Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Der ungleiche Wert geringqualifizierter Arbeit. Erwerbschancen in der Bau- und Reinigungsbranche (2021)
Zitatform
Gonon, Anna & Anna John (2021): Der ungleiche Wert geringqualifizierter Arbeit. Erwerbschancen in der Bau- und Reinigungsbranche. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 28, H. 3, S. 260-282. DOI:10.3224/indbez.v28i3.03
Abstract
"Fehlende formale Qualifikationen wirken sich negativ auf Erwerbschancen aus, insbesondere für Frauen. Während die Forschung bisher vor allem makrostrukturelle Faktoren beleuchtete, nimmt dieser Beitrag die Mesoebene in den Blick und fragt danach, wie die Erwerbschancen Geringqualifizierter durch branchenspezifische Formen der Beschäftigung und Arbeitsorganisation beeinflusst werden. Durch den Vergleich zweier geschlechtersegregierter Branchen, dem Bau- und Reinigungsgewerbe in der Schweiz, wird aufgezeigt, wie Systeme der kollektiven Lohnverhandlung, Strategien des Personaleinsatzes sowie Regeln und Praktiken der Beförderung und Weiterbildung zu ungleichen Erwerbschancen beitragen. Analytisch knüpft der Artikel an die Theorie der Unterschätzung von Frauenarbeit an und konzipiert Erwerbschancen als Resultat unterschiedlicher Konstruktionen des Werts von Arbeit. Als empirische Grundlage dienen qualitative Interviews mit Arbeitgebenden, geringqualifizierten Arbeitskräften und Gewerkschaftsvertretern. Zudem wurden die Kollektivverträge der beiden Branchen analysiert. Der Fokus liegt auf Generalunternehmen der Baubranche und auf der Unterhaltsreinigung. Während sich Erstere durch hohe Mindestlöhne sowie institutionalisierte Aufstiegsmöglichkeiten auszeichnen, ist Letztere durch niedrige Löhne, Unterbeschäftigung und mangelnde Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung geprägt. Der Beitrag belegt die Vielschichtigkeit der Faktoren, die auf der Ebene von Branchen und Betrieben die Erwerbschancen von Geringqualifizierten beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einkommensungleichheit stagniert langfristig, sinkt aber während der Corona-Pandemie leicht (2021)
Zitatform
Grabka, Markus M. (2021): Einkommensungleichheit stagniert langfristig, sinkt aber während der Corona-Pandemie leicht. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 88, H. 18, S. 307-316. DOI:10.18723/diw_wb:2021-18-1
Abstract
"Sowohl Löhne als auch bedarfsgewichtete Haushaltseinkommen sind im Zeitraum 2013 bis 2018 real um gut zehn Prozent gestiegen. Hiervon profitierten alle Einkommensgruppen. Die Ungleichheit der Löhne ist seit mehreren Jahren rückläufig und liegt wieder auf dem Niveau wie zu Beginn der 2000er Jahre. Parallel dazu ist der Niedriglohnsektor um zwei Prozentpunkte geschrumpft. Anders verhält es sich bei den Haushaltseinkommen, bei denen sich die Ungleichheit seit vielen Jahren kaum verändert hat. Auch die Niedrigeinkommensquote stagniert. Allerdings ist der Anteil der Personen, die von essentiellem Mangel (materieller Deprivation) betroffen sind, auf ein im europäischen Vergleich niedriges Niveau gesunken. Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie hat die Einkommensungleichheit in Deutschland leicht abgenommen, was vor allem an den rückläufigen Einkommen bei den Selbstständigen liegen dürfte. Die Pandemie birgt aber die Gefahr, dass durch eine steigende Zahl von Insolvenzen und Arbeitslosen die Einkommen in der Breite wieder sinken. Die Politik sollte die Hilfen an Selbstständige und Unternehmen nicht zu früh einstellen und deren Zielgenauigkeit nachjustieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Second Earners and In-Work Poverty in Europe (2021)
Zitatform
Jara Tamayo, H. Xavier & Daria Popova (2021): Second Earners and In-Work Poverty in Europe. In: Journal of Social Policy, Jg. 50, H. 3, S. 470-492. DOI:10.1017/S0047279420000227
Abstract
"Dual or multiple earnership has been considered an important factor to prevent in-work poverty. The aim of this paper is to quantify the impact of second earnership on the risk of in-work poverty and the role of the tax-benefit system in moderating this risk. Our analysis refers to 2014 and employs EUROMOD, the tax-benefit microsimulation model for the European Union and the United Kingdom. In order to assess the role of second earners in preventing in-work poverty we simulate a counterfactual scenario where second earners become unemployed. Our results show that the effect of net replacement rates (i.e. the ratio of household income before and after the transition of second earners to unemployment) on the probability of in-work poverty is negative and statistically significant, but in relative terms it appears to be small compared to the effects of individual labour market characteristics, such as low pay and part-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Worker Beliefs About Outside Options (2021)
Zitatform
Jäger, Simon, Christopher Roth, Nina Roussille & Benjamin Schoefer (2021): Worker Beliefs About Outside Options. (NBER working paper 29623), Cambridge, Mass, 119 S. DOI:10.3386/w29623
Abstract
"Workers wrongly anchor their beliefs about outside options on their current wage. In particular, low-paid workers underestimate wages elsewhere. We document this anchoring bias by eliciting workers' beliefs in a representative survey in Germany and comparing them to measures of actual outside options in linked administrative labor market data. In an equilibrium model, such anchoring can give rise to monopsony and labor market segmentation. In line with the model, misperceptions are particularly pronounced among workers in low-wage firms. If workers had correct beliefs, at least 10% of jobs, concentrated in low-wage firms, would not be viable at current wages." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung 2019 – deutlicher Rückgang vor allem in Ostdeutschland (2021)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2021): Niedriglohnbeschäftigung 2019 – deutlicher Rückgang vor allem in Ostdeutschland. (IAQ-Report 2021-06), Duisburg, 17 S. DOI:10.17185/duepublico/74521
Abstract
"Im Jahr 2019 arbeiteten noch 25,3 % der ostdeutschen und 18,9 % der westdeutschen Beschäftigten für einen Niedriglohn von unter 11,50 € brutto pro Stunde. In Deutschland insgesamt waren rund 7,2 Millionen Beschäftigte in einem Niedriglohnjob tätig. In den Jahren 2011 bis 2019 hat sich der Niedriglohnanteil in Ostdeutschland von 39,4 % auf 25,3 % deutlich reduziert. Allein im Jahr 2019 sank der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten im Osten um sieben Prozentpunkte. In Westdeutschland erreichte der Niedriglohnanteil seinen höchsten Wert im Jahr 2011 (20,9 %) und schwankte danach zwischen 19,6 % und 20,6 %. Von 2016 bis 2019 ist die Niedriglohnquote von 20,4 % auf 18,9 % gesunken. Der deutliche Rückgang der Niedriglohnbeschäftigung in Ostdeutschland hängt auch damit zusammen, dass in den meisten Branchen die zuvor unterschiedlich hohen tariflichen Verdienste in West- und Ostdeutschland inzwischen angeglichen worden sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Regional unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung von Helfertätigkeiten (2021)
Kaufmann, Klara; Kotte, Volker; Schwengler, Barbara; Wiethölter, Doris;Zitatform
Kaufmann, Klara, Volker Kotte, Barbara Schwengler & Doris Wiethölter (2021): Regional unterschiedliche Beschäftigungsentwicklung von Helfertätigkeiten. (IAB-Forschungsbericht 10/2021), Nürnberg, 54 S.
