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Dossier

Fluchtmigrantinnen und -migranten – Bildung und Arbeitsmarkt

Auf der Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung verlassen viele Menschen ihr Heimatland und suchen Schutz und neue Perspektiven in Deutschland und beantragen Asyl. Die Beteiligung am Arbeitsmarkt wird häufig als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration der Fluchtmigrantinnen und -migranten gesehen. Welche Qualifikationen bringen die Menschen mit, welche arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind hilfreich? Wie gehen die einzelnen Bundesländer damit um, welche Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme sind zu erwarten, wie sieht die Situation in anderen Ländern aus?
Dieses Themendossier stellt wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema zusammen und ermöglicht den Zugang zu weiterführenden Informationen sowie zu Positionen der politischen Akteure.
Literatur zur besonderen Situation der Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie im Themendossier Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland

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im Aspekt "Arbeitsmarktintegration, Maßnahmen und Programme"
  • Literaturhinweis

    Das Arbeitskräftepotenzial ukrainischer Geflüchteter im deutschen Gesundheitssektor (2024)

    Gatskova, Kseniia ; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Gatskova, Kseniia & Yuliya Kosyakova (2024): Das Arbeitskräftepotenzial ukrainischer Geflüchteter im deutschen Gesundheitssektor. In: IAB-Forum H. 17.04.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240417.01

    Abstract

    "9 Prozent der ukrainischen Geflüchteten in Deutschland, die vor ihrer Flucht erwerbstätig waren, hatten zuvor in medizinischen Gesundheitsberufen gearbeitet. Um deren Potenzial für den hiesigen Arbeitsmarkt zu erschließen, sind vor allem schnellere Anerkennungsverfahren, eine gezielte Verbesserung der Sprachförderung sowie die Berücksichtigung der spezifischen Bedarfe weiblicher Fach- und Arbeitskräfte erforderlich. Nur so lassen sich Erwerbstätigkeit, die Teilnahme an Deutsch- und Integrationskursen und Kinderbetreuungspflichten miteinander vereinbaren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gatskova, Kseniia ; Kosyakova, Yuliya ;
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  • Literaturhinweis

    Pre-migration capital, refugee journeys, and typical trajectories of refugee women and men in Germany: a sequence analysis approach (2024)

    Gundacker, Lidwina ;

    Zitatform

    Gundacker, Lidwina (2024): Pre-migration capital, refugee journeys, and typical trajectories of refugee women and men in Germany: a sequence analysis approach. (SocArXiv papers), 45 S. DOI:10.31235/osf.io/gmc37

    Abstract

    "Roughly a decade ago, the entry and admission of refugees has prominently returned to the political agendas in Europe. With that, researchers and policy-makers have shown increasing interest in factors that determine the participation of refugees in receiving societies, labor markets and education systems. The analyses in this paper address the conflicting views in sociology of migration on whether premigration capital benefits refugees after arrival or whether it erodes with refugee migration. On the one hand, social and economic capital is accumulated over the life course and is expected to benefit the individual also after the migration process. On the other hand, fleeing to another country represents a pivotal break with the power to eliminate advantages of pre-migration capital. This paper uses sequence analysis combined with cluster analysis to identify typical integration trajectories of refugee women and men in Germany and explores whether these trajectories vary with pre-migration socioeconomic resources. Importantly, I also account for characteristics of the individual refugee journeys in shaping post-migration biographies, to the extent that the data allows. I rely on a rich set of survey data combined with administrative employment data. Given that individual factors and migration experiences may play out differently for refugee women and men, the analyses are run separately by gender. The results imply that social and economic capital does not completely erode over the migration process. Men, however, have an easier time to capitalize on their pre-migration skills in terms of entering paid labor. More educated women are instead overrepresented in education-intense biographies. Furthermore, longer and riskier journeys are associated with lower participation profiles after arrival, at least for refugee men. Overall, the study illustrates the need to further disentangle how refugee migration processes and selection patterns shape subsequent integration trajectories." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Gundacker, Lidwina ;
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  • Literaturhinweis

    Children or productive adults? Infantilisation and exploitation of refugees in Germany and Austria (2024)

    Harbisch, Amelie ;

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    Harbisch, Amelie (2024): Children or productive adults? Infantilisation and exploitation of refugees in Germany and Austria. In: Journal of Ethnic and Migration Studies, Jg. 50, H. 6, S. 1590-1608. DOI:10.1080/1369183X.2023.2166908

