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Dossier

Regionale Arbeitsmärkte in Deutschland

Unter den einheitlichen Rahmenbedingungen der Bundesrepublik Deutschland finden sich Regionen, die von einer tiefen Arbeitsmarktkrise betroffen sind, und andere, in denen nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Welches sind die Ursachen dieser regionalen Disparitäten? Wie werden sich der Arbeitskräftebedarf und das Erwerbspersonenpotenzial in den Regionen zukünftig entwickeln? Welche regionalen Beschäftigungsaussichten bestehen, für Jüngere und Ältere, in Wirtschaftszweigen, in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten? Dieser IABInfoPool erschließt Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Arbeitsmarktentwicklung"
  • IAB-Projekt

    Regionale Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung Älterer (01.09.2009 - 31.12.2018)

    Hirschenauer, Franziska; Bogai, Dieter;

    Projektbeschreibung

    In Deutschland bestehen markante regionale Unterschiede in der Erwerbsbeteiligung der Älteren. So schwankte 2011 auf der Ebene der Kreisregionen die Erwerbsquote der 60- bis 64-jährigen Männer zwischen 30,6% und 77,4%, die der gleichaltrigen Frauen zwischen 25,0% und 68,7%.

    Mit Hilfe multipler Querschnittsregressionen sollen die geschlechtsspezifischen regionalen Erwerbsquoten der 55- bis 59-Jährigen sowie die der 60- bis 64-Jährigen auf ihre zentralen Bestimmungsfaktoren hin untersucht werden. Zu vermuten ist, dass die regionale Erwerbsbeteiligung der Älteren mit steigender regionaler Arbeitslosigkeit sinkt, weil mangelnde regionale Erwerbsmöglichkeiten v. a. die Erwerbschancen der Älteren beeinträchtigen und diese dann einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben anstreben, sofern die rentenrechtlichen Rahmenbedingungen Möglichkeiten dazu bieten. Zu vermuten ist außerdem, dass neben der regionalen Arbeitslosigkeit weitere Arbeitsmarktcharakteristika, wie beispielsweise die regionale Betriebsgrößenstruktur und die Branchenstruktur des regionalen Arbeitsplatzangebots, Einfluss auf die regionalen Erwerbsquoten der Älteren haben. Begründen lässt sich diese Vermutung mit vorliegenden Untersuchungsbefunden, die darauf hindeuten, dass es vor allem Großbetriebe des Produzierenden Gewerbes sind, die Vorruhestandsregelungen für Arbeitslose als Instrument zur Personalanpassung genutzt haben.

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  • IAB-Projekt

    Auswirkung räumlicher Konzentration von Unternehmen auf die regionale Beschäftigungsentwicklung (01.10.2008 - 31.03.2012)

    Dauth, Wolfgang; Dauth, Wolfgang;

    Projektbeschreibung

    Theorien der Regionalforschung sagen voraus, dass Betriebe von ihrer gegenseitigen räumlichen Nähe profitieren, wenn sie in einer Lieferbeziehung stehen, einen gemeinsamen Arbeitsmarkt haben, oder es zur Übertragung von Wissen kommt (die drei Marshall'schen Kräfte). Während die Existenz dieser externen Effekte als Ganzes durch die empirische Literatur gestützt wird, gibt es nur wenige Studien, welche zwischen den einzelnen Erklärungen unterscheiden. Diese Arbeit stellt einen neuen Ansatz vor, um die Bedeutung und die Größenordnung der einzelnen Marschall'schen Kräfte zu beurteilen. Anstatt externe Skalenerträge innerhalb einzelner Wirtschaftszweige zu messen, werden Beziehungen zwischen verschiedenen Branchen am gleichen Ort modelliert. In einer empirischen Untersuchung werden Wechselwirkungen in der Beschäftigungsentwicklung von 55 Wirtschaftszweigen in den Arbeitsmarktregionen der fünf größten Städte Westdeutschlands im Zeitraum von 1989 bis 2006 gemessen. Dazu werden Methoden der räumlichen Ökonometrie angepasst, wobei in diesem Kontext die Stärke der Wechselwirkungen durch die ökonomische anstelle der geographischen Nähe bestimmt wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass jede der drei Marschall'schen Kräfte dazu beitragen kann, Agglomerationsvorteile zu erklären.

    Beteiligte aus dem IAB

    Dauth, Wolfgang; Dauth, Wolfgang;
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  • IAB-Projekt

    Abgrenzung, Dynamik und Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen (01.06.2008 - 31.12.2013)

    Brück-Klingberg, Andrea; Wrobel, Martin;

    Projektbeschreibung

    Ziel ist die Untersuchung der Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes Bremen sowie der Zielgenauigkeit und Wirksamkeit des arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums. Erkenntnisse auf diesem Gebiet könnten sowohl zur Optimierung der Vermittlungsaktivitäten der Arbeitsverwaltung als auch zur Verbesserung der Versorgung der regionalen Wirtschaft mit dem benötigten Arbeitskräftepotenzial beitragen. Die Vorgehensweise erfolgt in einem dreistufigen Untersuchungsverfahren. Zunächst erfolgt die gemeindescharfe Abgrenzung der Arbeitsmarktregion Bremen und die Analyse der Arbeitsmarktdynamik. Darauf aufbauend wird eine umfangreiche Untersuchung des Verbleibs und der Integration von Arbeitslosen vorgenommen, die Rückschlüsse auf Beschäftigungspotenziale und Vermittlungschancen zulässt. Die Arbeiten zu den ersten beiden Arbeitsschritten sind bereits relativ weit fortgeschritten.

