Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Die Entwicklung der Beschäftigung in Hamburg - Anzeichen für eine Spaltung des Arbeitsmarktes? (2012)
Buch, Tanja; Stöckmann, Andrea; Seibert, Holger;Zitatform
Buch, Tanja, Holger Seibert & Andrea Stöckmann (2012): Die Entwicklung der Beschäftigung in Hamburg - Anzeichen für eine Spaltung des Arbeitsmarktes? Hamburg, 19 S.
Abstract
"Im Februar 2012 fand die 3. Konferenz zur sozialen Spaltung in Hamburg unter dem Titel 'Arbeiten in Hamburg. Entwicklungen und soziale Folgen' statt. In der Ankündigung hieß es: 'Noch nie gab es so viele Arbeitsplätze wie heute. Vielen Branchen mangelt es an Fachkräften. Gleichzeitig können immer weniger Menschen von ihrer Arbeit auskömmlich leben, weil ihre Stellen befristet, zeitlich beschränkt und schlecht entlohnt sind. Prekäre Beschäftigung scheint zum Normalarbeitsverhältnis zu werden. Umbrüche in der Arbeitswelt haben zur Folge, dass die Erwerbsarbeit immer weniger zur sozialen Integration beiträgt. Die Veränderung der Arbeitswelt vertieft so die Spaltung der Gesellschaft.' In diesem Thesenpapier sollen anhand empirischer Daten zur Beschäftigungs- und Arbeitslosigkeitsentwicklung mögliche Spaltungstendenzen auf dem Hamburger Arbeitsmarkt diskutiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Beiträge der Konferenz -
Literaturhinweis
A study of the extent and potential causes of alternative employment arrangements (2012)
Cappelli, Peter H.; Keller, J. R.;Zitatform
Cappelli, Peter H. & J. R. Keller (2012): A study of the extent and potential causes of alternative employment arrangements. (NBER working paper 18376), Cambridge, Mass., 44 S. DOI:10.3386/w18376
Abstract
"The notion of regular, full-time employment as one of the defining features of the U.S. economy has been called into question in recent years by the apparent growth of alternative or 'nonstandard' arrangements - part-time work, temporary help, independent contracting, and other arrangements. Identifying the extent of these arrangements, whether they are increasing, and where they occur is the first step for understanding their implications for the economy and the society. But this has been difficult to do because of the lack of appropriate data. We present estimates of the extent of these practices based on a national probability sample of U.S. establishments, evidence on changes in their use over time, and analyses that help us begin to understand why they are used." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The representation of non-standard workers: theory and culture of collective bargaining (2012)
Cella, Gian Primo;Zitatform
Cella, Gian Primo (2012): The representation of non-standard workers. Theory and culture of collective bargaining. In: Transfer, Jg. 18, H. 2, S. 171-184. DOI:10.1177/1024258912439144
Abstract
