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Dossier

Armut, Arbeitsmarktintegration und gesellschaftliche Teilhabe

Armut wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden und die Partizipationschancen der Betroffenen aus. Stabile Arbeitsmarktintegration gilt demgegenüber als eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.

Dieses Dossier stellt Literaturnachweise zur Frage zusammen, welchen Einfluss Armut und Beschäftigungsunsicherheit auf die soziale Integration haben.
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  • Literaturhinweis

    "Heutzutage muss man kämpfen": Bewältigungsformen junger Männer angesichts entgrenzter Übergänge in Arbeit (2007)

    Kreher, Thomas;

    Zitatform

    Kreher, Thomas (2007): "Heutzutage muss man kämpfen". Bewältigungsformen junger Männer angesichts entgrenzter Übergänge in Arbeit. (Studien zu Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung), Weinheim: Juventa-Verl., 224 S.

    Abstract

    "Durch die im Zentrum der arbeitsgesellschaftlichen Veränderungsprozesse stehende Erosion der Normalarbeitsverhältnisse ist ein zentraler Teil des sozialen Status' von Männern und männlicher Orientierung bedroht. Insbesondere junge Männer mit prekären Zugängen zu Ausbildung und Arbeit stehen vor großen Herausforderungen. Im Mittelpunkt der vorliegenden, qualitativen Studie stehen die biografischen Erfahrungen von jungen Männern in benachteiligten Lebenslagen. Dabei liegt der Fokus auf den produktiven Bewältigungsformen und biografischen (Lern-)Erfahrungen gegenüber der bislang vorherrschenden Defizitperspektive. In den Lebenserfahrungen und biografischen Übergangsprozessen werden zum einen traditionelle männliche Bewältigungsformen deutlich, zum anderen aber auch neue und produktive Formen, die auf Lernen und Kompetenzentwicklung verweisen. Die jungen Männer leben in eigenwertigen arbeitsgesellschaftlichen 'Zwischenwelten', die sozial- und bildungspolitisch bisher weitgehend übergangen werden. Der Band bietet damit eine empirische Ausgangsbasis für bildungspolitische und sozialpädagogische Förderung, etwa hinsichtlich der Erschließung neuer Beschäftigungs- und Tätigkeitsfelder in einer entgrenzten Arbeitsgesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zwischen Integration und Exklusion: Arbeitsmarktliche Regulierung und Bewältigungsstrategien von atypisch Beschäftigten (2007)

    Nollert, Michael ;

    Zitatform

    Nollert, Michael (2007): Zwischen Integration und Exklusion: Arbeitsmarktliche Regulierung und Bewältigungsstrategien von atypisch Beschäftigten. In: A. Baechtold & L. von Mandach (Hrsg.) (2007): Arbeitswelten : Integrationschancen und Ausschlussrisiken, S. 30-40.

    Abstract

    "Atypische Arbeitsverhältnisse sind auch in der Schweiz mit rechtlichen Unsicherheiten und Exklusionsrisiken verbunden. So sind Beschäftigte in unterschiedlichen atypischen Erwerbsformen allesamt mit einem segmentierten und schwach regulierten Arbeitsmarkt konfrontiert, der den Übergang in ein exklusionsresistentes Normalarbeitsverhältnis behindert. Interviews mit Betroffenen sprechen zudem dafür, dass die Mobilitätschancen je nach milieubedingtem Ressourcenrepertoire (Erwerbshabitus) variieren und sich mindestens sechs typische Bewältigungsstrategien identifizieren lassen" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Arbeit und Behinderung unter Gender-Aspekten (2006)

    Arnade, Sigrid;

    Zitatform

    Arnade, Sigrid (2006): Arbeit und Behinderung unter Gender-Aspekten. In: G. Hermes & E. Rohrmann (Hrsg.) (2006): "Nichts über uns - ohne uns!" : Disability Studies als neuer Ansatz emanzipatorischer und interdisziplinärer Forschung über Behinderung (Materialien der AG SPAK, M 187), S. 211-233.

