt. Mit dem Arbeitsplatz verbinden sich Einkommen und Konsummöglichkeiten, die wiederum zu Nachfrage und Arbeitsplätzen führen können. Ein Teil dieses Zuwachses ist allerdings mit einem geringeren Finanzierungssaldo des Staates verbunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt 2030 - Wirtschaft und Arbeitsmarkt im digitalen Zeitalter: Prognose 2016 (2016)
Zitatform
Vogler-Ludwig, Kurt, Nicola Düll & Ben Kriechel (2016): Arbeitsmarkt 2030 - Wirtschaft und Arbeitsmarkt im digitalen Zeitalter. Prognose 2016. Bielefeld: Bertelsmann, 215 S. DOI:10.3278/6004556w
Abstract
"Dies ist die dritte Langfristprognose bis zum Jahr 2030, die Economix Research & Consulting (München) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für den deutschen Arbeitsmarkt erstellt hat. Sie hatte die Aufgabe, sowohl die Auswirkungen des jüngsten Flüchtlingszustroms auf den Arbeitsmarkt abzuschätzen, als auch die Chancen und Risiken der Digitalisierung zu prognostizieren. Dazu wurden zwei Szenarien entwickelt und mit ökonometrischen Modellen quantifiziert:
- Das Basisszenario berücksichtigt die aktuellen Entwicklungen auf der Angebots- und Nachfrageseite des Arbeitsmarktes, insbesondere den starken Anstieg der Zuwanderung seit 2013. Es geht davon aus, dass die fluchtbedingte Zuwanderung bis 2020 abebben wird. Allerdings stellt sich auf Grund der abweichenden Qualifikationsstruktur der Einwanderer eine langfristige Integrationsaufgabe. Das Szenario geht von einer stetigen Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft aus, setzt aber keinen Handlungsschwerpunkt auf die Entwicklung und den Einsatz digitaler Techniken. Es unterstellt die Fortsetzung des bereits wirksamen Struktur-wandels zu den wissensintensiven, kulturellen und sozialen Diensten.
- Im Szenario 'Beschleunigte Digitalisierung' setzen Wirtschaft und Politik hingegen auf die intensive Nutzung der digitalen Technik, um damit sowohl die industrielle Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten zu sichern als auch die Produktivität der Arbeit zu steigern. Dieses Szenario zeigt die Wachstums- und Produktivitätspotenziale der digitalen Technik und soll die Frage beantworten, ob eine forcierte Förderung des technologischen Wandels einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der Fachkräfteengpässe leisten kann." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Identifying macroeconomic effects of refugee migration to Germany (2016)
Zitatform
Weber, Enzo & Roland Weigand (2016): Identifying macroeconomic effects of refugee migration to Germany. (IAB-Discussion Paper 20/2016), Nürnberg, 15 S.
Abstract
"Diese Studie untersucht ökonomische Effekte der Immigration nach Deutschland, wobei explizit zwischen der Einwanderung Asylsuchender und sonstiger Einwanderung unterschieden wird. Wir schlagen einen makroökonometrischen Modellansatz mit Verwendung von Instrumentvariablen vor. In der mittleren Frist hat die Immigration Nichtasylsuchender einen günstigeren Effekt auf BIP und Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effekte der Flüchtlingszuwanderung auf den Arbeitskräftebedarf in einzelnen Berufen (2016)
Zitatform
Weber, Enzo (2016): Effekte der Flüchtlingszuwanderung auf den Arbeitskräftebedarf in einzelnen Berufen. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 09/2016), Nürnberg, 8 S.
Abstract
Dieser Bericht befasst sich mit der Frage, welche Effekte die hohe Flüchtlingszuwanderung auf die Beschäftigung in Deutschland hat. Dazu werden Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und zu offenen Stellen betrachtet. (IAB)
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Literaturhinweis
Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung: Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft. Bilanzpapier des ESF-Bundesprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt (2015)
Blaschke, Astrid; Schottenhammer, Heike; Hendrichs, Christian; Götze, Christiane; Bothe, Joachim; Krickau, Ortrud; Boettcher, Johanna; Linder, Andreas;Zitatform
Blaschke, Astrid, Johanna Boettcher, Joachim Bothe, Christiane Götze, Christian Hendrichs, Ortrud Krickau, Andreas Linder & Heike Schottenhammer (2015): Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung. Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft. Bilanzpapier des ESF-Bundesprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Zugang zum Arbeitsmarkt. Berlin, 86 S.