    Abstract

    "The persisting poor labor market integration of refugees and asylum seekers is puzzling, especially given host states' declared desirability of refugees and asylum seekers being employed. Existing research on the determinants of refugees' lack of labor market integration has analyzed possible factors such as refugee health and education as well as host countries' policies and discrimination. Based on original ethnographic data generated in Berlin and Vienna in 2019, I argue that the poor labor market integration can be better understood when we consider colliding perceptions, called scripts, of refugees and asylum seekers: At the same time that they are constructed as potentially useful labor, they are also constructed as helpless children who can never quite be ready for the labor market. I present each script's ascriptions and prescriptions towards refugees and asylum seekers, show how these are enacted by the people subjected to them and analyse how disruptions occur when there are simultaneous, contradictory demands. Policy implications are that the host society's perceptions do matter and that integration measures must be reviewed with regard to their potentially infantilising tendencies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Kommunikation mit Geflüchteten: Wie Jobcenter mit sprachlicher Diversität umgehen (2024)

    Hartosch, Katja; Kupka, Peter ; Osiander, Christopher ; Schreyer, Franziska; Rauch, Angela ;

    Zitatform

    Hartosch, Katja, Peter Kupka, Christopher Osiander, Angela Rauch & Franziska Schreyer (2024): Kommunikation mit Geflüchteten: Wie Jobcenter mit sprachlicher Diversität umgehen. In: IAB-Forum H. 13.03.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240313.01

    Abstract

    "Da Geflüchtete oft noch wenig Deutsch sprechen, gestaltet sich die Verständigung mit den Jobcentern häufig schwierig. Um dieser Herausforderung zu begegnen, setzen Jobcenter beispielsweise Dolmetschende ein, rekrutieren Fachkräfte, die selbst Sprachen von Geflüchteten sprechen, oder versuchen, sich nach Möglichkeit auf Englisch oder Französisch zu verständigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Bedarf an und Inanspruchnahme von Unterstützung bei Geflüchteten ungleich verteilt (2024)

    Heidinger, Ellen;

    Zitatform

    Heidinger, Ellen (2024): Bedarf an und Inanspruchnahme von Unterstützung bei Geflüchteten ungleich verteilt. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 91, H. 12, S. 191-199. DOI:10.18723/diw_wb:2024-12-3

    Abstract

    Für das Jahr 2024 sieht der Haushaltsentwurf des Bundes 1,2 Milliarden Euro für verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Integration und Migration, für Minderheiten und Vertriebene vor. Die Ausgaben für Integrationskurse und Migrationsberatung bilden mit 937 Millionen Euro den Schwerpunkt. Ergänzt wird dies durch Integrationskonzepte auf kommunaler Ebene in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Es soll laut Bundesinnenministerium sichergestellt werden, dass für jede Person ein entsprechendes Angebot zur Orientierung und Beratung verfügbar ist. Der vorliegende Wochenbericht analysiert auf Basis der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, inwieweit diese Angebote in den Jahren 2016 bis 2020 benötigt und in Anspruch genommen worden sind. Dafür werden Geflüchtete, die seit 2013 nach Deutschland gekommen sind, und die Bereiche Flüchtlings- und Asylfragen, Deutsch lernen, Arbeitsmarktzugang, Bildung und Gesundheitsversorgung in den Fokus genommen. Der Bericht analysiert auch, welche Faktoren einen besonderen Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Unterstützung aufweisen. Geflüchtete sind nach ihrer Ankunft in Deutschland unter anderem mit Fragen der Familienzusammenführung, des Arbeitsmarktzugangs, der Bestreitung des Lebensunterhaltes sowie der Gesundheitsversorgung konfrontiert. Dazu kommen soziale Isolation, Ungewissheit und Zukunftssorgen. Die Bearbeitungsdauer von Asylverfahren in Erstanträgen betrug 2022 durchschnittlich 7,8 Monate. Um diese Probleme zu bewältigen, sind Geflüchtete in hohem Maße auf externe Unterstützung angewiesen. Neben Hilfe von Familie und Bekannten bieten sowohl zivilgesellschaftliche als auch staatliche Einrichtungen professionelle Unterstützung bei der Integration und dem Ankommen in Deutschland. (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Which Active Labor Market Policies Work for Male Refugees? Evidence from Germany (2024)

    Kasrin, Zein ; Tübbicke, Stefan ;

    Zitatform

    Kasrin, Zein & Stefan Tübbicke (2024): Which Active Labor Market Policies Work for Male Refugees? Evidence from Germany. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, H. 3, S. 727-750., 2022-05-24. DOI:10.1017/S0047279422000605

    Abstract

    "In this paper, we estimate the causal effects of a set of active labor market programs for male unemployed refugees on welfare who entered Germany between, 2013 and September, 2016. Using rich administrative data, we employ covariate balancing propensity scores combined with inverse probability weighting to estimate effects up to 33 months after the start of treatment. Our results show that relatively short-term training in the form of Schemes by Providers and In-Firm Training, as well as longer-term Further Vocational Training programs have a positive impact on both the employment chances as well as labor market earnings of refugees in the medium run. So-called “One Euro Jobs”, a public employment program, does not yield positive effects on employment or earnings. Sensitivity analyses confirm that our results are unlikely to be driven by unobserved confounding." (Author's abstract, IAB-Doku, © Cambridge University Press) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Kasrin, Zein ; Tübbicke, Stefan ;
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  • Literaturhinweis

    Ukraine-Flüchtlinge: Der schwierige Weg zum ersten Job: Interview (2024)

    Kleindienst, Jens; Kosyakova, Yuliya ;

    Zitatform

    Kleindienst, Jens; Yuliya Kosyakova (sonst. bet. Pers.) (2024): Ukraine-Flüchtlinge: Der schwierige Weg zum ersten Job. Interview. In: Allgemeine Zeitung Mainz H. 12.04.2024.

