Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Wider die Arbeitslosigkeit der beruflich Geringqualifizierten: Entwurf eines Kombilohn-Verfahrens für den Niedriglohnsektor (2007)
Zitatform
Fuest, Clemens, Joachim Mitschke, Andreas Peichl & Thilo Schaefer (2007): Wider die Arbeitslosigkeit der beruflich Geringqualifizierten. Entwurf eines Kombilohn-Verfahrens für den Niedriglohnsektor. (FiFo-CPE discussion papers 07-01), Köln, 26 S.
Abstract
"Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gehört zu den wichtigsten wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Von dieser Arbeitslosigkeit sind gering qualifizierte Arbeitnehmer in besonderer Weise betroffen. Ziel des von uns entwickelnden Kombilohn-Verfahrens für den Niedriglohnsektor ist es, beruflich geringqualifizierten Arbeitnehmern den Arbeitsplatz zu erhalten und denjenigen, die bereits arbeitslos sind oder am Anfang ihres Berufslebens keine Arbeit finden, zu einem Arbeitsplatz im ersten, regulären Arbeitsmarkt zu verhelfen. Auf der Basis von Mikrosimulationsrechnungen quantifizieren wir die Effekte unterschiedlicher Ausgestaltungsmöglichkeiten unseres Reformvorschlags im Hinblick auf die Kosten-, Arbeitsangebots- und Verteilungswirkungen und zeigen, dass beschäftigungssteigernde Varianten unter bestimmten Bedingungen aufkommensneutral zu finanzieren sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Kölner Kombilohn für den Niedriglohnsektor (2007)
Zitatform
Fuest, Clemens, Joachim Mitschke, Andreas Peichl & Thilo Schaefer (2007): Der Kölner Kombilohn für den Niedriglohnsektor. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 60, H. 11, S. 25-29.
Abstract
"Die Autoren stellen in diesem Beitrag das von ihnen entwickelte Kombilohnmodell, den 'Kölner-Kombilohn', vor und berechnen Beschäftigungs- sowie Aufkommenswirkungen ihres Vorschlags, bei dem gering entlohnte, beschäftigte und ungekündigte Arbeitnehmer Anspruch auf eine steuerliche Lohngutschrift haben. Diese wird vom Finanzamt auf der Lohnsteuerkarte vermerkt und vom Arbeitgeber mit dem Lohn ausbezahlt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ausgewählte Möglichkeiten zum Abbau der Arbeitslosigkeit von gering qualifizierten Arbeitskräften in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der "Hartz"-Gesetze und der subjektiven Wahrnehmung von Betroffenen (2007)
Hinz, Silke K. B.;Zitatform
Hinz, Silke K. B. (2007): Ausgewählte Möglichkeiten zum Abbau der Arbeitslosigkeit von gering qualifizierten Arbeitskräften in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der "Hartz"-Gesetze und der subjektiven Wahrnehmung von Betroffenen. Tönning u.a.: Der Andere Verlag, 400 S.
Abstract
Die Autorin geht davon aus, dass es vordringliches Ziel deutscher Arbeitsmarktpolitik sein muss, die Sockelarbeitslosigkeit und die Verfestigung von Arbeitslosigkeit zu durchbrechen. Entsprechend dieser Hauptproblematik untersucht die Arbeit Ansatzmöglichkeiten zur Verringerung der Arbeitslosigkeit von gering qualifizierten Arbeitskräften. Dabei wird von der These ausgegangen, dass die subjektive Wahrnehmung von Arbeitslosigkeit eine wichtige Voraussetzung für eine den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes angepasste Handlungsweise zur Verringerung der Arbeitslosigkeit ist. Unter dieser Zielsetzung werden das subjektive Empfinden der Arbeitslosigkeit, die Höhe des Arbeitslosengelds II, die Gründe der Arbeitslosigkeit sowie die Art und Weise der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz thematisiert. Am Schluss der Arbeit stehen aus der wissenschaftlichen Analyse der bisherigen Erfahrungen herausgearbeitete Handlungsempfehlungen. Diese umfassen: 1. Änderung der bestehenden Regelungen der Minijobs (Verringerung der Aufspaltung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungen in Minijobs; nicht im Nebenerwerb; Beschränkung auf einen festgelegten Prozentsatz pro Arbeitgeber); 2. Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 1.400 bis 1.500 Euro brutto pro Monat für alle in Deutschland tätigen Arbeitnehmer; 3. Arbeitszeitverkürzung und Abbau von Überstunden; 4. Einführung eines 'Arbeitsanteile-Siegels'; 5. stärkere Berücksichtigung der Arbeitsnachfrageseite zum Abbau des Defizits an Beschäftigungsmöglichkeiten. (IAB)
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Literaturhinweis
Subvention von Sozialbeiträgen für Geringverdiener?: die Grundlagen des SPD-Modells "Bonus für Arbeit" (2007)
Nakielski, Hans;Zitatform
Nakielski, Hans (2007): Subvention von Sozialbeiträgen für Geringverdiener? Die Grundlagen des SPD-Modells "Bonus für Arbeit". In: Soziale Sicherheit, Jg. 56, H. 2, S. 45-48.
