Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Deutschland nach der Wiedervereinigung: Zwei Gesellschaften, eine Nation: zum Stand des gesellschaftlichen Transformationsprozesses (1991)
Landua, Detlef; Zapf, Wolfgang;Zitatform
Landua, Detlef & Wolfgang Zapf (1991): Deutschland nach der Wiedervereinigung: Zwei Gesellschaften, eine Nation. Zum Stand des gesellschaftlichen Transformationsprozesses. In: Informationsdienst Soziale Indikatoren H. 6, S. 10-13.
Abstract
"Der Beitrag soll einige quantitative Informationen zum derzeitigen Stand des gesellschaftlichen Transformationsprozesses in Deutschland geben. Hierzu wird die erwachsene Bevölkerung der ehemaligen DDR und der BRD in einzelne soziale Lagen unterteilt, die durch Erwerbsstatus, Alter (18 bis 60 Jahre, 61 und mehr Jahre) und Berufsgruppen bestimmt sind. Für jede dieser sozialen Lagen wird anschließend die objektive und subjektive Wohlfahrt anhand ausgewählter Indikatoren untersucht - sowohl innerhalb jedes gesellschaftlichen Teilsystems als auch im Vergleich zwischen den Teilsystemen in Ost und West. Als Merkmale objektiver Lebensbedingungen werden das 'Haushaltsnettoeinkommen pro Kopf' und mehrere Wohnungsausstattungsmerkmale angeführt. Die subjektive Wohlfahrt wird anhand von Indikatoren erfaßt, die von den Befragten selbst angegebene Bewertungen und Einschätzungen beinhalten. Die Datenbasis der Auswertungen bilden der Wohlfahrtssurvey 1988 und der Wohlfahrtssurvey 1990-Ost." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Perspektiven des Erwerbspersonenpotentials in Gesamtdeutschland bis zum Jahre 2030 (1991)
Thon, Manfred;Zitatform
Thon, Manfred (1991): Perspektiven des Erwerbspersonenpotentials in Gesamtdeutschland bis zum Jahre 2030. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 24, H. 4, S. 706-712.
Abstract
"Die längerfristigen Zukunftsperspektiven des gesamtdeutschen Erwerbspersonenpotentials ergeben sich als Zusammenfassung aus den einschlägigen neuen Modellrechnungen für das bisherigen Bundesgebiet und den ersten Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung des ostdeutschen Erwerbspersonenpotentials. Hervorgehoben seien folgende Ergebnisse: Die Bevölkerung Gesamtdeutschlands wird unter der Annahme eines Zuwanderungsüberschusses 1991-2000 von 3 Mio. und 2001-2010 von 1,6 Mio. trotz der niedrigen Geburtenziffern selbst 2010 noch um 1 Mio. höher sein als 1990. Das gesamtdeutsche Erwerbspersonenpotential wird bei konstanten Erwerbsquoten ohne Nettozuwanderung bis 2010 um gut 4 Mio. und bis 2030 um 12 Mio. niedriger sein als 1990. Einschließlich der angenommenen Nettozuwanderungen beträgt der Rückgang nur noch knapp 1 Mio. bzw. gut 9 Mio. Personen. Berücksichtigt man zusätzlich die Trends bei der Erwerbsbeteiligung sowie die Wiederanhebungen bei den Altersgrenzen und nimmt außerdem eine Anpassung der ostdeutschen Frauenerwerbsneigung an die westdeutschen Verhältnisse an, wird das gesamtdeutsche Erwerbspersonenpotential bis 2010 bei mäßiger Fortschreibung der Frauenerwerbsquoten weitgehend konstant bleiben (untere Variante), bei forcierter Fortschreibung relativ kontinuierlich um insgesamt 1,3 Mio. ansteigen (obere Variante). Nach 2010 schlagen jedoch ohne weitere Nettozuwanderungen bei unveränderten Erwerbsquoten die niedrigen Geburtenziffern voll durch. Da die Frauenerwerbsquoten bis 2010 schon ein recht hohes Niveau erreicht haben werden, ist ein stärkeres Absinken des Arbeitskräftepotentials ohne weitere erhebliche Zuwanderungen nur schwer zu vermeiden." (Autorenreferat)
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Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktentwicklung 1990/1991 im vereinten Deutschland (1990)
Bach, Hans-Uwe; Brinkmann, Christian; Kohler, Hans; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Bach, Hans-Uwe, Christian Brinkmann, Hans Kohler & Eugen Spitznagel (1990): Zur Arbeitsmarktentwicklung 1990/1991 im vereinten Deutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 23, H. 4, S. 455-473.
