Jugendarbeitslosigkeit
Trotz eines Rückgangs ist die EU-Jugendarbeitslosenquote nach wie vor sehr hoch. Laut EU-Kommission sind derzeit 4,5 Millionen junge Menschen (im Alter von 15 bis 24 Jahren) arbeitslos. Einem großen Teil dieser Generation droht durch fehlende Zukunftsperspektiven soziale Ausgrenzung mit weitreichenden Folgen. Mit Maßnahmen wie der Europäischen Ausbildungsallianz und Jugendgarantien der Länder soll entgegengesteuert werden.
Diese Infoplattform bietet einen Einblick in die Literatur zu den Determinanten von und Strategien gegen Jugendarbeitslosigkeit auf nationaler wie internationaler Ebene.
- Ergebnisse aus dem IAB
- Gesamtbetrachtungen
- Determinanten
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Strategien
- Aktive Arbeitsmarktprogramme
- Beschäftigungsförderung - Förderung der Beschäftigungsfähigkeit
- Maßnahmen zur Bildung und Weiterbildung
- "Assistierte Ausbildung"
- Förderung der Mobilität auf dem Arbeitsmarkt
- "Jugendgarantie" - überbetriebliches Ausbildungsangebot
- Vernetzung der Akteure - Jugendberufsagenturen
- Geografischer Bezug
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Literaturhinweis
GemeinwohlArbeit: Integrationschancen des SGB II für langzeitarbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene (2006)
Zitatform
(2006): GemeinwohlArbeit. Integrationschancen des SGB II für langzeitarbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene. (Paritätische Arbeitshilfe 05), Berlin, 114 S.
Abstract
GemeinwohlArbeit im Rahmen der Jugendberufshilfe ist für junge Erwachsene gedacht, die nicht durch eine direkte Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit und auch noch nicht durch auf Arbeit oder Ausbildung orientierte Förderinstrumente integriert werden können. Die Arbeitshilfe versammelt Diskussionsbeiträge für den weiteren Entwicklungsprozess von GemeinwohlArbeit und anderen Integrationsinstrumenten für junge Menschen unter 25 Jahren. Thematisiert werden das Konzept und die Adressaten von GemeinwohlArbeit, der gesellschaftliche Nutzen, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die lokale Ausgestaltung von Arbeitsgelegenheiten sowie Qualifizierungsaspekte. Es werden Vorschläge zur Entwicklung von Basiskompetenzen zur Herstellung und Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit geschildert, und es wird beschrieben, wie auch im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten berufliche Handlungsfähigkeit gefördert werden kann. Als Beispiele für GemeinwohlArbeit in der Sozialwirtschaft werden das Stadtteilprojekt sci:moers, die EQUAL-Entwicklungspartnerschaft, das Projekt 'Chance' der Integrationsgesellschaft Sachsen und das Projekt Dorfladen des Bürgerservices Trier vorgestellt. Weiterhin werden Forschungsergebnisse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus dem ersten Jahr der Umsetzung von Arbeitsgelegenheiten wiedergegeben. Thematisiert wird zudem die Problematik, in GemeinwohlArbeit einerseits arbeitsmarktnahe Qualifizierungen leisten zu wollen, andererseits aber durch die Vorgabe der Zusätzlichkeit zum Teil in Bereiche gehen zu müssen, deren Tätigkeit nicht unbedingt zu einem Anschluss an den ersten Arbeitsmarkt führen können. Außerdem wird darauf eingegangen, inwieweit mit GemeinwohlArbeit die bisherigen Arbeitsbereiche von Zivildienst und Freiwilligendiensten ausgefüllt werden kann.
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Literaturhinweis
Lebensentwürfe langzeitarbeitsloser, minderqualifizierter Jugendlicher: sozialpädagogischer und sozialpolitischer Unterstützungsbedarf zur beruflichen Integration (2004)
Stuckstätte, Eva Christina;Zitatform
Stuckstätte, Eva Christina (2004): Lebensentwürfe langzeitarbeitsloser, minderqualifizierter Jugendlicher. Sozialpädagogischer und sozialpolitischer Unterstützungsbedarf zur beruflichen Integration. Berlin: Logos-Verl., 408 S.
