Arbeitszeit: Verlängern? Verkürzen? Flexibilisieren?
Verkürzung, Verlängerung oder Flexibilisierung der Arbeitszeit stehen immer wieder im Zentrum der Debatten. Was wünschen sich Unternehmen und Beschäftigte? Wie kann Arbeitszeitpolitik die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze unterstützen?
Dieses Themendossier bietet Publikationen zur Entwicklung der Arbeitszeiten in Deutschland auch im internationalen Vergleich, zur betrieblichen Gestaltung der Arbeitszeit und zu den Arbeitszeitwünschen der Beschäftigten.
Publikationen zur kontroversen Debatte um die Einführung der Vier-Tage-Woche finden Sie in unserem Themendossier Vier-Tage-Woche – Arbeitszeitmodell der Zukunft?
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Literaturhinweis
Evaluating the impact of a working time regulation on capital operating time: the French 35-hour work week experience (2015)
Gilles, Fabrice;Zitatform
Gilles, Fabrice (2015): Evaluating the impact of a working time regulation on capital operating time. The French 35-hour work week experience. In: Scottish Journal of Political Economy, Jg. 62, H. 2, S. 117-148. DOI:10.1111/sjpe.12067
Abstract
"In this article, we evaluate the impact of diminishing weekly working hours on capital operating time using the French 35-hour working week experience. We merge the French survey on Capital Operating Time (COT, Banque de France, Central Bank of France; 1989 - 2004) and administrative Working Time Reduction agreements files (WTR, DARES, French Ministry of Labour; May 2003). We construct shift-work-based capital operating time indicators. Using differences-in-differences econometric models, we show that the implementation of the 35-hour work week did not induce any reduction in COT. Hence, firms increased shift-work to compensate for the decrease in working hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitszeiten in Deutschland: Entwicklungstendenzen und Herausforderungen für eine moderne Arbeitszeitpolitik (2014)
Absenger, Nadine; Ahlers, Elke; Klenner, Christina; Seifert, Hartmut; Bispinck, Reinhard; Lott, Yvonne ; Kleinknecht, Alfred; Pusch, Toralf ;Zitatform
Absenger, Nadine, Elke Ahlers, Reinhard Bispinck, Alfred Kleinknecht, Christina Klenner, Yvonne Lott, Toralf Pusch & Hartmut Seifert (2014): Arbeitszeiten in Deutschland. Entwicklungstendenzen und Herausforderungen für eine moderne Arbeitszeitpolitik. (WSI-Report 19), Düsseldorf, 76 S.
Abstract
"Die Arbeitszeit ist in den beiden letzten Jahrzehnten kürzer, heterogener und flexibler geworden. Von einem einheitlichen Arbeitszeitmuster kann längst nicht mehr die Rede sein. Die Entwicklung zeigt sich auch in der tariflichen Arbeitszeitpolitik: Die Verkürzung der tariflichen Wochenarbeitszeiten seit den 1980er-Jahren wurde begleitet von einer starken Flexibilisierung der Arbeitszeiten; in begrenztem Umfang wurden individuelle Zeitoptionen vereinbart. Eine Reihe von Problemen fordert eine neue Arbeitszeitpolitik heraus: so führen Flexi-Konzepte zu sozialen und gesundheitlichen Belastungen bei den Beschäftigten; die Arbeitszeiten polarisieren sich, zwischen Frauen und Männern besteht eine große Arbeitszeitlücke (Gender Time Gap), die eng mit der beruflichen und sozialen Ungleichheit der Geschlechter verknüpft ist; Arbeitszeiten sind immer schwerer messbar und spielen bei ergebnisorientierter Leistungssteuerung in den Betrieben kaum noch die Rolle einer effektiven Begrenzung der Leistungsverausgabung. Die hier vorliegende komprimierte Bestandsaufnahme auf Basis eigener Forschungsarbeiten und einschlägiger Quellen fasst Trends und Herausforderungen zu ausgewählten Themen der Arbeitszeitentwicklung zusammen und weist auf Reformbedarfe und Gestaltungsansätze hin. Eine moderne Arbeitszeitpolitik muss darauf gerichtet sein, die Zeitsouveränität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erhöhen, geschlechtergerechte und lebenslauforientierte Arbeitszeiten zu fördern und Arbeitszeitregelungen durchzusetzen, die von der betrieblichen Leistungspolitik nicht unterlaufen werden. Ohne weitere Arbeitszeitverkürzungen in differenzierten Formen wird nicht nur der Gender Time Gap nicht zu schließen sein; auch die positive Funktion von Arbeitszeitverkürzungen für die Beschäftigungssicherung würde angesichts künftiger Produktivitätssteigerungen verschenkt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Warum eine Arbeitszeitverkürzung sinnvoll ist (2014)
Zitatform
Flecker, Jörg & Carina Altreiter (2014): Warum eine Arbeitszeitverkürzung sinnvoll ist. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 37, H. 3, S. 15-28.
Abstract
"Arbeitszeitverkürzung kann ein wichtiger Beitrag zur Lösung verschiedener aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen sein: die sehr hohe Arbeitslosigkeit, die Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Gefährdungen der Gesundheit durch belastende Arbeitsbedingungen, die Forderung nach einem lebenslangen Lernen, der Bedarf an zivilgesellschaftlichem und politischem Engagement oder die ökologischen Grenzen unseres Wirtschaftssystems. Dieses Zusammentreffen weist der Arbeitszeitpolitik höchste Priorität zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
It's a long way from norms to normality: the 35-hour week in France (2014)
Lehndorff, Steffen;Zitatform
Lehndorff, Steffen (2014): It's a long way from norms to normality. The 35-hour week in France. In: ILR review, Jg. 67, H. 3, S. 838-863. DOI:10.1177/0019793914537453
Abstract
"The present overview on existing research addresses the double implication of working-time standards as legal (or contractual) norms, on the one hand, and socially established normality, on the other. Looking primarily at the evidence on die statutory 35-hour week in France, the author discusses the question of how changes in norms as stipulated by law or collective agreements may affect working-time practices in the society. Given the specific institutional and policy tradition of statist intervention in France, a comparison with die effects of the contractual 35-hour week on actual hours in die West German metal industry highlights particular strengths and weaknesses of the French approach. While the empirical evidence underscores the crucial importance of statutory norms and die interaction between governments and social actors, it equally reveals die increasing difficulties to set limits to normal hours for growing shares of the workforce just by setting statutory or collective norms. The transformation of new working-time norms into normality leading to a generalized shorter standard workweek is a long-term social process that requires continual intervention of actors at various levels and must be embedded in agreements both at die workplace and within households." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auswirkung eines Schichtmodellwechsels bei gleichzeitiger Arbeitszeitreduktion auf Gesundheit und Mitarbeiterzufriedenheit (2014)
Pfeil, Manuel; Cygan, Daniel; Arlinghaus, Anna; Gärtner, Johannes;Zitatform
Pfeil, Manuel, Daniel Cygan, Johannes Gärtner & Anna Arlinghaus (2014): Auswirkung eines Schichtmodellwechsels bei gleichzeitiger Arbeitszeitreduktion auf Gesundheit und Mitarbeiterzufriedenheit. In: Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, Jg. 68, H. 2, S. 73-77.
Abstract
"In dieser Arbeit werden Wirkungen eines Schichtmodellwechsels (9 Tage Arbeit 3 Tage frei plus zahlreiche Freischichten auf 6 Tage Arbeit 4 Tage frei plus einige variable Zusatzschichten) für den vollkontinuierlichen Betrieb verbunden mit einer Arbeitszeitreduktion (von 38,5 Stunden auf 34,4 Stunden) bei der voestalpine Stahl GmbH analysiert. Diese Feldstudie wurde durch Nutzung von Sekundärdaten aus den Jahren 2006-2012 durchgeführt. Methodisch wurden Beschäftigte, die durchgängig im bestehenden Modell arbeiteten, mit Beschäftigten verglichen, die anfangs im bestehenden Modell arbeiteten und dann wechselten. Zusammenfassend brachte die Veränderung des Schichtarbeitszeitmodells messbare Verbesserungen hinsichtlich Krankenständen, Mitarbeiterzufriedenheit und Fluktuation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern 2012 (2014)
Zitatform
Wanger, Susanne & Enzo Weber (2014): Arbeitszeitwünsche von Frauen und Männern 2012. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Daten und Indikatoren), Nürnberg, 3 S.
