Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland
Wirtschaft und Arbeitsmarkt stehen seit der Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Zur Unterstützung von Beschäftigten und Unternehmen hatte der Bundestag im Eilverfahren u.a. einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld beschlossen. Dieses Themendossier stellt Einschätzungen aus Forschung und Politik zu den Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt, die wirtschaftliche Entwicklung und notwendige Maßnahmen in Deutschland zusammen.
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IAB-Infoplattform Mobiles Arbeiten
IAB-Infoplattform Kurzarbeit
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Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Soziales in Deutschland
- Wirtschaftliche Entwicklung und Maßnahmen
- Exit-Strategien zur Beendigung des Lockdowns
- Kurzarbeit - Regelungen und Inanspruchnahme während der Pandemie
- Homeoffice/mobiles Arbeiten
- Auswirkungen auf Betriebe
- Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Grundsicherung nach SGB II
- Einkommenseffekte
- Einzelne Berufe und Branchen
- Berufsausbildung/Lehrstellenmarkt
- Zukunftsszenarien: Wird die Wirtschaft nach Corona nachhaltiger?
- Soziale und gesundheitliche Aspekte
- Corona und Care
- Weiterbildung
- Konjunkturpaket zur Förderung der Wirtschaft
- Personengruppen
- Regionale Aspekte
- Internationale Arbeitsmärkte / Auswirkungen der Globalisierung
- Bundesländer
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Literaturhinweis
Mental health before and during the COVID-19 pandemic: the role of partnership and parenthood status in growing disparities between types of families (2022)
Zitatform
Hiekel, Nicole & Mine Kühn (2022): Mental health before and during the COVID-19 pandemic: the role of partnership and parenthood status in growing disparities between types of families. In: Journal of Health and Social Behavior, Jg. 63, H. 4, S. 594-609. DOI:10.1177/00221465221109195
Abstract
"This study investigates mental health inequalities by family type and gender during the COVID-19 pandemic in Germany. Using data from the German Family Panel, we compared three dimensions of mental health (i.e., self-reported stress, exhaustion, and loneliness) one year before the pandemic and in spring 2020. First, two-parent families emerged as a vulnerable group, as the levels of stress and exhaustion they reported during the pandemic converged with those experienced by single parents. Second, a gender gap emerged during this global health crisis, with women, and particularly mothers, reporting significantly worse mental health compared to men in the same family type. Our findings underline the substantive value of studying mental health inequality from a multidimensional perspective and over time. Based on these findings, we urge policy makers to consider more seriously the disproportionate burdens that families, and women in particular, have been carrying due to the pandemic both directly and indirectly." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Covid-19, Ungleichheit und (Erwerbs-)Arbeit – zur Relevanz sozialer Klasse in der Pandemie (2022)
Holst, Hajo; Fessler, Agnes; Niehoff, Steffen;Zitatform
Holst, Hajo, Agnes Fessler & Steffen Niehoff (2022): Covid-19, Ungleichheit und (Erwerbs-)Arbeit – zur Relevanz sozialer Klasse in der Pandemie. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 51, H. 1, S. 41-65. DOI:10.1515/zfsoz-2022-0004
Abstract
"Der Beitrag verbindet die Forschung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie mit der Debatte über die Relevanz sozialer Klasse. Mit einem klassenanalytischen Zugang (Oesch-16) und auf der Basis eines Mixed-Methods-Designs mit Erwerbstätigensurvey und qualitativen Interviews aus der Frühphase der Pandemie werden die Auswirkungen von Covid-19 auf die Arbeitswelt in fünf Themenfeldern untersucht: Infektionsrisiken am Arbeitsplatz, wirtschaftliche Lasten, mobiles Arbeiten, Arbeitsbedingungen sowie Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung. Dabei zeigen sich im Bereich der Erwerbsarbeit ausgeprägte vertikale und horizontale Klassenungleichheiten, die punktuell auch auf die Schnittstelle zur unbezahlten Sorgearbeit ausstrahlen und die zudem in den Alltagserfahrungen vieler Erwerbstätiger präsent sind. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der Klassenlage für das Arbeitserleben in der Pandemie, verweisen jedoch auch auf Grenzen der Erklärungskraft klassenanalytischer Perspektiven." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Der Vertrauensverlust der Mütter in der Pandemie: Befunde eines repräsentativen Bevölkerungspanels (2022)
Zitatform
Hövermann, Andreas & Bettina Kohlrausch (2022): Der Vertrauensverlust der Mütter in der Pandemie. Befunde eines repräsentativen Bevölkerungspanels. (WSI-Report 73), Düsseldorf, 19 S.
