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Dossier

Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland

Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Forschung und Ergebnisse aus dem IAB"
  • IAB-Projekt

    Jugendarbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk Siegen (07.06.2010 - 31.10.2010)

    Pohl, Carsten;

    Projektbeschreibung

    Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit im Arbeitsagenturbezirk Siegen. Um das Ausmaß und den Verlauf der Arbeitslosigkeit und der Beschäftigung der Jugendlichen einordnen zu können, werden zunächst die wichtigsten Fakten zu diesem regionalen Arbeitsmarkt dargestellt. Demnach fällt die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen in dieser Region im Vergleich zum nordrhein-westfälischen Durch-schnitt deutlich geringer aus. Auffällig sind allerdings die relativ starken Anstiege sowie Rückgänge im Bestand der Jugendarbeitslosigkeit in den Jahren 2007 bis 2010. Während die Beschäftigung und die Arbeitslosigkeit für die 15- bis 19-Jährigen in diesem Zeitraum nahezu konstant verliefen, kam es insbesondere bei den 20- bis 24-Jährigen zu vergleichsweise starken Schwankungen. Die zeitliche Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit im Ar-beitsagenturbezirk Siegen wird mit Bezug zur einschlägigen Fachliteratur anhand individueller, struktureller und konjunktureller Faktoren untersucht. Demnach besteht ein positiver Zu-sammenhang zwischen der Jugendarbeitslosigkeit und dem Eintritt stark besetzter jüngerer Alterskohorten in den regionalen Arbeitsmarkt. Mit der steigenden Zahl an Schulabsolventen erhöhte sich zunächst die Beschäftigung im Zeitraum von 2007 bis 2008, allerdings nahm in der zweiten Jahreshälfte 2008 auch die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen zu. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise und aufgrund der relativ starken Exportabhängigkeit der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein wurden ab dem 4. Quartal 2008 Arbeitsplätze insbesondere im verarbeitenden Gewerbe abgebaut. Als Ergebnis dieser Entwicklung stieg die Jugendarbeitslosigkeit an, wobei sich die Zunahme nahezu ausschließlich auf die 20- bis 24-Jährigen konzentriert. Mit Erholung der konjunkturellen Lage hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Jugendliche wieder verbessert. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Arbeitslosenquoten für Jugendliche in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein deutlich reduziert. Im September 2010 liegt die Jugendarbeitslosenquote im Kreis Olpe bei 4,9 % bzw. im Kreis Siegen-Wittgenstein bei 5,9 % und damit um fast 3 bzw. 2 Prozentpunkte unter dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt.

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  • IAB-Projekt

    Analyse regionaler Disparitäten (01.06.2010 - 31.12.9999)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Entlang der Hauptdimensionen regionaler Disparitäten werden Analysen für die Arbeitsmärkte der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Dies ist eine Daueraufgabe der Regionalforschung des IAB

    Beteiligte aus dem IAB

    Phan Thi Hong, Van; Dauth, Wolfgang;
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  • IAB-Projekt

    Typisierung regionaler Ausbildungsmärkte (03.05.2010 - 31.12.2013)

    Heineck, Guido; Kruppe, Thomas;

    Projektbeschreibung

    Zur Vergleichbarkeit regionaler Arbeitsmärkte verwendet die Bundesagentur für Arbeit (BA) seit 2003 wissenschaftlich basierte Typisierungen. Mit gleicher Methodik wurde nun vom IAB eine Typisierung regionaler Ausbildungsmärkte entwickelt, um auch hierfür sinnvolle Leistungsvergleiche vornehmen zu können. Über die Analyse von Strukturmerkmalen in der Region lassen sich Gruppen von ähnlichen Agenturbezirken identifizieren; der Fokus der Typisierung richtet sich dabei aufgrund des Vermittlungsauftrags der BA allein auf Übergangsquoten in betriebliche Ausbildung. Wie bei der Arbeitsmarkttypisierung werden der eigentlichen clusteranalytischen Gruppierung der Agenturbezirke Regressionsanalysen vorgeschaltet. Mit diesem zweistufigen Untersuchungsansatz ist es möglich, eine empirisch fundierte Auswahl und Gewichtung der Typisierungsvariablen vorzunehmen. Die Vergleichstypen selbst generieren Verfahren der Clusteranalyse. Hier kommen die hierarchisch-agglomerative Analyse nach Ward und ein Clusterzentroidenverfahren (K-Means-Verfahren) zum Einsatz. Zur Bestimmung der (Un-)Ähnlichkeit dient die quadrierte euklidische Distanz.