Abstract
"Im vorliegenden Bericht betrachten wir die Beschäftigungsentwicklung der Helfertätigkeiten, für die in der Regel kein Berufsabschluss erforderlich ist, für die Jahre 2015 bis 2019. Dabei zeigt sich, dass die Zahl der Beschäftigten, die Helfer- oder Anlerntätigkeiten ausübten, in dem betrachteten Zeitraum überdurchschnittlich gestiegen ist. Zu einem großen Teil wurde die positive Beschäftigungsentwicklung von ausländischen Beschäftigten getragen, und hier vor allem von Staatsangehörigen aus den acht Hauptasylherkunftsländern, die im betrachteten Zeitraum erstmals eine Beschäftigung aufnehmen konnten. Die Entwicklung der Helfertätigkeiten verlief im Bundesländervergleich recht unterschiedlich. Grund dafür sind unterschiedliche Branchenstrukturen. Hier zeigen sich einige markante Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen Städten und ländlichen Räumen. Während in Westdeutschland der Anstieg an Helfertätigkeiten im Baugewerbe deutlich stärker ausfiel als in den östlichen Bundesländern, waren in Ostdeutschland im Bereich Verkehr und Lagerei die höchsten Zuwächse zu verzeichnen. Zudem fiel in den östlichen Bundesländern die prozentuale Zunahme im Gesundheits- und Sozialwesen und bei den sonstigen Dienstleistungen deutlich höher aus als in Westdeutschland. Die Covid-19-Pandemie ab dem Jahr 2020 traf dann Helfertätigkeiten vergleichsweise stark und führte zu einem Beschäftigungsrückgang von 2019 bis 2020 von 2,4 Prozent, während vor allem die Spezialisten- und Expertentätigkeiten Beschäftigungszuwächse verzeichneten. Grund hierfür ist, dass bestimmte Branchen stark von der Corona-Krise betroffen waren, in denen viele Helfer beschäftigt sind, wie z.B. die wirtschaftsbezogenen Dienstleistungen, das Gastgewerbe sowie das Verarbeitende Gewerbe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Matching and sorting across regions (2021)
Zitatform
Lacava, Chiara (2021): Matching and sorting across regions. (ICIR working paper series 2021,44), Frankfurt am Main, 39 S.
Abstract
"I measure the effects of workers' mobility across regions of different productivity through the lens of a search and matching model with heterogeneous workers and firms estimated with administrative data. In an application to Italy, I find that reallocation of workers to the most productive region boosts productivity at the country level but amplifies differentials across regions. Employment rates decline as migrants foster job competition, and inequality between workers doubles in less productive areas since displacement is particularly severe for low-skill workers. Migration does affect mismatch: mobility favors co-location of agents with similar productivity but within-region rank correlation declines in the most productive region. I show that worker-firm complementarities in production account for 33% of the productivity gains. Place-based programs directed to firms, like incentives for hiring unemployed or creating high productivity jobs, raise employment rates and reduce the gaps in productivity across regions. In contrast, subsidies to attract high-skill workers in the South have limited effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Armut trotz regelmäßiger Erwerbstätigkeit (2021)
Linckh, Carolin; Tiefensee, Anita;Zitatform
Linckh, Carolin & Anita Tiefensee (2021): Armut trotz regelmäßiger Erwerbstätigkeit. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 74, H. 4, S. 315-322. DOI:10.5771/0342-300X-2021-4-315
Abstract
"Ob Erwerbstätigkeit hinreichend vor Armut schützt, ist eine immer wieder aufflammende Diskussion. Die Armutsquote unter allen Erwerbstätigen ist im Jahr 2018 mit 7,4 % deutlich unterdurchschnittlich, gemessen an der allgemeinen Armutsquote, die 15,9 % beträgt. Allerdings sind 35,5 % der 18- bis 64-jährigen Menschen, die in Armut leben, erwerbstätig. Sieht man sich „nur“ die regelmäßig Erwerbstätigen an, sind es immer noch 27,8 %. Im Zuge der (andauernden) Corona-Pandemie und der damit verbundenen hohen Verbreitung von Kurzarbeit wird der Anteil der Menschen in Armut trotz regelmäßiger Erwerbstätigkeit noch weiter angestiegen sein. Diese Menschen schützt Arbeit somit nicht vor Armut. Gründe hierfür können Arbeitsmarkt- sowie sozio-strukturelle Gegebenheiten sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job polarisation: Capturing the effects of work organisation (2021)
Zitatform
Lopes, Helena & Teresa Calapez (2021): Job polarisation: Capturing the effects of work organisation. In: The Economic and Labour Relations Review, Jg. 32, H. 4, S. 594-613. DOI:10.1177/1035304621996064
Abstract
"This article critically challenges the findings and assumptions of mainstream job polarisation literature. Based on the European Working Conditions Survey data and on the Job Demand-Control model, which allows for capturing the organizational dimension of jobs, we examine the patterns and evolution of occupations in 22 European countries from 2005 to 2015. Instead of pervasive job polarisation, we observe a near-pervasive trend of upgrading job quality, suggesting that job polarisation may be caused by the undervaluation/devaluation of jobs low in the occupational hierarchy – not by computerization-driven changes in work tasks. Indeed, only the former can explain the decrease in the number of low-quality jobs while the number of low-paid jobs increases. After documenting the relevance of firm-level organisational choices, we suggest that counteracting job polarisation requires, beyond meso-level collective bargaining, a public intervention that promotes participatory decision-making in firms. JEL Codes: J2, J81, M540" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Low-wage employment: Are low-paid jobs stepping stones to higher-paid jobs, do they become persistent, or do they lead to recurring unemployment? (2021)
Zitatform
Schnabel, Claus (2021): Low-wage employment. Are low-paid jobs stepping stones to higher-paid jobs, do they become persistent, or do they lead to recurring unemployment? (IZA world of labor 276), Bonn, 10 S. DOI:10.15185/izawol.276.v2
Abstract
"Ungeachtet geringer Aufwärtsmobilität können Niedriglohnjobs für manche Arbeitnehmergruppen ein Sprungbrett zu besser bezahlten Arbeitsplätzen bilden. Dieser Befund kann „Work first“-Strategien wohlfahrtsstaatlicher Reformen unterstützen. Allerdings ist Niedriglohnbeschäftigung kein selbstkorrigierendes System, sondern kann Narben hinterlassen. Um Aufstiegschancen zu vergrößern, ist ein ganzheitlicher Politikansatz notwendig: er sollte Strategien der aktiven Arbeitsmarktpolitik ebenso umfassen wie eine Philosophie des lebenslangen Lernens und die Unterstützung von Unternehmen, die stärker in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten investieren und ihnen bessere Perspektiven außerhalb des Niedriglohnsegments verschaffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Chance oder Risiko? (2021)
Schäfer, Holger;Zitatform
Schäfer, Holger (2021): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Chance oder Risiko? In: IW-Trends, Jg. 48, H. 4, S. 23-44. DOI:10.2373/1864-810X.21-04-03
Abstract
"Niedriglohnbeschäftigung wird häufig als soziales Problem wahrgenommen, das es mit gesetzgeberischen Maßnahmen zu begrenzen gelte. Die vorliegende Untersuchung zeigt mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels, dass einerseits zwar durchaus Anzeichen dafür bestehen, dass Niedriglohnbeschäftigte häufiger soziale Problemlagen erfahren als Beschäftigte mit höheren Löhnen. Andererseits stehen sie in der Regel besser da als Arbeitslose. Zudem erfüllt der Niedriglohnsektor eine wichtige Rolle bei der Arbeitsmarktintegration von zuvor inaktiven Personen. Mithilfe eines Propensity Score Matchings kann gezeigt werden, dass Arbeitslose sowie Nichterwerbstätige mit Erwerbswunsch durch die Aufnahme einer Niedriglohnbeschäftigung ihre Arbeitsmarktchancen deutlich erhöhen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe von gleichartigen Personen, die keine Niedriglohnbeschäftigung aufnahmen. So hatten die Niedriglohnbeschäftigten nach fünf Jahren rund fünf Monate weniger in Arbeitslosigkeit verbracht. Auch die Einkommensperspektiven verbesserten sich signifikant: Fünf Jahre nach dem Eintritt in den Niedriglohnsektor haben die Arbeitnehmer 12.000 Euro mehr verdient als die Kontrollgruppe. Die Herausforderung des Niedriglohnsektors besteht daher nicht in seiner Begrenzung durch gesetzliche Maßnahmen, sondern in der Verbesserung der Chance, aus ihm heraus in höhere Lohnsegmente aufzusteigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglöhne in der Bundesrepublik Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31814) (2021)
Zitatform
(2021): Niedriglöhne in der Bundesrepublik Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31814). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/32223 (26.08.2021)), 82 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu Niedriglöhnen in der Bundesrepublik Deutschland. (IAB)
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Literaturhinweis
Armut und Medianentgelte - Implikationen aus dem 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD (Drucksache 20/153 ) (2021)
Zitatform
(2021): Armut und Medianentgelte - Implikationen aus dem 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD (Drucksache 20/153 ). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/276 (15.12.2021)), 16 S.
