Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
The Working Times They Are A-Changing: Trends in Six EU countries (1992-2022) (2024)
Torrejón Pérez, Sergio; González Vázquez, Ignacio; Fernández-Macías, Enrique ; Marqués Perales, Ildefonso;Zitatform
Torrejón Pérez, Sergio, Enrique Fernández-Macías, Ignacio González Vázquez & Ildefonso Marqués Perales (2024): The Working Times They Are A-Changing: Trends in Six EU countries (1992-2022). (JRC working papers series on labour, education and technology 2024,04), Sevilla, 33 S.
Abstract
"The time Europeans devote to paid work has been consistently reduced since the Industrial Revolution. However, since the 1980s, the pace of this trend has slowed. The aim of this article is twofold: first, we develop a theoretical framework to account for the main factors determining the evolution and distribution of working hours in Europe; second, we exploit the EU-LFS data (1992-2022) to analyze the main factors explaining recent developments in working time. The results indicate: 1) that reductions in working time are primarily attributable to an increased prevalence of non-standard forms of work, mainly part-time work; 2) that part-time work has expanded mainly due to the feminization of employment and tertiarisation; 3) that full-time workers continue to work more or less the same hours as in the 1980s, given that there are countervailing effects pushing up (occupational upgrading and tertiarization) and down (the expansion of public services, the shrinking of the goods-producing sector, and self-employment becoming less time-intensive) the time they devote to work; and 4) that the self-employed work less because part-time self-employment has become more prevalent, although the self-employed continue doing the longest workweeks. Theoretical and empirical implications arising from these findings are discussed, as well as potential avenues for future research." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitszeiten in der Pflege – eine bunte Tüte voller Regelungen zwischen Flexibilität und Zuverlässigkeit (2024)
Wirth, Lena Marie; Schröer, Laura; Völz, Silke; Evans-Borchers, Michaela; Becka, Denise;Zitatform
Wirth, Lena Marie, Laura Schröer, Silke Völz, Michaela Evans-Borchers & Denise Becka (2024): Arbeitszeiten in der Pflege – eine bunte Tüte voller Regelungen zwischen Flexibilität und Zuverlässigkeit. (Forschung aktuell / Institut Arbeit und Technik 2024-12), Gelsenkirchen, 18 S. DOI:10.53190/fa/202412
Abstract
"Der Beitrag thematisiert Teilergebnisse des Projektes Pflege:Zeit zur Arbeitszeitflexibilisierung in der Pflege für die Stärkung organisationaler Resilienz. Ergänzend sind Erkenntnisse aus anderen IAT-Projekten und Diskussionen des Forschungsschwerpunkts „Arbeit und Wandel“ eingeflossen. Die Abwägung und Aushandlung verschiedener Interessen von pflegebedürftigen Personen, Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen führen dazu, dass zahlreiche Arbeitszeitgestaltungsvereinbarungen zwischen Beschäftigten, Teams und der Organisation entstehen. Zur Orientierung im Rahmen dieser Vielzahl wurde für beteiligte Akteur:innen eine Matrix entwickelt, welche die verschiedenen Vereinbarungsebenen und deren Kombination verdeutlicht. Die verschiedenen Interessen und Ebenen legen nahe, dass zukünftig Teamdynamiken und Interaktionsmuster in Teams stärker im Diskurs über flexible Arbeitszeiten in der (langzeitstationären) Pflege Berücksichtigung finden sollten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Experienced versus decision utility: large-scale comparison for income–leisure preferences (2023)
Zitatform
Akay, Alpaslan, Olivier B. Bargain & H. Xavier Jara (2023): Experienced versus decision utility: large-scale comparison for income–leisure preferences. In: The Scandinavian Journal of Economics, Jg. 125, H. 4, S. 823-859. DOI:10.1111/sjoe.12538
Abstract
