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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung"
  • Literaturhinweis

    Matching and sorting across regions (2021)

    Lacava, Chiara ;

    Zitatform

    Lacava, Chiara (2021): Matching and sorting across regions. (ICIR working paper series 2021,44), Frankfurt am Main, 39 S.

    Abstract

    "I measure the effects of workers' mobility across regions of different productivity through the lens of a search and matching model with heterogeneous workers and firms estimated with administrative data. In an application to Italy, I find that reallocation of workers to the most productive region boosts productivity at the country level but amplifies differentials across regions. Employment rates decline as migrants foster job competition, and inequality between workers doubles in less productive areas since displacement is particularly severe for low-skill workers. Migration does affect mismatch: mobility favors co-location of agents with similar productivity but within-region rank correlation declines in the most productive region. I show that worker-firm complementarities in production account for 33% of the productivity gains. Place-based programs directed to firms, like incentives for hiring unemployed or creating high productivity jobs, raise employment rates and reduce the gaps in productivity across regions. In contrast, subsidies to attract high-skill workers in the South have limited effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Armut trotz regelmäßiger Erwerbstätigkeit (2021)

    Linckh, Carolin; Tiefensee, Anita;

    Zitatform

    Linckh, Carolin & Anita Tiefensee (2021): Armut trotz regelmäßiger Erwerbstätigkeit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 74, H. 4, S. 315-322. DOI:10.5771/0342-300X-2021-4-315

    Abstract

    "Ob Erwerbstätigkeit hinreichend vor Armut schützt, ist eine immer wieder aufflammende Diskussion. Die Armutsquote unter allen Erwerbstätigen ist im Jahr 2018 mit 7,4 % deutlich unterdurchschnittlich, gemessen an der allgemeinen Armutsquote, die 15,9 % beträgt. Allerdings sind 35,5 % der 18- bis 64-jährigen Menschen, die in Armut leben, erwerbstätig. Sieht man sich „nur“ die regelmäßig Erwerbstätigen an, sind es immer noch 27,8 %. Im Zuge der (andauernden) Corona-Pandemie und der damit verbundenen hohen Verbreitung von Kurzarbeit wird der Anteil der Menschen in Armut trotz regelmäßiger Erwerbstätigkeit noch weiter angestiegen sein. Diese Menschen schützt Arbeit somit nicht vor Armut. Gründe hierfür können Arbeitsmarkt- sowie sozio-strukturelle Gegebenheiten sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Job polarisation: Capturing the effects of work organisation (2021)

    Lopes, Helena ; Calapez, Teresa ;

    Zitatform

    Lopes, Helena & Teresa Calapez (2021): Job polarisation: Capturing the effects of work organisation. In: The Economic and Labour Relations Review, Jg. 32, H. 4, S. 594-613. DOI:10.1177/1035304621996064

    Abstract

    "This article critically challenges the findings and assumptions of mainstream job polarisation literature. Based on the European Working Conditions Survey data and on the Job Demand-Control model, which allows for capturing the organizational dimension of jobs, we examine the patterns and evolution of occupations in 22 European countries from 2005 to 2015. Instead of pervasive job polarisation, we observe a near-pervasive trend of upgrading job quality, suggesting that job polarisation may be caused by the undervaluation/devaluation of jobs low in the occupational hierarchy – not by computerization-driven changes in work tasks. Indeed, only the former can explain the decrease in the number of low-quality jobs while the number of low-paid jobs increases. After documenting the relevance of firm-level organisational choices, we suggest that counteracting job polarisation requires, beyond meso-level collective bargaining, a public intervention that promotes participatory decision-making in firms. JEL Codes: J2, J81, M540" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-wage employment: Are low-paid jobs stepping stones to higher-paid jobs, do they become persistent, or do they lead to recurring unemployment? (2021)

    Schnabel, Claus ;

