Berufliche Mobilität
Eine Tätigkeit, die mehr Spaß verspricht, ein höheres Gehalt oder bessere Entwicklungsperspektiven: Es gibt viele Gründe, nicht länger im erlernten oder ausgeübten Beruf tätig zu sein. Nicht immer sind sie jedoch so erfreulich: Auslöser kann auch eine Entlassung sein.
Dieses Themendossier bietet Literaturhinweise zur beruflichen Mobilitätsforschung in Deutschland und in anderen Ländern. Sie erschließt theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse - beispielsweise zu den Fragen: Sind Berufswechsel lohnend? Für wen sind sie mit besonderen Risiken verbunden? Wie gut lassen sich bei einem beruflichen Neustart die bisher erworbenen Qualifikationen verwerten?
Im Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Ergebnisse aus dem IAB
- Theoretische Konzepte und Methoden
-
Berufliche Mobilität in Deutschland
- Institutionelle und sozioökonomische Determinanten beruflicher Mobilität
- Berufliche Mobilität bei Einzelberufen/Berufsgruppen/Fachrichtungen
- Berufliche Mobilität bei besonderen Personengruppen
- Berufliche Mobilität und Qualifikation
- Berufliche Mobilität und Einkommen
- Berufliche Mobilität und Auf-/Abstiegsprozesse
- Berufliche Mobilitätsverläufe
- Berufliche Mobilität in anderen Ländern
-
Literaturhinweis
Mobilität und Mobilitätsbereitschaft von Arbeitslosen (IAB-Kurzbericht 23.7.1985) (1986)
Zitatform
(1986): Mobilität und Mobilitätsbereitschaft von Arbeitslosen (IAB-Kurzbericht 23.7.1985). In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg (1986): Kurzberichte 1985 (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 42.7), S. 68-72.
Abstract
"Im Hinblick auf die häufig gestellte Frage, ob nicht doch ein großer Teil der Arbeitslosigkeit auf unzureichende Anpassungsbereitschaft der Arbeitslosen selbst zurückzuführen sei", wurden im Sommer 1983 etwa 1600 Personen befragt, von denen zu diesem Zeitpunkt 40 % Langfristarbeitslose waren, 42 % waren erwerbstätig, die übrigen aus dem Erwerbsleben ausgeschieden. In dem Kurzbericht werden die Ergebnisse der Befragung zur Mobilität bei der beruflichen Wiedereingliederung bzw. zur Mobilitätsbereitschaft von Langfristarbeitslosen wiedergegeben. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Zur beruflichen Mobilität von ABM-Teilnehmern (IAB-Kurzbericht 5.2.1985) (1986)
Zitatform
(1986): Zur beruflichen Mobilität von ABM-Teilnehmern (IAB-Kurzbericht 5.2.1985). In: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg (1986): Kurzberichte 1985 (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 42.7), S. 1-4.
Abstract
"Aus der Erhebung zur Struktur der Bewegungsvorgänge bei Arbeitslosen im Jahr 1984 ist u.a. bekannt, ob und ggf. welchen Beruf die in ABM vermittelten Arbeitnehmer vor der Arbeitslosmeldung ausgeübt haben und welchen Beruf sie in der geförderten ABM-Tätigkeit ausüben (jeweils gemessen an den Kennziffern für die Berufsabschnitte). Aus dem Vergleich dieser Angaben kann auf das Ausmaß der beruflichen Mobilität beim Übergang in ABM geschlossen werden. Die Betrachtung der Mobilitätsvorgänge konzentriert sich hier auf Berufe, die entweder als Herkunftsberuf (in der letzten Tätigkeit vor der Arbeitslosigkeit) oder als Einmündungsberuf (in ABM) mindestens 5 % der jeweiligen Gesamtheit ausmachten." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Berufseintritt und Berufsverlauf: eine Kohortenanalyse über die Bedeutung des ersten Berufs in der Erwerbsbiographie (1985)
Blossfeld, Hans-Peter;Zitatform
Blossfeld, Hans-Peter (1985): Berufseintritt und Berufsverlauf. Eine Kohortenanalyse über die Bedeutung des ersten Berufs in der Erwerbsbiographie. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 18, H. 2, S. 177-197.