"Subjective well‐being (SWB) data are increasingly used to perform welfare analysis. Interpreted as “experienced utility”, it has recently been compared to “decision utility” using small‐scale experiments most often based on stated preferences. We transpose this comparison to the framework of non‐experimental and large‐scale data commonly used for policy analysis, focusing on the income–leisure domain where redistributive policies operate. Using the British Household Panel Survey, we suggest a “deviation” measure, which is simply the difference between actual working hours and SWB‐maximizing hours. We show that about three‐quarters of individuals make decisions that are not inconsistent with maximizing their SWB. We discuss the potential channels that explain the lack of optimization when deviations are significantly large. We find proxies for a number of individual and external constraints, and show that constraints alone can explain more than half of the deviations. In our context, deviations partly reflect the inability of the revealed preference approach to account for labor market rigidities, so the actual and SWB‐maximizing hours should be used in a complementary manner. The suggested approach based on our deviation metric could help identify labor market frictions." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Entwicklung von Arbeitszeit und Beschäftigung in Österreich (2023)
Zitatform
Angel, Stefan, Stefan Ederer, Ulrike Huemer & Helmut Mahringer (2023): Entwicklung von Arbeitszeit und Beschäftigung in Österreich. (Materialien zu Wirtschaft und Gesellschaft 246), Wien, 71 S.
Abstract
"In den beiden großen Krisen der letzten 12 Jahre (Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, COVID-19-Krise) schlug sich der drastische Einbruch von Produktion und Wertschöpfung nur deutlich abgeschwächt auf dem Arbeitsmarkt nieder. Dies geht wesentlich auf eine Reduktion der geleisteten Arbeitszeit pro Beschäftigten zurück. Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit trug zu diesem Arbeitszeitrückgang zwar bei, war aber – vor allem während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise – keinesfalls dessen alleinige Ursache. Die vorliegende Studie greift auf Daten zur makroökonomischen Entwicklung, zur Entwicklung der Arbeitszeit und zum Einsatz der Kurzarbeit zurück. Sie geht den Fragen nach, ob, in welchen Konjunkturphasen und in welchem Ausmaß Arbeitszeitveränderungen den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Beschäftigung beeinflussen und inwieweit sich die Entwicklung dieser beiden Größen voneinander entkoppelt hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitszeitreport Deutschland - Länge, Lage und Flexibilität der Arbeitszeit im Überblick (2023)
Zitatform
Backhaus, Nils, Johanna Nold & Laura Vieten (2023): Arbeitszeitreport Deutschland - Länge, Lage und Flexibilität der Arbeitszeit im Überblick. (baua: Bericht kompakt), Dortmund, 3 S. DOI:10.21934/baua:berichtkompakt20230116
Abstract
"Durchschnittlich arbeiten abhängig Beschäftigte 38,4 Stunden pro Woche. Die Mehrheit der Beschäftigten möchte ihre Arbeitszeit verkürzen, etwa die Hälfte der Beschäftigten will zudem weniger als 5 Tage in der Woche arbeiten. 39 Prozent der Beschäftigten arbeiten regelmäßig am Wochenende. Gleichzeitig haben für viele Beschäftigte die Möglichkeiten, Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, deutlich zugenommen. Diese und weitere Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2021 werden im aktuellen Arbeitszeitreport Deutschland vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitreport Deutschland: Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2021 (2023)
Backhaus, Nils; Nold, Johanna; Lück, Marcel; Vieten, Laura ; Kaboth, Arthur ; Brenscheid, Frank; Stein, Louisa-Katharina; Michel, Alexandra ; Wöhrmann, Anne Marit ; Richter, Götz; Tisch, Anita ; Fähnrich, Julia; Entgelmeier, Ines;Zitatform
