Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Arbeiten, wenn andere frei haben: Nacht- und Wochenendarbeit im europäischen Vergleich (2007)
Kümmerling, Angelika;Zitatform
Kümmerling, Angelika (2007): Arbeiten, wenn andere frei haben. Nacht- und Wochenendarbeit im europäischen Vergleich. (IAQ-Report 2007-02), Gelsenkirchen, 12 S. DOI:10.17185/duepublico/45622
Abstract
"In knapp der Hälfte aller europäischen Betriebe mit mindestens 10 Beschäftigten wird auch nachts, am Wochenende oder zu wechselnden Zeiten gearbeitet. Am meisten verbreitet sind Samstagsarbeit und wechselnde Arbeitszeiten, z.B. Schichtdienst. Die Verbreitung derartiger 'unüblicher' Arbeitszeiten ist je nach Land verschieden. Schweden, Großbritannien und Finnland liegen hier an der Spitze. Deutschland liegt bei allen Indikatoren im oberen Mittelfeld. Unübliche Arbeitszeiten sind prozentual häufiger im Dienstleistungsbereich vertreten als im produzierenden Gewerbe. Manager in Betrieben mit einem vergleichsweise hohen Anteil an unüblichen Arbeitszeiten haben stärker mit Personalproblemen wie Krankheit, Motivationsverlust und Fluktuation zu kämpfen. Dies ändert sich nach Einschätzung der Manager auch dann nicht, wenn Arbeitszeitmodelle eingeführt werden, die den Beschäftigten größere Gestaltungsmöglichkeiten einräumen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Early and phased retirement in European companies: establishment survey on working time 2004-2005 (2007)
Leber, Ute; Wagner, Alexandra;Zitatform
Leber, Ute & Alexandra Wagner (2007): Early and phased retirement in European companies. Establishment survey on working time 2004-2005. Dublin, 41 S.
Abstract
Die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen hat sich der Aufgabe verschrieben, detaillierte Informationen über den Einsatz von Arbeitszeitarrangements in europäischen Unternehmen, die Gründe für den Einsatz derartiger Arrangements und die Resultate für Unternehmen und Arbeitnehmer zusammenzutragen. Im Jahre 2004 startete die Stiftung ihre erste Unternehmenserhebung (Establishment Survey on Working Time) zum Thema Arbeitszeit in 21 europäischen Ländern: den 15 alten Mitgliedstaaten der EU und sechs der neuen Mitglieder - der Tschechischen Republik, Zypern, Ungarn, Lettland, Polen und Slowenien. Die Erhebung wurde auf der Basis einer Fragebogenumfrage bei einem repräsentativen Sample von über 21.000 Unternehmen durchgeführt. Ziel war die Analyse von Arbeitszeitarrangements und von Fragen am Arbeitsplatz, die mit dem Gleichgewicht von Leben und Arbeit zusammenhängen, durch Befragung von Personalmanagern und wenn möglich formalen Vertretern der Arbeitnehmer. Der Fokus lag auf flexiblen Arbeitszeiten, Überstunden, Teilzeitarbeit, Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten wie Schichtarbeit, Nachtarbeit oder Wochenendarbeit, Erziehungsurlaub oder anderen Formen langfristiger Beurlaubung sowie auf Vorruhestand oder Altersteilzeit. Der Bericht analysiert die Daten im Hinblick auf Vorruhestand und Altersteilzeit und untersucht die institutionellen Bezugsrahmen dieser Regelungen sowie die spezifischen Einflussfaktoren, denen ihre Einführung unterliegt. Abgesehen von dem Punkt, ob solche Regelungen in den untersuchten Unternehmen angeboten werden, liefert die Analyse auch Informationen über den Anteil der Arbeitnehmer, die für Vorruhestand oder Altersteilzeit in Frage kommen und die Gründe, warum von derartigen Regelungen Gebrauch gemacht wird. Die Anwendung beider Regelungen wird aus der Perspektive des Managements und der Arbeitnehmervertreter untersucht. Auf diese Weise unterstreicht der Bericht, dass eine Vielzahl von Faktoren - darunter Unternehmensgröße, Wirtschaftszweig, Erfahrungen mit Teilzeitarbeit, die Beschäftigungssituation im Unternehmen und die individuelle Situation der Arbeitnehmer - dafür entscheidend sind, in welchem Ausmaß von den Regelungen zum Berufsausstieg Gebrauch gemacht wird. Obwohl beide Instrumente dazu dienen sollen, die Einführung flexibler Arbeitszeitarrangements zu ermutigen und somit das Gleichgewicht von Leben und Arbeit zu verbessern, legen die Ergebnisse nahe, dass Altersteilzeit häufiger aus anderen Gründen eingesetzt wird, zum Beispiel zum Personalabbau oder im Rahmen von Strukturwandel. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Leber, Ute; -
Literaturhinweis
Flexibility and control: New challenges for working-time policy in the European Union (2007)
Lehndorff, Steffen;Zitatform
Lehndorff, Steffen (2007): Flexibility and control: New challenges for working-time policy in the European Union. In: Labour & Industry, Jg. 17, H. 3, S. 9-28.