    Beteiligte aus dem IAB

    Wrobel, Martin; Kropp, Per; Harten, Uwe;
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  • IAB-Projekt

    Regionale Dimension des qualifikatorischen Strukturwandels in den alten Bundesländern (01.05.2008 - 31.12.2012)

    Niebuhr, Annekatrin;

    Projektbeschreibung

    Der seit den 1970er Jahren beschleunigt stattfindende qualifikatorische Strukturwandel zu Tätigkeiten mit höherem Anforderungsniveau ist trotz signifikanter regionaler Unterschiede innerhalb Deutschlands bisher kaum in seiner räumlichen Dimension betrachtet worden. Aufbauend auf einer Diskussion von Erklärungsansätzen aus der Wirtschaftsgeographie und der Arbeitsmarktökonomie sollen die Einflussfaktoren auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in den alten Bundesländern theoretisch abgeleitet und empirisch bestimmt werden. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Differenzierung der Beschäftigungsentwicklung nach unterschiedlichen, im ausgeübten Beruf erforderlichen Qualifikationsniveaus. Die quantitative und qualitative Analyse der regionsspezifischen Einflussfaktoren soll Handlungsmöglichkeiten für die regionale Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik aufzeigen, um auf der regionalen Ebene die Beschäftigungschancen für gering und mittel Qualifizierte zu verbessern.

    Beteiligte aus dem IAB

    Niebuhr, Annekatrin;
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  • IAB-Projekt

    Returns to Regional Mobility of the Unemployed (01.05.2008 - 30.06.2011)

    Ludsteck, Johann;

    Projektbeschreibung

    Im Rahmen des Projekts wird untersucht, ob regional mobile Arbeitslose höhere Löhne erzielen als regional immobile. Durch Rückgriff auf die gesamten Registerdaten der Bundesagentur für Arbeit können wir regionale Preisniveaueffekte ausschließen, indem wir nur Personen in denselben Regionen miteinander vergleichen

    Beteiligte aus dem IAB

    Ludsteck, Johann; Lehmer, Florian;
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  • IAB-Projekt

    Die Arbeitsmarktregion Schweinfurt zwischen "Boom" und Strukturwandel - Eine exemplarische Analyse (01.04.2008 - 31.12.2015)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Die Arbeitsmarktregion Schweinfurt war über viele Jahrzehnte einseitig auf in der Stadt Schweinfurt ansässige industrielle Großbetriebe im verarbeitenden Gewerbe monozentriert. Infolge dieser regionalen Monostruktur mit mangelnden Anpassungskapazitäten an den konjunkturellen Einbruch, ausgelöst durch den Zusammenbruch der Transformationsökonomien in Osteuropa und das Aufkommen international wettbewerbsfähigerer Konkurrenz, kam es in der ersten Hälfte der 1990er Jahre zu einer tiefen Krise der regionalen Wirtschaft in und um Schweinfurt. Diese führte ausgehend von Massenentlassungen in der Großindustrie zur schrittweisen Einleitung eines regionalen Strukturwandels, der maßgeblich von den Entwicklungsstrategien der Großunternehmen angetrieben wurde. Vor dem Hintergrund der tiefen wirtschaftlichen Krise erscheint es deshalb umso bemerkenswerter, dass die Region Schweinfurt in jüngerer Zeit - das heißt, nur etwas mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer schweren Krise - in der Presse als deutschlandweit überdurchschnittlich prosperierender und sich überaus dynamisch entwickelnder Wirtschaftsraum dargestellt wird (vgl. Prognos Zukunftsatlas 2007).

    Anknüpfend an die Anfang der 1990er Jahre durchgeführten Untersuchungen und Publikationen von BLIEN (1993) bzw. BLIEN & FRIEDRICH (1993) zum regionalen Strukturwandel in der Schweinfurter Großindustrie soll die jüngere Entwicklung der Region anhand regionalstatistischer Auswertungen detailliert quantifiziert werden. Darüber hinaus werden die, für die positive Entwicklung der Region wichtigen regionalwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mittels qualitativen Informationen aus Interviews mit regional bedeutsamen Unternehmensvertretern und Vertretern der Verwaltung untersucht. In der Analyse werden dabei inhaltliche und methodische Bezüge zur empirischen Cluster-Forschung, die im Rahmen des Projektes CORIS bereits für mehrere Regionen Bayerns vorliegt, hergestellt. Vor diesem Hintergrund sollen so die adaptiven Unternehmensstrategien in Produktion und Organisation, wie auch die Vielzahl der arbeitsmarkt-, regional- sowie wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Verwaltungen im Rahmen einer exemplarischen Regionalanalyse der Arbeitsmarktregion Schweinfurt evaluiert werden. 

     

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  • IAB-Projekt

    Regionale Arbeitslosigkeit und Entlohnung (01.07.2007 - 30.04.2024)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Die im IAB bereits mit hoher Intensität durchgeführten Analysen zur "Lohnkurve" werden mit modernen statistisch-ökonometrischen Methoden fortgesetzt. Dabei ist insbesondere auf die zeitlichen und räumlichen Abhängigkeiten zu achten. Eine Lohnkurve ist eine fallende konvexe Funktion der Löhne in Abhängigkeit von der regionalen Arbeitslosenquote. Dies impliziert, dass benachteiligte Regionen nicht nur durch hohe Arbeitslosigkeit, sondern auch durch niedrige Löhne betroffen sind. Verbindungen zur Analyse sozialer Ungleichheit können auf dieser Grundlage abgeleitet werden.  

