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Dossier

Atypische Beschäftigung

Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.

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im Aspekt "Solo-Selbständigkeit"
  • Literaturhinweis

    Der Wandel der Erwerbsformen in Deutschland (2015)

    Eichhorst, Werner;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner (2015): Der Wandel der Erwerbsformen in Deutschland. In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 69, H. 1, S. 15-22. DOI:10.5771/1611-5821-2015-1-15

    Abstract

    "Der vorliegende Beitrag untersucht den Wandel der Erwerbsformen in Deutschland und zeigt, dass atypische Beschäftigung in bestimmten Sektoren und Berufen zum Aufbau von Erwerbstätigkeit beigetragen hat, gleichzeitig ist jedoch das so genannte Normalarbeitsverhältnis nach wie vor die bei weitem am deutschen Arbeitsmarkt dominante Erwerbsform - aber auch dort haben verschiedene Formen der Flexibilisierung Raum gegriffen. Insgesamt ist die Vielfalt der Erwerbsund Arbeitsformen in Deutschland gewachsen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Institutions and the prevalence of nonstandard employment (2015)

    Hipp, Lena ; Bernhardt, Janine ; Allmendinger, Jutta;

    Zitatform

    Hipp, Lena, Janine Bernhardt & Jutta Allmendinger (2015): Institutions and the prevalence of nonstandard employment. In: Socio-economic review, Jg. 13, H. 2, S. 351-377. DOI:10.1093/ser/mwv002

    Abstract

    "How can we explain differences in nonstandard employment across countries? This article provides an overview of the multifaceted relationships between national-level institutions and the three dominant forms of nonstandard employment, that is, temporary, part-time and solo self-employment. The article highlights the great heterogeneity that exists among the different forms of nonstandard work, both within and between countries. Neither welfare regime approaches nor dualization and precarization theories sufficiently capture the ongoing diversification of employment relationships across countries. However, the institution-specific analyses reviewed here are also not without challenges: high-quality macro- and microlevel data are scarce; institutions interact in complex ways with their environment and exert distinct effects on different groups of workers; moreover, the demographic composition of the workforce and the role of cultural characteristics make it difficult for researchers to correctly specify such macro-to-micro links in their empirical work. In addition to outlining several avenues for future research, the article informs ongoing debates on the relevance of nonstandard work for the study of social inequality and research in comparative political analysis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Selbstständige Lehrkräfte im Bildungssektor (2015)

    Jambon, Sabine;

    Zitatform

    Jambon, Sabine (2015): Selbstständige Lehrkräfte im Bildungssektor. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 64, H. 9/10, S. 247-252. DOI:10.3790/sfo.64.9-10.247

    Abstract

    "Im tertiären und quartären Bildungsbereich werden in hohem Umfang selbstständige Lehrkräfte eingesetzt. Als Honorarlehrkräfte, Volkshochschuldozentinnen bzw. -dozenten oder Lehrbeauftragte tragen sie in erheblichem Maße zur Verwirklichung des Betriebszwecks bei, ohne zum eigentlichen Mitarbeiterkreis zu gehören. Die Auswertung von Daten einer qualitativen Studie zur betrieblichen Mitbestimmung hinsichtlich der (negierten) Betriebszugehörigkeit der Lehrkräfte und den sich daraus ergebenen Konsequenzen ergab, dass Exklusion tatsächlich wahrgenommen und als problematisch bewertet wurde. Insbesondere der fehlende arbeitsrechtliche Schutz bei struktureller Unterlegenheit der nominell Selbstständigen lässt Handlungsbedarf aufscheinen. Forschungsbedarf besteht hinsichtlich der Exklusionsmechanismen und -diskurse sowie der gleichzeitig sowohl exkludierenden als auch bindenden Machtoperationen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Selbstständige als Werkvertragsnehmer: Ausmaß, Strukturen und soziale Lage (2015)

    Seifert, Hartmut; Keller, Berndt ; Amlinger, Marc;

    Zitatform

    Seifert, Hartmut, Marc Amlinger & Berndt Keller (2015): Selbstständige als Werkvertragsnehmer. Ausmaß, Strukturen und soziale Lage. (WSI-Diskussionspapier 201), Düsseldorf, 17 S.

