Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktperspektiven für Geringqualifizierte und Fachkräfte: Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Bremen 2005 (2006)
Landsberg, Helma; Wehling, Walter;Zitatform
Landsberg, Helma & Walter Wehling (2006): Arbeitsmarktperspektiven für Geringqualifizierte und Fachkräfte. Ergebnisse des IAB-Betriebspanels Bremen 2005. (BAW.kompakt 10), Bremen, 4 S.
Abstract
"Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung, jährlich entstehen in wachsenden bremischen Betrieben bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze. Aufgrund des unbefriedigten Personalbedarfs kann von einem ungenutzten Beschäftigungspotenzial von ca. 2.000 Stellen ausgegangen werden. Mangelnde Qualifizierung erhöht das Arbeitslosigkeitsrisiko und mindert die Chancen auf dauerhafte Beschäftigung. Es besteht offensichtlich kein verbreiteter allgemeiner Fachkräftemangel, das Panel signalisiert jedoch einen deutlichen Handlungsbedarf zum Abbau des Qualifikations-Mismatch. Die Einstellungsstrategien der Betriebe lassen die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer besser erscheinen als allgemein vermutet. Der Betrieblichen Weiterbildung kommt zentrale Bedeutung zu, sie nutzt aber das Potenzial Geringqualifizierter zur Deckung des Fachkräftebedarfs bisher nur unzureichend." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
What sorts of rich-country jobs (and how many) are at risk to globalisation? (2006)
Zitatform
Levy, Frank, Richard J. Murnane & Alan S. Blinder (2006): What sorts of rich-country jobs (and how many) are at risk to globalisation? In: CESifo forum, Jg. 7, H. 2, S. 38-40.
Abstract
Der Beitrag gibt zwei Auffassungen zur Frage, welche Arbeitsplätze durch Offshoring betroffen sind, wider. Die Autoren des ersten Beitrags (Frank Levy und Richard J. Murnane: For now, middle-skilled jobs are the most vulnerable) postulieren zwei Bedingungen, die für die Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland erfüllt sein müssen: Zum einen muss die Erbringung der Leistung ortsunabhängig sein, und zum anderen muss gewährleistet sein, dass relevante Informationen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ohne Missverständnisse ausgetauscht werden können. Das zweite Kriterium wird als entscheidend erachtet für die Auslagerung vieler Arbeitsplätze mittlerer Qualifikation ins Ausland: Viele Tätigkeiten mittlerer Qualifikation sind repetitiv und regelbasiert (und damit Kandidaten für Automatisierung). Sowohl durch die genormte Arbeitsgestaltung, die klare Schnittstellen mit sich bringt, als auch aufgrund infomationstechnischer Voraussetzungen sind sie leicht auszulagern. Auf diese Auffassung bezieht sich der zweite Beitrag (Alan S. Blinder: Activities that do not require physical contact or georgraphical proximity are most at risk). Der Autor weist darauf hin, dass sich die Mengen der potentiell automatisierbaren Stellen und der potentiell ins Ausland verlagerbaren Stellen zwar nicht vollständig, aber in hohem Maße überscheiden: Jede routinisierte Tätigkeit, die weder physischen Kontakt noch geographische Nähe erfordert, ist ein Kandidat für Offshoring. Für die Industrieländer geht der Autor von sinkenden Löhnen für nicht-personenbezogene Dienstleistungen und von steigenden Löhnen für personenbezogen Dienstleistungen aus. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Pro- und Contra-Positionen -
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Market work, home production, consumer demand and unemployment among the unskilled (2006)
Zitatform
Lührmann, Melanie & Matthias Weiss (2006): Market work, home production, consumer demand and unemployment among the unskilled. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 101), Mannheim, 36 S.
