Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Wer wagt, gewinnt - Gilt das für die eigene Arbeitszeit?: Motive der Arbeitszeitentscheidung und Auswirkungen atypischer Arbeitszeit bei Schichtarbeitenden in der Industrie (2022)
Pürling, Meike; Schramm, Florian;Zitatform
Pürling, Meike (2022): Wer wagt, gewinnt - Gilt das für die eigene Arbeitszeit? Motive der Arbeitszeitentscheidung und Auswirkungen atypischer Arbeitszeit bei Schichtarbeitenden in der Industrie. Hamburg, 265 S.
Abstract
"Die vorliegende Dissertation untersucht die Arbeitszeitentscheidung und die Auswirkungen atypischer Arbeitszeit bei Schichtarbeitenden in der Industrie. Auf Basis qualitativer Interviewdaten werden die Motive der Entscheidung für oder gegen eine fakultative Vier-Tage-Woche mit regelmäßiger Samstagsarbeit herausgearbeitet. Im weiteren Verlauf wird untersucht, wie sich Zufriedenheit, Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben sowie gesundheitliche Selbstwahrnehmung bei freiwilligen und verpflichteten Beschäftigten im atypischen Arbeitszeitmodell entwickeln. Darüber hinaus werden anhand eines Pilotprojektes zur Einführung von Gleitzeit in Schichtarbeit die Bedürfnisse von Schichtarbeitenden zur selbstbestimmten Arbeitszeitflexibilisierung untersucht." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Trajectories of Worktime Control From Midlife to Retirement and Working Beyond Retirement Age (2022)
Virtanen, Marianna ; Kauppi, Maarit ; Vahtera, Jussi ; Myllyntausta, Saana ; Prakash, K. C.; Stenholm, Sari ; Ervasti, Jenni ; Kivimäki, Mika ; Pentti, Jaana;Zitatform
Virtanen, Marianna, Saana Myllyntausta, Maarit Kauppi, Mika Kivimäki, Jaana Pentti, Jenni Ervasti, K. C. Prakash, Jussi Vahtera & Sari Stenholm (2022): Trajectories of Worktime Control From Midlife to Retirement and Working Beyond Retirement Age. In: Work, Aging and Retirement, Jg. 8, H. 3, S. 273-281. DOI:10.1093/workar/waab023
Abstract
"The extent to which long-term individual-oriented flexibility in working hours is associated with working beyond retirement age is not known. The aims of the present study were to identify trajectories of worktime control (WTC) and to examine whether the membership of WTC trajectories was associated with working beyond individual’s pensionable age. A total of 1,953 older employees participated in the study and had data up to 16 years before pensionable age. Group-based latent trajectory modeling was used to identify WTC trajectories and Cox proportional hazard regression models were used to examine the associations of WTC trajectories with duration of employment. Seven trajectories described WTC: “Stable very low” (7%), “Stable low” (21%), “Declined” (12%), “Stable mid-low” (28%), “Improved” (10%), “Stable high” (16%), and “Stable very high” (5%). When compared with the lowest WTC trajectory groups, trajectories of “Stable high/very high” (hazard ratio [HR] 1.34, 95% confidence interval [CI] 1.17–1.54) and “Improved” WTC (HR 1.49, 95% CI 1.25–1.78) were associated with longer duration of employment. Although the memberships of the “Stable high/very high” and “Improved” WTC trajectories correlated with gender, marital status, occupational position, and self-rated health, the association between WTC and duration of employment was not fully confounded or mediated by these factors. These findings support the hypothesis that having improved or constantly high control over working times from midlife to retirement age may prolong working lives at retirement age." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