    Abstract

    "Das Diskussionspapier beschreibt Ausmaß, Strukturen und soziale Lage von Selbstständigen als Werkvertragsnehmer. Es zeigt, dass diese Gruppe knapp zwei Prozent aller Erwerbstätigen umfasst. Sie sind überwiegend männlich, älter, gut qualifiziert und hauptsächlich in akademischen und handwerklichen Berufen tätig. Im Vergleich zu den übrigen Selbstständigen haben sie häufiger Mitarbeiter. Ihre mittleren Stundenverdienste liegen über denen der abhängig Beschäftigten, allerdings müssen sie sich von ihren Einkommen in Eigenregie gegen soziale Risiken absichern. Das dürfte vor allem den Beziehern geringer Einkommen schwerfallen. Deren Anteil ist unter den Werkvertragsnehmern ohne Mitarbeiter höher als unter abhängig Beschäftigten. Aussagen zum Missbrauch von Werkverträgen können in diesem Papier nicht gemacht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Untypisch atypisch Beschäftigte: Honorarärzte zwischen Befristung, Leiharbeit und (Solo-)Selbstständigkeit (2014)

    Keller, Berndt ; Wilkesmann, Maximiliane ;

    Zitatform

    Keller, Berndt & Maximiliane Wilkesmann (2014): Untypisch atypisch Beschäftigte. Honorarärzte zwischen Befristung, Leiharbeit und (Solo-)Selbstständigkeit. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 21, H. 1, S. 99-125.

    Abstract

    "Der Beitrag behandelt das Thema Honorarärzte nicht, wie bisher üblich, aus ärztlicher Sicht, sondern erstmals aus der Perspektive von Beschäftigungsbeziehungen, insbesondere atypischer Beschäftigungsverhältnisse (vor allem Befristung, Leiharbeit und Solo- Selbstständigkeit). Nach Einleitung und Problemstellung werden die wesentlichen Merkmale dieser neuen Beschäftigungsform, die in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat, in Abgrenzung zum Normalarbeitsverhältnis skizziert. Anschließend erfolgt die Behandlung der soziodemographischen Merkmale. Darauf aufbauend wird die Frage diskutiert, ob Honorarärzte als atypisch Beschäftigte zugleich den häufig mit diesen Beschäftigungsverhältnissen verbundenen Prekaritätsrisiken (in Bezug auf Einkommen, Beschäftigungsstabilität und -fähigkeit, Integration in soziale Sicherungssysteme) ausgesetzt sind. Abschließend geht der Beitrag auf die Vertretung kollektiver Interessen ein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Werkverträge, Leiharbeit, Solo-Selbstständigkeit: eine Bestandsaufnahme (2014)

    Manske, Alexandra; Scheffelmeier, Tine;

    Zitatform

    Manske, Alexandra & Tine Scheffelmeier (2014): Werkverträge, Leiharbeit, Solo-Selbstständigkeit. Eine Bestandsaufnahme. (WSI-Diskussionspapier 195), Düsseldorf, 124 S.

    Abstract

    "Das Diskussionspapier bietet eine Zusammenfassung der Literatur zu den Beschäftigungsformen Werkverträge, Leiharbeit und Solo-Selbstständigkeit. Im Mittelpunkt stehen Branchenspezifika und die empirischen Ergebnisse der jeweiligen Studien. Von zentraler Bedeutung sind die Fragen nach dem Ausmaß, den Strukturen und den Entwicklungen der drei Beschäftigungsformen. Außerdem werden die Forschungslücken aufgezeigt: Leiharbeit ist im Industriesektor vergleichsweise gut erforscht, was für den Dienstleistungsbereich nicht gilt. Bei den Werkverträgen fehlen vor allem quantitative Daten, um das Phänomen besser einschätzen zu können. Die allgemeine Selbstständigenquote in Deutschland liegt immer noch unterhalb des EU-Durchschnitts. Trotzdem ist in Deutschland eine vergleichsweise hohe Dynamik zu konstatieren, die sich unter anderem darin äußert, dass Solo-Selbstständigkeit zunehmend Tätigkeiten umfasst, die bisher eher in abhängiger Beschäftigung ausgeübt wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    "Arbeitnehmer bist du irgendwie trotzdem...": Grenzbereiche von Selbstständigkeit, Unselbstständigkeit und Scheinselbstständigkeit in der österreichischen Bauwirtschaft. Endbericht (2014)

    Sardadvar, Karin ; Saunders, Eva; Holtgrewe, Ursula ; Baresch, Roman;

    Zitatform

    Sardadvar, Karin, Eva Saunders & Ursula Holtgrewe (2014): "Arbeitnehmer bist du irgendwie trotzdem...". Grenzbereiche von Selbstständigkeit, Unselbstständigkeit und Scheinselbstständigkeit in der österreichischen Bauwirtschaft. Endbericht. (FORBA-Forschungsbericht 2014,03), Wien, 61 S.