    Abstract

    "Zwei Jahre nach Kriegsbeginn haben sehr viele Ukraine-Flüchtlinge noch keine Arbeit in Deutschland gefunden. Die Arbeitsmarktexpertin Yuliya Kosyakova spricht im Interview darüber, woran das liegt und was andere Länder besser machen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kosyakova, Yuliya ;
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  • Literaturhinweis

    On the labor market integration of refugees from Ukraine: A simulation study (2024)

    Kosyakova, Yuliya ; Brücker, Herbert ;

    Zitatform

    Kosyakova, Yuliya & Herbert Brücker (2024): On the labor market integration of refugees from Ukraine: A simulation study. (IAB-Forschungsbericht 09/2024 (en)), Nürnberg, 42 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2409EN

    Abstract

    "Since the onset of Russia's war against Ukraine, the number of Ukrainian nationals in Germany has risen from 156,000 to 1,240,000. Although many plan to return to Ukraine after the war, the duration of the conflict is leading an increasing number of them to consider staying in Germany for an extended period or permanently. Against this backdrop, this research report simulates various scenarios of labor market integration for Ukrainian refugees, based on the employment trajectories of previous refugees and migrants from the former Soviet Union. The scenarios aim to establish realistic expectations about the progress of labor market integration for Ukrainian refugees and to quantitatively assess the impact of specific factors. However, these conditional scenarios should not be misunderstood as forecasts, as they are based on strong assumptions and do not fully control for many relevant factors. In the baseline scenario, which is based on what we believe are the most realistic assumptions regarding demographic factors, family configurations, education, language skills, and institutional and economic conditions, the average employment rate for Ukrainian refugees is projected to be 45 percent after five years and 55 percent after ten years. Gender composition and family configuration have a dampening effect on employment rates, while education level and expected language skills development have a positive impact. The comparatively poor health of Ukrainian refugees also dampens employment rates. Conversely, institutional conditions, particularly the absence of asylum procedures, have a positive impact. Economic conditions, measured by labor market tightness, also have a strong influence. The current economic downturn has a negative effect, but the picture could quickly improve with an economic recovery due to increasing labor market tension amid demographic changes, which would likely increase employment rates compared to the baseline scenario. A key finding for integration policy is that language courses not only enhance language development but also significantly boost employment rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Kosyakova, Yuliya ; Brücker, Herbert ;
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  • Literaturhinweis

    Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter: Eine internationale Perspektive (2024)

    Kosyakova, Yuliya ; Gatskova, Kseniia ; Braunfels, Joseph; Goßner, Laura ; Adunts, Davit ; Vandenhirtz, Marie; Konle-Seidl, Regina ; Koch, Theresa; Schwanhäuser, Silvia ;

    Zitatform

    Kosyakova, Yuliya, Kseniia Gatskova, Theresa Koch, Davit Adunts, Joseph Braunfels, Laura Goßner, Regina Konle-Seidl, Silvia Schwanhäuser & Marie Vandenhirtz (2024): Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter: Eine internationale Perspektive. (IAB-Forschungsbericht 16/2024 (de)), Nürnberg, 80 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2416