Abstract
Tatsächliche, vereinbarte und gewünschte Arbeitszeiten nach Geschlecht, Erwerbsform und Altersgruppen. (IAB)
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Working time regulation in France from 1996 to 2012 (2013)
Zitatform
Askenazy, Philippe (2013): Working time regulation in France from 1996 to 2012. In: Cambridge Journal of Economics, Jg. 37, H. 2, S. 323-347. DOI:10.1093/cje/bes084
Abstract
"France, which is often seen as an unusual country with a rigid 35-hour working week, has experienced massive changes in its regulation of working time in recent decades, including a progressive removal of 35-hour working week laws. These changes have affected and continue to affect workplace organisation, working conditions, job creation, productivity and wages. The 35-hour working week policy represents a reduction in working time as well as a complex package that restructured French labour law and that opened up a great deal of space for social bargaining. This paper provides a comprehensive analysis of the evolution of working time regulation and its political roots. It discusses the studies evaluating the 35-hour working week and examines some of the basic consequences of reversing this policy since 2002. It also highlights unexplored lines of research on this topic." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The macroeconomic effects of the 35-h workweek regulation in France (2013)
Zitatform
Du, Zaichao, Hua Yin & Lin Zhang (2013): The macroeconomic effects of the 35-h workweek regulation in France. In: The B.E. Journal of Macroeconomics, Jg. 13, H. 1, S. 1-21. DOI:10.1515/bejm-2012-0073
Abstract
"The 35-h workweek regulation, fully adopted in France in 2000, has been one of the most significant regulatory shocks imposed on any large economy. Yet the effects of the regulation remain controversial. In this paper, we evaluate the effects of the 35-h workweek regulation on unemployment and real GDP in France using a counterfactual analysis. We exploit the dependence of unemployment and GDP growth among different economic entities and construct the counterfactuals using data from countries other than France. We find that the 35-h workweek regulation reduced France's annual unemployment rate by 1.58% and raised the real GDP by 1.36% from 2000 to 2007." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitszeitverkürzung für Weiterbildung im Spiegel betrieblicher Einschätzung (2013)
Lott, Margit;Zitatform
Lott, Margit (2013): Arbeitszeitverkürzung für Weiterbildung im Spiegel betrieblicher Einschätzung. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 66, H. 4, S. 255-263., 2013-04-25. DOI:10.5771/0342-300X-2013-4-255
Abstract
"Der Beitrag präsentiert die Ergebnisse zweier repräsentativer Betriebsbefragungen, die das IAB (Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung) zum Thema 'Arbeitszeitverkürzung für längere Weiterbildung' durchgeführt hat. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Darstellung von binomialen Probit-Schätzungen, die Aufschluss darüber geben sollen, wie betriebliche Strukturmerkmale die Beurteilung von längerfristigen Weiterbildungsmaßnahmen und auch die Bereitschaft, dafür Kosten zu übernehmen, beeinflussen. Signifikante Effekte zeigen sich bei der Betriebsgröße und bei einigen Wirtschaftszweigen, aber auch bei Betrieben, die steigende Beschäftigtenzahlen erwarten. Die Erhebungen zeichnen ein insgesamt positives Stimmungsbild für verkürzte Arbeitszeiten zugunsten längerer Weiterbildungsmaßnahmen, das jedoch nur zum Teil durch betriebliche Strukturmerkmale bestimmt ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Skandal der Massenarbeitslosigkeit (2013)
Massarrat, Mohssen;Zitatform
Massarrat, Mohssen (2013): Der Skandal der Massenarbeitslosigkeit. In: Blätter für deutsche und internationale Politik H. 10, S. 29-33.
Abstract
Der Autor setzt sich mit dem 'angeblichen Jobwunder' in Deutschland auseinander, welches seiner Meinung nach vor allem daraus resultiert, 'dass Millionen Vollzeitjobs verloren gingen und stattdessen Teilzeitjobs und geringfügige Beschäftigungen geschaffen wurden, von denen sich die Betroffenen nicht einmal ernähren können'. Er stellt weiterhin fest, dass die seit Jahren anhaltende Umverteilung von Arbeits- zu Kapitaleinkommen dazu geführt hat, 'dass die soziale Spaltung in Deutschland in den letzten zwei Dekaden tiefer, flächendeckender und differenzierter geworden ist'. Hinzu kommt die ständige Verdichtung der Arbeit mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Arbeitnehmer. Die Angst vor drohender Arbeitslosigkeit dominiert ihr Leben. Als eine wesentliche Ursache für die skizzierten Entwicklungen betrachtet der Autor das Versagen der Gewerkschaften. Für die Zukunft plädiert er für eine kollektive Arbeitszeitverkürzung als 'Alternative für die Gewerkschaften, um durch Vollbeschäftigung ihre Stärke und Gestaltungskraft zurückzugewinnen'. (IAB)
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Literaturhinweis
Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine neue Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit (2013)
Zitatform
Müller, Kai-Uwe, Michael Neumann & Katharina Wrohlich (2013): Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine neue Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 80, H. 46, S. 3-11.
Abstract
"Umfragen zeigen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele Eltern nach wie vor schwierig ist. Ein Großteil der Eltern wünscht sich eine gleichmäßigere Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit. Finanzielle Gründe sprechen aber häufig für ein klassisches Ein- oder Eineinhalb-Verdiener-Modell. Das DIW Berlin hat im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Hans-Böckler- Stiftung die Wirkungen und Kosten einer neuen familienpolitischen Lohnersatzleistung bei Familienarbeitszeit untersucht, die Eltern bei einer partnerschaftlicheren Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit unterstützen soll. Diese Leistung sollen Eltern von Kindern im Alter zwischen ein und drei Jahren im Anschluss an das Elterngeld erhalten können, wenn beide Partner sich für eine sogenannte reduzierte Vollzeit-Erwerbstätigkeit entscheiden. Damit ist im Folgenden eine Arbeitszeit in Höhe von etwa 80 Prozent einer Vollzeit-Stelle gemeint, was einer Wochenarbeitszeit von zirka 32 Stunden entspricht. Der finanzielle Zuschuss soll sich dabei am Nettoeinkommen der Eltern orientieren und für kleinere Einkommen prozentual größer ausfallen als für höhere. Die Studie zeigt, dass sich der Anteil der Familien, in denen beide Elternteile einer solchen reduzierten Vollzeit-Beschäftigung nachgehen, ausgehend von derzeit einem Prozent nahezu verdoppeln könnte. Die Kosten wären kurzfristig moderat. Es ist allerdings denkbar, dass die neue Leistung dazu beiträgt, die sozialen Normen hinsichtlich der Arbeitsteilung innerhalb der Familie zu verändern, und so mehr Eltern ermutigt, diese Arbeitszeitkombination zu wählen. Dann würden die Kosten der Lohnersatzleistung langfristig steigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Comparisons of weekly hours over the past century and the importance of work-sharing policies in the 1930s (2013)
Zitatform
Neumann, Todd C., Jason E. Taylor & Price Fishback (2013): Comparisons of weekly hours over the past century and the importance of work-sharing policies in the 1930s. In: The American Economic Review. Papers and Proceedings of the Annual Meeting of the American Economic Association, Jg. 103, H. 3, S. 105-110. DOI:10.1257/aer.103.3.105
Abstract
"Changes in the work week drove a larger portion of changes in total labor input during the Great Depression of the 1930s than during other decades. Work-sharing policies appear to be responsible. Herbert Hoover created various work-sharing committees - led by key industrialists - which pushed for shorter work weeks. And Franklin Roosevelt's President's Reemployment Agreement called for sharp cuts in weekly work hours. Spreading available work amongst more people was the goal. During these periods between 50 and 90 percent of declines in labor input were accommodated by falling hours. In recent decades employers have instead relied on layoffs to achieve the same end." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Umsetzung neuer Arbeitszeitmodelle vor dem Hintergrund ihrer Finanzierbarkeit: Expertise für die Projektgruppe 5 "Arbeitswelt, Konsumverhalten und Lebensstile" der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität". Kurzgutachten (2012)
Althammer, Jörg; Sommer, Maximilian; Kühn, Marion;Zitatform
Althammer, Jörg, Marion Kühn & Maximilian Sommer (2012): Umsetzung neuer Arbeitszeitmodelle vor dem Hintergrund ihrer Finanzierbarkeit. Expertise für die Projektgruppe 5 "Arbeitswelt, Konsumverhalten und Lebensstile" der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität". Kurzgutachten. Berlin, 74 S.
Abstract
Das Gutachten untersucht den möglichen Beitrag neuer, flexibler Arbeitsformen und Arbeitszeitmodelle für die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und persönlicher Lebensführung in den verschiedenen Lebensphasen. Zunächst werden die zentralen Entwicklungen der Erwerbsarbeit der vergangenen Jahre dargestellt und auf ihre Implikationen für die Beschäftigten untersucht. Anschließend werden ausgewählte Modelle zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung aufgearbeitet und politische Maßnahmen diskutiert, die den Prozess einer Arbeitszeitflexibilisierung und einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung begleiten können (Telearbeit, Arbeitszeitkonto). Schließlich werden ausgewählte Formen der lohn- und einkommenspolitischen Flankierung dieses Prozesses untersucht. Dabei stehen vor allem die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns und das Modell eines bedingungslosen Grundeinkommens im Vordergrund. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Sommer, Maximilian; -
Literaturhinweis
Was short-time work a miracle cure during the Great Recession?: the case of Germany and Italy (2012)
Arico, Fabio R.; Stein, Ulrike;Zitatform
Arico, Fabio R. & Ulrike Stein (2012): Was short-time work a miracle cure during the Great Recession? The case of Germany and Italy. In: Comparative Economic Studies, Jg. 54, H. 2, S. 275-297. DOI:10.1057/ces.2012.10
Abstract
"This paper considers the use of short-time work (STW) schemes as a device to mitigate the negative effects of the current global recession on employment levels. STW schemes have been regarded as a popular and successful counter-cyclical policy to maintain workers in employment. However, by comparing and contrasting the experience of Germany and Italy, we argue that the effectiveness of STW schemes should only be evaluated in relation to (i) the institutional set-up within which they operate, and (ii) the whole set of labour market policies adopted by each country." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Entwicklung und Perspektiven des deutschen Arbeitsmarktes (2012)
Bellmann, Lutz ; Crimmann, Andreas; Fuchs, Stefan ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Blien, Uwe ; Walwei, Ulrich ; Dieterich, Iris; Stops, Michael ; Ellguth, Peter; Spitznagel, Eugen; Fuchs, Johann ; Schwengler, Barbara; Zika, Gerd ; Scholz, Theresa; Weyh, Antje; Rothe, Thomas ; Gerner, Hans-Dieter; Rhein, Thomas; Feil, Michael; Ludewig, Oliver ; Zapf, Ines ; Kruppe, Thomas ; Dietz, Martin; Konle-Seidl, Regina ; Hecht, Veronika ; Kohaut, Susanne; Fuchs, Michaela ; Klinger, Sabine ;Zitatform
Bellmann, Lutz, Uwe Blien, Andreas Crimmann, Iris Dieterich, Martin Dietz, Peter Ellguth, Michael Feil, Johann Fuchs, Michaela Fuchs, Stefan Fuchs, Hans-Dieter Gerner, Veronika Hecht, Markus Hummel, Sabine Klinger, Susanne Kohaut, Regina Konle-Seidl, Thomas Kruppe, Oliver Ludewig, Thomas Rhein, Thomas Rothe, Theresa Scholz, Barbara Schwengler, Eugen Spitznagel, Michael Stops & Ulrich Walwei, Susanne Wanger, Gerd Zika, Antje Weyh & Ines Zapf (Mitverf.) (2012): Entwicklung und Perspektiven des deutschen Arbeitsmarktes. In: H. Brücker, S. Klinger, J. Möller & U. Walwei (Hrsg.) (2012): Handbuch Arbeitsmarkt 2013 : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 334), S. 13-92, 2012-07-16. DOI:10.3278/300776w013
Abstract
"Das Kapitel widmet sich der Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes in den Jahren 2006 bis Mitte 2011 - Jahren, in denen die wirtschaftliche Entwicklung durch außergewöhnliche Schwankungen geprägt war. Zunächst führte ein kräftiger Wirtschaftsaufschwung in Verbindung mit den positiven Wirkungen der Hartz-Reformen zu einem deutlichen Beschäftigungsplus: Es entstand mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als in früheren Aufschwungphasen, häufiger auch in Vollzeit. Dem Aufschwung folgte die schärfste Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik - die aber auf dem Arbeitsmarkt bemerkenswert wenig Spuren hinterließ, wie der Vergleich mit früheren Abschwungphasen, aber auch mit anderen Volkswirtschaften zeigt. Nach der Krise 2008/09 erholte sich die deutsche Wirtschaft rasch und im Jahr 2011 war die Lage auf dem Arbeitsmarkt sogar besser als vor der Krise.