Abstract
Die Entwicklungen am Arbeitsmarkt haben sich in Folge des Zusammenwachsens beider Teile Deutschlands in grundsätzlicher Weise verändert: Ost-West-Wanderungen bis in jüngste Zeit, zunehmende Pendlerbewegungen, zusätzliche wirtschaftliche Impulse für das alte Bundesgebiet durch die starke Konsumnachfrage aus den neuen Bundesländern, starke Einbrüche dort im Zuge der Umstrukturierung der Wirtschaft, aber auch große arbeitsmarktpolitische Anstrengungen zur Flankierung der Umstrukturierung und zur Begrenzung des Anstiegs der Arbeitslosigkeit. In dem Beitrag wird die Arbeitsmarktentwicklung 1990 getrennt für West- und Ostdeutschland beschrieben. Ferner werden Prognosen und Modellrechnungen für 1991 vorgelegt und mögliche Entlastungswirkungen durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen abgeschätzt. Im Anhang wird ein mittelfristiger Ausblick auf die Entwicklung der Jahresarbeitszeit und des Erwerbspersonenpotentials bis 1995 gegeben. (IAB2)
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Literaturhinweis
BRD-DDR: Alte und neue Rassismen im Zuge der deutsch-deutschen Einigung (1990)
Kleff, Sanem; Albert, Marie-Theres; Broszinsky-Schwabe, Edith; Marburger, Helga; Karsten, Marie-Eleonora;Zitatform
Kleff, Sanem, Edith Broszinsky-Schwabe, Marie-Theres Albert, Helga Marburger & Marie-Eleonora Karsten (1990): BRD-DDR: Alte und neue Rassismen im Zuge der deutsch-deutschen Einigung. (Interkulturelle Forschungs- und Arbeitsstelle. Werkstattberichte 01), Frankfurt: Verlag für Interkulturelle Kommunikation, 90 S.
Abstract
"Im Osten wie im Westen, im Süden wie im Norden der vereinigten Republik erinnern zunehmender Fremdenhaß und Rassismus an eines der traurigsten Kapitel gesamtdeutscher Geschichte. Und wie schon einmal zuviele Menschen weggesehen haben oder 'von nichts gewußt' haben, sind auch jetzt wieder viele zu sehr mit ihren eigene Problemen beschäftigt, als daß sie bereit wären, die Gefahr eines anwachsenden Nationalismus und Rassismus zu sehen und ihr entgegenzutreten. Einer solchen Blindheit stellen sich die fünf Autorinnen des Buches entgegen. Es ist ihr Anliegen, darauf aufmerksam zu machen, daß mit dem Fall der Mauer neue Rassismen in diesem Land aufgebaut und alte wiederbelebt worden sind. Mit der Einschätzung, wir können und wir müssen etwas tun und uns widersetzen, versuchen sie, mit unterschiedlichen Zugängen und Sichtweisen die bedrückende Entwicklung zu analysieren, um die Auseinandersetzung mit Rassismen in Deutschland voranzutreiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion auf die Bundesrepublik Deutschland: Ergebnisse einer ökonometrischen Simulationsanalyse (1990)
Pohl, Reinhard; Zwiener, Rudolf; Vesper, Dieter;Zitatform
Pohl, Reinhard, Dieter Vesper & Rudolf Zwiener (1990): Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion auf die Bundesrepublik Deutschland. Ergebnisse einer ökonometrischen Simulationsanalyse. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 57, H. 20, S. 269-277.
