Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
Zurück zur Übersicht- Grundlagenbeiträge
- Methoden und Datensatzbeschreibungen
-
Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
-
Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
-
Literaturhinweis
The aggregate impact of active labour market policy in Germany and the UK: evidence from administrative data (2004)
Zitatform
Speckesser, Stefan (2004): The aggregate impact of active labour market policy in Germany and the UK. Evidence from administrative data. In: G. Schmid, M. Gangl & P. Kupka (Hrsg.) (2004): Arbeitsmarktpolitik und Strukturwandel : empirische Analysen (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 286), S. 153-178.
Abstract
Der Beitrag vergleicht die makroökonomischen Beschäftigungseffekte der wichtigsten Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland - Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) - und in Großbritannien - das 'New Deal for Young Unemployed People' (NDYP). Ausgangspunkt der empirischen Analyse ist eine Erörterung der Auswirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik auf das matching von Arbeitslosen und offenen Stellen. Die Beschäftigungseffekte werden auf der Grundlage regionaler Arbeitsmarktdaten und unterschiedlicher ökonometrischer Modellspezifikationen (statische und dynamische Panelmodelle) geschätzt. In beiden Ländern ist der Einfluss der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen unwesentlich: In Deutschland führen Weiterbildungsmaßnahmen zu keiner Verbesserung des matchings von Arbeitssuchenden und offenen Stellen. Für Großbritannien werden nur schwache kurzzeitige Beschäftigungseffekte ausgemacht. Der Autor konstatiert abschließend sehr geringe positive Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf der Makroebene für beide Länder. (IAB)
-
Literaturhinweis
Evaluationsforschung: Grundlagen und ausgewählte Forschungsfelder (2004)
Stockmann, Reinhard; Lee, Barbara; Kuhlmann, Stefan; Wollmann, Hellmut ; Bangel, Bettina; Büeler, Xaver; Leeuw, Frans L.; Deeke, Axel; Mertens, Donna M.; Kromrey, Helmut; Müller, Axel; Caracelli, Valerie J.; Stockmann, Reinhard; Brinkmann, Christian; Vedung, Evert; Huber, Joseph; Widmer, Thomas;Zitatform
(2004): Evaluationsforschung. Grundlagen und ausgewählte Forschungsfelder. (Sozialwissenschaftliche Evaluationsforschung 01), Opladen: Leske und Budrich, 416 S.
Abstract
"In dem Lehrbuch werden die wichtigsten Theorien, Methoden und Entwicklungen der Evaluationsforschung beschrieben. Außerdem wird der Stand der Forschung für zentrale Politikfelder resümiert. Im ersten Teil werden einige grundsätzliche Themen zur Entwicklung der Evaluationsforschung in Deutschland, Europa und den USA behandelt. Es werden die wichtigsten Theorien und Methoden vorgestellt und ein Ausblick auf die Entwicklung der Evaluation im 21. Jahrhundert gegeben. Im zweiten Teil des Buches wird der aktuelle Wissens- und Diskussionsstand in ausgewählten Feldern der Evaluationsforschung zusammengefasst. Das Buch richtet sich an Dozenten und Studenten aller sozialwissenschaftlichen Fächer, sowie an Gutachter, Consultants und Verwaltungsfachleute, die sich mit Fragen der Evaluation, der Erfolgskontrolle, der wissenschaftlichen Begleitforschung, der Wirkungsanalyse oder dem Qualitätsmanagement beschäftigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The European reform logjam and the economics of reform (2004)
Zitatform
Straubhaar, Thomas & Rainer Winkelmann (Hrsg.) (2004): The European reform logjam and the economics of reform. (Applied economics quarterly supplement 55), Berlin: Duncker & Humblot, 152 S.
Abstract
"Im April 2004 fand in Berlin die 67. Wissenschaftliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute (ARGE) in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Forschungsinstituten statt. Im Mittelpunkt standen Gründe für und Auswege aus dem 'Reformstau' in Europa. Europa tut sich schwer mit wirtschaftspolitischen Strukturreformen. Oft widersetzen sich vor allem größere EU-Länder ganz dem Druck zur Veränderung, oder es werden nur partielle Reformen durchgeführt. Doch Verzögerungen von Reformen sind mit hohen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden: Dazu gehören Wachstums- und Beschäftigungsverluste. Druck zum Wandel ergibt sich allein schon aus der demographischen Entwicklung in Europa. Die Alterung der Bevölkerung wird zu weniger Steuereinnahmen für die Staaten und zu geringeren Beiträgen für die Sozialversicherungen führen. Ein Beitrag dieses Heftes widmet sich dem deutschen "Sozialstaatsdilemma".
Die Beiträge thematisieren u.a. die Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Sozialsysteme, Bestimmungsfaktoren des Erfolgs wirtschaftspolitischer Reformen und die Reform des Gesundheitswesens in Europa. Die Referate werden jeweils in einem Koreferat kritisch beleuchtet." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Do financial incentives promote the employment of the disabled? (2004)
Zitatform
Verick, Sher (2004): Do financial incentives promote the employment of the disabled? (IZA discussion paper 1256), Bonn, 40 S.
Abstract
Im Oktober 1999 war die Arbeitslosenquote von Schwerbehinderten in Deutschland mehr als doppelt so hoch wie die der nichtbehinderten Bevölkerung. Um diese Situation zu verbessern, wurde das Schwerbehindertengesetz reformiert. Ziel war es, Anreize für eine höhere Erwerbsbeteiligung Schwerbehinderter und die Einstellung von Schwerbehinderten durch Unternehmen zu schaffen. Im Jahre 2003 gab die Bundesregierung bekannt, dass die Arbeitslosenquote von Schwerbehinderten durch diese Reform um 25 Prozent reduziert wurde, dies entspricht 45.000 Personen. Jedoch führt eine Evaluation der Auswirkungen der Gesetzesreform auf die Arbeitsmarktchancen Schwerbehinderter zu dem Ergebnis, dass diese nicht immer zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit der Betroffenen geführt hat. Der jüngste Anstieg der Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten lässt vermuten, dass der Erfolg im Jahre 2002 bestenfalls vorübergehend war. Es gibt keinen Beweis, dass geänderte finanzielle Anreize einen positiven Langzeiteffekt auf die Beschäftigungsquote von Schwerbehinderten haben. (IAB)
-
Literaturhinweis
Regionalisierung der aktiven Arbeitsmarktpolitik: eine aggregierte Wirkungsanalyse (2004)
Vollkommer, Dieter;Zitatform
Vollkommer, Dieter (2004): Regionalisierung der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Eine aggregierte Wirkungsanalyse. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 287), Nürnberg, 257 S.
Abstract
"Die Arbeit untersucht Determinanten der Wiedereingliederung von Arbeitslosen in Beschäftigung auf regionalen Arbeitsmärkten. Sie legt den Fokus auf Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und betrachtet damit diejenigen Arbeitslosen, denen eine besondere Förderung zuteil wurde. Auf Basis theoretischer Analysen zur Identifikation von Kausaleinflüssen zwischen Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung werden ökonometrische Untersuchungen zum Einfluss von Maßnahmen auf die Wiedereingliederung Arbeitsloser durchgeführt. Im ersten Teil werden zunächst Bestrebungen zur Dezentralisierung der Arbeitsmarktpolitik dargelegt, wie sie die Einführung der Eingliederungsbilanz zur Folge hatten. Als analytischer Rahmen der Untersuchung wird anschließend das Konzept der gleichgewichtigen Arbeitslosigkeit vorgestellt und Wirkungsbedingungen der Arbeitsmarktpolitik diskutiert. Der zweite Teil widmet sich der empirischen Wirkungsanalyse der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf regionalen Arbeitsmärkten: Für die multivariate Analyse ist eingangs eine um die Strukturen auf den regionalen Arbeitsmärkten korrigierte Lohngröße zu errechnen. Die ökonometrische Untersuchung wird dann auf Basis eines Matching-Modells in zwei Stufen durchgeführt: Zunächst wird ein panelanalytischer Ansatz gewählt, um hierauf aufbauend mittels einer Querschnittsregression weitere Erkenntnisse zu den regionsspezifischen Heterogenitäten zu erhalten. Als besonders bedeutsam für die regionale Abgangsrate aus Arbeitslosigkeit und damit auf die gleichgewichtige Arbeitslosigkeit erwiesen sich der Tageslohn, die Unterbeschäftigungsquote und die Förderintensität, die jeweils in einem negativen Zusammenhang stehen. Demgegenüber führen eine große Zahl offener Stellen und ein hoher Tertiarisierungsgrad in einer Region zu einem Anstieg der regulären Beschäftigung. Im dritten Teil werden Schlussfolgerungen aus der Analyse präsentiert, deren Umsetzung eine grundsätzliche Reform des arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums zur Folge hätte. Als Ausblick werden Überlegungen der Kommission 'Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' (Hartz-Kommission) mit den vorgelegten Empfehlungen für eine effektive Arbeitsmarktpolitik abgeglichen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Qualitätsmanagement in Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften: ein wirkungsvolles Mittel zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit? Ergebnisse einer qualitativen Studie in Wohlfahrtsorganisationen (2004)
Vomberg, Edeltraud; Reinhartz, Wilfried; Maaßen-Pyritz, Martina;Zitatform
Vomberg, Edeltraud (2004): Qualitätsmanagement in Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften. Ein wirkungsvolles Mittel zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit? Ergebnisse einer qualitativen Studie in Wohlfahrtsorganisationen. (Zweiter Arbeitsmarkt 08), Münster: LIT, 296 S., Anhang.
Abstract
"Dieses Buch beschäftigt sich im ersten Teil mit verschiedenen Aspekten der Qualitätsdebatte im Bereich der sozialen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften. Im zweiten Teil wird eine Studie vorgestellt, die untersucht, in wie weit die Beschäftigungsfähigkeit von Teilnehmern durch Qualitätsmanagement gefördert wird. Dies wurde durch die Analyse des Qualitätsmanagementstandes von zehn Organisationen geleistet. Aus den Ergebnissen werden Anregungen abgeleitet, wie qualitätssichernde Verfahren auszugestalten und im Hinblick auf die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer zu bewerten sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Determinanten des Wachstums und Scheiterns von Unternehmen (2004)
Woywode, Michael;Zitatform
Woywode, Michael (2004): Determinanten des Wachstums und Scheiterns von Unternehmen. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Jg. 74, H. 10, S. 1009-1046.
Abstract
"In dieser Arbeit wurden Determinanten der Wachstumschancen und Scheiterraten westdeutscher Unternehmen empirisch überprüft. Es lässt sich nachweisen, dass die Umsatzwachstumsraten von Unternehmen mit zunehmendem Alter und zunehmender Größe der Unternehmen sinken. Ebenso sinken die Wachstumsraten mit zunehmendem Alter des Unternehmers. Schließlich lassen sich rechtsformabhängige und branchenspezifische Unterschiede in den Wachstumsraten von Unternehmen nachweisen. Die Insolvenzwahrscheinlichkeit und die Wahrscheinlichkeit einer freiwilligen Liquidation sinken mit zunehmendem Alter der Unternehmen. Die Unternehmensgröße besitzt einen nicht-Iinearen Effekt auf die Insolvenzwahrscheinlichkeit und einen negativen Effekt auf die Wahrscheinlichkeit einer freiwilligen Liquidation. Darüber hinaus ergeben sich eine Reihe interessanter Effekte für verschiedene weitere Unternehmenscharakteristika - wie die Rechtsform oder den Grad der wirtschaftlichen Selbständigkeit - im Hinblick auf die Überlebenswahrscheinlichkeit von Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Projekt "Evaluation der ESF-Ergänzung der Förderung beruflicher Weiterbildung (FbW)": Methodenbericht. Hauptstudie (2004)
Abstract
Dargestellt wird die Durchführung der schriftlichen Befragung im Rahmen des Teilprojektes 'Evaluation der ESF-Ergänzung der Förderung beruflicher Weiterbildung (FbW) - mikroanalytische Untersuchungen zu Ergebnissen und Wirkungen'. Es handelt sich dabei um eine Panelerhebung, die zu zwei Erhebungszeitpunkten im Zeitraum von Oktober 2003 bis Mai 2004 durchgeführt wurde. Der Hauptstudie wurde ein Pretest als Instrumententest vorgeschaltet. Ziel des Pretests war es, den Fragebogen sowohl im Hinblick auf inhaltliche Akzeptanz, Frageformulierung und Layout zu testen. Die Feldphase der Haupterhebung begann am 30. Oktober 2003 mit dem Erstversand der Befragungsunterlagen. Es folgten zwei Erinnerungsschreiben für alle Einsatzadressen ohne Rücklaufstatus. Im April 2004 wurden die Nonrespondents zweier Zielgruppen zusätzlich telefonisch befragt. Für alle vier Zielgruppen wurde insgesamt ein Rücklaufergebnis von 61,4 Prozent erreicht. Die nach ausgewählten soziostrukturellen Merkmalen differenzierte Ausschöpfung wird getrennt nach den vier Zielgruppen betrachtet und es erfolgt eine detaillierte Betrachtung von sozialgruppenspezifischen Teilnahmewahrscheinlichkeiten. Es wird festgestellt, 'dass eine selektive Teilnahme an der Erhebung beobachtet werden kann, sich die Selektivitätseffekte aber alles in allem in moderaten Größenordnungen bewegen. Insbesondere lässt sich kein vollständiger und auch kein nahezu vollständiger Ausfall einer bestimmten Gruppe feststellen.' Im Anhang befinden sich die Anschreiben, die Datenschutzerklärung, sämtliche Fragebögen, sowie die Konventionen und Übersicht der Datenprüfung. (IAB)
-
Literaturhinweis
Steuerung der Arbeitsmarktpolitik durch Zielvereinbarungen: Eckpunkte und Herausforderungen eines Paradigmenwechsels (2004)
Abstract
"Mit dem Dritten und Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt werden Zielvereinbarungen erstmals zur gesetzlichen Grundlage der Arbeitsförderung, als Soll-Vorschrift im SGB II und als Kann-Vorschrift im SGB III. Mittels Zielvereinbarungen soll effizienter gesteuert werden als durch detaillierte gesetzliche Vorgaben des Gesetzgebers und durch die Rechts- bzw. Fachaufsicht der Bundesregierung (regulative Steuerung).
Mit der Einführung von Zielvereinbarungen wird in der Arbeitsmarktpolitik ein Paradigmenwechsel eingeläutet. Mit dem vorliegenden Diskussionspapier möchte die Bertelsmann Stiftung die rechtlichen Rahmenbedingungen aufzeigen, Erfahrungen mit bestehenden Zielsteuerungssystemen auswerten, erste Gestaltungsentwürfe vorlegen sowie erfolgskritische Herausforderungen für die Umsetzung der Zielsteuerung benennen. Darüber hinaus wird eine Agenda mit zentralen Fragen vorgestellt.
Die Empfehlung der Bertelsmann Stiftung lautet: Auf Spitzenebene sollte eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Parlament, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und ihrem Verwaltungsrat eingesetzt werden, um die entscheidenden Fragen zu beantworten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Labor markets and social security: issues and policy options in the U.S. and Europe (2003)
Zitatform
Addison, John T. & Paul J.J. Welfens (Hrsg.) (2003): Labor markets and social security. Issues and policy options in the U.S. and Europe. Berlin u.a.: Springer London, 402 S.
Abstract
"These continue to be difficult times for the labor markets of the industrialized nations. Shifts in labor demand, deregulatory impulses, and the ongoing process of globalization have each impacted the labor markets of the United States and Europe. In the face of the globalization of economic relations and the challenge of the NICs, employment has stagnated in some member states of the EU - in sharp contrast to the United States. Even though several European countries have introduced seemingly successful labor market reforms, whether Euroland as a whole will be able to cope with heterogeneous labor market dynamics and rising immigration is an open question. This theme provides the backdrop to this book. Its main focus is on labor market rules, unemployment, and aspects of the social security system. Theory and practice receive equal attention. Options for reforming labor markets and the social security system provide the policy content." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Economic effects of continuous training (2003)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Ute Leber (2003): Economic effects of continuous training. In: J. T. Addison & P. J. J. Welfens (Hrsg.) (2003): Labor markets and social security : issues and policy options in the U.S. and Europe, S. 345-365.
Abstract
Die Autoren untersuchen theoretisch, im OECD-Vergleich und für Deutschland, welche Bedeutung die Weiterbildung (sowohl betrieblich als auch öffentlich) für die Verteilung der Arbeitslosigkeit und der Löhne auf die verschiedenen Qualifikationsgruppen hat. Schließlich berichten sie über Analysen, die mit Daten des IAB-Betriebspanels die Auswirkungen von betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen auf die Produktivität untersucht haben. (IAB)
-
Literaturhinweis
Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland: Hintergrundstudie für den 2. Fortschrittsbericht über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland (2003)
Zitatform
Blien, Uwe & Anette Haas (2003): Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland. Hintergrundstudie für den 2. Fortschrittsbericht über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. Nürnberg, 25 S.
Abstract
"In der Untersuchung wird zur Analyse der regionalen Beschäftigungsentwicklung ein Modell verwendet, das auf dem klassischen Shift-Share-Ansatz der Regionalökonomie aufbaut. Durch die Übertragung in ein regressionsanalytisches Modell (als constraint least square zweistufig geschätzt) wird neben der Zerlegung der Entwicklung in Struktur- und Standorteffekte erreicht, dass theoriegeleitet weitere Variablen einbezogen werden. Für die Untersuchung stehen detaillierte regionale Daten auf Kreisebene aus der Beschäftigtenstatistik für die Jahre 1993 bis 2001 und verschiedene BA Statistiken zur Verfügung. Die abhängige Variable ist die Beschäftigungsentwicklung in einer bestimmten Branche eines ostdeutschen Kreises. Die exogenen Determinanten bilden u.a. die Branchenstruktur und -konzentration, das regionale Qualifikations- und Lohnniveau. Somit können branchen- und regionalspezifische Einflüsse gesondert kontrolliert werden. Der Ansatz umgeht durch die Auswahl der Erfolgsvariablen das Problem der Endogenität von Maßnahmeausgaben und Arbeitsmarktlage, da nach der Verteilungsformel für die Mittel der Arbeitsmarktpolitik die Beschäftigungsentwicklung kaum eine Wirkung auf den Mitteleinsatz ausübt. Neben ABM/SAM werden auch die Ausgaben für Weiterbildung (FbW) als unabhängige Variablen integriert. Die Resultate zeigen für die Arbeitsmarktpolitik nicht signifikante Effekte im Falle von ABM/SAM, während bei FbW ein signifikanter positiver Einfluss sichtbar wird. Weiterbildung unterstützt demnach die regionale Beschäftigungsentwicklung, Erwerbschancen steigen durch die Anpassung der beruflichen Qualifikationen an die Arbeitsnachfrage. Der direkte Kapazitätseffekt der Beschäftigung schaffendenden Maßnahmen wurde soweit möglich heraus gerechnet. Weiteres Ergebnis der Analysen ist der Nachweis einer heterogenen Beschäftigungsentwicklung in Abhängigkeit von den jeweiligen Branchen und Kreisen. Regionen mit überdurchschnittlich qualifizierten Beschäftigten und mit mittelgroßen Betrieben erzielen relativ günstige Ergebnisse. Hohe Grade von Branchenkonzentrationen wirken sich eher negativ aus. Überdurchschnittliche regionale Löhne haben auf die Beschäftigungsentwicklung nach Branchen differenzierte, aber zumeist negative Wirkungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Zur Wirksamkeit aktiver Arbeitsmarktpolitik: eine Darstellung am Beispiel Ostdeutschlands (2003)
Zitatform
Blien, Uwe (2003): Zur Wirksamkeit aktiver Arbeitsmarktpolitik. Eine Darstellung am Beispiel Ostdeutschlands. In: S. Blasche & M. von Hauff (Hrsg.) (2003): Leistungsfähigkeit von Sozialstaaten, S. 93-115.
Abstract
Der Autor stellt Ergebnisse des vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung durchgeführten Projekts "Einflussfaktoren für die Entwicklung ostdeutscher Regionen (ENDOR)" vor, in dem die Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern mit dem Ziel analysiert wurde, wirtschafts-, struktur- und arbeitsmarktpolitische Konzepte für eine wirksame Regionalförderung abzuleiten. Als Einflussgrößen auf die Beschäftigungsentwicklung werden in diesem Aufsatz neben der regionalen Wirtschaftszweigstruktur und Maßnahmen der Investitionsförderung vor allem die Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik beschrieben. Die Auswirkungen der von der Bundesanstalt für Arbeit geförderten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Strukturanpassungsmaßnahmen und Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung werden quantifiziert, die Ergebnisse diskutiert und in Relation zu anderen Forschungen zur Arbeitsmarktpolitik gesetzt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Zweiter Fortschrittsbericht wirtschaftswissenschaftlicher Institute über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland (2003)
Brenke, Karl; Haas, Anette; Spielkamp, Alfred; Spermann, Alexander; Bode, Eckhardt ; Licht, Georg; Rothe, Thomas ; Hagen, Tobias ; Buscher, Herbert; Stoltwedel, Rüdiger; Blien, Uwe ; Spitznagel, Eugen; Jaenichen, Ursula; Ragnitz, Joachim; Günther, Jutta ; Czarnitzki, Dirk ; Engel, Dirk ; Dohse, Dirk ; Brixy, Udo ; Eickelpasch, Alexander; Vesper, Dieter; Wiemers, Jürgen ; Beer, Siegfried; Laaser, Claus-Friedrich; Reinowski, Eva; Lehmann, Harald; Schultz-Stichel, Birgit; Sichelschmidt, Henning; Stierwald, Andreas;Zitatform
Brenke, Karl, Alexander Eickelpasch, Dieter Vesper, Uwe Blien, Udo Brixy, Anette Haas, Ursula Jaenichen, Thomas Rothe, Eugen Spitznagel, Eckhardt Bode, Dirk Dohse, Claus-Friedrich Laaser, Henning Sichelschmidt, Rüdiger Stoltwedel, Siegfried Beer, Herbert Buscher, Jutta Günther, Harald Lehmann, Joachim Ragnitz, Eva Reinowski, Birgit Schultz-Stichel, Andreas Stierwald, Jürgen Wiemers, Dirk Czarnitzki, Dirk Engel, Alfred Spielkamp, Alexander Spermann, Georg Licht & Tobias Hagen (2003): Zweiter Fortschrittsbericht wirtschaftswissenschaftlicher Institute über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft 2003,07), Halle, 280 S.