    Abstract

    "Dieser Forschungsbericht untersucht die Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter in verschiedenen europäischen Ländern, darunter viele EU-Mitgliedsstaaten sowie Großbritannien, die Schweiz und Norwegen, im Zeitraum vom 4. Quartal 2022 bis zum 1. Quartal 2024. Ein direkter Vergleich der Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter zwischen verschiedenen Ländern wird aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit einer harmonisierten Datenquelle wie der europäischen Arbeitskräfteerhebung (Labor Force Survey, LFS) erschwert. Für diese Studie wurde daher eine umfassende Datenbank geschaffen, die die Beschäftigungsdaten zu vergleichbaren Zeitpunkten und basierend auf denselben Definitionen harmonisiert. In den Ländern, wo diese zur Verfügung stehen, werden administrative Beschäftigungsdaten genutzt. In den übrigen Ländern beruhen die Beschäftigungsdaten hingegen auf unterschiedlichen Befragungen, die zu verschiedenen Zeitpunkten erhoben wurden. Darüber hinaus wurden Indikatoren, die nach dem bisherigen Forschungsstand die Arbeitsmarktintegration beeinflussen, ebenfalls auf der Grundlage vergleichbarer Daten und Definitionen zusammengestellt. Die Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter in Europa weisen im Beobachtungszeitraum erhebliche Unterschiede auf. Am Ende des Beobachtungszeitraums im ersten Quartal 2024 lag Deutschland mit einer Beschäftigungsquote von knapp 27 Prozent im europäischen Mittelfeld. Ende 2022 lagen die Quoten in Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden und Litauen bei über 50 Prozent, wohingegen sie sich in Kroatien, Norwegen, Rumänien, Slowenien, der Schweiz und Spanien auf unter 15 Prozent beliefen. Mit einer Beschäftigungsquote von 20 Prozent positionierte sich Deutschland Ende 2022 ebenfalls im europäischen Mittelfeld. Im Untersuchungszeitraum zwischen dem vierten Quartal 2022 und dem ersten Quartal 2024 sind die Beschäftigungsquoten in der Mehrzahl der untersuchten Länder mehr oder weniger deutlich gestiegen. Auch in Deutschland haben sich die Quoten, sieht man von Saisoneffekten ab, kontinuierlich auf 27 Prozent erhöht. Um die Gründe für die unterschiedlichen Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter zu ergründen, analysiert dieser Bericht die Zusammenhänge zwischen den Beschäftigungsquoten und verschiedenen demografischen, institutionellen und wirtschaftlichen Faktoren. Das Ziel der Analyse ist es, einen ersten umfassenderen Überblick über die Determinanten der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu zeichnen und herauszufinden, welchen Einfluss diese Faktoren tatsächlich haben. Es handelt sich allerdings nicht um kausale, sondern um deskriptive Analysen, die nur einen ersten Eindruck von den Zusammenhängen vermitteln können. Den multivariaten Analysen zufolge bestehen zwischen den Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter auf der einen und der demografischen Zusammensetzung der Neuankömmlinge sowie den institutionellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Zielländern auf der anderen Seite starke statistische Zusammenhänge. So verzeichnen Länder mit höherer Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften – gemessen am Anteil der Beschäftigten in Berufen mit niedrigem Qualifikationsniveau – höhere Beschäftigungsquoten. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass diese Jobs an geringere sprachliche, rechtliche und sonstige Voraussetzungen gebunden sind und entsprechend schneller besetzt werden können. Ein negativer Zusammenhang besteht zwischen der Beschäftigungswahrscheinlichkeit von ukrainischen Geflüchteten und einer starken Arbeitsmarktregulierung wie z. B. einem stärkeren Kündigungsschutz. Zudem besteht ein negativer Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr und der Beschäftigung von ukrainischen Geflüchteten. Das deutet darauf hin, dass in den Ländern mit steigender Arbeitslosigkeit die Chancen für Neuankömmlinge, eine Anstellung zu finden, besonders gering sind. Die soziale Infrastruktur spielt ebenfalls eine Rolle: Da die meisten ukrainischen Geflüchteten Frauen mit Kindern sind, hängt die Beschäftigungsquote der Geflüchteten in hohem Maße auch von der Verfügbarkeit einer Kinderbetreuung ab. Daher geht eine bessere Kinderbetreuungsinfrastruktur mit einer höheren Beschäftigungsquote einher. Ein umfassender Zugang zu Gesundheitsleistungen erhöht ebenfalls die Beschäftigungsquoten. Interessanterweise ergab sich nur ein kleiner, statistisch nicht signifikanter Zusammenhang zwischen Beschäftigungsquoten und sozialen Transferleistungen – gemessen am Verhältnis der Kosten für ukrainische Geflüchtete pro Kopf zum Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Während häufig vermutet wird, dass die Transferleistungen eine zentrale Rolle für die Beschäftigung spielen, wird diese Hypothese in unserer Analyse nicht bestätigt. Bedeutsam sind jedoch soziale Netzwerke: Länder mit einem höheren Anteil ukrainischer Staatsangehöriger an der Bevölkerung weisen höhere Beschäftigungsquoten auf. Zudem beeinflussen ausgeprägte Englischkenntnisse in der Bevölkerung die Beschäftigungsquoten positiv, wahrscheinlich weil sie die Kommunikation und damit auch die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtern. Die untersuchten Länder verfolgen auch unterschiedliche integrationspolitische Strategien. So verfolgt ein Teil der Länder einen „work first“-Ansatz, der auf die kurzfristige Aufnahme von Beschäftigungsverhältnissen ohne vorbereitende Maßnahmen wie Sprachkurse, Qualifizierungsmaßnahmen u. ä. setzt. Demgegenüber setzen andere Länder auf eine langfristige, nachhaltig angelegte Integration in den Arbeitsmarkt, u. a. durch Sprach- und Qualifizierungsprogramme sowie eine zielgerichtete Arbeitsvermittlung, um längerfristige und der Qualifikation eher entsprechende Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Letztgenannte Strategie kann kurzfristig zu sogenannten „Lock-in“-Effekten führen, aber langfristig eher zu stabileren Beschäftigungsverhältnissen, einer qualifikationsadäquaten Beschäftigung und höheren Verdiensten führen. Skandinavische Studien zeigen, dass Länder, die auf „work first“-Ansätze setzen, zwar kurzfristig höhere Beschäftigungsquoten von Geflüchteten aufweisen, aber Länder, die anfangs gezielt in Bildung und Spracherwerb investieren, mittel- und langfristig bessere Integrationsergebnisse erreichen. Das gilt nicht nur für die Beschäftigungsquote und Verdienste, sondern auch die soziale Eingliederung insgesamt und die Lebensqualität der Geflüchteten. Des Weiteren zeigen die multivariaten Analysen, dass demografische Faktoren und vor allem die Familienkonstellation eine zentrale Rolle spielen. So besteht ein statistisch signifikanter negativer Zusammenhang zwischen Alter und Kinderzahl pro Frau im erwerbsfähigen Alter und Beschäftigungsquoten. Die Beschäftigungsquoten steigen für alle Gruppen über die Zeit. Dies deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil der anfänglichen Hürden mit zunehmender Aufenthaltsdauer überwunden werden können. Insgesamt zeigt dieser Bericht, dass Deutschland durch seine langfristig angelegten Integrationsstrategien mittel- bis langfristig gute Chancen hat, die Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter noch erheblich zu steigern. Die positiven Entwicklungen bei den 2013 bis 2019 eingewanderten Geflüchteten untermauern diese Einschätzung: Acht Jahre nach ihrer Ankunft sind 68 Prozent der 2013 bis 2019 eingewanderten Geflüchteten im Durchschnitt erwerbstätig. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Integrationsstrategien kontinuierlich zu evaluieren und gegebenenfalls anzupassen, um die Integration effektiv zu fördern. Davon profitieren langfristig sowohl die Geflüchteten als auch deren Gastland." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine: Eine Simulationsstudie (2024)

