Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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Literaturhinweis
Beschäftigte aus den neuen EU-Beitrittsländern in Berlin-Brandenburg: Schwerpunktsetzung auf Grenzpendler aus Polen (2015)
Wiethölter, Doris; Carstensen, Jeanette; Stockbrügger, Meike;Zitatform
Wiethölter, Doris, Jeanette Carstensen & Meike Stockbrügger (2015): Beschäftigte aus den neuen EU-Beitrittsländern in Berlin-Brandenburg. Schwerpunktsetzung auf Grenzpendler aus Polen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2015), Nürnberg, 61 S.
Abstract
"Mit der zunehmenden europäischen Integration gewinnt auch das Grenzpendeln im EU-Binnenraum an Bedeutung. Polen wurde am 1. Mai 2004 zusammen mit weiteren neun Staaten Mitglied der Europäischen Union. Polnische Arbeitskräfte konnten jedoch erst seit 2011 in Deutschland unbeschränkt arbeiten, da Deutschland neben Österreich als Einzige der alten EU-Staaten die maximale Übergangsfrist der beschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit von sieben Jahren (sog. 2+3+2 Regelung) ausschöpfte. Am 1. Januar 2007 folgten Rumänien und Bulgarien (EU-2) als neue EU-Mitgliedsländer. Den EU-2 Ländern wurde zum 1. Januar 2014 die europäische Arbeitnehmerfreizügigkeit eingeräumt.
Die größte Gruppe unter den Beschäftigten aus den EU-8 Staaten stellen polnische Beschäftigte dar. Die Mobilität von Arbeitskräften aus dem Nachbarland Polen nach Deutschland zeigt sich einerseits am Zuwachs polnischer Beschäftigter in Deutschland, die auch ihren Wohnsitz nach Deutschland verlagert haben, andererseits am grenzüberschreitenden Pendeln. Im Vergleich zu den polnischen Arbeitskräften mit Wohn- und Arbeitsort in Deutschland, spielt das grenzüberschreitende Pendeln eine deutlich geringere Rolle für den Arbeitsmarkt. Berufsspektrum und Tätigkeitsanforderungen unterscheiden sich zwischen polnischen Beschäftigten in Deutschland und Grenzpendlern aus Polen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Entwicklung von Arbeitskräfteangebot und -bedarf bis 2030 in sechs Regionen (2015)
Zitatform
Zika, Gerd, Tobias Maier, Markus Hummel & Robert Helmrich (2015): Entwicklung von Arbeitskräfteangebot und -bedarf bis 2030 in sechs Regionen. In: G. Zika & T. Maier (Hrsg.) (2015): Qualifikation und Beruf in Deutschlands Regionen bis 2030 : Konzepte, Methoden und Ergebnisse der BIBB-IAB-Projektionen (IAB-Bibliothek, 353), S. 9-68, 2015-03-19.
Abstract
"In diesem Beitrag wurden die ersten Ergebnisse der regionalspezifischen BIBB/IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen vorgestellt. Unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede wurden in einer hybriden Modellierung die Ergebnisse der dritten Welle des QuBe-Projektes (Maier et al. 2014a) nach sechs Regionen differenziert erläutert. Der Fokus wurde auf eine Gegenüberstellung von Angebot und Bedarf nach Berufen gelegt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Qualifikation und Beruf in Deutschlands Regionen bis 2030: Konzepte, Methoden und Ergebnisse der BIBB-IAB-Projektionen (2015)
Zika, Gerd ; Zika, Gerd ; Helmrich, Robert; Hummel, Markus; Maier, Tobias ; Kalinowski, Michael; Wolter, Marc Ingo; Neuber-Pohl, Caroline ; Maier, Tobias ; Hänisch, Carsten; Mönnig, Anke;Zitatform
Zika, Gerd & Tobias Maier (Hrsg.) (2015): Qualifikation und Beruf in Deutschlands Regionen bis 2030. Konzepte, Methoden und Ergebnisse der BIBB-IAB-Projektionen. (IAB-Bibliothek 353), Bielefeld: Bertelsmann, 206 S. DOI:10.3278/300875w
Abstract
"Langfristige Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen für Deutschland erarbeiten das Bundesinstitut für Berufsbildung gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bereits seit 2007. Ziel ist es, Fachkräfteengpässe in bestimmten Arbeitsmarktsegmenten zu identifizieren. Mit dem Sammelband liegt erstmals eine regional differenzierte Analyse vor. Da sich sowohl die demografischen als auch die ökonomischen Strukturen von Region zu Region unterscheiden, ergeben sich entsprechende Folgen für das Angebot an und die Nachfrage nach Arbeitskräften in unterschiedlichen Berufshauptfeldern- und Qualifikationsstufen. Die Autoren erörtern ihre verschiedenen methodischen Verfahren und präsentieren erste empirische Ergebnisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen bis 2030: Engpässe und Überhänge regional ungleich verteilt (2015)
Zika, Gerd ; Mönnig, Anke; Hummel, Markus; Kalinowski, Michael; Helmrich, Robert; Hänisch, Carsten; Maier, Tobias ; Wolter, Marc Ingo;Zitatform
Zika, Gerd, Tobias Maier, Robert Helmrich, Markus Hummel, Michael Kalinowski, Carsten Hänisch, Marc Ingo Wolter & Anke Mönnig (2015): Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen bis 2030: Engpässe und Überhänge regional ungleich verteilt. (IAB-Kurzbericht 09/2015), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Mit seiner schrumpfenden und älter werdenden Bevölkerung drohen Deutschland auf mittlere bis längere Sicht zunehmende Fachkräfteengpässe. Dabei zeichnen sich in den Regionen je nach Bevölkerungsentwicklung und Wirtschaftsstruktur unterschiedliche Arbeitsmarktsituationen ab. Um die langfristigen regionalen Trends sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite des Arbeitsmarkts besser abschätzen zu können, wurden auf Basis der Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen für Gesamtdeutschland erstmals regionalspezifische Modellrechnungen bis 2030 durchgeführt. Dabei differenzieren die Autoren nach zwanzig erweiterten Berufshauptfeldern und fünf Qualifikationsniveaus in sechs Regionen. Die Projektionen zeigen, auf welchem Entwicklungspfad wir uns bis zum Jahr 2030 befinden, wenn sich die bisherigen Trends in der Zukunft fortsetzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
25 Jahre Deutsche Einheit (2015)
Abstract
"Am 3. Oktober 1990 wurde aus dem geteilten Deutschland nach über 40 Jahren wieder ein Land. In den vergangenen 25 Jahren haben sich Ost und West in einigen Bereichen angeglichen, in anderen bestehen weiterhin Unterschiede. Statistik liefert Informationen und bietet einen neutralen Blick auf das Geschehen seit der deutschen Vereinigung. Sie zeigt über einen langen Zeitraum die Veränderungen, die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede auf." Die Veröffentlichung liefert Informationen zur Entwicklung und zum Stand in den Themen Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, materielle Lebensbedingungen und Lebensqualität. (IAB)
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Literaturhinweis
Wasserstand: Der deutsche Arbeitsmarkt 25 Jahre nach der Wiedervereinigung (2015)
Zitatform
(2015): Wasserstand: Der deutsche Arbeitsmarkt 25 Jahre nach der Wiedervereinigung. In: IAB-Forum H. 1, S. 1-124. DOI:10.3278/IFO1501W
Abstract
Beiträge zum Themenschwerpunkt "25 Jahre Wiedervereinigung":
- Uwe Blien, Van Phan thi Hong: 25 Jahre nach der Wiedervereinigung - Schwierige Startbedingungen wirken nach (S. 4-13);
- Barbara Schwengler, Franziska Hirschenauer: Regionen im Ost-West-Vergleich - Vieles ist im Fluss (S. 14-21);
- Michaela Fuchs, Oliver Ludewig, Antje Weyh: Arbeitslosigkeit in Ost und West - Unterschiede verschwimmen immer mehr (S. 22-29);
- Susanne Wanger: Erwerbs- und Arbeitszeitstrukturen von Frauen und Männern - Der Westen holt auf (S. 38-45);
- Andrea Kargus, Martin Schludi: "Jeht nich, jibt's nich!" Ein Gespräch mit Heinrich Alt, Friedrich Buttler, Diana Golze und Manfred Stolpe (S. 46-55);
- Barbara Schwengler, Lutz Bellmann: Fachkräftebedarf aus regionaler Perspektive - Gerade Kleinstbetriebe sitzen immer öfter auf dem Trockenen (S. 56-59);
- Michaela Fuchs, Mirko Wesling, Antje Weyh: Arbeitslosigkeit und Fachkräftesicherung in Ostdeutschland - Zarte Pflänzchen brauchen Pflege (S. 60-65);
- Lutz Bellmann, Sandra Dummert, Ute Leber: Betriebliche Ausbildung in Ostdeutschland - Der Lehrlingsstrom droht zu versiegen (S. 68-75);
- Michaela Fuchs, Mirko Wesling, Antje Weyh: Rückwanderung von ostdeutschen Beschäftigten - Kurs Ost-West-Ost (S. 78-83);
- Peter Ellguth, Susanne Kohaut: Entwicklung der Tariflandschaft - Immer größere Flächen trocknen aus (S. 84-91);
Weitere Themen:
- Gesine Stephan, Sven Uthmann: Konfliktsituationen am Arbeitsplatz: Auge um Auge, Zahn um Zahn? (S. 102-107);
- Stefan Bernhard: Der Gründungszuschuss nach der jüngsten Reform - Neue Wege, altes Programm (S. 108-113). - Andrea Kargus: "Regionen sind wie Tanker". Porträt von Uwe Blien (S. 100-101) -
Literaturhinweis
Does switching to a western German employer still pay off?: an analysis for eastern Germany (2014)
Zitatform
Alm, Bastian, Dirk Engel & Antje Weyh (2014): Does switching to a western German employer still pay off? An analysis for eastern Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 234, H. 5, S. 546-571., 2014-02-07. DOI:10.1515/jbnst-2014-0501
Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach, ob Betriebswechsler ein höheres Wachstum ihres Entgelts erzielen im Vergleich zur hypothetischen Situation, dass diese Wechsler ihren Herkunftsbetrieb nicht verlassen hätten. Zur Beantwortung dieser Frage verwenden wir die Grundgesamtheit aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in Ostdeutschland im Jahr 2004. Mithilfe eines Propensity Score Matchings spielen wir zunächst jedem Betriebswechsler zwischen 2004 und 2005 einen Nichtwechsler mit ähnlichen Merkmalen zu. Der durchschnittliche Einkommenseffekt des Betriebswechsels ergibt sich, indem zunächst das individuelle Einkommenswachstum zwischen 2004 und 2009 ermittelt und in einem weiteren Schritt die Differenz über alle Betriebswechsler und die ihnen zugespielten betriebsstabilen Beschäftigten berechnet wird. Im Ergebnis dessen weisen Betriebswechsler ein jahresdurchschnittliches Entgeltwachstum von 2,68 % auf und erreichen damit eine signifikant höhere Einkommensdynamik als die Nichtwechsler (1,34 %). Im Rahmen gruppendifferenzierter Analysen gilt unser besonderes Augenmerk den Einkommenseffekten für Betriebswechsler innerhalb Ostdeutschlands und den Betriebswechslern nach Westdeutschland. Sowohl Betriebswechsler innerhalb Ostdeutschlands als auch jene mit Abwanderung nach Westdeutschland erreichen einen höheren Einkommenspfad als betriebsstabile Beschäftigte. Der Effekt ist für Wechsler innerhalb Ostdeutschlands jedoch signifikant höher. In den 1990er Jahren war dies noch nicht der Fall." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; -
Literaturhinweis
Regionen im Wettbewerb - Ergebnisse des IW-Regionalrankings (2014)
Bahrke, Michael; Kempermann, Hanno;Zitatform
Bahrke, Michael & Hanno Kempermann (2014): Regionen im Wettbewerb - Ergebnisse des IW-Regionalrankings. In: IW-Trends, Jg. 41, H. 1, S. 17-31. DOI:10.2373/1864-810X.14-01-02
Abstract
"Regionen stehen miteinander im Wettbewerb. Vor allem die Regionen im Süden Deutschlands haben sich eine starke Position erarbeitet. 88 der erfolgreichsten 100 Regionen liegen in Baden-Württemberg und Bayern. Der Aufholprozess Ostdeutschlands scheint dagegen ins Stocken geraten zu sein. Unter den 50 dynamischsten Regionen finden sich lediglich zehn aus Ostdeutschland. Im Rahmen des IW-Regionalrankings 2014 werden wichtige Indikatoren ermittelt, die zum Erfolg einer Region beitragen. Ziel ist es, relevante Themenfelder zu adressieren, regionsspezifische Analysen durchzuführen und erfolgreiche Handlungskonzepte abzuleiten, die die Regionen zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit einsetzen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutschland - ein langer Weg des wirtschaftlichen Aufholens (2014)
Brenke, Karl;Zitatform
Brenke, Karl (2014): Ostdeutschland - ein langer Weg des wirtschaftlichen Aufholens. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 81, H. 40, S. 939-957.
