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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung"
  • Literaturhinweis

    International outsourcing and German manufacturing wages (2005)

    Geishecker, Ingo ;

    Zitatform

    Geishecker, Ingo (2005): International outsourcing and German manufacturing wages. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 87-95.

    Abstract

    Der Zusammenhang zwischen Outsourcing ins Ausland und der Lohnentwicklung wird auf der Basis von SOEP-Daten, die mit wirtschaftszweigspezifischen Informationen über Outsourcing kombiniert werden, untersucht. Im Unterschied zur gängigen Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellen werden auch Daten über das Bildungsniveau mit einbezogen, um genauer zwischen verschiedenen Qualifikationsniveaus zu unterscheiden. Während kein Einfluss von Outsourcing auf die Löhne von Arbeitern und Angestellten nachgewiesen werden kann, zeigt sich jedoch ein solcher Einfluss, wenn man feinere Qualifikationsdefinitionen anwendet: Ein Anstieg von einem Prozentpunkt führt zu einer Senkung der Reallöhne von 1,7 Prozent für niedrig Qualifizierte und für hoch Qualifizierte zu einem Anstieg der Reallöhne um 2,2 Prozentpunkte. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    A comprehensive profile of the working poor (2005)

    Gleicher, David; Stevans, Lonnie K.;

    Zitatform

    Gleicher, David & Lonnie K. Stevans (2005): A comprehensive profile of the working poor. In: Labour, Jg. 19, H. 3, S. 517-529. DOI:10.1111/j.1467-9914.2005.00301.x

    Abstract

    "In this paper, a comprehensive profile of the 'working poor' is presented using data from the 2003 March Supplement of the Current Population Survey. We test an earnings model with effective cost constraints. The dependent variable is the likelihood of an employed individual being a member of the working poor. The explanatory variables are the worker's occupation and firm characteristics, and cost constraints comprising, on the one hand, the worker's family characteristics (notably family income), and, on the other, the costs to the worker of signals used by firms in making employment decisions. These include not only the cost of education but also what we call 'discriminatory signals', e.g. gender, race, ethnicity and citizenship status. The paper provides new insight into the complex set of relationships between the signaling variables themselves, between signals and occupations, and between industries and occupations, in the formation of relative wage rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Mehr Armut durch steigende Arbeitslosigkeit: Niedriglöhne überwiegend als Zusatzeinkommen im Haushalt (2005)

    Goebel, Jan ; Schupp, Jürgen ; Krause, Peter ;

    Zitatform

    Goebel, Jan, Peter Krause & Jürgen Schupp (2005): Mehr Armut durch steigende Arbeitslosigkeit. Niedriglöhne überwiegend als Zusatzeinkommen im Haushalt. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 72, H. 10, S. 175-184.

    Abstract

    "In den letzten Jahren ist die Ungleichheit der individuellen Erwerbseinkommen gestiegen. Dies ging einher mit einer Veränderung der haushaltsspezifischen Erwerbskonstellation und der individuellen Erwerbsbeteiligung (z. B. Minijobs). Insbesondere ist seit 2000 ein steigender Anteil von Haushalten ohne Markteinkommen zu beobachten, weil deren Mitglieder arbeitslos sind oder zur stillen Reserve gehören. Diese Befunde bedeuten nicht zwangsläufig einen Anstieg der relativen Einkommensarmut, denn diese hängt vom Haushaltsnettoeinkommen und nicht allein von den individuellen Primäreinkommen ab. Zwar stieg in den letzten Jahren auch bei der Gruppe der Niedriglohnbezieher das Risiko der Einkommensarmut; dies betraf lediglich jene 47 % der Niedriglohnbezieher in Haushalten ohne einen weiteren Erwerbstätigen. Mehr als die Hälfte aller Niedriglohnbezieher lebt aber in Haushalten mit einem unterdurchschnittlichen Armutsrisiko. Das markanteste Armutsrisiko stellt nach wie vor Arbeitslosigkeit dar. Lag 1993 die Wahrscheinlichkeit, im Falle von Arbeitslosigkeit zur Gruppe der einkommensarmen Personen zu zählen, bei 29 %, war dieses Risiko im Jahre 2003 um 10 Prozentpunkte höher. Lebt ein Arbeitsloser allein im Haushalt oder übt dessen (Ehe-)Partner keine Erwerbstätigkeit aus, betrug das Armutsrisiko im Jahre 2003 sogar 53 %." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The working poor: a comparative analysis (2005)

    Gundogan, Naci; Bicerli, M. Kemal; Aydin, Ufuk;

    Zitatform

    Gundogan, Naci, M. Kemal Bicerli & Ufuk Aydin (2005): The working poor. A comparative analysis. (MPRA paper / University Library of Munich 5096), München, 24 S.

    Abstract

    "Recently, there is growing debate in developed countries on the issue of the working poor. Poverty is a phenomenon traditionally associated with economically inactive persons such as the homeless, the unemployed or the handicapped. The changing of work patterns and a growing polarisation in the labour market between low or unskilled work and high-skilled work have created new poverty risks amongst the employed population. As a result of this trend, the concept of the 'working poor', which gained ground in the United States in the 1970s, has become increasingly applicable to labour market realities in the world. Today, there are around 550 million person who can be classified as the working poor in the world. In other words, one in every five persons in labour force belongs to a poor household. While the problem of working poverty is broadly discussed in the USA, a limited number of studies exist on this issue in the EU and in Turkey. In this paper, this reality will be emphasized and the situation in the USA, in the EU and in Turkey will be compared." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Stellenbesetzungsprozesse im Bereich "einfacher" Dienstleistungen: Abschlussbericht (2005)

    Hierming, Bettina; Weinkopf, Claudia ; Jaehrling, Karen ; Vanselow, Achim; Kalina, Thorsten;

    Zitatform

    Hierming, Bettina, Karen Jaehrling, Thorsten Kalina, Achim Vanselow & Claudia Weinkopf (2005): Stellenbesetzungsprozesse im Bereich "einfacher" Dienstleistungen. Abschlussbericht. (Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit. Dokumentation 550), Berlin, 256 S.

    Abstract

    "Einfacharbeitsplätze und die Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten spielen seit Jahren in der beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitischen Debatte eine wichtige Rolle. In diesem Kontext wurden seit Ende der neunziger Jahre eine Reihe von Modellprojekten und -programmen gefördert, um die Wirksamkeit von 'Kombilöhnen' zu erproben - in Form von Einkommensbeihilfen an Beschäftigte oder als Zuschüsse an Unternehmen für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze mit eher niedriger Entlohnung. Hierzu zählte auch das Bundesprogramm 'Chancen und Anreize zur Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten' (CAST), in dessen Rahmen zwei unterschiedliche Förderinstrumente - das Mainzer Modell und das Modell der SaarGemeinschaftsinitiative (SGI-Modell) - erprobt wurden. Mit der Evaluierung des Programms wurde im Oktober 2000 ein Forschungsverbund unter Beteiligung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Instituts Arbeit und Technik (IAT) und von Dr. Bruno Kaltenborn beauftragt. Nachdem das CAST-Programm im Frühjahr 2003 vorzeitig ein-gestellt worden war, wurde mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit vereinbart, die Fragestellung der qualitativen Forschung durch das IAT auf Stellenbesetzungsprobleme und -prozesse im Bereich einfacher, eher niedrig bezahlter Tätigkeiten allgemein auszuweiten, um mehr Transparenz über Anforderungen und Einstellungskriterien der Unternehmen für solche Arbeitsplätze zu schaffen und damit Ansatzpunkte für eine gezielte Unterstützung der Integration von gering Qualifizierten identifizieren zu können. Dieser Frage wurde auf der Basis vorliegender Untersuchungen und -vor allem - eigener Betriebsfallstudien in verschiedenen Dienstleistungsbranchen nachgegangen. Hierbei ist deutlich geworden, dass von generellen Stellenbesetzungsproblemen bei solchen Tätigkeiten nicht die Rede sein kann (vgl. Teil B dieses Berichts). Einen zweiten Schwerpunkt des Projektes bildeten differenzierte Auswertungen vorliegender Daten zur Frage, wie sich die Beschäftigungssituation von gering Qualifizierten in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Unsere Analysen zeigen, dass sich die Beschäftigungschancen gering Qualifizierter insbesondere am aktuellen Rand (zwischen 1999 und 2002) - anders als häufig angenommen - keineswegs durch-gängig weiter verschlechtert haben. Im Gegenteil: Ins-besondere in einigen Dienstleistungsbereichen haben gering Qualifizierte in jüngster Zeit sogar Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen (vgl. Teil A dieses Berichtes)." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mehr Minijobs = mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt?: Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen (2005)

    Kalina, Thorsten; Voss-Dahm, Dorothea;

    Zitatform

    Kalina, Thorsten & Dorothea Voss-Dahm (2005): Mehr Minijobs = mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt? Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen. (IAT-Report 2005-07), Gelsenkirchen, 10 S.