    Beteiligte aus dem IAB

    Phan Thi Hong, Van; Wolf, Katja; Trappmann, Mark;
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  • IAB-Projekt

    Lohneffekte beruflicher Mobilität und inter-regionaler Migration (01.06.2007 - 31.12.2008)

    Ludsteck, Johann;

    Projektbeschreibung

    Im Rahmen des Projekts werden die Lohneffekte intra- und interregionaler Mobilität untersucht. Wegen der extrem hohen Beobachtungszahl (Datenquelle ist die gesamte BEHfür die Jahre 1995-2002) können wir sowohl kurz- als auch mittelristige Mobilitätsrenditen für homogene Gruppen von Beschäftigten ermitteln. Darüber hinaus werden die Renditen in Abhängigkeit von Ursprungs- und Zielregionen (nach der Klassifikation der BBR) ermittelt

    Beteiligte aus dem IAB

    Ludsteck, Johann; Lehmer, Florian;
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  • IAB-Projekt

    Arbeitskräftemobilität und regionale Disparitäten (01.03.2007 - 31.10.2015)

    Niebuhr, Annekatrin;

    Projektbeschreibung

    Ziel des Projekts ist die empirische Analyse der Auswirkungen von Arbeitskräftemobilität auf die Unterschiede der regionalen Arbeitsmarktbedingungen in Deutschland. Hierbei sollen sowohl die Bedeutung von Pendlerverflechtungen als auch die Wirkungen von Wanderungsbewegungen auf die Arbeitsmarktbedingungen in der Ursprungs- und Zielregion untersucht werden. Hierin unterscheidet sich das Projekt von vorhandenen Studien, die in der Regel lediglich die Effekte von Wanderungen auf die Einkommensdisparitäten analysieren. Berücksichtigt wird die Qualifikation der Arbeitskräfte, weil die Auswirkungen der Mobilität auf die regionalen Arbeitsmarktbedingungen je nach Qualifikationssegment erheblich voneinander abweichen können. Ein besonderer Schwerpunkt der empirischen Analysen besteht in der detaillierten Betrachtung der Regionen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, da hier Wanderungsbewegungen und Pendlerverflechtungen zwischen west- und ostdeutschen Regionen für den Aufholprozess der ostdeutschen Gebiete eine besondere Rolle spielen können – etwa im Gegensatz zu Gebieten entlang der polnischen Grenze, da hier die Arbeitskräftemobilität durch administrative Hemmnisse und Sprachbarrieren eingeschränkt wird und zudem der polnische Arbeitsmarkt keine günstigen Bedingungen bietet. Neben deskriptiven Analysen der Struktur und Entwicklung der Arbeitskräftemobilität sowie der regionalen Disparitäten soll im analytischen Teil des Projekts die Wirkung der Mobilität auf die Unterschiede in den regionalen Arbeitsmarktbedingungen untersucht werden. Ein zentrales Kennzeichen des Forschungsvorhabens ist hierbei, dass sowohl Einkommensdisparitäten als auch Unterschiede in der regionalen Arbeitslosigkeit betrachtet werden. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass nicht nur hinsichtlich der Determinanten sondern auch der Zielgrößen nach Qualifikationsniveaus differenziert wird. Zentrale Bedeutung für das geplante Forschungsvorhaben hat der für das Projekt zusammengestellte Datensatz. Die regionale Arbeitskräftemobilität in Deutschland kann ausgehend von einer Sonderauswertung der Beschäftigtenhistorik besonders genau abgebildet werden. Der Datensatz umfasst die Entwicklung von Wanderungen, Pendlerverflechtungen und regionalen Disparitäten in Deutschland von 1999 bis 2004/5. Dabei kann zwischen verschiedenen Qualifikationssegmenten differenziert werden. Um den Analysezeitraum bis Mitte der 90er Jahre auszudehnen, werden zusätzlich Daten des Statistischen Bundesamtes verwendet. Für die Analysen sollen neben panel-ökonometrischen Methoden vor allem Methoden der räumlichen Statistik und Ökonometrie zur Anwendung kommen

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  • IAB-Projekt

    Analysen regionaler Arbeitslosenquoten unter Einsatz räumlicher Filter (01.01.2007 - 31.12.2011)

    Schanne, Norbert; Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Zwischen den Arbeitslosenquoten in Regionen bestehen deutliche und dauerhafte Unterschiede. Aufbauend auf theoretisch begründeten Hypothesen können verschiedene Einflussfaktoren identifiziert werden. Es bestehen aber gegensätzliche Aussagen bezüglich der Größe des Zusammenhangs wie auch z.B. beim Einfluss des Lohnes der Wirkungsrichtung, die in bisherigen Studien beide empirisch untermauert werden können. Eine Ursache für die widersprüchlichen Ergebnisse kann in der Vernachlässigung oder inadäquaten Berücksichtigung der räumlichen Dimension, d.h. in der Verzerrung durch ausgelassene oder fehlerhaft gemessene Variablen, liegen.

    Da die regionalen Disparitäten der Arbeitslosigkeit keine zufällige geographische Verteilung zeigen, sondern beobacht- und testbare räumliche Muster erzeugen, sollen diese mit einem speziellen Ansatz der empirischen Regionalwissenschaften untersucht werden: Das räumliche Filtern (spatial filtering) man könnte dies als räumlich-autoregressives Äquivalent zur Hauptkomponentenanalyse betrachten scheint besonders geeignet, diese Muster aufzufangen, die Strukturen in den Daten selbst zu durchleuchten und für weitere Analyseschritte adäquat zu erfassen. Das Zusammenspiel von räumlichen Filtern und den Schätzern der erklärenden Variablen ist dabei von besonderem Interesse. Die Ergebnisse werden mit Schätzungen gemäß der Standardmethoden der räumlichen Ökonometrie verglichen. Um konsistente Ergebnisse Schätzer und Hypothesentests zu gewährleisten, sind eine korrekte Formulierung der ökonomischen Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und erklärenden Faktoren ebenso notwendig wie eine adäquate Spezifizierung in der ökonometrischen Analyse.