    Zitatform

    Schnabel, Claus (2021): Low-wage employment. Are low-paid jobs stepping stones to higher-paid jobs, do they become persistent, or do they lead to recurring unemployment? (IZA world of labor 276), Bonn, 10 S. DOI:10.15185/izawol.276.v2

    Abstract

    "Ungeachtet geringer Aufwärtsmobilität können Niedriglohnjobs für manche Arbeitnehmergruppen ein Sprungbrett zu besser bezahlten Arbeitsplätzen bilden. Dieser Befund kann „Work first“-Strategien wohlfahrtsstaatlicher Reformen unterstützen. Allerdings ist Niedriglohnbeschäftigung kein selbstkorrigierendes System, sondern kann Narben hinterlassen. Um Aufstiegschancen zu vergrößern, ist ein ganzheitlicher Politikansatz notwendig: er sollte Strategien der aktiven Arbeitsmarktpolitik ebenso umfassen wie eine Philosophie des lebenslangen Lernens und die Unterstützung von Unternehmen, die stärker in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten investieren und ihnen bessere Perspektiven außerhalb des Niedriglohnsegments verschaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Chance oder Risiko? (2021)

    Schäfer, Holger;

    Zitatform

    Schäfer, Holger (2021): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Chance oder Risiko? In: IW-Trends, Jg. 48, H. 4, S. 23-44. DOI:10.2373/1864-810X.21-04-03

    Abstract

    "Niedriglohnbeschäftigung wird häufig als soziales Problem wahrgenommen, das es mit gesetzgeberischen Maßnahmen zu begrenzen gelte. Die vorliegende Untersuchung zeigt mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels, dass einerseits zwar durchaus Anzeichen dafür bestehen, dass Niedriglohnbeschäftigte häufiger soziale Problemlagen erfahren als Beschäftigte mit höheren Löhnen. Andererseits stehen sie in der Regel besser da als Arbeitslose. Zudem erfüllt der Niedriglohnsektor eine wichtige Rolle bei der Arbeitsmarktintegration von zuvor inaktiven Personen. Mithilfe eines Propensity Score Matchings kann gezeigt werden, dass Arbeitslose sowie Nichterwerbstätige mit Erwerbswunsch durch die Aufnahme einer Niedriglohnbeschäftigung ihre Arbeitsmarktchancen deutlich erhöhen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von gleichartigen Personen, die keine Niedriglohnbeschäftigung aufnahmen. So hatten die Niedriglohnbeschäftigten nach fünf Jahren rund fünf Monate weniger in Arbeitslosigkeit verbracht. Auch die Einkommensperspektiven verbesserten sich signifikant: Fünf Jahre nach dem Eintritt in den Niedriglohnsektor haben die Arbeitnehmer 12.000 Euro mehr verdient als die Kontrollgruppe. Die Herausforderung des Niedriglohnsektors besteht daher nicht in seiner Begrenzung durch gesetzliche Maßnahmen, sondern in der Verbesserung der Chance, aus ihm heraus in höhere Lohnsegmente aufzusteigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Niedriglöhne in der Bundesrepublik Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31814) (2021)

    Zitatform

    (2021): Niedriglöhne in der Bundesrepublik Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31814). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/32223 (26.08.2021)), 82 S.

    Abstract

    Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu Niedriglöhnen in der Bundesrepublik Deutschland. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Armut und Medianentgelte - Implikationen aus dem 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD (Drucksache 20/153 ) (2021)

    Zitatform

    (2021): Armut und Medianentgelte - Implikationen aus dem 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD (Drucksache 20/153 ). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/276 (15.12.2021)), 16 S.

