Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Technischer Fortschritt - Ursache der Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland?: eine Anwendung der Theorie des "skill-biased technical change" auf den deutschen und angelsächsischen Arbeitsmarkt mit Evaluierung wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Handlungsmöglichkeiten (2006)
Albers, Maike;Zitatform
Albers, Maike (2006): Technischer Fortschritt - Ursache der Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland? Eine Anwendung der Theorie des "skill-biased technical change" auf den deutschen und angelsächsischen Arbeitsmarkt mit Evaluierung wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Handlungsmöglichkeiten. (Volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse 110), Hamburg: Kovac, 239 S.
Abstract
"Den Ausgangspunkt der Studie bildet die empirisch belegbare Beobachtung grundlegender Unterschiede bei der Entwicklung der Arbeitsmärkte - insbesondere der Arbeitslosigkeit - in den USA im Vergleich zu Deutschland. Zur Erklärung dieser Diskrepanz liegt eine kaum überschaubare Fülle von Analysen und Konzepten vor. Lange Jahre stand die unterschiedliche gesamtwirtschaftliche Konstellation und die darauf bezogene Finanz- und Geldpolitik im Vordergrund. Dagegen gibt es inzwischen fundierte Untersuchungen, die bei der Erklärung der Arbeitslosigkeit gleichsam unterhalb der makroökonomischen Aggregate die Struktur der Nachfrage nach und des Angebots an Arbeitskräften zusammen mit Unterschieden bei der Einkommensverteilung im Vergleich zwischen den USA und Deutschland in den Mittelpunkt rücken. Die wachsende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften wiederum wird auf die bestimmte Art des technischen Fortschritts zurückgeführt. Bei der Erklärung der unterschiedlichen Entwicklung in den USA gegenüber Deutschland steht die Struktur der Erwerbstätigen nach dem Grad der Qualifikation einerseits und der für die Beschäftigung relevanten Einkommensdifferenzierung andererseits im Vordergrund. Während in Deutschland wie in den USA die Zahl der hoch qualifizierten Arbeitskräfte zugenommen hat, ist die Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Arbeitskräfte in Deutschland im Vergleich zu den USA signifikant höher. Neben anderen Ursachen wird die Art des technischen Fortschritts als die entscheidende Triebkraft identifiziert. In diesem Kontext wird die These vom 'skill-biased technical change' (SBTC), d.h. die durch den technologischen Wandel bedingte qualifikationsverzerrende Struktur der Nachfrage nach Arbeitskräften umfangreich untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte nach wie vor schlecht (2006)
Grundig, Beate; Weyh, Antje; Sujata, Uwe;Zitatform
Grundig, Beate, Antje Weyh & Uwe Sujata (2006): Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte nach wie vor schlecht. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 13, H. 6, S. 30-33.
Abstract
"In zahlreichen Studien wurde bisher gezeigt, dass insbesondere zwei Gruppen von Personen stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind: Geringqualifizierte und Ältere. Der Beitrag analysiert zunächst die Qualifikations- und Altersstruktur der Erwerbspersonen im Jahr 2005 in Sachsen, Ost- und Westdeutschland. Daran anschließend werden die qualifikations- und altersspezifischen Arbeitslosenquoten für Sachsen für die Jahre 2004 und 2005 aktualisiert. Zusätzlich erfolgt eine Berechnung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten für die sächsischen Regierungsbezirke. Insgesamt hat sich das Bild der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten über die letzten Jahre nicht verändert: Geringqualifizierte haben die schlechtesten Arbeitsmarktchancen, während eine akademische Ausbildung am ehesten vor Arbeitslosigkeit schützt. Diese Unterschiede zeigen sich in allen Regionen Sachsens sowie in Ost- und Westdeutschland gleichermaßen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Market work, home production, consumer demand and unemployment among the unskilled (2006)
Zitatform
Lührmann, Melanie & Matthias Weiss (2006): Market work, home production, consumer demand and unemployment among the unskilled. (Mannheim Research Institute for the Economics of Aging. Discussion paper 101), Mannheim, 36 S.