Abstract
"Zahlreiche Studien zeigten, dass Eltern – und hier insbesondere Mütter – besonders häufig und in vielfältiger Weise bereits früh zu den Hauptleidtragenden der Pandemie gehörten. Auch zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie können wir dies anhand der vorliegenden Auswertungen der jüngsten Befragungsdaten aus dem Januar 2022 der HBS-Panel-Erwerbspersonenbefragung bestätigen. Mütter tragen weiterhin deutlich stärker die Hauptbetreuungslast als Väter und berichten zuletzt verstärkt wieder von Arbeitszeitreduktionen, die sich so bei Vätern nicht zeigen. Mütter äußern zudem in besonderem Ausmaß sozio-emotionale Belastungen und gesellschaftliche Sorgen, die zuletzt wieder anstiegen. Zudem scheint diese Situation auch erhebliche Auswirkungen auf die Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung zu haben, da diese unter Müttern zuletzt nur noch sehr gering ausfällt. Detailliertere Analysen der Perspektiven auf die Pandemie unter Müttern zeigen darüber hinaus eine starke Polarisierung, die sicherlich auch z.T. die große Sorge unter Müttern über den gesellschaftlichen Zusammenhalt erklären kann. Zusammengenommen zeichnen die Befunde ein besorgniserregendes Bild großer Belastungen und politischen Vertrauensverlusts, die zudem mit Prozessen der Retraditionalisierung bei der Betreuungsübernahme einhergehen. Diese Folgen unzureichender politischer Berücksichtigung und Absicherung von Sorgearbeit in der Pandemie und der daraus folgenden weitreichenden Individualisierung der Sorgearbeit sollten politisch unbedingt ernst genommen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wissenschaft trifft Praxis: Gesundes Arbeiten - was lehrt uns die Pandemie? (Podium) (2022)
Zitatform
Kaltwasser, Lena; Markus Hofmann, Elisa Clauß, Laura Pohlan, Gerd Zika & Anita Tisch (sonst. bet. Pers.) (2022): Wissenschaft trifft Praxis: Gesundes Arbeiten - was lehrt uns die Pandemie? (Podium). In: IAB-Forum H. 17.06.2022 Nürnberg, 2022-06-15. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220617.01
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie hat die Bedeutung des Themas „Gesundheit am Arbeitsplatz“ in vielfacher Hinsicht hervorgehoben. Der betriebliche Gesundheits- und Infektionsschutz wurde gewissermaßen zur Grundvoraussetzung betrieblichen Handelns. Um die Folgen der Pandemie für die Organisation von Arbeit in Betrieben und den hohen Stellenwert von Gesundheits- und Arbeitsschutz ging es in der Veranstaltung „Gesundes Arbeiten – was lehrt uns die Pandemie?“." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Social services in times of pandemic – Analysing the German welfare state's measures to safeguard its basic social infrastructure (2022)
Zitatform
Kaps, Petra, Renate Reiter, Frank Oschmiansky, Sandra Popp & Julia Berthold (2022): Social services in times of pandemic – Analysing the German welfare state's measures to safeguard its basic social infrastructure. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 68, H. 1, S. 58-84. DOI:10.1515/zsr-2022-0004
Abstract
"The article examines how the German welfare state has been responding to the challenges of the COVID-19 pandemic. On the basis of various fields of social services, it asks how non-governmental social service providers adapted their services to the situation to keep them accessible for citizens. Moreover, it analyses under which conditions they were able to access and use the support instruments provided by different levels of government during the pandemic. The article applies a theoretical framework from implementation and evaluation research. Using empirical findings from three forms of social services (individual counselling, services in the form of group measures and assisted living) it examines comparatively which factors filter service providers’ access to welfare state support instruments in the pandemic." (Author's abstract, IAB-Doku, © De Gruyter) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeit und Familie im Lockdown: Rolle rückwärts für Frauen? (Interview) (2022)