Abstract
"Zur 'Neuordnung des Niedriglohnsektors' sucht derzeit eine Arbeitsgruppe der Regierungskoalition unter Leitung von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering nach Lösungen. Der SPD-Parteivorstand will laut 'Bremer Erklärung' vom 6. Januar 'die Möglichkeit prüfen, einfache Arbeiten besser zu fördern'. Basis hierfür ist ein Konzept, das u.a. Prof. Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sowie Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ausgearbeitet haben. Danach sollen die Sozialbeiträge von Geringverdienern subventioniert werden. Hier werden die Kernelemente des 'Konzepts für Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich' von Bofinger und Walwei vorgestellt ." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minimum wages, the Earned Income Tax Credit, and employment: evidence from the post-welfare reform era (2007)
Zitatform
Neumark, David & William Wascher (2007): Minimum wages, the Earned Income Tax Credit, and employment. Evidence from the post-welfare reform era. (IZA discussion paper 2610), Bonn, 38 S.
Abstract
"We study the effects of minimum wages and the EITC in the post-welfare reform era. For the minimum wage, the evidence points to disemployment effects that are concentrated among young minority men. For young women, there is little evidence that minimum wages reduce employment, with the exception of high school dropouts. In contrast, evidence strongly suggests that the EITC boosts employment of young women (although not teenagers). We also explore how minimum wages and the EITC interact, and the evidence reveals policy effects that vary substantially across different groups. For example, higher minimum wages appear to reduce earnings of minority men, and more so when the EITC is high. In contrast, our results indicate that the EITC boosts employment and earnings for minority women, and coupling the EITC with a higher minimum wage appears to enhance this positive effect. Thus, whether or not the policy combination of a high EITC and a high minimum wage is viewed as favorable or unfavorable depends in part on whose incomes policymakers are trying to increase." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 12915 -
Literaturhinweis
Niedriglohn und Förderoptionen (2007)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2007): Niedriglohn und Förderoptionen. In: Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie (Hrsg.) (2007): Durch Niedriglohn zu mehr Beschäftigung? : ostdeutsche Erfahrungen oder Wie kann eine Gesamtstrategie für mehr Beschäftigung aussehen? Dokumentation der Tagung des Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V. und der Hans-Böckler-Stiftung am 1.12.2006, S. 59-72.
