Transformationsprozess in Ostdeutschland – Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Gesellschaft
Seit der Wiedervereinigung ist die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland Leitlinie deutscher Politik. Dennoch unterscheiden sich auch viele Jahre nach dem Fall der Mauer Wirtschaft und Arbeitsmärkte in Ost und West noch immer deutlich, mit weitreichenden Konsequenzen für den gesellschaftlichen Wandel und die Lebenslagen ostdeutscher Bürgerinnen und Bürger.
Dieses Dossier präsentiert wissenschaftliche Analysen und Positionen politischer Akteure zum Strukturwandel in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bevölkerung, Gesellschaft und Bildung.
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- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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- Personengruppen
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
30 Jahre seit dem Mauerfall: Fortschritte und Defizite bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland (2019)
Zitatform
Krause, Peter (2019): 30 Jahre seit dem Mauerfall: Fortschritte und Defizite bei der Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 45, S. 827-838. DOI:10.18723/diw_wb:2019-45-3
Abstract
"Seit der Wiedervereinigung ist die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland ein wichtiges politisches Ziel. Dieser Bericht vergleicht anhand von Daten der amtlichen Statistik und des Sozio-oekonomischen Panels die Entwicklungen der Lebensbedingungen in beiden Landesteilen. Dabei ergibt sich ein gemischtes Bild. Bei der Schichtung der Einkommen und der Lebenszufriedenheit hat der Osten stark aufgeholt. Auch sozio-demographische Angleichungen sind zu erkennen, etwa beim steigenden Kinderanteil und den inzwischen ausgeglichenen Binnenwanderungen. In beiden Landesteilen sind die Einkommensungleichheit und die Armutsrisikoquoten gestiegen, die Quoten bei niedrigen Erwerbseinkommen und Niedriglohn haben sich erhöht, und der Anteil niedrig Qualifizierter an den Beschäftigten ist gesunken. Angleichungsdefizite zeigen sich für Ostdeutschland insbesondere bei der nach wie vor geringeren Wirtschaftskraft, einer geringeren Zunahme an hochqualifizierten Beschäftigten und höheren Anteilen von Beschäftigten mit Niedriglohn und geringen Erwerbseinkommen sowie höheren Armutsrisikoquoten. Anhaltende Ost-West-Unterschiede dürften auch durch den deutlich stärker ländlich geprägten Raum Ostdeutschlands verursacht sein. Zudem weisen die deutlich geringeren Anteile von Migranten auf weiter anhaltende regionsspezifische Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland hin." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Wirtschaftskraft deutscher Regionen aus langfristiger Perspektive: Alte Muster werden in Ostdeutschland langsam wieder sichtbar (2019)
Zitatform
Lindner, Axel (2019): Zur Wirtschaftskraft deutscher Regionen aus langfristiger Perspektive. Alte Muster werden in Ostdeutschland langsam wieder sichtbar. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 25, H. 3, S. 49-52.
Abstract
Kann der Osten Deutschlands in Zukunft noch wesentlich aufholen, oder haben die 40 Jahre Zentralplanwirtschaft dauerhafte Spuren in der Raumstruktur der deutschen Volkswirtschaft hinterlassen? Dieser Beitrag vergleicht die Raumstruktur der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 1925, vor den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts, mit ihrer Entwicklung nach der Vereinigung. Es zeigen sich folgende Punkte: Gewinner der historischen Umbrüche war eher Süd- als Westdeutschland. Berlin konnte sein Hauptstadt-Potenzial lange nicht ausspielen, beginnt dies aber nun nachzuholen. Die Wirtschaftskraft ostdeutscher Flächenländer war 1925 breit gestreut und dabei teils höher, teils niedriger als die Deutschlands. Seit 1990 ist sie dagegen viel niedriger als im gesamtdeutschen Durchschnitt und liegt eng beieinander. Zwar holten die ostdeutschen Flächenländer in den Jahren nach 1990 zügig auf, nach dem Jahr 2000 aber nur noch langsam. Die Streuung nimmt erst seit 2010 wieder ein wenig zu. Aus historischer Perspektive sehen manche Tendenzen, etwa der Berlin-Boom und die höhere Wachstumsdynamik in Sachsen, wie eine Normalisierung aus, die sich mit einiger Wahrscheinlichkeit fortsetzen dürfte. (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ostdeutscher Produktivitätsrückstand und Betriebsgröße (2019)
Zitatform
Müller, Steffen & Georg Neuschäffer (2019): Ostdeutscher Produktivitätsrückstand und Betriebsgröße. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 25, H. 3, S. 53-56.
Abstract
Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall ist die Produktivität der ostdeutschen Wirtschaft um 20% geringer als die der westdeutschen. Vielfach wird dies dadurch erklärt, dass westdeutsche Betriebe größer sind – denn größere Betriebe sind meist produktiver. Berechnungen auf Basis einzelbetrieblicher Daten bringen jedoch zum Vorschein, dass die Produktivitätslücke sich selbst dann nicht schließt, wenn Betriebe ähnlicher Größe verglichen werden, die zudem noch der gleichen Branche angehören und Ähnlichkeiten in weiteren für die Produktivität relevanten Merkmalen wie der Kapitalintensität, der Exporttätigkeit und dem Anteil qualifizierten Personals aufweisen. (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regionalpolitik und der wirtschaftliche Aufholprozess Ostdeutschlands - notwendige Anpassungen des Fördersystems (2019)
Zitatform
Niebuhr, Annekatrin (2019): Regionalpolitik und der wirtschaftliche Aufholprozess Ostdeutschlands - notwendige Anpassungen des Fördersystems. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 72, H. 16, S. 12-15.
Abstract
"Nach Ansicht der Autorin weichen die Wirtschaftskraft und die Arbeitsmarktbedingungen in Ost- und Westdeutschland nach wie vor erheblich voneinander ab. Um den wirtschaftlichen Aufholprozess Ostdeutschlands voranzutreiben, sollte die Unterstützung strukturschwacher Regionen zukünftig stärker auf die Förderung von FuE-Aktivitäten und die regionale Humankapitalausstattung ausgerichtet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Schlechter als erwartet, besser als gedacht: Die wirtschaftliche Situation in Ostdeutschland 30 Jahre nach dem Mauerfall (2019)
Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ragnitz, Joachim (2019): Schlechter als erwartet, besser als gedacht: Die wirtschaftliche Situation in Ostdeutschland 30 Jahre nach dem Mauerfall. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 26, H. 5, S. 3-8.
Abstract
"Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall besteht vielfach Unzufriedenheit über den Stand des 'Aufbau Ost'. Tatsächlich ist die Situation in vielen Bereichen weitaus besser als es dem allgemeinen Stimmungsbild entspricht: Die realen verfügbaren Einkommen liegen bei 92% des westdeutschen Niveaus, und auch die Arbeitsplatzmarktsituation ist nur noch wenig schlechter als dort. Auch mit ihrer persönlichen wirtschaftlichen Lage sind die meisten Ostdeutschen zufrieden - fühlen sich aber gleichzeitig gegenüber ihren Landsleuten im Westen benachteiligt. Der Beitrag sucht nach Ursachen hierfür und zieht Schlussfolgerungen zur künftigen Wirtschafspolitik in und für die ostdeutschen Länder." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Thirty years after the Berlin Wall came down: Economic transition completed, but structural deficit remains (2019)
Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ragnitz, Joachim (2019): Thirty years after the Berlin Wall came down: Economic transition completed, but structural deficit remains. In: ifo DICE report, Jg. 17, H. 3, S. 22-27.
Abstract
"Thirty years ago, in November 1989, the Berlin Wall was opened and the political experiment of a socialist state 'on German soil' ended quite abruptly. The political system of the German Democratic Republic (GDR) collapsed, about 40 years after its founding; East Germany 'came in from the cold.'1 The breakdown was a nearly complete one: only a few months later, in July 1990, the economic system of West Germany was transferred to the still existing GDR, and political unity was restored on October 3 with the accession of the newly founded eastern German states to the Federal Republic of Germany. In this respect, German unity was from the very beginning not an equal partnership between two independent states, but the subordination of the East to the West, which had been considered the place of longing for most East Germans since the division of Germany after the Second World War. Nevertheless, collective memory talks of a 'peaceful revolution,' which attributes the demonstrations of GDR citizens mainly to the desire for individual freedom: besides the first demonstrations in Leipzig and elsewhere that were carried out by a small minority of civil rights activists, the motivation for the ongoing mass protests in late autumn 1989, the electoral success of the unity supporters in the parliamentary elections of March 1990, and, finally, the rapid accession of the GDR to the Federal Republic of Germany was a primarily economic one - namely, participation in the West German level of prosperity. It was in reality a shock therapy, as it was widely accepted that a stepwise approach would be the riskier one on the road to re-unification. The unavoidable consequences - namely, the far-reaching collapse of the East German economy - were at least taken into account, presumably: they were widely accepted because most people expected a renewal of the economy in a short period of time, the so-called 'flourishing landscapes' chancellor Helmut Kohl promised. So, reunification by accession happened in accordance with the wishes of the majority of the East German population." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2019 (2019)
Zitatform
(2019): Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2019. (Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit), Berlin, 124 S.
Abstract
"30 Jahre nach der Friedlichen Revolution bleibt es das politische Ziel der Bundesregierung, gleichwertige Lebensverhältnisse überall im Land anzustreben und bestehende Disparitäten zu verringern. Die Angleichung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der Lebensverhältnisse zwischen Ost- und Westdeutschland ist bis heute weit vorangekommen: Verkehrs-, Energie- und Telekommunikationsinfrastruktur wurden massiv modernisiert und erweitert. Der bauliche Zustand der Städte und Dörfer hat sich sichtbar verbessert, der in DDR-Zeiten entstandene große Sanierungs- und Modernisierungsstau wurde weitgehend abgebaut. Die neuen Länder sind ein attraktiver Standort für die Neuansiedlung junger, innovativer Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Besonders anschaulich wird dies im Bereich der erneuerbaren Energien. Umwelt- und Energietechnologien sind in Ostdeutschland überdurchschnittlich stark vertreten und in zunehmendem Maße bedeutsam für die wirtschaftliche Entwicklung.