    Die Arbeitslosigkeit und insbesondere die hohen Arbeitslosenquoten in einigen Landesteilen ist eine der zentralen Herausforderungen an die deutsche Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Zunächst ist die Erklärung der räumlichen Muster der Arbeitslosigkeit von direktem Interesse. Darüber hinaus erlaubt die Untersuchung, wie sich die Schätzungen der partiellen Korrelationen anderer Variablen aufgrund der differenzierten Kontrolle auf signifikante räumliche Muster verändern, Rückschlüsse über das Ausmaß der Verzerrung in Schätzungen. Besonders dies ist für die Politikberatung und die Forschung im IAB relevant.

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  • IAB-Projekt

    Technischer Fortschritt und Regionale Arbeitsnachfrage (01.10.2006 - 30.09.2022)

    Ludewig, Oliver;

    Projektbeschreibung

    Der makroökonomische Mainstream erklärt die Unterschiede in Beschäftigung und Arbeitslosigkeit zwischen Nationen vor allem durch die institutionelle Ausgestaltung der Arbeitsmärkte. In Deutschland sind Unterschiede zwischen den Regionen gegenwärtig von der gleichen Größenordnung wie jene zwischen europäischen Ländern. Da der institutionelle Rahmen innerhalb des Landes aber weitgehend gleich ist, sind die gängigen makroökonomischen Konzepte nicht in der Lage, diese regionalen Differenzen zu erklären.

    Unsere alternative Erklärung eines Teils der regionalen Disparitäten greift auf den Produkt- bzw. Industrielebenszyklus, Strukturwandelansätze, technischen Fortschritt und die Güternachfrage zurück. Dabei wird ein in Zusammenarbeit mit H. Sanner (Universität Potsdam) neu entwickeltes theoretisches Modell verwendet, das Ansätze des Strukturwandels (u. a. nach Appelbaum und Schettkat) mit regionalen und industrieökonomischen Ansätzen verbindet. Dieses Modell impliziert eine allgemeine Erklärung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung aus der Dynamik von technischem Fortschritt und Strukturwandel. Demnach sind positive Beschäftigungseffekte von technischem Fortschritt insbesondere dann zu erwarten, wenn die Güternachfrage elastisch ist.

    In dem empirischen Teil des Projekts sollen die vorgefundenen regionalen Disparitäten, u. a. zwischen verschiedenen Regionstypen, aufbauend auf den Ansätzen zur statischen und dynamischen Arbeitsnachfrage erklärt werden. Auf diese Weise soll u. a. untersucht werden, inwieweit sich eher die Metropolen und Zentren des Landes oder das „flache Land“ besser entwickeln. Darüber hinaus sollen die oben genannten Theorieansätze einem Test unterzogen werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind relevant für die Erklärung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Bei den empirischen Analysen wird unter anderem der LIAB, die Beschäftigtendaten des IAB und andere Industriedaten aus verschiedenen Quellen verwendet.

    In einem weiteren Zweig des Projekts wird das Churning von Wirtschaftszweigen und die Evolution der Städte der Republik in einem auf Duranton zurückgehenden Ansatz in Zusammenarbeit mit J. Südekum untersucht.
     

    Beteiligte aus dem IAB

    Ludewig, Oliver; Dauth, Wolfgang; Rossen, Anja;
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  • IAB-Projekt

    Berufliche Passung und regionale Mobilität (01.06.2006 - 31.12.2009)

    Seibert, Holger;

    Projektbeschreibung

    Der Arbeitsmarkt der Bundesrepublik Deutschland ist nach Berufen gegliedert, diese haben im internationalen Vergleich eine weitaus größere Bedeutung als in anderen Ländern. Struktur und Dynamik der regionalen beruflichen Segmentierung sollen im Rahmen des Projekts untersucht werden. Räumliche Inhomogenitäten und Disparitäten auf beruflichen Arbeitsmärkten sollen im Vordergrund der Analysen stehen. Einerseits geht es darum, die Tiefe der Gräben zwischen unterschiedlichen Berufen auszuloten. Andererseits soll untersucht werden, ob die erkennbaren Barrieren beim Berufswechsel im Zeitablauf ansteigen oder abnehmen. Auch geht es darum, ob durch regionale Mobilität berufliche Wechsel vermieden werden können und ob dies eine Strategie ist, Arbeitsmarktpositionen zu sichern.

    Theoretische Basis ist ein Segmentationsansatz, der mit Hilfe von (neo)institutionalistischen soziologischen und volkswirtschaftlichen Arbeiten auf eine neue Grundlage zu stellen ist. Dabei soll ein theoretisches Entscheidungsmodell entwickelt werden, dass auf individueller Ebene erklären kann, ob sich Personen eher für einen Berufswechsel oder einen Ortswechsel entscheiden.

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  • IAB-Projekt

    Ausbildungsmobilität. Räumliche Mobilität auf dem Lehrstellenmarkt (01.06.2006 - 31.07.2008)

    Seibert, Holger; Fuchs, Stefan; Hampel, Katharina;

    Projektbeschreibung

    Mit Hilfe verschiedener Indikatoren, die wir aus dem BA-Datenmaterial generieren, werden wir im Rahmen dieses Kurzprojekts regionale Ausbildungszentren in Deutschland identifizieren und untersuchen. Ausbildungszentren verstehen wir nicht nur als Massezentren mit besonders hohen Azubizahlen, sondern wir unterscheiden die Zentren danach inwieweit hier verschiedenen Branchen bzw. Berufsgruppen dominieren. Gleichzeitig werden wir versuchen die Zukunftsfähigkeit von Ausbildungszentren zu prüfen, indem wir die dominierenden Berufsgruppen mit der jeweiligen regionalen Beschäftigungsentwicklung in diesen Berufen vergleichen.