Abstract
"Jugendarbeitslosigkeit ist seit vielen Jahren ein großes gesellschaftliches Problem und ein breit diskutiertes Thema. Aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktsituation, der seit Jahren bestehenden hohen Jugendarbeitslosigkeit und steigender Qualifikationsansprüche stellt sich die Frage, wie die Chancen minderqualifizierter und langzeitarbeitsloser Jugendlicher auf dem ersten Arbeitsmarkt aussehen, wenn nicht einmal gut qualifizierte Jugendliche ohne Probleme die erste bzw. zweite Arbeitsmarktschwelle überwinden können. Es ist zu fragen, ob die Jugendlichen aufgrund des prekären Arbeitsmarktes resignieren und sich in ihrem Alltag jenseits der Erwerbsarbeit einrichten oder ob sie beispielsweise durch Weiterqualifizierung den Kontakt zur Arbeitswelt halten. Sind Integrationsbemühungen von minderqualifizierten und langzeitarbeitslosen Jugendlichen in reguläre Beschäftigung unter den gegebenen Arbeitsmarktbedingungen (Abnahme von Einfach- bzw. Anlernarbeitsplätzen) erfolgsversprechend? Inwieweit können sozialpolitische Maßnahmen die Entwicklung einer beruflichen Identität und die Übergänge in Arbeit positiv beeinflussen? Die Studie gibt durch eine Betrachtung der Lebensentwürfe betroffener Jugendlicher Antworten auf diese hochaktuellen Fragestellungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Langzeitarbeitslose Jugendliche in Deutschland: eine handlungsorientierte Analyse personaler und situativer Faktoren (2003)
Beelmann, Gert;Zitatform
Beelmann, Gert (2003): Langzeitarbeitslose Jugendliche in Deutschland. Eine handlungsorientierte Analyse personaler und situativer Faktoren. (Schriften zur Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie 05), Hamburg: Kovac, 252 S.
Abstract
"In seiner Studie befasst sich der Autor mit den Handlungsstrategien langzeitarbeitsloser Jugendlicher, wobei deren subjektives Erleben und Alltaghandeln im Vordergrund steht. Mit dem Wissen um das individuelle Lebensumfeld und das eigene Verhalten können vorhandene Ressourcen, Wünsche und Zielvorstellungen für eine berufliche Perspektive nutzbar gemacht werden. Aus dieser handlungs- und ressourcenorientierten Sichtweise ergeben sich Hinweise, um das Eigenpotential der Betroffenen mit gezielten institutionellen Hilfen für Interventionsmaßnahmen umzusetzen." Im theoretischen Teil der Arbeit werden die gegenwärtige Situation arbeitsloser Jugendlicher in Deutschland sowie mögliche Ursachen und Interventionsansätze vorgestellt und diskutiert. Aus psychologischer Perspektive werden theoretische Modelle und handlungsbezogene Ansätze im Umgang mit dieser Form der Arbeitslosigkeit analysiert (Sozialisation, gesundheitliche Aspekte, Geschlechtsunterschiede, Arbeitssuchverhalten). Im empirischen Teil werden die Ergebnisse einer Befragung von Jugendlichen (N = 50, jeweils die Hälfte in Rostock und Bremen) im Hinblick auf die Ost-West-Unterschiede dargestellt und interpretiert. Es werden fünf Typen nach Handlungsmöglichkeiten, personalen und situativen Umweltbedingungen und psychosozialer Belastung gebildet: aktiv-initiativ handelnd, ineffizient, reflektiert-skeptisch, reaktiv sowie resignativ. Im Hinblick auf die Interventionsmöglichkeiten wird festgestellt, dass bei bestimmten Typen von Jugendlichen auch nur spezifische zielgerichtete Hilfen wie kurzfristige Teilqualifikationen Erfolg versprechen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Long-term unemployment among young people: the risk of social exclusion (2003)
Kieselbach, Thomas;Zitatform
Kieselbach, Thomas (2003): Long-term unemployment among young people. The risk of social exclusion. In: American Journal of Community Psychology, Jg. 32, H. 1/2, S. 69-76. DOI:10.1023/A:1025694823396
Abstract