    Abstract

    "Der vorliegende Bericht stellt das Forschungsdesign und die Ergebnisse des qualitativen Forschungsteiles aus dem Projekt 'Neue Arbeitsformen im Grenzbereich Selbstständigkeit/Unselbstständigkeit. Analyse der Situation in der Bauwirtschaft' vor. Auf Basis von Literaturrecherchen, Experteninterviews, Beschäftigteninterviews und teilnehmender Beobachtung wird das Wissen über abhängige Selbstständigkeit vertieft. Es zeigt sich, dass abhängige Selbstständigkeit von den ArbeitnehmerInnen in vielen Fällen aus ökonomischer Notwendigkeit, in manchen Fällen auch unwissend eingegangen wird. Scheinselbstständige haben gegenüber regulär Beschäftigten eine Reihe von Nachteilen, indem ihnen Ansprüche und Zahlungen vorenthalten werden - etwa in Hinblick auf die Gültigkeit von Kollektivverträgen, Eingruppierungen, Interessensvertretung und Urlaubszahlungen. Für die Arbeitgeber dagegen bedeutet die Beschäftigung über Scheinselbstständigkeit eine (illegale) Ersparnis von Beiträgen für ArbeitnehmerInnen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Gute Arbeit: Profile prekärer Arbeit - Arbeitspolitik von unten (2014)

    Schröder, Lothar; Pickshaus, Klaus; Urban, Hans-Jürgen; Müller, Nadine; Reusch, Jürgen;

    Zitatform

    Schröder, Lothar & Hans-Jürgen Urban (Hrsg.) Müller, Nadine, Klaus Pickshaus & Jürgen Reusch (Red.) (2014): Gute Arbeit. Profile prekärer Arbeit - Arbeitspolitik von unten. Frankfurt am Main: Bund-Verl., 384 S.

    Abstract

    "Das Prekäre wird 'normal', das Normale droht prekär zu werden. Die Zerklüftung der Arbeitswelt hat gefährliche Ausmaße erreicht. Prekäre Beschäftigung hat viele Gesichter: Leiharbeit, Werkverträge, befristete Stellen, Minijobs, Soloselbstständigkeit, Praktika. In jeder Branche zeigt sich Prekarität auf ihre eigene, typische Weise. Wer einmal in der Prekarisierungsfalle steckt, kommt nur schwer wieder heraus. Für viele gilt das ein Leben lang, bis zur Altersarmut.
    Profile der Prekarisierung und Alternativen Guter Arbeit im Sinne einer Arbeitspolitik von unten - um dieses Thema geht es in den Beiträgen des Jahrbuches 'Gute Arbeit 2014'." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Teilhabe atypisch Beschäftigter: Einkommen, Sozialversicherungsrechte und betriebliche Mitbestimmung (2014)

    Schulze Buschoff, Karin;

    Zitatform

    Schulze Buschoff, Karin (2014): Teilhabe atypisch Beschäftigter. Einkommen, Sozialversicherungsrechte und betriebliche Mitbestimmung. In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 23, H. 3, S. 211-224. DOI:10.1515/arbeit-2014-0305

    Abstract

    "Die leitende Fragestellung dieses Beitrags ist, inwieweit die materielle und institutionell-rechtliche Teilhabe, die ideell mit dem Leitbild des Normalarbeitsverhältnisses verknüpft wird, auch für atypische Beschäftigungsformen gilt. Dies wird anhand der zentralen Dimensionen Einkommen, Einbeziehung in die Sozialversicherung und betriebliche Mitbestimmung insbesondere für die vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Beschäftigungsformen Solo-Selbstständigkeit, Werkverträge und Minijobs skizziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Temporary contracts and work-family balance in a dual labor market (2013)

    Bonet, Rocio ; Cruz, Cristina ; Justo, Rachida ; Kranz, Daniel Fernández;

    Zitatform

    Bonet, Rocio, Cristina Cruz, Daniel Fernández Kranz & Rachida Justo (2013): Temporary contracts and work-family balance in a dual labor market. In: ILR review, Jg. 66, H. 1, S. 55-87. DOI:10.1177/001979391306600103

    Abstract

    "A well-established finding in the literature is that self-employment enables mothers to accommodate work and family needs better than when they are engaged in organizational employment. With this result in mind, the authors investigate within a dual system of job protection if women under temporary contracts face greater work-family conflicts than those under permanent contracts. The authors use data on women's work and fertility histories from the Spanish Continuous Sample of Working Histories to analyze whether women under temporary contracts transition to self-employment upon motherhood more than those who are under permanent contracts. Analyses show that being under a temporary contract increases women's likelihood of transitioning to self-employment upon childbirth. Supplementary analyses show that this is partly the result of voluntary transitions and not an employer's decision to terminate a temporary contract upon motherhood. Overall, these findings reveal a hidden cost of temporary contracts: the greater difficulty in balancing work and family." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Drivers of freelance career success (2013)

    Born, Arjan van den ; Witteloostuijn, Arjen van;

    Zitatform

    Born, Arjan van den & Arjen van Witteloostuijn (2013): Drivers of freelance career success. In: Journal of organizational behavior, Jg. 34, H. 1, S. 24-46. DOI:10.1002/job.1786

