Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
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Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Effectiveness of early retirement disincentives: individual welfare, distributional and fiscal implications (2018)
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Bönke, Timm, Daniel Kemptner & Holger Lüthen (2018): Effectiveness of early retirement disincentives. Individual welfare, distributional and fiscal implications. In: Labour economics, Jg. 51, H. April, S. 25-37. DOI:10.1016/j.labeco.2017.11.004
Abstract
"In aging societies, information on how to reform pension systems is essential to policy makers. This study scrutinizes effects of early retirement disincentives on retirement behavior, individual welfare, pensions and public budget. We employ administrative pension data and a detailed model of the German tax and social security system to estimate a structural dynamic retirement model. We find that retirement behavior is strongly influenced by the level of disincentives. Further, disincentives come at the cost of increasing inequality and individual welfare losses. Still, net public returns are about three times as high as monetarized individual welfare losses. Our estimates also suggest that similar levels of net public returns, if achieved by indiscriminating pension cuts, are associated with individual welfare losses that are more than twice as high." (Author's abstract, © 2017 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Gradual retirement, financial incentives, and labour supply of older workers: evidence from a stated preference analysis (2018)
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Elsayed, Ahmed, Andries de Grip, Didier Fouarge & Raymond Montizaan (2018): Gradual retirement, financial incentives, and labour supply of older workers. Evidence from a stated preference analysis. In: Journal of economic behavior & organization, Jg. 150, H. June, S. 277-294. DOI:10.1016/j.jebo.2018.01.012
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auch erschienen als: IZA discussion paper , 9430 -
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Gewünschtes und erwartetes Renteneintrittsalter in Deutschland und Europa (2018)
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Hess, Moritz (2018): Gewünschtes und erwartetes Renteneintrittsalter in Deutschland und Europa. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 73, H. 3, S. 228-242.
Abstract
"In den letzten 25 Jahren hat es in Deutschland und Europa Bemühungen auf institutioneller und betrieblicher Ebene gegeben, ältere Arbeitnehmer länger im Berufsleben zu halten und so deren Beschäftigungsquote zu erhöhen. Der vorliegende Beitrag untersucht die Auswirkungen dieser Reformen auf das gewünschte Renteneintrittsalter, das Alter, zu dem Ältere in Rente gehen wollen, und auf das erwartete Renteneintrittsalter, das Alter, zu dem sie realistisch glauben, dies zu tun. Die Ergebnisse, basierend auf mehreren Datensätzen (European Social Survey, Eurobarometer, Sozio-oekonomisches Panel, Deutsche Altersstudie), zeigen, dass sowohl das gewünschte als auch das erwartete zukünftige Renteneintrittsalter von älteren Arbeitnehmern in den letzten zehn Jahren gestiegen sind. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen sozialen Gruppen. Während Hochqualifizierte eher glauben, ihr gewünschtes und erwartetes Renteneintrittsalter synchronisieren zu können, erwarten solche mit niedriger Bildung und geringem Einkommen, dass sie aus finanziellen Gründen länger arbeiten müssen, als sie wollen. Die Ergebnisse stützen somit Befürchtungen, dass die renten- und arbeitsmarktpolitischen Reformen zu neuer sozialer Ungleichheit beim Rentenübergang führen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zu den rentenpolitischen Plänen im Koalitionsvertrag 2018 von CDU, CSU und SPD: Konsequenzen, Finanzierungsoptionen und Reformbedarf (2018)
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Holtemöller, Oliver, Christoph Schult & Götz Zeddies (2018): Zu den rentenpolitischen Plänen im Koalitionsvertrag 2018 von CDU, CSU und SPD. Konsequenzen, Finanzierungsoptionen und Reformbedarf. (IWH-Diskussionspapiere 2018,05), Halle, 15 S.
