Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
- Grundsätzliches zur Transformation
- Wirtschaft
- Bevölkerung
- Arbeitsmarkt/Beruf
- Bildung/Qualifikation
- Gesellschaft/Soziales
- Personengruppen
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Die ostdeutsche (Maschinenbau-)Industrie im Transformations- und Globalisierungsprozeß (1997)
Zitatform
Fritsch, Michael (1997): Die ostdeutsche (Maschinenbau-)Industrie im Transformations- und Globalisierungsprozeß. (Freiberger Arbeitspapiere 1997/06), Freiberg, 40 S.
Abstract
"Der Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der ostdeutschen Industrie, insbesondere der Maschinenbauindustrie, seit der 'Wende' und fragt nach den Gründen für die wirtschaftlichen Probleme. Dabei zeigt sich, daß die wesentlichen Entwicklungsengpässe der ostdeutschen Industrie vor allem in sogenannten 'weichen' Faktoren liegen, die einer sachkapitalorientierten Förderstrategie nicht zugänglich sind. Abschließend werden einige wirtschaftspolitische Implikationen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Human capital and innovation in East and West German manufacturing firms (1997)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm (1997): Human capital and innovation in East and West German manufacturing firms. (ZEW discussion paper 1997-08 E), Mannheim, 39 S.
Abstract
"The paper analyses the theoretical and empirical relationship between employment, skill structure and innovation in East and West German manufacturing firms. The econometric part builds on firm data from the Mannheim Innovation Panel 1993, 1994 and 1995. In the German industrial sector, especially in East Germany, employment has declined and the share of highly skilled labour has risen. The econometric investigation of labour demand, based on the translog production function, reveals differences in the firms' behaviour in East and West German manufacturing and between innovative and non-innovative firms. It is shown that complex patterns of substitution between capital and different types of labour emerge, which depend on the stage of economic transformation, the type of firms, wage setting behaviour and public policy. The results suggest that in the current stage of transition subsidising labour might be more effective for creating jobs in East Germany than promoting R&D and capital equipment. Subsidies can be lower the higher the workers' qualification level is." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Welche Bedeutung haben Unternehmenscharakteristika und regionales Umfeld für die Beschäftigungsdynamik?: eine mikroökonometrische Analyse für das ostdeutsche Verarbeitende Gewerbe (1997)
Zitatform
Steil, Fabian & Elke Wolf (1997): Welche Bedeutung haben Unternehmenscharakteristika und regionales Umfeld für die Beschäftigungsdynamik? Eine mikroökonometrische Analyse für das ostdeutsche Verarbeitende Gewerbe. (ZEW discussion paper 1997-22), Mannheim, 33 S.
Abstract
"In der Studie werden die Determinanten der Beschäftigungsentwicklung in den ostdeutschen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes im Zeitraum von Anfang 1992 bis Mitte 1996 untersucht. Die Untersuchungen zeigen, daß sowohl von der Größe als auch vom Alter der Unternehmung ein negativer Einfluß auf deren Wachstumsrate ausgehen. Weiterhin wird deutlich, daß die bereits in der DDR privat geführten Unternehmen ceteris paribus eine höhere Wachstumsrate aufweisen als die nach der Wende neugegründeten Unternehmen. lm Gegensatz dazu können für ehemalige Staatsbetriebe mit mehr als neun Beschäftigten - gegeben die sonstigen Unternehmensmerkmale - signifikant geringere Wachstumsraten der Beschäftigung beobachtet werden. Bei Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten wirkt sich die Beteiligung eines westdeutschen oder ausländischen Unternehmens positiv auf die Entwicklung des Personalbestands aus. Darüber hinaus lassen sich systematische Abweichungen in der Wachstumsdynamik der Unternehmen in Abhängigkeit von der gewählten Rechtsform feststellen. Die regionaIen Indikatoren deuten auf einen negativen Zusammenhang zwischen dem Lohnniveau sowie dem Verdichtungsgrad eines Kreises und der Wachstumsrate der dort ansässigen Unternehmen hin. Positiv wirkt sich hingegen der Anteil der Beschäftigten in der eigenen Branche sowie im sonstigen Verarbeitenden Gewerbe an allen Erwerbstätigen eines Kreises auf das Wachstum der Finnen aus. Die oft geäußerte Vermutung, daß sich die schnelle Liquidation von Unternehmen durch die Treuhandanstalt die Wachstumsdynamik der in diesen Regionen angesiedelten Unternehmen negativ beeinflußt, hat sich anhand der empirischen Analyse nicht bestätigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sicherung und Erneuerung industrieller Kerne in den neuen Ländern: Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Gruppe der PDS (1997)
Zitatform
(1997): Sicherung und Erneuerung industrieller Kerne in den neuen Ländern. Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der Gruppe der PDS. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 13/8236 (16.07.1997)), 42 S.