Abstract
"This article gives a brief overview of recent working-time trends across European Union (EU) countries and the challenges for the working-time policy of the trade unions. The account highlights the growing difficulties of trade unions in many EU countries in maintaining their organisational strength, the interaction between these difficulties and the changing systems of collective bargaining around working-time, and the changes in both the duration and the structures of working time in terms of differentiation and flexibilisation. The latter add to the challenges faced by the unions, as more workplace-focused approaches to the representation of workers' working-time interests are required. A final consideration is given to the links between working time and the welfare state, which provides the most effective 'indirect' working-time regulation for women. The main conclusion from the overview is that future working-time policies of trade unions in most EU countries will have to be simultaneously more workplace-focused and more 'political'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Return to work after childbirth: does parental leave matter in Europe? (2007)
Zitatform
Pronzato, Chiara (2007): Return to work after childbirth. Does parental leave matter in Europe? (ISER working paper 2007-30), Colchester, 31 S.
Abstract
"The aim of this paper is to investigate the role of the extended parental leave in the return to work for mothers of newborn children. Parental leaves have been introduced in the last 30 years in all European countries in order to extend the period of job-protection, allowing both parents to care for the child after the maternity leave period has expired. In this paper, I exploit the variability in policies offered by the EU countries, in terms of length of the leave and payments, and I study the influence of statutory leaves on the probability of staying at home with the child during the leave, and on the probability of working in the period of time following the leave. Using data from ECHP, I select women who have a child in the years of the survey, who have worked before, and I follow them over time. After studying the determinants of the return to work in each country separately, I generalize the results, matching women with similar human capital characteristics and fertility history from different countries and, consequently, under different parental leave regulations. Results suggest that the right to long and paid leaves gives mothers the opportunity to remain at home with the child at a lower cost, and that lengthy statutory leaves are associated with being more likely to be at work in the period following the leave." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wie verbringen Frauen und Männer in Europa ihre Zeit? (2006)
Aliaga, Christel;Zitatform
Aliaga, Christel (2006): Wie verbringen Frauen und Männer in Europa ihre Zeit? (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 04/2006), 12 S.
Abstract
"Obwohl die Muster der Zeitverwendung im Allgemeinen europaweit recht ähnlich sind, lassen sich doch einige interessante Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den untersuchten Ländern erkennen. Im Durchschnitt verbringen Frauen von 20 bis 74 Jahren erheblich mehr Zeit mit Tätigkeiten im Haushalt als Männer, wobei die Skala von unter +50 % (Schweden) bis über +200 % (Italien und Spanien) reicht. Am meisten Zeit mit Hausarbeit verbringen Frauen in Italien, Estland, Slowenien, Ungarn und Spanien, und zwar fünf oder mehr Stunden täglich. Am geringsten fallen die Zahlen in Schweden, Norwegen, Finnland und Lettland mit weniger als vier Stunden pro Tag aus. Männer verbringen im Durchschnitt mehr Zeit mit Tätigkeiten im Bereich Erwerbsarbeit/Bildung als mit Hausarbeiten, während für Frauen in den meisten Teilnehmerländern das Gegenteil gilt. Die insgesamt täglich mit Arbeit verbrachte Zeit (d. h. Erwerbsarbeit/Bildung und Haushaltstätigkeiten zusammen genommen) ist bei den Frauen in Litauen, Slowenien, Lettland, Estland, Ungarn, Italien und Spanien am längsten (rund 7 1/2 Stunden oder mehr). Für Männer ergeben sich generell kürzere Arbeitszeiten als für Frauen, außer in Schweden, Norwegen und im Vereinigten Königreich, wo sie fast gleich oder nur geringfügig kürzer sind. Der durchschnittliche Zeitaufwand für die einzelnen Aktivitäten ist ein Mittelwert für alle Personen im Alter zwischen 20 und 74 Jahren und für das gesamte Jahr, der Arbeits- und Wochenendtage sowie Urlaubszeiten umfasst. Aus diesem Grunde ist beispielsweise der Zeitaufwand für Erwerbsarbeit beträchtlich geringer als ein normaler Arbeitstag. Die Daten in dieser Veröffentlichung stammen aus nationalen Zeitbudgeterhebungen. Zeitbudgeterhebungen liefern statistische Angaben zur Verteilung von Erwerbs- und Haushaltstätigkeiten zwischen Frauen und Männern sowie zu ihrer Beteiligung an Bildung, kulturellen Aktivitäten und anderen Lebensbereichen (ehrenamtliche Tätigkeiten, Betreuung, Reisen, Freizeit usw.). Hierüber führt eine repräsentative Stichprobe von Einzelpersonen an einem Wochentag und an einem Tag am Wochenende, verteilt über das ganze Jahr, ein Zeittagebuch." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The organisation of time over the life course: European trends (2006)
Anxo, Dominique; Boulin, Jean-Yves;Zitatform