Abstract
"Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom 7. Februar 2018 formuliert die neue Bundesregierung ihre rentenpolitischen Ziele. Diese sind vor dem Hintergrund der Bevölkerungsdynamik in Deutschland zu sehen. Ab dem Jahr 2020 wird sich die Altersstruktur der deutschen Bevölkerung deutlich verändern. In diesem Beitrag werden Simulationsrechnungen zu den Konsequenzen der rentenpolitischen Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag für die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung mit Hilfe eines Simulationsmodells dargestellt. Die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Leistungsausweitungen verursachen langfristig Kosten in Höhe von etwa 2 1/2 Prozentpunkten beim Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung. Es werden ferner Maßnahmen - auch im Vergleich zu den Rentensystemen anderer Länder - diskutiert, mit denen der Anstieg des Beitragssatzes begrenzt werden könnte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wiederbeschäftigungschancen Älterer: Wo Vermittlungsfachkräfte Handlungsbedarf sehen (2018)
Zitatform
Homrighausen, Pia & Katja Wolf (2018): Wiederbeschäftigungschancen Älterer: Wo Vermittlungsfachkräfte Handlungsbedarf sehen. (IAB-Kurzbericht 11/2018), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Bei einer alternden Bevölkerung und hohem Fachkräftebedarf ist es besonders wichtig, die Beschäftigungschancen älterer Menschen zu verbessern. Deutschlandweit waren im Jahresdurchschnitt 2016 gut 550.000 Personen im Alter von über 54 Jahren arbeitslos gemeldet. Bei einer Befragung von Vermittlungsfachkräften in den Agenturen für Arbeit zum Vermittlungsprozess arbeitsloser Personen ab 55 Jahren geben die Befragten fast ausnahmslos an, ältere Arbeitsuchende würden oft spezifische Probleme aufweisen, die den Weg in eine neue Beschäftigung erschweren. Als größte Hürden gelten gesundheitliche Einschränkungen, aber auch Vorbehalte der Unternehmen gegenüber Älteren. Die Experten aus der Praxis wurden auch gefragt, ob es aus ihrer Sicht einen Bedarf an speziellen Angeboten für Ältere gibt. In diesem Kontext stützt sich der Kurzbericht auch auf Befunde einer Studie zur früheren 'Entgeltsicherung für ältere Arbeitnehmer'." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja;Weiterführende Informationen
- Aktuelle Angebote im Beratungs- und Vermittlungsprozess, die aus Sicht der Vermittlungsfachkräfte am besten geeignet sind, die Beschäftigungschancen Älterer zu erhöhen
- Dauer der Arbeitslosigkeit Älterer bis zur erneuten Arbeitsaufnahme
- Wiederbeschäftigungschancen Älterer
- Änderungs- oder Ergänzungsbedarf im Beratungs- und Vermittlungsprozess aus Sicht der Vermittlungsfachkräfte
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Literaturhinweis
Opportunity or threat? How trade union power and preferences shape occupational pensions (2018)
Zitatform
Keune, Maarten (2018): Opportunity or threat? How trade union power and preferences shape occupational pensions. In: Social policy and administration, Jg. 52, H. 2, S. 463-476. DOI:10.1111/spol.12377
Abstract
"In this article, we discuss the role of trade unions in the evolution of occupational pensions in four countries: Austria, Belgium, Germany, and the Netherlands. In all four cases, important reforms have been made to the pension systems, including the consolidation of exten- sive occupational pensions in the Netherlands, substantial expan- sion of occupational pensions in Germany, and a continued marginal position of occupational pensions in Austria and Belgium. We show that the distinct developments in occupational pensions in the four cases since the 1990s can, to an important extent, be understood by the differences in the power resources and prefer- ences of trade unions. The influence of unions on the development of occupational pension systems depends, on the one hand, on the extent to which they see them as an opportunity or a threat, and, on the other hand, on the extent to which they have the power resources to consolidate, oppose or shape these systems." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Retention and reintegration of older workers into the labour market: What works best? (2018)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina (2018): Retention and reintegration of older workers into the labour market. What works best? In: E. M. Hohnerlein, S. Hennion & O. Kaufmann (Hrsg.) (2018): Erwerbsverlauf und sozialer Schutz in Europa, S. 371-389. DOI:10.1007/978-3-662-56033-4_35
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer hat sich im Lauf der Jahre signifikant verbessert. Die Beschäftigungschancen im höheren Alter sind jedoch EU-weit noch immer sehr unterschiedlich. Ein Vergleich der Länder Deutschland, Frankreich, Niederlande, Norwegen und Österreich zeigt, dass der Anstieg der Erwerbsquoten für ältere Arbeitnehmer (55 - 64) stark durch Rentenreformen und die Abschaffung von Vorruhestandsregelungen beeinflusst wird. Die Wiedereingliederung nach einem Verlust des Arbeitsplatzes und das Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit bleibt dennoch ein spezifisches Problem älterer Arbeitnehmer. Staatliche Programme zur Unterstützung der Wiedereingliederung dieses Personenkreises zeigen eher gemischte Ergebnisse." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
Weiterführende Informationen
deutsche Version: Förderung der Arbeitsmarktteilhabe im höheren Erwerbsalter : Was funktioniert? -
Literaturhinweis
Herausforderungen für die Alterssicherung in Deutschland (2018)
Kress-del Bondio, Josef;Zitatform
Kress-del Bondio, Josef (2018): Herausforderungen für die Alterssicherung in Deutschland. In: E. M. Hohnerlein, S. Hennion & O. Kaufmann (Hrsg.) (2018): Erwerbsverlauf und sozialer Schutz in Europa, S. 589-600. DOI:10.1007/978-3-662-56033-4_56
Abstract
"Die sozialpolitische Diskussion zur Anpassung der Alterssicherung in Deutschland betrifft auch die Entwicklung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung und die Entwicklung des Rentenniveaus. Die Ziele zum Beitragssatz (maximal 20 Prozent bis 2020 und 22 Prozent bis 2030) und zum Rentenniveau (nicht unter 46 Prozent bis 2020 und 43 Prozent bis 2030) können erreicht werden. Festlegungen für die Zeit nach 2030 fehlen bisher. In einem Gesamtkonzept zur Alterssicherung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom November 2016 wurden hierzu Haltelinien für die Zeit bis 2045 vorgeschlagen.
Zur Sicherung des Lebensstandards auch im Alter ist zum Ausgleich des sinkenden Rentenniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung eine möglichst flächendeckende Verbreitung der betrieblichen und privaten Vorsorge erforderlich. Noch sind aber Defizite beim Verbreitungsgrad und bei der Absicherung des Invaliditätsrisikos feststellbar. Weitere Sicherungsdefizite gibt es bei den Beziehern einer Erwerbsminderungsrente und den Selbständigen. Auch insoweit sind Anpassungen des Rentensystems erforderlich." (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Anreize für die Beschäftigung Älterer (2018)
Meyer, Volker; Endl-Geyer, Victoria;Zitatform
Meyer, Volker & Victoria Endl-Geyer (2018): Anreize für die Beschäftigung Älterer. (Impulse für die Wirtschaft), München, III, 30 S.
Abstract
"Ausgangslage: Deutschland ist aufgrund der demografischen Entwicklung mit einem sich verschärfenden Fachkräftemangel konfrontiert. Gleichzeitig besteht die Herausforderung, die Alterssicherungssysteme bei einem angemessen hohen Leistungsniveau für alle zu stabilisieren.