Zitatform
Keitel, Christiane & Jutta Winters; Claudia Globisch & Michael Oberfichtner (interviewte Person) (2022): Arbeit und Familie im Lockdown: Rolle rückwärts für Frauen? (Interview). In: IAB-Forum H. 08.03.2022 Nürnberg, 2022-03-02. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220308.01
Abstract
"Die Covid-19-Pandemie legte im Frühjahr 2020 das öffentliche Leben lahm. Schulen und Kitas schlossen. Viele Frauen und Männer verlagerten ihre Arbeit ins Homeoffice oder wechselten in Kurzarbeit. Um die Auswirkungen dieser nie dagewesenen Ausnahmesituation wissenschaftlich zu begleiten, rief das IAB mehrere Befragungen ins Leben. Zwei hieraus entstandene IAB-Kurzberichte beleuchten die Folgen des ersten Lockdowns für Familien mit Kindern unter zwölf Jahren. Aus Anlass des internationalen Frauentages fragt die Forum-Redaktion bei Claudia Globisch und Michael Oberfichtner nach der Rollenverteilung zwischen Müttern und Vätern in der Pandemie." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Keitel, Christiane; Globisch, Claudia; Oberfichtner, Michael ; Winters, Jutta;Ähnliche Treffer
also released in English -
Literaturhinweis
"Der Betrieb ist auch ein sozialer Ort" (Interview) (2022)
Zitatform
Keitel, Christiane; Ulrich Walwei (interviewte Person) (2022): "Der Betrieb ist auch ein sozialer Ort" (Interview). In: IAB-Forum H. 11.03.2022 Nürnberg, 2022-03-07. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220311.01
Abstract
"In einem Betrieb zu arbeiten – das ist Alltag für die meisten Erwerbstätigen in Deutschland. Die Pandemie hat dieses alltägliche Fundament jedoch auf eine harte Probe gestellt. Der Rat der Arbeitswelt als unabhängiges Expertengremium, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde, zeigt in einem Positionspapier auf, wie die Covid-19-Krise die Betriebe als bisherige Orte der Begegnung herausforderte. Ulrich Walwei, Vizedirektor des IAB und Mitglied des Rats, steht dazu im Interview Rede und Antwort." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Workin' moms ain' t doing so bad: Evidence on the gender gap in working hours during COVID-19 (2022)
Zitatform
Knize, Veronika, Lina Tobler, Bernhard Christoph, Lukas Fervers & Marita Jacob (2022): Workin' moms ain' t doing so bad. Evidence on the gender gap in working hours during COVID-19. In: Journal of Family Research, Jg. 34, H. 1, S. 161-192., 2021-07-21. DOI:10.20377/jfr-714
Abstract
"Fragestellung: Wir analysieren die Entwicklung der Arbeitszeit von Männern und Frauen mit und ohne Kinder in der Anfangsphase der COVID-19 Krise in Deutschland. Dabei vergleichen wir Arbeitsstunden vor und nach dem Lockdown im Frühjahr 2020. Hintergrund: Der Ausbruch von COVID-19 in Europa führte zu einem erheblichen Rückgang ökonomischer Aktivitäten, der mit einer temporären Schließung von Schulen und Kindertagesstätten einherging. Die in der Folge eingetretenen Arbeitszeitveränderungen in der Anfangsphase der Pandemie und während des Sommers 2020 könnten dabei zu den Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen bzw. Vätern und Müttern beitragen. Methode: Wir verwenden einen Paneldatensatz des IAB mit monatlich erhobenen Befragungswellen (das IAB-HOPP) dessen Befragungsdaten mit Registerdaten der