Abstract
Die Bundesregierung nimmt in ihrer Antwort zur Sicherung und Erneuerung folgender industrieller Kerne in den neuen Bundesländern Stellung:
-Mecklenburg-Vorpommern: Schiffbauindustrie und Umfeld der Werften
-Brandenburg: Braunkohlenbereich, Stahlindustrie
-Berlin: Maschinenbau, Elektronik, Waggonbau
-Sachsen: Mikroelektronik, Stahlindustrie, Landmaschinenbau, Chemieanlagenbau, Werkzeugmaschinenbau
-Sachsen-Anhalt: Chemische Industrie, Chemiedreieck Schwermaschinenbau
-Thüringen: Automobilindustrie, Landmaschinenbau, Optische Industrie. (IAB2) -
Literaturhinweis
The development of decentralized supplier networks in East Germany: a challenge to the German model of industrial organization (1996)
Casper, Steven;Zitatform
Casper, Steven (1996): The development of decentralized supplier networks in East Germany. A challenge to the German model of industrial organization. (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Wirtschaftswandel und Beschäftigung: Forschungsschwerpunkt Arbeitsmarkt und Beschäftigung 96-322), Berlin, 20 S.
Abstract
"In dem Papier werden die Beziehungen zwischen den organisatorischen Strukturen der Zulieferer-Netzwerke und der regionalen Wirtschaftsentwicklung untersucht. Ein typisches Element der deutschen Volkswirtschaft ist die Existenz einer weitgefächerten und produktiven Basis kleiner und mittlerer Unternehmen, gemeinhin als Mittelstand bezeichnet. Industrie- und Handelskammern, Wirtschaftsverbände, lokale Forschungsinstitute und andere para-staatliche Institutionen bilden eine öffentliche Infrastruktur, die den mittelständischen Unternehmen hilft. Forschung und Entwicklung, Qualitätskontrollen sowie Ausbildungskapazitäten aufzubauen und andere wichtige Kompetenzen zu entwickeln, in die zu investieren sie alleine zu klein wären. In dem Diskussionspapier wird die Meinung vertreten, daß "aufgeweckte" Unternehmen sich aber auch dieser Institutionen bedienen müssen, sollen sie funktionieren. Fallstudien der erst kürzlich aufgebauten Produktionsnetzwerke von Autoherstellern in Ostdeutschland zeigen, daß die Endhersteller Zuliefererketten aufbauen, die nur in geringem Umfang mit den lokalen Zulieferern technisch kooperieren. Außerdem versuchen die Endhersteller, Vertragsrisiken abzuwälzen statt sie gemeinsam mit den Zulieferern zu übernehmen. Als Ergebnis kann festgestellt werden, daß nur einige "clevere" Unternehmen diese lokalen und regionalen para-staatlichen Institutionen nutzen. Dies hat negative Konsequenzen für die Entwicklung der lokalen und regionalen mittelständischen Unternehemn in den beiden untersuchten Regionen Sachsen und Thüringen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kombinate - Privatisierung - Konzerne - Netzwerke: Ostdeutsche Automobil- und Zulieferindustrie und industrielle Beziehungen im Transformationsprozeß (1996)
Kreißig, Volkmar;Zitatform
Kreißig, Volkmar (1996): Kombinate - Privatisierung - Konzerne - Netzwerke: Ostdeutsche Automobil- und Zulieferindustrie und industrielle Beziehungen im Transformationsprozeß. München u.a.: Hampp, 233 S., Anhang.