Abstract
"Flüchtlinge und Arbeit - lange Zeit waren diese zwei Worte ein Widerspruch in sich. Doch mittlerweile sieht die Realität anders aus. Der Weg ist zwar immer noch steinig, unter günstigen Rahmenbedingungen sind die Chancen auf Arbeit und Ausbildung bei Flüchtlingen dennoch besser als vor ein paar Jahren. Die Beispiele für erfolgreiche Berufsbiografien in Deutschland nehmen zu.
Das vorliegende Bilanzpapier präsentiert Ergebnisse aus der Arbeit des sogenannten 'Bleiberechtsprogramms' in seiner zweiten Förderrunde. Dieses Papier beschäftigt sich mit folgenden Fragen: Warum stehen Flüchtlinge im Fokus eines Sonderprogramms des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales? Wo liegen die Erfolge und wo besteht Handlungsbedarf? Worin liegen hierbei Nutzen und Chancen für Wirtschaft und Politik? Die Bilanz wurde durch die Netzwerke im Bleiberechtsprogramm erstellt und erweitert die Programmevaluation um die Sicht der handelnden Akteure." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Deutsche Konjunktur im Winter 2015 (2015)
Boysen-Hogrefe, Jens; Fiedler, Salomon; Kooths, Stefan; Jannsen, Nils; Groll, Dominik; Potjagailo, Galina; Plödt, Martin;Zitatform
Boysen-Hogrefe, Jens, Salomon Fiedler, Dominik Groll, Nils Jannsen, Stefan Kooths, Martin Plödt & Galina Potjagailo (2015): Deutsche Konjunktur im Winter 2015. (Kieler Konjunkturberichte 14), Kiel, 34 S.
Abstract
Der Konjunkturbericht des Instituts für Weltwirtschaft enthält neben der Prognose auch Annahmen zur Flüchtlingsmigration und Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, Berechnungen zu Auswirkungen des Flüchtlingszustromes auf die öffentlichen Haushalte und Handlungsoptionen zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen. (IAB)
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Literaturhinweis
Zu den Auswirkungen der Migration auf den ostdeutschen Arbeitsmarkt (2015)
Brautzsch, Hans-Ulrich;Zitatform
Brautzsch, Hans-Ulrich (2015): Zu den Auswirkungen der Migration auf den ostdeutschen Arbeitsmarkt. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 21, H. 6, S. 106-109.
Abstract
"Die starken Migrationsprozesse beeinflussen zunehmend auch den ostdeutschen Arbeitsmarkt. Die Zuwachsraten bei der Zahl der Beschäftigten, den Arbeitslosen sowie den Leistungsbeziehern nach SGB II vor allem aus den mittel- und osteuropäischen Staaten mit Arbeitnehmerfreizügigkeit, den von der europäischen Schulden- und Vertrauenskrise besonders schwer betroffenen Ländern Griechenland, Italien, Portugal und Spanien sowie den Asylherkunftsländern sind gegenwärtig sehr hoch und liegen in der gleichen Größenordnung wie in West-deutschland. Die Anteile von Migranten an der Bevölkerung und an relevanten Arbeitsmarktgrößen sind aller-dings in Ostdeutschland erheblich niedriger als in Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flüchtlingszustrom: eine Chance für Deutschland (2015)
Bräuninger, Dieter; Peters, Heiko;Zitatform
Bräuninger, Dieter & Heiko Peters (2015): Flüchtlingszustrom. Eine Chance für Deutschland. (Deutsche Bank Research. Standpunkt Deutschland), Frankfurt, Main, 20 S.
Abstract
"Der Flüchtlingszustrom nach Deutschland hält ungebremst an. Die Anzahl der Asylanträge kletterte im bisherigen Jahresverlauf auf rund 290.000. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr mehr als eine Verdoppelung dar. Zudem stieg die Zahl der anhängigen, noch nicht entschiedenen Verfahren kräftig an. Allein in den 12 Monaten von September 2014 bis August 2015 hat sie sich von 190.500 auf 346.000 fast verdoppelt. Das entspricht 54% aller in der EU anhängigen Verfahren.