    Abstract

    "Bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist die Fluktuation mehr als doppelt so hoch wie bei voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die starke Zunahme der geringfügigen Beschäftigung steigert durch das höhere Niveau der Fluktuation in dieser Beschäftigungsform die Arbeitsmarktdynamik - gesamtwirtschaftlich nur um 1-2 Prozentpunkte, in den Branchen mit hohem Anteil von Minijobs aber erheblich stärker. Die Branchenarbeitsmärkte im Hotel- und Gaststättengewerbe und im Reinigungsgewerbe sind zu charakterisieren durch einen hohen Anteil gering qualifizierter Beschäftigter, eine starke Verbreitung von Minijobs und eine hohe Fluktuation aller Beschäftigten. Die Branchenarbeitsmärkte im Einzelhandel sowie im Gesundheitssektor sind dagegen stark auf Beruflichkeit orientiert. In beiden Branchen liegt der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Das schlägt sich nieder in geringen Fluktuationsraten bei den voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, nicht jedoch im Segment der Minijob-Beschäftigung. Wächst die Minijob-Beschäftigung in den Branchen mit hohen Anteilen von gering qualifizierten Beschäftigten weiter wie bisher, dann könnten gering qualifizierte Beschäftigte zunehmend Schwierigkeiten haben, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsperspektiven von gering Qualifizierten: Gewinne in einigen Dienstleistungsbereichen bei negativem Gesamttrend (2005)

    Kalina, Torsten; Weinkopf, Claudia ;

    Zitatform

    Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2005): Beschäftigungsperspektiven von gering Qualifizierten. Gewinne in einigen Dienstleistungsbereichen bei negativem Gesamttrend. (IAT-Report 2005-10), Gelsenkirchen, 10 S.

    Abstract

    "Der Anteil von gering Qualifizierten an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in Westdeutschland zwischen 1980 und 2002 von 30 % auf rund 17 % zurück gegangen. Die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsausbildung ist seit Jahren deutlich überdurchschnittlich; die Schere wächst. Entgegen dem allgemeinen Trend haben gering Qualifizierte jedoch in den letzten Jahren (1999-2002) in einigen Bereichen Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen. Dies betrifft vor allem Teile des Dienstleistungssektors - z. B. Hotel- und Gaststättengewerbe, Handel, Verkehr, Gesundheitswesen und Reinigungsgewerbe. Die positive Entwicklung in einigen Wachstumsberufen reichte allerdings nicht aus, um den generellen Trend des Beschäftigungsrückgangs umzukehren. Eine wesentliche Erklärung für die weiterhin schlechte Arbeitsmarktlage gering Qualifizierter liegt darin, dass sie von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung verdrängt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Unemployment, job quality and poverty: a case study of Bulgaria (2005)

    Kolev, Alexandre;

    Zitatform

    Kolev, Alexandre (2005): Unemployment, job quality and poverty. A case study of Bulgaria. In: International Labour Review, Jg. 144, H. 1, S. 85-114.

    Abstract

    "This article seeks to identify the determinants of poverty in Bulgaria and to profile groups at risk of adverse labour-market outcomes. Kolev's methodology is based an a detailed consideration of income and non-income dimensions of poverty and perceptions of well-being at work. He examines the incidence of poverty in relation to personal, labour-market and household characteristics over the period 1995-2001. Though important to an individual's poverty status, labour-market circumstances tend merely to mitigate or worsen the dominant effect of family circumstances. Kolev's findings also suggest that non-income dimensions of poverty - chiefly poor working conditions - pose an important policy challenge." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-wage employment in Europe: a review of the evidence (2005)

    Lucifora, Claudio ; Salverda, Wiemer ; MacKnight, Abigail;

    Zitatform

    Lucifora, Claudio, Abigail MacKnight & Wiemer Salverda (2005): Low-wage employment in Europe. A review of the evidence. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 259-292. DOI:10.1093/SER/mwi011

    Abstract

    "In this study, we review the patterns of low pay in Europe. We first describe the evolution of aggregate low-wage employment and the incidence of low pay among several groups of workers, then we look at the compositional changes that occurred in recent decades. Given the prevalence of wage regulation and collective bargaining in most European countries, we also analyse the role of labour market institutions on low pay. We show that minimum wages and union presence do play a relevant role in reducing wage inequalities. Finally, we investigate low pay in the long run and the evolution of earnings over the life-cycle. We show that earnings mobility has an equalizing effect over the long-run but its impact is small over 6/7 years. Empirical evidence from a number of OECD countries confirms that earnings inequality between individuals is lower when earnings are pooled over a number of years but, for Britain at least, the extent to which mobility reduces inequality has fallen over time suggesting a fall in mobility and an increase in long run inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Low-wage employment in Europe: perspectives for improvement (2005)

    Marx, Ive ; Salverda, Wiemer ;

    Zitatform

    Marx, Ive & Wiemer Salverda (Hrsg.) (2005): Low-wage employment in Europe. Perspectives for improvement. Antwerpen: Acco, 190 S.

    Abstract

    "What Europe needs is not just more jobs. The real challenge is to create jobs that offer the prospect of a better life, not only for the scores of Europeans who remain outside of the labour market today but also for those who are trapped in low-paid, dead-end jobs. The need, therefore, is for jobs that offer income security, that are compatible with family life, that bring a degree of life satisfaction and the prospect of upward mobility. This book offers not just insights but also ideas and suggestions. More than 20 authors address a wide range of issues, including the role of training and education, social transfers, minimum wages, care arrangements, the role of consumer demand for services and employer oriented policies. The contributors are members of the EU-funded European Low-wage Employment Research Network (LoWER) which started in 1996 and has since established itself as one of the leading labour market research networks in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Die Entwicklung der Lohnspreizung in West- und Ostdeutschland (2005)

    Möller, Joachim;

    Zitatform

    Möller, Joachim (2005): Die Entwicklung der Lohnspreizung in West- und Ostdeutschland. In: L. Bellmann, O. Hübler, W. Meyer & G. Stephan (Hrsg.) (2005): Institutionen, Löhne und Beschäftigung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 294), S. 47-63.

    Abstract

    "Der Aufsatz untersucht die Lohnspreizung von Vollzeitbeschäftigten im unteren und oberen Bereich der Verteilung. Getrennt nach Geschlecht werden dabei die Dezilverhältnisse innerhalb von Gruppen der unteren und mittleren Qualifikationskategorie betrachtet. Datengrundlage ist die Zwei-Prozent-Regionalstichprobe aus der Beschäftigtenstatistik des IAB. Anhand der Daten für Westdeutschland betrachten wir zunächst den langfristigen Trend der Lohndifferenzierung im Zeitraum 1984 bis 2001. Vor diesem Hintergrund wird dann auf die Entwicklung der geschlechts- und qualifikationsspezifischen Lohnungleichheit in den neuen Bundesländern eingegangen. Vor der Wiedervereinigung war die Lohnungleichheit in Ostdeutschland vergleichsweise gering. Wie auch in anderen Transformationsländern ist die Lohnspreizung seit der Wende in Ostdeutschland deutlich angestiegen. Die Analyse zeigt, dass heute in einigen Bereichen das Ausmaß der Lohndifferenzierung in den neuen Bundesländern die in den alten Bundesländern übertrifft. Ein Vergleich der Lohnspreizung innerhalb geschlechts- und qualifikationsspezifischer Beschäftigtengruppen mit Werten für die USA bringt überraschende Ergebnisse. Gerade für Beschäftigte mit geringen Verdiensten übersteigt die Lohnspreizung in Ost- und teilweise auch in Westdeutschland die US-amerikanischen Vergleichswerte. Die These einer Lohnkompression 'von unten' wird unabhängig vom Geschlecht für gering qualifizierte Beschäftigte sowie für weibliche Beschäftigte der mittleren Qualifikationskategorie in Deutschland nicht bestätigt. Nur im Bereich oberhalb des Medians sowie generell für die Gruppe der qualifizierten Männer wird für die USA eine höhere Lohndifferenzierung gefunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Möller, Joachim;
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  • Literaturhinweis

    Lebenslagen von Niedrigeinkommenshaushalten: eine Analyse des NIEP (2005)

    Mühling, Tanja;

    Zitatform

    Mühling, Tanja (2005): Lebenslagen von Niedrigeinkommenshaushalten. Eine Analyse des NIEP. In: Zeitschrift für Familienforschung, Jg. 17, H. 2, S. 167-188.

    Abstract

    "Anhand von Ergebnissen aus dem Niedrigeinkommenspanel beschreibt der Beitrag, inwieweit es bei Haushalten, die dem unteren Einkommensquintil zuzuordnen sind, zu Unterversorgungen im Sinne des Lebenslagenansatzes kommt. Es zeigt sich, dass kinderlose Paare trotz knapper Ressourcen nur selten Problemlagen aufweisen, während Paare mit Kindern in dieser Situation sehr häufig Konsumentenkredite aufnehmen und bei Alleinerziehenden sogar kumulierte Unterversorgungen auftreten. Letzteres ist insofern problematisch, als hier auch negative Einflüsse auf die Lebenszufriedenheit nachgewiesen werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Low-wage employment in Portugal: a mixed logit approach (2005)

    Pestana Barros, Carlos; Proenca, Isabel; Cabral Vieira, Jose A.;

    Zitatform

    Pestana Barros, Carlos, Isabel Proenca & Jose A. Cabral Vieira (2005): Low-wage employment in Portugal. A mixed logit approach. (IZA discussion paper 1667), Bonn, 24 S.