    Abstract

    Nach einer einleitenden Bestimmung der Begriffe Arbeit, Behinderung und Gender stellt die Autorin auf Basis der amtlichen Statistik die Lage behinderter Männer und Frauen auf dem Arbeitsmarkt dar. Sie stellt fest, dass Behinderte von der gegenwärtigen Massenarbeitslosigkeit stärker betroffen sind als Nichtbehinderte. Ihre Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2003 17 Prozent. Die niedrige Erwerbsbeteiligung wirkt sich auch auf die Einkommenssituation aus. Im Vergleich zu 1999 wird eine weitere Verarmung behinderter Menschen, insbesondere behinderter Frauen festgestellt. Diese Situation wird sich nach der Ansicht der Autorin in Folge der Hartz-Reformen noch verschlimmern, wie sie im Anschluss darlegt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Befristete Beschäftigungsverhältnisse: Brücken in den Arbeitsmarkt oder Instrumente der Segmentierung? (2006)

    Boockmann, Bernhard; Hagen, Tobias ;

    Zitatform

    Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2006): Befristete Beschäftigungsverhältnisse. Brücken in den Arbeitsmarkt oder Instrumente der Segmentierung? (ZEW-Wirtschaftsanalysen 80), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 219 S.

    Abstract

    "Von befristeten Arbeitsverträgen erhofft man sich häufig, dass sie Arbeitslosen oder Nichterwerbstätigen den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben erleichtern. Andererseits besteht die Gefahr, dass sie zu einer Segmentierung des Arbeitsmarktes führen, so dass ein Teil der Erwerbstätigen dauerhaft oder wiederkehrend in instabilen Arbeitsverhältnissen beschäftigt wird. Mit Hilfe repräsentativer Längsschnittdaten aus individuellen Erwerbsverläufen untersucht die Studie die empirische Relevanz dieser Szenarien. Im Zentrum steht die Wirkung der Aufnahme eines befristeten Arbeitsverhältnisses auf die Beschäftigungswahrscheinlichkeit in den folgenden zwei bis neun Jahren. Um diese zu ermitteln, werden verschiedene Vergleichsgruppen herangezogen. Zunächst wird die Situation von Arbeitslosen betrachtet. Hier ist die Vergleichssituation der Verbleib in Arbeitslosigkeit, was für den Betroffenen die Möglichkeit der Aufnahme einer unbefristeten Beschäftigung einschließt. Danach wird als Vergleichssituation die unbefristete Beschäftigung herangezogen. Die Studie vergleicht darüber hinaus die Qualität befristeter und unbefristeter Erwerbsverhältnisse. Zur Ermittlung der kausalen Effekte befristeter Beschäftigung werden Methoden der Evaluationsforschung verwendet." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Arbeit: Ursachen, Ausmaß, soziale Folgen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (2006)

    Brinkmann, Ulrich; Dörre, Klaus; Röbenack, Silke; Kraemer, Klaus ; Speidel, Frederic;

    Zitatform

    Brinkmann, Ulrich, Klaus Dörre, Silke Röbenack, Klaus Kraemer & Frederic Speidel (2006): Prekäre Arbeit. Ursachen, Ausmaß, soziale Folgen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. (Gesprächskreis Migration und Integration), Bonn, 108 S.

    Abstract

    Das Gutachten gibt einen Überblick sowohl über Begriffsdefinitionen und Diskurse über 'prekäre Beschäftigung' als auch über Daten zu Struktur und Ausmaß prekärer Beschäftigung, wobei besonderes Augenmerk dabei auf der Situation von Migrantinnen und Migranten liegt, die in besonderer Weise von diesen Entwicklungen betroffen sind. Darüber hinaus wird anhand neuer empirischer Forschungsergebnisse der Frage nachgegangen, wie diese Formen der Beschäftigung auf subjektiver Ebene sowie auf gesellschaftlicher Ebene verarbeitet werden. Eine zentrale These ist, dass prekäre Beschäftigungen nicht nur zu Unsicherheitsgefühlen bei den unmittelbar Betroffenen führen, sondern auch ausstrahlen auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in relativ gesicherten Normalarbeitsverhältnissen. Gefühle der Unsicherheit und der Zukunftsangst breiten sich in weiten Teilen der Bevölkerung aus und motivieren eine Suche nach alternativen Integrationsstrategien. Hierdurch werden 'ausgrenzende Integrationskonzepte' begünstigt. Da diese Konzepte ein Verbindungsglied zwischen Arbeitserfahrungen und der politischen Axiomatik des Rechtspopulismus darstellen, kann dies auch zu einer Verstärkung und Ausweitung rechtsextremer Orientierungen beitragen. Insofern tangieren prekäre Beschäftigungsverhältnisse auch den Zusammenhalt der Gesellschaft. Es werden mögliche Handlungsoptionen und Ansatzpunkte einer 'Politik der Entprekarisierung' aufgezeigt, die sich auf ideologische Leitbilder sowie arbeitsmarktpolitische und geschlechterdemokratische Strategien bezieht. Als Eckpfeiler hierfür werden unter anderem Mindestlöhne und gewerkschaftliche Standards für 'gute Arbeit' betrachtet. Übergreifendes Ziel dieser Politik ist es, 'flexible Arbeitsformen nicht zu verhindern, sondern ihnen nach und nach ihren prekären Charakter zu nehmen'. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Das Problem der Exklusion: Ausgegrenzte, Entbehrliche, Überflüssige (2006)

