Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Arbeitsmarktanalyse zum Ausmaß des Niedriglohnsektors in Niedersachsen (01.06.2007)
Institut für Regionalforschung an der Universität GöttingenHochmuth, Elke, Dr.Quelle: Projektinformation beim IfRBeschreibung
Der Niedriglohnsektor nimmt seit Jahren bundesweit immer größere Ausmaße an. Eine schon in den 1980er Jahren anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, die ökonomischen Verwerfungen des Wiedervereinigungsprozesses, Arbeitsmarktreformen wie die ab 2003 betriebene Politik der Beschäftigungsausweitung im Bereich der staatlich subventionierten Mini- und Midi-Jobs oder die Verabschiedung des SGB II, die Einschränkung sozialstaatlicher Leistungen und die Destabilisierung der industriellen Beziehungen - all dies trug seinen Teil dazu bei, dass sich die Beschäftigungsstruktur radikal verändert hat und das gesamte Lohnspektrum aus den Fugen geraten ist.>> Ziel der angestrebten Arbeitsmarktanalyse ist es, das Phänomen der Niedriglöhne in Deutschland am Beispiel des Bundeslandes Niedersachsen möglichst umfassend zu beleuchten. Dazu werden in einem ersten Schritt das Ausmaß und die Struktur des Niedriglohnsektors in Deutschland und in Niedersachsen bestimmt, wobei sich die Analyse auch den Ursachen und den Folgen dieser Entwicklung widmen wird. Im anschließenden zweiten Schritt werden vier Branchenanalysen vorgenommen. Indem die Situation in vier niedersächsischen "Niedriglohnbranchen" transparent gemacht wird, lassen sich vertiefende Einblicke in die Bedingungen gewinnen, unter denen Niedriglohnbeschäftigung gedeihen kann.
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Böckler-Themen: Niedriglöhne (22.02.2007)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Zusammenstellung von Forschungsberichten, Veranstaltungen, Artikeln, Pressemitteilungen und Grafiken zum Thema.
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A Profile of the Working Poor, 2007 (20.12.2006)
U.S. Department of LaborBeschreibung
U.S. Department of Labor, Bureau of Labor Statistics, March 2009, Report 1012
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Women in Low-Skill Work (01.11.2006)
Institut Arbeit und TechnikJaehrling, Karen, Dr.Quelle: Projektinfo des IAQBeschreibung
Während der letzten Jahrzehnte waren die europäischen Arbeitsmärkte durch wachsende Frauenbeschäftigung charakterisiert, die stark mit der zunehmenden Bedeutung des Dienstleistungssektors zusammen hängt. Neben der bloßen Erhöhung der Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse rückt das Ziel einer Steigerung der Qualität von Frauenbeschäftigung zunehmend in den Fokus europäischer Politik und Forschung. Dies ist ein wichtiges Ziel, da europäische Arbeitsmärkte stark nach Geschlecht segregiert sind: Frauenbeschäftigung konzentriert sich in bestimmten Sektoren und Berufen (horizontale Segregation) und innerhalb einzelner Sektoren und Berufe sind Frauen in Management- und Führungspositionen unterrepräsentiert und überrepräsentiert in schlecht bezahlten Jobs mit schlechten Beschäftigungsbedingungen (vertikale Segregation). >> Ziel dieser Studie im Auftrag des Europäischen Parlamentes ist es, mehr Licht in die Entwicklung bestimmter Dienstleistungsbereiche zu bringen und verschiedene Dimensionen von Beschäftigungsqualität aus einer Gender-Perspektive zu untersuchen. Hierbei werden schwerpunktmäßig folgende Branchen analysiert: Hotels und Gaststätten, Reinigungsgewerbe, Kinderbetreuung und Pflegedienstleistungen für Ältere, Krankenhäuser und Einzelhandel. Ziel der Studie ist es, die Beschäftigungsqualität in diesen Sektoren in relevanten Berufen einzuschätzen, indem zentrale Merkmale der Jobs (Arbeitseinkommen, Teilzeitanteil, Anteil befristeter Beschäftigung) und der Beschäftigten (Geschlecht, Qualifikation etc.) untersucht werden. Im Mittelpunkt steht die besonders interessante Frage, ob sich Unterschiede zwischen Sektoren and zwischen den Ländern zeigen und inwiefern diese Abweichungen durch Unterschiede in den institutionellen Rahmenbedingungen oder andere Faktoren erklärt werden können. Die Studie wird drei Länder näher untersuchen (Deutschland, Großbritannien und die Tschechische Republik). Methoden: In einem ersten Schritt wird eine statistische Analyse der Entwic
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Jobs, Wages, and Living Standards (28.09.2006)
Economic Policy InstituteBeschreibung
Website des Economic Policy Institute, Washington DC.