    Abstract

    "In this paper, we examine the determinants of low-wage employment in Portugal. For this purpose, we use a data file of the European Community Household Panel (ECHP) for the years 1998 and 1999. In order to take into account unobserved heterogeneity in the data, a random-parameter logit model is used to analyse the probability of a worker receiving a low wage. The results indicate that the consideration that the effects of the explanatory variables are the same across all individuals, such as is assumed in most of the literature may be misleading. From the policy perspective, this implies that the use of a single instrument in order to combat low-wage employment is inappropriate to satisfy the whole population. In view of this, policies tailored by clusters would be more appropriate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Crowding-out of unskilled workers in the business cycle: evidence from West Germany (2005)

    Pollmann-Schult, Matthias ;

    Zitatform

    Pollmann-Schult, Matthias (2005): Crowding-out of unskilled workers in the business cycle. Evidence from West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 21, H. 5, S. 467-480. DOI:10.1093/esr/jci033

    Abstract

    "The paper addresses the question of if and how processes of cyclical crowding-out contribute to the disproportionate increase in unemployment of the less-educated during recessions. To this end, transitions from unemployment to low-skilled jobs and vice versa are analysed using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP). It is found that skilled workers increasingly occupy low-skilled jobs during recessions and thus diminish employment chances of unskilled persons. Specifically, the analyses show evidence for crowding-out at the worker inflow: during recessions, the chances of securing a low-skilled job deteriorate to a greater extent for unskilled people than for the skilled, suggesting that in times of poor employment prospects, job-competition between unskilled and skilled people for low-skilled jobs increases. However, the analysis does not show evidence for crowding-out at the worker outflow." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Mindestlöhne 2005: beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU (2005)

    Regnard, Pierre;

    Zitatform

    Regnard, Pierre (2005): Mindestlöhne 2005. Beträchtliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten der EU. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 07/2005), Brüssel, 7 S.

    Abstract

    Die Veröffentlichung beschäftigt sich mit den monatlichen Mindestlöhnen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in einigen Kandidatenländern und den Vereinigten Staaten (USA). Der Mindestlohn wird von der Regierung festgesetzt, üblicherweise nach Anhörung der Sozialpartner, und gilt per Gesetz. Einen nationalen Mindestlohn gibt es in 18 der 25 EU-Mitgliedstaaten (in Belgien, Spanien, Estland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie in drei Kandidatenländer (Bulgarien, Rumänien und Türkei) und in den USA. Im Januar 2005 lagen die Mindestlöhne in den einzelnen Ländern zwischen 72 und 1467 Euro pro Monat. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten verringern sich die Unterschiede jedoch auf ein Verhältnis von 1:5. Die Mindestlöhne in Euro sind in den Mitgliedstaaten seit 1999 um 13 % bis 44 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer, die Mindestlohn beziehen, unterscheidet sich deutlich zwischen den einzelnen Ländern und ist bei Frauen meist höher als bei Männern. Die Höhe des Mindestlohns liegt zwischen 32 % und 55 % der durchscnittlichen Bruttomonatsverdienste in der Industrie und im Dienstleistungsbereich. (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Am Arbeitsmarkt - Die im Dunkeln sieht man nicht (2005)

    Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;

    Zitatform

    Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Am Arbeitsmarkt - Die im Dunkeln sieht man nicht. In: IAB-Forum H. 2, S. 8-13.

    Abstract

    Der Aufsatz erläutert die unterschiedlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Abhängigkeit von der Qualifikation. Graphisch dargestellt werden die Zahlen für qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten (1975-2004, bezogen auf Gesamtdeutschland und die neuen Länder), die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes nach Qualifikationsebenen, die qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten nach Geschlecht sowie nach dem Alter. Es wird festgestellt, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt weitgehend von der Qualifikation bestimmt werden, während das Geschlecht und das Alter nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ein ausreichender Ersatz der aus dem Berufsleben demnächst ausscheidenden qualifizierten Erwerbstätigen ist nicht zu erwarten, da die mangelnden Bildungsanstrengungen und der demographische Wandel Grenzen setzen. Auf mittlere Sicht ist daher mit einem Mangel an Fachkräften zu rechnen. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit (2005)

    Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;

    Zitatform

    Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 09/2005), Nürnberg, 6 S.

    Abstract

    "Die Analyse der qualifikationsspezifischen Arbeitslosigkeit liefert seit Jahr und Tag den gleichen Befund: niedrige Qualifikation - hohes Arbeitsmarktrisiko, hohe Qualifikation - niedriges Risiko. Dieser Trend ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Dabei verlaufen die langfristigen Beschäftigungsverluste der Geringqualifizierten ebenso (weitgehend) konjunkturneutral wie die massiven Arbeitsplatzgewinne bei den Hochqualifizierten. Selbst eine kräftige Konjunkturbelebung dürfte deshalb die Lage der Geringqualifizierten kaum merklich bessern. Der Niedriglohnsektor ist längst Realität. Zwischen 20 Prozent und 40 Prozent aller Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss sind nurmehr geringfügig beschäftigt. Für viele ist das der einzige Job. Älteren Akademikern hingegen geht es alles in allem prima: Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent herrscht bei den 55- bis 64jährigen nahezu Vollbeschäftigung - und das bei einer Erwerbsbeteiligung von über 70 Prozent. Eine gute Ausbildung schützt also nicht nur vor Arbeitslosigkeit. Sie hilft offensichtlich, das Arbeitsvermögen bis zum Rentenalter länger und besser zu nutzen. Bleibt zu hoffen, dass wir über all den akuten Arbeitsmarktproblemen die Investitionen in die Bildung nicht vernachlässigen. Bildungsförderung bleibt - langfristig - die beste Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Niedriglohnsektor: Aufstiegschancen für Geringverdiener verschlechtert (2005)

    Rhein, Thomas; Krug, Gerhard ; Gartner, Hermann ;

    Zitatform

    Rhein, Thomas, Hermann Gartner & Gerhard Krug (2005): Niedriglohnsektor: Aufstiegschancen für Geringverdiener verschlechtert. (IAB-Kurzbericht 03/2005), Nürnberg, 5 S.

    Abstract

    "Mehr als ein Sechstel aller Vollzeit-Beschäftigten in Deutschland gehörte im Jahr 2001 zu den Geringverdienern. Diese Quote ist seit Ende der 90er Jahre gestiegen, liegt aber immer noch nahe beim Durchschnitt aller EU-Länder. Ein überdurchschnittliches Niedriglohnrisiko tragen Frauen, Beschäftigte in Ostdeutschland, Geringqualifizierte, Jugendliche und junge Erwachsene, Beschäftigte in Kleinbetrieben sowie im Dienstleistungsbereich und Handel. Ein Niedriglohn-Arbeitsplatz fungiert nicht immer als Sprungbrett nach oben: Nur eine Minderheit der Geringverdiener schaffte im Zeitraum 1996 bis 2001 den Aufstieg in eine besser bezahlte Position. Die Aufstiegschancen von westdeutschen Niedriglohnbeschäftigten waren zwar besser als im gesamtdeutschen Durchschnitt, aber wesentlich schlechter als in einem weiter zurückliegenden Vergleichszeitraum (1986 bis 1991). Die Aufstiegsmobilität der Geringverdiener ist damit in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Dieser Trend stellt auch im internationalen Vergleich eine Besonderheit dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Krug, Gerhard ; Gartner, Hermann ;

    Weiterführende Informationen

    Geringverdiener in Deutschland
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  • Literaturhinweis

    Technology and the decline in demand for unskilled labour: a theoretical analysis of the US and European labour markets (2005)

    Sanders, Mark ;

    Zitatform

    Sanders, Mark (2005): Technology and the decline in demand for unskilled labour. A theoretical analysis of the US and European labour markets. (New horizons in the economics of innovation), Cheltenham u.a.: Elgar, 264 S.