Der zweite Abschnitt dieses Kapitels beleuchtet die Entwicklung des Arbeitsmarktes jeweils für die drei konjunkturellen Phasen, in denen sich die wirtschaftliche Entwicklung von 2006 bis 2011 vollzogen hat: der Aufschwung von 2006 bis zum ersten Quartal 2008, die scharfe, aber kurze Rezession zwischen dem zweiten Quartal 2008 und dem ersten Quartal 2009 sowie die Erholung und der erneute Aufschwung zwischen dem zweiten Quartal 2009 und dem dritten Quartal 2011. Dabei wird die Entwicklung des Arbeitsangebots, der Arbeitsnachfrage und der Unterbeschäftigung skizziert. Besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung der Arbeitszeit und auf regionale Unterschiede gelegt. Eingehender analysiert werden auch die hohe Dynamik, mit der Beschäftigungsverhältnisse im Allgemeinen entstehen und verschwinden und mit der Personen in Arbeitslosigkeit wechseln bzw. diese verlassen, sowie die zunehmende Bedeutung atypischer Erwerbsformen.
Den Auswirkungen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 auf den deutschen Arbeitsmarkt kommt in diesem Kapitel besondere Aufmerksamkeit zu. Das Zusammentreffen kurz- und langfristig wirksamer Effekte macht sie zu einem singulären Ereignis, aus dem sich dennoch einige Schlussfolgerungen für die Zukunft ziehen lassen. Deshalb werden im Abschnitt 3 die Instrumente und Strategien analysiert, die den Arbeitsmarkt während der Krise stützen sollten bzw. gestützt haben. Dazu gehören die Konjunkturprogramme ebenso wie die unternehmerische Entscheidung, Arbeitskräfte zu halten, flexible Modelle der Arbeitszeitgestaltung und das im internationalen Maßstab gut funktionierende System der Sozialpartnerschaft." (Textauszug, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Bellmann, Lutz ; Fuchs, Stefan ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Walwei, Ulrich ; Stops, Michael ; Schwengler, Barbara; Zika, Gerd ; Weyh, Antje; Ludewig, Oliver ; Dietz, Martin; Konle-Seidl, Regina ; Kohaut, Susanne; Fuchs, Michaela ;Weiterführende Informationen
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Effects of reduction in working hours on a model with job creation and job destruction (2012)
Domínguez, Emilio; Zabaleta, Idoia; Ullibarri, Miren;Zitatform
Domínguez, Emilio, Miren Ullibarri & Idoia Zabaleta (2012): Effects of reduction in working hours on a model with job creation and job destruction. In: Applied Economics, Jg. 44, H. 7, S. 917-932. DOI:10.1080/00036846.2010.526583
Abstract
"This article shows how, with certain modifications to a standard Real Business Cycle (RBC) model, and with certain qualified responses in the short and long term, a policy of reduction in the number of working hours can have positive effects on activity and employment. The modifications required to bring about these results include specification of the working day, existence of the creation and destruction of employment and differentiation between inactivity and unemployment. Results reveal that any measures taken to reduce the number of working hours must take into consideration the productivity levels of working hours, to thus ensure that the consequences of such a policy are positive not only for employment but also in all other macroeconomic variables." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Reduction of working hours as a policy of work sharing in the face of an economic crisis (2011)
Dominguez, E.; Zabaleta, I.; Ullbarri, M.;Zitatform
Dominguez, E., M. Ullbarri & I. Zabaleta (2011): Reduction of working hours as a policy of work sharing in the face of an economic crisis. In: Applied Economics Letters, Jg. 18, H. 7, S. 683-686. DOI:10.1080/13504851.2010.485924
Abstract
"In times of economic crisis, with a high unemployment rate expected to continue rising, governments such as those of the European countries which establish the number of hours to be worked can share out work by reducing the length of the working week. This article constructs a general equilibrium model in which the effects of reduction in working hours on the main macroeconomic variables are studied. To do so, the model includes two important new features with regard to the production function: a parameter measuring the productivity of working hours and another parameter of adjustment costs measuring the unproductive time in the course of the working day. Results show that the employment level always improves as the length of the working week is reduced but also reveal an inflection point in terms of the productivity of working hours, below which a reduction in the number of working hours improves the results of macroeconomic variables and above which this policy aggravates the economic situation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Worktime regulations and spousal labor supply (2011)
Goux, Dominique; Maurin, Eric; Petrongolo, Barbara;Zitatform
Goux, Dominique, Eric Maurin & Barbara Petrongolo (2011): Worktime regulations and spousal labor supply. (CEP discussion paper 1096), London, 56 S.
Abstract
"We investigate cross-hour effects in spousal labor supply exploiting independent variation in hours worked generated by the introduction of the short workweek in France in the late 1990s. We find that female and male employees treated by the shorter legal workweek reduce their weekly labor supply by about 2 hours, and do not experience any reduction in their monthly earnings. While wives of treated men do not seem to adjust their working time at either the intensive or extensive margins, husbands of treated wives respond by cutting their labor supply by about half an hour to one hour per week, according to specifications and samples. Further tests reveal that husbands' labor supply response did not entail the renegotiation of usual hours with employers or changes in earnings, but involved instead a reduction in (unpaid) work involvement, whether within a given day, or through an increase in the take-up rate of paid vacation and/or sick leave. These margins of adjustment are shown to have no detrimental impact on men's (current) earnings. The estimated cross-hour effects are consistent with the presence of spousal leisure complementarity for husbands, though not for wives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Worktime regulations and spousal labour supply (2011)
Goux, Dominique; Petrongolo, Barbara; Maurin, Eric;Zitatform
Goux, Dominique, Eric Maurin & Barbara Petrongolo (2011): Worktime regulations and spousal labour supply. (IZA discussion paper 5639), Bonn, 43 S.
Abstract
"We investigate spillovers in spousal labour supply exploiting independent variation in hours worked generated by the introduction of the shorter workweek in France in the late 1990s. We find that female and male employees treated by the shorter legal workweek reduce their weekly labour supply by about 2 hours, and do not experience any reduction in their monthly earnings. While wives of treated men do not seem to adjust their working time at either the intensive or extensive margins, husbands of treated wives respond by cutting their workweek by about half an hour to one hour, according to specifications and samples. In particular, managers and professionals respond much more strongly to the shorter legal workweek in their wives' firms than men in lower occupations. These effects are consistent with the presence of significant cross-hour effects on labour supply for husbands, though not for wives." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mit Arbeitszeitverkürzung zu wünschenswerter Arbeitskräfteknappheit (2011)
Marterbauer, Markus;Zitatform
Marterbauer, Markus (2011): Mit Arbeitszeitverkürzung zu wünschenswerter Arbeitskräfteknappheit. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 34, H. 2, S. 17-32.