Abstract
Die ersten sechs Fragen/Antworten betreffen die Entwicklung der Armutsrisikoquote im Zeitverlauf in Deutschland (2000-2020) und im europäischen Vergleich für das Jahr 2020, die Aufwendungen für Sozialleistungen 2000-2019, sowie die Anzahl und den Anteil der Beschäftigten im unteren Entgeltbereich in den Jahren 2000 bis 2020. Als Grundlage für die Beantwortung der Fragen 7 bis 29 wurde das Merkmal 'Entgelt' aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit herangezogen. Dabei geht es im Einzelnen um die Anzahl und den Anteil der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe im Anforderungsniveau 'Helfer', 'Fachkraft', 'Spezialist', der Kerngruppe in den Wirtschaftsabschnitten Gastgewerbe, Handel, Verkehr und Lagerei, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, in der Berufsgruppe 513, Lagerwirtschaft, Post und Zustellung, Güterumschlag, Fahrzeugführung im Straßenverkehr, Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr, Gewerbe- und Gesundheitsaufsicht, Desinfektion, Reinigung, Verkauf von Lebensmitteln, Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege. Die weiteren Fragen betreffen die Anteile deutscher und ausländischer Staatsangehörigkeit, Asylherkunftsländer und die Ursachen für die zunehmende 'Erosion' der sozialen Lage der gesellschaftlichen Mitte. (IAB)
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Literaturhinweis
Armut trotz Erwerbsarbeit: Eine Analyse der Effekte von Wohlfahrtsstaat und Regulierungen des Arbeitsmarkts auf arme Erwerbstätige in Europa (2020)
Ecker-Eckhofen, Julia;Zitatform
Ecker-Eckhofen, Julia (2020): Armut trotz Erwerbsarbeit. Eine Analyse der Effekte von Wohlfahrtsstaat und Regulierungen des Arbeitsmarkts auf arme Erwerbstätige in Europa. (Studien und Berichte), Wien: ÖGB Verlag, 185 S.
Abstract
In den letzten Jahrzehnten konnte ein deutlicher Anstieg von in-work poverty in Europa beobachtet werden. Das Ziel dieser Arbeit lag in der Identifikation verschiedener Einflussfaktoren auf der personenbezogenen Ebene und struktureller Rahmenbedingungen des Wohlfahrtsstaates und Arbeitsmarktes auf in-work poverty. Weiters sollte herausgefunden werden, inwiefern das Erwerbsarmutsrisiko bestimmter besonders gefährdeter Gruppen durch die Mechanismen des Wohlfahrtstaats und Arbeitsmarkts verringert werden kann. Dafür wurden anhand des EU-SILC Datensatzes von 2016 (für zwei Länder: 2014) und zusätzlichen Makrodaten 15 europäische Länder mithilfe einer logistischen Mehrebenenanalyse untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Haushalte mit vielen Kindern oder Haushaltsmitgliedern, insbesondere Alleinerziehende, und 1-Personen Haushalte verstärkt von Erwerbsarmut betroffen sind. In Bezug auf individuelle Erwerbstätigkeitsmerkmale sind insbesondere Personen in schwachen Arbeitsmarktpositionen verstärkt armutsgefährdet: Selbstständige, Teilzeit Beschäftigte, Personen mit geringem Stundenausmaß, Befristete, Personen mit kürzlichem Jobwechsel, und Personen in bestimmten Berufssparten. Von den Wohlfahrtsmerkmalen konnte gezeigt werden, dass Familienausgaben und Lohnersatzleistungen zu einer signifikanten Reduktion des Erwerbsarmutsrisikos führen. Auf der Ebene des Arbeitsmarktes haben die Gewerkschaftsdichte und der Kündigungsschutz armutsreduzierende Effekte. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass bestimmte wohlfahrtsstaatliche Leistungen einen positiven Effekt auf die Erwerbsarmut von Haushalten mit vielen Kindern oder Haushaltsmitgliedern haben. Ebenso wurde bestätigt, dass manche Arbeitsmarktvariablen, nämlich die Gewerkschaftsdichte und der gesetzliche Mindestlohn, armutsreduzierende Effekte für bestimmte Personen in schwachen Arbeitsmarktpositionen erreichen. (Fremddatenübernahme)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
Literaturhinweis
Being Working Poor or Feeling Working Poor?: The Role of Work Intensity and Job Stability for Subjective Poverty (2020)
Zitatform
Filandri, Marianna, Silvia Pasqua & Emanuela Struffolino (2020): Being Working Poor or Feeling Working Poor? The Role of Work Intensity and Job Stability for Subjective Poverty. In: Social indicators research, Jg. 147, H. 3, S. 781-803. DOI:10.1007/s11205-019-02174-0
Abstract
"Low work intensity and high job instability are crucial micro-determinants of in-work poverty. Importantly, they might also affect subjective poverty in households that are above the poverty threshold. We contribute to the literature by studying the relationship between subjective and objective in-work poverty and how this relationship is affected by household members’ job characteristics. We use data from the 2014 wave of the Italian module of the EU-SILC survey. Italy is an interesting case as - similarly to other Southern European countries - the share of individuals and households reporting subjective hardship is strikingly high compared to the levels reported in other EU areas. We find no statistically significant differences in the association between subjective poverty and different degrees of objective poverty by different levels of work intensity. Conversely, subjective poverty is positively associated with the instability of household members’ job contracts. We argue that policies aimed at increasing work intensity rather than work stability might not help to reduce subjective poverty as well as its (negative) spillover effects on other life domains—such as well-being, adequate levels of consumption, and social integration." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Falle oder Sprungbrett für Beschäftigte? (2020)
Zitatform
Grabka, Markus M. & Konstantin Göbler (2020): Der Niedriglohnsektor in Deutschland. Falle oder Sprungbrett für Beschäftigte? Gütersloh, 52 S. DOI:10.11586/2020032
Abstract
"In der Corona-Krise offenbaren sich gesellschaftliche Missstände, so auch im Niedriglohnsektor. Half seine Ausweitung Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte in Arbeit zu bringen, entpuppt er sich heute für viele Beschäftigte als Sackgasse. Nur gut einem Viertel aller Niedriglohnbeschäftigten gelingt der Aufstieg, während die Hälfte über mehrere Jahre im Niedriglohnsektor verharrt." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Low Income Gap: A New Indicator Based on a Minimum Income Standard (2020)
Zitatform
Hirsch, Donald, Matt Padley, Juliet Stone & Laura Valadez-Martinez (2020): The Low Income Gap. A New Indicator Based on a Minimum Income Standard. In: Social indicators research, Jg. 149, H. 1, S. 67-85. DOI:10.1007/s11205-019-02241-6
Abstract
"In many high-income countries, governments seek to ensure that households at least have sufficient incomes to afford basic essentials such as food and clothing, but also to help citizens reach socially acceptable living standards allowing full participation in society. Their success in doing so is commonly monitored in terms of how many citizens are below a poverty line set relative to median income, and by how far below it they fall (the 'poverty gap'). Yet the threshold below which this gap starts to be measured is arbitrary, begging the question of what level of low income needs addressing. A more ambitious measure, presented in this paper, considers the extent to which people fall short of a benchmark representing a socially agreed minimum standard. This 'low income gap' can be used to represent the distance a society has to go to eliminate income that is undesirably low. The paper presents the indicator, its meaning and some recent trends in the United Kingdom, where the methodology behind the indicator has been pioneered. The results demonstrate that this empirically derived benchmark has the potential to be of value in other countries, in assessing whether they are making progress in reducing low income." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Niedriglohnbeschäftigung 2018: Erstmals Rückgang, aber nicht für gering Qualifizierte und Minijobber*innen (2020)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2020): Niedriglohnbeschäftigung 2018. Erstmals Rückgang, aber nicht für gering Qualifizierte und Minijobber*innen. (IAQ-Report 2020-05), Duisburg, 22 S. DOI:10.17185/duepublico/71934
Abstract
"Trotz der Lohnerhöhungen am unteren Rand der Lohnverteilung durch Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Januar 2015 stagnierte der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bis 2017 auf einem im Vergleich der EU-Länder besonders hohen Niveau. Im Jahr 2018 ging der Umfang der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland erstmals seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zurück auf 21,8%. Das Niedriglohnrisiko ist vor allem in Ostdeutschland gesunken, während es sich in Westdeutschland kaum verändert hat. Vom gesetzlichen Mindestlohn besonders profitiert haben Gruppen mit einem überdurchschnittlich hohen Niedriglohnrisiko (Frauen, Jüngere und Ältere, Ausländer*innen und befristet Beschäftigte). Die Stundenlöhne von gering Qualifizierten und Minijobber*innen liegen hingegen weiterhin meist deutlich unterhalb der Niedriglohnschwelle. Eine Besonderheit der Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland besteht weiterhin darin, dass von Niedriglöhnen in hohem Maße auch Kerngruppen der Beschäftigten betroffen sind: Fast drei Viertel der Niedriglohnbeschäftigten haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder sogar einen akademischen Abschluss und gut 40% sind Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Versichertenrenten (2019)
Zitatform
Brussig, Martin, Dominik Postels & Lina Zink (2019): Erwerbsverläufe von Frauen und Männern mit niedrigen Versichertenrenten. (Sozialpolitische Schriften 96), Berlin: Duncker & Humblot, 279 S.