Bundesagentur für Arbeit verknüpft wurden. Wir schätzen Regressionsmodelle mit der Arbeitszeitdifferenz (vor der Krise vs. jeweiliger Erhebungszeitpunkten) als abhängiger Variable und mit Geschlecht, Elternschaft, und der Art der Kinderbetreuung als unabhängigen Variablen. Ergebnisse: Während des Lockdowns im Frühjahr beobachten wir eine vergleichbare Reduktion der Arbeitsstunden für Männer und Frauen. Bis zum Sommer 2020 kehrt allerdings nur die Arbeitszeit der Frauen zu ihrem Vorkrisenniveau zurück. Besonders überraschend ist, dass für Mütter die Elternschaft die Rückkehr zur ursprünglichen Arbeitszeit beschleunigt, für Väter hingegen nicht. Entsprechend hat sich der Arbeitszeitumfang der Väter am Ende unseres Beobachtungszeitraums nicht im gleichen Umfang erholt wie derjenige der Mütter. Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse stellen Befürchtungen hinsichtlich einer im Zuge der COVID-19 Krise erfolgten zeitweisen oder möglicherweise sogar dauerhaften Re-Traditionalisierung der Geschlechterrollen in Frage" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
With its numerous surveys the IAB will shed light on the coronavirus mystery (Series "Covid-19 crisis: consequences for the labour market") (2022)
Zitatform
Kosyakova, Yuliya & Laura Pohlan (2022): With its numerous surveys the IAB will shed light on the coronavirus mystery (Series "Covid-19 crisis: consequences for the labour market"). In: IAB-Forum H. 06.04.2022 Nürnberg, 2022-04-05. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220406.02
Abstract
"The Covid-19 crisis has led to a dramatic increase in the demand for information both in politics and practice. This poses an enormous challenge to the research and counselling activities at the IAB. To meet this demand, the IAB has expanded the existing surveys and, at the same time, introduced new ones on an unprecedented scale and in record time. And it has been worth the effort." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erwerbs- und Familienarbeit im Homeoffice? Innerfamiliale Arbeitsteilung in der Corona-Krise auf dem Prüfstand (2022)
Zitatform
Peukert, Almut, Miriam Beblo, Laura Lüth & Katharina Zimmermann (2022): Erwerbs- und Familienarbeit im Homeoffice? Innerfamiliale Arbeitsteilung in der Corona-Krise auf dem Prüfstand. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 1, S. 29-51. DOI:10.3790/sfo.71.1.29
Abstract
"Mit der COVID-19-Pandemie scheinen sich soziale Ungleichheiten zu verschärfen, sowohl weltweit als auch zwischen den Geschlechtern. In Bezug auf die innerfamiliale Arbeitsteilung werden unterschiedliche Thesen diskutiert – das Risiko der Retraditionalisierung auf der einen und die Chance der Modernisierung auf der anderen Seite. In diesem Beitrag verbinden und systematisieren wir die verschiedenen Stränge des wissenschaftlichen Diskurses und die heterogene empirische Studienlage zu innerfamilialer Arbeitsteilung und Geschlechter(un)gleichheiten. Vor dem Hintergrund orts- und zeitflexiblen Arbeitens im digitalen Homeoffice und sozialstaatlicher Interventionen schlussfolgern wir v. a. ein Sichtbarwerden vorhandener Ungleichheiten in der innerfamilialen Arbeitsteilung sowie eine Gleichzeitigkeit beider Entwicklungen – nämlich Modernisierungsstreben im Großen, trotz einiger Verharrungskräfte im Kleinen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armut und Ungleichheit in Deutschland: Empörungsdebatten führen in die Irre (2022)
Raddatz, Guido;Zitatform
Raddatz, Guido (2022): Armut und Ungleichheit in Deutschland: Empörungsdebatten führen in die Irre. (Argumente zu Marktwirtschaft und Politik 162), Berlin, 32 S.