Abstract
Das Bundesministerium der Finanzen hat fünf wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitute beauftragt, in jährlichen "Fortschrittsberichten Ostdeutschland" die wirtschaftliche Situation in den neuen Bundesländern zu begutachten. Die Forschungsinstitute hatten für den zweiten Bericht den Auftrag, zwei Politikbereiche - nämlich die Förderung von Investitionen in Ostdeutschland und die Aktive Arbeitsmarktpoltik - einer näheren Analyse zu unterziehen und darauf aufbauend wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen abzuleiten. Einbezogen werden sollte auch die Innovationsförderung. Darüber hinaus wurden als weitere Schwerpunkte des Berichts eine regional differenzierende Analyse der Infrastrukturausstattung in den neuen Ländern, die Ermittlung der technologischen Leistungsfähigkeit der ostdeutschen Wirtschaft und eine Untersuchung der finanzpolitischen Situation der ostdeutschen Länder und Gemeinden vereinbart. Alles in allem kommen die Institute zu dem Schluss, dass die Möglihckeiten der Politik, den Aufbauprozess in Ostdeutschland zu beschleunigen, zunehmend geringer werden. In Bezug auf die Arbeitsmarktpolitik schlagen sie vor, diese in Zukunft stärker mit der Regionalpolitik zu verzahnen. "Dies gilt vor allem für die Akteure auf der lokalen Ebene, da dort eine gezielte Abstimmung von Wirtschaftsförderung und Beschäftigungspolitik von Synergieeffekten profitieren kann. Daher sollten die Arbeitsämter ihre Weiterbildungsmaßnahmen noch mehr auf den Qualifikationsbedarf der Unternehmen ausrichten, um einen punktuellen Fachkräftemangel zu vermeiden. Allerdings ist dabei darauf zu achten, dass betriebliche Weiterbildungsanstrengungen nicht durch Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit ersetzt werden." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Evaluation individueller Netto-Effekte von ABM in Deutschland: ein Matching-Ansatz mit Berücksichtigung von regionalen und individuellen Unterschieden (2003)
Zitatform
Caliendo, Marco, Reinhard Hujer & Stephan L. Thomsen (2003): Evaluation individueller Netto-Effekte von ABM in Deutschland. Ein Matching-Ansatz mit Berücksichtigung von regionalen und individuellen Unterschieden. (IAB-Werkstattbericht 02/2003), Nürnberg, 83 S.
Abstract
"Bisherige Studien zur Evaluation von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) in Deutschland basieren auf Datensätzen mit relativ geringen Teilnehmerzahlen, die Unterschiede nach Regionen, Maßnahmen und Teilnehmern nicht berücksichtigen können. Die Ableitung allgemeingültiger politischer Empfehlungen aus diesen Ergebnissen ist deshalb problematisch. Datengrundlage dieser Arbeit sind Informationen zu Teilnehmern von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die im Februar 2000 in die Programme eingetreten sind. Als Kontrollgruppe dient eine Stichprobe von Arbeitslosen aus dem Monat Januar 2000, die nicht an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen teilgenommen haben. Unter Verwendung von Matching-Methoden werden die Eingliederungseffekte von ABM im Hinblick auf regionale Unterschiede sowie eine Differenzierung nach individuellen Merkmalen der Teilnehmer untersucht. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in den Effekten der betrachteten Untergruppen, jedoch ist insgesamt festzustellen, dass die Erfolgswahrscheinlichkeiten am Ende des Beobachtungszeitraums für die Teilnehmer im Durchschnitt unter denen der Nichtteilnehmer liegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsfähigkeit als Evaluationsmaßstab?: inhaltliche und methodische Aspekte der Wirkungsanalyse beruflicher Weiterbildung im Rahmen des ESF-BA-Programms (2003)
Zitatform
Deeke, Axel & Thomas Kruppe (2003): Beschäftigungsfähigkeit als Evaluationsmaßstab? Inhaltliche und methodische Aspekte der Wirkungsanalyse beruflicher Weiterbildung im Rahmen des ESF-BA-Programms. (IAB-Werkstattbericht 01/2003), Nürnberg, 24 S.
Abstract
Gegenstand des Beitrags sind inhaltliche und methodische Überlegungen zu der Frage, worin "individuelle Nettoeffekte" der Förderung der Teilnahme arbeitsloser Zielgruppen an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung liegen und wie diese ermittelt werden können. Es geht also um den individuellen Nutzen in Hinblick darauf, ob und in welchem Maße die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen zu einer Verbesserung der Erwerbschancen der Geförderten geführt hat. Dies erfolgt am Beispiel der Begleitforschung des IAB zum ESF-BA-Programm. Vorgestellt wird ein analytisches Konzept, mit dessen Hilfe die noch bevorstehenden Erhebungen und Analysen zu den Wirkungen der Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds im Vergleich zur Regelförderung nach dem Sozialgesetzbuch III ohne ESF-Ergänzung durchgeführt werden sollen. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Fünf Jahre "AFG-Plus": Arbeitsförderung aus dem Europäischen Sozialfonds. Ergebnisse der Begleitforschung zur ergänzenden ESF-Förderung zum AFG und SGB III 1995-1999 (2003)
Deeke, Axel; Schuler, Werner;Zitatform
Deeke, Axel & Werner Schuler (2003): Fünf Jahre "AFG-Plus". Arbeitsförderung aus dem Europäischen Sozialfonds. Ergebnisse der Begleitforschung zur ergänzenden ESF-Förderung zum AFG und SGB III 1995-1999. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 265), Nürnberg, 347 S.
Abstract
"Mit dem Bericht werden Ergebnisse der Begleitforschung durch das IAB zum ESF-BA-Programm 1995 bis 1999 vorgelegt. Das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanzierte Programm sollte die gesetzliche Förderung in quantitativer und qualitativer Hinsicht ergänzen. Deshalb hatte es auch den Beinamen 'AFG-Plus'. Ergänzt wurde die Förderung arbeitsmarktpolitischer Zielgruppen im Bereich der beruflichen Weiterbildung und Beschäftigungsaufnahme sowie die Förderung von Existenzgründungen und Qualifizierung bei Kurzarbeit. Im ersten Teil geht es um die Analyse des Programms selber sowie um dessen Umsetzung bis 1999, also dem letzten Jahr möglicher Eintritte in Maßnahmen. Dazu wird auf die Monitoringdaten der Bundesanstalt für Arbeit zurückgegriffen sowie auf die Ergebnisse einer Vielzahl von Expertengesprächen auf allen Ebenen der überregionalen Programmsteuerung und dezentralen Umsetzung. Nicht zuletzt aufgrund erheblicher Lücken im Monitoring hat die Begleitforschung bundesweit repräsentative Befragungen von ESF-geförderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, dem wichtigsten Bereich des Programms, durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Befragungen sind Grundlage des zweiten Teils des Berichts. Dort werden die Zielgruppenerreichung sowie die Maßnahmen, an denen die Befragten teilgenommen hatten, im Vergleich zur Regelförderung genauer untersucht. Schließlich geht es auch um die zentrale Frage eines anschließenden Übergangs in Erwerbstätigkeit oder Verbleibs in Arbeitslosigkeit in Abhängigkeit von der Heterogenität der geförderten Personengruppen und Maßnahmearten sowie den regionalen Arbeitsmarktstrukturen. Als Fazit wird die Frage, ob das Programm seinen Beinamen 'AFG-Plus' zurecht getragen hat, also entsprechend den Zielen des ESF eine sinnvolle und nützliche Ergänzung der gesetzlichen Arbeitsförderung darstellte, alles in allem mit ja beantwortet. Erkennbar werden aber auch gravierende Konsequenzen für die Umsetzung des Programms, die sich aus der Dynamik des institutionellen Kontextes in übergeordneten ESF-Programmen einerseits und der Kopplung an die gesetzliche Regelförderung andererseits ergeben hatten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Förderung auf hohem Niveau: Das Jugendsofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit - 1999 bis 2002 (2003)
Zitatform
Dietrich, Hans (2003): Förderung auf hohem Niveau: Das Jugendsofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit - 1999 bis 2002. (IAB-Werkstattbericht 09/2003), Nürnberg, 26 S.
Abstract
Ausbildungslose und arbeitslose Jugendliche werden in Deutschland durch aktive arbeitsmarktpolitische Instrumente seit Jahren auf hohem quantitativen Niveau gefördert. Wegen der steigenden Zahlen arbeitsloser Jugendlicher und nicht vermittelter Bewerber in einen Ausbildungsplatz wurden mit dem Regierungswechsel 1998 für das neu aufgelegte "Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit" (JUMP) zusätzliche Mittel in Höhe von jährlich einer Mrd. Euro bereitgestellt. Dem Konzept eines Sofortprogramms folgend traten bereits im Verlauf der ersten vier Fördermonate im Jahr 1999 rund 100.000 Jugendliche in JUMP-Maßnahmen ein. Jahresdurchschnittlich wurde im ersten Programmjahr ein Bestand von 74.000 Jugendlichen gefördert, der bis 2002 auf 96.000 aufgestockt wurde. Das Programm umfasst sowohl Maßnahmen der Ausbildungsvorbereitung, der außerbetrieblichen Ausbildung, der beruflichen Weiterbildung, der Integration in Beschäftigung am ersten und zweiten Arbeitsmarkt als auch Maßnahmen der Aktivierung Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf. Im Verlauf der ersten vier Förderjahre ergaben sich deutliche maßnahmebezogene, zielgruppenspezifische und regionale Veränderungen: Die Förderung Jugendlicher in Ostdeutschland wurde merklich erweitert. Inhaltlich wurde ab 2000 die Maßnahmeförderung stärker auf das Ziel der Integration in Beschäftigung konzentriert, insbesondere durch die Ausweitung von Lohnkostenzuschüssen. Demgegenüber wurde das Bewerbertraining ab 2000 nicht mehr fortgesetzt und die Förderung der außerbetrieblichen Ausbildung deutlich zurückgefahren. Diese Verlagerung der Förderziele fand seine Entsprechung in der Struktur der geförderten Jugendlichen. Mit der Rückführung von Förderangeboten für nicht versorgte Bewerber konzentrierte sich die JUMP-Förderung zunehmend auf registrierte arbeitslose Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Three approaches to the evaluation of active labour market policy in East Germany using regional data (2003)
Zitatform
Hagen, Tobias (2003): Three approaches to the evaluation of active labour market policy in East Germany using regional data. (ZEW discussion paper 2003-27), Mannheim, 34 S.
Abstract
"Using different regional data sources for East Germany the three largest active labour market policy (ALMP) programmes - job creation schemes (JCS), structural adjustment schemes (SAS) and public training (PT) - are evaluated. After addressing the regional allocation rule of the funding of ALMPs and the fundamental simultaneity problem in macroeconomic evaluation studies, identification strategies and possible instrumental variables are discussed. Three different approaches based on different econometric techniques for panel data (GMM and two-stage least squares) are applied. An augmented matching function indicates a negative effect of JCS on regional matching efficiency (inflows into regular employment) and no significant effects of PT and SAS. A reduced form approach based on the Beveridge curve does not indicate any long-term effects of ALMPs on regional job seeker rates. A dynamic labour demand estimation indicates that PT has no effects on employment and JCS leads to displacement of regular employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitsämter im Wettbewerb: Nicht immer sind's nur die "Umständ" (Teil 2) (2003)
Zitatform
Hirschenauer, Franziska (2003): Arbeitsämter im Wettbewerb: Nicht immer sind's nur die "Umständ" (Teil 2). In: IAB-Materialien H. 3, S. 9-11.
Abstract
"Im ersten Teil ihres Beitrages hatte die Autorin zunächst begründet, warum mit den neuen 'Eingliederungsquoten' die Ergebnisse der Arbeitsförderung durch die Arbeitsämter nun wesentlich genauer zu erfassen sind als mit den 'Verbleibsquoten'. Die Resultate dieser Messungen waren für die beiden Hauptinstrumente FbW und ABM nicht eben zufriedenstellend. Die Förderung der beruflichen Weiterbildung schnitt dabei allerdings deutlich besser ab als die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, was nicht weiter verwunderlich ist. In zwei weiteren Analyseschritten werden im zweiten Teil die beiden Hauptursachen der regionalen Unterschiede erläutert und die Abweichungen der tatsächlich erzielten von den erwartbaren Ergebnissen in thematischen Karten gezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Arbeitsförderung: Eingliederungsquoten sprechen eine deutliche Sprache (2003)
Zitatform
Hirschenauer, Franziska (2003): Regionale Arbeitsförderung: Eingliederungsquoten sprechen eine deutliche Sprache. (IAB-Kurzbericht 17/2003), Nürnberg, 9 S.
Abstract
In dem Beitrag wird auf Basis der regionalen Eingliederungsquoten untersucht, inwieweit das Ziel der beruflichen Wiedereingliederung von Arbeitslosen durch berufliche Weiterbildungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen erreicht wird. Es wird festgestellt, dass knapp die Hälfte der westdeutschen und sogar nur ein Drittel der ostdeutschen Weiterbildungsteilnehmer, deren Förderung im Zeitraum Juli 2000 bis Juli 2001 endete, sechs Monate später auf dem ersten Arbeitsmarkt beschäftigt waren. Bei den Teilnehmern an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die größtenteils zu den schwer vermittelbaren Arbeitslosen gehören, lagen die Eingliederungsquoten mit knapp 30 % in Westdeutschland und knapp 15 % in Ostdeutschland noch niedriger. Regionale Unterschiede, die nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch innerhalb der Landesteile bestehen, erklären sich vor allem durch die regionale Arbeitsmarktlage und die Teilnehmerstruktur. Der ungeklärte Rest bedarf weiterer Analysen. (IAB2)
Weiterführende Informationen
- Eingliederungsquoten nach beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen
- Abweichung der FbW-Eingliederungsquote vom Erwartungswert - Ostdeutschland
- Abweichung der ABM-Eingliederungsquote vom Erwartungswert - Westdeutschland
- Abweichung der FbW-Eingliederungsquote vom Erwartungswert - Westdeutschland
- Abweichung der ABM-Eingliederungsquote vom Erwartungswert - Ostdeutschland
- Eingliederungsquoten nach Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
-
Literaturhinweis
Die bundesweite Umsetzung des Mainzer Modells im Jahr 2002 (2003)
Zitatform
Hollederer, Alfons & Helmut Rudolph (2003): Die bundesweite Umsetzung des Mainzer Modells im Jahr 2002. (Forschungsverbund Evaluierung Mainzer Modell. Projektbrief 07), Bonn, 21 S.
Abstract
"Im Mainzer Modell können Beschäftigte einen Zuschuss zu den Sozialversicherungsbeiträgen und/oder einen Kindergeldzuschlag für maximal 36 Monate erhalten. Mit der bundesweiten Einführung zum 1. März 2002 wurden die Förderkonditionen geändert. Dieser Projektbrief informiert über die bundesweite Inanspruchnahme des Mainzer Modells und die Förderstrukturen. Der Berichtszeitraum dieses Projektbriefs erstreckt sich von März bis Dezember 2002. Er geht damit über die erste bundesweite Implementierungsphase hinaus, in der die Beurteilung der Förderstrukturen durch mögliche Sondereffekte besonders erschwert wird. Insgesamt haben sich in den ersten zehn Monaten seit der bundesweiten Ausdehnung zum 1. März 2002 gegenüber der vorherigen regional begrenzten Erprobung des Mainzer Modells keine bedeutsamen Änderungen ergeben. Der 'typische' Förderfall ist nach wie vor eine Frau im mittleren Alter mit mindestens einem minderjährigen Kind, die nach vorheriger Arbeitslosigkeit in Teilzeit arbeitet. Branchenschwerpunkte sind hingegen weiterhin kaum erkennbar. Überraschend ist allerdings der mit fast einem Drittel hohe Anteil Ostdeutschlands an allen Förderungen. Die Inanspruchnahme ist auch nach der bundesweiten Ausdehnung und nach der ersten Implementationsphase weiterhin sehr gering." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
New evidence on the effects of job creation schemes in Germany: a matching approach with threefold heterogeneity (2003)
Zitatform
Hujer, Reinhard, Marco Caliendo & Stephan Thomsen (2003): New evidence on the effects of job creation schemes in Germany. A matching approach with threefold heterogeneity. (IZA discussion paper 750), Bonn, 37 S.
Abstract
"This paper evaluates the effects of job creation schemes on the participating individuals in Germany. Since previous empirical studies of these measures have been based on relatively small datasets and focussed on East Germany, this is the first study which allows to draw policy-relevant conclusions. The very informative and exhaustive dataset at hand not only justifies the application of a matching estimator but also allows to take account of threefold heterogeneity. The recently developed multiple treatment framework is used to evaluate the effects with respect to regional, individual and programme heterogeneity. The results show considerable differences with respect to these sources of heterogeneity, but the overall finding is very clear. At the end of our observation period, that is two years after the start of the programmes, participants in job creation schemes have a significantly lower success probability on the labour market in comparison to matched non-participants." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Kombilöhne: Stand und Perspektiven (2003)
Kaltenborn, Bruno;Zitatform
Kaltenborn, Bruno (2003): Kombilöhne: Stand und Perspektiven. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 72, H. 1, S. 124-132.
Abstract
"Mit verschiedenen regionalen und nationalen Zuschüssen an Arbeitnehmer (Kombilöhne) sollen in den letzten Jahren verstärkt Personen mit geringem Verdienstpotenzial zur Aufnahme oder Ausübung einer Beschäftigung motiviert werden. Zu den Zielgruppen gehören je nach Förderkonzept insbesondere Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger und/oder gering Qualifizierte. Tatsächlich werden Kombilöhne oftmals von allein Erziehenden in Anspruch genommen. Insgesamt ist die Inanspruchnahme gemessen an den arbeitsmarktpolitischen Problemen bisher gering. Über Mitnahmeeffekte liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Ein empirischer Beleg, dass ein Kombilohn in Deutschland zu einem nennenswerten Aufbau von Beschäftigung führt, konnte noch nicht erbracht werden. Die intensive Nutzung bestehender regionaler Spielräume für die Erprobung von Kombilöhnen möglichst unterschiedlicher Ausgestaltung erscheint nach wie vor zweckmäßig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Steigerung von Effizienz und Reputation in der Arbeitsvermittlung (2003)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina (2003): Steigerung von Effizienz und Reputation in der Arbeitsvermittlung. In: Bundesarbeitsblatt H. 1, S. 10-15.
Abstract
"Die Reputation der gesamten Arbeitsvermittlung eines Landes ist von zwei Faktoren abhängig: der Steigerung ihrer Effizienz und einem Angebot an qualitativ hochwertigen Dienstleistungen. Das sind wichtige Erkenntnisse aus Krisen der Arbeitsverwaltung anderer Länder. Auch die deutsche Arbeitsverwaltung kann anhand der Reformen anderer Länder lernen ihre Effizienz zu steigern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Von der Anstalt zum ersten Dienstleister am Arbeitsmarkt?: Möglichkeiten und Grenzen der Reform der Bundesanstalt für Arbeit (2003)
Zitatform
Konle-Seidl, Regina (2003): Von der Anstalt zum ersten Dienstleister am Arbeitsmarkt? Möglichkeiten und Grenzen der Reform der Bundesanstalt für Arbeit. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 57, H. 1/2, S. 22-29.
Abstract
Nach Inkrafttreten der ersten beiden Gesetze zur Umsetzung des Hartz-Konzeptes will die Bundesregierung im laufenden Jahr die gesetzlichen Grundlagen für einen grundlegenden organisatorischen Umbau der Bundesanstalt für Arbeit (BA) schaffen. Parallel wird BA-intern der Umbau zu einem modernen Dienstleister mit Hochdruck vorangetrieben. In der Zentrale erarbeiten mehr als 20 Projektgruppen die Grundlagen für eine verbesserte Steuerung, ein differenzierteres Controlling, für eine Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit und ein neues Personalmanagement. Mit der Reform der Arbeitsvermittlung sollen in erster Linie die Reputations- und Effizienzprobleme beseitigt werden, die mit dem "Vermittlungsskandal" im Februar 2002 massiv zu tage traten und der eigentliche Auslöser für die derzeitigen, umfassenderen Arbeitsmarktreformen waren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitsplatzgenerierende Effekte von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (2003)
Koße, Sabine; Schmitz-Mandrela, Ulrich; Luschei, Frank; Weiß, Carsten; Trube, Achim;Zitatform
Koße, Sabine, Frank Luschei, Ulrich Schmitz-Mandrela, Achim Trube & Carsten Weiß (2003): Arbeitsplatzgenerierende Effekte von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 273), Nürnberg, 197 S.