Die Nettozuwanderung wird aufgrund dieses massiven Flüchtlingszustroms nach Deutschland wahrscheinlich auf den Höchstwert von über eine Million steigen. Damit könnte Deutschland unter den OECD-Ländern die USA als traditionell größtes Einwanderungsland ablösen. Dies stellt Deutschland vor die schwierige und mit erheblichen Kosten verbundene Herkulesaufgabe, die Flüchtlinge zu integrieren und den Angebotsschock am Arbeitsmarkt abzufedern. Gleichzeitig sind die Flüchtlinge eine Chance für das alternde Deutschland, in dem Arbeitskräfte knapp werden und die wirtschaftliche Dynamik zu erodieren droht. In einem Win-Win-Szenario könnte Deutschland seine Position als wirtschaftliches Powerhouse Europas festigen und als Einwanderungsland deutlich an Attraktivität gewinnen. Eine anhaltend hohe Nettozuwanderung dämpft den demografisch bedingten Rückgang der Trendwachstumsrate deutlich. Anstatt sich der Stagnation zu nähern, könnte das Trendwachstum auch in 10 bis 15 Jahren noch 1% betragen. Davon profitierten auch Sozialsysteme." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Flüchtlingsmigration stellt Wirtschaftspolitik vor Herausforderungen: Gemeinschaftsdiagnose (2015)
Zitatform
Döhrn, Roland, Ferdinand Fichtner, Oliver Holtemöller & Timo Wollmershäuser (2015): Flüchtlingsmigration stellt Wirtschaftspolitik vor Herausforderungen. Gemeinschaftsdiagnose. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 95, H. 10, S. 696-700. DOI:10.1007/s10273-015-1889-5
Abstract
"Die an der Gemeinschaftsdiagnose teilnehmenden Institute prognostizieren in ihrer Herbstdiagnose, dass die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 1,8% expandieren wird. Damit setzt sich zwar der Aufschwung fort, er dürfte aber moderat bleiben. Bremsend wirkt die Abschwächung des Wachstums in den Schwellenländern. Im weiteren Prognosezeitraum wird der Aufschwung vor allem von den privaten Konsumausgaben getragen. Zwar wurden auch die Sachinvestitionen des Staates ausgeweitet. Für moderne Volkswirtschaften sind Investitionen in Köpfe aber wichtiger als Investitionen in Beton. Im Bereich der Bildung gilt es, Wachstumspotenziale zu heben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Integration von Flüchtlingen: eine langfristig lohnende Investition (2015)
Zitatform
Fratzscher, Marcel & Simon Junker (2015): Integration von Flüchtlingen. Eine langfristig lohnende Investition. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 82, H. 45, S. 1083-1088.
Abstract
"Der starke Zustrom von Flüchtlingen heizt die Diskussionen in Deutschland an. Dabei wird oft nur auf kurzfristige Kosten geschaut, die in den kommenden Jahren zweifellos massiv sein werden. Dies versperrt den Blick auf potentielle Chancen, die die Zuwanderung - oftmals junger Menschen - der deutschen Gesellschaft bietet. Gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt, werden die anfänglichen Ausgaben zu einer Investition in die Zukunft: Selbst wenn viele Flüchtlinge aufgrund fehlender Qualifikationen kurzfristig vergleichsweise schlechte Aussichten am Arbeitsmarkt haben und diejenigen, die den Weg in eine Beschäftigung finden, oftmals unterdurchschnittlich produktiv sind, werden langfristig die positiven wirtschaftlichen Impulse für Deutschland die Kosten übertreffen. Wenngleich offenkundig noch detailliertere Studien erforderlich sind, um die Effekte genauer einzugrenzen, versucht dieser Bericht, anhand einfacher Simulationsrechnungen das Potential einer Integration zu umreißen, das auf lange Sicht betrachtet die anfänglichen Kosten durchaus rechtfertigt. Dabei werden neben einem Basisszenario ein optimistisches und ein pessimistisches Szenario untersucht. Es kann nicht stark genug betont werden, dass es sich hierbei um Simulationen handelt und nicht um Prognosen, die versuchen, die Zukunft vorherzusagen. Die zentrale Frage ist nicht, ob die Flüchtlinge langfristig einen wirtschaftlichen Nutzen für Deutschland bedeuten, sondern lediglich, wie schnell die Leistungen der Flüchtlinge die zusätzlichen Ausgaben übertreffen. Denn auch wenn die Integration in den Arbeitsmarkt langsamer verlaufen sollte als erhofft, so werden die Flüchtlinge langfristig einen positiven wirtschaftlichen Beitrag für Deutschland leisten. Mehr noch: Auch die bereits in Deutschland lebenden Bürger werden langfristig von der Zuwanderung profitieren und ein höheres Pro-Kopf-Einkommen erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flüchtlingseffekte auf das Erwerbspersonenpotenzial (2015)
Zitatform
Fuchs, Johann & Enzo Weber (2015): Flüchtlingseffekte auf das Erwerbspersonenpotenzial. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 17/2015), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Der Bericht untersucht die Wirkungen der Flüchtlingszuwanderung auf das Erwerbspersonenpotenzial. Betrachtet wird eine Zuwanderung von jeweils 1 Mio. Asylsuchenden in den Jahren 2015 und 2016. Unter den getroffenen Annahmen liegt das Erwerbspersonenpotenzial mittelfristig um knapp 600.000 höher als es ohne Asylzuwanderung der Fall wäre. Positive Effekte gibt es vor allem in den jüngeren Altersgruppen. Die Alterung des Erwerbspersonenpotenzials kann so vorübergehend gedämpft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt: Hintergrundinformation (2015)
Hartmann, Michael; Reimer, Kim;Zitatform
Hartmann, Michael & Kim Reimer (2015): Auswirkungen der Migration auf den deutschen Arbeitsmarkt. Hintergrundinformation. Nürnberg, 32 S.