Abstract
"Die Studie versucht auf der Grundlage einer Kohortenanalyse drei Fragen zu klären: Inwieweit ist der spätere Berufsverlauf durch die berufliche Erstplazierung bereits weitgehend vorgezeichnet und geprägt? Wie unterscheiden sich die Berufsverläufe von Personen, die jeweils zu unterschiedlichen historischen Bedingungskonstellationen in das Erwerbssystem einsteigen? Und: Wie wirkt sich der Wandel der sozialstrukturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen auf die Erwerbstätigen in unterschiedlichen Karrierephasen aus? Dazu werden Theorien und Ansätze aus der neueren Mobilitätsforschung diskutiert, die anschließend auf der Basis der Sfb-Lebensverlaufsstudie und dem BIBB/IAB- Bildungs- und Berufsverlaufsdatensatz empirisch überprüft werden. Es kann gezeigt werden, daß sich die verschiedenen Geburtskohorten nach ihren Bildungssressourcen und in bezug auf die Struktur ihrer beruflichen Erstplazierung deutlich voneinander unterscheiden. Je nach dem historischen Eintrittsbedingungssystem in das Beschäftigungssystem findet man ausgeprägte Unterschiede in der Erwerbsbiographie von Geburtskohorten. Die dadurch bewirkte Prägung der späteren Erwerbschancen wird auch durch Karrieremechanismen wie Bewährung und Seniorität sowie durch die Schaffung von neuen Berufsmöglichkeiten im Rahmen des wirtschaftlichen Strukturwandels nicht vollständig kompensiert. Eine Behinderung, die eine Kohorte beim Eintritt in das Erwerbsleben hinnehmen muß, kann später kaum ausgeglichen werden, ein Vorsprung, den eine Kohorte in dieser Phase erreicht, bleibt auf Dauer bestehen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wird die Befürchtung geäußert, daß die gegenwärtigen Arbeitsmarktprobleme der Berufsanfänger nicht nur kurzfristige Deprivationen, sondern eine Benachteiligung auf Dauer sein könnten." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Mobilitätsprozesse auf dem Arbeitsmarkt (1985)
Knepel, Helmut; Hujer, Reinhard;Zitatform
Knepel, Helmut & Reinhard Hujer (Hrsg.) (1985): Mobilitätsprozesse auf dem Arbeitsmarkt. (Schriftenreihe / Sonderforschungsbereich 3 der Universitäten Frankfurt und Mannheim "Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik" 13), Frankfurt: Campus-Verl., 360 S.
Abstract
"Die Kenntnis der Funktionsweise des Arbeitsmarktes ist von entscheidender Bedeutung für den Einsatz und die Dosierung politischer Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Band neuere theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse der Mobilitätsforschung vorgestellt. Anhand verschiedener Datensätze und mit Hilfe unterschiedlicher methodischer Ansätze werden für die Arbeitsmarktentwicklung bedeutsame Ausgleichs- und Anpassungsprozesse zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage analysiert. Im Mittelpunkt steht die berufliche Mobilität in der Bundesrepublik Deutschland, deren Ursachen und Auswirkungen auf die Einkommensentwicklung, auf die individuelle Wohlfahrt und die Dynamik von Arbeitsmarktprozessen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Schulische Qualifikationen und Berufskarriere: Analyse von Schlüsselqualifikationen jüngerer Erwerbspersonen eines Industrieunternehmens und ihr Einfluß auf die erste Phase ihrer Berufskarriere (1985)
Meister, Johannes-Jürgen;Zitatform
Meister, Johannes-Jürgen (1985): Schulische Qualifikationen und Berufskarriere. Analyse von Schlüsselqualifikationen jüngerer Erwerbspersonen eines Industrieunternehmens und ihr Einfluß auf die erste Phase ihrer Berufskarriere. (Materialien zur Berufs- und Arbeitspädagogik 02), Villingen-Schwenningen: Neckar-Verlag, 133 S.
Abstract
Die Studie "versucht, den allmählichen qualifikatorischen Wandel auf dem Facharbeiterniveau aufzuzeigen". Ihr liegt eine Analyse eines umfangreichen, anonymisierten Datensatzes aus der Personaldatei der Firma Siemens zugrunde. Aus dieser Analyse "geht exemplarisch hervor, daß für Jugendliche mit einem Bildungsabschluß unterhalb eines mittleren Bildungsabschlusses am Ende der 10. Jahrgangsstufe sowohl im metall- und elektrotechnischen - als auch auch im kaufmännischen Bereich das Spektrum ihrer Ausbildungsmöglichkeiten stark eingegrenzt ist. Zwar konnten und können sie hochqualifizierte gewerblich-technische Berufe erlernen, aber bei der Besetzung qualifizierter Arbeitsplätze waren sie Konkurrenten mit höheren schulischen Qualifikationen unterlegen. Kenzeichnend scheint für sie zu sein, daß sie auch nach dem Abschluß einer qualifizierten Ausbildung eher von beruflicher Dequalifikation bedroht sind als andere. Die Untersuchung verdeutlicht anhand der analysierten Tätigkeitsmerkmale und Tätigkeitsfelder die Substitutionsmöglichkeiten verschiedener Ausbildungsberufe. Eine wichtige Rolle bei der Besetzung eines qualifizierten Arbeitsplatzes spielt auch die Tatsache, ob die Ausbildung im gleichen Betrieb abgeschlossen wurde oder nicht.
