Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Zeitarbeit - eine alternative Beschäftigungsform zur "Normalarbeit"? (2003)
Zitatform
Pietrzyk, Ulrike & Bärbel Bergmann (2003): Zeitarbeit - eine alternative Beschäftigungsform zur "Normalarbeit"? In: Wirtschaftspsychologie, Jg. 5, H. 1, S. 65-68.
Abstract
In dem Beitrag wird nach Bedingungen und Voraussetzungen gefragt, die die Leiharbeit für Qualifizierung und berufliche Kompetenzentwicklung sowie den Erhalt von Gesundheit bereitstellt. Hierzu werden erste empirische Ergebnisse einer vergleichenden Querschnittuntersuchung von Leiharbeitnehmern (n= 62) und dauerhaft beschäftigten Facharbeitern (n=36) in der Fertigungsbranche zur Diskussion gestellt. Es zeigt sich, dass die Arbeitssituation von Leiharbeitnehmern Risiken für die Entwicklung beruflicher Kompetenz und gesundheitliche Gefahren birgt. (IAB)
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Literaturhinweis
Gesundheitliche Auswirkungen flexibler Arbeitsformen: Risikoabschätzung und Gestaltungsanforderungen (2003)
Pröll, Ulrich; Gude, Dietmar;Zitatform
Pröll, Ulrich & Dietmar Gude (2003): Gesundheitliche Auswirkungen flexibler Arbeitsformen. Risikoabschätzung und Gestaltungsanforderungen. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Forschung 986), Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft, 210 S.
Abstract
"Betriebliche und arbeitsmarktpolitische Flexibilisierungsprozesse bilden die Grundlage für ein wachsendes Spektrum von Arbeits- und Erwerbsformen, die vom 'Normalarbeitsverhältnis' abweichen. Kunden- und nachfragegesteuerte Arbeitszeiten, Formen neuer Selbstständigkeit, Arbeit auf Abruf, teilautonome Gruppen- und Projektarbeit sind typische und verbreitete Ausprägungen. In jüngster Zeit mehren sich die Indizien, dass solche flexiblen Arbeits- und Beschäftigungsformen nicht nur Chancen eröffnen, sondern auch spezifische gesundheitliche Risiken beinhalten könnten. Die Aufgabe des Projektes bestand darin, diese Risiken abzuschätzen und Ansatzpunkte zu deren Bewältigung aufzuzeigen. Risikoabschätzung und Gestaltungsvorschläge stützen sich auf die Auswertung der internationalen (empirischen) Forschungsliteratur sowie ergänzende eigene Erhebungen (Expertengespräche, explorative Interviews, schriftliche Expertenbefragung im Internet). Theoretische Basis ist ein heuristisches Rahmenkonzept, das belastungs-, ressourcen- und regulationsorientierte Perspektiven zu integrieren versucht. Es zeigt sich, dass in allen Grundkategorien flexibler Arbeit typische gesundheitskritische Konstellationen in unterschiedlichem Maße verbreitet sind. Es existiert ein Querschnittstrend zu intensiven Arbeitssystemen mit wachsenden Selbstregulationsanforderungen und zunehmenden Unsicherheitserfahrungen der Arbeitenden. Die zur Bewältigung erforderlichen äußeren und personalen Ressourcen sind oft prekär. Um negativen Public-Health-Effekten entgegen zu wirken, sollten weitere Flexibilisierungsprozesse durch einen gezielten Ausbau solcher Ressourcen flankiert werden, die die Anforderungsbewältigung erleichtern. Dies setzt neben betrieblichen und personorientierten Maßnahmen die Einbeziehung regionaler Handlungsebenen und eine engere Verzahnung der Prävention mit anderen Fachpolitiken voraus, u.a. im Bereich Bildung, Leistung, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Zugleich sind Vorkehrungen erforderlich, die 'entgrenzte' Leistungsanforderungen wieder enger an die jeweils vorhandene Ressourcenausstattung der Arbeitenden rückkoppeln. Grundlage könnte ein alternatives europäisches Leitbild nachhaltigen Arbeitens und Wirtschaftens sein, das auch der Arbeitsschutzpraxis und der Präventionsforschung als Orientierungshilfe dienen kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mehr Arbeitsintensität, mehr Zeit- und Leistungsdruck: Belastungswandel und die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses (2003)
Reusch, Jürgen;Zitatform
Reusch, Jürgen (2003): Mehr Arbeitsintensität, mehr Zeit- und Leistungsdruck. Belastungswandel und die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses. In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 1, S. 19-24.
