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Dossier

Geringqualifizierte am Arbeitsmarkt

Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt werden auch durch die berufliche Qualifikation bestimmt. Geringqualifizierte sind häufiger arbeitslos als gut Ausgebildete und finden oft nur schlecht bezahlte und unsichere Arbeit.

Diese Infoplattform bietet einen Überblick über relevante Literatur und Forschungsprojekte zur Arbeitsmarktsituation von Niedrigqualifizierten und zu den Möglichkeiten, ihre berufliche Integration zu verbessern.

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  • Literaturhinweis

    Ohne Abschluss in die Bildungsgesellschaft: Die Erwerbschancen gering qualifizierter Personen aus soziologischer und ökonomischer Perspektive (2005)

    Solga, Heike ;

    Zitatform

    Solga, Heike (2005): Ohne Abschluss in die Bildungsgesellschaft: Die Erwerbschancen gering qualifizierter Personen aus soziologischer und ökonomischer Perspektive. Opladen: Budrich, 354 S.

    Abstract

    "Das Buch beschäftigt sich mit den Arbeitsmarktchancen gering qualifizierter Personen und deren Veränderungen im Verlauf der letzten 50 Jahre. In der ökonomischen wie soziologischen Arbeitsmarktliteratur findet man für die zunehmende Benachteiligung gering qualifizierter Personen das gleiche dominante Erklärungsmuster: den so genannten Verdrängungsmechanismus. Mit diesem mikroökonomischen Argument eines wachsenden Arbeitsmarktwettbewerbs und einer daraus resultierenden Verdrängung gering Qualifizierter vom Arbeitsmarkt werden für diese Verschlechterung allein die Auswahlentscheidungen der Personalverantwortlichen und Beschäftiger verantwortlich gemacht. Im Unterschied dazu berücksichtigen die theoretischen Überlegungen und empirischen Analysen des Buches auch Veränderungen im Bewerbungsverhalten gering qualifizierter Personen, da durch diese vorgelagerten Bewerbungsentscheidungen die Bewerberpools erst konstituiert werden. Dazu werden Bildung und Bildungsprozesse in ihrer Mehrdimensionalität betrachtet, das heißt als formale Kompetenzausweisung, formale Kompetenzzuschreibungen, als informelle Einbindung in Gruppennetzwerke und Beziehungsstrukturen sowie als identitätsstiftendes Zeichen für in Interaktionen hergestellten Selbst- und Fremdtypisierungsprozesse. Aus dieser Mehrdimensionalität werden neben dem Verdrängungsargument auch Prozesse einer zunehmenden Diskreditierung, sozialen Verarmung und Stigmatisierung in Rechnung gestellt. Das Ergebnis ist eine dynamische Fassung von Bildung als Sozialstrukturkategorie sowie eine (Re-)Soziologisierung der Erklärung sozial abgestufter Arbeitsmarktchancen in modernen Gesellschaften." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany (2005)

    Steiner, Viktor; Wrohlich, Katharina ;

    Zitatform

    Steiner, Viktor & Katharina Wrohlich (2005): Work incentives and labor supply effects of the Mini-Jobs Reform in Germany. In: Empirica, Jg. 32, H. 1, S. 91-116. DOI:10.1007/s10663-005-1982-x

    Abstract

    Auf der Basis von Daten des Sozioökonomischen Panels wird die Arbeitsmarktreform in Deutschland analysiert, speziell die Subventionierung von Sozialabgaben im Niedriglohnbereich ab April 2003. Die Simulation zeigt, dass die Beschäftigungseffekte durch die Reform sehr gering sind. Der geringe positive Effekt wird zudem aufgewogen durch negative Beschäftigungseffekte bei den übrigen Beschäftigten. Auch die steuerlichen Effekte werden negativ eingeschätzt. Es wird gefolgert, dass die Einführung von Mini-Jobs kein geeignetes Mittel darstellt, um die Beschäftigungschancen von niedrigverdienenden Arbeitnehmern zu verbessern. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Non-standard employment relations and wages among school leavers in the Netherlands (2005)