Abstract
In dem Beitrag wird die These formuliert, dass in der Bundesrepublik Deutschland mehr Niedriglohnbeschäftigung gebraucht wird, dass diese jedoch anders 'besetzt' sein soll, um den harten Kern der Arbeitslosen aufzuweichen oder gar aufzulösen. Der Autor betont dabei die Bedeutung existenzsichernder Löhne im Niedriglohnbereich auf dem Niveau des Arbeitslosengeldes II. Nach Auffassung des Autors muss sich die Bewertung aller Förderoptionen im Niedriglohnbereich daran messen lassen, ob diese der Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenwirken. Nach einem Überblick über die Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquote bis 2004 und der relativen Größe des Niedriglohnsektors werden unterschiedliche Förderoptionen und Studien zum Niedriglohnsektor einer Bewertung unterzogen. Diskutiert werden befristete und unbefristete Kombilohnmodelle, Einstiegsgeld, Zuverdienstmöglichkeiten, Mini-Jobs, Arbeitsgelegenheiten sowie die Magdeburger Alternative. Zusammenfassend plädiert der Autor für das im Gutachten 'Vorrang für das reguläre Arbeitsverhältnis, ein Konzept für Existenz sichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich' vorgestellte Modell, das aus drei Komponenten besteht: der Beibehaltung des Arbeitslosengeld-II-Niveaus, einer Abgabensenkung im Niedriglohnbereich durch Steuergutschriften und einem Mindestlohn von 4,50 Euro (750 Euro Vollzeiteinkommen im Monat), wobei letzterem besondere Wichtigkeit beigemessen wird, 'weil Unternehmen letztlich nicht erwarten dürfen, dass der Staat jeden noch so niedrigen Lohnsatz aufstockt.' Gleichzeitig soll die Begünstigung von Minijobs und Midijobs aufgegeben werden. Langfristig sieht der Autor in einer deutlichen Senkung der Sozialabgaben den 'Königsweg' zur Förderung der Beschäftigung in Deutschland. (IAB)
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Literaturhinweis
In-work policies in Europe: killing two birds with one stone? (2006)
Zitatform
Bargain, Olivier & Kristian Orsini (2006): In-work policies in Europe. Killing two birds with one stone? In: Labour economics, Jg. 13, H. 6, S. 667-697. DOI:10.1016/j.labeco.2005.
Abstract
"Generous social assistance has been held responsible for inactivity traps and social exclusion in several European countries, hence the recent trend of promoting employment through in-work transfers. Yet, the relative consensus on the need for 'making work pay' policies is muddied by a number of concerns relative to the design of the reforms and the treatment of the family dimension. Relying on EUROMOD, a EU-15 integrated tax-benefit microsimulation software, we simulate two types of in-work benefits. The first one is means-tested on family income, in the fashion of the British Working Family Tax Credit, while the second is a purely individualized policy. Both reforms are built on the same cost basis (after behavioral responses) and simulated in three European countries suspected to experience large poverty traps, namely Finland, France and Germany. The potential labor supply responses to the reforms and the subsequent redistributive impacts are assessed for each country using a structural discrete-choice model. We compare how both reforms achieve poverty reduction and social inclusion (measured as the number of transitions into activity). All three countries present different initial conditions, including existing tax-benefit systems and distribution of incomes and wages. These sources of heterogeneity are exploited together with different labor supply elasticities to explain the cross-country differences in the impact of the reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Earned Income Tax Credit policies: Impact and optimality: the Adam Smith Lecture, 2005 (2006)
Zitatform
Blundell, Richard (2006): Earned Income Tax Credit policies: Impact and optimality. The Adam Smith Lecture, 2005. In: Labour economics, Jg. 13, H. 4, S. 423-443. DOI:10.1016/j.labeco.2006.04.001
Abstract
"In this lecture the author considers the impact and optimality of Earned Income Tax Policies. The policy issue addressed is the low labour market attachment and high incidence of poverty among certain groups. These policies have taken a central position in EU labour market policy debate and he focusses on reforms over the last decade in the UK." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Did working families' tax credit work?: the impact of in-work support on labour supply in Great Britain (2006)
Zitatform
Brewer, Mike, Alan Duncan, Andrew Shephard & Maria Jose Suarez (2006): Did working families' tax credit work? The impact of in-work support on labour supply in Great Britain. In: Labour economics, Jg. 13, H. 6, S. 699-720. DOI:10.1016/j.labeco.2005.11.002
Abstract