Abstract
"Die Diskussion über Armut und soziale Ungleichheit in Deutschland hat in den zurückliegenden Jahren markant an Intensität gewonnen. Ungeachtet der bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie guten wirtschaftlichen Rahmendaten, einer zunehmenden Beschäftigung und steigender Einkommen hat sich in weiten Teilen der Öffentlichkeit das einseitige Narrativ verfestigt, dass die Armut in Deutschland stetig zunehme, immer mehr Menschen von Wohlstandsgewinnen ausgeschlossen würden und der Staat diese Entwicklung mit seiner Politik mindestens verstärkt, wenn nicht gar mit ausgelöst habe. Die Publikation diskutiert vor diesem Hintergrund einige zentrale Probleme und Fallstricke der empirischen Armutsmessung und wirft einen umfassenderen Blick auf die Armuts- und Ungleichheitsentwicklung in Deutschland. Dabei zeigt sich ein Bild, das nur wenig mit dem vielfach postulierten massiven Auseinanderdriften der Gesellschaft und wachsender Armut zu tun hat. Statt diskretionär durch höhere Steuern zusätzliche sozialpolitische Verteilungsspielräume zu schaffen und das Umverteilungsvolumen insgesamt weiter zu erhöhen, sollte der Fokus darauf liegen, den Sozialstaat effizienter zu machen, staatliche Hilfen wirkungsvoller und zielgerichteter auszugestalten und vor allem schädliche Nebenwirkungen und Fehlanreize, gerade auch im Hinblick auf die immer wieder mit hohen Transferentzugsraten einhergehende Schwächung von Arbeitsanreizen, abzumildern. Neben einem gut funktionierenden Arbeitsmarkt - Arbeitslosigkeit ist mit das größte Armutsrisiko - kommt dem Bildungssystem eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Armut zu. Gute Bildung ist die Eintrittskarte in ein erfolgreiches Erwerbsleben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Corona-Pandemie - die Folgen für die Arbeits- und die Alltagswelt (2022)
Raehlmann, Irene;Zitatform
Raehlmann, Irene (2022): Corona-Pandemie - die Folgen für die Arbeits- und die Alltagswelt. (Essentials), Wiesbaden: Springer VS, 47 S. DOI:10.1007/978-3-658-36816-6
Abstract
"Das essential thematisiert die Folgen der Corona-Pandemie für die Arbeits- und Alltagswelt. Im Kontext des aktuellen Leitbilds der Gestaltung von Arbeitsorganisationen werden folgende Bereiche der Lebenswelt behandelt: Das Homeoffice und das Homelearning sowie der Wandel der Öffentlichkeit. Das Fazit widmet sich den Folgen für das Wirtschaftssystem, den Problemen wissenschaftlicher Politikberatung, der Digitalisierung von Unterricht und Lehre sowie der Integration der Menschen, aber auch der Gesellschaft insgesamt." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Sozialberatung in der Postpandemie - Blended Counseling (2022)
Roller, Claudia;Zitatform
Roller, Claudia (2022): Sozialberatung in der Postpandemie - Blended Counseling. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 12, S. 899-919. DOI:10.3790/sfo.71.12.899
Abstract
"Unter Pandemiebedingungen (physisches Distanzgebot, Lockdown, etc.) vollzogen Soziale Dienste für die Kommunikation mit Kolleg:innen sowie mit Adressat:innen und Nutzer:innen durch Einsatz von Videokonferenztools, Messenger-Kommunikation, Telefonie, Chat und E-Mail einen enormen Digitalisierungsschub. Notwendigerweise entwickelten sich ortsunabhängige und teils auch asynchrone mediatisierte Kommunikationsroutinen, die in der Verstetigung nicht nur bezüglich des Daten- und Vertrauensschutzes konzeptionell weiter zu entwickeln sind. Dieser Beitrag nutzt Erfahrungen aus der akademischen Weiterbildung von Fachkräften, aus der hochschulischen Curricula-Entwicklung sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Nutzungscommunity der open-source-Onlineberatungsplattform der Caritas für konzeptionelle Überlegungen für Blended Counseling in Sozialer Arbeit, die sowohl die technische Ausstattung, die interdisziplinären Kompetenzprofile der Fachkräfte, die Prozessgestaltung der Dienstleistungserbringung sowie berufsethische und normative Themen berühren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Now is the future for social security (2022)
Zitatform
Schoukens, Paul & Enzo Weber (2022): Now is the future for social security. In: Social Europe H. 08.11.2022.