    Abstract

    "Recent evidence shows that the frequently proclaimed collapse of the traditional career model is actually not supported by job tenure data. This paper argues that the observed stability of job tenure might be explained by an increasing number of shamrock organizations. This organizational form has three types of workers: core employees, professional freelancers, and routine workers. In such an organization, two very different career models coexist. The organization largely determines the career of the core employee, whereas the individual essentially shapes that of the professional freelancer. This paper studies extensively the career of this second group: the professional freelancer, a growing phenomenon in many developed countries but not yet the focus of many career studies. We develop a freelance career success model on basis of the intelligent career framework augmented by insights from literature on entrepreneurship. Data are from a web survey with responses from about 1600 independent professionals in the Netherlands, in combination with 51 in-depth interviews. We provide two main contributions. First, we report findings from the first large-scale quantitative study into freelance career success. Second, this study enhances our understanding of the success of the modern career by building bridges between career and entrepreneurship literatures. We conclude that the external environment in which an individual freelancer operates is the most important factor determining career success. The study therefore suggests that more work needs to be performed on the relationship between the environment and individual career success." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Allein tätige Selbständige: starkes Beschäftigungswachstum, oft nur geringe Einkommen (2013)

    Brenke, Karl;

    Zitatform

    Brenke, Karl (2013): Allein tätige Selbständige: starkes Beschäftigungswachstum, oft nur geringe Einkommen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 80, H. 7, S. 3-16.

    Abstract

    "In den vergangenen beiden Jahrzehnten ist die Zahl der Selbständigen in Deutschland kräftig gestiegen. Dies ist fast ausschließlich auf die Entwicklung bei allein tätigen Selbständigen (Solo-Selbständigen) zurückzuführen. Besonders stark hat sich dabei die Zahl selbständiger Frauen erhöht. Auch wenn ein Teil der Solo-Selbständigen hohe Einkünfte erzielt, liegt das mittlere Einkommen dieser Erwerbstätigengruppe unter dem der Arbeitnehmer. Viele kommen über Einkünfte, wie sie Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor beziehen, nicht hinaus. Der Anteil der Geringverdiener unter den Solo-Selbständigen ist zwar seit Mitte der letzten Dekade gesunken, er liegt aber immer noch bei knapp einem Drittel oder etwa 800 000 Personen. Eine Solo-Selbständigkeit ist häufig nur eine vorübergehende Beschäftigungsform. Die meisten der Solo-Selbständigen, die ihr Geschäft aufgeben, wechseln in eine abhängige Beschäftigung. Dies mag auch daran liegen, dass für manche der Gang in die Selbständigkeit wegen fehlender Beschäftigungsalternativen ohnehin nur eine Notlösung war. Zudem könnte Unzufriedenheit mit dem Einkommen aus der selbständigen Beschäftigung eine Rolle spielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Social protection rights of economically dependent self-employed workers (2013)

    Eichhorst, Werner; White, Caroline; Monti, Paola; Pedersen, Jakob Louis; Stanley, Julian; Horvath, Thomas ; Vandeweghe, Barbara; Braga, Michela; Kendzia, Michael; Gerard, Maarten; Wehner, Caroline ; Famira-Mühlberger, Ulrike; Kahancová, Marta ; Martiskova, Monika ; Kahanec, Martin ;

    Zitatform

    Eichhorst, Werner, Michela Braga, Ulrike Famira-Mühlberger, Maarten Gerard, Thomas Horvath, Martin Kahanec, Marta Kahancová, Michael Kendzia, Monika Martiskova, Paola Monti, Jakob Louis Pedersen, Julian Stanley, Barbara Vandeweghe, Caroline Wehner & Caroline White (2013): Social protection rights of economically dependent self-employed workers. (IZA research report 54), Bonn, 122 S.

    Abstract

    "The study analyses the role of economically dependent self-employed workers in the labour market by taking institutional factors into account, such as labour law and social protection rights. In addition to setting out the reasons for the increase of dependent self-employed workers, the authors provide case studies across various sectors of selected EU Member States. While the phenomenon of dependent self-employment is highly diverse across EU Member States, it has become increasingly important and can be regarded as part of a general trend towards increasing labour market flexibilisation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung zwischen Prekarität und Normalität: Entwicklung, Strukturen und Bestimmungsgründe im Überblick (2013)

    Keller, Berndt K.; Seifert, Hartmut;

    Zitatform

    Keller, Berndt K. & Hartmut Seifert (2013): Atypische Beschäftigung zwischen Prekarität und Normalität. Entwicklung, Strukturen und Bestimmungsgründe im Überblick. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 158), Berlin: Edition Sigma, 179 S.