    Abstract

    Die ersten sechs Fragen/Antworten betreffen die Entwicklung der Armutsrisikoquote im Zeitverlauf in Deutschland (2000-2020) und im europäischen Vergleich für das Jahr 2020, die Aufwendungen für Sozialleistungen 2000-2019, sowie die Anzahl und den Anteil der Beschäftigten im unteren Entgeltbereich in den Jahren 2000 bis 2020. Als Grundlage für die Beantwortung der Fragen 7 bis 29 wurde das Merkmal 'Entgelt' aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit herangezogen. Dabei geht es im Einzelnen um die Anzahl und den Anteil der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe im Anforderungsniveau 'Helfer', 'Fachkraft', 'Spezialist', der Kerngruppe in den Wirtschaftsabschnitten Gastgewerbe, Handel, Verkehr und Lagerei, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, in der Berufsgruppe 513, Lagerwirtschaft, Post und Zustellung, Güterumschlag, Fahrzeugführung im Straßenverkehr, Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr, Gewerbe- und Gesundheitsaufsicht, Desinfektion, Reinigung, Verkauf von Lebensmitteln, Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege. Die weiteren Fragen betreffen die Anteile deutscher und ausländischer Staatsangehörigkeit, Asylherkunftsländer und die Ursachen für die zunehmende 'Erosion' der sozialen Lage der gesellschaftlichen Mitte. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Armut trotz Erwerbsarbeit: Eine Analyse der Effekte von Wohlfahrtsstaat und Regulierungen des Arbeitsmarkts auf arme Erwerbstätige in Europa (2020)

    Ecker-Eckhofen, Julia;

    Zitatform

    Ecker-Eckhofen, Julia (2020): Armut trotz Erwerbsarbeit. Eine Analyse der Effekte von Wohlfahrtsstaat und Regulierungen des Arbeitsmarkts auf arme Erwerbstätige in Europa. (Studien und Berichte), Wien: ÖGB Verlag, 185 S.

    Abstract

    In den letzten Jahrzehnten konnte ein deutlicher Anstieg von in-work poverty in Europa beobachtet werden. Das Ziel dieser Arbeit lag in der Identifikation verschiedener Einflussfaktoren auf der personenbezogenen Ebene und struktureller Rahmenbedingungen des Wohlfahrtsstaates und Arbeitsmarktes auf in-work poverty. Weiters sollte herausgefunden werden, inwiefern das Erwerbsarmutsrisiko bestimmter besonders gefährdeter Gruppen durch die Mechanismen des Wohlfahrtstaats und Arbeitsmarkts verringert werden kann. Dafür wurden anhand des EU-SILC Datensatzes von 2016 (für zwei Länder: 2014) und zusätzlichen Makrodaten 15 europäische Länder mithilfe einer logistischen Mehrebenenanalyse untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Haushalte mit vielen Kindern oder Haushaltsmitgliedern, insbesondere Alleinerziehende, und 1-Personen Haushalte verstärkt von Erwerbsarmut betroffen sind. In Bezug auf individuelle Erwerbstätigkeitsmerkmale sind insbesondere Personen in schwachen Arbeitsmarktpositionen verstärkt armutsgefährdet: Selbstständige, Teilzeit Beschäftigte, Personen mit geringem Stundenausmaß, Befristete, Personen mit kürzlichem Jobwechsel, und Personen in bestimmten Berufssparten. Von den Wohlfahrtsmerkmalen konnte gezeigt werden, dass Familienausgaben und Lohnersatzleistungen zu einer signifikanten Reduktion des Erwerbsarmutsrisikos führen. Auf der Ebene des Arbeitsmarktes haben die Gewerkschaftsdichte und der Kündigungsschutz armutsreduzierende Effekte. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass bestimmte wohlfahrtsstaatliche Leistungen einen positiven Effekt auf die Erwerbsarmut von Haushalten mit vielen Kindern oder Haushaltsmitgliedern haben. Ebenso wurde bestätigt, dass manche Arbeitsmarktvariablen, nämlich die Gewerkschaftsdichte und der gesetzliche Mindestlohn, armutsreduzierende Effekte für bestimmte Personen in schwachen Arbeitsmarktpositionen erreichen. (Fremddatenübernahme)

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  • Literaturhinweis

    Being Working Poor or Feeling Working Poor?: The Role of Work Intensity and Job Stability for Subjective Poverty (2020)

