Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Theorie
- Politik und Maßnahmen
- Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung
- Arbeitswelt, Personalpolitik
- Personengruppen
- Wirtschaftszweige
- Geschlecht
- geografischer Bezug
- Alter
-
Literaturhinweis
Wege in den und Wege aus dem Arbeitslosengeld-I-Bezug (2014)
Zitatform
Stephan, Gesine & Thomas Rhein (2014): Wege in den und Wege aus dem Arbeitslosengeld-I-Bezug. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte), Nürnberg, 9 S.
Abstract
"Aus welchen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen kamen Personen, die im Jahr 2010 Arbeitslosengeld I erhielten? Gut 80 Prozent waren zuvor vollzeitbeschäftigt. Von diesen waren gut die Hälfte oberhalb der gängigen Niedriglohnschwelle (Nicht-Niedriglohnsegment) tätig, knapp die Hälfte darunter (Niedriglohnsegment).
Wie viele dieser Personen wechselten nach der Arbeitslosigkeit wieder in eine Beschäftigung? Knapp zwei Drittel nahmen innerhalb von 18 Monaten wieder eine sozialversicherungspflichtige Vollzeit- oder Teilzeittätigkeit auf. Zuvor Vollzeitbeschäftigte verblieben dabei überwiegend im selben Lohnsegment - also im Nicht-Niedriglohnbereich bzw. im Niedriglohnbereich.
Zuvor vollzeitbeschäftigte Männer kamen - anders als Frauen - am häufigsten aus dem Nicht-Niedriglohnsegment und wechselten später auch wieder in dieses.
Niedrig entlohnte neue Jobs endeten im Durchschnitt wieder schneller als besser bezahlte Tätigkeiten.
Frühere Vollzeitbeschäftigte, die mehr als den Niedriglohn verdienten, erlebten nach dem Bezug von Arbeitslosengeld I häufiger eine Lohneinbuße als einen Lohnzuwachs von mindestens 10 Prozent. Hingegen realisierten frühere Vollzeitbeschäftigte im Niedriglohnsegment häufiger einen entsprechenden Lohnzuwachs als eine entsprechende Lohneinbuße." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Aspects of wage dynamics in Germany (2014)
Stephani, Jens;Zitatform
Stephani, Jens (2014): Aspects of wage dynamics in Germany. (IAB-Bibliothek 350), Bielefeld: Bertelsmann, 144 S. DOI:10.3278/300858w
Abstract
"Die Lohnungleichheit in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewachsen. Gut jeder fünfte Beschäftigte arbeitet mittlerweile im Niedriglohnsektor. Zugleich gelingt nur einem Bruchteil der Geringverdiener der Aufstieg in eine besser bezahlte Beschäftigung. Jens Stephani geht unterschiedlichen Forschungsfragen zur Aufstiegsmobilität von Geringverdienern nach, die bislang noch nicht untersucht wurden: Wie groß sind die Chancen, dass Geringverdiener, denen der Aufstieg in eine besser bezahlte Tätigkeit geglückt ist, sich längerfristig in dem besser bezahlten Job halten können? In welchen Betrieben können Niedriglohnbezieher mit überproportionalen Lohnzuwächsen rechnen? Welche Rolle spielen unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale für die Aufstiegschancen von Geringverdienern? In einem gesonderten Kapitel analysiert Stephani, inwieweit das Lohnniveau in tarifgebundenen Betrieben - trotz der im letzten Jahrzehnt gesunkenen Bedeutung des Gewerkschaftswesens - weiterhin höher ist als in nichttarifgebundenen Betrieben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
E-Book Open Access -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktflexibilisierung und Niedriglohnbeschäftigung: Deutschland und Österreich im Vergleich (2014)
Zitatform
Teitzer, Roland, Nina-Sophie Fritsch & Roland Verwiebe (2014): Arbeitsmarktflexibilisierung und Niedriglohnbeschäftigung. Deutschland und Österreich im Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 67, H. 4, S. 257-266. DOI:10.5771/0342-300X-2014-4-257
Abstract
"Niedriglohnjobs haben in den letzten Jahren sehr stark zugenommen, besonders in Deutschland, aber auch in Österreich. Doch welche Ursachen gibt es für diesen Anstieg? Welche Gruppen sind besonders von den Dynamiken am Arbeitsmarkt betroffen und wie haben sich deren Niedriglohnrisiken verändert? Wie wirken sich Veränderungen am Arbeitsmarkt - z. B. die wachsende Erwerbsbeteiligung von Frauen und die Zunahme atypischer Beschäftigung - auf die Niedriglohnquote aus? Und: Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich zwischen Österreich und Deutschland finden?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Minimum wage increases in a recessionary environment (2013)
Zitatform
Addison, John T., McKinley L. Blackburn & Chad D. Cotti (2013): Minimum wage increases in a recessionary environment. In: Labour economics, Jg. 23, H. August, S. 30-39. DOI:10.1016/j.labeco.2013.02.004
Abstract
"Do seemingly large minimum-wage increases in an environment of deep recession produce clearer evidence of disemployment than is often observed in the modern minimum wage literature? This paper uses three data sets to examine the employment effects of the most recent increases in the U.S. minimum wage. We focus on two high-risk groups - restaurant-and-bar employees and teenagers - for the years 2005 - 2010. Although the evidence for a general disemployment effect is not uniform, estimates do suggest the presence of a negative minimum wage effect in states hardest hit by the recession." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Tarifliche Vergütungsgruppen im Niedriglohnbereich 2012: eine Untersuchung in 41 Wirtschaftszweigen (2013)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2013): Tarifliche Vergütungsgruppen im Niedriglohnbereich 2012. Eine Untersuchung in 41 Wirtschaftszweigen. (WSI-Informationen zur Tarifpolitik. Elemente qualitativer Tarifpolitik 75), Düsseldorf, 26 S.
Abstract
"- 282 von 4.714 tariflichen Vergütungsgruppen aus 41 Wirtschaftszweigen liegen mit ihrer Eingangsstufe unterhalb von 7,50 EURO. Damit bewegen sich 6 % der tariflichen Vergütungsgruppen unterhalb von 7,50 EURO, weitere 5 % liegen über 7,50 EURO und unterhalb von 8,50 EURO. Insgesamt erreichen also 11 % der untersuchten Tarifgruppen nicht die Höhe des von den DGB-Gewerkschaften geforderten gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 EURO.
- In den letzten knapp anderthalb Jahren konnte durch neue Tarifabschlüsse eine Verbesserung der Tarifsituation im Niedriglohnbereich erreicht werden. Im September 2011 lag der Anteil der Tarifgruppen unterhalb von 8,50 EURO mit 13 % immerhin noch zwei Prozentpunkte höher als Ende 2012. Im März 2010 lag der Anteil mit 16 % noch 5 Prozentpunkte höher.
- Insbesondere in den ausgeprägten Niedriglohnbranchen Hotel- und Gaststättengewerbe, Erwerbsgartenbau, Bewachungsgewerbe und Friseurhandwerk konnte die Zahl der Vergütungsgruppen unter 7,50 EURO gesenkt werden. In der Zeitarbeit/ Leiharbeit gibt es überhaupt keine Gruppe mehr in diesem Bereich. Zum Teil wanderten diese Gruppen in die nächste Einkommensklasse zwischen 7,50 und 8,49 EURO, aber auch in diesem Bereich gab es Verbesserungen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Im Fokus: Mindestlohn von 8,50 Euro: Wie viele verdienen weniger, und in welchen Branchen arbeiten sie? (2013)
Brautzsch, Hans-Ulrich; Schultz, Birgit;Zitatform
Brautzsch, Hans-Ulrich & Birgit Schultz (2013): Im Fokus: Mindestlohn von 8,50 Euro: Wie viele verdienen weniger, und in welchen Branchen arbeiten sie? In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 19, H. 3, S. 53-56.