BAuA-Arbeitszeitbefragung: Vergleich 2015 - 2017 - 2019 (2021)
Zitatform
Backhaus, Nils, Anne Marit Wöhrmann & Anita Tisch (2021): BAuA-Arbeitszeitbefragung: Vergleich 2015 - 2017 - 2019. (baua: Bericht), Dortmund ; Berlin ; Dresden, 105 S. DOI:10.21934/baua:bericht20201217
Abstract
"Mit der SARS-CoV-2-Epidemie haben sich die Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigter massiv verändert. Auch bei der Arbeitszeitgestaltung bzw. bei der Arbeit von zuhause werden bereits erste Verschiebungen berichtet. Der vorliegende Bericht fokussiert den Status Quo vor der Pandemie und gibt einen Überblick über die Gestaltung von Arbeitszeiten im Hinblick auf die Länge, Lage und Flexibilität von Arbeitszeiten im Jahr 2019. Zusätzlich wird der Aspekt der Telearbeit bzw. Homeoffice im Bericht berücksichtigt. Dabei werden die Ergebnisse der BAuA-Arbeitszeitbefragungen 2015, 2017 und 2019 zusammengetragen, um Trends und Veränderungen zu beschreiben. In einem Exkurs steht zudem das Arbeitszeitmuster von Beschäftigten in sogenannten „versorgungsrelevanten Berufen“ im Mittelpunkt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Länge der Arbeitszeit insgesamt kaum verändert hat, wobei Teilzeitbeschäftigte über die Zeit geringfügig länger, Vollzeitbeschäftigte durchschnittlich etwas kürzer arbeiten. Besonders auffällig ist ein zunehmender Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten. Die Lage der Arbeitszeit, d. h. atypische Arbeitszeiten wie Schicht- und Nachtarbeit und Arbeit am Wochenende, haben sich nicht verändert. Bei der Flexibilität hingegen ist 2019 eine Zunahme der Flexibilitätsmöglichkeiten bzw. zeitlichen Handlungsspielräume der Beschäftigten zu beobachten. Im Vergleich zu 2015 hat auch die Verbreitung von Arbeitszeitkonten zugenommen. Bereits vor der SARS-CoV-2-Epidemie konnte auch ein kontinuierlicher Anstieg von Telearbeit bzw. Homeoffice über die drei Befragungszeitpunkte beobachtet werden. Die Arbeitszeitmuster der Beschäftigten in versorgungsrelevanten Berufen zeichnen sich vor allem durch ungünstige bzw. atypische Arbeitszeitlagen, hohe Anforderungen an die Flexibilität, verkürzte Ruhezeiten und wenig zeitliche Handlungsspielräume aus. Dies wird vor dem Hintergrund belastender Arbeitsbedingungen während der SARS-CoV-2-Epidemie noch einmal ausführlich diskutiert. Insgesamt zeigt sich, dass sich viele Arbeitszeitbedingungen nicht verändert haben. Eine zunehmende Zahl der Vollzeitbeschäftigten wünscht sich jedoch kürzere Arbeitszeiten. Da davon auszugehen ist, dass die SARS-CoV-2-Epidemie nachhaltige Auswirkungen auf das Arbeitszeitgeschehen in Deutschland nehmen kann, wird die BAuA-Arbeitszeitberichterstattung die Arbeitszeitgestaltung während und nach der SARS-CoV-2-Epidemie vertiefend untersuchen. Hierzu werden im vorliegenden Bericht erste Befunde und Hypothesen zu langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Unter- und Überbeschäftigung am deutschen Arbeitsmarkt: Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (2021)
Zitatform
Blömer, Maximilian Joseph, Johanna Garnitz, Laura Gärtner, Andreas Peichl & Helene Strandt (2021): Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Unter- und Überbeschäftigung am deutschen Arbeitsmarkt. Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. (Ifo-Forschungsberichte 119), München, 60 S.