    Filandri, Marianna ; Pasqua, Silvia ; Struffolino, Emanuela ;

    Zitatform

    Filandri, Marianna, Silvia Pasqua & Emanuela Struffolino (2020): Being Working Poor or Feeling Working Poor? The Role of Work Intensity and Job Stability for Subjective Poverty. In: Social indicators research, Jg. 147, H. 3, S. 781-803. DOI:10.1007/s11205-019-02174-0

    Abstract

    "Low work intensity and high job instability are crucial micro-determinants of in-work poverty. Importantly, they might also affect subjective poverty in households that are above the poverty threshold. We contribute to the literature by studying the relationship between subjective and objective in-work poverty and how this relationship is affected by household members’ job characteristics. We use data from the 2014 wave of the Italian module of the EU-SILC survey. Italy is an interesting case as - similarly to other Southern European countries - the share of individuals and households reporting subjective hardship is strikingly high compared to the levels reported in other EU areas. We find no statistically significant differences in the association between subjective poverty and different degrees of objective poverty by different levels of work intensity. Conversely, subjective poverty is positively associated with the instability of household members’ job contracts. We argue that policies aimed at increasing work intensity rather than work stability might not help to reduce subjective poverty as well as its (negative) spillover effects on other life domains—such as well-being, adequate levels of consumption, and social integration." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Falle oder Sprungbrett für Beschäftigte? (2020)

    Grabka, Markus M. ; Braband, Carsten; Göbler, Konstantin;

    Zitatform

    Grabka, Markus M. & Konstantin Göbler (2020): Der Niedriglohnsektor in Deutschland. Falle oder Sprungbrett für Beschäftigte? Gütersloh, 52 S. DOI:10.11586/2020032

    Abstract

    "In der Corona-Krise offenbaren sich gesellschaftliche Missstände, so auch im Niedriglohnsektor. Half seine Ausweitung Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte in Arbeit zu bringen, entpuppt er sich heute für viele Beschäftigte als Sackgasse. Nur gut einem Viertel aller Niedriglohnbeschäftigten gelingt der Aufstieg, während die Hälfte über mehrere Jahre im Niedriglohnsektor verharrt." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The Low Income Gap: A New Indicator Based on a Minimum Income Standard (2020)

    Hirsch, Donald ; Padley, Matt ; Stone, Juliet ; Valadez-Martinez, Laura;

    Zitatform

    Hirsch, Donald, Matt Padley, Juliet Stone & Laura Valadez-Martinez (2020): The Low Income Gap. A New Indicator Based on a Minimum Income Standard. In: Social indicators research, Jg. 149, H. 1, S. 67-85. DOI:10.1007/s11205-019-02241-6

    Abstract

    "In many high-income countries, governments seek to ensure that households at least have sufficient incomes to afford basic essentials such as food and clothing, but also to help citizens reach socially acceptable living standards allowing full participation in society. Their success in doing so is commonly monitored in terms of how many citizens are below a poverty line set relative to median income, and by how far below it they fall (the 'poverty gap'). Yet the threshold below which this gap starts to be measured is arbitrary, begging the question of what level of low income needs addressing. A more ambitious measure, presented in this paper, considers the extent to which people fall short of a benchmark representing a socially agreed minimum standard. This 'low income gap' can be used to represent the distance a society has to go to eliminate income that is undesirably low. The paper presents the indicator, its meaning and some recent trends in the United Kingdom, where the methodology behind the indicator has been pioneered. The results demonstrate that this empirically derived benchmark has the potential to be of value in other countries, in assessing whether they are making progress in reducing low income." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung 2018: Erstmals Rückgang, aber nicht für gering Qualifizierte und Minijobber*innen (2020)

    Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2020): Niedriglohnbeschäftigung 2018. Erstmals Rückgang, aber nicht für gering Qualifizierte und Minijobber*innen. (IAQ-Report 2020-05), Duisburg, 22 S. DOI:10.17185/duepublico/71934