Abstract
"Die Studie befasst sich mit der Frage, ob und ggf. unter welchen Bedingungen durch den Einsatz von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) bzw. Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) innovative Tätigkeitsfelder sowie evtl. sogar neue Beschäftigungsinfrastrukturen entstehen, die sich im Anschluss an die Maßnahmen auf Dauer ohne Arbeitsmarktförderung etablieren können. Die quantitativen und qualitativen Untersuchungen beziehen sich auf vier ausgewählte Arbeitsamtsbezirke, in denen insgesamt 2.990 ABM- bzw. SAM-Bewilligungen erfasst wurden, wobei von diesen 1.395 zusätzlich einer detaillierteren Analyse unterzogen wurden, die Trägerinterviews u. Ä. umfasste. Alles in allem zeigen die Untersuchungen, dass Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik durchaus in der Lage sind, neue und zusätzliche Arbeitsplätze durch eine gezielte Förderung zu schaffen. Die Erfolgsquoten der Maßnahmen sind dabei sehr heterogen: So entstanden z. B. bei 7,6 Prozent aller untersuchten Maßnahmen innovative Arbeitsplätze bzw. bei 3,1 Prozent sogar ganz neue Beschäftigungsinfrastrukturen (Touristik, Soziale Dienste etc.). Damit war auch ein entsprechender Zugewinn von neuen Arbeitsplätzen verbunden, der hinsichtlich des Verhältnisses 'Geförderte Personen zu neuen Arbeitsstellen' mit ca. 1 : 2 bezifferbar ist. Substitutions- und Mitnahmeeffekte können aufgrund der intensiven qualitativen Untersuchungen aller erfolgreichen Maßnahmen mit sehr großer Sicherheit weitgehend ausgeschlossen werden, zumal die ABM den Bedarf bzw. die Nachfrage für die neu entwickelten Leistungen oftmals überhaupt erst induziert haben. Für die Erfolge sind sowohl endogene Potenziale der Projekte, d. h. z. B. hoch qualifizierte und hoch motivierte Teilnehmer, flexible und vernetzte Träger, innovative Branchen und Tätigkeitsfelder, als auch - schwer steuerbare - exogene Faktoren, wie Nachfragetrends, sozialpolitische Prioritäten u. Ä. verantwortlich. Erfolge stellen sich offensichtlich eher dann ein, wenn es gelingt, die endogenen Potenziale mit den exogenen Rahmenbedingungen synergetisch zu verknüpfen, d. h., eine Anschlussfähigkeit der Projekte sowohl zu planen als auch herzustellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Neue Arbeitsplätze durch ABM?: exemplarische und quantitative Studien über arbeitsplatzgenerierende Effekte im Rahmen von öffentlich geförderter Beschäftigung (2003)
Koße, Sabine; Weiß, Carsten; Luschei, Frank; Schmitz-Madrela, Ulrich; Trube, Achim;Zitatform
Koße, Sabine, Frank Luschei, Ulrich Schmitz-Madrela, Achim Trube & Carsten Weiß (2003): Neue Arbeitsplätze durch ABM? Exemplarische und quantitative Studien über arbeitsplatzgenerierende Effekte im Rahmen von öffentlich geförderter Beschäftigung. (IAB-Werkstattbericht 11/2003), Nürnberg, 22 S.
Abstract
Der Bericht enthält die Ergebnisse einer explorativen Studie zu arbeitsplatzgenerierenden Effekten von Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen, die über die unmittelbaren Entlastungswirkungen am Arbeitsmarkt hinausgehen. Analysiert wurden vom 1.10.2001 bis 31.3.2003 in vier Arbeitsamtsbezirken 2.990 Förderfälle des Jahres 1995. Die Untersuchung ergab, dass Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik in der Lage sind, durch eine gezielte Förderung neue und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Die Erfolgsquoten der Maßnahmen - also die Relationen zwischen den untersuchten Maßnahmen und den Maßnahmen mit positiven Effekten - pendelten im Durchschnitt zwischen 7,6 % (direkte Arbeitsplatzgenerierungen), 1,9 % (indirekte Arbeitsplatzgenerierungen) und 3,1 % (gegenstandsfeldbezogene Effekte). (IAB2)
-
Literaturhinweis
Gründungsförderung: Wer gut filtert, fördert besser (2003)
Kritikos, Alexander; Wießner, Frank;Zitatform
Kritikos, Alexander & Frank Wießner (2003): Gründungsförderung: Wer gut filtert, fördert besser. In: IAB-Materialien H. 4, S. 8-9.
Abstract
"Der Bericht der Hartz-Kommission hat im Sommer des Jahres 2002 einen Paradigmenwechsel in der Arbeitsförderung eingeleitet. Die Devise 'Fördern und Fordern' des JobAQTIV-Gesetzes wurde ergänzt um die Leitidee Sicherheit einlösen - Eigeninitiative auslösen'. Zugleich wurde die aktive Arbeitsmarktpolitik ersetzt durch eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik. Aktivierung darf sich aber nicht nur in verschärften Zumutbarkeitskriterien oder der Androhung von Sanktionen erschöpfen. Umgedacht werden muss auch auf der konkreten Maßnahmeebene. Drei Gründerzentren zeigen modellhaft, wie 'investive' Interventionen zu effizienter Eingliederung führen ." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Kurzfrist-Förderung: Es blüht was im Verborgenen (2003)
Kurtz, Beate;Zitatform
Kurtz, Beate (2003): Kurzfrist-Förderung: Es blüht was im Verborgenen. In: IAB-Materialien H. 1, S. 13-14.
Abstract
Trainingsmaßnahmen sind ein Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Sie umfassen z.B. Eignungsfeststellungen, Unterstützung der Selbstsuche und Vermittlung, Überprüfung der Arbeitsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit. Seit ihrer Einführung als Regelinstrument sind die Zugangszahlen in solche Maßnahmen sprunghaft gestiegen. Im Rahmen der IAB-Begleitforschung zum ESF-BA-Programm wurden 173 Fachkräften zu diesen Maßnahmen befragt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Trainingsmaßnahmen: was verbirgt sich dahinter? (2003)
Kurtz, Beate;Zitatform
Kurtz, Beate (2003): Trainingsmaßnahmen. Was verbirgt sich dahinter? (IAB-Werkstattbericht 08/2003), Nürnberg, 36 S.
Abstract
Trainingsmaßnahmen sind ein Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Sie umfassen z.B. Eignungsfeststellungen, Unterstützung der Selbstsuche und Vermittlung, Überprüfung der Arbeitsbereitschaft und Arbeitsfähigkeit. In dem Beitrag wird zunächst das Instrument kurz beschrieben und die Entwicklung der Förderzahlen und der Ausgaben für Trainingsmaßnahmen überblicksartig dargestellt. Als Informationsbasis dienen hierbei Daten der Geschäftsstatistik der Bundesanstalt für Arbeit. Im Anschluss daran wird zum einen untersucht, wie das Instrument ausgestaltet ist. Zum anderen wird der Frage nachgegangen, ob es zwischen den regulär geförderten und den durch den Europäischen Sozialfonds geförderten Teilnehmern an Trainingsmaßnahmen Unterschiede gibt, die über die unterschiedlichen Fördervoraussetzungen hinausgehen. Hierzu wurde eine explorative Studie in zehn ausgewählten Arbeitsämtern durchgeführt, deren Ergebnisse vorgestellt werden. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Effizienz der Arbeitsämter: Leistungsvergleich und Reformpraxis (2003)
Zitatform
Mosley, Hugh, Holger Schütz & Günther Schmid (2003): Effizienz der Arbeitsämter. Leistungsvergleich und Reformpraxis. (Modernisierung des öffentlichen Sektors. Sonderband 21), Berlin: Edition Sigma, 179 S.
Abstract
"Die Effizienz der Arbeitsämter wird nicht erst seit dem 'Vermittlungsskandal', der zur Einsetzung der Hartz-Kommission und schließlich zu den aktuellen Reformgesetzen führte, in Frage gestellt. Schon zuvor hatten Evaluationsstudien immer wieder hervorgehoben, daß für die Effektivität arbeitsmarktpolitischer Instrumente die Umsetzung (Implementation) von zentraler Bedeutung ist. Die Effizienz der wichtigsten Implementations-Instanzen - der Arbeitsämter - stand aber bisher nie auf dem Prüfstand. Diese Studie liefert erste Bausteine, um die eklatante Lücke zu schließen: In didaktisch aufeinander aufbauenden Schritten führen die Autoren eine technische Effizienzanalyse der 141 Arbeitsämter in Westdeutschland für das Jahr 2000 vor. Sie zeigt, daß die Arbeitsämter bei gegebenen Ressourcen (Personal, Finanzmittel) erheblich effizienter sein könnten, wenn sie sich an den Besten ('benchmarks') orientieren würden. Vertiefende Fallstudien in acht Arbeitsämtern belegen deren eingeschränkte Handlungsspielräume, geben aber auch klare Hinweise auf gute Praktiken. In den Schlußfolgerungen nehmen der Verfasser auch zur laufenden Reorganisation der Bundesanstalt für Arbeit Stellung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Schnittstellen zwischen dem IAB und der Innenrevision in der Bundesanstalt für Arbeit (2003)
Müller, Petra;Zitatform
Müller, Petra (2003): Schnittstellen zwischen dem IAB und der Innenrevision in der Bundesanstalt für Arbeit. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 5, S. 661-663.
Abstract
"In der Bundesanstalt für Arbeit befassen sich verschiedene Organisationseinheiten in unterschiedlicher Weise mit einer Beobachtung und Bewertung arbeitsmarktbezogener Entwicklungen und Ergebnisse. Zu diesen Organisationseinheiten gehören Innenrevision und IAB, darüber hinaus aber auch Controlling und Statistik. Die Aufgaben der einzelnen Organisationseinheiten sind z.T. gesetzlich definiert und z.T. in programmatischen Papieren und Richtlinien ausgeführt. Auf dieser Basis sind allerdings die Schnittstellen zwischen den einzelnen Organisationseinheiten nur grob zu bestimmen. Erst im Zusammenhang mit der konkreten Arbeit lassen sich die realen Bezüge ermitteln und Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Damit Hartz wirkt! (2003)
Raddatz, Guido; Schick, Gerhard;Zitatform
Raddatz, Guido & Gerhard Schick (Hrsg.) (2003): Damit Hartz wirkt! Berlin, 119 S.
Abstract
Die Beiträge der Tagung "Von der Arbeitsmarktpolitik zur Beschäftigungspolitik - wo stehen wir ein Jahr nach Vorstellung des Hartz-Berichts?", die gemeinsam von der Stiftung Marktwirtschaft und der Hanns-Seidel-Stiftung am 17. Juli 2003 in München veranstaltet wurde, beziehen sich auf die im Februar 2002 von der deutschen Bundesregierung gebildeten Kommission "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" unter dem Vorsitz von Dr. Peter Hartz ("Hartz-Kommission"). Die Hartz-Kommission wurde zwar anlässlich des Skandals um die geschönte Vermittlungsstatistik der Bundesanstalt für Arbeit gegründet, den Hintergrund jedoch bildet die gesellschaftlich tief verankerte Unzufriedenheit über die sich stetig verschlechternde Arbeitsmarktlage und die in diesem Zusammenhang vermeintliche Machtlosigkeit der Politik. Mögliche Beiträge zu einer arbeitsmarktpolitischen Reform werden diskutiert. (IAB)
-
Literaturhinweis
Wege zu einer effizienteren Arbeitsvermittlung (2003)
Schmid, Günther;Zitatform
Schmid, Günther (2003): Wege zu einer effizienteren Arbeitsvermittlung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 56, H. 5, S. 291-299.
Abstract
"Der Blick auf unterschiedliche Vorgehensweisen in den Arbeitsämtern ist eine Möglichkeit, Wege zu einer effizienteren Arbeitsvermittlung zu identifizieren. Der Beitrag berichtet über die Ergebnisse eines bestimmten Ansatzes für einen solchen systematischen Leistungsvergleich. Die technische Effizienzanalyse auf der Basis von 141 westdeutschen Arbeitsämtern und daran anknüpfende Fallstudien in acht Arbeitsämtern zeigen, dass die Effizienz bis zu etwa 25 Prozent gesteigert werden könnte, wenn sich alle Arbeitsämter an den Besten orientieren würden. Die wichtigsten Treiber für eine effizientere Arbeitsvermittlung sind eine quantitativ wie qualitativ bessere Personalausstattung, eine informationstechnologisch bessere Ausstattung zur Selbstvermittlung, eine aktive Stellenakquisition über intensivere Arbeitgeberkontakte und eine systematische Qualifikationsbedarfsplanung in der Region." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Soziale Sicherung und Arbeitsmarkt (2003)
Schmähl, Winfried; Speckesser, Stefan ; Fitzenberger, Bernd ; Haupt, Alexander; Wagner, Gert G. ; Kleinhenz, Gerhard; Schwarze, Johannes; Riphahn, Regina T. ; Spieß, C. Katharina ; Pfaff, Anita B.; Steiner, Viktor; Büchel, Felix; Peters, Wolfgang; Meier, Volker ;Zitatform
Schmähl, Winfried (Hrsg.) (2003): Soziale Sicherung und Arbeitsmarkt. (Schriften des Vereins für Socialpolitik. N.F. 294), Berlin: Duncker & Humblot, 211 S. DOI:10.3790/978-3-428-51074-0
Abstract
"Zu den zentralen Diskussionsthemen und Problemfeldern deutscher Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik gehören seit langem Fragen sozialer Sicherung wie auch die Situation und Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Zwischen beiden Bereichen bestehen vielfältige Beziehungen, die außerordentlich komplex sind und einer differenzierten, theoretisch und empirisch fundierten Analyse unter Beachtung institutioneller Regelungen bedürfen. Der Ausschuss für Sozialpolitik legt einen zweiten Tagungsband zu diesem Fragenkreis vor. Alle Beiträge beziehen sich auf die deutsche Situation, mehrere basieren auf der Anwendung mikroökonometrischer Verfahren. Behandelt werden Wirkungen einer Subventionierung von Sozialversicherungsbeiträgen wie auch die Evaluation arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Dabei geht es um methodische Fragen und die Aussagefähigkeit empirischer Ergebnisse. Mit der empirisch noch wenig untersuchten Frage, wie die regionale Verfügbarkeit von Kinderbetreuungseinrichtungen auf das Arbeitsangebot von Müttern mit Kindern im Kindergartenalter wirkt, wird ein Thema aufgegriffen, das in der politischen Diskussion in Deutschland im Vergleich zu Maßnahmen des (monetären) Familienlastenausgleichs zunehmend in den Vordergrund gerückt wird: die Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit. Die Autoren fragen darüber hinaus: Inwieweit ist die Verteilung des Bruttoarbeitsentgelts im Zeitablauf stabil geblieben? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Zuwanderung und der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung? Wie kann z. B. durch rentenpolitische Entscheidungen auf internationale Mobilität von Arbeitskräften reagiert werden? Die Beiträge liefern Einblicke in die anwendungsorientierte Arbeitsmarkt- und Sozialpolitikforschung und tragen zu einem besseren Verständnis der komplexen Wechselwirkungen zwischen Arbeitsmarkt und sozialer Sicherung bei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhalt: V. Steiner: Beschäftigungseffekte einer Subventionierung der Sozialbeiträge von Geringverdienern; G. G. Wagner: Koreferat; B. Fitzenberger, S. Speckesser: Weiterbildungsmaßnahmen in Ostdeutschland. Ein Misserfolg der Arbeitsmarktpolitik? G. Kleinhenz: Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik als "neuer" Schwerpunkt der Arbeitsmarktforschung? Koreferat; C. K. Spieß, F. Büchel: Effekte der regionalen Kindergarteninfrastruktur auf das Arbeitsangebot von Müttern; A. B. Pfaff: Koreferat; R. T. Riphahn: Bruttoeinkommensverteilung in Deutschland 1984-1999 und Ungleichheit unter ausländischen Erwerbstätigen; J. Schwarze: Koreferat; A. Haupt, W. Peters: Immigration und soziale Sicherung; V. Meier: Koreferat. -
Literaturhinweis
Möglichkeiten und Grenzen mittelfristiger Wirtschaftlichkeitsanalysen beim Einsatz der Mittel der beruflichen Weiterbildung (2003)
Schäfer, Karl-Heinz;Zitatform
Schäfer, Karl-Heinz (2003): Möglichkeiten und Grenzen mittelfristiger Wirtschaftlichkeitsanalysen beim Einsatz der Mittel der beruflichen Weiterbildung. In: Arbeit und Beruf, Jg. 54, H. 8, S. 227-228.
Abstract
Vorgestellt wird ein Modell für eine Kosten-Nutzen-Analyse, mit dem die (bislang) zeitpunktbezogene Berechnung von Integrationskosten zu einer mittelfristigen Berechnung fortentwickelt werden kann. (IAB)
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitische Reformen im Kontext der Vorschläge der Hartz-Kommission: Chancen und Risiken für den ostdeutschen Arbeitsmarkt. Kurzgutachten (2003)
Wagner, Alexandra; Schuldt, Karsten;Zitatform
Wagner, Alexandra & Karsten Schuldt (2003): Arbeitsmarktpolitische Reformen im Kontext der Vorschläge der Hartz-Kommission. Chancen und Risiken für den ostdeutschen Arbeitsmarkt. Kurzgutachten. (OBS-Arbeitsheft / Otto Brenner Stiftung 34), Berlin u.a., 113 S.
Abstract
Die Umsetzung der Hartz-Vorschläge hat begonnen. Schon jetzt lässt sich absehen, dass die Maßnahmen und Instrumente besonders für den ostdeutschen Arbeitsmarkt nicht nur Chancen sondern auch Risiken in sich bergen. Das Gutachten versucht diese Chancen und Risiken für Ostdeutschland zu skizzieren. Viele der neuen Instrumente können nur dann zu mehr Beschäftigung führen, wenn auch die Wirtschaft wächst. Gerade in Ostdeutschland ist dies nicht zu erwarten: In den neuen Bundesländern ist das hohe Arbeitsplatzdefizit durch die anhaltende gesamtwirtschaftliche Wachstumsschwäche in den vergangenen Jahren nochmals angewachsen. Die AutorInnen plädieren für eine intelligente Arbeitsmarktpolitik, die sowohl mehr Beschäftigungsmöglichkeiten schafft als auch das Arbeitskräfteangebot reduziert. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Nonresponse bei Verbleibsuntersuchungen: Korrekturverfahren zu Antwortausfällen am Beispiel ehemals arbeitsloser Existenzgründer, die mit dem Überbrückungsgeld (§ 57 SGB III) gefördert wurden (2003)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (2003): Nonresponse bei Verbleibsuntersuchungen. Korrekturverfahren zu Antwortausfällen am Beispiel ehemals arbeitsloser Existenzgründer, die mit dem Überbrückungsgeld (§ 57 SGB III) gefördert wurden. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 1, S. 77-96.