    Abstract

    Teil I des Buches entwickelt einen grundlegenden theoretischen Bezugsrahmen, der zwei Hypothesen zur Erklärung des Absinkens der relativen Nachfrage liefert. Beide verbinden die Veränderungen der relativen Nachfrage mit den durch den technologischen Wandel veränderten Qualifikationsanforderungen. Die Ergebnisse werden aus den Annahmen abgeleitet, dass ein von exogenen Einflüssen bestimmter unelastischer Arbeitsmarkt existiert, und eine Bereinigung des Arbeitsmarktes über die Löhne erfolgt. Diese Annahmen werden zumindest in der OECD und der USA verletzt. Hierzu werden Daten und Fakten aus der USA präsentiert, die relevant für die Konstruktion und Evaluation der Hypothesen von Teil I sind. In Teil II des Buches wird der theoretische Bezugsrahmen durch die Einführung der Arbeitslosigkeit erweitert. Teil 2 dieses Kapitels fasst daher Daten und Fakten, die sich auf die europäische Situation beziehen, zusammen. Im Gegensatz zu der USA hat Europa Erfahrungen mit einem hohen Arbeitslosigkeitsniveau, hat aber gleichzeitig ein relativ stabiles Lohnniveau. Deshalb wird von der Annahme ausgegangen, dass eine Beziehung zwischen beiden Phänomenen besteht und ein Zielkonflikt existiert. Es wird jedoch erläutert, dass die Einführung der Arbeitslosigkeit nicht zur Erklärung der Fakten ausreicht, und es werden einige zusätzliche Hypothesen innerhalb des allgemeinen theoretischen Bezugsrahmens entwickelt, um die Hauptunterschiede zwischen Europa und der USA zu erklären. Teil III analysiert sowohl die Auswirkungen der Politik auf den resultierenden theoretischen Bezugsrahmen als auch dessen politische Implikationen. Der Arbeitsmarkt oder die Innovation werden innerhalb dieses Bezugsrahmens interagieren, wenn die Politik auf eine Einkommensumverteilung abzielt. Überdies können unterschiedliche Politikansätze helfen, die beobachteten Unterschiede in der Entwicklung der Arbeitsmärkte zu erklären. Um diesen Teil der Analyse bewerten zu können, liefert Teil III einige Fakten zur Einkommens-, Arbeitsmarkt- und Technologiepolitik in Europa und der USA. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Firms' location decision across asymmetric countries and employment inequality (2005)

    Strauss-Kahn, Vanessa;

    Zitatform

    Strauss-Kahn, Vanessa (2005): Firms' location decision across asymmetric countries and employment inequality. In: European Economic Review, Jg. 49, H. 2, S. 299-320. DOI:10.1016/j.euroecorev.2003.12.008

    Abstract

    "This paper analyzes the effect of globalization (lower trade costs) on production and trade patterns if, firms are vertically linked, stages of production differ in labor-factors intensity and countries differ in labor-factors prices. In order to reflect the 'Continental Europe' experience, relative wages are assumed fixed and spatial changes in production are translated into changes in relative (skilled to unskilled) employment levels. The asymmetry in factors prices across countries results in a unique agglomeration equilibrium for a broad range of trade costs. At low trade costs, firms' location depends on production costs-vertical specialization occurs. This paper also provides a consistent explanation of the observed increase in employment inequality between skilled and unskilled workers in relatively high-unskilled wage countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Traditionalistische Geschlechterarrangements in Working Poor-Haushalten: Persistenz jenseits der ökonomischen Logik (2005)

    Streuli, Elisa; Kutzner, Stephan;

    Zitatform

    Streuli, Elisa & Stephan Kutzner (2005): Traditionalistische Geschlechterarrangements in Working Poor-Haushalten. Persistenz jenseits der ökonomischen Logik. In: Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, Jg. 31, H. 2, S. 295-320.

    Abstract

    "Im Mittelpunkt des Artikels stehen Fallrekonstruktionen von Sozialhilfe beziehenden Working Poor-Haushalten. Diesen ist gemeinsam, dass sich die Eheleute für ein Geschlechterarrangement entschieden haben, welches sich in Bezug auf die Verteilung der bezahlten und unbezahlten Arbeit weitgehend an traditionalistischen Geschlechternormen orientiert. Anhand von vier exemplarischen Fallstudien wird aufgezeigt, dass dieses Arrangement selbst dann aufrecht erhalten wird, wenn damit ökonomische Einbussen verbunden sind und die Abhängigkeit von der Sozialhilfe dadurch bestehen bleibt. Diesen Befund diskutieren wir vor dem Hintergrund des Modells von Krüger und Levy (1997) zum 'Masterstatus'. Schliesslich wird eine Erklärung für die Persistenz traditioneller Geschlechterarrangements skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Verdrängen Minijobs "normale" Beschäftigung? (2005)

    Voss-Dahm, Dorothea;

    Zitatform

    Voss-Dahm, Dorothea (2005): Verdrängen Minijobs "normale" Beschäftigung? In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 232-246.

    Abstract

    In den vergangenen fünf Jahren hat es eine deutliche Verschiebung zwischen verschiedenen Beschäftigungsformen gegeben: Die abhängige Beschäftigung wuchs im Zeitraum 1999-2004 ausschließlich im Bereich der Teilzeitbeschäftigung und dort vor allem im Bereich der Minijobs. Am Beispiel des Einzelhandels wird der Frage nachgegangen, "warum die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung erfolgreich und zugleich problematisch ist". Im Einzelhandel, in dem knapp neun Prozent aller abhängig Beschäftigten in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen, stellen Minijob-Beschäftigte bereits ein Viertel aller Beschäftigten. Gleichzeitig ist der Einzelhandel eine Branche, in der mit 72 Prozent mehrheitlich Frauen beschäftigt sind, und in der - durch die Kombination von hohem Teilzeit- und Minijobanteil und mäßigen Stundenlöhnen - überwiegend niedrige Einkommen erzielt werden. Ein wachsender Anteil der Beschäftigten im Einzelhandel kann mit der Arbeit also kein existenzsicherndes Einkommen erzielen, sondern hat lediglich die Möglichkeit, sich etwas hinzu zu verdienen. Zum Thema Minijobs werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte des Instituts Arbeit und Technik vorgestellt. Demnach gibt es im Einzelhandel eine gemeinsame Interessenlage von Unternehmen und Beschäftigten. Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot entwickeln - unterstützt durch die von der Politik vorgegebene Regulierung - ein je spezifisches Interesse an dieser Beschäftigungsform, und in der wechselseitigen Verstärkung dieser Interessen liegt der Grund des starken Wachstums der Minijobbeschäftigung. Insgesamt wird die Ausbereitung von Minijobs kritisch betrachtet, da sie zu Lasten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse geht, und Minijobs vor allem für anderweitig sozial abgesicherte Erwerbspersonen attraktiv sind: "Anstatt die arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen für vollwertige Arbeitsverhältnisse zu verbessern, um die Arbeitslosigkeit abzubauen, verzichten Staat und Gesellschaft auf Einnahmen, um vor allem Erwerbsgruppen zu subventionieren, die anderweitig sozial abgesichert sind und mit der Aufnahme eines Minijobs ihre eigenständige soziale Absicherung hinten anstellen." (IAB2)

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    Non-standard employment relations and wages among school leavers in the Netherlands (2005)

    Vries, M. Robert de; Wolbers, Maarten H. J.;

    Zitatform

    Vries, M. Robert de & Maarten H. J. Wolbers (2005): Non-standard employment relations and wages among school leavers in the Netherlands. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 3, S. 503-525. DOI:10.1177/0950017005055668

    Abstract

    "Non-standard (alternatively, flexible) employment has become common in the Netherlands, and viewed as an important weapon for combating youth unemployment. However, if such jobs are 'bad', non-standard employment becomes a matter of concern. In addition, non-standard employment may hit the least qualified, excluding them from the primary segment of the labour market, where 'good' jobs are found. We first examine whether less-educated school leavers more often end up in a job with a non-standard employment contract than the higher educated. Then, we investigate the effect of having a non-standard employment contract on job advantages in terms of wages. The data come from three large-scale Dutch school leaver surveys as held in 2001.The results show: (a) less-educated school leavers indeed are more likely to have a non-standard contract than more highly educated ones, while (b) those in non-standard employment earn less in their jobs. A substantial part of these differences can be ascribed to the segment of the labour market in which school leavers work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Beating the 'churning' trap in the youth labour market (2005)

    Worth, Sean;

    Zitatform

    Worth, Sean (2005): Beating the 'churning' trap in the youth labour market. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 403-414.