Abstract
"Der wirtschaftliche Rückstand Ostdeutschlands gegenüber Westdeutschland ist 25 Jahre nach dem Fall der Mauer immer noch groß. Beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner werden 71 Prozent und bei der Produktivität etwa drei Viertel des westdeutschen Niveaus erreicht. Der Aufholprozess kommt nur noch sehr langsam voran. Der entscheidende Grund für die geringe Produktivität ist der Mangel an hochqualifizierten Tätigkeiten. Zudem ist die ostdeutsche Wirtschaft vergleichsweise kleinteilig strukturiert. Das verfügbare Einkommen je Einwohner liegt in Ostdeutschland bei 83 Prozent des westdeutschen Wertes. An dieser Relation hat sich seit Ende der 90er Jahre nichts Wesentliches geändert. Die Arbeitslosigkeit ist in Ostdeutschland noch relativ hoch, in den vergangenen Jahren ist sie aber stärker als in Westdeutschland zurückgegangen. Dies ist allerdings zum Teil Folge des schrumpfenden Erwerbspersonenpotentials; besonders deutlich geht die Zahl der Jugendlichen zurück. Die Erwartung zur Zeit der Wende, dass der Osten bei Wirtschaftskraft und Lebensstandard rasch zum Westen aufschließen wird, hat sich nicht erfüllt. Sie war auch übertrieben, denn man ging davon aus, dass eine traditionell dünn besiedelte Transformationsregion in relativ kurzer Zeit eine der leistungsfähigsten Ökonomien der Welt einholen könnte. Gleichwohl gibt es große Anpassungsfortschritte. Insbesondere ist in Ostdeutschland eine Re-Industrialisierung gelungen. Eine große Herausforderung stellt der demografische Wandel dar. Die Zahl junger Erwerbspersonen geht in Ostdeutschland deutlich stärker zurück als in Westdeutschland. Um Fachkräfte zu halten oder anzuziehen, muss in Ostdeutschland das Angebot attraktiver Arbeitsplätze mit guter Entlohnung gesteigert werden. Höhere Löhne müssen allerdings mit höherer Produktivität einhergehen und diese wiederum erfordert eine verstärkte Innovationstätigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ältere auf dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern (2014)
Zitatform
Buch, Tanja, Jannik Egbers, Volker Kotte, Annekatrin Niebuhr & Andrea Stöckmann (2014): Ältere auf dem Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord 06/2014), Nürnberg, 72 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation älterer Erwerbspersonen ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Arbeitsmarktakteure in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern gerückt. Aufgrund der rapide fortschreitenden Alterung der Erwerbsbevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Bedeutung dieser Altersgruppe für den Arbeitsmarkt erheblich zu. Wegen des bereits gegenwärtig deutlichen Rückgangs des Arbeitsangebots steigt zudem das Interesse der Unternehmen an den älteren Arbeitskräften. Durch die Festlegung der institutionellen Rahmenbedingungen nimmt nicht zuletzt auch die Politik wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsmarktpartizipation Älterer und die Integration dieser Altersgruppe in den Arbeitsmarkt. In den vergangenen Jahren hat sich die Lage der älteren Arbeitskräfte in Mecklenburg-Vorpommern parallel zum umfassenden Wandel der demografischen und institutionellen Rahmenbedingungen - und möglicherweise ausgelöst durch sie - erkennbar verbessert. Die Beschäftigung der 55- bis 64-Jährigen ist in Mecklenburg-Vorpommern seit dem Jahr 2000 stark gewachsen und parallel dazu beobachten wir einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit und der Unterbeschäftigung in dieser Altersgruppe. Einschränkend muss allerdings festgehalten werden, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit der älteren Erwerbspersonen im Land im Bundesländervergleich relativ schwach ausfällt. Die positiven Entwicklungen in Bezug auf die Arbeitsmarktsituation Älterer in Mecklenburg- Vorpommern sind insbesondere vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Erwerbsbeteiligung Älterer zu sehen. Auch vom demografischen Wandel gehen, im Gegensatz zu den meisten übrigen Bundesländern, bereits signifikante Effekte aus. Allerdings ist die Demografie nur als einer unter mehreren relevanten Faktoren einzuschätzen, die Einfluss auf die Arbeitsmarktsituation älterer Erwerbspersonen im Land nehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pendlerbericht Berlin-Brandenburg 2012 (2014)
Carstensen, Jeanette; Wiethölter, Doris; Lindenblatt, Roland; Seibert, Holger;Zitatform
Carstensen, Jeanette, Roland Lindenblatt, Holger Seibert & Doris Wiethölter (2014): Pendlerbericht Berlin-Brandenburg 2012. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 02/2014), Nürnberg, 54 S.
Abstract
Die räumliche Mobilität der Arbeitskräfte in Berlin und Brandenburg hat wie bereits in den Vorjahren auch 2012 weiter zugenommen. In die Bundeshauptstadt pendelten 254.200 Personen aus den verschiedenen Bundesländern zur Arbeit ein, 5.900 Beschäftigte mehr als noch 2011. Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Berliner Auspendler - 152.800 Beschäftigte mit Berliner Wohnort und damit 5.400 mehr als im Jahr zuvor gehen ihrer Beschäftigung außerhalb Berlins nach. Insgesamt weist die Bundeshauptstadt damit einen Einpendlerüberschuss von 101.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf, eine Zunahme von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Mobilität der Arbeitskräfte in Brandenburg ist gewachsen. Brandenburg ist nicht nur das Bundesland mit der höchsten Auspendlerquote (28,6 %), sondern auch das Flächenland mit der höchsten Einpendlerquote (15,9 %). Im Jahr 2012 arbeiteten 259.310 Brandenburger in einem anderen Bundesland. Aus anderen Bundesländern pendelten 122.700 Beschäftigte zum Arbeiten nach Brandenburg ein. Damit hat sich der negative Auspendlerüberschuss gegenüber dem Vorjahr leicht verringert.
Die Pendlerbeziehungen zwischen den beiden Bundesländern Berlin und Brandenburg sind ebenfalls intensiver geworden. 186.200 Brandenburger pendelten 2012 nach Berlin, 3.200 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Dies waren 28,4 Prozent aller Brandenburger Beschäftigten. In die Gegenrichtung pendelten 76.200 Berliner, 2.800 Beschäftigte mehr als 2011.
Als Gründe für die steigende Arbeitskräftemobilität werden Suburbanisierungsprozesse, Lohndifferenzen, Unterschiede in Umfang und Dichte des Arbeitsplatzangebots sowie Wohnortpräferenzen von Beschäftigten für das Berliner Umland diskutiert. Der vorliegende Bericht zeichnet die längerfristige Entwicklung der Auspendlerzahlen aus Berlin und Brandenburg in Zielkreise in Ost und West ebenso nach, wie die Entwicklung der Einpendlerzahlen nach Herkunftskreisen. Zudem werden verschiedene soziodemografische Merkmale von Einpendlern und Auspendlern untersucht. -
Literaturhinweis
Demography and unemployment in East Germany: how close are the ties? (2014)
Zitatform
Fuchs, Michaela & Antje Weyh (2014): Demography and unemployment in East Germany. How close are the ties? (IAB-Discussion Paper 26/2014), Nürnberg, 28 S.
Abstract
"Wir untersuchen den Zusammenhang zwischen der Alterung der Bevölkerung und der Veränderung der Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland für die Jahre von 1996 bis 2012. Hierfür unterscheiden wir einen direkten und einen indirekten Effekt. Die Berechnungsergebnisse für den direkten Effekt zeigen anhand der Zerlegung der Erwerbslosenquote in einen Altersstruktur-, Verhaltens- und Arbeitsmarkteffekt, dass die Alterung der Bevölkerung einen sehr geringen Beitrag zum Rückgang der Erwerbslosigkeit geleistet hat. Anhand räumlicher ökonometrischer Panelschätzungen auf der Ebene der ostdeutschen Kreise kann jedoch eine indirekte Wirkung der Alterung der Bevölkerung auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bestätigt werden. Demnach steht die seit 2005 sinkende Arbeitslosigkeit in Zusammenhang mit einem sinkenden Anteil der jüngeren Bevölkerung bzw. einem steigenden Anteil der Älteren. Die Alterung der Bevölkerung - sowohl getrieben durch weniger Jüngere als auch mehr Ältere - wirkt sich damit positiv auf den Rückgang der Arbeitslosigkeit aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Bildungs-IBA: Bildung als Problembearbeitung im demografischen Wandel: Die Internationale Bauausstellung "Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010" (2014)
Grelak, Uwe; Pasternack, Peer;Zitatform
Grelak, Uwe & Peer Pasternack (2014): Die Bildungs-IBA. Bildung als Problembearbeitung im demografischen Wandel: Die Internationale Bauausstellung "Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010". (Hochschulforschung Halle-Wittenberg), Leipzig: Akademische Verlagsanstalt, 504 S.
