Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
Mit dem Filter „Autorenschaft“ können Sie auf IAB-(Mit-)Autorenschaft eingrenzen.
- Theorie
- Politik und Maßnahmen
- Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung
- Arbeitswelt, Personalpolitik
- Personengruppen
- Wirtschaftszweige
- Geschlecht
- geografischer Bezug
- Alter
-
Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung 2007 weiter gestiegen - zunehmende Bedeutung von Niedrigstlöhnen (2009)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnbeschäftigung 2007 weiter gestiegen - zunehmende Bedeutung von Niedrigstlöhnen. (IAQ-Report 2009-05), Duisburg u.a., 12 S. DOI:10.17185/duepublico/45634
Abstract
"Die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland lag 2007 um rund 350.000 höher als noch 2006. Unter allen abhängig Beschäftigten lag der Anteil von Niedriglöhnen 2007 bei 21,5% - d.h. mehr als jede/r Fünfte arbeitete für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Der Anteil ist damit trotz der deutlichen Zunahme der Betroffenen im Vergleich zu 2006 nur leicht gestiegen, weil auch die Beschäftigung insgesamt zugenommen hat. Gleichzeitig franst das Lohnspektrum nach unten aus, Stundenlöhne von weniger als 6 EURO brutto sind längst keine Seltenheit mehr. Die Durchschnittslöhne im Niedriglohnsektor sind inflationsbereinigt gegenüber 1995 nicht gestiegen und in Westdeutschland in den letzten Jahren sogar nominal gesunken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Entfesseln oder einhegen? Zeitarbeit in der Krise (2009)
Vanselow, Achim;Zitatform
Vanselow, Achim (2009): Entfesseln oder einhegen? Zeitarbeit in der Krise. (IAQ-Report 2009-06), Duisburg, 12 S. DOI:10.17185/duepublico/45635
Abstract
"Die Beschäftigung im Wirtschaftsbereich Arbeitnehmerüberlassung ist im Zuge der Krise bislang um rund ein Drittel zurückgegangen. Die optimistische Annahme einer weitgehenden Normalisierung dieser Beschäftigungsform, die noch der Deregulierung 2003 zugrunde lag, ist nicht eingetroffen. Leiharbeit weicht in zentralen Dimensionen der Arbeitsqualität wie Lohn, Beschäftigungssicherheit oder Interessenvertretung nach wie vor von der Gesamtwirtschaft ab. Der massive Beschäftigungsrückgang bietet jetzt die Chance, Gestaltungsdefizite zu korrigieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt im Osten - 20 Jahre nach dem Mauerfall: Teil I: Beschäftigung und Einkommen (2009)
Zitatform
(2009): Der Arbeitsmarkt im Osten - 20 Jahre nach dem Mauerfall. Teil I: Beschäftigung und Einkommen. (Arbeitsmarkt aktuell 2009,06), Berlin, 10 S.
Abstract
Seit dem Fall der Mauer im Jahre 1989 gibt es das Ziel, die Lebensverhältnisse in den alten und neuen Bundesländern anzugleichen. Die Studie des DGB zeigt, dass von einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in West und Ost 20 Jahre nach dem Mauerfall keine Rede sein kann. Insbesondere auf dem Arbeitsmarkt existieren immer noch gravierende Unterschiede zwischen Ost und West. Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor gespalten. Die Chancen auf Beschäftigung sind in den alten Bundesländern immer noch besser, das Risiko arbeitslos zu sein, in den neuen Bundesländern immer noch deutlich höher. Die Stundenlöhne in den ostdeutschen Ländern liegen meist ein Viertel unter Westniveau. Geringe Bezahlung und hohe Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern sorgen zusätzlich für ein deutlich höheres Armutsrisiko. Weniger sozialversicherte Vollzeitstellen bei zunehmend atypischer Beschäftigung bringen Unsicherheit und Niedriglöhne für viele Beschäftigte. Das besonders niedrige Lohnniveau in Ostdeutschland hat überdurchschnittlich oft zur Folge, dass der Staat die Einkommen der Beschäftigten mit Hartz IV aufstocken muss. Der DGB fordert daher zur Verminderung des Armutsrisikos die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von zunächst 7,50 Euro pro Stunde, wobei dieser Mindestlohn aus seiner Sicht auch bei der Zumutbarkeit von Arbeit bei Hartz-IV-Bedürftigen gelten muss. (IAB)
-
Literaturhinweis
Was ist dran am skandinavischen Modell?: eine vergleichende Betrachtung (2008)
Becker, Uwe;Zitatform
Becker, Uwe (2008): Was ist dran am skandinavischen Modell? Eine vergleichende Betrachtung. In: Leviathan, Jg. 36, H. 2, S. 229-248. DOI:10.1007/s11578-008-0013-2
Abstract
Das skandinavische Wohlfahrtsmodell gilt trotz einiger Schwächen immer noch als ein sozioökonomisches Vorbild für die Staaten, die nicht dem anglo-amerikanischen Weg einer weitgehenden Liberalisierung des Arbeitsmarkts und des Wohlfahrtsstaates folgen wollen. Dabei fällt besonders in Auge, dass es insbesondere in Dänemark, Finnland und Schweden gelungen ist, einen hohen Beschäftigungsgrad (einschließlich eines hohen Beschäftigtenanteils im öffentlichen Sektor), Erleichterungen beim Beschäftigungszugang von Frauen, ein relativ niedriges Niveau von Ungleichheit und Armut, solide öffentliche Finanzen und eine erstklassige Wettbewerbsfähigkeit miteinander in Einklang zu bringen. Der Beitrag untersucht, ob es sich hier tatsächlich um ein Modell für Europa als Ganzes handelt, das auch für diejenigen Länder richtungsweisend sein kann, die - wie Deutschland, Frankreich und Italien - ernsthafte Beschäftigungsprobleme haben und ein im Schnitt des vergangenen Jahrzehnts nur geringfügiges Wirtschaftswachstum verzeichnen. Im Ländervergleich kommt der Autor zu dem Schluss, dass Schweden als Immigrationsland und den damit verbundenen Beschäftigungsproblemen am ehesten mit Deutschland, Österreich, Frankreich und den Beneluxstaaten vergleichbar ist und daher wahrscheinlich immer noch das interessanteste Modell darstellt. "Inwieweit andere Länder skandinavischen Vorbildern folgen können, hängt von der Bereitwilligkeit zur Finanzierung der Wohlfahrtsstaatskosten ebenso ab wie vom institutionellen Vermögen, eingetretene Pfade zu verlassen." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Low-wage employment and mobility in Spain (2008)
Blazquez Cuesta, Maite;Zitatform
Blazquez Cuesta, Maite (2008): Low-wage employment and mobility in Spain. In: Labour, Jg. 22, H. s1, S. 115-146. DOI:10.1111/j.1467-9914.2007.00390.x
Abstract
"The issue of low-wage employment has received increased interest during recent decades in many European countries. In this paper I analyse the patterns of low-wage employment in Spain. Using a sample of Spanish workers extracted from the European Community Household Panel for the period 1995-2001, I first analyse the earnings distribution as a whole, and how low-wage employment has evolved over the period 1995-2001. Furthermore, I examine the determinants of low-wage employment using an analytical framework that is characterized by the ability to ac count for the endogeneity of initial conditions. Finally, I explore the effects of low pay on job mobility in Spain. For this purpose I adopt an approach based on competing risks in order to allow for different risks of failure." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigte auf der Verliererseite (2008)
Zitatform
Bosch, Gerhard, Thorsten Kalina & Claudia Weinkopf (2008): Niedriglohnbeschäftigte auf der Verliererseite. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 61, H. 8, S. 423-430. DOI:10.5771/0342-300X-2008-8-423
Abstract
"Die Löhne in Deutschland haben sich seit Mitte der 1990er Jahre erheblich auseinanderentwickelt und der Niedriglohnsektor ist stark gewachsen. Dies gilt sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeitbeschäftigte (einschließlich Minijobs). Betroffen von Niedriglöhnen sind nicht nur spezielle Personengruppen wie Jüngere oder gering Qualifizierte, sondern zunehmend auch die mittleren Altersgruppen und qualifizierte Beschäftigte. Die Umverteilung der Löhne hat sich nicht auf die unterste Einkommensgruppe beschränkt, sondern reicht bis in die mittleren Einkommensgruppen hinein. Die Mittelschicht in der Einkommensverteilung ist erheblich ausgedünnt worden. Die Lohnunterschiede zwischen Großbetrieben und kleineren Betrieben und zwischen Branchen mit hoher und geringer Tarifbindung haben sich deutlich vergrößert. Dahinter steht, dass die Bindungswirkung des deutschen Tarifsystems, das für Außenseiterkonkurrenz schon immer anfällig war, durch politische Interventionen weiter geschwächt worden ist. Um ein weiteres Anwachsen des Niedriglohnsektors und das Ausfransen des Lohnspektrums nach unten zu unterbinden, muss umgesteuert werden - unter anderem durch die Einführung einer verbindlichen Lohnuntergrenze." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Regionale Beschäftigungsentwicklung der gering und mittel Qualifizierten in Niedersachsen: Bestimmungsfaktoren und Handlungsempfehlungen (2008)
Brandt, Oliver; Wullich, Rabea; Hentschel, Klaus-Jürgen; Revilla Diez, Javier ; Apelt, Christian; Varga, Eva; Böttcher, Jan; Hippe, Kai; Cordes, Alexander; Titkemeier, Nina; Diekmeyer, Monika; Antova, Alexandrina;Zitatform
Brandt, Oliver, Alexander Cordes & Javier Revilla Diez (2008): Regionale Beschäftigungsentwicklung der gering und mittel Qualifizierten in Niedersachsen. Bestimmungsfaktoren und Handlungsempfehlungen. (Forschungsberichte des NIW 35), Hannover, 288 S.