Abstract
In dem Beitrag wird ein allgemeines Gleichgewichtsmodell vorgeschlagen und getestet, bei dem längere Arbeitszeit und eine höhere Erwerbsbeteiligung zu einem Absinken der Arbeitslosigkeit führt. Längere Arbeitszeiten und höhere Erwerbsbeteiligung haben zwei direkte Auswirkungen: sie führen zu höherem Einkommen und zu weniger Zeit, insbesondere weniger Freizeit. Dies hat Implikationen für die Zusammensetzung der Verbrauchernachfrage, weil die Menschen weniger Zeit auf die häusliche Arbeit verwenden. Stattdessen werden immer mehr Bereiche häuslicher Arbeit an den Markt abgegeben. Die Verbrauchernachfrage richtet sich immer mehr auf Güter, die mittels ungelernter Arbeit hergestellt werden. Die relative Nachfrage nach ungelernter Arbeit steigt und die Arbeitslosigkeit geht zurück. Dieses Modell wird auf zweierlei Art getestet: zunächst wird die Verknüpfung von Partizipation am Arbeitsmarkt, häuslicher Arbeit und der Nachfrage nach haushaltsspezifischen und ähnlichen Dienstleistungen mit Hilfe einer in den Jahren 1991/92 in Deutschland durchgeführten Erhebung zur Nutzung von Zeit untersucht. In einem zweiten Schritt wird anhand von länderübergreifenden Zeitreihendaten der OECD-Länder für den Zeitraum zwischen 1980 und 2003 die direkte Verknüpfung zwischen der Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosenquote untersucht. Die empirischen Ergebnisse erhärten die Vorhersagen des theoretischen Modells. (IAB)
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Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland (2005)
Albers, Maike;Zitatform
Albers, Maike (2005): Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland. In: G. Huber, H. Krämer & H. D. Kurz (Hrsg.) (2005): Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel : Festschrift für Peter Kalmbach, S. 391-402.
Abstract
Die Arbeitslosenquote der gering qualifizierten Personen ist in Westdeutschland sechsmal und in Ostdeutschland sogar neunmal so hoch wie die der hoch qualifizierten. Die derzeitige und prognostizierte Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten wird umrissen. Grundlage sind die Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquote 1975-2002 und die Prognose der Erwerbstätigenstruktur bis 2010. Es wird gezeigt, wie seit Beginn der 90er Jahre das erhöhte Arbeitslosigkeitsrisiko von gering Qualifizierten noch weiter gestiegen ist. Die Bedingungsfaktoren hierfür werden auf der Angebots- und der Nachfrageseite herausgearbeitet. Da die Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften weiter sinken wird, werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Sinne eines lebenslangen praxisbezogenen Lernens gefordert. (IAB)
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Literaturhinweis
Unemployment and under-employment: the case of Switzerland (2005)
Djurdjevic, Dragana;Zitatform
Djurdjevic, Dragana (2005): Unemployment and under-employment. The case of Switzerland. In: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, Jg. 141, H. 1, S. 23-70.
Abstract
"In dem Betrag werden die Arbeitslosigkeit und die weitere Einkommensentwicklung der Arbeitslosen analysiert. Auf Basis von informativen administrativen Panel-Daten wird ein diskretes Hazard Modell für den Austritt von verschiedenen Erwerbszuständen geschätzt. Die geschätzten Ergebnisse belegen die Existenz sozialer Randgruppen. Beispielsweise befinden sich Frauen, Ausländer und Geringqualifizierte verstärkt in schlechten Arbeitssituation oder sind in besonderem Maße von Erwerbsinstabilität betroffen. Diese Erwerbsinstabilität scheint hauptsächlich mit einem Mangel an Qualifikation verbunden zu sein. Im Gegenteil haben Männer, Jüngere und Hochqualifizierte mehr Chancen eine Beschäftigung wieder zu finden. Falls sie schlecht bezahlt (im Vergleich zu ihrem vorherigen Lohn) sind, ist es hauptsächlich für vorübergehende Perioden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Crowding-out of unskilled workers in the business cycle: evidence from West Germany (2005)
Zitatform
Pollmann-Schult, Matthias (2005): Crowding-out of unskilled workers in the business cycle. Evidence from West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 21, H. 5, S. 467-480. DOI:10.1093/esr/jci033
Abstract
"The paper addresses the question of if and how processes of cyclical crowding-out contribute to the disproportionate increase in unemployment of the less-educated during recessions. To this end, transitions from unemployment to low-skilled jobs and vice versa are analysed using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP). It is found that skilled workers increasingly occupy low-skilled jobs during recessions and thus diminish employment chances of unskilled persons. Specifically, the analyses show evidence for crowding-out at the worker inflow: during recessions, the chances of securing a low-skilled job deteriorate to a greater extent for unskilled people than for the skilled, suggesting that in times of poor employment prospects, job-competition between unskilled and skilled people for low-skilled jobs increases. However, the analysis does not show evidence for crowding-out at the worker outflow." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Am Arbeitsmarkt - Die im Dunkeln sieht man nicht (2005)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Am Arbeitsmarkt - Die im Dunkeln sieht man nicht. In: IAB-Forum H. 2, S. 8-13.
