Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland
Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Arbeitsmarktentwicklung
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktreport NRW 2009: Sonderbericht: Struktur und Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (2009)
Mertens, Andreas;Zitatform
Mertens, Andreas (2009): Arbeitsmarktreport NRW 2009. Sonderbericht: Struktur und Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Düsseldorf, 71 S.
Abstract
"In dem Report wird die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen hinsichtlich ihrer Strukturen und Entwicklungslinien von 1998 bzw. 2000 bis 2008 betrachtet. In den jeweiligen Bereichen werden mittels der aktuell verfügbaren Daten der Beschäftigtenstatistik Anteils- bzw. Veränderungswerte gebildet und auf vier Ebenen ausgewertet:
- Strukturen und Entwicklungen in NRW insgesamt,
- Strukturen und Entwicklungen im Vergleich zu den anderen Bundesländern,
- Strukturen und Entwicklungen auf der Ebene der 16 NRW-Regionen,
- Strukturen und Entwicklungen auf der Ebene der Kreise und kreisfreien Städte." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Analysen zur arbeitsmarktbedingten Abwanderung Jugendlicher: regionale Mobilität zur Verbesserung der Arbeitsmarktplatzierung von jungen Erwachsenen aus Berlin-Brandenburg (2009)
Seibert, Holger; Buch, Tanja;Zitatform
Seibert, Holger & Tanja Buch (2009): Analysen zur arbeitsmarktbedingten Abwanderung Jugendlicher. Regionale Mobilität zur Verbesserung der Arbeitsmarktplatzierung von jungen Erwachsenen aus Berlin-Brandenburg. In: W. Schubarth & K. Speck (Hrsg.) (2009): Regionale Abwanderung Jugendlicher : theoretische Analysen, empirische Befunde und politische Gegenstrategien, S. 111-133.
Abstract
Der Beitrag untersucht die regionale Mobilität von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die das Ziel der Verbesserung der Arbeitsmarktchancen verfolgt. Anhand theoretischer Erklärungsansätze und Registerdaten der Bundesagentur für Arbeit wird für die Region Berlin-Brandenburg zum einen analysiert, welche Strategien Jugendliche und junge Erwachsene im Umgang mit Arbeitsmarktrisiken verfolgen, und zum anderen, inwieweit eine regionale Mobilität zu einer Verbesserung der individuellen Arbeitsmarktplatzierung führt. Die Daten lassen hinsichtlich des Bildungsstandes erkennen, dass besonders gut Gebildete eine hohe Fortzugswahrscheinlichkeit aufweisen, und bezüglich des Erwerbsstatus, dass Arbeitslose über die geringste Fortzugswahrscheinlichkeit verfügen. Darüber hinaus zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass durch einen Fortzug aus der Region die Arbeitslosigkeit früher beendet werden kann und sich die berufliche Platzierung der Beschäftigten verbessert. Akademiker profitieren am stärksten von einem Wegzug, Personen mit einem Ausbildungsabschluss am wenigsten. (IAB)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Ein Jahr Krise auf dem deutschen Arbeitsmarkt (2009)
Abstract
"Seit dem Herbst 2008 wird die globale Wirtschaftskrise in den Arbeitsmarktdaten - vor allem bei der Kurzarbeit, aber auch bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und der Arbeitslosigkeit - sichtbar. Seither hat die Rezession Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt hinterlassen, angesichts der wirtschaftlichen Rahmendaten sind die Auswirkungen der Krise auf Erwerbstätigkeit, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Arbeitslosigkeit jedoch relativ moderat und insgesamt deutlich geringer als noch zu Beginn dieses Jahres erwartet. Besonders betroffen von der Krise waren die exportabhängigen Branchen und diejenigen Regionen, in denen viele Menschen in diesen Branchen beschäftigt sind. Außerdem hat die Krise frühe und deutliche Spuren bei der Zeitarbeit hinterlassen. Die Arbeitslosigkeit ist vor allem zum Jahresbeginn und in der Arbeitslosenversicherung stark gestiegen. Mittlerweile hat sich die Entwicklung wieder beruhigt. Stark angestiegen ist die Arbeitslosigkeit unter Jüngeren und Männern sowie bei regionaler Betrachtung in Westdeutschland. Die hohe Nutzung der Kurzarbeit ist einer der entscheidenden Faktoren dafür, dass sich die Wirtschaftskrise bislang vergleichsweise mild auf den deutschen Arbeitsmarkt ausgewirkt hat. Insbesondere im Süden und Westen Deutschlands wird Kurzarbeit stark eingesetzt. Besonders betroffen sind die Metallbranche, der Maschinenbau, sowie die Automobil- und Elektroindustrie. Die Nachfrage nach Arbeitskräften - ein klassischer Frühindikator des Arbeitsmarktes - hat schon sehr viel früher nachgelassen. Seit 2007 waren hier erste Anzeichen erkennbar. Aktuell stagniert die Arbeitskräftenachfrage auf niedrigem Niveau. Der deutsche Arbeitsmarkt hat die globale Wirtschaftskrise im internationalen Vergleich bislang gut verkraftet. Die Erwerbslosigkeit ist relativ moderat gestiegen. Trotz der aktuellen Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation deuten einzelne Frühindikatoren auf eine eher ungünstige Entwicklung am Arbeitsmarkt insbesondere im kommenden Jahr hin." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Statistisches Jahrbuch 2009 (2009)