    Vries, M. Robert de; Wolbers, Maarten H. J.;

    Zitatform

    Vries, M. Robert de & Maarten H. J. Wolbers (2005): Non-standard employment relations and wages among school leavers in the Netherlands. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 3, S. 503-525. DOI:10.1177/0950017005055668

    Abstract

    "Non-standard (alternatively, flexible) employment has become common in the Netherlands, and viewed as an important weapon for combating youth unemployment. However, if such jobs are 'bad', non-standard employment becomes a matter of concern. In addition, non-standard employment may hit the least qualified, excluding them from the primary segment of the labour market, where 'good' jobs are found. We first examine whether less-educated school leavers more often end up in a job with a non-standard employment contract than the higher educated. Then, we investigate the effect of having a non-standard employment contract on job advantages in terms of wages. The data come from three large-scale Dutch school leaver surveys as held in 2001.The results show: (a) less-educated school leavers indeed are more likely to have a non-standard contract than more highly educated ones, while (b) those in non-standard employment earn less in their jobs. A substantial part of these differences can be ascribed to the segment of the labour market in which school leavers work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Jugendliche ohne Berufsausbildung: eine Längsschnittstudie zum Einfluss von Schule, Herkunft und Geschlecht auf ihre Bildungschancen (2005)

    Wagner, Sandra J.;

    Zitatform

    Wagner, Sandra J. (2005): Jugendliche ohne Berufsausbildung. Eine Längsschnittstudie zum Einfluss von Schule, Herkunft und Geschlecht auf ihre Bildungschancen. (Soziologische Studien), Aachen: Shaker, 293 S.

    Abstract

    "Die quantitativ-empirisch basierte Längsschnittstudie beschäftigt sich mit einer wichtigen, in der Bildungsforschung lange vernachlässigten Gruppe: den Jugendlichen ohne Berufsausbildung. Im Mittelpunkt der Längsschnittstudie stehen die Veränderungen in der Gruppe Jugendlicher ohne Berufsausbildungsabschluss in Bezug auf die Merkmale Bildungsniveau, soziale Herkunft, ethnische Herkunft und Geschlechterzugehörigkeit. Die Studie liefert damit einen Beitrag zur aktuellen bildungspolitischen Debatte um Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenmangel in Deutschland. Angesichts der schwierigen Datenlage für diese Bildungsgruppe ist es ein großer Verdienst der Studie, dass sie unter Nutzung vielfältiger Datenquellen wichtige empirische Entwicklungen für diese Bildungsgruppe präsentiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beating the 'churning' trap in the youth labour market (2005)

    Worth, Sean;

    Zitatform

    Worth, Sean (2005): Beating the 'churning' trap in the youth labour market. In: Work, employment and society, Jg. 19, H. 2, S. 403-414.

    Abstract

    Während die Jugendarbeitslosigkeit generell als ein wichtiger Gegenstand sozialpolitischer und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen gesehen wird, wird die Gefahr unterschätzt, dass gering qualifizierte junge Menschen keinen Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen können. Der Beitrag geht davon aus, dass eine große Gruppe junger Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen gefangen bleibt. Unsichere befristete Arbeitsverhältnisse und Arbeitsplatzwechsel nehmen bei jungen britischen Arbeitnehmern zu, und der Einstieg in unbefristete Arbeitsverhältnisse gelingt immer später. Dies kommt zwar den kurzfristigen Interessen der Arbeitgeber zugute, nicht jedoch dem Ziel der dauerhaften beruflichen Integration junger Menschen. Es wird für eine neue Orientierung der Beschäftigungsprogramme für junge Menschen plädiert. Anstatt dem Leitbild der Beschäftigungsfähigkeit und Flexibiltät zu folgen, wird vorgeschlagen, die Qualifizierung junger Menschen und die nachhaltige Humankapitalentwicklung als Ziel zu verfolgen. Die Vermittlung beruflicher Qualifikationen auf einem mittleren Qualifikationsniveau ist dabei zentral, weil es hierfür einen großen Bedarf sowohl in technischen Berufen als auch in Büroberufen gibt. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Combating poverty and exclusion through work (2005)

    Zitatform

    (2005): Combating poverty and exclusion through work. (Policy brief / OECD), 8 S.