Abstract
"Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Vollzeitbeschäftigte aufgrund von deutlich stärkeren arbeitszeitlichen Restriktionen häufiger von Überbeschäftigung betroffen sind als Teilzeitbeschäftigte. Außerdem ist die wöchentliche Arbeitszeitdiskrepanz bei Frauen im Durchschnitt größer als bei Männern. Weiterhin stellen wir fest, dass eine strengere Restriktion bei der Realisierung des Arbeitszeitwunschs nicht grundsätzlich durch ein Kind hervorgerufen wird, sondern insbesondere durch institutionelle Faktoren wie der Mangel an oder die zu hohen Kosten einer passenden Kinderbetreuung. So haben insbesondere Mütter bei unzureichenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten deutliche Schwierigkeiten, ihre gewünschte Arbeitszeit zu realisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Unter- und Überbeschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt (2021)
Zitatform
Blömer, Maximilian, Johanna Garnitz, Laura Gärtner, Andreas Peichl & Helene Strandt (2021): Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Unter- und Überbeschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gütersloh, 47 S. DOI:10.11586/2021019
Abstract
"Die vorliegende Studie ist der Frage gewidmet, wie sich verschiedene demografische, sozioökonomische und persönliche Faktoren auf die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen und der gewünschten wöchentlichen Arbeitszeit eines Individuums auswirken. Die Untersuchung von Arbeitszeitdiskrepanzen ist insbesondere im Kontext bestehender Unter- und Überbeschäftigung relevant. Männer arbeiten im Durchschnitt neun Stunden pro Woche mehr als Frauen. Dabei möchten mehr Männer als Frauen ihre Arbeitszeit reduzieren und andererseits mehr Frauen als Männer ihre Arbeitszeit ausweiten. Damit besteht Potenzial zur Angleichung der Arbeitszeiten zwischen den Geschlechtern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
"Nine to Five" war gestern: In der Pandemie haben viele Beschäftigte ihre Arbeitszeiten verlagert (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2021)
Zitatform
Frodermann, Corinna, Philipp Grunau, Susanne Wanger & Stefanie Wolter (2021): "Nine to Five" war gestern: In der Pandemie haben viele Beschäftigte ihre Arbeitszeiten verlagert (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 20.07.2021, o. Sz.
Abstract
"Während der Covid-19-Pandemie haben sich Arbeitsalltag und Arbeitszeiten vieler Beschäftigter verändert. Stärker noch als für den Umfang gilt dies für die Lage der Arbeitszeit. Insbesondere Mütter und Beschäftigte im Homeoffice arbeiteten stärker als vor der Pandemie auch am Wochenende oder abends." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Homeoffice in Zeiten von Corona: Nutzung, Hindernisse und Zukunftswünsche (2021)
Zitatform
Frodermann, Corinna, Philipp Grunau, Georg-Christoph Haas & Dana Müller (2021): Homeoffice in Zeiten von Corona: Nutzung, Hindernisse und Zukunftswünsche. (IAB-Kurzbericht 05/2021), Nürnberg, 11 S.
Abstract
"Als Reaktion auf den Ausbruch der Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020 verlagerte sich die Arbeit für viele Erwerbstätige – erstmalig oder verstärkt – ins Homeoffice. Zwei aktuelle Onlinebefragungen des IAB zeigen, in welchem Ausmaß sich die Homeoffice-Nutzung in Deutschland seit der Pandemie verändert hat, welche Hindernisse dabei abgebaut wurden und wie sich Beschäftigte die eigene Homeoffice-Nutzung in der Zukunft vorstellen. Zu Beginn der Pandemie arbeiteten 81 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die nach eigener Einschätzung die Möglichkeit dazu hatten, ganz oder teilweise von zu Hause. Die große Mehrheit der Homeoffice-Nutzenden ist mit dessen aktuellem Umfang zufrieden, rund 60 Prozent nehmen Homeoffice als hilfreich und als wenig oder nicht belastend wahr und die meisten Beschäftigten im Homeoffice empfinden ihre Arbeit als effizienter als vor der Pandemie. Nur wenige wünschen sich für die Zeit nach der Pandemie eine komplette Rückkehr zum Präsenzbetrieb." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Frodermann, Corinna ; Grunau, Philipp ; Haas, Georg-Christoph ; Müller, Dana ;Weiterführende Informationen
- Gewünschter Umfang von Homeoffice für die Zeit nach der Pandemie
- Hindernisse bei der Homeoffice-Nutzung im zeitlichen Verlauf
- Homeoffice-Biografien von Männern und Frauen zwischen 2017 und 2020
- Wahrnehmung von Homeoffice zwischen hilfreich und belastend
- Wöchentliche Arbeitszeit im Homeoffice im Verhältnis zur insgesamt geleisteten Arbeitszeit
- Relative Effizienz der Arbeit im Verlauf der Pandemie gegenüber der Zeit davor
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Literaturhinweis
Working Time Mismatch and Job Satisfaction: The Role of Employees' Time Autonomy and Gender (2021)
Zitatform
Grund, Christian & Katja Rebecca Tilkes (2021): Working Time Mismatch and Job Satisfaction. The Role of Employees' Time Autonomy and Gender. (IZA discussion paper 14732), Bonn, 36 S.