Abstract
"In der Öffentlichkeit wird zurzeit die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes in Höhe von 8,50 Euro je Stunde diskutiert. Der Bundesrat hat hierzu eine entsprechende Gesetzesinitiative gestartet. Dabei stellt sich die Frage, wie viele Menschen von einem Mindestlohn dieser Höhe betroffen wären. Die vorliegende Analyse ergibt, dass im Jahr 2011 in Ostdeutschland etwa 25% und in Westdeutschland knapp 12% der Beschäftigten für einen vereinbarten Bruttostundenlohn von weniger als 8,50 Euro arbeiteten. Die Relation des anvisierten Mindestlohnes zum Medianlohn beträgt in Ostdeutschland 71% und in Westdeutschland knapp 54%. In einzelnen Branchen wäre diese Relation jedoch wesentlich höher. Im ostdeutschen Gastgewerbe und in der ostdeutschen Land- und Forstwirtschaft/Fischerei würde der Schwellenwert von 8,50 Euro sogar über den im Jahr 2011 in diesen Branchen gezahlten Medianlöhnen liegen. Betrachtet man statt des vereinbarten den effektiven Bruttostundenlohn, der u. a. unbezahlte Überstunden einbezieht, so steigt die Zahl der im Jahr 2011 für weniger als 8,50 Euro pro Stunde beschäftigten Arbeitnehmer auf 32% (Ostdeutschland) bzw. 17% (Westdeutschland)." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Low pay persistence in Europe (2013)
Zitatform
Clark, Ken & Nikolaos C. Kanellopoulos (2013): Low pay persistence in Europe. In: Labour economics, Jg. 23, H. August, S. 122-134. DOI:10.1016/j.labeco.2013.04.014
Abstract
"Using panel data for twelve European countries over the period 1994-2001 we estimate the extent of state dependence in low pay for male workers. Controlling for observable and unobservable heterogeneity as well as the endogeneity of initial conditions we find positive, statistically significant state dependence in every single country. The magnitude of this effect varies by country, however this variation is not systematically related to labour market institutions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
The growth of low-skill service jobs and the polarization of the US labor market (2013)
Zitatform
Dorn, David (2013): The growth of low-skill service jobs and the polarization of the US labor market. In: The American economic review, Jg. 103, H. 5, S. 1553-1597. DOI:10.1257/aer.103.5.1553
Abstract
"We offer a unified analysis of the growth of low-skill service occupations between 1980 and 2005 and the concurrent polarization of US employment and wages. We hypothesize that polarization stems from the interaction between consumer preferences, which favor variety over specialization, and the falling cost of automating routine, codifiable job tasks. Applying a spatial equilibrium model, we corroborate four implications of this hypothesis. Local labor markets that specialized in routine tasks differentially adopted information technology, reallocated low-skill labor into service occupations (employment polarization), experienced earnings growth at the tails of the distribution (wage polarization), and received inflows of skilled labor." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
The effects of medicaid earnings limits on earnings growth among poor workers (2013)
Hamersma, Sarah;Zitatform
Hamersma, Sarah (2013): The effects of medicaid earnings limits on earnings growth among poor workers. In: The B.E. Journal of Economic Analysis and Policy, Jg. 13, H. 2, S. 887-919. DOI:10.1515/bejeap-2012-0048
Abstract
"Strict earnings limits for public health insurance eligibility may distort work incentives for low-earning workers. Since 1996, states may vary their parental Medicaid eligibility criteria independently of other assistance programs. The result is substantial variation across states and over time in the earnings thresholds to which workers must adhere to maintain eligibility. Utilizing this variation, I identify the effects of Medicaid earnings thresholds on labor force behavior of low-income single mothers, examining both static and dynamic patterns. I find some evidence that allocating government funds to increasing these thresholds could be used as a policy lever to help drive increased earnings among low-income women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Mindestlohn, Einkommensverteilung und Armutsrisiko (2013)
Heumer, Moritz; Lesch, Hagen; Schröder, Christoph;Zitatform
Heumer, Moritz, Hagen Lesch & Christoph Schröder (2013): Mindestlohn, Einkommensverteilung und Armutsrisiko. In: IW-Trends, Jg. 40, H. 1, S. 19-36. DOI:10.2373/1864-810X.13-01-02
Abstract
"Eine Analyse der Lohnschichtung auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels zeigt, dass ein Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro je Stunde 19 Prozent aller abhängig Beschäftigten tangieren würde -- ein im europäischen Vergleich sehr hoher Wert. Besonders betroffen wären Frauen mit einem Anteil von 24 Prozent, geringfügig Beschäftigte (63 Prozent) und Arbeitnehmer unter 25 Jahren (50 Prozent). Auch arbeitsplatzbezogene Merkmale haben einen großen Einfluss. So arbeiten bei Banken und Versicherungen nur 7 Prozent der Beschäftigten für einen Stundenlohn unter 8,50 Euro, im Gastgewerbe dagegen 60 Prozent. Ein niedriger Bruttostunden-verdienst geht jedoch nicht zwangsläufig mit einem niedrigen Einkommenswohlstand einher. Von dem Fünftel der Arbeitnehmer mit dem niedrigsten Bruttostunden-verdienst gehören nur 26 Prozent auch beim Äquivalenzeinkommen, das den Haushaltszusammenhang berücksichtigt, zum einkommensschwächsten Fünftel. Dies erklärt sich dadurch, dass Arbeitnehmer mit einem Stundenverdienst von unter 8,50 Euro mit ihrem Nettoverdienst nur zu 38 Prozent zum Haushaltsnettoeinkommen beitragen, nicht zuletzt weil sie nur in gut der Hälfte der Fälle in ihrem Haushalt das höchste Erwerbseinkommen erzielen. Daher liegt ihr Armutsrisiko mit 18 Prozent (Vollzeitarbeitnehmer: 14 Prozent) nicht im bedenklichen Maß über dem der Gesamtbevölkerung (14 Prozent). Ein flächendeckender Mindestlohn in Deutschland wäre daher verteilungspolitisch ineffizient." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Are low-skill public sector workers really overpaid?: a quasi-differenced panel data analysis (2013)
Zitatform
Siminski, Peter (2013): Are low-skill public sector workers really overpaid? A quasi-differenced panel data analysis. In: Applied Economics, Jg. 45, H. 14, S. 1915-1929. DOI:10.1080/00036846.2011.641928
Abstract
"Public-private sectoral wage differentials have been studied extensively using quantile regression techniques. These typically find large public sector premiums at the bottom of the wage distribution. This may imply that low skill workers are 'overpaid', prompting concerns over efficiency. We note several other potential explanations for this result and explicitly test whether the premium varies with skill, using Australian data. We use a quasi-differenced Generalized Method of Moments (GMM) panel data model which has not been previously applied to this topic, internationally. Unlike other available methods, this technique identifies sectoral differences in returns to unobserved skill. It also facilitates a decomposition of the wage gap into components explained by differences in returns to all (observed and unobserved) skills and by differences in their stock. We find no evidence to suggest that the premium varies with skill. One interpretation is that the compressed wage profile of the public sector induces the best workers (on unobserved skills) to join the public sector in low wage occupations, vice versa in high wage occupations. We also estimate the average public sector premium to be 6% for women and statistically insignificant (4%) for men." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Does it matter where you work?: employer characteristics and the wage growth of low-wage workers and higher-wage workers (2013)
Stephani, Jens;Zitatform
Stephani, Jens (2013): Does it matter where you work? Employer characteristics and the wage growth of low-wage workers and higher-wage workers. (IAB-Discussion Paper 04/2013), Nürnberg, 34 S.
Abstract
"Unter Verwendung von umfangreichen verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten aus Deutschland und multivariaten Modellen mit 'endogenem Switching' wird in dieser Studie gezeigt, dass die Löhne von Geringverdienern in großen Betrieben und in Betrieben mit einer hohen Exportquote oder einem niedrigen Anteil befristet Beschäftigter vergleichsweise stärker wachsen als in anderen Betrieben. Ein hoher Anteil von Geringverdienern an der Belegschaft dämpft sowohl das Lohnwachstum von Geringverdienern als auch dasjenige von Höherverdienern. Außerdem zeigt sich, dass bestimmte Arbeitgeber nur Höherverdienern ein vergleichsweise erhöhtes Lohnwachstum bieten. Die Ergebnisse deuten auf eine gewisse Segmentation des deutschen Arbeitsmarktes hin. Letztere ist sowohl für die individuelle Lohnmobilität von Beschäftigten als auch im Kontext einer Polarisierung des Arbeitsmarktes und steigender Lohnungleichheit von Bedeutung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Lebenslagen in Deutschland: Der Vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (2013)
Zitatform
(2013): Lebenslagen in Deutschland: Der Vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. (Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung 04), Bonn, 491 S.