Abstract
"Gestützt auf reichhaltige Daten aus der Sozialversicherung (BASiD) wird untersucht, wie Erwerbsverläufe beschaffen sind, an deren Ende trotz langer Versicherungszeiten nur niedrige Rentenzahlbeträge stehen. Die Studie bezieht Risikofaktoren des Arbeitsmarktes und die Bedeutung rentenrechtlicher Regelungen ein. Die Ergebnisse versachlichen die Diskussion um die Leistungsfähigkeit der GRV in Deutschland und weisen auf Handlungsmöglichkeiten hin, um Niedrigrenten trotz langer Versicherungszeiten zu begrenzen." (Verlagsangaben)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
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Changing labour market risks in the service economy: low wages, part-time employment and the trend in working poverty risks in Germany (2019)
Zitatform
Brülle, Jan, Markus Gangl, Asaf Levanon & Evgeny Saburov (2019): Changing labour market risks in the service economy. Low wages, part-time employment and the trend in working poverty risks in Germany. In: Journal of European social policy, Jg. 29, H. 1, S. 115-129. DOI:10.1177/0958928718779482
Abstract
"The article presents an analysis of the development of labour market risks in Germany in light of changing working poverty risks. Low hourly wages and part-time employment are identified as the main demand-side-related mechanisms for household poverty. Their measurement and development are discussed as well as their contribution to trends in working poverty risks. A rise in low wages, especially among part-time employed households, was decisive for the increase in working poverty risks in Germany by 45% between the end of the 1990s and the end of the 2000s. We therefore study these trends more closely in the multivariate analysis. The results show that while low wages are unequally distributed across occupations and industries, shifts in employment between sectors explain only a minor part of the change in low wages. However, they reveal a polarization of low-wage risks by skill-level and sector of employment, on the one hand, and full-time and part-time employees, on the other hand." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung im Wohlfahrtsstaat: Der Einfluss von Ideen und Institutionen auf den Niedriglohnsektor (2019)
Zitatform
Gerstung, Valeska (2019): Niedriglohnbeschäftigung im Wohlfahrtsstaat. Der Einfluss von Ideen und Institutionen auf den Niedriglohnsektor. (Vergleichende Politikwissenschaft), Wiesbaden: Springer VS, 364 S. DOI:10.1007/978-3-658-27640-9
Abstract
"Ist die Größe des Niedriglohnsektors ein Ergebnis staatlicher Arbeitsmarktpolitik und Arbeitsmarktregulierung? Und welche Bedeutung hat der Wohlfahrtsstaat für die Verbreitung von Niedriglohnjobs? Durch Verbindung politökonomischer und wohlfahrtsstaatlicher Perspektiven entwickelt Valeska Gerstung eine ideen- und institutionenbezogene Erklärung für die heterogene Verbreitung von Niedriglohnbeschäftigung in entwickelten Volkswirtschaften. Der Einfluss des Staates auf Niedriglöhne wird mechanismenorientiert dargestellt. Zwischenstaatliche Variation in der Art und Intensität staatlicher Eingriffe in den Arbeitsmarkt wird durch Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Wohlfahrtsstaatstypen erklärt. Die Autorin zeigt empirisch, dass Niedriglohnbeschäftigung wesentlich durch (wohlfahrts-)staatliche Eingriffe in den Arbeitsmarkt geprägt wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wiederanstieg der Einkommensungleichheit - aber auch deutlich steigende Realeinkommen (2019)
Zitatform
Grabka, Markus M., Jan Goebel & Stefan Liebig (2019): Wiederanstieg der Einkommensungleichheit - aber auch deutlich steigende Realeinkommen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 19, S. 343-353. DOI:10.18723/diw_wb:2019-19-3
Abstract
"Von 1991 bis 2016 sind die verfügbaren bedarfsgewichteten Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland real im Durchschnitt um 18 Prozent gestiegen. Dieser Zuwachs fällt aber je nach Einkommensposition unterschiedlich aus. Im Ergebnis ist die Ungleichheit der verfügbaren Haushaltseinkommen seit der Finanzmarktkrise gestiegen. Das zeigt die vorliegende Studie auf Basis von Daten der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Die Armutsrisikoquote verbleibt im Jahr 2016 weiterhin bei einem Wert von 16,6 Prozent im Vergleich zu rund elf Prozent Mitte der 1990er Jahre. Erwerbstätigkeit allein ist nicht mehr ausreichend, um vor Einkommensarmut zu schützen. Denn geht in einem Haushalt nur eine Person einer Beschäftigung nach, so hat sich seit 1991 das Armutsrisiko für diesen Haushaltstyp verdoppelt. Insbesondere in städtischen Regionen hat die Zahl der Niedrigeinkommensbezieher stark zugenommen. Will man dem entgegensteuern, so bedarf es unter anderem höherer Lohnabschlüsse oder eines Zurückdrängens von Minijobs. Daneben fehlt es zunehmend an bezahlbarem Wohnraum, so dass auch der Bau von preiswertem Wohnraum in den Fokus der Politik rücken sollte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Niedriglohnsektor in Deutschland ist größer als bislang angenommen (2019)
Zitatform
Grabka, Markus M. & Carsten Schröder (2019): Der Niedriglohnsektor in Deutschland ist größer als bislang angenommen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 86, H. 14, S. 249-257. DOI:10.18723/diw_wb:2019-14-3
Abstract
"Die Zahl der abhängig Beschäftigten in Deutschland ist seit der Finanzkrise um mehr als vier Millionen gestiegen. Ein Teil dieses Beschäftigungsaufbaus fand im Niedriglohnsektor statt. Analysen auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels, die erstmalig ausreichend Details über Nebentätigkeiten liefern, zeigen, dass es im Jahr 2017 über neun Millionen Beschäftigungsverhältnisse mit einem Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle gab, was einem Anteil von rund einem Viertel aller Beschäftigungsverhältnisse entspricht. Frauen, junge Erwachsene und Ostdeutsche erhalten besonders häufig Niedriglöhne. Da der allgemeine Mindestlohn unter der Niedriglohnschwelle lag, hat seine Einführung im Jahr 2015 den Anteil der Niedriglohnbeschäftigten nicht gesenkt, obwohl die Löhne im unteren Segment deutlich gestiegen sind. Die Mobilität in der Lohnverteilung hat sich seit Mitte der 1990er Jahre kaum verändert: Etwa zwei Drittel der Niedriglohnbeschäftigten verharren mittelfristig in ihrer Lohngruppe. Um den Niedriglohnsektor einzudämmen, sind Reformen bei den Minijobs, sowie Anstrengungen bei der Qualifikation und eine offensivere Lohnpolitik gefragt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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She works hard for the money: tackling low pay in sectors dominated by women – evidence from health and social care (2019)
Müller, Torsten;Zitatform
Müller, Torsten (2019): She works hard for the money: tackling low pay in sectors dominated by women – evidence from health and social care. (Working paper / European Trade Union Institute 2019,11), Brüssel, 27 S.