Abstract
"Die Internationale Bauausstellung 'Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010' (2002 - 2010) war ein Experiment von bundesweiter Bedeutung, das auch in internationalen Fachkreisen Beachtung gefunden hat: Die IBA zielte darauf, der Herausforderung schrumpfender Städte zu begegnen, indem diese Städte selbst exemplarische Antworten entwickeln. Insgesamt 19 Städte hatten sich an der IBA beteiligt. 15 dieser Städte setzten dabei auf lokale Profile, die auf Bildungsfragen entweder fokussiert waren oder diese explizit einbezogen. Sie hatten erkannt: Den weniger vorhandenen Menschen müssen unter Schrumpfungsbedingungen mehr bildungsinduzierte Teilhabechancen eröffnet werden, wenn die allgemeine Wohlfahrt gesichert werden soll. Diese 15 Städte werden hier untersucht. Die IBA Stadtumbau wollte innovativ sein, also noch nicht Mehrheitsfähiges ausprobieren. Sie hatte keinen Masterplan, sondern wollte Planungen, vor allem Umplanungen anregen. Die IBA sah sich als Labor und war als Experiment angelegt. Experimente zeichnen sich durch Ergebnisoffenheit aus: Sie können gelingen oder nicht gelingen. Dass einige der IBA-Projekte nicht zustande kamen oder abgebrochen werden mussten, dass es Planungs- und Umsetzungsprobleme gab, ist insoweit wenig verwunderlich. Sowohl das Gelingen als auch das Scheitern brachten in jedem Fall Erfahrungen, von denen vergleichbare Projekte und Prozesse profitieren können. Indem Versuche begonnen worden waren, die dann fallweise gelangen oder misslangen, hat sich jedenfalls gezeigt, dass die IBA tatsächlich ein ergebnisoffener Prozess war." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Akademisierung der Ausbildung für die Kindertageseinrichtung: zur Entwicklung kindheitspädagogischer Studiengänge (2014)
Klaudy, E. Katharina; Schütz, Anika; Stöbe-Blossey, Sybille;Zitatform
Klaudy, E. Katharina, Anika Schütz & Sybille Stöbe-Blossey (2014): Akademisierung der Ausbildung für die Kindertageseinrichtung. Zur Entwicklung kindheitspädagogischer Studiengänge. (IAQ-Report 2014-04), Duisburg, 17 S. DOI:10.17185/duepublico/45717
Abstract
"- In den letzten Jahren sind zahlreiche Studiengänge entstanden, die für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen qualifizieren. Die Entwicklung ist von Konflikten zwischen unterschiedlichen Interessengruppen geprägt - zwischen unterschiedlichen Bildungsinstitutionen (Hoch- und Fachschulen), zwischen den verschiedenen 'alten' und 'neuen' Qualifikationsgruppen und zwischen Hochschulen und Kita-Trägern.
- Die Anrechnung von Qualifikationen aus der Erzieher/innen/ausbildung auf ein Studium wirft Probleme auf. Vor diesem Hintergrund haben grundständige Studiengänge an Bedeutung gewonnen im Vergleich zu Angeboten, die auf der Erzieher/innen/ausbildung aufbauen.
- Das Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis spielt sowohl bei der Gestaltung der Studiengänge als auch bei der Akzeptanz der Absolvent/inn/en durch die Kita-Träger eine kritische Rolle.
- Der Einsatz von Kindheitspädagog/inn/en in Kindertageseinrichtungen wird sowohl aus der Sicht von Studiengangsvertreter/inne/n als auch von Seiten vieler Kita-Träger unter dem Stichwort der Entwicklung 'multiprofessioneller Teams' als sinnvoll erachtet. Multiprofessionalität erfordert jedoch Organisationsentwicklungsprozesse und eine entsprechende Unterstützung der Kindertageseinrichtungen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Industrie- und Wirtschaftsregion Lausitz: Bestandsaufnahme und Perspektiven (2014)
Zitatform
Kluge, Jan, Robert Lehmann, Joachim Ragnitz & Felix Rösel (2014): Industrie- und Wirtschaftsregion Lausitz. Bestandsaufnahme und Perspektiven. (Ifo-Dresden-Studien 71), Dresden, 138 S.
Abstract
"Die Lausitz als länderübergreifende Region in Südbrandenburg und Ostsachsen steht wie alle Regionen Ostdeutschlands vor großen Herausforderungen. Insbesondere der dramatische Bevölkerungsschwund und seine ökonomischen Auswirkungen erfordern erhebliche Anstrengungen aller politischen Akteure, um auch künftig eine gedeihliche regionale (Wirtschafts-)Entwicklung zu ermöglichen. Hierfür ist das Wissen um die konkreten Stärken und Schwächen einer Region ebenso unabdingbar wie eine unvoreingenommene Einschätzung der wirtschaftlichen Perspektiven und der damit verbundenen Chancen und Risiken.
Ziel dieses Gutachtens ist eine umfassende Analyse der wirtschaftlichen Situation in der Lausitz sowie die Entwicklung von Zukunftsperspektiven - gegeben der sich abzeichnenden demographischen Entwicklung. Diese Analyse soll dazu dienen, sowohl Schwachstellen und Entwicklungshemmnisse als auch Chancen aufzudecken. Sie kann damit auch eine Grundlage für notwendige Reaktionen der politischen Akteure darstellen. In diesem Gutachten wird die Lausitz als gemeinschaftlicher Kultur-, Wirtschafts- und Industrieraum betrachtet und ihre Wirtschaftsstruktur insgesamt und getrennt nach Landkreisen im Detail untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Einwanderungsstrategie für Thüringen (2014)
Zitatform
Kubis, Alexander & Lutz Schneider (2014): Einwanderungsstrategie für Thüringen. (Thüringer Memos 03), Erfurt, 28 S.
Abstract
"Thüringen ist - nach den neuesten Erkenntnissen des Zensus 2011 - das Bundesland mit dem geringsten Ausländeranteil und dem niedrigsten Anteil vom Menschen mit Migrationshintergrund. Die aktuellen Zuwanderungszahlen deuten indes darauf hin, dass die Zukunft des Landes in einer sehr viel stärker migrationsbasierten Internationalisierung liegen kann, als es die derzeitige Bevölkerungsstruktur widerspiegelt (siehe Kapitel 3). Sowohl im Zuge der Realisierung von Freizügigkeit innerhalb der EU als auch in Folge der durch die europäische Staatsschuldenkrise umgelenkten Wanderungsbewegungen (Bertoli et al. 2013) haben sich die Zuzüge aus dem Ausland deutlich erhöht. Diese neuere Entwicklung wird von den Akteuren im Land zunehmend erkannt, was sich in einer verstärkten Akzentuierung des Einwanderungsthemas in Politik, Wirtschaft und Verwaltung niederschlägt. In diesem Sinne werden von Seiten der Landesregierung und des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie (TMWAT) seit geraumer Zeit die Chancen einer Internationalisierung der Thüringer Wirtschaft - auch über eine stärkere Rekrutierung internationaler Fachkräfte - betont (TMWAT 2013b). Vor diesem Hintergrund erscheint es nur konsequent, mögliche Maßnahmen zur Förderung qualifizierter Zuwanderung nach Thüringen systematisch und evidenzbasiert zu eruieren und in eine konsistente Landesstrategie einzubetten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kubis, Alexander; -
Literaturhinweis
Ostdeutschland: Ländliche Räume ziehen Rückkehrer an (2014)
Zitatform
Nadler, Robert & Mirko Wesling (2014): Ostdeutschland: Ländliche Räume ziehen Rückkehrer an. In: LandInForm H. 1, S. 14-15., 2014-02-05.
Abstract
"Die neuen Bundesländer leiden seit Langem an einem kontinuierlichen Bevölkerungsrückgang. Dieser ist zu einem großen Teil auf die negativen Wanderungssalden gegenüber Westdeutschland zurückzuführen. Wenige großstädtische 'Wachstumsinseln' sind von ländlichen Regionen mit älter werdender und zumeist schrumpfender Bevölkerung umgeben. Damit verschärfen sich Arbeitskräfteengpässe, zum Beispiel im Pflege- und Gesundheitswesen oder in der Tourismuswirtschaft. Die Rückwanderung ist - wie die wachsende Zahl von Rückkehrinitiativen belegt - gerade für die ländlichen Regionen zu einem Hoffnungsträger bei der Bewältigung der demografischen Herausforderungen geworden. In jüngster Zeit wandern immer weniger Ostdeutsche in den Westen ab. Gleichzeitig kehren immer mehr in ihre Heimatregionen zurück - unter ihnen viele junge, gut ausgebildete Fachkräfte. Davon profitieren insbesondere die ländlichen Räume." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktzugänge von Migranten und ausländischen Fachkräften in ländlichen Regionen (2014)
Sackmann, Reinhold; Goldenberg, Olga;Zitatform
Sackmann, Reinhold & Olga Goldenberg (2014): Arbeitsmarktzugänge von Migranten und ausländischen Fachkräften in ländlichen Regionen. Halle an der Saale: Universitätsverlag Halle-Wittenberg, 114 S.
Abstract
"Arbeitsmarktzuwanderung in dünn besiedelten Regionen Ostdeutschlands? Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit vergrößert sich langsam, aber kontinuierlich die Zahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in den neuen Bundesländern. In empirischen Betriebsfallstudien untersucht das vorliegende Buch, wie und warum Betriebe aus unterschiedlichen Branchen ausländische Fachkräfte in der Provinz beschäftigen. Dabei werden die Qualifikationsmuster der Beschäftigten ebenso analysiert wie die Willkommenskultur der Betriebe. Anschaulich wird beschrieben, wie Personen mit Migrationshintergrund von ostdeutschen Betrieben aufgenommen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Internal migration in Germany, 1995-2010: new insights into East-West migration and re-urbanisation (2014)
Zitatform
Sander, Nikola (2014): Internal migration in Germany, 1995-2010. New insights into East-West migration and re-urbanisation. In: Comparative Population Studies, Jg. 39, H. 2, S. 217-245. DOI:10.12765/CPoS-2014-04en
Abstract
"Over the last two decades, patterns of internal migration in Germany have been discussed under the headings of East-West movements and sub- and re-urbanisation. This paper argues that the intense scientific and public debate that ignited about the possible causes and consequences of internal migration should be based on a clear understanding of how internal migration flows impact on regional population change. Using the German Internal Migration (GIM) database, a unique new dataset that holds annual interregional migration counts drawn from the population register for 397 regions with temporally consistent boundaries, this paper aims to provide a more comprehensive picture of the spatial structure of inter-county migration in Germany and how it has changed over the period 1995- 2010. To reduce the complexity of the county-level flow data and to facilitate the identification of patterns and trends, county-to-county flows were analysed using a spatial framework of 132 'analytical regions'. The results show that the intensity of migration between East German regions has been higher than East-West migration throughout the period, suggesting that the former type of migration has a stronger impact on rural population decline than commonly believed in the literature. Following a strong suburbanisation pattern in the 1990s, over the last decade, migration between counties in eastern Germany has resulted in a growing concentration of population in the cities of Berlin, Leipzig and Dresden. Increasing net migration gains were recorded by many urban cores across Germany. The trend was driven by both continuing in-migration of young adults in search for education and employment, and by a cessation of the long-term trend of family out-migration to the cities' suburban and non-metropolitan hinterlands." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Auspendlerüberschuss trotz guter Lehrstellenversorgung in Ostdeutschland: verschärfter Wettbewerb um Nachwuchskräfte fordert ländliche Regionen heraus (2014)
Seibert, Holger; Wesling, Mirko;Zitatform
Seibert, Holger & Mirko Wesling (2014): Auspendlerüberschuss trotz guter Lehrstellenversorgung in Ostdeutschland. Verschärfter Wettbewerb um Nachwuchskräfte fordert ländliche Regionen heraus. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, Jg. 43, H. 2, S. 10-14., 2014-01-27.