Abstract
"Arbeitskräfteknappheit taucht vor allem wegen der Alterung der Gesellschaft in der wirtschaftspolitischen Debatte vermehrt als angebliches Problem auf. Tatsächlich wächst die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter noch bis etwa ins Jahr 2020, um daraufhin leicht zurückzugehen. Doch diese Entwicklung sollte nicht als Bedrohung, sondern als Chance gesehen werden, denn sie ermöglicht vielen Menschen, Arbeit zu finden, denen das bislang nicht gelungen ist; darunter vor allem Arbeitslose, Frauen, Ältere und Migranten. Insgesamt besteht bei diesen sozialen Gruppen ein realistisches Beschäftigungspotenzial von bis zu 700.000 Personen. Um dieses Potenzial zu nutzen, sind allerdings verstärkte Anstrengungen der Wirtschaftspolitik notwendig: Bessere Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen, Ausbau der Kindergärten und Krippen, Aufbau eines sozialen Pflegesystems, Verbesserung der Gesundheitsvorsorge vor allem in Problemberufen, Verstärkung der Anreize für Dienstnehmer und Dienstgeber, frühen Pensionsantritt zu vermeiden, Verstärkung der Integrationspolitik. Arbeitskräfteknappheit ist heute in der öffentlichen Debatte negativ besetzt; in den 1970er Jahren hingegen bezeichnete man die gleiche Situation als Vollbeschäftigung und sie bildete das wichtigste Ziel der Wirtschaftspolitik. Deshalb sollte eher nach Möglichkeiten gesucht werden, der hohen Arbeitslosigkeit und die Unterbeschäftigung von Frauen und Älteren mit aktiver Beschäftigungspolitik zu begegnen. Eine Verkürzung der geleisteten Arbeitszeit bildet dafür ein wichtiges Instrument. Sie würde es vor allem auch den Beschäftigten ermöglichen, die Früchte des hohen gesellschaftlichen Wohlstandes nicht nur in Form von hohen Realeinkommen, sondern auch durch mehr Freizeit und einen Gewinn an Lebensqualität genießen zu können. Bei der Verkürzung der Arbeitszeit ist Österreich in den letzten Jahren im internationalen Vergleich deutlich ins Hintertreffen geraten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Modellgestützte Simulationsstudien zu den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Umsetzung von Varianten einer innovativen Konzeption altersunabhängig geförderter Teilzeit: Simulationsrechnungen von Szenarien geförderter Teilzeit auf der Basis eines Vorschlages der Arbeitnehmerkammer Bremen für ein "Gesetz zur Beschäftigungsförderung durch Arbeitsumverteilung". Abschlussbericht (2010)
Bartsch, Klaus;Zitatform
Bartsch, Klaus (2010): Modellgestützte Simulationsstudien zu den gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Umsetzung von Varianten einer innovativen Konzeption altersunabhängig geförderter Teilzeit. Simulationsrechnungen von Szenarien geförderter Teilzeit auf der Basis eines Vorschlages der Arbeitnehmerkammer Bremen für ein "Gesetz zur Beschäftigungsförderung durch Arbeitsumverteilung". Abschlussbericht. Düsseldorf, 156 S.
Abstract
"In der Simulation ergab sich, dass der Gesetzesvorschlag "Gesetz zur Beschäftigungsförderung durch Arbeitsumverteilung" (GBA) zu eng gefasst wäre, um substantielle Beschäftigungseffekte zu erzielen. Die betriebliche Anwendbarkeit würde sich mit kurzen Vertragslaufzeiten stark auf einen kleinen Kreis von Un- und Angelernten fokussieren.
Die größten Beschäftigungseffekte (etwa 200.000 Personen) mit dem höchsten Anteil an sozial abgesicherten Arbeitsverhältnissen ließen sich erzielen,
(1) wenn die maximale Vertragslaufzeit sich an derjenigen der nun obsoleten geförderten Altersteilzeit orientieren würde, so dass verstärkte betriebliche Anreize zur Nutzung eines GBA auch für qualifizierte Beschäftigte entstehen.
(2) wenn die Finanzierung eines GBA für die Bundesagentur für Arbeit in etwa kostenneutral erfolgt, auch wenn Arbeitslose des Rechtskreises SGB II gemäß ihres Anteils an der Gesamtarbeitslosigkeit vermittelt werden, so dass sonst fällige Anhebungen des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung vermieden werden.
Trotz der damit verknüpften Bezuschussung der BA durch den Bund verbessern sich die Finanzierungsverhältnisse des Staates infolge der induzierten Mehreinkommen und zusätzlicher Steuern und Sozialabgaben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitszeitverkürzung zur Umverteilung von Arbeit: internationale Beispiele (2010)
Zitatform
Flecker, Jörg, Annika Schönauer, Christoph Hermann & Bernadette Allinger (2010): Arbeitszeitverkürzung zur Umverteilung von Arbeit. Internationale Beispiele. (FORBA-Forschungsbericht 2010,01), Wien, 52 S.
Abstract
"Durch die Auswirkungen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt in Form stark steigender und vermutlich längere Zeit anhaltender Arbeitslosigkeit rückt die Sicherung von Beschäftigung durch eine Verkürzung und Umverteilung von Arbeitszeit wieder stärker in das öffentliche und politische Interesse. Innerhalb der Europäischen Union gibt es recht unterschiedliche nationale Traditionen und Erfahrungen, was die Verkürzung und Umverteilung von Arbeitszeit betrifft. Eine große Bandbreite an individuellen und kollektiven Maßnahmen wurde über viele Jahre mit unterschiedlichem Erfolg durchgeführt. Im Jahr 2001 legte FORBA einen vom Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Auftrag gegebenen Bericht vor, der eine Übersicht der arbeitszeitpolitischen Maßnahmen insbesondere des Staates in ausgewählten Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union enthielt (Flecker et al. 2001). Es wurden darin insbesondere die Entstehungsbedingungen, die Umsetzung und die Wirkungen von Arbeitszeitverkürzung, -umverteilung und - flexibilisierung beschrieben. In der aktuellen Diskussion in Österreich besteht großes Interesse an den Maßnahmen und Erfahrungen in anderen Ländern. Ziel des Papiers ist es, ausgewählte Teile des genannten Berichts zu aktualisieren und neuere Entwicklungen darzustellen. Der Bericht basiert auf einer Literaturrecherche, auf der Auswertung von Datenbanken, wie dem European Industrial Relations Observatory (EIRO), einer E-Mail-Umfrage unter Delegierten von EUROCADRES und ergänzenden Informationen von weiteren ExpertInnen in den ausgewählten Ländern. Im ersten Abschnitt werden Reaktionen auf die Krise, insbesondere Kurzarbeit, beschrieben. Im zweiten Teil folgen Beispiele für die Verkürzung der Arbeitszeit durch Maßnahmen zur Gestaltung der Lebensarbeitszeit. Der dritte Teil behandelt die Verkürzung der Wochenarbeitszeit und die Begrenzung von Überstunden und der vierte Teil befasst sich mit der Differenzierung der Arbeitszeit, also der unterschiedlichen Regelung der Arbeitszeit für verschiedene Gruppen von Beschäftigten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitentwicklung und Krise - eine Zwischenbilanz: IAQ-Arbeitszeit-Monitor 2010 (2010)
Franz, Christine; Lehndorff, Steffen;Zitatform
Franz, Christine & Steffen Lehndorff (2010): Arbeitszeitentwicklung und Krise - eine Zwischenbilanz. IAQ-Arbeitszeit-Monitor 2010. (IAQ-Report 2010-07), Essen, 12 S. DOI:10.17185/duepublico/45648
Abstract
"In den Krisenjahren 2008/2009 haben Arbeitszeitverkürzungen in Deutschland wesentlich zur Sicherung von Arbeitsplätzen beigetragen. Bis zum Tiefpunkt der Krise im zweiten Quartal 2009 war die tatsächliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten um fast 1,4 Wochenstunden gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen. In exportorientierten Branchen wie der Metallindustrie betrug die Arbeitszeitverkürzung im selben Zeitraum sogar drei Stunden. Im Durchschnitt der EU war dieser Verkürzungseffekt wesentlich geringer. Dies zeigt eine Auswertung von Daten der Europäischen Arbeitskräftestichprobe durch das IAQ. Kurzarbeit war dabei nur eines von mehreren Instrumenten der Arbeitszeitverkürzung. Formen individueller Arbeitszeitverkürzung wie der Abbau von Überstunden und von Guthaben auf Arbeitszeitkonten leisteten zusammengenommen sogar einen noch größeren Beitrag. Diese 'Puffer-Funktion' von Arbeitszeitkonten mag einerseits hilfreich erscheinen, doch andererseits darf nicht übersehen werden, dass die Zeit-Guthaben zu einem beträchtlichen Teil im vorausgegangenen Aufschwung zu Lasten der Schaffung zusätzlicher Beschäftigung angesammelt wurden. Der Trend zu längeren Arbeitszeiten von Vollzeitbeschäftigten (bis auf 40,4 Stunden in 2008) ist zwar durch die Krise zunächst jäh unterbrochen worden. Doch seit dem dritten Quartal 2009 haben sich die durchschnittlichen Arbeitszeiten bis zum ersten Quartal 2010 wieder bis auf 0,5 Stunden an das Vorkrisenniveau angenähert. In diesem neuerlichen Anstieg der Arbeitszeiten drückt sich nicht allein der Rückgang der Kurzarbeit aus. Es deutet sich auch ein Rückfall in die Praxis der Überstundenarbeit und des Aufbaus von Guthaben auf Arbeitszeitkonten an, die bereits in den Jahren vor der Krise den Beschäftigungsaufbau erkenn-bar gebremst hatte. Sollte sich diese Tendenz verfestigen, droht dies die Be-schäftigungswirksamkeit des beginnenden Aufschwungs ernsthaft zu behindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitkonflikte: Renaissance der Arbeitszeitpolitik (2010)
Groß, Hermann; Klier, Alexander; Wirtz, Anna; Kümmerling, Angelika; Seifert, Hartmut; Lehndorff, Steffen; Browatzki, Daniela; Mückenberger, Ulrich; Haipeter, Thomas ; Nachreiner, Friedhelm; Holst, Elke; Pfahl, Svenja; Wotschack, Philip ; Reuyß, Stefan; Dittmar, Ole; Rinderspacher, Jürgen P.; Jurczyk, Karin; Schomann, Carsten; Herzog-Stein, Alexander ; Wagner, Hilde; Beermann, Beate; Wiedemuth, Jörg;Zitatform
Groß, Hermann & Hartmut Seifert (Hrsg.) (2010): Zeitkonflikte. Renaissance der Arbeitszeitpolitik. (Forschungen aus der Hans-Böckler-Stiftung 115), Berlin: Edition Sigma, 379 S.