Abstract
"Der qualifikatorische Strukturwandel in Westdeutschland findet nicht in allen Regionen im gleichen Tempo statt. Dabei muss eine wissensorientierte Regionalentwicklung nicht gleichbedeutend mit sinkenden Beschäftigungschancen für gering Qualifizierte sein. Mit dieser Ausgangsthese hat das NIW in einer Studie, die vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie vom Europäischen Sozialfonds finanziert wurde, die Erklärungsfaktoren für die regionale Beschäftigungsentwicklung gering und mittel Qualifizierter untersucht. Das NIW hat dazu eine Klassifikation von Berufen in 5 Klassen entwickelt, die eine angemessenere Differenzierung nach Qualifikation als die eindimensionale Messung über den Berufsabschluss ermöglicht. Erst dadurch wird eine Polarisierung der Erwerbstätigen sichtbar. Neben dem Wachstum wissensintensiver Berufe entwickeln sich zwischen 1998 und 2004 also auch die Berufe mit den geringsten Anforderungen leicht positiv. In diesem Zeitraum sinkt vor allem die Erwerbstätigkeit in Berufen, die oftmals eine Lehrausbildung voraussetzen. Der Unterschied ist zum Teil auf die gestiegene Inanspruchnahme der geringfügigen Beschäftigung zurückzuführen, zum Teil aber auch auf einen geringeren Einfluss technologischer Veränderungen. Auch in regionaler Gliederung zeigt der qualifikatorische Strukturwandel viele Gesichter. So zeigt sich in Niedersachsen auf Kreisebene ein erhebliches West-Ost-Gefälle. Dabei wird die Nachfrage weniger durch die Branchenstruktur geprägt, sondern in besonderem Maße durch systematische regionale Eigenheiten, die über allein strukturelle Erklärungen hinausgehen. Auch die für Westdeutschland beobachtete räumliche (funktionale) Arbeitsteilung zwischen verdichteten Regionen, die eher die Beschäftigung hoch Qualifizierter fördert, und ländlichen Regionen, in denen gering Qualifizierte noch relativ stabil nachgefragt werden, erklärt die Unterschiede nicht vollständig. Eine regionale Spezialisierung kann einerseits Perspektiven für die Beschäftigung gering Qualifizierter bieten, allerdings sind damit auch gewisse Risiken für die langfristige Entwicklung verbunden. Dies ist auch das Ergebnis aus den Fallstudien, in denen speziell der Frage nach den regionalen Einflussfaktoren nachgegangen wurde. Mit Hilfe von Betriebsbefragungen, Expertengesprächen und Workshops konnte neben Spezialisierungsvorteilen die Bedeutung von vielfältigen regionalen Kooperationsbeziehungen identifiziert werden. Eine gemeinsame Produktentwicklung sowie die ausgeprägte Verbundenheit mit der Region - nicht zuletzt der größeren Familienbetriebe - stellen wesentliche Bestandteile eines langfristigen Erfolgsrezeptes dar. Dennoch lassen sich allerorten mangelnde Qualifizierungsanstrengungen insbesondere bei gering Qualifizierten beobachten. Die niedrige betriebliche Weiterbildungsintensität ist dabei nicht auf ein unzureichendes Förderangebot zurückzuführen. Für eine bessere Wirkung dieser Programme ist aber eine direktere Ansprache der Beschäftigten in weiterbildungsschwachen Berufen erforderlich. Dafür müssen intensiver als bisher Akteure vor Ort eingebunden werden. So können berufliche Schulen in Kooperation mit anderen Bildungsanbietern neue Angebote entwickeln und ihre Absolventen regelmäßig über das lokale Weiterbildungsangebot informieren. Die Entwicklung umfassender regionaler Bildungsstrategien ist erforderlich, um die Voraussetzungen für Lebenslanges Lernen problemadäquat und präventiv zu verbessern. Die Bundesländer sollten die Regionalisierung der Bildung durch eine Verbesserung kommunaler Handlungsspielräume, den Aufbau lokaler Kapazitäten und die Entwicklung eines Monitoring- und Qualitätssicherungssystems aktiv fördern und begleiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsentwicklung gering Qualifizierter abseits der Verdichtungsräume - mehr (Weiter-)Bildung wagen?! (2008)
Brandt, Oliver;Zitatform
Brandt, Oliver (2008): Beschäftigungsentwicklung gering Qualifizierter abseits der Verdichtungsräume - mehr (Weiter-)Bildung wagen?! (NIW-Diskussionspapier 03), Hannover, 30 S.
Abstract
"Der regionale qualifikatorische Strukturwandel in Deutschland ist unter anderem durch eine funktionale Spezialisierung peripher-ländlicher Räume auf Fertigungstätigkeiten beeinflusst. Diese Regionen zeichnen sich durch einen relativ hohen Anteil gering Qualifizierter aus, die Anreize für betriebliche Weiterbildungsinvestitionen sind aber vergleichsweise gering und eine qualifikatorische Segregation innerhalb bzw. zwischen den Betrieben verringert das Lernen von höher Qualifizierten am Arbeitsplatz. Gerade letztere Komponente, so zeigt eine Betriebsbefragung in den ländlich geprägten Landkreisen Goslar und Vechta, ist jedoch wichtig für die interne Beschäftigungsfähigkeit der Un- und Angelernten. Betriebliche Qualifizierungsanstrengungen haben dagegen keinen positiven Einfluss auf die Beschäftigung gering Qualifizierter. Angesichts des wahrgenommenen fehlenden betrieblichen Weiterbildungsbedarfs für diese Beschäftigtengruppe und der hohen Lernhemmschwelle für gering Qualifizierte ist eine direkte, regional verankerte Ansprache weiterbildungsschwacher Beschäftigtengruppen nötig. Dabei sollte auch die Vermittlung von Grundfähigkeiten im Sinne einer präventiven Arbeitsmarktpolitik finanziell belohnt werden. Die betriebliche Weiterbildungsquote ließe sich nach den Erkenntnissen der Studie unter anderem durch eine bessere regionale Kooperation bei betrieblichen Qualifizierungsprojekten merklich steigern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Working poor: Arm oder bedürftig?: eine Analyse zur Erwerbstätigkeit in der SGB-II-Grundsicherung mit Verwaltungsdaten (2008)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Tobias Graf & Helmut Rudolph (2008): Working poor: Arm oder bedürftig? Eine Analyse zur Erwerbstätigkeit in der SGB-II-Grundsicherung mit Verwaltungsdaten. (IAB-Discussion Paper 34/2008), Nürnberg, 32 S.