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Minijobs: Ausweg aus der Schwarzarbeit (07.09.2006)
Institut der deutschen Wirtschaft KölnBeschreibung
Der iwd-Beitrag in Nr. 36 vom 07.09.2006 zeigt, dass immer mehr private Haushalte Minijobber beschäftigen. In den vergangenen beiden Jahren hat sich die Zahl der geringfügig beschäftigten Putzfrauen, Kindermädchen, Gärtner & Co. mit 123.000 fast verdoppelt.
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Beschäftigung Geringqualifizierter in der Region Rhein-Main (24.07.2006)
Institut für Wirtschaft, Arbeit und KulturBeschreibung
Iwak-Report Nr. 01/2003: Die IWAK-Befragungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass auch im geringqualifizierten Bereich offene Stellen im Rhein-Main-Gebiet bestanden, die nicht besetzt werden konnten.
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Aktuelle Entwicklungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung (04.07.2006)
Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-SeeBeschreibung
Quartalsbericht IV 2012 der Minijob-Zentrale
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Lohnmobilität von Geringverdienern in Deutschland (01.07.2006)
Zentrum für Europäische WirtschaftsforschungGürtzgen, Nicole, Dr.Quelle: Projektinformation des ZEWBeschreibung
Ziel des Projekts ist es, den Einfluss individueller und firmenspezifischer Charakteristika auf die Lohnmobilität von Geringverdienern zu untersuchen. Hiermit sollen Erkenntnisse über eine mögliche Segmentation des Arbeitsmarktes in Arbeitsplätze mit hohen und geringen Aufstiegschancen gewonnen werden. Die Abgrenzung firmenspezifischer Einflussfaktoren von individuellen Charakteristika ist erforderlich, um Aufschluss darüber gewinnen zu können, inwieweit die Segmentationsgrenze zwischen unterschiedlichen Unternehmen oder innerhalb von Unternehmen, z.B. infolge unterschiedlicher individueller Merkmale, verläuft. Methoden: Die Untersuchung soll mit Hilfe des Linked-Employer-Employee-Datensatzes des IAB für den Zeitraum 1993-2003 durchgeführt werden.