Abstract
"In a Europe of increasingly non-standard employment, social protection for all is more rather than less imperative. The Covid-19 crisis made it clear that we need to rethink our social-security systems in light of changing labour markets. It falls to EU member states to respond in line with their own needs and traditions, to the EU to inspire and set the regulatory framework within which they can develop their systems, and to social scientists to diagnose the challenges and elaborate policy proposals." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Marktabhängigkeit und ihre Bedeutung für die Grenzziehungen von Solidarität (2022)
Zitatform
Stamm, Isabell, Lena Schürmann, Katharina Scheidgen, Stefan Berwing & Arne Maibaum (2022): Marktabhängigkeit und ihre Bedeutung für die Grenzziehungen von Solidarität. In: Zeitschrift für Soziologie, Jg. 51, H. 4, S. 365-384. DOI:10.1515/zfsoz-2022-0019
Abstract
"Der Beitrag untersucht Grenzlinien der Solidarität. Er betrachtet, wie in Krisensituationen Unterstützungsbedarfe für jene soziale Gruppen verhandelt werden, die in etablierten Solidaritätsdiskursen in eine Deutungslücke fallen. Untersuchungsgegenstand bildet die öffentliche Verhandlung von Solidarität mit Soloselbstständigen zu Beginn der Coronapandemie. Gestützt auf Auswertungen von 21 qualitativen Interviews und ein Textkorpus mit 2428 Zeitungsartikeln zeichnen wir den Diskurs um Soforthilfe nach. Mittels einer Kombination aus strukturierender Inhaltsanalyse und Textmining zeigen wir auf, dass die Deutungsfigur der Marktabhängigkeit von Soloselbstständigen in dieser Krisenzeit dazu dient, die Hilfsbedürftigkeit der Gruppe zu identifizieren (soziale Grenzziehung), aber auch die Ausgestaltung der Hilfe kontrovers zu diskutieren (substanzielle Grenzziehung). Wir zeigen, wie sich Solidaritätsnormen im Diskursverlauf konfigurieren und dabei Marktabhängigkeit als relevante Grenze für Solidarität freigeben, diese aber nur zeitlich begrenzt wirksam bleibt." (Autorenreferat, IAB-Doku, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Under the weather. Trade union positions on Covid-19-related occupational health and safety measures in Germany, France and Luxembourg (March 2020-December 2021) (2022)
Zitatform
Thomas, Adrien, Nadja Dörflinger, Karel Yon & Michel Pletschette (2022): Under the weather. Trade union positions on Covid-19-related occupational health and safety measures in Germany, France and Luxembourg (March 2020-December 2021). (SocArXiv papers), 35 S. DOI:10.31235/osf.io/qz4b8
Abstract
"Given the major role of workplaces as points of contamination and the traditional commitment of trade unions to uphold occupational health and safety standards, trade unions could be expected to be strongly involved in mobilising against the Covid-19 pandemic. This article focuses on their policy positions (at national and sectoral level) towards the occupational health and safety measures taken to limit the spread of Covid-19 in Germany, France and Luxembourg from the beginning of the pandemic in March 2020 until the surging fourth wave of infections in November-December 2021. Our data shows that unions have found it increasingly difficult over the course of the pandemic to develop policy positions in the domain of occupational health and safety that address the variegated situations and needs of their different member groups and that achieve a balance between membership logics and public health considerations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erschöpfte Gesellschaft: Auswirkungen von 24 Monate Pandemie auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt : Umfrage Februar 2022 (2022)
Unzicker, Kai;Zitatform
Unzicker, Kai (2022): Erschöpfte Gesellschaft. Auswirkungen von 24 Monate Pandemie auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt : Umfrage Februar 2022. Gütersloh, 16 S.