Abstract
"Die Armutsmessung der empirischen Sozialforschung ist von einer Reihe von Annahmen und Setzungen abhängig, die Ausmaß und Struktur der Armutsbevölkerung beeinflussen. Äquivalenzskalen, Ermittlung des mittleren Einkommens als Referenzgröße und die Festlegung von Armutsschwellen führen zu mehr oder weniger großen Unterschieden in den Ergebnissen. Staatliche Transferleistungen als Sicherung gegen Armut definieren davon abweichende Grenzen des sozio-kulturellen Existenzminimums. Mit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) ist ein umfangreiches Berichtssystem entstanden, dass zeitnah und umfangreicher als bisher über die Entwicklung der sozialstaatlich bekämpften Armut berichtet. Der Aufsatz stellt ein Konzept vor, wie die Verwaltungsdaten aus dem SGB II für Untersuchungen der 'working poor' im Rahmen einer dynamischen Armutsbetrachtung genutzt werden können. Ergebnisse einer Verweildaueranalyse aus den Jahren 2005 und 2006 für die Dauer des Leistungsbezugs bei Beschäftigung werden vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Older and out of work: jobs and social insurance for a changing economy (2008)
Eberts, Randall W. ; Reville, Robert T.; Hobbie, Richard A.; Ridley, Neil; Davis, Karen; Rodgers III., William M.; Horn, Carl van; Schoen, Cathey; Kriss, Jennifer L.; Schoeni, Robert F. ; O'Leary, Christopher J. ; Smith, Ralph E.; Doty, Michelle M.; Water, Paul N. van de; Lahey, Joanna N.; White, Joseph; Krepcio, Kathy; Collins, Sara R.;Zitatform
Eberts, Randall W. & Richard A. Hobbie (Hrsg.) (2008): Older and out of work. Jobs and social insurance for a changing economy. Kalamazoo: Upjohn Institute for Employment Research, 237 S.
Abstract
"The chapters in this volume, originally presented at a conference organized by the National Academy of Social Insurance, come from a group of policy experts who advance our understanding of the labor market experiences of older workers while pointing out that current workforce programs often leave this growing population underserved." (Author's abstract, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland: Sprungbrett oder Sackgasse? (2008)
Kalina, Thorsten;Zitatform
Kalina, Thorsten (2008): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Sprungbrett oder Sackgasse? In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 17, H. 1, S. 21-37. DOI:10.1515/arbeit-2008-0104
Abstract
"Seit Mitte der neunziger Jahre ist die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland stark gestiegen. Im europäischen Vergleich hat Deutschland mittlerweile einen der höchsten Werte unter den kontinentaleuropäischen Ländern. Gleichzeitig ist die Aufstiegsmobilität aus dem Niedriglohnbereich in besser bezahlte Tätigkeiten zurückgegangen. Besonders für gering Qualifizierte, Frauen und Ältere sind die Chancen, ihr Einkommen zu verbessern, erheblich schlechter als für hoch qualifizierte Beschäftigte. Das Ausmaß der Niedriglohnbeschäftigung und die Aufstiegschancen aus dem Niedriglohnbereich sind politisch hoch relevant, da gerade das Argument, dass Niedriglohnjobs gute Möglichkeiten bieten würden, in besser bezahlte Tätigkeiten aufzusteigen, häufig genutzt wird, um eine Ausweitung von Niedriglöhnen zu rechtfertigen. Die in dem Artikel vorgestellte Untersuchung basiert auf Datensätzen der Bundesagentur für Arbeit und dem Sozio-ökonomischen Panel. Neben der Entwicklung der Niedriglohnbeschäftigung und der Aufstiegsmobilität in den letzten 20 Jahren werden die Aufstiegsperspektiven aus dem Niedriglohnbereich nach Beschäftigtenmerkmalen differenziert untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Konzentriert sich die steigende Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland auf atypisch Beschäftigte? (2008)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2008): Konzentriert sich die steigende Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland auf atypisch Beschäftigte? In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 41, H. 4, S. 447-469.
Abstract
"In diesem Beitrag wird anhand von quantitativen Auswertungen auf der Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und Ergebnissen von qualitativen Interviews in Betrieben in verschiedenen Branchen der Frage nachgegangen, inwieweit sich die steigende Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (auf Stundenbasis unterhalb von zwei Dritteln des Medianlohnes) auf Personen in atypischer Beschäftigung konzentriert. Unsere Analyse zeigt, dass vor allem Beschäftigte in Minijobs, aber auch Zeitarbeitskräfte und befristet Beschäftigte überproportional häufig für niedrige Stundenlöhne arbeiten, während der Niedriglohnanteil unter sozialversicherungspflichtig Teilzeitbeschäftigten nur leicht über dem Durchschnitt liegt. Unter allen Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland waren 2006 rund zwei Drittel atypisch beschäftigt (ohne Doppelzählungen) und damit deutlich mehr als noch 1995 (knapp 49 %). Allerdings konzentriert sich die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland nicht auf atypisch Beschäftigte oder besondere Personengruppen wie formal gering Qualifizierte oder Jüngere. Vielmehr sind von den steigenden Niedriglohnanteilen in Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre zunehmend auch Vollzeitbeschäftigte, Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung und aus den mittleren Altersgruppen (25 bis 54 Jahre) betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktchancen für Geringqualifizierte steigern (2008)
Känel, Natalie; Wetli, Angelo;Zitatform
Känel, Natalie & Angelo Wetli (2008): Arbeitsmarktchancen für Geringqualifizierte steigern. In: Panorama. Bildung, Beratung, Arbeitsmarkt, Jg. 22, H. 6, S. 19-21.
Abstract
"Personen ohne Ausbildung sind überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Ihre Reintegration in den Arbeitsmarkt ist schwierig, da es für sie immer weniger Arbeitsplätze gibt. Ein grenzüberschreitendes Projekt unter der Leitung der Arbeitsmarktbeobachtung Ostschweiz, Aargau und Zug (AMOSA) zeigt Chancen und Risiken für Geringqualifizierte im Bodenseeraum auf und formuliert konkrete Verbesserungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Precarious employment in the public and private sectors: comparing the UK and Germany (2008)
Zitatform
Leschke, Janine & Maarten Keune (2008): Precarious employment in the public and private sectors. Comparing the UK and Germany. (European economic and employment policy brief 01/2008), Brüssel, 12 S.
Abstract
In allen Industriestaaten ist der Anteil der Beschäftigung im Dienstleistungsbereich in den letzten Jahrzehnten am stärksten gestiegen und sind in diesem Bereich die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden. Dieses Wachstum ist aber auch die Quelle für Fragen nach der Beschäftigungsqualität. Die Veröffentlichung greift dieses Problem auf und untersucht zwei entscheidende Fragstellungen: (i) in welchem Ausmaß unterscheiden sich das Auftreten und die Merkmale prekärer Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor und wie hat sich das Verhältnis im letzten Jahrzehnt verändert; und (ii) in welchem Maße können diese Unterschiede auf den Faktor Besitzverhältnisse oder auf andere Faktoren wie Bildungsniveau, Frauenerwerbstätigkeit, Altersstruktur, auf spezifische Bedingungen einzelner Wirtschaftszweige oder auch die Unternehmensgröße zurückgeführt werden. Dabei wird die Situation in Großbritannien der Situation in Deutschland gegenübergestellt. Beim Vergleich öffentlicher und privater Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungssektor zeigt sich für beide Länder, dass der öffentliche Sektor in Bezug auf die Arbeitsbedingungen im allgemeinen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse im besonderen besser abschneidet. Eine multivariate Analyse zeigt, dass mit einer Beschäftigung im privaten Dienstleistungssektor die Wahrscheinlichkeit, dass man sich in einer prekären Beschäftigungssituation befindet, steigt und dass andere Faktoren nur von untergeordneter Bedeutung sind. Die Ergebnisse belegen nach Ansicht der Autoren, dass Privatisierung im allgemeinen zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und zu einem Ansteigen prekärer Beschäftigungsverhältnisse führt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Einfache Arbeit in Deutschland: Restgröße oder relevanter Beschäftigungsbereich? (2007)
Zitatform
Bellmann, Lutz & Jens Stegmaier (2007): Einfache Arbeit in Deutschland. Restgröße oder relevanter Beschäftigungsbereich? In: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.) (2007): Perspektiven der Erwerbsarbeit: Einfache Arbeit in Deutschland : Dokumentation einer Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung, S. 10-24.
Abstract
In dem Beitrag wird mit den Daten des IAB-Betriebspanels untersucht, wie es um den Umfang, aber auch um die Entwicklung der einfachen Arbeit in deutschen Betrieben bestellt ist. "Dabei wird der Frage nachgegangen, ob einfache Arbeit derzeit tatsächlich eher eine Restgröße ist oder ob es sich dabei (noch) um einen beschäftigungsrelevanten Bereich des Arbeitsmarkts handelt. Der Aufbau des Beitrags ist wie folgt: Zunächst werden einführend einige definitorische Anmerkungen gemacht und das zugrunde liegende Erhebungskonzept erläutert, um danach die Struktur und Bedeutung einfacher Arbeit in der gegenwärtigen Betriebslandschaft eingehend anhand empirischer Befunde zu betrachten. Ausführlich werden dann Ergebnisse mit den aktuellsten Daten aus der Welle 2005 des IAB-Betriebspanels vorgestellt: Wie verteilt sich gegenwärtig einfache Arbeit über die Branchen und Größenklassen? Wo werden Beschäftigte mit einfachem Tätigkeitsprofil gesucht und wo finden die Einstellungen statt? Werden Stellen einfacher Arbeit aufgebaut oder findet überwiegend ein Abbau statt?" (IAB2)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie den Volltext des Sammelwerkes. -
Literaturhinweis
Understanding low-wage work in the United States (2007)
Boushey, Heather; Waller, Margy; Fremstad, Shawn; Gragg, Rachel;Zitatform
Boushey, Heather, Shawn Fremstad, Rachel Gragg & Margy Waller (2007): Understanding low-wage work in the United States. Washington, 24 S.