    Abstract

    "Trotz der Lohnerhöhungen am unteren Rand der Lohnverteilung durch Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Januar 2015 stagnierte der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bis 2017 auf einem im Vergleich der EU-Länder besonders hohen Niveau. Im Jahr 2018 ging der Umfang der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland erstmals seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zurück auf 21,8%. Das Niedriglohnrisiko ist vor allem in Ostdeutschland gesunken, während es sich in Westdeutschland kaum verändert hat. Vom gesetzlichen Mindestlohn besonders profitiert haben Gruppen mit einem überdurchschnittlich hohen Niedriglohnrisiko (Frauen, Jüngere und Ältere, Ausländer*innen und befristet Beschäftigte). Die Stundenlöhne von gering Qualifizierten und Minijobber*innen liegen hingegen weiterhin meist deutlich unterhalb der Niedriglohnschwelle. Eine Besonderheit der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland besteht weiterhin darin, dass von Niedriglöhnen in hohem Maße auch Kerngruppen der Beschäftigten betroffen sind: Fast drei Viertel der Niedriglohnbeschäftigten haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen akademischen Abschluss und gut 40% sind Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Versichertenrenten (2019)

    Brussig, Martin ; Postels, Dominik; Zink, Lina;

    Zitatform

    Brussig, Martin, Dominik Postels & Lina Zink (2019): Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Versichertenrenten. (Sozialpolitische Schriften 96), Berlin: Duncker & Humblot, 279 S.

    Abstract

    "Gestützt auf reichhaltige Daten aus der Sozialversicherung (BASiD) wird untersucht, wie Erwerbsverläufe beschaffen sind, an deren Ende trotz langer Versicherungszeiten nur niedrige Rentenzahlbeträge stehen. Die Studie bezieht Risikofaktoren des Arbeitsmarktes und die Bedeutung rentenrechtlicher Regelungen ein. Die Ergebnisse versachlichen die Diskussion um die Leistungsfähigkeit der GRV in Deutschland und weisen auf Handlungsmöglichkeiten hin, um Niedrigrenten trotz langer Versicherungszeiten zu begrenzen." (Verlagsangaben)

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  • Literaturhinweis

    Changing labour market risks in the service economy: low wages, part-time employment and the trend in working poverty risks in Germany (2019)

    Brülle, Jan ; Levanon, Asaf ; Saburov, Evgeny; Gangl, Markus ;

    Zitatform

    Brülle, Jan, Markus Gangl, Asaf Levanon & Evgeny Saburov (2019): Changing labour market risks in the service economy. Low wages, part-time employment and the trend in working poverty risks in Germany. In: Journal of European social policy, Jg. 29, H. 1, S. 115-129. DOI:10.1177/0958928718779482

    Abstract

    "The article presents an analysis of the development of labour market risks in Germany in light of changing working poverty risks. Low hourly wages and part-time employment are identified as the main demand-side-related mechanisms for household poverty. Their measurement and development are discussed as well as their contribution to trends in working poverty risks. A rise in low wages, especially among part-time employed households, was decisive for the increase in working poverty risks in Germany by 45% between the end of the 1990s and the end of the 2000s. We therefore study these trends more closely in the multivariate analysis. The results show that while low wages are unequally distributed across occupations and industries, shifts in employment between sectors explain only a minor part of the change in low wages. However, they reveal a polarization of low-wage risks by skill-level and sector of employment, on the one hand, and full-time and part-time employees, on the other hand." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnbeschäftigung im Wohlfahrtsstaat: Der Einfluss von Ideen und Institutionen auf den Niedriglohnsektor (2019)

    Gerstung, Valeska ;

    Zitatform

    Gerstung, Valeska (2019): Niedriglohnbeschäftigung im Wohlfahrtsstaat. Der Einfluss von Ideen und Institutionen auf den Niedriglohnsektor. (Vergleichende Politikwissenschaft), Wiesbaden: Springer VS, 364 S. DOI:10.1007/978-3-658-27640-9