Abstract
"Die aktuelle Umfrage weist beispielsweise ein besonders niedriges Vertrauen in politische Institutionen sowie in die Mitmenschen generell aus. Auch haben mehr Menschen in Deutschland den Eindruck, die Leute würden sich nicht mehr umeinander kümmern und man könne sich auf niemanden mehr verlassen. Ebenso sind Zukunftssorgen heute verbreiteter als noch in der Frühphase der Pandemie." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Germany: Working life in the COVID-19 pandemic 2021: Industrial relations and social dialogue (2022)
Vogel, Sandra; Breitenbroich, Marc;Zitatform
Vogel, Sandra & Marc Breitenbroich (2022): Germany: Working life in the COVID-19 pandemic 2021. Industrial relations and social dialogue. (Eurofound working paper), Dublin, 16 S.
Abstract
"In 2021, the pandemic still had a significant impact on working life in Germany. After a year of hardship for the German economy in 2020 with the gross domestic product (GDP) dropping by 4.6%, Germany has seen a notable recovery in 2021. In comparison to the previous year, the GDP increased by 2.7% in 2021 (Statistisches Bundesamt, 2022). The labour market also showed first signs of recovery in 2021. The unemployment rate stood at 6.3% in January 2021 (BA, 2021). This compares to 5.1% in November 2021 - which is equivalent to the pre-pandemic level (BA, 2022a). Short-time work, an important labour market tool in 2020 increased in early 2021 to 3.3 million people and has since dropped to 709,974 in October 2021 (preliminary data by the Federal Employment Agency, BA) (BA, 2022b). Economic trends in 2021 strongly correlate to the pandemic situation in 2021. On 13 December 2020, the Federal Government announced a second hard lockdown including limiting private gatherings, the closure of close contact service businesses and restaurants, bars and clubs, a work-from-home obligation and prohibiting the use of alcoholic beverages at public places (Wirtschaftswoche, 2021). While schools and children nursing centres first remained open, both were shut down on 19 January 2021 with the first lockdown extension which also included wearing FFP2 face masks or surgical masks in public places. The third wave of the pandemic started in mid-February 2021, which resulted in another lockdown extension." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Sickness Absence due to Covid Test Obligations in the Workplace (2022)
Zitatform
Wanger, Susanne & Enzo Weber (2022): Sickness Absence due to Covid Test Obligations in the Workplace. (IAB-Discussion Paper 07/2022), Nürnberg, 13 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2207
Abstract
"Mit der Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen führten viele Länder im Jahr 2021 die Verpflichtung ein, am Arbeitsplatz Impf-, Genesenen- oder Testzertifikate nachzuweisen, in Deutschland auch bekannt als 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Angesichts der kontroversen Debatten wurden Befürchtungen laut, dass Beschäftigte versuchen könnten, sich dieser Nachweispflicht zu entziehen, indem sie sich krankschreiben lassen. Für eine empirische Panel-Analyse kombinieren wir Krankenkassendaten und epidemiologische Daten für die deutschen Bundesländer. In der Tat zeigen unsere Ergebnisse, dass – unter Kontrolle der Infektionsinzidenz – eine um einen Prozentpunkt niedrigere Impfquote mit Inkrafttreten von 3G zu einem um 0,021 Prozentpunkte höheren Krankenstand führte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Krankheits- und quarantänebedingte Arbeitsausfälle legen in der vierten und fünften Welle der Pandemie deutlich zu (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt") (2022)
Zitatform
Wanger, Susanne & Enzo Weber (2022): Krankheits- und quarantänebedingte Arbeitsausfälle legen in der vierten und fünften Welle der Pandemie deutlich zu (Serie "Corona-Krise: Folgen für den Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 21.03.2022 Nürnberg, 2022-03-14. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220321.01
Abstract
"Bereits die ersten Wellen der Covid-19-Pandemie führten nicht nur zu erheblichen nachfragebedingten Arbeitsausfällen aufgrund von Kurzarbeit, sondern auch zu Arbeitsausfällen bei den Beschäftigten durch Schul- und Kitaschließungen, einen erhöhten Krankenstand und Quarantänemaßnahmen. Auch die vierte und fünfte Welle der Pandemie hat mit immer neuen Höchstständen an Inzidenzen beträchtliche Arbeitsausfälle zur Folge. Hauptgrund sind Quarantäneanordnungen und ein erhöhter Krankenstand." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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