"In-work benefits are promoted as a way to make low-income families better off without introducing adverse work incentives. In 1999, the structure of in-work benefits in the UK changed, and their generosity almost doubled, through the introduction of Working Families' Tax Credit (WFTC). With micro-data from before and alter its introduction, a structural model of labour supply and programme participation estimates that, by 2002, WFTC had increased labour supply of lone mothers by around 5.1 percentage points, slightly reduced labour supply of mothers in couples by 0.6 percentage points, and increased the labour supply of fathers in couples by 0.8 percentage points, compared with the programme that preceded it. Other tax and benefit reforms contemporaneous with WFTC acted to reduce the labour supply of parents, though. Without any form of in-work benefit in the UK, labour force participation by lone mothers would be around 45 percent, rather than the 55 per cent we now observe. Participating in family credit, the UK's in-work programme before October 1999, conferred a utility loss as well as a utility gain from the extra income, but this utility cost of participation was lower in the final year of WFTC than under previous programmes for lone mothers, and no different for individuals in couples: this in itself induced more lone mothers to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kombilöhne im internationalen Vergleich: Nicht jede Therapie schlägt überall an (2006)
Zitatform
Brücker, Herbert & Regina Konle-Seidl (2006): Kombilöhne im internationalen Vergleich: Nicht jede Therapie schlägt überall an. (IAB-Kurzbericht 10/2006), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Ein Blick über die Grenzen kann helfen, weit reichende politische Entscheidungen - wie im Falle des Kombilohns - mit internationalen Erfahrungen zu stützen. Die Erfahrungen in den USA und Großbritannien zeigen, dass großzügige Einkommenssubventionen unter den Bedingungen eines Sozialstaates, der niedrige Leistungen für Nichterwerbstätige mit Auflagen zur Arbeitssuche verbindet, nennenswerte Beschäftigungseffekte haben. Allerdings existiert in den USA keine bedarfsdeckende Mindestsicherung. Zudem wurde dort der Leistungsbezug für Nichterwerbstätige zeitlich befristet. Dies kann auf Deutschland, das eine soziokulturelle Mindestsicherung gesetzlich garantiert, nicht übertragen werden. Aus den angelsächsischen Erfahrungen kann jedoch gelernt werden, dass Kombilöhne nur wirken, wenn das Steuer- und Transfer-System die Arbeitsanreize systematisch stärkt. Kombilöhne müssten deshalb in Deutschland in ein konsistentes Steuer- und Transfersystem eingebunden werden. Gerade in Ländern, die ein hohes Grundsicherungsniveau garantieren, ist eine konsequente Aktivierungspolitik notwendig, die monetäre Erwerbsanreize mit Auflagen für Leistungsempfänger verbindet. In Deutschland können zudem verstärkte Erwerbsanreize nur wirken, wenn dem zusätzlichen Arbeitsangebot auch eine entsprechende Nachfrage im Niedriglohnbereich gegenüber steht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Transfersysteme im Vergleich -
Literaturhinweis
Negative income tax implementation: some lessons from the French Prime pour l'emploi (2006)
Zitatform
Courtioux, Pierre (2006): Negative income tax implementation. Some lessons from the French Prime pour l'emploi. (TLM.NET working paper 2006-30), Amsterdam, 21 S.
Abstract
"The aim of this paper is to analyse the reasons for the institutional success of negative tax systems and to determine why this innovation has been adopted in the French institutional framework. We analyse the implementation of a negative income tax launched in France in 2001. We show that the programme can be viewed as an innovation in the French social protection regime. Based on microsimulations of the French tax and transfer system, we show that this programme is small in scale. However, a local justice analysis, which stresses the various dimensions of justifications for the programme, demonstrates that negative income tax is a focal point for social policy designers. Moreover, the development of the programme, even if it remains small, suggests that negative income tax is now a tool that can be used in the development of French tax policy. This corroborates North (2005), who considers institutional change to be mostly incremental and argues that possibilities for institutional change are determined by pre-existing institutions filters." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Optimal tax credits in the context of the German system of apprenticeship training and social security (2006)
Fleischhauer, Kai-Joseph;Zitatform
Fleischhauer, Kai-Joseph (2006): Optimal tax credits in the context of the German system of apprenticeship training and social security. (Universität Sankt Gallen, Volkswirtschaftliche Abteilung. Discussion paper 2006-21), Sankt Gallen, 40 S.