Anxo, Dominique & Jean-Yves Boulin (2006): The organisation of time over the life course. European trends. In: European Societies, Jg. 8, H. 2, S. 319-342. DOI:10.1080/14616690600645175
Abstract
"Over the last decades, the life course approach has developed into a major research paradigm. The notion of life course provides a common field of research and a heuristic conceptual device aiming at studying individuals trajectories over time. In its modern version, the life course approach can be said to represent a major innovation in our understanding of complex social phenomena, making time, context and process core theoretical dimensions of social behaviour. Most of the research using this approach has stressed the extent to which social structures and individual factors shape the life course of individuals and has focused on the developmental consequences of alternative life trajectories. One of the main features of the life course approach is therefore to recognize the crucial role time plays in our understanding of individual behaviour and structural changes in society. The second important dimension of the life course approach is its attempt to take a holistic view, in that the analysis no longer focuses on isolated specific events, phases or demographic groups as being discrete and fixed but considers the entire life as the basic framework for empirical analysis and policy evaluation. The link between individual trajectories on one hand and historical period, social structures, as well as human agency on the other is also at the core of the life course paradigm. The notion of life course posits therefore that life trajectories are constituted by a palette of sequences of events that are both individually and socially constructed. The main objective of this cross-country comparative paper is to analyse to which extent the design of national welfare state regimes shape households' patterns of labour market integration over the life course. An analysis of the various national regulatory frameworks, with special focus on institutional opportunities and/or barriers to combine paid work with other social activities, is provided. Special attention is also given to companies' human resource and time management and whether human resource strategies encompass a life course perspective. By linking the specificity of the various regulatory and social protection systems to the country's current patterns of labour market integration the authors not only examine the impact of the overall institutional framework on time allocation over the life course but, also the extent to which the current working time options actually affect the sustainability of the social protection systems. Finally, in the conclusion, some policy implications are suggested with a special focus on the needs of finding new forms of time organisation and distribution of income over the life course. According to the authors these new forms of time management might contribute to a better work life balance for employees and might favour positive compromises between firms' productive efficiency and employees' needs for a larger control on their time structures over their life course." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reconciliation of work and family life and collective bargaining in the European Union: an analysis of EIRO articles (2006)
Demetriades, Stavroula; Barry, Adam; Meixner, Marie;Zitatform
Demetriades, Stavroula, Marie Meixner & Adam Barry (2006): Reconciliation of work and family life and collective bargaining in the European Union. An analysis of EIRO articles. Dublin, 68 S.
Abstract
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiges Thema europäischer Beschäftigungs- und Familienpolitik. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gleichstellung der Geschlechter sowie auf neuen Formen der Arbeitsorganisation. Die Umsetzung der EU-Richtlinien in nationales Recht ist in den einzelnen Ländern der Europäischen Union unterschiedlich, ebenso unterscheiden sich die Länder hinsichtlich der Art der Regulierung durch Gesetzgebung, Sozialpartnerschaft und Tarifverhandlungen. Die Vergleichstudie wurde auf der Basis einzelner nationaler Beiträge der Nationalen Zentren des EIRO zusammengestellt und stellt den aktuellen Stand in den 25 EU-Mitgliedsländern inklusive Norwegen und in den Beitrittskandidaten Bulgarien und Rumänien dar. Verglichen werden Formen der Erwerbsunterbrechung zur Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen, Formen der Arbeitszeitreduzierung und Arbeitszeitflexibilisierung, Urlaubsregelungen, Kinderbetreuung, verschiedene Formen betrieblicher Sozialleistungen, atypische Beschäftigung sowie Gleichstellungspolitiken. Mit wenigen Ausnahmen ist das Thema in den neuen EU-Mitgliedsländern unterrepräsentiert. Der Anhang enthält eine Konkordanz familienfreundlicher Maßnahmen in den einzelnen untersuchten Ländern. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Arbeitszeitgestaltung in der EU aus Sicht der Beschäftigten: Ergebnisse des ad hoc labour market surveys (2006)
Lang, Cornelia;Zitatform
Lang, Cornelia (2006): Die Arbeitszeitgestaltung in der EU aus Sicht der Beschäftigten. Ergebnisse des ad hoc labour market surveys. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 12, H. 4, S. 118-123.