Abstract
"Fünf Jahre nach der Existenzgründung wird es zunehmend schwierig, Informationen über den Verbleib der vormals mit Überbrückungsgeld Geförderten zu erhalten. War es in einer früheren Projektetappe - nach durchschnittlich drei Jahren in Selbständigkeit - noch möglich gewesen, bei der Befragung der Gründerinnen und Gründer eine Ausschöpfungsquote von annähernd 90 Prozent der Ausgangsstichprobe zu realisieren, so stellt nun zum Abschluss der Untersuchung nicht nur der 'natürliche Schwund' der Unersuchungseinheiten - etwa durch nicht mehr recherchierbare Adressen - die Analyse vor methodische Probleme. Systematische Verzerrungen entstanden auch durch die Erhebungsorganisation. Denn die abschließenden Telefoninterviews wurden nur mit jenen Gründern geführt, die in der vorletzten Befragungswelle ihre Bereitschaft signalisiert hatten, ein weiteres Mal an der Erhebung teilzunehmen. Daraus resultiert ein Positiv-Bias, der entsprechende Korrekturen erfordert. Mit Hilfe eines Worst-Case-Szenarios, einer gebundenen Hochrechnung, Datenabgleichen und einem Gewichtungsverfahren wurde ein 'Korridor' bestimmt, in dem sich die 'wahre' Überlebensquote der ehemaligen Überbrückungsgeld-Empfänger mit großer Wahrscheinlichkeit bewegt. Demnach betreibt gut fünf Jahre nach der Gründung noch immer mindestens jeder zweite der vormals Arbeitslosen sein Unternehmen. Verglichen mit den Befunden anderer Gründerstudien ist für die Gründungsverläufe der Geförderten alles in allem ein ähnlicher Verlauf zu konstatieren wie bei Start-ups, die ohne das Handikap vorangegangener Arbeitslosigkeit getätigt wurden. Trotz der verbleibenden Unschärfen im Datenmaterial und der wachsenden Schwierigkeiten bei der Korrektur dieser Verzerrungen weisen die ehemaligen Überbrückungsgeld-Empfänger noch immer eine respektable Bilanz auf - zumindest auf der Brutto-Ebene. Zu den Netto-Wirkungen der Förderung ist keine Aussage möglich, da eine geeignete Vergleichsgruppe nicht zur Verfügung steht. Auch der Blick auf die Erfolgsfaktoren zeigt wenig Veränderung im Zeitverlauf. Wie schon rund zwei Jahre zuvor liegen die kritischen Faktoren nach wie vor im Bereich des Humankapitals und des Startkapitals. Eine Einschätzung, inwieweit zusätzliche Förderprogramme auf diesen Gebieten eine sinnvolle Flankierung bieten können, muss nachfolgenden Untersuchungen vorbehalten bleiben. Die vielfältigen Initiativen und Angebote, die in den vergangenen Jahren neu geschaffen wurden, können dazu beitragen, weitere Gründungspotenziale zu erschließen. Wenn auch der Beitrag des Überbrückungsgeldes zu diesen positiven Entwicklungen ebenso wenig genau beziffert werden kann wie das Ausmaß von Verdrängungs- und Mitnahmeeffekten, die den Nettoerfolg des Förderinstrumentes auf der Arbeitsmarktebene schmälern, so bleibt doch auf jeden Fall festzuhalten, dass das Überbrückungsgeld einen wichtigen Brückenschlag zurück in den Arbeitsmarkt leistet, auch für jene, die in den neugegründeten Unternehmen Beschäftigung finden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zweiter Fortschrittsbericht wirtschaftswissenschaftlicher Institute über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland: Kurzfassung (2003)
Zitatform
(2003): Zweiter Fortschrittsbericht wirtschaftswissenschaftlicher Institute über die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. Kurzfassung. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 9, H. 15, S. 437-467.
Abstract
Das Bundesministerium der Finanzen hat fünf wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitute beauftragt, in jährlichen "Fortschrittsberichten Ostdeutschland" die wirtschaftliche Situation in den neuen Bundesländern zu begutachten. Der Beitrag ist eine gestraffte Fassung des zweiten gemeinsamen Berichts. Die Forschungsinstitute hatten diesmal den Auftrag, zwei Politikbereiche - nämlich die Förderung von Investitionen in Ostdeutschland und die Aktive Arbeitsmarktpoltik - einer näheren Analyse zu unterziehen und darauf aufbauend wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen abzuleiten. Einbezogen werden sollte auch die Innovationsförderung. Darüber hinaus wurden als weitere Schwerpunkte des Berichts eine regional differenzierende Analyse der Infrastrukturausstattung in den neuen Ländern, die Ermittlung der technologischen Leistungsfähigkeit der ostdeutschen Wirtschaft und eine Untersuchung der finanzpolitischen Situation der ostdeutschen Länder und Gemeinden vereinbart. Alles in allem kommen die Institute zu dem Schluss, dass die Möglihckeiten der Politik, den Aufbauprozess in Ostdeutschland zu beschleunigen, zunehmend geringer werden. In Bezug auf die Arbeitsmarktpolitik schlagen sie vor, diese in Zukunft stärker mit der Regionalpolitik zu verzahnen. "Dies gilt vor allem für die Akteure auf der lokalen Ebene, da dort eine gezielte Abstimmung von Wirtschaftsförderung und Beschäftigungspolitik von Synergieeffekten profitieren kann. Daher sollten die Arbeitsämter ihre Weiterbildungsmaßnahmen noch mehr auf den Qualifikationsbedarf der Unternehmen ausrichten, um einen punktuellen Fachkräftemangel zu vermeiden. Allerdings ist dabei darauf zu achten, dass betriebliche Weiterbildungsanstrengungen nicht durch Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit ersetzt werden." (IAB2)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Langfassung des Zweiten Fortschrittsbericht. -
Literaturhinweis
Ostdeutschland: Effekte der Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigung (2002)
Zitatform
Blien, Uwe, Erich Maierhofer, Dieter Vollkommer & Katja Wolf (2002): Ostdeutschland: Effekte der Arbeitsmarktpolitik auf die regionale Beschäftigung. (IAB-Kurzbericht 13/2002), Nürnberg, 5 S.
Abstract
Der Kurzbericht basiert auf Ergebnissen des ENDOR-Projekts (Entwicklung der ostdeutschen Regionen) des IAB. Darin wurden die Determinanten der Regionalentwicklung in den neuen Bundesländern mit Hilfe eines regionalen Entwicklungsmodells und stark differenzierter Daten der Beschäftigten- und Arbeitsmarktstatistik sowie weiterer Quellen untersucht. Es wird festgestellt, dass die Arbeitsmarktpolitik der Bundesanstalt für Arbeit von 1993 bis 1999 einen positiven Einfluss auf die regionale Beschäftigungsentwicklung in Ostdeutschland hatte. Dies gilt sowohl für Fortbildungsmaßnahmen als auch für Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen. Für verschiedene Instrumente der Investitionsförderung wurden ebenfalls positive Effekte auf die Beschäftigung Ostdeutschlands gefunden. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja;Weiterführende Informationen
Entlastungswirkung der Arbeitsmarktpolitik (Ostdeutschland, nach Kreisen) -
Literaturhinweis
Labour market policy in Germany (2002)
Zitatform
Blien, Uwe, Ulrich Walwei & Heinz Werner (2002): Labour market policy in Germany. In: IAB Labour Market Research Topics H. 49, S. 1-36.
Abstract
"The following paper originated from a contribution to an international conference. There was seen to be little literature available in English on job placement, unemployment benefits and the diverse measures of labour market policy in Germany. The IAB therefore decided to revise the original paper and publish it. It focuses to a considerable extent on the tasks of the German Federal Employment Service, in other words on job placement, the payment of wagereplacement benefits in the event of unemployment and on the measures of active labour market policy. Each chapter begins with a theoretical overview of the particular area of activity. This is then followed by the actual description of the area. The final chapter shows some new trends and refers to a number of challenges for evaluation research on labour market policy measures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Evaluation des Europäischen Vermittlungsdienstleistungsangebotes EURES der Bundesanstalt für Arbeit (2002)
Ertelt, Bernd-Joachim; Baigger, Dieter;Zitatform
Ertelt, Bernd-Joachim & Dieter Baigger (2002): Evaluation des Europäischen Vermittlungsdienstleistungsangebotes EURES der Bundesanstalt für Arbeit. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 43, S. 2915-2926.
Abstract
"In diesem Artikel werden die wichtigsten Ergebnisse der Evaluation des Dienstleistungsangebots der Bundesanstalt für Arbeit (BA) im Rahmen des Netzwerkes EURES (European Employment Services) vorgestellt. Die Ergebnisse der EURES-Evaluation sollten vor allem folgenden Zielen dienen:_a) Einschätzung der Qualität der EURES-Beratung in der BA im Sinne einer Standortbestimmung,_b) Weiterentwicklung von EURES im Sinne der Optimierung, einschließlich des Marketings. Die Untersuchung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Instituten und Personen aus der Wissenschaft, denn eine wissenschaftsgeleitete externe Evaluation erweist sich gerade in Anbetracht einer zunehmend kritischen Diskussion über die Dienste der BA als außerordentlich wichtig. Aber auch aus europäischer Perspektive trägt die Studie zu den Bemühungen innerhalb des EURES Netzwerkes zum Qualitätsmanagement bei, denn die EU-Kommission fordert nationale Evaluierungsaktivitäten. Die hier vorgenommene Evaluation konzentrierte sich auf die Arbeit von EURES innerhalb der BA und war so angelegt, dass soweit wie möglich Vergleiche mit der im 4. Quartal 1999 durchgeführten Untersuchung der Europäischen Berufsberatungszentren (EBZ) der BA angestellt werden können. Die Ergebnisse der EURES-Evaluation zeichnen insgesamt ein außerordentlich positives Bild, ähnlich dem aus der EBZ-Untersuchung. Offenbar treffen sowohl die Inhalte als auch die Methoden der EURES-Beratung die Bedürfnisse der Kunden. Das bedeutet jedoch noch nicht, dass bereits alle Möglichkeiten einer Optimierung der Dienste ausgeschöpft sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Active labor market policy in Germany: is there a successful policy strategy? (2002)
Zitatform
Fertig, Michael, Christoph M. Schmidt & Hilmar Schneider (2002): Active labor market policy in Germany. Is there a successful policy strategy? (IZA discussion paper 576), Bonn, 32 S.
Abstract
"Each year Germany and many other developed economies spend tens of billions of Euros on active measures of employment promotion with the explicit aim of contributing to the reduction of unemployment. Yet, high unemployment has universally been a persistent problem throughout the last two decades, raising the question as to the actual effect of the measures of employment promotion. This paper contributes to the received literature by investigating whether a specific strategy of active labor market policy measures can contribute to a significant reduction of unemployment on the (semi-) aggregate level of the local labor offices in Germany. To this end, we analyze ALMP in Germany in a spatially augmented regression framework. Our results suggest that a policy strategy focusing on monetary incentive schemes rather than on public employment programs is more successful." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Stand und Perspektiven der Evaluation der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland (2002)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Reinhard Hujer (2002): Stand und Perspektiven der Evaluation der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. (ZEW discussion paper 2002-13), Mannheim, 20 S.
Abstract
"Diese Arbeit gibt einen Überblick der Konzeption und der Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik (AAMP) in Deutschland. Die rechtliche Grundlage der AAMP stellte von 1969 bis 1997 das Arbeitsförderungsgesetz (AFG) dar. 1998 wurde dieses durch das Sozialgesetzbuch (SGB) III abgelöst. Während das AFG noch unter Bedingungen der Vollbeschäftigung eingeführt wurde und auch eine generelle Verbesserung der Funktionsweise des Arbeitsmarktes vorsah, erfolgte im Zeitablauf eine stärkere Ausrichtung der AAMP auf die Wiedereingliederung von Problemgruppen in den Arbeitsmarkt. Das SGB III in Ansätzen eine Erfolgskontrolle der AAMP vorsieht und trotz der hohen fiskalischen Kosten (43 Mrd DM im Jahr 2001) fehlt bisher eine umfassende Evaluation der Wirkungen der AAMP unter Berücksichtigung der Kosten. Die Arbeit stellt die grundlegenden methodischen Probleme einer aussagekräftigen Evaluation dar. Die mikroökonomische Evaluation untersucht, ob die Teilnahme an einem arbeitsmarktpolitischen Programm zu einem Erfolg im Hinblick auf individuelle Zielgrößen wie Beschäftigung oder Verdienst führt. Um den durchschnittlichen Erfolg zu bestimmen, muss geschätzt werden, wie die individuelle Zielerreichung ausgefallen wäre, hätte die Person nicht an dem Programm teilgenommen. Eine solche Schätzung erfolgt typischerweise auf Basis der Informationen der Nichtteilnehmer, wobei dem möglichen Problem der Nichtvergleichbarkeit von Teilnehmern und Nichtteilnehmern (Selektionsverzerrung) Rechnung zu tragen ist. Die Selektionsverzerrung kann auf beobachteten und nicht beobachteten Variablen beruhen. Die Arbeit skizziert die wichtigsten methodischen Ansätze, einen adäquaten Vergleichsmaßstab zur Erfolgsmessung zu schätzen. Zur umfassenden mikroökonomischen Erfolgsmessung ist der geschätzte individuelle Erfolg den Kosten der Maßnahme gegenüberzustellen. Eine makroökonomische Evaluation muss auch die Rückwirkungen der AAMP auf die Nichtteilnehmer und die Funktionsweise des Arbeitsmarktes mit einbeziehen. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass AAMP meist gerade dann ausgeweitet wird, wenn die Arbeitsmarktprobleme zunehmen (Endogenität der AAMP). Im weiteren Teil der Arbeit wird die Ausgestaltung und Umfang der AAMP in Deutschland nach dem AFG und dem SGB III beschrieben. Die wichtigsten Maßnahmen sind die verschiedenen Formen der Förderung der beruflichen Weiterbildung und der öffentlich geförderten Beschäftigung. Weiterhin werden neuere arbeitsmarktpolitische Ansätze und die damit einhergehenden Anstrengungen zur Evaluation ihrer Wirkungen dargestellt. Es zeigt sich, dass auf der politischen Seite in der Vergangenheit offenbar kein großes Interesse an einer wissenschaftlichen Evaluation der gelegentlich erratischen AAMP bestand. Dementsprechend wurden der Wissenschaft keine angemessenen Datensätze für eine wissenschaftliche Evaluation der mikroökonomischen Wirkungen der AAMP zur Verfügung gestellt. Die bisher von wissenschaftlicher Seite vorgelegten Evaluationsstudien zeichnen ein eher negatives Bild der Wirkungen der AAMP. Allerdings beruhen diese Studien auf Umfragedaten, die wegen geringer Fallzahlen und zu geringer Detailinformationen kein verlässlichen Schlussfolgerungen ermöglichen. In der jüngeren Vergangenheit wächst auf politischer Seite das Interesse an einer aussagekräftigen Evaluation der AAMP (siehe Job-Aqtiv-Gesetz). Allerdings besteht das Risiko, dass sich einige in jüngster Zeit von der politischen Seite unternommenen Anstrengungen zur Förderung der Evaluation als kontraproduktiv erweisen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Weiterbildungsmaßnahmen in Ostdeutschland: ein Misserfolg der Arbeitsmarktpolitik? (2002)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Stefan Speckesser (2002): Weiterbildungsmaßnahmen in Ostdeutschland. Ein Misserfolg der Arbeitsmarktpolitik? (ZEW discussion paper 2002-16), Mannheim, 26 S.
Abstract
"Über die Wirkung der Förderung der beruflichen Weiterbildung in Ostdeutschland sind in den letzten Jahren zahlreiche empirische Studien durchgeführt worden, die auf den methodischen Fortschritten der Evaluationsforschung aufbauen. Dieser Beitrag stellt die empirische Evidenz im Kontext der institutionellen Regelungen und der methodischen Probleme einer angemessenen mikro- oder makroökonomischen Evaluation dar. Insbesondere behandeln die Autoren die im ostdeutschen Kontext wichtigen Probleme der Mehrfachteilnahmen und der Reduktion der Beschäftigungsquoten für die Teilnehmer kurz vor einer Weiterbildung ('Ashenfelters Tal'), die bislang in empirischen Analysen kaum Berücksichtigung finden. Die durchgeführten mikroökonomischen Evaluationsstudien basieren auf Umfragedaten mit kleinen Teilnehmerzahlen. Die erzielten Evaluationsergebnisse ergeben ein ernüchterndes Bild der Wirkung geförderter Weiterbildung: Es zeigen sich eher negative als positive Maßnahmeneffekte auf die Beschäftigung. Aufgrund der schwachen Datenbasis und verbleibender methodischer Probleme erlaubt die bisherige Evidenz jedoch noch keine wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen. Stattdessen sollten die eher negativen Ergebnisse von der politischen Seite zum Anlass genommen werden, die Voraussetzungen für eine angemessene und kontinuierliche Evaluation der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Vom arbeitsmarktpolitischen Sonderprogramm CAST zur bundesweiten Erprobung des Mainzer Modells: 2. Zwischenbericht (2002)
Hollederer, Alfons ; Rudolph, Helmut; Vanselow, Achim; Hartmann, Josef; Kaltenborn, Bruno; Wiedemann, Eberhard; Weinkopf, Claudia ;Zitatform
Hollederer, Alfons, Bruno Kaltenborn, Helmut Rudolph, Achim Vanselow, Claudia Weinkopf & Eberhard Wiedemann (2002): Vom arbeitsmarktpolitischen Sonderprogramm CAST zur bundesweiten Erprobung des Mainzer Modells. 2. Zwischenbericht. (Forschungsverbund CAST, 2. Zwischenbericht), Nürnberg, 201 S.
Abstract
"Das Mainzer Modell und das SGI-Modell sehen die Förderung neuer sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse vor. Schwerpunkt des vorliegenden Berichts sind die Erfahrungen mit dem "Mainzer Modell" und dem "SGI-Modell" der Saar-Gemeinschaftsinitiative in den ursprünglichen Förderregionen. Über Inanspruchnahme und Förderstrukturen auch seit der bundesweiten Ausdehnung des Mainzer Modells wird anhand der CAST-Förderdatei berichtet. Ergänzend liegen inzwischen aus einer Aktenrecherche des IAB Angaben zu Förderbeträgen, Löhnen und Einkommen der Förderzugänge bis zum Jahresende 2001 vor. Darüber hinaus werden vertiefende Angaben zu den Förderstrukturen anhand erster Ergebnisse der Befragungen von Geförderten vorgestellt. Befragt wurde auch eine ungeförderte Vergleichsgruppe. Der Vergleich zwischen Geförderten und Vergleichsgruppe gibt Hinweise auf die Zielgruppenerreichung. Die begleitende Implementationsforschung gibt Aufschluss über die konkrete Umsetzung in den Förderregionen und insbesondere anhand von Erfahrungsberichten der regionalen Akteure auch über aufgetretene Probleme. Für das Verständnis der bisherigen Entwicklung sind neben der Ausgestaltung der Förderkonzepte auch die Ausgangslage auf den regionalen Arbeitsmärkten in den Förderregionen bedeutsam.
Teil I befasst sich mit dem Mainzer Modell, Teil II mit dem SGI-Modell, wobei die Berichtsstruktur jeweils ähnlich gegliedert ist. In Kapitel 1 wird jeweils das Förderkonzept vorgestellt, in Kapitel 2 wird auf die Arbeitsmarktlage in den ursprünglichen Förderregionen eingegangen. Kapitel 3 zeigt die Umsetzungsaktivitäten in den bisherigen Förderregionen auf. Das zentrale Kapitel 4 befasst sich mit der bisherigen Resonanz auf die Förderkonzepte in den ursprünglichen Förderregionen. Ergänzend gibt das Kapitel 5 beim Mainzer Modell einen Überblick über die bisherige bundesweite Resonanz. Geschlossen wird jeweils mit einer Zusammenfassung. Das abschließende Resümee geht wieder auf beide Förderkonzepte ein." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Wege zur Chancengleichheit - weiter geht's mit Job-AQTIV: Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz (2002)
Holst, Elke; Parsch-Haertel, Ingrid; Peters, Anke; Mirtschin, Ilona; Knapp, Ulla; Wenner, Ulrike; Tischer, Ute; Minks, Karl-Heinz;Zitatform
Holst, Elke, Ulla Knapp, Karl-Heinz Minks, Anke Peters, Ulrike Wenner, Ute Tischer, Ingrid Parsch-Haertel & Ilona Mirtschin (2002): Wege zur Chancengleichheit - weiter geht's mit Job-AQTIV. Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz. In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 13, S. 1103-1230.
Abstract
Das Sonderheft der ibv über "Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt" enthält Dokumente und kürzere und längere Beiträge zu den Themen Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Arbeitsförderung, Beschäftigungspolitik unter dem Gesichtspunkt der Situation von Frauen und der Gleichstellung der Geschlechter. Aus dem Inhalt:
-Beschäftigungspolitische Leitlinien der Europäischen Union 2002. Beschluss des Rates vom 18. Februar 2002.
-Beschäftigungspolitik in Deutschland - Chance zur Verbesserung. Auszug aus den Empfehlungen des Rates der EU zur Durchführung der Beschäftigungspolitik der Mitgliedstaaten vom 18. Februar 2002.
-"Frauenförderung in den Wechseljahren - vom kreativen Lippenbekenntnis zum klaren Leistungsnachweis im Sinne des Gender Mainstreaming" (Ulrike Wenner)
-Ziel: Gleichstellung von Frauen und Männern am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Aktuelle gesetzliche und geschäftspolitische Vorgaben und deren Bedeutung für die Umsetzung in den Arbeitsämtern (Ute Tischer)
-Auswirkungen der neuen Förderquote Frauen. Auswertung des Job-AQTIV-Gesetzes in Bezug auf die Änderung des § 8 Abs. 2 SGB III (Ingrid Parsch-Haertel)
-Frauen - Arbeitslosigkeit und aktive Arbeitsförderung im Jahr 2001. Ein erster Kurzbericht (Ilona Mirtschin, Ute Tischler)
-Junge Frauen auf dem Ausbildungsmarkt. Situation - Maßnahmen - Forderungen
-"Auf dem Weg zur Geschlechterdemokratie" - Stand und Perspektiven (Elke Holst)
-Arbeitslosigkeit und (Frauen-)Erwerbsangebot - Eine andere Sicht des Beschäftigungsproblems (Ulla Knapp)
-Auf der Suche nach zusätzlicher Beschäftigung. Institut Arbeit und Technik rät zur Förderung von Pools und Agenturen im Bereich haushaltsbezogener Dienstleistungen
-Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen - neue Chancen zwischen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung zur beruflichen Integration von Frauen aus technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen (Karl-Heinz Minks)
-Frauenerwerbstätigkeit. Auszüge aus der IAB-Literaturdatenbank (Anke Peters). (IAB2) -
Literaturhinweis
Macroeconometric evaluation of active labour market policies in Germany: a dynamic panel approach using regional data (2002)
Zitatform
Hujer, Reinhard, Uwe Blien, Marco Caliendo & Christopher Zeiss (2002): Macroeconometric evaluation of active labour market policies in Germany. A dynamic panel approach using regional data. (IZA discussion paper 616), Bonn, 40 S.