    Bude, Heinz; Nassehi, Armin; Willisch, Andreas; Oswald, Ingrid; Bude, Heinz; Solga, Heike ; Häußermann, Hartmut; Sopp, Peter; Kotthoff, Hermann; Tietze, Nikola ; Land, Rainer; Vester, Michael; Eick, Volker ; Vogel, Berthold; Kronauer, Martin; Willisch, Andreas; Konietzka, Dirk ; Böhnke, Petra;

    Zitatform

    Bude, Heinz & Andreas Willisch (Hrsg.) (2006): Das Problem der Exklusion. Ausgegrenzte, Entbehrliche, Überflüssige. Hamburg: Hamburger Edition HIS Verlagsges., 394 S.

    Abstract

    "Die Landschaft der sozialen Ungleichheit hat sich dramatisch verändert. Nicht nur die Schere zwischen Armen und Reichen öffnet sich immer weiter, eine wachsende Anzahl von Menschen verliert auch den Anschluss an den Mainstream unserer Gesellschaft. Sie leben an den Rändern der Großstädte, in den Neubaugebieten des sozialen Wohnungsbaus - in sozialen Zonen mit hoher Arbeitslosigkeit oder massiver Unterbeschäftigung, mit maroden Schulen und demolierten Bahnhöfen. Hier treffen ökonomische Marginalisierung, räumliche Abschottung und der Verfall der Zivilgesellschaft zusammen. Bei den gegenwärtigen Formen sozialer Ungleichheit geht es nicht mehr allein um Unten und Oben, sondern vielmehr um Drinnen und Draußen. Die Sozialstrukturanalyse hat für diese Phänomene einen neuen Begriff geprägt: Man spricht von sozialer Exklusion aus den dominanten Anerkennungszusammenhängen und Zugehörigkeitskontexten unserer Gesellschaft. Die Beiträge dieses Bandes ergründen verschiedene Formen gezielter Ausgrenzung, funktionaler Ausschließung und existenzieller Überflüssigkeit, die sich in diesem Begriff spiegeln." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Am Rande der Gesellschaft: Risiken sozialer Ausgrenzung (2006)

    Böhnke, Petra;

    Zitatform

    Böhnke, Petra (2006): Am Rande der Gesellschaft. Risiken sozialer Ausgrenzung. (Edition recherche), Opladen: Budrich, 249 S.

    Abstract

    "Aktuelle Gesellschaftsdiagnosen gehen davon aus, dass immer mehr Menschen an den gesellschaftlichen Rand gedrängt werden und auch Mittelschichten zunehmend von Verunsicherungen betroffen sind. Das Buch liefert einen Beitrag zur empirischen Überprüfung dieser populären Thesen und setzt sich kritisch mit dem politisch einflussreichen Konzept sozialer Ausgrenzung auseinander. Im Mittelpunkt steht die Verbreitung von sozialen Benachteiligungen wie Armut und Arbeitslosigkeit und deren Auswirkungen auf Teilhabechancen, soziale Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Arbeit: unsichere Beschäftigungsverhältnisse und ihre sozialen Folgen (2006)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2006): Prekäre Arbeit. Unsichere Beschäftigungsverhältnisse und ihre sozialen Folgen. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 15, H. 3, S. 181-193. DOI:10.1515/arbeit-2006-0305