Abstract
"The author is very grateful to Lena Hipp from the Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) for her contributions to this report; beyond compiling, processing and analysing the statistical data in chapter two, her expertise and insight into the subject were invaluable. This report benefits greatly from the input from trade union experts; the author thanks the trade union representatives from across Europe who replied to the questionnaire. A special thank you goes to Maria Hansson from Kommunal in Sweden, Kim Øst-Jacobsen from FOA in Denmark, Jorma Peussa from JHL in Finland and to Alexa Wolfstädter from Ver.di in Germany for the time they took for more in-depth interviews. Finally, this report would not have been possible without the unwavering support of Richard Pond from EPSU throughout the process of researching and writing this report." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Which types of family are at risk of food poverty in the UK?: a relative deprivation approach (2019)
Zitatform
O'Connell, Rebecca, Charlie Owen, Matt Padley, Antonia Simon & Julia Brannen (2019): Which types of family are at risk of food poverty in the UK? A relative deprivation approach. In: Social policy and society, Jg. 18, H. 1, S. 1-18. DOI:10.1017/S1474746418000015
Abstract
"Not enough is known in the UK about how economic phenomena and policy changes have impacted families' ability to feed themselves. This article employs a novel way of identifying the types of UK families at risk of food poverty over time. Applying a relative deprivation approach, it asks what counts in the UK as a socially acceptable diet that meets needs for health and social participation and how much this costs. Comparing this to actual food expenditure by different family types, between 2005 and 2013, it identifies which are spending less than expected and may be at risk of food poverty. The analysis finds the proportion has increased over time for most family types and for lone parents and large families in particular. The discussion considers findings in light of changing economic and policy contexts and the implications for policy responses of how food poverty is defined and measured." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Local unemployment changes the springboard effect of low pay: Evidence from England (2019)
Zitatform
Plum, Alexander & Gundi Knies (2019): Local unemployment changes the springboard effect of low pay: Evidence from England. In: PLoS ONE, Jg. 14, H. 11. DOI:10.1371/journal.pone.0224290
Abstract
"There is considerable debate on whether the employment and earnings prospects are better for those on low pay or for the unemployed. Low-pay work tends to be undertaken more locally but no empirical analysis has focused on how local opportunities alter prospects. Using Understanding Society data for England matched with local unemployment rates, we estimate dynamic random effects panel models, which show robust evidence that the future unemployment risk is lower for those who are currently on low pay compared to those who are currently unemployed. The low-paid also have a higher chance than the unemployed of becoming higher-paid. These findings are most marked in neighbourhoods with high unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Real wages, amenities and the adjustment of working hours across local labour markets (2019)
Zitatform
Schlüter, Teresa (2019): Real wages, amenities and the adjustment of working hours across local labour markets. In: Papers in regional science, Jg. 98, H. 3, S. 1291-1316. DOI:10.1111/pirs.12413
Abstract
"High prices that are not offset by equally high incomes are often seen as an affordability problem. To get by, poorer workers in these areas might have to work longer hours. Alternatively, lower real wages might indicate a more desirable place to live and induce high-income people to trade off cash for leisure time. Both interpretations suggest a link between real wages and an individual's labour supply choice. Using panel data, I observe how working hours change, when workers move place. I find that working hours increase by 0.42% for a 10% decrease of local real wage. The effect is stronger for low-skilled workers at the bottom of the wage distribution, indicating an affordability mechanism that might further exacerbate inequality." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Mindestlohn von 12 Euro: Auswirkungen und Perspektiven (2019)
Zitatform
Schulten, Thorsten & Toralf Pusch (2019): Mindestlohn von 12 Euro: Auswirkungen und Perspektiven. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 99, H. 5, S. 335-339. DOI:10.1007/s10273-019-2453-5
Abstract
"Vielfach wird in der öffentlichen Diskussion ein zumindest annähernd existenzsichernder Mindestlohn von 12 Euro gefordert. 2017 haben etwa 11 Mio. Beschäftigte zu einem Stundenlohn von weniger als 12 Euro gearbeitet. Das betrifft insbesondere geringfügig Beschäftigte, aber auch Teilzeitkräfte. Dieser Beitrag analysiert das Verhältnis von Mindestlohn und Tarifvertragssystem sowie die Auswirkungen einer stärkeren Mindestlohnanpassung." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Is there only one way out of in-work poverty?: Difference by gender and race in the US (2019)
Zitatform
Struffolino, Emanuela & Zachary Van Winkle (2019): Is there only one way out of in-work poverty? Difference by gender and race in the US. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2019-601), Berlin, 41 S.
Abstract
"The persistency of in-work poverty during the last decades challenges the idea that employment is sufficient to escape poverty. Research has focused on the risk factors associated with in-work poverty, but scholars know little about individuals' experiences after exiting it. The Sequence Analysis Multistate Model procedure is applied to three high-quality longitudinal data sources (NLSY79, NLSY97, and PSID) to establish a typology of employment pathways out of in-work poverty and estimate how gender and race are associated with each pathway. We identify five distinct pathways characterized by varying degrees of labor market attachment, economic vulnerability, and volatility. White men are most likely exit in-work poverty into stable employment outside of poverty, while Black men and women likely remain vulnerable and at-risk of social exclusion as well as recurrent spells of in-work poverty. Gender and race differences persist even after controlling for labor market related characteristics and family demographic behavior." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The regional effects of a national minimum wage (2018)
Zitatform
Ahlfeldt, Gabriel M., Duncan Roth & Tobias Seidel (2018): The regional effects of a national minimum wage. (CESifo working paper 6924), München, 16 S.
Abstract
"We estimate the spatially differential effects of a nationally uniform minimum wage that was introduced in Germany in 2015. To this end, we use a micro data set covering the universe of employed and unemployed individuals in Germany from 2011 to 2016 and a difference-indifferences based identification strategy that controls for heterogeneity in pre-treatment outcome trends. We find that the policy led to spatial wage convergence, in particular in the left tail of the distribution, without reducing relative employment in low-wage regions within the first two years." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Altersvorsorge am Scheideweg: Erfolgreiche Strategien gegen Altersarmut (2018)
Benölken, Heinz; Bröhl, Nils;Zitatform
Benölken, Heinz & Nils Bröhl (2018): Altersvorsorge am Scheideweg. Erfolgreiche Strategien gegen Altersarmut. Wiesbaden: Springer, 304 S. DOI:10.1007/978-3-658-21837-9
Abstract
"Dieses Buch bietet der Finanzdienstleistungsbranche eine umfassende Gesamtschau der deutschen Altersvorsorgesysteme. Vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase und der demografischen Entwicklung unterziehen Dr. Heinz Benölken und Nils Bröhl sie einer kritischen Detailbewertung im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit. Die Autoren analysieren dazu ausführlich relevante Altersvorsorgeszenarien und die Eignung und Vorsorgequalität der in Deutschland üblichen drei Schichten der Altersvorsorge: die Basisversorgung, insbesondere durch die gesetzliche Rentenversicherung, die kapitalgedeckte Zusatzversorgung (Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge) sowie Kapitalanlageprodukte. Auf dieser Basis stellen sie als innovativen Vorschlag ein von ihnen entwickeltes neues Modell unter der Bezeichnung 'AV 2030 plus' vor. Eine Betrachtung zur Integration von Alters-, Risiko- und Gesundheitsvorsorge rundet dieses Buch ab." (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Deserving poor and the desirability of a minimum wage (2018)
Zitatform
Blumkin, Tomer & Leif Danziger (2018): Deserving poor and the desirability of a minimum wage. In: IZA journal of labor economics, Jg. 7, S. 1-17. DOI:10.1186/s40172-018-0066-7
Abstract
"This paper provides a normative justification for the use of a minimum wage as a redistributive tool in a competitive labor market. We show that a government interested in improving the wellbeing of the deserving poor, while being less concerned with their undeserving counterparts, can use a minimum wage to enhance the efficiency of the tax-and-transfer system in attaining this goal." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 8418 -
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Armut trotz Arbeit: Das Zusammenspiel von Sozialrecht und prekärer Beschäftigung (2018)
Brose, Wiebke;Zitatform
Brose, Wiebke (2018): Armut trotz Arbeit: Das Zusammenspiel von Sozialrecht und prekärer Beschäftigung. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 73, H. 4, S. 341-352.