    Kosyakova, Yuliya ; Brücker, Herbert ;

    Zitatform

    Kosyakova, Yuliya & Herbert Brücker (2024): Zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine: Eine Simulationsstudie. (IAB-Forschungsbericht 09/2024 (de)), Nürnberg, 45 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2409

    Abstract

    "Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ist die Anzahl ukrainischer Staatsangehörigen in Deutschland von 156.000 auf 1.240.000 angestiegen. Obwohl ein erheblicher Teil dieser Menschen nach dem Kriegsende plant, in die Ukraine zurückzukehren, zeigt sich, dass mit zunehmender Kriegsdauer immer mehr einen längeren oder dauerhaften Aufenthalt in Deutschland in Betracht ziehen. Vor diesem Hintergrund simuliert dieser Forschungsbericht verschiedene Szenarien der Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter. Grundlage bilden die Erwerbsverläufe früherer Geflüchteter in Deutschland sowie von Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion. Die Szenarien zielen darauf ab, realistische Erwartungen über die Entwicklung der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine zu bilden, und die Einflüsse spezifischer Faktoren quantitativ zu analysieren. Diese konditionalen Szenarien sind allerdings nicht als Prognosen misszuverstehen, da sie davon abhängig sind, ob die zugrunde gelegten Annahmen zutreffen und viele relevante Faktoren nicht vollständig berücksichtigt werden können. In dem Basisszenario, dem nach unserer Einschätzung die realistischsten Annahmen über demografische Faktoren, Familienkonstellationen, Bildung, Sprache, institutionelle und wirtschaftliche Faktoren zu Grunde liegen, ergibt sich nach einer Aufenthaltsdauer von fünf Jahren eine durchschnittliche Erwerbstätigenquote von 45 Prozent, nach zehn Jahren von 55 Prozent. Insbesondere der hohe Anteil von Alleinerziehenden sowie der vergleichsweise schlechte Gesundheitszustand der ukrainischen Geflüchteten wirken sich dämpfend auf die Entwicklung der Erwerbstätigenquoten aus, während das relativ hohe Bildungs- und Ausbildungsniveau sowie die zu erwartende Entwicklung der Sprachkenntnisse einen positiven Einfluss haben. Dies gilt auch für die institutionellen Rahmenbedingungen, insbesondere den Verzicht auf ein Asylverfahren. Die wachsende Arbeitsmarktanspannung hat ebenfalls einen starken positiven Einfluss. Die gegenwärtige Eintrübung der Konjunktur wirkt sich deshalb nachteilig aus, allerdings kann sich das Bild bei einer konjunkturellen Erholung aufgrund der demografiebedingt steigenden Arbeitsmarktanspannung schnell verbessern. Dann dürften die Erwerbstätigenquoten im Vergleich zum Basisszenario steigen. Ein zentraler Befund für die Integrationspolitik ist, dass Sprachkurse nicht nur die Sprachentwicklung, sondern auch die Erwerbstätigenquoten signifikant steigern können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Kosyakova, Yuliya ; Brücker, Herbert ;