Abstract
"Der Band befaßt sich mit der Transformation eines wichtigen Industriebereiches, der Automobil- und Zuliefererindustrie in den neuen Bundesländern. Er schildert ihre Ausgangsbedingungen und ihre relevanten Veränderungen quasi in einer Makrodarstellung. Gleichzeitig stellt der Band den Prozeß der Privatisierung dieser Unternehmen und der Transformation von Zuliefer- und Abnehmernetzwerken dar. Besondere Aufmerksamkeit widmet er dem Einfluß, den die Akteure der industriellen Beziehungen, die sich ebenfalls in Herausbildung und Entwicklung befanden, auf die Transformationsprozesse auf der Unternehmensebene ausüben konnten. Vornehmlich die Aspekte der Privatisierung, der Netzwerkintegration ostdeutscher Zulieferer, der neuen Arbeitsorganisation und der regionalen Besonderheiten in diesem Industriebereich, der sich weltweit im Umbruch und in einem wirtschaftlichen Anpassungsprozeß befindet, waren das Untersuchungsfeld einer Studie, die als wissenschaftliche Basis für dieses Werk diente. Als Fazit der Untersuchungen ist festzustellen, daß gerade in einer Zeit, wo die intelligente Mitwirkung der Akteure an der betrieblichen Arbeitsorganisation im Sinne direkter Partizipation international an Bedeutung gewinnt, diese vom Prozeß der Privatisierung und des Strukturwandels weitgehend ausgeschlossen waren. Neue industrielle Strukturen wurden vom Verkaufsprozeß durch die Treuhandanstalt und von den neuen Eigentümern geprägt. Die betrieblichen Akteure waren kaum involviert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nach der Trabi-Ära: Arbeiten in schlanken Fabriken: Modernisierung der ostdeutschen Autoindustrie (1996)
Mickler, Otfried; Walker, Bettina; Engelhard, Norbert; Lungwitz, Ralph;Zitatform
Mickler, Otfried, Norbert Engelhard, Ralph Lungwitz & Bettina Walker (1996): Nach der Trabi-Ära: Arbeiten in schlanken Fabriken. Modernisierung der ostdeutschen Autoindustrie. Berlin: Edition Sigma, 277 S.
Abstract
"Die ostdeutsche Autoindustrie, ein Paradebeispiel für die Rückständigkeit der DDR-Wirtschaft, ist in wenigen Jahren radikal modernisiert worden. Die neuen Fabriken von Volkswagen und Opel, geplant nach dem Muster japanischer Transplants, gehören heute zu den weltweit effizientesten Produktionsstätten. Doch sind sie auch ein Modell für die Reorganisation der westdeutschen Industrie? Die Darstellung in diesem Buch fußt auf 12 Fallstudien und 200 Interwiews, erhoben von 1990 bis 1994: Ausgehend von Innovationsblockaden in der DDR-Autoindustrie wird gezeigt, wie das IFA-Kombinat zerlegt, um die Existenz der Restbetriebe gerungen und der massive Personalabbau bewältigt wird. Mit Einführung neuer Organisationsformen, z.B. Gruppenarbeit, verändern sich die Arbeitsbedingungen.Arbeiter und Angestellte berichten von ihren Erfahrungen mit der Marktwirtschaft, dem neuen Arbeitsstil, mit Betriebsrat und Gewerkschaft. Fazit: Die neuen Fabriken sind hocheffizient. Ihre Arbeitsorganisation, eng angelehnt an japanische Vorbilder, bietet wenig Chancen für selbstorganisierte, qualifizierte Arbeit. Ihre Übertragung in westdeutsche Fabriken würde die gewachsenen sozialen Standards in Frage stellen. Es wird Aufgabe von Betriebsräten und Gewerkschaften sein, eine soziale Abwärtsspirale durch Standortkonkurrenz im Osten wie im Westen zu verhindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Chancen einer Umweltwirtschaft durch § 249h-AFG-Projekte untersucht für den Freistaat Sachsen (1996)
Zitatform
(1996): Chancen einer Umweltwirtschaft durch § 249h-AFG-Projekte untersucht für den Freistaat Sachsen. (UFZ-Bericht 17/1996), Leipzig, 132 S., Anhang.