Abstract
"Im Beitrag werden aus der Arbeitnehmerbefragung ausgewählte Befunde zur Struktur der Arbeitszeit vorgestellt. Hierbei geht es vor allem um die aktuellen Arbeitszeitregimes in den einzelnen Mitgliedsländern, die Zufriedenheit der Beschäftigten damit und darum, wo Unterschiede und Gemeinsamkeiten innerhalb der EU-Mitgliedsländer liegen. Die sogenannte 'Normalarbeitszeit', also eine Beschäftigung von 35 bis 40 Stunden, verteilt auf eine Fünftagewoche, ist für die Mehrheit der Befragten sowohl in den alten als auch in den neuen Ländern die Regel. Die Teilzeitbeschäftigung ist nach wie vor eine Domäne der (westeuropäischen) Frauen. Überstunden gehören für viele Beschäftigte zum Alltag. Ein Potential für Arbeitszeitflexibilisierung ist gegeben, aber die Befragten akzeptieren längst nicht alle Formen in gleichem Umfang. Am liebsten würden sie den unterschiedlichen Arbeitszeitanforderungen durch die Verlängerung oder Verkürzung des normalen Arbeitstages gerecht werden. Schichtarbeit, Nachtschicht und Wochenendarbeit finden weniger Zustimmung. Das gleiche gilt für ein Zeitregime, das die Arbeitszeiten an das anfallende Arbeitspensum koppelt. Mit der Höhe der Wochenstundenzahl sind die meisten Befragten zufrieden. Ein Teil der Befragten wünscht sich durchaus, seine Arbeitsstundenzahl bei gleichbleibendem Stundenlohn zu reduzieren. Wenn es aber um die Entscheidung 'mehr Freizeit oder mehr Geld' geht, ist das Votum für höheren Lohn bei gleichbleibender Stundenzahl eindeutig. Ganz besonders trifft dies auf die neuen Mitgliedsländer der EU zu. Hier wird derzeit länger gearbeitet, und die Arbeitnehmer sind auch in stärkerem Maße bereit, für den Job räumlich und zeitlich flexibel zu sein, was sich u. a. in höheren Pendleranteilen niederschlägt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lebens- und Arbeitsqualität von Selbstständigen: objektive Lebens- und Arbeitsbedingungen und subjektives Wohlbefinden einer heterogenen Erwerbsgruppe (2006)
Zitatform
Protsch, Paula (2006): Lebens- und Arbeitsqualität von Selbstständigen. Objektive Lebens- und Arbeitsbedingungen und subjektives Wohlbefinden einer heterogenen Erwerbsgruppe. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2006-106), Berlin, 56 S.
Abstract
"Die berufliche Selbstständigkeit hat in den letzten Jahren einen enormen Anstieg erlebt. Die Ursachen und (gesamt-)wirtschaftlichen Konsequenzen dieses Bedeutungszuwachses werden jedoch kontrovers diskutiert. In diesem Zusammenhang wird zwar darauf verwiesen, dass das Phänomen nicht einseitig betrachtet werden darf, da die Gruppe der Selbstständigen sehr heterogene soziale Lagen umfasst. Die Untersuchung der tatsächlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Selbstständigen ist jedoch zu großen Teilen ins Hintertreffen geraten. Dies gilt im Besonderen für Aspekte des subjektiven Wohlbefindens, welche neben den objektiven Lebensbedingungen die Lebensqualität von Individuen bestimmen. Die Analyse auf Basis des Eurobarometers 56.1 (2001) stellt sich diese Frage nach der Lebens- und Arbeitssituation von Selbstständigen. Wie unterscheiden sich Selbstständige und abhängig Beschäftigte und wie heterogen sind die Selbstständigen untereinander? Der Schwerpunkt der Studie liegt auf Deutschland, wobei zentrale Ergebnisse auf der Ebene der EU (EU-15) repliziert werden um deren Geltung auch unabhängig vom Länderkontext feststellen zu können. Themen des deskriptiven Teils sind Lebens- und Arbeitszufriedenheit, Zentralität von Arbeit, Einkommen, Zeitwohlstand, soziale Sicherung (vor allem die Altersvorsorge), die Qualität der Arbeitsaufgaben und das Ausmaß des Arbeitsdruckes. Es lässt sich eine oftmals stärkere Heterogenität der Lebens- und Arbeitsbedingungen unter den Selbstständigen feststellen, aber auch eindeutige Tendenzen, die sie als Gruppe von den abhängig Beschäftigten unterscheiden. Besonders auffällig ist, dass Selbstständige einerseits durchschnittlich sehr viel zufriedener mit ihrer Arbeit sind als abhängig Beschäftigte und die Qualität ihrer Arbeitsaufgaben positiver einschätzen. Andererseits stehen sie häufiger unter starkem Arbeitsdruck. Es konnte mittels linearer Regressionsmodelle nachgewiesen werden, dass dieser Zusammenhang auch unter der Kontrolle von persönlichen und berufsspezifischen Merkmalen bestätigt werden kann. Außerdem zeigen die multivariaten Analysen, dass die höhere Arbeitszufriedenheit der Selbstständigen auf die bessere Qualität ihrer Arbeit zurückzuführen ist. Diese Ergebnisse konnten sowohl für Deutschland als auch auf der Ebene der EU-15 bestätigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Working time and work-life balance in European companies: establishment survey on working time 2004-2005 (2006)
Riedmann, Arnold; Szczurowska, Teresa; Bielenski, Harald; Wagner, Alexandra;Zitatform
Riedmann, Arnold, Harald Bielenski, Teresa Szczurowska & Alexandra Wagner (2006): Working time and work-life balance in European companies. Establishment survey on working time 2004-2005. Dublin, 58 S.