    Im Anschluss an die Identifikation der Ausbildungszentren werden wir anhand von Pendleranalysen für Auszubildende die regionale Mobilität in identifizierten Ausbildungszentren analysieren. Hierbei geht es um Ausmaß, Richtung und Struktur der Pendlerbewegungen. Da wir über die Pendleranalysen nur einen Teil der regionalen Mobilität abbilden können ergänzen wir diese Auswertungen mit Hilfe von regionalen Wanderungsmatrizen. Dabei betrachten wir die Altergruppen zwischen 15 und 20 Jahren mit der Annahme, dass es sich bei diesen Wanderungen um Mobilität zum Zwecke einer Ausbildung handelt.

    Die Analyse der Ausbildungszentren und der dort stattfindenden Mobilitätsströme sind einerseits von großem Interesse für regionale Arbeitsmarktakteure. Andererseits schaffen wir mit Hilfe dieser Auswertungen ein umfangreiches deskriptives Fundament für das geplante IAB-Regional-Projekt Determinanten regionaler Mobilität von Ausbildungsabsolventen .

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  • IAB-Projekt

    Prüfung der Möglichkeiten der tieferen Regional- und Berufsgliederung sowie der multiplen Datenimputation der Quartalsdaten der Erhebung des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots 2005/2006 (01.10.2005 - 31.01.2007)

    Warning, Anja;

    Projektbeschreibung

    Die Zahl der offenen Stellen nach Wirtschaftszweigen und Berufen kann erstmals auf Bundesländerebene ermittelt werden. Es wirf geprüft, inwiefern sich für die telefonischen Quartalsbefragungen ein automatisches Kodierungssystem anwenden lässt, um die offenen Stellen nach Berufen besser zu erfassen. Es wird untersucht, ob und wie sich mit Hilfe von ökonometrischen Schätzansätzen die Zahl der offenen Stellen nach Wirtschaftszweigen und Berufen auf Kreisebene bestimmen lässt, dies ist ein Anliegen der Europäischen Kommission. Zur Ergänzung fehlender Angaben in den Quartalsbefragungen und damit zur Verbreiterung der verfügbaren Datenbasis werden Methoden der multiplen Datenimputation entwickelt und angewendet.

    Beteiligte aus dem IAB

    Warning, Anja; Gartner, Hermann; Drechsler, Jörg;
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  • IAB-Projekt

    Ökonomische Effekte kultureller Vielfalt (01.04.2005 - 30.12.2009)

    Haas, Anette; Niebuhr, Annekatrin;

    Projektbeschreibung

    Das IAB wird sich an dem Modul A: "Ökonomische Effekte kultureller Vielfalt" beteiligen.
    Zur Realisierung ihrer Forschungsziele wird die Studiengruppe theoriebasierte empirische Analysen zweier Fragenkomplexe durchführen:
    - Wie beeinflusst die kulturelle Vielfalt von Zuwanderern, d.h. die Gesamtheit ihrer Eigenschaften, Verhaltensmuster und ihrer sozialen Netzwerke, ihren individuellen Arbeitsmarkterfolg sowie Produktivität, Innovationsfähigkeit und Wachstum in den Zuwanderungsregionen?
    - Welchen Einfluss nehmen die rechtlichen Rahmenbedingungen (gesetzliche und institutionelle Regelungen sowie Maßnahmen) in den Zuwanderungsregionen auf die wirtschaftlichen Effekte kultureller Vielfalt?
    Auf der Grundlage der Resultate wird die Studiengruppe Empfehlungen für die Zuwanderungs- und Integrationspolitik auf der lokalen, nationalen und EU-Ebene entwickeln sowie Maßnahmen zu deren praktischen Umsetzung vorschlagen.
    Die Forschungsarbeiten und Politikanalysen werden von einem internationalen Team durchgeführt, das sich aus Ökonomen, Soziologen, Politikwissenschaftlern und Juristen zusammensetzt. Zur Anwendung kommen qualitative und quantitative Analysemethoden. Zu Beginn des Projekts wird die Studiengruppe einen gemeinsamen theoretischen Forschungsrahmen entwickeln, der sich aus aktuellen Forschungsergebnissen über den Zusammenhang zwischen den Charakteristika von Immigranten und den allgemeinen Bedingungen in den Zuwanderungsländern ableitet. Ausgehend von einem "Forms of Capital"-Ansatz werden wir die wirtschaftliche Leistung von Einwanderern als das Ergebnis der Interaktion ihrer unterschiedlichen Formen von Kapital mit den ökonomischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in den Zielländern betrachten.
    "Forms of Capital", die wir als kulturelle Vielfalt der Zuwanderer bezeichnen, können entlang von drei Dimensionen definiert werden:
    - Das spezifische Human- und kulturelle Kapital der Einwanderer (Sprache, Werte und Überzeugungen, besondere Fähigkeiten und Wissen, die mit der Herkunft verbunden sind).
    - Das mit den Netzwerken von Einwanderern verbundene Sozialkapital. Dies bezieht sich auf die für unterschiedliche Kulturen, ethnische Gruppen und Nationalitäten spezifischen Muster sozialer Interaktion in den Gemeinschaften von Zuwanderern (z.B. Vertrauen, Loyalität, Kommunikationsmuster und Informationsaustausch).
    - Die räumliche Konzentration des Human- und Sozialkapitals, im Allgemeinen abgebildet durch die Größe und geographische Verteilung von Einwanderern und ethnischen Minderheiten.
     