Allerdings bestehen in einigen Bereichen nach wie vor Unterschiede. So ist die Wirtschaftskraft in Ostdeutschland noch immer geringer als in Westdeutschland. Selbst in den strukturstärkeren Städten wie etwa Leipzig wird nur das Niveau strukturschwächerer städtischer Regionen in Westdeutschland erreicht. Dies hat Auswirkungen auf das Lohnniveau, auf die verfügbaren Einkommen, auf die Steuereinnahmen und somit auch auf den Handlungsspielraum vieler Kommunen. Ein großer Teil der ostdeutschen Bevölkerung bewertet seine eigene wirtschaftliche Lage und die Lebensverhältnisse heute ähnlich gut wie in Westdeutschland. Bei einem anderen Teil überwiegen aber immer noch Unzufriedenheit und eine gefühlte Benachteiligung.
Der Bericht bilanziert in Texten und Grafiken den Stand der Deutschen Einheit und zeigt Erfolge, Probleme und Tendenzen auf. Er geht auf die aktuellen Herausforderungen und die strukturellen Veränderungen in Ostdeutschland ein und beschreibt die Maßnahmen der Bundesregierung zu deren Bewältigung. Darüber hinaus enthält er einen Datenanhang mit relevanten Wirtschaftsdaten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Heterogeneous effects of investment grants - Evidence from a new measurement approach (2018)
Zitatform
Dettmann, Eva, Antje Weyh & Mirko Titze (2018): Heterogeneous effects of investment grants - Evidence from a new measurement approach. (IAB-Discussion Paper 15/2018), Nürnberg, 33 S.
Abstract
"Im vorliegenden Beitrag werden die Beschäftigungseffekte der Investitionsförderung für eines der am stärksten geförderten deutschen Bundesländer ermittelt. Wir analysieren dabei nicht nur die allgemeinen Effekte auf die Beschäftigungsentwicklung, sondern betrachten auch ihre Heterogenität bezüglich unterschiedlicher betrieblicher und umfeldbezogener Merkmale. Durch eine Modifzierung des Matching-und Differenz-in-Differenzen-Ansatzes entwickeln wir ein neues Verfahren zur Evaluation von Förderprogrammen, das die individuellen Förderphasen innerhalb der Beobachtungsperiode genau berücksichtigen kann.
Unsere Datenbasis kombiniert dabei förderbezogene, betriebsbezogene und regionale Informationen unterschiedlicher Quellen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Investitionsförderung einen positiven Einfluss auf die Beschäftigungsentwicklung in den Betrieben hat, sowohl in absoluter, als auch in einer standardisierten Betrachtung (d. h. in Bezug zur Höhe der Förderung) - mit erheblicher Effektheterogenität." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Betriebliche Weiterbildungsbeteiligung und Weiterbildungsquote (2018)
Zitatform
Dummert, Sandra (2018): Betriebliche Weiterbildungsbeteiligung und Weiterbildungsquote. In: Bundesinstitut für Berufsbildung (Hrsg.) (2018): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2018 : Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung, S. 348-350.
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel stellt seit 1995 Informationen zur Weiterbildung in den deutschen Betrieben bereit. Wurden die Weiterbildungsdaten bis zum Jahr 2007 in zweijährigem Rhythmus erhoben, werden die Basisinformationen zur Weiterbildung seitdem jährlich abgefragt. In diesem Beitrag werden 2 Indikatoren zur Beschreibung der Weiterbildung dargestellt: die Weiterbildungsbeteiligung und die Weiterbildungsquote. Während die Weiterbildungsbeteiligung den Anteil der weiterbildenden Betriebe bezeichnet, drückt die Weiterbildungsquote den Anteil der in Weiterbildung einbezogenen Mitarbeiter/-innen aus. Weitere Informationen zur Weiterbildung (z. B. zu Weiterbildungsaktivitäten nach Wirtschaftszweigen) sowie methodische Erläuterungen sind der diesem Kapitel zugrunde liegenden Expertise des IAB zu entnehmen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Decomposing the German East-West wage gap (2018)
Zitatform
Kluge, Jan & Michael Weber (2018): Decomposing the German East-West wage gap. In: The economics of transition, Jg. 26, H. 1, S. 91-125. DOI:10.1111/ecot.12137
Abstract
"Wages in East Germany are persistently lower than in West Germany. We study the micro-level determinants of this spatial wage gap, using an Oaxaca - Blinder decomposition and rich linked employer - employee data. In total, up to one half of the aggregate wage differential can be attributed to structural differences in worker, establishment and regional characteristics. Regional price and establishment size differentials alone account for one quarter of the wage gap at the median. Price level differentials are even more relevant towards the top of the wage distribution. Towards the bottom, differences in union coverage become more important. Our findings are quite stable over the period from 1996 to 2010." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: Ifo working paper , 205 -
Literaturhinweis
ifo Konjunkturprognose Ostdeutschland und Sachsen 2017/2018: ostdeutsche Wirtschaft wächst langsamer als die westdeutsche (2018)
Zitatform
Nauerth, Jannik André, Joachim Ragnitz & Michael Weber (2018): ifo Konjunkturprognose Ostdeutschland und Sachsen 2017/2018. Ostdeutsche Wirtschaft wächst langsamer als die westdeutsche. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 25, H. 1, S. 22-28.
Abstract
"Deutschland befindet sich auf dem Weg in die Hochkonjunktur. Im Laufe des Jahres 2017 legten der Export und die Investitionen kräftig zu, gleichzeitig blieb die Situation am Arbeitsmarkt stabil. Hiervon kann auch Ostdeutschland profitieren. Aufgrund der eher binnenwirtschaftlichen Orientierung der ostdeutschen Wirtschaft bleibt die konjunkturelle Dynamik aber leicht hinter der gesamtdeutschen Entwicklung zurück. Insgesamt dürfte die ostdeutsche Wirtschaft im Jahr 2017 um 2,0 % gewachsen sein und 2018 mit gleichem Tempo expandieren. Im Freistaat Sachsen dürften die Zuwachsraten aufgrund der im ostdeutschen Vergleich etwas stärkeren außenwirtschaftlichen Orientierung mit 2,1 % bzw. 2,2 % etwas höher sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mit Gazellen gegen Arbeitsplatzverluste? Eine Analyse schnell wachsender Unternehmen in Ostdeutschland (2018)
Ochsner, Christian; Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ochsner, Christian & Joachim Ragnitz (2018): Mit Gazellen gegen Arbeitsplatzverluste? Eine Analyse schnell wachsender Unternehmen in Ostdeutschland. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 25, H. 1, S. 3-9.
Abstract
"Negative Schlagzeilen über Stellenabbau oder Betriebsschließungen erregen die Gemüter - die Schaffung neuer Arbeitsplätze, die zumeist weniger sprunghaft erfolgt, findet demgegenüber deutlich weniger öffentliche Aufmerksamkeit. Dabei ist das Schrumpfen und Wachsen von Unternehmen ein inhärenter Bestandteil von Wachstumsprozessen unter den Rahmenbedingungen einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Die hier vorgestellte empirische Untersuchung zeigt, dass insbesondere schnell wachsende Unternehmen, sogenannte Gazellen, wesentlich zu diesem Prozess des Strukturwandels beitragen können: In Ostdeutschland wurde in den vergangenen Jahren beinahe die Hälfte aller neuen Stellen von Gazellen geschaffen, obwohl diese weniger als 8 % aller Unternehmen ausmachen. Insbesondere in Berlin und mit etwas Abstand in Sachsen sind Gazellen überdurchschnittlich häufig vertreten. Durch eine größere Anzahl derartiger Gazellenunternehmen könnte insoweit auch die kleinteilige Unternehmensstruktur in den ostdeutschen Bundesländern überwunden werden, die als wesentliches strukturelles Defizit der ostdeutschen Wirtschaft angesehen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Faktoren schnell wachsender Unternehmen - wo steht Ostdeutschland? (2018)
Ochsner, Christian;Zitatform
Ochsner, Christian (2018): Faktoren schnell wachsender Unternehmen - wo steht Ostdeutschland? In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 25, H. 1, S. 10-16.
Abstract
"Schnell wachsende Unternehmen sind für die wirtschaftliche Dynamik einer Region von enormer Bedeutung. Die Notwendigkeit zu einem schnelleren Unternehmenswachstum besteht für Ostdeutschland in besonderer Weise, wo immer noch viele ökonomische Kennzahlen weit hinter jenen der westdeutschen Bundesländer zurück liegen. Als einer der Hauptgründe dieses Rückstandes gilt gemeinhin die kleinteilige Unternehmensstruktur in Ostdeutschland. Sofern es den bestehenden Unternehmen gelänge, von sich aus stärker zu wachsen, könnten viele volkswirtschaftliche Kenngrößen endogen, also von 'innen heraus', verbessert werden. Dieser Artikel beleuchtet daher die Faktoren, welche einem schnellen Unternehmenswachstum zuträglich sind. Dabei sind die Grundbedingungen für das vermehrte Auftreten schnell wachsender Unternehmen, die sogenannten Gazellen, in Ostdeutschland durchaus vorhanden. Allerdings liegen viele Startvoraussetzungen für Gazellenunternehmen hinter jenen Westdeutschlands zurück." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Lausitz: Eine Region im Wandel (2018)
Zitatform
Seibert, Holger, Antje Weyh, Oskar Jost, Uwe Sujata, Doris Wiethölter & Jeanette Carstensen (2018): Die Lausitz. Eine Region im Wandel. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Berlin-Brandenburg 03/2018), Nürnberg, 62 S.