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  • IAB-Projekt

    Erwerbssituation von Frauen und Männern in der Region Berlin-Brandenburg (01.03.2010 - 31.03.2014)

    Bogai, Dieter;

    Projektbeschreibung

    NN

    Beteiligte aus dem IAB

    Carstensen, Jeanette; Wiethölter, Doris;
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  • IAB-Projekt

    Arbeitsgruppe 1 (Regionale Arbeitsmärkte) der Kommission Anforderungen aus dem zweiten Bayerischen Sozialbericht der Bayerischen Staatskanzlei (01.03.2010 - 01.08.2011)

    Blien, Uwe; Promberger, Markus;

    Projektbeschreibung

    Zu Beginn des Jahres 2010 setzte die Bayerische Staatregierung die Kommission "Anforderungen aus dem Bayerischen Sozialbericht" ein, die sich in Arbeitsgruppen mit ausgewählten Themen und Ergebnissen des Bayerischen Sozialbericht befassen und Handlungsempfehlungen erarbeiten soll. Eine dieser Arbeitsgruppen ist die AG1 „Regionale Arbeitsmärkte – Wirtschaftsstrukturpolitik“. Unter dieser Überschrift werden verschiedene Themen bearbeitet. Zunächst werden die Entwicklung der Beschäftigung in Bayern und den bayerischen Landkreisen und Städten in den Jahren 1993 bis 2008 und die Determinanten der Beschäftigungsentwicklung (Branchenstruktur, Betriebsgrößenstruktur, Qualifikationsstruktur, Standortkomponente) analysiert. Daran anschließend werden weitere ausgewählte Dimensionen regionaler Disparitäten, z. B. die Bevölkerungsentwicklung, beleuchtet und in Beziehung gesetzt. Schließlich werden Maßnahmen der Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und regionalen Strukturpolitik der bayerischen Ministerien und ihre Bewertungen im Überblick beschrieben. Es zeichnet sich ab, dass insbesondere eine "Integrierte Regionalpolitik" angestrebt werden sollte. Diese schließt einerseits den sozialen Aspekt mit ein, andererseits umfasst sie auch die ebenfalls zentralen Aspekte des Strukturwandels und der Strukturwandelpolitik. Inhaltlich besteht sie darin, ressortübergreifende Schwerpunkte für die Förderung zu bilden und die Regionen jeweils gemäß ihrer bereits entwickelten Vorzügen und Stärken zu unterstützen. Die Durchführung einer integrierten Regionalpolitik setzt eine vorgelagerte Maßnahme voraus, die insbesondere in einer umfassenden Bestandsaufnahme und „Durchleuchtung“ der Regionen und der relevanten Politikbereiche besteht. Es muss analysiert werden, welche Politikbereiche in welcher Hinsicht raumwirksam werden. Der soziale Aspekt ist dabei ebenfalls in den Mittelpunkt zu stellen.

    Beteiligte aus dem IAB

    Eigenhüller, Lutz; Promberger, Markus;
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  • IAB-Projekt

    Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen (01.01.2010 - 31.12.2013)

    Kropp, Per;

    Projektbeschreibung

    Mit einem neu entwickelten graphentheoretischen Verfahren lassen sich Arbeitsmarktregionen deutlich besser abgrenzen, als mit etablierten Verfahren, d.h. es gelingt besser, Pendlerströme innerhalb von Arbeitsmarktregionen zu erfassen. Diese Qualität der Abgrenzung lässt sich anhand eines Maßes aus der Netzwerkforschung - Newmans Modularität Q - quantitativ erfassen. Die Verwendung dieses Gütemaßes erlaubt es auch, die für die Erfassung der Pendlerströme optimale Anzahl von Arbeitsmarktregionen zu bestimmen.
    In unserem Projekt soll das Verfahren auf verschiedene regionalpolitische und regionalwissenschaftliche Forschungsfragen angewandt werden. Zu beantwortende Fragen sind:
    - Wie gut lassen sich gemeindescharfe Abgrenzungen kreis-, arbeitsagentur- oder bundeslandscharf umrechnen?
    - Sind die neu abgegrenzten Arbeitsmarktregionen homogener als andere Abgrenzungen? Verlaufen auch Arbeitsmarktveränderungen hier homogener?
    - Wie lassen sich Arbeitsmarktregionen charakterisieren und wie stark unterschieden sich benachbarte Arbeitsmärkte?

    Beteiligte aus dem IAB

    Kropp, Per; Schwengler, Barbara;
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  • IAB-Projekt

    Regionale Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung Älterer (01.09.2009 - 31.12.2018)

    Hirschenauer, Franziska; Bogai, Dieter;

    Projektbeschreibung

    In Deutschland bestehen markante regionale Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung der Älteren. So schwankte 2011 auf der Ebene der Kreisregionen die Erwerbsquote der 60- bis 64-jährigen Männer zwischen 30,6% und 77,4%, die der gleichaltrigen Frauen zwischen 25,0% und 68,7%.