Abstract
Die meisten Evaluationsstudien aktiver Arbeitsmarktpolitik bedienen sich eines mikroökonomischen Ansatzes, der sich auf individuelle Daten der Teilnehmer stützt, Nichtteilnehmer jedoch unberücksichtigt lässt. Die Autoren betrachten mikroökonomische Analysen als ersten Schritt im Rahmen einer umfassenden Wirkungsforschung, der durch makroökonomische Analysen ergänzt werden sollte. In dem Beitrag werden die Auswirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik zunächst arbeitsmarkttheoretisch diskutiert. Empirisch untersucht werden die Beschäftigungseffekte aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland im Zeitraum von 1999 bis 2001 auf der Basis regionaler Daten aus 175 Arbeitsamtsbezirken. Aufgrund der starken Persistenz deutscher Arbeitsmarktdaten ist die Anwendung eines dynamischen Modells entscheidend. Weiterhin wird bei der Analyse auch das Problem der Simultaneität aktiver Arbeitsmarktpolitik berücksichtigt. Für Westdeutschland werden positive Beschäftigungseffekte von Berufsbildungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ermittelt, während die Ergebnisse für Ostdeutschland nicht eindeutig sind. (IAB)
-
Literaturhinweis
Lohnkostenzuschüsse und individuelle Arbeitslosigkeit: Analysen auf der Grundlage kombinierter Erhebungs- und Prozessdaten unter Anwendung von Propensity Score Matching (2002)
Jaenichen, Ursula;Zitatform
Jaenichen, Ursula (2002): Lohnkostenzuschüsse und individuelle Arbeitslosigkeit. Analysen auf der Grundlage kombinierter Erhebungs- und Prozessdaten unter Anwendung von Propensity Score Matching. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 35, H. 3, S. 327-351.
Abstract
"Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer mikroökonometrischen Evaluation zielgruppenorientierter Lohnkostenzuschüsse für die Bundesrepublik Deutschland. Hierbei wird der Einfluss von Lohnkostenzuschüssen auf die Arbeitslosigkeitszeiten der geförderten Personen untersucht. Die Datengrundlage ist eine Anfang 1999 für Evaluationszwecke durchgeführte IAB-Erhebung in ausgewählten Arbeitsämtern. Verbleibsinformationen für geförderte und nicht geförderte Personen werden aus Geschäftsstatistiken der Bundesanstalt für Arbeit gewonnen. Der gewählte methodische Ansatz für die Schätzung der Förderwirkungen berücksichtigt die mögliche Korrelation von Zugangswahrscheinlichkeiten und Ergebnisvariablen. Die Ergebnisse der Untersuchung deuten für alle Förderarten darauf hin, dass im Durchschnitt der geförderten Personen die Arbeitslosigkeitszeiten durch die Förderung verringert werden. Allerdings dauern für die stärker zielgruppenorientierten Instrumente die Förderzeiträume oder Nachbeschäftigungszeiten häufig noch an. Für die schwach zielgruppenorientierten Instrumente sind die geschätzten Förderwirkungen in mehreren Fällen nach Auslaufen der Förderzeiträume nicht mehr signifikant von Null verschieden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Jaenichen, Ursula; -
Literaturhinweis
Eine wirkungsorientierte aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und der Schweiz: Eine Vision - zwei Realitäten (2002)
Zitatform
Lechner, Michael (2002): Eine wirkungsorientierte aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und der Schweiz: Eine Vision - zwei Realitäten. In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Jg. 3, H. 2, S. 159-174. DOI:10.1111/1468-2516.00084
Abstract
"Heutzutage betreiben viele europäische Länder neben einer passiven Einkommensabsicherung der Arbeitslosen auch eine substantielle aktive Arbeitsmarktpolitik (Fortbildungskurse, Beschäftigungsprogramme, etc.), um deren Wiederbeschäftigung zu beschleunigen. Dieses Papier entwickelt in groben Zügen die Vision einer gezielten wirkungsorientierten aktiven Arbeitsmarktpolitik, wie sie in entwickelten Volkswirtschaften durchgeführt werden könnte. Es wird argumentiert, dass diese Vision sowohl wünschenswert als auch umsetzbar ist, auch wenn die gegenwärtige Situation in der Schweiz und in Deutschland noch weit davon entfernt ist. Es zeigt sich ausserdem, dass zwischen Deutschland und der Schweiz erhebliche Unterschiede bestehen, wobei die Schweiz auf dem Weg zu einer wirkungsorientierten aktiven Arbeitsmarktpolitik schon wesentlich weiter vorangeschritten ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Effizienzmobilisierung der Arbeitsverwaltung: Leistungsvergleich und Lernen von guten Praktiken (Benchmarking) (2002)
Mosley, Hugh; Gauss, Sandra; Schütz, Holger ; Wilke, Sina; Schmid, Günther; Manning, Stephan ; Müller, Kai-Uwe;Zitatform
Mosley, Hugh, Holger Schütz & Günther Schmid (2002): Effizienzmobilisierung der Arbeitsverwaltung. Leistungsvergleich und Lernen von guten Praktiken (Benchmarking). (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung 02-209), Berlin, 36 S.
Abstract
"Die Arbeitsämter im Bundesgebiet West unterscheiden sich beträchtlich hinsichtlich ihrer Effizienz. Dies zeigen Berechnungen mit dem Ansatz der 'technischen Effizienzanalyse'. Effizienz wurde auf zwei Niveaus berechnet: Aktivität, z. B. Zahl der Vermittlungen und Zahl der Teilnehmer in Maßnahmen, bezogen auf den Personaleinsatz, und Effektivität, z. B. Verbleib und Eingliederung in nicht subventionierte Beschäftigung. Die 'Umschlagsgeschwindigkeit' der Arbeitslosigkeit (gemessen an den Zu- und Abgangsraten), der Auslastungsgrad (Arbeitsbelastung) und die Arbeitsamtgröße sind wichtige Einflussfaktoren für die Leistungsunterschiede.
Fallstudien in acht Arbeitsämtern ergeben, dass die Flut und Details von Rechtsvorschriften und der andauernde Aktionismus in der deutschen Arbeitsmarktpolitik es den Arbeitsämtern erschweren, ihre Potenziale wirksam zu entfalten. Lernen von guten Beispielen und nachhaltige Leistungssteigerungen sind unter diesen Bedingungen kaum möglich. Die Fallstudien zeigen u.a. eine mangelhafte Arbeitgeberorientierung in der Arbeitsvermittlung und Defizite bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung auf. Die Einführung des Organisationsmodells 'Arbeitsamt 2000' bringt deutliche Umstellungsprobleme hervor.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die räumlichen Zuschnitte und Größenordnungen der Arbeitsämter auf den Prüfstand zu stellen sind. Die Arbeitsämter sollten im Hinblick auf Budget- und Personalsteuerung zukünftig mehr Gestaltungsspielraum erhalten. Gleichzeitig sind die Erfolgsindikatoren der Arbeitsmarktstatistik zu verbessern und flächendeckend anzuwenden. Die Marktorientierung der Vermittlung ist entschieden zu stärken, und die Betreuungsrelationen von Vermittlern zu Arbeitslosen sind deutlich zu verbessern. Bei der absehbaren Neugestaltung der Teamarbeit im AA 2000 sollte die Mitbestimmung der Mitarbeiter/innen in den Arbeitsämtern sichergestellt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Bürgernah fördern und fordern: Konzepte für eine effiziente Arbeitsvermittlung und Grundsicherung. Beiträge zu einer gemeinsamen Tagung der Stiftung Marktwirtschaft und der Hessischen Landesregierung (2002)
Raddatz, Guido; Niebel, Dirk; Berthold, Norbert; Pipa, Erich; Feist, Holger; Rieble, Volker; Huber, Bernd; Spermann, Alexander; Kleinhenz, Gerhard; Wienand, Manfred; Lautenschläger, Silke; Wildgrube, Bernd; Eekhoff, Johann; Lichtblau, Karl; Berchem, Sascha von; Henneke, Hans-Günter; Koch, Roland; Klebeck, Ulf;Zitatform
Raddatz, Guido (Hrsg.) (2002): Bürgernah fördern und fordern. Konzepte für eine effiziente Arbeitsvermittlung und Grundsicherung. Beiträge zu einer gemeinsamen Tagung der Stiftung Marktwirtschaft und der Hessischen Landesregierung. Berlin, 168 S.
Abstract
"Wie könnte eine Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe konkret aussehen, um den Betroffenen optimale Wiedereingliederungschancen in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis zu ermöglichen? Wie lassen sich die finanziellen Lasten so aufteilen, daß die Effizienzgewinne allen föderalen Ebenen zugute kommen? Wer soll für die effiziente Vermittlung von Langzeitarbeitslosen verantwortlich sein? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Tagung 'Bürgernah fördern und fordern - Konzepte für eine effiziente Arbeitsvermittlung und Grundsicherung', die von der Stiftung Marktwirtschaft (Frankfurter Institut) gemeinsam mit der Hessischen Landesregierung im Mai 2002 in Wiesbaden veranstaltet wurde. Die Beiträge aus Wissenschaft, Potitik und Praxis sind in dem Band zusammengefaßt."
-
Literaturhinweis
Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit - Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung Jugendlicher: Ergebnisse aus der Begleitforschung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) (2002)
Zitatform
Raskopp, Kornelia & Michael Friedrich (2002): Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit - Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung Jugendlicher. Ergebnisse aus der Begleitforschung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB). In: Informationen für die Beratungs- und Vermittlungsdienste der Bundesanstalt für Arbeit H. 5, S. 323-489.
Abstract
Das Schwerpunktheft zum Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit enthält Ergebnisse aus der Begleitforschung zu zwei Themenbereichen: Lokale und regionale Projekte zur Ausschöpfung und Erhöhung des betrieblichen Lehrstellenangebots (Artikel 2) und Soziale Betreuung zur Hinführung an Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen (Artikel 11). Im Anhang sind einzelne Projekte aufgelistet. (IAB)
-
Literaturhinweis
Aktive Klienten - Aktive Politik?: (wie) läßt sich dauerhaft Unabhängigkeit von Sozialhilfe erreichen? Ein Literaturbericht (2002)
Schmid, Achim; Buhr, Petra;Zitatform
Schmid, Achim & Petra Buhr (2002): Aktive Klienten - Aktive Politik? (wie) läßt sich dauerhaft Unabhängigkeit von Sozialhilfe erreichen? Ein Literaturbericht. (ZeS-Arbeitspapier 2002/08), Bremen, 55 S.
Abstract
"Durch die steigende Zahl der Sozialhilfebeziehenden und die damit verbundene Belastung der kommunalen Haushalte ist die Frage in den Mittelpunkt gerückt, wie Sozialhilfebezug vermieden werden kann und Personen schneller wieder von Sozialhilfe unabhängig werden können. Neben der Frage der Arbeitsfähigkeit spielt dabei immer auch die Frage nach der Arbeitswilligkeit eine Rolle. Dabei wird auch befürchtet, dass die Ausgestaltung der Sozialhilfe (z.B. die Vorschriften über die Anrechnung von Einkommen) den Arbeitsanreiz untergrabe. In der kommunalen Praxis ist hiermit ein Perspektivenwandel von einer eher passiven, auf die Zahlung von Geldleistungen ausgerichteten, zu einer aktivierenden Sozialhilfepolitik verbunden. In diesem Rahmen sind in den letzten Jahren die kommunale Beschäftigungspolitik ausgebaut und Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen - z.B. im Rahmen der Hilfe zur Arbeit - verstärkt worden. Zugleich wurden neue Konzepte entwickelt und Modellprojekte initiiert. In diesem Arbeitspapier soll auf der Grundlage der vorliegenden Forschungsergebnisse der Frage nachgegangen werden, wie aktiv die Sozialhilfebeziehenden selbst, aber auch die Sozial- und Arbeitsverwaltung in Hinblick auf das Ziel sind, den Sozialhilfebezug zu überwinden. Dazu wird zunächst der bisherige Erkenntnisstand über die Dauer und Dynamik von Sozialhilfebezug zusammengefasst. Im Anschluss daran werden die vorliegenden Ergebnisse zur Wirksamkeit institutioneller Hilfemaßnahmen zum Ausstieg aus der Sozialhilfe dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Fiskalische Kosten von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: ein Fallbeispiel (2002)
Schultz, Birgit;Zitatform
Schultz, Birgit (2002): Fiskalische Kosten von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Ein Fallbeispiel. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 8, H. 1, S. 17-23.
Abstract
"Die Teilnahme an einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) verschlechtert bekanntermaßen die Beschäftigungschancen im regulären Arbeitsmarkt im Vergleich zur Nichtteilnahme. Dadurch kommt es nicht nur während der Durchführung der Maßnahme zu höheren fiskalischen Kosten im Vergleich zur Arbeitslosigkeit, sondern auch im Anschluss daran sind mehr öffentliche Mittel notwendig, um die im Durchschnitt verländerte Arbeitslosigkeit zu finanzieren. In diesem Kontext konnten für ein Fallbeispiel Mehrkosten in Höhe von etwa 26 500 Euro ermittelt werden. Davon sind allein mehr als 60 % Nachfolgekosten der Maßnahmenteilnahme. Sollte hingegen eine Maßnahme aus fiskalischer Sicht kostenneutral sein, so müsste sie die Arbeitslosigkeit im Fallbeispiel um 9,2 Monate verkürzen. Dies dürfte jedoch schwer zu erreichen sein, da während der ABM-Teilnahme kaum Übergänge in eine reguläre Beschäftigung zu beobachten sind, jedoch im Referenzszenario der Nichtteilnahme die Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung in diesem Zeitraum relativ hoch sind. Eine strengere Ausrichtung auf Zielgruppen könnte hierbei möglicherweise Abhilfe schaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Institutionelle Perspektiven der Bundesanstalt für Arbeit: maßgeschneiderte Betreuung durch das neue Steuerungsmodell? (2002)
Schönig, Werner;Zitatform
Schönig, Werner (2002): Institutionelle Perspektiven der Bundesanstalt für Arbeit. Maßgeschneiderte Betreuung durch das neue Steuerungsmodell? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 51, H. 1, S. 9-12.
Abstract
"Der Beitrag stellt die institutionellen Reformen innerhalb der BA in den Vordergrund, die im Kern auf eine höhere Effektivität und Effizienz aktiver Arbeitsmarktpolitik abstellen....Die neuere Diskussion um die Bewertung aktiver Arbeitsmarktpolitik zeigt ein ambivalentes und zunehmend kritischeres Bild. Zur Steigerung ihrer Effektivität und Effizienz der Arbeitsverwaltung kann die Modernisierung der Verwaltungspraxis einen wesentlichen Beitrag liefern. Zentrale Stichworte sind hier das Neue Steuerungsmodell, die freie Förderung, die Screening-Methodik sowie die Kooperation mit den Trägern der Kommunalen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Die Zukunft der aktiven Arbeitsmarktpolitik wird davon abhängen, dass diese instrumentellen und institutionellen Chancen konsequent umgesetzt werden. Jedoch wird man - abgesehen von einer BA internen Umschichtung von Ressourcen - nicht erwarten können, dass eine intensivere Betreuung der Arbeitslosen langfristig mit einem Sparkurs bei den Personalmitteln der Arbeitsämter einhergehen kann." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Was kann die Aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland aus der Evaluationsforschung in anderen europäischen Ländern lernen? (2002)
Zitatform
Steiner, Viktor & Tobias Hagen (2002): Was kann die Aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland aus der Evaluationsforschung in anderen europäischen Ländern lernen? In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Jg. 3, H. 2, S. 189-206. DOI:10.1111/1468-2516.00086
Abstract
"Die neuere empirische Evaluationsforschung gibt Anlass zu einer pessimistischen Einschätzung der Effektivität der Aktiven Arbeitsmarktpolitik (AAMP) in Deutschland. Während die Ergebnisse der meisten Evaluationsstudien darauf hinweisen, dass durch die AAMP im Durchschnitt oft keine signifikanten oder sogar negative Beschäftigungseffekte resultieren, sind die Ursachen dafür bisher kaum erforscht. Angesichts dieser Ausgangslage erscheint eine vergleichende Betrachtung der Erfahrung anderer europäischer Länder mit Maßnahmen der AAMP nützlich, um die Ergebnisse deutscher Evaluationsstudien besser interpretieren zu können und Implikationen für die praktische Arbeitsmarktpolitik in Deutschland abzuleiten. In diesem Beitrag beschränken wir uns auf staatlich geförderte Maßnahmen der beruflichen Qualifizierung und temporär subventionierte Beschäftigung, insbesondere Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, da sich die meisten der für Deutschland vorliegenden Evaluationsstudien auf diese Programme beziehen. Unser Vergleich berücksichtigt nur europäische Studien; die umfangreiche Evaluationsforschung in den USA bleibt hier unberücksichtigt, da die Ausgestaltung der Maßnahmen und die Funktionsweise der Arbeitsmärkte in europäischen Ländern eher miteinander vergleichbar sind. Es sollen exemplarisch Ergebnisse herangezogen werden, die für die deutsche Diskussion interessant sein könnten und insbesondere Aufschluss über die Auswirkungen bestimmter Gestaltungsmerkmale auf den Erfolg der AAMP geben können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitsförderung in einer wettbewerblich organisierten Wirtschaft: Begründungs- und Wirkungszusammenhänge (2002)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2002): Arbeitsförderung in einer wettbewerblich organisierten Wirtschaft. Begründungs- und Wirkungszusammenhänge. In: G. Kleinhenz (Hrsg.) (2002): IAB-Kompendium Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 250), S. 159-169.
Abstract
"Die aktive Arbeitsmarktpolitik löst seit geraumer zeit heftige Kontroversen aus. Diskutiert wird, ob sie die von ihr angestrebten Ziele erreicht. Zum einen ist zu fragen, ob der beträchtliche Mitteleinsatz zu rechtfertigen ist. Zum anderen ist zu klären, ob die gegebenen Ressourcen passgenau eingesetzt werden. Ausgehend von der Arbeitsmarkttheorie und der Methodik gängiger Wirkungsanalysen entwickelt der Beitrag Kriterien für die Beurteilung des Erfolgs aktiver Maßnahmen in einer wettbewerblich organisierten Wirtschaft. Dabei zeigt sich, dass die von der aktiven Arbeitsmarktpolitik ausgehenden Effekte in der Regel wohl weniger in einer nachhaltigen Senkung der Arbeitslosigkeitsniveaus bestehen als vielmehr in einer Umverteilung der Arbeitslosigkeitsrisiken zugunsten der Problemgruppen des Arbeitsmarktes - möglicherweise zu Lasten nicht-geförderter Arbeitsuchender." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Micro-finance in industrialized countries: helping the unemployment to start a business (2002)
Abstract
"This overview adds to the body of knowledge on self-employment programmes by looking specifically at whether and how micro-finance can help bridge the credit gap. It presents results of 45 surveys and studies carried out in 1999 and 2000 as well as the outcome of an international conference in 2000 in Bonn. The report identifies the factors that make good self-employment promotion." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Who returns to work and why?: a six-country study on work incapacity and reintegration (2001)
Bloch, Frank S.; Prins, Rienk;Zitatform
Bloch, Frank S. & Rienk Prins (Hrsg.) (2001): Who returns to work and why? A six-country study on work incapacity and reintegration. (International social security series 05), New Brunswick u.a.: Transaction Publ., 306 S.
Abstract
"The book examines a wide range of interventions directed at work incapacity and reintegration that are used by social security institutions, health care providers and employers. Drawing on data compiled in six longitudinal studies of day-to-day practices and experiences in Denmark, Germany, Israel, the Netherlands, Sweden, and the United States through the International Social Security Association's Project on work incapacity and reintegration (WIR project), this volume addresses two key questions: do the various interventions (by social security and health care systems) found in different countries make a difference as to work resumption patterns: and if so, what are the best interventions?" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Begleitforschung zum "ESF-BA-Programm 2000-2006": erster Zwischenbericht (2001)
Zitatform
Deeke, Axel, Thomas Kruppe, Petra Müller & Werner Schuler (2001): Begleitforschung zum "ESF-BA-Programm 2000-2006". Erster Zwischenbericht. (IAB-Projektbericht), Nürnberg, 56 S.