Bemerkenswert ist die Beobachtung, daß ausgebildete Fachkräfte mit ranghöheren formalen schulischen Qualifikationen eher zum Status eines Angestellten aufsteigen. Am oberen Ende der Qualifikationsskala gleichen sich die Unterschiede zwischen Fachhochschul- und Hochschulabsolventen teilweise schon in den ersten Jahren einer Berufskarriere aus. Unterschiede im Einkommen und in der beruflichen Position nivellieren sich sehr bald. Die Untersuchung unterstreicht ferner die weithin bekannten ungleichen Arbeits- und Berufssituationen von männlichen und weiblichen Arbeitskräften, ebenso wie die von deutschen und ausländischen Arbeitnehmern. Folgerungen werden insbesondere in Hinblick auf eine bessere Berufsorientierung und verstärkte berufspropädeutische Lerninhalte im allgemeinbildenden Schulwesen gezogen." (IAB2) -
Literaturhinweis
Das VASMA-Projekt: Ergebnisse und Erfahrungen. Abschlußbericht (1985)
Müller, Walter; Terwey, Michael;Zitatform
(1985): Das VASMA-Projekt. Ergebnisse und Erfahrungen. Abschlußbericht. Mannheim, 172 S.
Abstract
"Im Rahmen ihres Schwerpunktes 'Industriegesellschaften im Wandel' hat die Stiftung Volkswagenwerk von 1979 - 1984 das Projekt 'Vergleichende Analysen der Sozialstruktur mit Massendaten' (VASMA) gefördert. Das Projekt hat zwei Hauptziele: Es wollte erstens eine Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur in den Sozialwissenschaften leisten. Das Projekt wollte zweitens einen Beitrag zum Verständnis und zur Erklärung zentraler Aspekte des sozialen Wandels, von dem die hochentwickelten Industriegesellschaften in der Vergangenheit wie in der Gegenwart betroffen sind, leisten. Der Schlußbericht will die wichtigsten Arbeitsschwerpunkte beschreiben, einige Forschungserfahrungen reflektieren und zusammenfassend die vorliegenden Veröffentlichungen und verschiedenen Infrastrukturleistungen des Projektes dokumentieren. Die inhaltliche Arbeit (Abschnitte III-VI des Berichtes) läßt sich folgenden vier Schwerpunkten des Forschungsantrags zuordnen: - Historisch-vergleichende Studie zum langfristigen Wandel der Erwerbsstruktur in Deutschland in den zurückliegenden 150 Jahren
- Strukturwandel der Frauenarbeit 1880 - 1980
- Gegenwartsbezogene Analysen von Strukturen und Trends sozialer Ungleichheit in der Bundesrepublik Deutschland
- Internationale Vergleiche von Beschäftigungssystem und Mobilitätsmuster in fortgeschrittenen Industriegesellschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Wird die "Zweite Schwelle" immer höher?: empirische Ergebnisse zum Übergang von der betrieblichen Berufsausbildung in die Erwerbstätigkeit (1985)
Stegmann, Heinz;Zitatform
Stegmann, Heinz (1985): Wird die "Zweite Schwelle" immer höher? Empirische Ergebnisse zum Übergang von der betrieblichen Berufsausbildung in die Erwerbstätigkeit. In: M. Kaiser, R. Nuthmann & H. Stegmann (Hrsg.) (1985): Berufliche Verbleibsforschung in der Diskussion : Materialien eines Forschungsseminars im IAB. Materialband 1: Schulabgänger aus dem Sekundarbereich I beim Übergang in Ausbildung und Beruf (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 90.1), S. 379-419.
Abstract
"In den Ausführungen werden die Übergangsprobleme an der zweiten Schwelle vor allem unter drei Fragestellungen behandelt: (1) In welchem Umfang wird von den jungen Fachkräften nach Abschluß der Ausbildung der Betrieb gewechselt? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? (2) Wie häufig ist nach Abschluß der Ausbildung ein Wechsel des Berufs zu verzeichnen? Auch hier wird nach den Bstimmungsfaktoren für einen Berufswechsel gefragt. (3) In welchem Ausmaß treten Arbeitslosigkeit bzw. nich-ausbildungsadäquate Beschäftigung nach Abschluß der betrieblichen Ausbildung auf? Welche Teilgruppen sind davon in überdurchschnittlichem Umfang betroffen? Ziel dieses Beitrages ist es, das Übergangsverhalten Jugendlicher an der Schwelle von der betrieblichen Berufsbildung in ein Beschäftigungsverhältnis (a) unter aktuellen Gesichtspunkten und (b) unter längerfristigen Entwicklungen zu beschreiben und - bei vorliegenden Daten - auch zu erklären. Nach Möglichkeit wird dabei auch die berufliche Gliederung berücksichtigt. Die dargestellten Ergebnisse stützen sich auf folgende Datenquellen:
- IAB-Längsschnittuntersuchung "Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem" (Methode: postalische Erhebungen).
- Retrospektivanalysen des IAB zum Ausbildungs- und Berufsverlauf (Methode: mündliche Befragungen).
- Geschäftsstatistiken der Bundesanstalt für Arbeit, in denen Bestände, Zu- und Abgänge von Arbeitslosen registriert werden." (Autorenreferat) -
Literaturhinweis
Mangelnde Faktormobilität: eine Ursache der Arbeitslosigkeit? (1985)
Zitatform
Wagner, Joachim (1985): Mangelnde Faktormobilität. Eine Ursache der Arbeitslosigkeit? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 65, H. 6, S. 297-303.