Abstract
"Evidence shows that working time mismatch, i.e. the difference between actual and desired working hours, is negatively related to employees’ job satisfaction. Using longitudinal data from the German Socio-Economic Panel, we examine the potential moderating effect of working time autonomy on this relation and we also consider the corresponding role of gender. First, individual fixed effects panel estimations reaffirm both the negative link of working hours mismatch and the positive relation of working time autonomy to employees’ job satisfaction. Second, our results show a positive moderating relation of working time autonomy on the link between mismatch and job satisfaction. Third, our analyses hint at gender-specific differences: particularly women seem to benefit from the moderation role of working time autonomy" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
When parents wish to reduce their work hours: Does sorting into occupations and work organizations explain gender differences in working-time adjustments? (2021)
Zitatform
Lükemann, Laura (2021): When parents wish to reduce their work hours: Does sorting into occupations and work organizations explain gender differences in working-time adjustments? In: Journal of Family Research, Jg. 33, H. 3, S. 637-673. DOI:10.20377/jfr-496
Abstract
"Fragestellung: Diese Studie untersucht, ob die Sortierung von Männern und Frauen mit Kindern in Berufe und Arbeitsorganisationen zu Geschlechterunterschieden in der Wahrscheinlichkeit beiträgt, ihre Arbeitszeiten zu reduzieren. Hintergrund: Während Mütter ihre Arbeitszeit verringern, um Berufs- und Privatleben zu vereinbaren, möchten auch Väter zunehmend weniger Stunden arbeiten, stoßen dabei aber auf Hindernisse. Diskrepanzen zwischen gewünschter und tatsächlicher Arbeitszeit von Eltern werfen die Frage auf, ob die Realisierung von Arbeitszeitreduktionen bei Vätern durch ihre Beschäftigung in zeitlich fordernden Berufen und/oder Arbeitsorganisationen eingeschränkt wird. Methode: Unter Verwendung deutscher Linked-Employer-Employee-Daten wurden kreuzklassifizierte Mehrebenenmodelle berechnet, um Geschlechterunterschiede in der Wahrscheinlichkeit der Arbeitszeitreduktion von Eltern zu analysieren. Unter Einbeziehung von Indikatoren der Geschlechtersegregation wurde untersucht, ob Unterschiede in der Arbeitszeitreduktion von vollzeitbeschäftigten Müttern und Vätern durch ihre Sortierung in unterschiedliche Arbeitskontexte (Berufe/Arbeitsorganisationen) getrieben sind. Ergebnisse: Die Ergebnisse bestätigen, dass vollzeitbeschäftigte Mütter eher ihre Arbeitszeit reduzieren als vollzeitbeschäftigte Väter. Während Berufe kaum eine Rolle für Arbeitszeitanpassungen spielen, trägt der Arbeitskontext teilweise zur Variation der Arbeitszeitreduzierung von Eltern bei. Weder die geschlechtsspezifische Sortierung in Berufe noch die Sortierung in Arbeitsorganisationen erklären jedoch die Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit, dass Mütter und Väter ihre Arbeitszeit reduzieren. Schlussfolgerung: Es wird geschlussfolgert, dass die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Arbeitszeitreduzierung deutscher Eltern eher auf traditionelle Geschlechternormen reagieren, als dass sie durch die unterschiedlichen Berufe oder Arbeitsorganisationen, in die sich Mütter und Väter einsortieren, beeinflusst werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexible Arbeitszeiten zwischen Selbst- und Fremdbestimmung: Work-Life-Balance in Zeiten des Homeoffice (2021)
Messal, Michael; Dommes, Marc; Schwunk, Felix;Zitatform
Messal, Michael, Marc Dommes & Felix Schwunk (2021): Flexible Arbeitszeiten zwischen Selbst- und Fremdbestimmung. Work-Life-Balance in Zeiten des Homeoffice. In: Ökologisches Wirtschaften, Jg. 36, H. 1, S. 38-43. DOI:10.14512/OEW360138
Abstract
"Welche Herausforderungen entstehen im Zuge einer flexiblen und zeitgemäßen Gestaltung der Arbeitszeit? Anhand von innovativen Instrumenten wurden die zentralen Aspekte bei der Umsetzung von Arbeitszeitmodellen identifiziert. Der Befähigung von Mitarbeitenden und Führungskräften zum entgrenzten Arbeiten kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Einfluss von zeit- und ortsflexibler Arbeit auf die Arbeitgeberattraktivität (2021)
Zitatform
Schmoll, René & Stefan Süß (2021): Der Einfluss von zeit- und ortsflexibler Arbeit auf die Arbeitgeberattraktivität. In: Personal quarterly, Jg. 73, H. 1, S. 18-23.