Abstract
Die Bestandsaufnahme der sozialen Lage in Deutschland umfasst den Zeitraum von 2007 bis 2012. Der Bericht richtet den Fokus seiner Analyse auf die soziale Mobilität der Bevölkerung innerhalb des eigenen Lebensverlaufs (intragenerationale Mobilität). Er betrachtet Armutsrisiken als veränderbaren Prozess und trägt hierfür die Erkenntnisse der Forschung zusammen, benennt die wichtigsten Faktoren, welche die individuellen Abstiegsrisiken erhöhen, und identifiziert Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Organisation von Chancen zur Überwindung von Risikolagen. Der Bericht orientiert sich an den einzelnen Lebensphasen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die entscheidenden Weichenstellungen (Übergänge wie z. B. Schuleintritt, Wechsel auf eine weiterführende Schule oder von der Schule in die Ausbildung) in den einzelnen Lebensphasen für die erfolgreiche Teilhabe insbesondere am Bildungs- und Erwerbssystem und am gesellschaftlichen Leben gelegt. Subjektive Sichtweisen der Bevölkerung und einzelner Personengruppen werden im engen Zusammenhang mit objektiven Befunden in die Berichterstattung einbezogen. Der Bericht konstatiert insgesamt eine positive Entwicklung der Lebenslagen in Deutschland, insbesondere bezüglich der Arbeitsmarktindikatoren und des verfügbaren Einkommens. (IAB)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
What explains the decline in wage mobility in the German low-wage sector? (2012)
Zitatform
Aretz, Bodo & Nicole Gürtzgen (2012): What explains the decline in wage mobility in the German low-wage sector? (ZEW discussion paper 2012-041), Mannheim, 51 S.
Abstract
"Angesichts steigender Lohnungleichheit am unteren Ende der Lohnverteilung hat der Niedriglohnsektor in Deutschland erheblich an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig lässt sich eine Zunahme der Persistenz einer Beschäftigung im Niedriglohnsektor beobachten. Die Ursachen für diese sinkende Aufwärtsmobilität sind indes noch ungeklärt. Für die abnehmende Aufwärtsmobilität gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze: Eine mögliche Ursache liegt in der Zunahme 'echter' Persistenz im Sinne genuiner Zustandsabhängigkeit. 'Echte' Persistenz bildet den kausalen Effekt einer Niedriglohnbeschäftigung ab und beschreibt somit, inwieweit allein der Umstand, sich bereits im Niedriglohnsektor zu befinden, einen weiteren Aufstieg behindert. Als Gründe hierfür sind beispielsweise etwaige Stigmatisierungseffekte und mögliche Humankapitalentwertungen zu nennen. Eine alternative Erklärung für die sinkenden Aufstiegschancen liegt in einer ungünstigeren Zusammensetzung des Niedriglohnsektors. Diese ist möglicherweise von Relevanz, da die Aufstiegschancen maßgeblich durch individuelle Eigenschaften wie das Alter oder den Bildungsstand bestimmt werden und sich die Zusammensetzung des Niedriglohnsektors hinsichtlich dieser Merkmale verändert hat. Ziel der Studie ist es daher, die Bedeutung beider Erklärungsansätze mithilfe der IAB-Beschäftigtenstichprobe (IABS) für den Zeitraum 1984 bis 2004 in Westdeutschland zu quantifizieren. Deskriptive Berechnungen zeigen, dass die Persistenz einer Niedriglohnbeschäftigung über den betrachteten Zeitraum einen deutlich steigenden Trend aufweist. Dabei haben z.B. ältere Altersgruppen ein weitaus höheres Risiko, im Niedriglohnsektor beschäftigt zu bleiben, als jüngere. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass der Anteil jüngerer Beschäftigter im Niedriglohnsektor zwischen 1984 und 1999 erheblich abgenommen hat. Während 1984 gut jeder zweite männliche Beschäftigte im Niedriglohnsektor unter 26 war, so war es 1999 nur noch knapp jeder vierte. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass die veränderte Alterskomposition des Niedriglohnsektors einen möglichen Erklärungsansatz für den zunehmenden Verbleib im Niedriglohnsektor bietet. Mithilfe eines trivariaten Probit-Modells lässt sich die echte Persistenz ermitteln, die alle beobachtbaren Charakteristika der Individuen berücksichtigt. Unsere Analyse zeigt, dass die durchschnittliche echte Persistenz vor allem im Zeitraum von 1987 bis 1995 deutlich zugenommen hat. Die Ergebnisse einer Dekompositionsanalyse zeigen darüber hinaus, dass bis zu 54 v.H. des Anstiegs der echten Persistenz für im Niedriglohnsektor Beschäftigte in den 90er Jahren auf Veränderungen in der Komposition des Niedriglohnsektors zurückzuführen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 7046 -
Literaturhinweis
In 2010, 17% of employees in the EU were low-wage earners (2012)
Bezzina, Eusebio;Zitatform
Bezzina, Eusebio (2012): In 2010, 17% of employees in the EU were low-wage earners. (Statistics in focus 2012/48), Luxemburg, 7 S.
Abstract
"The proportion of low-wage earners in the EU was 21 % among women, 29 % among employees with a low level of education, 31 % among employees with a fixed duration working contract and 30 % among employees below 30 years of age." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Geringe Stundenlöhne, lange Arbeitszeiten (2012)
Brenke, Karl;Zitatform
Brenke, Karl (2012): Geringe Stundenlöhne, lange Arbeitszeiten. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 79, H. 21, S. 3-12.
Abstract
"Seit 2006 ist das starke Wachstum des Niedriglohnsektors vorbei, in den letzten Jahren entfielen auf diesen Bereich konstant 22 Prozent aller Arbeitnehmer. Innerhalb des Niedriglohnsektors hat sich in der vergangenen Dekade die Tätigkeitsstruktur nicht verändert. In der gesamten Wirtschaft wird einfache Arbeit jedoch immer weniger benötigt, konzentriert sich immer mehr im Niedriglohnsektor. Unter den gering Entlohnten finden sich relativ viele Teilzeit- und insbesondere geringfügig Beschäftigte. Lediglich die Hälfte der Arbeitnehmer ist in Vollzeit tätig. Diese nehmen angesichts der spärlichen Stundenlöhne lange Arbeitszeiten in Kauf, um überhaupt auf einigermaßen auskömmliche Entgelte zu kommen. Die Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnsektor arbeiten im Schnitt fast 45 Stunden, ein Viertel sogar 50 Wochenstunden und mehr. Der Rückstand zu den monatlichen Durchschnittsverdiensten wird dadurch aber längst nicht wettgemacht. Arbeitszeiten wie bei den Niedriglöhnern gibt es ansonsten nur am oberen Ende der Einkommensskala, also bei den Gutverdienern in Vollzeit. Die Mehrzahl der Teilzeitkräfte, vor allem der Minijobber, würde gern mehr arbeiten und mehr verdienen; hier zeigt sich eine verdeckte Unterbeschäftigung. Die Tätigkeit im Niedriglohnsektor geht nicht automatisch und auch nicht in der Regel mit sozialer Bedürftigkeit einher; lediglich jeder achte wenig verdienende Arbeitnehmer bezieht Leistungen nach Hartz IV. Besonders gering ist der Anteil unter den Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnsektor; bei denen fallen staatliche Leistungen nur dann an, wenn ein größerer Haushalt zu versorgen ist. Auch unter den gering entlohnten Teilzeitbeschäftigten und Minijobbern erhält nur eine Minderheit Sozialleistungen. Meist leben in den Haushalten weitere Erwerbstätige, oder es gibt Einkommen wie Altersrente und private Unterhaltsleistungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Offshoring and labor income risk: an empirical investigation (2012)
Zitatform
Hogrefe, Jan & Yao Yao (2012): Offshoring and labor income risk. An empirical investigation. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 515), Berlin, 30 S.