    Abstract

    "Traditionell hat das Normalarbeitsverhältnis die Strukturen des deutschen Arbeitsmarkts geprägt - das ist längst Vergangenheit. Inzwischen ist weit mehr als jedes dritte Beschäftigungsverhältnis 'atypisch', indem es in Gestalt von Teilzeit- und befristeten Anstellungen, Mini- und Midijobs, Leiharbeit und (Solo-) Selbständigkeit vom klassischen Typ abweicht. Einige dieser Formen scheinen unterwegs zur akzeptierten Normalität des Arbeitsmarkts zu sein, andere führen bedenklich auf den Weg in die Prekarität. Die Autoren geben hier einen umfassenden Überblick über sämtliche Formen atypischer Beschäftigung. Sie rekapitulieren zunächst deren Entwicklung seit Beginn der 1990er Jahre, den aktuellen Gesamtumfang sowie die zentralen Strukturmerkmale. Sodann unterscheiden sie die kurz- und langfristigen Prekaritätsrisiken und analysieren ihre Folgen für Individuen und Arbeitsmarkt. Sie liefern für jede Form gesondert theoretische Erklärungen für die Expansion des atypischen Segments und untersuchen den Einfluss der Interessenvertretungen auf die Entwicklung der Formen. Schließlich unterbreiten sie übergreifende und formenspezifische Vorschläge zur notwendigen Neuregulierung atypischer Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Selbstständigkeit in Deutschland (2013)

    Mai, Christoph-Martin; Marder-Puch, Katharina;

    Zitatform

    Mai, Christoph-Martin & Katharina Marder-Puch (2013): Selbstständigkeit in Deutschland. In: Wirtschaft und Statistik H. 7, S. 482-496.

    Abstract

    "Der Beitrag beschreibt die Entwicklung der Selbstständigkeit in Deutschland statistisch. Besonderes Interesse gilt dabei den Unterschieden zwischen den Selbstständigen mit und ohne abhängig Beschäftigte, aber auch der Frage, ob Unterschiede im Vergleich zur Gruppe der Arbeitnehmer vorliegen. Ein Blick auf soziodemografische Merkmale wie Alter, Geschlecht, Nationalität und Bildung gibt weitergehende Informationen. Ferner wird untersucht, ob sich die Selbstständigkeit gesamtwirtschaftlich dynamisch entwickelte oder ob es Schwerpunktbereiche gab. Die Analyse zieht ergänzend Aspekte wie Arbeitszeit, vor allem die Teilzeitbeschäftigung, aber auch das Einkommen ein. Um beurteilen zu können, ob die Entwicklungen in Deutschland spezifisch oder mit anderen Ländern vergleichbar sind, werden ausgewählte Fragen auch im internationalen Kontext behandelt.
    Großen Anteil an der Entwicklung der Zahl der Selbstständigen hat die Gruppe der sogenannten Solo-Selbstständigen. Mehr als drei Viertel des Anstiegs der Selbstständigenzahlen entfallen auf diejenigen, die alleine ein Unternehmen betreiben und keine Mitarbeiter beschäftigen. Damit hat sich die Struktur der Selbstständigkeit im Zeitablauf zugunsten der Solo-Selbstständigen gewandelt. War noch in den 1990er-Jahren der Begriff Selbstständigkeit mehrheitlich verbunden mit Unternehmerinnen und Unternehmern, die zusammen mit abhängig Beschäftigten arbeiteten, hat sich dies insbesondere seit der Jahrtausendwende geändert. Maßgeblich für diese Entwicklung dürften vor allem staatliche Förderprogramme gewesen sein, aber auch der allgemeine wirtschaftliche Strukturwandel begünstigte bestimmte Dienstleistungsberufe, die einen hohen Anteil an Solo-Selbstständigen aufweisen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung in Österreich: bisherige Entwicklungen, aktueller Stand und Aussichten für die Zukunft (2013)

    Wagner, Norman;

    Zitatform

    Wagner, Norman (2013): Atypische Beschäftigung in Österreich. Bisherige Entwicklungen, aktueller Stand und Aussichten für die Zukunft. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 36, H. 4, S. 71-88.