    Abstract

    "All OECD governments attach importance to combating poverty and exclusion. Poverty and exclusion are evidence of a society that wastes human resources, opportunities and life-chances, both now and for the future. Traditionally, governments have tried to minimise the consequences of poverty and exclusion through 'passive' income support for those in need. However, people who are very dependent on such benefits are badly served by systems that often are not generous enough to provide adequate income and, at worst, make it more difficult for recipients and their families to escape poverty on a lasting basis. Experience over the past decade has shown that 'active' social policies can change this perspective and help achieve lasting reductions in poverty and exclusion. 'Active' policies go beyond providing cash benefits to alleviate poverty to focus on helping benefit recipients support themselves and their families. Another key element has been reforms of benefit systems to remove disincentives to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    From education to work: A difficult transition for young adults with low levels of education (2005)

    Abstract

    "The book reports on a project directed jointly by the OECD and Canadian Policy Research Networks on young adults with low levels of education in 25 OECD countries and the conditions that hinder or assist their transition from education to work. Social class, ethnicity and gender influence chances for economic and social success: but increasingly, they do so by affecting access to and success in education. The rise of information and communication technologies, the global marketplace, and greater personal responsibility and autonomy in all aspects of life, have made knowledge and skills essential to economic success. Young people with low qualifications run a higher risk of long-term unemployment, or unstable and unfulfilling jobs. From Education to Work calls for early intervention to reduce the risk of young people leaving school early and recommends that policy responses be tailored, among other things, to the characteristics of national labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Other forms of employment: Temporary employment agencies and self-employment (2004)

    Andersson, Pernilla ; Wadensjö, Eskil ;

    Zitatform

    Andersson, Pernilla & Eskil Wadensjö (2004): Other forms of employment: Temporary employment agencies and self-employment. (IZA discussion paper 1166), Bonn, 34 S.

    Abstract

    "In most industrialized countries the majority of employed people are full-time employees with a non-temporary job and work at a workplace of the company in which they are employed. They are making careers at the employer they are employed by and most work-place changes are to other jobs of the same type. But it does not include large groups in the labour market. Many of those who have tenured positions work part-time, not full-time, and many both full-time and part-time workers have fixed-period contracts, contracts which only guarantee employment for a specified period of time. Some demographic groups are overrepresented among those with those types of jobs, young people, women, immigrants, ethnic minorities, and older workers, who to a large extent for different reasons do not have a very strong position in the labour market. In this paper two groups outside the core of full-time employees are analyzed: those employed in temporary employment agencies, and the selfemployed. The size and composition of both groups have changed during the last decade. The number employed by temporary employment agencies has increased in Western Europe as a consequence of deregulation of this sector in the 1990s, and the composition of the selfemployed has changed from mainly being farmers to being business-owners in various sectors. We will use Sweden as an example, but the Swedish experience is not unique. Other countries have similar and in many cases more of those types of employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Gibt es eine Alternative? Zur Beschäftigung polnischer Saisonarbeitnehmer in Deutschland (2004)

    Dietz, Barbara;

    Zitatform

    Dietz, Barbara (2004): Gibt es eine Alternative? Zur Beschäftigung polnischer Saisonarbeitnehmer in Deutschland. (Osteuropa-Institut München. Working papers 253), München, 44 S.