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Working poor by occupation in 2004 (29.06.2006)
U.S. Department of LaborBeschreibung
Statistik des U.S. Department of Labor vom 29.06.2006
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Rate of working poor up in 2004 (19.06.2006)
U.S. Department of LaborBeschreibung
Statistik des U.S. Department of Labor vom 19.06.2006
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Working Poor in Western Europe (01.05.2006)
Universität Köln, Zentrum für Empirische Sozial- und WirtschaftsforschungAndreß, Hans-Jürgen, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation bei der Uni KölnBeschreibung
Im Zuge der wohlfahrtsstaatlichen Reformen der letzten Jahre ist Armut von Erwerbstätigen in Deutschland und in anderen europäischen Ländern ein zunehmend breit diskutiertes Thema geworden. Im Ländervergleich sind allerdings auch deutliche Unterschiede im Ausmaß von Armut von Erwerbstätigen festzustellen. Die Frage nach den Ursachen für diese Unterschiede ist der Ausgangspunkt für das Projekt "Working Poor in Western Europe". Grundsätzlich wird argumentiert, dass die Unterschiede im Ausmaß und der Struktur von Armut von Erwerbstätigen eine Folge der unterschiedlichen Ausgestaltung institutioneller Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern sind (soziales Sicherungssystem, Lohnverhandlungssystem, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie). An die Frage nach dem Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen schließt sich eine weitere Frage direkt an, und zwar: Welche Auswirkungen haben Veränderungen in den institutionellen Rahmenbedingungen? Oder anders formuliert: Welche Konsequenzen haben die gegenwärtigen Reformen im Bereich der sozialen Sicherungssysteme und Arbeitsmarktinstitutionen auf die Entwicklung von Armut von Erwerbstätigen? Eine allgemeine Hypothese ist, dass die gegenwärtigen Veränderungen eine Verschiebung von nichterwerbstätigen zu armen Erwerbstätigen bewirken, die als trade-off zwischen Armut und Beschäftigung interpretiert werden kann.>> Die Beantwortung der Fragen des Projekts beruht auf einem breiten Ländervergleich. Dabei wird eine quantitativ ländervergleichende mit einer eher fallvergleichenden Perspektive kombiniert. Für den quantitativen Ländervergleich werden harmonisierte Massendatensätze genutzt (Europäisches Haushaltspanel - ECHP, EU-Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen - SILC), die den Zeitraum seit 1994 abdecken. Diese Analysen werden durch eine Reihe von Länderstudien ergänzt. Im Rahmen des Projekts wurde ein Netzwerk von Wissenschaftlern aus acht europäischen Ländern aufgebaut, die jeweils für ihr eigenes Land
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Niedriglohn: Wissenschaftliche Vorstöße in eine Grauzone (01.02.2006)
Hans-Böckler-StiftungBeschreibung
Böckler-Impuls 2/2006: Trotz völlig unterschiedlicher Berechnungsweisen der Forschungsinstitute schälen sich inzwischen allgemeingültige Entwicklungstrends heraus: Der Niedriglohnsektor wächst nicht nur, er verfestigt sich.
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Occupation and the working poor in 2003 (19.04.2005)
U.S. Department of LaborBeschreibung
Statistik des U.S. Department of Labor vom 19.04.2005
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Flexibilisierungspotenziale heterogener regionaler Arbeitsmärkte durch räumliche Mobilität. Eine Analyse unter besonderer Berücksichtigung der Situation gering qualifizierter Arbeitskräfte (01.09.2004)
Technische Universität Darmstadt, Institut für Empirische WirtschaftsforschungEntorf, Horst, Prof. Dr.Quelle: Projektinformation des ZEWBeschreibung