Abstract
"Der alleinerziehende Vater mit zwei Kindern, der befristet in Teilzeit 30 Stunden arbeitet, weil er wegen der Kinder keine Vollzeitstelle findet, verdient mit dem Mindestlohn 1 149 Euro brutto im Monat. Dass dieser Vater, selbst wenn man das Kindergeld noch hinzunimmt, in einer Stadt wie München kaum eine Wohnung finden wird und selbst wenn, dass dann nicht mehr genügend Geld für den weiteren Lebensunterhalt übrigbleiben wird, liegt auf der Hand. Armut trotz Arbeit prekäre Beschäftigung. So lautet das Vortragsthema. Das Eingangsbeispiel ist nur eines von vielen, dass unter diesen Titel gefasst werden kann. Es handelt sich um ein Thema mit ausgesprochen vielen Facetten. Ziel dieses Beitrags ist es, entsprechend dem Oberthema der Tagung die Ursachen für Armut trotz Arbeit zu untersuchen, wie sie durch die Sozialgesetzgebung gesetzt werden - wenngleich sie verdeckt und nicht vom Gesetzgeber gewollt sein dürften. Umgekehrt ist dem Gesetzgeber das Problem der nicht bedarfsdeckenden Arbeit nicht entgangen. Auch die hierzu entwickelten Gegenstrategien sind Gegenstand dieses Beitrags." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Poverty trends in Germany and Great Britain: the impact of changes in labour markets, families, and social policy (2018)
Zitatform
Brülle, Jan (2018): Poverty trends in Germany and Great Britain. The impact of changes in labour markets, families, and social policy. (Research), Wiesbaden: Springer VS, 319 S. DOI:10.1007/978-3-658-20892-9
Abstract
"Jan Brülle shows how poverty risks in Germany between 1992 and 2012 increased concentrated on those with low educational levels, in lower occupational positions, and with precarious employment careers, as the country's welfare state failed to adapt to widening inequalities in households' market incomes. Contrasting the German experience with Great Britain, where social transfers to low-income families in concert with favourable labour market conditions helped to reduce poverty between 1992 and the global financial crisis, he presents the most comprehensive comparative study on poverty trends in these two countries to date. Moving beyond a cross-sectional perspective on poverty, the author analyses why it became not only more frequent in Germany, but also more persistent in individual life-courses, and why faster exits have driven the decline in poverty in Great Britain." (Publisher information, IAB-Doku) ((en))
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Skepsis bei der Rente (2018)
Eberhardt, Beate; Schmucker, Rolf;Zitatform
Eberhardt, Beate & Rolf Schmucker (2018): Skepsis bei der Rente. In: Gute Arbeit, Jg. 30, H. 7/8, S. 39-41.
Abstract
"Wie die Beschäftigten ihre spätere Altersrente einschätzen, hat der DGB-Index Gute Arbeit ermittelt. Die Mehrheit der Erwerbstätigen hegt gedämpfte Erwartungen.
DARUM GEHT ES:
1. Generell sind die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bezug auf das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente stark verunsichert.
2. Besonders Frauen sehen erhebliche Probleme, eine Altersrente zu erzielen, die zum Leben reicht.
3. Beschäftigte im Niedriglohnbereich, darunter überdurchschnittlich viele Frauen, profitieren kaum von betrieblichen Vorsorgeangeboten." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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Saving from poverty: A critical review of Individual Development Accounts (2018)
Zitatform
Feldman, Guy (2018): Saving from poverty: A critical review of Individual Development Accounts. In: Critical social policy, Jg. 38, H. 2, S. 181-200. DOI:10.1177/0261018317695451
Abstract
"The much-heralded anti-poverty strategy of asset-building has been adopted by many countries across the world. Asset-building programmes are designed to help low-income families achieve long-term financial stability through savings and asset accumulation. This article offers a comprehensive and critical review of the current state of theory and research on asset-building programmes, with an emphasis on Individual Development Accounts (IDAs) in the United States. Studies of IDAs have involved quantitative evaluations of the programme, focusing on three key topics: the programme's effects on clients' savings behaviour, its effects on clients' outlook on life, and its long-term impact. On the basis of a careful review of these findings, it is argued that the claim that IDA programmes and asset-building in general have the potential to reduce poverty is overrated and premature. The article builds on theoretical insights regarding the nature of neoliberalism to make sense of the picture portrayed in the research literature." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Basic income and a public job offer: complementary policies to reduce poverty and unemployment (2018)
Zitatform
Fitzroy, Felix & Jim Jin (2018): Basic income and a public job offer. Complementary policies to reduce poverty and unemployment. In: The journal of poverty and social justice, Jg. 26, H. 2, S. 191-206. DOI:10.1332/175982718X15200701225179
Abstract
"Unconditional basic income, or a public-sector job guarantee, are usually discussed as alternative policies, though the first does not provide the benefits of an earned income and a good job to the 'precariat' and under-employed, while the second fails to assist unpaid home carers and self-employed people. Furthermore, a job guarantee alone cannot support those who are unable or unwilling to work. We argue here that the only cost-effective policy for comprehensive welfare is a combination of modest basic income with a job offer by local authorities at less than the minimum wage." (Author's abstract, © 2018 Policy Press) ((en))
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Rising in-work poverty in times of activation: changes in the distributive performance of institutions over three decades, Germany 1984-2013 (2018)
Zitatform
Gerlitz, Jean-Yves (2018): Rising in-work poverty in times of activation. Changes in the distributive performance of institutions over three decades, Germany 1984-2013. In: Social indicators research, Jg. 140, H. 3, S. 1109-1129. DOI:10.1007/s11205-017-1816-9
Abstract
"In-work poverty contradicts the belief that a job should provide a decent standard of living. Nevertheless, the share of working poor in most European countries has risen. Studies show that the development of in-work poverty is attributable to changes in the distributive performance of the labour market, households and the welfare state, as measured by their ability to prevent people from falling below the poverty line. However, such studies have been limited to standard employment and did not address activation, i.e., welfare state transformation through deregulation, recommodification, and social investment. Taking the case of Germany, I analyse changes in the distributive performance of institutions within the context of activation policies (Hartz reforms) for employees that differ in work duration and intensity. Based on descriptive trend analysis of data from the German Socio-Economic Panel, I retrace the process of income distribution and look at how institutional changes have contributed to the development of in-work poverty. I find that an increase of in-work poverty can be attributed to a decrease of the distributive performance of the labour market after the implementation of the Hartz reforms; that individuals in non-standard employment were more affected than people in standard-employment, and that increases in the performance of households and the welfare state do not absorb this development. Activation has shifted responsibility from the labour market to the other distributive institutions." (Author's abstract, © Springer-Verlag) ((en))
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Low income dynamics among ethnic minorities in Great Britain (2018)
Zitatform
Hernandez, Victor Perez, Ricky Kanabar & Alita Nandi (2018): Low income dynamics among ethnic minorities in Great Britain. (ISER working paper 2018-06), Colchester, 55 S.