    Abstract

    Während die Jugendarbeitslosigkeit generell als ein wichtiger Gegenstand sozialpolitischer und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen gesehen wird, wird die Gefahr unterschätzt, dass gering qualifizierte junge Menschen keinen Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen können. Der Beitrag geht davon aus, dass eine große Gruppe junger Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen gefangen bleibt. Unsichere befristete Arbeitsverhältnisse und Arbeitsplatzwechsel nehmen bei jungen britischen Arbeitnehmern zu, und der Einstieg in unbefristete Arbeitsverhältnisse gelingt immer später. Dies kommt zwar den kurzfristigen Interessen der Arbeitgeber zugute, nicht jedoch dem Ziel der dauerhaften beruflichen Integration junger Menschen. Es wird für eine neue Orientierung der Beschäftigungsprogramme für junge Menschen plädiert. Anstatt dem Leitbild der Beschäftigungsfähigkeit und Flexibiltät zu folgen, wird vorgeschlagen, die Qualifizierung junger Menschen und die nachhaltige Humankapitalentwicklung als Ziel zu verfolgen. Die Vermittlung beruflicher Qualifikationen auf einem mittleren Qualifikationsniveau ist dabei zentral, weil es hierfür einen großen Bedarf sowohl in technischen Berufen als auch in Büroberufen gibt. (IAB)

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    From education to work: A difficult transition for young adults with low levels of education (2005)

    Abstract

    "The book reports on a project directed jointly by the OECD and Canadian Policy Research Networks on young adults with low levels of education in 25 OECD countries and the conditions that hinder or assist their transition from education to work. Social class, ethnicity and gender influence chances for economic and social success: but increasingly, they do so by affecting access to and success in education. The rise of information and communication technologies, the global marketplace, and greater personal responsibility and autonomy in all aspects of life, have made knowledge and skills essential to economic success. Young people with low qualifications run a higher risk of long-term unemployment, or unstable and unfulfilling jobs. From Education to Work calls for early intervention to reduce the risk of young people leaving school early and recommends that policy responses be tailored, among other things, to the characteristics of national labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Economic assessment of the Euro Area: forecasts and policy analysis. Spring report 2005, special policy issue: When jobs disappear and workers do not. International relocation of production and the European economy (2005)

    Abstract

    "Verlagerungen von Arbeitsplätzen ins Ausland führen kaum zu Beschäftigungsverlusten in Europa. So lautet das Ergebnis des von Euroframe, dem Zusammenschluss zehn führender europäischer Wirtschaftsforschungsinstitute, veröffentlichten Frühjahrsreports 2005. Demnach überwiegen die Vorteile von Jobverlagerungen die Nachteile bei weitem. Outsourcing ist nur zu einem geringen Teil Ursache für die Verschlechterung der Situation auf dem Arbeitsmarkt. Von Jobverlagerungen ins Ausland sind insbesondere niedrig qualifizierte Arbeitskräfte in arbeitsintensiven Sektoren betroffen, die mit denen in Niedriglohnländern konkurrieren. Weil der Lohn in den unteren Lohngruppen bei uns weit über dem Niveau dieser Länder liegt, kann hier zu wettbewerbsfähigen Preisen kaum noch produziert werden. Hinzu kommt, dass ein Teil der Jobverlagerungen nicht durch Niedriglohnkonkurrenz motiviert ist, sondern durch den Wunsch neue Absatzmärkte zu erschließen. Gelingt dies, werden auch hier Arbeitsplätze gesichert und - in wissensintensiven Bereichen - geschaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Social policy for the working poor: U.S. reform in a cross-national perspective (2004)

    Burtless, Gary;

    Zitatform

    Burtless, Gary (2004): Social policy for the working poor. U.S. reform in a cross-national perspective. In: N. Gilbert & A. Parent (Hrsg.) (2004): Welfare reform : a comparative assessment of the French and U.S. experiences (International social security series, 10), S. 3-39.

    Abstract

    Der Beitrag untersucht die Beziehungen zwischen Langzeittrends hinsichtlich Familienstruktur, Arbeitsmarktinstitutionen und Sozialpolitik sowie ihre Auswirkungen auf Kinderarmut und die Armutsentwicklung der US-amerikanischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Er betont die Interdependenz zwischen den Veränderungen in der Zusammensetzung von Familienhaushalten und der Verbreitung von Armut in den USA. Der Anstieg Alleinerziehender in Kombination mit einer sehr ungleichen Einkommensverteilung in den USA trägt maßgeblich zu den hohen Armutsquoten in den USA bei. Mit dieser Entwicklung unterscheiden sich die USA spezifisch von anderen Industriestaaten. Die Sozialpolitik in den USA ist darauf ausgerichtet, die 'Working Poor' zu unterstützen, und nimmt dabei hohe Ungleichheiten in der Einkommensverteilung und Armut von Familien mit Kindern in Kauf. Der Autor zeichnet die Entwicklung der Sozialpolitik in den USA seit den 1970er Jahren nach. Er hält die Übertragung des US-amerikanischen Modells auf andere Länder für nicht praktizierbar; das rigide US-amerikanische Modell der Sozialpolitik, das Erwerbstätigkeit und Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellt, würde in europäischen Ländern nicht akzeptiert werden. (IAB)

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    Spikes and spill-overs: The impact of the National Minimum Wage on the wage distribution in a low-wage sector (2004)

    Dickens, Richard ; Manning, Alan ;

    Zitatform

    Dickens, Richard & Alan Manning (2004): Spikes and spill-overs: The impact of the National Minimum Wage on the wage distribution in a low-wage sector. In: The economic journal, Jg. 114, H. 494, S. C95-C101.

    Abstract

    "The UK National Minimum Wage (NMW) has had a minimal impact on UK wage inequality because it has been set at a modest level and because aggregate evidence suggests very small spill-over effects. But the small spill-over effects might be because of the small numbers of workers affected and widespread anticipation of the introduction of the NMW might make the impact effect appear very small. This paper investigates these issues using data collected from care homes where the NMW affected 40 % of workers. But we still find no evidence of large spill-over effects and very small amounts of anticipation of the NMW." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Global employment trends for youth (2004)

    Elder, Sara; Schmidt, Dorothea ;

    Zitatform

    Elder, Sara & Dorothea Schmidt (2004): Global employment trends for youth. (Global employment trends for youth ...), Genf, 34 S.

    Abstract

    "Im letzten Jahrzehnt ist die Anzahl der jungen Menschen ohne Arbeit weltweit auf ungefähr 88 Millionen angestiegen - so die Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren stellen demnach weltweit die Hälfte aller Arbeitslosen. Aber das Problem geht über die hohe Zahl von erwerbslosen Jugendlichen hinaus: Der Bericht legt dar, dass Jugendliche ungefähr 130 Millionen der 550 Millionen arbeitenden Armen (working poor) weltweit repräsentieren, die zwar arbeiten, aber dennoch nicht in der Lage sind, sich und ihre Familien aus der Armut zu befreien und unter der Armutgrenze von einem US-Dollar pro Tag liegen. Der Report zeigt, dass die weltweit steigende Erwerbslosigkeit Jugendliche besonders betrifft, insbesondere junge Frauen. Diejenigen, die eine Arbeit finden, sehen sich oftmals langen Arbeitszeiten mit kurzfristigen Arbeitsverträgen oder informellen Verträgen ausgesetzt, niedriger Bezahlung mit geringer sozialen Sicherheit oder fehlenden anderen sozialen Absicherungen. Für das Jahr 2003 wird die Rate der Jugendarbeitslosigkeit weltweit auf 14.4 Prozent beziffert, ein Anstieg von 26.8 Prozent der Gesamtzahl von jungen erwerbslosen Menschen über das letzte Jahrzehnt. In den Entwicklungsländern sind die relativen Nachteile von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt ausgeprägter, da die Gruppe der Jugendlichen einen merklich höheren Anteil an der Erwerbsbevölkerung insgesamt ausmacht als in industrialisierten Ländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Applying the U.S. Bureau of Labor Statistics concept of the 'Working Poor' to France (2004)

    Fall, Madior; Hourriez, Jean-Michel;

    Zitatform

    Fall, Madior & Jean-Michel Hourriez (2004): Applying the U.S. Bureau of Labor Statistics concept of the 'Working Poor' to France. In: N. Gilbert & A. Parent (Hrsg.) (2004): Welfare reform : a comparative assessment of the French and U.S. experiences (International social security series, 10), S. 41-51.

    Abstract

    Der Beitrag überträgt die Definition der 'Working Poor' des U.S. Bureau of Labor Statistics auf das Beispiel Frankreich, um Vergleichsmaßstäbe dafür zu gewinnen, wie dieser Ansatz auf beiden Seiten des Atlantiks bewertet wird. Die Autoren identifizieren vier Hauptgruppen der Working Poor in Frankreich: Langzeitarbeitslose, Selbständige, Erwerbstätige ohne Unterbrechung durch Episoden von Arbeitslosigkeit sowie solche mit Unterbrechung durch Arbeitslosigkeit. Wenn man die Gruppe der Langzeitarbeitslosen ausklammert, zeigen sich keine signifikanten Unterschiede in der Zusammensetzung der Populationen der Working Poor zwischen den USA und Frankreich. Wenn man allerdings die Analyse auf den Niedriglohnsektor beschränkt, dann zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen Frankreich und den USA in Bezug auf das Armutsrisiko. In Frankreich sind es drei Faktoren, die das Armutsrisiko bestimmen: Arbeitslosigkeit, Niedriglohn und Teilzeitarbeit. In den USA ist in erster Linie Niedriglohn für Armut verantwortlich. (IAB)

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    Lebensstandarddefizite bei erwerbstätigen Haushalten ("Working Poor"): Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Endbericht (2004)

    Fritzsche, Bernd; Haisken-DeNew, John P.;

    Zitatform

    Fritzsche, Bernd (2004): Lebensstandarddefizite bei erwerbstätigen Haushalten ("Working Poor"). Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Endbericht. (RWI-Projektberichte), Essen, 143 S.