"Zu Beginn dieses Beitrags wird festgestellt, dass die Beziehungen zwischen Arbeit und Produktionssystemen bzw. -strukturen am Ende des 19. und des 20. Jahrhunderts verblüffende Ähnlichkeiten aufweisen. Aus der Vergangenheit lassen sich verschiedene Möglichkeiten für die Vertretung von Arbeitnehmern in atypischen Arbeitsverhältnissen ableiten. Als 'atypisch' wird Arbeit bezeichnet, die sich von den institutionalisierten, im Zeitalter der tayloristisch-fordistischen Produktion vorherrschenden Arbeitsformen unterscheidet. Bedeutende Vorläufer atypischer Beschäftigungsformen hat es aber bereits im 19. Jahrhundert gegeben. In Bezug auf gewerkschaftliche Kulturen und Strategien wird die These vertreten, dass es einer Änderung der Verhandlungspraxis und -logik im Sinne der Theorie von Sydney und Beatrice Webb bedarf, um diejenigen Gruppen atypischer Arbeitnehmer, die sich stärker vom klar definierten, stilisierten Arbeitnehmer des Industriezeitalters unterscheiden, in geeigneter Weise vertreten zu können. Aus dieser Perspektive ist es möglich, Arbeitnehmergruppen an beiden Enden des Arbeitsmarkts zu repräsentieren - sowohl hochqualifizierte, halbselbständig tätige Fachkräfte als auch Arbeitnehmer in atypischen Arbeitsverhältnissen mit allgemeineren Fähigkeiten, die potentiell der Gruppe der erwerbstätigen Armen angehören. Dieser Ansatz könnte den Weg ebnen für eine Gewerkschaftsbewegung, bei der nur wenige Arbeitskräfte von kollektiver Interessenvertretung ausgeschlossen sind, wenn auch der Begriff 'kollektiv' anders zu verstehen ist als in der Vergangenheit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kapitalismustheorie und Arbeit: neue Ansätze soziologischer Kritik (2012)
Dörre, Klaus; Urban, Hans-Jürgen; Lamla, Jörn; Wolf, Harald ; Klinger, Cornelia; Wissel, Jens; Kämpf, Tobias; Wallerstein, Immanuel; Voswinkel, Stephen; Schmalz, Stefan ; Kädtler, Jürgen; Rosa, Hartmut ; Jürgens, Kerstin ; Nies, Sarah ; Hürtgen, Stefanie ; Mayer-Ahuja, Nicole; Hoppadietz, Harald; Mahnkopf, Birgit; Bescherer, Peter; Mader, Dimitri; Holst, Hajo; Sauer, Dieter; Hiß, Stephanie; Pahl, Hanno; Haubner, Tine ; Wittke, Volker; Deutschmann, Christoph; Schimank, Uwe ; Boes, Andreas ; Wright, Erik Olin; Bieling, Hans-Jürgen; Menz, Wolfgang ; Aulenbacher, Brigitte;Zitatform
Dörre, Klaus, Dieter Sauer & Volker Wittke (Hrsg.) (2012): Kapitalismustheorie und Arbeit. Neue Ansätze soziologischer Kritik. (International labour studies 01), Frankfurt am Main: Campus-Verl., 513 S.
Abstract
"Der Gesellschaftstheorie ist die Arbeit und mit ihr die empirische Fundierung abhanden gekommen, der Arbeitssoziologie die Theorie - so der Befund der Herausgeber dieses Bandes. Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse sind vielfältiger und unsicherer geworden. Zugleich gewinnen Arbeits- und Verteilungskämpfe an Schärfe. Um diese Veränderungen angemessen zu erfassen, bedarf es innovativer Impulse aus der Kapitalismusanalyse, so wie diese ihrerseits von der Arbeitssoziologie lernen kann. Die Autorinnen und Autoren liefern eine Bestandsaufnahme der aktuellen theoretischen Ansätze, um Kapitalismus und Arbeit wieder zusammenzudenken." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Markterfolg oder Beendigung: Perspektiven und Grenzen der aktiven Arbeitsmarktpolitik (2012)
Förster, Nadine; Özdemir, Beyhan;Zitatform
(2012): Markterfolg oder Beendigung. Perspektiven und Grenzen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Mainz, 63 S.
