Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
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Literaturhinweis
Berufliche Weiterbildung und individuelle Arbeitslosigkeitsdauer in West- und Ostdeutschland: eine mikroökonometrische Analyse (2000)
Hujer, Reinhard; Wellner, Marc;Zitatform
Hujer, Reinhard & Marc Wellner (2000): Berufliche Weiterbildung und individuelle Arbeitslosigkeitsdauer in West- und Ostdeutschland. Eine mikroökonometrische Analyse. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 405-420.
Abstract
"In der Studie wird eine vergleichende empirische Analyse der Effekte beruflicher Weiterbildung auf die individuelle Arbeitslosigkeitsdauer für West- und Ostdeutschland durchgeführt. Als Datengrundlage werden die Informationen aus dem Sozio-Ökonomischen Panel für Westdeutschland (1984-1994) und für Ostdeutschland (1990-1995) verwendet. Zudem wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Ausgaben für berufliche Weiterbildung gegeben, um die gesellschaftspolitische Relevanz der Evaluationsforschung zu verdeutlichen. Die Modellierung des Selektionsproblems erfolgt mit Hilfe von Matching-Ansätzen, die auf der Schätzung eines Panel-Probit-Modells für die Teilnahmewahrscheinlichkeit basieren. Diskrete Hazardratenmodelle dienen dazu, die Effekte beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen auf die individuelle Arbeitslosigkeitsdauer zu bestimmen. Die empirischen Befunde zeigen für Westdeutschland für Kurse bis zu 6 Monaten tendenziell positive Effekte, die allerdings langfristig (nach 2 Jahren) abnehmen. Kurse mit über 6 Monaten Dauer haben dagegen keine signifikanten Effekte, sie weisen eher negative Tendenzen auf. Für Ostdeutschland sind keine signifikanten Effekte zu beobachten, lange Kurse wirken ebenfalls tendenziell negativ. Wegen fehlender differenzierter Informationen über einzelne Maßnahmearten und der geringeren Fallzahlen in den Stichproben sind die empirischen Befunde lediglich als Tendenzaussagen zu interpretieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The effects of public sector sponsored training on individual employment performance in East Germany (2000)
Hujer, Reinhard; Wellner, Marc;Zitatform
Hujer, Reinhard & Marc Wellner (2000): The effects of public sector sponsored training on individual employment performance in East Germany. (IZA discussion paper 141), Bonn, 47 S.
Abstract
"This study analyses the effects of public sector sponsored vocational training on individual unemployment and employment duration in East Germany. The data is taken from the German Socio-Economic Panel (GSOEP). The empirical analysis is limited to training measures that took place between July 1990 and June 1993. To resolve the intriguing sample selection problem, i.e. to find an adequate control group for the group of trainees, we employ matching methods. The training effect is be estimated by using a discrete time hazard rate model. In the empirical analysis no evidence can be found to show that participation in public vocational training significantly decreases unemployment duration or increases employment duration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Selektivität beim Zugang in Förderung durch betriebliche Einstellungshilfen (2000)
Jaenichen, Ursula;Zitatform
Jaenichen, Ursula (2000): Selektivität beim Zugang in Förderung durch betriebliche Einstellungshilfen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 445-461.
Abstract
"Die Gewährung von Lohnkostenzuschüssen verbindet sich mit der Absicht, die betriebliche Arbeitsnachfrage zu Gunsten unterschiedlicher Zielgruppen zu beeinflussen. In dem Beitrag werden individuelle Bestimmungsgründe des Förderzugangs in verschiedene Formen betrieblicher Einstellungshilfen untersucht. Um der Frage nachzugehen, inwieweit Unterschiede in den Beschäftigungschancen der durch Einstellungshilfen geförderten Personen und der ohne Förderung aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung gewechselten Personen bestehen, werden potenzielle Wahrscheinlichkeiten des Verbleibs in Arbeitslosigkeit simuliert. Grundlagen sind eine Stichprobe von in den ersten Monaten des Jahres 1999 in Förderung eingetretenen Personen und eine Vergleichsstichprobe von im Januar 1999 arbeitslos gemeldeten Personen. Die Ergebnisse lassen sich dahingehend zusammenfassen, dass durch Merkmale, die auf vergleichsweise gute Beschäftigungschancen hindeuten, auch der Zugang in geförderte Beschäftigung positiv beeinflusst wird. Dieser Auswahl von Personen mit tendenziell besseren Beschäftigungschancen wirken die Fördervoraussetzungen für die stärker auf Schwervermittelbarkeit abzielenden Förderarten entgegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Jaenichen, Ursula; -
Literaturhinweis
Arbeitsmarkteffekte von Niedriglohnsubventionen (2000)
Kaltenborn, Bruno;Zitatform
Kaltenborn, Bruno (2000): Arbeitsmarkteffekte von Niedriglohnsubventionen. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 49, H. 4, S. 85-90.