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  • Literaturhinweis

    The role of social capital in immigrants’ and refugees’ labour market integration: evidence from Germany (2024)

    Kosyakova, Yuliya ; Kogan, Irena ;

    Zitatform

    Kosyakova, Yuliya & Irena Kogan (2024): The role of social capital in immigrants’ and refugees’ labour market integration: evidence from Germany. In: S. McDonald, R. Côté & J. Shen (Hrsg.) (2024): The Handbook on Inequality and Social Capital, S. 288-304, 2024-10-29. DOI:10.4337/9781802202373.00028

    Abstract

    "This study investigates the impact of job search behaviour on immigrants’ employability and job status, considering the diverse nature of the immigrant population. The findings reveal the heterogeneity among refugees, economic immigrants and family immigrants concerning social and human capital, demographic characteristics, and job search strategies. While most economic and family immigrants possess premigration contacts in Germany and use them for the job search, refugees largely lack such connections and thus opportunities to use them for the job search. Yet, leveraging social contacts proves beneficial particularly for refugees and family facilitating gainful employment but often leading to lower-status jobs. Among economic immigrants, relying on social contacts in the job search results in lower occupational status, while such contacts show no discernible impact on employment propensity. The findings underscore the multifarious nature of social capital in immigrants’ labour market integration, emphasizing trade-offs and heterogeneities in the process." (Author's abstract, © Elgar) ((en))

    Beteiligte aus dem IAB

    Kosyakova, Yuliya ;
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  • Literaturhinweis

    Labor Market Integration of Asylum Seekers in Europe: Recent Trends and Barriers (2024)

    Lange, Martin ; Schmidt, Philipp; McNamara, Sarah;

    Zitatform

    Lange, Martin, Sarah McNamara & Philipp Schmidt (2024): Labor Market Integration of Asylum Seekers in Europe: Recent Trends and Barriers. (ZEW discussion paper 24-073), Mannheim, 26 S.

    Abstract

    "The labor market integration of asylum seekers remains a contested issue. Using the EU-Labor-Force-Survey, we characterize the state of asylum seekers’ labor market integration in Europe, and provide representative statistics on several dimensions of integration. We compare asylum seekers to natives and economic migrants and find that asylum seekers struggle to integrate across European states, exhibiting employment rates of 10 percentage points lower than that of natives, on average, as well as a notable gap in job-quality. Analyzing self-reported barriers to employment, we document that asylum seekers’ lower employment rates and job-quality are likely the result of institutional hurdles." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Between life course regimes and biographical orientations: labour market trajectories of refugee mothers in Germany from a gendered perspective (2024)

    Menke, Katrin ;

    Zitatform

    Menke, Katrin (2024): Between life course regimes and biographical orientations: labour market trajectories of refugee mothers in Germany from a gendered perspective. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 70, H. 1, S. 101-120. DOI:10.1515/zsr-2023-0010

    Abstract

    "Nach ihrer Ankunft stehen Geflüchtete vor der Herausforderung, ihre Biografie in unbekannten sozialen Kontexten neu zu ordnen. Sie sind dabei mit spezifischen Lebenslaufpolitiken, institutionalisierten bürokratischen Prozessen und Normen konfrontiert. Wie gestalten sich Prozesse des Festhaltens an und Anpassens von vertrauten Routinen und Orientierungen bei geflüchteten Frauen mit Sorgeverpflichtungen in Deutschland? Anknüpfend an bestehende Literatur der Lebenslauf-, Flucht- und Biografieforschung ergänzt dieser Artikel den Forschungsstand um eine geschlechtersensible Analyse der Arbeitsmarktverläufe geflüchteter Mütter in Deutschland. Ausgehend von biografisch orientierten Interviews mit 21 Frauen mit Kindern, die zwischen 2015 und 2020 aus überwiegend arabischen Ländern nach Deutschland geflüchtet sind, werden zwei Befunde vorgestellt und diskutiert: a) verschiedene Phasen des Ankommens, die durch verschiedene Lebenslaufpolitiken und Normen gerahmt und in bürokratischen Settings vollzogen werden, sowie b) drei verschiedene Arbeitsmarktorientierungen und -strategien in Abhängigkeit von den gegebenen biografischen Orientierungen der Frauen, deren Neuverhandlung in ungewohnten Umgebungen und der jeweiligen Lebensphase, in der sich die Frauen befinden. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die biographischen Verläufe der Arbeitsmarktbeteiligung von geflüchteten Frauen und stellen eine überwiegend statische Sichtweise auf diese als homogen dargestellte Gruppe in Bezug auf Qualifikationen, Betreuungspflichten und Erwerbswünsche in Frage." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)