Abstract
"Bei dem ersten IAB-Projektbericht zur Begleitforschung des ESF-BA-Programms handelt es sich um einen Arbeitsbericht zum ersten Jahr der Begleitforschung. Im ersten Teil (B) findet sich eine Beschreibung der Aufgaben der Begleitforschung und des gewählten Untersuchungsansatzes. Anschließend wird auf dessen Operationalisierung in Form von Teilprojekten und auf den geplanten Projektablauf eingegangen. Im zweiten Teil (C) werden erste Analysen der förderrechtlichen Grundlagen, der institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen des ESF-BA-Programms dargestellt, so wie seine Einbettung in das ESF-Zielsystem und seine Bindung an das SGB III. Auch wird Fragen zur Mittelausstattung, den Umsetzungsstrukturen und des Monitorings nach gegangen. Ein weiterer Teil (D) widmet sich zuerst der Analyse der Programmeinführung im Jahr 2000. Neben einer Darstellung der Besonderheiten dieser Phase werden auch die daraus resultierenden Konsequenzen für die weitere Umsetzung diskutiert. Im weiteren werden der finanzielle und materielle Verlauf des Programms im Jahr 2000 untersucht und erste Ergebnisse sowohl zur Zielgruppenerreichung als auch zu Maßnahmen/Instrumenten vorgestellt. Der letzte Teil (E) stellt eine Zusammenfassung der vorangegangenen Teile dar und geht dabei auch auf die weiteren Perspektiven des Projekts und die nächsten Arbeitsschritte der Begleitforschung ein. Zusätzlich wird in Anhang 1 auf das Monitoring des ESF-BA-Programms, die ESF-Geschäftsstatistik, den Stand der Einzeldatenerschließung und der Vorbereitung des Aufbaus einer ESF-BA-Individualdatenbank für die Begleitforschung eingegangen. Anhang 2 geht auf die ESF-Förderung von Existenzgründungen in Ergänzung zum SGB III-Überbrückungsgeld ein und beschäftigt sich darüber hinaus mit dem Stand der Erschließung der hierfür relevanten Datengrundlage. Anhang 3 dokumentiert einen im Rahmen dieses Projekts entstandenen und bereits Ende 2000 veröffentlichten Beitrag zu einem mit dem Land Brandenburg durchgeführten Workshop. Hieran wird beispielhaft deutlich, dass es das Projekt auch als seine Aufgabe ansieht, die wissenschaftliche Diskussion zu Fragen des Monitoring und der Evaluation des ESF zu befördern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Eingliederungsbilanzen: die Förderung von Arbeitslosen unter der Lupe. Die Verbleibsquoten von Teilnehmern an beruflichen Weiterbildungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - Ausmaß und Ursachen der regionalen Unterschiede (2001)
Zitatform
Hirschenauer, Franziska (2001): Regionale Eingliederungsbilanzen. Die Förderung von Arbeitslosen unter der Lupe. Die Verbleibsquoten von Teilnehmern an beruflichen Weiterbildungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - Ausmaß und Ursachen der regionalen Unterschiede. In: IAB-Materialien H. 1, S. 3-6.
Abstract
Ab Mitte 1999 hat jedes Arbeitsamt einmal pro Jahr eine Eingliederungsbilanz nach § 11 SGB III zu erstellen und damit den Einsatz und die Wirksamkeit von Ermessensleistungen der Arbeitsförderung transparent zu machen. Wesentliches Element dieser Eingliederungsbilanzen sind sogenannte Verbleibsquoten, die Auskunft darüber geben, wieviele Maßnahmeabsolventen eines Kalenderjahres sechs Monate nach Beendigung einer Maßnahme nicht mehr arbeitslos gemeldet sind. "Die Ergebnisse zu den Verbleibsquoten der Teilnehmer an Weiterbildungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen lassen zum einen ausgeprägte Ost-West-Unterschiede erkennen. Zum anderen werden kleinräumige Disparitäten sichtbar, die speziell in Westdeutschland ein beachtliches Ausmaß erreichen. Mit Hilfe regressionsanalytischer Verfahren wurde versucht, den Ursachen für diese regionalen Unterschiede in den Verbleibsquoten auf die Spur zu kommen." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Berufliche Neuorientierung bei Arbeitsplatzverlust: ein deutsch-französischer Vergleich (2001)
Zitatform
Kirsch, Johannes & Matthias Knuth (2001): Berufliche Neuorientierung bei Arbeitsplatzverlust. Ein deutsch-französischer Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 54, H. 1, S. 36-41.
Abstract
"Eine der Innovationen des seit 1998 geltenden Sozialgesetzbuches III sind die Zuschüsse für Sozialplanmaßnahmen zur Neuorientierung und Weiterbildung von Arbeitnehmern, die durch eine Betriebsänderung von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Ermutigende Wiederbeschäftigungsraten von Teilnehmern dieser Maßnahmen stehen im Widerspruch zu ihrer marginalen Inanspruchnahme durch Personal abbauende Betriebe. In Frankreich dagegen werden die "conventions de conversion" -ein Instrument mit ähnlicher Zielsetzung - bei weitem zahlreicher genutzt. Dies ist auf eine gesetzliche Verpflichtung der Arbeitgeber sowie hohe Anreize für die betroffenen Arbeitnehmer zurückzuführen. Da die Maßnahmen in Regie der Arbeitsämter durchgeführt werden, ist ihr Zustandekommen unabhängig von Existenz und Qualität der Arbeitnehmervertretung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Sozialplanzuschüsse in der betrieblichen Praxis und im internationalen Vergleich von Instrumenten des Beschäftigungstransfers: ergänzender Bericht der Begleitforschung zu den Zuschüssen zu Sozialplanmaßnahmen nach §§ 254ff. SGB III (2001)
Knuth, Matthias ; Kirsch, Johannes; Muth, Josef; Schroth, Jochen; Knuth, Matthias ; Müller, Angelika; Krone, Sirikit; Czommer, Lars; Mühge, Gernot;Zitatform
Czommer, Lars, Johannes Kirsch, Matthias Knuth, Sirikit Krone, Gernot Mühge, Angelika Müller, Josef Muth & Jochen Schroth (2001): Sozialplanzuschüsse in der betrieblichen Praxis und im internationalen Vergleich von Instrumenten des Beschäftigungstransfers. Ergänzender Bericht der Begleitforschung zu den Zuschüssen zu Sozialplanmaßnahmen nach §§ 254ff. SGB III. (IAB-Projektbericht), Gelsenkirchen, 187 S.
Abstract
Seit dem 1. Januar 1998 kann die Bundesanstalt für Arbeit Wiedereingliederungsmaßnahmen fördern, die in einem Sozialplan für vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes stehende Arbeitnehmer vorgesehen sind. Von September 1998 bis August 2000 hat das Institut Arbeit und Technik im Auftrag des IAB eine Begleitforschung zur Implementation der Maßnahmen durchgeführt. Hauptzweck der Veröffentlichung ist es, die Fallstudien, aus denen im Endbericht Schlussfolgerungen gezogen werden, dem interessierten Leser in ausführlicherer Form zugänglich zu machen. Außerdem wird ein Blick sowohl über die Landesgrenzen als auch über die Grenzen des Begleitforschungsauftrages geworfen. Um die Diskussion darüber zu befruchten, wie man berufliche Übergänge bei strukturellem Wandel des Beschäftigungssystems noch wirksamer unterstützen könnte, werden Erfahrungen mit den österreichischen "Arbeitsstiftungen" sowie mit den französischen Transfervereinbarungen (conventions de conversion) vorgestellt. Im Anschluss daran werden im Schlusskapitel Anregungen zur Weiterentwicklung der proaktiven Arbeitsförderung in Deutschland gegeben. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Evaluation eines Trainingsprogrammes zur beruflichen Rehabilitation von Menschen mit psychischer Erkrankung (2001)
Plößl, Irmgard;Zitatform
Plößl, Irmgard (2001): Evaluation eines Trainingsprogrammes zur beruflichen Rehabilitation von Menschen mit psychischer Erkrankung. Tübingen, 125 S.
Abstract
"Die Evaluation eines Gruppentrainingsprogrammes zur Unterstützung der beruflichen Rehabilitation schizophrener Patienten (ZERA) wird vorgestellt. In einer Kontrollgruppenstudie mit insgesamt 26 Probanden und randomsierter Zuteilung zu Experimental- und Kontrollgruppe erhielten beide Untersuchungsgruppen die Standardversorgung in einer Werkstatt für psychisch Behinderte, die Experimentalgruppe (EG) erhielt zusätzlich das ZERA-Schulungsprogramm. Die EG wies nach der ZERA-Schulung einen signifikanten Zuwachs an Wissen über die psychische Erkrankung und über das relevante Arbeits- und Unterstützungssystem auf, in der Kontrollgruppe (KG) kam es zu keinem signifikanten Wissenszuwachs. Im Bereich der Stressverarbeitungsstrategien zeigte sich ein insgesamt leicht erhöhtes Bedürfnis nach sozialer Unterstützung, in der EG kam es zu einem signifikanten Anstieg von Ablenkung und Ersatzbefriedigung bietenden Strategien, in der KG nahmen dagegen passiv-depressive Strategien zu. Die Analyse der Einzelfälle weist auf eine prognostisch wichtige Bedeutung der Verfügbarkeit aktiver, stressreduzierender Strategien hin. Ein Zusammenhang der in der EG signifikant gestiegenen fatalistischen Externalität mit den vermittelten psychoedukativen Inhalten sowie der Verfügbarkeit günstiger Stressverarbeitungsstrategien wird diskutiert. Verbesserungen im Bereich der Arbeitsgrundfertigkeiten konnten bei konkret umschriebenen Einzelproblemen erzielt werden. Die Ausnutzung der Rehabilitationsmaßnahme als Indikator für die Motivation verbesserte sich in einigen Bereichen signifikant. Die Zufriedenheit der Teilnehmer mit der angebotenen Schulung war hoch, die Schulung wurde als wichtige Strukturierungs- und Orientierungshilfe erlebt. In der Ein-Jahres-Katamnese waren in der EG Abbrüche der Maßnahme ohne Perspektive signifikant seltener." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Die Dissertation wurde nur elektronisch publiziert. -
Literaturhinweis
Regionale Einflussfaktoren auf die Implementation und Wirkung des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit (2001)
Zitatform
Rothe, Thomas (2001): Regionale Einflussfaktoren auf die Implementation und Wirkung des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 34, H. 4, S. 440-460.
Abstract
In dem Beitrag werden die unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen der Arbeitsämter bei der Implementation des Sofortprogramm hinterfragt sowie die strukturellen Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Disparitäten zwischen den Arbeitsamtsbezirken als Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit untersucht. Die Zusammenarbeit der Arbeitsämter mit anderen Arbeitsmarktpartnern wurde in zehn ausgewählten Arbeitsamtsbezirken evaluiert. Es zeigte sich ein positiver Effekt des Sofortprogramms auf die Kooperationsintensität zwischen Arbeitsamt und Jugend- und Sozialamt, die sich senkend auf die Jugendarbeitslosigkeit auswirken kann. Die Wirkung regionaler Disparitäten und verschiedener Implementationsstrategien des Sofortprogramm auf die Entwicklung der (langanhaltenden) Arbeitslosigkeit Jugendlicher zwischen 1998 und 2000 wurde mittels multivariater Regressionsmodelle analysiert. Dabei zeigte sich der starke Einfluss der allgemeinen Beschäftigungsentwicklung auf die regionale Senkung der Jugendarbeitslosigkeit. Unter Kontrolle regionaler und struktureller Rahmenbedingungen wurde darüber hinaus deutlich, dass der Einsatz des Sofortprogramms die Unterschiede der regionalen Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit nur in geringem Ausmaß erklärt. Besonders hervorgehoben werden positive Effekte des Jugendsofortprogramms auf die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit unter Jugendlichen. In Arbeitsamtsbezirken, die verstärkt Lohnkostenzuschüsse und Qualifizierungs-Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Jugendliche einsetzten, sank der Anteil der langzeitarbeitslosen Jugendlichen stärker als in anderen Gebieten. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Beträchtlicher Forschungsbedarf bei der Evaluierung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen: das Beispiel der Mitnahmeeffekte bei Strukturanpassungsmaßnahmen für ostdeutsche Wirtschaftsunternehmen (2001)
Schneider, Hilmar; Schultz, Birgit;Zitatform
Schneider, Hilmar & Birgit Schultz (2001): Beträchtlicher Forschungsbedarf bei der Evaluierung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Das Beispiel der Mitnahmeeffekte bei Strukturanpassungsmaßnahmen für ostdeutsche Wirtschaftsunternehmen. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 7, H. 1, S. 14-18.
Abstract
"Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sollen die Eintrittschancen in den ersten Arbeitsmarkt verbessern. Allerdings führt die Teilnahme an ABM oder SAM nicht immer zum gewünschten Ergebnis. So kann eine Maßnahme durchaus auch wirkungslos sein oder sogar die Beschäftigungsaussichten der Maßnahmeteilnehmer auf dem ersten Arbeitssmarkt verschlechtern. Diese Effekte lassen sich jedoch nocht über einfache Vergleiche zwischen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern abschätzen und bewerten. Um Aussagen über die Effizienz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente zu treffen, wäre es vielmehr notwendig, die Situation bei Durchführung einer Maßnahme mit der hypothetischen ohne Maßnahme zu vergleichen. Da dieses praktisch unmöglich ist, bedarf es geeigneter Methoden und Daten, um ein Vergleichsmaß zu konstruieren, das die hypothetische Situation möglichst gut widerspiegelt. Dieser Aufgabe widmet sich die Evaluationsforschung. Allerdings steckt die Evaluierung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in Deutschland immer noch in den Anfängen und konnte bisher nur tendenzielle Aussagen zur Effizienz einzelner Instrumente geben. Diese Schwäche resultiert nicht nur aus methodischen Gesichtspunkten. Viel gravierender ist die Unzugänglichkeit zu geeigneten Daten. Ein besonderes prägnantes Beispiel dafür ist das Instrument der sogenannten Strukturanpassungsmaßnahmen Ost für Wirtschaftsunternehmen (SAM OfW). Bereits seit Einführung dieses Instruments 1997 gab es relativ starke Bedenken bezüglich der Gefahr von Mitnahmeeffekten. Eine Evaluierung wurde bislang jedoch nicht durchgeführt. Die Studie ist als erster Schritt zu verstehen, um das mögliche Ausmaß von Mitnahmeeffekten zu quantifizieren und die damit verbundenen Probleme zu illustrieren. Die Ergebnisse können nur als vorläufig betrachtet werden. Weitere Forschungsarbeit ist unumgänglich, um belastbare Ergebnisse zu liefern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mismatch am Arbeitsmarkt - Was leistet die Arbeitsmarktpolitik?: ein Werkstattbericht zur Evaluation der Arbeitsmarktpolitik (2001)
Steiner, Viktor; Schmid, Günther; Buttler, Friedrich; Entorf, Horst; Schwartz, Wolfgang; Steiner, Viktor; Wolff, Heimfrid; Rosenberg, Peter; Klös, Hans-Peter; Schupp, Jürgen ; Hagen, Tobias ;Zitatform
Steiner, Viktor & Heimfrid Wolff (Hrsg.) Schmid, Günther, Friedrich Buttler, Horst Entorf, Wolfgang Schwartz, Viktor Steiner, Peter Rosenberg, Hans-Peter Klös, Jürgen Schupp & Tobias Hagen (sonst. bet. Pers.) (2001): Mismatch am Arbeitsmarkt - Was leistet die Arbeitsmarktpolitik? Ein Werkstattbericht zur Evaluation der Arbeitsmarktpolitik. (Schnittpunkte von Forschung und Politik 02), Münster u.a.: Waxmann, 229 S.
Abstract
Seit der Diskussion um die Einführung einer Greencard für Computerfachleute ist in den Blick der Öffentlichkeit gerückt, dass hohe Arbeitslosigkeit mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften einhergehen und sogar zu Wachstumseinbußen führen kann. Die Gesellschaft für Programmforschung griff dieses wissenschaftlich wie politisch brisante Thema in einem Workshop auf. Die Beiträge und Diskussionen zwischen Wissenschaftlern und politischen Praktikern machten die Vielschichtigkeit der heutigen Situation am Arbeitsmarkt, aber auch die Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten der Politik in einem sich ändernden Umfeld deutlich.
-
Literaturhinweis
Regionalisierung der Arbeitsmarktpolitik: Evaluierung der Strategien in drei ostdeutschen Bundesländern (2001)
Terbach, Markus;Zitatform
Terbach, Markus (2001): Regionalisierung der Arbeitsmarktpolitik. Evaluierung der Strategien in drei ostdeutschen Bundesländern. (Universität Bochum, Fakultät für Sozialwissenschaft. Diskussionspapier 01-04), Bochum, 51 S.
Abstract
"Die deutsche Einheit sorgte vor allem im Bereich der Wirtschaft und der Arbeitsmärkte für einen Transformationsschock in den neuen Bundesländern. Es kam kurzfristig zu einer erheblichen Freisetzung von Arbeitskräften und einer umfassenden Verschiebung der Beschäftigungs- und Wirtschaftsstrukturen. Arbeitsmarktund Wirtschaftspolitik wurden binnen kurzer Zeit zu den wichtigsten Politikbereichen. Dieser ökonomische Umbruch sorgte sehr rasch für die Herausbildung einer Beschäftigungslücke, welche nicht nur die Bundesregierung, sondern auch die Landesregierungen in den neuen Bundesländern unter einen extremen Handlungsdruck stellte. Neben den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten der Bundesanstalt für Arbeit und über den Europäischen Strukturfond (ESF) finanzierten Projekten wurden auch Landesprogramme aufgelegt. Trotz der identischen Konstellation kam es von Beginn an zu divergierenden Strategien in Bezug auf die Lösung der sozio-ökonomischen Probleme, wobei eine regionale Einbettung und eine sowohl wirtschafts- als auch bevölkerungsnahe Ausgestaltung im Mittelpunkt standen. (Koschatzky u.a. 1999; Benz 1998). Im Falle der für diese Untersuchung ausgewählten ostdeutschen Bundesländer beinhalten die arbeitsmarktpolitischen Landesprogramme Elemente der Regionalisierung. Sie gehen über eine bloße administrative Grenzziehung hinaus, entsprechen der Initiierung regionaler/lokaler Netzwerke. Akteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind einbezogen. Die vorliegende Studie setzt sich mit der Arbeitsmarktpolitik in drei Bundesländern auseinander, um Differenzen in der Ausgestaltung aufzuzeigen und eine Evaluation der Arbeitsmarktpolitik vorzunehmen. Sie beruht auf Recherchen für die vom InWis- Institut in Zusammenarbeit mit der Uni Tübingen für das Thüringische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur durchgeführten Untersuchung 'Evaluierung der Regionalisierung der Arbeitsmarktpolitik im Freistaat Thüringen'" (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Eingliederungstitel: Neue Freiheiten gut genutzt: die Arbeitsämter reagieren mit ihrer Arbeitsmarktpolitik auf unterschiedliche regionale Arbeitsmarktlagen (2001)
Vollkommer, Dieter;Zitatform
Vollkommer, Dieter (2001): Eingliederungstitel: Neue Freiheiten gut genutzt. Die Arbeitsämter reagieren mit ihrer Arbeitsmarktpolitik auf unterschiedliche regionale Arbeitsmarktlagen. (IAB-Kurzbericht 14/2001), Nürnberg, 5 S.
Abstract
Seit der Einführung des Sozialgesetzbuchs III im Jahre 1998 haben die Arbeitsämter mit dem sogenannten Eingliederungstitel erweiterte Möglichkeiten, selbst über die Verwendung von Mitteln für die aktive Arbeitsmarktpolitik zu entscheiden. Durch diese Dezentralisierung soll der Mitteleinsatz besser an unterschiedliche regionale Problemlagen angepasst und somit effektiviert werden. Der Kurzbericht analysiert die Ausgaben der Arbeitsämter für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in West- und Ostdeutschland im Jahre 2000 und überpreuft mit einer multivariaten Analyse, inwieweit die Ausgaben als Reaktion auf die regionalen Arbeitsmarktlagen im Vorjahr gewertet werden können. In Ost wie West zeigt sich ein besonders starker Zusammenhang zwischen dem Anteil der Mittel für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und der regionalen Unterbeschäftigungsquote. Im Westen spielt außerdem die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit eine bedeutende Rolle. (IAB)
Weiterführende Informationen
Ausgabenanteil am Eingliederungstitel für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 2000 -
Literaturhinweis
Sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse: berufliche Rehabilitation zwischen Effizienz und Sozialverträglichkeit (2001)
Wegner, Eva;Zitatform
Wegner, Eva (2001): Sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse. Berufliche Rehabilitation zwischen Effizienz und Sozialverträglichkeit. In: Die Rehabilitation, Jg. 40, H. 3, S. 131-137.