Abstract
Arbeitszeitregelungen und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind wichtige Themen auf der politischen Agenda der Europäischen Union. In diesem Kontext sind die europäischen Institutionen aufgerufen, die Voraussetzungen für die Erfüllung wirtschaftlicher und sozialer Bedürfnisse im Verlauf des Lebens und das sich daraus ergebende Potenzial zu schaffen. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im Jahre 2004 eine repräsentative Unternehmensbefragung zur Arbeitszeit in 21 europäischen Ländern, d.h. den 15 'alten' Mitgliedstaaten (EU 15) und sechs neuen EU-Mitgliedern (Tschechische Republik, Zypern, Ungarn, Lettland, Polen und Slowenien) durchgeführt. Die Ergebnisse der Befragung zu Themen wie flexible Arbeitszeiten, Überstundenregelungen, Teilzeitarbeit, Erziehungsurlaub, schrittweise erfolgender Eintritt in den Ruhestand oder Vorruhestand, verlängerte Betriebszeiten und atypische Arbeitszeiten werden im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben hin analysiert. Dabei geht die Untersuchung von der Hypothese aus, dass keine der Arbeitszeitregelungen für sich genommen 'gut' oder 'schlecht' für die Beschäftigten ist. Es kommt vielmehr auf die konkrete betriebliche Umsetzung an sowie das Ausmaß an Autonomie bei der Inanspruchnahme einzelner Maßnahmen und die finanziellen und rechtlichen Bedingungen der flexiblen Arbeitszeitangebote an. (IAB)
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Literaturhinweis
Überstundenarbeit und Arbeitszeitkonten in europäischen Betrieben (2006)
Zitatform
Riedmann, Arnold & Lutz Bellmann (2006): Überstundenarbeit und Arbeitszeitkonten in europäischen Betrieben. In: Arbeit und Beruf, Jg. 57, H. 8, S. 234-236.
Abstract
"Der Establishment Survey an Working Time and Work-Life Balance (ESWT), eine Repräsentativbefragung von Betrieben in 21 Ländern der Europäischen Union, bietet erstmals die Gelegenheit, empirisch fundierte vergleichende Aussagen über Fragen der Arbeitszeitgestaltung in europäischen Betrieben vorzunehmen. Im Rahmen der Studie wurden im Herbst 2004 und Frühjahr 2005 in mehr als 21.000 Betrieben jeweils das Personalmanagement und - wo möglich - ein Arbeitnehmervertreter befragt. Im Mittelpunkt der Umfrage standen betriebliche Erfahrungen mit verschiedenen Formen der Arbeitszeitgestaltung wie Teilzeitarbeit, Altersteilzeit, Überstunden, Arbeitszeitkonten, Nacht- und Wochenendarbeit sowie mit Elternzeit. In dem Artikel werden einige zentrale Ergebnisse zum betrieblichen Umgang mit Überstunden und flexiblen Arbeitszeitformen wie Arbeitszeitkonten dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den englischsprachigen Bericht. -
Literaturhinweis
Beispiel EU-Arbeitszeitrichtlinie: das Ende europäischer sozialer Mindeststandards (2006)
Röpke, Oliver;Zitatform
Röpke, Oliver (2006): Beispiel EU-Arbeitszeitrichtlinie. Das Ende europäischer sozialer Mindeststandards. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 29, H. 3, S. 107-121.