Abstract
Der Aufsatz erläutert die unterschiedlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt in Abhängigkeit von der Qualifikation. Graphisch dargestellt werden die Zahlen für qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten (1975-2004, bezogen auf Gesamtdeutschland und die neuen Länder), die Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes nach Qualifikationsebenen, die qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten nach Geschlecht sowie nach dem Alter. Es wird festgestellt, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt weitgehend von der Qualifikation bestimmt werden, während das Geschlecht und das Alter nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ein ausreichender Ersatz der aus dem Berufsleben demnächst ausscheidenden qualifizierten Erwerbstätigen ist nicht zu erwarten, da die mangelnden Bildungsanstrengungen und der demographische Wandel Grenzen setzen. Auf mittlere Sicht ist daher mit einem Mangel an Fachkräften zu rechnen. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus; -
Literaturhinweis
Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit (2005)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2005): Vertrauter Befund: Höhere Bildung schützt auch in der Krise vor Arbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 09/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Die Analyse der qualifikationsspezifischen Arbeitslosigkeit liefert seit Jahr und Tag den gleichen Befund: niedrige Qualifikation - hohes Arbeitsmarktrisiko, hohe Qualifikation - niedriges Risiko. Dieser Trend ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Dabei verlaufen die langfristigen Beschäftigungsverluste der Geringqualifizierten ebenso (weitgehend) konjunkturneutral wie die massiven Arbeitsplatzgewinne bei den Hochqualifizierten. Selbst eine kräftige Konjunkturbelebung dürfte deshalb die Lage der Geringqualifizierten kaum merklich bessern. Der Niedriglohnsektor ist längst Realität. Zwischen 20 Prozent und 40 Prozent aller Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss sind nurmehr geringfügig beschäftigt. Für viele ist das der einzige Job. Älteren Akademikern hingegen geht es alles in allem prima: Mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent herrscht bei den 55- bis 64jährigen nahezu Vollbeschäftigung - und das bei einer Erwerbsbeteiligung von über 70 Prozent. Eine gute Ausbildung schützt also nicht nur vor Arbeitslosigkeit. Sie hilft offensichtlich, das Arbeitsvermögen bis zum Rentenalter länger und besser zu nutzen. Bleibt zu hoffen, dass wir über all den akuten Arbeitsmarktproblemen die Investitionen in die Bildung nicht vernachlässigen. Bildungsförderung bleibt - langfristig - die beste Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus;Weiterführende Informationen
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten bis 2004
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1991 bis 2004 in Deutschland
- Hier finden Sie 10 Tabellen zur Arbeitslosigkeit und Erwerbstätigkeit nach Qualifikationen.
- Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nach Qualifikationsebenen
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Literaturhinweis
From education to work: A difficult transition for young adults with low levels of education (2005)
Abstract
"The book reports on a project directed jointly by the OECD and Canadian Policy Research Networks on young adults with low levels of education in 25 OECD countries and the conditions that hinder or assist their transition from education to work. Social class, ethnicity and gender influence chances for economic and social success: but increasingly, they do so by affecting access to and success in education. The rise of information and communication technologies, the global marketplace, and greater personal responsibility and autonomy in all aspects of life, have made knowledge and skills essential to economic success. Young people with low qualifications run a higher risk of long-term unemployment, or unstable and unfulfilling jobs. From Education to Work calls for early intervention to reduce the risk of young people leaving school early and recommends that policy responses be tailored, among other things, to the characteristics of national labour markets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Geringqualifizierte: In der Krise verdrängt, sogar im Boom vergessen: Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten im Konjunkturverlauf bis 2002 (2003)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2003): Geringqualifizierte: In der Krise verdrängt, sogar im Boom vergessen. Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten im Konjunkturverlauf bis 2002. (IAB-Kurzbericht 19/2003), Nürnberg, 7 S.