Die im Verhältnis zu den USA und zu anderen Ländern niedrige räumliche Mobilität in Deutschland wird häufig als Ursache für einen unzureichenden Ausgleich regionaler Ungleichgewichte genannt und mit einer überdurchschnittlich hohen regionalen Mismatch-Arbeitslosigkeit in Verbindung gebracht. Hinsichtlich des wünschenswerten Ziels eines Wachstums- und Beschäftigungszuwachses erlangt regionale Mobilität damit große Bedeutung, wobei die von Arbeitslosigkeit besonders betroffene und gleichzeitig räumlich wenig mobile Gruppe der gering qualifizierten Arbeitskräfte unmittelbar in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Entscheidend für die Nutzung oder Nichtnutzung von Flexibilisierungspotenzialen durch räumliche Mobilität sind die individuellen Anreizstrukturen dieser Erwerbspersonen. Der Fokus des Forschungsvorhabens liegt daher auf der mikroökonomischen Beschreibung der individuellen Determinanten der Mobilität unter besonderer Berücksichtigung der Situation gering qualifizierter Arbeitsloser. Dabei sollen die Wirkungskanäle des Einflusses verschiedener Faktoren zunächst im Rahmen eines theoretischen Suchmodells aufgezeigt und dann mikroökonometrisch überprüft werden. Insbesondere soll der Frage nachgegangen werden, in welchem Maße institutionelle Faktoren wie z.B. die Arbeitslosenunterstützung, Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik oder der Kündigungsschutz für die räumliche Immobilität einiger Arbeitsmarktsegmente verantwortlich gemacht werden können. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens können daher die Grundlage einer Wirtschaftspolitik bilden, die die Anreizwirkungen auf die räumliche Mobilität stärker berücksichtigt und damit zur Nutzung möglicher Flexibilisierungspotenziale beiträgt. Ergänzend wird das Projekt Ansätze und Perspektiven einer Politikberatung aufzeigen, die die negativen Auswirkungen einer räumlichen Flexibilisierung auf die Zu- und Abwanderungsregionen aufzufangen vermag. Methoden: Das Forschungsvorhaben zielt auf die mikroökonometrische
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Arbeitsmarkt-Monitoring (01.06.2004)
Institut Arbeit und TechnikErlinghagen, Marcel, Dr.Quelle: Projektinformation beim IATBeschreibung
Die öffentliche Diskussion über den Arbeitsmarkt wird nach wie vor von monatlichen Bestandsgrößen und Quoten von Arbeitslosen beherrscht. Ein Verständnis des Bewegungszusammenhangs auf dem Arbeitsmarkt und ein frühzeitiges Erkennen von Trendwenden werden dadurch eher verhindert. Abgesehen von einer Abnahme der Arbeitslosenquoten, die durch eine Vielfalt von Einflussfaktoren einschließlich Änderungen der statistischen Definitionen zu Stande kommen können, gibt es auch keinen anerkannten Erfolgsmaßstab für die Wirksamkeit von Arbeitsmarktreformen. Übergeordnetes Ziel des Projektes war es daher, neues Grundlagenwissen zur Dynamik des deutschen Arbeitsmarktes zu gewinnen.>> Innerhalb des Projektes wurden drei inhaltliche Schwerpunkte bearbeitet:>> (1) Die Analysen des im Jahr 2003 beendeten Projektes "Restrukturierung des Arbeitsmarktes" wurden fortgesetzt und aktualisiert. Insgesamt liefern die Resultate keinen Beleg für eine (zunehmende) Erstarrung des westdeutschen Arbeitsmarktes. Hinsichtlich der Frage, ob eher eine reflexiv-moderne Diskontinuität von Erwerbsverläufen oder aber eine Zunahme des mit dem individuellen Arbeitnehmer untrennbar verknüpften Wissens hinter den komplexen Entwicklungen steckt, ist jedoch keine eindeutige Antwort möglich. Die Destabilisierung von Beschäftigungsverhältnissen und insbesondere die im Zeitverlauf generell zunehmende Beschleunigung von Betriebswechseln sind Indizien, die eher für einen Bedeutungszuwachs von "Arbeitskraftunternehmern" sprechen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass zumindest die Destabilisierung von Beschäftigung insgesamt kein kontinuierlicher Zeittrend ist, sondern die individuellen Arbeitsmarktakteure zu unterschiedlichen Zeiten mal mehr, mal weniger von der Beschleunigung betroffen gewesen sind. Ferner weisen insbesondere Ungelernte und Akademiker eine erhöhte Mobilität auf - aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichen Folgen. Während qualifizierte Beschäftigte vermehrte Betriebswechselchance