Abstract
Gegenstand einer in Sachsen durchgeführten empirischen Erhebung waren die Chancen einer Umweltwirtschaft durch § 249h-AFG-Projekte. Der Bericht stellt die Ergebnisse der Untersuchung vor. Dabei wurden als Indikator für das Entstehen einer Umweltwirtschaft die Anbieter an Leistungen dieser Branche erfaßt. Ergänzend wurden FuE-Potentiale als Voraussetzung eines innovativen Umweltschutzes erhoben. Geprüft wurde, welche Entwicklungen die seit 1993 zur Anwendung kommende § 249h-Regelung induzierte und inwieweit sie zur Etablierung einer Umweltwirtschaft beitrug. Verbunden damit war die Frage, ob in derartige Regelungen ein neuer Ansatz in der Verknüpfung von Umweltschutz, Beschäftigungsförderung und ökonomischer Entwicklung zu sehen ist, der insbesondere in Zeiten konjunktureller Abschwächung und unter Bedingungen des Strukturwandels relevant ist. Der Bericht schließt mit der differenzierten Darstellung von Chancen und Hemmnissen der AFG-Projekte für den Umweltschutz. Im Anhang sind die empirischen Ergebnisse detailliert dargestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
Marktpotentiale und Unternehmensanforderungen für mittelständische Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg im Zuge der Anwendung von Biotechnologien: Endbericht (1995)
Große, Ulla; Schäfer, Christiane; Hartmann, Frank; Voß, Brunhilde; Voß, Rainer;Zitatform
Große, Ulla, Frank Hartmann, Rainer Voß, Brunhilde Voß & Christiane Schäfer (1995): Marktpotentiale und Unternehmensanforderungen für mittelständische Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg im Zuge der Anwendung von Biotechnologien. Endbericht. Eschborn, 283 S., Anhang.
Abstract
Ziel des 1993-1995 bearbeiteten RKW-Projektes war, zukünftige Markt- und Beschäftigungschancen für kleinere und mittlere Biotechnologieunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu identifizieren und Empfehlungen für ihre weitere Entwicklung zu geben. Der Text informiert über das methodische Vorgehen des Projektes, die Grundstruktur des Biotechnologiepotentials in beiden Bundesländern und bewertet die regionale Relevanz biotechnologischer Anwendungsfelder. Für die weitere Untersuchung werden folgende Anwendungsfelder ausgewählt und deren Marktpotentiale bzw. Anforderungen an mittelständische Unternehmen auf den genannten Gebieten analysiert:
-biologische Bodensanierung
-biologische Abfall- und Reststoffbehandlung
-medizinische Analytik und Diagnostik. Zu den Ergebnissen aus dem Vergleich der Anwendungsfelder gehört, daß diese Arbeitsplätze geschaffen haben, wenn auch in bescheidenem Maße. Den größten Beschäftigtenanteil (bezogen auf den Bestand) habe Unternehmen der Bodensanierung und Abwasserbehandlung. (IAB) -
Literaturhinweis
Zur Konversion der ostdeutschen Rüstungsindustrie (1995)
Schmieder, Thomas;Zitatform
Schmieder, Thomas (1995): Zur Konversion der ostdeutschen Rüstungsindustrie. In: Deutschland-Archiv H. 5, S. 521-529.