Abstract
"Das Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit hat die Diskussion um die Verbesserung der Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten im Niedriglohnbereich belebt. Insbesondere werden Konzepte für eine Bezuschussung der Arbeitnehmerbeiträge, teilweise auch der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung diskutiert, um die Attraktivität einer Beschäftigung für gering Qualifizierte und ihre (potentiellen) Arbeitgeber zu erhöhen. Besonderes Augenmerk gilt Zuschüssen, die generell und dauerhaft bei geringer Entlohnung gewährt werden. Inzwischen würden verschiedene derartige Konzepte hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihres Finanzbedarfs untersucht. In dem Beitrag werden Konzepte und Ergebnisse der Untersuchungen vorgestellt. Insgesamt trüben die skizzierten empirischen Untersuchungen die Hoffnung auf beschäftigungspolitische Wunder durch unterschiedliche Konzepte einer Niedriglohnsubvention. Auch gibt es Hinweise auf verteilungspolitisch problematische Konsequenzen. Es erscheint jedoch möglich, hinsichtlich Finanzbedarf und Beschäftigungswirkung bessere Resultate zu erzielen als mit einer linearen Senkung der Beitragssätze zur Sozialversicherung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Evaluation und Qualitätsmanagement in der Arbeitsmarktpolitik: einige systematische Vorüberlegungen und praktische Ansätze zur lokalen Umsetzung (2000)
Luschei, Frank; Trube, Achim;Zitatform
Luschei, Frank & Achim Trube (2000): Evaluation und Qualitätsmanagement in der Arbeitsmarktpolitik. Einige systematische Vorüberlegungen und praktische Ansätze zur lokalen Umsetzung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 533-549.
Abstract
Der Beitrag befasst sich zunächst grundsätzlich mit dem Verhältnis von Evaluation und Qualitätsmanagement in der Arbeitsmarktpolitik. Die Autoren zeigen hier, dass eindimensionale Evaluationsansätze, die sich allein auf die Ergebnisse von Eingliederungsbilanzen stützen, sowohl wissenschaftlich als auch sozialpolitisch und vor allem erkenntnistheoretisch problematisch sind. Der zweite Teil bezieht die Eingangsüberlegungen dann auf die Praxis. Es wird ein Modellprojekt vorgestellt, wo Arbeits- und Sozialverwaltung für Dauerarbeitslose mit ergänzendem Sozialhilfebezug individuell passgenaue Wege zur Entwicklungs- und Vermittlungsassistenz (EVA) ausprobierten. Aus der Fülle der verschiedenen Evaluationsergebnisse für das Modellprojekt, das unter Verwendung eines Experimental- und Kontrollgruppendesigns nach dem polyvalenten Ansatz ausgewertet wurde, werden zwei ausgewählt: Zum einen wird (konventionell) auf die Produktqualität geschaut, d.h. auf die Eingliederungsbilanz. Die von der ursprünglichen Untersuchungshypothese abweichenden Erhebungsresultate - d.h. die relativ schlechten Einmündungsergebnisse bei dem Modellprojekt - sind dann Anlass, einer zusätzlichen Vermutung nachzugehen, nämlich der, dass der vergleichsweise geringe Arbeitsmarkterfolg in einer suboptimalen Procederequalität begründet sein könnte. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass in der Methodik der Arbeit mit schwervermittelbaren Dauerarbeitslosen noch ganz erhebliche Optimierungsmöglichkeiten stecken. (IAB2)
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Literaturhinweis
Business start-ups by the unemployed: an econometric analysis based on firm data (2000)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm & Frank Reize (2000): Business start-ups by the unemployed. An econometric analysis based on firm data. In: Labour economics, Jg. 7, H. 5, S. 629-663. DOI:10.1016/S0927-5371(00)00016-6
Abstract
Die Autoren untersuchen mit Daten des ZEW-Gründungspanels die Beschäftigungsentwicklung und Überlebenswahrscheinlichkeit von Unternehmensgründungen durch Arbeitslose und Nicht-Arbeitslose für einen Zeitraum von ca. einem Jahr. (IAB)
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Literaturhinweis
Wirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik: Evaluationsergebnisse für Deutschland, Schweden, Dänemark und die Niederlande (2000)
Rabe, Brigitta;Zitatform
Rabe, Brigitta (2000): Wirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Evaluationsergebnisse für Deutschland, Schweden, Dänemark und die Niederlande. (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung 00-208), Berlin, 71 S.