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Lebensstandarddefizite bei Erwerbstätigen ("working poor") (01.09.2003)
Rheinisch-Westfälisches Institut für WirtschaftsforschungHaisken-DeNew, John P., Dr.Beschreibung
Aufbauend auf den Ergebnissen bisheriger Studien, deren Ansätze entscheidend weiterentwickelt werden, behandelt die Studie drei Themenkomplexe:>> - das Ausmaß und die Intensität der Armut bei Erwerbstätigkeit, unter detaillierter Berücksichtigung der Charakteristika der betroffenen Bevölkerung,>> - die individuellen Verläufe von Armut und eigener Erwerbsbeteiligung bzw. Erwerbsbeteiligung von Mitgliedern des gleichen Haushalts und>> - die soziale Ausgrenzung in Abhängigkeit von Erwerbsbeteiligung und Armutsstatus. Methoden: Im ersten Untersuchungsschritt werden auf der Basis der Individualdaten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 1992-2002 eine detaillierte zeitpunktbezogene Analyse der Armut bei Erwerbstätigkeit durchgeführt, wobei Armutsdefinitionen herangezogen werden, die das Konzept relativer Armut gemäß internationaler Konventionen, der sog. Laeken-Indikatoren operationalisierten. Veröffentlichungen: Fritzsche, Bernd ; Haisken-DeNew, John P. (Proj.Ltr.) (2004): Lebensstandarddefizite bei erwerbstätigen Haushalten ("Working Poor"). Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Endbericht, RWI-Projektberichte, 143 S. ; 984 KB, http://doku.iab.de/externe/2008/k080317f01.pdf
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Gering Qualifizierte in Deutschland und England: Kontrast der institutionellen Schnittstellen von Bildungs- und Beschäftigungssystem (01.09.2002)
Universität Bremen, Zentrum für SozialpolitikSchmid, AchimQuelle: Projektinformation beim ZeSBeschreibung
Das Projekt befasste sich mit der Frage wie Deutschland und England mit den zunehmenden Beschäftigungsproblemen gering qualifizierter Arbeitskräfte umgehen: Sind diese auf Ursachen zurückzuführen, die in der Struktur der Problemgruppe liegen oder verweisen sie auf Unschärfen der Bildungs- und Beschäftigtenstatistik im internationalen Vergleich? Des Weiteren sollte aus britischen Evaluationsstudien ermittelt werden, mit welchen Strategien und institutionellen Rahmenbedingungen Erfolge in der Arbeitsmarktintegration verbunden sind. Zuletzt sollten Entwicklungen an den Schnittstellen institutioneller Teilbereiche untersucht werden.>> Es bestätigte sich, dass der britische Arbeitsmarkt aufnahmefähiger für Personen mit einfachen Qualifikationen ist. Die jeweiligen Organisationsstrukturen der Vermittlungsinstanzen hatten keinen messbaren Einfluss auf Eingliederungschancen. Trotz der unterschiedlichen Bildungs- und Beschäftigungssysteme weisen die Länder Parallelen auf: Die Vereinheitlichung der Leistungen bei Arbeitslosigkeit und Aktivierungsbestrebungen setzen auf vergleichbare Instrumente; Erwerbslose wie Verwaltungen sollen durch neue Steuerungsinstrumente aktiviert werden; in beiden Ländern wurden Wettbewerbsmechanismen im Weiterbildungssektor eingeführt und Maßnahmen auf schnelle Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtet. Die Annahme, dass divergierende Bildungs- und Beschäftigungsregime deutlich voneinander abweichende Antworten auf ähnlich gelagerte Probleme geben, wurde daher nicht bestätigt.