Abstract
"Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Ausstiegs aus der Kohleverstromung steht die Lausitz als zweitgrößtes Braunkohlerevier Deutschlands vor großen strukturellen Veränderungen. Insbesondere im Hinblick auf die Bruttowertschöpfung wird deutlich, dass der Energiesektor ein zentraler Faktor der Wirtschaftsleistung in der Region ist. Gleichwohl kann die positive Beschäftigungsentwicklung der letzten Jahre in der Lausitz, die parallel zum ostdeutschen Durchschnitt verlief, auf verschiedene Branchen zurückgeführt werden. Hierbei sind insbesondere das Gesundheitswesen, der Dienstleistungssektor als auch das Verarbeitende Gewerbe hervorzuheben, die sich besonders gut entwickelt haben. Diese Entwicklung spiegelt sich ebenfalls in der Veränderung der Arbeitslosenquote wider, die zwischen 2007 und 2017 um mehr als die Hälfte gesunken ist. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist aber teils auch demografiebedingt aufgrund der Verrentung geburtenstarker älterer Kohorten.
Herausforderungen für die zukünftige Fachkräftesicherung ergeben sich in der Region primär durch die demografische Entwicklung. Zum einen steigt das Durchschnittsalter der Beschäftigten kontinuierlich an, zum anderen bedroht die Abwanderung das Erwerbspersonenpotenzial. Hier sind Maßnahmen zur Fachkräftesicherung gefragt, die den Erhalt der Wirtschaftsleistung in der Zukunft sicherstellen. Insbesondere sind Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich, um die Beschäftigten auf veränderte Arbeitsweisen und Anforderungen im Zuge der Digitalisierung vorzubereiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger ; Weyh, Antje ; Carstensen, Jeanette; Sujata, Uwe; Wiethölter, Doris; -
Literaturhinweis
Friedliche Revolution und deutsche Vereinigung 1989 bis 2017: Bd. 2: Nachhaltige Stabilisierung ungleicher Lebensverhältnisse zwischen Ost und West. Zusammenfassende Auswertung der 25 Wellen der repräsentativen Befragung "Leben in den neuen Ländern" seit 1990 (2018)
Winkler, Gunnar;Zitatform
Winkler, Gunnar (2018): Friedliche Revolution und deutsche Vereinigung 1989 bis 2017. Bd. 2: Nachhaltige Stabilisierung ungleicher Lebensverhältnisse zwischen Ost und West. Zusammenfassende Auswertung der 25 Wellen der repräsentativen Befragung "Leben in den neuen Ländern" seit 1990. (Hochschulschriften 50), Berlin: trafo, 704 S.
Abstract
"Der vorliegende Band fasst Bewertungen und Befindlichkeiten der Bürger der neuen Bundesländer zu den Erwartungen und Ergebnissen des fast 30-jährigen Vereinigungsprozesses auf Grundlage der seit 1990 durchgeführten repräsentativen 25 Wellen der Erhebung 'Leben in den neuen Bundesländern' zusammen. Durch den Bezug zu den Ergebnissen der offiziellen Statistik und durch Wertungen der Bürger Westdeutschlands werden der z.T. noch nachwirkende Einfluss der DDR-Sozialisation ebenso wie die erreichten Gewinne und Verluste des Vereinigungsprozesses sowohl insgesamt als auch in einzelnen Lebensbereichen dargestellt.
Ausgehend von dem hohem Maß an Hoffnungen unmittelbar nach Grenzöffnung im November 1989 bis zu den jüngsten Ergebnissen der Wahlen 2017 spannt sich der Bogen erreichter positiver Entwicklungen ebenso wie der inzwischen stabilen Ungleichwertigkeit zwischen Ost- und Westdeutschland und prägt Positionen und Haltungen der Bürger der neuen Länder. Es ist das Erleben von Aufschwung ebenso wie eines einmaligen Sozialabbaus und der Privatisierung des Sozialen. Die Ausarbeitung kennzeichnet den Weg von Bürgern, für die sich - aus einer nivellierten Sozialgemeinschaft kommend - bis in die Gegenwart die Ungleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu Westdeutschland inzwischen fest stabilisiert hat und die gegenwärtigen Hoffnungen auf die Zukunft und damit verbundene Verunsicherungen prägt." (Verlagsangaben, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2018 (2018)
Zitatform
(2018): Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2018. (Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit ...), Berlin, 116 S.
Abstract
"Am 31. Dezember 2018 ist Deutschland länger vereint, als Mauer und Stacheldraht es getrennt haben. Zum aktuellen Jahresbericht zieht der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Christian Hirte, eine positive Bilanz: Seit der Wiedervereinigung haben sich Ost- und Westdeutschland kontinuierlich aufeinander zu bewegt und die Angleichung der Lebensverhältnisse ist insgesamt weit vorangeschritten. Dies zeigt sich vor allem bei der Infrastruktur, in Städten und Dörfern, der Umwelt und der Gesundheitsversorgung. Die Arbeitslosigkeit im Osten befindet sich auf einem historischen Tiefstand; die Tariflöhne sind mit 98 Prozent des Westniveaus fast angeglichen und die Angleichung der Renten in Ost und West wird bis 2024 vollzogen sein.
Der Bericht bilanziert in Texten und Grafiken den Stand der Deutschen Einheit und zeigt Erfolge, Probleme und Tendenzen auf. Er geht auf die aktuellen Herausforderungen in Ostdeutschland und die strukturellen Veränderungen ein und beschreibt die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Darüber hinaus enthält er einen Datenanhang mit relevanten Wirtschaftsdaten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Mindestlohn: Längsschnittstudie für sächsische Betriebe (2017)
Zitatform
Bellmann, Lutz, Mario Bossler, Sandra Dummert & Esther Ostmeier (2017): Mindestlohn: Längsschnittstudie für sächsische Betriebe. (IAB-Forschungsbericht 07/2017), Nürnberg, 42 S.
Abstract
"Im Vorfeld der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns galt das Bundesland Sachsen als besonders stark vom Mindestlohn betroffen. Dementsprechend gab es die Befürchtung, dass dort auch am stärksten betriebliche Anpassungsreaktionen auftreten würden. Auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels bestätigt sich zunächst, dass im Vergleich der Bundesländer für Sachsen der höchste Anteil an Mindestlohnbetrieben beobachtet wird und dass die Beschäftigungserwartungen im Jahr 2014 vergleichsweise negativ ausfielen. Betrachtet man betriebliche Anpassungsmaßnahmen infolge des Mindestlohns, zeigt sich zunächst ein vergleichsweise starker positiver Effekt auf die Bruttomonatslöhne betroffener Beschäftigter, aber auch auf die Löhne von Personen die bereits im Vorhinein oberhalb von 8,50 EURO entlohnt wurden. Die Analyse zeigt jedoch kaum Hinweise dafür, dass sich die betriebliche Arbeitsnachfrage in messbarem Ausmaß verringert hätte. Wenn überhaupt gab es eine leichte Zurückhaltung bei den Neueinstellungen. Vielmehr zeigt sich, wie auch in anderen Bundesländern, dass die Betriebe relativ häufig mit Preiserhöhungen oder einer Verringerung der Arbeitsstunden reagiert haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Who benefits from GRW?: Heterogeneous employment effects of investment subsidies in Saxony Anhalt (2017)
Zitatform
Dettmann, Eva, Mirko Titze & Antje Weyh (2017): Who benefits from GRW? Heterogeneous employment effects of investment subsidies in Saxony Anhalt. (IWH-Diskussionspapiere 2017,27), Halle, III, 44 S.
Abstract
"The paper estimates the plant level employment effects of investment subsidies in one of the most strongly subsidized German Federal States. We analyze the treated plants as a whole, as well as the influence of heterogeneity in plant characteristics and the economic environment. Modifying the standard matching and difference-in-difference approach, we develop a new procedure that is particularly useful for the evaluation of funding programs with individual treatment phases within the funding period. Our data base combines treatment, employment and regional information from different sources. So, we can relate the absolute effects to the amount of the subsidy paid. The results suggest that investment subsidies have a positive influence on the employment development in absolute and standardized figures - with considerable effect heterogeneity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitsplätze in der ostdeutschen Braunkohle: Strukturwandel im Interesse der Beschäftigten frühzeitig einleiten (2017)
Franke, Simon; Haywood, Luke; Hackforth, Jan;Zitatform
Franke, Simon, Jan Hackforth & Luke Haywood (2017): Arbeitsplätze in der ostdeutschen Braunkohle. Strukturwandel im Interesse der Beschäftigten frühzeitig einleiten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 84, H. 6/7, S. 115-122.
Abstract
"Aufgrund der Klimaschutzverpflichtungen Deutschlands erscheint der Ausstieg aus der Braunkohle mittelfristig unausweichlich. Bereits in der kurzen Frist dürfte es zu einem deutlichen Kapazitätsrückgang kommen. Über 10 000 Arbeitsplätze sind allein in Ostdeutschland betroffen. In der Branche sind in den letzten 20 Jahren bereits etliche Arbeitsplätze verloren gegangen. Basierend auf detaillierten individuellen Daten werden in diesem Bericht die Folgen des Arbeitsplatzverlusts für die Beschäftigten in der jüngeren Vergangenheit näher betrachtet.
Insbesondere ältere und weniger gut ausgebildete Braunkohlebeschäftigte haben nur schwer Stellen in anderen Branchen gefunden. Die Kosten eines Wechsels in eine andere Branche sind zudem für die Betroffenen besonders hoch, wenn auf das Ende der Beschäftigung im Braunkohlesektor zunächst eine Periode der Arbeitslosigkeit folgt. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit legen nahe, dass der bevorstehende Strukturwandel frühzeitig eingeleitet und umfassend geplant werden sollte, um den Beschäftigten die Chance zu geben, sich beruflich rechtzeitig umzuorientieren." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Der Gender Pension Gap verstärkt die Einkommensungleichheit von Männern und Frauen im Rentenalter (2017)
Zitatform
Grabka, Markus M., Björn Jotzo, Anika Rasner & Christian Westermeier (2017): Der Gender Pension Gap verstärkt die Einkommensungleichheit von Männern und Frauen im Rentenalter. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 84, H. 5, S. 87-96., 2017-02-01.