Backhaus, Nils, Johanna Nold, Laura Vieten, Ines Entgelmeier & Anita Tisch (Hrsg.) Lück, Marcel, Arthur Kaboth, Frank Brenscheid, Louisa-Katharina Stein, Alexandra Michel, Anne Marit Wöhrmann, Götz Richter & Julia Fähnrich (sonst. bet. Pers.) (2023): Arbeitszeitreport Deutschland. Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragung 2021. (baua: Bericht Forschung Projekt F 2507), Dortmund, 220 S. DOI:10.21934/baua:bericht20230526
Abstract
"Die Arbeitszeit ist nicht nur ein Schlüsselfaktor für die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, sondern bestimmt auch zu großen Teilen, wann und wie viel Zeit wir für Erholung, Freizeit und das Privatleben zur Verfügung haben. Aufgrund des Wandels in der Arbeitswelt, nicht zuletzt beschleunigt durch die SARS-CoV-2-Pandemie, steht die Arbeitszeitgestaltung wiederholt im Fokus politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Debatten. Um diese zu versachlichen, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bereits im Jahr 2015 das Projekt „Arbeitszeitberichterstattung für Deutschland“ etabliert, in dessen Zentrum die BAuA-Arbeitszeitbefragung steht. Im Jahr 2016 wurde der erste Arbeitszeitreport veröffentlicht. Im vorliegenden Arbeitszeitreport Deutschland werfen wir erneut einen umfassenden Blick auf die Arbeitszeitrealität in Deutschland. Das betrachtete Jahr 2021 war geprägt von der SARS-CoV-2-Pandemie, die auch Einfluss auf die Arbeitszeiten vieler Beschäftigter hatte. Datenbasis für diesen Report ist die BAuA-Arbeitszeitbefragung 2021, in der etwa 20 000 Erwerbstätige in Deutschland befragt wurden, die mindestens 10 Stunden pro Woche in ihrer Haupterwerbstätigkeit arbeiten. Der aktuelle Arbeitszeitreport Deutschland liefert einen Überblick über die Verbreitung und Verteilung verschiedener Arbeitszeitdimensionen in Deutschland. Ein Fokus liegt auf der Länge, Lage und Flexibilität von Arbeitszeiten (Teil I). In weiteren Kapiteln (Teil II) werden zudem verschiedene Erwerbsgruppen betrachtet. Dabei stehen Beschäftigte, die von zuhause arbeiten, (Solo-)Selbstständige, Mehrfachbeschäftigte, Beschäftigte in Basisarbeit, Erwerbstätige im Ruhestandsalter (Silver Worker) und Beschäftigte in versorgungsrelevanten Berufen im Zentrum. In den Analysen zu den einzelnen Arbeitszeitdimensionen werden verschiedene soziodemografische und wirtschaftsstrukturelle Merkmale berücksichtigt. Weiterhin wird auch das gleichzeitige Auftreten arbeitszeitlicher Anforderungen mit weiteren Tätigkeitsmerkmalen untersucht, von denen angenommen wird, dass sie mit der Arbeitszeitgestaltung zusammenhängen. Letztlich werden die gesundheitliche Situation der Beschäftigten sowie ihre Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance in Abhängigkeit von den Dimensionen der Arbeitszeitgestaltung analysiert. In Ergänzung dazu wird die Veränderung der Arbeitszeitmerkmale während der SARS-CoV-2-Pandemie gesondert betrachtet. Die Ergebnisse zeigen, dass verschiedene Beschäftigtengruppen unterschiedlich von Arbeitszeitanforderungen betroffen sind. Hohe Arbeitszeitanforderungen gehen dabei häufig mit schlechterer Gesundheit und geringerer Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance einher. Der Arbeitszeitreport Deutschland liefert damit Hinweise zur Bedeutung verschiedener Arbeitszeitdimensionen und ihrer Rolle für die gesundheitliche Situation von Beschäftigten. Die Ergebnisse sind Ausgangspunkt für weitere Veröffentlichungen, in denen detaillierte Auswertungen zu einzelnen Arbeitszeitdimensionen sowie bestimmten Beschäftigtengruppen oder Tätigkeitsbereichen dargestellt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu Arbeitszeit und gesundheitlichen Auswirkungen (2023)
Zitatform
Backhaus, Nils, Johanna Nold, Ines Entgelmeier, Frank Brenscheidt & Anita Tisch (2023): Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu Arbeitszeit und gesundheitlichen Auswirkungen. (baua: Fokus), Dortmund, 44 S. DOI:10.21934/baua:fokus20230807
Abstract