Abstract
"Am Ende des Jahres präsentiert das Statistische Landesamt Bremen seine traditionelle Querschnittsveröffentlichung mit einer Fülle von Daten zur demografischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung im Lande Bremen: das Statistische Jahrbuch 2009. Die in 24 Kapiteln aufbereiteten Daten bilden eine Informationsgrundlage für alle, die im Lande Bremen auf der Basis von Fakten Entscheidungen treffen oder sich einfach nur informieren wollen. Die Daten werden ergänzt durch Erläuterungen zu den einzelnen Kapiteln sowie durch rund 50 Grafiken. Das Jahrbuch enthält Daten aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen, darunter zur Entwicklung der Bevölkerung und zu den Wahlergebnissen, zur Erwerbstätigkeit, zum Produzierenden Gewerbe, zu Handel, Tourismus und Dienstleistungen, zum Verkehr, zur Rechtspflege und zum Bildungs- und Gesundheitswesen, zu Finanzen und Steuern, zur Preisentwicklung und zur Umwelt. Abgerundet wird die Zusammenstellung durch einen Vergleich der Landesdaten mit den Daten der übrigen Bundesländer sowie der Daten der Stadt Bremen mit denjenigen der übrigen 12 größten deutschen Städte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Duale Ausbildung in Deutschland: Die Suche nach Lehrstellen macht junge Menschen mobil (2008)
Bogai, Dieter; Seibert, Holger; Wiethölter, Doris;Zitatform
Bogai, Dieter, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2008): Duale Ausbildung in Deutschland: Die Suche nach Lehrstellen macht junge Menschen mobil. (IAB-Kurzbericht 09/2008), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die Mobilität junger Menschen trägt dazu bei, regionale Ungleichgewichte auf dem Ausbildungsstellenmarkt in Deutschland auszugleichen. Auf Kreisebene wird das Pendeln vor allem durch die Stadt-Umland-Verflechtungen geprägt. Zwischen westdeutschen Flächenländern ist die Ausbildungsmobilität eher gering. Die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sind Pendlermagneten. In den 150 untersuchten Arbeitsmarktregionen ist die Mobilität der Auszubildenden insbesondere auf Unterschiede im Ausbildungsplatzangebot und in der Bevölkerungsdichte zurückzuführen. Regionen mit gutem Ausbildungsplatzangebot und hoher Bevölkerungsdichte haben einen Überschuss an einpendelnden Auszubildenden. Ist das Ausbildungsplatzangebot niedrig und die Region dünn besiedelt, überwiegen die Auspendler. Ostdeutsche Jugendliche müssen wegen der größeren Versorgungslücke meist längere Wege zum Ausbildungsplatz in Kauf nehmen als westdeutsche. Sinkende Bewerberzahlen und die nach wie vor große Zahl an außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen im Osten könnten aber die Situation dort entspannen und den Mobilitätsdruck senken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliche Pendlerdistanzen von Auszubildenden nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Relatives Ausbildungsplatzangebot nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Gewichtete Pendlersalden von sozialversicherungspflichtigen Auszubildenden nach Arbeitsmarktregionen 2006
- Bevölkerungsdichte nach Arbeitsmarktregionen 2005
- Zusammenhang zwischen Ausbildungsplatzangebot bzw. Bevölkerungsdichte und dem Durchschnitt der zurückgelegten Distanzen von Auspendlern aus der jeweiligen Arbeitsmarktregion
- Zusammenhang zwischen Ausbildungsplatzangebot bzw. Bevölkerungsdichte und dem gewichteten Pendlersaldo in den 150 deutschen Arbeitsmarktregionen
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt für Jüngere in Berlin und Brandenburg: eine Analyse des regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes (2008)
Bogai, Dieter; Partmann, Michael;Zitatform
Bogai, Dieter & Michael Partmann (2008): Der Arbeitsmarkt für Jüngere in Berlin und Brandenburg. Eine Analyse des regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Berlin-Brandenburg 01/2008), Nürnberg, 54 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation der Jugendlichen in Berlin und Brandenburg hat sich 2007 etwas gebessert. Gleichwohl schlagen sich die wirtschaftliche Schwäche der Region und das hohe Arbeitsplatzdefizit besonders stark bei den Berufseinsteigern nieder. Die Jugendarbeitslosenquote in dieser Region ist mit 16,5 Prozent in Berlin und 15,4 Prozent in Brandenburg deutlich höher als in anderen Bundesländern. Die aktuelle Verbesserung ist zum großen Teil der guten konjunkturellen Entwicklung und in Brandenburg der demografisch bedingt geringeren Zahl von Jugendlichen zuzuschreiben. Auf dem Ausbildungsstellenmarkt hat sich die Lücke zwischen Ausbildungsnachfrage und -angebot deutlich verringert. Dennoch fehlten 2007 zur Deckung der Nachfrage über 4.000 Ausbildungsplätze. Auf der anderen Seite ist die Zahl der unbesetzt gebliebenen Ausbildungsstellen auf fast 700 angestiegen. In Brandenburg ist die aktuelle Entspannung nicht durch zusätzliche Ausbildungsplätze, sondern durch sinkende Bewerberzahlen eingetreten. Eine zukünftige Entspannung auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt ist mit Blick auf die demografische Entwicklung absehbar, aber nicht selbstverständlich. Zentrale Bedeutung hat die berufliche Qualifizierung der Jugendlichen vor Ort, um einen drohenden Fachkräftemangel zu verhindern. Die vorliegende Studie soll die aktuelle Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt der 15- bis unter 25-Jährigen in Berlin und Brandenburg näher beleuchten. Dabei soll insbesondere auf die Besonderheiten wie den demografischen Wandel, der gerade die neuen Bundesländer in erhöhtem Maße betrifft, sowie auf die Integration von ausländischen Jugendlichen, die in Berlin besonders wichtig ist, eingegangen werden. Zu diesem Zweck wird zunächst die Situation auf dem Arbeitsmarkt skizziert. In einem weiteren Teil soll in ähnlicher Weise der Ausbildungsstellenmarkt untersucht werden, wobei zusätzlich verschiedene Indikatoren - Pendlerverflechtungen, Ausbildungsbeteiligung der Unternehmen, Verteilung der Auszubildenden auf die verschiedenen Berufsbereiche - in die Analyse mit einbezogen werden. Da der Wandel in der Bevölkerungsstruktur für die Region Berlin-Brandenburg ein besonderer Einflussfaktor ist, wird dieser Thematik ein weiterer Abschnitt gewidmet. In diesem Zusammenhang werden auch die prognostizierten Veränderungen der Bevölkerung in die Untersuchung einfließen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jenseits der Speckgürtel: Wanderungsabsichten von Schulabsolventen und der demographische Wandel im ländlichen Raum: das Beispiel des Landkreises Haßberge in Unterfranken (2008)
Chilla, Tobias; Morhardt, Tobias; Braun, Boris;Zitatform
Chilla, Tobias, Tobias Morhardt & Boris Braun (2008): Jenseits der Speckgürtel: Wanderungsabsichten von Schulabsolventen und der demographische Wandel im ländlichen Raum. Das Beispiel des Landkreises Haßberge in Unterfranken. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 66, H. 3, S. 260-270.
Abstract
"Die Abwanderung junger Erwachsener trifft ländliche Räume besonderes dann, wenn sie nicht durch Zuwanderung in Form von Suburbanisierung oder Ähnlichem kompensiert werden kann. Zugleich ist diese Altersgruppe von großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung, da das demographische, ökonomische und gesellschaftliche Prosperieren besonders von den heute jungen Bewohnern abhängt. Zugleich allerdings sind Berufseinsteiger auf dem heutigen dynamischen Arbeitsmarkt zu verstärkter Mobilität gezwungen. Der Beitrag analysiert die Motivationen von Schulabsolventen in Bezug auf ihre Wanderungsabsichten. Darauf aufbauend wird der Frage nachgegangen, welche politischen Einflussmöglichkeiten in den Regionen 'jenseits der Speckgürtel' angemessen sind. Ausgehend von den lokalen Besonderheiten sind in jedem Fall Maßnahmen zu kombinieren, die Familienpolitik, Regionalmarketing und (Aus-)Bildungspolitik betreffen. Die empirischen Befunde basieren auf einer Fallstudie im nordbayerischen Landkreis Haßberge." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mobilität von Auszubildenden in Niedersachsen und Bremen (2008)
Harten, Uwe;Zitatform
Harten, Uwe (2008): Mobilität von Auszubildenden in Niedersachsen und Bremen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Niedersachsen-Bremen 01/2008), Nürnberg, 52 S.
Abstract
"Im Rahmen dieser Studie werden Ausbildungspendler untersucht, d. h. die durch die Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung motivierte Mobilität von Jugendlichen. Mit Hilfe verschiedener Indikatoren, die aus Daten der Statistik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Bundesagentur für Arbeit und Datenmaterial des Statistischen Bundesamtes respektive der Statistischen Landesämter generiert wurden, werden beispielsweise regionale Ausbildungszentren in Niedersachsen und Bremen identifiziert. Im Anschluss daran erfolgt eine Analyse von Ausmaß, Richtung und Struktur von Pendlerbewegungen zwischen diesen und den umgebenden Regionen sowie Vergleiche mit anderen Bundesländern. Abschließend wird ein mögliches Konzept diskutiert, mit dessen Hilfe die im Flächenländervergleich zweitniedrigste Mobilitätsrate der niedersächsischen Auszubildenden gesteigert werden könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Harten, Uwe; -
Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Schleswig-Holstein (2008)
Kotte, Volker; Stöckmann, Andrea;Zitatform
Kotte, Volker & Andrea Stöckmann (2008): Ausbildungsmobilität in Schleswig-Holstein. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 03/2008), Nürnberg, 37 S.
Abstract
"Schleswig-Holstein ist hinsichtlich der regionalen Mobilität von Auszubildenden durch große Unterschiede gekennzeichnet. Als 'Auspendlerland' verlassen mehr junge Menschen für ihre Ausbildung Schleswig-Holstein als aus anderen Bundesländern einpendeln. Der Anteil der Auspendler an allen Auszubildenden mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein beträgt 12 %, umgekehrt erreichen die Einpendler einen Anteil an allen Auszubildenden in schleswigholsteinischen Betrieben von nur 9,8 %.