Abstract
"Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Höhe der Renten lagen im Jahr 2014 bei 42 Prozent in Westdeutschland und 23 Prozent in Ostdeutschland. Im vorliegenden Bericht wird dieser sogenannte Gender Pension Gap für vier Geburtskohorten bestimmt und seine zukünftige Entwicklung simuliert. Demnach wird der Gender Pension Gap für die jüngste Kohorte dieser Untersuchung - verglichen mit der ältesten - um etwa 15 Prozentpunkte sinken. Es gibt mehrere Gründe für diese geschlechtsspezifische Rentenlücke: die bestehende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, das niedrigere Bildungsniveau von Frauen in älteren Geburtskohorten, die niedrigere Erwerbsquote, geringere Arbeitszeiten und familienbedingte Erwerbsunterbrechungen von Frauen sowie Jobs in schlechter bezahlten Branchen. Um die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen und den Gender Pension Gap zu verkleinern, sind vor allem Mütter auf bessere Kinderbetreuungsangebote angewiesen - für Kleinkinder und Schulkinder. Außerdem muss sich die Politik weiter für eine institutionelle Gleichstellung von Männern und Frauen einsetzen sowie das Ziel der Lohngerechtigkeit weiter verfolgen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Demografischer Wandel und Arbeit in Ostdeutschland (2017)
Hasenohr, Anne; Ketzmerick, Thomas; Hinz, Sarah; Weber, Beat; Hedeler, Wladislaw; Slupina, Manuel; Hasenohr, Anne; Schmalz, Stefan ; Grünert, Holle; Land, Rainer; Flassbeck, Heiner; Klingholz, Reiner; Eversberg, Dennis ; Thiel, Marcel; Ehnts, Dirk; Neuhauss, Maria-Elisabeth; Busch, Ulrich; Wiener, Bettina; Behr, Michael; Kollmorgen, Raj; Schmalz, Stefan ; Singe, Ingo; Kollmorgen, Raj;Zitatform
Hasenohr, Anne, Raj Kollmorgen & Stefan Schmalz (Hrsg.) (2017): Demografischer Wandel und Arbeit in Ostdeutschland. (Berliner Debatte Initial Jg. 28,3), Potsdam: WeltTrends, 160 S.
Abstract
"Die soziale Spaltung der bundesdeutschen Gesellschaft ist kein Ost-West-Problem und auch kein Ergebnis der deutschen Vereinigung. Die Gründe dafür sind vielmehr in den ökonomischen und sozialen Grundlagen der Gesellschaft und in der einseitig an Kapitalinteressen orientierten Politik der letzten Jahrzehnte zu suchen. Gleichwohl bildet das bis heute zu konstatierende West-Ost-Gefälle in den Arbeits- und Lebensbedingungen eine Facette sozialer Differenzierung und damit ein zentrales Problem der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. So wird im 'Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2017' festgestellt, dass trotz der insgesamt recht erfolgreichen Bilanz 'noch ein gutes Stück Weg zu gehen [bleibt], um noch bestehende, vor allem wirtschaftliche, Unterschiede zwischen Ost und West zu überwinden' (S. 9). Dies betrifft nicht zuletzt die Beschäftigungssituation und die Lage auf dem Arbeitsmarkt. / Trotz der insgesamt ernüchternden Bilanz des ostdeutschen Aufhol- und Integrationsprozesses sind die Lichtblicke und positiven Beispiele, die insbesondere auf dem Arbeitsmarkt, und hier wiederum besonders in den Ballungszentren, in den letzten Jahren zu verzeichnen sind, nicht zu unterschätzen. Die erfreulichen Nachrichten betreffen nach Jahrzehnten der Abwanderung und des massiven Bevölkerungsrückgangs die demografische Entwicklung, die Zunahme der Beschäftigung und die Integration von Migrant(inn)en in den ostdeutschen Arbeitsmarkt. Diesen Prozessen, ihrer differenzierten Wahrnehmung und den damit verbundenen Problemen ist der Schwerpunkt des Heftes 'Demografischer Wandel und Arbeit in Ostdeutschland' gewidmet." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland: Implikationen für die Angleichung des Rentenrechts (2017)
Jansen, Andreas;Zitatform
Jansen, Andreas (2017): Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Implikationen für die Angleichung des Rentenrechts. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 70, H. 4, S. 237-247. DOI:10.5771/0342-300X-2017-4-237
Abstract
"Der Beitrag untersucht Stand und vergangene Dynamik des Prozesses der Lohn- und Gehaltskonvergenz zwischen Ost- und Westdeutschland auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Linked-Employer-Employee Daten (LIAB) und fragt nach den damit einhergehenden Konsequenzen für die von der Bundesregierung geplante Angleichung des Rentenrechts zwischen Ost- und Westdeutschland. Den Kern der empirischen Analysen bilden multivariate Regressionsanalysen. Im Ergebnis zeigt sich, dass auch bei Berücksichtigung relevanter Kontrollvariablen eine erhebliche Lohn- und Gehaltsdifferenz zwischen ost- und westdeutschen abhängig Beschäftigten verbleibt. Ein ersatzloser Wegfall der rentenrechtlichen Sonderregelungen in Ostdeutschland würde somit zu einer rentenrechtlichen Schlechterstellung ostdeutscher Versicherter führen, da sie systematisch geringere Rentenanwartschaften aufbauen können als vergleichbare Versicherte in Westdeutschland. Die Bundesregierung hat dieses Dilemma bei der Formulierung des Rentenüberleitungs-Abschlussgesetzes insofern berücksichtigt, als die Vereinheitlichung des Rentenrechts erst 2025 abgeschlossen sein wird. Dadurch wird arbeitsmarktpolitischen Reformen, wie beispielsweise dem bereits 2015 in Kraft getretenen Tarifautonomiestärkungsgesetz und dem darin enthaltenen gesetzlichen Mindestlohn, die Möglichkeit zur Diffusion gegeben. Fraglich ist allerdings, ob die gewählte Ausweitung des Zeitraumes ausreichend ist, um die immer noch markanten Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland in signifikanter Weise zu verringern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Power, politics and peripheralization: Two Eastern German cities (2017)
Zitatform
Kühn, Manfred, Matthias Bernt & Laura Colini (2017): Power, politics and peripheralization. Two Eastern German cities. In: European Urban and Regional Studies, Jg. 24, H. 3, S. 258-273. DOI:10.1177/0969776416637207
Abstract
"Increasing socio-spatial inequalities in Europe have led to a revival of the term 'peripheralization' in urban and regional research. In this context, peripheralization is often seen as an outcome of powerlessness. It is stated that peripheralized actors are lacking the capacities to influence decisions or are excluded from decision-making networks. This paper contributes to the understanding of the relationship between peripheralization and power by empirically testing if the notion of 'powerless' peripheries holds true in the light of established theories on local power. Therefore, we refer to the Community Power Debate, especially to concepts known as the 'three faces of power' and the distinction between 'power over' and 'power to', which were brought forward by Urban Regime theories. We discuss two empirical cases in Saxony-Anhalt, Germany, and demonstrate that peripheralization here cannot be regarded as the outcome of an intended disadvantage facilitated by powerful elites ('power over'). Rather, we highlight a number of structural constraints, which decisively limit the capacity to act and the scope for local decision-making ('power to'). We conclude that future research should overcome a perspective on peripheries as exclusively being dominated and disadvantaged by the centres and focus on the lack of resources that hinders peripheries to have a more sustained influence in political decision-making." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Strukturwandel in der Lausitz: Eine wissenschaftliche Zwischenbilanz (2017)
Markwardt, Gunther; Zundel, Stefan;Zitatform
Markwardt, Gunther & Stefan Zundel (2017): Strukturwandel in der Lausitz. Eine wissenschaftliche Zwischenbilanz. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 24, H. 3, S. 17-22.
Abstract
"Das drohende Phasing Out der Braunkohle führt in der Lausitz zu einem erneuten Strukturwandel. Zu einer dauerhaften Massenarbeitslosigkeit wird es dieses Mal vermutlich nicht kommen, denn die demografische Entwicklung der Region weist für die Zukunft einen starken Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung aus. Eine Befragung unter den größten Zulieferern der Lausitzer Energie Kraftwerke AG (LEAG) zeigte, dass die meisten Unternehmen durch Innovation und Erschließung neuer Märkte dem Strukturwandel begegnen. Das vergleichsweise schwache regionale Innovationssystem muss allerdings insgesamt stimuliert werden, um hinreichend viele neue Projekte und Geschäftsideen für die Region zu generieren. Wenn dabei eine kritische Masse (neue industrielle Kerne) erreicht werden soll, erscheint auch eine zusätzliche Förderung im Rahmen eines auf Innovationen abstellenden Konversionsprogrammes sinnvoll." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Produktivitätsunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland und mögliche Erklärungsfaktoren: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2016 (2017)
Müller, Steffen ; Fackler, Daniel; Schwengler, Barbara ; Dettmann, Eva; Leber, Ute; Neuschäffer, Georg; Slavtchev, Viktor;Zitatform
Müller, Steffen, Eva Dettmann, Daniel Fackler, Georg Neuschäffer, Viktor Slavtchev, Ute Leber & Barbara Schwengler (2017): Produktivitätsunterschiede zwischen West- und Ostdeutschland und mögliche Erklärungsfaktoren. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2016. (IAB-Forschungsbericht 16/2017), Nürnberg, 149 S.