    Abstract

    "Die Atypisierung der Arbeitswelt hat mittlerweile dazu geführt, dass mehr als 30 % der unselbständig Erwerbstätigen entweder teilzeit-, geringfügig, befristet oder als überlassene Arbeitnehmerinnen beschäftigt sind. Dazu kommen noch 20 % unbefristet Vollzeitbeschäftigt mit All-In-Verträgen sowie eine schwer abgrenzbare Zahl von neuen Selbständigen. Die vorliegenden Daten erlauben -- selbst bei vorsichtiger Schätzung -- von 1,2 Millionen atypisch Beschäftigter auszugehen, bei Berücksichtigung der Allin-Verträge sogar von wesentlich mehr. Der größte und nach wie vor wachsende Teil der atypisch Beschäftigten arbeitet Teilzeit, die große Mehrheit davon sind Frauen. Die Zahl der befristeten und der überlassenen Arbeitskräfte steigt ebenso, wenn auch weniger stark. Im Gegensatz dazu haben Rechtsprechung und Reformen in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Zahl der freien Dienstverträge kontinuierlich zurückgeht. Komplexer ist die Situation im Bereich der neuen Selbständigen, wo es sowohl an einer allgemein akzeptierten Definition als auch an der Möglichkeit zur abschließenden Quantifizierung fehlt. Die Voraussetzungen für die Atypisierung -- steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen und Tertiärisierung der Arbeitswelt -- sind nach wie vor gegeben, mit allen Konsequenzen für die Betroffenen im Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Mehr Jobs oder nur mehr schlechte Jobs?: die Entwicklung atypischer Beschäftigung in Europa (2012)

    Allmendinger, Jutta; Stuth, Stefan ; Leuze, Kathrin ; Giesecke, Johannes ; Hipp, Lena ;

    Zitatform

    Allmendinger, Jutta, Johannes Giesecke, Lena Hipp, Kathrin Leuze & Stefan Stuth (2012): Mehr Jobs oder nur mehr schlechte Jobs? Die Entwicklung atypischer Beschäftigung in Europa. (WZBrief Arbeit 13), Berlin, 7 S.

    Abstract

    "- Die Zunahme atypischer Beschäftigung in Europa geht nicht überall auf Kosten von Vollzeitjobs.
    - Atypische Beschäftigung variiert stark zwischen den Ländern und Bevölkerungsgruppen.
    - In Deutschland arbeiten vor allem junge und geringqualifizierte Menschen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Unternehmertum jenseits des Normalunternehmertums: für eine praxistheoretisch inspirierte Erforschung unternehmerischer Aktivitäten (2012)

    Bührmann, Andrea D. ;

    Zitatform

    Bührmann, Andrea D. (2012): Unternehmertum jenseits des Normalunternehmertums. Für eine praxistheoretisch inspirierte Erforschung unternehmerischer Aktivitäten. In: Berliner Journal für Soziologie, Jg. 22, H. 1, S. 129-156. DOI:10.1007/s11609-012-0175-2

    Abstract

    "Am Beispiel der gegenwärtig zu beobachtenden Prekarisierung des Arbeitens wird dargelegt, worin der 'Mehrwert' eines um arbeitssoziologische Erkenntnisse erweiterten Blicks auf unternehmerische Aktivitäten besteht. Zunächst wird der Forschungsstand zu den Prekarisierungsprozessen von abhängiger Erwerbsarbeit rekonstruiert. Deutlich wird, dass zwar intensiv über die Erosion des sogenannten Normalarbeitsverhältnisses und dann über eine fortschreitende Prekarisierung von abhängiger Erwerbstätigkeit diskutiert worden ist. Jedoch ist die Frage nach einer Prekarisierung des unternehmerischen Arbeitens bislang weitgehend ausgeblendet geblieben. Dass und inwiefern auch in Bezug auf dieses Arbeiten eine zunehmende Prekarisierung zu beobachten ist, wird in einem zweiten Schritt erörtert. Zudem werden zentrale Ursachenkomplexe für Prekarisierungsprozesse unternehmerischer Aktivitäten skizziert. Im Anschluss wird zum einen nach den Implikationen einer 'doppelten' Prekarisierung von Arbeit und deren gesellschaftlichen Vermittlungen gefragt. Zum anderen wird das methodisch-methodologische Potenzial einer praxistheoretischen Fundierung der Forschung aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Flexibel ohne Grenzen? Belastungen, Anforderungen und Ressourcen von Freelancern (2012)

    Clasen, Julia ;

    Zitatform

    Clasen, Julia (2012): Flexibel ohne Grenzen? Belastungen, Anforderungen und Ressourcen von Freelancern. In: B. Badura, A. Ducki, H. Schröder, J. Klose & M. Meyer (Hrsg.) (2012): Fehlzeiten-Report 2012 : Gesundheit in der flexiblen Arbeitswelt: Chancen nutzen - Risiken minimieren. Zahlen, Daten, Analysen aus allen Branchen der Wirtschaft, S. 97-107.