    Mit Hilfe multipler Querschnittsregressionen sollen die geschlechtsspezifischen regionalen Erwerbsquoten der 55- bis 59-Jährigen sowie die der 60- bis 64-Jährigen auf ihre zentralen Bestimmungsfaktoren hin untersucht werden. Zu vermuten ist, dass die regionale Erwerbsbeteiligung der Älteren mit steigender regionaler Arbeitslosigkeit sinkt, weil mangelnde regionale Erwerbsmöglichkeiten v. a. die Erwerbschancen der Älteren beeinträchtigen und diese dann einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben anstreben, sofern die rentenrechtlichen Rahmenbedingungen Möglichkeiten dazu bieten. Zu vermuten ist außerdem, dass neben der regionalen Arbeitslosigkeit weitere Arbeitsmarktcharakteristika, wie beispielsweise die regionale Betriebsgrößenstruktur und die Branchenstruktur des regionalen Arbeitsplatzangebots, Einfluss auf die regionalen Erwerbsquoten der Älteren haben. Begründen lässt sich diese Vermutung mit vorliegenden Untersuchungsbefunden, die darauf hindeuten, dass es vor allem Großbetriebe des Produzierenden Gewerbes sind, die Vorruhestandsregelungen für Arbeitslose als Instrument zur Personalanpassung genutzt haben.

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  • IAB-Projekt

    Laufende Aktualisierung von Regionalindikatoren für die deutschen Arbeitsmarktregionen (01.01.2009 - 31.12.2009)

    Schwengler, Barbara;

    Projektbeschreibung

    Im Rahmen dieses Gutachtens für die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ wurden Arbeitsmarkt- und Einkommensindikatoren für die 270 deutschen Arbeitsmarktregionen berechnet, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden sollen. Damit sollen Bund und Länder in die Lage versetzt werden, die wirtschaftliche Lage in den Regionen zeitnah einschätzen und beurteilen zu können. Das Gutachten schließt an frühere Arbeiten an und soll als ständiges System der Raumanalyse zur Vorbereitung der nächsten Neuabgrenzung der Fördergebiete ab dem Jahr 2013 dienen.

    Beteiligte aus dem IAB

    Schwengler, Barbara;
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  • IAB-Projekt

    Auswirkung räumlicher Konzentration von Unternehmen auf die regionale Beschäftigungsentwicklung (01.10.2008 - 31.03.2012)

    Dauth, Wolfgang; Dauth, Wolfgang;

    Projektbeschreibung

    Theorien der Regionalforschung sagen voraus, dass Betriebe von ihrer gegenseitigen räumlichen Nähe profitieren, wenn sie in einer Lieferbeziehung stehen, einen gemeinsamen Arbeitsmarkt haben, oder es zur Übertragung von Wissen kommt (die drei Marshall'schen Kräfte). Während die Existenz dieser externen Effekte als Ganzes durch die empirische Literatur gestützt wird, gibt es nur wenige Studien, welche zwischen den einzelnen Erklärungen unterscheiden. Diese Arbeit stellt einen neuen Ansatz vor, um die Bedeutung und die Größenordnung der einzelnen Marschall'schen Kräfte zu beurteilen. Anstatt externe Skalenerträge innerhalb einzelner Wirtschaftszweige zu messen, werden Beziehungen zwischen verschiedenen Branchen am gleichen Ort modelliert. In einer empirischen Untersuchung werden Wechselwirkungen in der Beschäftigungsentwicklung von 55 Wirtschaftszweigen in den Arbeitsmarktregionen der fünf größten Städte Westdeutschlands im Zeitraum von 1989 bis 2006 gemessen. Dazu werden Methoden der räumlichen Ökonometrie angepasst, wobei in diesem Kontext die Stärke der Wechselwirkungen durch die ökonomische anstelle der geographischen Nähe bestimmt wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass jede der drei Marschall'schen Kräfte dazu beitragen kann, Agglomerationsvorteile zu erklären.

    Beteiligte aus dem IAB

    Dauth, Wolfgang; Dauth, Wolfgang;
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  • IAB-Projekt

    Abgrenzung, Dynamik und Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen (01.06.2008 - 31.12.2013)

    Brück-Klingberg, Andrea; Wrobel, Martin;

    Projektbeschreibung

    Ziel ist die Untersuchung der Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen sowie der Zielgenauigkeit und Wirksamkeit des arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums. Erkenntnisse auf diesem Gebiet könnten sowohl zur Optimierung der Vermittlungsaktivitäten der Arbeitsverwaltung als auch zur Verbesserung der Versorgung der regionalen Wirtschaft mit dem benötigten Arbeitskräftepotenzial beitragen. Die Vorgehensweise erfolgt in einem dreistufigen Untersuchungsverfahren. Zunächst erfolgt die gemeindescharfe Abgrenzung der Arbeitsmarktregion Bremen und die Analyse der Arbeitsmarktdynamik. Darauf aufbauend wird eine umfangreiche Untersuchung des Verbleibs und der Integration von Arbeitslosen vorgenommen, die Rückschlüsse auf Beschäftigungspotenziale und Vermittlungschancen zulässt. Die Arbeiten zu den ersten beiden Arbeitsschritten sind bereits relativ weit fortgeschritten.