    Abstract

    "Das Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen individuellen Erwerbseinkommen und den verfügbaren Haushaltseinkommen von Erwerbstätigen daraufhin, in welchem Umfang trotz Erwerbstätigkeit ein nur unzureichender Lebensstandard realisiert bzw. die Armutsrisikogrenze unterschritten wird. Dabei werden das Ausmaß und die Intensität des Armutsrisikos bei Erwerbstätigkeit unter detaillierter Berücksichtigung der Charakteristika der betroffenen Bevölkerung untersucht. Ferner werden die individuellen Verläufe von Armut und eigener Erwerbsbeteiligung bzw. Erwerbsbeteiligung von Mitgliedern des gleichen Haushalts betrachtet sowie soziale Ausgrenzung in Abhängigkeit von Erwerbsbeteiligung und Armutsrisiko analysiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Ostdeutschland: Strukturelle Niedriglohnregion? (2004)

    Görzig, Bernd; Gornig, Martin ; Werwatz, Axel ;

    Zitatform

    Görzig, Bernd, Martin Gornig & Axel Werwatz (2004): Ostdeutschland: Strukturelle Niedriglohnregion? In: DIW-Wochenbericht, Jg. 71, H. 44, S. 685-691.

    Abstract

    "Bei den Tariflöhnen gibt es in vielen Branchen kaum noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Betrachtet man aber die tatsächlich gezahlten Löhne und Gehälter, so liegen diese in Ostdeutschland um fast 20 % unter dem Niveau in Westdeutschland. Wichtige Ursachen dafür sind die geringere Tarifbindung in Ostdeutschland und die stärkere Bedeutung übertariflicher Entlohnung in Westdeutschland. Darüber hinaus spielen seit Mitte der 90er Jahre wirtschaftsstrukturelle Verschiebungen eine immer größere Rolle. In Ostdeutschland ist das relative Gewicht gering entlohnender branchen- und größenspezifischer Betriebstypen spürbar gestiegen. Die Spaltung in eine Hochlohnregion Westdeutschland und eine Niedriglohnregion Ostdeutschland hat zugenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Working poor in der Schweiz - Wege aus der Sozialhilfe: eine Untersuchung über Lebensverhältnisse und Lebensführung Sozialhilfe beziehender Erwerbstätiger (2004)

    Kutzner, Stefan; Streuli, Elisa; Knöpfel, Carlo; Mäder, Ueli; Neuhaus, Manfred; Pelizzari, Alessandro; Schmassmann, Hector; Wälte, Michel; Steiner, Oliver;

    Zitatform

    Kutzner, Stefan, Ueli Mäder & Carlo Knöpfel (Hrsg.) (2004): Working poor in der Schweiz - Wege aus der Sozialhilfe. Eine Untersuchung über Lebensverhältnisse und Lebensführung Sozialhilfe beziehender Erwerbstätiger. Chur u.a.: Rüegger, 255 S.

    Abstract

    "Erwerbstätigkeit schützt nicht immer vor Armut. Haushalte, welche trotz Erwerbstätigkeit ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können (working poor), wenden sich zunehmend an die Sozialhilfe. Aber kann die Schweizer Sozialhilfe den working poor dauerhaft helfen, kann sie dazu beitragen einen Weg aus ihrer prekären Situation zu finden? Die Untersuchung geht dieser Frage nach. In zwei Schweizer Kantonen (Basel-Stadt und Freiburg) wurden die jeweiligen working-poor-Populationen eingehend untersucht. Die ForscherInnen werteten Sozialhilfedossiers aus, führten biographische Interviews mit working poor durch und zogen Fachpersonen hinzu, die eingehend befragt wurden. Im Unterschied zu anderen working-poor-Studien werden neben den finanziellen Mängeln auch weitere Probleme erfasst. Working poor sind oft mit psychischen und somatischen Beschwerden, Integrationsproblemen, familiären Schwierigkeiten oder Verschuldung konfrontiert. Der mehrdimensionale Zugang gibt weiterhin Aufschluss über die Lebensführung von working poor, wie sie ihre Mangelsituation bewältigen, mit welchen Strategien sie versuchen, ihre Situation privat und im Erwerbsbereich zu verbessern, über welche Ressourcen sie verfügen und welche Unterstützung die Sozialhilfe leistet. Aufgrund der Studienergebnisse gehen die AutorInnen auch darauf ein, was Sozialhilfe und Sozialpolitik zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von working poor beitragen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    The working poor: invisible in America (2004)

    Shipler, David K.;

    Zitatform

    Shipler, David K. (2004): The working poor. Invisible in America. New York: Knopf, 319 S.

    Abstract

    "The book presents a searing, intimate portrait of working American families struggling against insurmountable odds to escape poverty. The author makes clear, the invisible poor are engaged in the activity most respected in American ideology - hard, honest work. But their version of the American Dream is a nightmare: low-paying, dead-end jobs; the profound failure of government to improve upon decaying housing, health care, and education; the failure of families to break the patterns of child abuse and substance abuse. Shipler exposes the interlocking problems by taking us into the sorrowful, infuriating, courageous lives of the poor - white and black, Asian and Latino, citizens and immigrants. We encounter them every day, for they do jobs essential to the American economy. We meet drifting farmworkers in North Carolina, exploited garment workers in New Hampshire, illegal immigrants trapped in the steaming kitchens of Los Angeles restaurants, addicts who struggle into productive work from the cruel streets of the nation's capital - each life another aspect of a confounding, far-reaching urgent national crisis. And unlike most works on poverty, this one delves into the calculations of some employers as well - their razor-thin profits, their anxieties about competition from abroad, their frustrations in finding qualified workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    The impact of the introduction of the U.K. minimum wage on the employment probabilities of low-wage workers (2004)

    Stewart, Mark B.;

    Zitatform

    Stewart, Mark B. (2004): The impact of the introduction of the U.K. minimum wage on the employment probabilities of low-wage workers. In: Journal of the European Economic Association, Jg. 2, H. 1, S. 67-97.

    Abstract

    "This paper uses longitudinal data from three contrasting data sets (matched Labor Force Surveys, the British Household Panel Survey, and matched New Earnings Surveys) to estimate the impact of the introduction of the U.K. minimum wage (in April 1999) on the probability of subsequent employment among those whose wages would have needed to be raised to comply with the minimum. A difference-in-differences estimator is used, based on position in the wage distribution. No significant adverse employment effects are found for any of the four demographic groups considered (adult and youth, men and women) or in any of the three data sets used." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Armut trotz Erwerbstätigkeit: empirisches Ausmaß und sozialpolitische Schlussfolgerungen. Broschüre zur Verleihung des Forschungspreises 2003/2004 der Josef Popper-Nährpflicht-Stiftung (2004)

    Strengmann-Kuhn, Wolfgang;

    Zitatform

    Strengmann-Kuhn, Wolfgang (2004): Armut trotz Erwerbstätigkeit. Empirisches Ausmaß und sozialpolitische Schlussfolgerungen. Broschüre zur Verleihung des Forschungspreises 2003/2004 der Josef Popper-Nährpflicht-Stiftung. Frankfurt am Main, 23 S.

    Abstract

    Der Autor widerlegt die weit verbreiteten Auffassungen, dass Armut trotz Erwerbstätigkeit in Deutschland keine große Rolle spielt, dass erwerbstätige Arme im Wesentlichen geringfügige oder prekäre Beschäftigungen haben und dass vor allem erwerbstätige Frauen von Armut betroffen sind. Basierend auf Daten des Sozioökonomischen Panels sowie auf Daten des Mikrozensus wird gezeigt, dass über die Hälfte der Armen in Deutschland in einem Erwerbstätigenhaushalt lebt, dass über zwei Millionen Arme erwerbstätig sind und dass es über eine Million Vollzeit erwerbstätige Arme in Deutschland gibt. Dabei handelt es sich vor allem um Männer mit einem Normalarbeitsverhältnis, also einer abhängigen, unbefristeten Vollzeitbeschäftigung. Zwei Wege in Armut trotz Erwerbstätigkeit werden herausgearbeitet: 1. Erwerbstätige mit einem Armutslohn, und 2. Erwerbstätige ohne Armutslohn, die jedoch durch den Haushaltskontext arm werden. Um Armut zu vermeiden plädiert der Autor 1. für Mindestlöhne bzw. existenzsichernde Lohnsubventionen, die einen individuellen Lohn über der Armutsgrenze garantieren, 2. für die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen um zu verhindern, dass Erwerbstätige durch den Haushaltskontext mit ihrem Einkommen unter die Armutsgrenze sinken, sowie 3. für staatliche Transfers und Sozialversicherungsleistungen für Haushalte mit einem Arbeitseinkommen unter der Armutsgrenze. (IAB)

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    Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsmarkt?!: Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis (2003)

    Bakker, Peter; Meifort, Barbara; Schmachtenberg, Rolf; Oberste-Beulmann, Wilhelm; Barich, Bert; Weinkopf, Claudia ; Reinberg, Alexander; Tiemann, Gabriele; Brandherm, Ruth; Seckinger, Andrea;

    Zitatform

    Bakker, Peter, Barbara Meifort, Rolf Schmachtenberg, Wilhelm Oberste-Beulmann, Bert Barich, Claudia Weinkopf, Alexander Reinberg, Gabriele Tiemann, Ruth Brandherm & Andrea Seckinger (sonst. bet. Pers.) (2003): Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsmarkt?! Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis. (Gesprächskreis Arbeit und Soziales 101), Bonn, 128 S.