Abstract
In dem Beitrag wird ein allgemeines Gleichgewichtsmodell vorgeschlagen und getestet, bei dem längere Arbeitszeit und eine höhere Erwerbsbeteiligung zu einem Absinken der Arbeitslosigkeit führt. Längere Arbeitszeiten und höhere Erwerbsbeteiligung haben zwei direkte Auswirkungen: sie führen zu höherem Einkommen und zu weniger Zeit, insbesondere weniger Freizeit. Dies hat Implikationen für die Zusammensetzung der Verbrauchernachfrage, weil die Menschen weniger Zeit auf die häusliche Arbeit verwenden. Stattdessen werden immer mehr Bereiche häuslicher Arbeit an den Markt abgegeben. Die Verbrauchernachfrage richtet sich immer mehr auf Güter, die mittels ungelernter Arbeit hergestellt werden. Die relative Nachfrage nach ungelernter Arbeit steigt und die Arbeitslosigkeit geht zurück. Dieses Modell wird auf zweierlei Art getestet: zunächst wird die Verknüpfung von Partizipation am Arbeitsmarkt, häuslicher Arbeit und der Nachfrage nach haushaltsspezifischen und ähnlichen Dienstleistungen mit Hilfe einer in den Jahren 1991/92 in Deutschland durchgeführten Erhebung zur Nutzung von Zeit untersucht. In einem zweiten Schritt wird anhand von länderübergreifenden Zeitreihendaten der OECD-Länder für den Zeitraum zwischen 1980 und 2003 die direkte Verknüpfung zwischen der Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosenquote untersucht. Die empirischen Ergebnisse erhärten die Vorhersagen des theoretischen Modells. (IAB)
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Literaturhinweis
The working life: The labor market for workers in low-skilled jobs (2006)
Zitatform
Maxwell, Nan L. (2006): The working life: The labor market for workers in low-skilled jobs. Kalamazoo: Upjohn Institute for Employment Research, 193 S.
Abstract
"Over the past few decades, the economic prospects for workers possessing relatively few skills have worsened as the demand for skills in the labor market has increased. Even in jobs that might be categorized as low-skilled, workers require a diverse set of skills to succeed. Many of these skills can only be obtained through schooling or job training. This is why workers lacking skills find it difficult to attain a foothold in the labor market and why employers have difficulty filling low-skilled jobs. While it was previously assumed that the supply of workers able to fill low-skilled jobs exceeded the demand, this book reveals that the labor market for low-skilled workers actually operates quite differently. The author presents the results of her groundbreaking survey of 405 employers, which queried them about jobs requiring no more than a high school education and no more than one year of work experience. These data allow her to establish the link between skills and low-skilled jobs and to reveal the current state of the labor market facing low-skilled workers. The data also highlights the knowledge and skills that employers require in low-skilled jobs and the abilities that individuals who apply for those jobs bring to the table. Overall, the employers' responses allow to make the following five key points:
Low-skilled jobs require skills. Low-skilled jobs are not no-skilled jobs. While individuals do not have to have a high level of credentials to apply for low-skilled jobs, once they are hired, employers emphasize that they must possess the requisite skills to succeed in their jobs. Among them are the so-called new basic skills - English, math, problem-solving, and communication skills. In addition, appropriate workplace behavior and the ability to follow instructions are important, and physical abilities and mechanical skills are also required, often at levels more intense than at other jobs.
Shortages of appropriately skilled workers in low-skilled jobs exist, even when labor markets are slack. Close to 60 percent of firms in this study report great difficulty - one-fourth of them had extreme difficulty - finding qualified workers for low-skilled jobs even when unemployment rates exceed 7.0 percent.
Skills are rewarded in the labor market for workers in low-skilled jobs. Low-skilled jobs requiring skills with a high relative demand in the local labor market (i.e., skills in short supply) carry increased occupational wages. Low skilled jobs offer promotional opportunities. Firms report that over 90 percent of entry-level low-skilled jobs have promotional opportunities, as long as workers are willing and able to expand their skill sets. Firms also construct pipelines of appropriately skilled workers by hiring entry-level workers with skills needed in the position above entry level.
Hiring requirements in low-skilled jobs are relaxed in tight labor markets. Firms match recruiting and screening methods to the skills needed in the low-skilled jobs. As labor markets loosen, these firms use less extensive recruiting methods but adopt more intensive screening methods. This suggests that, during loose labor markets, firms sort through a greater number of applicants in order to uncover workers with the skill sets needed in the job.