Abstract
"Over 40 million jobs in the United States-about one in three-pay low wages. Unlike good jobs, most low-wage jobs do not offer employment benefits such as health insurance or retirement accounts, tend to have inflexible or unpredictable scheduling requirements, and provide little opportunity for career advancement. Globalization, automation, outsourcing, and other economic forces have all contributed to a changing domestic labor market. All too often low-wage jobs are replacing jobs that have traditionally supported a broad middle class. While there is considerable public concern about the erosion of the middle class, national policy-makers have done little in the last decade to improve the pay and conditions of low-wage work. The next decade could be one of considerable progress for improving low-wage jobs. In November 2006, voters in six states boosted state minimum wages, and voters in even more states elected candidates who pledged to increase the federal minimum wage and take steps to improve the economy for everyone. Yet relatively little agreement exists about the policies (beyond raising the minimum wage) that can improve these jobs, even among experts studying low-wage work. The Mobility Agenda staff is developing a menu of new ideas and strategies for improving lowwage work, a set of options that goes beyond minimum wage to strengthen the labor market and build an economy that works for everyone. Our focus is on improving wages, benefits, and other conditions of low-wage work. We seek to encourage further public debate about the significance of low-wage work and to promote discussion among stakeholders-workers, employers, policymakers, academics, community organizers, and others-about the extent to which a more direct focus on the labor market and economic policy is necessary to reduce poverty and improve the well-being of low-income families.1 In this report, we define low-wage work and provide a description of the low-wage labor market. We also examine the extent to which opportunity exists for workers to move out of the low-wage labor market and into better-paying jobs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Perspektiven der Erwerbsarbeit: Einfache Arbeit in Deutschland: Dokumentation einer Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung (2007)
Brandherm, Ruth; Bellmann, Lutz ; Dörre, Klaus; Weinkopf, Claudia ; Stegmaier, Jens ; Clement, Ute ;Zitatform
Brandherm, Ruth, Lutz Bellmann, Jens Stegmaier, Claudia Weinkopf, Ute Clement & Klaus Dörre (2007): Perspektiven der Erwerbsarbeit: Einfache Arbeit in Deutschland. Dokumentation einer Fachkonferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung. (WISO Diskurs), Bonn, 64 S.
Abstract
"In dem Tagungsband sind die Beiträge einer Veranstaltung zum Thema einfache Arbeit in Deutschland dokumentiert. Er enthält darüber hinaus eine Filmreihe, die die vielfältigen Facetten einfacher Arbeit aufzeigt und auch die Menschen zu Wort kommen lässt, die diese Arbeiten leisten. Dies eröffnet einen besonderen Zugang zum Thema und zur Arbeitswirklichkeit einfacher Arbeit, mit der jede/r von uns tagtäglich durch zahlreiche Dienstleistungen und Produkte in Berührung kommt. Zu angrenzenden Themen liegen bereits Veröffentlichungen des Gesprächskreises Arbeit und Qualifizierung vor. Sie behandeln die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktsituation von gering Qualifizierten, greifen die Debatte um den Niedriglohnsektor auf, setzen sich mit den Themen Mindestlohn und Kombilöhne auseinander und fragen nach den Perspektiven öffentlich geförderter Beschäftigung für leistungsgeminderte Langzeitarbeitslose in Deutschland. Wir möchten mit diesen Materialien Informationen und Hintergründe zu zentralen und aktuellen Fragen der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik zur Verfügung stellen und die Debatte zu diesen Themen anregen und vertiefen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Lousy and lovely jobs: The rising polarization of work in Britain (2007)
Zitatform
Goos, Maarten & Alan Manning (2007): Lousy and lovely jobs: The rising polarization of work in Britain. In: The Review of Economics and Statistics, Jg. 89, H. 1, S. 118-133. DOI:10.1162/rest.89.1.118
Abstract
"This paper shows that the United Kingdom since 1975 has exhibited a pattern of job polarization with rises in employment shares in the highest- and lowest-wage occupations. This is not entirely consistent with the idea of skill-biased technical change as a hypothesis about the impact of technology on the labor market. We argue that the 'routinization' hypothesis recently proposed by Autor, Levy, and Murnane (2003) is a better explanation of job polarization, though other factors may also be important. We show that job polarization can explain one-third of the rise in the log(50/10) wage differential and one-half of the rise in the log(90/50)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Frauen in "einfachen" Tätigkeiten (2007)
Hieming, Bettina; Jaehrling, Karen ; Rubery, Jill ; Grimshaw, Damian ; Stupnytskyy, Oleksandr; Weinkopf, Claudia ; Kalina, Thorsten; Schimron, Nirit;Zitatform
Hieming, Bettina, Karen Jaehrling, Thorsten Kalina, Claudia Weinkopf, Damian Grimshaw, Jill Rubery, Nirit Schimron & Oleksandr Stupnytskyy (2007): Frauen in "einfachen" Tätigkeiten. Brüssel, 97 S.
Abstract
"Die Studie 'Frauen in 'einfachen' Tätigkeiten' bezieht sich auf drei Länder: die Tschechische Republik, Deutschland and Großbritannien. In Teil 1 geben wir einführend einen Überblick zur Frauenbeschäftigung in den drei Ländern sowie die Rolle der Teilzeitarbeit und ausgewählte Elemente der institutionellen Rahmenbedingungen. In Teil 2 stehen die Charakteristika der Arbeitsplätze im Vordergrund, die die in den meisten Fällen steigende Erwerbsneigung von Frauen absorbieren und es wird analysiert, welche Tätigkeiten und Branchen für die Frauenerwerbstätigkeit besonders wichtig sind. Insbesondere wird untersucht, in welchem Ausmaß ausgewählte Tätigkeiten Beschäftigungswachstum aufweisen und inwieweit dies (gering qualifizierten) Frauen Beschäftigungschancen eröffnet. In Teil 3 wird die Qualität der Arbeitsplätze genauer unter die Lupe genommen. In Teil 4 identifizieren wir mögliche Ansatzpunkte für Maßnahmen, die auf eine Erhöhung der sozialen Wertschätzung und der Qualität von 'einfachen' Arbeitsplätzen für Frauen abzielen, und beschreiben 13 Beispiele guter Praxis aus den drei Ländern. Abschließend werden in Teil 5 aufbauend auf den Ergebnissen unserer Analysen Schlussfolgerungen und Empfehlungen gegeben, die sich auf Entlohnung, industrielle Beziehungen, Qualifizierung, Arbeitszeitflexibilität und Work-Life Balance sowie das gesellschaftlich Ansehen und die Arbeitsmarktpolitik beziehen. Insgesamt sprechen unsere Ergebnisse dafür, dass der Blick nicht alleine auf eine quantitative Ausweitung von Einfacharbeit gerichtet werden darf. Vielmehr muss das gesamte Qualifikationsspektrum in den Blick genommen und der Qualität der Beschäftigung mehr Beachtung geschenkt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Durch Niedriglohn zu mehr Beschäftigung?: ostdeutsche Erfahrungen oder Wie kann eine Gesamtstrategie für mehr Beschäftigung aussehen? Dokumentation der gemeinsamen Tagung des Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V. und der Hans-Böckler-Stiftung am 1. Dezember 2006 (2007)
Lemme, Steffen; Horn, Gustav-Adolf; Jurk, Thomas; Brenke, Karl; Bispinck, Reinhard; Ziegler, Dagmar; Schöb, Ronnie ; Guggemos, Michael; Walwei, Ulrich ;Abstract
Der Band dokumentiert die Beiträge und Diskussionen der gemeinsamen Tagung des 'Forum Ostdeutschland der Sozialdemokratie e.V.' und der Hans-Böckler-Stiftung zu ostdeutschen Erfahrungen in Bezug auf den Zusammenhang von Niedriglohn und Beschäftigung. Massenarbeitslosigkeit ist die drängendste wirtschaftliche, soziale und gesellschaftspolitische Herausforderung an die Politik. Insbesondere die Situation in Ostdeutschland ist dadurch gekennzeichnet, dass strukturelle Probleme die Beschäftigungschancen von Menschen mit geringer Qualifikation und niedrigem Einkommen mindern. Der erste Teil der Tagung unternimmt eine Bestandsaufnahme der Situation in den neuen Bundesländern und diskutiert insbesondere die Themen, ob es sich bei dem sogenannten Niedriglohnsektor in Ostdeutschland nicht um eine schon weitgehend tariffreie Zone handelt und wie die Perspektiven der Lohn- und Tarifpolitik und die sektoralen und regionalen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt Ost sind. Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Tagung steht die Entwicklung einer Gesamtstrategie für mehr Beschäftigung. Die Beiträge erläutern, dass alle Erfahrungen des letzten Jahrzehnts zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen niedrigem Lohnniveau und hohem Beschäftigungsniveau in den ostdeutschen Ländern nicht existiert. Stagnierende Löhne dämpfen die Binnennachfrage und führen zu einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit. Die Tagung diskutiert das Konzept 'Vorrang für reguläre Arbeitsplätze: Ein Konzept für existenzsichernde Beschäftigung im Niedriglohnbereich', mit dem die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit geringer Qualifikation und geringen Einkommensmöglichkeiten verbessert werden sollen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Minimum wages, the Earned Income Tax Credit, and employment: evidence from the post-welfare reform era (2007)
Zitatform
Neumark, David & William Wascher (2007): Minimum wages, the Earned Income Tax Credit, and employment. Evidence from the post-welfare reform era. (IZA discussion paper 2610), Bonn, 38 S.