Abstract
"Hohe Teilnehmerzahlen sowie ein beträchtlicher Mitteleinsatz für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen haben in den letzten Jahren zu einem gesteigerten Interesse an den Wirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik geführt. In dieser Literaturstudie wird daher danach gefragt, was sich nach dem aktuellen Stand der Evaluierungsforschung über die bisherige Wirksamkeit aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland sagen lässt. Welche Instrumente funktionieren für welche Personengruppen und welche Maßnahmengestaltung ist zu bevorzugen? Welche makroökonomischen Effekte hat die aktive Arbeitsmarktpolitik? Welche Erkenntnisse sind gesichert und welche Fragen lassen sich noch nicht beantworten? Auch die Erfahrungen in Schweden, Dänemark und den Niederlanden werden hinzugezogen, um gegebenenfalls nachahmenswerte Modelle beim Einsatz aktiver Arbeitsmarktpolitik zu identifizieren. Bei ebenfalls hohen Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik waren zumindest Dänemark und die Niederlande in den vergangenen Jahren beschäftigungspolitisch weit erfolgreicher als Deutschland. Allerdings war dafür neben der aktiven Arbeitsmarktpolitik eine jeweils spezifische Kombination u.a. aus arbeitsrechtlicher Regulierung, Tarifpolitik sowie ökonomischer Rahmenbedingungen verantwortlich, so dass sich ein Erfolgsmodell nicht ohne weiteres kopieren lässt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wie kann man von anderen Ländern lernen?: neuere Ansätze in der vergleichenden Arbeitsmarktpolitikforschung (2000)
Schmid, Josef;Zitatform
Schmid, Josef (2000): Wie kann man von anderen Ländern lernen? Neuere Ansätze in der vergleichenden Arbeitsmarktpolitikforschung. In: IAW-Mitteilungen, Jg. 28, H. 3, S. 4-12.
Abstract
"Aus politiologischer Sicht analysiert der Autor den 'Polit-Tourismus' von erfolgreichen und weniger erfolgreichen Politikmaßnahmen zwischen Bundesländern wie auch international. Anhand von Beispielen zeigt er, dass oftmals ein Programm aus einer anderen Region nur sehr oberflächlich kopiert oder gar nur als globales Argument in der Diskussion verwendet wird. Mittels einer Systematisierung versucht er, Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit einer erfolgreichen Politik zu beschreiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Handlungsoptionen des Landes NRW im Bereich der (aktiven) Arbeitsmarktpolitik unter besonderer Berücksichtigung des Vergleichs mit Programmen der anderen Bundesländer (2000)
Schmid, Josef; Blancke, Susanne;Zitatform
Schmid, Josef & Susanne Blancke (2000): Handlungsoptionen des Landes NRW im Bereich der (aktiven) Arbeitsmarktpolitik unter besonderer Berücksichtigung des Vergleichs mit Programmen der anderen Bundesländer. In: Enquete-Kommission Zukunft der Erwerbsarbeit (Hrsg.) (2000): Strategien zur Belebung des Arbeitsmarktes : Materialband zu Teil 2 - Handlungsempfehlungen, S. 599-624.