Abstract
"Bei der Planung staatlicher Maßnahmen stellt sich grundsätzlich die Frage, welche Vor- und Nachteile mit ihrer Durchführung verbunden sind. Öffentliche Projekte beanspruchen einen Großteil gesellschaftlicher Ressourcen, die vor dem Hintergrund knapper Haushaltskassen nicht mehr für andere Verwendungszwecke zur Verfügung stehen. Eine Entscheidung zugunsten eines Projektes bedeutet zugleich auch immer eine Entscheidung gegen andere Vorhaben. Ein 'klassisches' Instrumentarium zur Bewertung öffentlicher Maßnahmen ist die Kosten-Nutzen-Analyse, deren bisheriges 'Schattendasein' nicht zuletzt auf die mit ihrer Anwendung verbundenen Identifikations- und Quantifizierungsprobleme zurückzuführen ist. Am Beispiel eines Berufsbildungswerkes soll der Versuch unternommen werden, das Vorgehen bei einer Kosten-Nutzen-Analyse praxisnah zu konkretisieren. Besonderer Wert wird hierbei darauf gelegt, die Betrachtung haushaltswirksamer Ausgaben, Einnahmen und Einsparungen um die Auswirkungen auf sozialer, psychischer und gesundheitlicher Seite zu ergänzen. Idealerweise mündet dieses umfassende Problembewusstsein darin, dass neben einer monetären 'Ökonomie-Bilanz' zu einem bestimmten Vorhaben auch eine eigene 'Sozial-Bilanz' erstellt wird, die die nicht unmittelbar in Geldeinheiten messbaren Vor- und Nachteile abbildet. Die hierdurch gewonnenen Erkenntnisse bilden eine Entscheidungsgrundlage, die gleichermaßen 'beide Seiten der Medaille' berücksichtigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Domspitzen - ein Instrument zur Verbesserung der Vermittlungschancen von Arbeitslosen im Raum Köln?: Schlußbericht Teilprojekt 2. Evaluierung von Modellprojekten nach §10 SGB III (2001)
Abstract
Das Paper informiert über Ergebnisse der Begleitforschung zum Projekt "Domspitzen", einem Modellprojekt nach § 10 SGB III. "Die Zeitschrift Domspitzen firmiert seit ihrer ersten Ausgabe als 'Das Personalservicemagazin für das Wirtschaftszentrum Köln' und im Untertitel als 'Ein Service im Auftrag des Arbeitsamtes Köln'. Im Untersuchungszeitraum - Januar 1999 bis März 2000 - verzeichnete die Statistik des Arbeitsamtes Köln Zugänge von insgesamt rund 110.000 Arbeitslosen. In den gleichen 15 Monaten wurden in Fördermaßnahmen von vier Projektträgern - Tertia, Contact, BeA und Startbahn - rund 10.000 Arbeitsuchende 'aufgenommen'. Das bedeutet, knapp 10% aller Neuzugänge von Arbeitslosen hatten die Chance, eine 'besondere Förderung' zu bekommen. Von diesen 10.000 Maßnahmeteilnehmern wurden im gleichen Zeitraum 1.950 - also etwa jeder Fünfte - in den Domspitzen mit einer Stellenbewerbung vorgestellt und von diesen 'Domspitzenbewerbern' trafen 475 oder 24% auf das Interesse von (in der Regel einer) Firma, die zum Adressatenkreis der Domspitzen gehört." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Impulse für die Arbeitsmarktpolitik (2001)
Zitatform
(2001): Impulse für die Arbeitsmarktpolitik. (Gesprächskreis Arbeit und Soziales 98), Bonn, 110 S.
Abstract
Die Broschüre enthält die folgenden Referate einer Fachtagung zum Thema "Von unseren Nachbarn lernen - Impulse für die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland:
--Die französische Beschäftigungs- und Sozialpolitik. Impulse für Deutschland? (Dietrich Hoss)
--Wege aus der Beschäftigungskrise - Das Beispiel Niederlande (Ellen van Doorne)
--Europäische Impulse für die Reform der deutschen Arbeitsmarktpolitik (Adi Ostertag)
--Schritte zur Verstetigung und Modernisierung der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in Deutschland (Gerd Andres)
--Europäische Impulse für die Region Berlin-Brandenburg. Möglichkeiten und Chancen einer regionalen Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik (Gabriele Schöttler)
--Modernisierung der Arbeitsmarktpolitik - Modernisierung der Arbeitsverwaltung (Klaus Clausnitzer)
--Möglichkeiten der Steigerung der Effizienz und Qualität der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik aus Sicht des DGB - 10 Thesen (Johannes Jakob)
--Effizienz und Effektivität der Arbeitsmarktpolitik - Empfehlungen für die Reform des SGB III (Frank Frick)
--Neustrukturierung des Verhältnisses von Aus- und Weiterbildung - ein Beitrag zur Strukturierung des lebenslangen Lernens (Edgar Sauter)
--Beschäftigungsfähigkeit - eine neue Zieldimension für die Integration Jugendlicher ins Erwerbsleben? (Karen Schober)
--Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik. Wege zu Innovation, Wachstum und Beschäftigung (Matthias Knuth). (IAB2)Weiterführende Informationen
URL enthält alle Einzelbeiträge -
Literaturhinweis
Effizienz von Qualifizierungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in Ostdeutschland (2000)
Bergemann, Annette; Schultz, Birgit;Zitatform
Bergemann, Annette & Birgit Schultz (2000): Effizienz von Qualifizierungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in Ostdeutschland. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 6, H. 9, S. 243-253.
Abstract
"Arbeitsbeschaffungs- sowie Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen sollen die individuellen Beschäftigungschancen der Arbeitslosen verbessern und somit eine Brückenfunktion in den ersten Arbeitsmarkt wahrnehmen. Mit dieser Vorstellung wurden Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu Beginn der 90er Jahre in Ostdeutschland extensiv ausgeweitet. Von einem besonderen Erfolg der Maßnahmen kann jedoch nicht gesprochen werden. Bereits im Vorfeld einer Maßnahme sinkt die Beschäftigungsquote von künftigen Teilnehmern ab. Unmittelbar nach Abschluss einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme oder Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahme ist die Beschäftigungsquote deutlich geringer als sie im Fall der Nicht-Teilnahme gewesen wäre. Zwar kommt es zu einer stetigen Verbesserung der Beschäftigungsquote im Zeitverlauf, jedoch nur im Falle von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen kann nach etwa 11/2 Jahren eine deutliche Verbesserung der Beschäftigungschancen im Vergleich zur Nicht-Teilnahme beobachtet werden. Allerdings ist offen, ob dies nach einer solchen Frist noch der Maßnahmeteilnahme zugeschrieben werden kann. Um die Effizienz von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu steigern, sind verschiedene Möglichkeiten denkbar. So erscheint im Falle von Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen eine Stärkung der Eigeninitiative der Teilnehmer sinnvoll. Im Falle von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen könnte über eine Erhöhung der Anreizwirkung zur Aufnahme einer Beschäftigung die Wirksamkeit verbessert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Evaluation im Spannungsfeld zwischen Politik und Wissenschaft (2000)
Beywl, Wolfgang; Meyer, Wolfgang; Kuhlmann, Stefan; Toulemonde, Jacques; Mann, Stefan ; Tissen, Günter; Martinuzzi, Andre; Heimer, Thomas; Taut, Sandy; Toepel, Kathleen; Schmidt, Christoph M.; Kugler, Ulrike; Schneider, Johann; Bührer, Susanne; Stockmann, Reinhard;Zitatform
Beywl, Wolfgang, Wolfgang Meyer, Stefan Kuhlmann, Jacques Toulemonde, Stefan Mann, Günter Tissen, Andre Martinuzzi, Thomas Heimer, Sandy Taut, Kathleen Toepel, Christoph M. Schmidt, Ulrike Kugler, Johann Schneider, Susanne Bührer & Reinhard Stockmann (sonst. bet. Pers.) (2000): Evaluation im Spannungsfeld zwischen Politik und Wissenschaft. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 69, H. 3, S. 347-480.
Abstract
"Ziel des Vierteljahrsheftes ist es, einen Überblick über Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie Entwicklungstendenzen von Evaluationen in den einzelnen Politikbereichen zu vermitteln. Die Beiträge vertreten dabei die Evaluation im Bereich der Arbeitsmarktpolitik, der Forschungs- und Innovationspolitik, der Regionalpolitik, der Entwicklungspolitik und der Umweltpolitik sowie die Evaluation im Hochschulwesen. Aus der Sicht des jeweiligen Gebiets stehen vor allem die Tendenzen von Angebot und Nachfrage nach Evaluationen, Trends in den Evaluierungsmethoden sowie die Unabhängigkeit des Evaluators und seine Professionalisierung im Vordergrund."
Weiterführende Informationen
Volltext-Zugang zu den einzelnen Aufsätzen über den Verlag -
Literaturhinweis
Was bewirkt berufliche Weiterbildung?: Effekte bei zwei extrem unterschiedlichen Teilnehmergruppen (2000)
Böhmer, Sabrina; Schreiber, Norbert;Zitatform
Böhmer, Sabrina & Norbert Schreiber (2000): Was bewirkt berufliche Weiterbildung? Effekte bei zwei extrem unterschiedlichen Teilnehmergruppen. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, Jg. 23, H. 2, S. 127-143.
Abstract
"Zwei neuere Studien bieten die Möglichkeit, die Effekte beruflicher Weiterbildung bei zwei sehr unterschiedlichen Gruppen von Maßnahmeteilnehmern zu prüfen. Bei beiden Untersuchungen unterscheiden sich sowohl die Rahmenbedingungen der Weiterqualifizierung als auch der Teilnehmerkreis und außerdem das Umfeld, in das die neuer erworbenen Fähigkeiten eingebracht werden können. Die beiden Untersuchungsgruppen können als "Extremfälle" angesehen werden. Dabei stehen auf der einen Seite Arbeitslose aus den neuen Bundesländern im Blickfeld, die an Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit teilgenommen haben (Gruppe A). Auf der anderen Seite ist über die Effekte der Weiterbildungsmaßnahmen von Stipendiaten der "Begabtenförderung berufliche Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu berichten (Gruppe B). Diese jungen Facharbeiter und Fachangestellten haben ihre Lehre mit sehr guten Noten abgeschlossen und hatten drei Jahre lang die Möglichkeit, ihr Stipendium für selbst gewählte Weiterbildungsmaßnahmen zu nutzen." Fazit: Den jungen Stipendiaten nutzen die Maßnahmen in vielfacher Hinsicht; für die Arbeitslose sind die Weiterbildungen durch die Arbeitsämter zumeist Sackgassen. Die Autoren kritisieren, dass dies keine arbeitnehmerorientierte Bildungsarbeit sei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Evaluating public sector sponsored training in East Germany (2000)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Hedwig Prey (2000): Evaluating public sector sponsored training in East Germany. In: Oxford economic papers, Jg. 52, H. 3, S. 497-520.
Abstract
Die Autoren evaluieren die Lohn- und Beschäftigungseffekte von öffentlich geförderten Weiterbildungsmaßnahmen in Ostdeutschland 1990-1994, auf die Teilnehmer bezogen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Zur wissenschaftlichen Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland: ein Überblick (2000)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Stefan Speckesser (2000): Zur wissenschaftlichen Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. Ein Überblick. (ZEW discussion paper 2000-06), Mannheim, 24 S., Anhang.
Abstract
"Der Beitrag gibt einen Überblick der neueren wissenschaftlichen Literatur zur Evaluation der Aktiven Arbeitsmarktpolitik (AAMP) in Deutschland. Das Grundproblem mikroökonomischer Evaluation besteht darin, den Vergleichsmaßstab bei Nichtteilnahme zu schätzen, sei es auf Basis einer vergleichbaren Kontrollgruppe von Nichtteilnehmern oder auf Basis der Situation vor Teilnahme. Entscheidend ist hierbei, den potentiellen Selektionsproblemen Rechnung zu tragen. Evaluationsstudien auf der Makroebene müssen zusätzlich auch die indirekten Effekte der AAMP auf den gesamten Arbeitsmarkt berücksichtigen und der möglichen Endogenität der AAMP Rechnung tragen. Die meisten Evaluationsstudien für Deutschland zeigen keine signifikant positiven Effekte der AAMP, sind jedoch mit großer statistischer Unsicherheit behaftet. Die Autoren führen letzteres im wesentlichen darauf zurück, daß wegen zu geringen Datenumfangs meist äußerst heterogene Maßnahmen gepoolt werden und daß über Teilnehmer und Nichtteilnehmer zu wenige Hintergrundinformationen verfügbar sind. Aufgrund dieser Datenrestriktionen verbietet sich daher aus Sicht der Autoren ein vorschnelles Verdikt über die ökonomischen Wirkungen der AAMP, obwohl mögliche positive Effekte nicht sehr stark sein können, da sie sonst vermutlich trotz unterschiedlicher Methoden und unzureichender Daten empirisch hätten identifiziert werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen: Studie zur Implementation, Wirkung und Wirksamkeit des Brandenburger Förderprogramms (2000)
Haussmann, Patrick; Schuldt, Karsten;Zitatform
Haussmann, Patrick & Karsten Schuldt (2000): Förderung der Qualifizierung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen. Studie zur Implementation, Wirkung und Wirksamkeit des Brandenburger Förderprogramms. (Brandenburg, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen. Reihe Forschungsberichte 16), Potsdam, 81 S.
Abstract
Der Bericht geht auf Untersuchungsergebnisse ein, die eine Evaluierung des seit 1992 vom brandenburgischen Arbeitsministerium betriebenen Förderprogramms zur Qualifizierung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen erbrachte. Dabei war es das Ziel, die Programmkonzeption, die Programmadministration sowie die Inanspruchnahme, Akzeptanz und die Wirkung des Programms "Qualifizierung in KMU" zu analysieren und zu bewerten. Das Programm hat sich insgesamt bewährt. Eine stärkere Profilierung für Kleinstbetriebe unter 20 Beschäftigten in Richtung auf ein "Qualifizierungs- und Sensibilisierungsprogramm" und ein Coaching für KMU, für größere Kleinbetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten erscheinen als möglich und nötig. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Berufliche Weiterbildung und individuelle Arbeitslosigkeitsdauer in West- und Ostdeutschland: eine mikroökonometrische Analyse (2000)
Hujer, Reinhard; Wellner, Marc;Zitatform
Hujer, Reinhard & Marc Wellner (2000): Berufliche Weiterbildung und individuelle Arbeitslosigkeitsdauer in West- und Ostdeutschland. Eine mikroökonometrische Analyse. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 405-420.
Abstract
"In der Studie wird eine vergleichende empirische Analyse der Effekte beruflicher Weiterbildung auf die individuelle Arbeitslosigkeitsdauer für West- und Ostdeutschland durchgeführt. Als Datengrundlage werden die Informationen aus dem Sozio-Ökonomischen Panel für Westdeutschland (1984-1994) und für Ostdeutschland (1990-1995) verwendet. Zudem wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Ausgaben für berufliche Weiterbildung gegeben, um die gesellschaftspolitische Relevanz der Evaluationsforschung zu verdeutlichen. Die Modellierung des Selektionsproblems erfolgt mit Hilfe von Matching-Ansätzen, die auf der Schätzung eines Panel-Probit-Modells für die Teilnahmewahrscheinlichkeit basieren. Diskrete Hazardratenmodelle dienen dazu, die Effekte beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen auf die individuelle Arbeitslosigkeitsdauer zu bestimmen. Die empirischen Befunde zeigen für Westdeutschland für Kurse bis zu 6 Monaten tendenziell positive Effekte, die allerdings langfristig (nach 2 Jahren) abnehmen. Kurse mit über 6 Monaten Dauer haben dagegen keine signifikanten Effekte, sie weisen eher negative Tendenzen auf. Für Ostdeutschland sind keine signifikanten Effekte zu beobachten, lange Kurse wirken ebenfalls tendenziell negativ. Wegen fehlender differenzierter Informationen über einzelne Maßnahmearten und der geringeren Fallzahlen in den Stichproben sind die empirischen Befunde lediglich als Tendenzaussagen zu interpretieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The effects of public sector sponsored training on individual employment performance in East Germany (2000)
Hujer, Reinhard; Wellner, Marc;Zitatform
Hujer, Reinhard & Marc Wellner (2000): The effects of public sector sponsored training on individual employment performance in East Germany. (IZA discussion paper 141), Bonn, 47 S.
Abstract
"This study analyses the effects of public sector sponsored vocational training on individual unemployment and employment duration in East Germany. The data is taken from the German Socio-Economic Panel (GSOEP). The empirical analysis is limited to training measures that took place between July 1990 and June 1993. To resolve the intriguing sample selection problem, i.e. to find an adequate control group for the group of trainees, we employ matching methods. The training effect is be estimated by using a discrete time hazard rate model. In the empirical analysis no evidence can be found to show that participation in public vocational training significantly decreases unemployment duration or increases employment duration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Selektivität beim Zugang in Förderung durch betriebliche Einstellungshilfen (2000)
Jaenichen, Ursula;Zitatform
Jaenichen, Ursula (2000): Selektivität beim Zugang in Förderung durch betriebliche Einstellungshilfen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 445-461.
Abstract
"Die Gewährung von Lohnkostenzuschüssen verbindet sich mit der Absicht, die betriebliche Arbeitsnachfrage zu Gunsten unterschiedlicher Zielgruppen zu beeinflussen. In dem Beitrag werden individuelle Bestimmungsgründe des Förderzugangs in verschiedene Formen betrieblicher Einstellungshilfen untersucht. Um der Frage nachzugehen, inwieweit Unterschiede in den Beschäftigungschancen der durch Einstellungshilfen geförderten Personen und der ohne Förderung aus Arbeitslosigkeit in Beschäftigung gewechselten Personen bestehen, werden potenzielle Wahrscheinlichkeiten des Verbleibs in Arbeitslosigkeit simuliert. Grundlagen sind eine Stichprobe von in den ersten Monaten des Jahres 1999 in Förderung eingetretenen Personen und eine Vergleichsstichprobe von im Januar 1999 arbeitslos gemeldeten Personen. Die Ergebnisse lassen sich dahingehend zusammenfassen, dass durch Merkmale, die auf vergleichsweise gute Beschäftigungschancen hindeuten, auch der Zugang in geförderte Beschäftigung positiv beeinflusst wird. Dieser Auswahl von Personen mit tendenziell besseren Beschäftigungschancen wirken die Fördervoraussetzungen für die stärker auf Schwervermittelbarkeit abzielenden Förderarten entgegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Jaenichen, Ursula; -
Literaturhinweis
Arbeitsmarkteffekte von Niedriglohnsubventionen (2000)
Kaltenborn, Bruno;Zitatform
Kaltenborn, Bruno (2000): Arbeitsmarkteffekte von Niedriglohnsubventionen. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 49, H. 4, S. 85-90.
Abstract
"Das Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit hat die Diskussion um die Verbesserung der Beschäftigungschancen von gering Qualifizierten im Niedriglohnbereich belebt. Insbesondere werden Konzepte für eine Bezuschussung der Arbeitnehmerbeiträge, teilweise auch der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung diskutiert, um die Attraktivität einer Beschäftigung für gering Qualifizierte und ihre (potentiellen) Arbeitgeber zu erhöhen. Besonderes Augenmerk gilt Zuschüssen, die generell und dauerhaft bei geringer Entlohnung gewährt werden. Inzwischen würden verschiedene derartige Konzepte hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihres Finanzbedarfs untersucht. In dem Beitrag werden Konzepte und Ergebnisse der Untersuchungen vorgestellt. Insgesamt trüben die skizzierten empirischen Untersuchungen die Hoffnung auf beschäftigungspolitische Wunder durch unterschiedliche Konzepte einer Niedriglohnsubvention. Auch gibt es Hinweise auf verteilungspolitisch problematische Konsequenzen. Es erscheint jedoch möglich, hinsichtlich Finanzbedarf und Beschäftigungswirkung bessere Resultate zu erzielen als mit einer linearen Senkung der Beitragssätze zur Sozialversicherung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Evaluation und Qualitätsmanagement in der Arbeitsmarktpolitik: einige systematische Vorüberlegungen und praktische Ansätze zur lokalen Umsetzung (2000)
Luschei, Frank; Trube, Achim;Zitatform
Luschei, Frank & Achim Trube (2000): Evaluation und Qualitätsmanagement in der Arbeitsmarktpolitik. Einige systematische Vorüberlegungen und praktische Ansätze zur lokalen Umsetzung. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 533-549.
Abstract
Der Beitrag befasst sich zunächst grundsätzlich mit dem Verhältnis von Evaluation und Qualitätsmanagement in der Arbeitsmarktpolitik. Die Autoren zeigen hier, dass eindimensionale Evaluationsansätze, die sich allein auf die Ergebnisse von Eingliederungsbilanzen stützen, sowohl wissenschaftlich als auch sozialpolitisch und vor allem erkenntnistheoretisch problematisch sind. Der zweite Teil bezieht die Eingangsüberlegungen dann auf die Praxis. Es wird ein Modellprojekt vorgestellt, wo Arbeits- und Sozialverwaltung für Dauerarbeitslose mit ergänzendem Sozialhilfebezug individuell passgenaue Wege zur Entwicklungs- und Vermittlungsassistenz (EVA) ausprobierten. Aus der Fülle der verschiedenen Evaluationsergebnisse für das Modellprojekt, das unter Verwendung eines Experimental- und Kontrollgruppendesigns nach dem polyvalenten Ansatz ausgewertet wurde, werden zwei ausgewählt: Zum einen wird (konventionell) auf die Produktqualität geschaut, d.h. auf die Eingliederungsbilanz. Die von der ursprünglichen Untersuchungshypothese abweichenden Erhebungsresultate - d.h. die relativ schlechten Einmündungsergebnisse bei dem Modellprojekt - sind dann Anlass, einer zusätzlichen Vermutung nachzugehen, nämlich der, dass der vergleichsweise geringe Arbeitsmarkterfolg in einer suboptimalen Procederequalität begründet sein könnte. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass in der Methodik der Arbeit mit schwervermittelbaren Dauerarbeitslosen noch ganz erhebliche Optimierungsmöglichkeiten stecken. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Business start-ups by the unemployed: an econometric analysis based on firm data (2000)
Zitatform
Pfeiffer, Friedhelm & Frank Reize (2000): Business start-ups by the unemployed. An econometric analysis based on firm data. In: Labour economics, Jg. 7, H. 5, S. 629-663. DOI:10.1016/S0927-5371(00)00016-6
Abstract
Die Autoren untersuchen mit Daten des ZEW-Gründungspanels die Beschäftigungsentwicklung und Überlebenswahrscheinlichkeit von Unternehmensgründungen durch Arbeitslose und Nicht-Arbeitslose für einen Zeitraum von ca. einem Jahr. (IAB)
-
Literaturhinweis
Wirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik: Evaluationsergebnisse für Deutschland, Schweden, Dänemark und die Niederlande (2000)
Rabe, Brigitta;Zitatform
Rabe, Brigitta (2000): Wirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik. Evaluationsergebnisse für Deutschland, Schweden, Dänemark und die Niederlande. (Discussion papers / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB, Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung 00-208), Berlin, 71 S.