    Beteiligte aus dem IAB

    Wrobel, Martin; Kropp, Per; Harten, Uwe;
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  • IAB-Projekt

    Regionale Dimension des qualifikatorischen Strukturwandels in den alten Bundesländern (01.05.2008 - 31.12.2012)

    Niebuhr, Annekatrin;

    Projektbeschreibung

    Der seit den 1970er Jahren beschleunigt stattfindende qualifikatorische Strukturwandel zu Tätigkeiten mit höherem Anforderungsniveau ist trotz signifikanter regionaler Unterschiede innerhalb Deutschlands bisher kaum in seiner räumlichen Dimension betrachtet worden. Aufbauend auf einer Diskussion von Erklärungsansätzen aus der Wirtschaftsgeographie und der Arbeitsmarktökonomie sollen die Einflussfaktoren auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in den alten Bundesländern theoretisch abgeleitet und empirisch bestimmt werden. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Differenzierung der Beschäftigungsentwicklung nach unterschiedlichen, im ausgeübten Beruf erforderlichen Qualifikationsniveaus. Die quantitative und qualitative Analyse der regionsspezifischen Einflussfaktoren soll Handlungsmöglichkeiten für die regionale Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik aufzeigen, um auf der regionalen Ebene die Beschäftigungschancen für gering und mittel Qualifizierte zu verbessern.

    Beteiligte aus dem IAB

    Niebuhr, Annekatrin;
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  • IAB-Projekt

    Demografischer Wandel und Arbeitskräfteangebot im Saarland (01.08.2007 - 31.10.2009)

    Fuchs, Johann;

    Projektbeschreibung

    Deutschland unterliegt seit Jahrzehnten einem weitestgehend einheitlichen Trend, nämlich einer stetigen Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung. Grundsätzlich davon betroffen sind auch die Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre), allerdings sind auch bei dieser Altersgruppe regionale Eigenheiten und Unterschiede zu beobachten, die man auch für die zukünftige Entwicklung annehmen kann. Für eine möglichst zielgenaue Politikberatung ist daher die Frage interessant, wie sich dieses Erwerbspersonenpotenzial auf regionaler Ebene in Zukunft entwickeln wird. Ziel dieses Projekts ist es, beispielhaft für das Saarland (und im Vergleich zum westdeutschen Durchschnitt) eine Berechnung des künftigen Verlaufs des Erwerbspersonenpotenzials durchzuführen. Grundlagen dieser Projektion sind zum einen Daten der amtlichen Statistik und die Länderergebnisse der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung, zum anderen das Erwerbspotenzialprognosemodell des IAB. Durch eine Verknüpfung der Daten kann das künftige Erwerbspersonenpotenzial des Saarlands in verschiedenen Varianten berechnet werden. Zudem soll die Frage geklärt werden, wie stark sich die einzelnen Komponenten (Annahmen zur demographischen Entwicklung und zum Erwerbsverhalten der Bevölkerung) auf das künftige Erwerbspersonenpotenzial auswirken werden. Das Ende des Projektionszeitraums soll das Jahr 2020 sein. Aus den Ergebnissen der Modellrechnungen können Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet werden. Angedacht ist eine Ausweitung der Berechnungen auf weitere Bundesländer.

    Beteiligte aus dem IAB

    Otto, Anne;
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  • IAB-Projekt

    Regionale Arbeitslosigkeit und Entlohnung (01.07.2007 - 30.04.2024)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Die im IAB bereits mit hoher Intensität durchgeführten Analysen zur "Lohnkurve" werden mit modernen statistisch-ökonometrischen Methoden fortgesetzt. Dabei ist insbesondere auf die zeitlichen und räumlichen Abhängigkeiten zu achten. Eine Lohnkurve ist eine fallende konvexe Funktion der Löhne in Abhängigkeit von der regionalen Arbeitslosenquote. Dies impliziert, dass benachteiligte Regionen nicht nur durch hohe Arbeitslosigkeit, sondern auch durch niedrige Löhne betroffen sind. Verbindungen zur Analyse sozialer Ungleichheit können auf dieser Grundlage abgeleitet werden.  