    Abstract

    Seit Beginn der 1990er Jahre kommt der Beschäftigung von osteuropäischen Saisonarbeitern insbesondere in der deutschen Landwirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Obschon diese auf bilateralen Verträgen beruhende kurzfristige Arbeitsmigration mittlerweile Praxis ist, wurde ihre Bedeutung für Arbeitgeber und Betriebe, aber auch für die lokalen Arbeitsmärkte in Deutschland erst in Ansätzen untersucht. Vor diesem Hintergrund führte das Osteuropa-Institut München im Frühjahr 2003 eine qualitative Befragung in landwirtschaftlichen Betrieben durch, die Saisonarbeitnehmer aus Polen beschäftigen. Gegenstand der Umfrage war die Rekrutierung, Beschäftigung und Erfolgsbilanz saisonaler Arbeitsmigranten aus Osteuropa, die Organisation der alltäglichen Arbeitsabläufe und die Bedeutung polnischer Saisonarbeiter aus Arbeitgebersicht. Insgesamt nahmen 16 landwirtschaftliche Betriebe und ein Gastronomiebetrieb an der Umfrage teil. Dabei lagen die regionalen Schwerpunkte in Bayern und Nordrhein-Westfalen, wo polnische Saisonarbeiter in Gemüse-, Salat-, Gurken- und Hopfenanbaubetrieben, bei Sonderkulturen und im Gartenbau beschäftigt sind. Nach Aussage der Betriebe haben sich das Rekrutierungssystem und die Praxis der Beschäftigung polnischer Saisonarbeiter bewährt. In diesem Zusammenhang ist auch anzunehmen, dass die illegale Beschäftigung osteuropäischer Arbeitsmigranten durch die Legalisierung der Saisonarbeit zurückgegangen ist. Für den weiteren Erhalt der saisonalen Arbeitskräftemigration spricht, dass Saisonarbeitskräfte nach den verfügbaren Informationen überwiegend komplementär zu festangestellten Mitarbeitern eingesetzt werden und deren Arbeitsplätze in der Tendenz stützen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Arbeit: Ursachen, soziale Auswirkungen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (2004)

    Dörre, Klaus; Kraemer, Klaus ; Speidel, Frederic;

    Zitatform

    Dörre, Klaus, Klaus Kraemer & Frederic Speidel (2004): Prekäre Arbeit. Ursachen, soziale Auswirkungen und subjektive Verarbeitungsformen unsicherer Beschäftigungsverhältnisse. In: Das Argument H. 256, S. 378-397.

    Abstract

    In dem Beitrag werden die gesellschaftlichen Implikationen des Anstiegs prekärer Beschäftigungsverhältnisse untersucht. Als heuristisches Konzept verwenden die Autoren Robert Castels drei Zonen des modernen Arbeitsmarktes: die abnehmende "Zone der Integration" mit relativ sicheren Arbeitsverhältnissen mit festem Vertrag, die "Zone des Ausschlusses", die Langzeitarbeitslose ohne Chancen der Reintegration enthält und dazwischen die "Zone der Verwundbarkeit", die zeitweise arbeitslose bzw. beschäftigte Personen beinhaltet. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Einkommensentwicklung befristet Beschäftigter im deutsch-britischen Vergleich (2004)

    Giesecke, Johannes ; Groß, Martin ;

    Zitatform

    Giesecke, Johannes & Martin Groß (2004): Einkommensentwicklung befristet Beschäftigter im deutsch-britischen Vergleich. In: G. Schmid, M. Gangl & P. Kupka (Hrsg.) (2004): Arbeitsmarktpolitik und Strukturwandel : empirische Analysen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 286), S. 181-203.