    Abstract

    "Prekarität hat als Kategorie in den vergangenen Jahren Einzug in die gesellschaftlichen Diskurse gehalten, wird aber in der industrie- und arbeitssoziologischen Debatte noch unterschätzt. Der Beitrag geht von der Überlegung aus, dass die Dynamik flexibel-marktgetriebener Produktionsregime auch aus einer Prekarisierung von Erwerbsarbeit resultiert. Unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse werden nicht als ein Randphänomen gedeutet, das sich ausschließlich den 'Outsidern' am Arbeitsmarkt zurechnen läßt. Vielmehr schwächen Prekarisierungsprozesse die soziale Integrationskraft nachfordistischer Arbeitsgesellschaften, indem sie bis weit in ihre als gesichert geltenden Bereiche eindringen. Zu den wichtigen arbeitspolitischen Schlussfolgerungen gehören unter anderem die Schaffung eines Umfeldes, in dem die 'Prekarier' trotz schwieriger Arbeits- und Lebensbedingungen handlungsfähig werden/bleiben, wozu die Durchsetzung eines gesetzlichen Mindestlohnes ebenso zu zählen sind wie die Unterstützung von kollektiven Selbstorganisationsansätzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Eine "neue Unterschicht"?: zur Realität von Ausgrenzung, Prekarität und Unsicherheit (2006)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2006): Eine "neue Unterschicht"? Zur Realität von Ausgrenzung, Prekarität und Unsicherheit. (Universität Jena, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Arbeits-, Industrie- und Wirtschaftssoziologie. Arbeitspapier 1), 23 S.

    Abstract

    Der Beitrag analysiert die öffentliche Debatte um die Entstehung einer 'neuen Unterschicht' in der Bundesrepublik Deutschland und kommt zu dem Schluss, dass diese eine Projektionsfläche für eine verdrängte gesellschaftliche Realität ist. Im Anschluss an das Castelsche Zonenmodell wird eine Typologie präsentiert, die Einblick in die neue Hierarchie der nachfordistischen Arbeitsgesellschaft vermittelt. Danach umfassen die Integrationspotenziale von Erwerbsarbeit folgende Zonen: Zone der Integration, Zone der Prekarität und Zone der Entkoppelung. Die Untersuchung lässt die Schlussfolgerung zu, dass die Verteilung von Unsicherheit, die mit der Verfügung oder dem Entbehren einer sicheren Vollzeitbeschäftigung verbunden ist, eine eigentümliche Konfliktdynamik konstituiert. In dem Maße, wie sich Prekarität und Ausschluss verstetigen, gewinnt die neue Konfliktdynamik an gesellschaftlicher Prägekraft. Teilhabe an 'guter', akzeptabel bezahlter, unbefristeter, inhaltlich anspruchsvoller, mit gesellschaftlicher Anerkennung und befriedigenden Sozialbeziehungen verbundener sowie mit institutionalisierten Partizipationsrechten verknüpfter Arbeit lässt sich - samt der damit verbundenen Lebenschancen - im Grunde nur mittels Zugehörigkeit zur schrumpfenden 'Zone der Integration' erreichen. Alles, was jenseits dieser 'Zone' positioniert ist, zeichnet sich durch Grade des Ausschlusses von materiellem Wohlstand, sozialer Sicherheit, reichen Sozialbeziehungen und Partizipationschancen aus. Die Teilhabe an geschützter Vollzeiterwerbsarbeit, aber auch die Gruppenkonkurrenzen um eine solche Teilhabe sind zentrales Medium der neuen Konfliktdynamik. Abschließend entwirft der Autor Koordinaten einer Politik der Entprekarisierung, wozu u.a. eine höhere Frauenerwerbstätigkeit, Einkommenserhöhungen in Dienstleistungsberufen, der Übergang zur Qualitätsproduktion nicht nur im sekundären Sektor, sondern auch in den Dienstleistungsbranchen sowie der Ausbau von Finanzierungsmechanismen bei wichtigen Diensten gehören. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Arbeit und soziale Desintegration (2006)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2006): Prekäre Arbeit und soziale Desintegration. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 40/41, S. 7-14.