    Beteiligte aus dem IAB

    Haas, Anette; Niebuhr, Annekatrin;
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  • IAB-Projekt

    Performanz regionaler Arbeitsmärkte (01.03.2005 - 30.06.2005)

    Hirschenauer, Franziska; Amend, Elke;

    Projektbeschreibung

    Die jahresdurchschnittliche regionale Arbeitslosenquote sagt nur etwas über das Niveau der regionalen Arbeitslosigkeit aus, jedoch nichts über deren Dynamik. Informationen hierzu, die zur Beurteilung des Arbeitslosigkeitsproblems wichtig sind, lassen sich durch parallele Betrachtung des so genannte Zugangs- und Verbleibsrisikos gewinnen.

    Die zweidimensionale Charakterisierung der Agenturbezirke nach Zugängen in Arbeitslosigkeit und durchschnittlich Dauer der Arbeitslosigkeit zeigt, dass die regionalen Konstellationen sehr unterschiedlich sind. Besonders ungünstig ist die Situation in den ostdeutschen Agenturbezirken, die sowohl durch hohe Zugangsquoten als auch durch hohe Arbeitslosigkeitsdauern gekennzeichnet sind. In Westdeutschland ist Langzeitarbeitslosigkeit vor allem ein Problem der industriell und altindustriell geprägten Räume, die besonders stark vom wirtschaftlichen Strukturwandel betroffen sind.

    Beteiligte aus dem IAB

    Hirschenauer, Franziska;
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  • IAB-Projekt

    Vergleichende Analyse von Länderarbeitsmärkten (VALA) (01.01.2005 - 30.05.2006)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Das Projekt untersucht in vergleichender Perspektive die Ökonomie und den Arbeitsmarkt von Bundesländern. Theoretische Basis sind u.a. Ansätze des regionalen Strukturwandels (vgl. Appelbaum und Schettkat) und der Neuen Regionalökonomie. Das VALA-Projekt knüpft an die Analyse der Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland ENDOR-Projekt vgl.: "Die Entwicklung der ostdeutschen Regionen" (BeitrAB 267) an.
    Die Debatte über die Ursachen von und Strategien zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit ignoriert häufig die erheblichen Disparitäten in der Beschäftigungsentwicklung zwischen Kreisen, Bundesländern oder siedlungsstrukturellen Kategorien. Eine empirische Untersuchung auf disaggregierter Ebene kann die makroökonomische Forschung in mehreren Richtungen ergänzen bzw. erweitern. Betrachtet man Städte, Kreise oder Bundesländer als eigenständige wirtschaftliche Einheiten, erhält man im Querschnitt eine beträchtliche Variation von ökonomischen Variablen (z.B. der Qualifikations,- Branchen- und Lohnstruktur), die zur Erklärung der Beschäftigungsentwicklung herangezogen werden kann und Aufschluss über relevante Faktoren der Beschäftigungsentwicklung auf verschiedenen Aggregationsebenen geben kann.
    Ziel der hier geplanten Untersuchung ist es, Beschäftigungseffekte des Lohnniveaus, der Qualifikations- und Firmengrößenstruktur, sowie des regionalen Branchen-Mix zu separieren und auch 'reine' Standorteffekte zu ermitteln, d.h. Beschäftigungseffekte die sich auf Kreise bzw. Bundesländer und siedlungsstrukturelle Gruppen beziehen und nicht über die anderen Variablen des Modells erklärt werden. Die Analyse erfolgt (unter Verwendung von Daten aus der Beschäftigtenstatistik) auf der Kreisebene und der Bundeslandebene
    Die verwendeten ökonometrischen Ansätze (Mehrebenenanalyse und Shift-Share-Regression) erlauben es, alle diese Detailanalysen im Rahmen eines umfassenden zweistufigen Regressionsmodells durchzuführen. In einem ersten Schritt werden regionale Lohneffekte im Rahmen einer erweiterten Lohngleichung identifiziert, die im zweiten Schritt (zusammen mit den anderen oben genannten Regressoren) zur Erklärung der Beschäftigungsentwicklung herangezogen werden.
    Um die teilweise massiven Unterschiede zwischen den neuen und alten Bundesländern abzubilden, erfolgt die Schätzung des Modells für die beiden Teile Deutschlands getrennt. Die Interpretation des Modells erfolgt dezentral durch die Mitarbei-terinnen und Mitarbeiter des regionalen Forschungsnetzwerkes. Dadurch wird insbesondere Wissen über die Arbeitsmarktstrukturen vor Ort mit den ökonometrischen Ergebnissen verknüpft.
    Die im ersten Projektschritt ermittelten reinen Standorteffekte bilden die Basis für weitere Analysen von Einflüssen der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik von Regionen und Bundesländern auf die Beschäftigungsentwicklung.
    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des regionalen Forschungsnetzwerkes werden vor Ort zunächst eine qualitative Beschreibung der regionalen und landesspezifischen Wirtschaftspolitiken erstellen und sie zur Erklärung dieser Standorteffekte heranzuziehen. Auch für diesen Projektschritt ist geplant, die qualitative Analyse in eine quantitative zu überführen, z.B. durch die Bildung von Indikatoren für wirtschaftspolitische Maßnahmen und diese Indikatoren in das Regressionsmodell aufzunehmen.
    Die Ergebnisse sollen zum tieferen Verständnis regionaler Disparitäten beitragen und der Regionalpolitik sowie der regionalen Arbeitsmarktpolitik Handlungsansätze liefern, um die Beschäftigungsentwicklung zu fördern.
     