    Abstract

    "Immer mehr Unternehmen lagern Spezialwissen aus und kaufen bei Bedarf wissensintensive Dienstleistungen bei Freelancern ein. Viele dieser hochflexiblen Mitarbeiter auf Zeit arbeiten an der Grenze zwischen Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung, zwischen Autonomie und Abhängigkeit. Das Wissen um die gesundheitsbezogenen Chancen und Risiken von Freelancern ist äußerst begrenzt. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer internetbasierten Fragebogenstudie zur Arbeits- und Gesundheitssituation von Freelancern dargestellt. Erfragt wurden verschiedene stressrelevante Tätigkeitsmerkmale sowie die Gesundheitsindikatoren Irritation, psychosomatische Beschwerden und Arbeitsfreude. Die Untersuchung ergab, dass ein Viertel der 333 befragten Freelancer unter starkem psychischen Stress leidet. Als gesundheitliche Risikofaktoren erweisen sich Einkommensunsicherheit, Unsicherheit, auftraggeberbezogene Stressoren und Zeitdruck. Gesundheitsförderlich wirken vor allem Kontrolle und soziale Unterstützung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    'German Angst' vs 'Danish Easy-going'?: on the role and relevance of insecurity and uncertainty in the lives of freelancers in Denmark and Germany (2012)

    Fersch, Barbara ;

    Zitatform

    Fersch, Barbara (2012): 'German Angst' vs 'Danish Easy-going'? On the role and relevance of insecurity and uncertainty in the lives of freelancers in Denmark and Germany. In: Sociology, Jg. 46, H. 6, S. 1125-1139. DOI:10.1177/0038038512437894

    Abstract

    "Highly flexible workers such as freelancers are particularly exposed to insecurity. In this article I explore the role and relevance of insecurity and uncertainty in the lives of freelancers in Denmark and Germany and especially the marked difference I have found in freelancers' narratives along national lines. Whereas insecurity and its related fear and anxiety played a huge role in the German interviews ('German Angst'), the Danish freelancers attached less importance to the topic of insecurity and showed almost no sign of related anxiety ('Danish Easy-going'). Some reasons for this can be found in the different social security backgrounds and welfare state programmes of the two countries, but these differences cannot explain the very different ways of talking about and dealing with the topic. Therefore, I suggest that the differences can be understood in the context of trust as a multi-dimensional concept." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Solo-Selbstständige: Die Förderung bewährt sich, der soziale Schutz nicht immer (2012)

    Gerner, Hans-Dieter; Wießner, Frank;

    Zitatform

    Gerner, Hans-Dieter & Frank Wießner (2012): Solo-Selbstständige: Die Förderung bewährt sich, der soziale Schutz nicht immer. (IAB-Kurzbericht 23/2012), Nürnberg, 8 S.

    Abstract

    "Neu gegründete Unternehmen treiben Innovationen und Strukturerneuerungen voran, sie stärken den Wettbewerb und schaffen Arbeitsplätze - seit Jahrzehnten basiert die Gründungsförderung in Deutschland auf diesem Credo. Vor allem geförderte Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit sind mit der Hoffnung auf eine 'doppelte Dividende' verbunden: Der Neugründer lässt die Arbeitslosigkeit - und damit den Leistungsbezug - hinter sich und wird im Idealfall als Arbeitgeber aktiv. Ein Kalkül, das nur bedingt aufgeht, wie die wachsende Zahl der Solo-Selbstständigen zeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Freelancer als Forschungsgegenstand und Praxisphänomen: betriebswirtschaftliche und psychologische Perspektiven (2012)

    Kaiser, Stephan ; Kozica, Arjan ; Oechsler, Walter A.; Süß, Stefan ; Panzer, Ralph S.; Becker, Johannes; Rössing, Inga; Braun, Timo; Rupp, Joachim; Heidbrink, Horst; Sayah, Shiva; Haunschild, Axel ; Kettenbach, Andrea; Bonss, Ulrike; Josephs, Ingrid; Vedder, Günther; Tohde, Tobias;

    Zitatform

    Kaiser, Stephan, Stefan Süß & Ingrid Josephs (Hrsg.) (2012): Freelancer als Forschungsgegenstand und Praxisphänomen. Betriebswirtschaftliche und psychologische Perspektiven. (Forschung und Praxis zukunftsfähiger Unternehmensführung 02), Frankfurt am Main: Lang, 231 S.