Abstract
"Seit einigen Jahren ist ein deutlicher Paradigmenwechsel in der EU-Sozialpolitik zu beobachten. Selbst bescheidene Ansätze zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Sozialniveaus im Sinne von Mindeststandards werden massiv in Frage gestellt, Sozialvorschriften lediglich unter dem Blickwinkel der 'Anpassungsfähigkeit' der Arbeitnehmer sowie unter Wettbewerbsgesichtspunkten gesehen. An die Stelle ordnender sozialpolitischer Gestaltungsmittel treten neue, weitgehend unverbindliche Instrumente (soft law). Angesichts dieser Situation stellt sich für die Interessenvertretungen der Arbeitnehmer immer drängender die Frage einer geeigneten Strategie, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Hierzu wird es allerdings unerlässlich sein, gewerkschaftliche Vorstellungen einer 'Sozialunion' zu präzisieren. Die aktuelle Debatte um die EU-Arbeitszeitrichtlinie steht in gewisser Weise symbolhaft für den gegenwärtigen Stellenwert europäischer Sozialpolitik. Die bereits seit 1993 bestehende Richtlinie gibt einen allgemeinen Mindeststandard vor, der Arbeitnehmer vor überlangen Arbeitszeiten schützen soll. Sie ist damit Bestandteil einer Reihe von Vorschriften, die eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen durch die Schaffung des Binnenmarktes verhindern sollen. Ihre jetzige Überarbeitung wird von Arbeitgebern und Teilen der Politik dazu genutzt, massive Verschlechterungen zu Lasten der Arbeitnehmer durchzuseetzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Europäischer Tarifbericht des WSI 2005/2006 (2006)
Schulten, Thorsten;Zitatform
Schulten, Thorsten (2006): Europäischer Tarifbericht des WSI 2005/2006. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 59, H. 7, S. 365-373.
Abstract
"Der aktuelle Europäische Tarifbericht des WSI gibt einen Überblick über die tarifpolitischen Entwicklungstendenzen in der Europäischen Union in den Jahren 2005 und 2006. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen ökonomischen Rahmenbedingungen werden die Entwicklung der Nominal- und Reallöhne und die Ausschöpfung der nationalen Verteilungsspielräume in den einzelnen EU-Staaten analysiert. Darüber hinaus wird auf die Entwicklung der gesetzlichen Mindestlöhne sowie der tarifvertraglichen und effektiven Arbeitszeiten in Europa eingegangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeits- und Betriebszeiten der Industrie in der EU: Ergebnisse einer Ag-hoc-Umfrage der EU (2006)
Zitatform
Wohlrabe, Klaus (2006): Arbeits- und Betriebszeiten der Industrie in der EU. Ergebnisse einer Ag-hoc-Umfrage der EU. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 59, H. 18, S. 36-42.
Abstract
"Die Ergebnisse einer Ad-hoc-Umfrage, die die Europäische Union für die Industrie in einem Fünfjahresturnus durchführt, zeigen eine Ähnlichkeit der Beschäftigtenstrukturen mit einem hohen Anteil unbefristeter Arbeitsverträge in Europa auf: Der aktuelle Personalbestand wird als zu hoch empfunden, so dass mittelfristig mit einem Abbau von Arbeitsplätzen in der europäischen Industrie zu rechnen ist. Gründe hierfür sind insbesondere verstärkter Preisdruck und die Höhe der Arbeitskosten. Einstellungen werden wahrscheinlich vor allem in Spezial- und Nischenbereichen entstehen, in denen hoch qualifizierte Arbeitskräfte gefragt sind. Auch der Wunsch nach zunehmender Flexibilisierung des Arbeitsmarktes ist in allen EU-Ländern zu beobachten. Die wöchentliche Arbeitszeit in Europa liegt im Durchschnitt zwischen 35 und 40 Stunden. 75 % der Firmen arbeiten mit Schichtsystemen, in denen mehr als ein Drittel der Beschäftigten tätig sind. Die Arbeits- und Betriebszeiten divergieren leicht, letztere wird in der Zukunft weiter zunehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Work and leisure in the U.S. and Europe: why so different? (2005)
Zitatform
Alesina, Alberto, Edward Glaeser & Bruce Sacerdote (2005): Work and leisure in the U.S. and Europe. Why so different? (NBER working paper 11278), Cambridge, Mass., 74 S. DOI:10.3386/w11278
Abstract
"Americans average 25.1 working hours per person in working age per week, but the Germans average 18.6 hours. The average American works 46.2 weeks per year, while the French average 40 weeks per year. Why do western Europeans work so much less than Americans? Recent work argues that these differences result from higher European tax rates, but the vast empirical labor supply literature suggests that tax rates can explain only a small amount of the differences in hours between the U.S. and Europe. Another popular view is that these differences are explained by long-standing European 'culture,' but Europeans worked more than Americans as late as the 1960s. In this paper, we argue that European labor market regulations, advocated by unions in declining European industries who argued 'work less, work all' explain the bulk of the difference between the U.S. and Europe. These policies do not seem to have increased employment, but they may have had a more society-wide influence on leisure patterns because of a social multiplier where the returns to leisure increase as more people are taking longer vacations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Unterschiede zwischen Frauen und Männern (2005)
Aliaga, Christel;Zitatform
Aliaga, Christel (2005): Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unterschiede zwischen Frauen und Männern. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 04/2005), Brüssel, 7 S.