Abstract
"Forschungsfrage: Wie wirkt sich das Angebot von zeit- und/oder ortsflexibler Arbeit auf die wahrgenommene Arbeitgeberattraktivität aus? Methodik: szenariobasierte Experimentalstudie Praktische Implikationen: Das Angebot von zeit- und ortsflexibler Arbeit bietet erhebliche Potenziale, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Bietet ein Unternehmen sowohl zeitliche als auch örtliche Flexibilität an, sollte dies im Rahmen des Rekrutierungsprozesses dezidiert herausgestellt werden, um von den additiven Effekten zu profitieren." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Haufe-Lexware)
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Literaturhinweis
The creation and resolution of discrepancies between preferred and actual working hours over the life course (2021)
Zitatform
Zimmert, Franziska & Enzo Weber (2021): The creation and resolution of discrepancies between preferred and actual working hours over the life course. In: Applied Economics, Jg. 53, H. 42, S. 4899-4916., 2021-02-22. DOI:10.1080/00036846.2021.1912279
Abstract
"This article contributes to the analysis of working hour discrepancies, i.e., under- and overemployment, by exploring how they emerge and resolve with special consideration of the household context. It uses a rich longitudinal data set, the German Socio-economic Panel, for a discrete duration analysis controlling for unobserved heterogeneity. We focus on the most relevant household and job characteristics. Findings suggest that job autonomy plays a crucial role in the creation and resolution of discrepancies. We especially contribute to previous studies by also examining path dependence and find that both the creation and resolution of discrepancies are characterized by positive duration dependence but by negative occurrence dependence." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
His and her working hours and well-Being in Germany: A longitudinal crossover-spillover analysis (2020)
Zitatform
Florean, Daniele & Henriette Engelhardt (2020): His and her working hours and well-Being in Germany: A longitudinal crossover-spillover analysis. In: Journal of Family Research, Jg. 32, H. 2, S. 249-273. DOI:10.20377/jfr-372
Abstract
"Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Arbeitsstunden und Wohlbefinden bei verheirateten und unverheirateten Personen auf Paarebene. Auf Grundlage von Daten aus dem German Socio-Economic Panel Survey (SOEP) untersuchen wir, wie das individuelle Wohlbefinden der Befragten und ihrer Partner von der geleisteten Anzahl an Arbeitsstunden beeinflusst wird. Wir untersuchen auch mögliche Übertragungsmechanismen zwischen den beiden Variablen, nämlich das Einkommen, die Stunden, die mit Hausarbeit und Betreuungsarbeit verbracht werden, und eine mögliche Diskrepanz zwischen gewünschten und tatsächlichen Stunden. Mit Hilfe eines hybriden Panelmodells finden wir Ansatzpunkte für geschlechtsabhängige Zusammenhänge: Frauen berichten keine andere oder eine geringere Zufriedenheit, wenn sich die Arbeitszeit ihres Partners erhöht, und dasselbe gilt für Männer. Die eigene Arbeitszeit hat jedoch einen kleinen, nicht signifikanten positiven Effekt auf die Lebenszufriedenheit von Männern, wohingegen sie für Frauen den gegenteiligen Effekt hat. Das Vorhandensein von kleinen Kindern im Haushalt unter Kontrolle des Einkommens untermauern diese Ergebnisse. Wir schließen daraus, dass die Befragten zufriedener sind, wenn ihr Verhalten und das Verhalten ihres Partners den traditionellen Rollen, wo die Frau den Haushalt führt und der Mann der Haupternährer der Familie ist, entspricht. Das Fehlen eines starken Zusammenhangs bzgl. aktueller und gewünschter Zeit weist zusätzlich daraufhin, dass die Ergebnisse mit traditionellen Einstellungen hinsichtlich der Geschlechterrollen und der Erwerbsbeteiligung von Frauen zusammenhängen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Gender Gap in Time Allocation in Europe (2020)
Zitatform
Giménez-Nadal, J. Ignacio & José Alberto Molina (2020): The Gender Gap in Time Allocation in Europe. (IZA discussion paper 13461), 42 S.