Abstract
"Dieses Diskussionspapier geht der Frage nach, wie sich Auslagerungsprozesse von Produktionsaktivitäten, sogenanntes Offshoring, auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken. Insbesondere wird der Zusammenhang zwischen Offshoring und Einkommensrisiko behandelt - ein Aspekt der bisher in der Literatur kaum Beachtung gefunden hat. Einkommensrisiko bezeichnet hierbei Schocks auf das Einkommen, welche nicht nach kurzer Zeit auslaufen und daher nicht durch Sparen oder Entsparen selbstständig 'versicherbar' sind. Dieses sogenannte permanente Einkommensrisiko ist eindeutig wohlfahrtsrelevant, da hiervon die langfristigen Spar- und Konsumentscheidungen risikoaverser Individuen betroffen sind. Durch die Analyse des Einkommensrisikos tragen wir zudem dadurch zum Fortschritt der Forschungsliteratur bei, dass wir nicht allein Niveaueffekte untersuchen. Risikoaverse Individuen benötigen bezüglich wohlfahrtsrelevanter Entscheidungen immer auch Informationen über die Volatilität des Einkommens." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
International outsourcing and wage rigidity (2012)
Horgos, Daniel;Zitatform
Horgos, Daniel (2012): International outsourcing and wage rigidity. In: Global economy journal, Jg. 12, H. 2, S. 1-28. DOI:10.1515/1524-5861.1844
Abstract
"In industrialized economies, International Outsourcing is often blamed for destroying jobs and thus, inducing unemployment. Since most contributions examining International Outsourcing assume flexible wages, they do not address these concerns directly. This paper adopts a rigid wage approach and investigates the differences occurring. As theoretical results and the empirical panel data estimations for Germany show, effects depend on industry aggregation, the industry's skill intensity, and the labor market institution. Only in industries characterized by wage rigidity, outsourcing significantly increases low skilled unemployment. Consequently, not International Outsourcing but inflexible labor market institutions instead should be blamed for destroying low skill jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Low pay, in-work poverty and economic vulnerability: a comparative analysis using EU-SILC (2012)
Zitatform
Maître, Bertrand, Brian Nolan & Christopher T. Whelan (2012): Low pay, in-work poverty and economic vulnerability. A comparative analysis using EU-SILC. In: The Manchester School, Jg. 80, H. 1, S. 99-116. DOI:10.1111/j.1467-9957.2011.02230.x
Abstract
"We explore the potential of data from EU-SILC ('Statistics on Income and Living Conditions') for the enlarged European Union for the study of low pay and its relationship to household poverty and vulnerability. Limitations of the earnings data currently available mean the analysis covers only 14 of these countries. For employees who are not low paid, income poverty is seen to be rare. The low paid face a much higher risk of being in a household below relative income poverty thresholds, ranging from 7 per cent in Belgium and the Netherlands up to 17-18 per cent in Austria, Estonia and Lithuania. The likelihood of their being in a poor household is clearly linked to gender, age and social class. In most of the countries only a minority of low-paid individuals are in vulnerable households." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Low-wage lessons (2012)
Schmitt, John;Zitatform
Schmitt, John (2012): Low-wage lessons. Washington, DC, 13 S.
Abstract
"Over the last two decades, high - and, in some countries, rising - rates of low-wage work have emerged as a major political concern. According to the Organization for Economic Cooperation and Development (OECD), in 2009, about one-fourth of U.S. workers were in low-wage jobs, defined as earning less than two-thirds of the national median hourly wage. About one-fifth of workers in the United Kingdom, Canada, Ireland, and Germany were receiving low wages by the same definition. In all but a handful of the rich OECD countries, more than 10 percent of the workforce was in a low-wage job.
If low-wage jobs act as a stepping stone to higher-paying work, then even a relatively high share of low-wage work may not be a serious social problem. If, however, as appears to be the case in much of the wealthy world, low-wage work is a persistent and recurring state for many workers, then low-wages may contribute to broader income and wealth inequality and constitute a threat to social cohesion. This report draws five lessons on low-wage work from the recent experiences of the United States and other rich economies in the OECD." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Bad jobs on the rise (2012)
Schmitt, John; Jones, Janelle;Zitatform
Schmitt, John & Janelle Jones (2012): Bad jobs on the rise. Washington, DC, 18 S.
Abstract
"The decline in the economy's ability to create good jobs is related to deterioration in the bargaining power of workers, especially those at the middle and the bottom of the pay scale. The restructuring of the U.S. labor market - including the decline in the inflation-adjusted value of the minimum wage, the fall in unionization, privatization, deregulation, pro-corporate trade agreements, a dysfunctional immigration system, and macroeconomic policy that has with few exceptions kept unemployment well above the full employment level - has substantially reduced the bargaining power of U.S. workers, effectively pulling the bottom out of the labor market and increasing the share of bad jobs in the economy.
In this paper, we define a bad job as one that pays less than $37,000 per year (in inflation-adjusted 2010 dollars); lacks employer-provided health insurance; and has no employer-sponsored retirement plan. By our calculations, about 24 percent of U.S. workers were in a bad job in 2010 (the most recently available data). The share of bad jobs in the economy is substantially higher than it was in 1979, when 18 percent of workers were in a bad job by the same definition. The problems we identify here are long-term and largely unrelated to the Great Recession. Most of the increase in bad jobs - to 22 percent in 2007 - occurred before the recession and subsequent weak recovery." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Im Fokus: Löhne in Deutschland: Spreizung zwischen den Branchen nimmt zu (2012)
Schultz, Birgit;Zitatform
Schultz, Birgit (2012): Im Fokus: Löhne in Deutschland. Spreizung zwischen den Branchen nimmt zu. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 18, H. 6, S. 176-179.
Abstract
"Die Reallöhne in Deutschland sind viele Jahre in Folge gesunken bzw. stagnierten. Dies wird häufig als Grund sowohl für die günstige Wettbewerbsposition im Exportbereich als auch für die Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte angeführt. Der Beitrag beschreibt die Lohnentwicklung in Deutschland in den vergangenen Jahren. Dabei wird deutlich, dass sich in den letzten Jahren Niedrig- und Hochlohnbranchen herausgebildet haben. Diese Lohnspreizung wurde letztlich durch Marktmechanismen hervorgerufen. So erhöhten sich die Reallöhne in Branchen mit guter Nachfrage stärker als in Branchen in einem schwierigen Marktumfeld. Die Durchsetzbarkeit von höheren Preisen für die angebotenen Güter dürfte ebenso wie Knappheiten auf sektoralen Arbeitsmärkten bei der Lohnfindung eine Rolle spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Tarifliche Vergütungsgruppen im Niedriglohnbereich 2011: eine Untersuchung in 41 Wirtschaftszweigen (2011)
Bispinck, Reinhard;Zitatform
Bispinck, Reinhard (2011): Tarifliche Vergütungsgruppen im Niedriglohnbereich 2011. Eine Untersuchung in 41 Wirtschaftszweigen. (WSI-Informationen zur Tarifpolitik. Elemente qualitativer Tarifpolitik 72), Düsseldorf, 26 S.
Abstract
Die Auswertung analysiert die Tarifvergütungen in 41 Wirtschaftszweigen mit rund 15 Millionen Beschäftigten, die ein breites Spektrum von Tarifbereichen aus Industrie, Handwerk, Handel, privatem und öffentlichem Dienstleistungsbereich umfassen. Insgesamt wurden 4.745 tarifliche Vergütungsgruppen analysiert. Hiervon liegen 338 mit ihrer Eingangsstufe unterhalb von 8,50 Euro. Damit bewegen sich sieben Prozent der tariflichen Vergütungsgruppen unterhalb von 7,50 Euro, weitere sechs Prozent liegen unterhalb von 8,50 Euro. Insgesamt erreichen also 13 Prozent der untersuchten Tarifgruppen nicht die Höhe des von den DGB-Gewerkschaften geforderten gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro. In den letzten anderthalb Jahren konnte durch neue Tarifabschlüsse eine Verbesserung der Tarifsituation im Niedriglohnbereich erreicht werden. Insbesondere in den ausgeprägten Niedriglohnbranchen Bewachungsgewerbe, Erwerbsgartenbau, Friseurhandwerk, Gebäudereinigerhandwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe und in der Leiharbeit konnte die Zahl der Vergütungsgruppen unter 7,50 Euro gesenkt werden. Die niedrigen Vergütungsgruppen sind auch ein Ost/West-Problem: Mehrheitlich gelten Vergütungsgruppen unterhalb von 7,50 Euro in ostdeutschen Tarifbereichen, während die Vergütungsgruppen zwischen 7,50 und 8,50 Euro mehrheitlich in westdeutschen Tarifbereichen anzutreffen sind. (IAB)
-
Literaturhinweis
Wenig Lohn trotz Vollzeitbeschäftigung: Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und Hessen. Eine Bestandsaufnahme (2011)
Zitatform
Garloff, Alfred & Jan Machnig (2011): Wenig Lohn trotz Vollzeitbeschäftigung. Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und Hessen. Eine Bestandsaufnahme. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 03/2011), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"In dieser Studie beschäftigen wir uns mit dem Niedriglohnsektor in Deutschland und Hessen. Untersucht wird die Struktur und Entwicklung von niedrigentlohnten sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten zwischen 1999 und 2010. Wie auch in Deutschland hat der Anteil des Niedriglohnsektors an allen Beschäftigten in Hessen deutlich zugenommen: In nur elf Jahren verzeichnet man hierzulande einen Anstieg um über vier Prozentpunkte oder um rund ein Viertel auf knapp 19 Prozent. Der Anstieg findet sich in fast allen Berufsbereichen und in vielen Wirtschaftszweigen. Individuelle Merkmale, die besonders häufig im Niedriglohnsektor zu finden sind, sind weiblich, jung und geringqualifiziert. Auffällig ist jedoch, dass auch viele Personen mit berufsqualifizierendem Abschluss in diesem Bereich zu finden sind. Hohe Niedriglohnanteile finden sich darüber hinaus eher in Dienstleistungsbereichen als in Fertigungsbereichen. So gesehen geht der Strukturwandel zur Dienstleistungsgesellschaft mit einer zunehmenden Niedriglohnproblematik einher." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Niedriglohn und Geschlecht im europäischen Vergleich (2011)
George, Roman;Zitatform
George, Roman (2011): Niedriglohn und Geschlecht im europäischen Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 64, H. 10, S. 548-555. DOI:10.5771/0342-300X-2011-10-548
Abstract
"Der Beitrag untersucht auf der Grundlage der EU-Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) Geschlechterungleichheiten in den Niedriglohnsektoren der europäischen Länder. Dabei zeigt sich, dass Frauen zumeist deutlich stärker von Niedriglohnarbeit betroffen sind als Männer. Die Ausmaße der Geschlechterungleichheiten variieren zwischen den Ländern allerdings erheblich. Die tiefer gehende Analyse der Strukturen der Geschlechterunterschiede zeigt weitere Länderunterschiede auf. Die Spannbreite der Unterschiede in der Betroffenheit von extrem niedrigen Armutslöhnen ist noch größer. Der Anteil von Teilzeit beschäftigten Frauen am gesamten Niedriglohnsektor ist in den osteuropäischen Ländern gering, während diese in mehreren westeuropäischen Ländern die größte Gruppe stellen. Mindestlöhne leisten einen Beitrag zur Erklärung dieser Differenzen, denn in Ländern mit relativ hohen gesetzlichen Mindestlöhnen fallen die Geschlechterunterschiede tendenziell geringer aus. Aber auch die Regulierung des Arbeitsmarktes durch Tarifverträge und die Beeinflussung der Frauenerwerbstätigkeit durch die sozialstaatlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen haben einen Einfluss." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Minimum wage channels of adjustment (2011)
Zitatform
Hirsch, Barry T., Bruce E. Kaufman & Tetyana Zelenska (2011): Minimum wage channels of adjustment. (IZA discussion paper 6132), Bonn, 45 S.