"Aus arbeitswissenschaftlicher Sicht ist das Ziel gesetzlicher Regelungen zur Arbeitszeit, dass Erwerbstätige über lange Zeit leistungsfähig, belastbar und zufrieden mit ihrer Arbeit sind. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen stellen aus Sicht des Arbeitsschutzes einen (Mindest-)Standard für eine gesunde und sichere Gestaltung der Arbeit dar. Flexible Arbeitszeiten bieten eine Chance für Betriebe und Beschäftigte, wenn sie die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten unter der Bedingung einer Arbeits- und Lebenswelt mit hoher Intensität berücksichtigen und hinreichend Erholungszeiten ermöglichen. Der baua: Fokus basiert auf einer Stellungnahme der BAuA im Rahmen einer Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Schleswig-Holsteinischen Landtags." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Causal misperceptions of the part-time pay gap (2023)
Zitatform
Backhaus, Teresa, Clara Schäper & Annekatrin Schrenker (2023): Causal misperceptions of the part-time pay gap. In: Labour Economics, Jg. 83. DOI:10.1016/j.labeco.2023.102396
Abstract
"This paper studies if workers infer from correlation about causal effects in the context of the part-time wage penalty. Differences in hourly pay between full-time and part-time workers are strongly driven by worker selection and systematic sorting. Ignoring these selection effects can lead to biased expectations about the consequences of working part-time on wages (‘selection neglect bias’). Based on representative survey data from Germany, we document substantial misperceptions of the part-time wage gap. Workers strongly overestimate how much part-time workers in their occupation earn per hour, whereas they are approximately informed of mean full-time wage rates. Consistent with selection neglect, those who perceive large hourly pay differences between full-time and part-time workers also predict large changes in hourly wages when a given worker switches between full-time and part-time employment. Causal analyses using a survey experiment reveal that providing information about the raw part-time pay gap increases expectations about the full-time wage premium by factor 1.7, suggesting that individuals draw causal conclusions from observed correlations. De-biasing respondents by informing them about the influence of worker characteristics on observed pay gaps mitigates selection neglect. Subjective beliefs about the part-time/full-time wage gap are predictive of planned and actual transitions between full-time and part-time employment, necessitating the prevention of causal misperceptions." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2023 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Zusammenstellung aktueller gesicherter arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse zu Nachtarbeit und Dauernachtarbeit (2023)
Zitatform
Backhaus, Nils, Laura Vieten, Frank Brenscheidt & Anita Tisch (2023): Zusammenstellung aktueller gesicherter arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse zu Nachtarbeit und Dauernachtarbeit. (baua: Fokus), Dortmund, 14 S. DOI:10.21934/baua:fokus20231103
Abstract
"Nachtarbeit hat negative Auswirkungen auf den biologischen Rhythmus, den Schlaf und die sozialen Beziehungen von Beschäftigten. Sie erhöht daher das Risiko für chronische Krankheiten, Unfälle und psychische Erkrankungen und birgt somit ähnliche Gefährdungen wie rotierende Nachtschichten. Um die negativen Auswirkungen auf Beschäftigte zu minimieren und Gesundheit, Sicherheit und Produktivität zu erhalten, sollten arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zur Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit berücksichtigt werden. Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse empfehlen höchstens drei aufeinanderfolgende Nachtschichten und die Vermeidung von Dauernachtarbeit. Dieser baua: Fokus basiert auf einer schriftlichen Stellungnahme der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) für die Arbeitsgruppe 5 "Sozialer Arbeitsschutz" des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI-A G 5)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Employment Effects of Working Time Reductions: Sector-Level Evidence from European Reforms (2023)