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  • IAB-Projekt

    Räumliche Konzentration von Wirtschaftsaktivitäten und Beschäftigung (01.09.2004 - 30.09.2006)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    In der Literatur gibt es eine umfangreiche und aktuelle Debatte darüber, welche Art der regionalen Branchenstruktur positiv zur Beschäftigungsentwicklung auf regionaler Ebene beiträgt. Diese Diskussion baut im Wesentlichen auf Elementen der neuen Wachstumstheorie auf, die vor allem die Generierung von neuem Wissen bzw. Innovation als Wachstumsmotor ansieht. Hier ist allerdings bislang weitgehend ungeklärt, inwieweit die daraus erhofften Spill-Overs eher zwischen Unternehmen der gleichen Branchen, zwischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen oder beides realisiert werden können. Im ersteren Fall spricht man von Marshall/Arrow/Romer (MAR) Externalitäten, im zweiten Fall von Jacobs-Externalitäten. Die Frage nach einem "optimalen" Grad der Branchenkonzentration in einer Region ist auch ein wesentlicher Bestand der vorrangig von Krugman entwickelten "New Economic Geography".
    Der Nachweis beider Arten von Externalitäten und Aufschluss über den vorherrschenden Typ, ist für die Beurteilung von Wirtschaftsförderung von großer Bedeutung. Dominieren z.B. MAR-Externalitäten, dann ist es sinnvoll, die Ansiedelung von Unternehmen der gleichen Branchen in einer Region zu fördern. Dies muss dann nicht zwangsläufig mit großen Urbanisationen einhergehen. Sind Externalitäten dagegen vor allem von der Jacobs-Art, dann erscheint die Förderung von Infrastruktur bzw. von Qualifizierungsmaßnahmen als hilfreich, die von vielen Branchen genutzt werden können. Eine weitere interessante Fragestellung, die in diesem Zusammenhang untersucht wird, ist inwieweit sich diese Externalitäten zwischen dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich unterscheiden.
    Nach einer deskriptiven Analyse der Konzentration- und Spezialisierungsmaße für die 440 west- und ostdeutschen Landkreise und kreisfreien Städte soll nun ein ökonometrisches Modell geschätzt werden, um für Deutschland die Frage nach MAR- und/oder Jacobs-Externalitäten zu untersuchen. Dies geschieht in zwei Stufen. Zunächst wird lediglich die Entwicklung der regionalen Beschäftigung zwischen 1993 bis 2001 betrachtet. Hierzu wird auf ein Modell von Combes (2000) zurückgegriffen und dieses auf Deutschland übertragen. In einem zweiten Schritt werden jährliche Wachstumsraten als abhängige Variable verwendet und ein dynamisches Panelmodell geschätzt. Hier ist ein Modell von Henderson (1997) für die USA der Ausgangspunkt.

    Beteiligte aus dem IAB

    Wolf, Katja;
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  • IAB-Projekt

    Ergänzung und Verbesserung der Modellszenarien zur Entwicklung von Beschäftigungsvolumen, Lohnsummen und Beitragseinnahmen - Prognosen für 2004 bis 2006 (01.11.2003 - 31.12.2004)

    Koller, Martin;