Abstract
"The economic impact of the 2007-2009 increases in the federal minimum wage (MW) is analyzed using a sample of quick-service restaurants in Georgia and Alabama. Store-level biweekly payroll records for individual employees are used, allowing us to precisely measure the MW compliance cost for each restaurant. We examine a broad range of adjustment channels in addition to employment, including hours, prices, turnover, training, performance standards, and non-labor costs. Exploiting variation in the cost impact of the MW across restaurants, we find no significant effect of the MW increases on employment or hours over the three years. Cost increases were instead absorbed through other channels of adjustment, including higher prices, lower profit margins, wage compression, reduced turnover, and higher performance standards. These findings are compared with MW predictions from competitive, monopsony, and institutional/behavioral models; the latter appears to fit best in the short run." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Hartz IV und der Niedriglohnsektor: Bei vielen bleibt das Stück vom Kuchen gleich (2011)
Zitatform
Koller, Lena (2011): Hartz IV und der Niedriglohnsektor: Bei vielen bleibt das Stück vom Kuchen gleich. In: IAB-Forum H. 1, S. 34-39. DOI:10.3278/IFO1101W034
Abstract
"Hartz IV hat wesentlich weniger zum Wachstum des Niedriglohnsektors beigetragen als vielfach angenommen. Dies gilt jedenfalls für die Gruppe der Vollzeitbeschäftigten, die vorübergehend im Leistungsbezug waren. In Westdeutschland ist der Niedriglohnanteil bei der ersten Beschäftigung nach Leistungsbeginn im Vergleich zu vorher nur leicht gestiegen, in Ostdeutschland ist er praktisch unverändert. Zudem mussten zwar viele Leistungsempfänger Lohneinbußen hinnehmen, nachdem sie wieder eine Beschäftigung aufgenommen hatten, eine größere Anzahl jedoch konnte ihren realen Verdienst um mindestens fünf Prozent steigern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Autonomie oder Armut? Zur Sicherung gleicher Chancen materieller Wohlfahrt durch Erwerbsarbeit (2011)
Zitatform
Lohmann, Henning & Hans-Jürgen Andreß (2011): Autonomie oder Armut? Zur Sicherung gleicher Chancen materieller Wohlfahrt durch Erwerbsarbeit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 64, H. 4, S. 178-187. DOI:10.5771/0342-300X-2011-4-178
Abstract
"Der Beitrag untersucht die Frage, inwieweit Erwerbsarbeit in den Ländern Europas ein ausreichendes Einkommen sichert, das die Erwerbsperson und die von ihr abhängigen Familienmitglieder vor Armut schützt. Es wird argumentiert, dass Ausmaß und Struktur der Armut Erwerbstätiger durch das Zusammenspiel von Marktbedingungen, Formen familiären Zusammenlebens und wohlfahrtsstaatlichen Interventionen erklärt werden müssen. Unter Verwendung der EU-Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) und des Europäischen Haushaltspanels (ECHP) werden Armutsquoten Erwerbstätiger differenziert nach Ländern, Zeitpunkten (1994-2008) und ausgewählten Gruppen Erwerbstätiger." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Gender gaps across countries and skills: supply, demand and the industry structure (2011)
Olivetti, Claudia; Petrongolo, Barbara;Zitatform
Olivetti, Claudia & Barbara Petrongolo (2011): Gender gaps across countries and skills. Supply, demand and the industry structure. (CEP discussion paper 1093), London, 42 S.
Abstract
"The gender wage gap varies widely across countries and across skill groups within countries. Interestingly, there is a positive cross-country correlation between the unskilled-to-skilled gender wage gap and the corresponding gap in hours worked. Based on a canonical supply and demand framework, this positive correlation would reveal the presence of net demand forces shaping gender differences in labor market outcomes across skills and countries. We use a simple multi-sector framework to illustrate how differences in labor demand for different inputs can be driven by both within-industry and between-industry factors. The main idea is that, if the service sector is more developed in the US than in continental Europe, and unskilled women tend to be over-represented in this sector, we expect unskilled women to suffer a relatively large wage and/or employment penalty in the latter than in the former. We find that, overall, the between-industry component of labor demand explains more than half of the total variation in labor demand between the US and the majority of countries in our sample, as well as one-third of the correlation between wage and hours gaps. The between-industry component is relatively more important in countries where the relative demand for unskilled females is lowest." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Gender wage gap: a semi-parametric approach with sample selection correction (2011)
Zitatform
Picchio, Matteo & Chiara Mussida (2011): Gender wage gap. A semi-parametric approach with sample selection correction. In: Labour economics, Jg. 18, H. 5, S. 564-578. DOI:10.1016/j.labeco.2011.05.003
Abstract
"Sizeable gender differences in employment rates are observed in many countries. Sample selection into the workforce might therefore be a relevant issue when estimating gender wage gaps. We propose a semi-parametric estimator of densities in the presence of covariates which incorporates sample selection. We describe a simulation algorithm to implement counterfactual comparisons of densities. The proposed methodology is used to investigate the gender wage gap in Italy. We find that, when sample selection is taken into account, the gender wage gap widens, especially at the bottom of the wage distribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Geringfügige Beschäftigung in Österreich (2011)
Riesenfelder, Andreas; Schelepa, Susi; Wetzel, Petra;Zitatform
Riesenfelder, Andreas, Susi Schelepa & Petra Wetzel (2011): Geringfügige Beschäftigung in Österreich. Wien, 199 S.