Abstract
"Der Strukturwandel des deutschen Arbeitsmarktes ist in den vergangenen 10 bis 15 Jahren durch eine relative Erosion des 'Normalarbeitsverhältnisses' charakterisiert. Besonders im Dienstleistungssektor zeigt sich, dass Erwerbstätige Phasen abhängiger Beschäftigung und Phasen selbständiger Tätigkeit durchlaufen; dass hochautonome Arbeitsformen wie Projekt- oder Telearbeit zunehmen und sich immer mehr Menschen in der
(Solo-)Selbständigkeit, Freiberuflichkeit, mit einem Kleinstbetrieb oder einem virtuellen Unternehmen engagieren. Zwei Entwicklungen im dynamischen Geschehen am Arbeitsmarkt rücken besonders ins Blickfeld: es sind die enorm gestiegenen Quoten der Gründungen von Migrantinnen und Migranten sowie von Frauen, die neue Felder und Formen selbständiger Erwerbsarbeit markieren. Entsprechende Forschungen zur 'Neuen Selbständigkeit' werden u.a. vom Institut für Mittelstandforschung in Mannheim betrieben. Das Netzwerk 'Integration durch Qualifizierung' (IQ) hat im Kontext der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten seit seinem Start in 2005 die berufliche Selbständigkeit als Schwerpunktthema und damit konsequent zwei Ansätze verfolgt: es hat auf selbständige und abhängige Erwerbsarbeit gesetzt, um sein zentrales Ziel einer Verbesserung der Erwerbsintegration in den Arbeitsmarkt zu erreichen. 2005 bis 2012 beschreibt einen Zeitraum, in dem sich die Anzahl an Unternehmen von Migrantinnen und Migranten sukzessive erhöht hat und sich ihre Profile mit einer insgesamt zunehmenden Branchenvielfalt immer weiter ausdifferenziert haben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Topographie der Leiharbeit: Flexibilität und Prekarität einer atypischen Beschäftigungsform (2012)
Promberger, Markus;Zitatform
Promberger, Markus (2012): Topographie der Leiharbeit. Flexibilität und Prekarität einer atypischen Beschäftigungsform. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 146), Berlin: Edition Sigma, 303 S.
Abstract
"Leiharbeit ist ein arbeitspolitisches Problem erster Güte. Zwar ist die Zahl der Leiharbeiter nicht überwältigend groß, doch ist es dieser Beschäftigungsform gelungen, die einfache Arbeit in den industriellen Kernsektoren weitgehend zu übernehmen. Dabei müssen Leiharbeitnehmer gegenüber der Stammbelegschaft deutliche Nachteile in Kauf nehmen, denen nur wenige Vorteile gegenüberstehen - etwa eine leicht erhöhte Chance, einen Dauerarbeitsplatz zu finden. Der Autor durchleuchtet in diesem Buch nicht nur die Leiharbeitsbranche mit ihren sozialhistorischen Entstehungszusammenhängen und relevanten Akteuren, sondern auch die Betriebe, die Leiharbeiter einsetzen. Dabei zeigen sich höchst unterschiedliche Einsatzformen der Leiharbeit: von unproblematischen kurzfristigen Vertretungen bis zur dauerhaften Veränderung der Belegschaftsstruktur durch den Einsatz flexibel-prekärer Beschäftigung, die letztlich die soziale Einbettung von Arbeit, wie sie sich im 20. Jahrhundert entwickelt hat, gesellschaftlich in Frage stellen und soziale Spaltungsprozesse auslösen oder vertiefen könnte. Diesem Trend entgegenzuwirken ist eine genuin politische, auch gewerkschaftspolitische Aufgabe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Über das gute Leben: Zur Erosion der Normalbiographie am Beispiel von Prekarität (2012)
Schiek, Daniela;Zitatform
Schiek, Daniela (2012): Über das gute Leben: Zur Erosion der Normalbiographie am Beispiel von Prekarität. In: BIOS, Jg. 25, H. 1, S. 50-68.