Abstract
"Arbeitszeitpolitik erlebt eine unerwartete Renaissance. Kräftige Arbeitszeitverkürzungen haben den Arbeitsmarkt vor einem Debakel infolge der Mitte 2008 hereingebrochenen Wirtschaftskrise bewahrt. Deren Beschäftigungswirksamkeit steht nach jahrelanger Kritik außer Frage. Dieser erstaunliche Stimmungswandel bietet Anlass, die Arbeitszeit generell auf den Prüfstand zu stellen; einen Beitrag hierzu leisten die Aufsätze dieses Sammelbandes. Sie analysieren nicht nur die Rolle der Arbeitszeit in der Krise, sondern erweitern die Perspektive und thematisieren deren gesellschafts-, arbeits- und sozialpolitische Funktionen. Sie beschreiben die Entwicklungsmuster während der letzten Jahre, zeigen dadurch verursachte Zeitkonflikte auf und diskutieren arbeitszeitpolitische Handlungsperspektiven. Ein zentrales Fazit lautet, dass sich durch die bis zum Krisenbeginn andauernden Trends zu verlängerten und sozial wenig verträglichen Arbeitszeiten während der Nacht und im Schichtbetrieb massive Zeitkonflikte aufgestaut haben. Diese Zeitmuster sind weder geschlechter-, noch familien- oder alternsgerecht. Deshalb plädieren die Beiträge für ein generelles zeitpolisches Neuarrangement und entwerfen alternative Konzepte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Deutsches "Beschäftigungswunder" und flexible Arbeitszeiten (2010)
Zitatform
Herzog-Stein, Alexander & Hartmut Seifert (2010): Deutsches "Beschäftigungswunder" und flexible Arbeitszeiten. (WSI-Diskussionspapier 169), Düsseldorf, 24 S.
Abstract
"In der schärfsten Nachkriegskrise erweist sich der Arbeitsmarkt in Deutschland als wesentlich robuster als in anderen von der weltweiten Krise betroffenen Ländern. Neben dem offensiven Einsatz öffentlich geförderter Kurzarbeit fangen flexible Arbeitszeiten stärker als in früheren konjunkturellen Abschwüngen den ansonsten kaum vermeidbaren Beschäftigungseinbruch auf. Das Diskussionspapier zeichnet zunächst das bisherige Entwicklungsmuster der Arbeitszeitflexibilisierung nach und beschreibt die veränderte Rolle der Arbeitszeit in der aktuellen Wirtschaftskrise im Vergleich zu früheren Abschwungphasen. So erfolgreich dieser Weg auch ist, so stößt er doch an Grenzen. Die Instrumentenpalette wurde gegenüber früheren Konjunkturabschwüngen zwar deutlich erweitert, die beschäftigungsstabilisierende Wirkung einiger Instrumente ist aber zeitlich begrenzt. Was aber kommt, wenn diese Instrumente stumpf werden und der konjunkturelle Aufschwung nicht ausreicht, die vorhandenen Arbeitskräfte zu beschäftigen? Es könnte die Stunde weiterer Arbeitszeitverkürzungen werden. Der Beitrag greift diese Überlegung auf und trägt einige Anregungen zu dieser Debatte bei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Krisenmanagement über Variationen des Arbeitsvolumens?: Reichweite, Grenzen und Nebenfolgen (2010)
Klös, Hans-Peter; Schäfer, Holger;Zitatform
Klös, Hans-Peter & Holger Schäfer (2010): Krisenmanagement über Variationen des Arbeitsvolumens? Reichweite, Grenzen und Nebenfolgen. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 19, H. 2/3, S. 132-146. DOI:10.1515/arbeit-2010-2-306
Abstract
"Der Arbeitsmarkt in Deutschland wurde bisher in weitaus weniger sichtbarem Maße von der Wirtschaftskrise getroffen als vielfach erwartet. Dies lag an der umfänglichen Nutzung interner numerischer Flexibilitätsinstrumente. Doch diese Strategie - die mit der demografischen Entwicklung und der Regulierung externer Flexibilität gut begründbar ist - hat ihren Preis in Form von Beschäftigungsverlusten in der Zeitarbeit, steigenden Lohnstückkosten und fiskalischen Belastungen. Der Weg aus der Krise muss daher von Bemühungen begleitet sein, die Flexibilität des Arbeitsmarktes weiter zu stärken, um die Verstetigung dieser negativen Effekte zu verhindern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
How working time reduction affects jobs and wages (2010)
Zitatform
Raposo, Pedro S. & Jan C. van Ours (2010): How working time reduction affects jobs and wages. In: Economics Letters, Jg. 106, H. 1, S. 61-63. DOI:10.1016/j.econlet.2009.10.001
Abstract
"In 1996, by law the maximum standard workweek in Portugal was reduced from 44 h to 40 h. We find that for workers involved this change reduced the job separation rate and increased hourly wages, keeping monthly earnings approximately constant. The working hours reduction also affected workers working less than 40 h per week; they were more likely to lose their job." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Abnahme der Arbeitszeit - ein säkularer Trend (2010)
Schildt, Gerhard;Zitatform
Schildt, Gerhard (2010): Die Abnahme der Arbeitszeit - ein säkularer Trend. In: M. Franzmann (Hrsg.) (2010): Bedingungsloses Grundeinkommen : eine Antwort auf die Krise der Arbeitsgesellschaft, S. 127-164.
Abstract
Der Verfasser zeigt zunächst, welche Menge an Arbeit seit der Industrialisierung in Deutschland geleistet werden musste. Ausgehend vom Arbeitsvolumen des Jahres 1882 beschreibt er die Entwicklung bis ins Jahr 2002. Er konstatiert einen Trend zur Reduzierung des Arbeitsvolumens, der bereits im 19. Jahrhundert wirksam war. Dieser Trend ist das Ergebnis paralleler Bemühungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Dennoch ist in dieser Zeit die Produktion in Deutschland wettbewerbsfähig geblieben und das Bruttosozialprodukt gestiegen. Lohnsenkungen könnten ein weiteres Absinken des Arbeitsvolumens verlangsamen. Senkungen der Arbeitszeit würden mit dem Absinken des Arbeitsvolumens einher gehen und die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Der Trend zur langfristigen Senkung des Arbeitsvolumens erfordert eine gleichmäßigere Verteilung der Arbeit und damit eine Verkürzung der Arbeitszeit. (IAB)
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Using Alsace-Moselle local laws to build a difference-in-differences estimation strategy of the employment effects of the 35-hour workweek regulation in France (2009)
Zitatform
Chemin, Matthieu & Etienne Wasmer (2009): Using Alsace-Moselle local laws to build a difference-in-differences estimation strategy of the employment effects of the 35-hour workweek regulation in France. In: Journal of labor economics, Jg. 27, H. 4, S. 487-524. DOI:10.1086/605426
Abstract
"France's 1998 implementation of the 35-hour workweek has been one of the greatest regulatory shocks on labor markets. Few studies evaluate the impact of this regulation because of a lack of identification strategies. For historical reasons due to the way Alsace-Moselle was returned to France in 1918, the implementation of France's 35-hour workweek was less stringent in that region than in the rest of the country, which is confirmed by double and triple differences. Yet it shows no significant difference in employment with the rest of France, which casts doubt on the effectiveness of this regulation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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30-Stunden-Woche: das Normalarbeitsverhältnis der Zukunft? (2009)
Hinz, Silke K. B.;Zitatform
Hinz, Silke K. B. (2009): 30-Stunden-Woche: das Normalarbeitsverhältnis der Zukunft? Tönning: Der Andere Verlag, 248 S.
Abstract
"In diesem Buch wird der Fragestellung nachgegangen, ob eine 30-Stunden-Woche das Normalarbeitsverhältnis der Zukunft sein wird bzw. sein kann und wie sich eine stufenweise Einführung der 30-Stunden-Woche auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken könnte. Anhand einer empirischen Untersuchung zu Arbeitszeitwünschen und Akzeptanz einer 30-Stunden-Woche wird dargestellt, ob die vorgeschlagenen Änderungen und die Einführung einer 30-Stunden-Woche überhaupt realisierbar wären und von der Bevölkerung positiv aufgenommen würden. Ferner sollen weitere gesellschaftliche Aspekte im Zusammenhang mit der Einführung einer 30-Stunden-Woche betrachtet werden, wobei Veränderungen der Geschlechterverhältnisse und Familienmodelle, Aspekte wie Gleichstellung, beruflicher Wiedereinstieg und Kinderbetreuungsmöglichkeiten ebenso Berücksichtigung finden wie mögliche Auswirkungen auf die Alterssicherung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The work-and-spend cycle in a globalized world (2009)
Zitatform
Knell, Markus (2009): The work-and-spend cycle in a globalized world. In: Economics Bulletin, Jg. 29, H. 1, S. 492-499.