Betrachtet man die regionalen Strukturmuster genauer, so ist der Süden des Landes durch eine enge Verknüpfung mit der Hansestadt Hamburg charakterisiert. Über 84 % der Auspendler über die Landesgrenze absolvieren ihre Ausbildung in Hamburg - oder umgekehrt betrachtet: Nahezu jeder sechste Auszubildende in der Hansestadt kommt aus Schleswig-Holstein. Besonders ausgeprägt ist die landesübergreifende Mobilität bei den schulisch hoch Qualifizierten. Während der Anteil der Abiturienten unter den Auszubildenden in Schleswig-Holstein rund 11 % beträgt, liegt er unter den Auspendlern bei fast einem Drittel; ein Wert, der durch die Bedeutung Hamburgs als Handels- und Dienstleistungsmetropole stark beeinflusst sein dürfte. Neben der engen Verknüpfung mit Hamburg ist innerhalb des Landes ein typisches Stadt-Land-Gefälle zu beobachten. Die vier kreisfreien Städte Schleswig-Holsteins üben eine wichtige Ausbildungsfunktion für die benachbarten Kreise aus, rund jeder zweite Auszubildende in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg kommt aus dem Umland. Eher regionale Verflechtungen sind in den westlichen Landesteilen entlang der Nordseeküste zu beobachten. Die kreisübergreifende Mobilität ist hier deutlich unterdurchschnittlich, ein Umstand, der sicherlich auch mit dem Fehlen eines größeren Ballungsraumes in der Region zusammenhängt. Ein weiteres Strukturmerkmal ist, dass der Südosten Schleswig-Holsteins für die Ausbildungseinpendler aus Mecklenburg-Vorpommern eine hohe überregionale Bedeutung besitzt.
Neben diesen räumlichen Mustern fällt eine 'Geschlechtsspezifik' in der Berufs- und Branchenstruktur auf. Einerseits weisen die weiblichen Auszubildenden eine höhere räumliche Mobilität als ihre männlichen Pendants auf, andererseits ist ihr Berufs- und Branchenspektrum stark konzentriert. Während sich rund 45 % der männlichen Auszubildenden auf die zehn häufigsten Ausbildungsberufe des Landes konzentrieren, sind es bei den Frauen über 70 % - ein Strukturmuster, das sich auch bei den Aus- und Einpendler wiederfindet. Vergleichbares gilt für die Branchenstruktur: Der Anteil der Dienstleistungsbranchen beträgt unter den männlichen Auszubildenden mit Wohnsitz im Schleswig-Holstein rund 55 %, unter den weiblichen Auszubildenden sind es über 85 %." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in der Freien und Hansestadt Hamburg (2008)
Kotte, Volker;Zitatform
Kotte, Volker (2008): Ausbildungsmobilität in der Freien und Hansestadt Hamburg. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 02/2008), Nürnberg, 39 S.
Abstract
"Die Hansestadt Hamburg ist das bedeutendste Ausbildungszentrum in Norddeutschland. Über 13.000 Auszubildende im Dualen System pendeln täglich nach Hamburg ein, jeder Dritte Auszubildende wohnt nicht in der Hansestadt. Die Einpendler kommen nicht nur aus dem Hamburger Umland, sondern auch aus räumlich entfernten Regionen Norddeutschlands. Dabei kann der Hamburger Ausbildungsmarkt von einer überdurchschnittlichen schulischen Vorbildung der Einpendler profitieren. Während rund jeder vierte Hamburger Auszubildende über das Abitur verfügt, ist es unter den Ausbildungseinpendlern nahezu jeder Dritte. In den umliegenden Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen beträgt der Anteil der Abiturienten zwischen 11 und 15 %, in Mecklenburg-Vorpommern sogar nur rund 7 %. Dies ist umso bedeutsamer, als der demographische Wandel die Hansestadt vor neue Herausforderungen stellen wird. Der Rückgang der Schulabgängerzahlen in Norddeutschland wird zu einem verstärkten Wettbewerb um leistungsfähige Auszubildende führen. Angesichts der Alterung der Erwerbspersonen und des Rückgangs der Schulabgängerzahlen gilt es, allen Ausbildungsinteressenten in Hamburg die Chance auf eine berufliche Qualifizierung zu eröffnen. In einer Branchenanalyse fällt auf, dass unter den großen Ausbildungsbranchen insbesondere die Bereiche Verkehr und Nachrichtenübermittlung und das Verarbeitende Gewerbe durch einen hohen Anteil an Einpendlern gekennzeichnet sind. Nahezu jeder zweite Auszubildende in diesen Branchen wohnt nicht in der Hansestadt. Aber auch das Kredit- und Versicherungsgewerbe, die Öffentliche Verwaltung sowie die Energie- und Wasserversorgung haben überdurchschnittlich hohe Einpendleranteile. In einer Gesamtbetrachtung kann man von einer geschlechtsspezifischen Segmentation des Ausbildungsmarkts sprechen: Die weiblichen Auszubildenden sind zu fast zwei Dritteln auf die zehn häufigsten Ausbildungsberufe konzentriert, bei den männlichen Auszubildenden beträgt dieser Anteil nur gut ein Drittel. Und während rund 90 % der Frauen im Dienstleistungsbereich ausgebildet werden, sind es bei den Männern nur gut zwei Drittel." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kotte, Volker; -
Literaturhinweis
Im Fokus: Wanderungsverhalten der Ostdeutschen (2008)
Zitatform
Kubis, Alexander & Lutz Schneider (2008): Im Fokus: Wanderungsverhalten der Ostdeutschen. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 14, H. 4, S. 128-131.