    Beteiligte aus dem IAB

    Phan Thi Hong, Van; Wolf, Katja; Trappmann, Mark;
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  • IAB-Projekt

    Lohneffekte beruflicher Mobilität und inter-regionaler Migration (01.06.2007 - 31.12.2008)

    Ludsteck, Johann;

    Projektbeschreibung

    Im Rahmen des Projekts werden die Lohneffekte intra- und interregionaler Mobilität untersucht. Wegen der extrem hohen Beobachtungszahl (Datenquelle ist die gesamte BEHfür die Jahre 1995-2002) können wir sowohl kurz- als auch mittelristige Mobilitätsrenditen für homogene Gruppen von Beschäftigten ermitteln. Darüber hinaus werden die Renditen in Abhängigkeit von Ursprungs- und Zielregionen (nach der Klassifikation der BBR) ermittelt

    Beteiligte aus dem IAB

    Ludsteck, Johann; Lehmer, Florian;
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  • IAB-Projekt

    Arbeitskräftemobilität und regionale Disparitäten (01.03.2007 - 31.10.2015)

    Niebuhr, Annekatrin;

    Projektbeschreibung

    Ziel des Projekts ist die empirische Analyse der Auswirkungen von Arbeitskräftemobilität auf die Unterschiede der regionalen Arbeitsmarktbedingungen in Deutschland. Hierbei sollen sowohl die Bedeutung von Pendlerverflechtungen als auch die Wirkungen von Wanderungsbewegungen auf die Arbeitsmarktbedingungen in der Ursprungs- und Zielregion untersucht werden. Hierin unterscheidet sich das Projekt von vorhandenen Studien, die in der Regel lediglich die Effekte von Wanderungen auf die Einkommensdisparitäten analysieren. Berücksichtigt wird die Qualifikation der Arbeitskräfte, weil die Auswirkungen der Mobilität auf die regionalen Arbeitsmarktbedingungen je nach Qualifikationssegment erheblich voneinander abweichen können. Ein besonderer Schwerpunkt der empirischen Analysen besteht in der detaillierten Betrachtung der Regionen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, da hier Wanderungsbewegungen und Pendlerverflechtungen zwischen west- und ostdeutschen Regionen für den Aufholprozess der ostdeutschen Gebiete eine besondere Rolle spielen können – etwa im Gegensatz zu Gebieten entlang der polnischen Grenze, da hier die Arbeitskräftemobilität durch administrative Hemmnisse und Sprachbarrieren eingeschränkt wird und zudem der polnische Arbeitsmarkt keine günstigen Bedingungen bietet. Neben deskriptiven Analysen der Struktur und Entwicklung der Arbeitskräftemobilität sowie der regionalen Disparitäten soll im analytischen Teil des Projekts die Wirkung der Mobilität auf die Unterschiede in den regionalen Arbeitsmarktbedingungen untersucht werden. Ein zentrales Kennzeichen des Forschungsvorhabens ist hierbei, dass sowohl Einkommensdisparitäten als auch Unterschiede in der regionalen Arbeitslosigkeit betrachtet werden. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass nicht nur hinsichtlich der Determinanten sondern auch der Zielgrößen nach Qualifikationsniveaus differenziert wird. Zentrale Bedeutung für das geplante Forschungsvorhaben hat der für das Projekt zusammengestellte Datensatz. Die regionale Arbeitskräftemobilität in Deutschland kann ausgehend von einer Sonderauswertung der Beschäftigtenhistorik besonders genau abgebildet werden. Der Datensatz umfasst die Entwicklung von Wanderungen, Pendlerverflechtungen und regionalen Disparitäten in Deutschland von 1999 bis 2004/5. Dabei kann zwischen verschiedenen Qualifikationssegmenten differenziert werden. Um den Analysezeitraum bis Mitte der 90er Jahre auszudehnen, werden zusätzlich Daten des Statistischen Bundesamtes verwendet. Für die Analysen sollen neben panel-ökonometrischen Methoden vor allem Methoden der räumlichen Statistik und Ökonometrie zur Anwendung kommen

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  • IAB-Projekt

    Analysen regionaler Arbeitslosenquoten unter Einsatz räumlicher Filter (01.01.2007 - 31.12.2011)

    Schanne, Norbert; Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Zwischen den Arbeitslosenquoten in Regionen bestehen deutliche und dauerhafte Unterschiede. Aufbauend auf theoretisch begründeten Hypothesen können verschiedene Einflussfaktoren identifiziert werden. Es bestehen aber gegensätzliche Aussagen bezüglich der Größe des Zusammenhangs wie auch z.B. beim Einfluss des Lohnes der Wirkungsrichtung, die in bisherigen Studien beide empirisch untermauert werden können. Eine Ursache für die widersprüchlichen Ergebnisse kann in der Vernachlässigung oder inadäquaten Berücksichtigung der räumlichen Dimension, d.h. in der Verzerrung durch ausgelassene oder fehlerhaft gemessene Variablen, liegen.