    Projektbeschreibung

    Ziel der Untersuchung ist die Weiterentwicklung des kombinierten IAB/STASA - Ansatzes zur Analyse und Prognose des Beschäftigungsvolumens und der sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommen auf Kreisebene für die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Aus den prognostizierten Bruttolohn- und Gehaltssummen der Regionen ergeben sich dann die Beitragseinnahmen zu allen gesetzlichen Sozialversicherungssystemen (einschl. BA-Haushalt) - mit variablen Beitragssätzen. Kurzfristiger Prognosehorizont 2 - 3 Jahre.
    Vorarbeiten: Innerhalb des Forschungsauftrags 8-504.1 "Modellgestützte Analyse zur regionalen Entwicklung von Beschäftigungsvolumen und Lohnsummen" im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeit - Arbeitsbereich VI/8, wurden bereits relativ gute Ergebnisse bei der Vorausberechnung regionaler Ein-kommensdynamik erzielt. Damit konnte die grundsätzliche Überlegenheit des "bottom up"- Ansatzes eindrucksvoll bestätigt werden. Für die Finanzplanung spielt es eine enorme Rolle, ob wir Beschäftigungsgewinne bzw. -verluste in Hochlohn- oder Niedriglohnregionen haben werden. Diese Effekte auf der Einnahme- wie Ausgabeseite waren der Prognose bisher nicht zugänglich. Es zeigte sich ferner, dass demographische Besonderheiten und die Wanderungsdynamik modellgemäß bereits sehr gut abgebildet sind und nicht weiter verbessert werden müssen.
    Unsicherheiten blieben auf der modellgemäßen Abbildung der Nachfrageseite und beim sog. Niedriglohnsektor (z.B. ehemalige 630 DM-Jobs). Die institutionellen Änderungen bei Erfassung und Ausweis der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, der Gegensatz von Volumengrößen und (aktueller verfügbaren) Stichtagsdaten bedürfen der weiteren Analyse und Fehlerkorrektur. Hierfür stehen lange Zeitreihen und Datenbankoptionen zur Verfügung.
    Vorgehensweise: Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wird vorgeschlagen, die Nachfrageseite zunächst gesamtwirtschaftlich mit den Länderszenarien des weiterentwickelten GWS- Modells abzubilden. Dieser Modellansatz wurde gemeinsam von IAB und GWS entwickelt. Die neuen Ländermodelle stützen sich auf die VGR der Bundesländer in der revidierten Fassung 1992-2001. Am 28.4.03 wurden die neue Modell-Version sowie die Szenario-Ergebnisse für Sektoren und Länder von Prof. Meyer im IAB vorgestellt. Die ersten Tests verliefen positiv, die volkswirtschaftlich begründeten Länderprognosen können nun auch für Lead-Szenarien auf der Kreisebene eingesetzt werden. Damit sind auch Impulse aus dem volkswirtschaftlichen Kreislauf und Nachfrage-Aggregate abbildbar. Die Qualität und Verlässlichkeit der Prognoserechnungen auf Kreisebene wird dadurch verbessert.
    In einem weiteren Schritt sind die Szenarien auf Kreisebene zu verbessern (Modellierung der Rückkopplungsbeziehungen zwischen Beschäftigung, Einkommen und regionaler Kaufkraft). Dabei dienen die Randsummen auf Kreisebene sowie Sektoreffekte aus geänderter internationaler Handelsverflechtung (grob disaggregiert) zur Erhöhung des Erklärungsgehaltes der Regionalmodelle. Besonders wichtig ist, dass die kreisspezifischen Effekte im Zeitverlauf nicht konstant sind, wie beispielsweise auch bei den Standortattraktivitäten und induzierten Wanderungen.
    Durch die zusätzliche Einbeziehung von Stichtagsmaterial dürfte sich der "time-delay" zwischen aktuellem Rand und ersten kompletten Volumenauswertungen von bislang 2 Jahren auf ca. 6 Monate verringern lassen. Trotz der verstärkten Nutzung des Stichtagsmaterials liegt das Gewicht der Untersuchung in der Analyse und Vorausberechnung entsprechender Werte des Jahreszeitraummaterials. Das dynamische Wechselspiel der Einflussfaktoren wie Lohnkosten, Komponenten des Beschäftigungsvolumens (Anzahl an Personen in einer Region, Anzahl der Jobs pro Person und Region, sektorale Gliederung auf Kreisebene, Tage Beschäftigung pro Job, Sektor und Region) spielt in der Modellierung regionaler Einkommensverteilung eine besonders Rolle. Weitere kurz- und langfristig wirksame Kompo-nenten (wie z.B. Entwicklung der Kaufkraft oder Gesamteinkommen einer Region) werden nach Mög-lichkeit in die Modellierung einbezogen: Ein Sondergutachten zur Erfassung aller steuerpflichtigen Einkommen (auch von Selbstständigen und Beamten) in den Regionen ist in Arbeit; die Ergebnisse erlau-ben die Darstellung der gesamten regionalen Kaufkraft.
    Angestrebtes Ergebnis: Aus dem geschätzten Beschäftigungsvolumen ("Summe Tage" oder "beschäftigte Personen mal Beschäftigungsdauer pro Person") und dem effektiven Bruttolohn pro Tag ergibt sich direkt die Bruttolohn- und Gehaltssumme pro Region. Daraus ergibt sich ebenso direkt (durch Multiplikation mit den spezifischen Beitragssätzen) die Summe der prognostizierten Einnahmen der Sozialversicherungssysteme.
    Damit lässt sich insgesamt die Genauigkeit der Kurzfristprognosen verbessern und die Politikrelevanz des Gesamtmodells erhöhen. Ein statistisch hinreichend verlässlicher Prognosehorizont von 2 bis 3 Jahren erscheint somit durchaus erreichbar. Durch Variation der Abgabesätze können auch Modellrechnungen zur Simulation alternativer Finanzierungsvorschläge durchgeführt werden.

    Beteiligte aus dem IAB

    Schwengler, Barbara;
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  • IAB-Projekt

    Einflussfaktoren für die Entwicklung ostdeutscher Regionen (ENDOR-Projekt) (01.12.1999 - 01.11.2002)

    Blien, Uwe;

    Projektbeschreibung

    Ziel der Studie ist die Analyse der Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern. Diese hilft bei der Ableitung wirtschafts-, struktur- und arbeitsmarktpolitischer Konzepte für eine wirksame Regionalförderung in den neuen Bundesländern. Erfolgversprechende Theorieansätze der Regionalökonomie werden für die Analyse herangezogen und auf ihren empirischen Gehalt für die Fragestellung getestet wurden (u.a. Neue Regionalökonomie, Neue Wachstumstheorie, Transformationsansätze, Ansätze zum Strukturwandel).
    In einem ersten Schritt wurden in einer flächendeckenden Analyse wesentliche Determinanten der Regionalentwicklung identifiziert. Auf Grundlage der Ergebnisse wurden 10 Regionen ausgewählt, die sich insoweit für den Paarvergleich eignen, als daß sie zu Beginn des Betrachtungszeitraums (1993-99) möglichst ähnlich waren, sich im Transformationsprozeß jedoch gegensätzlich entwickelten. Im zweiten ergänzenden Schritt wurden die 5 Regionspaare in intensiven Fallstudien einer Tiefenanalyse unterzogen, um den in der quantitativ-ökonomischen Analyse unerklärten "Rest" zu erfassen.
    Im Rahmen der flächendeckenden Untersuchungen erfolgt eine spezielle ökonometrische Modellierung im Rahmen einer sogenannten Shift-Share-Regression zur Ableitung von Bestimmungsgründen für die regionale Entwicklung in Ostdeutschland. Datengrundlage sind zum einen die Beschäftigtenstatistik, zum anderen externe Datenquellen des DIW (z.B. Unternehmensbefragungen) sowie der KfW (vor allem zu Fördermaßnahmen). Für die Tiefenanalyse wurden unter anderem Experteninterviews mit den Entscheidungsträgern in den ausgewählten Regionen durchgeführt. Im Rahmen der Projektkooperation wird eng mit dem DIW zusammengearbeitet. Das Projekt ermöglicht Einsichten zu der Wirkung von Wirtschaftsstrukturen, Konzentras, Betriebsstrukturen, Qualifikationen, Lohniveaus, Investitionsförderung Kommunalpolitik und aktiver Arbeitsmarktpolitik auf Regionalentwicklung.

    Beteiligte aus dem IAB

    Wolf, Katja;
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