Abstract
"This article explores the gender gap in time allocation in Europe, offering up-to-date statistics and information on several factors that may help to explain these differences. Prior research has identified several factors affecting the time individuals devote to paid work, unpaid work, and child care, and the gender gaps in these activities, but most research refers to single countries, and general patterns are rarely explored. Cross-country evidence on gender gaps in paid work, unpaid work, and child care is offered, and explanations based on education, earnings, and household structure are presented, using data from the EUROSTAT and the Multinational Time Use Surveys. There are large cross-country differences in the gender gaps in paid work, unpaid work, and child care, which remain after controlling for socio-demographic characteristics, although the gender gap in paid work dissipates when the differential gendered relationship between socio-demographic characteristics and paid work is taken into account. This paper provides a comprehensive analysis of gender gaps in Europe, helping to focus recent debates on how to tackle inequality in Europe, and clarifying the factors that contribute to gender inequalities in the uses of time." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Macroeconomic Determinants of Involuntary Part-Time Employment in Germany (2020)
Zitatform
Markefke, Theresa & Rebekka Rehm (2020): Macroeconomic Determinants of Involuntary Part-Time Employment in Germany. (Working paper series in economics / Universität zu Köln 103), Köln, 41 S.
Abstract
"In times of economic crisis, employers in the US and UK reduce their employees' working hours, which results in a higher incidence of involuntary part-time work (IVPT). German labor market regulations make hours adjustments more difficult as employers need employees' consent. Against the background of this institutional difference, we use a panel regression frame- work that exploits federal state level variation to investigate the influence of cyclical, structural and institutional factors on the incidence of IVPT in Germany. In most sectors, unemployment is a key driver of IVPT. Since unilateral downward hours adjustments are hampered by regulation, we investigate the relevance of different channels that potentially explain the positive influence of unemployment on IVPT. It mainly stems from shifts in bargaining positions over the business cycle and from added labor supply on the intensive margin, that is, extended supply of already employed workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Men Lose Life Satisfaction with Fewer Hours in Employment: Mothers Do Not Profit from Longer Employment: Evidence from Eight Panels (2020)
Zitatform
Schröder, Martin (2020): Men Lose Life Satisfaction with Fewer Hours in Employment: Mothers Do Not Profit from Longer Employment. Evidence from Eight Panels. In: Social indicators research, Jg. 152, H. 1, S. 317-334. DOI:10.1007/s11205-020-02433-5
Abstract
"This article uses random and fixed effects regressions with 743,788 observations from panels of East and West Germany, the UK, Australia, South Korea, Russia, Switzerland and the United States. It shows how the life satisfaction of men and especially fathers in these countries increases steeply with paid working hours. In contrast, the life satisfaction of childless women is less related to long working hours, while the life satisfaction of mothers hardly depends on working hours at all. In addition, women and especially mothers are more satisfied with life when their male partners work longer, while the life satisfaction of men hardly depend on their female partners' work hours. These differences between men and women are starker where gender attitudes are more traditional. They cannot be explained through differences in income, occupations, partner characteristics, period or cohort effects. These results contradict role expansionist theory, which suggests that men and women profit similarly from moderate work hours; they support role conflict theory, which claims that men are most satisfied with longer and women with shorter work hours." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Desired hours worked over the business cycle: stylised facts for European countries (2020)
Tuda, Dora;Zitatform
Tuda, Dora (2020): Desired hours worked over the business cycle: stylised facts for European countries. (Trinity economics papers 1320), Dublin, 37 S.