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  • Literaturhinweis

    “How Long Are You Gonna Stay?” Implications of Residents' Perceptions of Refugees' Occupational Future Time Perspective in Receiving Countries (2024)

    Niemann, Lena ; Naudascher, Hanna; Hertel, Guido ; Kuyumcu, Umay ;

    Zitatform

    Niemann, Lena, Hanna Naudascher, Umay Kuyumcu & Guido Hertel (2024): “How Long Are You Gonna Stay?” Implications of Residents' Perceptions of Refugees' Occupational Future Time Perspective in Receiving Countries. In: Journal of International Migration and Integration, Jg. 25, H. 3, S. 1423-1443. DOI:10.1007/s12134-024-01117-0

    Abstract

    "Occupational work is a cornerstone for refugees’ integration in a receiving country, and residents’ perceptions of refugees is a key factor in this process. As compared to migrants in general, refugee migrants have been forced to leave their home country, which should have multiple implications for their integration in receiving countries. In the current study, we investigated whether residents’ perception of migration forcedness affects their expectations about migrants’ occupational future time perspectives (OFTP) in the receiving country, which in turn should correspond to expectations about migrants’ occupational integration efforts. We tested our hypotheses in a preregistered online experiment with N = 190 working adults in Germany (71% women; age: M = 50.26, SD = 10.78). The results confirmed the hypothesized negative relation between perceived migration forcedness and expected OFTP, the hypothesized positive relation between expected OFTP and expected occupational integration efforts, and the hypothesized mediation mechanism of expected OFTP. Overall, our results demonstrate that residents’ perception of migration forcedness and related OFTP are relevant processes that affect the integration of migrants into the labor market of receiving countries." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Qualitätsindikatoren für die Evaluation von beruflichen Integrationsprogrammen für Geflüchtete am Beispiel von ‚RecoVET‘ – Recognition of good VET practice for the refugees (2024)

    Schlüter, Ekaterina; Li, Junmin ;

    Zitatform

    Schlüter, Ekaterina & Junmin Li (2024): Qualitätsindikatoren für die Evaluation von beruflichen Integrationsprogrammen für Geflüchtete am Beispiel von ‚RecoVET‘ – Recognition of good VET practice for the refugees. In: Zeitschrift für Evaluation, Jg. 23, H. 2, S. 273-280. DOI:10.31244/zfe.2024.02.07

    Abstract

    "Die Qualitätsanalyse der Berufsbildungsmaßnahmen für die Zielgruppe der Geflüchteten wird derzeit kaum diskutiert. Ziel des Projektes „RecoVET“ ist es daher, ein Konzept zur externen Bewertung und Anerkennung spezifischer Qualität bei der Integration von Menschen mit Fluchterfahrung zu entwickeln. Die Projektergebnisse2 bestehen aus mehreren Komponenten. Zum einen wird ein Online-Training für Qualitätsbewerter:innen wie z. B. Akkreditierungsagenturen entwickelt. Dieses Training soll sie auf die besonderen Herausforderungen der Integration Geflüchteter im berufsbildenden Bereich vorbereiten. Das zweite Projektergebnis ist ein ergänzendes Handbuch zur Qualitätsanalyse und dient als Literatur, welche das Online-Training begleitet. Das dritte Projektergebnis ist eine praxisorientierte Toolbox für die Umsetzung von Bewertung und Anerkennung von spezifischen Qualitätsindikatoren. Die Kombination aus Online-Training, Handbuch und Toolbox soll dazu beitragen, dass die Qualitätsanalyse und -bewertung der Berufsbildungsmaßnahmen von Geflüchteten systematisch und effektiv durchgeführt werden kann, um deren Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft nachhaltig zu fördern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Warum Erwerbsarbeit für Geflüchtete auch rechtlich wichtig ist (2024)

    Schreyer, Franziska;

    Zitatform

    Schreyer, Franziska (2024): Warum Erwerbsarbeit für Geflüchtete auch rechtlich wichtig ist. In: IAB-Forum H. 25.11.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241125.01

    Abstract

    "Existenzsichernde Erwerbsarbeit ist für Geflüchtete oft eine rechtliche Voraussetzung, um langfristig oder dauerhaft in Deutschland bleiben zu können. Dies bietet zwar Chancen sowohl für die Geflüchteten als auch für den Arbeitsmarkt hierzulande. Es kann aber auch zu einer besonderen Abhängigkeit der Betroffenen vom Betrieb führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Schreyer, Franziska;
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  • Literaturhinweis

    Geflüchtete aus der Ukraine: Jobcenter schreiben ihnen gute Arbeitsmarktchancen zu (2024)

    Schreyer, Franziska; Osiander, Christopher ; Rauch, Angela ; Kellmer, Ariana; Böhringer, Daniela; Kupka, Peter ; Brussig, Martin ; Schlee, Thorsten; Hartosch, Katja;