Abstract
"In der aktuellen Diskussion um die Ursachen der Massenarbeitslosigkeit wird häufig die These vertreten, eine zu geringe regionale, sektorale und berufliche Mobilität der Arbeitskräfte sei ein bedeutendes Hindernis für mehr Wirtschaftswachstum mit höherer Beschäftigung. Ist die Faktormobilität im Vergleich zu vorher gesunken? Ist von einer erhöhten Faktormobilität ein entscheidender Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit zu erwarten?" Der Verfasser untersucht, ob zu geringe regionale Mobilität oder mangelnde bzw. gesunkene berufliche und sektorale Mobilität belegt werden können. Ebenso werden die Forderungen nach einer Flexibilisierung der Lohnstruktur kritisch diskutiert und einige Einwände gegen eine solche Strategie thematisiert. "Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß es gegen die These, eine zu geringe regionale, sektorale und berufliche Mobilität der Arbeitskräfte sei ein bedeutendes Hindernis für mehr Wirtschaftswachstum mit höherer Beschäftigung, und gegen wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Mobilitätsförderung etwa durch Flexibilisierung der Lohnstrukturen eine ganze Reihe von Einwänden gibt. Solange ein globales Ungleichgewicht zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage besteht, kann auch von einer noch so großen Mobilität kein entscheidender Impuls zum Abbau der Massenarbeitslosigkeit erwartet werden. Vor einer übertriebenen Hoffnung in bezug auf den möglichen Beitrag einer gesteigerten (bzw. zu steigernden) Mobilität zu einem Strukturwandel für Wachstum und mehr Beschäftigung ist schließlich auch angesichts der Mobilitätskosten und der Bedeutung des internen strukturellen Wandels zu warnen." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Arzthelferinnen zwischen Ausbildung und Beruf: Ergebnisse einer Befragung von Arzthelferinnen beim Übergang von der Berufsausbildung in die Erwerbstätigkeit (1984)
Bau, Henning;Zitatform
Bau, Henning (1984): Arzthelferinnen zwischen Ausbildung und Beruf. Ergebnisse einer Befragung von Arzthelferinnen beim Übergang von der Berufsausbildung in die Erwerbstätigkeit. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 13, H. 6, S. 197-203.
Abstract
"Nach dem Wechsel von der Schule in die Berufsausbildung bedeutet der Übergang von der Ausbildung in die Erwerbstätigkeit eine weitere Hürde für junge Menschen auf ihrem Berufsweg. Die Aussichten der Arzthelferinnen, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden, sind im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen ungünstig. Drei Monate nach erfolgreicher Prüfung arbeiten nur zwei von drei Arzthelferinnen im erlernten Beruf, die übrigen sind arbeitslos, haben eine andere Ausbildung begonnen oder den Beruf gewechselt. Der Bericht befaßt sich sowohl mit Fragen der Ausbildung als auch mit der Erwerbssituation nach Beendigung der Lehrzeit, insbesondere mit der Frage, wie viele Arzthelferinnen zu welchem Zeitpunkt aus welchen Gründen aus der Erwerbstätigkeit ausscheiden." Er beruht auf einer schriftlichen Befragung von 728 Arzthelferinnen des Prüfungsjahrgangs 1983. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsaussichten von Fachkräften mit betrieblicher Berufsausbildung (1984)
Hofbauer, Hans;Zitatform
Hofbauer, Hans (1984): Beschäftigungsaussichten von Fachkräften mit betrieblicher Berufsausbildung. In: (1984): Handbuch zur Berufswahlvorbereitung, S. 220-232.
Abstract
Der Beitrag beschreibt die Arbeitsmarktsituation von Absolventen einer betrieblichen Berufsausbildung anhand von Daten aus einer im Jahre 1979 vom IAB und dem Bundesinstitut für Berufsbildung gemeinsam durchgeführten Erhebung. Dargestellt werden die Zahl der Erwerbstätigen mit betrieblicher Berufsausbildung, die Verwertbarkeit der Ausbildungsinhalte, Berufswechsel, Fluktuation, Arbeitseinkommen, Arbeitslosigkeit, Berufswege von Erwerbstätigen mit Facharbeiterausbildung und von Erwerbstätigen mit betrieblicher Ausbildung für einen Angestelltenberuf. (IAB)
-
Literaturhinweis
Bildungsexpansion, Beschäftigung und Mobilität: ein empirischer Vergleich zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn (1984)
Kaiser, Manfred; Robert, Peter; Kolosi, Tamas;Zitatform
Kaiser, Manfred, Tamas Kolosi & Peter Robert (1984): Bildungsexpansion, Beschäftigung und Mobilität. Ein empirischer Vergleich zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 17, H. 3, S. 388-406.