    Abstract

    "Der Beitrag geht der Frage nach, ob und inwieweit befristete Beschäftigung einen Einfluss auf die Entwicklung individueller Arbeitseinkommen nimmt. Ausgehend von der These, dass die Befristung eines Arbeitsvertrages der Erfüllung sehr verschiedener Funktionen dient, werden unterschiedliche Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung postuliert. Weiterhin wird argumentiert, dass diese Funktionen mit individuellen sowie institutionellen Merkmalen kovariieren und sich somit die Stärke und Richtung der Befristungseffekte als kontextabhängig erweisen. Es werden insbesondere die intervenierende Rolle von Bildungstiteln sowie der Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen (Grad der Beschäftigungssicherheit, Bildungssystem) thematisiert. Um die vermuteten Effekte institutioneller Rahmenbedingungen analysieren zu können, werden die Befristungseffekte zweier Länder (Deutschland und Großbritannien) gegenübergestellt. Die Hypothesen zu den Einkommenseffekten befristeter Beschäftigung werden anhand von Längsschnittdaten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) und dem British Household Panel Survey (BHPS) empirisch überprüft. Die Ergebnisse der empirischen Analysen weisen darauf hin, dass die Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung tatsächlich stark mit bestimmten Kontexten variieren. Erstens sind befristete Stellen für mittlere und niedrige Bildungsgruppen mit unterdurchschnittlichen Einkommen und Einkommenszuwächsen verbunden, während sie für Hochgebildete sogar mit einer überdurchschnittlichen Einkommensentwicklung einhergehen können. Zweitens deuten Effektunterschiede zwischen Großbritannien und Deutschland darauf hin, dass auch institutionelle Rahmenbedingungen einen Einfluss auf die Effekte befristeter Beschäftigung ausüben. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse der empirischen Analyse die Annahme der Heterogenität und der Kontextabhängigkeit der Einkommenseffekte befristeter Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Leiharbeit - für Arbeitslose (k)eine Perspektive? (2004)

    Jahn, Elke J. ;

    Zitatform

    Jahn, Elke J. (2004): Leiharbeit - für Arbeitslose (k)eine Perspektive? In: A. van Aaken & G. Grözinger (Hrsg.) (2004): Ungleichheit und Umverteilung, S. 215-236.

    Abstract

    Die Leiharbeitsregelung in Deutschland ist seit den 1990er Jahren Gegenstand arbeitsmarktpolitischer und arbeitsrechtlicher Reformen. Trotz kaum vorliegender Daten wird seit April 2003 neben der Überlassungshöchstdauer nun auch die Entlohnung im Leiharbeitssektor reguliert. Die Wirkung dieser Reform wird beurteilt. Dazu wird ein Überblick über die Verbreitung der Leiharbeit in Deutschland gegeben. Vor dem Hintergrund, dass es sich bei Leiharbeit überwiegend um einen Niedriglohnsektor handelt, werden die Einstiegsbedingungen, Verweildauer und der Übergang in den primären Arbeitsmarkt untersucht. Die Höhe der Lohndifferentiale zwischen 1975 und 1997 werden getrennt nach Geschlecht und Region geschätzt. Insgesamt ist zu erwarten, dass wegen der vorgeschriebenen Lohnanhebung Beschäftigung in dieser Branche abgebaut wird. Damit gehören die Geringqualifizierten als Hauptgruppe der Leiharbeitnehmer zu den Verlierern der Reform. (IAB)

    Beteiligte aus dem IAB

    Jahn, Elke J. ;
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  • Literaturhinweis

    Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsmarkt?!: Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis (2003)

    Bakker, Peter; Meifort, Barbara; Schmachtenberg, Rolf; Oberste-Beulmann, Wilhelm; Barich, Bert; Weinkopf, Claudia ; Reinberg, Alexander; Tiemann, Gabriele; Brandherm, Ruth; Seckinger, Andrea;

    Zitatform

    Bakker, Peter, Barbara Meifort, Rolf Schmachtenberg, Wilhelm Oberste-Beulmann, Bert Barich, Claudia Weinkopf, Alexander Reinberg, Gabriele Tiemann, Ruth Brandherm & Andrea Seckinger (sonst. bet. Pers.) (2003): Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsmarkt?! Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis. (Gesprächskreis Arbeit und Soziales 101), Bonn, 128 S.