Abstract
"Unter dem Druck von Markt, Wettbewerb, Flexibilisierung und Deregulierung haben sich die Arbeitsbedingungen in Deutschland und in der gesamten EU tiefgreifend verändert. 'Klassische' physische Belastungen und Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz wurden teilweise zwar abgebaut, haben aber in der gesamten Wirtschaft ein hohes Niveau behalten, das auch nicht weiter rückläufig ist. Gleichzeitig haben die psychischen Belastungen dramatisch zugenommen, sowohl im gewerblichen als auch im Dienstleistungsbereich. Ähnlich hohe Zahlen ergeben sich bei Zeit- und Leistungsdruck. Zusammengenommen kann man das als Steigerung der Arbeitsintensität bezeichnen. Körperliche und psychische Belastungen verdichten sich zu einem Komplex von Belastungen, die sich häufig gegenseitig verstärken. Dies alles geht einher mit einer fortschreitenden Aushöhlung des früheren Normalarbeitsverhältnisses. Dazu gehören die Entgrenzung und Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Leistungsanforderungen und die Tendenz zum 'Arbeiten ohne Ende'. 'Atypische' Beschäftigungsverhältnisse, Arbeitszeit- und Leistungsbedingungen sind entweder schon die Regel geworden oder sind auf dem Wege dorthin, Wer unter solchen Bedingungen arbeitet, ist physischen und psychischen Belastungen in besonderem Maße ausgesetzt. Die Schutzmechanismen der sozialen Sicherungssysteme greifen unter diesen Bedingungen nur noch in geringerem Maße." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Teilzeitarbeit in der Schweiz: eine Untersuchung mit Fokus auf der Geschlechterverteilung und der familiären Situation der Erwerbstätigen (2003)
Strub, Silvia;Zitatform
Strub, Silvia (2003): Teilzeitarbeit in der Schweiz. Eine Untersuchung mit Fokus auf der Geschlechterverteilung und der familiären Situation der Erwerbstätigen. Bern, 64 S.
Abstract
Obwohl Teilzeitarbeit Männern und Frauen die Möglichkeit bietet, gemeinsam Verantwortung für Erwerbs-, Haus- und Familienarbeit zu übernehmen, wird sie in der Schweiz nach wie vor von 60 Prozent der Frauen, aber nur zwölf Prozent der Männer geleistet. Im Auftrag des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) und an Hand der Ergebnisse der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 2001, bei der über 18 000 Personen ab 15 Jahren befragt wurden, werden verschiedene Aspekte von Teilzeitarbeit untersucht. Im Mittelpunkt stehen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Teilzeitarbeit und Vollerwerb sowie zwischen Frauen und Männern. Von besonderem Interesse ist außerdem die familiäre Situation der Erwerbstätigen. Die Teilzeiterwerbstätigen werden charakterisiert, die Merkmale von Teilzeitarbeitsplätzen bestimmt und berufliche Stellung und Lohnhöhe sowie Arbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit der Teilzeitarbeiter untersucht. Dabei werden Arbeitszeitmodelle wie flexible Arbeitszeiten, befristete Arbeitsverhältnisse, Arbeit auf Abruf, Schichtarbeit und Heimarbeit berücksichtigt. In den Jahren 2001-2002 zeichnet sich eine unterschiedliche Entwicklung der Teilzeitarbeit bei Frauen und Männern ab. Während bei den Frauen sowohl die Zahl der Vollzeiterwerbstätigen wie auch die Zahl der Teilzeiterwerbstätigen zugenommen hat, hat bei den Männern die absolute Zahl der Teilzeiterwerbstätigen um 7,5 Prozent abgenommen. Der Rückgang der Teilzeitquote bei den Männern wird nicht als nachlassendes Interesse der Männer an Teilzeitarbeit interpretiert, sondern als ein Resultat der angespannten Wirtschaftslage, die zur Folge hat, dass vor allem Teilzeitjobs für Studierende und (Früh-) Pensionierte aufgehoben wurden. (IAB)
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Literaturhinweis
Mit Sicherheit flexibel?: Chancen und Risiken neuer Beschäftigungsverhältnisse (2003)
Strünck, Christoph;Zitatform
Strünck, Christoph (2003): Mit Sicherheit flexibel? Chancen und Risiken neuer Beschäftigungsverhältnisse. Bonn: Dietz, 218 S.