Abstract
In dem Beitrag werden die Effekte der Wirtschafts- und Währungsunion mit Hilfe der DIW-Version des ökonometrischen Konjunkturmodells der Wirtschaftsforschungsinstitute ermittelt. In zwei Szenarien wird die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland für einen Zeitraum von drei Jahren mit und ohne Öffnung der DDR-Grenzen simuliert. Zentrales Ergebnis ist, daß die Wirtschafts- und Währungsunion einen Wachstumsschub in der Bundesrepublik Deutschland auslöst. Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Simulationszeitraum um insgesamt 250 000 Personen höher als im Referenzszenario, so daß ein Großteil der arbeitsuchenden Übersiedler in den Arbeitsprozeß integriert werden kann. Die zu erwartenden Preissteigerungen liegen nur wenig über dem Status quo. Die nötigen finanziellen Hilfen für die DDR (unterstellt werden 50 Mrd. DM pro Jahr) stellen den Staatshaushalt aufgrund der zusätzlichen Steuereinnahmen nicht vor unlösbare Probleme. (IAB)
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Literaturhinweis
Economic problems of reunification in Germany (1990)
Porstmann, Reiner;Zitatform
Porstmann, Reiner (1990): Economic problems of reunification in Germany. In: International Journal of Social Economics, Jg. 17, H. 10, S. 42-47.
Abstract
Der Beitrag betrachtet die wirtschaftliche Ausgangslage in Ost- und Westdeutschland vor der Wiedervereinigung. In die Analyse wird ein Vergleich des Bruttosozialprodukts, der Wechselkurse, der Produktivität und des Konsumentenverhaltens einbezogen. (IAB)
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Literaturhinweis
Erwerbsbeteiligung und Familienstand von Frauen: ein deutsch-deutscher Vergleich (1993/94)
Roloff, Juliane;Zitatform
Roloff, Juliane (1993/94): Erwerbsbeteiligung und Familienstand von Frauen. Ein deutsch-deutscher Vergleich. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 1, S. 105-112.
Abstract
Familienstand, Altersstruktur und Kinderzahl beeinflussen die Erwerbsbeteiligung von Frauen im Westen der Bundesrepublik. In den neuen Bundesländern weicht dagegen nur die Erwerbsquote der älteren Frauen über 55 Jahre in nennenswertem Umfang von der sonst gleichmäßig hohen Erwerbsbeteiligung der Frauen ab. In puncto Wochenarbeitszeit ergeben sich die Unterschiede zwischen Ost und West im Hinblick auf das Vorhandensein von Kindern. (IAB)
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Literaturhinweis
Deutschland nach der Vereinigung: Meinungen und Einstellungen zu Familie, Kindern und zur Familienpolitik in Ost und West (1993/94)
Störtzbach, Bernd;Zitatform
Störtzbach, Bernd (1993/94): Deutschland nach der Vereinigung: Meinungen und Einstellungen zu Familie, Kindern und zur Familienpolitik in Ost und West. In: Zeitschrift für Bevölkerungswissenschaft, Jg. 19, H. 2, S. 151-167.
Abstract
"In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse einer vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung 1992 im Rahmen des European Comparative Population Policy Acceptance Survey (PPA) durchgeführten Untersuchungen zur Akzeptanz familienpolitischer Maßnahmen vorgestellt. In dieser Untersuchung wurden insgesamt 10 000 repräsentativ ausgewählte deutsche Frauen und Männer im Alter von 20 bis 39 Jahren zu ihren Meinungen und Einstellungen zur Familie und zum Kind und zu bereits existierenden oder auch möglichen familienpolitischen Maßnahmen befragt. Das Hauptaugenmark dieser ersten Ergebnisanalyse richtet sich auf die Herausarbeitung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Meinungsbild der Befragten im früheren Bundesgebiet und in der ehemaligen DDR. Die Ergebnisse zeigen in der Bewertung von Gründen für den Geburtenrückgang, der Wertorientierung zur Familie und zum Kind und in der Beurteilung der derzeitigen Familienpolitik der Bundesregierung sowie einzelner familienpolitischer Maßnahmen deutliche Unterschiede zwischen den beiden ehemaligen Teilgebiten Deutschlands. Diese Unterschiede dürften einerseits aus der mehr als 40jährigen Zugehörigkeit zu sehr verschiedenen Gesellschaftssystemen resultieren, andererseits aber auch Beleg dafür sein, daß sich der durch die Vereinigung ausgelöste und insbesondere die neuen Bundesländer betreffende gesellschaftliche Transformationsprozeß auch auf der Ebene der Bewertung demographischer und sozialpolitischer Sachverhalte noch nicht abgeschlossen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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