Abstract
"Die Erwerbsbeteiligung und die Arbeitszeiten von Frauen im Alter von 20 bis 49 Jahren in der Europäischen Union hängen eng mit Zahl und Alter der zu betreuenden Kinder zusammen; bei Männern spielen diese Faktoren keine so große Rolle. In EU-25 liegt die Erwerbstätigenquote der Frauen im Alter zwischen 20 und 49 Jahren mit Kindern unter 12 Jahren bei 60 %, bei den gleichaltrigen Frauen ohne Kinder beträgt sie 75 %. Die Erwerbstätigenquote der Männer mit Kindern unter 12 Jahren hingegen ist mit 91 % um 5 Prozentpunkte höher als die kinderloser Männer. Der Bericht behandelt:
- die Erwerbstätigenquote und Arbeitszeit mit oder ohne Kinder;
- die Erwerbstätigenquote nach Zahl der Kinder;
- die Erwerbstätigenquote nach Alter des jüngsten Kindes;
- die Arbeitszeit nach Zahl der Kinder;
- die Erwerbstätigenquote nach Bildungsniveau und Zahl der Kinder;
- die Aufteilung der Erwerbstätigkeit bei Paaren." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Irreversibility of Time, Reversibility of Choices?: A Transitional Labour Market Approach (2005)
Zitatform
Anxo, Dominique & Christine Erhel (2005): Irreversibility of Time, Reversibility of Choices? A Transitional Labour Market Approach. (TLM.NET working paper 2005-07), Amsterdam, 21 S.
Abstract
Die Untersuchung der Verteilung von Zeit und Einkommen über den Verlauf eines Arbeitslebens hinweg ist einer der wesentlichen Bestandteile des theoretischen Ansatzes der Übergangsarbeitsmarktes. Zeit ist eine knappe Ressource und Veränderungen im privaten Bereich, etwa in der Haushaltsgröße, können einen entscheidenden Einfluss auf die Aufteilung von Zeit zwischen Erwerbsarbeit und anderen Aktivitäten (Kinderbetreuung, Hausarbeit, Freizeit etc.) haben. Der Beitrag geht von der Hypothese aus, dass ein Teil der Disparitäten bei der Integration von Hausarbeit und Erwerbsarbeit der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung auf institutionelle und ökonomische Faktoren zurückzuführen ist. Dazu gehören u.a. die Leitlinien der Familienpolitik, das herrschende Steuer- und Sozialleistungssystem, Kosten und Möglichkeiten der Kinderbetreuung, Arbeitszeitregelungen, Einkommensunterschiede, das Personalmanagement von Unternehmen und das Rentensystem. Dabei verfolgt der Beitrag eine dreifache Zielsetzung: erstens wird gezeigt, wie institutionelle und politische Rahmenbedingungen die Verteilung von Zeit in einem Haushalt im Verlauf eines Arbeitslebens beeinflussen und insbesondere wie sich geschlechtsspezifische Unterschiede im gesamtgesellschaftlichen Kontext auswirken. Zweitens wird dargestellt, wie unterschiedlich die Übergänge vom Arbeitsleben in den Ruhestand in den einzelnen EU-Ländern gestaltet sind, und welche politischen Ansätze zur Verlängerung des Berufslebens und für einen aktiven Ruhestand existieren. (IAB)
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Literaturhinweis
Betriebszeiten in Europa (2005)
Bauer, Frank; Groß, Hermann;Zitatform
Bauer, Frank & Hermann Groß (2005): Betriebszeiten in Europa. In: H. Seifert (Hrsg.) (2005): Flexible Zeiten in der Arbeitswelt (Campus. Forschung, 877), S. 354-374.
Abstract
Betriebszeiten sind gewichtete, rechenhafte und künstliche Größen, die im Gegensatz zur individuellen Arbeitszeit nicht auf ein unmittelbares, gleichsam sinnlich fassbares Substrat verweisen. Anhand üblicher Verfahren der Betriebszeitberechnung werden die Unterschiede in den Ergebnissen aufgezeigt und damit auf die Nicht-Austauschbarkeit der Berechnungsverfahren verwiesen. Es folgt eine Analyse des Standes der Betriebszeitforschung in sieben europäischen Ländern, um dann abschließend eine Annäherung an ein Verständnis von Betriebszeiten im Dienstleistungsbereich vorzunehmen. Die Betriebszeitforschung in Europa steht noch am Anfang, nur in Frankreich, Schweden und Deutschland gibt es Erfahrungen mit repräsentativen Betriebsbefragungen, die sie sich im allgemeinen auf das verarbeitende Gewerbe konzentrieren. Die Betriebszeit wird ausschließlich mittels der Nutzung von Schichtarbeit ermittelt und gemessen, was auf die Dominanz des Interesses an der Dauer der Betriebszeit verweist. Demgegenüber steht die betriebswirtschaftliche Flexibilität von Betriebszeiten im Hintergrund. Andere betriebszeitrelevante Arbeitszeitformen wie Arbeitszeitkonten und versetzte Arbeitszeiten werden bei der Ermittlung und Berechnung der Betriebszeiten weitgehend ausgespart. Die Betriebszeit im Dienstleistungsgewerbe sollte nach dem Beschäftigungskonzept gewichtet werden, um so das Gewichtungsverfahren für Betriebszeiten über alle Wirtschaftssektoren konstant zu halten und zugleich auf die sachlichen Differenzen des Gemessenen zu verweisen. Es ist davon auszugehen, dass im verarbeitenden Gewerbe wegen der wachsenden Bedeutung von Kundenmärkten die Flexibilität von Betriebszeiten als ein wichtiges Erfolgskriterium zunehmen wird. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
Wachstumsschwäche in Europa - Wege aus der Stagnation (2005)
Berthold, Norbert; Zenzen, Jupp;Zitatform
Berthold, Norbert & Jupp Zenzen (2005): Wachstumsschwäche in Europa - Wege aus der Stagnation. (Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik 84), Würzburg, 28 S.