Abstract
"Unter Zuhilfenahme repräsentativer Datenmaterialien für die gesamte Erwerbsbevölkerung und bei Abiturienten der Geburtsjahrgänge zwischen 1946 bis 1955 werden in einem deutsch-ungarischen Ländervergleich die Wirkungen der Abiturienten- und Akademikerexpansion als typische Kennzeichen der Bildungsexpansion auf intergenerative Mobilitätsvergänge und Beschäftigung untersucht. In Ungarn ist die intergenerative Mobilität sowohl in der Erwerbsbevölkerung als auch bei den Abiturienten stärker ausgeprägt als in der Bundesrepublik Deutschland. Der länderspezifische Mobilitätsvergleich enthüllte systembedingte Mobilitätsunterschiede aber auch gleichlaufende Mobilitätsmuster. So kommen in beiden Ländern bei den Hochschulabsolventen relativ häufig Aufstiege von Angestellten-/Beamtenkindern in die Gruppe der Freiberufler/traditionellen Akademikerberufe vor. - In Ungarn ist der Anteil der Abiturienten an der gleichaltrigen Bevölkerung (Abiturientenquote) größer als in der Bundesrepublik; hier ist trotzdem der Anteil der Akademiker an der gleichaltrigen Erwerbsbevölkerung (Akademikerquote) höher als in Ungarn. So stellt im Vergleich zu Ungarn das deutsche Abitur für die Mehrzahl der Abiturienten eine Einbahnstraße über ein Hochschulstudium zu den höherwertigen beruflichen Positionen (Professionalisierung) dar. In Ungarn hingegen eröffnet das Abitur noch weitere Wege und löst somit in relativ großer Zahl intergenerative Mobilitätsvorgänge innerhalb der 'Arbeiterschaft' aus." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Berufsbiographie, erzwungene Umschulung und psycho-soziale Belastungen (1984)
Möller, Michael;Zitatform
Möller, Michael (1984): Berufsbiographie, erzwungene Umschulung und psycho-soziale Belastungen. (Pahl-Rugenstein-Hochschulschriften Gesellschafts- und Naturwissenschaften 163), Köln: Pahl-Rugenstein, 142 S.
Abstract
"Die Intention der ... Arbeit besteht ... zum einen darin, die gesellschaftlichen Ursachen, die einen Berufswechsel erzwingen, und zum anderen die mit dem Zwang zum Berufswechsel verbundenen Auswirkungen auf die Persönlichkeit zu analysieren. ... Zentrales Anliegen ist ... die Analyse der objektiven Zwangsmechanismen, die einen Berufswechsel bewirken, sowie die mit dieser Situation verbundenen Einwirkungen auf die Persönlichkeit.
Die Arbeit gliedert sich somit in eine soziologisch und ökonomisch orientierte Analyseebene und in eine Analyseebene, die eher dem Bereich der Sozialpsychologie bzw. der Sozialisationsforschung zuzuordnen wäre. ...
Die Untersuchung des Gegenstandsbereichs "Persönlichkeitsdeformation durch den Zwang zum Berufswechsel" erfolgt auf zwei Analyseebenen:
++ Bestimmung der Zwangsmechanismen, die zum Berufswechsel führen können - Analyse der ökonomischen Entwicklung im Kapitalismus und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssituation der Bechäftigten (Teil II).
Bestimmung der mit dem Zwang zum Berufswechsel einhergehenden Auswirkungen auf das Subjekt - Analyse der Persönlichkeitsentwicklung in kapitalistischen Produktionsverhältnissen (Teil III)." (IAB2) -
Literaturhinweis
Die Mobilität von Facharbeitskräften kleiner und mittlerer Unternehmungen (1984)
Schmidt, Karl-Heinz;Zitatform
Schmidt, Karl-Heinz (1984): Die Mobilität von Facharbeitskräften kleiner und mittlerer Unternehmungen. (Göttinger handwerkswirtschaftliche Studien 33), Göttingen: Schwartz, 137 S.
Abstract
"Die Studie vermittelt einen Aufriß von den Bewegungsvorgängen der berufsfachlich ausgebildeten Facharbeitskräfte im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmungen. Sie zeigt, daß diese Facharbeitskräfte in hohem Maße mobil sind, aber sie weist auch auf Ansatzpunkte zur künftigen Gestaltung der beruflichen Aus- und Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland hin. Die Ergebnisse sprechen für das Festhalten am "dualen System", doch zugleich unterstützen sie die Bestrebungen, die Inhalte der beruflichen Aus- und Fortbildung noch stärker auf Flexibilität, Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Technologien und Verantwortung am Arbeitsplatz auszurichten. Das deutsche "Meister-System" könnte sich dann auch wieder als Vorbild für die Organisation der beruflichen Bildung in der Welt erweisen." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Tendenzen der Strukturierung des Arbeitsmarktes in der Bundesrepublik Deutschland: eine Untersuchung von Mobilitätsprozessen und Einkommens-(Verdienst-)Verläufen bei deutschen Arbeitnehmern von Anfang 1974 bis Ende 1979 (1984)
Weißhuhn, Gernot;Zitatform
Weißhuhn, Gernot (1984): Tendenzen der Strukturierung des Arbeitsmarktes in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Untersuchung von Mobilitätsprozessen und Einkommens-(Verdienst-)Verläufen bei deutschen Arbeitnehmern von Anfang 1974 bis Ende 1979. Berlin, 123 S., Anhang.