Abstract
"Die Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse gilt als massive Verunsicherung biographischer Modelle: Obgleich sie schon einmal verabschiedet und von der 'Bastelbiographie' abgelöst werden sollte, ist die Erosion der Normalbiographie im Zuge der Auseinandersetzung mit einer zunehmenden Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse erneut zum sozialwissenschaftlichen Topos geworden. Dabei ist in den letzten Jahren die Perspektive auf die desintegrativen Wirkungen des Verlusts kontinuierlicher Erwerbsarbeit und entsprechender biographischer Perspektiven dominant gewesen. Demgegenüber werden heute auch die Freiräume für eine Neugestaltung von Arbeit und Leben betont, die durch die Prekarisierung und die ihr inhärente Erosion der Normalbiographie entstünden. Die individuelle Deutung von 'Leben' im Zuge der Prekarisierung ist dabei allerdings bisher kaum untersucht worden. Im Beitrag wird auf der Grundlage biographischer Fallrekonstruktionen die biographische Deutung prekär Beschäftigter untersucht, bei denen eine, wenn nicht die derzeit deutlichste Auseinandersetzung mit 'Leben' und seinem Bezug zur Arbeitsgesellschaft erwartet werden kann. Im Ergebnis zeigt sich, dass dieser Zusammenhang nicht nur soziohistorisch - als soziale Institution des Lebenslaufs - besteht, sondern auch in den Deutungsmustern der Einzelnen das eine (Leben) nicht ohne das andere (Arbeitsgesellschaft) gedacht werden kann und dies von den Befragten reflektiert wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Abschied von der Normalarbeit: Berufswelt und Arbeitsplatz im Umbruch (2012)
Simon, Walter;Zitatform
Simon, Walter (2012): Abschied von der Normalarbeit. Berufswelt und Arbeitsplatz im Umbruch. Auerbach: Wissenschaftliche Scripten, 264 S.
Abstract
Der Autor untersucht die Veränderungen, die Digitalisierung und Globalisierung in der Berufswelt auslösen. Dabei widmet er sich insbesondere dem Übergang vom Industriezeitalter in die wissensbasierte Dienstleistungsgesellschaft. "Von einer eher sozialphilosophischen Reflexion über Herkunft und Zukunft der Arbeit ausgehend, entwirft der Autor Szenarien zum Beschäftigungssystem der Jahre 2012 bis etwa 2025. Hier geht es unter anderem um Beschäftigungsformen, Arbeitsmarktangebote, Arbeitsplatzsicherheit, prekäre Arbeitsverhältnisse und das Siechtum der Gewerkschaften. In einem zweiten Hauptabschnitt stellt der Autor seine Szenarien zum Wandel innerhalb der Arbeit vor. Er beschreibt Anforderungen und Folgen für den Arbeitnehmer. Der Bogen spannt sich von der Telearbeit, über das Selbstmarketing und den Trend zur Projektifizierung der Arbeit bis hin zur Sozial- und Online-Kompetenz von Arbeitnehmern." Der dritte Hauptabschnitt widmet sich der Personalführung der Zukunft. "Was folgt aus den übergeordneten und nachgeordneten Globaltrends für die Mitarbeiterführung? Noch immer wirken die Beharrungskräfte traditioneller Verhaltensweisen, aber das Sein formt auch das Bewusstsein von Führungskräften. Die Signale eines neuen Führungsverständnisses werden sichtbar, obwohl vieles noch beim Alten bleibt." (IAB2)
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Literaturhinweis
Prekarität und Macht: Disziplinierung im System der Auswahlprüfungen (2011)
Dörre, Klaus;Zitatform
Dörre, Klaus (2011): Prekarität und Macht: Disziplinierung im System der Auswahlprüfungen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 64, H. 8, S. 394-401. DOI:10.5771/0342-300X-2011-8-394
Abstract
"Prekarität gehört inzwischen zu den großen Themen der sozialwissenschaftlichen Gegenwartsanalyse und Zeitdiagnostik. In der Arbeitsmarktforschung wird die Machtdimension unsicherer Arbeits- und Lebensverhältnisse jedoch häufig vernachlässigt. Hier setzt der Beitrag an. Prekarisierungsprozesse, so die hier vertretene These, erzeugen ein Disziplinarregime. Dieses Regime beruht auf Bewährungsproben, für die sich Individuen qualifizieren müssen. Die Quasi-Institutionalisierung von Auswahlprüfungen bringt ein Machtgefälle am Arbeitsmarkt hervor, das mehr und mehr den gesamten Lebenszusammenhang (nicht nur) prekarisierter Gruppen strukturiert. Auswahlprüfungen vermitteln jenen, die in Unsicherheit leben müssen, eine besondere Selbstwahrnehmung. Den Prekarisierten wird ein Sonderstatus zugeschrieben, den sie selbst als Minderheitenperspektive wahrnehmen. Der Beitrag analysiert die Entstehung und Wirkung dieses Disziplinierungsregimes und fragt nach Ansatzpunkten für eine erneuerte Sozialkritik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Working without commitments: the health effects of precarious employment (2011)
Zitatform
Lewchuk, Wayne, Marlea Clarke & Alice de Wolff (2011): Working without commitments. The health effects of precarious employment. Montreal: McGill-Queen's University Press, 335 S.