    Zitatform

    Schreyer, Franziska, Daniela Böhringer, Martin Brussig, Katja Hartosch, Ariana Kellmer, Peter Kupka, Christopher Osiander, Angela Rauch & Thorsten Schlee (2024): Geflüchtete aus der Ukraine: Jobcenter schreiben ihnen gute Arbeitsmarktchancen zu. (IAB-Kurzbericht 12/2024), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2412

    Abstract

    "Seit Juni 2022 werden leistungsberechtigte Geflüchtete aus der Ukraine bereits kurz nach ihrer Einreise von den Jobcentern betreut. Mit welchen organisatorischen Maßnahmen haben diese darauf reagiert? Welche Erfahrungen machen die Jobcenter bei der Betreuung dieser Menschen? Auf Basis von quantitativen und qualitativen Befragungen gibt dieser Kurzbericht hierzu Auskunft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The language politics of uncertainty: On the temporal consequences of Germany's newcomer integration policy (2024)

    Schulte, Leonie ;

    Zitatform

    Schulte, Leonie (2024): The language politics of uncertainty: On the temporal consequences of Germany's newcomer integration policy. In: Journal of Refugee Studies. DOI:10.1093/jrs/feae041

    Abstract

    "This paper examines the temporal consequences of Germany’s language-and-integration measures for adult migrants and refugees. In response to over 1.3 million displaced persons seeking asylum in Europe since 2015, many countries have tightened their existing language learning requirements for newcomers as part of stricter immigration control. Germany has been at the forefront of these policy reforms, expanding its integration programmes to accelerate newcomer incorporation. Based on over 15 months of ethnographic fieldwork in Berlin, this paper shows that instead of accelerating access to employment and higher education, in practice, integration policies delay socioeconomic mobility among refugees and migrants. This is largely because language becomes embedded in a broader ideological and bureaucratic complex newcomers must negotiate in their recurrent interactions with state institutions. As I demonstrate, in part because of the slowing effect such policies have on their mobility, newcomers’ first few years in Germany are experienced as a period of protracted uncertainty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Die Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG im Lichte des Verfassungs- und Unionsrechts: Zur Einordnung der gegenwärtig diskutierten "Arbeitspflicht" für Asylsuchende (2024)

    Seidl, Julian;

    Zitatform

    Seidl, Julian (2024): Die Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG im Lichte des Verfassungs- und Unionsrechts. Zur Einordnung der gegenwärtig diskutierten "Arbeitspflicht" für Asylsuchende. In: Zeitschrift für Ausländerrecht und Ausländerpolitik, Jg. 44, H. 4, S. 157-162.

    Abstract

    "Die Forderung nach einer "Arbeitspflicht" für Geflüchtete ist aktuell Gegenstand der politischen Diskussion. Im Lichte dieser Debatte wurde jüngst die gesetzliche Regelung der Arbeitsgelegenheiten nach § 5 AsylbLG modifiziert und das Erfordernis einer zusätzlichen Tätigkeit gestrichen. Diese Entwicklungen möchte der vorliegende Beitrag zum Anlass nehmen, um die in §5 IV 1 AsylbLG enthaltene Arbeitsverpflichtung sowie hieran knüpfende Leistungseinschränkungen auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz sowie dem Europäischen Recht zu untersuchen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Job-Turbo: Erfahrungsbericht des Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt (2024)

    Terzenbach, Daniel;

    Zitatform

    (2024): Der Job-Turbo. Erfahrungsbericht des Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt. [Ostbevern]: MKL Druck GmbH, 162 S.

    Abstract

    "Der Job-Turbo zielt darauf ab, geflüchtete Menschen im Bürgergeldbezug schnell und ohne Wartezeiten in den Arbeitsmarkt zu integrieren, auch wenn ihre Sprachkenntnisse zunächst nur grundständig sind. Um den beruflichen Aufstieg zu ermöglichen, wird parallel zur Beschäftigung zudem eine berufliche und sprachliche Weiterentwicklung angeboten. Dieser Ansatz wird als „Einstieg zum Aufstieg“ bezeichnet. Die Kombination aus Schnelligkeit und Nachhaltigkeit stellt eine wesentliche Veränderung der Integrationsprozesse in Deutschland dar und unterscheidet sich von den Ansätzen anderer europäischer Länder. Diese setzen überwiegend entweder auf schnellstmögliche Arbeitsmarktintegration oder eine umfassende „Arbeitsmarktvorbereitung“. Eine abschließende Bewertung der mittel- und langfristigen Wirkung des Job-Turbos ist angesichts des kurzen Berichtszeitraums sowie der bei solchen Prozessumstellungen üblichen Verzögerungen derzeit noch nicht möglich. Erste Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, systematische Beobachtungen und Erfolgsbeispiele zeigen jedoch, dass der „Einstieg zum Aufstieg“ ein vielversprechender Ansatz ist, der weiterverfolgt und evaluiert werden sollte." (Textauszug, IAB-Doku)

    Weiterführende Informationen

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