Abstract
"We study the effects of minimum wages and the EITC in the post-welfare reform era. For the minimum wage, the evidence points to disemployment effects that are concentrated among young minority men. For young women, there is little evidence that minimum wages reduce employment, with the exception of high school dropouts. In contrast, evidence strongly suggests that the EITC boosts employment of young women (although not teenagers). We also explore how minimum wages and the EITC interact, and the evidence reveals policy effects that vary substantially across different groups. For example, higher minimum wages appear to reduce earnings of minority men, and more so when the EITC is high. In contrast, our results indicate that the EITC boosts employment and earnings for minority women, and coupling the EITC with a higher minimum wage appears to enhance this positive effect. Thus, whether or not the policy combination of a high EITC and a high minimum wage is viewed as favorable or unfavorable depends in part on whose incomes policymakers are trying to increase." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 12915 -
Literaturhinweis
Exploring gender differences in employment and wage trends among less-skilled workers (2006)
Blank, Rebecca M.; Shierholz, Heidi;Zitatform
Blank, Rebecca M. & Heidi Shierholz (2006): Exploring gender differences in employment and wage trends among less-skilled workers. (NBER working paper 12494), Cambridge, Mass., 46 S. DOI:10.3386/w12494
Abstract
"In contrast to less-skilled men, less-skilled women have experienced growing labor force involvement and moderate wage increases. Compared to more-skilled women, less-skilled women have fallen behind. We investigated the reasons behind these trends in labor force participation and wages for male and female workers of different skill levels over the past 25 years, from 1979-2004. We find that less-skilled women have found themselves in an 'intermediate' place in the labor market. Like less-skilled men, they experienced deteriorating returns to education but, unlike the men, they benefited from a growing positive impact of accumulated experience on labor market outcomes. More-skilled women experienced both growing returns to education and greater accumulation of experience, leading to faster wage growth. In addition, at the same time that experience levels have grown, the returns to experience on wages and labor force participation have also risen among less-skilled women, while the returns to experience have declined among less-skilled men. The negative effect of children and marital status on wages and labor force participation has also declined markedly among women of all skill levels." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Chancen nutzen, Hemmnisse beseitigen: Beschäftigung Geringqualifizierter in Deutschland: Ergebnisse einer DIHK-Unternehmensbefragung Herbst 2006 (2006)
Dercks, Achim; Heikaus, Oliver;Zitatform
Dercks, Achim (2006): Chancen nutzen, Hemmnisse beseitigen: Beschäftigung Geringqualifizierter in Deutschland. Ergebnisse einer DIHK-Unternehmensbefragung Herbst 2006. Berlin, 20 S.
Abstract
Gegenstand der Unternehmensbefragung waren Hemmnisse, die der Schaffung von Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte im Wege stehen. Der DIHK-Auswertung liegen mehr als 20.000 Unternehmensantworten zugrunde. Die Unternehmen sehen großen Handlungsbedarf, die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung Geringqualifizierter zu verbessern: Mehr als Dreiviertel der Betriebe nennen wenigstens ein Hindernis, das einer Schaffung von Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte im Inland entgegensteht. Als größter Hemmschuh erweisen sich dabei die vergleichsweise hohen Arbeitskosten am Standort Deutschland: Fast 40 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Arbeitskosten für Einfacharbeiten zu hoch seien, so dass die Schaffung von Arbeitsplätzen für Geringqualifizierte deshalb unterbleibe. Weitere Hemmnisse sind die restriktiven Vorgaben bei Befristung und Kündigungsschutz, die geringe Arbeitsproduktivität und Qualität der Arbeit Geringqualifizierter. Anfallende Einfacharbeit wird entweder ins Ausland verlagert oder von Zeitarbeitnehmern erledigt. Größere Betriebe automatisieren einfache Arbeitsabläufe. Die DIHK empfiehlt abschließend, bestehende Barrieren für die Beschäftigung Geringqualifizierter abzubauen und neue Beschäftigungshürden zu vermeiden. Dazu gehört insbesondere der Verzicht auf Mindestlöhne. (IAB)
-
Literaturhinweis
Mindestens sechs Millionen Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland: welche Rolle spielen Teilzeitbeschäftigung und Minijobs? (2006)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2006): Mindestens sechs Millionen Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland. Welche Rolle spielen Teilzeitbeschäftigung und Minijobs? (IAT-Report 2006-03), Gelsenkirchen, 11 S.
Abstract
"Knapp 21% aller abhängig Beschäftigten in Deutschland arbeiten für Niedriglöhne. Nach der international üblichen Definition der Niedriglohngrenze (zwei Drittel des Medianentgelts) beträgt diese im Jahre 2004 in Westdeutschland 9,83 EURO und im Osten 7,15 EURO. Das beträchtliche Ost-West-Gefälle erfordert eine getrennte Berechnung für 'alte' und 'neue' Bundesländer, die hochgerechnet mindestens 6 Mio. Niedriglohnbeschäftigte ergibt. Während viele vorliegende Studien sich ausschließlich auf Vollzeitbeschäftigte und ihre Monatsverdienste beziehen, basiert unsere Untersuchung auf Brutto-Stundenlöhnen und ermöglicht damit die Einbeziehung von Teilzeitbeschäftigung und Minijobs. Teilzeitbeschäftigte und Minijobber/innen sind überdurchschnittlich häufig von niedrigen Stundenlöhnen betroffen. In Minijobs sind Niedriglöhne sogar fast die Regel. Dies ist weitgehend unabhängig vom Qualifikationsniveau der Beschäftigten, d. h. in einem Minijob verdient (fast) jede/r schlecht. Während unter den Vollzeit Beschäftigten Frauen etwa doppelt so häufig von Niedriglöhnen betroffen sind wie Männer, sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Teilzeitarbeit geringer. Bei Minijobs sind Männer sogar etwas häufiger zu Niedriglöhnen beschäftigt als Frauen. Die extrem hohen Niedriglohnanteile bei Minijobs erwecken den Eindruck, dass der mit dieser Beschäftigungsform verbundene Steuer- und Beitragsvorteil von den Beschäftigten häufig als Brutto-Lohnzugeständnis an den Arbeitgeber weiter gegeben wird. Diese Praxis verstößt gegen das Diskriminierungsverbot im Teilzeit- und Befristungsgesetz. Für die aktuelle Debatte über gesetzliche Mindestlöhne bedeutsam ist die Berechnung von Niedriglöhnen in einer engeren Definition von weniger als 50 % des Medianentgelts: 9 % oder gut 2,6 Millionen abhängig Beschäftigte arbeiten für Stundenlöhne von unter 7,38 EURO in West- bzw. 5,37 EURO in Ostdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zum Zusammenhang von Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung gering Qualifizierter (2006)
Zitatform
Koch, Susanne (2006): Zum Zusammenhang von Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung gering Qualifizierter. In: Konrad-Adenauer-Stiftung (Hrsg.) (2006): Strategien gegen Arbeitslosigkeit und Armut : was kommt nach Hartz IV? Tagungsdokumentation. Expertenworkshop der Konrad-Adenauer-Stiftung, 3.- 6. Juli 2005 (Konrad-Adenauer-Stiftung. Arbeitspapier, 154), S. 27-29.