Abstract
Basierend auf einer Reihe von Fallbeispielen wird die Praxis atypischer Beschäftigungsverhältnisse aus der Sicht der Arbeitnehmerinnern und Arbeitnehmer ausgelotet. Der Computer-Tüftler, der ambitionierte Kellner, die arbeitende Alleinerziehende, der Schwarzarbeiter, der Selbstständige, die Zeitarbeiterin, die Projektmanagerin und die Wechselhafte werden als Prototypen neuer Beschäftigungsformen und Lebensweisen vorgestellt. Thematisiert werden: Bastel-Biographien, lebenslanges Lernen, der Umgang mit beruflichen und privaten Umbrüchen, Arbeitslosigkeit und Selbstständigkeit, soziale Beziehungen, Lebens- und Arbeitsphilosophien, Einschnitte in die Einkommenssituation, die Bedeutung sozialer Sicherung sowie die Rolle des Sozialstaats vor dem Hintergund flexibler und prekärer Beschäftigung. (IAB)
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Literaturhinweis
Job attitudes of part-time vs. full-time workers: a meta-analytic review (2003)
Thorsteinson, Todd J.;Zitatform
Thorsteinson, Todd J. (2003): Job attitudes of part-time vs. full-time workers. A meta-analytic review. In: Journal of Occupational and Organizational Psychology, Jg. 76, H. 2, S. 151-177.
Abstract
"A meta-analysis was conducted (k=38, N=51,23I) to examine the size of the difference between full- and part-time employees on job attitudes. Results indicated that there was little difference between full-time (FT) and part-time (PT) employees on job satisfaction, organizational commitment, intentions to leave and facets of job satisfaction. Full-time employees were found to be more involved with their jobs than PT employees (d=0.39). Moderating variables were examined (type of job, sex of the sample and sampling strategy used), but these variables explained little of the variability in effect sizes across the studies. An additional analysis of voluntary vs. Involuntary employment status was conducted on job satisfaction, but only small differences were found. The theoretical implications are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Hohe Lebenszufriedenheit teilzeitbeschäftigter Mütter (2003)
Trzcinski, Eileen; Holst, Elke;Zitatform
Trzcinski, Eileen & Elke Holst (2003): Hohe Lebenszufriedenheit teilzeitbeschäftigter Mütter. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 70, H. 35, S. 539-545.
Abstract
In dem Beitrag wird die Lebenszufriedenheit von Müttern in Deutschland vor und nach der Geburt eines Kindes untersucht. Ziel ist es, subjektive Belastungen im Zusammenhang mit der Geburt eines Kindes - auch in Abhängigkeit vom Erwerbsstatus - zu ermitteln. Datengrundlage ist das Sozio-oekonomische Panel. Im Mittelpunkt stehen Mütter mit deutscher Nationalität, die im Zeitraum 1992 bis 1998 ein Kind geboren haben. Analysiert wird ihre Lebenszufriedenheit ein Jahr vor und drei bzw. fünf Jahre nach einer Geburt. Es wird festgestellt, dass die Lebenszufriedenheit von Müttern in den Jahren nach der Geburt eines Kindes dann besonders hoch ist, wenn sie einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Die Geburt des ersten Kindes geht fast immer mit einem Anstieg der Lebenszufriedenheit der Mütter einher. Doch dieser Effekt hält meist nicht lange an. Bereits ein Jahr später ist die Lebenszufriedenheit der Mütter wieder gesunken. Teilzeiterwerbstätige Mütter sind dabei am zufriedensten - auch im Vergleich mit nichterwerbstätigen Müttern. Vollzeiterwerbstätige Mütter sind dagegen am wenigsten mit ihrem Leben zufrieden. Bei einer weiteren Geburt ist die Lebenszufriedenheit im Allgemeinen geringer, ganz besonders im Falle von vollzeitbeschäftigten Müttern. In Ostdeutschland sind die Mütter mit ihrem Leben erheblich weniger zufrieden als in Westdeutschland. "Es wird deutlich, dass Deutschland noch nicht auf eine gleiche Teilhabe von Müttern und Vätern in Beruf und Familie eingestellt ist. Eine moderne Familienpolitik, die erfolgreich sein will, sollte im Rahmen einer Gleichstellungspolitik erfolgen." (IAB2)
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Literaturhinweis
Neue Selbständige - zurück in der alten Welt?: Beobachtungen zur Situation von "E-Lancern" (2003)
Vanselow, Achim;Zitatform
Vanselow, Achim (2003): Neue Selbständige - zurück in der alten Welt? Beobachtungen zur Situation von "E-Lancern". (IAT-Report 2003-02), Gelsenkirchen, 8 S.