Abstract
"Die Pilot-Untersuchung bilden einen Versuch, anhand einer ersten, vorläufigen Verlaufsstichprobe aus der Beschäftigtenstatistik Mobilitätsvorgänge und Verdienstverläufe deutscher Arbeitnehmer zu untersuchen. Der Kreis der in Frage kommenden Arbeitnehmer umfaßte solche, die mindestens 1974 und 1979 ein Beschäftigungsverhältnis aufwiesen und beträgt rund 542000 Personeen." (Autorenrreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufsverlauf nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung (1983)
Hofbauer, Hans;Zitatform
Hofbauer, Hans (1983): Berufsverlauf nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 16, H. 3, S. 211-234.
Abstract
"Eine Analyse der Berufsverläufe nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung anhand der Daten aus der Beschäftigtendatei brachte u.a. folgende Ergebnisse: 1. Von den 460 000 Personen, die im Jahr 1975 eine betriebliche Berufsausbildung mit Erfolg abgeschlossen hatten, waren Ende 1976, also ca. 18 Monate nach Abschluß der Ausbildung, nur noch etwa 40% im Ausbildungsbetrieb tätig: 23% waren aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ausgeschieden (in weiterer Ausbildung, erwerbslos, Wehr- bzw. Ersatzdienst etc.) und 37% waren in einen anderen Betrieb übergewechselt. Bezogen auf die Ende 1976 noch sozialversicherungspflichtig beschäftigten Absolventen waren 48% nicht mehr im Ausbildungsbetrieb tätig. Die unterschiedlichen Verhältnisse in den einzelnen Wirtschaftgruppen werden dargestellt. 2. Mit dem Ausscheiden aus dem Ausbildungsbetrieb nach Abschluß der Ausbildung ist häufig auch ein Berufs- und Statuswechsel verbunden: 24% derjenigen, die eine Facharbeiterausbildung mit Erfolg abgeschlossen hatten und danach aus dem Ausbildungsbetrieb ausgeschieden waren, waren als Hilfs- bzw. angelernte Arbeiter beschäftigt (noch im Ausbildungsbetrieb: 6%). 3. Andererseits sind Facharbeiter mit bestimmten Ausbildungen in hohem Maße in der Weise flexibel, daß sie außerhalb ihres Ausbildungsberufes als Facharbeiter tätig sind. Ausgebildete Kraftfahrzeugmechaniker z.B. arbeiteten ca. 18 Monate nach Abschluß ihrer Ausbildung in etwa 45 anderen Berufen als Facharbeiter. 4. Das Arbeitseinkommen der Fachkräfte nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung streut je nach Ausbildungsberuf sehr stark: Ausgebildete Chemiefacharbeiter, Rohrschlosser oder Lithographen z.B. verdienen etwa doppelt so viel wie ausgebildete Floristen, Verkäufer oder Drogisten. Bei gleichem Ausbildungsberuf zeigen sich vielfach geschlechtsspezifische Unterschiede; meist ist das Arbeitseinkommen bei den männlichen Absolventen höher." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vom Ausbildungs- zum Arbeitsvertrag: Übernahmeangebot, beabsichtigter Betriebswechsel sowie tatsächliches Übergangsverhalten nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung (1983)
Stegmann, Heinz; Kraft, Hermine;Zitatform
Stegmann, Heinz & Hermine Kraft (1983): Vom Ausbildungs- zum Arbeitsvertrag. Übernahmeangebot, beabsichtigter Betriebswechsel sowie tatsächliches Übergangsverhalten nach Abschluß der betrieblichen Berufsausbildung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 16, H. 3, S. 235-251.
Abstract
"Mit einer Analyse im Rahmen der IAB-Längsschnittuntersuchung "Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem" konnte geprüft werden, welche Faktoren für die Übernahme von Absolventen einer betrieblichen Berufsausbildung in ein Arbeitsverhältnis von Bedeutung sind. Folgende Ergebnisse sind hervorzuheben: ++ Ein knappes Drittel (29%) der ausgebildeten Fachkräfte wollte von sich aus den Ausbildungsbetrieb sofort nach erfolgreicher Abschlußprüfung verlassen. ... ++ Die Betriebe orientieren sich bei einem Übernahmeangebot stark an den während der Ausbildung erbrachten Leistungen in den praktischen Fächern. Kleinbetriebe bieten den ausgebildeten Fachkräften die Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis nur in unterdurchschnittlichem Umfang an. ++ Bis zu einem Jahr nach Abschluß der Ausbildung sind zwei von fünf Fachkräften nicht mehr im Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Neben dem Risiko, arbeitslos zu werden, ist mit einem Betriebswechsel auch eine geringere Verwendbarkeit der in der Ausbildung erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten verbunden. ... ++ Jede vierte erwerbstätige Fachkraft hat bis zu einem Jahr nach Abschluß der Ausbildung bereits mindestens einmal den Beruf gewechselt (ohne Betriebswechsel: 17%; mit Betriebswechsel: 41%). ... ++ Jede zweite Fachkraft, die nicht mehr im Ausbildungbetrieb beschäftigt ist und mindestens einmal den Beruf gewechselt hat, war Ende 1980 erwerbslos oder konnte nur wenig oder nichts von den erlernten Kenntnissen verwerten." (Autorenreferat)
-
Literaturhinweis
Stabilität und Flexibilität bei der beruflichen Eingliederung (1982)
Horstmann, Kurt;Zitatform
Horstmann, Kurt (1982): Stabilität und Flexibilität bei der beruflichen Eingliederung. In: (1982): Die Aussiedler in der Bundesrepublik Deutschland. Forschungen der AWR Deutsche Sektion. 2. Ergebnisbericht. Anpassung, Umstellung, Eingliederung, S. 223-237.