The author also defines low-skilled jobs, identifies the populations who fill these jobs and the economic realities facing them, and offers policy solutions aimed at facilitating the career development of low-skilled individuals. Theses solutions include building skills while attending public schools and while attending publicly-funded employment and training programs. They also include increasing the demand for low-skilled workers and refining the nation's workforce development programs to better steer individuals into jobs providing economic self-sufficiency." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Evaluating the introduction of a national minimum wage: evidence from a new survey of firms in Ireland (2006)
Zitatform
O'Neill, Donal, Brian Nolan & James Williams (2006): Evaluating the introduction of a national minimum wage. Evidence from a new survey of firms in Ireland. In: Labour, Jg. 20, H. 1, S. 63-90. DOI:10.1111/j.1467-9914.2006.00334.x
Abstract
"In April 2000 the Irish government introduced a national minimum wage of IR£4.40 ( EURO5.58) an hour. We use data from a specifically designed survey of firms to estimate the employment effects of this change. Employment growth among firms with low-wage workers prior to the legislation was no different from that of firms not affected by the legislation. A more refined measure of the minimum wage, however, suggests that the legislation may have had a negative effect on employment for the small number of firms most severely affected by the legislation. However, the size of these effects is relatively modest." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The effect of low-wage subsidies on skills and employment (2006)
Oskamp, Frank; Snower, Dennis J.;Zitatform
Oskamp, Frank & Dennis J. Snower (2006): The effect of low-wage subsidies on skills and employment. (Kieler Arbeitspapier 1292), Kiel, 27 S.
Abstract
"We explore the far-reaching implications of low-wage subsidies on aggregate employment. Low-wage subsidies have three important effects. First, they promote employment of unskilled workers (who tend to be the ones who earn low wages). Second, by raising the payoff of unskilled work relative to skilled work, low-wage subsidies reduce the incentive to become skilled, so that there are more unskilled workers associated with a relatively low employment rate. Third, the government budget constraint has to be taken into account, which is supposed to cause an additional tax burden for the skilled workers. This amplifies the negative effect of low-wage subsidies on the incentive to acquire human capital. Thus, the first effect on the one hand and the second and third effect on the other hand pull in opposite directions in terms of employment. This paper presents a theoretical model of the labor market in which these effects can be analyzed. We then calibrate the model with respect to the German labor market to shed light on the relative strengths of these effects and thereby assess the degree to which low-wage subsidies encourage or discourage employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Poverty and social exclusion in Britain: the millennium survey (2006)
Pantazis, Christina; Fisher, Tanja; Fahmy, Eldin; Finch, Naomi ; Gordon, David ; Ruspini, Elisabetta; Bailey, Nick ; Head, Emma; Collard, Sharon; Lloyd, Eva; Levitas, Ruth; McKay, Stephen ; Townsend, Peter; Patsios, Demi; Bramley, Glen; Payne, Sarah;Zitatform
(2006): Poverty and social exclusion in Britain. The millennium survey. (Studies in poverty, inequality and social exclusion), Bristol: Policy Press, 488 S.
Abstract
"This book reports on the most comprehensive survey of poverty and social exclusion, ever to be undertaken in Britain: The Poverty and Social Exclusion Survey. This enormously rich data set records levels of poverty not just in terms of income and wealth but by including information about the goods and services which the British public say are necessary to avoid poverty.
The relationship between poverty and factors such as age, gender and paid work are explored, as well as other social issues such as crime and neighbourhood disadvantage.
Poverty and social exclusion in Britain:
- charts the extent and nature of material and social deprivation and exclusion in Britain at the end of the 20th century;
- makes the first ever measurement of the extent of social exclusion based on a survey specifically designed for this purpose;
- provides a clear conceptual understanding of poverty and social exclusion from both an national and international perspective." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en)) -
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Unterwertige Beschäftigung im Berufsverlauf: eine Längsschnittuntersuchung für Nicht-Akademiker in Westdeutschland (2006)
Zitatform
Pollmann-Schult, Matthias (2006): Unterwertige Beschäftigung im Berufsverlauf. Eine Längsschnittuntersuchung für Nicht-Akademiker in Westdeutschland. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 22, Soziologie 410), Frankfurt am Main u.a.: Lang, 185 S.