Abstract
"In this paper we show that globalization might cause an inefficient reduction of working time regulation. The argument rest on the assumption that people care about their relative standing and that national policymakers fail to completely internalize the consumption externality of the increasingly international reference standards." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Schritte aus der Krise: Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn, Grundeinkommen: drei Projekte, die zusammengehören. Reader der Attac AG ArbeitenFairTeilen (2009)
Krull, Stephan; Massarrat, Mohssen; Steinrücke, Margareta;Zitatform
Krull, Stephan, Mohssen Massarrat & Margareta Steinrücke (Hrsg.) (2009): Schritte aus der Krise. Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn, Grundeinkommen: drei Projekte, die zusammengehören. Reader der Attac AG ArbeitenFairTeilen. Hamburg: VSA-Verlag, 95 S.
Abstract
"Die Autorinnen und Autoren verbinden Forderungen wie Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung, Strategien der Arbeitsumverteilung, Grundeinkommen und geschlechtergerechte Arbeitsverhältnisse zu einem gesellschaftspolitischen Gesamtkonzept. Die Arbeitszeit gewinnt für alle an Bedeutung. Sozialbewegungen, Kirchen, Frauenbewegung und andere streben das gleiche Ziel an. Deshalb ist es sinnvoll, dazugehörige Projekte gemeinsam zu diskutieren: Geschlechtergerechtigkeit, Anspruch auf ein Leben in Würde, demografische Entwicklung und Gesundheit. Arbeitszeitverkürzung erfordert zudem einen Mindestlohn als Schutz vor Lohnsenkung und eine armutsfeste Grundsicherung. Arbeitszeitverlängerungen müssen entschlossen zurückgewiesen werden. Vom Parlament verlangen die AutorInnen ein Gesetz, um freiwillige Arbeitszeitverkürzung zu ermöglichen. Das Arbeitsvolumen wird weiter sinken. Der Traum der Menschen, für ein gutes Leben weniger hart arbeiten zu müssen, wird wahr; dadurch wird die Umwelt geschont und mehr Zeit gewonnen zum Leben, Lernen, Lieben und Lachen!" (Autorenreferat, IAB-Doku)
Stephan Krull: Einleitung: 30 Stunden arbeiten statt 40 Stunden arbeitslos (8-10);
Attac-AG ArbeitFairTeilen: ArbeitFairTeilen. Mindestlohn, Grundeinkommen: Eine Allianz für Gute Arbeit und ein Leben in Würde! Drei Forderungen und drei Bewegungen, die zusammengehören. Ein Verständigungs- und Orientierungspapier (12-20);
Mohssen Massarrat: Allianz für Gute Arbeit und ein Leben in Würde. Schlüsselrolle: Vollbeschäftigung neuen Typs (21-26);
Sabine Gruber: ArbeitFairTeilen - Eine Einführung (27-42);
Stephan Krull: Der Kampf um die Zeit: für einen neuen Anlauf zur Arbeitszeitverkürzung (43-53);
Margareta Steinrücke: Arbeitszeitverkürzung aus geschlechterpolitischer Perspektive (54-64);
Klaus Dräger: Die Demonstrationen haben genutzt! Die Nichtrevision der EU-Arbeitszeitrichtlinie (65-73);
Teil II: Forumsbeiträge
Mohssen Massarrat: Reiche aller Länder, bereichert Euch! Warum es falsch ist, die Finanzkrise isoliert zu sehen (76-80);
Klaus Pickshaus: Arbeitszeitverkürzung - nur eine Erinnerung aus der Vergangenheit? Wir brauchen eine gesetzliche Höchstarbeitszeit (81-85);
Peter Grottian u.a.: Ein Programm für wahrhaft Bedürftige! (86-87);
Eckhard Spoo: Gewerkschafter, handelt! (88-90);
Mohssen Massarrat: 30-Stunde-Woche: Das Gebot der Stunde (91-93). -
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The 35-hour workweek in France: straightjacket or welfare improvement? (2008)
Estevao, Marcello; Sa, Filipa;Zitatform
Estevao, Marcello & Filipa Sa (2008): The 35-hour workweek in France. Straightjacket or welfare improvement? In: Economic policy, Jg. 23, H. 55, S. 417-463.
Abstract
"Workweek reduction laws may be beneficial if market interactions do not fully take into account the preferences reflected in declining secular trends in working hours. The most recent law in France shortened the workweek from 39 to 35 hours in 2000 for large firms, and in 2002 for small firms. Analysing differences between large and small firm employees before and after the law, we find that aggregate employment was unaffected but labour turnover increased, as firms shed workers who became more expensive. Survey responses indicate that the welfare impact of the law was different across groups of workers: women but not men may have benefited from coordination to a shorter workweek, and there is also evidence of negative welfare effects for managers, possibly due to the law's administrative burden." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Elternzeit - Teilzeit - Aus(zeit)? Teilzeitrechte in Führungspositionen (2008)
Koch, Angelika;Zitatform
Koch, Angelika (2008): Elternzeit - Teilzeit - Aus(zeit)? Teilzeitrechte in Führungspositionen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 11/12, S. 612-618. DOI:10.5771/0342-300X-2008-11-612
Abstract
"Ungeachtet der zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen ist ihre Gleichstellung in der Erwerbssphäre nicht eingelöst. In der politischen und wissenschaftlichen Diskussion um Chancengleichheitspolitik und die Modelle der gesellschaftlichen Organisation von Arbeit spielt die Forderung nach einer besseren Kombination von Erwerbstätigkeit und Familienarbeit seit Jahrzehnten eine zentrale Rolle. 2001 traten mit dem Bundeserziehungsgeld- und dem Teilzeit- und Befristungsgesetz erstmals Teilzeitrechte in Kraft, die es Beschäftigten ermöglichen sollten, ihre Arbeitszeit in der Elternzeit oder in weiteren Phasen der Kinderbetreuung zu reduzieren. Mit diesen Rechten wurde der Anspruch auf eine parallele Kombination von Erwerbstätigkeit und Familie bis in hoch qualifizierte Positionen normiert. Wie gehen Personalverantwortliche mit den Arbeitszeitrechten für den Führungskräftebereich um, dem Segment, in dem entgrenzte Arbeitszeiten zur betrieblichen Normalität gehören? Wo liegen Barrieren, wo Potenziale der neuen Normen in der betrieblichen Praxis? Der Beitrag stellt empirische Forschungsergebnisse einer qualitativen Befragung von Managern aus Unternehmen der Privatwirtschaft vor." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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How working time reduction affects employment and earnings (2008)
Zitatform
Raposo, Pedro & Jan C. van Ours (2008): How working time reduction affects employment and earnings. (IZA discussion paper 3723), Bonn, 20 S.
Abstract
"December 1, 1996 Portugal introduced a new law on working hours which gradually reduced the standard workweek from 44 hours to 40 hours. We study how this mandatory working hours reduction affected employment and earnings of workers involved. We find for workers who were affected by the new law that working hours decreased, while hourly wages increased, keeping monthly earnings approximately constant. We also find that the working hours reduction did not lead to an increased job loss of workers directly affected. Finally, we find that workers who themselves were not directly affected were influenced by the working hours reduction indirectly. If they worked in a firm with many workers working more than 40 hours before the change in law was introduced." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Did work-sharing work in France?: evidence from a structural co-integrated VAR model (2008)
Schreiber, Sven;Zitatform
Schreiber, Sven (2008): Did work-sharing work in France? Evidence from a structural co-integrated VAR model. In: European journal of political economy, Jg. 24, H. 2, S. 478-490. DOI:10.1016/j.ejpoleco.2007.11.004
Abstract
"French employment increased significantly after a labor-market reform in 2000. This paper analyzes whether that development was driven by work-sharing (the mandated reduction of the workweek length) as claimed by the government. We use a structural VAR model in error correction form (SVECM) to assess the impact of shocks to the workweek length. It turns out that downward workweek shocks actually had adverse employment effects. We conclude that other reform components were responsible for the employment success in France, namely reduced non-wage labor costs and possibly higher firm-level flexibility of temporarily adjusting the workweek." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zeit ist Geld: Ökonomische, ökologische und soziale Grundlagen von Arbeitszeitverkürzung: ein Projekt der Arbeitnehmerkammer Bremen und des Internationalen Studiengangs Politikmanagement der Hochschule Bremen (2008)
Zimpelmann, Beate; Holtrup, André; Holtrup, André; Holtrup, André; Endl, Hans-L.; Holtrup, André; Holtrup, André; Holtrup, André; Holtrup, André;Zitatform
Zimpelmann, Beate & Hans-L. Endl (Hrsg.) (2008): Zeit ist Geld: Ökonomische, ökologische und soziale Grundlagen von Arbeitszeitverkürzung. Ein Projekt der Arbeitnehmerkammer Bremen und des Internationalen Studiengangs Politikmanagement der Hochschule Bremen. Hamburg: VSA-Verlag, 139 139 S.