    Abstract

    "Ist die Größe des Niedriglohnsektors ein Ergebnis staatlicher Arbeitsmarktpolitik und Arbeitsmarktregulierung? Und welche Bedeutung hat der Wohlfahrtsstaat für die Verbreitung von Niedriglohnjobs? Durch Verbindung politökonomischer und wohlfahrtsstaatlicher Perspektiven entwickelt Valeska Gerstung eine ideen- und institutionenbezogene Erklärung für die heterogene Verbreitung von Niedriglohnbeschäftigung in entwickelten Volkswirtschaften. Der Einfluss des Staates auf Niedriglöhne wird mechanismenorientiert dargestellt. Zwischenstaatliche Variation in der Art und Intensität staatlicher Eingriffe in den Arbeitsmarkt wird durch Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Wohlfahrtsstaatstypen erklärt. Die Autorin zeigt empirisch, dass Niedriglohnbeschäftigung wesentlich durch (wohlfahrts-)staatliche Eingriffe in den Arbeitsmarkt geprägt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Wiederanstieg der Einkommensungleichheit - aber auch deutlich steigende Realeinkommen (2019)

    Grabka, Markus M. ; Goebel, Jan ; Liebig, Stefan ;

    Zitatform

    Grabka, Markus M., Jan Goebel & Stefan Liebig (2019): Wiederanstieg der Einkommensungleichheit - aber auch deutlich steigende Realeinkommen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 19, S. 343-353. DOI:10.18723/diw_wb:2019-19-3

    Abstract

    "Von 1991 bis 2016 sind die verfügbaren bedarfsgewichteten Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland real im Durchschnitt um 18 Prozent gestiegen. Dieser Zuwachs fällt aber je nach Einkommensposition unterschiedlich aus. Im Ergebnis ist die Ungleichheit der verfügbaren Haushaltseinkommen seit der Finanzmarktkrise gestiegen. Das zeigt die vorliegende Studie auf Basis von Daten der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Die Armutsrisikoquote verbleibt im Jahr 2016 weiterhin bei einem Wert von 16,6 Prozent im Vergleich zu rund elf Prozent Mitte der 1990er Jahre. Erwerbstätigkeit allein ist nicht mehr ausreichend, um vor Einkommensarmut zu schützen. Denn geht in einem Haushalt nur eine Person einer Beschäftigung nach, so hat sich seit 1991 das Armutsrisiko für diesen Haushaltstyp verdoppelt. Insbesondere in städtischen Regionen hat die Zahl der Niedrigeinkommensbezieher stark zugenommen. Will man dem entgegensteuern, so bedarf es unter anderem höherer Lohnabschlüsse oder eines Zurückdrängens von Minijobs. Daneben fehlt es zunehmend an bezahlbarem Wohnraum, so dass auch der Bau von preiswertem Wohnraum in den Fokus der Politik rücken sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Der Niedriglohnsektor in Deutschland ist größer als bislang angenommen (2019)

    Grabka, Markus M. ; Schröder, Carsten ;

    Zitatform

    Grabka, Markus M. & Carsten Schröder (2019): Der Niedriglohnsektor in Deutschland ist größer als bislang angenommen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 14, S. 249-257. DOI:10.18723/diw_wb:2019-14-3