    Abstract

    "Die Broschüre bietet ein differenziertes Bild von der Personengruppe der gering Qualifizierten und ihrer Beschäftigungssituation. Darüber hinaus werden Konzepte und Lösungsansätze vorgestellt, die in der Praxis entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden. Außerdem werden Vorschläge der Hartz-Kommission im Hinblick auf die Verbesserung der Situation der gering Qualifizierten dargestellt." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    Exploring low-wage labor with the National Compensation Survey (2003)

    Bernstein, Jared; Gittleman, Maury ;

    Zitatform

    Bernstein, Jared & Maury Gittleman (2003): Exploring low-wage labor with the National Compensation Survey. In: Monthly Labor Review, Jg. 126, H. 11/12, S. 3-12.

    Abstract

    Die Untersuchung nutzt Daten des National Compensation Survey (NCS) aus dem Jahre 2001 der US-Arbeitsstatistik und beschreibt die Charakteristika von Niedriglohn-Jobs. Eingehend analysiert werden die Anforderungen an derartige Arbeitsverhältnisse in Bezug auf Wissen, Komplexität, Kontakte, Arbeitsbedingungen usw. Es zeigt sich, dass rund 22 Prozent aller Arbeitstunden in 2001 mit einem geringeren Verdienst als zwei Drittel des Durchschnittslohns von 8,67 US-Dollar geleistet wurden. Es konnte nicht endgültig geklärt werden, ob Niedriglöhne deshalb gezahlt werden, weil die Arbeitsanforderungen gering sind oder ob die niedrigen Arbeitsanforderungen die Produktivität und damit die Löhne senken. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Kombilohn oder Workfare?: zur Wirksamkeit zweier arbeitsmarktpolitischer Strategien (2003)

    Bonin, Holger ; Schneider, Hilmar; Kempe, Wolfram;

    Zitatform

    Bonin, Holger, Wolfram Kempe & Hilmar Schneider (2003): Kombilohn oder Workfare? Zur Wirksamkeit zweier arbeitsmarktpolitischer Strategien. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 51-67.

    Abstract

    "Das heutige System der sozialen Mindestsicherung verhindert in Deutschland die Ausbildung eines Niedriglohnsektors. Dies ist eine wesentliche Ursache für die hohe Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter. Dieser Beitrag stellt zwei häufig genannte Maßnahmen zur Überwindung sozialstaatlicher Beschäftigungsschwellen einander gegenüber. Am Beispiel eines aktuellen, symptomorientierten Vorschlags für Lohnsubventionen durch Absenkung der Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung auf niedrige Einkommen wird gezeigt, dass Förderung kleiner Markteinkommen durch Kombilöhne die Erwerbsbeteiligung nur unwesentlich erhöht. Zugleich können Mitnahmeeffekte entstehen, mit denen unerwünschte Arbeitszeitwirkungen und hohe fiskalische Kosten verbunden sind. Ein alternativer, ursachenorientierter Ansatz ist die Senkung des sozialen Leistungsniveaus durch Workfare. Eine Abschätzung des Einkommenspotentials von Transferbeziehern auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels veranschaulicht, dass sich mit der Verpflichtung erwerbsfähiger Sozialhilfeempfänger zu sozial nützlicher Arbeit bei unverändertem Niveau der sozialen Mindestsicherung deutlich positive Beschäftigungseffekte erzielen lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Creating low skilled jobs by subsidizing market-contracted household work (2003)

    Brück, Tilman ; Zimmermann, Klaus F. ; Haisken-DeNew, John P.;

    Zitatform

    Brück, Tilman, John P. Haisken-DeNew & Klaus F. Zimmermann (2003): Creating low skilled jobs by subsidizing market-contracted household work. (IZA discussion paper 958), Bonn, 32 S.