Abstract
"In der Debatte über die Frage, wie wir künftig arbeiten werden, spielen selbständige Arbeitsformen eine prominente Rolle. Es lässt sich eine zunehmende Entgrenzung von Erwerbsformen beobachten, d.h. neue Formen selbständiger Arbeit, die weder dem klassischen Arbeitnehmer-verhältnis noch der traditionellen Selbständigkeit entsprechen. Insbesondere den Einzel- und Kleinstunternehmen in der Informationswirtschaft wurde bis vor kurzem eine Vorreiterrolle zugeschrieben. Der Versuch, die Betroffenen durch ein Gesetz gegen 'Scheinselbständigkeit' zu schützen, dürfte eher ihre wirtschaftliche Betätigung behindert als ihre Arbeitsbedingungen verbessert haben. Vor diesem Hintergrund führten das Institut Arbeit und Technik (IAT) und das DGB-Bildungswerk NRW e. V. zwischen 1999 und Ende 2000 das Projekt 'Neue Selbständige in der Informationsgesellschaft' durch. Ziel war es, näheren Aufschluss über die tatsächliche Lebens- und Arbeitssituation von 'neuen Selbständigen' in diesem Wirtschaftsbereich zu erhalten. 205 Selbständige beteiligten sich an einer Online-Befragung. Die Ergebnisse wurden durch über 40 Interviews vertieft. Es zeigt sich, dass die vor kurzem noch dringend gesuchten IT-Fachleute angesichts der Krise der Branche mit Arbeitsplatzabbau und Zukunftsangst konfrontiert sind. Betroffen sind auch zahlreiche Einzel- und Kleinstunternehmen. Selbst während des Booms zählten diese "neuen Selbständigen" nicht unterschiedslos zu den Gewinnern des Wandels in der Arbeitswelt. Der Weg in die Selbständigkeit verläuft für einige erfolgreich, andere stehen hinsichtlich Einkommen und sozialer Sicherung am Rande der Prekarität. Ein Teil der neuen Selbständigen braucht - und wünscht - neue Unterstützungsformen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Neue Selbstständige in Betrieben - gestresst, erholungsunfähig, aber zufrieden (2003)
Zitatform
(2003): Neue Selbstständige in Betrieben - gestresst, erholungsunfähig, aber zufrieden. In: Arbeit & Ökologie Briefe H. 3, S. 33-34.
Abstract
"Durch neue Formen der Arbeitsorganisation arbeiten immer mehr Beschäftigte vor allem im IT-Bereich wie Selbständige. Dafür wurde die schicke Bezeichnung 'Intrapreneure' erfunden. Flexibel und selbstorganisiert, allzeit bereit, erledigen sie ihre Arbeit und ruinieren dabei ihre Gesundheit. Das erhöhte Gesundheitsrisiko dieser Arbeitsform geht paradoxerweise mit erhöhter Arbeitszufriedenheit einher." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labour as a buffer: Do temporary workers suffer? (2002)
Zitatform
Booth, Alison L., Marco Francesconi & Jeff Frank (2002): Labour as a buffer: Do temporary workers suffer? (IZA discussion paper 673), Bonn, 22 S.
Abstract
"In this paper, the authors investigate whether or not there is an equal opportunities dimension to regulating equal pay and conditions for temporary work. They develop a 'buffer stock' model of temporary work that suggests a number of reasons why ethnic minorities and women may be more likely to be on fixed-term contracts than comparable white males. Using three different British datasets (a random representative survey of households and two data sets of specific labour market groups), they then estimate the degree to which women and/or ethnic minorities are more likely to be on temporary contracts and estimate any associated wage differentials." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung: Merkmale und Typen von Prekarität. Endbericht (2002)
Fleissner, Peter; Steiner, Karin; Mosberger, Brigitte; Simbürger, Elisabeth; Miko, Katharina; Kaupa, Isabella;Zitatform
Miko, Katharina, Isabella Kaupa, Brigitte Mosberger, Elisabeth Simbürger & Karin Steiner (2002): Atypische Beschäftigung. Merkmale und Typen von Prekarität. Endbericht. Wien, 68 S.