Abstract
Wie stark die berufliche Qualifikation die Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt bestimmt, kommt unter anderem in den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten zum Ausdruck. In dem Beitrag wird anhand von Daten der Strukturerhebungen der Bundesanstalt für Arbeit und von Sonderauswertungen des Mikrozensus gezeigt, dass Geringqualifizierte nach wie vor zu den Problemgruppen am Arbeitsmarkt gehören. Ihre Arbeitslosenquoten sind mit Abstand die höchsten und ihr Anteil an allen Arbeitslosen liegt derzeit bei 35 Prozent. Selbst bei hohen Wachstumsraten - wie Ende der 80er oder 90er Jahre - ging ihre Beschäftigung kontinuierlich zurück. Von der aktuellen Wachstumskrise sind praktisch alle Qualifikationsebenen betroffen; die Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten hat sich diesmal also nicht überproportional verschlechtert. Dies könnte an gesetzlichen Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung liegen. (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus;Weiterführende Informationen
- Hier finden Sie ausführliches Datenmaterial zu diesem Kurzbericht, das tabellarisch aufbereitet wurde und als PDF-Dokument (65 KB) zum kostenlosen Download zur Verfügung steht.
- Entwicklung der Erwerbstätigkeit und des Bruttoinlandsproduktes (BIP) nach Qualifikationsebenen
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1975-2002
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Literaturhinweis
Arbeitslosigkeit: Qualifikation bestimmt Position auf dem Arbeitsmarkt (2002)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2002): Arbeitslosigkeit: Qualifikation bestimmt Position auf dem Arbeitsmarkt. (IAB-Kurzbericht 15/2002), Nürnberg, 7 S.
Abstract
Trotz erheblicher methodischer Probleme aufgrund der veränderten Erfassung der Berufsabschlüsse seit dem Mikrozensus 1999 legt das IAB in dem Kurzbericht neue Rechenergebnisse zu den qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten bis zum Jahr 2000 vor. Es wird festgestellt, dass Ungelernte nach wie vor das höchste Risiko tragen, arbeitslos zu werden und zu bleiben. Insgesamt haben fast 40 Prozent der Arbeitslosen keinen beruflichen Abschluss. Bei Personen mit Hoch- und Fachhochabschluss kann dagegen von Vollbeschäftigung gesprochen werden. Auch die Arbeitslosenquoten der mittleren Qualifikationsebene liegen unterhalb des Durchschnitts. Allgemein ist zu beobachten, dass das Arbeitsmarktrisiko stärker vom beruflichen Abschluss als vom Geschlecht bestimmt ist. (IAB2)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus;Weiterführende Informationen
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1975 bis 2000 (alte Länder und Berlin-West)
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1975 bis 2000 (Frauen / Männer, alte Länder und Berlin-West)
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1991 bis 2000 (Frauen / Männer, neue Länder und Berlin-Ost)
- Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten 1991 bis 2000 (neue Länder und Berlin-Ost)
- Veränderung der Erwerbstätigen- und Arbeitslosenzahlen zwischen 1991 und 2000 (nach Qualifikationsebenen und Geschlecht)
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Literaturhinweis
Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten - reale Entwicklung oder statistisches Artefakt? (2002)
Reinberg, Alexander; Hummel, Markus;Zitatform
Reinberg, Alexander & Markus Hummel (2002): Qualifikationsspezifische Arbeitslosenquoten - reale Entwicklung oder statistisches Artefakt? (IAB-Werkstattbericht 04/2002), Nürnberg, 35 S.
Abstract
Zuverlässige Informationen über die Arbeitslosigkeitsrisiken unterschiedlicher Qualifikationsgruppen sind besonders wichtig, weil sie Anhaltspunkte für politische Gegenmaßnahmen bieten. Das IAB hat die entsprechenden Zahlen zuletzt bis zum Jahr 1998 veröffentlicht. Die Fortschreibung der Zeitreihen wird jedoch durch methodische Probleme erschwert, die mit geänderten Erfassungsmethoden von Berufsabschlüssen im Mikrozensus zusammenhängen. Der Werkstattbericht geht auf diese Probleme und die notwendigen Bereinigungsverfahren ein und stellt dann die Berechnungsergebnisse bis 2000 vor. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Hummel, Markus; -
Literaturhinweis
Mismatch-Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten (2001)
Christensen, Björn;Zitatform
Christensen, Björn (2001): Mismatch-Arbeitslosigkeit unter Geringqualifizierten. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 34, H. 4, S. 506-514.