Abstract
"From the end of the Second World War to the early 1980s, the North American norm was that men had full-time jobs, earned a 'family wage,' and expected to stay with the same employer for life. In households with children, most women were unpaid caregivers. This situation began to change in the mid-1970s as two-earner households became commonplace, with women entering employment through temporary and part-time jobs. Since the 1980s, less permanent precarious employment has increasingly become the norm for all workers. The book offers a new understanding of the social and health impacts of this change in the modern workplace, where outsourcing, limited term contracts, and the elimination of pensions and health benefits have become the new standard. Using information from interviews and surveys with workers in less permanent employment, the authors show how precarious employment affects the health of workers, labour productivity, and the sustainability of the traditional family model. A timely and relevant work for uncertain economic times, Working Without Commitments provides helpful information for understanding the present workplace and securing better futures for today's workforce." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Aktivisten der Normalbiographie: zur biographischen Dimension prekärer Arbeit (2011)
Schiek, Daniela;Zitatform
Schiek, Daniela (2011): Aktivisten der Normalbiographie. Zur biographischen Dimension prekärer Arbeit. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 184 S. DOI:10.1007/978-3-531-92569-1
Abstract
"Folgt man Studien zur Prekarisierung, beklagen unsicher Beschäftigte die fehlende Möglichkeit zur Lebensplanung und streben nach der Normalbiographie. Gleichzeitig gilt als Binsenweisheit, dass sich die Einzelnen längst von der Normalbiographie verabschiedet haben und diskontinuierliche 'Patchworkbiographien' leben (wollen). Daniela Schiek verbindet diese beiden Diskussionsstränge theoretisch wie empirisch; mittels biographischer Fallanalysen untersucht sie die gegenwärtige Relevanz, die die Normalbiographie durch prekäre Erwerbslagen erlangt. Im Ergebnis zeigt sich diese nicht als irgendeine und dabei vergangene biographische Option, sondern als Scharnier zwischen Individuum und Arbeitsgesellschaft: als Leben - das einzige, das Individuen kennen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Normalarbeit und Prekarität (2010)
Dörre, Klaus;Zitatform
Dörre, Klaus (2010): Normalarbeit und Prekarität. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 56, H. 4, S. 439-442. DOI:10.1515/zsr-2010-0409
Abstract
Der Beitrag reflektiert die Thesen zum Ende des Normalarbeitsverhältnisses, die von Mückenberger Ende der 1980er Jahre formuliert wurden. Kritisiert wird, dass Mückenbergers Analyse 'implizit einem linearen Modernisierungskonzept verpflichtet bleibt, das keine zureichende Erklärung für soziale Regression bietet.' Die Kritik bezieht sich im Einzelnen auf die Vernachlässigung der politökonomischen Rahmenbedingungen und der machtpolitischen Dimension des Wandels sowie auf eine Unschärfe in der Beurteilung der politischen Gestaltungsinstrumente. Vor diesem Hintergrund ergeben sich andere wissenschaftliche und politische Konsequenzen, als sie in den Analysen aus den 1980er Jahren angelegt waren. Der Autor plädiert dafür, auch finanzkapitalistische Aspekte und die Ausbeutung vor allem von Frauen in den Blick zu nehmen. (IAB)
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Literaturhinweis
Traditionelle Beschäftigungsverhältnisse im Wandel: Benchmarking Deutschland: Normalarbeitsverhältnis auf dem Rückzug (2010)
Eichhorst, Werner; Kuhn, Andrea; Zenker, Rosemarie; Thode, Eric;Zitatform
Eichhorst, Werner, Andrea Kuhn, Eric Thode & Rosemarie Zenker (2010): Traditionelle Beschäftigungsverhältnisse im Wandel. Benchmarking Deutschland: Normalarbeitsverhältnis auf dem Rückzug. (IZA research report 23), Bonn, 66 S.