    Abstract

    Seit den 1980er Jahren kommt es unter dem Druck eines internationalisierten Finanzmarktkapitalismus zur Ausweitung prekärer Beschäftigung und damit zu einer 'Rückkehr der Unsicherheit' in die reichen und überaus sicheren Gesellschaften des Westens. Der Autor formuliert die These, dass ein Empfinden sozialer Unsicherheit, welches sich wesentlich aus prekären Beschäftigungs- und Lebensverhältnissen speist, auch hierzulande nicht trotz, sondern wegen der noch immer hohen Sicherheitsstandards zu massiven gesellschaftlichen Desintegrationsprozessen führt. Die These wird begründet durch Ergebnisse seiner empirischen Studie zur Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse und deren subjektive Verarbeitung auf der heuristischen Folie der Castelschen Zentralhypothese. Nach dieser zerfallen die Lohnarbeitsgesellschaften in drei Zonen: die 'Zone der Entkoppelung', die 'Zone der Integration' und die 'Zone der Prekarität'. Zu den pekären Beschäftigungsformen gehören: Leih- und Zeitarbeit, niedrig entlohnte Beschäftigung, erzwungene Teilzeitarbeit und befristete Stellen ebenso wie Mini- und Midi-Jobs, abhängige Selbständigkeit oder sozialpolitisch geförderte Arbeitsgelegenheiten. Der Beitrag analysiert typische Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigung, den Bedeutungswandel von Erwerbsarbeit, Unterschiede zwischen flexibler und prekärer Arbeit in Bezug auf sekundäre oder kompensatorische Integration, Prekarität als Herrschaftssystem sowie abschließend politische Verarbeitungsformen von Prekarisierung. Er kommt zu dem Fazit, dass einstweilen die 'Prekarisierungsprozesse die systemische Reproduktion westlicher Arbeitsgesellschaften nicht zu gefährden' scheinen; andererseits könne man auch kaum behaupten, 'dass die Sozialintegration intakt sei.' (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Erwerbsarbeit - Ursache gesellschaftlicher Desintegration? (2006)

    Kraemer, Klaus ;

    Zitatform

    Kraemer, Klaus (2006): Prekäre Erwerbsarbeit - Ursache gesellschaftlicher Desintegration? In: K.- S. Rehberg (Hrsg.) (2006): Soziale Ungleichheit, Kulturelle Unterschiede : Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München 2004. Teil 1, S. 661-676.

    Abstract

    In Anlehnung an Castels arbeitsgesellschaftliches Zonenmodell wird in dem Beitrag die These diskutiert, inwieweit mit der Ausbreitung prekärer Beschäftigung das Integrationspotential von Erwerbsarbeit geschwächt wird. In einem ersten Schritt wird zunächst ein soziologisches Verständnis von prekärer Erwerbsarbeit entwickelt. Hierauf aufbauend wird dargelegt, inwiefern diese Form von Beschäftigung arbeitsweltliche Desintegrationserfahrungen schüren kann. In Abgrenzung zu kausal-linearen Desintegrationsannahmen wird zugleich verdeutlicht, dass Desintegrationserfahrungen mit vielfältigen Reintegrationsbemühungen von prekär Beschäftigten einhergehen. Auf dieser Grundlage werden dann zonenübergreifenden Effekte von Prekarisierung erörtert. Im Einzelnen wird problematisiert, inwiefern Prozesse sozialer Prekarisierung auf die Zone regulärer Beschäftigungsverhältnisse ausstrahlen. Abschließend wird die These entwickelt, dass mit der interzonalen Diffusion von Prekarisierungsängsten ein arbeitsweltlicher Integrationsmodus an Bedeutung gewinnt, der weniger auf sozialer Teilhabe und Partizipation beruht, sondern auf Drohungen und Disziplinierungen einerseits und Hoffnungen andererseits, die Zone prekärer Beschäftigung in Richtung einer stabilen Erwerbsarbeit verlassen oder den Abstieg in die Prekarität verhindern zu können. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Welfare states and inequality: Institutional designs and distributive outcome (2006)

    Palme, Joakim ;

    Zitatform

    Palme, Joakim (2006): Welfare states and inequality: Institutional designs and distributive outcome. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 24, H. 4, S. 387-403. DOI:10.1016/j.rssm.2006.10.004

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  • Literaturhinweis

    Teilhabechancen und Ausgrenzungsrisiken in Deutschland (2005)

    Böhnke, Petra;

    Zitatform

    Böhnke, Petra (2005): Teilhabechancen und Ausgrenzungsrisiken in Deutschland. In: Aus Politik und Zeitgeschichte H. 37, S. 31-37.

    Abstract

    "Marginalisierungserfahrungen sind in erster Linie an Langzeitarbeitslosigkeit, dauerhafte und mehrfache Benachteiligungen geknüpft und stellen kein schichtübergreifendes Lebensrisiko dar. Orientierungsprobleme und die Angst vor Arbeitsplatzverlust reichen hingegen auch in mittlere Gesellschaftsschichten hinein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Entsicherte Arbeitsgesellschaft: Politik der Entprekarisierung (2005)

    Dörre, Klaus;

    Zitatform

    Dörre, Klaus (2005): Entsicherte Arbeitsgesellschaft. Politik der Entprekarisierung. In: Widerspruch. Beiträge zu sozialistischer Politik, Jg. 25, H. 49, S. 5-18.