"The European Union considers long-term unemployment among youth an impediment to their full integration into society. The Commission of the European Union has, therefore, supported research into the mechanisms by which youth unemployment leads to social exclusion. This paper provides a brief summary of the project's findings. These imply that theories and previous research concerning social exclusion and social support can help explain the effects of youth unemployment although the phenomena vary from country to country. Results also suggest that the construct of social exclusion leads to interventions that reduce the personal and societal costs of youth unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Living on the edge: an empirical analysis on long-term youth unemployment and social exclusion in Europe (2001)
Kieselbach, Thomas; Borghi, Vando ; Chicchi, Federico; Vanderplasschen, Wouter; Espluga, Josep; La Rosa, Michele; Forsberg, Erik; Sokou, Katerina; Johansson, Marianne; Baltierrez, Josep; Kalander-Blomqvist, Marina; Beelmann, Gert; Löfgren, Ulla-Britta; Heeringen, Kees van; Meyer, Ronald; Starrin, Bengt; Papantoniou, Valentine; Willems, Tine; Rantakeisu, Ulla; Bayetakou, Demetra; Stitzel, Andrea; Lemkow, Louis ; Traiser, Ute;Zitatform
Kieselbach, Thomas, Kees van Heeringen, Michele La Rosa, Louis Lemkow, Katerina Sokou & Bengt Starrin (Hrsg.) (2001): Living on the edge. An empirical analysis on long-term youth unemployment and social exclusion in Europe. (Psychologie sozialer Ungleichheit 11), Opladen: Leske und Budrich, 476 S.
Abstract
"In the volume, the European research project YUSEDER ('Youth Unemployment and Social Exclusion: Dimensions, Subjective Experiences and Institutional Responses in Six Countries of the EU'), supported by the EU Commission (Directorate General Research) as a part of the programme Targeted Socio-Economic Research (TSER), addresses the question of what effects long-term unemployment has on young people in regard to their feeling of belonging to society. Does long-term unemployment imply the risk of social exclusion for young people? How does social exclusion develop, and which factors counteract the processes of exclusion? Thus far, research into unemployment has seldom performed comparative studies. This interdisciplinary project in six European countries has conducted for the first time a qualitative study with 300 long-term unemployed young people from age 20 to 25. The inquiry was carried out in the three northern European countries Sweden, Belgium and Germany and in the three southern European countries Greece, Italy and Spain. Researchers from psychology, sociology, public health and psychiatry participated in this research project co-ordinated by Thomas Kieselbach." Content: Executive Summary:
Kieselbach/ Beelmann/ Stitzel/Traiser: Comparative Report. Empirical analysis of the risk of social exclusion of long-term unemployed young people in six countries of the EU;
National Reports:
Rantakeisu/ Forsberg/ Kalander-Blomqvist/ Löfgren/ Johansson/ Starrin: Empirical analysis of the risk of social exclusion of long-term unemployed young people in Sweden; Willems/ Vanderplasschen/ van Heeringen: Empirical analysis of the risk of social exclusion of long-term unemployed young people in Belgium;
Kieselbach/ Beelmann/ Traiser/ Meyer: Empirical analysis of the risk of social exclusion of long-term unemployed young people in Germany;
Sokou/ Bayetakou/ Papantoniou: Empirical analysis of the risk of social exclusion of long-term unemployed young people in Greece;
Borghi/ Chicchi/ La Rosa: Empirical analysis of the risk of social exclusion of long-term unemployed young people in Italy;
Espluga/ Baltiérrez/ Lemkow: Empirical analysis of the risk of social exclusion of long-term unemployed young people in Spain.