Abstract
"- Die Zuwanderung aus den neuen osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, den GIPS-Staaten und den Asylzugangsländern hat das Arbeitskräfteangebot in Deutschland erhöht und zu mehr Beschäftigung, aber auch zu mehr Arbeitslosen und Leistungsempfängern aus diesen Ländern geführt. So nahm die Beschäftigung aus diesen Ländern im Juni um 249.000 oder 14 Prozent zu. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit im August um 39.000 oder 14,0 Prozent und die Zahl der Leistungsempfänger im SGB II im Mai um 139.000 oder 20,8 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu hat sich die Zahl der Beschäftigten insgesamt um 370.000 oder 1,0 Prozent erhöht, während die Zahl der Arbeitslosen um 106.000 oder 3,7 Prozent und die Zahl der Leistungsempfänger im SGB II um 3.000 oder 0,1 Prozent gesunken ist.
- Die Beschäftigung von Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der neuen EU-Mitgliedstaaten hat gegenüber dem Vorjahr um 189.000 oder 22 Prozent zugenommen. Die Arbeitslosigkeit ist um 14.000 oder 17,5 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 54.000 oder 29,1 Prozent gestiegen.
- Im selben Zeitraum erhöhte sich die Beschäftigtenzahl von Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus Griechenland, Italien, Portugal und Spanien (GIPS-Länder) um 27.000 oder 5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit hat um 200 oder 0,3 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 10.000 oder 7,3 Prozent zugenommen.
- Die Beschäftigung von Staatsangehörigen aus den Asylzugangsländern ist um 34.000 oder 7 Prozent gestiegen. Die Arbeitslosigkeit hat um 25.000 oder 18,4 Prozent und der Leistungsbezug im SGB II um 76.000 oder 21,6 Prozent zugenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Zuwanderung über Flucht und Asyl in NRW: Umfang und Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt (2015)
Icking, Maria; Blumental, Pauline; Tsoneva, Veneta; Amonn, Jan;Zitatform
Icking, Maria (2015): Zuwanderung über Flucht und Asyl in NRW. Umfang und Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt. Bottrop, 48 S.
Abstract
"In der Studie wird die Zuwanderung über Flucht und Asyl in NRW mit dem Schwerpunkt der Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt analysiert. Die Studie betrachtet zudem einleitend die Zuwanderung aus Drittstaaten außerhalb der EU.
Die aktuell stark zunehmende Zuwanderung durch Flüchtlinge und Asylbewerber/-innen bildet sich auch am Arbeitsmarkt ab und zeigt sich als steigende Zahlen von Arbeitsuchenden und Beschäftigten aus den Hauptherkunftsländern der Flüchtlinge." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Hyper-precarious lives: migrants, work and forced labour in the global north (2015)
Zitatform
Lewis, Hannah, Peter Dwyer, Stuart Hodkinson & Louise Waite (2015): Hyper-precarious lives. Migrants, work and forced labour in the global north. In: Progress in Human Geography, Jg. 39, H. 5, S. 580-600. DOI:10.1177/0309132514548303
Abstract
"This paper unpacks the contested inter-connections between neoliberal work and welfare regimes, asylum and immigration controls, and the exploitation of migrant workers. The concept of precarity is explored as a way of understanding intensifying and insecure post-Fordist work in late capitalism. Migrants are centrally implicated in highly precarious work experiences at the bottom end of labour markets in Global North countries, including becoming trapped in forced labour. Building on existing research on the working experiences of migrants in the Global North, the main part of the article considers three questions. First, what is precarity and how does the concept relate to working lives? Second, how might we understand the causes of extreme forms of migrant labour exploitation in precarious lifeworlds? Third, how can we adequately theorize these particular experiences using the conceptual tools of forced labour, slavery, unfreedom and precarity? We use the concept of 'hyper-precarity' alongside notions of a 'continuum of unfreedom' as a way of furthering human geographical inquiry into the intersections between various terrains of social action and conceptual debate concerning migrants' precarious working experiences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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