Abstract
Der Beitrag geht "den spezifischen Besonderheiten bei der Konversion in ostdeutschen Rüstungsunternehmen im Prozeß der Vereinigung der beiden deutschen Staaten" nach. Er gibt einen Überblick über die Rüstungsindustrie in der DDR, schildert den Anpassungsschock und beschreibt Erfahrungen im Konversionsprozeß im Hinblick auf Privatisierung, Personalpolitik, Veränderung in den Organisationsstrukturen, Suche nach neuen Märkten. "Insgesamt kann eingeschätzt werden, daß das Management der ostdeutschen Rüstungsunternehmen große Flexibilität in diesen Anpassungsprozessen bewies, vor allem bei der schnellen Ausgliederung betrieblicher Einheiten, bei der Suche nach Investoren und bei der Übernahme der Unternehmen durch das Management. Dabei war aber die Restrukturierung unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht identisch mit einer zielgerichteten Konversion." (IAB2)
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Literaturhinweis
Die Rolle der Forschung und Entwicklung im Transformationsprozeß und der Verlauf der Beschäftigung in den FuE-Abteilungen der Großchemischen Industrie Sachsen-Anhalts 1989-1993 (1994)
Zitatform
Fischer, Joachim & Hans-Jürgen Weißbach (1994): Die Rolle der Forschung und Entwicklung im Transformationsprozeß und der Verlauf der Beschäftigung in den FuE-Abteilungen der Großchemischen Industrie Sachsen-Anhalts 1989-1993. (Arbeitskreis Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung. Arbeitspapier 1994, 04), Gelsenkirchen, 87 S.
Abstract
"Im Transformationsprozeß der industriellen Kerne der neuen Bundesländer sind die meisten industrienahen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten (FuE) abgebaut worden. Nur in der chemischen und pharmazeutischen Industrie sind noch Reste von FuE-Kapazitäten vorhanden. Die Autoren zeichnen den Abbau- und Umstrukturierungsprozeß der industriellen FuE in der Chemieregion Sachsen-Anhalts nach und prüfen, inwiefern die verbliebenen Kapazitäten eine Rolle im Prozeß der Stabilisierung industrieller Beschäftigung spielen könnten. Sie kommen zu einer pessimistischen Einschätzung auf der Basis der These, daß sich FuE- und Produktionsstandorte tendenziell großräumig entkoppeln. Die Zweifel an der Relevanz der verbliebenen FuE-Potentiale im Hinblick auf den Arbeitsplatzerhalt in der Großchemie werden durch die Analyse der alten und neuen Produktionsschwerpunkte und der von der Treuhand entwickelten Konsolidierungsstrategien in den Kernbereichen der chemischen Produktion genährt. Diese orientieren sich an klassischen Zielvorstellungen eines hohen internen Verflechtungsgrades der Produktion, die bereits der chemischen Industrie der DDR zum Verhängnis wurden. Auf dieser Grundlage plädieren die Autoren für einen Umschwung in der Industriepolitik wie in der FuE-Politik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Umweltschutzmarkt Berlin/Brandenburg: Standortbedingungen der Region für umwelttechnische Produktionen und Dienstleistungen (1994)
Sprenger, Rolf-Ulrich; Stein, Regine; Petschow, Ulrich; Meyerhoff, Jürgen ; Minthe, Berthold; Wackerbauer, Johann; Robinet, Karin; Heller, Nikola; Weskamp, Cornelia;Zitatform
Heller, Nikola, Johann Wackerbauer, Ulrich Petschow, Berthold Minthe, Karin Robinet & Cornelia Weskamp (1994): Umweltschutzmarkt Berlin/Brandenburg. Standortbedingungen der Region für umwelttechnische Produktionen und Dienstleistungen. (Ifo-Studien zur Umweltökonomie 20), München, 413 S., Anhang.
Abstract
"Der Markt für umwelttechnische Produktionen und Dienstleistungen wird national und international zunehmend als Wachstumsmotor betrachtet. Die sich abzeichnende Nachfrage in den neuen Bundesländern, bei den EU-Partnern sowie in Mittel- und Osteuropa macht den Umwelttechnikmarkt für immer mehr Anbieter attraktiv. Angesichts der Arbeitsmarkt- und Strukturprobleme setzen auch die deutschen Wirtschaftsregionen immer stärker auf die Entwicklungschancen des Umweltsektors. Vor diesem Hintergrund wurde das Gutachten zu den 'Standortbedingungen Berlins für umwelttechnische Produktionen und Dienstleistungen' erstellt. Im Mittelpunkt des Gutachtens stehen folgende Fragestellungen:
-Ermittlung des für Berlin relevanten Nachfragepotentials;
-Analyse von Struktur und Entwicklung der Berliner Umwelttechnikanbieter;
-Erfassung der wichtigsten Wettbewerbs- und Standortfaktoren des Berliner Umweltschutzsektors;
-Ermittlung des Handlungsbedarfs und strategische Ansatzpunkte für ein Standortmarketing.