Abstract
"Der Arbeitsmarkt in Deutschland besteht inzwischen aus zwei Segmenten: Zum einen aus traditionellen und zum anderen aus sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Atypische Beschäftigungsverhältnisse ermöglichen dabei zwar sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer höhere Flexibilität und damit einhergehend eine Zunahme der Beschäftigung insgesamt, sind aber durch höhere Risiken geprägt. Das traditionelle Beschäftigungsverhältnis ist dagegen durch ein hohes Maß an Sicherheit gekennzeichnet. Unterschiede im internationalen Vergleich gibt es dennoch: Hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, der Lohnentwicklung, der Arbeitsbeziehungen und der Ausprägung des Kündigungsschutzes differieren die Systeme." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung und Niedriglohnarbeit: Benchmarking Deutschland: Befristete und geringfügige Tätigkeiten, Zeitarbeit und Niedriglohnbeschäftigung (2010)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Paul Marx & Eric Thode (2010): Atypische Beschäftigung und Niedriglohnarbeit. Benchmarking Deutschland: Befristete und geringfügige Tätigkeiten, Zeitarbeit und Niedriglohnbeschäftigung. Gütersloh, 53 S.
Abstract
"Die Diskussion über die Schaffung neuer, zusätzlicher Arbeitsplätze durch institutionelle Reformen auf dem Arbeitsmarkt dreht sich im Kern in zahlreichen europäischen Staaten um die Rolle 'atypischer' Beschäftigungsverhältnisse. Diese orientieren sich nicht an unbefristeter Vollzeitarbeit (dem sogenannten Normalarbeitsverhältnis), die in der Regel tarifvertraglich geregelt ist und den vollen Schutz der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland gewährt. Auf der einen Seite bieten atypische Arbeitsverhältnisse tatsächlich zusätzliche Erwerbschancen insbesondere im Dienstleistungssektor, auf der anderen Seite zeichnen sie sich oft durch Abweichungen vom jeweiligen tarif-, unternehmens- oder betriebsüblichen Standard hinsichtlich Arbeitszeiten, Entlohnung oder Bestandssicherheit aus. Die Notwendigkeit der Re-Regulierung atypischer Beschäftigungsformen steht deshalb auf dem Prüfstand und wird je nach Perspektive - beschäftigungspolitische vs. sozialpolitische Orientierung - unterschiedlich bewertet. Auf der Grundlage der empirischen Beobachtungen ist ein differenziertes Urteil über die Bedeutung atypischer Beschäftigung und von deren Chancen und Risiken möglich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA research report , 25 -
Literaturhinweis
Wen trifft die Zunahme atypischer Beschäftigungsformen?: Analyse des Mikrozensus 2007 (2010)
Fromm, Sabine;Zitatform
Fromm, Sabine (2010): Wen trifft die Zunahme atypischer Beschäftigungsformen? Analyse des Mikrozensus 2007. In: Mitteilungen aus dem SOFI, Jg. 4, H. 10, S. 6-8.