    Abstract

    "We analyze the determinants of household work contracted in the German shadow economy. The German socio-economic household panel, which enumerates casual domestic employment, is used to estimate the demand for such household work. The regressors include regional wage rates, household income and several control variables for household composition. We find that the demand for household work in the shadow economy is very income elastic. This suggests that targeted wage subsidies, linked to household work agencies, would be very effective in raising the legal demand for domestic help. A wage subsidy of 50% of wage costs could thus establish up to 500,000 new jobs for previously unemployed or non-working low skilled workers. The net fiscal costs of such a scheme are about 6.200 Euro per full-time job. In addition, society benefits from more law enforcement and from a raised female labor supply, especially by highly qualified mothers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich: keine Massenwirkung, aber eine individuelle Hilfe zu neuer Beschäftigung (2003)

    Czommer, Lars; Kalina, Thorsten; Vanselow, Achim;

    Zitatform

    Czommer, Lars, Thorsten Kalina & Achim Vanselow (2003): Beschäftigungsförderung im Niedriglohnbereich. Keine Massenwirkung, aber eine individuelle Hilfe zu neuer Beschäftigung. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2003): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2002/2003, S. 37-46.

    Abstract

    Die in dem Bericht diskutierten Modelle basieren auf zeitlich befristeten Einkommensaufstockungen für Sozialhilfebeziehende nach Bundessozialhilfegesetz. Es wird erwartet, dass die Beschäftigten nach dem Auslaufen der Förderung ein bedarfsdeckendes Einkommen ohne weitere Zuschüsse erzielen, z. B. durch Stundenaufstockung, Höhergruppierung oder Veränderung der eigenen Lebenssituation. Es wird festgestellt, "dass die geringen Fallzahlen der erprobten Modelle den hohen Erwartungen an die Beschäftigungswirkungen von Einkommensbeihilfen an Beschäftigte einen empfindlichen Dämpfer versetzen. Die Erwartung, Betriebe würden in großem Umfang bislang unbesetzte Stellen melden, erfüllte sich nicht. Dies gilt umso mehr, als es sich bei den hier ausgewiesenen Fallzahlen um eine Obergrenze der Beschäftigungswirkung handelt. Mitnahmeeffekte, d. h. Beschäftigungsaufnahmen, die auch ohne die Förderung zu Stande gekommen wären, sind noch gar nicht berücksichtigt. Von den Modellen könnten bei bundesweiter Ausdehnung bestenfalls einige 10.000 Förderfälle erwartet werden, was gemessen an einer Zielgruppe von 2,2 Mio. Personen unter den Arbeitslosen und 146.000 erwerbstätigen Sozialhilfeempfängern gering erscheint. Die Bewertung wird allerdings dadurch erschwert, dass alle Modelle in einem ungünstigen konjunkturellen Umfeld erprobt wurden. Es wurden von Arbeitgeberseite wenig offene Stellen bereitgestellt, was jedoch eine Voraussetzung für den Erfolg der Modelle gewesen wäre. Da sich der neue Förderansatz spürbar von herkömmlichen Routinen der Arbeits- und Sozialverwaltung unterscheidet und Anlaufschwierigkeiten bewältigt werden müssen, benötigt die Umsetzung ausreichend Zeit, um den Verwaltungsalltag zu durchdringen. Betrachtet man die Wirkung auf der Mikroebene, sieht die Bilanz positiver aus. Eingliederungsbeihilfen können ein zusätzliches Instrument zur Förderung der Wiedereingliederung von Personen mit geringen Einkommenschancen sein, wenn die Zuschüsse auf den jeweiligen Einzelfall ausgerichtet sind. Eingliederungszuschüsse im Rahmen von Eingliederungsvereinbarungen können zur Beseitigung individueller Problemlagen beitragen, die zuvor eine Beschäftigungsaufnahme verhindert haben. Sofern komplexe Problemlagen im Einzelfall einer Arbeitsaufnahme entgegenstehen, erscheinen flankierende Maßnahmen erfolgversprechender als der isolierte Einsatz von finanziellen Zuschüssen." (IAB2)

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  • Literaturhinweis

    The impact of office machinery and computer capital on the demand for heterogeneous labour (2003)

    Falk, Martin ; Koebel, Bertrand;

    Zitatform

    Falk, Martin & Bertrand Koebel (2003): The impact of office machinery and computer capital on the demand for heterogeneous labour. (IZA discussion paper 873), Bonn, 23 S.