Abstract
Der Beitrag untersucht, wie sich die Wirtschaft der großen europäischen Staaten im Vergleich zur USA entwickelt hat, und weshalb die Wachstumsdynamik in Europa und insbesondere Deutschland geringer ist als in den USA. Die Analyse konzentriert sich auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukt pro Kopf als Indikator für Wohlstand und wirtschaftliche Dynamik. Die Bestandteile des Pro-Kopf-Wachstums werden analyisiert: Das Wachstum der Arbeitsstunden pro Kopf als Aggregat des Wachstums der geleisteten Arbeitsstunden pro Erwerbstätigem, der Beschäftigungsquote und der Erwerbsquote sowie das Produktivitätswachstum als Aggregat des gewichteten Wachstums der Kapitalausstattung und des TFP-Wachstums. Die Analyse zeigt, dass die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in Europa und in Deutschland durchweg geringer ist, als in den USA. Fazit: "Die Gründe der deutschen Wachstumsmisere sind bekannt. Die Deutschen arbeiten zu wenig. Kurze Arbeitszeiten, eine hohe Arbeitslosigkeit und ein immer ausgeprägteres Missverhältnis von Lebensarbeitszeit zu Lebenserwartung belasten das Wirtschaftswachstum. Das Produktivitätswachstum ist rückläufig, schuld ist vor allem der überregulierte Dienstleistungssektor." Als Abhilfe wird eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit gefordert, insbesondere eine Verkürzung der Ausbildungs- und Studiendauer und die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters. Weiterhin wird für eine Ankurbelung der Produktivität in den "traditionellen" Industrien plädiert, für einen Umbau des Steuer- und Sozialsystems sowie für mehr Wettbewerb und weniger Regulierung auf allen Märkten. (IAB2)
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Literaturhinweis
Politik für ältere Beschäftigte oder Politik für alle?: zur Teilnahme älterer Personen am Erwerbsleben in Europa (2005)
Bosch, Gerhard; Schief, Sebastian;Zitatform
Bosch, Gerhard & Sebastian Schief (2005): Politik für ältere Beschäftigte oder Politik für alle? Zur Teilnahme älterer Personen am Erwerbsleben in Europa. (IAT-Report 2005-04), Gelsenkirchen, 11 S.
Abstract
"Der Europäische Rat beschloss auf seiner Sitzung in Stockholm im März 2001, die Beschäftigungsquote der 55-64-Jährigen bis zum Jahr 2010 auf mindestens 50% anzuheben. Deutschland ist mit 41,4 % im Jahr 2004 weit von diesem Ziel entfernt. Bis jetzt haben nur fünf der fünfzehn alten EU-Länder dieses Ziel erreicht. Um die 50%-Quote zu erreichen, müssen in Deutschland bis 2010 800.000 mehr Ältere als heute beschäftigt werden, in der EU 15 sind es rund 7 Millionen zusätzlich gegenüber 2002. In den meisten EU-Ländern erreicht nur die Gruppe der hoch qualifizierten Männer eine Beschäftigungsquote von über 50 Prozent. Besonders gering Qualifizierte und Frauen ab 55 Jahren sind kaum noch in Beschäftigung. Die Beendigung der Vorruhestandspolitik alleine wird nicht genügen, um das Stockholmer Ziel zu erreichen. Die Rentenreformen müssen durch eine Förderung lebenslangen Lernens und eine Politik der Gleichstellung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt unterfüttert werden. Schließlich muss der Konflikt zwischen Jung und Alt auf dem Arbeitsmarkt durch wirtschaftliches Wachstum und eine Umverteilung der Erwerbsarbeit, vor allem kürzere Arbeitszeiten am Ende des Erwerbslebens, entschärft werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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