    Abstract

    "Die Broschüre bietet ein differenziertes Bild von der Personengruppe der gering Qualifizierten und ihrer Beschäftigungssituation. Darüber hinaus werden Konzepte und Lösungsansätze vorgestellt, die in der Praxis entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden. Außerdem werden Vorschläge der Hartz-Kommission im Hinblick auf die Verbesserung der Situation der gering Qualifizierten dargestellt." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Exploring low-wage labor with the National Compensation Survey (2003)

    Bernstein, Jared; Gittleman, Maury ;

    Zitatform

    Bernstein, Jared & Maury Gittleman (2003): Exploring low-wage labor with the National Compensation Survey. In: Monthly Labor Review, Jg. 126, H. 11/12, S. 3-12.

    Abstract

    Die Untersuchung nutzt Daten des National Compensation Survey (NCS) aus dem Jahre 2001 der US-Arbeitsstatistik und beschreibt die Charakteristika von Niedriglohn-Jobs. Eingehend analysiert werden die Anforderungen an derartige Arbeitsverhältnisse in Bezug auf Wissen, Komplexität, Kontakte, Arbeitsbedingungen usw. Es zeigt sich, dass rund 22 Prozent aller Arbeitstunden in 2001 mit einem geringeren Verdienst als zwei Drittel des Durchschnittslohns von 8,67 US-Dollar geleistet wurden. Es konnte nicht endgültig geklärt werden, ob Niedriglöhne deshalb gezahlt werden, weil die Arbeitsanforderungen gering sind oder ob die niedrigen Arbeitsanforderungen die Produktivität und damit die Löhne senken. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Who are the chronic poor?: evidence on the extent and the composition of chronic poverty in Germany (2003)

    Biewen, Martin ;

    Zitatform

    Biewen, Martin (2003): Who are the chronic poor? Evidence on the extent and the composition of chronic poverty in Germany. (IZA discussion paper 779), Bonn, 34 S.

    Abstract

    "Based on a multiple spells approach, this paper studies the extent and the composition of chronic poverty in Germany. The results indicate that about one third of cross-sectional poverty in a given year is chronic. The characteristics that are most closely associated with long-term poverty are economic inactivity and pensioner status, while the number of children and the gender of the household head do not seem to have a systematic effect. This is in contrast to cross-sectional results where the biggest poverty risk is usually unemployment and a large number of children, while pensioners do not face particularly high poverty risks. Estimates from a multiple spells hazard model further suggest that 6% of the population have unobserved characteristics that lead to low poverty exit and high re-entry rates, making these individuals likely candidates for chronic poverty. A comparison with results for Great Britain and the United States suggests that poverty is less persistent in Germany" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    U.S. welfare reform: What's relevant for Europe? (2003)

    Blank, Rebecca M.;

    Zitatform

    Blank, Rebecca M. (2003): U.S. welfare reform: What's relevant for Europe? In: CESIfo Economic Studies, Jg. 49, H. 1, S. 49-74.

    Abstract

    "This paper reviews the U.S. welfare reform efforts over the 1990s and the effects of these reforms to date. Seven 'lessons' of potential interest to European observers are discussed, with particular attention to the conclusions of more recent research. Such research indicates, for example, that more effective programs contain both positive and negative incentives, utilise work-first as well as job training programs, and provide some important supports beyond just job and work skills. The paper ends with some speculations about why European policy-makers are becoming more interested in U.S. welfare reform experiments than they have been in the past." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Anreizwirkungen von Lohnsubventionen: welche Bedeutung haben sie für die aktuelle Reformdiskussion? (2003)

    Buslei, Hermann; Steiner, Viktor;

    Zitatform

    Buslei, Hermann & Viktor Steiner (2003): Anreizwirkungen von Lohnsubventionen. Welche Bedeutung haben sie für die aktuelle Reformdiskussion? In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 94-108.

    Abstract

    "In dem Beitrag werden die grundlegenden Erscheinungsformen von Lohnsubventionen in Deutschland und deren Anreizeffekte dargestellt. In der wirtschaftspolitischen Diskussion werden meist nur die Anreizeffekte für die geförderten Gruppen betrachtet. Verdrängungs- und Mitnahmeeffekte führen jedoch dazu, dass die Beschäftigungseffekte in der Regel deutlich geringer ausfallen als die hypothetischen direkten Arbeitsangebots- bzw. Arbeitsnachfrageeffekte von Lohnsubventionen. Die meisten Simulationsstudien zu Lohnsubventionen in Deutschland weisen auf relativ geringe Beschäftigungseffekte hin. Dies ist zum einen auf spezifische institutionelle Regelungen in Deutschland, zum anderen auf eine relativ geringe Lohnelastizität des Arbeitsangebots im Niedriglohnbereich zurückzuführen. Eine deutliche Verbesserung der Arbeitsanreize im Niedriglohnbereich erscheint in Deutschland ohne eine deutliche Reduktion des Sozialhilfeniveaus nur zu prohibitiv hohen fiskalischen Kosten möglich. Die Autoren diskutieren zwei aktuelle Reformschläge, die dieses Dilemma illustrieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    An examination of occupational mobility among full-time workers (2003)

    Gabriel, Paul E.;

    Zitatform

    Gabriel, Paul E. (2003): An examination of occupational mobility among full-time workers. In: Monthly labor review, Jg. 126, H. 9, S. 32-40.

    Abstract

    Die späten 1990er Jahren brachten für die Arbeiter der meisten Branchen in den USA eine wachsende Beschäftigungsstabilität und steigende Reallöhne. Anhand statistischer Längsschnittdaten des National Longitudinal Survey of Youth (NLSY) aus dem Zeitraum 1989-1998 werden die Arbeitsplatzmobilitätsraten vollbeschäftigter junger Lohn- und Gehaltsarbeiter und -arbeiterinnen zwischen 16 und 32 Jahren, ausgenommen der Landarbeiter, ermittelt und die Mobilitätsraten von Männern und Frauen miteinander verglichen. Einige neuere Trends in der Beschäftigungsmobilität vom Eintritt in den Arbeitsmarkt bis zur Mitte des Berufslebens, die sowohl beruflichen Auf- wie auch Abstieg bedeuten können, werden herausgearbeitet. Gesondert werden die demografischen Merkmale von Niedriglohn-Arbeitern und ihre Branchenverteilung im Jahr 2002 betrachtet. Es zeigt sich u.a., dass die Lohnbenachteiligung von Frauen seit den 1990er Jahren abgenommen hat. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    The impact of in-work benefits on poverty and household labour supply: a simulation study of Switzerland (2003)

    Gerfin, Michael ; Leu, Robert E.;

    Zitatform

    Gerfin, Michael & Robert E. Leu (2003): The impact of in-work benefits on poverty and household labour supply. A simulation study of Switzerland. (IZA discussion paper 762), Bonn, 34 S.

    Abstract

    "Income support for working low income families (the 'working poor') is on top of the political agenda in Switzerland. The current social assistance system is considered inadequate to support working poor households. Labour unions propose the introduction of a general minimum wage, whereas the Swiss government promotes in-work benefits. Based on a structural labour supply model this paper provides microsimulation results of the effects of introducing different schemes of in-work benefits. It turns out that adding a minimum hours requirement to the current social assistance system is the most cost-efficient reform. Minimum wages are ineffective in fighting poverty." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Skill-biased technological change in Denmark: a disaggregate perspective (2003)

    Malchow-Moller, Nikolaj; Skaksen, Jan Rose;

    Zitatform

    Malchow-Moller, Nikolaj & Jan Rose Skaksen (2003): Skill-biased technological change in Denmark. A disaggregate perspective. (IZA discussion paper 752), Bonn, 19 S.

    Abstract

    "In this paper, we provide an industry-level analysis of skill-biased technological change (SBTC) in Denmark over the last two decades. The analysis shows that SBTC has varied considerably across industries, and traditionally large Danish industries have experienced relatively less SBTC. This may partly explain why wage inequality between skilled and less skilled has risen less in Denmark than in other countries. We also find that SBTC has been concentrated in already skill-intensive industries. This contains important information about future labour requirements, as the relative importance of these industries must be expected to grow, thereby reinforcing the shift in demand for skilled labour." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    The working poor in 2001 (2003)

    Mosisa, Abraham T.;

    Zitatform

    Mosisa, Abraham T. (2003): The working poor in 2001. In: Monthly Labor Review, Jg. 126, H. 11/12, S. 13-19.