Abstract
"Unterwertige Beschäftigung ist ein gewichtiges Arbeitsmarktproblem mit sowohl individuell als auch gesellschaftlich negativen Folgen. Diese Studie untersucht das Eintrittsmuster in unterwertige Beschäftigung, die Verweildauer in diesem Erwerbszustand und die Austrittschancen. Folgende Fragestellungen stehen im Vordergrund: Welches sind die Risikofaktoren einer unterwertigen Beschäftigung? Ist unterwertige Beschäftigung für die betroffenen Personen ein temporärer oder persistenter Erwerbszustand? Nimmt unterwertige Beschäftigung eine Brückenfunktion zwischen Arbeitslosigkeit und ausbildungsadäquater Beschäftigung ein? Wirkt der Bezug von Arbeitslosengeld unterstützend bei der Arbeitssuche und schützt somit vor einem Übergang in unterwertige Beschäftigung? Führt unterwertige Beschäftigung zur Verdrängung von geringqualifizierten Erwerbstätigen aus dem Arbeitsmarkt?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Mindestlöhne 2006: Beträge zwischen 82 EUR und 1503 EUR brutto pro Monat (2006)
Regnard, Pierre;Zitatform
Regnard, Pierre (2006): Mindestlöhne 2006. Beträge zwischen 82 EUR und 1503 EUR brutto pro Monat. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 09/2006), Brüssel, 8 S.
Abstract
"In 18 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Belgien, Spanien, Estland, Griechenland, Frankreich, Ungarn, Irland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Vereinigtes Königreich) sowie in zwei Beitrittsländern (Bulgarien, Rumänien) und einem Kandidatenland (Türkei) beruhen die Tarifverhandlungen auf einem nationalen gesetzlichen Mindestlohn. In den übrigen Mitgliedstaaten gibt es keinen nationalen gesetzlichen Mindestlohn. Im Januar 2006 lag der Mindestlohn in den einzelnen Ländern zwischen 82 EUR und 1503 EUR brutto pro Monat. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten werden die Unterschiede zwischen den nationalen Mindestlöhnen um die Hälfte geringer. In den Mitgliedstaaten sind die Mindestlöhne in EUR jährlich um durchschnittlich 1 % bis 12 % gestiegen. Der Anteil der Vollzeitarbeitnehmer, die den Mindestlohn beziehen, ist bei Frauen sehr viel höher als bei Männern. Der Mindestlohn liegt zwischen 34 % und 50 % der durchschnittlichen Bruttomonatsverdientse in der Industrie und im Dienstleistungssektor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie das Heft in der englischen Fassung. -
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Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland: deskriptive Befunde zur Entwicklung seit 1980 und Verteilung auf Berufe und Wirtschaftszweige (2006)
Rhein, Thomas; Stamm, Melanie;Zitatform
Rhein, Thomas & Melanie Stamm (2006): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Deskriptive Befunde zur Entwicklung seit 1980 und Verteilung auf Berufe und Wirtschaftszweige. (IAB-Forschungsbericht 12/2006), Nürnberg, 40 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht enthält Auswertungen zur Entwicklung der Niedriglohnschwelle (2/3 des Medianlohns) und zum Umfang des Niedriglohnsektors in Westdeutschland (seit 1980) und in Ost- und Gesamtdeutschland (seit 1993), die bis zum Jahre 2004 reichen. Daran anschließend zeigen gesonderte Analysen für Westdeutschland, in welchen Berufen und Wirtschaftszweigen besonders viele Geringverdiener arbeiten, wo das Niedriglohnrisiko besonders hoch ist und welche Trends sich seit 1980 abzeichnen. Als Datengrundlage dient die Beschäftigten-Historik (BeH) des IAB in der Version 5.00, die wiederum auf der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Sämtliche Auswertungen beziehen sich nur auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Migration and social replacement incomes: how to protect low-income workers in the industrialized countries against the forces of globalization and market integration (2006)
Sinn, Hans-Werner;Zitatform
Sinn, Hans-Werner (2006): Migration and social replacement incomes. How to protect low-income workers in the industrialized countries against the forces of globalization and market integration. (Munich economics. Electronic reprint 2006-02), München, 20 S.