Zitatform
Batut, Cyprien, Andrea Garnero & Alessandro Tondini (2023): The Employment Effects of Working Time Reductions: Sector-Level Evidence from European Reforms. In: Industrial Relations, Jg. 62, H. 3, S. 217-232. DOI:10.1111/irel.12323
Abstract
"In this paper, we exploit a panel of industry-level data in European countries to study the economic impact of national reductions in usual weekly working hours between 1995 and 2007. Our identification strategy relies on the five national reforms that took place over this period and on initial differences across sectors in the share of workers exposed to the reforms. On average, the number of hours worked in more affected sectors fell, hourly wages rose, while employment did not increase. The effect on value added per hour worked appears to be positive but non-significant." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Labor Force Participation and Hours Worked Recovery: U.S. vs. Europe (2023)
Zitatform
Bick, Alexander & Kevin Bloodworth II (2023): Labor Force Participation and Hours Worked Recovery: U.S. vs. Europe. In: On the Economy Blog / Federal Reserve Bank of St. Louis H. 21.12.2023.
Abstract
"The labor force participation rate in the U.S. had returned to its pre-pandemic level by 2023:Q2, but hours worked per person had not. What about in European countries?" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Flexible work arrangements for work-life balance: a cross-national policy evaluation from a capabilities perspective (2023)
Zitatform
Brega, Carla, Samuel Briones, Jana Javornik, Margarita León & Mara Yerkes (2023): Flexible work arrangements for work-life balance: a cross-national policy evaluation from a capabilities perspective. In: The international journal of sociology and social policy, Jg. 43, H. 13/14, S. 278-294. DOI:10.1108/IJSSP-03-2023-0077
Abstract
"Purpose: This paper aims to assess the design of national-level flexible work arrangement (FWA) policies, evaluating their potential to serve as an effective resource for employees to work flexibly depending on how they set the stage for flexibility claims that will be subject to industrial and workplace dynamics. Design/methodology/approach Using a capability approach, the authors conceptualize and operationalize two aspects of FWA policy design, namely accessibility and availability. The authors' analysis allows for an understanding of how the availability and accessibility of national FWA policies explicitly and implicitly restrict or facilitate flexible working in a structural manner. The study focuses on countries with differing working time regimes and gender norms on work and care: the Netherlands, Spain and Slovenia. Findings The authors' findings highlight how FWA accessibility is broader when national policy is specified and FWA availability is not conditional to care. In Spain and Slovenia, access to FWAs depends on whether employees have care responsibilities, which reduces accessibility and reinforces gender imbalances in care provision. In contrast, the Netherlands provides FWAs universally, resulting in wider availability and accessibility of FWAs for employees regardless of their care responsibilities. Despite this universal provision, gender imbalances remain. Originality/value The originality of this paper lies in its conceptualization and operationalization of FWAs at the national level using a capability approach. The study adds to the existing literature on flexible working and provides insights for policymakers to design more effective FWAs." (Author's abstract, IAB-Doku, © Emerald Group) ((en))
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Preferences for collective working-time reduction policies: a factorial survey experiment (2023)
Zitatform
Castro, Damaris & Brent Bleys (2023): Preferences for collective working-time reduction policies: a factorial survey experiment. (Working paper / Ghent University. Faculty of Economics and Business Administration 2023,1076), Gent, 26 S.