Abstract
"Thema der Studie ist Prekarität bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Mittels Literaturanalyse sowie auf Basis von qualitativen Interviews mit atypisch Beschäftigten wurden Merkmale von Prekarität erarbeitet und Typen prekärer atypischer Beschäftigung gebildet. Den Abschluss der Studie bildete die Entwicklung eines quantitativen Erhebungsinstruments zur Messung von Prekarität bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Im ersten Kapitel der Studie sind das Ziel der Untersuchung sowie die zentralen Fragestellungen nachzulesen. Das zweite Kapitel beinhaltet eine Beschreibung des methodischen Vorgehens. In Kapitel drei findet sich eine umfangreiche Analyse deutschsprachiger Literatur zu Formen atypischer Beschäftigung und Prekarität. Im darauffolgenden Abschnitt sind vier ExpertInnen-Interviews mit Interessenvertretungen auf ArbeitgeberInnen- und ArbeitnehmerInnenseite sowie mit einem Vertreter des Arbeitsmarktservice dargestellt. Im fünften Kapitel sind die Ergebnisse von 24 biographischen Interviews mit atypisch Beschäftigten nachzulesen. Entlang der Frage, welche Risikofaktoren für Prekarität von besonderer Bedeutung sind und wie die einzelnen Prekaritätsmerkmale zusammenwirken wurde eine Typologie prekärer atypischer Beschäftigung erstellt. Bei der Auswahl der InterviewpartnerInnen wurde darauf geachtet, eine möglichst breite Palette von Beschäftigungsformen und strukturellen wie sozioökonomischen Faktoren zu berücksichtigen. Kapitel sechs behandelt resümiert die Ergebnisse der Literaturanalyse und der darauf aufbauenden empirischen Studie. In Kapitel sieben der Untersuchung wird das Konzept des Erhebungsinstruments dargestellt, das auf Basis der empirischen Ergebnisse entwickelt wurde. Der Fragebogen wurde an atypisch Beschäftigten getestet. In Kapitel acht dokumentiert ein Testbericht die wichtigsten Aussagen beim Pretest. Im Anhang 1 findet sich eine Übersicht über die Berufssituation und wichtige Merkmale der InterviewpartnerInnen. Anhang 2 beinhaltet den getesteten Fragebogen für atypisch Beschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency work: national reports: Germany (2002)
Garhammer, Manfred;Zitatform
Garhammer, Manfred (2002): Temporary agency work. National reports: Germany. Dublin, 53 S.
Abstract
"The UK, France, the Netherlands and Germany together account for 90% of TAW in the EU. TAW is rapidly on the increase in Germany. In the course of 2000 about 700,000 temps have been engaged (flow-data). Still, TAW constitutes a small (320,000 = 1.0% of total employment - stock data) but a very dynamic segment of the German labour market (20% annual growth rate). Compared to other countries these numbers are not controversial as TAW in Germany has to be registered according to the AÜG. In Germany TAW is widely regulated by the Labour Placement Act (AÜG) valid since 1972. This legislation reflects the special necessity for protection of temps due to the tri-angular relationship. In Germany agencies bear the full employers' risk. Utilisation of TAW was liberalised considerably in 1997 and 1998. In the view of employers' associations and more and more the unions, TAW provides new opportunities to get out of unemployment. The profit-based agencies - ten years ago carrying a negative image - have gained increasing acceptance for promoting employment: About 50% of the temps had been unemployed before starting TAW, about 30% are said to find a permanent job in the user-company. However, there are no longitudinal data proving the long-term labour market effects. Compared to other European societies only few labour market entrants (10%) are involved, 3% were academics. However, agencies are currently discovering this high-value-segment of the highly skilled, their better image helps them to address academics. Still, 60% of German temps are male manual industrial workers with no or low skills. This reflects the structure of the 'old economy' in Germany which correlates to the structure of unemployed. The perspective of a 'social European Union' makes it necessary to shift the focus from the quantitative labour market effects to the quality of jobs created by TAW. With regards on this issue there is a lack of data particularly in Germany. Hence, only selected findings can be presented:
- There is clear evidence for poor remuneration and working conditions. Wages are by 30% lower compared to permanent workers. This comparison implies problems in defining what comparable workers are.
- There are nearly 10,000 businesses and therefore a strong price competition: Smaller companies in the unskilled segment contribute to rock-bottom-wages (8 DM/h is not rare).
- Main problems for temps are a lack of social security and of benefits connected to the status of a permanent worker. Temps have short missions both in user companies and in agencies: the majority only lasts up to three months. Many agencies do not provide training opportunities for their employees except the GAÜ (section 9) which particularly were sponsored for re-integrating long-term-unemployed as well as agencies in high-value-niches.
- Temps make up a tiny minority of unions' members. They are only marginally included in co-determination acc. to BetrVerfG both in the agencies and in user-companies. With the exception of Randstad there is no nation-wide agreement.
Although TAW is widely regulated by the AÜG (obligations for agencies to be licensed; one year limit) and by agreements at company level temps still lack equal working conditions, pay and employment stability compared to permanent full-time employees. This marginal position of TAW-workers partially results from the German corporatist model established by the Social Partners to protect a long-term employment career of skilled workers in the permanent core workforce of industrial work. During the last decades this model has undergone remarkable changes. New legislation has increased flexibility in labour markets and facilitated TAW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Do temporary workers receive risk premiums?: assessing the wage effects of fixed-term contracts in West Germany by a matching estimator compared with parametric approaches (2002)
Zitatform
Hagen, Tobias (2002): Do temporary workers receive risk premiums? Assessing the wage effects of fixed-term contracts in West Germany by a matching estimator compared with parametric approaches. In: Labour, Jg. 16, H. 4, S. 667-705.