Abstract
Ostdeutschlands Wanderungsbilanz gegenüber den westlichen Bundesländern weist nach wie vor deutlich negative Werte aus. Auch wenn die Entwicklung in den letzten Jahren spürbar hinter den Nettoverlusten der Zeit der Grenzöffnung sowie der zweiten Abwanderungswelle um 2001 zurückbleibt, verlassen per saldo jährlich ca. 50 000 Menschen die östlichen Länder. Insgesamt beträgt der ostdeutsche Nettoverlust seit 1989 1,74 Millionen Menschen. Die Wanderungsbilanz wird vornehmlich durch das Migrationsverhalten der jungen Erwachsenen geprägt, sowohl durch Fortzüge der 18- bis 25- jährigen Bildungswanderer als auch der 25- bis 30-jährigen Berufswanderer. 45 Prozent der Fortziehenden rekrutieren sich seit 1991 aus diesen beiden Altersgruppen. Die jungen ostdeutschen Frauen sind dabei noch mobiler als die jungen Männer. Trotz dieser allgemeinen Trends gibt es innerhalb Ostdeutschlands auch regionale Unterschiede in den Wanderungsentwicklungen auf der Ebene der Bundesländer sowie auf kleinräumiger Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktreport NRW 2008: Struktur und Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (2008)
Mertens, Andreas;Zitatform
Mertens, Andreas (2008): Arbeitsmarktreport NRW 2008. Struktur und Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Düsseldorf, 77 S.
Abstract
"Die Zahl der Erwerbstätigen ist in NRW zwischen 1998 und 2007 um rd. 500.000 von 8,09 Mio. auf 8,59 Mio. gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist von Juni 1998 bis Juni 2007 um 1,2 % auf 5,67 Mio. Beschäftigte gesunken. Allerdings seit Juni 2006 wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wieder. Der Anteil der im Dienstleistungsbereich (tertiärer Sektor) Beschäftigten erhöhte sich von 1998 auf 2007 von 60,1% auf 67,6%. Die unternehmensnahen Dienstleistungen verzeichneten mit 22,3 % den größten Beschäftigungszuwachs; der Bergbau mit 38 % die höchsten Einbußen. Bei den Berufen gab es zwischen Juni 2000 und Juni 2007 bei den Arbeitskräften ohne nähere Tätigkeitsangabe, Hilfsarbeitern und Maschinisten die stärksten Zuwächse. Der Anteil der Älteren (50 Jahre und älter) hat sich zwischen Juni 2000 und Juni 2007 von 19,2 % auf 23,4 % erhöht. Im öffentlichen Sektor sind mit einem Anteil von 32,9 % die meisten Älteren beschäftigt. Der Anteil der Beschäftigten ohne Berufsausbildung hat zwischen Juni 2003 und Juni 2007 von 18,4 % auf 16,5 % abgenommen. Den höchsten Anteil Ungelernter verzeichnet mit 31,5 % der Bergbau." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auszubildende sind im Land Brandenburg sehr mobil: hohe Auspendlerquote, doch der größte Teil der mobilen Auszubildenden bleibt im Land (2007)
Bogai, Dieter; Seibert, Holger; Wiethölter, Doris;Zitatform
Bogai, Dieter, Doris Wiethölter & Holger Seibert (2007): Auszubildende sind im Land Brandenburg sehr mobil. Hohe Auspendlerquote, doch der größte Teil der mobilen Auszubildenden bleibt im Land. In: BRANDaktuell - Arbeitsmarktpolitischer Service der Landesagentur für Struktur und Arbeit H. 3, S. 10-11.
Abstract
"Im bundesdeutschen Vergleich weist Brandenburg mit 25,4 Prozent die höchste Auspendlerquote unter den Auszubildenden auf, was auf die Nähe zu Berlin und auf das unzureichende Ausbildungsplatzangebot in Brandenburg zurückzuführen ist. Gleichzeitig ist aber festzustellen, dass sich quantitativ relevante Verflechtungen vor allem innerhalb des Landes auf kleinräumiger Ebene, entweder innerhalb der Kreise oder über die Kreisgrenze in Nachbarkreise hinein, abspielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wie groß ist der Brain Drain innerhalb von Deutschland? (2007)
Busch, Oliver;Zitatform
Busch, Oliver (2007): Wie groß ist der Brain Drain innerhalb von Deutschland? In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 14, H. 4, S. 48-51.