Abstract
"Die aus demografischen Gründen stark gesunkene Ausbildungsplatznachfrage führt dazu, dass viele Regionen in den ostdeutschen Bundesländern heute eine Lehrstellenversorgung aufweisen, die klar über dem gesamtdeutschen Schnitt liegt. Im Zuge dieser Entspannung sind zwar die Auspendlerquoten für Auszubildende in vielen ostdeutschen Regionen zurückgegangen, meist übersteigt die Zahl der Auspendler aber immer noch die der Einpendler. Welche ostdeutschen Regionen trotz guter Lehrstellenversorgung besonders von Auspendlerüberschüssen betroffen sind, beleuchtet dieser Beitrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger; -
Literaturhinweis
The pluralisation of living arrangements: a continuous trend? (2014)
Zitatform
Wagner, Michael & Isabel Valdés Cifuentes (2014): The pluralisation of living arrangements. A continuous trend? In: Comparative Population Studies, Jg. 39, H. 1, S. 99-122. DOI:10.12765/CPoS-2014-03en
Abstract
"Der vorliegende Artikel geht der Frage nach, inwiefern sich in Deutschland sowohl auf Haushalts- als auch auf Personenebene von einer Pluralisierung der privaten Lebensformen bis in die jüngste Gegenwart hinein sprechen lässt. Hierfür werden Daten des Mikrozensus und der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) der letzten Jahrzehnte ausgewertet. Auf Haushaltsebene werden nach dem Familienstand und der Generationenanzahl im Haushalt acht Lebensformen unterschieden. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Pluralisierung der Lebensformen hauptsächlich zwischen 1972 und 1996 stattgefunden hat, während in den letzten 20 Jahren die Vielfalt in den alten Bundesländern unverändert geblieben und in Ostdeutschland sogar leicht gesunken ist. Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man Ein- und Zweigenerationenhaushalte gesondert betrachtet. Hierbei zeigt sich, dass Lebensformen mit Kindern auch in jüngster Zeit vielfältiger wurden, was hauptsächlich auf den Rückgang verheirateter Paare mit Kindern zurückzuführen ist. Auf Personenebene wurde die Klassifizierung der Lebensformen um das Merkmal der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung erweitert, da als ein ausschlaggebender Faktor für den Wandel des familialen Sektors die veränderte Rolle der Frau gesehen wird. Die Befunde weisen auf eine beständige Zunahme der Vielfalt der Lebensformen hin. Ursächlich für diese Pluralisierung des familialen Sektors ist vor allem der Bedeutungsverlust des männlichen Ernährermodells. Dieser Trend ist in Ostdeutschland deutlicher als im Westen. Eine Kohortenanalyse zeigt darüber hinaus eine Zweigipfligkeit der Vielfalt auf der Altersachse: Die Entropie erreicht bei etwa 30 sowie 60 Jahren Höchstwerte, weil es hier häufig zu einem Wechsel der Lebensform kommt. So wird um das 30. Lebensjahr besonders häufig geheiratet und im sechsten Lebensjahrzehnt konzentriert sich der Übergang in die Phase des 'leeren Nests'. Auch die Kohortenanalyse ergibt für die meisten Altersgruppen, dass die Vielfalt der Lebensformen bei den jüngeren Geburtsjahrgängen höher ist als bei den älteren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
deutschsprachige Fassung -
Literaturhinweis
Rückwanderung von Beschäftigten nach Brandenburg: eine Analyse anhand der Beschäftigten-Historik des IAB (2014)
Wesling, Mirko; Bogai, Dieter;Zitatform
Wesling, Mirko & Dieter Bogai (2014): Rückwanderung von Beschäftigten nach Brandenburg. Eine Analyse anhand der Beschäftigten-Historik des IAB. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 03/2014), Nürnberg, 35 S.
Abstract
"In dieser Untersuchung wird die Rückwanderung von Beschäftigten aus den alten Bundesländern nach Brandenburg analysiert. Sie wird mit der Entwicklung für die ostdeutschen Flächenländer insgesamt verglichen. Datengrundlage ist die Beschäftigtenhistorik des IAB. Als Abgewanderte bezeichnen wir vormals in Brandenburg (bzw. den neuen Ländern) wohnhafte sozialversicherungspflichtig beschäftigte Personen, die zwischen 1999 und 2007 ihren Wohnort nach Westdeutschland verlegten. Von den derart definierten Emigranten kehrten, im Vergleich mit allen Flächenländern im Osten der Republik, bis 2012 nach Brandenburg am wenigsten zurück. Das Land weist im betrachteten Zeitraum mit 11,7 Prozent die niedrigste Rückkehrquote aller ostdeutschen Flächenländer auf. Die mittlere Quote für Rückwanderungen in eines der neuen Bundesländer liegt hingegen bei 14,6 Prozent und damit klar höher. Als mögliche Ursachen hierfür diskutieren wir die geringe Rückkehrneigung der frühen Abwanderungskohorten, welche unter den Abwanderern aus Brandenburg ein höheres Gewicht einnehmen, die häufigere Abwanderung von Brandenburger Beschäftigten nach Baden-Württemberg, das eine im Vergleich zu anderen Zielbundesländern höhere Bindekraft besitzt, sowie die geringere Qualifikation und das höhere Alter der Abwanderer aus Brandenburg - beides Faktoren, die eher in einem negativen Zusammenhang mit Mobilität stehen. Bei Betrachtung der Wanderungen auf Landkreisebene zeigt sich, dass die meisten Rückwanderer nach Brandenburg auch in den Kreis zurückkehren, aus dem sie zuvor abgewandert sind. Einzig die kreisfreien Städte - und hier vor allem Frankfurt/Oder - bilden eine Ausnahme, wobei berücksichtigt werden muss, dass die Abwanderer aus diesen Regionen im Falle der Bundeslandrückkehr ohne Kreisrückkehr einen an den Herkunftskreis angrenzenden Nachbarkreis als alternative Rückkehrregion wählten. Der Blick auf beide Dimensionen der Migrationsthematik - Emigration und Remigration - zeigt starke regionale Disparitäten. Nicht nur die Abwanderungsrate, sondern auch die Rückkehrquote ist hiervon geprägt. Vor allem berlinnahe Kreise weisen die geringsten Abwanderungsraten bei z. T. überdurchschnittlichen Rückkehrquoten auf. Aus den peripheren Regionen hingegen sind viele abgewandert, häufig sind nur vergleichsweise wenige dorthin zurückgekehrt. Die regionalen Rückkehrinitiativen Brandenburgs sind zumeist in ebenjenen Regionen zu finden. Dies sind nach der in unserem Bericht gewählten Bewertungsskala auch die 'richtigen' Regionen für derartige Initiativen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dealing with female brain-drain in rural Europe: results from the central Europe project women. The volume refers to studies established in the framework of the WOMEN Project (2014)
Zitatform
Wiest, Karin, Rick Glöckner, Tim Leibert, Matthias Schaarwächter & Anika Schmidt (Hrsg.) (2014): Dealing with female brain-drain in rural Europe. Results from the central Europe project women. The volume refers to studies established in the framework of the WOMEN Project. (forum ifl 26), Leipzig: Leibniz-Institut für Länderkunde, 114 S.
Abstract
"Selective migration and gendered mobility are phenomena which have been observed in rural Europe for decades. Women tend to leave rural areas at higher rates than men. These sex-selective differences in the migration patterns of young adults can be traced back to changes in the working world connected to the transition from agrarian and industrial to post-industrial labour market structures in conjunction with increasing educational aspirations of young women. Beyond that, previous research also points to traditional gender stereotypes and certain lifestyles as additional factors which influence the out-migration of young women from rural areas. Gendered migration is likely to hamper rural development and to negatively affect the social sustainability of rural areas. Moreover, there are concerns that a skills shortage in particular in female-dominated areas of the labour market is likely to become a negative locational factor. The out-migration of young well-educated women is supposed to exacerbate the economic, demographic and social problems of the regions concerned. Against this backdrop, the CENTRAL EUROPE project WOMEN was intended to develop concrete measures and to evaluate strategies that are useful to counteract the female brain-drain in rural Europe. The project activities were aimed at improving the regional job prospects of young women and at triggering positive effects on regional development via awareness raising campaigns that target young women in particular. Based on the results of the WOMEN project the out-migration of young women from rural areas is highlighted from different angles within this volume. A detailed analysis of regional demographic typologies has been conducted to identify general demographic trends within Europe as well as diverging regional pathways. Against this backdrop, migration patterns, the socioeconomic structures and the conditions on the labour market of the six case study regions in Austria, Germany, Hungary, Poland and Slovenia, have been analysed with respect to the situation of young women based on statistical data and expert surveys. Those analyses were intended to shed light on the social, economic and demographic conditions in the case study regions and to set the frame for the implementation of concrete pilot actions. Based on the lessons learnt from the projects' pilot actions, a joint transnational strategy intended to counteract the out-migration of young women from rural regions is introduced." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wieder da: Rückwanderung von Unternehmerinnen und Unternehmern nach Ostdeutschland (2014)
Abstract
"Heute, ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall, ist die Lebensqualität in Ost- und Westdeutschland weitgehend angeglichen und die ostdeutsche Wirtschaft steht auf einem soliden Fundament. Hierzu haben auch die nach Ostdeutschland rückgewanderten Unternehmerinnen und Unternehmer beigetragen.
Die vorliegende Studie bietet mit ihrem exemplarischen Einblick in 17 Biografien ebensolcher rückgekehrter Unternehmerinnen und Unternehmer eine gute Möglichkeit, die Leistung dieser Bevölkerungsgruppe für Ostdeutschland zu würdigen.
Wieder einmal bestätigt sich die Erkenntnis, dass es häufig gut qualifizierte Ostdeutsche waren, die den Schritt in den Westen gewagt und als im Berufsleben erfolgreiche Leistungsträger in die Heimat zurückgekommen sind. Durch ihr unternehmerisches und oftmals auch umfassendes bürgerschaftliches Engagement haben sie ihre alte, neue Heimat positiv mitgestaltet. Sie können zurecht stolz auf das sein, was sie gemeinsam mit ihren Arbeitskollegen, Familien und Freunden erreicht haben. Gleichzeitig zeigen ihre Porträts aber auch eindrucksvoll, welches unternehmerische Potenzial in den Ostdeutschen steckt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Deutschlands Wandel zum modernen Einwanderungsland : Jahresgutachten 2014 mit Integrationsbarometer (2014)
Zitatform
(2014): Deutschlands Wandel zum modernen Einwanderungsland : Jahresgutachten 2014 mit Integrationsbarometer. (Jahresgutachten ... mit Integrationsbarometer / Sachverständigenrat Deutscher Stiftungen für Integration und Migration 5), Berlin, 199 S.
Abstract
"Das SVR-Jahresgutachten untersucht Deutschlands Wandel zum modernen Einwanderungsland in den vergangenen fünf Jahren und benennt den zum Teil noch erheblichen Handlungsbedarf. Während die Bilanz in der Integrationspolitik gemischt ausfällt, ist bei der Arbeitsmigrationspolitik eine weitgehende Liberalisierung der Zuzugsmöglichkeiten für Fachkräfte erreicht worden. Dennoch fehlt nach wie vor eine zuwanderungspolitische Gesamtstrategie. Für die Weiterentwicklung der Integrations- und Migrationspolitik gibt der Sachverständigenrat eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen ab.