(IAB2) ((en)) -
Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit und Lebensgeschichte: eine empirische Untersuchung unter jungen Langzeitarbeitslosen (1992)
Vonderach, Gerd; Siebers, Ruth; Barr, Ulrich;Zitatform
Vonderach, Gerd, Ruth Siebers & Ulrich Barr (1992): Arbeitslosigkeit und Lebensgeschichte. Eine empirische Untersuchung unter jungen Langzeitarbeitslosen. (Biographie und Gesellschaft 14), Opladen: Leske und Budrich, 217 S.
Abstract
Im Rahmen eines Forschungsprojektes "wurde im Jahre 1987 in lebensgeschichtlich ausgerichteten Gesprächen (narrativen Interviews) mit jungen Frauen und Männern im Alter zwischen 18 und 30 Jahren der Frage nachgegangen, wie diese mit langandauernder oder wiederkehrender Arbeitslosigkeit während des Hineinwachsens in die Erwachsenen-Erwerbsgesellschaft umgehen und wie davon ihre Lebenspläne und Lebensführung tangiert werden." Die Erhebung wurde in drei ländlichen Regionen mit überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit durchgeführt. Als Ergebnis der komparativen Analyse wurden sieben Fallreihen mit typischen Bewältigungsmustern gegenüber dem Widerfahrnis der Arbeitslosigkeit herausgearbeitet. In drei größere Blöcke gruppiert zeigt sich Arbeitslosigkeit als Biographieblockierung, als eigener Biographieabschnitt sowie als Übergang zu neuen Biographieabschnitten und Lebensformen. (IAB2)
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Literaturhinweis
Psychological well-being and access to categories of experience in unemployed young adults (1991)
Haworth, J. T.; Ducker, J.;Zitatform
Haworth, J. T. & J. Ducker (1991): Psychological well-being and access to categories of experience in unemployed young adults. In: Leisure Studies, Jg. 10, H. 3, S. 265-274. DOI:10.1080/02614369100390241
Abstract
"The study investigated the correlations between a range of important categories of experience and psychological well-being in 22 unemployed young adults. The methods used included questionnaires, psychological scales and Experience Sampling Methodology (ESM) where respondents answer a short series of questions in a diary on the receipt of signals from a personal bleeper. The results showed that in this sample ‘hope for the future’, ‘reduced financial strain’, access to Jahoda's ‘categories of experience’, in particular ‘activity’, and also ‘enjoyment’ were associated with important and different dimensions of psychological well-being. The study also found that those unemployed individuals with better access to Jahoda's categories of experience have better psychological well-being and engage in more work-like and active leisure activities than those with less access. Additionally, it was found that there are important correlations between access to Jahoda's categories of experience and hope for the future and enjoyment; and it is suggested that these intercorrelations could be very usefully explored further to study the dynamics of person-situation interactions important for psychological well-being." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Young and jobless: the social and personal consequences of long-term youth unemployment (1987)
MacRae, Susan;Zitatform
MacRae, Susan (1987): Young and jobless. The social and personal consequences of long-term youth unemployment. (Policy Studies Institute. Research report 671), London, 154 S.
Abstract
Der Studie zu den Auswirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen liegen qualitative Interviews mit 119 Jugendlichen aus verschiedenen Regionen Großbritanniens zugrunde. Diese Interviews wurden 1986 durchgeführt und betrafen die persönliche Situation der Jugendlichen, Auswirkungen von Dauerarbeitslosigkeit, Arbeitssuche und Arbeitsmarktchancen, Qualifikations- und Ausbildungsmöglichkeiten und -verwertung, Folgen des Angewiesenseins auf Arbeitslosenunterstützung für Beziehungen zu Freunden und (Ehe-)Partnern, Gruppen von Benachteiligten, soziale und politische Perspektiven, Verarbeitung der eigenen Arbeitslosigkeit. Abschließend werden Folgerungen für politische Interventionen gezogen. (IAB)
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