Hauptergebnisse der Studie: Bei der Erwerbstätigkeit Älterer zeigt sich ein steigender Trend. Besonders die Altersgruppe der 60- 64-Jährigen weist einen hohen Beschäftigungsanstieg im Zeitraum 2000-2017 (2016 für Bayern) auf. Mit der Einführung der Rente mit 63 wird diese positive Entwicklung unterbrochen. Im Jahr 2016 nehmen in Deutschland (Bayern) 222.700 (33.338) Personen die abschlagsfreie Rente mit 63 in Anspruch. Seit 2014 gehen somit erheblich mehr ältere Erwerbstätige vor der Regelaltersgrenze in Rente als in den vorangegangenen Jahren. Der Trend der insgesamt steigenden Erwerbsraten älterer Arbeitnehmer geht vermutlich auf die Reformen der Agenda 2010 zurück, insbesondere auf die Verkürzung der maximalen Bezugsdauer für Arbeitslosengeld, die Abschaffung weiterer Kanäle der Frühverrentung und die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters. Die gegenwärtige Rechtslage gibt aufgrund zu geringer Abschläge einen Anreiz zur Frühverrentung zum Schaden der Beitragszahler." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Comparing occupational welfare in Europe: The case of occupational pensions (2018)
Zitatform
Pavolini, Emmanuele & Martin Seeleib-Kaiser (2018): Comparing occupational welfare in Europe: The case of occupational pensions. In: Social policy and administration, Jg. 52, H. 2, S. 477-490. DOI:10.1111/spol.12378
Abstract
"The article provides an assessment to what extent reforms of occupational pensions (OP) have fostered a 'risk shift' or increased social protection dualism across countries. The essay focuses on workers, whilst previous research primarily analyzed provision for current pensioners. The empirical analysis confirms that in countries such as the Netherlands and Sweden, increased private pension or (OP) provision does not necessarily lead towards social protection dualism and comprehensive risk shifts. Britain continues to be characterized by strong social protection dualism and entrenched social divides, creating 'social policy enclaves'. Divisions of welfare are also very likely to be a feature of the German pension system in the future. The latter two countries have witnessed clear risk shifts and processes of dualization. The pension systems in Austria, Italy, and Spain have not witnessed paradigmatic changes, and continue to be primarily based on public/statutory pension schemes. The idea that multi-pillarization in itself fosters major risk shifts and dualization has to be reconsidered. Under specific conditions, encompassing OPs can be functionally equivalent to public pension schemes. However, countries relying on voluntarism with regard to OPs coverage tend to witness processes of dualization." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Institutional reforms and an incredible rise in old age employment (2018)
Zitatform
Riphahn, Regina T. & Rebecca Schrader (2018): Institutional reforms and an incredible rise in old age employment. (LASER discussion papers 111), Erlangen, 52 S.
Abstract
"We investigate whether a cut in unemployment benefit payout periods affected older workers' labor market transitions. We apply rich administrative data and exploit a difference-in-differences approach. We compare the reference group of 40-44 year olds with constant benefit payout periods to older treatment groups with reduced payout durations. For the latter job exit rates declined, job finding rates increased, the propensity to remain employed increased, and the propensity to remain unemployed declined after the reform. These patterns suggest that the reform of unemployment benefits may be one of the reasons behind the recent incredible rise in old age employment in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Berufliche Weiterbildung älterer Beschäftigter: eine Anwendung der Theorie des geplanten Verhaltens auf individueller, angebotsbezogener und organisationaler Ebene (2018)
Zitatform
Schmid, Linda & Jan Pfetsch (2018): Berufliche Weiterbildung älterer Beschäftigter. Eine Anwendung der Theorie des geplanten Verhaltens auf individueller, angebotsbezogener und organisationaler Ebene. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 62, H. 2, S. 68-81. DOI:10.1026/0932-4089/a000266
Abstract
"Die berufliche Weiterbildungsaktivität sichert und erweitert berufliche Kenntnisse und Kompetenzen, allerdings sinkt die Teilnahmequote an beruflichen Weiterbildungen mit zunehmendem Lebensalter. Angesichts des demographischen Wandels und der alternden Erwerbsbevölkerung analysiert die vorliegende Studie daher - in Anlehnung an die Theorie des geplanten Verhaltens - individuelle (Einstellung, subjektive Norm, wahrgenommene Verhaltenskontrolle), angebotsbezogene (Weiterbildungsdidaktik) und organisationale Faktoren (lernförderliche Unternehmenskultur) der Weiterbildungsintention von älteren Erwerbstätigen. An einer schriftlichen Befragung nahmen N = 161 Beschäftigte eines deutschen Energieunternehmens teil, die älter als 45 Jahre waren. Die Ergebnisse zeigten, dass