Abstract
Der Beitrag behandelt die berufliche Mobilität von Aussiedlern, die im Rahmen einer Langzeitstudie (1976-1979) untersucht wurde. Es wird gezeigt, daß die Spätaussiedler bei ihrer wirtschaftlichen Eingliederung erhebliche berufliche Umstellungen in Kauf nehmen müssen. Bei der Beurteilung des häufigen Berufswechsels darf jedoch nicht einseitig davon ausgegangen werden, daß er durch die Arbeitsmarktverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland erzwungen worden wäre und unbedingt zu einem sozialen Abstieg geführt habe. Es müssen auch die persönlichen Anlagen und Neidungen der Aussiedler als möglicher Grund zu einem Berufswechsel in Betracht gezogen werden. Außerdem war häufig die berufliche Qualifikation der Berufsbewerber nicht vorhanden oder nicht ausreichend glaubhaft gemacht oder sie hatten vor der Aussiedlung in den Herkunftsgebieten Tätigkeiten ausgeübt, die im Wirtschaftsbereich des Bundesgebiets auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt sind (z.B. landwirtschaftliche Traktoristen). Aus diesen oder anderen Gründen haben Aussiedler von sich aus den Wunsch nach einem Berufswechsel gehabt oder die Gelegenheit dazu gern wahrgenommen. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Berufswege von Erwerbstätigen mit Facharbeiterausbildung (1981)
Hofbauer, Hans;Zitatform
Hofbauer, Hans (1981): Berufswege von Erwerbstätigen mit Facharbeiterausbildung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 14, H. 2, S. 127-138.
Abstract
"In der Bundesrepublik Deutschland gibt es derzeit 8,36 Mio. deutsche Erwerbstätige mit Facharbeiterausbildung. Davon sind jedoch nur 3,80 Mio., das sind 45%, als Facharbeiter beschäftigt. Die übrigen verteilen sich auf folgende Gruppen (jeweils in % aller ausgebildeten Facharbeiter): 1,34 Mio. (16%) haben nach der Facharbeiterausbildung eine zusätzliche Berufsausbildung absolviert und sind nicht mehr als Facharbeiter tätig. Ohne zusätzliche Berufsausbildung sind in andere Gruppen übergegangen: 1,35 Mio. (16%) in die Gruppe der Angestellten, 0,87 Mio. (11%) in die Gruppe der Hilfs- und angelernten Arbeiter, 0,54 Mio. (7%) in die Gruppe der Selbständigen (einschl. Mithelfender), 0,36 Mio. (4%) in die Gruppe der Beamten. Diese einzelnen Gruppen werden näher analysiert und dabei vor allem folgende Fragen angesprochen: Wie setzen sich diese Gruppen nach sozio-demographischen und beruflichen Merkmalen zusammen? In welcher Lebensphase erfolgt überwiegend der Abgang aus der Facharbeiterschaft? Wieviel von der Facharbeiterausbildung kann in der jetzigen Tätigkeit noch verwertet werden?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Bildungs- und Beschäftigungssysteme als Determinanten beruflicher Mobilität von Männern: Ein Vergleich zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland (1981)
Zitatform
König, Wolfgang (1981): Bildungs- und Beschäftigungssysteme als Determinanten beruflicher Mobilität von Männern. Ein Vergleich zwischen Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland. Mannheim: Universität Mannheim, 168 S.