Abstract
"L&R Sozialforschung führte im Jahr 2002 in Kooperation mit dem Institut für Staatswissenschaften der Universität Wien eine erste umfassende Grundlagenstudie zur Beschäftigungssituation und sozialen und materiellen Absicherung von geringfügig Beschäftigten in Österreich durch. Seither wurde keine vergleichbar umfassende Studie mehr zur Situation geringfügig Beschäftigter in Österreich publiziert. Die vorliegende Studie schließt diese Lücke und liefert umfassende aktuelle Informationen über die derzeitige Situation von geringfügig Beschäftigten. Die Erkenntnisse aus der Studie sollen u.a. dazu beitragen, das Informationsangebot für geringfügig Beschäftigte, wie im aktuellen Regierungsprogramm festgehalten, bedarfsorientierter zu gestalten. Gegenüber der ersten Grundlagenstudie sind in dieser Forschungsarbeit einige Themen neu hinzugekommen. So wurden jetzt etwa Verläufe und Strukturen nun im Rahmen der Längsschnittdatenanalysen zusätzlich auf Basis des Migrationshintergrunds anstelle des einfachen Staatsbürgerschaftsbegriffes abgebildet. Dementsprechend wurde auch im Rahmen der Interviews anstelle der Staatsbürgerschaft der Migrationshintergrund erhoben und dargestellt. Weiters wurden detaillierte Erhebungen zur Frage der Arbeitszufriedenheit und zur Arbeitsbelastung getätigt. Zusätzlich wurde auch auf eine Darstellung der Branchen und Wirtschaftsbereiche der Arbeitsplätze geringfügig Beschäftigter im Jahresvergleich geachtet. Neu hinzugekommen ist auch eine Erhebung zu arbeitsrechtlichen Problemen im Zusammenhang mit geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und zum Stand der Information der geringfügig Beschäftigten über ihre rechtlichen Ansprüche. Auf methodischer Ebene wurde in dieser Studie ein Instrumentarium bestehend aus Sekundäranalysen, Längsschnittdatenanalysen des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Repräsentativinterviews mit geringfügig Beschäftigten und qualitativen Interviews mit ExpertInnen eingesetzt." (Textauszug, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: Sozialpolitische Studienreihe , 08 -
Literaturhinweis
Von Verhärtungen und neuen Trends: Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2011 (2011)
Schneider, Ulrich; Woltering, Christian; Stilling, Gwendolyn;Zitatform
Schneider, Ulrich, Gwendolyn Stilling & Christian Woltering (2011): Von Verhärtungen und neuen Trends: Bericht zur regionalen Armutsentwicklung in Deutschland 2011. Berlin, 23 S.
Abstract
"Im Mai 2009 legte der Paritätische Wohlfahrtsverband zum ersten Mal einen Armutsatlas für Regionen in Deutschland vor. In der nun vorliegenden Veröffentlichung werden die Erkenntnisse des ersten Armutsatlas mit den seitdem regelmäßig veröffentlichten regionalen Armutsquoten der statistischen Landesämter und des Statistischen Bundesamtes zusammengeführt und mit den Trends im Hartz IV-Bezug seit 2005 verglichen. Die hier zur Verfügung gestellten Karten, Tabellen und Grafiken zeigen, dass die Armutsgefährdungsquote in der gesamtdeutschen Betrachtung seit nunmehr sechs Jahren auf einem Rekordniveau von über 14 Prozent verharrt. Bemerkenswert ist, dass selbst starke wirtschaftskonjunkturelle Ausschläge so gut wie keinerlei Einfluss mehr auf die Armutsentwicklung zu haben scheinen. Dieses Phänomen 'verhärteter Armut' findet sich auch bei der bundesweiten Hartz IV-Quote." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wage inequality, minimum wage effects and spillovers (2011)
Stewart, Mark B.;Zitatform
Stewart, Mark B. (2011): Wage inequality, minimum wage effects and spillovers. (Warwick economic research papers 965), Coventry, 23 S.
Abstract
"This paper investigates possible spillover effects of the UK minimum wage. The halt in the growth in inequality in the lower half of the wage distribution (as measured by the 50:10 percentile ratio) since the mid 1990s, in contrast to the continued inequality growth in the upper half of the distribution, suggests the possibility of a minimum wage effect and spillover effects on wages above the minimum. This paper analyses individual wage changes, using both a difference-in-differences estimator and a specification involving cross-uprating comparisons, and concludes that there have not been minimum wage spillovers. Since the UK minimum wage has always been below the 10th percentile, this lack of spillovers implies that minimum wage changes have not had an effect on the 50:10 percentile ratio measure of inequality in the lower half of the wage distribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working poor: Trotz Einkommen kein Auskommen: Trend- und Strukturanalysen für Österreich im europäischen Kontext (2011)
Zitatform
Verwiebe, Roland & Nina-Sophie Fritsch (2011): Working poor: Trotz Einkommen kein Auskommen. Trend- und Strukturanalysen für Österreich im europäischen Kontext. In: SWS-Rundschau, Jg. 51, H. 1, S. 5-23.
Abstract
"Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema working poor - Armut trotz Erwerbstätigkeit. Dazu werden in einem ersten Schritt aktuelle Entwicklungen für Österreich im Kontext europäischer Trends betrachtet. Dabei wird der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert Unterschiede in den wohlfahrtsstaatlichen Rahmenbedingungen für die Ausprägung von working poor haben. In einem zweiten Schritt werden detaillierte empirische Analysen der Lebenssituation von in Armut lebenden Erwerbstätigen in Österreich vorgestellt. Die entsprechenden Berechnungen beruhen auf den EU-SILC-Daten für die Jahre 2004 bis 2008. Unsere Befunde zeigen, dass Frauen, AlleinerzieherInnen und kinderreiche Familien, aber auch Beschäftigte in der Landwirtschaft und in personenbezogenen Dienstleistungen von Armut trotz Erwerbstätigkeit besonders betroffen sind. Darüber hinaus zeigt unsere Studie, dass die Armutsrisiken innerhalb des Untersuchungszeitraums für diese Personengruppen deutlich zunehmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Niedriglöhne in der Call-Center-Branche und das gescheiterte Mindestlohnverfahren: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion Die Linke (Drucksache 17/6777) (2011)
Zitatform
(2011): Niedriglöhne in der Call-Center-Branche und das gescheiterte Mindestlohnverfahren. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion Die Linke (Drucksache 17/6777). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/7132 (23.09.2011)), 16 S.
Abstract
"Die Beschäftigtenzahl in der Call-Center-Branche hat sich von Dezember 2005 bis Dezember 2010 von 40.000 auf 94.000 erhöht. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/6777). 64 Prozent der Vollzeit in dieser Branche Angestellten verdienten weniger als zwei Drittel des sogenannten Medianentgeltes von 1.802 Euro." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Niedriglohn und Lohndumping im Verleihgewerbe (2011)
Zitatform
(2011): Niedriglohn und Lohndumping im Verleihgewerbe. (Arbeitsmarkt aktuell 2011,02), Berlin, 6 S.
Abstract
"Die Verleihbranche bleibt ein extremer Niedriglohnsektor. Trotz wirtschaftlicher Erholung steigt das ohnehin sehr hohe Verarmungsrisiko der Leiharbeitskräfte weiter an. Mehr als jede(r) achte Leiharbeitnehmer bzw. -arbeitnehmerin verdient so wenig, dass die staatliche Fürsorge einspringen und den niedrigen Lohn auf das gesellschaftliche Existenzminimum anheben muss. Ein sozialversicherter Job kann hier häufig kein menschenwürdiges Leben sicher stellen. Nicht einmal 20 Prozent der in der Leiharbeit sozialversicherten Vollzeitbeschäftigten verdiente 2009 im Monat mehr als 2.000 EURO brutto. Die Lohnkostenunterschiede zwischen Arbeitskräften in der Leiharbeit und den Einsatzbetrieben sind enorm. Leiharbeitskräfte verdienen im Schnitt 40 bis 50 Prozent weniger, je nach Qualifikation und Einsatzbetrieben schwankt dies jedoch. Leiharbeit wird längst nicht nur dafür eingesetzt, um betriebliche Auftragsspitzen abzufangen, sondern mehr und mehr auch um die Lohnkosten massiv zu drücken und tarifliche Regelungen in den Einsatzbetrieben zu unterhöhlen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Growing income inequality in OECD countries: what drives it and how can policy tackle it? (2011)
Abstract
In den meisten OECD-Ländern hat die Einkommensungleichheit in den letzten Jahren zugenommen; Ausnahmen sind nur wenige Länder wie Chile, Mexiko oder die Türkei. Seit den 1980er Jahren hat sich in Ländern, die bisher bereits eine hohe Einkommensungleichheit aufwiesen (z.B. USA und Israel) die Einkommenslücke nochmals deutlich erweitert. Allerdings sind auch Länder mit traditionell geringer Einkommensungleichheit wie Dänemark, Schweden und Deutschland nicht länger vor wachsender Einkommensungleichheit bewahrt geblieben. Die Ungleichheit hat in diesen Ländern sogar am stärksten zugenommen. Zu den wichtigsten Gründen der wachsenden Einkommensungleichheit rechnet die OECD vor allem die nachlassende Wirkung steuer- und sozialpolitischer Mittel. In einigen Ländern nahm im letzten Jahrzehnt die redistributive Wirkung von Steuern und Sozialausgaben sogar ab. Auch durch Eheschließung zwischen Personen mit hohen und niedrigen Einkommen werden Einkommensungleichheiten nicht eingeebnet. Hier wird der gegenteilige Trend beobachtet, nämlich dass jeweils eher Personen im selben Berufs- und Einkommensbereich Familien gründen. Als Maßnahmen zum Abbau der Einkommensungleichheiten werden Reformen der Umverteilungspolitik empfohlen, Maßnahmen zur beruflichen Integration, Abbau des hohen Anteils der Niedriglohnbeschäftigung und der atypischer Beschäftigung sowie die Erhöhung der Bildungsbeteiligung. (IAB)
-
Literaturhinweis
Income and living conditions in Europe (2010)
Atkinson, Anthony B.; Marlier, Eric;Zitatform
Atkinson, Anthony B. & Eric Marlier (Hrsg.) (2010): Income and living conditions in Europe. (Eurostat statistical books), Luxemburg: Publications Office of the European Union, 424 S. DOI:10.2785/53320
Abstract
"Diese Publikation beschäftigt sich mit den Einkommen und Lebensstandards der Menschen in Europa. Es behandelt Beschäftigung, Einkommensunterschiede und Armut, Wohnsituation, Gesundheit, Bildung, Armut und soziale Ausgrenzung.