Abstract
"Hohe Teilnehmerzahlen sowie ein beträchtlicher Mitteleinsatz für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen haben in den letzten Jahren zu einem gesteigerten Interesse an den Wirkungen aktiver Arbeitsmarktpolitik geführt. In dieser Literaturstudie wird daher danach gefragt, was sich nach dem aktuellen Stand der Evaluierungsforschung über die bisherige Wirksamkeit aktiver Arbeitsmarktpolitik in Deutschland sagen lässt. Welche Instrumente funktionieren für welche Personengruppen und welche Maßnahmengestaltung ist zu bevorzugen? Welche makroökonomischen Effekte hat die aktive Arbeitsmarktpolitik? Welche Erkenntnisse sind gesichert und welche Fragen lassen sich noch nicht beantworten? Auch die Erfahrungen in Schweden, Dänemark und den Niederlanden werden hinzugezogen, um gegebenenfalls nachahmenswerte Modelle beim Einsatz aktiver Arbeitsmarktpolitik zu identifizieren. Bei ebenfalls hohen Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik waren zumindest Dänemark und die Niederlande in den vergangenen Jahren beschäftigungspolitisch weit erfolgreicher als Deutschland. Allerdings war dafür neben der aktiven Arbeitsmarktpolitik eine jeweils spezifische Kombination u.a. aus arbeitsrechtlicher Regulierung, Tarifpolitik sowie ökonomischer Rahmenbedingungen verantwortlich, so dass sich ein Erfolgsmodell nicht ohne weiteres kopieren lässt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wie kann man von anderen Ländern lernen?: neuere Ansätze in der vergleichenden Arbeitsmarktpolitikforschung (2000)
Schmid, Josef;Zitatform
Schmid, Josef (2000): Wie kann man von anderen Ländern lernen? Neuere Ansätze in der vergleichenden Arbeitsmarktpolitikforschung. In: IAW-Mitteilungen, Jg. 28, H. 3, S. 4-12.
Abstract
"Aus politiologischer Sicht analysiert der Autor den 'Polit-Tourismus' von erfolgreichen und weniger erfolgreichen Politikmaßnahmen zwischen Bundesländern wie auch international. Anhand von Beispielen zeigt er, dass oftmals ein Programm aus einer anderen Region nur sehr oberflächlich kopiert oder gar nur als globales Argument in der Diskussion verwendet wird. Mittels einer Systematisierung versucht er, Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit einer erfolgreichen Politik zu beschreiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Handlungsoptionen des Landes NRW im Bereich der (aktiven) Arbeitsmarktpolitik unter besonderer Berücksichtigung des Vergleichs mit Programmen der anderen Bundesländer (2000)
Schmid, Josef; Blancke, Susanne;Zitatform
Schmid, Josef & Susanne Blancke (2000): Handlungsoptionen des Landes NRW im Bereich der (aktiven) Arbeitsmarktpolitik unter besonderer Berücksichtigung des Vergleichs mit Programmen der anderen Bundesländer. In: Enquete-Kommission Zukunft der Erwerbsarbeit (Hrsg.) (2000): Strategien zur Belebung des Arbeitsmarktes : Materialband zu Teil 2 - Handlungsempfehlungen, S. 599-624.
Abstract
Das Gutachten wurde für die am 7. Juli 1995 vom Landtag von Nordrhein-Westfalen eingesetzte Enquete-Kommission "Zukunft der Erwerbsarbeit" erstellt. Im Rahmen der Studie werden verschiedene Indikatoren (Marktnähe, Prävention, Verknüpfung mit anderen Politiken und Instrumenten, Zielgruppenorientierung und institutionelle Flankierung) herangezogen, um die arbeitsmarktpolitischen Programme der Länder systematisch darzustellen und zu bewerten. Dabei werden eine Reihe von Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede sichtbar. Ergänzend zu diesem systematischen Vorgehen werden ausgewählte Einzelbeispiele und Projekte der Bundesländer und einiger westeuropäischer Länder genauer dargestellt. Abschließend werden dann Schlussfolgerungen für Nordrhein-Westfalen gezogen. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und ihre Evaluierung: eine Bestandsaufnahme (2000)
Schmidt, Christoph M.;Zitatform
Schmidt, Christoph M. (2000): Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und ihre Evaluierung. Eine Bestandsaufnahme. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 69, H. 3, S. 425-437. DOI:10.3790/vjh.69.3.425
Abstract
"In der Bundesrepublik Deutschland wird die Durchführung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen mit erheblichem personellen wie finanziellen Aufwand betrieben. Dennoch ist ein Erfolg dieser Maßnahmen keineswegs gesichert, und Ausmaß bzw. Existenz des tatsächlichen Effektes verbleiben in hohem Maße fraglich. Dies begründet sich auch darin, dass es die bisherige Evaluierungspraxis fast vollständig versäumt hat, eine Vergleichssituation zu konstruieren, die hinreichend genau beschreibt, welcher Zustand sich ohne den zu evaluierenden Eingriff eingestellt hätte. Damit wird eine der Minimalanforderungen an eine zielgerichtete wissenschaftliche Evaluierung verletzt. Vor dem Hintergrund eines internationalen Vergleichs der Evaluierungspraxis diskutiert der Beitrag die methodischen Probleme bei der Evaluierung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, wobei unterschiedliche empirische Strategien zur Lösung dieser Probleme vorgestellt werden. Ergänzt wird dies durch einen Abriss der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz zu ökonomischen Auswirkungen von Arbeitsmarktprogrammen, verbunden mit einer Reihe von Schlussfolgerungen für die Durchführung zukünftiger Maßnahmen sowie die mit ihnen notwendig einhergehende Evaluierung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Effizienz der Arbeitsmarktpolitik in den neuen Bundesländern: eine Bilanz der Vergangenheit und Ansätze für künftige Reformen. Gutachten (2000)
Schneider, Hilmar; Trabert, Lioba; Bergemann, Annette; Schultz, Birgit; Fuchs, Olaf; Kolb, Jürgen; Rosenfeld, Martin; Kempe, Wolfram;Zitatform
Bergemann, Annette, Olaf Fuchs, Wolfram Kempe, Jürgen Kolb, Martin Rosenfeld, Birgit Schultz & Lioba Trabert (2000): Die Effizienz der Arbeitsmarktpolitik in den neuen Bundesländern. Eine Bilanz der Vergangenheit und Ansätze für künftige Reformen. Gutachten. (Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Sonderheft 2000,03), Halle, 188 S.
Abstract
"Allein in Ostdeutschland sind seit 1990 fast 150 Mrd. DM für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik verausgabt worden. Angesichts dieses finanziellen Aufwands mag es verwundern, dass die Evaluation von entsprechenden Förderprogrammen in Deutschland noch immer in den Kinderschuhen steckt. Mit dem Sonderheft greift das IWH dieses Manko auf und liefert erstmals eine breit angelegte und empirisch fundierte Effizienzanalyse der bisherigen Fördermaßnahmen. Darüber hinaus widmet sich der Beitrag den Anreizwirkungen der passiven Arbeitsmarktpolitik. Im letzten Teil werden verschiedene Ansätze zur Integration von gering Qualifizierten in den Arbeitsmarkt im Hinblick auf ihr Wirkungspotential in Ostdeutschland untersucht. Zur Analyse bedienen sich die Autoren moderner Methoden der Evaluationsforschung und mikroökonometrischer Verhaltensmodelle.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Reichweite der Arbeitsmarktpolitik engen Grenzen ausgesetzt ist, was ihre Tauglichkeit als Instrument zur Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit anbelangt. Dies schmälert nicht ihre Daseinsberechtigung im Rahmen sorgfältig konzipierter und gezielter Einzelmaßnahmen. Beim Einsatz als Masseninstrument gehen diese positiven Effekte jedoch offenbar verloren. Zum einen reichen die vorhandenen Ressourcen für einen großflächigen Einsatz nicht aus und zum anderen gehen von einem massenhaften Einsatz negative Rückwirkungen auf den ersten Arbeitsmarkt aus. Maßnahmenelemente, die der Stärkung der Eigenverantwortung der Teilnehmer dienen, können in dieser Situation einen Beitrag zur Steigerung der Effizienz bilden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Volkswirtschaftliche Kosten der Arbeitslosigkeit und gesamtfiskalische Budgeteffekte arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen (2000)
Spitznagel, Eugen; Bach, Hans-Uwe;Zitatform
Spitznagel, Eugen & Hans-Uwe Bach (2000): Volkswirtschaftliche Kosten der Arbeitslosigkeit und gesamtfiskalische Budgeteffekte arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 500-517.
Abstract
Vor dem Hintergrund der gesamtfiskalischen Kosten der registrierten Arbeitslosigkeit von 150 Mrd. DM im Jahr 1999 befasst sich der Beitrag mit der Entlastungsfunktion der aktiven Arbeitsförderung nach dem SGB III. Es wird untersucht, in welchem Umfang die Arbeitsmarktpolitik gesamtwirtschaftlich die Beschäftigung stützt und die Arbeitslosigkeit entlastet und wie einzelne Maßnahmen unter ökonomischen Aspekten zu beurteilen sind. Hierbei sind die Nettokosten der Arbeitsmarktpolitik entscheidend (Bruttokosten der Maßnahmen minus Minderausgaben und Mehreinnahmen infolge vermiedener Arbeitslosigkeit). Die Ergebnisse zeigen, dass die gesamtfiskalischen Selbstfinanzierungsquoten von ABM 1999 zwischen 66 % und 89 % lagen, je nach dem, ob man indirekte Entlastungseffekte ausklammert oder einbezieht, und die der Weiterbildungsförderung bei etwa 60 %. Ein guter Teil davon entlastet den BA-Haushalt, aber auch der Bund spart durch Minderausgaben für Arbeitslosenhilfe bzw. erhält Steuermehreinnahmen. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Können durch einkommensbezogene Transfers an Arbeitnehmer die Arbeitsanreize gestärkt werden? (2000)
Steiner, Viktor;Zitatform
Steiner, Viktor (2000): Können durch einkommensbezogene Transfers an Arbeitnehmer die Arbeitsanreize gestärkt werden? In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 385-395.
Abstract
"In diesem Beitrag werden die potenziellen Arbeitsangebotseffekte von Reformoptionen bei der Sozial- und Arbeitslosenhilfe auf der Basis eines ökonometrischen Modells und eines detaillierten Steuer-Transfer-Simulationsmodells für Deutschland abgeschätzt. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass von realistischen Änderungen des bestehenden Systems d.h. von mäßig reduzierten Transferentzugsraten, keine nennenswerte Zunahme der Beschäftigung von Erwerbspersonen mit geringen Marktlöhnen zu erwarten ist. Dies gilt sowohl für Deutschland insgesamt als auch für das frühere Bundesgebiet und die neuen Bundesländer. Je nach Ausgestaltung der geänderten Anrechnung von Erwerbseinkommen im Haushaltszusammenhang kann der Nettoarbeitsangebotseffekt auch negativ sein. Dies hängt wesentlich von der Verteilung des Arbeitsangebots bei Mehrpersonenhaushalten in der Ausgangssituation ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Ansprüche an Forschung zur Förderung der Eingliederung junger Menschen mit Behinderungen in Arbeit und Beruf: Plädoyer für ein Forschungsnetzwerk (2000)
Walter, Jochen;Zitatform
Walter, Jochen (2000): Ansprüche an Forschung zur Förderung der Eingliederung junger Menschen mit Behinderungen in Arbeit und Beruf. Plädoyer für ein Forschungsnetzwerk. In: Berufliche Rehabilitation, Jg. 14, H. 4, S. 264-274.
Abstract
"Der Erfolg beruflicher Rehabilitation junger Menschen wird immer stärker an der Ergebnisqualität gemessen. Hier wiederum steht - unter bildungstheoretischen, arbeitsmarktpolitischen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten - die Frage im Mittelpunkt, wieviele der Absolventen von Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation entsprechend ihrer Qualitikation in Arbeit und Beruf eingegliedert werden können. Immer mehr Unternehmen, Institutionen und Träger der beruflichen Rehabilitation konzentrieren sich auf den Eingliederungserfolg als entscheidende Messlatte für den (gesellschaftlichen) Nutzen ihrer Dienstleistungen. Universitäre und außeruniversitäre Forschung kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten, wobei vor allem folgende fünf Schwerpunkte - der Arbeitsmarkt, das System der beruflichen Bildung, die Arbeitsverwaltung, die Gestaltung beruflicher Rehabilitation sowie Integrations-/Beschäftigungsfirmen bzw. -projekte - in den Blick zu nehmen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Erfolgsfaktoren von Existenzgründungen aus der Arbeitsmarktpolitik: eine multivariate Betrachtung vormals arbeitsloser Existenzgründer, die vom Arbeitsamt mit dem Überbrückungsgeld (§ 57 SGB III) gefördert werden (2000)
Wießner, Frank;Zitatform
Wießner, Frank (2000): Erfolgsfaktoren von Existenzgründungen aus der Arbeitsmarktpolitik. Eine multivariate Betrachtung vormals arbeitsloser Existenzgründer, die vom Arbeitsamt mit dem Überbrückungsgeld (§ 57 SGB III) gefördert werden. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 3, S. 518-532.
Abstract
Seit fast anderthalb Jahrzehnten werden Arbeitslose, die sich selbständig machen wollen, vom Arbeitsamt mit dem Überbrückungsgeld unterstützt. Was anfangs mit Skepsis betrachtet und durchaus kontrovers diskutiert wurde, ist heute ein bedeutsames Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Aus 5.576 Geförderten des Jahres 1986 wurden 98.114 im Jahre 1999. Entsprechend wuchs auch das Finanzvolumen des Förderprogramms. Zugleich hat die Förderung des Arbeitsamtes erhebliche Bedeutung für das Gründungsgeschehen in der Bundesrepublik erlangt. So wurde in den letzten beiden Jahren fast jede fünfte Unternehmensgründung mit Hilfe des Arbeitsamtes realisiert. In dem Beitrag werden Wirkung und Erfolg des Überbrückungsgeldes einer kritischen Würdigung unterzogen. Hierzu werden die Ergebnisse einer seit 1995 durchgeführten IAB-Untersuchung vorgestellt. Vorrangiges Ziel der Untersuchung war neben der Gewinnung von Strukturinformationen über die Geförderten eine Analyse verschiedener Erfolgsindikatoren, sowohl auf der Individualebene als auch auf der arbeitsmarktlichen Makroebene. Daneben lag ein weiterer Fokus des Projektes auf der kausalanalytischen Betrachtung möglicher Erfolgsfaktoren. Als wesentliche Determinanten erwiesen sich dabei insbesondere das Startkapital und das unternehmensspezifische Humankapital. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Evaluation AFG-finanzierter Weiterbildung: Arbeitslosigkeit und Qualifizierung in Ostdeutschland (2000)
Wingens, Matthias; Sackmann, Reinhold;Zitatform
Wingens, Matthias & Reinhold Sackmann (2000): Evaluation AFG-finanzierter Weiterbildung. Arbeitslosigkeit und Qualifizierung in Ostdeutschland. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 33, H. 1, S. 39-53.
Abstract
"Die Effizienz öffentlich finanzierter Weiterbildung wird kontrovers diskutiert. Einschlägige Evaluationsstudien liefern divergierende Befunde, was nicht zuletzt auf eine unzureichende Datenlage zurückzuführen ist. Dieser Artikel untersucht die Effektivität AFG-finanzierter Weiterbildung für Arbeitslose in den neuen Bundesländern für die Jahre 1990-1997. Dazu wird eine multivariate Ereignisanalyse mit dem Längsschnittdatensatz der 'Berufsverlaufsstudie Ostdeutschland' durchgeführt. Analytisch wird dabei zwischen einem 'Bildungseffekt' und einem 'Institutionseffekt' von Weiterbildung unterschieden. Diese beiden Effekte wirken gegenläufig, wobei in Zeiten eines schnellen Strukturwandels des Arbeitsmarktes der blockierende Institutionseffekt den humankapitaltheoretischen Bildungseffekt überlagert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Berufliche Qualifizierung für Arbeitslose: Zur Effektivität AFG-finanzierter Weiterbildung im Transformationsprozess (2000)
Wingens, Matthias; Sackmann, Reinhold; Grotheer, Michael;Zitatform
Wingens, Matthias, Reinhold Sackmann & Michael Grotheer (2000): Berufliche Qualifizierung für Arbeitslose: Zur Effektivität AFG-finanzierter Weiterbildung im Transformationsprozess. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 21, H. 1, S. 60-80.
Abstract
"Die Effizienz der öffentlich finanzierten Weiterbildung ist umstritten. Divergierende Befunde einschlägiger Evaluationsstudien sind nicht zuletzt auf eine unzureichende Datenlage zurückzuführen. Der Aufsatz untersucht die Effektivität der durch das Arbeitsförderungsgesetz (AFG) finanzierten Weiterbildung. Dabei werden der Institutions- und der Bildungseffekt unterschieden; diese beiden Effekte werden in multivariaten Ereignisanalysen zur Weiterbildungsevaluation näher untersucht. Die Effekte wirken gegenläufig: Der "Institutionseffekt" bewirkt eine verzögerte Wiedereingliederung der Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt durch die Weiterbildungsmaßnahme, während der "Bildungseffekt" humankapitaltheoretisch erwünschte verbesserte Arbeitsmarktchancen herbeiführt. In Zeiten eines schnellen Strukturwandels des Arbeitsmarktes überlagert der blockierende Institutionseffekt den Bildungseffekt, so daß sich die AFG-finanzierte Weiterbildung im Transformationsprozess nicht als effektives arbeitsmarktpolitisches Instrument zur Reintegration Arbeitsloser in erneute Erwerbstätigkeit erwiesen hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte (2000)
Winkler, Albrecht;Zitatform
Winkler, Albrecht (2000): Arbeitnehmerüberlassung als arbeitsmarktpolitisches Instrument für Schwerbehinderte. Idstein: Schulz-Kirchner, 56 S.
Abstract
"Die Eingliederung behinderter Menschen in das Arbeitsleben ist seit Jahren ein wichtiges Anliegen der Sozialpolitik. Die Umsetzung allerdings gestaltet sich besonders schwierig in Zeiten allgemein hoher Arbeitslosigkeit. In dieser Situation kommt es darauf an, das vorhandene Instrumentarium der Behindertenpolitik um innovative Ansätze zu ergänzen. Dazu zählt die vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung. Von ihr erwartet man sich zum einen eine verbesserte Vorbereitung tendenziell benachteiligter Gruppen auf das Arbeitsleben und zum anderen eine Verringerung der Unsicherheit von Arbeitgebern bei der Einstellung von Angehörigen dieser Gruppen. In der Studie werden die Erscheinungsformen der vermittlungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung dargestellt und die bisher mit diesem Instrument gemachten Erfahrungen bewertet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Öffentliche Beschäftigungsförderung in den neuen Bundesländern: Wege in die Zukunft? (2000)
Zitatform
(2000): Öffentliche Beschäftigungsförderung in den neuen Bundesländern. Wege in die Zukunft? (BBJ-Consult. Info 04/2000), Berlin: BBJ Verlag, 74 S.
Abstract
Ziel einer aus dem Anlass "Zehn Jahre Wende" durchgeführten Tagung (Dresden, 1999) war, die bisherige öffentliche Beschäftigungsförderung in den neuen Bundesländern auf den Prüfstand zu stellen. Darüber hinaus sollten die Ansprüche an eine gesamtwirtschaftlich, sozial und ökologisch orientierte Beschäftigungspolitik formuliert und Alternativen der öffentlichen Beschäftigungsförderung diskutiert werden. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Nutzenanalyse der Selbstinformationsangebote der Arbeitsvermittlung: Abschlußbericht (2000)
Abstract
Abschlussbericht einer durch die Bundesanstalt für Arbeit in Auftrag gegebenen Untersuchung ihrer im Internet und den Arbeitsämtern angebotenen Selbstinformationsangebote "AIS" (Arbeitgeber-Informations-Service), "SIS" (Stellen-Informations-Service), "Künstlerdienste" und ZBF" (Zentrale Bühnen-, Fernseh- und Filmvermittlung), zu denen knapp 5000 nutzende Arbeitsuchende und Arbeitgeber befragt wurden. Im Mittelpunkt der Befragung standen Nutzungsverhalten und -zufriedenheit der verschiedenen Nutzergruppen. (IAB)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Grundlagenbeiträge
- Methoden und Datensatzbeschreibungen
-
Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
-
Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