Abstract
"Wie bereits in den vergangenen Jahren ist für 2016 eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Betriebe in Deutschland zu beobachten. Zudem deutet sich am aktuellen Rand eine leichte Annäherung der Produktivität ostdeutscher Betriebe an das Westniveau an. Trotzdem ist nach wie vor eine deutliche Produktivitätslücke zwischen west- und ostdeutschen Betrieben erkennbar. Unterschiede in der Wirtschaftsstruktur sind dafür allerdings nur zum Teil verantwortlich. Im Rahmen der durchgeführten Blinder- Oaxaca-Zerlegung erklären Unterschiede in der Branchenzusammensetzung, der geringere Exportanteil und die geringere Kapitalintensität ostdeutscher Betriebe nur etwa ein Fünftel des Rückstands.
Die positive wirtschaftliche Entwicklung geht einher mit einer weiteren Steigerung der Gesamtbeschäftigung und einer verbesserten Ertragslage der Betriebe in beiden Teilen Deutschlands. Sie schlägt sich auch in einem weiteren Anstieg der Anzahl gesuchter Fachkräfte nieder. Wenn auch der überwiegende Teil des Fachkräftebedarfs 2016 gedeckt werden konnte, so blieben doch ca. ein Drittel aller angebotenen Stellen unbesetzt. Besonders problematisch war die Lage im Baugewerbe und den Unternehmensnahen Dienstleistungen sowie für Kleinstbetriebe, insbesondere in Ostdeutschland.
Die Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten sind im Zeitablauf leicht angestiegen. Zudem ist der Anteil qualifizierter Tätigkeiten in ostdeutschen Betrieben im Durchschnitt höher als in westdeutschen, was auf ein höheres formales Qualifikationsniveau der Beschäftigten in Ostdeutschland hindeutet. Hinsichtlich der Personalstruktur lässt sich feststellen, dass die Bedeutung atypischer Beschäftigungsverhältnisse in der Vergangenheit deutlich zugenommen hat. Dies gilt insbesondere für Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung.
Die Ausbildungsbeteiligung liegt seit mehreren Jahren relativ stabil bei etwa der Hälfte der ausbildungsberechtigten Betriebe, im Osten seit der Wirtschaftskrise deutlich darunter. Demgegenüber ist die Nichtbesetzungsquote in ostdeutschen Betrieben sehr viel höher als in westdeutschen Betrieben, was auf größere Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsstellen hindeutet.
Die Weiterbildungsquote der Beschäftigten liegt seit mehreren Jahren bei etwas mehr als einem Drittel. Wie schon in der Vergangenheit nehmen Beschäftigte auf Einfacharbeitsplätzen nur etwa halb so häufig an Weiterbildungsmaßnahmen teil wie Beschäftigte auf Arbeitsplätzen mit höheren Anforderungen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2017 (2017)
Zitatform
(2017): Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit 2017. (Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit), Berlin, 108 S.
Abstract
"Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Die Arbeitslosenzahlen sind deutschlandweit gesunken und die durchschnittlichen Einkommen gestiegen. Auch wenn die ostdeutschen Regionen von dieser Entwicklung profitiert haben, bestehen nach wie vor erhebliche regionale Unterschiede bei Einkommen, Beschäftigung und Wirtschaftskraft.
Der Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit 2017 zeigt, dass sich auch die ostdeutsche Wirtschaft insgesamt gut entwickelt hat. Der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung liegt in Ostdeutschland heute höher als in der Europäischen Union. Einigen ostdeutschen Regionen ist es bereits gelungen, westdeutsche Regionen bei der Wirtschaftskraft zu überholen. Insgesamt lag das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Ostdeutschland 2016 bei 73,2 Prozent des westdeutschen Vergleichswertes. Im innerdeutschen Vergleich bestehen hingegen weiterhin Unterschiede in der regionalen Wirtschaftskraft.
Der Bericht bilanziert in Texten und Grafiken den Stand der Deutschen Einheit und zeigt Erfolge, Probleme und Tendenzen auf. Er geht auf die aktuellen Herausforderungen in Ostdeutschland und die strukturellen Veränderungen ein und beschreibt die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Darüber hinaus enthält er einen Datenanhang mit relevanten Wirtschaftsdaten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Long-lasting labour market consequences of German unification (2016)
Zitatform
Blien, Uwe, Joachim Möller, Van Phan thi Hong & Stephan Brunow (2016): Long-lasting labour market consequences of German unification. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 236, H. 2, S. 181-216., 2015-09-15. DOI:10.1515/jbnst-2015-1013
Abstract
"This article shows how the impulses of the transformation process in eastern Germany have spread through the economy and the labour market. The form of transformation has long-term effects on the form of control over the economy; it is managed largely from western firms. This fact has manifold consequences for the innovation behaviour of plants, among others, which in turn is further related to productivity and thus to the labour market. We argue that this transfers further to persistently lower wages and higher unemployment rates in eastern compared with western Germany." (Author's abstract, © De Gruyter) ((en))
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Ostdeutsche Wirtschaftspolitik muss umdenken: nur mit Investitionen in Köpfe lässt sich weiter aufholen (2016)
Brautzsch, Hans-Ulrich; Exß, Franziska; Lindner, Axel ; Loose, Brigitte; Schultz, Birgit; Ludwig, Udo; Holtemöller, Oliver ;Zitatform
Brautzsch, Hans-Ulrich, Franziska Exß, Oliver Holtemöller, Axel Lindner, Brigitte Loose, Udo Ludwig & Birgit Schultz (2016): Ostdeutsche Wirtschaftspolitik muss umdenken. Nur mit Investitionen in Köpfe lässt sich weiter aufholen. In: Konjunktur aktuell, Jg. 4, H. 2, S. 56-85.
Abstract
"Für das Jahr 2016 prognostiziert das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) einen Anstieg des ostdeutschen Bruttoinlandsprodukts um 1,7% (Deutschland insgesamt: 1,8%). Maßgeblicher Treiber ist wie in Deutschland insgesamt die Binnennachfrage. Insbesondere profitiert die Wirtschaft von der hohen Dynamik des Dienstleistungssektors in Berlin. Der Zuwachs in den ostdeutschen Flächenländern bleibt dagegen mit 1,3% wieder hinter dem in Westdeutschland zurück. Um wirtschaftlich aufzuholen, sollten Bildung und Forschung im Mittelpunkt der Wachstumspolitik stehen; mit traditioneller Förderpolitik lassen sich keine weiteren Aufholerfolge mehr erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Changing fortunes during economic transition: low-wage persistence before and after German Unification (2016)
Zitatform
Gürtzgen, Nicole & André Nolte (2016): Changing fortunes during economic transition. Low-wage persistence before and after German Unification. (ZEW discussion paper 2016-028), Mannheim, 58 S.
Abstract
"This paper studies whether the transition from a centrally planned to a market economy offers new perspectives for those who, in economic terms, were relatively deprived under the old regime. Previous empirical research on this question has been limited by the availability of representative longitudinal micro-data that track individuals' labour market careers across different political regimes. Our study seeks to fill this research gap by looking at the transition of Eastern Germany following German Unification. Using a unique large-scale German administrative data set, we measure individuals' relative economic position by exploiting information on whether individuals were in the bottom of the pre-unification wage distribution. We then address the question of how workers' low or high-wage status determines their wage and labour market status within and across different regimes. We document strong evidence of a dynamic selection process into low-wage employment after Unification. Furthermore, consistent with a weak connection between individuals' true productivity and their pre-unification low-wage status, the extent of across regime state dependence is found to be small in magnitude and appears to vanish over time. For males, the small extent of across regime dependence is found to be most pronounced among the medium and high-skilled, suggesting the depreciation of general human capital as a potential explanation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Im Fokus: Industrielle Kerne in Ostdeutschland und wie es dort heute aussieht: Das Beispiel SKET Magdeburg (2016)
Heimpold, Gerhard;Zitatform
Heimpold, Gerhard (2016): Im Fokus: Industrielle Kerne in Ostdeutschland und wie es dort heute aussieht. Das Beispiel SKET Magdeburg. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 22, H. 6, S. 129-132.
Abstract
"Die erste Privatisierung des Stammbetriebs des ehemaligen VEB Schwermaschinenbau-Kombinats 'Ernst Thälmann' (SKET) scheiterte nach zwei Jahren, und das Unternehmen ging 1996 in die Gesamtvollstreckung. Im Jahr 1998 wurden in einem zweiten Anlauf die fünf geschaffenen Auffanggesellschaften allesamt privatisiert, allerdings mit nur wenigen Beschäftigten. In einem Fall entstand eine völlig neue Produktion: die Herstellung von Komponenten für Windenergieanlagen. Der Aufschwung der erneuerbaren Energien hat den Magdeburger Schwermaschinenbauern in die Hände gespielt. Die Verfügbarkeit großer Industrieflächen war ebenfalls förderlich für diese Branche, ebenso die Kompetenzen in der Bearbeitung großer Maschinenteile. Auch andere Geschäftsfelder des früheren Schwermaschinenbau-Kombinats leben in Form mittelständischer Unternehmen fort: die Entwicklung und Herstellung von Maschinen zur Verarbeitung von Ölsaaten, Maschinen in den Bereichen Kabel- und Stahlseiltechnik, Walzwerksausrüstungen sowie EDV-Dienstleistungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Was erklärt die Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland? (2016)
Zitatform
Kluge, Jan & Michael Weber (2016): Was erklärt die Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland? In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 23, H. 2, S. 3-9.