neben der persönlichen Einstellung gegenüber beruflicher Weiterbildung als stärkstem Prädiktor, das soziale Arbeitsumfeld, die wahrgenommene Verhaltenskontrolle und eine lernförderliche Unternehmenskultur bedeutend für die Weiterbildungsintention älterer Lernender sind. Während eine spezifische Didaktik von Weiterbildungsangeboten für ältere Erwerbstätige unbedeutend erscheint, haben besonders die persönliche Einstellung sowie eine lernförderliche Unternehmenskultur ein großes Potential für die Förderung von Weiterbildungsaktivitäten von älteren Beschäftigten." (Autorenreferat, © 2018 Hogrefe Verlag)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik in Deutschland und Frankreich: Akteurskonstellationen zwischen Exekutive, Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden (2018)
Steinmüller, Florian;Zitatform
Steinmüller, Florian (2018): Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik in Deutschland und Frankreich. Akteurskonstellationen zwischen Exekutive, Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Wiesbaden: Springer VS, 412 S. DOI:10.1007/978-3-658-22767-8
Abstract
"Weitreichende Reformen der Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik wurden in Deutschland bereits ab Mitte der 1990er Jahre umgesetzt, in Frankreich hingegen erst ab Ende der 2000er Jahre.
Dabei wird deutlich, dass die französischen Arbeitsmarkt- und Rentenreformen der letzten Jahre wichtige Parallelen zu Deutschland aufweisen. Florian Steinmüller zeigt auf, dass die unterschiedliche Entwicklung beider Wohlfahrtsstaaten und die Annäherung Frankreichs an das deutsche Reformmodell auf die landesspezifischen Beziehungsmuster zwischen Exekutive, Parteien, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden und auf deren Veränderungsdynamik zurückzuführen sind." (Verlagsangaben, © Springer-Verlag) -
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Targeted wage support for older unemployed workers: An evaluation combining survey and register data from a randomized controlled field experiment (2017)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Pia Homrighausen & Gesine Stephan (2017): Targeted wage support for older unemployed workers. An evaluation combining survey and register data from a randomized controlled field experiment. (LASER discussion papers 100), Erlangen, 35 S.
Abstract
"Older displaced workers may use their previous wage as a marker of their current productivity, which may result in rather high reservation wages. This paper examines a targeted wage support program in which older unemployed workers who take up a job paying less than their previous job qualify for monetary compensation covering part of the wage loss. We sent out information brochures about the program to 2,600 randomly selected older unemployed men. We use survey and register data to investigate the effect of the information treatment on awareness of the program and on individual labor market outcomes, and we estimate effects of awareness on the take-up and on labor market outcomes, taking into account that the program may have ex ante effects on search behavior. We develop a job search model to derive theoretical implications. As awareness is only observed in the survey, the program effects are estimated using 2-Sample Instrumental Variables (2SIV) combining the survey and register data. The paper thus provides a novel and feasible framework for the use of RCTs with information treatments, combined survey and register data and 2SIV to study dynamic outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Employment trajectories beyond retirement (2017)
Zitatform
Burkert, Carola & Daniela Hochfellner (2017): Employment trajectories beyond retirement. In: Journal of Aging and Social Policy, Jg. 29, H. 2, S. 143-167., 2016-06-03. DOI:10.1080/08959420.2016.1213092
Abstract
"Within the political and academic debate on working longer, post-retirement employment is discussed as an alternative to maintain older workers in the labor market. Our paper enhances this discussion by studying determinants of transitions into post-retirement jobs within differing work environments of birth cohorts 1940 - 1942. We estimate proportional sub-hazard models accounting for competing risks using unique German social security data linked to pension accounts. Our findings suggest that individuals' preferences to take up post-retirement jobs are not mutually exclusive. Our study provides evidence that taking up post-retirement jobs is related to seeking financial security, continuity and work ability, suggesting that public policy has to develop target-oriented support through a public policy mix of different measures aligned to the different peer-groups in the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Wohlverdienter Ruhestand für alle - eine Illusion? (2017)
Czepek, Judith Anna;Zitatform
Czepek, Judith Anna (2017): Wohlverdienter Ruhestand für alle - eine Illusion? (Sozialpolitische Schriften 95), Berlin: Duncker & Humblot, 324 S.