Abstract
"Die Studie untersucht die Gründe für die Unterschiede in der Mismatch-Arbeitslosigkeit zwischen verschiedenen Qualifikationsgruppen in Westdeutschland. Speziell werden dabei mögliche Ursachen für das hohe Mismatch innerhalb der Gruppe der Geringqualifiziertem mit einem überproportionalen Anstieg in den achtziger und neunziger Jahren näher analysiert. Da per Definition für die Gruppe der geringqualifizierten Arbeitslosen formale Qualifikationsanforderungen keine Entrittsbarrieren in den Arbeitsmarkt darstellen können, kann qualifikationsspezifisches Mismatch als Ursache ausgeschlossen werden. Des Weiteren finden sich keine überzeugenden Hinweise auf messtechnische Gründe für diese Entwicklung. So können Unterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen in Bezug auf regionales Mismatch, die Meldequote oder die Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt als mögliche Auslöser für das hohe Mismatch innerhalb der Gruppe der Geringqualifizierten verworfen werden. Hingegen liegen Unterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen in Bezug auf arbeitsmarktrelevante Persönlichkeitsmerkmale und insbesondere auf lohnbedingtes Mismatch vor. Sozial-qualifikatorische und lohnbedingte Faktoren stellen somit die plausibelsten Erklärungen für das hohe Mismatch und seine Entwicklung innerhalb der Gruppe der Geringqualifizierten dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland: Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 2: Ursachen steigender Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern (1997)
Abstract
"Der zweite Teil des Berichts hat die Ursachen der Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern zum Gegenstand. Dabei wird zwischen Ursachen unterschieden, die vorzugsweise im Bereich des individuellen und kollektiven Handelns angesiedelt sind (Ziffer 8) und solchen, die eher im Bereich des Handlungsrahmens liegen, der durch den Stand der Technik, den Bevölkerungsaufbau, den internationalen Wettbewerb und ähnliche Faktoren gebildet wird (Ziffer 9 und 10).
Wie der Bericht zeigt, hat die Arbeitslosigkeit viele Ursachen, die zumeist in engen Wechselbeziehungen zueinander stehen. Dadurch bilden sie ein dichtes Ursachengeflecht, dessen Wirkungen sich ständig verändern. Daher ist es auch nur bedingt möglich, verläßliche Aussagen über den Einfluß bestimmter Faktoren auf den Arbeitsmarkt zu machen."
In der Zusammenfassung wurden folgende Einzelfaktoren benannt: - Hohe Erwerbsbeteiligung vergrößert Arbeitslosigkeit.
- Relativierung der Erwerbsarbeit wirkt ambivalent auf Arbeitsmarkt und Beschäftigung.
- Hohe und differenzierte Erwartungen an Erwerbsarbeit beeinträchtigen Beschäftigung.
- Berufliche Immobilität beeinträchtigt Beschäftigung. - Mäßige zeitliche Flexibilität und räumliche Mobilität
beeinträchtigen Beschäftigung.
- Geringe Bereitschaft zu einfachen und körperlich sowie zeitlich belastender Erwerbsarbeit beeinträchtigt Beschäftigung.
- Langzeitarbeitslosigkeit beeinträchtigt Beschäftigungschancen;
- Geringe Zahl von Existenzgründungen beeinträchtigt Beschäftigung. (IAB2) -
Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland: Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 1: Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern (1996)
Miegel, Meinhard; Wahl, Stefanie;Zitatform
Miegel, Meinhard & Stefanie Wahl (1996): Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland. Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 1: Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern. Bonn, 153 S.
Abstract
Der Band befaßt sich mit der Entwicklung und Struktur des Erwerbsfähigen- und Erwerbspersonenanteils und der Erwerbstätigkeit in der OECD, der EU, in West- und Ostdeutschland sowie speziell in Bayern und Sachsen. Auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit wird nach den gleichen regionalen Strukturen untersucht. Die Autoren kommen zu dem folgenden Schluß: "Um das ganze Problem zu erfassen, muß sowohl den tiefgreifenden Veränderungen auf seiten des Arbeitskräfteangebots als auch auf seiten der Arbeitskräftenachfrage Rechnung getragen werden. Auf seiten des Arbeitskräfteangebots sind Sicht- und Verhaltensweisen sowie Befähigungen, Prägungen und Orientierungen der Erwerbsbevölkerung zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für die Arbeitskräftenachfrage. Diese hat durch die teilweise Umgestaltung des Produktionsprozesses, vor allem durch dessen Globalisierung, einen nachhaltigen Wandel erfahren." (IAB2)
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