Der Leser lernt ausserdem andere soziale Problembereiche in Europa kennen.
- Wie viel Einkommensarmut gibt es in Europa?
- Nimmt die Ungleichheit zu?
- Genügt eine Garantie für Beschäftigung, um der Einkommensarmut zu entkommen?
- Wie bewältigt der europäische Wohlfahrtsstaat die Wirtschaftskrise?
Das Buch ist ein rechtzeitiger Beitrag zur Agenda 2020, da es die Agendaziele sowie die Implikationen für deren Überwachung auf EU und nationaler Ebene erforscht." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
The contribution of the minimum wage to U.S. wage inequality over three decades: a reassessment (2010)
Zitatform
Autor, David, Alan Manning & Christopher L. Smith (2010): The contribution of the minimum wage to U.S. wage inequality over three decades. A reassessment. (CEP discussion paper 1025), London, 70 S.
Abstract
"We reassess the effect of state and federal minimum wages on U.S. earnings inequality, attending to two issues that appear to bias earlier work: violation of the assumed independence of state wage levels and state wage dispersion, and errors-in-variables that inflate impact estimates via an analogue of the well known division bias problem. We find that erosion of the real minimum wage raises inequality in the lower tail of the wage distribution (the 50/10 wage ratio), but the impacts are typically less than half as large as those reported in the literature and are almost negligible for males. Nevertheless, the estimated effects of the minimum wage on points of the wage distribution extend to wage percentiles where the minimum is nominally non-binding, implying spillovers. We structurally estimate these spillovers and show that their relative importance grows as the nominal minimum wage becomes less binding. Subsequent analysis underscores, however, that spillovers and measurement error (absent spillovers) have similar implications for the effect of the minimum on the shape of the lower tail of the measured wage distribution. With available precision, we cannot reject the hypothesis that estimated spillovers to non-binding percentiles are due to reporting artifacts. Accepting this null, the implied effect of the minimum wage on the actual wage distribution is smaller than the effect of the minimum wage on the measured wage distribution." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Minimum wage systems and changing industrial relations in Europe: national report Germany (2010)
Zitatform
Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (2010): Minimum wage systems and changing industrial relations in Europe. National report Germany. Manchester, 44 S.
Abstract
"In Germany, minimum wages are established by means of collective bargaining. Statutory provision does play a role, but only in certain sectors through making regional collective agreements generally binding (eg. hairdressing and security) or in the context of the Law on Posting of Workers as in construction and very recently in cleaning and postal services. With the decline of collective bargaining coverage and limited use of extension mechanisms, there is increasing concern among social partners that many low paid workers have no minimum wage protection; the share of workers not covered in 2004 was close to one in three in western Germany and one in two in eastern Germany. Along with other changes, including requiring long-term unemployed workers to accept any offer of a legal job after 12 months and the growth of very low paid jobs, there is now considerable political debate on a new form of statutory minimum wage." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Executive Summary -
Literaturhinweis
Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte (2010)
Frank, Thomas; Grimm, Christopher;Zitatform
Frank, Thomas & Christopher Grimm (2010): Sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelte. (Bericht der Statistik der BA), Nürnberg, 65 S.
Abstract
"Mit diesem Bericht nimmt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Statistik der BA) die regelmäßige statistische Berichterstattung über die sozialversicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelte von Beschäftigten auf. Diese neue statistische Information ist Bestandteil der von der Statistik der BA erstellten Beschäftigungsstatistik und basiert auf den Angaben aus dem Meldeverfahren zur Sozialversicherung. Damit werden andere Quellen zu Verdiensten und Einkommen wie z.B. die Verdienststrukturerhebung, der Mikrozensus oder das Soziooekonomische Panel (SOEP) um eine wichtige neue Quelle ergänzt. Die neue Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie als Vollerhebung regional tief differenzierte Ergebnisse nach Arbeitsort und Wohnort vorlegen kann, die mit anderen Merkmalen aus der Beschäftigungsstatistik kombiniert werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
Understanding the wage patterns of Canadian less skilled workers: the role of implicit contracts (2010)
Zitatform
Green, David A. & James Townsend (2010): Understanding the wage patterns of Canadian less skilled workers: the role of implicit contracts. In: Canadian Journal of Economics, Jg. 43, H. 1, S. 373-403. DOI:10.1111/j.1540-5982.2009.01576.x
Abstract
"We examine the wage patterns of Canadian less skilled male workers over the last quarter-century by organizing workers into job entry cohorts. We find entry wages for successive cohorts declined until 1997 and then began to recover. Wage profiles steepened for cohorts entering after 1997, but not for cohorts entering in the 1980s - a period when start wages were relatively high. We argue that these patterns are consistent with a model of implicit contracts with recontracting in which a worker's current wage is determined by the best labour market conditions experienced during the current job spell." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Low wages in the retail industry in the Netherlands: RSF project Future of work in Europe / Low-wage Employment: Opportunity in the Workplace in Europe and the USA (2010)
Klaveren, Maarten van;Zitatform
Klaveren, Maarten van (2010): Low wages in the retail industry in the Netherlands. RSF project Future of work in Europe / Low-wage Employment: Opportunity in the Workplace in Europe and the USA. (AIAS working paper 100), Amsterdam, 164 S.
Abstract
"The Working Paper shows the development of Dutch retailing as an industry in which in the 2000s nearly half of all workers earn less than the low-wage threshold, that is, less than two-thirds of the national median gross hourly wage. In the 1980s and early 1990s retailing already moved towards low pay in the Netherlands. From the mid-1990s on, major factors worked toward the persistence of low pay, in particular in the supermarkets, where three in five workers earned less than the threshold: the slowdown or even decline of disposable income growth and the low consumer-spending share; price wars and the spread of discounting; economies of scale and deregulation of zoning regulations and opening hours, and the development of supply-chain management systems. The longer opening hours allowed by the 1996 Opening Hours (Shops) Act initiated changes in the logistical chain. The food chains replaced adult shift workers with young shelf-stackers; the long 'tail' of low youth rates, also applied for prospective checkout operators, proved to constitute an exit option for employers maintaining a low-wage orientation. The supermarket price war of 2003-2006 strengthened employers' orientation on deploying youngsters, in particular secondary and tertiary education students, (initially, in 2003-04) at the expense of adult women and, structurally, at the expense of those youngsters who want to earn a living wage after leaving school. The official facility to combine work and study distorts parts of the youth retail labour market, effectively crowding out the latter category. In spite of the domination of 'low roads' in product market and human resources strategies of food chains, functional flexibility proved to be widespread at shop-floor level - almost inevitable as tight financial and personnel benchmarks do not allow idle hours." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Armut von Erwerbstätigen in Ost- und Westdeutschland: die Bedeutung von niedrigen Löhnen und unterschiedlichen Erwerbsmustern (2010)
Zitatform
Lohmann, Henning & Marco Giesselmann (2010): Armut von Erwerbstätigen in Ost- und Westdeutschland. Die Bedeutung von niedrigen Löhnen und unterschiedlichen Erwerbsmustern. In: P. Krause & I. Ostner (Hrsg.) (2010): Leben in Ost- und Westdeutschland : eine sozialwissenschaftliche Bilanz der deutschen Einheit 1990-2010, S. 299-311.