Abstract
Das Gutachten wurde für die am 7. Juli 1995 vom Landtag von Nordrhein-Westfalen eingesetzte Enquete-Kommission "Zukunft der Erwerbsarbeit" erstellt. Im Rahmen der Studie werden verschiedene Indikatoren (Marktnähe, Prävention, Verknüpfung mit anderen Politiken und Instrumenten, Zielgruppenorientierung und institutionelle Flankierung) herangezogen, um die arbeitsmarktpolitischen Programme der Länder systematisch darzustellen und zu bewerten. Dabei werden eine Reihe von Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede sichtbar. Ergänzend zu diesem systematischen Vorgehen werden ausgewählte Einzelbeispiele und Projekte der Bundesländer und einiger westeuropäischer Länder genauer dargestellt. Abschließend werden dann Schlussfolgerungen für Nordrhein-Westfalen gezogen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und ihre Evaluierung: eine Bestandsaufnahme (2000)
Schmidt, Christoph M.;Zitatform
Schmidt, Christoph M. (2000): Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und ihre Evaluierung. Eine Bestandsaufnahme. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 69, H. 3, S. 425-437. DOI:10.3790/vjh.69.3.425
Abstract
"In der Bundesrepublik Deutschland wird die Durchführung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen mit erheblichem personellen wie finanziellen Aufwand betrieben. Dennoch ist ein Erfolg dieser Maßnahmen keineswegs gesichert, und Ausmaß bzw. Existenz des tatsächlichen Effektes verbleiben in hohem Maße fraglich. Dies begründet sich auch darin, dass es die bisherige Evaluierungspraxis fast vollständig versäumt hat, eine Vergleichssituation zu konstruieren, die hinreichend genau beschreibt, welcher Zustand sich ohne den zu evaluierenden Eingriff eingestellt hätte. Damit wird eine der Minimalanforderungen an eine zielgerichtete wissenschaftliche Evaluierung verletzt. Vor dem Hintergrund eines internationalen Vergleichs der Evaluierungspraxis diskutiert der Beitrag die methodischen Probleme bei der Evaluierung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, wobei unterschiedliche empirische Strategien zur Lösung dieser Probleme vorgestellt werden. Ergänzt wird dies durch einen Abriss der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz zu ökonomischen Auswirkungen von Arbeitsmarktprogrammen, verbunden mit einer Reihe von Schlussfolgerungen für die Durchführung zukünftiger Maßnahmen sowie die mit ihnen notwendig einhergehende Evaluierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Effizienz der Arbeitsmarktpolitik in den neuen Bundesländern: eine Bilanz der Vergangenheit und Ansätze für künftige Reformen. Gutachten (2000)
Schneider, Hilmar; Trabert, Lioba; Bergemann, Annette; Schultz, Birgit; Fuchs, Olaf; Kolb, Jürgen; Rosenfeld, Martin; Kempe, Wolfram;Zitatform
Bergemann, Annette, Olaf Fuchs, Wolfram Kempe, Jürgen Kolb, Martin Rosenfeld, Birgit Schultz & Lioba Trabert (2000): Die Effizienz der Arbeitsmarktpolitik in den neuen Bundesländern. Eine Bilanz der Vergangenheit und Ansätze für künftige Reformen. Gutachten. (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft 2000,03), Halle, 188 S.
Abstract
"Allein in Ostdeutschland sind seit 1990 fast 150 Mrd. DM für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik verausgabt worden. Angesichts dieses finanziellen Aufwands mag es verwundern, dass die Evaluation von entsprechenden Förderprogrammen in Deutschland noch immer in den Kinderschuhen steckt. Mit dem Sonderheft greift das IWH dieses Manko auf und liefert erstmals eine breit angelegte und empirisch fundierte Effizienzanalyse der bisherigen Fördermaßnahmen. Darüber hinaus widmet sich der Beitrag den Anreizwirkungen der passiven Arbeitsmarktpolitik. Im letzten Teil werden verschiedene Ansätze zur Integration von gering Qualifizierten in den Arbeitsmarkt im Hinblick auf ihr Wirkungspotential in Ostdeutschland untersucht. Zur Analyse bedienen sich die Autoren moderner Methoden der Evaluationsforschung und mikroökonometrischer Verhaltensmodelle.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Reichweite der Arbeitsmarktpolitik engen Grenzen ausgesetzt ist, was ihre Tauglichkeit als Instrument zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit anbelangt. Dies schmälert nicht ihre Daseinsberechtigung im Rahmen sorgfältig konzipierter und gezielter Einzelmaßnahmen. Beim Einsatz als Masseninstrument gehen diese positiven Effekte jedoch offenbar verloren. Zum einen reichen die vorhandenen Ressourcen für einen großflächigen Einsatz nicht aus und zum anderen gehen von einem massenhaften Einsatz negative Rückwirkungen auf den ersten Arbeitsmarkt aus. Maßnahmenelemente, die der Stärkung der Eigenverantwortung der Teilnehmer dienen, können in dieser Situation einen Beitrag zur Steigerung der Effizienz bilden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Volkswirtschaftliche Kosten der Arbeitslosigkeit und gesamtfiskalische Budgeteffekte arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen (2000)
Spitznagel, Eugen; Bach, Hans-Uwe;Zitatform
Spitznagel, Eugen & Hans-Uwe Bach (2000): Volkswirtschaftliche Kosten der Arbeitslosigkeit und gesamtfiskalische Budgeteffekte arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 500-517.