Abstract
"Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit gilt als 'Zauberformel' für die Bewältigung der Folgen des demographischen Wandels. Entgegen dieser Win-Win-Win-Situation für den Sozialstaat, die Betriebe und die Versicherten befasst sich diese Studie mit der These, dass das Ziel der Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Absicherung des Lebensstandards im Alter nicht für alle Versicherten realistisch sind. Die empirische Studie zeigt, wie die rentenrechtlichen Entwicklungen der letzten zwei Jahrzehnte und die Arbeitsmarktreformen zu Lasten der Versicherten gehen. Die steigende soziale Ungleichheit wird durch staatliche Vorschriften verursacht und gleichzeitig überlässt der Staat die Verteilung der Chancen auf einen 'wohlverdienten Ruhestand' zunehmend den Tarifpartnern und dem Markt. Die aktuellen Reformpläne bergen dennoch die Aussicht, gleichermaßen eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit und eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung Älterer zu erreichen." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Generationengerechte Rentenpolitik?: Gewinner und Verlierer aktueller Reformvorschläge. Studie (2017)
Ehrentraut, Oliver; Moog, Stefan;Zitatform
Ehrentraut, Oliver & Stefan Moog (2017): Generationengerechte Rentenpolitik? Gewinner und Verlierer aktueller Reformvorschläge. Studie. Freiburg, 19 S.
Abstract
"Eine Stabilisierung des Rentenniveaus würde zukünftige Generationen finanziell stark benachteiligen. Für einen heute Neugeborenen ergibt sich eine Mehrbelastung zwischen 6.000 und 15.000 Euro - abhängig davon, welcher Ansatz zur Stabilisierung des Rentenniveaus umgesetzt würde. Die noch ungeborenen Generationen müssten zusätzlich etwa 1,1 Milliarden Euro aufbringen, da die höheren Rentenversprechen für die kommenden Rentnergenerationen im 'Generationenvertrag Rentenversicherung' von künftigen Beitragszahlern finanziert werden müssen. So lautet das Ergebnis einer Kurzstudie der Prognos AG für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.<< Die Studie untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen von drei Vorschlägen zur Reform der Rente: a) die von der CSU in die Diskussion gebrachte 'Mütterrente II', b) die im Rentenkonzept der SPD vorgeschlagene 'Doppelte Haltelinie' mit einem Rentenniveau von 48 Prozent einer Beitragssatzobergrenze von 22 Prozent, c) die Auswirkungen einer Haltelinie beim Rentenniveau in Höhe von 46 Prozent." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Closing routes to retirement: how do people respond? (2017)
Zitatform
Geyer, Johannes & Clara Welteke (2017): Closing routes to retirement. How do people respond? (DIW-Diskussionspapiere 1653), Berlin, 37 S.