Abstract
"Ein Märchen geht um in Deutschland: Arbeitszeitverlängerungen seien eine Wohltat für die Wirtschaft. Sie sollen Kosten senken, den Absatz und die Produktivität steigern, ja sogar Arbeitsplätze schaffen. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall: Die behaupteten Effekte können nur durch Arbeitszeitverkürzung erzielt werden. Seit Mitte der 1970er Jahre gehört hohe Arbeitslosigkeit zur politischen Realität in Deutschland. Auch wenn die Arbeitslosenzahlen in konjunkturellen Hochphasen zeitweilig sinken, ist eine Entwicklung in den letzten Jahrzehnten unübersehbar: Es hat sich eine Unterbeschäftigung aufgebaut, die viele Menschen umfasst. Die derzeitige konjunkturelle Krise verschärft dies noch. Die Zusammenhänge zwischen Arbeitszeit, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Wachstum und Umwelt erläutern in diesem Band namhafte Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und stellen sie mit entsprechenden Vorschlägen zur Diskussion. Deutlich wird die Notwendigkeit des Umsteuerns von unserer industrieökonomisch geprägten Wachstumsgesellschaft zu einer nachhaltigen Gesellschaft, in der Ökonomie, Ökologie und Soziales zusammenpassen. Eine radikale und konsequente Arbeitszeitverkürzung schafft Voraussetzungen dafür." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Hans-L. Endl: Vorwort (7);
Margareta Steinrücke, Beate Zimpelmann: Einleitung (9-16);
Rudolf Hickel: Kürzer arbeiten - besser für die Volkswirtschaft. Gesamtwirtschaftliche Gründe für Arbeitszeitverkürzung (17-35);
Hartmut Seifert: Kürzer arbeiten - besser für den Arbeitsmarkt. Arbeitszeitverkürzung, Produktivität und Arbeitslosigkeit (37-53);
Adelheid Biesecker: Kürzer arbeiten - besser für die Umwelt. Arbeitszeitverkürzung und Ökologie (55-75);
Steffen Lehndorff: Kürzer arbeiten - besser für Europa. Arbeitszeit im Standortwettbewerb (77-91);
Katja Barloschky: Kürzer arbeiten - besser für Männer und Frauen. Arbeitszeitnöte - Arbeitszeitwünsche: Kritische Bestandsaufnahme und Alternativen zur Politik der Angst (93-109);
André Holtrup, Helmut Spitzley: Kürzer arbeiten - besser für alle. 'Kurze Vollzeit' und 'Vollbeschäftigung neuen Typs' - ökonomische Grundlagen und soziale Chancen (111-139). -
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The effect of working time reduction on short-time compensation: a French empirical analysis (2007)
Zitatform
Calavrezo, Oana, Richard Duhautois & Emmanuelle Walkowiak (2007): The effect of working time reduction on short-time compensation. A French empirical analysis. (Centre d'Etudes de l'Emploi. Document de travail 88), Noisy-le-Grand, 20 S.
Abstract
"The short-time compensation (STC) program aims to avoid lay-offs in case of short-term downturns. According to insurance models, STC is an instrument of both job security and flexibility. This paper investigates the impact of workweek reduction to 35 hours on the French STC recourse. We quantify the average decrease in the STC authorized days with kernel matching estimators assessed on a balanced panel of French establishments. We highlight a substitution effect between STC and working time reduction (WTR) due to their internal flexibility role. As a consequence, the WTR policy refocused STC on its initial job security function." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Regulation of working time in SMEs of the information and communication technology sector in France (2007)
Zitatform
Dupre, Michele & Michel Lallement (2007): Regulation of working time in SMEs of the information and communication technology sector in France. In: New Technology, Work and Employment, Jg. 22, H. 1, S. 66-82. DOI:10.1111/j.1468-005X.2007.00184.x
Abstract
"This paper focuses on the impact of the French working-time reduction law on small and medium enterprises (SMEs) in the information and communication technology sector. After a presentation of the main features of this sector, made up of a wide range of SMEs, the paper aims at describing how the actors have negotiated the application of the new legal framework at sector and company levels. The new working-time regulation outlines the status of high-skilled employees (cadres) as a very important conflict and negotiation subject." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Altersteilzeit: Erfahrungen und Diskussionen in Deutschland und anderen EU-Ländern (2007)
Lindecke, Christiane; Lehndorff, Steffen; Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Lindecke, Christiane, Dorothea Voss-Dahm & Steffen Lehndorff (2007): Altersteilzeit. Erfahrungen und Diskussionen in Deutschland und anderen EU-Ländern. (Hans-Böckler-Stiftung. Arbeitspapier 142), Düsseldorf, 78 S.
Abstract
"Zum 31.12.2009 läuft die Förderung der Altersteilzeit durch die Bundesagentur für Arbeit aus. Das Altersteilzeitgesetz besteht darüber hinaus jedoch fort. Daher melden sich unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen mit Vorschlägen zu Wort, wie die Altersteilzeit sich zukünftig gestalten sollte. Die Positionen lassen sich mit den beiden Polen 'Beibehalten des Blockmodells und der Vorruhestandsregelung' versus 'Neuorientierung der Altersteilzeit hin zu einem lebenslaufbezogenen Modell mit der Perspektive einer verlängerten Lebensarbeitszeit' beschreiben. An diese Debatte knüpft dieser Literaturbericht an. Wir geben einen Überblick über die historische Entwicklung der Altersteilzeit sowie über Inhalt und Ziele des Altersteilzeitgesetzes. Die Ausführungen über Umfang und Formen der Nutzung der Altersteilzeit machen deutlich, dass die 'echte Teilzeit' im Unterschied zum Blockmodell nur in einem verschwindend geringen Teil der Betriebe umgesetzt wird. Für die meisten Unternehmen und auch den überwiegenden Teil der Beschäftigten hat die Altersteilzeit daher vorher bestehende Vorruhestandsregelungen abgelöst mit der Folge, dass Beschäftigte vor Erreichen der regulären Rentenaltersgrenze vorzeitig in den Ruhestand gehen. Auffallend ist allerdings, dass in kleineren Betrieben, insbesondere im Handwerk, die Grundidee der Altersteilzeit - ältere Beschäftigte vermitteln Wissen und Erfahrung an junge Beschäftigte, während sie ihre Arbeitsbelastung durch eine reduzierte Arbeitszeit senken - umgesetzt wurde. Die Erfahrungen mit graduellen Ausstiegspfaden und besonders der Altersteilzeit in Schweden, Finnland, Dänemark und den Niederlanden geben einen Einblick in die Such- und Experimentierprozesse in anderen europäischen Ländern, die Beschäftigungsquote Älterer zu erhöhen. Der politische Wille ist auch dort, die konkreten institutionellen Regelungen so auszugestalten, dass sich Beschäftigte für einen längeren Verbleib im Erwerbssystem entscheiden. Am Beispiel Schweden wird allerdings deutlich, dass Regulierungen für den graduellen Ausstieg auch in die entgegengesetzte Richtung wirken können: Insbesondere wenn die Altersteilzeit über Subventionen attraktiv gemacht wird, kann von ihr der Impuls zur Reduzierung des Arbeitsangebots Älterer ausgehen, wenn nämlich Beschäftigte ohne die Altersteilzeit ihre Arbeitszeit auch mit zunehmendem Alter unverändert beibehalten hätten. Neben Ausführungen über die Situation in Finnland und Dänemark stellen wir auch die niederländische 'Lebenslaufregelung' vor, in der der Ausstieg aus dem Erwerbsleben in ein lebensphasenspezifisches Arbeitzeitkonto eingebettet ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Identifying the potential of work-sharing as a job-creation strategy (2007)
Skuterud, Mikal;Zitatform
Skuterud, Mikal (2007): Identifying the potential of work-sharing as a job-creation strategy. In: Journal of labor economics, Jg. 25, H. 2, S. 265-287.
Abstract
"Between 1997 and 2000, the Canadian province of Quebec reduced its standard workweek from 44 to 40 hours with the aim of stimulating employment growth. Unlike the European work-sharing policies examined elsewhere, the Quebec policy contained no suggestion or requirement that employers provide wage increases to compensate workers for lost hours. For this reason, among others, the Quebec policy provides a better test of the potential of work-sharing as a job-creation strategy. The evidence suggests that, despite a 20% reduction among full-time workers in weekly hours worked beyond 40, the policy failed to raise employment at either the provincial level or within industries where hours of work were affected relatively more." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Are the French happy with the 35-hour workweek? (2006)
Estevao, Marcello; Sa, Filipa;Zitatform
Estevao, Marcello & Filipa Sa (2006): Are the French happy with the 35-hour workweek? (IZA discussion paper 2459), Bonn, 26 S.
Abstract
"Legally mandated reductions in the workweek can be either a constraint on individuals' choice or a tool to coordinate individuals' preferences for lower work hours. We confront these two hypotheses by studying the consequences of the workweek reduction in France from 39 to 35 hours, which was first applied to large firms in 2000. Using the timing difference by firm size to set up a quasi-experiment and data from the French labor force survey, we show that the law constrained the choice of a significant number of individuals: dual-job holdings increased, some workers in large firms went to small firms where hours were not constrained, and others were replaced by cheaper, unemployed individuals as relative hourly wages increased in large firms. Employment of persons directly affected by the law declined, although the net effect on aggregate employment was not significant." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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La negociation sur les 35 heures dans une municipalite: l'hybridation des formes de dialogue (2006)
Garabige, Alexandra;Zitatform
Garabige, Alexandra (2006): La negociation sur les 35 heures dans une municipalite. L'hybridation des formes de dialogue. In: Travail et emploi H. 105, S. 19-28.
Abstract
"This article analyses the effects on dynamics of industrial relations in French public services of the hybridisation of public and private models of manpower management. The study begins with the case of the negotiation over the reduction of working hours in a local council. In order 'to modernise the public services', the town council organises an original procedure of dialogue with the objective to reconcile participate democracy and representative democracy. From a detailed chronicle, the research shows how adjustments of the volume of working hours are negotiated between employers, trade-union and employees. It also aims at assessing the impact of these procedural innovations over the process of regulation and the service dispensed to the public." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Statement der Sozialpartner: Ältere Arbeitnehmer brauchen neue Chancen! (2006)
Nürnberger, Ingo;Zitatform
Nürnberger, Ingo (2006): Statement der Sozialpartner: Ältere Arbeitnehmer brauchen neue Chancen! In: C. Sproß (Hrsg.) (2006): Beschäftigungsförderung älterer Arbeitnehmer in Europa (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 299), S. 179-183.