Abstract
Die Autorin plädiert für eine "Wirtschaftspolitik mit Augenmaß" bzw. "double-handed approach" besteht aus einem Mix aus angebots- und nachfrageseitigen Elementen um die Beschäftigung von gering Qualifizierten zu erhöhen. Sie kommt zu dem Fazit, dass "mehr Wirtschaftswachstum" wahrscheinlich nicht ausreicht, um das Problem der Arbeitslosigkeit zu lösen. Ebenso sollten in Förderstrategien für die Schaffung von Einfacharbeitsplätzen keine zu hohen Erwartungen gesetzt werden. Nötig sei vor allem eine neue Bildungsexpansion, die so früh wie möglich (Lebensphasen) ansetzt. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Evaluating the introduction of a national minimum wage: evidence from a new survey of firms in Ireland (2006)
Zitatform
O'Neill, Donal, Brian Nolan & James Williams (2006): Evaluating the introduction of a national minimum wage. Evidence from a new survey of firms in Ireland. In: Labour, Jg. 20, H. 1, S. 63-90. DOI:10.1111/j.1467-9914.2006.00334.x
Abstract
"In April 2000 the Irish government introduced a national minimum wage of IR£4.40 ( EURO5.58) an hour. We use data from a specifically designed survey of firms to estimate the employment effects of this change. Employment growth among firms with low-wage workers prior to the legislation was no different from that of firms not affected by the legislation. A more refined measure of the minimum wage, however, suggests that the legislation may have had a negative effect on employment for the small number of firms most severely affected by the legislation. However, the size of these effects is relatively modest." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland: deskriptive Befunde zur Entwicklung seit 1980 und Verteilung auf Berufe und Wirtschaftszweige (2006)
Rhein, Thomas; Stamm, Melanie;Zitatform
Rhein, Thomas & Melanie Stamm (2006): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Deskriptive Befunde zur Entwicklung seit 1980 und Verteilung auf Berufe und Wirtschaftszweige. (IAB-Forschungsbericht 12/2006), Nürnberg, 40 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht enthält Auswertungen zur Entwicklung der Niedriglohnschwelle (2/3 des Medianlohns) und zum Umfang des Niedriglohnsektors in Westdeutschland (seit 1980) und in Ost- und Gesamtdeutschland (seit 1993), die bis zum Jahre 2004 reichen. Daran anschließend zeigen gesonderte Analysen für Westdeutschland, in welchen Berufen und Wirtschaftszweigen besonders viele Geringverdiener arbeiten, wo das Niedriglohnrisiko besonders hoch ist und welche Trends sich seit 1980 abzeichnen. Als Datengrundlage dient die Beschäftigten-Historik (BeH) des IAB in der Version 5.00, die wiederum auf der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Sämtliche Auswertungen beziehen sich nur auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs (2006)
Suedekum, Jens;Zitatform
Suedekum, Jens (2006): Human capital externalities and growth of high- and low-skilled jobs. (IZA discussion paper 1969), Bonn, 28 S.
Abstract
Die Auswirkungen des Humankapitals auf die lokale Beschäftigungsentwicklung in Westdeutschland (1977-2002) werden in dem Beitrag analysiert. Dabei zeigt sich ein schnelleres Wachstum in qualifizierte Städten verglichen mit unqualifizierten Städten. Der Autor bezweifelt, das dies auf standortspezifische externe Effekte des regionalen Humankapitals zurückgeführt werden kann. Ein hoher Anfangsanteil an hoch qualifzierten Arbeitskräften reduziert signifikant das nachfolgende Wachstum der Arbeitsplätze für Hochqualifizierte. Der beobachtete positive Einfluss auf das Gesamtbeschäftigungswachstum wird demnach auf die Tatsache zurückgeführt, dass in den ursprünglich qualifizierten Städten der Arbeitsmarkt für Geringqualifizierte schneller wächst als der Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte schrumpft. Diese Erkenntnisse ensprechen der Komplementarität zwischen Qualifikationsgruppen als vermittelnder Instanz zwischen Humankapital und Beschäftigungswachstum. Theorien der selbstverstärkenden lokalen Konzentration hoch qualifizierter Arbeitskräfte infolge regionaler Spillover werden hierdurch in Frage gestellt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland (2005)
Albers, Maike;Zitatform
Albers, Maike (2005): Zur Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten in Deutschland. In: G. Huber, H. Krämer & H. D. Kurz (Hrsg.) (2005): Einkommensverteilung, technischer Fortschritt und struktureller Wandel : Festschrift für Peter Kalmbach, S. 391-402.
Abstract
Die Arbeitslosenquote der gering qualifizierten Personen ist in Westdeutschland sechsmal und in Ostdeutschland sogar neunmal so hoch wie die der hoch qualifizierten. Die derzeitige und prognostizierte Arbeitsmarktsituation der Geringqualifizierten wird umrissen. Grundlage sind die Entwicklung der qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquote 1975-2002 und die Prognose der Erwerbstätigenstruktur bis 2010. Es wird gezeigt, wie seit Beginn der 90er Jahre das erhöhte Arbeitslosigkeitsrisiko von gering Qualifizierten noch weiter gestiegen ist. Die Bedingungsfaktoren hierfür werden auf der Angebots- und der Nachfrageseite herausgearbeitet. Da die Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften weiter sinken wird, werden Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Sinne eines lebenslangen praxisbezogenen Lernens gefordert. (IAB)
-
Literaturhinweis
Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland (2005)
Bosch, Gerhard; Kalina, Thorsten;Zitatform
Bosch, Gerhard & Thorsten Kalina (2005): Entwicklung und Struktur der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 29-46.
Abstract
Die Analyse aktueller Zahlen zeigt, dass die lange gültige These, Deutschland sei ein Land mit geringen Anteilen von niedrig entlohnten Beschäftigten, so nicht richtig ist. Seit Mitte der 1990er Jahre nimmt der Anteil der gering bezahlten Beschäftigten zu. Das tatsächliche Ausmaß der Ungleichheit liegt über dem statistisch gemessenen, da viele Ausländer legal oder auch illegal Niedriglohnjobs ausüben. Die traditionellen Institutionen des deutschen Produktionsmodells einer diversifizierenden Qualitätsproduktion wurden durch eine Modernisierung der Berufsausbildung und eine Stärkung der Mitbestimmung der Betriebsräte in Klein- und Mittelbetrieben weiter entwickelt. Das Modell ist jedoch nicht mehr prägend für alle Industrien und Tätigkeiten wie in der Vergangenheit. Verbesserungen der Löhne und der Arbeitsbedingungen in der Metallindustrie ziehen nicht mehr entsprechende Verbesserungen in anderen Industrien automatisch nach sich. Das Tarifsystem erfüllt allerdings nicht mehr seine frühere Schutzfunktion für die Beschäftigten am Rande des Arbeitsmarktes; deshalb wird die Einführung eines Mindestlohns für sinnvoll gehalten. (IAB)
-
Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich (2005)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Hermann Gartner, Gerhard Krug, Thomas Rhein & Eberhard Wiedemann (2005): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland und im internationalen Vergleich. In: J. Allmendinger, W. Eichhorst & U. Walwei (Hrsg.) (2005): IAB Handbuch Arbeitsmarkt : Analysen, Daten, Fakten (IAB-Bibliothek, 01), S. 107-142.
Abstract
"Die Förderung von Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot im Niedriglohnsektor wird in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion häufig als eine Möglichkeit angesehen, wettbewerbsschwächere, insbesondere formal gering qualifizierte Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Kapitel untersucht zunächst Größe, Struktur und Dynamik des Niedriglohnsektors in Deutschland und im internationalen Vergleich, arbeitet dann wesentliche Bestimmungsgründe für Niedriglohnbeschäftigung heraus und untersucht anschließend in- und ausländische Reformerfahrungen im Hinblick auf ihren Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungschancen von wettbewerbsschwächeren Erwerbspersonen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Mehr Minijobs = mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt?: Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen (2005)
Kalina, Thorsten; Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Kalina, Thorsten & Dorothea Voss-Dahm (2005): Mehr Minijobs = mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt? Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen. (IAT-Report 2005-07), Gelsenkirchen, 10 S.