Abstract
"There is an ongoing discussion in Germany about the implementation of tax credits in order to reintegrate low-skilled workers into the labor market. This paper aims at analyzing the policy instrument of tax credits in a theoretical model that systematically compares its costs and benefits in the context of the German system of apprenticeship training and social security. Building on recent training literature, a two-period partial-equilibrium model is developed that allows for worker heterogeneity in ability. In our model, the implementation of tax credits in terms of a negative income tax solves a trade-off with respect to overall welfare. While tax credits reduce the number of unemployed workers at the extensive margin, they increase at the same time the opportunity costs of apprenticeship training, which implies that human capital formation is decreased. Furthermore, the model suggests that the reintegration of those workers at the bottom of the ability-distribution into the labor market is not optimal. The additional implementation of minimum wages is counteractive to the reduction of unemployment because firms would thus be prevented from employing workers with very low productivities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich: ein internationaler empirischer Überblick. Expertise (2006)
Kaltenborn, Bruno; Schiwarov, Juliana; Wielage, Nina;Zitatform
Kaltenborn, Bruno, Juliana Schiwarov & Nina Wielage (2006): Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich. Ein internationaler empirischer Überblick. Expertise. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 31), Berlin, 40 S.
Abstract
Der Effekt von Steuer-Transfer-Systemen auf das Arbeitsangebot lässt sich weder aus Beschreibungen des Steuer-Transfer-Systems noch aus theoretischen Überlegungen eindeutig ableiten. "Hierfür sind vielmehr empirische Untersuchungen erforderlich. Die Kenntnis der tatsächlichen Effekte ist essenziell für den Erfolg von Strategien zur Ausweitung des Arbeitsangebots von Personen mit geringem Verdienstpotenzial. Entsprechende empirische Studien sind nicht nur aufwändig, sondern kommen teilweise zu uneinheitlichen Ergebnissen. Daher liegt es nahe, die Ergebnisse vorliegender Untersuchungen vergleichend auszuwerten. Derartige Studien liegen vor allem für die USA, in eingeschränktem Maße aber auch für Großbritannien und Frankreich vor. Für Italien und Irland können keine empirischen Untersuchungen zu den Wirkungen einzelner Elemente des Steuer-Transfer-Systems ermittelt werden. Deshalb werden hilfsweise Ergebnisse von Studien zu den Reaktionen des Arbeitsangebots auf Lohnvariationen referiert. Diese können als Indiz für die Sensitivität des Arbeitsangebots gegenüber Änderungen des Steuer-Transfer-Systems herangezogen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Negative Einkommenssteuer (2006)
Kumpmann, Ingmar;Zitatform
Kumpmann, Ingmar (2006): Negative Einkommenssteuer. In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 35, H. 1, S. 46-49.
Abstract
"Insgesamt weist das Konzept der Negativen Einkommensteuer in die richtige Richtung, weil mit ihr nicht nur die Verwaltung außerordentlich vereinfacht würde und Sozial- und Steuersystem besser aufeinander abgestimmt werden könnten. Vor allem würden durch den niedrigeren (impliziten) Grenzsteuersatz im Niedriglohnbereich Leistungsanreize gesetzt, ohne die Mindestsicherung zu gefährden. Die problematischen staatlichen Kontrollen der Arbeitsfähigkeit und Arbeitsbereitschaft würden für die Erhaltung von Leistungsanreizen entbehrlich. Die hohen Kosten verhindern jedoch eine Verwirklichung des Modells in Reinform, so dass bei der praktischen Umsetzung ein Kompromiss zwischen Leistungsanreizen und der Höhe der garantierten Mindestsicherung gefunden werden muss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der britische Working Tax Credit: Beispiel für eine Strategie gegen Arbeitslosigkeit und Armut (2006)
Peter, Waltraut;Zitatform
Peter, Waltraut (2006): Der britische Working Tax Credit. Beispiel für eine Strategie gegen Arbeitslosigkeit und Armut. (Konrad-Adenauer-Stiftung. Arbeitspapier 150), Berlin, 28 S.