Abstract
"Collective working-time reduction (WTR) policies, organized by companies, organizations, sectors or governments, can yield benefits across diverse domains including productivity and well-being. Despite an increasing number of WTR trials, the attractiveness of such policies remains relatively underexplored in literature. In this study, a factorial survey experiment investigates employees' preferences for collective WTR policies with pay reduction that vary along five dimensions. Findings reveal that employees favour policies that minimize pay reduction, that reduce working time moderately rather than extensively, and that establish a high degree of flexibility for taking up the additional leisure time. Moreover, the uptake amongst significant others matters: participation of colleagues as well as of close friends and family positively influences WTR attractiveness, although the latter primarily matter in WTR-supportive company cultures. Our findings provide valuable guidance for companies, organizations and policymakers when devising collective WTR policies and underline the importance of societal participation to enhance WTR attractiveness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Adapting or compounding? The effects of recurring labour shocks on stated and revealed preferences for redistribution (2023)
Zitatform
Cotofan, Maria & Konstantinos Matakos (2023): Adapting or compounding? The effects of recurring labour shocks on stated and revealed preferences for redistribution. (CEP discussion paper / Centre for Economic Performance 1957), London, 34 S.
Abstract
"The evidence on the impact of employment shocks on preferences for redistribution is mixed on stated outcomes and sparse on revealed ones. We conduct a survey of US workers to measure the impact of repeated labour market shocks on both stated and revealed redistributive preferences. We measure the former by support on seven different policies and the latter through donations. We look at experiences of both mild shocks (having to reduce working hours) and hard shocks (unemployment), as well as past unemployment during formative years. We find evidence of adaptation to unemployment on policy preferences and compounding for milder shocks on donations, suggesting that the effects of repeated shocks on preferences for redistribution are not independent. Our results show that unemployment impacts preferences in a self-interested way, while milder shocks lead to broader support for redistribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Lange Arbeits- und Pendelzeiten als Risikofaktoren für eine depressive Symptomatik: Quer- und Längsschnittanalysen (2023)
Zitatform
Dragano, Nico, Hermann Burr, Maren Formazin, Anika Schulz & Uwe Rose (2023): Lange Arbeits- und Pendelzeiten als Risikofaktoren für eine depressive Symptomatik: Quer- und Längsschnittanalysen. In: Das Gesundheitswesen, Jg. 85, H. 11, S. 1016-1026. DOI:10.1055/a-2090-1553
Abstract
"Zusammenfassung Hintergrund Regelmäßige lange Arbeitszeiten und Arbeitswege könnten negative Folgen für die psychische Gesundheit haben. Die Studienergebnisse hierzu sind jedoch nicht eindeutig und variieren nach Ländern. Die vorliegende Analyse prüft für Deutschland Zusammenhänge zwischen langen Pendel- bzw. Arbeitszeiten und depressiver Symptomatik. Methode Die „Studie Mentale Gesundheit bei der Arbeit“ (S-MGA) ist eine Längsschnittuntersuchung einer Zufallsstichprobe sozialversicherungspflichtig Beschäftigter. An der Basiserhebung nahmen 3 413 Personen teil, von denen 2 019 nach 5 Jahren erneut befragt wurden. Wöchentliche Arbeits- und Pendelzeiten sowie Covariaten (Alter, Geschlecht, berufliche Position, psychosoziale Arbeitsbedingungen) wurden zur Basisuntersuchung erhoben. Depressive Symptome wurden zu beiden Messzeitpunkten mit dem Patient Health Questionnaire (PHQ-9) erfasst. Um Zusammenhänge zu untersuchen, wurden mittels logistischer Regression Odds Ratios mit 95%-Konfidenzintervallen unter Kontrolle von Covariaten kalkuliert. Es wurden sowohl Querschnitts- (nur Basiserhebung) als auch Längsschnittsanalysen (Basis- und Nacherhebung) durchgeführt. Ergebnisse Zur Basiserhebung