Abstract
"Das Ziel dieser Arbeit ist der systematische Vergleich beruflicher Mobilität in zwei europäischen Industrieländern, Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland. Ausgangspunkt für erwartete Länderdifferernzen sind Unterschiede in den Bildungs- und Beschäftigungssystemen, welchen ich zusammen mit spezifischen Besonderheiten der ökonomischen, demographischen und globalen historischen Entwicklung dieser politischen Einheiten eine systematische Wirkung auf berufliche Mobilitätsmuster unterstelle." "Theoretische Erwägungen und Gründe der Arbeitsökonomie haben zu verschiedenen Eingrenzungen des Untersuchungsgegenstandes geführt. Erstens beschränke ich mich auf Männer, da bei Frauen grundlegend andersgeartete Karrieremuster zu erwarten sind, sowie - unfreiwilligerweise - auf Einheimische. Zweitens untersuche ich intragenerationale Mobilität in sehr eingegrenztem Sinne, nämlich als Berufsklassenwechsel zwischen 1965 und 1970. 'Karrieremobilität' versuche ich im Bedingungsgefüge von Alter, Kohortenzugehörigkeit, Bildung und Arbeitsmarkt zu verstehen. Mein Hauptaugenmerk gilt hierbei länderspezifischen Mobilitätsmustern, die ich im Rahmen von Besonderheiten der Systemstrukturen und historischen Entwicklungen zu 'erklären' versuche. Ich beginne mit der Präsentation von Struktur- und Entwicklungsunterschieden der beschäftigungssysteme (Kapitel 2) und Bildungssysteme (Kapitel 3), entwickle aus den beobachteten Unterschieden Arbeitshypothesen (Kapitel 4) und ein entprechendes Kategorienschema für die eigene Sekundäranalyse (Kapitel 5), die im Anschluß daran folgt (Kapitel 6 bis 9)." Aus den Ergebnissen der Arbeit: "Wie ist die höhere Mobilität in Frankreich insgesamt zu beurteilen, insbesondere die viel stärkere Abwärtsmobilität? Hier sehe ich einen wichtigen grund in der Bildungsverteilung Frankreichs, mit einem enorm hohen Anteil männlicher Erwerbstätiger mit niedrigem Bildungsniveau. Dies bewirkt nicht nur einen minimalen Diskriminierungsgrad dieser Bildungsstufen in Frankreich, sondern fördert Kohorten. In der BRD bleiben Erwerbstätige in diesen Bildungsstufen praktisch immer immobil, können später also auch nicht absteigen, wogegen in Frankreich höhere Positionen auf lange Sicht erreicht werden können, die dann allerdings auch besonders labil und abstiegsgefährtet sind. Die Einwirkung starker Umschichtungen im Produktionsapparat haben in Frankreich gegen Ende der 60er Jahre in Zusammenwirkung mit der Quakifikationsstruktur besonders hohe 'Fluidität' erzeugt."
-
Literaturhinweis
Zum Wandel der beruflichen Qualifikationsstruktur in der Bundesrepublik Deutschland seit Anfang der 60er Jahre (1981)
Wolfmeyer, Peter; Warnken, Jürgen;Zitatform
Wolfmeyer, Peter & Jürgen Warnken (1981): Zum Wandel der beruflichen Qualifikationsstruktur in der Bundesrepublik Deutschland seit Anfang der 60er Jahre. In: Mitteilungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Jg. 32, H. 4, S. 245-268.
Abstract
"Die Qualifikationsstruktur der Erwerbstätigen weist in den letzten 20 Jahren eine Entwicklung auf, die durch das Vordringen der Dienstleistungsberufe und durch höhere Anforderungen an die Flexibilität und die formale Qualifikation der Arbeitskräfte gekennzeichnet ist. Indizien für die gesamtwirtschaftliche Gültigkeit der Polarisierungs- oder gar der Dequalifizierungsthese ließen sich mit dem hier gewählten Ansatz, der sich auf den Qualifikationsindikator "Beruf" stützt, hingegen nicht nachweisen. Im einzelnen erbrachte die Analyse folgende Ergebnisse: ... Die Entwicklung der Berufsstruktur weist ... den in der Drei-Sektoren-Hypothese vorausgesagten Übergang vom "sekundären" zum "tertiären" Bereich auf. ... Eine zweite große Entwicklung des berufsstrukturellen Wandels der 60er und 70er Jahre stellt eine Beschäftigungsstrategie der Unternehmen dar, die als Flexibilisierung des Arbeitskräfteeinsatzes bezeichnet werden kann. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß bevorzugt solche Arbeitskräfte beschäftigt wurden, die aufgrund ihrer Ausbildung und ihres Qualifikationsprofils multifunktional einsetzbar sind. ... Die Flexibilisierung der Unternehmen war von einer hohen beruflichen Flexibilität der Arbeitskräfte begleitet, wie sie im Anteil der Arbeitskräfte mit einem vom erlernten Beruf abweichenden ausgeübten Beruf zum Ausdruck kommt. ... Das gesamtwirtschaftliche Qualifikationsniveau hat sich - gemessen an den Bildungsabschlüssen der Erwerbstätigen - in den letzten 20 Jahren deutlich erhöht."
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Ergebnisse aus dem IAB
- Theoretische Konzepte und Methoden
-
Berufliche Mobilität in Deutschland
- Institutionelle und sozioökonomische Determinanten beruflicher Mobilität
- Berufliche Mobilität bei Einzelberufen/Berufsgruppen/Fachrichtungen
- Berufliche Mobilität bei besonderen Personengruppen
- Berufliche Mobilität und Qualifikation
- Berufliche Mobilität und Einkommen
- Berufliche Mobilität und Auf-/Abstiegsprozesse
- Berufliche Mobilitätsverläufe
- Berufliche Mobilität in anderen Ländern