Abstract
"We present quasi-experimental evidence on the employment effects of an unprecedented large increase in the early retirement age (ERA). Raising the ERA has the potential to extend contribution periods and to reduce the number of pension beneficiaries at the same time, if employment exits are successfully delayed. However, workers may not be able to work longer or may choose other social support programs as exit routes from employment. We study the effects of the ERA increase on employment and potential program substitution in a regression-discontinuity framework. Germany abolished an important early retirement program for women born after 1951, effectively raising the ERA for women by three years. We analyze the effects of this huge increase on employment, unemployment, disability pensions, and inactivity rates. Our results suggest that the reform increased both employment and unemployment rates of women age 60 and over. However, we do not find evidence for active program substitution from employment into alternative social support programs. Instead employed women remained employed and unemployed women remained unemployed. The results suggest an increase in inequality within the affected cohorts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Teilzeitrente: Ihre Auswirkungen auf Beschäftigung und öffentliche Haushalte (2017)
Haan, Peter; Tolan, Songül;Zitatform
Haan, Peter & Songül Tolan (2017): Teilzeitrente: Ihre Auswirkungen auf Beschäftigung und öffentliche Haushalte. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 84, H. 48, S. 1081-1088.
Abstract
"Angesichts der schrumpfenden Erwerbsbevölkerung ist es ein zentrales wirtschaftspolitisches Ziel, die Zahl der Beschäftigten und damit der Beitragszahlenden auf möglichst hohem Niveau zu halten. Dies könnte erreicht werden, wenn Menschen später aus ihrem Erwerbsleben ausscheiden. Eine Teilzeitrente, also die Möglichkeit, vor der Regelaltersgrenze Teilzeitbeschäftigung und Rentenbezug zu kombinieren, könnte die nötigen Voraussetzungen dafür schaffen. Welche Folgen eine Teilzeitrente auf die Beschäftigung hat, wird im Folgenden simuliert. Die Ergebnisse zeigen, dass ein uneingeschränkter Zugang zu einer Teilzeitrente zu einem erhöhten Beschäftigungsvolumen und zu positiven fiskalischen Effekten führen kann. Die Beschäftigungseffekte fallen insbesondere dann positiv aus, wenn das Eintrittsalter zur Teilzeitrente mit dem Frühverrentungsalter von 63 Jahren zusammenfällt. Die 2017 in Kraft getretene Flexirente ermöglicht wie die simulierte Teilzeitrente einen Teilrentenbezug bei gleichzeitiger Erwerbstätigkeit vor der Regelaltersgrenze. Allerdings könnte die Komplexität sowie die Höhe der Anrechnungsrate des Hinzuverdienstes die Attraktivität der Flexirente reduzieren. Hinzu kommt, dass die Reduzierung der Arbeitszeit für eine Flexirente nur nach Zustimmung von der Arbeitgeberseite erfolgen kann. Wenn sich bei einer Evaluation der Flexirente zeigt, dass nur wenige Menschen von ihr Gebrauch machen, müsste die Politik die Hinzuverdienstregelungen vereinfachen und über ein gesetzlich verankertes Recht auf Teilzeitrenten vor der Regelaltersgrenze - mit möglichen Ausnahmen insbesondere für kleine Unternehmen - nachdenken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Agenda 2010 - zur Diskussion über weitere Reformen der Reform (2017)
Zitatform
Haller, Peter, Elke Jahn, Gesine Stephan, Simon Trenkle & Enzo Weber (2017): Agenda 2010 - zur Diskussion über weitere Reformen der Reform. (IAB-Stellungnahme 05/2017), Nürnberg, 13 S.
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2017/18 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Diskussion über weitere Korrekturen der Agenda 2010 gebeten. Das IAB äußerte sich im Herbst 2017 zu den Effekten der Hartz-Reformen und zu möglichen weiteren politischen Maßnahmen am Arbeitsmarkt, betrachtete die Effekte mit dem Alter steigender Anspruchsdauern des Arbeitslosengeldes und die Auswirkungen der Reform der Bezugsdauer für ältere Arbeitslose ab 45 Jahren von 2006 und ging auf die am 1. April 2017 in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen zu Zeitarbeit und Werkverträgen ein. Die Erkenntnisse hierzu werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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