    Abstract

    "Die Zahl der abhängig Beschäftigten in Deutschland ist seit der Finanzkrise um mehr als vier Millionen gestiegen. Ein Teil dieses Beschäftigungsaufbaus fand im Niedriglohnsektor statt. Analysen auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels, die erstmalig ausreichend Details über Nebentätigkeiten liefern, zeigen, dass es im Jahr 2017 über neun Millionen Beschäftigungsverhältnisse mit einem Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle gab, was einem Anteil von rund einem Viertel aller Beschäftigungsverhältnisse entspricht. Frauen, junge Erwachsene und Ostdeutsche erhalten besonders häufig Niedriglöhne. Da der allgemeine Mindestlohn unter der Niedriglohnschwelle lag, hat seine Einführung im Jahr 2015 den Anteil der Niedriglohnbeschäftigten nicht gesenkt, obwohl die Löhne im unteren Segment deutlich gestiegen sind. Die Mobilität in der Lohnverteilung hat sich seit Mitte der 1990er Jahre kaum verändert: Etwa zwei Drittel der Niedriglohnbeschäftigten verharren mittelfristig in ihrer Lohngruppe. Um den Niedriglohnsektor einzudämmen, sind Reformen bei den Minijobs, sowie Anstrengungen bei der Qualifikation und eine offensivere Lohnpolitik gefragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    She works hard for the money: tackling low pay in sectors dominated by women – evidence from health and social care (2019)

    Müller, Torsten;

    Zitatform

    Müller, Torsten (2019): She works hard for the money: tackling low pay in sectors dominated by women – evidence from health and social care. (Working paper / European Trade Union Institute 2019,11), Brüssel, 27 S.

    Abstract

    "The author is very grateful to Lena Hipp from the Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) for her contributions to this report; beyond compiling, processing and analysing the statistical data in chapter two, her expertise and insight into the subject were invaluable. This report benefits greatly from the input from trade union experts; the author thanks the trade union representatives from across Europe who replied to the questionnaire. A special thank you goes to Maria Hansson from Kommunal in Sweden, Kim Øst-Jacobsen from FOA in Denmark, Jorma Peussa from JHL in Finland and to Alexa Wolfstädter from Ver.di in Germany for the time they took for more in-depth interviews. Finally, this report would not have been possible without the unwavering support of Richard Pond from EPSU throughout the process of researching and writing this report." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Which types of family are at risk of food poverty in the UK?: a relative deprivation approach (2019)

    O'Connell, Rebecca; Owen, Charlie ; Padley, Matt ; Simon, Antonia ; Brannen, Julia ;

    Zitatform

    O'Connell, Rebecca, Charlie Owen, Matt Padley, Antonia Simon & Julia Brannen (2019): Which types of family are at risk of food poverty in the UK? A relative deprivation approach. In: Social policy and society, Jg. 18, H. 1, S. 1-18. DOI:10.1017/S1474746418000015

    Abstract

    "Not enough is known in the UK about how economic phenomena and policy changes have impacted families' ability to feed themselves. This article employs a novel way of identifying the types of UK families at risk of food poverty over time. Applying a relative deprivation approach, it asks what counts in the UK as a socially acceptable diet that meets needs for health and social participation and how much this costs. Comparing this to actual food expenditure by different family types, between 2005 and 2013, it identifies which are spending less than expected and may be at risk of food poverty. The analysis finds the proportion has increased over time for most family types and for lone parents and large families in particular. The discussion considers findings in light of changing economic and policy contexts and the implications for policy responses of how food poverty is defined and measured." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Local unemployment changes the springboard effect of low pay: Evidence from England (2019)

    Plum, Alexander ; Knies, Gundi ;

    Zitatform

    Plum, Alexander & Gundi Knies (2019): Local unemployment changes the springboard effect of low pay: Evidence from England. In: PLoS ONE, Jg. 14, H. 11. DOI:10.1371/journal.pone.0224290

    Abstract

    "There is considerable debate on whether the employment and earnings prospects are better for those on low pay or for the unemployed. Low-pay work tends to be undertaken more locally but no empirical analysis has focused on how local opportunities alter prospects. Using Understanding Society data for England matched with local unemployment rates, we estimate dynamic random effects panel models, which show robust evidence that the future unemployment risk is lower for those who are currently on low pay compared to those who are currently unemployed. The low-paid also have a higher chance than the unemployed of becoming higher-paid. These findings are most marked in neighbourhoods with high unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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