Abstract
"The wage effects of fixed-term contracts (FTCs) are analysed with the German Socio-Economic Panel (GSOEP) for West Germany. Taking selection on observables into account results in an estimated wage effect of -6 percent up to -10 percent. Controlling additionally for selection on unobservables leads to wage effects of -23 percent, which may be explained by self-selection of workers. The results also highlight the importance of asymmetric information as an explanation for the incentive for employers as well as workers to enter FTCs." (Author's abstract, IAB-DOku) ((en))
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Literaturhinweis
Wandel der Erwerbsformen: Beschäftigungssituation von Frauen in Deutschland (2002)
Zitatform
Hoffmann, Edeltraud & Ulrich Walwei (2002): Wandel der Erwerbsformen. Beschäftigungssituation von Frauen in Deutschland. In: G. Engelbrech (Hrsg.) (2002): Arbeitsmarktchancen für Frauen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 258), S. 67-91.
Abstract
"Die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat in den alten Bundesländern stetig zugenommen (1985/2000 von 48% auf 58%). In den neuen Bundesländern sank dagegen die bei der Wiedervereinigung weit höhere Erwerbstätigenquote auf das westdeutsche Niveau (1991/2999 von 67% auf 58%). Den Strukturwandel der Erwerbsformen kennzeichnen Anteilsverluste der 'Normalarbeitsverhältnisse' (unbefristete, abhängige Vollzeittätigkeit), hauptsächlich zugunsten von Teilzeitbeschäftigung. Der Beitrag erörtert Hypothesen zu den Bestimmungsformen des Wandels: Veränderungen, Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes sowie institutionelle Faktoren (soziales Sicherungssystem, Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsrecht). Die Erwerbsformen Selbständigkeit, befristete Beschäftigung und Teilzeitbeschäftigung werden hinsichtlich der Einflussfaktoren und der empirischen Entwicklung ausführlich behandelt. Ein Überblick über die Beschäftigungssituation von Frauen in den Ländern der Europäischen Gemeinschaft ergänzt die Ausführungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lohneffekte der Zeitarbeit (2002)
Zitatform
Kvasnicka, Michael & Axel Werwatz (2002): Lohneffekte der Zeitarbeit. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 69, H. 49, S. 847-854.
Abstract
In dem Beitrag werden mit Daten der IAB-Beschäftigtenstichprobe erste ökonometrische Schätzungen des mit einer Tätigkeit in der Leiharbeit verbundenen gegenwärtigen und langfristigen Lohndifferentials vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass Leiharbeitnehmer einen Lohnabschlag hinnehmen müssen, der allerdings bis zu 50 % geringer ist als bislang angenommen. Ehemalige Leiharbeitnehmer haben in der späteren Beschäftigung außerhalb der Branche im Durchschnitt keine Lohneinbußen gegenüber Arbeitnehmern, die niemals in der Leiharbeit tätig waren. Verglichen mit ihrer relativen Einkommenssituation vor dem Eintritt in die Leiharbeit können sich Leiharbeiter in ihren Einkommensverläufen bei Wiedereintritt in reguläre Beschäftigungsverhältnisse sogar verbessern. (IAB2)
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Literaturhinweis
Unternehmerisches Agieren oder Flexibles Reagieren: Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger in Österreich (2002)
Mosberger, Brigitte; Steiner, Klaus;Zitatform
Mosberger, Brigitte & Klaus Steiner (2002): Unternehmerisches Agieren oder Flexibles Reagieren. Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger in Österreich. (AMS report 32), Wien: Hofstätter, 83 S.