Abstract
"Der innerdeutsche Brain Drain, also die Abwanderung von Akademikern in andere Bundesländer, nimmt bisher ein moderates Ausmaß an. Zehn Jahre nach Studienabschluss sind noch knapp über 70 % aller Absolventen im Bundesland ihres Studiums ansässig. Die Daten zeigen ferner, dass ein Wegzug, wenn er überhaupt stattfindet, in den ersten Jahren direkt nach Studienabschluss vollzogen wird. Je länger ein Absolvent bereits vor Ort verblieben ist, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit für einen späteren Wegzug. Speziell für Ostdeutschland besteht Anlass zu verhaltenem Optimismus. Die ostdeutschen Bundesländer erweisen sich als attraktive Studienorte, die talentierte junge Menschen von außerhalb anziehen. Wenn es gelingt, diese zukünftigen Absolventen auch im Lande zu halten, kann dies das Humankapital vor Ort und damit das Wirtschaftswachstum erhöhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausbildungsmarkt und Ausbildungsmobilität in Bayern (2007)
Böhme, Stefan;Zitatform
Böhme, Stefan (2007): Ausbildungsmarkt und Ausbildungsmobilität in Bayern. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Bayern 01/2007), Nürnberg, 36 S.
Abstract
"Die Studie befasst sich mit der Mobilität von Auszubildenden in Bayern in regionaler Hinsicht sowie nach Berufen. Dabei wird auf Daten der Statistiken über sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, der gemeldeten Bewerber für Berufsausbildungsstellen und gemeldeten Berufsausbildungsstellen der Bundesagentur für Arbeit sowie auf Bevölkerungs- und Schulstatistiken der Statistischen Ämter zurückgegriffen. Um die Vorgänge am Ausbildungsmarkt besser einordnen zu können, wird in Kapitel 2 zunächst auf die Siedlungsstruktur und Bevölkerungsentwicklung in Bayern eingegangen, bevor in Kapitel 3 die wirtschaftliche und arbeitsmarktliche Entwicklung dargestellt wird. Kapitel 4 befasst sich mit dem Mobilitätsverhalten aller Beschäftigten in Bayern. Nachfrage und Angebot am bayerischen Ausbildungsmarkt werden in Kapitel 5 näher erläutert. Die ausbildungsbedingte Mobilität ist Gegenstand des 6. Kapitels. Nach einem kurzen Ausblick in Kapitel 7 werden schließlich in Kapitel 8 die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Böhme, Stefan; -
Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Thüringen (2007)
Dietrich, Ingrid; Fritzsche, Birgit;Zitatform
Dietrich, Ingrid & Birgit Fritzsche (2007): Ausbildungsmobilität in Thüringen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 02/2007), Nürnberg, 63 S.
Abstract
"Die Studie informiert über die räumliche Mobilität der Auszubildenden in Thüringen, wobei der Schwerpunkt auf der dualen Berufsausbildung liegt. Ausgehend von der Wirtschaftsentwicklung und der Situation auf dem Thüringer Ausbildungsstellenmarkt werden die am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe und die regionale Verteilung des Ausbildungsangebots (Ausbildungsdichte) in Thüringen dargestellt. Es wird untersucht, inwieweit Jugendliche zur Aufnahme einer Berufsausbildung ihren Wohnort verlassen. Hierbei wird zwischen den Ausbildungswanderern und den Ausbildungspendlern unterschieden. Während bei den Wanderungen nur solche über die Grenze des Bundeslandes hinaus beleuchtet werden, stehen bei den Ausbildungspendlern sowohl die Ein- und Auspendler nach bzw. aus Thüringen als auch die räumlichen Pendlerverflechtungen innerhalb Thüringens im Fokus. Neben der quantitativen Erfassung der Mobilitätsprozesse werden bezeichnende Merkmale der mobilen Auszubildenden herausgearbeitet (Geschlecht, Alter, Beruf, Schulabschluss). In diesem Kontext wird der Frage nachgegangen, ob Thüringen von einem 'potential brain drain' betroffen sein könnte. Herausgestellt wird die unterschiedliche Rolle der kreisfreien Städte einerseits und der Landkreise andererseits bei der Versorgung mit Ausbildungsplätzen. Als überregionale Ausbildungszentren übernehmen die kreisfreien Städte, insbesondere die Kernstädte, einen Teil der beruflichen Ausbildung für die Landkreise mit. Darüber hinaus werden bedeutende Ausbildungsstandorte innerhalb der Landkreise identifiziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Fritzsche, Birgit; -
Literaturhinweis
Ausbildungsmobilität in Sachsen-Anhalt (2007)
Dietrich, Ingrid; Fritzsche, Birgit;Zitatform
Dietrich, Ingrid & Birgit Fritzsche (2007): Ausbildungsmobilität in Sachsen-Anhalt. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 01/2007), Nürnberg, 55 S.