In methodischer Hinsicht stützt sich die Untersuchung auf Marktstudien und Investitionsplanungen der wichtigsten öffentlichen und privaten Investoren im Umweltbereich. Darüber hinaus wurde eine schriftliche Befragung von Anbietern im Raum Berlin/Brandenburg durchgeführt, die durch Interviews mit Firmenvertretern und Institutionen im Umfeld des Umweltmarktes ergänzt wurde. Die Untersuchungsergebnisse wurden abschließend im Rahmen eines Workshops mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zur Diskussion gestellt." Zu den Ergebnissen des Gutachtens gehört die Feststellung, daß nach entsprechender Hochrechnung der erfaßten Berliner Anbieter Ende 1993 rund 13 000 Mitarbeiter in den Umweltbereichen der Betriebe tätig waren, dreimal so viel wie 1987 in Westberlin. (IAB2) -
Literaturhinweis
Landwirtschaft in den neuen Bundesländern: Struktur, Probleme und zukünftige Entwicklung (1994)
Wiegand, Stephan;Zitatform
Wiegand, Stephan (1994): Landwirtschaft in den neuen Bundesländern. Struktur, Probleme und zukünftige Entwicklung. (Agrarökonomische Monographien und Sammelwerke), Kiel: Wissenschaftsverlag Vauk, 248 S.
Abstract
Das Buch ist in vier Hauptabschnitte (Kap. 2-5) gegliedert. Nach einer Einleitung wird im 2. Kapitel die Ausgangssituation der Landwirtschaft in der DDR dargestellt. Kapitel 3 skizziert dann die wesentlichen Elemente für einen Transformationsprozeß von einer Plan- in eine Marktwirtschaft.
"Während in Kapitel 4 die bestehende Informationslücke zwischen Gegenwart und Zukunft durch die Erfassung von Einzelurteilen im Rahmen der Delphi-Methode geschlossen werden soll, kommt in dem fünften und letzten Kapitel der Studie ein ergänzender und neuerer methodischer Ansatz zur Anwendung. Durch die Ermittlung von Präferenzen von im Agrarbereich agierenden Personen für Unternehmenskonzepte und Politikpakete auf der Basis der Conjoint-Analyse lassen sich exemplarisch wahrscheinliche Handlungsmuster für die Zukunft ableiten. Zusammen mit den Resultaten aus dem vierten Kapitel bilden die Ergebnisse des letzten Hauptabschnitts den Kern der Prognoseaussage dieser Arbeit. Abschließend erfolgt eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen und Ergebnisse der Arbeit." (IAB2) -
Literaturhinweis
Rüstungskonversion in den neuen Bundesländern: die wehrgüterproduzierenden Unternehmen im marktwirtschaftlichen Umfeld (1993)
Zitatform
Draeger, Uwe, Eberhard Drechsel, Thomas Sauer & Benedikt Thanner (1993): Rüstungskonversion in den neuen Bundesländern. Die wehrgüterproduzierenden Unternehmen im marktwirtschaftlichen Umfeld. (Ifo-Studien zur Industriewirtschaft 47), München, 118 S.
Abstract
Die Untersuchung befaßt sich ausschließlich mit Problemen der Konversion industrieller Wehrgüterproduktion. Sie basiert auf Interviews mit Managern der ehemals wichtigsten Wehrgüterproduzenten der DDR (1991). Ihr Ziel ist neben einer Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung der Wehrgüterproduktion in der DDR und ihrer Entwicklung seit der Wirtschafts- und Währungsunion, eine Übersicht über die erfolgten und geplanten Umstellungen der Produktion sowie deren Auswirkungen auf Beschäftigtenzahlen, Qualifikationsstruktur, Zulieferindustrie und regionale Wirtschaftsentwicklung zu geben. Ausgehend von der zukünftigen Bedeutung der Wehrgüterproduktion in den neuen Bundesländern ist der wirtschaftspolitische Handlungsbedarf einzuschätzen. Die Erfahrungen mit der Rüstungskonversion sind zugleich hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf die GUS bzw. Rußland zu analysieren. (IAB2)
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Literaturhinweis
Entwicklungsperspektiven von Arbeit: Automobilbranche in den neuen Bundesländern - in der Abwärtsspirale oder im Aufstieg wie Phönix aus der Asche? (1993)
Kreißig, Volkmar; Schreiber, Erhard;Zitatform
Kreißig, Volkmar & Erhard Schreiber (1993): Entwicklungsperspektiven von Arbeit: Automobilbranche in den neuen Bundesländern - in der Abwärtsspirale oder im Aufstieg wie Phönix aus der Asche? In: Mitteilungen. Sonderforschungsbereich 333 H. 6, S. 79-96.