Abstract
"New Labour ist 1997 mit dem Versprechen angetreten, eine neue Balance zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Fürsorge, zwischen Rechten und Pflichten zu schaffen. Eine Modernisierung des Steuer- und Transfersystems, ein flexibler Arbeitsmarkt und niedrige Lohnnebenkosten sollten Arbeitsanreize verbessern, Erwerbschancen für jeden in einem sich verändernden Arbeitsmarkt schaffen, Familien unabhängig von ihrem Erwerbsstatus besser unterstützen und langfristig die Kinderarmut beseitigen. Waren die Maßnahmen der ersten Amtsperiode auf erwerbsabhängige Transfers konzentriert, so verschob sich in der zweiten Periode der Schwerpunkt hin zu erwerbsundabhängigen Familienleistungen - von 'work' zu 'welfare' - mit negativen Folgen für die Arbeits- und Leistungsanreize. Im Zuge der Sozialreformen konnten Erfolge beim Abbau der Arbeitslosigkeit, vor allem von Jugendlichen erzielt werden. Alle Erwerbstätigenquoten, besonders die der Alleinerziehenden sind gestiegen, gleichzeitig sank die Anzahl der sozialhilfeabhängigen Alleinerziehenden. Die Kinderarmut konnte reduziert, aber nicht beseitigt werden. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Incapacity-Benefit-Empfänger. Die Reformbilanz zeigt, wie schwierig es ist, die Balance zwischen welfare und work, zwischen staatlicher Fürsorge und Arbeitsanreizen zu finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Aktivierende Sozialhilfe 2006: das Kombilohn-Modell des ifo Instituts (2006)
Zitatform
Sinn, Hans-Werner, Christian Holzner, Wolfgang Meister, Wolfgang Ochel & Martin Werding (2006): Aktivierende Sozialhilfe 2006. Das Kombilohn-Modell des ifo Instituts. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 59, H. 2, S. 6-27.
Abstract
"Am 26. Januar 2006 stellte das ifo Institut im Rahmen einer Bundespressekonferenz die aktualisierte Version des ifo Kombilohn-Modells 'Aktivierende Sozialhilfe' vor, das eine Alternative zum heutigen Lohnersatzmodell bietet. Das ifo-Modell eröffnet bei verringerten fiskalischen Kosten langfristig bis zu 3,2 Millionen gering qualifizierten Arbeitslosen neue Beschäftigungschancen. Das bisherige System existentsicherender Sozialleistungen, aktuell das Arbeitslosengeld II, schafft ein anhaltendes Hindernis für mehr Beschäftigung gering Qualifizierter. Grund dafür sind die relativ hohen Leistungen an erwerbsfähige Personen, die weiterhin arbeitslos sind, und die hohen Transferentzugsraten, die die Aufnahme einer regulären Beschäftigung bestrafen. Das ifo-Modell eröffnet einen gangbaren und finanzierbaren Weg, dieses Hindernis durch eine Umstrukturierung der staatlichen Lohnersatzleistungen zu Kombilöhnen zu beseitigen. Es beendet das derzeitige Konkurrenzverhältnis zwischen Sozialstaat und privaten Arbeitgebern und ermöglicht eine sozialpolitisch akzeptable Anpassung der deutschen Lohnstruktur, insbesondere der Löhne für gering Qualifizierte, an die internationale Lohnkonkurrenz." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Targeted Negative Income Tax (TNIT) in Germany: evidence from a quasi experiment (2006)
Zitatform
Spermann, Alexander & Harald Strotmann (2006): The Targeted Negative Income Tax (TNIT) in Germany. Evidence from a quasi experiment. (IZA discussion paper 2067), Bonn, 47 S.
Abstract
"We report empirical evidence from the first field experiments to be conducted in Germany with program and control groups between 1999 and 2002. The evaluated program called 'Targeted Negative Income Tax (TNIT)' is a time-restricted employee subsidy for means-tested welfare recipients. We focus on a unique data set on welfare recipients in Mannheim and estimate the treatment effect of TNIT on participation probability. The average treatment effect is significant and lies between 6.6 and 6.8 percentage points. Since January 1st, 2005, TNIT can be offered to all means-tested long-term unemployed people in Germany by public case managers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labor supply effects of the Earned Income Tax Credit: evidence from Wisconsin supplemental benefit for families with three children (2005)
Zitatform
Cancian, Maria & Arik Levinson (2005): Labor supply effects of the Earned Income Tax Credit. Evidence from Wisconsin supplemental benefit for families with three children. (NBER working paper 11454), Cambridge, Mass., 35 S. DOI:10.3386/w11454
Abstract
"We examine the labor market consequences of the Earned Income Tax Credit (EITC), comparing labor market behavior of eligible parents in Wisconsin, which supplements the federal EITC for families with three children, to that of similar parents in states that do not supplement the federal EITC. Data come from the 2000 Census of Population. Most previous studies have relied on changes in the EITC over time, or EITC eligibility differences for families with and without children, or have extrapolated from measured labor supply responses to other tax and benefit programs, and find significant effects of the EITC on employment. In contrast, our cross-state comparison examines a larger difference in EITC subsidy rates, uses more similar treatment and control groups, relies on a policy that has been in place for 5 years, and finds no effect of the EITC on employment or hours worked." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Making work pay in Continental Europe: the example of the French tax credit (2005)
Cazenave, Marie-Cecile;Zitatform
Cazenave, Marie-Cecile (2005): Making work pay in Continental Europe. The example of the French tax credit. (TLM.NET working paper 2005-22), Amsterdam, 22 S.