Abstract
Vor dem Hintergrund der gesamtfiskalischen Kosten der registrierten Arbeitslosigkeit von 150 Mrd. DM im Jahr 1999 befasst sich der Beitrag mit der Entlastungsfunktion der aktiven Arbeitsförderung nach dem SGB III. Es wird untersucht, in welchem Umfang die Arbeitsmarktpolitik gesamtwirtschaftlich die Beschäftigung stützt und die Arbeitslosigkeit entlastet und wie einzelne Maßnahmen unter ökonomischen Aspekten zu beurteilen sind. Hierbei sind die Nettokosten der Arbeitsmarktpolitik entscheidend (Bruttokosten der Maßnahmen minus Minderausgaben und Mehreinnahmen infolge vermiedener Arbeitslosigkeit). Die Ergebnisse zeigen, dass die gesamtfiskalischen Selbstfinanzierungsquoten von ABM 1999 zwischen 66 % und 89 % lagen, je nach dem, ob man indirekte Entlastungseffekte ausklammert oder einbezieht, und die der Weiterbildungsförderung bei etwa 60 %. Ein guter Teil davon entlastet den BA-Haushalt, aber auch der Bund spart durch Minderausgaben für Arbeitslosenhilfe bzw. erhält Steuermehreinnahmen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Können durch einkommensbezogene Transfers an Arbeitnehmer die Arbeitsanreize gestärkt werden? (2000)
Steiner, Viktor;Zitatform
Steiner, Viktor (2000): Können durch einkommensbezogene Transfers an Arbeitnehmer die Arbeitsanreize gestärkt werden? In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 385-395.
Abstract
"In diesem Beitrag werden die potenziellen Arbeitsangebotseffekte von Reformoptionen bei der Sozial- und Arbeitslosenhilfe auf der Basis eines ökonometrischen Modells und eines detaillierten Steuer-Transfer-Simulationsmodells für Deutschland abgeschätzt. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass von realistischen Änderungen des bestehenden Systems d.h. von mäßig reduzierten Transferentzugsraten, keine nennenswerte Zunahme der Beschäftigung von Erwerbspersonen mit geringen Marktlöhnen zu erwarten ist. Dies gilt sowohl für Deutschland insgesamt als auch für das frühere Bundesgebiet und die neuen Bundesländer. Je nach Ausgestaltung der geänderten Anrechnung von Erwerbseinkommen im Haushaltszusammenhang kann der Nettoarbeitsangebotseffekt auch negativ sein. Dies hängt wesentlich von der Verteilung des Arbeitsangebots bei Mehrpersonenhaushalten in der Ausgangssituation ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ansprüche an Forschung zur Förderung der Eingliederung junger Menschen mit Behinderungen in Arbeit und Beruf: Plädoyer für ein Forschungsnetzwerk (2000)
Walter, Jochen;Zitatform
Walter, Jochen (2000): Ansprüche an Forschung zur Förderung der Eingliederung junger Menschen mit Behinderungen in Arbeit und Beruf. Plädoyer für ein Forschungsnetzwerk. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 14, H. 4, S. 264-274.