Für das Jahresgutachten mit dem Titel 'Deutschlands Wandel zum modernen Einwanderungsland' wurde zum dritten Mal ein Integrationsbarometer erstellt. Befragt wurden rund 5.660 Personen mit und ohne Migrationshintergrund zu ihrer Einschätzung zum Integrationsklima, zur interkulturellen Öffnung, zur institutionellen Gleichstellung des Islam und zu religiöser Vielfalt." (Textauszug, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Einkommenseffekte von Betriebswechslern: neue Befunde für Ostdeutschland (2013)
Zitatform
Alm, Bastian, Dirk Engel & Antje Weyh (2013): Einkommenseffekte von Betriebswechslern. Neue Befunde für Ostdeutschland. (IAB-Discussion Paper 08/2013), Nürnberg, 29 S.
Abstract
"Der Beitrag geht der Frage nach, ob Betriebswechsler ein höheres Wachstum ihres Entgelts erzielen im Vergleich zur hypothetischen Situation, dass diese Wechsler ihren Herkunftsbetrieb nicht verlassen hätten. Zur Beantwortung dieser Frage verwenden wir die Grundgesamtheit aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in Ostdeutschland im Jahr 2004. Mithilfe eines Propensity Score Matchings spielen wir zunächst jedem Betriebswechsler zwischen 2004 und 2005 einen Nichtwechsler mit ähnlichen Merkmalen zu. Der durchschnittliche Einkommenseffekt des Betriebswechsels ergibt sich, indem zunächst das individuelle Einkommenswachstum zwischen 2004 und 2009 ermittelt und in einem weiteren Schritt die Differenz über alle Betriebswechsler und die ihnen zugespielten betriebsstabilen Beschäftigten berechnet wird. Im Ergebnis dessen weisen Betriebswechsler ein jahresdurchschnittliches Entgeltwachstum von 2,68 % auf und erreichen damit eine signifikant höhere Einkommensdynamik als die Nichtwechsler (1,34 %). Im Rahmen gruppendifferenzierter Analysen gilt unser besonderes Augenmerk den Einkommenseffekten für Betriebswechsler innerhalb Ostdeutschlands und den Betriebswechslern nach Westdeutschland. Sowohl Betriebswechsler innerhalb Ostdeutschlands als auch jene mit Abwanderung nach Westdeutschland erreichen einen höheren Einkommenspfad als betriebsstabile Beschäftigte. Der Effekt ist für Wechsler innerhalb Ostdeutschlands sogar signifikant höher." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje; -
Literaturhinweis
Bildungsland Sachsen - Eine Zukunftsinvestition für Deutschland: Gutachten im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei (2013)
Zitatform
Arent, Stefan, Wolfgang Nagl & Joachim Ragnitz (2013): Bildungsland Sachsen - Eine Zukunftsinvestition für Deutschland. Gutachten im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei. (Ifo-Dresden-Studien 68), Dresden, 86 S.
Abstract
"Bildung ist eine der zentralen föderalen Aufgaben in Deutschland. So können die Bundesländer die Bildungspolitik weitgehend alleine gestalten, müssen allerdings auch die Ausgaben dafür tragen. Die Bildungsausgaben stellen einen der größten Posten den Länderhaushalten dar. Ökonomisch interessant und politisch brisant werden die föderalen Bildungsausgaben vor dem Hintergrund der innerdeutschen Wanderung. Für den Freistaat Sachsen werden in diesem Projekt die mit den Wanderungsströmen fließenden Bildungsinvestitionen von und nach jedem Bundesland bestimmt. Um die Bildungsinvestitionssalden zu bestimmen, erfolgt in einem ersten Schritt eine altersspezifische Analyse der einzelnen Wanderungsströme mit jedem Bundesland. Es zeigt sich, dass aus den anderen ostdeutschen Flächenländern eine Nettozuwanderung nach Sachsen stattfindet, während mehr Menschen aus Sachsen in die westdeutschen Länder abwandern, als von dort zuwandern. Die meisten Personen wandern dabei in die großen und wirtschaftlich starken südlichen Bundesländer ab. Insgesamt ist der Wanderungssaldo 2008 für Sachsen deutlich negativ. Wanderung findet hauptsächlich zwischen dem 20. und dem 35. Lebensjahr statt, sodass netto aus Sachsen tendenziell junge und gut ausgebildete Personen abwandern. Um den tatsächlichen Transfer von Bildungsinvestitionen zu quantifizieren, werden in einem zweiten Schritt die Bildungskosten in jedem Bundesland bestimmt. Es werden dann spezifische Bildungskosten für jedes Altersjahr bzw. Qualifikationsniveau bestimmt. In einem letzten Schritt werden diese alters- und qualifikationsspezifischen Bildungskosten auf die Wanderungsströme übertragen. Analog zu den Wanderungsströmen fließen Sachsen netto Bildungsinvestitionen aus den anderen ostdeutschen Bundesländern zu, aber Bildungsinvestitionen nach den westdeutschen Bundesländern ab. Insgesamt verliert Sachsen mehr Bildungsinvestitionen als es gewinnt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutsche Wirtschaft stagniert im Jahr 2013 (2013)
Brautzsch, Hans-Ulrich; Loose, Brigitte; Lindner, Axel ; Ludwig, Udo; Lang, Cornelia; Schultz, Birgit; Exß, Franziska;Zitatform
Brautzsch, Hans-Ulrich, Franziska Exß, Cornelia Lang, Axel Lindner, Brigitte Loose, Udo Ludwig & Birgit Schultz (2013): Ostdeutsche Wirtschaft stagniert im Jahr 2013. In: Konjunktur aktuell, Jg. 1, H. 3, S. 108-139.
Abstract
"Die gesamtwirtschaftliche Produktion in Ostdeutsch-land dürfte im Jahr 2013 stagnieren, während sie in Gesamtdeutschland wohl um 0,7% zulegt. Die Zuwachsraten liegen nun seit dem Jahr 2010 unter denen im Westen Deutschlands. Das liegt vor allem daran, dass die wichtigen Absatzmärkte der ostdeutschen Wirt-schaft nicht in schnell wachsenden Schwellenländern, sondern in Europa liegen und die europäische Wirtschaft in der Krise steckt. Zudem ist in Ostdeutschland die Produktion von Vorleistungsgütern von größerer Bedeutung als in Westdeutschland, und deren Nachfrage entwickelte sich seit dem vergangenen Jahr schwach, nicht zuletzt weil Läger europaweit abgebaut werden. Allerdings wird die Konjunktur in Deutschland, und damit auch im Osten des Landes, im Verlauf des Jahres 2013 deutlich Fahrt aufnehmen. Die Flutkatastrophe an der Elbe und ihren Zuflüssen Anfang Juni hat zwar erhebliche Sachschäden, aber nur begrenzte Produktionsausfälle mit sich gebracht. Instandsetzungsmaßnahmen dürften der Bauwirtschaft für die zweite Jahreshälfte 2013 einige Impulse geben. Konvergenz des gesamtwirtschaftlichen Outputs zwischen West- und Ostdeutschland findet zurzeit auch pro Kopf nicht mehr statt. Dass Ostdeutschland von der Rezession im Euroraum stärker getroffen ist als Gesamtdeutschland, ist wohl nicht der einzige Grund. Auch die ungünstigere Bevölkerungsentwicklung bremst die Güternachfrage. Dabei werden die langfristigen demographischen Effekte schon jetzt von privaten und öffentlichen Haushalten antizipiert. So zwingt eine ungünstigere Bevölkerungsprognose ostdeutsche Länder zu schärferen Konsolidierungskursen als westdeutsche, weil sie die für die Zukunft zu erwartenden Einnahmen schmälert. Über die Frage der langfristigen Konvergenz entscheiden aber weniger Faktoren der Nachfrage als die Entwicklung der Angebotsbedingungen. Diese werden ebenfalls durch eine schrumpfende und alternde Bevölkerung verschlechtert. Allerdings hat sich die Wanderungsbilanz Ostdeutschlands vor allem durch den Zuzug aus dem Ausland zuletzt deutlich verbessert. Das Arbeitsangebot in den städtischen Ballungsräumen Ostdeutschlands sollte durch stärkere Integration um-liegender Arbeitsmärkte gestärkt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fach- und Führungskräftemangel in Ostdeutschland: eine qualitative Untersuchung der "Dritten Generation Ostdeutschland" (2013)
Enders, Judith C.; Lettrari, Adriana; Staemmler, Johannes; Schulze, Mandy;Zitatform
Enders, Judith C., Adriana Lettrari, Mandy Schulze & Johannes Staemmler (2013): Fach- und Führungskräftemangel in Ostdeutschland. Eine qualitative Untersuchung der "Dritten Generation Ostdeutschland". Bielefeld: Bertelsmann, 48 S.
Abstract
"Im Zuge ihrer Ausbildung haben viele junge Menschen der 'Dritten Generation Ostdeutschland' ihre Heimatorte gen Westen verlassen. Können sie sich eine Rückkehr vorstellen? Vor dem Hintergrund des erwarteten Fachkräftemangels vor allem in den neuen Bundesländern haben die Autoren die beruflichen und privaten Wünsche der 'Dritten Generation Ostdeutschland' erforscht. Sie entwickeln aus den Ergebnissen der Befragungen nachhaltige Prognosen für die Bewältigung des Fach- und Führungskräftemangels in Ostdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung der Erwerbslosigkeit in Sachsen-Anhalt: welche Rolle spielt die Alterung der Bevölkerung? (2013)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Carsten Pohl, Uwe Sujata & Antje Weyh (2013): Entwicklung der Erwerbslosigkeit in Sachsen-Anhalt. Welche Rolle spielt die Alterung der Bevölkerung? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 02/2013), Nürnberg, 34 S.
Abstract
"In Sachsen-Anhalt ist die Erwerbslosigkeit in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Die Zahl der Erwerbslosen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren sank von 229 Tausend im Jahr 1993 auf 128 Tausend im Jahr 2011. Auch die Erwerbslosenquote weist in diesem Zeitraum einen deutlichen Rückgang von 16,6 auf 10,5 Prozent auf. Zugleich ist das Land besonders stark vom demografischen Wandel betroffen. Es wurde zunehmend die Vermutung laut, dass dieser einen wesentlichen Beitrag zur Lösung des Arbeitslosigkeitsproblems leisten würde, da aufgrund des Rückgangs und der Alterung der Bevölkerung weniger Erwerbspersonen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden. Die vorliegende Untersuchung geht anhand von zwei Ansätzen der Frage nach, welchen Einfluss die Alterung der Bevölkerung auf die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt in den Jahren von 1993 bis 2011 hatte. Die Analyse des so genannten direkten Effektes zeigt anhand der Zerlegung der Erwerbslosenquote in einen Altersstruktur-, Verhaltens- und Arbeitsmarkteffekt, dass die Alterung der Bevölkerung direkt nur einen äußerst geringen Beitrag zum Rückgang der Erwerbslosigkeit geleistet hat. Mit Hilfe verschiedener ökonometrischer Verfahren kann jedoch eine indirekte Wirkung der Alterung der Bevölkerung auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bestätigt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass mit einem abnehmenden Anteil der jüngeren Bevölkerung (zunehmenden Anteil der Älteren) der Anteil der Arbeitslosen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sinkt. Die Alterung der Bevölkerung - sowohl getrieben durch weniger Jüngere als auch mehr Ältere wirkt sich damit positiv auf den Rückgang der Arbeitslosigkeit aus. Es bleibt aber zu betonen, dass sich insgesamt lediglich Teilantworten auf die Frage finden lassen, wie groß die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt tatsächlich sind, da auch weitere Faktoren die Entwicklung der Arbeitslosigkeit beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung der Erwerbslosigkeit in Sachsen: welche Rolle spielt die Alterung der Bevölkerung? (2013)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Carsten Pohl, Uwe Sujata & Antje Weyh (2013): Entwicklung der Erwerbslosigkeit in Sachsen. Welche Rolle spielt die Alterung der Bevölkerung? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 02/2013), Nürnberg, 34 S.