Abstract
Aus der Perspektive des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB sind die Erfolge in der Erhöhung der Erwerbsbeteiligung, die Irland und Finnland verzeichnen, vor allem auf die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern zurückzuführen. Hinsichtlich der Diskussion in Deutschland wird bemängelt, dass ökonomische Argumente für die Erwerbstätigkeit Älterer im Vordergrund stehen, und der Aspekt der sozialen Partizipation Älterer keine Rolle spielt. Als Hauptursache für die hohe Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer und ihre geringe Erwerbstätigkeit wird nicht die mangelnde Erwerbsmotivation Älterer gesehen, sondern die geringe Nachfrage nach ihren Arbeitsleistungen. Anreizsysteme zur Einstellung Älterer werden von den Arbeitgebern kaum genutzt. Auch die Leistungsregeln der gesetzlichen Rentenversicherung setzen Anreize für die Erwerbstätigkeit im Alter. Mit Blick auf das Auslaufen des Altersteilzeitgesetzes wird für eine Neuauflage plädiert, die den Schwerpunkt auf Verringerung der Wochen- und Monatsarbeitszeit legt. Neben einem flexiblen Einstieg in den Ruhestand sollte nach Ansicht des DGB auch lebenslanges Lernen gefördert werden, und der Gefahr der Altersarmut sollte begegnet werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Arbeit der Zukunft: neue Wege einer gerechten und emanzipativen Arbeitspolitik (2006)
Siller, Peter; Baethge, Martin; Oeffner, Marc; Baumann, Arne ; Opitz, Heike C.; Bandemer, Stephan von; Scharpf, Fritz W.; Bude, Heinz; Schilling, Gabi; Evans, Michaela; Schöb, Ronnie ; Ganghof, Steffen ; Schreiber, Sven; Heinze, Rolf G.; Schulze Buschoff, Karin; Hilbert, Josef; Schumann, Michael; Knuth, Matthias ; Schweer, Oliver; Logea, Camille; Seifert, Helmut; Dückert, Thea; Siemes, Sabine; Dückert, Thea; Siller, Peter; Hartmann, Anja; Spengel, Christoph; Hildebrandt, Eckart; Spitzley, Helmut; Mau, Steffen ; von Bandemer, Stephan; Forst, Rainer; Weimann, Joachim ; Kronauer, Martin; Wiegand, Wolfgang; Helmstädter, Ernst; Börsch-Supan, Axel;Zitatform
Siller, Peter, Thea Dückert & Arne Baumann (Hrsg.) (2006): Arbeit der Zukunft. Neue Wege einer gerechten und emanzipativen Arbeitspolitik. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft, 533 S.
Abstract
"Das Werk befasst sich mit den grundlegenden Zielen und Schwerpunkten einer gerechten Arbeitspolitik und die arbeitspolitischen Instrumenten der Zukunft. Zum einen wird gefragt, welche Ziele für eine gerechte Arbeitspolitik zu formulieren sind. Zum anderen werden neue Instrumente der Arbeitspolitik diskutiert. Vier Fragen stehen dabei im Vordergrund: Brauchen wir neue Modelle für die Entwicklung des Dienstleistungssektors? Brauchen wir eine neue Steuerpolitik, um Zukunftsinvestitionen tätigen und die Lohnnebenkosten relevant senken zu können? Brauchen wir eine Wiederaufnahme der Arbeitszeitpolitik unter neuen Vorzeichen, die aus den Fehlern der achtziger Jahre lernt und insbesondere die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie und Arbeit und Bildung in den Vordergrund stellt? Und schließlich viertens: Was können wir in der Arbeitspolitik mit Blick auf andere Sozialstaatsmodelle in Europa lernen? Der Band gibt zahlreiche Anregungen für die Diskussion um die Zukunft der Arbeit und die Arbeit der Zukunft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Work and leisure in the U.S. and Europe: why so different? (2005)
Zitatform
Alesina, Alberto, Edward Glaeser & Bruce Sacerdote (2005): Work and leisure in the U.S. and Europe. Why so different? (NBER working paper 11278), Cambridge, Mass., 74 S. DOI:10.3386/w11278
Abstract
"Americans average 25.1 working hours per person in working age per week, but the Germans average 18.6 hours. The average American works 46.2 weeks per year, while the French average 40 weeks per year. Why do western Europeans work so much less than Americans? Recent work argues that these differences result from higher European tax rates, but the vast empirical labor supply literature suggests that tax rates can explain only a small amount of the differences in hours between the U.S. and Europe. Another popular view is that these differences are explained by long-standing European 'culture,' but Europeans worked more than Americans as late as the 1960s. In this paper, we argue that European labor market regulations, advocated by unions in declining European industries who argued 'work less, work all' explain the bulk of the difference between the U.S. and Europe. These policies do not seem to have increased employment, but they may have had a more society-wide influence on leisure patterns because of a social multiplier where the returns to leisure increase as more people are taking longer vacations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
35 heures: vers un nouvel equilibre entre travail et hors travail? (2005)
Alis, David; Joyeau, Anne; Campoy, Eric; Dumas, Mrc;Zitatform
Alis, David, Eric Campoy, Mrc Dumas & Anne Joyeau (2005): 35 heures: vers un nouvel equilibre entre travail et hors travail? In: Travail et emploi H. 101, S. 45-57.
Abstract
"The application of the reduction of working time (ARTT) constitutes a factor of development on a large scale for both individuals and organisations in French firms. This research attempts to improve our understanding of the ARTT agreements and to evaluate their impacts on the development of organisations, on attitudes and on behaviour at work; particularly as regards the implications for working time and non-working time. The methodology is based on a study of a single case using both quantitative and qualitative methods (interviews and questionnaires): The statistics approach enables us to measure and to analyse changes which appeared within individual behaviour undergoing the reduction of working time. The method of those interviews complements and highlights these statistics results. The field studied is a large insurance company in West of France where more than 1,200 employees have been working 35 hours since Spring 1999." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Does worksharing work?: some empirical evidence from the IAB-Establishment panel (2005)
Zitatform
Andrews, Martyn J., Thorsten Schank & Robert Simmons (2005): Does worksharing work? Some empirical evidence from the IAB-Establishment panel. In: Scottish Journal of Political Economy, Jg. 52, H. 2, S. 141-176. DOI:10.1111/j.0036-9292.2005.00339.x
Abstract
"In der wirtschaftspolitischen Debatte werden immer wieder Verkürzungen der wöchentlichen Normalarbeitszeit zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gefordert. Wir präsentieren in dem Papier ein Arbeitsnachfragemodell, das zwischen Beschäftigten mit und ohne Überstunden unterscheidet. Der Effekt einer Arbeitszeitverkürzung auf die Beschäftigung kann dabei nicht eindeutig beantwortet werden. Auf der Basis des IAB-Betriebspanels, 1993-1999, fanden wir, dass in kleinen Betrieben des Produzierenden Gewerbes Ostdeutschlands Arbeitszeitverkürzungen und Beschäftigungserhöhungen miteinander einhergingen. Außerdem zeigt sich, dass eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit den Anteil der Überstundenbeschäftigten, so wie von der Theorie vorhergesagt, senkt und den Anteil der Betriebe ohne Überstunden erhöht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitszeitpolitik (2005)
Bach, Hans-Uwe; Zika, Gerd ; Deeke, Axel; Feil, Michael; Bellmann, Lutz ; Promberger, Markus; Wanger, Susanne ; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Bach, Hans-Uwe, Lutz Bellmann, Axel Deeke, Michael Feil, Markus Promberger, Eugen Spitznagel, Susanne Wanger & Gerd Zika (2005): Arbeitszeitpolitik. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 144-189.
Abstract
"Die Arbeitszeitentwicklung in Deutschland war in der Vergangenheit zunächst von Verkürzungen der tariflichen Arbeitszeit geprägt; dieser Prozess kam jedoch Mitte der neunziger Jahre zum Stillstand. Zugleich zeigte sich ein durchgängiger Trend zur Teilzeitarbeit, der vor allem in den letzten Jahren hauptsächlich durch zunehmende geringfügige Beschäftigung bestimmt war. Theorie und Empirie der Beschäftigungseffekte von Arbeitszeitveränderungen erlauben - insbesondere was deren längerfristige Wirkungen angeht - keine eindeutigen Aussagen. Kurzfristig dürften die aktuell diskutierten Arbeitszeitverlängerungen dem deutschen Arbeitsmarkt nicht weiterhelfen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Alternative Arbeitszeitverkürzung (2005)
Bontrup, Heinz-J.;Zitatform
Bontrup, Heinz-J. (2005): Alternative Arbeitszeitverkürzung. In: Blätter für deutsche und internationale Politik H. Heft 3, S. 347-355.
Abstract
Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist gekennzeichnet durch Arbeitslosigkeit und eine gespaltene Konjunktur: eine boomende Exportwirtschaft bei schwacher Binnennachfrage. Während sich die konjunkturelle Arbeitslosigkeit durch antizyklische Wirtschaftspolitik und produktivitätsorientierte Lohnpolitik bekämpfen ließe ist es sinnvoll, auf die strukturelle Arbeitslosigkeit infolge steigender Produktivität und rückläufigen Arbeitsvolumens mit Arbeitszeitverkürzung zu reagieren. Arbeitszeitverkürzung kann zu Wirtschaftswachstum und dem Abbau der Arbeitslosigkeit beitragen, wenn sie durch geeignete lohn-, steuer- und sozialpolitische Maßnahmen flankiert wird und wenn sich eine europäischen Harmonisierung der Wirtschaftspolitik durchsetzt. (IAB)
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