hatten 7% der Beschäftigten lange wöchentliche Arbeitszeiten von≥55 Stunden, weitere 8% arbeiteten 49 bis 54 Stunden. Im Querschnitt waren lange Arbeitszeiten mit einer moderaten Erhöhung der depressiven Symptomatik gegenüber der Normalarbeitszeit (35 bis<40 h/Wo) assoziiert. Wenn die nach fünf Jahren neu auftretende depressive Symptomatik betrachtet wurde, war der Zusammenhang für Arbeitszeiten von 55 und mehr Stunden deutlich ausgeprägt (Odds ratio (OR) 2,14; 95% Konfidenzintervall (KI) 1,11;4,12), nicht jedoch für Arbeitszeiten von 49 bis 54 Stunden (OR 1,26, KI 0,65;2,43). Beschäftigte, die wöchentlich zehn Stunden und mehr pendelten, hatten im Querschnitt häufiger eine depressive Symptomatik (OR 1,83; KI 1,13;2,94) im Vergleich zur Referenzgruppe, die<2,5 Stunden pendelte. Dieser Zusammenhang war im Längsschnitt nicht zu beobachten. Schlussfolgerungen Die Ergebnisse legen nahe, dass überlange Arbeits- und Pendelzeiten mit einer depressiven Symptomatik bei Beschäftigten assoziiert sind, wobei die Effekte bzgl. Pendelzeit nur im Querschnitt zu finden waren. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Einhaltung von Arbeitszeitregelungen und der Vermeidung überlanger Arbeitszeiten für die Mitarbeitergesundheit. Zur Rolle des Pendelns sind weiterführende Untersuchungen nötig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Makroökonomische Effekte einer Arbeitszeitanpassung in Österreich (2023)
Zitatform
Ederer, Stefan & Gerhard Streicher (2023): Makroökonomische Effekte einer Arbeitszeitanpassung in Österreich. In: Wirtschaft und Gesellschaft, Jg. 49, H. 3, S. 51-77. DOI:10.59288/wug493.196
Abstract
"Der Artikel untersucht die sektoralen und gesamtwirtschaftlichen Effekte veränderter Erwerbsarbeitszeiten in Österreich. Ausgangspunkt der Analyse ist ein (hypothetisches) Szenario, in dem mittels kollektivvertraglicher und betrieblicher Regelungen die Arbeitszeit der unselbstständig Beschäftigten so verändert wird, dass sie den individuellen Wünschen entspricht. Die Veränderung der Arbeitszeit wird dabei aus Mikrodaten (Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung) unter der Annahme berechnet, dass alle Beschäftigten ihre Arbeitszeit auf das präferierte Maß reduzieren oder ausweiten. Daraus wird die durchschnittliche Veränderung der Arbeitszeit je Sektor berechnet und als Ausgangspunkt für die Abschätzung der gesamtwirtschaftlichen Effekte verwendet. Insgesamt beträgt die gewünschte Veränderung der wöchentlichen Normalarbeitszeit laut Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2019 –1,2 Stunden (–3,3 %). Gesamtwirtschaftlich ergeben sich durch die Arbeitszeitveränderung - je nach Szenario - Effekte auf die Beschäftigung von 1 % bis 2 %. Das BIP sinkt in allen Szenarien um weniger als 1 %." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Employer Wage Subsidy Caps and Part-Time Work (2023)
Zitatform
Elvery, Joel A., C. Lockwood Reynolds & Shawn M. Rohlin (2023): Employer Wage Subsidy Caps and Part-Time Work. In: ILR review, Jg. 76, H. 1, S. 189-209. DOI:10.1177/00197939221102865
Abstract
"Using tract-level US Census data and triple-difference estimators, the authors test whether firms increase their use of part-time workers when faced with capped wage subsidies. By limiting the maximum subsidy per worker, such subsidies create incentives for firms to increase the share of their payroll that is eligible for the subsidy by increasing use of part-time or low-wage workers. Results suggest that firms located in federal Empowerment Zones in the United States responded to the program’s capped wage subsidies by expanding their use of part-time workers, particularly in locations where the subsidy cap is likely to bind. Results also show a shift toward hiring lower-skill workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Lebensarbeitszeit im internationalen Vergleich: Die Bedeutung der Silver Worker für die Fachkräftesicherung (2023)
Zitatform
Enste, Dominik H., Martin Werding & Julia Hensen (2023): Lebensarbeitszeit im internationalen Vergleich. Die Bedeutung der Silver Worker für die Fachkräftesicherung. (Studie / Roman Herzog Institut 38), München, 39 S.