Abstract
"Die Teilhabe am Erwerbsleben bleibt nach wie vor die wichtigste gesellschaftliche Teilhabeform, sei es durch eigene oder aber abgeleitete Erwerbstätigkeit. Als zentral für die Integrationsleistung des Erwerbssystems wird generell die Verbreitung des sogenannten 'Normalarbeitsverhältnisses' angesehen. Im Verbundprojekt Sozioökonomische Berichterstattung wird Erwerbsteilhabe und ihre Entwicklung unter unterschiedlichen Fragestellungen analysiert, darunter auch die Integrationsleistung des Beschäftigungssystems (www.soeb.de). In diesem Kontext entstanden die nachfolgend dargestellten Ergebnisse zur Veränderung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme atypischer Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bastelbiographie, Patchwork-Identität und Co.: atypische Erwerbsbiographien aus gegenwärtiger Forschungsperspektive (2010)
Frosch, Ulrike;Zitatform
Frosch, Ulrike (2010): Bastelbiographie, Patchwork-Identität und Co. Atypische Erwerbsbiographien aus gegenwärtiger Forschungsperspektive. In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online H. 18.
Abstract
"Aufgrund tiefgreifender wirtschaftlicher, technologischer und arbeitsorganisatorischer Wandlungsprozesse erodiert die klassische Dreiteilung der Berufsbiographie bestehend aus Ausbildung durch Ausbildungssysteme, Erwerbsarbeit in Organisationen und Unternehmen sowie Ruhestand, geprägt durch gesellschaftliche Sicherungssysteme, und lässt Übergangsphasen in Form von befristeten Arbeitsverträgen, Teilzeittätigkeiten, völligen Ausstiegs sowie Wechsel beruflicher Tätigkeitsfelder und Fachrichtungen entstehen. Der moderne Lebenslauf in der Funktion eines gesellschaftlichen Ordnungssystems stützt sich jedoch weiterhin auf die Dreiteilung und orientiert und organisiert sich um das Erwerbssystem herum. Das zeigt sich einerseits in der fehlenden Zuständigkeit der Institutionen, Jugendliche und Erwachsene in den Vor-, Zwischen- und Übergangsabschnitten zu begleiten, andererseits in der fehlenden Akzeptanz der Arbeitgeber, die einen Bewerber mit beständiger beruflicher Profilbildung einem Bewerber mit einem vorwiegend durch Diskontinuität geprägten Lebenslauf vorziehen. Für den Einzelnen ergibt sich neben Anpassungs-, Mobilitäts- und Flexibilitätserfordernissen, vor allem die Aufgabe der Biographisierung als Konstruktion von Sinn, Kontinuität und Identität, welche verknüpft mit beruflicher (Neu-)Orientierung und Karriereplanung ebenfalls zunehmend losgelöst von Institutionen stattfindet. Der Beitrag beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen und fokussiert sich daraus ableitende Herausforderungen, Chancen und Risiken für Jugendliche und Erwachsene. Aufgezeigt werden dazu ausgewählte Forschungsprojekte und ihre Ergebnisse, die das Phänomen der 'Atypischen Erwerbsbiographie' untersuchen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jenseits des Normalarbeitsverhältnisses: Sklaverei des Arbeitsmarktes oder neu gewonnene Kollektivität? (2010)
Jepsen, Maria;Zitatform
Jepsen, Maria (2010): Jenseits des Normalarbeitsverhältnisses: Sklaverei des Arbeitsmarktes oder neu gewonnene Kollektivität? In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 56, H. 4, S. 433-437. DOI:10.1515/zsr-2010-0408
Abstract
Der Beitrag vergleicht die Thesen zum Ende des Normalarbeitsverhältnisses, die Mückenberger Ende der 1980er Jahre formuliert hat, mit der tatsächlichen Entwicklung der Beschäftigungsformen in Europa. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Mückenbergers Analyse nach wie vor noch relevant ist. Die arbeitsmarktpolitischen Debatten Ende der 1980er Jahre unterscheiden sich nicht grundlegend von den gegenwärtigen. Die Autorin kritisiert, dass in der aktuellen Debatte zwei Kernelemente fehlen: Zum einen wird der Aspekt der Qualität der Arbeit, insbesondere der Arbeitskräftenachfrage vernachlässigt, außerdem blendet der Diskurs über das Normalarbeitsverhältnis nach wie vor Geschlechterverhältnisse aus. Gefordert wird eine Neuorientierung in Richtung einer kollektiven Steuerung von Risiken: 'Gehört nicht zu den Grundlagen der Arbeitsökonomie, dass der Einzelne Sklave des Marktes ist, das Kollektiv aber der Herr?' (IAB)