Abstract
"Auch über 25 Jahre nach der deutschen Vereinigung sind noch immer starke Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland zu beobachten. Mithilfe verknüpfter Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten lassen sich 40 % der im Jahr 2010 beobachteten Ost-West-Lohndifferenz auf strukturelle Unterschiede in persönlichen, betrieblichen und regionalen Charakteristika zurückführen. Besonders bedeutsam sind dabei die Betriebsgrößen- und Preisunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Auch die höhere Erwerbsbeteiligung der Frauen und die geringere Tarifbindung in Ostdeutschland tragen zur Lohndifferenz bei. Da sich viele der identifizierten Einflussfaktoren einer direkten wirtschaftspolitischen Einflussnahme entziehen, dürfte auch in Zukunft nicht mit einer raschen Angleichung der Löhne in Ost- und Westdeutschland zu rechnen sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Developing Eastern Germany. The effects of economics promotion in the Eastern German states after reunification (2016)
Zitatform
Kölling, Arnd (2016): Developing Eastern Germany. The effects of economics promotion in the Eastern German states after reunification. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 236, H. 2, S. 275-295. DOI:10.1515/jbnst-2015-1009
Abstract
"This study investigates the impact of public funding on the performance of establishments in Eastern Germany. Using data from the German Institute for Employment Research (IAB) Establishment Panel from 1996 through 2012, the effect of economic promotion in the eastern part of Germany is studied on a number of indicators that provide insight into the topic. For this purpose, conditional difference-in-differences estimators were derived using a propensity score matching approach. Treated establishments in the area of the former German Democratic Republic (GDR) invested more, had a higher value added and requested more labour than untreated firms when the amount of public funding is considered. However, on average, establishments with a history of previous investments also receive more funding than establishments that do not receive promotion. Also, some of the results are not permanent, such as the share of investment. Other effects of economic promotion in Germany include increases in wages, but these effects are rather small when compared to the size of the economic promotion. In addition, outcome for firms' productivity is always insignificant and close to zero." (Author's abstract, © De Gruyter) ((en))
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Erwerbsverläufe in Kennzahlen: Ost- und Westdeutschland zwischen 2009 und 2014 (2016)
Zitatform
Lehweß-Litzmann, René (2016): Erwerbsverläufe in Kennzahlen: Ost- und Westdeutschland zwischen 2009 und 2014. (SOEB Arbeitspapier 2016-07), Göttingen, 75 S.
Abstract
"Dieser Text präsentiert eine Untersuchung im Rahmen des soeb 3-Arbeitspakets 'Erwerbs- und Lebensverläufe'. Analysiert werden Kennzahlen auf Basis kurzer Längsschnitte aus Mikrodaten (SIAB): Sie vereinen die Aktualität von Querschnittsanalysen mit der Fähigkeit von Längsschnittsanalysen, Fragen zur Dauer bzw. Häufigkeit von Ereignissen und Zuständen in individuellen Erwerbsverläufen beantworten zu können. Die Untersuchung knüpft an ältere Arbeiten des Verbunds soeb 1 an, indem sie ähnliche Beobachtungsinstrumente auf das Zeitfenster 2009 bis 2014 bezieht. Es beginnt also mit der Phase der (in Deutschland nicht so) 'großen Rezession'. Die Analyse zeigt Unterschiede je nach Geschlecht und Altersgruppe bzw. Kohorte auf. Sichtbar werden eine Entschleunigung des Erwerbsverlaufs mit dem Alter und eine deutlich bessere Erwerbsintegration von Männern im Vergleich zu Frauen ab der Haupterwerbsphase. Ein besonderes Augenmerk gilt Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland. 20 bis 25 Jahre nach dem Mauerfall müssen Beschäftigte im ostdeutschen Arbeitsmarkt tendenziell mehr leisten, um dabei weniger zu erreichen. In der Frage, ob die ostdeutsche Erwerbsbeteiligung für den Westen als Vorbild dienen kann, wird lange Teilzeit für beide Partner als Alternative zum Doppel-Vollzeit-Modell ins Gespräch gebracht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Lohnungleichheit: Gibt es eine Trendwende? (2016)
Möller, Joachim;Zitatform
Möller, Joachim (2016): Lohnungleichheit: Gibt es eine Trendwende? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 96, H. Sonderheft, S. 38-44., 2015-12-20. DOI:10.1007/s10273-016-1949-5
Abstract
"Der vorliegende Aufsatz verwendet die aktualisierte Version der Integrierten Erwerbsbiografien, einer umfangreichen Mikrodatenquelle des IAB. Für den Zeitraum 1992 bis 2014 untersucht die Studie die langfristigen Trends in der Lohnungleichheit für vollzeitbeschäftigte Personen, die der Sozialversicherungspflicht unterliegen. Der Ansatz differenziert nach Männern und Frauen sowie nach Ost- und Westdeutschland. Der von anderen Studien bestätigte deutlichen Anstieg der Lohnungleichheit in Deutschland im Zeitraum von Mitte der 1990er Jahre bis zum Ende der Nullerjahre wird zunächst bestätigt. Der Anstieg ist nur zum Teil durch den wachsenden Unterschied zwischen den Qualifikationsgruppen zu erklären. Der überwiegende Anteil lässt sich weder durch Bewertungseffekte noch durch Kompositionseffekte erklären. Dies stützt neuere Forschungsergebnisse, die eine wachsende Segregation von Beschäftigten und Firmen als Erklärung heranziehen. Die sich auf Sozialdaten beziehenden bisherigen Studien haben nicht die Entwicklung nach dem Jahr 2010 in den Blick genommen. In den aktualisierten Daten, die bis zum Jahr 2014 reichen, zeigt sich, dass der sich bis zu diesem Zeitpunkt abzeichnende deutliche Anstieg der Lohnungleichheit offenbar zu einem Stillstand gekommen ist. Dies gilt für Männer ebenso wie für Frauen und unabhängig vom betrachteten Landesteil. Für die Frauen lässt sich sogar ein Rückgang der Lohnungleichheit erkennen. Dies könnte für einen Trendbruch sprechen. Zurzeit ist allerdings noch unklar, welche Faktoren dahinter stehen könnten. In Frage kommen dabei die bis 2014 bereits wirksamen Branchenmindestlöhne, eine veränderte Tarifpolitik oder aber technologische oder strukturelle Faktoren, die Personen am unteren Rand der Lohnhierarchie begünstigt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim;Ähnliche Treffer
frühere (möglw. abweichende) Version erschienen als: IAB-Discussion Paper , 09/2016Weiterführende Informationen
Volltext-Zugang zum gesamten Heft über den Verlag bzw. Anbieter (möglicherweise kostenpflichtig) -
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Eine wirtschaftspolitische Agenda für die ostdeutschen Länder (2016)
Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ragnitz, Joachim (2016): Eine wirtschaftspolitische Agenda für die ostdeutschen Länder. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 23, H. 4, S. 18-28.
Abstract
"Die wirtschaftliche Entwicklung in den ostdeutschen Ländern verläuft seit geraumer Zeit in etwa parallel zu Westdeutschland - ein Aufholen ist bei den typischerweise verwendeten Indikatoren der Wirtschaftskraft seit Langem nicht mehr festzustellen. Auch die Perspektiven für die Zukunft sind nicht unbedingt rosig. Deswegen sollte die Wirtschaftspolitik die Initiative ergreifen, mit einer gezielten wachstumsorientierten Politik die Bedingungen für eine günstigere Entwicklung auch nach dem Auslaufen des Solidarpaktes II zu schaffen. Wesentlich erscheinen neben einer an den wachstumshemmenden Rahmenbedingungen ansetzenden Förderpolitik insbesondere auch verstärkte Investitionen in Bildung und Innovation." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Wage mobility in East and West Germany (2016)
Zitatform
Riphahn, Regina T. & Daniel D. Schnitzlein (2016): Wage mobility in East and West Germany. In: Labour economics, Jg. 39, H. April, S. 11-34. DOI:10.1016/j.labeco.2016.01.003
Abstract
"This article studies long run wage mobility as a characteristic of regional labor markets. Using German administrative data we describe wage mobility since 1975 in West and since 1992 in East Germany. Wage mobility declined substantially in East Germany in the 1990s and moderately in East and West Germany since the late 1990s. These findings are robust in many dimensions. We apply RIF regression based decompositions to measure the role of factors associated with these mobility changes. Job and employment characteristics contribute to the decline in wage mobility, however, shifts in labor market structures are central for the development of overall wage mobility." (Author's abstract, © 2016 Elsevier) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 6246 -
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United, yet apart? A note on persistent labour market differences between Western and Eastern Germany (2016)
Zitatform
Schnabel, Claus (2016): United, yet apart? A note on persistent labour market differences between Western and Eastern Germany. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 236, H. 2, S. 157-179. DOI:10.1515/jbnst-2015-1012
Abstract
"Durch Vergleich aggregierter Statistiken und ausgewählter empirischer Studien zeigt dieser Beitrag, dass 25 Jahre nach der deutschen Einheit sich die Merkmale und Ergebnisse der Arbeitsmärkte in West- und Ostdeutschland in mancher Hinsicht weitgehend angeglichen haben, andererseits aber immer noch deutliche Unterschiede bestehen. Während bei den Arbeitsnachfrageentscheidungen der Firmen und bei der Vertretung von Arbeitnehmern durch Betriebsräte und Gewerkschaften keine substanziellen Unterschiede festgestellt werden können, liegen die beiden Teile des Landes beim Arbeitsangebot, der Arbeitsproduktivität, den Löhnen und der Tarifbindung weiter auseinander, und sie unterscheiden sich deutlich in der Arbeitslosenquote. Diese Unterschiede dürften beobachtbare und unbeobachtbare Merkmale ökonomischer Akteure wie auch Unterschiede im Verhalten, bei Normen und bei individuellen Einstellungen widerspiegeln." (Autorenreferat, © De Gruyter)
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Literaturhinweis
Still different after all these years: extensive and intensive margins of exports in East and West German manufacturing enterprises (2016)
Zitatform
Wagner, Joachim (2016): Still different after all these years. Extensive and intensive margins of exports in East and West German manufacturing enterprises. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 236, H. 2, S. 297-322. DOI:10.1515/jbnst-2015-1011
Abstract
"This paper uses a new tailor-made data set to investigate the differences in extensive and intensive margins of exports in manufacturing firms from East Germany and West Germany. It documents that these margins do still differ in 2010, 20 years after the re-unification of Germany. West German firms outperform East German firms at all four margins of exports - they have a larger propensity to export, export a larger share of total sales, export more goods and export to a larger number of countries. All these differences are large from an economic point of view. A decomposition analysis shows that in 2010 between 59 percent and 78 percent of the difference in margins can be explained by differences in firm characteristics." (Author's abstract, © De Gruyter) ((en))
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Regionalpolitischer Bericht der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur": Unterrichtung durch die Bundesregierung (2016)
Zitatform
(2016): Regionalpolitischer Bericht der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Unterrichtung durch die Bundesregierung. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/7500 (04.02.2016)), 86 S.