Abstract
"In Sachsen ist die Erwerbslosigkeit in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Die Zahl der Erwerbslosen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren sank von 423 Tausend im Jahr 1993 auf 204 Tausend im Jahr 2011. Auch die Erwerbslosenquote weist in diesem Zeitraum einen deutlichen Rückgang von 18,4 auf 9,6 Prozent auf. Zugleich ist der Freistaat in besonders starkem Maße vom demografischen Wandel betroffen. Es wurde zunehmend die Vermutung laut, dass dieser einen wesentlichen Beitrag zur Lösung des Arbeitslosigkeitsproblems leisten würde, da aufgrund des Rückgangs und der Alterung der Bevölkerung weniger Erwerbspersonen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden. Die vorliegende Untersuchung geht anhand von zwei Ansätzen der Frage nach, welchen Einfluss die Alterung der Bevölkerung auf die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Sachsen in den Jahren von 1993 bis 2011 hatte. Die Analyse des so genannten direkten Effektes zeigt anhand der Zerlegung der Erwerbslosenquote in einen Altersstruktur-, Verhaltens- und Arbeitsmarkteffekt, dass die Alterung der Bevölkerung direkt nur einen äußerst geringen Beitrag zum Rückgang der Erwerbslosigkeit geleistet hat. Mit Hilfe verschiedener ökonometrischer Verfahren kann jedoch eine indirekte Wirkung der Alterung der Bevölkerung auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bestätigt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass mit einem abnehmenden Anteil der jüngeren Bevölkerung (zunehmenden Anteil der Älteren) der Anteil der Arbeitslosen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sinkt. Die Alterung der Bevölkerung - sowohl getrieben durch weniger Jüngere als auch mehr Ältere wirkt sich damit positiv auf den Rückgang der Arbeitslosigkeit aus. Es bleibt aber zu betonen, dass sich insgesamt lediglich Teilantworten auf die Frage finden lassen, wie groß die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt tatsächlich sind, da auch weitere Faktoren die Entwicklung der Arbeitslosigkeit beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung der Erwerbslosigkeit in Thüringen: welche Rolle spielt der demografische Wandel? (2013)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Carsten Pohl, Uwe Sujata & Antje Weyh (2013): Entwicklung der Erwerbslosigkeit in Thüringen. Welche Rolle spielt der demografische Wandel? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 01/2013), Nürnberg, 38 S.
Abstract
"In Thüringen ist die Erwerbslosigkeit in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Die Zahl der Erwerbslosen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren sank von 250 Tausend im Jahr 1993 auf 92 Tausend im Jahr 2011. Auch die Erwerbslosenquote weist in diesem Zeitraum einen deutlichen Rückgang von 19,2 auf 7,7 Prozent auf. Da der Freistaat in besonders starkem Maße vom demografischen Wandel betroffen ist, wurde zunehmend die Vermutung laut, dass dieser einen wesentlichen Beitrag zur Lösung des Arbeitslosigkeitsproblems leisten würde, da aufgrund des Rückgangs und der Alterung der Bevölkerung weniger Erwerbspersonen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden.
Der Arbeitsmarkt in Thüringen wurde in den letzten 20 Jahren jedoch nicht nur vom demografischen Wandel geprägt, sondern beispielsweise auch von Veränderungen im Erwerbsverhalten der Bevölkerung. Die Zerlegung der Erwerbslosenquote in einen Altersstruktur-, Verhaltens- und Arbeitsmarkteffekt zeigt, dass der demografische Wandel nur einen äußerst geringen Beitrag zur Abnahme der Erwerbslosenquote geleistet hat. Veränderungen in der Erwerbsbeteiligung schlagen ebenfalls kaum zu Buche. Den fast alleinigen Anteil am Rückgang der Erwerbslosenquote kann dem Arbeitsmarkteffekt zugeschrieben werden. Auch in Zukunft ist davon auszugehen, dass der Altersstruktureffekt quantitativ kaum Bedeutung für die Arbeitsmarktentwicklung haben dürfte." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Gender differences in residential mobility: the case of leaving home in East Germany (2013)
Zitatform
Geissler, Ferdinand, Thomas Leopold & Sebastian Pink (2013): Gender differences in residential mobility. The case of leaving home in East Germany. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 133, H. 2, S. 239-248. DOI:10.3790/schm.133.2.239
Abstract
"This study uses geo-coded data from 11 waves (2000 - 2010) of the SOEP to investigate gender differences in the spatial mobility of N = 2,072 young adults initially leaving their parental home. In West Germany, we find no gender differences in moving distances. In East Germany, young women are considerably more mobile than men. Almost 30% of East German women move across 100 km or more, compared to only 18% of East German men. The multivariate models reveal that these differences are not explained by the gender gap in education. Instead, they are attributable to East German women's higher propensity of moving to West Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Zurück nach Ostdeutschland: Bedingungen und Motivlagen der Remigration von ostdeutschen Abwanderern (2013)
Zitatform
Lang, Thilo & Aline Hämmerling (2013): Zurück nach Ostdeutschland: Bedingungen und Motivlagen der Remigration von ostdeutschen Abwanderern. In: Berichte / Deutsche Akademie für Landeskunde e.V. ; Leibniz-Institut für Länderkunde : Geographie und Landeskunde, Jg. 87, H. 4, S. 347-374.
Abstract
"After massive emigration from East to West Germany in the 1990s, meanwhile a considerable return of East German emigrants can be observed. Recalling the current discussion on shortage of skilled workers, high qualified East German re-migrants can be considered as a potential for regional development. However, a common assumption suggests a primary return of the economically less successful emigrants (return of failure). Empirical findings on the determinants of remigration and on the motives that drive a return are rare. The few existing studies point to both the relevance of economic failures in the host context and social factors in the home context fostering the return decision. Moreover, in current literature, there is no quantitative empirical analysis on return typologies to which integration and return interventions can be addressed- Therefore, we investigate in this paper various factors that decrease resp. increase the return probability. We also empirically identify so far only theoretically discussed return types among East German re-migrants. Our empirical analyses draw on the East Germany subsample of the Re-Turn online survey, conducted in 2012. Our findings suggest the relevance of so far rather neglected social network factors increasing the return probability independently of the economic standing in the host context. Correspondingly, we identify the prevalence of social and family-related return next to return of failure and planned return." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reconsidering the effect of education on east-west migration in Germany (2013)
Zitatform
Melzer, Silvia Maja (2013): Reconsidering the effect of education on east-west migration in Germany. In: European Sociological Review, Jg. 29, H. 2, S. 210-228., 2011-06-10. DOI:10.1093/esr/jcr056
Abstract
"This article analyses migration from East to West Germany, focusing on the influence of education on migration and on the self-selection processes involved in decisions regarding education and migration. Using human capital, signalling, and segmentation theory, hypotheses are derived on the influence of education on migration. The migration patterns for men and women are investigated on the basis of the German Socio-economic Panel data from 1992 to 2007. The results of the hierarchical logit regression models show that the level of education influences the migration decisions of both men and women. However, Heckman selection models reveal that only the migration patterns of women are defined by a selection of upper secondary education. For women, the results suggest that the same mechanisms drive their participation in upper secondary education and in migration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Why do couples relocate?: considering migration from East to West Germany (2013)
Zitatform
Melzer, Silvia Maja (2013): Why do couples relocate? Considering migration from East to West Germany. In: European Societies, Jg. 15, H. 3, S. 423-445., 2013-01-09. DOI:10.1080/14616696.2013.787434
Abstract
"This paper examines the determinants of family migration from a post-socialist country, the former German Democratic Republic (today, the eastern part of reunified Germany), to a western country, West Germany. The paper seeks to answer the following questions: (1) How does the migration behavior of married and cohabitating men and women differ from that of individuals who live alone? (2) What factors influence family migration? (3) Are there gender-specific differences in the factors that influence migration? Hypotheses are derived from theories of gender roles, household economics, and bargaining to investigate the migration of individuals and families. Data from the Socio-Economic Panel Study covering the period 1992 to 2007 are analyzed using logistic hierarchical regression models. The results show that the male partner's education level is the most important determinant of migration, whereas the female partner's education is of secondary importance. The results generally support the predictions of gender role theory. Despite their egalitarian views and socialization in a socialist country, couples from East Germany exhibit a traditional orientation toward gender roles when making migration decisions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Rahmenbedingungen von Zuwanderung und interkulturellem Zusammenleben in den ostdeutschen Bundesländern: eine Bestandsaufnahme (2013)
Zitatform
Münch, Sybille (2013): Rahmenbedingungen von Zuwanderung und interkulturellem Zusammenleben in den ostdeutschen Bundesländern. Eine Bestandsaufnahme. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 71, H. 3, S. 261-271. DOI:10.1007/s13147-013-0215-1
Abstract
"In den vergangenen Jahren haben sich innerhalb Europas nicht nur neue Zuwanderungs- und Transitländer herausgebildet. Auch innerhalb von Staaten mit bestehender Migrationsgeschichte haben sich die Zielregionen ausdifferenziert und Migranten erreichen Orte, die bislang nur wenig Erfahrung im interkulturellen Zusammenleben hatten. Fragen der wachsenden ethnisch-kulturellen Diversität in Deutschland werden zwar überwiegend im Hinblick auf die westlichen Bundesländer und hier mit einem starken Fokus auf Großstädte diskutiert. Dennoch haben sich in den vergangenen Jahren neue Cluster der internationalen Zuwanderung in ostdeutschen Bundesländern herausgebildet, auch wenn sie gegenüber traditionellen Zielregionen vergleichsweise klein ausfallen. Sie entstehen vorrangig durch die gesteuerte Verteilung von Neuzuwanderern, genauer von Asylbewerbern und vor allem in der Vergangenheit von Spätaussiedlern und jüdischen Kontingentflüchtlingen, über das gesamte Bundesgebiet seit 1990. Die Muster von Zuwanderung, Integration und sozialräumlicher Segregation differieren nicht nur von denen in westlichen Bundesländern, sondern sind auch in sich ausgesprochen vielfältig. Vor dem Hintergrund einer weitgehenden Vernachlässigung der ostdeutschen Bundesländer in der Migrationsforschung und in politischen Konzepten zum interkulturellen Zusammenleben bemüht sich der vorliegende Beitrag um einen zusammenfassenden Überblick existierender Studienergebnisse, die durch eine Dokumentenanalyse abgerundet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zunehmende Rückwanderung von Arbeitskräften nach Ostdeutschland (2013)
Zitatform
Nadler, Robert & Mirko Wesling (2013): Zunehmende Rückwanderung von Arbeitskräften nach Ostdeutschland. In: Nationalatlas aktuell H. 7 (12.2013) 11, S. 1-18., 2013-11-26.