Abstract
"Die Studie untersucht die räumliche Mobilität der Auszubildenden in der dualen Berufsausbildung in Sachsen-Anhalt. Vor dem Hintergrund der regional sehr unterschiedlichen Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt wird das Mobilitätsverhalten der Auszubildenden in den einzelnen Bundesländern analysiert. Schwerpunkt der Studie sind die Ausbildungspendler. Als Folge des Beschäftigungsverlusts in Sachsen-Anhalt zwischen 1999 und 2005 ging auch die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der dualen Ausbildung zurück. Erst in 2006 steigt die Zahl der Neuabschlüsse leicht an (+156 bzw. 0,9 Prozent). Während in 2005 die Angebots-Nachfrage-Relation auf dem Ausbildungsstellenmarkt 96,6 betrug, kommen in 2006 auf 100 Bewerber 95 Angebote. Somit bleibt die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt angespannt. Die duale Berufsausbildung ist bei einem großen Teil der Jugendlichen in Sachsen-Anhalt begehrt: 36,6 Prozent der Ausbildungsanfänger nehmen in 2005 eine Berufsausbildung im dualen System auf. Bezüglich der Berufswahl wird deutlich, dass sich insbesondere die weiblichen Auszubildenden auf nur wenige Berufe konzentrieren: 60,6 Prozent der jungen Frauen verteilen sich auf zehn Ausbildungsberufe, bei den jungen Männern sind es 38,7 Prozent. Zu den am häufigsten gewählten Berufen zählen Bürofachkraft, Verkäufer/-in und Kraftfahrzeuginstandsetzer/-in. Die drei kreisfreien Städte Dessau, Halle (Saale) und Magdeburg verzeichnen die höchste Ausbildungsdichte: Gemessen an der Zahl der Einwohner im Alter von 15 bis unter 20 Jahren weisen sie die meisten Auszubildenden auf. Zwischen 1995 und 2005 verlor Sachsen-Anhalt durch Fortzüge über die Landesgrenze nahezu 54.700 Personen im Alter von 18 bis unter 25 Jahren, darunter 34.800 Frauen. Der Indikator 'Ausbildungsplatzwanderer' ergibt einen durchschnittlichen jährlichen Wanderungssaldo von -22 Personen im Alter von 18 bis unter 25 Jahre auf 1000 Einwohner desselben Alters. Sachsen-Anhalt ist als Auspendlerland bekannt: Im September 2005 pendeln 9.811 Auszubildende zu ihrem Ausbildungsplatz in ein anderes Bundesland aus, demgegenüber absolvieren 2.639 junge Frauen und Männer aus anderen Bundesländern ihre Ausbildung in Sachsen-Anhalt. Die Analyseergebnisse bestätigen, dass die Befürchtungen über einen 'brain drain', einen Weggang von qualifizierten jungen Menschen aus Sachsen-Anhalt, nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Bei den Berufen mit überdurchschnittlichen Auspendlerquoten handelt es sich zu einem großen Teil um Berufe mit höheren Zugangsvoraussetzungen, was die schulische Vorbildung angeht. Etwa drei Viertel der männlichen und vier Fünftel der weiblichen Auszubildenden in den Berufen mit den höchsten Auspendlerquoten absolvieren ihre Lehre in den alten Bundesländern. Im Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2005 beträgt der Anteil der Abiturienten unter den Auspendlern rund 16,0 Prozent und damit mehr als das Doppelte des Abiturientenanteils bei den Jugendlichen, die in Sachsen-Anhalt wohnen und dort die Berufsausbildung durchlaufen (7,1 Prozent). Die Abiturientinnen sind überdurchschnittlich an den Auspendlerinnen vertreten: So beträgt ihr Anteil an den Auspendlerinnen in die alten Länder 19,2 Prozent und in die anderen neuen Länder sogar 23,0 Prozent. Bei den jungen Frauen sind es vor allem attraktive Dienstleistungsberufe, die diese zum Pendeln in ein anderes Bundesland veranlassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Fritzsche, Birgit; -
Literaturhinweis
Labour market entry of migrants in Germany: does cultural diversity matter? (2007)
Zitatform
Haas, Anette & Andreas Damelang (2007): Labour market entry of migrants in Germany. Does cultural diversity matter? (IAB-Discussion Paper 18/2007), Nürnberg, 37 S.
Abstract
Der Beitrag analysiert den Arbeitsmarktzugang von jugendlichen Migranten in Deutschland nach Abschluss ihrer Lehrzeit. Dabei gilt das besondere Interesse der Auswirkung lokaler kultureller Verschiedenheit auf den erfolgreichen Start einer beruflichen Karriere. Der Fokus liegt auf einer Bevölkerungskohorte, die im Jahre 2000 ihre Lehre abgeschlossen hat; dabei wird zwischen Türken, Bürgern des früheren Jugoslawien, Migranten aus Ländern der EU15 und anderen Migranten unterschieden. Diese werden mit einer aus Deutschen bestehenden Referenzgruppe verglichen. Ein multinominales Probitmodell zeigt, dass für türkische Lehrlinge und für Lehrlinge der anderen Migrantengruppen eine signifikant niedrigere Wahrscheinlichkeit des Übergangs in den ersten Arbeitsmarkt besteht, wohingegen sich Migranten aus den EU15 Ländern in dieser Hinsicht nicht von Deutschen unterscheiden. Um zusätzlich den Einfluss individueller, unternehmensbezogener und auch beruflicher Merkmale zu überprüfen, werden explizit regionale Faktoren in die Analyse einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass junge Migranten umso leichter eine Anstellung finden, je höher der Level der kulturellen Verschiedenheit ist. Im Gegensatz zu anderen Untersuchungen, die die Bedeutung freundschaftlicher und familiärer Verbindungen betonen, kommt die Analyse zu dem Schluss, dass Netzwerke und Informationsflüsse, die nicht auf die jeweils eigene ethnische Gruppe beschränkt sind, die Wahrscheinlichkeit einen Job zu finden verbessern. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette;Ähnliche Treffer
auch erschienen als: HWWI research. Paper , 03-10 -
Literaturhinweis
Brandenburg und seine Jugend: Integrationspfade Brandenburger Jugendlicher in Beschäftigung (2007)
Ketzmerick, Thomas; Wiener, Bettina; Meier, Heike;Zitatform
Ketzmerick, Thomas, Heike Meier & Bettina Wiener (2007): Brandenburg und seine Jugend: Integrationspfade Brandenburger Jugendlicher in Beschäftigung. (Forschungsberichte aus dem zsh *2004-02 2007-02), Halle, 82 S.