Abstract
"Bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist die Fluktuation mehr als doppelt so hoch wie bei voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die starke Zunahme der geringfügigen Beschäftigung steigert durch das höhere Niveau der Fluktuation in dieser Beschäftigungsform die Arbeitsmarktdynamik - gesamtwirtschaftlich nur um 1-2 Prozentpunkte, in den Branchen mit hohem Anteil von Minijobs aber erheblich stärker. Die Branchenarbeitsmärkte im Hotel- und Gaststättengewerbe und im Reinigungsgewerbe sind zu charakterisieren durch einen hohen Anteil gering qualifizierter Beschäftigter, eine starke Verbreitung von Minijobs und eine hohe Fluktuation aller Beschäftigten. Die Branchenarbeitsmärkte im Einzelhandel sowie im Gesundheitssektor sind dagegen stark auf Beruflichkeit orientiert. In beiden Branchen liegt der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Das schlägt sich nieder in geringen Fluktuationsraten bei den voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, nicht jedoch im Segment der Minijob-Beschäftigung. Wächst die Minijob-Beschäftigung in den Branchen mit hohen Anteilen von gering qualifizierten Beschäftigten weiter wie bisher, dann könnten gering qualifizierte Beschäftigte zunehmend Schwierigkeiten haben, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigungsperspektiven von gering Qualifizierten: Gewinne in einigen Dienstleistungsbereichen bei negativem Gesamttrend (2005)
Zitatform
Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2005): Beschäftigungsperspektiven von gering Qualifizierten. Gewinne in einigen Dienstleistungsbereichen bei negativem Gesamttrend. (IAT-Report 2005-10), Gelsenkirchen, 10 S.
Abstract
"Der Anteil von gering Qualifizierten an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in Westdeutschland zwischen 1980 und 2002 von 30 % auf rund 17 % zurück gegangen. Die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsausbildung ist seit Jahren deutlich überdurchschnittlich; die Schere wächst. Entgegen dem allgemeinen Trend haben gering Qualifizierte jedoch in den letzten Jahren (1999-2002) in einigen Bereichen Beschäftigungsgewinne zu verzeichnen. Dies betrifft vor allem Teile des Dienstleistungssektors - z. B. Hotel- und Gaststättengewerbe, Handel, Verkehr, Gesundheitswesen und Reinigungsgewerbe. Die positive Entwicklung in einigen Wachstumsberufen reichte allerdings nicht aus, um den generellen Trend des Beschäftigungsrückgangs umzukehren. Eine wesentliche Erklärung für die weiterhin schlechte Arbeitsmarktlage gering Qualifizierter liegt darin, dass sie von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung verdrängt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Low-wage employment in Europe: perspectives for improvement (2005)
Zitatform
Marx, Ive & Wiemer Salverda (Hrsg.) (2005): Low-wage employment in Europe. Perspectives for improvement. Antwerpen: Acco, 190 S.
Abstract
"What Europe needs is not just more jobs. The real challenge is to create jobs that offer the prospect of a better life, not only for the scores of Europeans who remain outside of the labour market today but also for those who are trapped in low-paid, dead-end jobs. The need, therefore, is for jobs that offer income security, that are compatible with family life, that bring a degree of life satisfaction and the prospect of upward mobility. This book offers not just insights but also ideas and suggestions. More than 20 authors address a wide range of issues, including the role of training and education, social transfers, minimum wages, care arrangements, the role of consumer demand for services and employer oriented policies. The contributors are members of the EU-funded European Low-wage Employment Research Network (LoWER) which started in 1996 and has since established itself as one of the leading labour market research networks in Europe." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Low-wage employment in Portugal: a mixed logit approach (2005)
Pestana Barros, Carlos; Proenca, Isabel; Cabral Vieira, Jose A.;Zitatform
Pestana Barros, Carlos, Isabel Proenca & Jose A. Cabral Vieira (2005): Low-wage employment in Portugal. A mixed logit approach. (IZA discussion paper 1667), Bonn, 24 S.
Abstract
"In this paper, we examine the determinants of low-wage employment in Portugal. For this purpose, we use a data file of the European Community Household Panel (ECHP) for the years 1998 and 1999. In order to take into account unobserved heterogeneity in the data, a random-parameter logit model is used to analyse the probability of a worker receiving a low wage. The results indicate that the consideration that the effects of the explanatory variables are the same across all individuals, such as is assumed in most of the literature may be misleading. From the policy perspective, this implies that the use of a single instrument in order to combat low-wage employment is inappropriate to satisfy the whole population. In view of this, policies tailored by clusters would be more appropriate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Verdrängen Minijobs "normale" Beschäftigung? (2005)
Voss-Dahm, Dorothea;Zitatform
Voss-Dahm, Dorothea (2005): Verdrängen Minijobs "normale" Beschäftigung? In: Institut Arbeit und Technik (Hrsg.) (2005): Institut Arbeit und Technik : Jahrbuch 2005, S. 232-246.
Abstract
In den vergangenen fünf Jahren hat es eine deutliche Verschiebung zwischen verschiedenen Beschäftigungsformen gegeben: Die abhängige Beschäftigung wuchs im Zeitraum 1999-2004 ausschließlich im Bereich der Teilzeitbeschäftigung und dort vor allem im Bereich der Minijobs. Am Beispiel des Einzelhandels wird der Frage nachgegangen, "warum die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung erfolgreich und zugleich problematisch ist". Im Einzelhandel, in dem knapp neun Prozent aller abhängig Beschäftigten in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nachgehen, stellen Minijob-Beschäftigte bereits ein Viertel aller Beschäftigten. Gleichzeitig ist der Einzelhandel eine Branche, in der mit 72 Prozent mehrheitlich Frauen beschäftigt sind, und in der - durch die Kombination von hohem Teilzeit- und Minijobanteil und mäßigen Stundenlöhnen - überwiegend niedrige Einkommen erzielt werden. Ein wachsender Anteil der Beschäftigten im Einzelhandel kann mit der Arbeit also kein existenzsicherndes Einkommen erzielen, sondern hat lediglich die Möglichkeit, sich etwas hinzu zu verdienen. Zum Thema Minijobs werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte des Instituts Arbeit und Technik vorgestellt. Demnach gibt es im Einzelhandel eine gemeinsame Interessenlage von Unternehmen und Beschäftigten. Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot entwickeln - unterstützt durch die von der Politik vorgegebene Regulierung - ein je spezifisches Interesse an dieser Beschäftigungsform, und in der wechselseitigen Verstärkung dieser Interessen liegt der Grund des starken Wachstums der Minijobbeschäftigung. Insgesamt wird die Ausbereitung von Minijobs kritisch betrachtet, da sie zu Lasten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse geht, und Minijobs vor allem für anderweitig sozial abgesicherte Erwerbspersonen attraktiv sind: "Anstatt die arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen für vollwertige Arbeitsverhältnisse zu verbessern, um die Arbeitslosigkeit abzubauen, verzichten Staat und Gesellschaft auf Einnahmen, um vor allem Erwerbsgruppen zu subventionieren, die anderweitig sozial abgesichert sind und mit der Aufnahme eines Minijobs ihre eigenständige soziale Absicherung hinten anstellen." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsmarkt?!: Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis (2003)
Bakker, Peter; Meifort, Barbara; Schmachtenberg, Rolf; Oberste-Beulmann, Wilhelm; Barich, Bert; Weinkopf, Claudia ; Reinberg, Alexander; Tiemann, Gabriele; Brandherm, Ruth; Seckinger, Andrea;Zitatform
Bakker, Peter, Barbara Meifort, Rolf Schmachtenberg, Wilhelm Oberste-Beulmann, Bert Barich, Claudia Weinkopf, Alexander Reinberg, Gabriele Tiemann, Ruth Brandherm & Andrea Seckinger (sonst. bet. Pers.) (2003): Gering Qualifizierte - Verlierer am Arbeitsmarkt?! Konzepte und Erfahrungen aus der Praxis. (Gesprächskreis Arbeit und Soziales 101), Bonn, 128 S.
Abstract
"Die Broschüre bietet ein differenziertes Bild von der Personengruppe der gering Qualifizierten und ihrer Beschäftigungssituation. Darüber hinaus werden Konzepte und Lösungsansätze vorgestellt, die in der Praxis entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden. Außerdem werden Vorschläge der Hartz-Kommission im Hinblick auf die Verbesserung der Situation der gering Qualifizierten dargestellt." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Lohnkompression im Niedriglohnbereich: eine Ursache für die unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung in Deutschland und den USA? (2003)
Möller, Joachim;Zitatform
Möller, Joachim (2003): Lohnkompression im Niedriglohnbereich. Eine Ursache für die unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung in Deutschland und den USA? Regensburg, 14 S.