Abstract
In dem Beitrag wird die Entwicklung von Armut von Erwerbstätigen und der Niedriglohnbeschäftigung in Ost- und Westdeutschland von 1992 bis 2008 auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels untersucht. Eine weitere Frage zielt auf den Zusammenhang zwischen Niedriglohn und Armut, welcher über den Haushaltskontext ermittelt wird. Die Hypothese ist hier, dass auf Grund der unterschiedlichen Erwerbsmodelle in Ost- und Westdeutschland ein unterschiedlich starker Zusammenhang zwischen Niedriglohn und Armut von Erwerbstätigen in den beiden Landesteilen besteht. Es wird aber auch davon ausgegangen, dass die dominanten regionenspezifischen Erwerbsmodelle im Zeitverlauf erodiert sind und sich der Zusammenhang zwischen niedrigen Löhnen und Armut dementsprechend verändert hat. Dies geht auf die - unter anderem arbeitslosigkeitsbedingte - Abkehr vom Doppelverdienermodell in Ostdeutschland bei einer gleichzeitig zunehmenden Erwerbstätigkeit von Frauen in Westdeutschland zurück. Die Ergebnisse der Analysen zeigen deutliche, sich im Zeitverlauf sogar verstärkende Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland im Ausmaß von Armut von Erwerbstätigen und einen weiterhin großen Abstand in den Niedriglohnquoten. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Erwerbseinkommen und Umverteilung (2010)
Lohmann, Henning;Zitatform
Lohmann, Henning (2010): Armut von Erwerbstätigen im europäischen Vergleich: Erwerbseinkommen und Umverteilung. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 62, H. 1, S. 1-30. DOI:10.1007/s11577-010-0093-2
Abstract
"In Europa bestehen deutliche Unterschiede im Ausmaß und in der Struktur von Armut von Erwerbstätigen. Die Untersuchung analysiert in einem Vergleich von 20 Ländern, inwieweit dies auf die unterschiedliche Ausgestaltung der institutionellen Rahmenbedingungen eines jeweiligen Landes zurückzuführen ist. Die Analysen basieren auf Mikrodaten aus der EU-Statistik zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) des Jahres 2006 und Makrodaten aus unterschiedlichen Quellen. Es werden mehrere Stufen des Einkommensverteilungsprozesses betrachtet. Der Ausgangspunkt ist die Frage, ob das persönliche Erwerbseinkommen einer Person ausreichend ist, um Armut zu vermeiden. In weiteren Schritten werden der Haushaltskontext (Bedarf und weitere Erwerbseinkommen) und der Einfluss staatlicher Umverteilung (Steuern und Transfers) mitberücksichtigt. Nur in dieser umfassenden Perspektive ist es möglich zu klären, inwieweit Armut von Erwerbstätigen vor allem am Arbeitsmarkt entsteht oder auf andere Faktoren zurückzuführen ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Hohes Verarmungsrisiko Jugendlicher (2009)
Adamy, Wilhelm;Zitatform
Adamy, Wilhelm (2009): Hohes Verarmungsrisiko Jugendlicher. Berlin, 16 S.
Abstract
"Die Erfolge beim Abbau der Jugendarbeitslosigkeit haben nichts daran ändern können, dass Jugendliche ein überdurchschnittliches Verarmungsrisiko haben. Fast 1 Mio. Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren waren noch im Sommer 2008 auf Hartz IV angewiesen. Zwar konnte ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um gut 77.000 verringert werden, doch zählte nach wie vor gut jeder zehnte Jugendliche in Deutschland zu den Hartz IV-Empfängern. Diese Jugendlichen wachsen im Hinterhof der Wohlstandsgesellschaft auf. Nur der kleinere Teil von ihnen zählt offiziell als arbeitslos. Rechnet man die Kinder hinzu, waren trotz wirtschaftlicher Belebung noch 2,8 Mio. Menschen unter 25 Jahren auf Hartz IV angewiesen. Die gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen bei der Integration unserer Kinder und Jugendlichen sind enorm und gehen weit über die Zahl der registrierten Arbeitslosen und Ausbildungssuchenden hinaus." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Low-wage employment and the role of education and on-the-job training (2009)
Zitatform
Blázquez Cuesta, Maite & Wiemer Salverda (2009): Low-wage employment and the role of education and on-the-job training. In: Labour, Jg. 23, H. s1 - special Issue, S. 5-35. DOI:10.1111/j.1467-9914.2008.00431.x
Abstract
"General education and on-the-job training are major forces determining earnings. This contribution analyses the effects of general education and on-the-job training, relative to each other, on workers' relative earnings and on the probability of making an upwards transition in the earnings distribution. The analysis is done for Denmark, the Netherlands, Italy, and Spain, using the European Community Household Panel (1995-2001). Our results reveal that in all countries on-the-job training and high levels of general education reduce the risk of being in a low-pay situation, whereas they increase the probability of escaping from low-paid jobs to better-paid jobs. However, the relative contributions differ significantly, on-the-job training being relatively more important for upward mobility in Italy and Spain and tertiary education more important for reducing the risk of being in low pay in Denmark and the Netherlands" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Working for little money: Does Germany really need a minimum wage? (2009)
Zitatform
Bosch, Gerhard & Claudia Weinkopf (2009): Working for little money: Does Germany really need a minimum wage? In: Intereconomics, Jg. 44, H. 6, S. 353-360. DOI:10.1007/s10272-009-0316-9
Abstract
"Germany has long been considered a country with comparably little wage dispersion and few low paid employees. Only several years ago, an intense debate arose as to whether a low wage sector should be introduced in order to promote employment as a whole and in particular for low-skilled workers. However, a low wage sector has always existed in Germany, although it remained stable for a long time at approximately 13% to 14%. In the mid-1990s, the low wage sector began growing - at first rather inconspicuously, though forcefully just the same - without bringing improvements for overall employment or for the low-skilled workforce. The Hartz reforms were furthermore a deliberate political move to spur the growth of low wage employment, a growth with seemingly no end in sight. In France and Denmark, the percentage of low wage workers - measured as the proportion of employed who earn less than two thirds of the median hourly wage - has remained relatively low for years, in international comparison. In Germany, however, the share of low wage workers has reached the level of the UK, while the country's gap to the United States has decreased (Figure 1). In the following we first outline the development of the low wage sector and its structure, followed by an examination of its causes. In conclusion, we summarise the current debate an low wages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Pay developments 2008 (2009)
Carley, Mark;Zitatform
Carley, Mark (2009): Pay developments 2008. Dublin, 42 S.
Abstract
"EIRO's annual analysis of pay trends finds that the average collectively agreed nominal wage increase across the EU fell from 7% in 2007 to 6.6% in 2008. Taking into account inflation, which rose strongly in 2008, the rate of real pay increase across the EU fell sharply, from 3.6% in 2007 to 1.3% in 2008. During the period under review, differences in terms of both pay trends and the level of pay increases persisted between the EU Member States that constituted the EU before the enlargement of 1 May 2004 and those that joined the EU in 2004 and 2007. The report also examines collectively agreed pay increases in three selected sectors (metalworking, banking and local government), current wage rates and minimum wage increases, increases in average earnings, as well as the extent of the gender pay gap across all countries. This annual report from the European Industrial Relations Observatory (EIRO), based mainly on contributions from its correspondents, provides a broad indication of trends in pay increases over 2007 and 2008 across the current 27 EU Member States (EU27) and Norway (country groups are included in Annex 8). It looks at the following areas: collectively agreed pay rises across the economy as a whole and in three selected sectors; national minimum wage increases and current rates; gender pay differentials; and average increases in earnings. The figures provided in this review should be read with caution, and the various notes and explanations borne in mind, since pay is an area where meaningful international comparisons are particularly difficult to make. Differing national systems of wage formation, industrial relations, taxation and social security, and the divergent ways in which pay-related statistics are collected and presented mean that it is hard to compare countries. The review therefore provides general indications of recent developments - not a fully scientific and comparable set of data." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Low pay persistence in European countries (2009)
Zitatform
Clark, Ken & Nikolaos C. Kanellopoulos (2009): Low pay persistence in European countries. (SOEPpapers on multidisciplinary panel data research at DIW Berlin 205), Berlin, 34 S.
Abstract
"Using panel data for twelve European countries over the period 1994-2001 we estimate the extent of state dependence in low pay. Controlling for observable and unobservable heterogeneity as well as the endogeneity of initial conditions we find positive, statistically significant state dependence in every single country. The magnitude of this effect varies by country, however this variation is not systematically related to labour market institutions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 4183
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Theorie
- Politik und Maßnahmen
- Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung
- Arbeitswelt, Personalpolitik
- Personengruppen
- Wirtschaftszweige
- Geschlecht
- geografischer Bezug
- Alter