Abstract
"Viele Menschen würden gern weniger arbeiten und früher in Rente gehen. Allerdings passt dieser persönliche Wunsch nicht zur alternden Gesellschaft in Deutschland. Um den Mangel an Fach- und Arbeitskräften abzuschwächen und die Finanzierung der gesetzlichen Altersvorsorge zu stabilisieren, müsste die Lebensarbeitszeit vielmehr steigen. Wie dies gehen kann, welche Potenziale in den sogenannten Silver Workern – den 65- bis 69-Jährigen – liegen und wie Deutschland im internationalen Vergleich dasteht, damit beschäftigen sich Dominik H. Enste, Martin Werding und Julia Hensen in dieser RHI-Studie. Als empirische Basis dazu vergleichen die Autor*innen die Lebensarbeitszeit in Deutschland mit der in anderen OECD-Staaten. Sie zeigen – auch anhand von Best-Practice-Beispielen aus anderen Ländern –, wie sich Potenziale heben und das Arbeitsvolumen steigern ließen. Zudem plädieren sie dafür, die Erwerbsphase zu verlängern, indem das gesetzliche Renteneintrittsalter automatisch an die höhere Lebenserwartung wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Does work time reduction improve workers' well-being? Evidence from global four-day workweek trials (2023)
Zitatform
Fan, Wen, Juliet Schor, Orla Kelly & Guolin Gu (2023): Does work time reduction improve workers' well-being? Evidence from global four-day workweek trials. (SocArXiv papers), 46 S. DOI:10.31235/osf.io/7ucy9
Abstract
"Time spent on the job is a fundamental aspect of working conditions that influences many aspects of individuals’ lives. In this ground-breaking research, we study how an organization-wide four-day workweek Intervention - with no reduction in pay - affects workers’ well-being. Participating organizations undergo pre-trial work reorganisation to improve efficiency and collaboration, followed by a six-month four-day workweek trial. Based on data collected from 2,134 employees in 123 organizations before and after the trial, we find that the trial leads to improvements in multiple measures of subjective well-being, including burnout, job satisfaction, positive affect, mental health, and physical health. Larger reductions in individuals' weekly hours predict greater gains in well-being outcomes. Mediation analysis indicates that three factors significantly contribute to the relationship between reduced working hours and increased well-being: improvements in self-reported work ability, reductions in sleep problems, and decreased levels of fatigue." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Impact of Right-to-Work Laws on Long Hours and Work Schedules (2023)
Zitatform
Gihleb, Rania, Osea Giuntella & Jian Qi Tan (2023): The Impact of Right-to-Work Laws on Long Hours and Work Schedules. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16588), Bonn, 59 S.
Abstract
"Unions play a crucial role in determining wages and employment outcomes. However, union bargaining power may also have important effects on non-pecuniary working conditions. We study the effects of right-to-work laws, which removed agency shop protection and weakened union powers on long hours and non-standard work schedules that may adversely affect workers' health and safety. We exploit variation in the timing of enactment across US states and compare workers in bordering counties across adopting states and states that did not adopt the laws yet. Using the stacked approach to difference-in-differences estimates proposed by Cengiz et al. (2019), we find evidence that right-to-work laws increased the share of workers working long hours by 6%, while there is little evidence of an impact on hourly wages. The effects on long hours are larger in more unionized sectors (i.e. construction, manufacturing, and transportation). While the likelihood of working non-standard hours increases for particular sectors (education and public administration), there is no evidence of a significant increase in the overall sample." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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