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Working Poor in der Schweiz: Definition, Deskription, Einflussfaktoren, Datenevaluation (01.01.2000)
Büro für arbeits- und sozialpolitische StudienBauer, TobiasQuelle: Gesamtbericht über das ProjektBeschreibung
Das Bundesamt für Statistik BFS hat Grundlagen für den geplanten Aufbau der Berichterstattung zu den working poor erarbeiten lassen. Im wesentlichen geht es dabei um die definitorische Abgrenzung der Gruppe der working poor, um die Deskription dieser Gruppe und die Ursachenanalyse anhand der Daten der schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE 1992-1999 sowie um die Evaluation von möglichen weiteren Datenquellen. In diesem Zusammenhang nennt das BFS folgende Ziele: Entwickeln einer operationalen Definition der working poor und Identifizierung der Gruppe. Dabei soll auch die in der SAKE 1999 zusätzlich gestellte Frage zu den finanziellen Engpässen evaluiert werden. Deskription der working poor anhand von demographischen und sozioökonomischen Merkmalen(inkl. Berufsklassifikation ISCO 1-steller, Haushaltstyp). Abgesehen von der persönlichen Problemlage soll auch auf das arbeitsmarktliche Umfeld der betreffenden Personen eingegangen werden (z.B. wenig regulierte und ungesicherte Arbeitsverhältnisse). Untersuchung des Ursachenbündels für das Risiko, zu den working poor zu gehören. Abklärung der Bedeutung von beschäftigungspolitischen Massnahmen, soweit dies aufgrund des vorhandenen Datenmaterials möglich ist. Der Identifikation von Verlaufsmustern (abgebrochene Ausbildung, Arbeitslosigkeit etc.) soll dabei ein spezielles Augenmerk zukommen. Evaluation der Daten und Ausblick auf die Nutzung von zusätzlichen Daten aufgrund der Erkenntnisse der Studie. Bezugszeitraum: A 1992 |99|; E 1999 |99| Methoden: Literaturstudie; Datenevaluation; deskriptiv-statistische Auswertungen; logistische Regression und Panelanalyse aufgrund der SAKE-Daten
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Niedriglöhne (01.03.1998)
Institut Arbeit und TechnikWeinkopf, Claudia, Dr.Quelle: Projektinfo beim IAQBeschreibung
Angesichts der problematischen Arbeitsmarktsituation von gering Qualifizierten und den ungünstigen Prognosen für die Zukunft wird diskutiert, mittels welcher Maßnahmen für diese Personengruppe neue Beschäftigungsmöglichkeiten erschlossen werden können. Beherrscht wurde diese Diskussion zunächst von Vorschlägen, die an der Höhe der Löhne und Sozialleistungen ansetzten. Dabei wurde die These vertreten, dass eine stärkere Lohndifferenzierung nach dem Vorbild der USA notwendig sei, um insbesondere für gering Qualifizierte neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu erschließen. Teilweise wurden solche Forderungen verknüpft mit dem Vorschlag, Niedrigeinkommen durch staatliche Transferzahlungen aufzustocken. Andere Vorschläge beinhalteten eine Subventionierung von Sozialversicherungsbeiträgen, um die Attraktivität gering entlohnter Tätigkeiten für Arbeitgeber und Beschäftigte zu steigern. Daneben gibt es sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern bereits Projekte und Programme zur Förderung der Schaffung von niedrig entlohnten Arbeitsplätzen.>> Zielsetzung des Projektes war die Aufarbeitung, Analyse und Bewertung der unterschiedlichen Vorschläge zur Schaffung von Arbeitsplätzen für gering Qualifizierte bzw. zur Ausweitung der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland hinsichtlich ihrer beschäftigungspolitischen Implikationen und möglichen (Neben-)Wirkungen sowie die Überprüfung von Alternativen. Dabei wurden auch die Erfahrungen mit bereits laufenden Projekten und Programmen im In- und Ausland einbezogen.>> Stand vor einigen Jahren noch die Frage, wie mehr Niedriglohnbeschäftigung geschaffen werden kann, im Mittelpunkt der Debatte, ist zwischenzeitlich deutlich geworden, dass der Niedriglohnsektor in Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre deutlich an Bedeutung gewonnen und im internationalen Vergleich bereits ein beachtliches Ausmaß erreicht hat. Dies hat dazu geführt, dass nunmehr über die Notwendigkeit der Einführung tariflicher oder gesetzlicher Mindestlöhne
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