    Da die regionalen Disparitäten der Arbeitslosigkeit keine zufällige geographische Verteilung zeigen, sondern beobacht- und testbare räumliche Muster erzeugen, sollen diese mit einem speziellen Ansatz der empirischen Regionalwissenschaften untersucht werden: Das räumliche Filtern (spatial filtering) man könnte dies als räumlich-autoregressives Äquivalent zur Hauptkomponentenanalyse betrachten scheint besonders geeignet, diese Muster aufzufangen, die Strukturen in den Daten selbst zu durchleuchten und für weitere Analyseschritte adäquat zu erfassen. Das Zusammenspiel von räumlichen Filtern und den Schätzern der erklärenden Variablen ist dabei von besonderem Interesse. Die Ergebnisse werden mit Schätzungen gemäß der Standardmethoden der räumlichen Ökonometrie verglichen. Um konsistente Ergebnisse Schätzer und Hypothesentests zu gewährleisten, sind eine korrekte Formulierung der ökonomischen Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und erklärenden Faktoren ebenso notwendig wie eine adäquate Spezifizierung in der ökonometrischen Analyse.

    Die Arbeitslosigkeit und insbesondere die hohen Arbeitslosenquoten in einigen Landesteilen ist eine der zentralen Herausforderungen an die deutsche Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Zunächst ist die Erklärung der räumlichen Muster der Arbeitslosigkeit von direktem Interesse. Darüber hinaus erlaubt die Untersuchung, wie sich die Schätzungen der partiellen Korrelationen anderer Variablen aufgrund der differenzierten Kontrolle auf signifikante räumliche Muster verändern, Rückschlüsse über das Ausmaß der Verzerrung in Schätzungen. Besonders dies ist für die Politikberatung und die Forschung im IAB relevant.

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  • IAB-Projekt

    Technischer Fortschritt und Regionale Arbeitsnachfrage (01.10.2006 - 30.09.2022)

    Ludewig, Oliver;

    Projektbeschreibung

    Der makroökonomische Mainstream erklärt die Unterschiede in Beschäftigung und Arbeitslosigkeit zwischen Nationen vor allem durch die institutionelle Ausgestaltung der Arbeitsmärkte. In Deutschland sind Unterschiede zwischen den Regionen gegenwärtig von der gleichen Größenordnung wie jene zwischen europäischen Ländern. Da der institutionelle Rahmen innerhalb des Landes aber weitgehend gleich ist, sind die gängigen makroökonomischen Konzepte nicht in der Lage, diese regionalen Differenzen zu erklären.

    Unsere alternative Erklärung eines Teils der regionalen Disparitäten greift auf den Produkt- bzw. Industrielebenszyklus, Strukturwandelansätze, technischen Fortschritt und die Güternachfrage zurück. Dabei wird ein in Zusammenarbeit mit H. Sanner (Universität Potsdam) neu entwickeltes theoretisches Modell verwendet, das Ansätze des Strukturwandels (u. a. nach Appelbaum und Schettkat) mit regionalen und industrieökonomischen Ansätzen verbindet. Dieses Modell impliziert eine allgemeine Erklärung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung aus der Dynamik von technischem Fortschritt und Strukturwandel. Demnach sind positive Beschäftigungseffekte von technischem Fortschritt insbesondere dann zu erwarten, wenn die Güternachfrage elastisch ist.

    In dem empirischen Teil des Projekts sollen die vorgefundenen regionalen Disparitäten, u. a. zwischen verschiedenen Regionstypen, aufbauend auf den Ansätzen zur statischen und dynamischen Arbeitsnachfrage erklärt werden. Auf diese Weise soll u. a. untersucht werden, inwieweit sich eher die Metropolen und Zentren des Landes oder das „flache Land“ besser entwickeln. Darüber hinaus sollen die oben genannten Theorieansätze einem Test unterzogen werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind relevant für die Erklärung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Bei den empirischen Analysen wird unter anderem der LIAB, die Beschäftigtendaten des IAB und andere Industriedaten aus verschiedenen Quellen verwendet.

    In einem weiteren Zweig des Projekts wird das Churning von Wirtschaftszweigen und die Evolution der Städte der Republik in einem auf Duranton zurückgehenden Ansatz in Zusammenarbeit mit J. Südekum untersucht.
     

    Beteiligte aus dem IAB

    Ludewig, Oliver; Dauth, Wolfgang; Rossen, Anja;
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  • IAB-Projekt

    Berufliche Passung und regionale Mobilität (01.06.2006 - 31.12.2009)

    Seibert, Holger;

    Projektbeschreibung

    Der Arbeitsmarkt der Bundesrepublik Deutschland ist nach Berufen gegliedert, diese haben im internationalen Vergleich eine weitaus größere Bedeutung als in anderen Ländern. Struktur und Dynamik der regionalen beruflichen Segmentierung sollen im Rahmen des Projekts untersucht werden. Räumliche Inhomogenitäten und Disparitäten auf beruflichen Arbeitsmärkten sollen im Vordergrund der Analysen stehen. Einerseits geht es darum, die Tiefe der Gräben zwischen unterschiedlichen Berufen auszuloten. Andererseits soll untersucht werden, ob die erkennbaren Barrieren beim Berufswechsel im Zeitablauf ansteigen oder abnehmen. Auch geht es darum, ob durch regionale Mobilität berufliche Wechsel vermieden werden können und ob dies eine Strategie ist, Arbeitsmarktpositionen zu sichern.