Abstract
"Using data from Understanding Society, and robust estimation methods we find that Pakistani and Bangladeshi groups have the highest poverty entry rates (23-26%), followed by Indian, black Caribbean and black African groups (9-11%) and the white majority (6%). Indians and Pakistani's have the highest poverty persistence rates (66%), white majority the lowest (52%), the remaining groups around 55%. We find consider- able within group heterogeneity: for most groups, education of the head of household (HoH) and household employment rate reduces poverty entry risk, while the presence of children increases it (education does not matter for black African and Bangladeshi groups and presence of children for Bangladeshi, black Caribbean and black African groups). We also find that living in London reduces the risk of poverty entry for Indians and white majority while ill-health of the HoH increases the poverty entry risk for white majority. The only factor that affects the risk of poverty persistence is household type although the type of household that matters varies across ethnic group. We also show that simple models which ignore initial poverty status and non-random attrition in estimating poverty persistence and poverty entry, underestimate (overestimate) the magnitude of poverty persistence for the Indian (black African) groups. Finally, we find scarring effects of experiencing poverty for black African and white majority groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Moving in and out of in-work poverty in the UK: an analysis of transitions, trajectories and trigger events (2018)
Zitatform
Hick, Rod & Alba Lanau (2018): Moving in and out of in-work poverty in the UK. An analysis of transitions, trajectories and trigger events. In: Journal of social policy, Jg. 47, H. 4, S. 661-682. DOI:10.1017/S0047279418000028
Abstract
"There is growing concern about the problem of in-work poverty in the UK. Despite this, the literature on in-work poverty remains small in comparison with that on low pay and, in particular, we know relatively little about how people move in and out of in-work poverty. This paper presents an analysis of in-work poverty transitions in the UK, and extends the literature in this field in a number of identified ways. The paper finds that in-work poverty is more transitory than poverty amongst working-age adults more generally, and that the number of workers in the household is a particularly strong predictor of in-work poverty transitions. For most, in-work poverty is a temporary phenomenon, and most exits are by exiting poverty while remaining in work. However, our study finds that respondents who experience in-work poverty are three times more likely than non-poor workers to become workless, while one-quarter of respondents in workless, poor families who gained work entered in-work poverty. These findings demonstrate the limits to which work provides a route out of poverty, and points to the importance of trying to support positive transitions while minimising negative shocks faced by working poor families." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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How will higher minimum wages affect family life and children's well-being? (2018)
Zitatform
Hill, Heather D. & Jennifer Romich (2018): How will higher minimum wages affect family life and children's well-being? In: Child development perspectives, Jg. 12, H. 2, S. 109-114. DOI:10.1111/cdep.12270
Abstract
"In recent years, new national and regional minimum wage laws have been passed in the United States and other countries. The laws assume that benefits flow not only to workers but also to their children. Adolescent workers will most likely be affected directly given their concentration in low-paying jobs, but younger children may be affected indirectly by changes in parents' work conditions, family income, and the quality of nonparental child care. Research on minimum wages suggests modest and mixed economic effects: Decreases in employment can offset, partly or fully, wage increases, and modest reductions in poverty rates may fade over time. Few studies have examined the effects of minimum wage increases on the well-being of families, adults, and children. In this article, we use theoretical frameworks and empirical evidence concerning the effects on children of parental work and family income to suggest hypotheses about the effects of minimum wage increases on family life and children's well-being." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The 'living wage' and low income: Can adequate pay contribute to adequate family living standards? (2018)
Zitatform
Hirsch, Donald (2018): The 'living wage' and low income. Can adequate pay contribute to adequate family living standards? In: Critical social policy, Jg. 38, H. 2, S. 367-386. DOI:10.1177/0261018317729469
Abstract
"The success of the contemporary 'living wage' movement has been highlighted by the UK government's decision to increase the statutory minimum wage for over-25s sharply, in the name of improving living standards. This breaks with neoliberal reluctance to intervene in labour markets, yet raises difficult issues centring around whether minimum hourly pay rates are suited to promoting adequate household incomes. At worst, 'living wages' could distract from other policies with this objective. This article acknowledges recent critiques of the living wage as an anti-poverty measure, but demonstrates that, in combination with other policies, wage floors can play a crucial role. It shows that low pay and inadequate working incomes overlap substantially. The article argues that governments promising that work will deliver adequate living standards need a clearer narrative in which pay, public transfers/subsidies and sufficient levels of employment combine to deliver minimum acceptable living standards for working families." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Prekarität und Erwerbsarmut im Fokus: Entwicklungen in Vorarlberg von 2008 bis 2018 (2018)
Häfele, Eva;Zitatform
Häfele, Eva (2018): Prekarität und Erwerbsarmut im Fokus. Entwicklungen in Vorarlberg von 2008 bis 2018. Feldkirch, 144 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie nimmt die Entwicklungen von Prekarität und Erwerbsarmut in Vorarlberg im Zeitraum 2008 bis 2018 in den Blick. Sie ist damit eine Folgeuntersuchung zu den beiden Studien im Auftrag der AK Vorarlberg 'Schicksal Prekarität? Maßnahmen für Vorarlberg' aus dem Jahr 2008 und 'Arm trotz Arbeit. Working Poor (Erwerbsarme) in Vorarlberg' aus dem Jahr 2010. Prekäre Beschäftigungen gehen in vielen Fällen mit Phasen der Erwerbsarmut einher, nämlich dann, wenn sie nicht genügend zum Haushaltseinkommen beisteuern, um dieses über die Armutsgefährdungsschwelle zu heben. In diesem Zeitraum der vergangenen zehn Jahre sind neue Entwicklungen des Arbeitsmarktes infolge von Zuwanderung aus den EU-Staaten und seit 2015 auch von Geflüchteten spürbar geworden. Digitalisierung und Automatisierung haben zugenommen und werden in den nächsten Jahren verstärkt sowohl in den Produktions- als auch in den Dienstleistungsbranchen in Erscheinung treten. Prekarität in Form atypischer Beschäftigungen ist in ihren unterschiedlichen Ausprägungen generell gewachsen. Dies gilt vor allem für die Beschäftigung von Frauen in Teilzeit. Deren gestiegene Zahl ist die größte quantitative Veränderung innerhalb der zehn Jahre. Geringfügig Beschäftigte haben leicht abgenommen, aber neue Erwerbsformen wie Crowdworking und Sharing-Plattformen nehmen zu. Bei den selbständig Erwerbstätigen geht das zahlenmäßige Wachstum vor allem auf die Ein-Personen-Unternehmen zurück - hier wiederum in besonderem Maß auf die von Frauen gegründeten Unternehmen und ganz konkret auf die wachsende Zahl der selbständigen Personenbetreuerinnen. Bei den Arbeitskräfteüberlassungen kann in Vorarlberg eine Zunahme der Personen aus dem EWR-Ausland festgestellt werden, auch die Zahl der ausländischen Beschäftigten nach der EU-Entsenderichtlinie steigt kontinuierlich an. Risikogruppen für Prekarität und Erwerbsarmut haben sich qualitativ in den letzten zehn Jahren nicht verändert. Es sind nach wie vor Beschäftigte in Niedriglohnbranchen sowie Geringqualifizierte mit maximal Pflichtschulabschluss. Sie haben das größte Risiko, immer wieder arbeitslos zu werden beziehungsweise in eine dauerhafte Langzeiterwerbslosigkeit zu geraten. Um dem gegenzusteuern, ist der zweite Arbeitsmarkt zur Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt ein unverzichtbares Instrument geworden. Dies zeigt sich in der Zunahme der Eintritte in Projekte des zweiten Arbeitsmarktes bis Anfang 2017, wobei ein vorläufiger Rückgang der Eintritte auf Grund guter konjunktureller Entwicklung folgte. Aus der Darstellung der verschiedenen Formen von Prekarität und Erwerbsarmut sowie der statistischen Erfassung ihres Umfangs werden im abschließenden Teil der Studie Handlungsfelder für Maßnahmen identifiziert. Hier haben auch Expertinnen- und Experteninterviews wertvolle Einsichten geliefert. Die Arbeiterkammer Vorarlberg formuliert am Schluss die aus ihrer Sicht wichtigsten Forderungen, um Prekarität und Erwerbsarmut in Vorarlberg wirkungsvoll zu begegnen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Soziale Sicherung im Umbruch: Transdisziplinäre Ansätze für soziale Herausforderungen unserer Zeit (2018)
Kaiser, Lutz;Zitatform
(2018): Soziale Sicherung im Umbruch. Transdisziplinäre Ansätze für soziale Herausforderungen unserer Zeit. Wiesbaden: Springer VS, 293 S. DOI:10.1007/978-3-658-06502-7
Abstract
"Mit Blick auf die Zukunft der sozialen Sicherung ist die Unsicherheit von Entscheidungsträgern und Betroffenen sehr groß, denn in den vielen Teilsystemen sind derzeit Veränderungen feststellbar, die wegen ihrer Dynamik als Umbrüche bezeichnet werden können. Dazu gehören z.B. die Veränderung der Bevölkerungsstruktur, den Strukturwandel des Arbeitsmarktes, die großen Herausforderungen bei der Integration von Zuwanderern, den Wandel der Geschlechterrollen und viele andere Problemfelder mehr. Der steigende Bedarf an staatlichen Zuschüssen für beitragsfinanzierte Formen der sozialen Sicherung und die zunehmende Teilprivatisierung mit staatlichen Zuschüssen (Riester-Rente, Bahr-Pflege) kennzeichnen diese Symptomatik. Zum anderen sind gesamtgesellschaftliche Auswirkungen unmittelbar zu spüren, so z.B. in der gesellschaftspolitischen Debatte um 'Hartz IV'. Abseits der großen strukturellen Themen und der mitunter nicht immer rational geprägten Diskussion um die Zukunft der sozialen Sicherung wurden in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen Ansätze entwickelt und umgesetzt, die einen innovativen, pragmatischen Blick auf die Aspekte der sozialen Sicherung erlauben. In diesem Buch kommen ausgewiesene Experten zu Wort, die diese Ansätze beleuchten und diskutieren und so einen Weg weisen, wie soziale Sicherung in unserer Gesellschaft auch in Zukunft realisierbar ist.?" (Autorenreferat, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung 2016: beachtliche Lohnzuwächse im unteren Lohnsegment, aber weiterhin hoher Anteil von Beschäftigten mit Niedriglöhnen (2018)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2018): Niedriglohnbeschäftigung 2016. Beachtliche Lohnzuwächse im unteren Lohnsegment, aber weiterhin hoher Anteil von Beschäftigten mit Niedriglöhnen. (IAQ-Report 2018-06), Duisburg, 18 S. DOI:10.17185/duepublico/47959
Abstract
"- Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland hat in den Jahren 2015 und 2016 zu deutlichen Steigerungen der durchschnittlichen Stundenlöhne am unteren Rand des Lohnspektrums geführt.