Abstract
"In jüngster Zeit wandern immer weniger ostdeutsche Beschäftigte in den Westen ab. Gleichzeitig kehren immer mehr Ostdeutsche in ihre Heimatregionen zurück - unter ihnen viele junge, gut ausgebildete Fachkräfte. Aktuelle Deutschlandkarten zeigen diese Verschiebungen. Die Beweggründe für die Rückwanderung sind vielschichtig. Rückwanderung ist damit für viele Regionen in Ostdeutschland zu einem Hoffnungsträger bei der Bewältigung demographischer Probleme geworden. Das gilt umso mehr, als Ostdeutsche, die in ihre Heimatregionen zurückkehren, im Vergleich zu den nicht nach Westdeutschland abgewanderten Beschäftigten deutlich jünger sind und überwiegend im ländlichen Raum leben. Das ergaben die Analysen für diesen Beitrag, der erstmals flächendeckend die Rückwanderungsströme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf Kreisebene darstellt. Grundlage ist die Beschäftigtenhistorik (BeH) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), in der die Erwerbsbiographien mit Daten zum Wohnort verbunden sind. Aufgrund der schwierigen Datenlage gibt es bisher keine deutschlandweiten Untersuchungen zu entsprechenden Wanderungsbeziehungen zwischen west- und ostdeutschen Regionen. Um die jüngste Entwicklung nachvollziehen zu können, werden im Folgenden zwei Fünf-Jahres-Zeiträume miteinander verglichen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wanderungen von und nach Ostdeutschland (2013)
Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ragnitz, Joachim (2013): Wanderungen von und nach Ostdeutschland. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 20, H. 6, S. 44-48.
Abstract
Auf der Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes wird die Entwicklung der Wanderungsströme von und nach Ostdeutschland für den Zeitraum 1999 bis 2011, differenziert nach Binnenwanderung und Außenwanderung dargestellt. 'Dabei zeigt es sich, dass der Rückgang der Wanderungssalden der ostdeutschen Länder seit Beginn des letzten Jahrzehnts vor allem durch verringerte Fortzüge bedingt ist; erst am aktuellen Rand - seit etwa 2008 - haben auch die Zuzüge in die neuen Länder wieder leicht zugenommen. (...) Differenziert man nach Inlands- und Auslandswanderung, so zeigt es sich, dass der Rückgang bei den Fortzügen aus Ostdeutschland vor allem durch eine nachlassende Abwanderung in die westdeutschen Bundesländer bedingt ist; die Fortzüge in das Ausland haben sich im betrachteten Zeitraum hingegen kaum verändert. Demgegenüber resultiert der positive Trend bei den Zuzügen am aktuellen Rand eher aus Zuwanderungen aus dem Ausland, weniger aus Zuwanderungen aus den westdeutschen Bundesländern.' (IAB)
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Literaturhinweis
Regionale Mobilität sächsischer Auszubildender: Die späten Folgen des Nachwendegeburtenknicks (2013)
Seibert, Holger; Wesling, Mirko;Zitatform
Seibert, Holger & Mirko Wesling (2013): Regionale Mobilität sächsischer Auszubildender: Die späten Folgen des Nachwendegeburtenknicks. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 20, H. 5, S. 16-21., 2013-09-10.
Abstract
"Die Situation für Ausbildungsbewerber und -betriebe hat sich, nicht nur in Sachsen, gewandelt. Während in früheren Jahren die Zahl der Ausbildungsbewerber jene der verfügbaren Lehrstellen oft weit übertraf, wird aktuell immer häufiger ein Mangel an Auszubildenden beklagt. Der Beitrag rekapituliert zum einen die Ursachen für diesen Wandel und beleuchtet zum anderen, wie sich dieser auf das Mobilitätsverhalten der in Sachsen wohnhaften Auszubildenden auswirkte. Der zeitliche Vergleich von Auspendlerquoten, -distanzen und -zielen zeigt, dass die in Sachsen lebenden Lehrlinge auf die - überwiegend demographisch bedingte - Entspannung der Ausbildungssituation mit einer rückläufigen Mobilitätsneigung reagierten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger; -
Literaturhinweis
Wanderungsmuster junger Frauen im ländlichen Sachsen-Anhalt: Implikationen für zielgruppenorientierte Regionalentwicklungsstrategien (2013)
Zitatform
Wiest, Karin & Tim Leibert (2013): Wanderungsmuster junger Frauen im ländlichen Sachsen-Anhalt. Implikationen für zielgruppenorientierte Regionalentwicklungsstrategien. In: Raumforschung und Raumordnung, Jg. 71, H. 6, S. 455-469. DOI:10.1007/s13147-013-0257-4
Abstract
"In vielen Regionen Europas sind ausgeprägte Ungleichgewichte bei den Frauen- und Männeranteilen in den jüngeren Altersgruppen zu beobachten. Während Städte tendenziell einen Überschuss an jungen Frauen aufweisen, ist in dünn besiedelten, peripheren ländlichen Räumen häufig ein Überschuss an jungen Männern sogar deutlich erkennbar. Vor allem der ländliche Raum in den neuen Bundesländern Deutschlands weist einen auffälligen 'Frauenmangel' auf. Der Beitrag analysiert die Ursachen dieser demographischen Schieflage am Beispiel Sachsen-Anhalts und fragt nach deren Implikationen für die Regionalentwicklung. Auf der Grundlage von Tiefeninterviews mit jungen Frauen, einer Befragung von Schülerinnen und Schülern und der Analyse von demographischen Daten wird aufgezeigt, wie die soziale und ökonomische Transformationskrise nach der Wiedervereinigung, die regionale Wirtschaftsstruktur und die Herausbildung einer Abwanderungskultur im ländlichen Sachsen-Anhalt einen spezifischen demographischen Entwicklungspfad hervorgebracht haben. Die wesentlichen Faktoren zur Erklärung der Abwanderung junger Frauen bilden eine über viele Jahre angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt, die als negativ wahrgenommenen Berufsperspektiven und die geringe Identifikation mit der Herkunftsregion. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass die Auseinandersetzung mit dem Phänomen unausgewogener Geschlechterproportionen neben der Aufmerksamkeit für geschlechtsspezifische Lebenswelten immer auch die Frage nach gleichwertigen Lebensverhältnissen und raumbezogenen Diskursen berührt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Selektive Arbeitskräftemobilität in Deutschland: Beschäftigungschancen sind wichtiger als der Lohn (2012)
Zitatform
Arntz, Melanie, Terry Gregory & Florian Lehmer (2012): Selektive Arbeitskräftemobilität in Deutschland: Beschäftigungschancen sind wichtiger als der Lohn. (IAB-Kurzbericht 13/2012), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die wirtschaftliche Prosperität von Regionen hängt unter anderem davon ab, ob sie ein attraktiver Standort für (Hoch-)Qualifizierte sind. Für die Gestaltung politischer Maßnahmen, die Brain-Drain-Phänomenen entgegenwirken sollen, ist es wichtig zu wissen, was die Wanderung von Arbeitskräften bestimmt. In diesem Beitrag wird deshalb untersucht, wie sich regionale Unterschiede in der Lohn- und Beschäftigungsverteilung auf die Bildungsstruktur in den Arbeitskräftebewegungen auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Einkommensunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland
- Migration und Humankapitaltransfer: Bilanz zwischen Ost- und Westdeutschland
- Verteilung von Beschäftigungschancen und Löhnen in 27 deutschen Arbeitsmarktregionen
- Variationskoeffizient der Löhne und der Arbeitslosenquote für 27 Arbeitsmarktregionen in Deutschland, 1995-2004
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Literaturhinweis
Bevölkerungsentwicklung und Wirtschaftswachstum in der Region Dresden (REGKLAM) bis 2025 (2012)
Zitatform
Baum, Katja & Wolfgang Nagl (2012): Bevölkerungsentwicklung und Wirtschaftswachstum in der Region Dresden (REGKLAM) bis 2025. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 19, H. 3, S. 30-34.
Abstract
"Ob und wie stark die Bevölkerung schrumpft und wie stark sie gleichzeitig altert, kann regional sehr unterschiedlich sein. Für die Modellregion Dresden (REGKLAM) wird in einer kleinräumigen Analyse gezeigt, welche Tendenzen sich bei der Bevölkerungsentwicklung abzeichnen und welche Folgen sich daraus für die wirtschaftliche Entwicklung bis 2025 ergeben. Die Wirtschaft wird sich in der REGKLAM-Region aufgrund des Bevölkerungsrückganges weniger dynamisch entwickeln. Die Stadt Dresden wächst aber gegen den Trend, sodass deren Bedeutung in der Region noch weiter zunimmt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pendlerbericht Berlin-Brandenburg 2010: Pendlerdistanzen und soziodemografische Strukturen (2012)
Bogai, Dieter; Wesling, Mirko; Wiethölter, Doris;Zitatform
Bogai, Dieter, Mirko Wesling & Doris Wiethölter (2012): Pendlerbericht Berlin-Brandenburg 2010. Pendlerdistanzen und soziodemografische Strukturen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 02/2012), Nürnberg, 55 S.
Abstract
"Die Arbeitskräftemobilität hat in Berlin und Brandenburg auch 2010 zugenommen. Die Zahl der Einpendler nach Berlin erreichte mit 242.800 Arbeitskräften - 2.300 bzw. 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr - einen neuen Höchststand. Auch die Zahl der Berliner, die in einem anderen Bundesland arbeiten, stieg gegenüber 2009 um 4.300 bzw. 5,3 Prozent auf nunmehr rund 141.500 Personen. Die Mobilität der Arbeitskräfte in Brandenburg ist ebenfalls gewachsen. Im Jahr 2010 arbeiteten 251.600 Brandenburger in einem anderen Bundesland. Dies waren 2.300 Personen bzw. 1,8 Prozent mehr als 2009. Aus anderen Bundesländern pendelten 114.300 Beschäftigte zum Arbeiten nach Brandenburg, 4.300 bzw. 5,3 Prozent mehr Beschäftigte als im Vorjahr.
Die Pendlerverflechtung zwischen Berlin und Brandenburg erreichte ebenfalls neue Maximalwerte: 179.300 Brandenburger pendelten 2010 nach Berlin zur Arbeit. 2.400 Beschäftigte oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In die Gegenrichtung fuhren 70.600 Berliner nach Brandenburg zur Arbeit, 2.300 bzw. 3,4 Prozent mehr als 2009.
Als Gründe für die steigende Arbeitskräftemobilität zwischen den beiden Bundesländern werden Suburbanisierungsprozesse und Wohnortpräferenzen diskutiert, die das Berliner Umland betreffen. In den letzten zehn Jahren hat sich der Auspendleranteil der Berliner Beschäftigten kontinuierlich erhöht. Im Vergleich zu anderen Großstädten ist er aufgrund der starken siedlungsstrukturellen Unterschiede zwischen hoch verdichteter Metropole und dünnbesiedeltem Umland aber gering. Die Hälfte der Berliner Auspendler ist in Brandenburg tätig, die restlichen vor allem in den alten Bundesländern (Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen). Das Fernpendeln von Berlinern nach Hamburg ist ebenfalls deutlich gestiegen, hat aber eine geringere Bedeutung als das nach den genannten alten Bundesländern. Überdurchschnittlich hohe Auspendleranteile weisen Berliner Männer und Akademiker sowie Angehörige technischer Berufe auf.