Abstract
Im internationalen Vergleich ist die Spreizung der Lohnverteilung in Deutschland vergleichsweise gering ausgeprägt. Insbesondere die fehlende Lohndifferenzierung im Niedriglohnbereich wird als eine wichtige Ursache für die schlechte Beschäftigungsentwicklung gesehen. Nach einigen konzeptionellen Überlegungen über die Wirkung von Lohnkompression auf die beobachtete Verteilung untersucht der vorliegende Beitrag die empirische Evidenz der Einkommensverteilung in den USA und Westdeutschland auf der Grundlage zweier harmonisierter Mikrodatensätze. Die berechneten Ungleichheitsmaße bestätigen zunächst generell die weitaus höhere Ungleichheit in der amerikanischen Einkommensverteilung. Die Kompression der Lohnverteilung in Deutschland ist jedoch links des Medians nicht stärker ausgeprägt als rechts davon. Dieser Befund wird noch unterstützt durch die Untersuchung des Einzelhandels als einem Dienstleistungssektor mit einem im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft geringen Einkommensniveau und deutlich unterschiedlichen Beschäftigungsanteilen in den beiden Ländern. Für Deutschland ergibt sich ein weitgehend symmetrisches Muster der Verteilungsmaße, während die amerikanische Verteilung im Hochlohnbereich eine deutlich höhere Differenzierung aufweist als im Niedriglohnbereich. Dies spricht für einen im amerikanischen Einzelhandel im Niedriglohnbereich existierenden relativen Kompressionseffekt, der möglicherweise durch Minimallohnrestriktionen verursacht wird. Angesichts der Untersuchungsergebnisse 'erscheint es wenig plausibel, dass das seltene Erscheinungsbild des Tütenpackers in Deutschland durch fehlende Lohndifferenzierung begründet werden kann.' (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Möller, Joachim; -
Literaturhinweis
Die Beschäftigung von Un- und Angelernten: eine Analyse mit dem Linked Employer-Employee Datensatz des IAB (2003)
Zitatform
Schank, Thorsten (2003): Die Beschäftigung von Un- und Angelernten. Eine Analyse mit dem Linked Employer-Employee Datensatz des IAB. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 3, S. 257-270.
Abstract
"Der Beitrag verwendet Daten eines neuen Linked Employer-Employee Datensatzes des IAB (LIAB), der das IAB-Betriebspanel und die Historikdatei der Beschäftigtenstatistik miteinander verbindet, um für 1993-1997 die Nachfrage nach Un- und Angelernten zu analysieren. Die un- und angelernten Beschäftigten werden dabei nach einem tätigkeitsorientierten Konzept identifiziert. Die Analysen bestätigen den postulierten Zusammenhang zwischen technischem Fortschritt (gemessen durch den technischen Stand der Anlagen sowie durch Investitionen in IT) und einem geringeren betrieblichen Anteil an Un- und Angelernten. Demgegenüber wurde nur teilweise eine negative Beziehung zwischen internationaler Verflechtung (approximiert durch die Exportquote) und der Nachfrage nach Un- und Angelernten ermittelt. Sowohl Querschnitts- als auch Längsschnittsregressionen zeigen einen negativen Zusammenhang zwischen dem Anteil der Un- und Angelernten in einem Betrieb und dem betrieblichen Durchschnittslohn für Un- und Angelernte. Der geschätzte Parameter aus einer OLS-Schätzung impliziert beispielsweise, dass Betriebe mit einem um fünf Prozent geringeren Durchschnittslohn für Un- und Angelernte einen um einen Prozentpunkt höheren Anteil von Un- und Angelernten an der Gesamtbeschäftigung aufweisen. Somit wird die These unterstützt, dass es auch deshalb zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote der Un- und Angelernten gekommen ist, weil eine zu rigide Lohnstruktur die durch den technologischen Fortschritt entstandenen Nachfrageprobleme der Un- und Angelernten nicht ausgleicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Beschäftigung von Geringqualifizierten in Deutschland und Dänemark (2001)
Zitatform
Emmerich, Knut, Edeltraud Hoffmann & Ulrich Walwei (2001): Die Beschäftigung von Geringqualifizierten in Deutschland und Dänemark. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 47, H. 4, S. 362-377.
Abstract
Der Beitrag befaßt sich vorrangig mit der Beschäftigungsentwicklung und den Rahmenbedingungen des dänischen Arbeitsmarktes. Die Autoren ziehen folgendes Fazit: "Die aktive Arbeitsmarktpolitik hat nur eingeschränkte Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung Geringqualifizierter zu gestalten. Der Erfolg arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen für Geringqualifizierte wird jedoch maßgeblich durch die Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes bestimmt. Lohnkostenzuschüsse können beispielweise eine stärkere Lohndifferenzierung nicht ersetzen, da sie zeitlich befristet sind und deshalb das Einstellungsverhalten der Betriebe nicht auf Dauer beeinflussen bzw. ändern. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen trägt die Arbeitsmarktpolitik zwar zu einer erhöhten Anpassungsfähigkeit und mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt bei. Zur Lösung des Beschäftigungsproblems Geringqualifizierter wird dies aber nicht genügen - nicht zuletzt auch deshalb, weil Qualifizierung auf Grenzen stoßen kann. Bei einer mit Deutschland vergleichbaren formalen Qualifikationsstruktur der Bevölkerung hat das Hochlohnland Dänemark eine im internationalen Vergleich hohe Erwerbstätigenquote Geringqualifizierter realisiert. Der dänische Beschäftigungserfolg erklärt sich durch die auf eine hohe Erwerbsbeteiligung zielende Politik, durch die hohe Flexibilität der Arbeitskosten, die beträchtliche Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt eine Neuorientierung der Finanzpolitik des Staates und durch die auf Aktivierung und Erhaltung bzw. Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit ausgerichtete Strategie der Arbeitsmarktpolitik." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Beschäftigung von Geringqualifizierten in Dänemark (2000)
Zitatform
Emmerich, Knut, Edeltraud Hoffmann & Ulrich Walwei (2000): Beschäftigung von Geringqualifizierten in Dänemark. (IAB-Werkstattbericht 03/2000), Nürnberg, 17 S.
Abstract
In dem Beitrag wird zunächst der dänische Arbeitsmarkt seit 1994 betrachtet und dargelegt, welche Arbeitsplatzpotenziale der Dienstleistungssektor bietet. Anschließend werden die Rahmenbedingungen des dänischen Arbeitsmarktes für Geringqualifizierte (Qualifikationsniveau, Lohnstruktur, Arbeitsmarktflexibilität, Arbeitsmarktpolitik) erläutert und Vergleiche mit Deutschland und den USA durchgeführt. "Bei einer mit Deutschland vergleichbaren formalen Qualifikationsstruktur der Bevölkerung hat das Hochlohnland Dänemark eine im internationalen Vergleich hohe Erwerbstätigenquote Geringqualifizierter realisiert. Die auf eine hohe Erwerbsbeteiligung zielende Politik, die hohe Flexibilität der Arbeitskosten, die beträchtliche Fluktuation auf dem Arbeitsmarkt, eine Neuorientierung der Finanzpolitik des Staates und eine auf Aktivierung bzw. Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit ausgerichtete Strategie der Arbeitsmarktpolitik haben dazu beigetragen. Gerade das Beispiel des Wohlfahrtsstaates Dänemark kann zeigen, dass es unter dem Gesichtspunkt 'Flexicurity' noch Spielräume in Deutschland gibt." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland: Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 1: Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern (1996)
Miegel, Meinhard; Wahl, Stefanie;Zitatform
Miegel, Meinhard & Stefanie Wahl (1996): Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland. Entwicklung, Ursachen und Maßnahmen. Teil 1: Entwicklung von Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland und anderen frühindustrialisierten Ländern. Bonn, 153 S.
Abstract
Der Band befaßt sich mit der Entwicklung und Struktur des Erwerbsfähigen- und Erwerbspersonenanteils und der Erwerbstätigkeit in der OECD, der EU, in West- und Ostdeutschland sowie speziell in Bayern und Sachsen. Auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit wird nach den gleichen regionalen Strukturen untersucht. Die Autoren kommen zu dem folgenden Schluß: "Um das ganze Problem zu erfassen, muß sowohl den tiefgreifenden Veränderungen auf seiten des Arbeitskräfteangebots als auch auf seiten der Arbeitskräftenachfrage Rechnung getragen werden. Auf seiten des Arbeitskräfteangebots sind Sicht- und Verhaltensweisen sowie Befähigungen, Prägungen und Orientierungen der Erwerbsbevölkerung zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für die Arbeitskräftenachfrage. Diese hat durch die teilweise Umgestaltung des Produktionsprozesses, vor allem durch dessen Globalisierung, einen nachhaltigen Wandel erfahren." (IAB2)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Theorie
- Politik und Maßnahmen
- Arbeitsmarkt- und Lohnentwicklung
- Arbeitswelt, Personalpolitik
- Personengruppen
- Wirtschaftszweige
- Geschlecht
- geografischer Bezug
- Alter