    Abstract

    Der Aufsatz definiert "working poor" als Menschen, die 27 Wochen im Jahr entweder arbeiten oder Arbeit suchen und dabei ein Einkommen unter dem offiziellen Armutsniveau haben (Daten für USA aus amtlichen Statistiken). Insgesamt befinden sich 2001 rund 6,8 Millionen Menschen in 3,7 Familien (4,9 Prozent) in dieser Situation mit Schwerpunkten bei der Bevölkerung spanischer Herkunft, bei den unter 20jährigen, bei Niedriggebildeten sowie bei Frauen. Während 1993 ein Hoch mit fast 7 Prozent der "working poor" erreicht war, das bis 2000 auf 4,5 Prozent sank, lässt sich 2001 erstmals wieder eine Steigerung beobachten. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Lohnkompression im Niedriglohnbereich: eine Ursache für die unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung in Deutschland und den USA? (2003)

    Möller, Joachim;

    Zitatform

    Möller, Joachim (2003): Lohnkompression im Niedriglohnbereich. Eine Ursache für die unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung in Deutschland und den USA? Regensburg, 14 S.

    Abstract

    Im internationalen Vergleich ist die Spreizung der Lohnverteilung in Deutschland vergleichsweise gering ausgeprägt. Insbesondere die fehlende Lohndifferenzierung im Niedriglohnbereich wird als eine wichtige Ursache für die schlechte Beschäftigungsentwicklung gesehen. Nach einigen konzeptionellen Überlegungen über die Wirkung von Lohnkompression auf die beobachtete Verteilung untersucht der vorliegende Beitrag die empirische Evidenz der Einkommensverteilung in den USA und Westdeutschland auf der Grundlage zweier harmonisierter Mikrodatensätze. Die berechneten Ungleichheitsmaße bestätigen zunächst generell die weitaus höhere Ungleichheit in der amerikanischen Einkommensverteilung. Die Kompression der Lohnverteilung in Deutschland ist jedoch links des Medians nicht stärker ausgeprägt als rechts davon. Dieser Befund wird noch unterstützt durch die Untersuchung des Einzelhandels als einem Dienstleistungssektor mit einem im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft geringen Einkommensniveau und deutlich unterschiedlichen Beschäftigungsanteilen in den beiden Ländern. Für Deutschland ergibt sich ein weitgehend symmetrisches Muster der Verteilungsmaße, während die amerikanische Verteilung im Hochlohnbereich eine deutlich höhere Differenzierung aufweist als im Niedriglohnbereich. Dies spricht für einen im amerikanischen Einzelhandel im Niedriglohnbereich existierenden relativen Kompressionseffekt, der möglicherweise durch Minimallohnrestriktionen verursacht wird. Angesichts der Untersuchungsergebnisse 'erscheint es wenig plausibel, dass das seltene Erscheinungsbild des Tütenpackers in Deutschland durch fehlende Lohndifferenzierung begründet werden kann.' (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Möller, Joachim;
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  • Literaturhinweis

    A test of the "Krugman hypothesis" for the United States, Britain, and Western Germany (2003)

    Puhani, Patrick A. ;

    Zitatform

    Puhani, Patrick A. (2003): A test of the "Krugman hypothesis" for the United States, Britain, and Western Germany. (IZA discussion paper 764), Bonn, 74 S.

    Abstract

    "Rising wage inequality in the U.S. and Britain (especially in the 1980s) and rising continental European unemployment (with rather stable wage inequality) have led to a popular view in the economics profession that these two phenomena are related to negative relative demand shocks against the unskilled in the industrialised world, combined with flexible wages in the Anglo-Saxon countries, but institutional rigidities in continental Europe ('Krugman hypothesis'). An alternative view stresses the importance of differing supply changes across countries. However, empirical evidence on these questions is sparse. Furthermore, existing international comparisons often rely on strong assumptions or compromise on data quality. This paper uses large data sets from the U.S., Britain, and western Germany to test the Krugman hypothesis for the 1990s, when unemployment in Germany increased (unlike in the U.S. and Britain, where it fell). British and German evidence is further backed up with alternative data sets for these countries. I find evidence for the Krugman hypothesis when Germany is compared to the U.S. However, supply changes differ considerably between countries, with especially Britain experiencing enormous increases in the relative supply of skills and a relatively constant skill premium." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Geringqualifizierte: In der Krise verdrängt, sogar im Boom vergessen: Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten im Konjunkturverlauf bis 2002 (2003)

    Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;

    Zitatform

    Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2003): Geringqualifizierte: In der Krise verdrängt, sogar im Boom vergessen. Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten im Konjunkturverlauf bis 2002. (IAB-Kurzbericht 19/2003), Nürnberg, 7 S.

    Abstract

    Wie stark die berufliche Qualifikation die Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt bestimmt, kommt unter anderem in den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten zum Ausdruck. In dem Beitrag wird anhand von Daten der Strukturerhebungen der Bundesanstalt für Arbeit und von Sonderauswertungen des Mikrozensus gezeigt, dass Geringqualifizierte nach wie vor zu den Problemgruppen am Arbeitsmarkt gehören. Ihre Arbeitslosenquoten sind mit Abstand die höchsten und ihr Anteil an allen Arbeitslosen liegt derzeit bei 35 Prozent. Selbst bei hohen Wachstumsraten - wie Ende der 80er oder 90er Jahre - ging ihre Beschäftigung kontinuierlich zurück. Von der aktuellen Wachstumskrise sind praktisch alle Qualifikationsebenen betroffen; die Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten hat sich diesmal also nicht überproportional verschlechtert. Dies könnte an gesetzlichen Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung liegen. (IAB2)

    Beteiligte aus dem IAB

    Hummel, Markus;
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  • Literaturhinweis

    Die Beschäftigung von Un- und Angelernten: eine Analyse mit dem Linked Employer-Employee Datensatz des IAB (2003)

    Schank, Thorsten ;

    Zitatform

    Schank, Thorsten (2003): Die Beschäftigung von Un- und Angelernten. Eine Analyse mit dem Linked Employer-Employee Datensatz des IAB. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 3, S. 257-270.

    Abstract

    "Der Beitrag verwendet Daten eines neuen Linked Employer-Employee Datensatzes des IAB (LIAB), der das IAB-Betriebspanel und die Historikdatei der Beschäftigtenstatistik miteinander verbindet, um für 1993-1997 die Nachfrage nach Un- und Angelernten zu analysieren. Die un- und angelernten Beschäftigten werden dabei nach einem tätigkeitsorientierten Konzept identifiziert. Die Analysen bestätigen den postulierten Zusammenhang zwischen technischem Fortschritt (gemessen durch den technischen Stand der Anlagen sowie durch Investitionen in IT) und einem geringeren betrieblichen Anteil an Un- und Angelernten. Demgegenüber wurde nur teilweise eine negative Beziehung zwischen internationaler Verflechtung (approximiert durch die Exportquote) und der Nachfrage nach Un- und Angelernten ermittelt. Sowohl Querschnitts- als auch Längsschnittsregressionen zeigen einen negativen Zusammenhang zwischen dem Anteil der Un- und Angelernten in einem Betrieb und dem betrieblichen Durchschnittslohn für Un- und Angelernte. Der geschätzte Parameter aus einer OLS-Schätzung impliziert beispielsweise, dass Betriebe mit einem um fünf Prozent geringeren Durchschnittslohn für Un- und Angelernte einen um einen Prozentpunkt höheren Anteil von Un- und Angelernten an der Gesamtbeschäftigung aufweisen. Somit wird die These unterstützt, dass es auch deshalb zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote der Un- und Angelernten gekommen ist, weil eine zu rigide Lohnstruktur die durch den technologischen Fortschritt entstandenen Nachfrageprobleme der Un- und Angelernten nicht ausgleicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Effektiv gezahlte Niedriglöhne in Deutschland (2003)

    Schäfer, Claus;

    Zitatform

    Schäfer, Claus (2003): Effektiv gezahlte Niedriglöhne in Deutschland. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 7, S. 420-428.

    Abstract

    "Aus einem WSI-Gutachten für die NRW-Landesregierung werden die empirischen Analyseergebnisse zu Niveau und Struktur von Niedriglöhnen in Deutschland referiert. Mikroökonomische Datenbasis ist die IAB-Beschäftigtenstichprobe mit ihren individuellen Verdienstangaben zu sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten. Die Darstellung konzentriert sich auf Prekärlöhne zwischen 50 bis unter 75 % des Vollzeit-Durchschnittslohns sowie Armutslöhne unter 50 % des Vollzeit-Durchschnittslohns in Westdeutschland und Nordrhein-Westfalen. Neben dem Ausmaß dieser Teilsektoren im Niedriglohnsektor wird die Häufigkeitsverteilung der Niedriglohn-BezieherInnen auf Merkmale wie Geschlecht, Alter, Ausbildung, Tätigkeit, Betriebsgröße, Wirtschaftszweig-Zugehörigkeit untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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