Abstract
Der Beitrag befaßt sich mit dem Niedergang und der Restrukturierung der Automobilindustrie in den neuen Bundesländern. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Zulieferbranche zu. "In Realisierung der Aufgabenstellung wurden qualitative Interviews mit Geschäftsführern, Betriebsräten, Gewerkschaftsvertretern und Arbeitnehmern, begleitende Beobachtungen sowie standardisierte Befragungen durchgeführt. Darüber hinaus wurden Dokumente analysiert und die Regionalpresse sowie andere graue Literatur ausgewertet." (IAB2)
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Literaturhinweis
Industriepolitik als Experiment: Erfahrungen aus der Restrukturierung der großchemischen Industrie in Sachsen-Anhalt (1993)
Zitatform
Voskamp, Ulrich, Katharina Bluhm & Volker Wittke (1993): Industriepolitik als Experiment. Erfahrungen aus der Restrukturierung der großchemischen Industrie in Sachsen-Anhalt. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 46, H. 10, S. 348-658.
Abstract
"Der Beitrag bezieht sich auf die aktuelle Debatte über industriepolitische Ansätze zur Erhaltung 'industrieller Kerne' in Ostdeutschland. Er will dafür Erfahrungen aus der Restrukturierung der Großchemie in Sachsen Anhalt nutzbar machen - einem frühen industriepolitischen Experiment, bei dem die Treuhandanstalt ihre dominante Linie der 'schnellen Privatisierung durch Passive Sanierung' aufgeben mußte. Die Autoren zeichnen die Entwicklung an den Standorten Schropkau, Leunau, Bitterfeld und Wolfen aus der Perspektive der technischen Dienstleistungsbereiche bis Anfang 1993 nach und diskutieren auf dieser Grundlage, wie 'industrielle Kerne' sinnvollerweise zu definieren sind, wie Elemente aussichtsreicher Reorganisationsstrategien aussehen müßten und wie der Prozeß der Strategieentwicklung zu gestalten ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsfortschritte in Ostdeutschland: neunter Bericht (1993)
Zitatform
(1993): Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsfortschritte in Ostdeutschland. Neunter Bericht. In: Forschungsreihe. Institut für Wirtschaftsforschung Halle H. 6, S. 1-89.
Abstract
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft werden seit Anfang 1991 die wirtschaftlichen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland untersucht. Das zuerst auf zwei Jahre befristete Forschungsprojekt wird mit dem Titel "Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsfortschritte in Ostdeutschland" fortgeführt (früher: Anpassungsprozesse). Ziel des Forschungsprojektes bleibt es, die Informationsbasis zu verbreitern. Die Statistiken, in denen sich die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Bundesländern dokumentiert wird, sind zwar zahlreicher geworden, sie ergeben aber immer noch kein flächendeckendes und vor allem kein konsistentes Bild. Die beteiligten Institute müssen deshalb versuchen, Informationslücken durch eigene Erhebungen und Recherchen zu schließen. Der neunte Bericht folgt dem Muster der bisherigen Berichte. Er behandelt die Anpassungsfortschritte in ausgewählten Bereichen der Industrie und des Dienstleistungssektors. Die kommenden Berichte sollen sich auf bestimmte Schwerpunkte konzentrieren. Damit wird eine bessere Verzahnung der einzelnen Berichtsteile angestrebt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland: achter Bericht (1993)
Zitatform
(1993): Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Anpassungsprozesse in Ostdeutschland. Achter Bericht. (Kieler Diskussionsbeiträge / Institut für Weltwirtschaft 205/206), Kiel, 70 S.