Abstract
"Der Erfolg beruflicher Rehabilitation junger Menschen wird immer stärker an der Ergebnisqualität gemessen. Hier wiederum steht - unter bildungstheoretischen, arbeitsmarktpolitischen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten - die Frage im Mittelpunkt, wieviele der Absolventen von Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation entsprechend ihrer Qualitikation in Arbeit und Beruf eingegliedert werden können. Immer mehr Unternehmen, Institutionen und Träger der beruflichen Rehabilitation konzentrieren sich auf den Eingliederungserfolg als entscheidende Messlatte für den (gesellschaftlichen) Nutzen ihrer Dienstleistungen. Universitäre und außeruniversitäre Forschung kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten, wobei vor allem folgende fünf Schwerpunkte - der Arbeitsmarkt, das System der beruflichen Bildung, die Arbeitsverwaltung, die Gestaltung beruflicher Rehabilitation sowie Integrations-/Beschäftigungsfirmen bzw. -projekte - in den Blick zu nehmen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erfolgsfaktoren von Existenzgründungen aus der Arbeitsmarktpolitik: eine multivariate Betrachtung vormals arbeitsloser Existenzgründer, die vom Arbeitsamt mit dem Überbrückungsgeld (§ 57 SGB III) gefördert werden (2000)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (2000): Erfolgsfaktoren von Existenzgründungen aus der Arbeitsmarktpolitik. Eine multivariate Betrachtung vormals arbeitsloser Existenzgründer, die vom Arbeitsamt mit dem Überbrückungsgeld (§ 57 SGB III) gefördert werden. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 518-532.
Abstract
Seit fast anderthalb Jahrzehnten werden Arbeitslose, die sich selbständig machen wollen, vom Arbeitsamt mit dem Überbrückungsgeld unterstützt. Was anfangs mit Skepsis betrachtet und durchaus kontrovers diskutiert wurde, ist heute ein bedeutsames Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Aus 5.576 Geförderten des Jahres 1986 wurden 98.114 im Jahre 1999. Entsprechend wuchs auch das Finanzvolumen des Förderprogramms. Zugleich hat die Förderung des Arbeitsamtes erhebliche Bedeutung für das Gründungsgeschehen in der Bundesrepublik erlangt. So wurde in den letzten beiden Jahren fast jede fünfte Unternehmensgründung mit Hilfe des Arbeitsamtes realisiert. In dem Beitrag werden Wirkung und Erfolg des Überbrückungsgeldes einer kritischen Würdigung unterzogen. Hierzu werden die Ergebnisse einer seit 1995 durchgeführten IAB-Untersuchung vorgestellt. Vorrangiges Ziel der Untersuchung war neben der Gewinnung von Strukturinformationen über die Geförderten eine Analyse verschiedener Erfolgsindikatoren, sowohl auf der Individualebene als auch auf der arbeitsmarktlichen Makroebene. Daneben lag ein weiterer Fokus des Projektes auf der kausalanalytischen Betrachtung möglicher Erfolgsfaktoren. Als wesentliche Determinanten erwiesen sich dabei insbesondere das Startkapital und das unternehmensspezifische Humankapital. (IAB2)
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Literaturhinweis
Evaluation AFG-finanzierter Weiterbildung: Arbeitslosigkeit und Qualifizierung in Ostdeutschland (2000)
Wingens, Matthias; Sackmann, Reinhold;Zitatform
Wingens, Matthias & Reinhold Sackmann (2000): Evaluation AFG-finanzierter Weiterbildung. Arbeitslosigkeit und Qualifizierung in Ostdeutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 1, S. 39-53.
Abstract
"Die Effizienz öffentlich finanzierter Weiterbildung wird kontrovers diskutiert. Einschlägige Evaluationsstudien liefern divergierende Befunde, was nicht zuletzt auf eine unzureichende Datenlage zurückzuführen ist. Dieser Artikel untersucht die Effektivität AFG-finanzierter Weiterbildung für Arbeitslose in den neuen Bundesländern für die Jahre 1990-1997. Dazu wird eine multivariate Ereignisanalyse mit dem Längsschnittdatensatz der 'Berufsverlaufsstudie Ostdeutschland' durchgeführt. Analytisch wird dabei zwischen einem 'Bildungseffekt' und einem 'Institutionseffekt' von Weiterbildung unterschieden. Diese beiden Effekte wirken gegenläufig, wobei in Zeiten eines schnellen Strukturwandels des Arbeitsmarktes der blockierende Institutionseffekt den humankapitaltheoretischen Bildungseffekt überlagert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Berufliche Qualifizierung für Arbeitslose: Zur Effektivität AFG-finanzierter Weiterbildung im Transformationsprozess (2000)
Wingens, Matthias; Sackmann, Reinhold; Grotheer, Michael;Zitatform
Wingens, Matthias, Reinhold Sackmann & Michael Grotheer (2000): Berufliche Qualifizierung für Arbeitslose: Zur Effektivität AFG-finanzierter Weiterbildung im Transformationsprozess. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 21, H. 1, S. 60-80.