- Der durchschnittliche Stundenlohn im Niedriglohnsektor erreichte im Jahr 2016 knapp 77% der Niedriglohnschwelle und damit immerhin fast vier Prozentpunkte mehr als 2014 (73%).
- Trotz dieser Lohnerhöhungen stagniert der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten auf einem im Vergleich der EU-Länder besonders hohen Niveau: 22,7% aller abhängig Beschäftigten in Deutschland arbeiteten im Jahr 2016 für einen Niedriglohn.
- Die Niedriglohnschwelle (berechnet auf Basis der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit) hat sich in den letzten drei Jahren von 9,60 EURO pro Stunde im Jahr 2013 auf 10,44 EURO im Jahr 2016 erhöht.
- Die internationale Forschung legt nahe, dass zur Begrenzung des Anteils von Niedriglöhnen nicht nur ein gesetzlicher Mindestlohn, sondern vor allem auch eine hohe Tarifbindung wichtig ist." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Employment effects of the affordable care act medicaid expansions (2018)
Zitatform
Leung, Pauline & Alexandre Mas (2018): Employment effects of the affordable care act medicaid expansions. In: Industrial relations, Jg. 57, H. 2, S. 206-234. DOI:10.1111/irel.12207
Abstract
"We examine whether the recent expansions in Medicaid from the Affordable Care Act reduced 'employment lock' among childless adults who were previously ineligible for public coverage. We compare employment in states that chose to expand Medicaid versus those that chose not to expand, before and after implementation. We find that although the expansion increased Medicaid coverage by 3.0 percentage points among childless adults, there was no significant impact on employment." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Handbook on in-work poverty (2018)
Zitatform
Lohmann, Henning & Ive Marx (Hrsg.) (2018): Handbook on in-work poverty. Cheltenham: Elgar, 508 S. DOI:10.4337/9781784715632
Abstract
"There has been a rapid global expansion of academic and policy attention focusing on in-work poverty, acknowledging that across the world a large number of the poor are 'working poor'. Taking a global and multi-disciplinary perspective, this Handbook provides a comprehensive overview of current research at the intersection between work and poverty.
Authoritative contributions from leading researchers in the field provide comprehensive coverage of conceptual and measurement issues, causal drivers and mechanisms, key empirical findings, policy issues and debates. The Handbook is unique in offering perspectives from a wide range of regions and countries, stretching beyond developed countries. It also does justice to the paradigmatic diversity in approaches to in-work poverty, offering a wealth of variety in disciplinary approaches." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis vom Verlag -
Literaturhinweis
Erwerbsarbeit, Einkommensarmut und materielle Deprivation: Entwicklung der Trennlinien zwischen Erwerbstätigen und Nicht-Erwerbstätigen (2018)
Zitatform
Lohmann, Henning & Olaf Groh-Samberg (2018): Erwerbsarbeit, Einkommensarmut und materielle Deprivation. Entwicklung der Trennlinien zwischen Erwerbstätigen und Nicht-Erwerbstätigen. In: M. Giesselmann, K. Golsch, H. Lohmann & A. Schmidt-Catran (Hrsg.) (2018): Lebensbedingungen in Deutschland in der Längsschnittperspektive, S. 225-241. DOI:10.1007/978-3-658-19206-8_13
Abstract
"Im vorliegenden Beitrag untersuchen wir unter Verwendung des Lebensstandardansatzes den Zusammenhang zwischen Erwerbsarbeit und Armut. Ausgangspunkt für unsere Überlegungen ist das Spannungsverhältnis der gleichzeitigen Thematisierung von Arbeitslosigkeit und bestimmten Formen der Erwerbsarbeit als Armutsursachen. Damit verbunden ist die Frage, ob Erwerbsarbeit, selbst wenn sie mit unzureichenden Einkommen einhergeht, eine eigenständige Form der sozialen Teilhabe darstellt. In unseren empirischen Analysen nutzen wir die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) der Jahre 2001 bis 2013. Grundsätzlich zeigt sich, dass auch bei gleichen finanziellen Ressourcen, Erwerbstätige weniger von Deprivation betroffen sind als Nicht-Erwerbstätige, was auf die mit der Erwerbstätigkeit verbundene Teilhabechancen verweist. Dies gilt aber nur ansatzweise für die Gruppe der zuvor arbeitslosen Erwerbstätigen. Ein Anwachsen dieser Gruppe wäre mit einer zunehmenden Abnahme der Unterscheide zwischen erwerbstätigen und nicht-erwerbstätigen Armen verbunden, wofür sich bislang allerdings kaum Anzeichen finden lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Armut von Erwerbstätigen (2018)
Lohmann, Henning;Zitatform
Lohmann, Henning (2018): Armut von Erwerbstätigen. In: P. Böhnke, J. Dittmann & J. Goebel (Hrsg.) (2018): Handbuch Armut : Ursachen, Trends, Maßnahmen, S. 198-212.
Abstract
Nach der einleitenden Erörterung von Fragen der Definition und Messung von Armut bei Erwerbstätigkeit geht der Autor im Folgenden auf deren empirisches Ausmaß in Deutschland ein. Datengrundlage bildet das Sozioökonomische Panel für die Jahre 1995 bis 2014. Fazit: Die Armut von Erwerbstätigen ist in diesem Zeitraum von 6,0 auf 8,5 Prozent angestiegen. 'Die Entwicklung verläuft weitestgehend parallel zur allgemeinen Armutsentwicklung.' Zusammengefasst zeigt sich vor allem eine Zunahme der Armut von Erwerbstätigen im Bereich der Niedriglohnbeschäftigung und Teilzeitbeschäftigung, an den Rändern des Altersspektrums und nach Arbeitslosigkeit. Der Beitrag schließt mit Ansätzen zur Armutsbekämpfung von Erwerbstätigen, wie z.B. Mindestlohn und Steuergutschriften sowie Familienleistungen. (IAB)
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Literaturhinweis
Stemming the tide: What have European Union countries done to support low-wage workers in an era of downward wage pressures? (2018)
Zitatform
Marchal, Sarah & Ive Marx (2018): Stemming the tide. What have European Union countries done to support low-wage workers in an era of downward wage pressures? In: Journal of European social policy, Jg. 28, H. 1, S. 18-33. DOI:10.1177/0958928717704747
Abstract
"Governments across the European Union (EU) have been striving to get more people into work while at the same time acknowledging that more needs to be done to 'make work pay'. Yet this drive comes at a time when structural economic shifts are putting pressure on wages, especially of less skilled workers. This article focuses on trends in minimum wages, income taxes and work-related benefits within a selection of 15 EU countries, for the period 2001 - 2012, with three US states included as reference cases. We find evidence for eroding relative minimum wages in various EU countries, yet combined with catch-up growth in the new member states. We also find that governments counteracted eroding minimum wages through direct income support measures, especially for lone parents. Most prevalent among these were substantial declines in income tax liabilities." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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