Abstract
"Von Dezember 2000 bis November 2001 führte das Forschungsinstitut abif (Analyse, Beratung und Interdisziplinäre Forschung) im Auftrag der Bundesgeschäftsstelle des AMS Österreich das Projekt 'Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger' durch. In der Studie ging es weniger um eine quantitative Einschätzung des Phänomens der Neuen Selbständigkeit, sondern primär um die qualitative Beschreibung der beruflichen Situation bzw. der Erwerbsrealität aus der Sicht der Betroffenen. Aus diesem Grund wurden im Raum Wien, in Klagenfurt bzw. St.Veit/Glan und in Steyr 30 qualitative Interviews mit Neuen Selbständigen sowie Ein-Personen-UnternehmerInnen durchgeführt und ausgewertet. Die Kapitel 2 bis 10 beschäftigen sich mit einer Analyse hauptsächlich deutschsprachiger Literatur zum Thema. Vorab geht es darin um Begriffsklärung und Rechtsstatus Neuer Selbständigkeit, wobei Differenzen und Paradoxa bei rechtlichen Grundlagen und in der Erwerbsrealität aufgezeigt werden. Nach einer kurzen Darstellung der demographischen Merkmale Selbständiger werden arbeitsweltbedingte und arbeitsweltfremde Gründe beruflicher Mobilität - getrennt nach Makro-, Meso- und Mikroebene - im Kapitel 5 eingehend analysiert. Danach beschäftigt sich der theoretische Teil der Studie u.a. mit sozialen und sozialpsychologischen Aspekten beruflicher Selbständigkeit, Motiven sowie Schwellen- bzw. Übergangsproblemen für die Selbständigkeit. In den Kapiteln 11 und 12 werden die Stellungnahmen des AMS, des ÖGB und der AK Wien zum Phänomen der Neuen Selbständigen analysiert sowie die derzeitigen Angebote für Neue Selbständige im Überblick dargestellt. Kapitel 13 ist den empirischen Ergebnissen gewidmet, wobei besonderes Augenmerk auf die soziale und finanzielle Situation der Betroffenen, deren Gründungsmotive, Erwerbsbiographien und Qualifikationsniveau gelegt wird. Trotz der Heterogenität der Befragten wird abschließend der Versuch einer Typologie Neuer Selbständiger unternommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger (2002)
Mosberger, Brigitte; Steiner, Karin;Zitatform
Mosberger, Brigitte & Karin Steiner (2002): Zur Situation und Erwerbsrealität Neuer Selbständiger. (AMS-Info 50), S. 1-4.
Abstract
Eine qualitative Befragung von "Neuen Selbständigen" in Österreich (Dezember 2000 - November 2001) erbrachte folgende Befunde: Neue Selbständigkeit ist das Resultat verschiedener Effekte auf unterschiedlichen Ebenen: Neben makroökonomischem Strukturwandel sind auf der Mesoebene Veränderungen von Organisationsstrukturen und Integrationssystemen zu nennen. Auf der Mikroebene ist die Suche Erwerbstätiger nach Möglichkeiten für alternative Lebensentwürfe ins Treffen zu führen. Aus diesem Grund steht Neue Selbständigkeit vor allem auch für den Versuch der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie für Selbstverwirklichung. Neue Selbständige sind keine EinzelkämpferInnen, die unter sozialer Isolation leiden, sondern sie sind zumeist in ein lokal zentriertes, soziales Netzwerk eingebunden. Diesen sozialen Kontakten kommt nicht nur bei der Akquisition eine Schlüsselfunktion zu, sondern auch bei der Durchführung diverser Projekte. Trotz aller Heterogenität ist Neue Selbständigkeit Vorbotin einer veränderten Arbeitskultur, die von Kurzlebigkeit, Unsicherheit und hohen Risken geprägt wird. Sie verlangt den Betroffenen ein Höchstmaß an Flexibilität und Einsatz (Zeit, Weiterbildung etc.) ab, bietet dafür aber zumindest einigen der Betroffenen die Chance größerer individueller Selbstverwirklichung. Der Freizeitbereich der Lebensführung verschmilzt jedoch nicht selten mit dem Arbeitsbereich, was bisweilen in einer Verlängerung der Arbeitszeit resultiert und für einige Befragte einen Streßfaktor darstellt. Neue Selbständigkeit entspricht also nicht immer einer Ökonomie der Selbstverwirklichung, sondern ebensooft einer Ökonomie der Not. Formen von Prekarität sind vor allem bei niedrigqualifizierten Selbständigen und Selbständigen, die in einem ausgeprägten Abhängigkeitsverhältnis stehen, zu finden. Deren Absicherung bedarf in Zukunft noch einiger Überlegungen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Alleindienstleister im Berufsfeld Kultur: Versuch einer erwerbssoziologischen Konzeptualisierung (2001)
Zitatform
Gottschall, Karin & Sigrid Betzelt (2001): Alleindienstleister im Berufsfeld Kultur. Versuch einer erwerbssoziologischen Konzeptualisierung. (ZeS-Arbeitspapier 2001/18), Bremen, 23 S.