Abstract
Schon seit Jahren ist die Erwerbssituation von Jugendlichen in den neuen Bundesländern problematisch. Zur Ermittlung von Faktoren, die die Einmündung Jugendlicher in den ersten Arbeitsmarkt erschweren und behindern bzw. erleichtern und befördern, sowie zur Beobachtung ihrer erwerbsbiografischen Erfahrungen, wurde am Zentrum für Sozialforschung ein Jugend-Panel aufgebaut. Im Rahmen des Schwerpunkts 'Erfolgreiche Integrationspfade Brandenburger Jugendlicher in Beschäftigung' wurden u. a. folgende Fragestellungen untersucht: Welche Muster lassen sich beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf erkennen? Welche regionalen Faktoren spielen eine Rolle bei erfolgreichen Einstiegen ins Erwerbsleben? Welche individuellen Zukunftsperspektiven haben junge Leute, die den beruflichen Einstieg in Brandenburg geschafft haben? Wie steht es mit ihrer Mobilitätsbereitschaft? Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die Gruppe der erfolgreichen Jugendlichen Brandenburgs, die bereits relativ stabile Erwerbsbiografien aufweisen, in der Mehrheit ihre Zukunftsaussichten recht optimistisch einschätzt und ihre Erwerbsaussichten für zukunftsträchtig und entwicklungsfähig hält. Es bleibt allerdings eine große Gruppe von Jugendlichen, der es schon über einen längeren Zeitraum nicht gelingt, die zweite Schwelle zu meistern. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass trotz eines relativ geringen Beschäftigungsangebotes in Brandenburg noch nicht so viele Jugendliche, wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, ihren Heimatort verlassen haben, obwohl junge Brandenburger einer Abwanderung gegenüber überdurchschnittlich positiv eingestellt sind. Ausgehend von der hohen Heimatverbundenheit und dem ausgeprägten Rückkehrwunsch vieler Brandenburger Jugendlicher sind zielführende wirtschaftspolitische Anstrengungen, in deren Folge neue Arbeitsgelegenheiten entstehen und den Jugendlichen neue Perspektiven im Heimatbundesland eröffnet werden können, wünschenswert. (IAB)
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Literaturhinweis
Brandenburg und seine Jugend: Regionale Mobilität (2007)
Ketzmerick, Thomas; Gotter, Christa; Meier, Heike; Wiener, Bettina;Zitatform
Ketzmerick, Thomas, Heike Meier & Bettina Wiener (2007): Brandenburg und seine Jugend: Regionale Mobilität. (Forschungsberichte aus dem zsh *2004-02 2007-01), Halle, 142 S.
Abstract
Die Abwanderung vieler Jugendlicher und Jungerwachsener stellt für die wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs ein gravierendes Problem dar. Gleiches gilt für die Einmündung Jugendlicher in das Ausbildungs- und Erwerbssystem. Dabei haben nicht nur die Jugendlichen ohne Schul- bzw. Berufsabschluss Integrationsschwierigkeiten. Im Rahmen des Projektes 'Zeitnahe und differenzierte Erfassung und Beschreibung von Mobilitätsprozessen und -verläufen am ostdeutschen Arbeitsmarkt' (ostmobil) wurde Jugendlichen ein eigenständiger Arbeitsschwerpunkt gewidmet und ein Jugendpanel aufgebaut mit dem Ziel, eine Datenbasis zu schaffen, mit deren Hilfe die Hindernisse und Probleme beim Berufseinstieg von Jugendlichen beschrieben und Ursachen und Folgen identifiziert werden können und die im Interesse der schnellen Nutzbarkeit der Daten für die Landespolitik ein hohes Maß an Flexibilität gewährleisten sollte. Die im Bericht vorgelegten Forschungsergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Viele Brandenburger Jugendliche, die ihr Heimatbundesland verlassen haben, haben bessere Beschäftigungschancen. Dabei steigt der Anteil der Abgewanderten mit dem Qualifikationsabschluss. Die Mehrheit der Jugendlichen bleibt allerdings in Brandenburg. Auch unter ihnen sind die Abiturientenanteile weiterhin hoch. Betrachtet man die nach Brandenburg rückkehrenden Jugendlichen, so sind unter den Frauen anteilig weniger Abiturientinnen. Der Anteil der Abiturienten ist unter den rückkehrenden Männern genau so hoch wie unter den wegbleibenden. Die Beschäftigungsquoten der Rückkehrer sind nicht schlechter als die der Jugendlichen, die ihr Land nicht verlassen haben. Das bedeutet zum einen, dass viele schulisch gut qualifizierte Jugendliche in Brandenburg bleiben und ist zum anderen ein deutliches Indiz dafür, dass sich nicht nur die erfolglosen Jugendlichen zur Rückkehr in ihr Heimatbundesland entscheiden. (IAB)
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