Abstract
"Die Effizienz der öffentlich finanzierten Weiterbildung ist umstritten. Divergierende Befunde einschlägiger Evaluationsstudien sind nicht zuletzt auf eine unzureichende Datenlage zurückzuführen. Der Aufsatz untersucht die Effektivität der durch das Arbeitsförderungsgesetz (AFG) finanzierten Weiterbildung. Dabei werden der Institutions- und der Bildungseffekt unterschieden; diese beiden Effekte werden in multivariaten Ereignisanalysen zur Weiterbildungsevaluation näher untersucht. Die Effekte wirken gegenläufig: Der "Institutionseffekt" bewirkt eine verzögerte Wiedereingliederung der Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt durch die Weiterbildungsmaßnahme, während der "Bildungseffekt" humankapitaltheoretisch erwünschte verbesserte Arbeitsmarktchancen herbeiführt. In Zeiten eines schnellen Strukturwandels des Arbeitsmarktes überlagert der blockierende Institutionseffekt den Bildungseffekt, so daß sich die AFG-finanzierte Weiterbildung im Transformationsprozess nicht als effektives arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Reintegration Arbeitsloser in erneute Erwerbstätigkeit erwiesen hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte (2000)
Winkler, Albrecht;Zitatform
Winkler, Albrecht (2000): Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte. Idstein: Schulz-Kirchner, 56 S.
Abstract
"Die Eingliederung behinderter Menschen in das Arbeitsleben ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen der Sozialpolitik. Die Umsetzung allerdings gestaltet sich besonders schwierig in Zeiten allgemein hoher Arbeitslosigkeit. In dieser Situation kommt es darauf an, das vorhandene Instrumentarium der Behindertenpolitik um innovative Ansätze zu ergänzen. Dazu zählt die vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung. Von ihr erwartet man sich zum einen eine verbesserte Vorbereitung tendenziell benachteiligter Gruppen auf das Arbeitsleben und zum anderen eine Verringerung der Unsicherheit von Arbeitgebern bei der Einstellung von Angehörigen dieser Gruppen. In der Studie werden die Erscheinungsformen der vermittlungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung dargestellt und die bisher mit diesem Instrument gemachten Erfahrungen bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Öffentliche Beschäftigungsförderung in den neuen Bundesländern: Wege in die Zukunft? (2000)
Zitatform
(2000): Öffentliche Beschäftigungsförderung in den neuen Bundesländern. Wege in die Zukunft? (BBJ-Consult. Info 04/2000), Berlin: BBJ Verlag, 74 S.
Abstract
Ziel einer aus dem Anlass "Zehn Jahre Wende" durchgeführten Tagung (Dresden, 1999) war, die bisherige öffentliche Beschäftigungsförderung in den neuen Bundesländern auf den Prüfstand zu stellen. Darüber hinaus sollten die Ansprüche an eine gesamtwirtschaftlich, sozial und ökologisch orientierte Beschäftigungspolitik formuliert und Alternativen der öffentlichen Beschäftigungsförderung diskutiert werden. (IAB2)
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Literaturhinweis
Nutzenanalyse der Selbstinformationsangebote der Arbeitsvermittlung: Abschlußbericht (2000)
Abstract
Abschlussbericht einer durch die Bundesanstalt für Arbeit in Auftrag gegebenen Untersuchung ihrer im Internet und den Arbeitsämtern angebotenen Selbstinformationsangebote "AIS" (Arbeitgeber-Informations-Service), "SIS" (Stellen-Informations-Service), "Künstlerdienste" und ZBF" (Zentrale Bühnen-, Fernseh- und Filmvermittlung), zu denen knapp 5000 nutzende Arbeitsuchende und Arbeitgeber befragt wurden. Im Mittelpunkt der Befragung standen Nutzungsverhalten und -zufriedenheit der verschiedenen Nutzergruppen. (IAB)
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- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
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- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
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