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Literaturhinweis
Wie weit trägt das Polder-Modell? Flexicurity und atypische Beschäftigungsformen in den Niederlanden (2010)
Jongerius, Agnes;Zitatform
Jongerius, Agnes (2010): Wie weit trägt das Polder-Modell? Flexicurity und atypische Beschäftigungsformen in den Niederlanden. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 56, H. 4, S. 431-432. DOI:10.1515/zsr-2010-0407
Abstract
In dem Beitrag wird das neokorporatistische Polder-Modell in den Niederlanden skizziert, auf dem der holländische Flexicurity-Ansatz beruht. Typisch für den niederländischen Arbeitsmarkt ist neben einer hohen Quote von Teilzeitbeschäftigten ein hoher Anteil sonstiger atypischer Beschäftigungsformen. Angesichts der gegenwärtigen Krise werden die Grenzen des Flexicurity-Ansatzes deutlich. Die Krise des Arbeitsmarktes führt zu einer Ausweitung atypischer Beschäftigung und zu einem Verlust an Sicherheit. Eine Erholung des Arbeitsmarktes findet somit auf Kosten der Beschäftigten statt. (IAB)
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Literaturhinweis
Non-standard employment and labour force participation: a comparative view of the recent development in Europe (2010)
Schmid, Günther;Zitatform
Schmid, Günther (2010): Non-standard employment and labour force participation. A comparative view of the recent development in Europe. (IZA discussion paper 5087), Bonn, 55 S.
Abstract
"This paper presents - in a new way of examination and portrayal - the extent and changes of nonstandard employment relationships (part-time work, fixed-term contracts, and selfemployment) in 24 EU member states at two points of time, in 1998 and 2008, on the basis of the European Labour Force Survey. Apart from a detailed statistical description by gender, skills and branches, theoretical considerations explaining the development are also examined and tested in a preliminary way. Finally, the most important results and their challenges to the future labour market policy are emphasised again and discussed. The central outcome is neither the complaint of the eroding 'standard employment relationship' nor of its potential 'precariousness'; it is rather the requirement of increasing variability in employment relations due to rising employment participation of women (work-life-balance), mature aged workers, and persons with restricted work capacities. However, parallel to this development social risks are also spreading over the life course, especially the risk of great income volatility through multiple or long periods of unemployment, changing working times, obsolete skills or restricted work capacities due to ill health. In order to reduce or to avoid new social inequalities, future labour market reforms have to acknowledge this development by establishing new forms of social security or by constituting a more flexible standard employment relationship through adaptations in labour and social law. The contribution ends by providing some suggestions to such reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Winds of change: Work arrangements in Germany (2009)
Zitatform
Arlt, Andrea, Martin Dietz & Ulrich Walwei (2009): Winds of change: Work arrangements in Germany. Geneva, 12 S.
Abstract
Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte kann in Deutschland ein tiefgreifender Wandel des Beschäftigungssystems beobachtet werden. Atypische Formen der Beschäftigung wie Leiharbeit, befristete Arbeitsverträge und Teilzeitbeschäftigung gewinnen an Bedeutung. Auf der Grundlage von Daten des Mikrozensus werden die treibenden Kräfte dieser Entwicklung untersucht. Die Analyse zeigt, dass der Wandel in Richtung Dienstleistungsgesellschaft und Frauenerwerbstätigkeit nur einen Teil der Entwicklung erklärt. Als wichtigste Quelle des Wandels des Beschäftigungssystems kann das Zusammenspiel zwischen institutionellem Wandel und Verhaltensänderungen betrachtet werden. (IAB)
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