Abstract
"Die Kulturberufe gehören zu den seit Jahren expandierenden Wissensberufen und nehmen im bundesdeutschen Erwerbssystem in verschiedener Hinsicht eine Sonderstellung ein. So werden sie häufig in der Form des 'Alleindienstleisters' ausgeübt und weisen hohe Frauenanteile und Akademisierungsgrade auf. Von daher sind sie für die Frage nach 'zukunftsfähigen' Formen von Erwerbsarbeit für beide Geschlechter besonders interessant. Das Papier stellt zunächst in erwerbssoziologischer Perspektive Charakteristika der Kulturberufe in Abgrenzung zu den beiden dominanten Erwerbstypen - den 'klassischen' Professionen und dem 'verberuflichten Arbeitnehmer' - wie auch zu den traditionell feminisierten sog. Semi-Professionen dar. Gefragt wird weiter nach theoretischen Erklärungsansätzen für diesen vergleichsweise jungen Erwerbstypus. Dabei erscheint weniger die Professionstheorie als vielmehr das arbeitssoziologische Konzept des "Arbeitskraftunternehmers" weiterführend, insofern es in subjektorientierter Perspektive Grenzverschiebungen zwischen Arbeit und Leben Rechnung trägt. In einem weiteren Schritt werden erste empirische Ergebnisse zur sozialstrukturellen Verfassung der Kulturberufe präsentiert, die ambivalente Deutungen nahe legen. So scheint einerseits Erwerbsarbeit in den Kulturberufen weniger durch Geschlechterstereotype geprägt zu sein als in den erwähnten anderen Erwerbstypen. Andererseits jedoch deuten die zu vermutenden Arrangements von Arbeit und Leben nicht unbedingt auf egalitäre Muster hin. Abschließend wird weiterer Forschungsbedarf thematisiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexicurity: Soziale Sicherung und Flexibilisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse (2001)
Klammer, Ute; Rechensteiner, Rudolf; Oorschot, Wim van; Bäcker, Gerhard; Tillmann, Katja; Rabe, Birgitta ; Schwarze, Johannes; Braun, Thorsten; Hanesch, Walter; Cebulla, Andreas ;Zitatform
(2001): Flexicurity: Soziale Sicherung und Flexibilisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse. Düsseldorf, 758 S.
Abstract
"Die Arbeitswelt verlangt immer größere Flexibilität. Doch entsprechen unsere sozialen Sicherungssysteme noch den realen Entwicklungen von Arbeits- und Lebenswelten? Wollen wir künftig mehr Flexibilität mit weniger sozialer Sicherung erkaufen? Welche Gestaltungsspielräume können wir nutzen, um Flexibilität und soziale Sicherung zusammenzuführen? Welche Anpassungen müssen erfolgen, um den Ansprüchen des Arbeitsmarktes und der Pluralisierung von Lebensformen gerecht zu werden? Wie sehen die Lösungsstrategien anderer europäischer Länder vor dem Hintergrund ähnlicher Probleme aus? Diese Fragestellungen stehen im Mittelpunkt der Studie. Diese Untersuchung zeigt, dass die Flexibilisierung die Chancen für viele Menschen verbessert, sie zeigt aber auch, dass sich die Risiken dieser Entwicklung auf bestimmte Gruppen wie z. B. Niedrigqualifizierte konzentrieren. Erstmals wurde nachgewiesen, dass jüngere Menschen von Arbeitslosigkeit und unsicherer Beschäftigung besonders betroffen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The global expansion of precarious employment, work disorganization, and consequences for occupational health: a review of recent research (2001)
Zitatform
Quinlan, Michael, Claire Mayhew & Philip Bohle (2001): The global expansion of precarious employment, work disorganization, and consequences for occupational health. A review of recent research. In: International journal of health services, Jg. 31, H. 2, S. 335-414. DOI:10.2190/607H-TTV0-QCN6-YLT4
Abstract
"In this review of a range of studies on the health and safety effects of precarious employment in industrialized societies published since 1984, the authors examine the overall findings and methodological issues and identify areas in need of further research. Of the 93 published journal articles and monographs/book chapters reviewed, 76 studies found precarious employment was associated with a deterioration in occupational health and safety (OHS) in terms of injury rates, disease risk, hazard exposures, or worker (and manager) knowledge of OHS and regulatory responsibilities. Of the more than 25 studies each on outsourcing and organizational restructuring/downsizing, well over 90 percent find a negative association with OHS. The evidence is fairly persuasive for temporary workers, with 14 of 24 studies finding a negative association with OHS. The evidence is less strong for small business, and a handful of studies on part-time workers found no clear association with negative OHS outcomes (in some cases the reverse). Further research is needed to more clearly link health effects to particular business practices and neoliberal policies and to explore the regulatory implications of the growth of precarious employment. The authors suggest some ways to conceptualize the association between precarious employment and occupational health." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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