Abstract
Im Jahre 2001 hat Frankreich ein neues System von negativer Einkommensteuer, das sog. 'Prime pour l'emploi' (PPE) eingeführt. PPE soll den Weg aus der Arbeitslosigkeit und der Inaktivität heraus in ein Arbeitsverhältnis unterstützen, indem es zur Erhöhung der Einkommen im Niedriglohnsektor beiträgt. Damit wurde erstmals in Frankreich ein Instrument, das sich an die Angebotsseite des Arbeitsmarktes und nicht an die Arbeitgeber richtet, angewendet. Die Implementierung dieses Systems ist im europäischen Kontext des von der OECD entwickelten Mottos 'Making work pay' zu sehen, das eine Strategie beschreibt, nach der es attraktiver ist zu arbeiten, als arbeitslos oder inaktiv zu sein. Derartige Strategien sind bisher in den angelsächsischen Ländern und in Europa vor allem in Großbritannien angewendet worden und der Beitrag untersucht, ob sich PPE auf dem französischen Arbeitsmarkt bewährt hat und ob die Strategie des 'Making work pay' noch ausgebaut werden sollte. Im Vergleich mit steuerlichen Maßnahmen, die charakteristisch für das angelsächsische System sind, wird gezeigt, dass PPE durchaus in den Bezugsrahmen Strategie des 'Making work pay' passt. Abschließend wird die Frage behandelt, ob angesichts der Erfahrungen, die andere kontinentale bzw. korporatistische europäische Länder mit ähnlichen politischen Instrumenten gemacht haben, die Strategie des 'Making work pay' für Frankreich das beste Instrument zur Lösung der sozialen Probleme und der Probleme auf dem Arbeitsmarkt darstellt. Insgesamt wird die arbeitsmarktpolitische Strategie für Frankreich unter anderem aufgrund der institutionellen Rahmenbedingungen als wenig erfolgreich eingeschätzt. (IAB)
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Literaturhinweis
Niedriglohn und soziale Sicherung (2005)
Deimer, Klaus;Zitatform
Deimer, Klaus (2005): Niedriglohn und soziale Sicherung. In: Europäische Arbeitspolitik, Jg. 13, H. 47, S. 91-98.
Abstract
Die Hartz IV-Reform beschneidet die Unterstützung der Arbeitslosen, um diese zu zwingen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Gleichzeitig soll der Niedriglohnsektor ausgeweitet werden. Sollten diese Maßnahmen Arbeitsplätze schaffen, steht ein nächstes Problem an: Die Renten für diese Gruppe werden an die Armutsgrenze reichen. Um solche Armutsfallen zu vermeiden, gleich ob durch Arbeitslosigkeit, Alter, psychosoziale Lebenskrisen oder durch andere Sozialhilfe konstituierende Mechanismen ausgelöst, wird ein für alle grundsätzlich bereit stehendes und gleichwertiges integriertes Steuer-Transfersystem vorgeschlagen. Kernelement auf der Steuerseite wäre eine radikale Steuerreform; auf der Transferseite kann dann eine negative Einkommensteuer zur Anwendung kommen. Insgesamt nähert man sich damit einer Kombination von Steuer- und Beitragfinanzierung. Zur Steuerfinanzierung werden dabei z.B. Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer oder auch Tobin-Steuer in Betracht gezogen. (IAB)
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