    Theoretische Basis ist ein Segmentationsansatz, der mit Hilfe von (neo)institutionalistischen soziologischen und volkswirtschaftlichen Arbeiten auf eine neue Grundlage zu stellen ist. Dabei soll ein theoretisches Entscheidungsmodell entwickelt werden, dass auf individueller Ebene erklären kann, ob sich Personen eher für einen Berufswechsel oder einen Ortswechsel entscheiden.

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  • IAB-Projekt

    Zur Konzeption der Berufsanalyse: Arbeitsmarktsegmentation und Institutionen als Grundlage der Untersuchung von regionalen beruflichen Arbeitsmarktstrukturen (01.06.2006 - 30.06.2014)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Projektziel: Gewinnung theoretischer und konzeptioneller Grundlagen zur empirischen Analyse beruflicher Arbeitsmärkte, insbesondere zur Durchführung eines Projekts über regionale beruflichen Strukturen.

    Ausgangslage: Berufliche Strukturen sind heute nur selten Gegenstand von sozialwissenschaftlichen oder ökonomischen Analysen. Allenfalls die Übergänge zwischen beruflicher Ausbildung und Erwerbsleben werden häufiger untersucht (vgl. z.B. Seibert 2006, Wachter/ Bender 2006, Fitzenberger 2005)[B1] . So zeigt Seibert (2006) dass sich die Häufigkeit von Wechseln zwischen Berufen an der zweiten Schwelle in den letzten Jahrzehnten kaum verändert haben (Seibert 2006). Wenn aber richtig ist, dass die Berufsschneidung (Beck, Brater, Daheim 1980) und die starke Verberuflichung des deutschen Arbeitsmarktes (Konietzka 1999, Konietzka/Solga 2000) immer noch für das Erwerbsleben in einem hohen Ausmaß prägend sind und auch Lebenschancen entscheidend beeinflussen, dann sind berufliche Strukturen ein wichtiger Untersuchungsgegenstand. Außerdem können Arbeitsmarktungleichgewichte entstehen, da Angebot und Nachfrage von Berufen auf regionaler oder nationaler Ebene nicht zusammenpassen.  

    Untersuchungsansatz: Zur Konstruktion einer adäquaten theoretischen Grundlage sind zunächst die Segmentationsansätze der Arbeitsmarkttheorie zu überprüfen, da berufsfachliche Teilarbeitsmärkte (Lutz/Sengenberger 1974) durch diese Ansätze beschrieben werden.

     Die Geschichte der Segmentationsansätze begann mit der Veröffentlichung von Doeringer & Piore (1971) in den USA. Mit der Publikation von Lutz & Sengenberger (1974) im deutschen Raum setzte ein Boom von Arbeiten zur Arbeitsmarktsegmentation ein, der jedoch ungefähr zur Zeit der Veröffentlichung einer resümierenden Arbeit von Sengenberger (1987) in den achtziger Jahren ein Ende fand.

     Viele Fragestellungen der Segmentationsansätze wurden seither in neuer Form und mit neuen Methoden aufgegriffen. Die ökonomische Arbeitsmarktforschung befasste sich z. B. mit hier ebenfalls relevanten spezialisierten Matchingfunktionen (Petrongolo, Pissarides 2001). Untersucht wurden ebenfalls viele Aspekte von Lohndifferentialen, u. a. zwischen Branchen (Krueger, Summers 1989) oder Betrieben (Abowd, Kramarz, Margolis 1999), ohne allerdings einen Bezug zu den Segmentationsansätzen herzustellen, obwohl Differentiale oder Matchingprozesse mit Barrieren zwischen Teilarbeitsmärkten zu verstehen wären. Mit einer Studie, die Szydlik (1992, 1993, 1994) Anfang der 1990er Jahre vorlegte, wird auf Basis der Humankapitaltheorie und der Segmentationstheorie {zusammengeführt waren sie eigentlich von Anfang an} das Arbeitseinkommen mit Hilfe von individuellen und strukturellen Merkmalen erklärt.

    In der soziologischen Arbeitsmarktforschung gelten die Segmentationsansätze immer noch als wichtige Basis für empirische Analysen und werden für verschiedene Spezialbereiche entsprechend herangezogen (vgl. z. B. Pfau-Effinger 2004 und verschiedene Beiträge in Abraham, Hinz 2005, z. B. Struck 2005).

    Im Rahmen des Projekts sollen die älteren Ansätze nicht einfach reproduziert werden, vielmehr wird angestrebt, mit der Segmentationsanalyse neu zu beginnen. Zwischen den Segmentationsansätzen und den neueren Arbeiten der (neo)institutionellen Ökonomie und Soziologie besteht nämlich eine Isomorphie: Der Arbeitsmarkt ist geradezu ein Paradebeispiel für die Bedeutung von Institutionen im ökonomischen Prozess. Umgekehrt erlauben neue Analysen der Institutionen eine bessere theoretische Fundierung der Arbeitsmarktforschung.