Die Einpendler nach Berlin stammen zu drei Vierteln aus Brandenburg. Sieht man von den Brandenburger Einpendlern ab, pendeln deutlich mehr Personen aus den alten als aus den neuen Bundesländern nach Berlin zur Arbeit. Insgesamt zeigt sich, dass die Einpendlerüberschüsse der Bundeshauptstadt gegenüber Brandenburg bei weiblichen Beschäftigten, solchen mittleren Alters, Beschäftigten mit Berufsausbildung und Arbeitskräften in Dienstleistungsberufen besonders hoch sind.
Das Arbeitsplatzzentrum Berlin in der Mitte Brandenburgs trägt entscheidend zur Brandenburger Pendlerbilanz bei. Dessen Bedeutung zeichnen wir für die einzelnen Kreise Brandenburgs nach. Aber auch Pendlerziele außerhalb der Region Berlin Brandenburg spielen eine wichtige Rolle für die Brandenburger Arbeitskräfte. Pendlerdistanzen und Mobilitätsneigung einzelner Brandenburger Personengruppen werden untersucht. Abschließend analysieren wir die Pendlersalden der Brandenburger Kreise." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Wiethölter, Doris; -
Literaturhinweis
Demographischer Wandel als Querschnittsaufgabe: Fallstudien der Expertenplattform "Demographischer Wandel" beim Wissenschaftszentrum Sachsen-Anhalt (2012)
Friedrich, Klaus; Pasternack, Peer; Koppers, Lothar; Kownatka, Cindy; Bartl, Walter ; Kunze, Max; Becker, Manfred; Maretzki, Jürgen; Brämer, Stefan; Meyer, Jana; Engel, Christoph; Nitschke, Anja; Galler, Heinz P.; Prinz, Cecile; Hirsch, Sören; Schneider, Lutz ; Hyll, Walter; Scholz, Nico; John, Kathrin; Schreier, Lukas; Knabe, Susanne; Thomi, Walter; Baumann, Holger; Thomsen, Stephan; Diedrich, Christian; Vieback, Linda; Grelak, Uwe; Warner, Barbara; Illy, Annette; Weichert, Thomas; Höcht, Volker; Kluth, Winfried; Erdmenger, Thomas; Bönisch, Peter; Wolf, Franziska; Weiß, Wolfgang;Zitatform
Friedrich, Klaus & Peer Pasternack (Hrsg.) (2012): Demographischer Wandel als Querschnittsaufgabe. Fallstudien der Expertenplattform "Demographischer Wandel" beim Wissenschaftszentrum Sachsen-Anhalt. Halle an der Saale: Univ.-Verl. Halle-Wittenberg, 312 S.
Abstract
"Seit 2009 arbeitet am WZW Wissenschaftszentrum Sachsen-Anhalt Wittenberg die 'Expertenplattform Demographischer Wandel'. Sie vereint dreißig Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes 17 Forschungsprojekte zum Thema bearbeiten. Dabei geht es u.a. um nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturanpassung, regionale Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Bildungs- und Qualifizierungsstrategien sowie familienfreundliche und alternssensible Wohn- und Lebensbedingungen. Die Mitglieder der Expertenplattform verbindet das Ziel, auf Grundlage vorhandener Wissensbestände und eigener Analysen die politischen Entscheidungsträger des Landes, der Gebietskörperschaften und Gemeinden zu den dynamischen Fragen des demographischen Wandels in ihrem politischen und administrativen Handeln zu beraten. Damit leisten die Wissenschaftseinrichtungen des Landes zweierlei: Sie machen Sachsen-Anhalt als einem der Vorreiter in Europa, was die Dynamik des demographischen Wandels betrifft, zum privilegierten Gegenstand ihrer Forschungen. Ebenso werden sie ihrer Verantwortung gerecht, ihren regionalen Standort problemspezifisch an die überregionalen und internationalen Wissenskreisläufe anzuschließen. Damit entspricht die Expertenplattform sowohl ihrer Funktion als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik als auch ihrer Intention, die interessierte Öffentlichkeit sachgerecht zu informieren." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Gender differences in residential mobility: the case of leaving home in East Germany (2012)
Zitatform
Geissler, Ferdinand, Thomas Leopold & Sebastian Pink (2012): Gender differences in residential mobility. The case of leaving home in East Germany. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 493), Berlin, 12 S.
Abstract
"This paper investigates gender differences in the spatial mobility of young adults when initially leaving their parental home. Using individual data from 11 waves (2000-2010) of the SOEP we examine whether female home leavers in East Germany move across greater distances than males and whether these differences are explained by the gender gap in education. Our results reveal that female home leavers in East Germany are exceptionally mobile. This effect is attributable to their higher propensity of moving to West Germany. Education does not explain these gender differences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Mobilität zwischen Regionen: Pendlerströme fließen überwiegend von Ost nach West (2012)
Haas, Anette;Zitatform
Haas, Anette (2012): Mobilität zwischen Regionen: Pendlerströme fließen überwiegend von Ost nach West. In: IAB-Forum H. 2, S. 68-73., 2012-11-15. DOI:10.3278/IFO1202W068
Abstract
"Räumliche Flexibilität von Beschäftigten hat viele Facetten, das Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort ist zum Alltag geworden. Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Zahl der Beschäftigten, die täglich oder wöchentlich zur Arbeit pendeln, gestiegen. Dies gilt auch für Fernpendler, die mehr als 50 Kilometer zur Arbeit fahren. Die gestiegene Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung dafür, um den zunehmenden, aber regional unterschiedlichen Bedarf an Fachkräften decken zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Haas, Anette; -
Literaturhinweis
Regionale Mobilität von Auszubildenden in Berlin-Brandenburg: Demografische Entlastungen auf dem Lehrstellenmarkt reduzieren die Pendlerströme (2012)
Hapke, Peter; Seibert, Holger; Wesling, Mirko;Zitatform
Hapke, Peter, Holger Seibert & Mirko Wesling (2012): Regionale Mobilität von Auszubildenden in Berlin-Brandenburg. Demografische Entlastungen auf dem Lehrstellenmarkt reduzieren die Pendlerströme. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 01/2012), Nürnberg, 30 S.
Abstract
"In den vergangenen vier bis fünf Jahren hat sich die Situation auf dem ostdeutschen Ausbildungsstellenmarkt deutlich entspannt. War die Zahl der Lehrstellenbewerber zum Teil noch doppelt so hoch wie die der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, so gab es im Jahr 2010 sogar mehr neue Verträge als bei der Bundesagentur registrierte Bewerber. Diese drastische Veränderung am Ausbildungsstellenmarkt ist auf die tiefgreifenden demografischen Veränderungen in Ostdeutschland zurückzuführen, die ihren Ursprung im so genannten Nachwendegeburtenknick aus den Jahren 1989 bis 1991 haben. Seinerzeit haben sich die Geburtenzahlen in Ostdeutschland nahezu halbiert. Seit 2007 treten diese wesentlich kleineren Geburtskohorten Jahr für Jahr in den Lehrstellenmarkt ein und treffen dort auf ein Ausbildungsstellenangebot, mit dem nun erstmals seit vielen Jahren die große Mehrheit der Lehrstellensuchenden auch versorgt werden kann. Bis dahin gehörte regionale Mobilität für Auszubildende aus Ostdeutschland zur Normalität. Für eine Lehrstelle legten sie zum Teil sehr weite Distanzen zurück. Mit der demografisch bedingten Entspannung des ostdeutschen Ausbildungsstellenmarkts gibt es auch erste Anzeichen, dass die Mobilität der Auszubildenden zurück geht. Der Bericht zeichnet diese Entwicklung exemplarisch für die Region Berlin-Brandenburg nach." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger; -
Literaturhinweis
Abwanderungsszenario oder betriebliche Fachkräftebindung?: Ergebnisse einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung des DGB-Index "Gute Arbeit" in Thüringen 2011 (2012)
Zitatform
Hänel, Anja & Thomas Engel (2012): Abwanderungsszenario oder betriebliche Fachkräftebindung? Ergebnisse einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung des DGB-Index "Gute Arbeit" in Thüringen 2011. (Working papers: economic sociology Jena 11), Jena, 37 S.
Abstract
"In der neuesten Befragungswelle des DGB-Index 'Gute Arbeit' wurde eine Zusatzstichprobe für das Bundesland Thüringen, ergänzt um Fragen zur Attraktivität des regionalen Arbeitsmarktes, erhoben. Damit kann einer wirtschafts- und regionalpolitisch relevanten Fragestellung besonders intensiv nachgeforscht werden: Wie bewerten die Beschäftigten die betrieblichen Arbeits- und Entwicklungsbedingungen sowie die regionalen Bindungskräfte vor dem Hintergrund verschiedener demographischer Schrumpfungs- und Abwanderungsszenarien? Entsprechend der Entwicklungen in anderen Bundesländern steht die Befürchtung im Raum, dass attraktivere Arbeits- und Entlohnungsbedingungen von Wirtschaftsregionen außerhalb Thüringens, die Abwanderungsneigung von Beschäftigten steigern können. Dagegen können jedoch konkrete betriebliche Bindungsstrategien, wie sie der Beitrag herausarbeitet, die Fachkräfte veranlassen zu bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Szenarien zum Einfluss der demografischen Entwicklung auf die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt: Regionaler Demografie-Rechner (2012)
Kropp, Per;Zitatform
Kropp, Per (2012): Szenarien zum Einfluss der demografischen Entwicklung auf die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt. Regionaler Demografie-Rechner. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen-Anhalt-Thüringen 02/2012), Nürnberg, 24 S.
Abstract
"Das Ziel der Arbeit ist die Entwicklung von Szenarien, die den Rahmen möglicher Arbeitsmarktentwicklungen für die Jahre 2015, 2020 und 2025 abstecken. Zwei grundsätzliche Szenarien werden entwickelt: ein auf der reinen Fortschreibung der gegenwärtigen Beschäftigungsquoten beruhendes, das mit einer deutlichen Verringerung der Arbeitsnachfrage bzw. der Arbeitsplätze einhergeht, und ein flexibles Szenario, in dem die Wachstumsraten der Beschäftigung (oder die Schrumpfung) ebenso frei variierbar sind wie der Parameter, zu welchem Anteil zusätzliche Arbeitsplätze durch Arbeitslose oder Nichterwerbspersonen besetzt werden.
Das zentrale Analyseinstrument der Studie ist eine Excel-Tabelle, in der die zentralen Beschäftigungsparameter verknüpft wurden und teilweise variiert werden können. Diese Excel-Tabelle wird im Anhang detailliert erläutert und kann als Online-Material von der Webseite zu dieser Publikation heruntergeladen werden.
Weil Szenarien sich auf die Variation sehr zentraler Parameter beschränken sollten, damit die Komplexität der durch die Parameter bestimmten Prozesse beherrschbar bleibt, werden Faktoren wie Migration, Veränderung der Arbeitsproduktivität und der Arbeitsformen nicht explizit berücksichtigt. Damit stellen die hier entwickelten Modellrechnungen eine Ergänzung zu anderen Arbeiten dar, die die demografische Entwicklung und ihre Konsequenzen für den Arbeitsmarkt näher untersuchen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Kropp, Per;Weiterführende Informationen
Daten zur Alters- und Beschäftigtenstruktur in Sachsen-Anhalt bis 2025
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