Abstract
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft werden seit Anfang 1991 die wirtschaftlichen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland untersucht. Der achte Bericht behandelt die Anpassungsprozesse in der Industrie, im Bauwesen und in einigen Dienstleistungsbereichen in den neuen Bundesländern. Er geht außerdem auf die Situation in der Wohnungswirtschaft ein. (IAB2)
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Literaturhinweis
Ökologische Sanierung in den neuen Bundesländern: Impulse für den wirtschaftlichen Strukturwandel (1992)
Belitz, Heike; Blazejczak, Jürgen;Zitatform
Belitz, Heike & Jürgen Blazejczak (1992): Ökologische Sanierung in den neuen Bundesländern. Impulse für den wirtschaftlichen Strukturwandel. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 59, H. 8, S. 83-89.
Abstract
"Von der ökologischen Sanierung können wesentliche Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung ostdeutscher Problemregionen ausgehen. Neben ihrem Beitrag zur Verminderung der Übergangsprobleme durch die Schaffung von Arbeitsplätzen ist sie eine wesentliche Voraussetzung dafür, daß in Ostdeutschland eine wettbewerbsfähige Umweltschutzgüterproduktion entsteht, die Marktchancen auf internationalen Märkten und vor allem bei der ökologischen Sanierung Osteuropas hat. Die Potentiale dazu sind vorhanden. Notwendig ist allerdings eine Technologiepolitik, die einerseits den Transfer von Know-how von West nach Ost und andererseits die Forschungspotentiale in Ostdeutschland stärkt. Notwendig ist auch die Verbesserung der Startchancen ostdeutscher Unternehmen durch befristete Präferenzen bei öffentlichen Aufträgen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Allerdings darf der Beitrag der Umweltschutzgüterproduktion zur Überwindung der Anpassungskrise in Ostdeutschland nicht überschätzt werden. Trotz der dynamischen Entwicklung dieses Marktes wird insgesamt nur ein geringer Teil der Arbeitsplätze durch dieses Produktionssegment auf Dauer ausgelastet werden. Ebenso wichtig ist allerdings, daß mit dem Aufbau einer Umweltschutzgüterproduktion gleichzeitig Produktionskapazitäten geschaffen werden, mit denen man auf den Märkten für Anlagen mit integriertem Umweltschutz anbieten kann. Solche sauberen Technologien werden als wesentliche Voraussetzung eines vorsorgenden Umweltschutzes in Zukunft an Bedeutung gewinnen." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Die nachrichtentechnische Industrie in den neuen Bundesländern - ein Beispiel für erfolgreiche Strukturanpassung (1992)
Drescher, Joachim;Zitatform
Drescher, Joachim (1992): Die nachrichtentechnische Industrie in den neuen Bundesländern - ein Beispiel für erfolgreiche Strukturanpassung. (Wissenschaftliches Institut für Kommunikationsdienste. Diskussionsbeitrag 82), Bad Honnef, 18 S.
Abstract
"Der Strukturwandel in der nachrichtentechnischen Industrie kann vorläufig als abgeschlossen betrachtet werden. Im Vergleich zu anderen Bereichen der Volkswirtschaft der ehemaligen DDR, ist der Übergang von einer zentralverwalteten Wirtschaft zu marktwirtschaftlichen Strukturen relativ reibungslos und zügig bewältigt worden. Das Monopolunternehmen 'Kombinat Nachrichtenelektronik' konnte zügig in Teilbereiche aufgeteilt und die entstandenen Betriebe, zumindest soweit sie in 'Kernbereichen' der Telekommunikation tätig waren, in wettbewerbsfähige Einheiten umgewandelt werden. Der relativ reibungslose Übergang der nachrichtentechnischen Industrie zur Marktwirtschaft darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, daß auch in diesem Bereich drastischer Abbau von Arbeitsplätzen zu verzeichnen war." (Autorenreferat)
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