    Abstract

    Der Beitrag erläutert auf der Grundlage der Ergebnisse einer empirischen Studie im Rahmen des Projekts 'Prekäre Beschäftigung - Ursachen von sozialer Desintegration und Rechtsextremismus' die Gründe für die Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Als heuristische Folie dient die Castel'sche Zentralhypothese. Danach spalten sich die Lohnarbeitsgesellschaften in drei große Segmente. Die 'Zone der Entkoppelung' umfasst die von regulärer Erwerbsarbeit Ausgeschlossenen. Die oberen und mittleren Ränge der Arbeitsgesellschaft sind noch immer in einer 'Zone der Integration' mit formal gesicherten Normbeschäftigungsverhältnissen angesiedelt. Dazwischen expandiert eine 'Zone der Prekarität' mit heterogenen Beschäftigungsformen, die sich allesamt durch ihre Verwundbarkeit auszeichnen. Der Beitrag behandelt typische Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigung, den Bedeutungswandel von Erwerbsarbeit, die Unterschiede zwischen flexibler und prekärer Arbeit und die Integration in Subgesellschaften. Anschließend beschreibt der Autor die Politik der Prekarisierung und entwirft abschließend Gegenstrategien einer Politik der Entprekarisierung. Für eine solche Politik, die die Anerkennung prekärer Arbeits- und Lebensverhältnisse voraussetzt, gibt es aus seiner Sicht vier zentrale Ansatzpunkte, die im einzelnen erläutert werden: Offensive Beschäftigungspolitik, Mindestlohn, Organizing und Aktivitätsstatus. Der Autor fordert, dass sich eine Politik der Entprekarisierung als klar identifizierbare Alternative zu einer Aktivierungsideologie präsentieren muss, die das individuelle Verhalten der diskriminierten 'faulen Arbeitslosen' und 'Sozialparasiten' zum Angelpunkt für die Bekämpfung von Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit macht. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    The impact of labour market insecurity on the work and family life of men and women: a comparison of Germany, Great Britain, and Spain (2005)

    Golsch, Katrin ;

    Zitatform

    Golsch, Katrin (2005): The impact of labour market insecurity on the work and family life of men and women. A comparison of Germany, Great Britain, and Spain. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 22, Soziologie 403), Frankfurt am Main u.a.: Lang, 286 S.

    Abstract

    "This book investigates the impact of labour market insecurity on the work and family life of men and women within the diverse contexts of Germany, Great Britain, and Spain. The aim is to describe country-specific trends in life course decisions, to discuss the changes in the degree of social protection in an era of globalisation, and to develop a theoretical framework for enhancing our understanding of when individuals make life course decisions. Using longitudinal data from national panel surveys, the book analyses the impact of labour market insecurity on labour market entry and early career, partnership and parenthood decisions, as well as work and family life of adult workers. This analysis sheds light on the complex interdependence of macro-level changes that impact national labour markets; certain risk profiles - coupled with country of residence, gender, career maturity, and individual resources -, and life course decision-making." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Income poverty and social exclusion in the EU25: a new source on income, poverty & social exclusion ... (2005)

    Guio, Anne-Catherine ;

    Zitatform

    Guio, Anne-Catherine (2005): Income poverty and social exclusion in the EU25. A new source on income, poverty & social exclusion ... (Statistics in focus 2005/13), Luxemburg, 8 S.

    Abstract

    "During the period 1994-2001 the European Community Household Panel (ECHP) has traditionally been the primary source of data used for the calculation of these indicators in the field of Income, Poverty and Social Exclusion. The ECHP was a panel survey based on a standardised questionnaire that involved annual interviewing of a representative panel of households and individuals, covering a wide range of topics. It was developed by Eurostat in association with Member States. The ECHP is being replaced by the EU Statistics on Income and living conditions (EU-SILC), which is to become the reference source for statistics on income and living conditions and for common indicators for social inclusion in particular. While the ECHP was launched on the basis of a gentleman's agreement, EU-SILC is organised under a Framework Regulation of the European Parliament and the Council." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Soziales Deutschland: Für eine neue Gerechtigkeitspolitik (2005)

    Heil, Hubertus; Seifert, Juliane;