Abstract
"This paper discusses how an industrialized country could defend the living standard of its unskilled workers against the wage competition from immigrants. It shows that fixing social replacement incomes implies migration into unemployment. Defending wages with replacement incomes brings about first order efficiency losses that approximate the budget cost of the government. By contrast, wage subsidies involve much smaller welfare losses. While the exclusion of migrants from a national wage replacement program does not avoid the distortions in labor migration, the (temporary) exclusion of migrants from a national wage subsidy program makes it possible to reach the first best migration pattern despite the preservation of the welfare state." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Poor people in rich nations: the United States in comparative perspective (2006)
Sneeding, Timothy;Zitatform
Sneeding, Timothy (2006): Poor people in rich nations. The United States in comparative perspective. In: The Journal of Economic Perspectives, Jg. 20, H. 1, S. 69-90.
Abstract
"Cross-national comparisons can teach lessons about antipoverty policy. While all nations value low poverty, high levels of economic self-reliance and equality of opportunity for younger persons, they differ dramatically in the extent to which they reach these goals. Nations also exhibit differences in the extent to which working age adults mix economic self-reliance (earned incomes), family support and government support to avoid poverty. We begin by reviewing international concepts and measures of poverty. The Luxembourg Income Study (LIS) database contains the information needed to construct comparable poverty measures for more than 30 nations. It allows comparisons of the level and trend of poverty and inequality across several nations, along with considerable detail on the sources of market incomes and public policies that shape these outcomes. We will highlight the different relationships between antipoverty policy and outcomes among several countries, and consider the implications of our analysis for research and for antipoverty policy in the United States. In doing so, we will draw on a growing body of evidence that evaluates antipoverty programs in a cross-national context." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs (2006)
Suedekum, Jens;Zitatform
Suedekum, Jens (2006): Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs. (IZA discussion paper 1969), Bonn, 28 S.
Abstract
Die Auswirkungen des Humankapitals auf die lokale Beschäftigungsentwicklung in Westdeutschland (1977-2002) werden in dem Beitrag analysiert. Dabei zeigt sich ein schnelleres Wachstum in qualifizierte Städten verglichen mit unqualifizierten Städten. Der Autor bezweifelt, das dies auf standortspezifische externe Effekte des regionalen Humankapitals zurückgeführt werden kann. Ein hoher Anfangsanteil an hoch qualifzierten Arbeitskräften reduziert signifikant das nachfolgende Wachstum der Arbeitsplätze für Hochqualifizierte. Der beobachtete positive Einfluss auf das Gesamtbeschäftigungswachstum wird demnach auf die Tatsache zurückgeführt, dass in den ursprünglich qualifizierten Städten der Arbeitsmarkt für Geringqualifizierte schneller wächst als der Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte schrumpft. Diese Erkenntnisse ensprechen der Komplementarität zwischen Qualifikationsgruppen als vermittelnder Instanz zwischen Humankapital und Beschäftigungswachstum. Theorien der selbstverstärkenden lokalen Konzentration hoch qualifizierter Arbeitskräfte infolge regionaler Spillover werden hierdurch in Frage gestellt. (IAB)
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Literaturhinweis
Earnings mobility and low-wage workers in the United States (2006)
Theodos, Brett; Bednarzik, Robert;Zitatform
Theodos, Brett & Robert Bednarzik (2006): Earnings mobility and low-wage workers in the United States. In: Monthly labor review, Jg. 129, H. 7, S. 34-47.
Abstract
"Data from the Panel Study of Income Dynamics indicate that persons initially with low income, but who work full time, remain in good health, and receive more education, exhibit upward earnings mobility. The picture is quite the opposite, however, for those who do not work or who start out at the lowest end of the income scale. In this article, annual employment and earnings figures for a low-income cohort of individuals from 1995 until 2001 are examined. Tracking the employment and earnings experience of the same individuals over time contributes to our understanding of the debate, showing that mobility varies across groups in important ways." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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From no pay to low pay and back again?: a multi-state model of low pay dynamics (2006)
Zitatform
Uhlendorff, Arne (2006): From no pay to low pay and back again? A multi-state model of low pay dynamics. (DIW-Diskussionspapiere 648), Berlin, 34 S.
