Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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Typologie der Maßnahmen
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Vermittlung und Beratung
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Literaturhinweis
Hamburger Arbeitsplatz Initiative (HAPI) und Frauentransferprogramm: Schlussbericht. Evaluierung von Modellprojekten nach §10 SGB III (2001)
Rebenstorf, Jan;Zitatform
Rebenstorf, Jan (2001): Hamburger Arbeitsplatz Initiative (HAPI) und Frauentransferprogramm. Schlussbericht. Evaluierung von Modellprojekten nach §10 SGB III. Nürnberg, 130 S.
Abstract
Seit Mitte 1998 werden im Arbeitsamtsbezirk Hamburg zwei Programme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen, Arbeitslosen mit mehreren vermittlungshemmenden Merkmalen und Sozialhilfeempfängern umgesetzt. Beide Programme sehen Lohnkostenzuschüsse an Arbeitgeber vor, die Personen aus den genannten Zielgruppen einstellen, und werden im Rahmen der Freien Förderung nach dem SGB III finanziert. Um herauszufinden, ob und wie effektiv das Ziel der beruflichen Reintegration von Problemgruppen des Arbeitsmarkts erreicht wird, wurden seit März 1999 Fragebogenaktionen, Interviews sowie Daten- und Aktenauswertungen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass durch die individuellen, auf einen konkreten Arbeitsplatz bezogenen Qualifizierungsmöglichkeiten beider Programme die Schaffung dauerhafter Beschäftigungsverhältnisse im Anschluss an die Förderung wahrscheinlicher und die Beschäftigungsverhältnisse selbst nachhaltiger und sicherer wurden. Nicht nur das auf Frauen beschränkte Frauentransferprogramm, sondern auch HAPI hat sich als eine Instrument zur wirksamen Förderung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt erwiesen. Bei beiden Programmen zeigten sich die Arbeitgeber mit der Einfachheit des Antragsverfahrens und der unbürokratischen Abwicklung zufrieden. (IAB)
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Literaturhinweis
Frauenförderung in der Arbeitsmarktpolitik: feministische Rückzugsgefechte oder Zukunftskonzept (2000)
Henninger, Annette;Zitatform
Henninger, Annette (2000): Frauenförderung in der Arbeitsmarktpolitik. Feministische Rückzugsgefechte oder Zukunftskonzept. (Politik und Geschlecht 04), Opladen: Leske und Budrich, 199 S.
Abstract
Trotz einer in 90er-Jahren zu beobachtenden Annäherung der Erwerbsquoten von Männern und Frauen weist das Beschäftigungssystem nach wie vor erhebliche geschlechtsspezifische Diskriminierungen auf, die sich in der Konzentration von Frauen auf bestimmte Berufsbereiche und Arbeitszeitformen ebenso zeigen wie in ihrem - verglichen mit den Männern - durchschnittlich geringeren Erwerbseinkommen. Diese Resistenz der 'gender-gap' im Beschäftigungssystem ist auch deshalb auffällig, weil die Forderung gleichberechtigter Erwerbschancen gesellschaftlich kaum umstritten sein dürfte und zudem gerade in den 90er-Jahren im Bereich der Arbeitsmarktpolitik ein breites Spektrum spezifischer Frauenfördermaßnahmen eingesetzt worden ist. Vor diesem Hintergrund analysiert die Autorin am Beispiel der Berliner Arbeitsmarktpolitik für den Zeitraum 1991 bis Ende 1996 die Umsetzung von Fördermaßnahmen für Frauen in drei Handlungsfeldern: Beschäftigungsförderung, Fortbildung/Umschulung und betriebliche Erstausbildung (44 ff.); eine differenzierte Bilanzierung dieser Förderpolitik wird mit der Vorstellung neuer Handlungsmöglichkeiten abgeschlossen (164 ff.). Die wesentliche empirische Basis beruht (neben einer Dokumentenanalyse) auf 15 leitfadengestützten Interviews mit ExpertInnen (Mitarbeiterinnen von Servicegesellschaft, Senatsverwaltung, Landesarbeitsamt, Maßnahmeträger). Der besondere Reiz dieser Studie besteht in dem methodischen Ansatz, die gender-bezogene Fragestellung im Rahmen von Konzeptualisierungen der Policy-Forschung zu behandeln. Henninger bezieht sich dabei vor allem auf die Dimensionen handlungsleitender Werte ('Advocacy-Koalitonen' - Sabatier) einerseits und andererseits die der institutionellen Rahmung ('Akteurszentrierter Institutionalismus' - Mayntz/Scharpf) (31 ff.). Inhaltsübersicht: I. Arbeitsmarktpolitik in der BRD; II. Theoretische und methodische Überlegungen zur Analyse frauenfördernder Arbeitsmarktpolitik; III. Frauenförderung in der Berliner Arbeitsmarktpolitik; IV. Frauenförderung zwischen feministischen Rückzugsgefechten und neuen Handlungsmöglichkeiten. (IZ-Doku)
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Literaturhinweis
The impact of active labor market programs and benefit entitlement rules on the duration of unemployment (2000)
Zitatform
Lalive, Rafael, Jan C. van Ours & Josef Zweimüller (2000): The impact of active labor market programs and benefit entitlement rules on the duration of unemployment. (IZA discussion paper 149), Bonn, 25 S., Anhang.
Abstract
"Swiss policy makers created a unique link between unemployment benefits and Active Labor Market Programs (ALMPs) by making benefit payments conditional on program attendance after 7 months of unemployment duration. The authors evaluate the effect of Active Labor Market Programs and benefit entitlement on the duration of unemployment in Switzerland. In the evaluation they allow for selectivity affecting the inflow into programs. The results indicate that: (i) After ALMP-participation the tranistion rate to jobs increases for Swiss women but not for Swiss men. However, the job hazard rate is strongly reduced during participation. Taken together, this leads to the conclusion that programs prolong unemployment duration for men, but tend to shorten durations for women. (ii) Once the unemployment spell aproaches the expiration of unconditional benefit entitlement the job-hazard rate increases strongly, both for women and for men. (iii) There are important selectivity effects for Swiss females, but not for Swiss males." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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