Abstract
"Regionalpolitik und Gemeinschaftsaufgabe, Neuregelungen seit 1. Juli 2014 und Perspektiven der GRW, Berichte der Bundesländer" (Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
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Literaturhinweis
Forschung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern: eine quantitative Analyse der Potenziale in der Wirtschaft (2015)
Zitatform
Alecke, Björn, Ingo Konradt & Anne Otto (2015): Forschung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern. Eine quantitative Analyse der Potenziale in der Wirtschaft. In: Baltic management review, Jg. 8, H. 1, S. 7-23., 2014-11-13.
Abstract
"Der Aufsatz gliedert sich wie folgt: Im nächsten Abschnitt wird zunächst anhand gängiger Indikatoren auf gesamtwirtschaftlicher Ebene das Forschungs- und Innovationsgeschehen in der Wirtschaft im Überblick dargestellt. Danach wird im dritten Abschnitt eine Differenzierung des Datenmaterials nach Branchen- und Betriebsgrößenstrukturen vorgenommen. Im Anschluss an die deskriptive Auswertung werden im vierten Abschnitt regressionsanalytische Verfahren eingesetzt, um einzelwirtschaftliche Daten auf Grundlage des IAB-Betriebspanels näher zu analysieren. Mit den Regressionsanalysen soll untersucht werden, ob Unterschiede in den Forschungs- und Innovationsaktivitäten von Betrieben zwischen den Bundesländern vornehmlich auf unterschiedliche standortspezifische Einflüsse oder auf strukturellen Faktoren, wie z.B. länderspezifische Unterschiede in der Betriebsgrößen- und Branchenstruktur, beruhen. Im letzten Abschnitt wird eine zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse vorgenommen und weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die ostdeutsche Wirtschaft ist zu kleinteilig strukturiert (2015)
Zitatform
Arnold, Michael, Alexander Eickelpasch, Michael Fritsch, Anselm Mattes & Alexander Schiersch (2015): Die ostdeutsche Wirtschaft ist zu kleinteilig strukturiert. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 82, H. 35, S. 764-772.
Abstract
"Die ostdeutsche Wirtschaft hat fast 25 Jahre nach der Wiedervereinigung noch nicht zur westdeutschen Wirtschaft aufgeschlossen. Im Vergleich zu Westdeutschland erreichte die Wirtschaftsleistung der ostdeutschen Bundesländer pro Kopf im Jahr 2013 nur etwas mehr als 70 Prozent. Auch kurz- oder mittelfristig werden die neuen Bundesländer nicht auf das westdeutsche Niveau aufschließen, da ihre Wachstumsdynamik zu gering ist. Einer der Gründe dafür ist die Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft. Insbesondere fehlen in Ostdeutschland Großunternehmen und vor allem Unternehmens- und Konzernzentralen. Stattdessen wird die ostdeutsche Wirtschaft von kleinen und mittleren Unternehmen dominiert. Dieser Wochenbericht zeigt, dass neben abweichendem Innovations- und Exportverhalten ostdeutscher Unternehmen auch die Persönlichkeitsmerkmale der Unternehmer eine wichtige Rolle für diese Entwicklung spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft *gibt es spezifische Wachstumshemmnisse für die Bildung größerer Unternehmenseinheiten? (2015)
Zitatform
Arnold, Michael, Alexander Eickelpasch, Michael Fritsch & Alexander Schiersch (2015): Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft *gibt es spezifische Wachstumshemmnisse für die Bildung größerer Unternehmenseinheiten? Berlin, 134 S.
Abstract
"Die ostdeutsche Wirtschaft hat auch 24 Jahre nach der Wiedervereinigung und dem Beginn der Transformation zu einer Markwirtschaft noch nicht zur westdeutschen Wirtschaft aufgeschlossen. Das geht aus einem Forschungsgutachten zur Größenstruktur und Wachstumsdynamik der ostdeutschen Wirtschaft hervor, das Iris Gleicke, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, am 25. Juni 2015 in Berlin vorgestellt hat. Einer der Gründe, der in Wissenschaft und politischer Diskussion dafür verantwortlich gemacht wird, ist die Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft. Damit ist gemeint, dass in der ostdeutschen Wirtschaft größere Unternehmen und Konzernzentralen weitgehend fehlen.
Die vorliegende DIW Econ Studie im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie untersucht auch welche wichtigen Wachstumsfaktoren der ostdeutschen Wirtschaft durch die Kleinteiligkeit beeinträchtigt werden. Ansatzpunkte für die weitere Unterstützung des Wachstums sieht die Studie z. B. bei der Vernetzung der ostdeutschen Unternehmen, den Innovations- und Exportaktivitäten und der strategischen Ausrichtung der Unternehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Urban shrinkage in Eastern Germany (2015)
Bartholomae, Florian W.; Schoenberg, Alina M.; Nam, Chang Woon;Zitatform
Bartholomae, Florian W., Chang Woon Nam & Alina M. Schoenberg (2015): Urban shrinkage in Eastern Germany. (CESifo working paper 5200), München, 31 S.
Abstract
"This paper questions the widely applied parallelism of demographic and economic development in characterizing urban shrinkage in Germany, and argues that the usage of population change as a single indicator leads to incorrect policy recommendations for combating urban shrinkage. As the cases of several Ruhr cities (Essen, Gelsenkirchen and Dortmund) and East German cities (Erfurt, Rostock and Magdeburg) prove, urban economic growth can also be achieved thanks to the substantial presence of modern industries and business services, and despite declines in population size. The serious shrinkage of Halle, Cottbus and Schwerin is primarily due to failures in the post-industrial transformation process. Recent policy measures strongly oriented towards slowing the downsizing process of population (via urban regeneration measures to hinder suburbanisation and low core urban density) do not address this major problem effectively. More active industrial policy measures are required in these East German shrinking cities to create a competitive manufacturing sector (endowed with new high-tech firms) and to boost its growth interdependence with modern local services." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Aspekte der Armut in Mecklenburg-Vorpommern: Forschungsbericht im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt Mecklenburg-Vorpommern (2015)
Berger, Peter A.; Weiß, Wolfgang; Prochatzki, Katja; Klärner, Andreas ; Michels, Kathrin; Fischer, Hagen; Land, Rainer; Carnein, Marie; Knabe, André ; Groth, Ulf; Corthier, Jochen; Willisch, Andreas;Zitatform
Berger, Peter A., Andreas Klärner, André Knabe, Marie Carnein, Hagen Fischer, Katja Prochatzki, Rainer Land, Andreas Willisch, Ulf Groth, Kathrin Michels, Wolfgang Weiß & Jochen Corthier (2015): Aspekte der Armut in Mecklenburg-Vorpommern. Forschungsbericht im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt Mecklenburg-Vorpommern. Schwerin, 298 S.
Abstract
"Im Juli 2014 beauftragte der AWO-Landesverband Wissenschaftler der Universitäten Rostock und Greifswald sowie der Hochschule Neubrandenburg und des Thünen-Instituts damit, eine Studie zu erstellen. Seither analysieren und untersuchen die Forscher verschiedene Aspekte von Armut im Land.
Statistisch gilt jener als arm, der weniger als 60 Prozent des bundesdurchschnittlichen Nettoverdienstes zur Verfügung hat. In 2012 lag dieser rechnerische Wert bei 869 Euro im Monat für einen Einpersonenhaushalt.
Armut ist vielschichtig und kann mit Zahlen allein nicht ausreichend beschrieben werden. Mittlerweile wurden über 50 Interviews in Rostock und in der ländlichen Region im Osten des Landes geführt und ausgewertet. Menschen berichteten über ihre Lebenssituationen, ihre Biografien, ihren Alltag und die Strategien, mit denen sie versuchen, das tägliche Leben zu meistern.
Legt man das Durchschnittseinkommen in Mecklenburg-Vorpommern zu Grunde, weisen die Statistiken für die östlichen Landesteile eine deutlich höhere Armutsgefährdungsquote aus. Diese regionalen Unterschiede werden ebenfalls untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
25 Jahre nach der Wiedervereinigung: Schwierige Startbedingungen wirken nach (2015)
Zitatform
Blien, Uwe & Van Phan thi Hong (2015): 25 Jahre nach der Wiedervereinigung: Schwierige Startbedingungen wirken nach. In: IAB-Forum H. 1, S. 4-13., 2015-04-29. DOI:10.3278/IFO1501W004
Abstract
Nach dem Mauerfall flossen umfangreiche öffentliche und private Investitionsmittel in die ostdeutsche Wirtschaft. Dies hatte einen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge. Begünstigt durch die Art der Privatisierung ostdeutscher Firmen entstanden jedoch vielfach 'verlängerte Werkbänke' westdeutscher Unternehmen, während die Zentralen und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen in der Regel weiterhin im Westen angesiedelt waren. Vor diesem Hintergrund ist es der ostdeutschen Wirtschaft bis dato schwergefallen, ihren Innovations- und Produktivitätsrückstand aufzuholen. Für die Zukunft bieten sich verschiedene Ansatzpunkte, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Ostdeutschlands zu steigern.