Abstract
"This study analyzes the mobility between three labor market states: working in low paid jobs, working in higher paid jobs and not working. Using German panel data I estimate dynamic multinomial logit panel data models with random effects taking the initial conditions problem and potential endogeneity of panel attrition into account. In line with results from other countries, this first study on Germany finds true state dependence in low pay jobs and confirms previous results of state dependence in non-employment. Moreover, I find evidence for a 'low pay no pay cycle', i.e. being low paid or not employed itself increases the probability of being in one of these states in the next year. However, compared to non working, being low paid does not have adverse effects on future employment prospects: the employment probability increases with low pay employment and the probability of being high paid seems to be higher for previously low paid workers. I find no evidence for endogenous panel attrition." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Making work pay debates from a gender perspective: a comparative review of some recent policy reforms in thirty European countries (2006)
Abstract
"Dieser Bericht hat zum Ziel, die Debatte über das Arbeitskräfteangebot auf zweierlei Weise aus der Geschlechterperspektive zu beleuchten. Erstens durch Rückblick auf einige wichtige, auf nationalstaatlicher Ebene vorgenommene politische Reformen der Systeme der sozialen Sicherung und der damit verbundenen Arbeitsmarktprogramme, die darauf abzielen, niedrige Einkommensgruppen in Beschäftigung zu bringen, und bei welchen es, soweit sich die politischen Ziele auf das Thema 'Arbeit lohnend machen' beziehen, hauptsächlich darum geht, Beschäftigung finanziell attraktiver zu machen als den Bezug von Sozialleistungen. In dieser Diskussion prüfen wir, ob die Politik die Geschlechtergleichstellung allgemein berücksichtigt (Gender Mainstreaming), und welche geschlechtsbezogenen Auswirkungen diese Reformen voraussichtlich haben werden. Zweitens wenden wir uns den allgemeineren Anreizen und Barrieren zu, mit welchen diejenigen - nach wie vor zumeist Frauen - konfrontiert sind, die in Haushalten mit kleinen Kindern hauptsächlich für die Betreuung zuständig sind. Dabei gilt unser besonderes Augenmerk der Situation von Müttern in Haushalten mit niedrigem Einkommen (Steuern und Sozialleistungen, aktive Arbeitsmarktpolitik, Kinderbetreuung, etc.). In Abschnitt 2 prüfen wir die Regelungen für Mutterschafts- und Elternurlaub im Hinblick auf die berufliche Integration von Müttern und Vätern. Abschnitt 3 hat die Auswirkungen von Elternurlaub oder längerer Arbeitsmarktabwesenheit zur Kinderbetreuung auf die Teilnahmevoraussetzungen für aktive Arbeitsmarktmaßnahmen und anderen Schulungsregelungen zum Gegenstand. Der Ausbau der Kinderbetreuung als entscheidende soziale Infrastruktur zur Beschäftigungsförderung der Eltern wird in Abschnitt 4 untersucht. Die Schlussfolgerungen daraus werden im Abschnitt 5 gezogen. Dabei kommen auch für die Nachfrageseite relevante Punkte hinsichtlich der Arbeitsplatzqualität zur Sprache, von denen abhängt, ob diejenigen, die in Niedrigeinkommenshaushalten hauptsächlich für die Betreuung zuständig sind (in der Regel die Mütter), ihr Beschäftigungsverhältnis langfristig aufrecht erhalten können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland (2005)
Albers, Maike;Zitatform
Albers, Maike (2005): Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland. In: G. Huber, H. Krämer & H. D. Kurz (Hrsg.) (2005): Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel : Festschrift für Peter Kalmbach, S. 391-402.