    Abstract

    "We study the impact of office and computing machinery (OCM) on the demands for workers with different educational levels. The empirical analysis relies on a system of demand equations that nests the translog, the generalised Leontief and the normalised quadratic specifications. Using panel data on 35 German industries, we find little evidence for a robust substitutability relationship between unskilled workers and OCM capital in manufacturing industries. In the non-manufacturing sector, however, we find some evidence for substitutability between OCM capital and unskilled workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    An examination of occupational mobility among full-time workers (2003)

    Gabriel, Paul E.;

    Zitatform

    Gabriel, Paul E. (2003): An examination of occupational mobility among full-time workers. In: Monthly labor review, Jg. 126, H. 9, S. 32-40.

    Abstract

    Die späten 1990er Jahren brachten für die Arbeiter der meisten Branchen in den USA eine wachsende Beschäftigungsstabilität und steigende Reallöhne. Anhand statistischer Längsschnittdaten des National Longitudinal Survey of Youth (NLSY) aus dem Zeitraum 1989-1998 werden die Arbeitsplatzmobilitätsraten vollbeschäftigter junger Lohn- und Gehaltsarbeiter und -arbeiterinnen zwischen 16 und 32 Jahren, ausgenommen der Landarbeiter, ermittelt und die Mobilitätsraten von Männern und Frauen miteinander verglichen. Einige neuere Trends in der Beschäftigungsmobilität vom Eintritt in den Arbeitsmarkt bis zur Mitte des Berufslebens, die sowohl beruflichen Auf- wie auch Abstieg bedeuten können, werden herausgearbeitet. Gesondert werden die demografischen Merkmale von Niedriglohn-Arbeitern und ihre Branchenverteilung im Jahr 2002 betrachtet. Es zeigt sich u.a., dass die Lohnbenachteiligung von Frauen seit den 1990er Jahren abgenommen hat. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Optionen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt oder: Ein Lehrstück für einen gescheiterten Politikwechsel (2003)

    Heinze, Rolf G.; Streeck, Wolfgang ;

    Zitatform

    Heinze, Rolf G. & Wolfgang Streeck (2003): Optionen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt oder: Ein Lehrstück für einen gescheiterten Politikwechsel. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 25-35.

    Abstract

    "Der Beitrag thematisiert zunächst die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt und die spezifische Krise des deutschen Beschäftigungssystems (stabile Koinzidenz hoher Arbeitslosigkeit mit einer niedrigen Erwerbsquote). Ziel der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik müsste es sein, eine auch in anderen westeuropäischen Ländern zu beobachtende Beschäftigungsdynamik im Dienstleistungssektor zu entfalten. Eine wesentliche Barriere gegen die Dienstleistungsbeschäftigung (vor allem bei einfachen, gering produktiven Tätigkeiten) ist die 'Kostenkrankheit', so dass eine Politik der Beschäftigungsexpansion die relativen Preise gerade von beschäftigungsintensiven Diensten reduzieren muss. Im Beitrag werden zwei Optionen näher diskutiert: einerseits die Senkung der Bruttolöhne von Arbeitnehmern, die nicht favorisiert wird, und andererseits die Senkung der Sozialversicherungsbeiträge. Eine solche selektive Senkung der Beiträge auf niedrige Einkommen wird auch von anderen politischen Institutionen und Wissenschaftlern empfohlen. Dennoch sind (u. a. im 'Bündnis für Arbeit') erhebliche Widerstände entstanden, so dass ein institutioneller Wechsel der Politik noch nicht stattgefunden hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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