Abstract
"This paper documents stylised facts on desired hours per employed worker in European countries and identifies the effect of recessions on desired hours. Actual hours worked are usually used to estimate preferences on the labour market. However, actual hours are constrained by labour demand and therefore measure hours worked in the general equilibrium. Descriptive statistics from EU Labour Force Survey show that desired hours are countercyclical and that the underemployment gap increases due to higher desired hours worked of employed individuals. I identify the effect of recessions on desired hours using variation in regional unemployment rates from 2000 to 2017. I find that a 1 percentage point higher unemployment rate increases desired hours, on average, by 2 - 8 hours on a yearly level (3 - 5 minutes in the reference week). The results offer a lower bound estimate for the whole sample period of booms and busts. To narrow the sample period, I use a panel of individuals from the French LFS (EEC) and find even bigger effects. In France, from 2007q4 to 2009q1, an increase in regional unemployment rate by 1 percentage point increases desired hours by 1.6 hours in the reference week. Bottom decile of the income distribution significantly increases desired hours in all countries, suggesting an income effect labour supply response in recessions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
11 Thesen zur Arbeitszeit der Zukunft: Positionspapier (2020)
Abstract
"Die Corona-Pandemie hat der Flexibilisierung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes einen enormen Entwicklungsschub gebracht. Unternehmen und Beschäftigte haben viel ausprobiert und dazu gelernt. In diesem Zusammenhang steht die Frage: Wie soll sie aussehen, die Arbeitszeit der Zukunft? Das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft hat 11 Thesen zu den zukünftigen Herausforderungen und Potenziale einer flexiblen, gesundheits- und bedarfsgerechten Arbeitszeitgestaltung erarbeitet. Dominant über allen Thesen steht: "Traditionelle Arbeitszeitmodelle stoßen an ihre Grenzen. Eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten ist gewünscht und notwendig."" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitwünsche bleiben häufig unerfüllt: Viele Beschäftigte würden gern mehr oder weniger arbeiten – zum Teil hält die Unzufriedenheit über unerfüllte Arbeitszeitwünsche über Jahre an (2020)
Zitatform
(2020): Arbeitszeitwünsche bleiben häufig unerfüllt. Viele Beschäftigte würden gern mehr oder weniger arbeiten – zum Teil hält die Unzufriedenheit über unerfüllte Arbeitszeitwünsche über Jahre an. In: Böckler Impuls H. 5, S. 6.
Abstract
"Nicht jeder Arbeitgeber lässt sich darauf ein, seinen Beschäftigten die Arbeitszeit zu ermöglichen, die am besten zur Lebenssituation passt. Dabei würden manche, etwa ältere Hochqualifizierte, die gewisse Einkommenseinbußen verkraften könnten, gern kürzer treten. Andere, zum Beispiel Frauen mit Halbtagsstelle, deren Kinder aus dem Gröbsten heraus sind, würden gern wieder länger arbeiten. Wie weit solche „Arbeitszeitdiskrepanzen“ verbreitet sind, ob sie nur vorübergehend oder dauerhaft bestehen und welche typischen Fälle es gibt, haben Tanja Schmidt, Wenzel Matiaske, Hartmut Seifert, Verena Tobsch und Elke Holst in einer Studie für die Hans-Böckler-Stiftung untersucht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Are flexible work arrangements associated with lower levels of chronic stress-related biomarkers?: A study of 6025 employees in the UK household longitudinal study (2019)
Zitatform
Chandola, Tarani, Cara L Booker, Meena Kumari & Michaela Benzeval (2019): Are flexible work arrangements associated with lower levels of chronic stress-related biomarkers? A study of 6025 employees in the UK household longitudinal study. In: Sociology, Jg. 53, H. 4, S. 779-799. DOI:10.1177/0038038519826014
Abstract
"Debates around the benefits of flexible work arrangements for employee well-being are limited by a lack of empirical analyses on whether flexible working enables employees with work or family stressors to cope with their levels of stress. This study examines whether the availability and use of different flexible work arrangements are associated with lower allostatic load (an index of chronic stress-related biomarkers) in a large representative study of UK adults. Male and female employees who made use of reduced hours working arrangements had lower levels of allostatic load. Among women caring for two or more children aged under 15, there was a difference of almost one unit of the allostatic load index (an additional biomarker risk) between women who used reduced hours flexible work and those without such arrangements. Reduced hours flexible work arrangements could enable women who combine work and family roles to reduce their levels of chronic stress." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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