    Zitatform

    Heil, Hubertus & Juliane Seifert (Hrsg.) (2005): Soziales Deutschland. Für eine neue Gerechtigkeitspolitik. Wiesbaden: Springer VS, 144 S. DOI:10.1007/978-3-322-80799-1

    Abstract

    "Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung bestätigt einen gefährlichen Trend: Die sozialen Unterschiede in Deutschland verschärfen sich weiter. Einer wachsenden Zahl von reichen Bürgern steht eine immer größere Gruppe von Menschen gegenüber, die als arm gelten. Seit Mitte der achtziger Jahre lässt sich auch in Westeuropa dieser Prozess beobachten, der mit Begriffen wie 'Neue Armut' oder 'Soziale Exklusion' umschrieben wird: In seinem Verlauf werden bestimmte soziale Gruppen in immer größere Distanz zum Durchschnitt der Gesellschaft nach unten gedrängt und von der Wechselseitigkeit sozialer Beziehungen und wesentlichen Partizipationsmöglichkeiten ausgeschlossen. Arbeitslosigkeit und Armut haben damit eine neue Qualität angenommen. Rund um das Thema 'Soziale Exklusion' bündelt dieser Sammelband Beiträge namhafter Sozialwissenschaftler und politischer Praktiker. Dabei soll es sowohl um Bestandsaufnahmen zur sozialen Lage in Deutschland als auch um normative politische Wertvorstellungen, institutionelle Voraussetzungen und Konzeptionen für eine neue Gerechtigkeitspolitik gehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Perceptions of social integration and exclusion in an enlarged Europe (2004)

    Böhnke, Petra;

    Zitatform

    Böhnke, Petra (2004): Perceptions of social integration and exclusion in an enlarged Europe. Luxemburg, 62 S.

    Abstract

    "Examining quality of life in 28 European countries, including the acceding and candidate countries as well as the current Member States of the EU, this report provides, for the first time, an analysis of views and experiences of the citizens of the new Europe regarding the risk to social integration arising from marginalisation, deprivation and poverty. The analysis is based on data from the European Commission's Eurobarometer survey carried out in the acceding and candidate countries in Spring 2002 and standard EU 15 Eurobarometers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

    Weiterführende Informationen

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Arbeit: Ursachen, soziale Auswirkungen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (2004)

    Dörre, Klaus; Kraemer, Klaus ; Speidel, Frederic;

    Zitatform

    Dörre, Klaus, Klaus Kraemer & Frederic Speidel (2004): Prekäre Arbeit. Ursachen, soziale Auswirkungen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. In: Das Argument H. 256, S. 378-397.

    Abstract

    In dem Beitrag werden die gesellschaftlichen Implikationen des Anstiegs prekärer Beschäftigungsverhältnisse untersucht. Als heuristisches Konzept verwenden die Autoren Robert Castels drei Zonen des modernen Arbeitsmarktes: die abnehmende "Zone der Integration" mit relativ sicheren Arbeitsverhältnissen mit festem Vertrag, die "Zone des Ausschlusses", die Langzeitarbeitslose ohne Chancen der Reintegration enthält und dazwischen die "Zone der Verwundbarkeit", die zeitweise arbeitslose bzw. beschäftigte Personen beinhaltet. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    La précarité professionnelle: effets individuels et sociaux: entretien du CRIEVAT-Laval avec Serge Paugam (2004)

    Fournier, Geneviève ; Bourassa, Bruno; Paugam, Serge;

    Zitatform

    Fournier, Geneviève & Bruno Bourassa (Hrsg.); Paugam, Serge (2004): La précarité professionnelle: effets individuels et sociaux. Entretien du CRIEVAT-Laval avec Serge Paugam. (Trajectoires professionnelles et marché du travail contemporain), Presses de l'Université Laval 101 S.

    Abstract

    "Qu'est-ce que la précarité et, plus particulièrement, la précarité professionnelle ? Quelles sont ses origines ? Quelle est l'étendue de ce phénomène ? Que sont et que deviennent les processus d'intégration professionnelle ? Comment se révèlent les effets individuels et sociaux, immédiats et à plus long terme, de la précarité professionnelle ? Est-il possible de contrer ces effets ? Serge Paugam, chef de file dans le domaine, partage ici ses réflexions et les résultats de ses recherches récentes sur ces grades questions." (Resume d'auteur, IAB-Doku) ((fr))

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