Abstract
Die Arbeitslosenquote der gering qualifizierten Personen ist in Westdeutschland sechsmal und in Ostdeutschland sogar neunmal so hoch wie die der hoch qualifizierten. Die derzeitige und prognostizierte Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten wird umrissen. Grundlage sind die Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquote 1975-2002 und die Prognose der Erwerbstätigenstruktur bis 2010. Es wird gezeigt, wie seit Beginn der 90er Jahre das erhöhte Arbeitslosigkeitsrisiko von gering Qualifizierten noch weiter gestiegen ist. Die Bedingungsfaktoren hierfür werden auf der Angebots- und der Nachfrageseite herausgearbeitet. Da die Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften weiter sinken wird, werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Sinne eines lebenslangen praxisbezogenen Lernens gefordert. (IAB)
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Low-wage employment in America: results from a set of recent industry case studies (2005)
Zitatform
Appelbaum, Eileen, Annette Bernhardt, Richard J. Murnane & Jeremy A. Weinberg (2005): Low-wage employment in America. Results from a set of recent industry case studies. In: Socio-economic review, Jg. 3, H. 2, S. 293-310. DOI:10.1093/SER/mwi012
Abstract
"Data from national surveys show the dramatic changes that have taken place in the US wage structure over the past three decades. However, these data provide only very limited information about the complex reasons why those changes have occurred and why there is significant variation in the wages of workers with similar education levels employed in similar industries. Industry case studies, on the other hand, document how firms' responses to economic pressures have affected working conditions, work rules, productivity pressures, skill requirements, and opportunities for training and advancement for workers with less than a 4-year college education. This paper reviews a series of recent case studies on low-wage employment in America funded by the Russell Sage and Rockefeller Foundations, and examines how pressures to cut costs have affected firms' treatment of frontline workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Armutsgefährdung: Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren (2005)
Bardone, Laura; Guio, Anne-Catherine;Zitatform
Bardone, Laura & Anne-Catherine Guio (2005): Armutsgefährdung: Auf EU-Ebene gemeinsam vereinbarte neue Indikatoren. (Statistik kurz gefasst. Bevölkerung und soziale Bedingungen 05/2005), Brüssel, 10 S.
Abstract
Erwerbstätigkeit gilt als beste Absicherung gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Allerdings reicht ein Arbeitsplatz nicht immer aus, Armut zu verhindern, da diese auch von anderen sozialen Indikatoren (wie z.B. Familienstruktur, Bildungsgrad oder Bezug von Niedriglohn) abhängt. In dem Beitrag werden die möglichen Ansätze für eine Messung der Schnittstellen zwischen Armut und Arbeit erörtert und das methodische Instrumentarium beschrieben, das auf EU-Ebene zur Definition gemeinsamer Indikatoren und Variablen für einschlägige Messungen zur Anwendung kommt. Es werden die Ergebnisse einer ECHP-Erhebung präsentiert, die sich vor allem auf die 15 alten EU-Mitgliedstaaten beziehen. Die für die neuen Mitgliedstaaten ebenfalls vorliegenden Daten sind nicht unmittelbar vergleichbar. Mit der Annahme gemeinsam vereinbarter Indikatoren haben die Mitgliedstaaten das Problem der Armutsgefährdung erkannt und sind in der Lage, Messungen darüber anzustellen, in welchem Maße Beschäftigung nicht vor Einkommensschwäche schützt. Die vorliegenden Daten zeigen jedoch, dass eine vollständige Erforschung der Armutsgefährdung von Erwerbstätigen eine tiefer gehende Analyse der Haushaltsstrukturen und Erwerbsmuster der Haushalte verlangt. (IAB)
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Literaturhinweis
Development and structure of low-wage work in Germany (2005)
Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten;Zitatform
Bosch, Gerhard & Thorsten Kalina (2005): Development and structure of low-wage work in Germany. Gelsenkirchen, 12 S.
Abstract
"The extent of low-wage work in Germany is hotly debated. In international comparisons from the mid-90s, Germany is often classified as a country with a low wage dispersion. Compared to the USA and UK, Germany has a relatively equal income structure and a small proportion of low-paid workers (OECD 1996; OECD 1997). Only in the Scandinavian countries is income inequality even lower. Furthermore, the OECD's international comparative studies show that the chances of low-paid workers obtaining a better-paid job are higher in Germany than in the United States, a country with more income inequality. This is frequently the justification given for political measures and reforms that seek to extend low-wage work. We suppose that one of the driving forces for the increase of low-wage work is the decrease in the coverage of workers by unions and works councils. Therefore we will analyse this aspect in detail in the next section. In section 3 we will analyse the development of low-pay over time and by structural characteristics of low-paid workers and enterprises." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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