Beteiligte aus dem IAB
Phan thi Hong, Van; -
Literaturhinweis
Viel Varianz: Was man in den Pflegeberufen in Deutschland verdient (2015)
Bogai, Dieter; Seibert, Holger ; Wiethölter, Doris; Hell, Stefan; Carstensen, Jeanette; Ludewig, Oliver ;Zitatform
Bogai, Dieter, Jeanette Carstensen, Holger Seibert, Doris Wiethölter, Stefan Hell & Oliver Ludewig (2015): Viel Varianz: Was man in den Pflegeberufen in Deutschland verdient. Berlin, 38 S.
Abstract
"Im Zentrum dieser Studie steht eine aktuelle Bestandsaufnahme der Bruttoentgelte von Kranken- und Altenpflegern, die auf Grundlage der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit für Vollzeitbeschäftigte und nach Bundesländern differenziert durchgeführt wird. Diese Ergebnisse werden durch zusätzliche Analysen auf Grundlage des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes flankiert, mit deren Hilfe ein Blick auf den Umfang und die Ursachen der Teilzeitbeschäftigung in den Pflegeberufen geworfen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Seibert, Holger ; Wiethölter, Doris; Hell, Stefan; Carstensen, Jeanette; Ludewig, Oliver ;Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Die Gesundheitswirtschaft als regionaler Beschäftigungsmotor (2015)
Bogai, Dieter; Weyh, Antje ; Bogai, Dieter; Böhme, Stefan; Thiele, Günter; Wiethölter, Doris; Sieglen, Georg ; Sujata, Uwe; Schaade, Peter; Thiele, Günter; Pilger, Carmen; Wiethölter, Doris; Kotte, Volker; Carstensen, Jeanette; Baumann, Doris; Jahn, Daniel;Zitatform
Bogai, Dieter, Günter Thiele & Doris Wiethölter (Hrsg.) (2015): Die Gesundheitswirtschaft als regionaler Beschäftigungsmotor. (IAB-Bibliothek 355), Bielefeld: Bertelsmann, 461 S. DOI:10.3278/300887w
Abstract
"In diesem Band wird die Gesundheitswirtschaft in ihrer regionalen beschäftigungspolitischen Bedeutung untersucht. Der einleitende Beitrag skizziert die Besonderheiten des Marktes für Gesundheitsleistungen, institutionelle Grundstrukturen des deutschen Gesundheitssystems und Bewertungsprobleme von Gesundheitsleistungen. Die Aufwertung der Gesundheitswirtschaft vom Kostenfaktor zur wachstumsstarken Querschnittsbranche wird verdeutlicht, die durch die verschiedenen Elemente der gesundheitsökonomischen Gesamtrechnung konkretisiert wird. Schließlich werden Hypothesen zur räumlichen Verteilung gesundheitswirtschaftlicher Aktivitäten diskutiert.
Den Hauptteil dieses Sammelbands bilden empirische Analysen zur Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft nach dem Schichtenmodell, das die Gesundheitswirtschaft in einen Kernbereich (dem klassischen Gesundheitswesen), den Handel und die medizinische Industrie differenziert. Ein Eingangsbeitrag ermittelt die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in den Kreisen und Bundesländern Deutschlands sowie einzelne sektorale und berufliche Beschäftigungsentwicklungen. Die Beschäftigungsentwicklung in den verschiedenen Teilbereichen der Gesundheitswirtschaft bezieht sich auf den Zeitraum von 2008 bis 2013, da differenziertere Informationen nach den Wirtschaftszweigen erst ab 2008 vorliegen. Neben Strukturmerkmalen der Beschäftigten wie Alter und Geschlecht werden die unterschiedlichen Beschäftigungsformen der sozialversicherungspflichtigen Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung, geringfügige Beschäftigung und Leiharbeit in ausgewählten Gesundheitsberufen untersucht. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Qualifikation und betrieblichen Anforderungsniveaus der Beschäftigten in der Gesundheitswirtschaft. Ein wesentlicher Aspekt einer Arbeitsmarktanalyse der Gesundheitswirtschaft sind die Entgelte der Beschäftigten nach betrieblichem Anforderungsniveau. Aufgrund des hohen Frauenanteils in den Gesundheitsberufen sind die Entgeltdifferenzen zwischen Frauen und Männern von besonderem Interesse. Nach einer flächendeckenden Analyse für alle Bundesländer schließen sich Berichte für ausgewählte Bundesländer an. Dies sind von den alten Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig- Holstein sowie von den neuen Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen. Diese Berichte ergänzen die Beschäftigungsanalyse teilweise durch weitere Aspekte des Arbeitsmarktes.
Gegenstand des abschließenden Beitrags ist die Qualität der Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen. Ausgehend von einer Diskussion der Qualitätskriterien und der besonderen Merkmale der Pflegetätigkeit werden Studienergebnisse zu den Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege diskutiert und Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten gemacht." (Autorenreferat, IAB-Doku)Beteiligte aus dem IAB
Weyh, Antje ; Böhme, Stefan; Wiethölter, Doris; Sieglen, Georg ; Sujata, Uwe; Wiethölter, Doris; Kotte, Volker; Carstensen, Jeanette; Baumann, Doris; Jahn, Daniel;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Die Berufsbindung im Gesundheitswesen in Berlin und Brandenburg (2015)
Bogai, Dieter; Wiethölter, Doris;Zitatform
Bogai, Dieter & Doris Wiethölter (2015): Die Berufsbindung im Gesundheitswesen in Berlin und Brandenburg. In: U. Bettig, M. Frommelt, M. Roes, R. Schmidt & G. Thiele (Hrsg.) (2015): Personalentwicklung in der Pflege : Analysen - Herausforderungen - Lösungsansätze. Jahrbuch Pflegemanagement, S. 55-74, 2014-10-06.
Abstract
"Angesichts des befürchteten Fachkräftemangels wird untersucht, wie stark die Bindung der Ausbildungsabsolventen in Gesundheitsberufen an den erlernten Beruf bzw. einen verwandten Gesundheitsberuf ist. In der engen Berufstreue differieren die Ergebnisse zwischen den Berufen und Regionen erheblich. 15 Jahre nach Ausbildungsende sind je nach Region deutlich weniger Krankenpflegehelfer und Altenpfleger tätig als Krankenschwestern/-pfleger. Wird bei der Analyse die berufliche Flexibilität zwischen den verwandten Berufen berücksichtigt, fallen die Ergebnisse für die Krankenpflegehelfer und Altenpfleger günstiger aus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wiethölter, Doris;Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Demografischer Wandel und Pflegearbeitsmarkt (2015)
Zitatform
Bogai, Dieter & Franziska Hirschenauer (2015): Demografischer Wandel und Pflegearbeitsmarkt. In: U. Bettig, M. Frommelt, M. Roes, R. Schmidt & G. Thiele (Hrsg.) (2015): Personalentwicklung in der Pflege : Analysen - Herausforderungen - Lösungsansätze. Jahrbuch Pflegemanagement, S. 1-31, 2014-10-06.
Abstract
"Der demografische Wandel beeinflusst den Pflegearbeitsmarkt zum einen durch die Zunahme von Pflegefällen, zum anderen durch knapper werdende Personalreserven. Bevölkerungsalterung (und damit Zunahme der Pflegefälle) und -abnahme unterscheiden sich in den Regionen Deutschlands deutlich. Der demografisch bedingte Rückgang des Arbeitskräfteangebots wird exemplarisch für Brandenburg gezeigt. Die vorliegenden Bilanzen für den deutschen Pflegearbeitsmarkt deuten auf einen künftig wachsenden Arbeitskräftemangel. Abschließend werden verschiedene Maßnahmen zur Deckung des Pflegebedarfs diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis -
Literaturhinweis
Selbstständigkeit in Ost- und Westdeutschland: Gründungen sind selten Frauensache (2015)
Zitatform
Brixy, Udo, Rolf Sternberg & Arne Vorderwülbecke (2015): Selbstständigkeit in Ost- und Westdeutschland: Gründungen sind selten Frauensache. (IAB-Kurzbericht 10/2015), Nürnberg, 7 S.
Abstract
"Unternehmensgründungen sind eine wichtige Quelle des wirtschaftlichen Wachstums. Gerade in ökonomisch hochentwickelten Staaten spielen Neugründungen eine bedeutende Rolle für die kommerzielle Verwertung von Innovationen. Damit wird die Produktivität positiv beeinflusst und der strukturelle Wandel befördert. Deshalb ist es nicht trivial, wenn Frauen unter den Gründern dauerhaft unterrepräsentiert sind. Abgesehen von nicht ausgeschöpften persönlichen Entwicklungschancen verzichten Volkswirtschaften dadurch auf unternehmerische Potenziale. Dennoch sind Unternehmensgründungen nach wie vor eine männliche Domäne. Frauen gründen in fast allen europäischen Ländern - so auch in Deutschland - seltener als Männer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Motive für die Gründung eines Unternehmens in Ost- und Westdeutschland nach Geschlecht
- Gründungsaktivitäten in West- und Ostdeutschland 2009 bis 2014
- Gründungsaktivitäten in West- und Ostdeutschland nach Geschlecht 2009 bis 2014
- Gründungsaktivitäten von Männern und Frauen in Europa 2014
- Gründungsaktivitäten von Männern und Frauen nach Siedlungsstruktur
- Entwicklung der Gründungsaktivitäten in Deutschland nach Geschlecht 2009 bis 2014
- Mehr zum aktuellen Gründungsgeschehen finden Sie im „GEM Länderbericht Deutschland 2014“
- „Ich verfüge über die Fähigkeiten und Kenntnisse, um mich selbstständig zu machen"
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