    Dazu sei ein Beispiel angeführt: Zum Verständnis der Ausbildung von Arbeitsmarktstrukturen ist Beckers Unterscheidung zwischen allgemeiner und (betriebs-)spezifischer Ausbildung wichtig. Im System der dualen Ausbildung werden nun Ausbildungsinhalte so normiert, dass sie weitgehend auf dem externen Markt angeboten werden können. Dies ermöglicht den beteiligten Betriebe und Arbeitskräfte einerseits das Risiko einer Fehlinvestition und andererseits Einarbeitungskosten für neu zu rekrutierende Fachkräfte zu senken. Ein höherer Grad an gesellschaftlicher Arbeitsteilung wird möglich. Dies gilt für Deutschland, nicht für die USA, wo eine ganz andere Version der sharing decision bei Bildungsinvestitionen häufig ist (Hashimoto 1981).

    In der Terminologie der (neo-)institutionalistischen Ansätze (North 1990, Voigt 2002) normieren externe Institutionen die Ausbildungsinhalte, die somit durch staatliche Vorschrift und Sanktionierung dem Handeln der Wirtschaftssubjekte jeweils vorgegeben sind. In der Systematik der gleichen Ansätze werden die Erwartungen der Wirtschaftssubjekte, die auf einer weiteren Stufe ebenfalls eine Rolle spielen, als interne Institutionen bezeichnet: Das Besetzen bestimmter Positionen in der Betriebsorganisation erfolgt bevorzugt durch Personen mit bestimmten beruflichen Fähigkeiten und Erfahrungen. Umgekehrt werden sich Arbeitskräfte in ihrem (Weiter-)Bildungs- und Arbeitsmarktverhalten auf diese betrieblichen Erwartungen einstellen und versuchen, diese zu erfüllen..

    Die Ausbildung von berufsfachlichen Teilarbeitsmärkten im Sinne der Segmentationsanalyse entsteht also nicht schlicht durch entsprechende Investitionen der Wirtschaftssubjekte, wie dies die Ansätze der ersten Generation erwarteten. Ihre Ausbildung ist vielmehr zusätzlich an staatliche Normierungen und den Aufbau dazu kompatibler Erwartungen der Wirtschaftssubjekte gebunden. Das Ineinandergreifen von staatlichen Festlegungen und von Erwartungen bezeichnet einen komplexen Prozess, dessen Ergebnis keineswegs trivial ist. Obwohl sich verschiedene Länder für das duale Ausbildungswesen interessierten, gelingt der Export dieses mitteleuropäischen Modells im Allgemeinen nicht. 

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  • IAB-Projekt

    Ausbildungsmobilität. Räumliche Mobilität auf dem Lehrstellenmarkt (01.06.2006 - 31.07.2008)

    Seibert, Holger; Fuchs, Stefan; Hampel, Katharina;

    Projektbeschreibung

    Mit Hilfe verschiedener Indikatoren, die wir aus dem BA-Datenmaterial generieren, werden wir im Rahmen dieses Kurzprojekts regionale Ausbildungszentren in Deutschland identifizieren und untersuchen. Ausbildungszentren verstehen wir nicht nur als Massezentren mit besonders hohen Azubizahlen, sondern wir unterscheiden die Zentren danach inwieweit hier verschiedenen Branchen bzw. Berufsgruppen dominieren. Gleichzeitig werden wir versuchen die Zukunftsfähigkeit von Ausbildungszentren zu prüfen, indem wir die dominierenden Berufsgruppen mit der jeweiligen regionalen Beschäftigungsentwicklung in diesen Berufen vergleichen.

    Im Anschluss an die Identifikation der Ausbildungszentren werden wir anhand von Pendleranalysen für Auszubildende die regionale Mobilität in identifizierten Ausbildungszentren analysieren. Hierbei geht es um Ausmaß, Richtung und Struktur der Pendlerbewegungen. Da wir über die Pendleranalysen nur einen Teil der regionalen Mobilität abbilden können ergänzen wir diese Auswertungen mit Hilfe von regionalen Wanderungsmatrizen. Dabei betrachten wir die Altergruppen zwischen 15 und 20 Jahren mit der Annahme, dass es sich bei diesen Wanderungen um Mobilität zum Zwecke einer Ausbildung handelt.

    Die Analyse der Ausbildungszentren und der dort stattfindenden Mobilitätsströme sind einerseits von großem Interesse für regionale Arbeitsmarktakteure. Andererseits schaffen wir mit Hilfe dieser Auswertungen ein umfangreiches deskriptives Fundament für das geplante IAB-Regional-Projekt Determinanten regionaler Mobilität von Ausbildungsabsolventen .

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