    Abstract

    "Freelancer sind ein mittlerweile weitverbreitetes Phänomen der modernen Arbeitswelt. Wir finden sie beispielsweise als Journalisten, IT-Spezialisten, aber auch als Ingenieure oder Mediziner, die auf eigene Rechnung als freie Mitarbeiter agieren. Die Autoren dieses Buches beleuchten das Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven. Was motiviert Freelancer, wie organisieren sie ihre Work-Life-Balance, wie gebunden fühlen sie sich an ihre Auftraggeber und wie halten sie ihr Wissen aktuell? Darüber hinaus erhält der Leser Informationen darüber, wie Unternehmen Freelancer erfolgreich führen, sie als Wissensträger nutzen und welche rechtlichen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
    Inhaltsverzeichnis
    Stephan Kaiser, Stefan Süß, Ingrid Josephs: Das Phänomen Freelancing: Eine neue flexible Beschäftigungsform und ihre Herausforderungen ( 7-18);
    Ingrid Josephs, Andrea Kettenbach: Sind Freelancer alle gleich? Bedürfnisse, Belastungen und Ressourcen von Soloselbständigen im Medien- und IT-Bereich aus psychologischer Sicht ( 19-32);
    Andrea Kettenbach, Ingrid Josephs, Horst Heidbrink: Motivation, Ziele Persönlichkeit: Unterschiede zwischen Freelancern und Angestellten aus psychologischer Perspektive (33-49);
    Stefan Süß: Commitment von Freelancern ( 51-67);
    Timo Braun, Walter A. Oechser: Segmentierung von Belegschaften und Herstellung von organisationalem Commitment ( 69-91);
    Stefan Süß, Shiva Sayah: Work-Life-Balance von Freelancern: Eine explorative Studie (93-111);
    Günther Vedder, Axel Haunschild: Work-Life-Balance und Entgrenzungstendenzen bei IT-Angestellten (113-133);
    Stefan Süß, Johannes Becker: Komponenten der Employability von Freelancern - Ergebnisse einer qualitativen Studie (135-150);
    Inga Rössing, Stephan Kaiser: Führung und Management von Freelancern in gemischten Teams (151-168);
    Ulrike Bonss, Stephan Kaiser: Freelancer als Quelle externen Wissens - Überlegungen zum Für und Wider eines Transfers von Wissen sowie daraus abzuleitende Managementimplikationen (169-186);
    Ulrike Bonss, Arjan Kozica, Stephan Kaiser: Beiträge von Freelancern zur Wissensabsorption: Implikationen für die Managementpraxis (187-203);
    Ralph S. Panzer: Rechtliche Perspektiven des Einsatzes von Freelancern (205-215);
    Tobias Rohde, Joachim Rupp: Das Interim-Erlebnis (217-225).

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  • Literaturhinweis

    Selbstständige in der Grundsicherung: Viel Arbeit für wenig Geld (2012)

    Koller, Lena ; Rudolph, Helmut; Neder, Nadja; Trappmann, Mark ;

    Zitatform

    Koller, Lena, Nadja Neder, Helmut Rudolph & Mark Trappmann (2012): Selbstständige in der Grundsicherung: Viel Arbeit für wenig Geld. (IAB-Kurzbericht 22/2012), Nürnberg, 12 S.

    Abstract

    "Von den erwerbstätigen Arbeitslosengeld-II-Empfängern, den sogenannten Aufstockern, üben fast zehn Prozent eine selbstständige Tätigkeit aus. Das zeigt, dass auch selbstständige Tätigkeiten nicht immer ein bedarfsdeckendes Einkommen sichern. Da die Zahl der selbstständigen Aufstocker in den letzten Jahren stetig zugenommen hat, ist diese bisher relativ wenig beachtete Gruppe Gegenstand des Berichts: Wer sind die selbstständigen Aufstocker, was und wie viel arbeiten sie und welche Einkünfte erzielen sie daraus?" (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Koller, Lena ; Trappmann, Mark ;
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  • Literaturhinweis

    Unruly entrepreneurs: Russian worker responses to insecure formal employment (2012)

    Morris, Jeremy ;

    Zitatform

    Morris, Jeremy (2012): Unruly entrepreneurs: Russian worker responses to insecure formal employment. In: Global Labour Journal, Jg. 3, H. 2, S. 217-236.

    Abstract

    "The article adds to research on in-work poverty, 'precarious' work and informal economic activity. It provides ethnographic data on mobility between formal and informal work in Russia; industrial 'normative' employment is seen as precarious due to on-the-job insecurity (Standing 2011). Insecurity is understood through the prism of low-wages, lack of control over work processes, but above all the imperative on workers to become flexible, self-regulating subjects of the reformed neoliberal Russia. The discourse of self-governmentality is contrasted by informants to interpretations of more benign production regimes under socialism (Burawoy 1992). Exit strategies from, and discourses of resistance to, the new strictures of waged employment are then examined. These are sustained by access to an embedded blue-collar identity, and the social networks that support and reinforce such ties." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Soziale Sicherung für Soloselbstständige in der Kreativwirtschaft (2012)

    Rosemann, Martin; Koch, Andreas ; Bieback, Karl-Jürgen; Fachinger, Uwe;

    Zitatform

    Rosemann, Martin, Andreas Koch, Karl-Jürgen Bieback & Uwe Fachinger (2012): Soziale Sicherung für Soloselbstständige in der Kreativwirtschaft. (WISO Diskurs), Bonn, 56 S.

    Abstract

    "Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein Wirtschaftszweig, der kontinuierlich an Bedeutung gewinnt. Vor allem in Großstädten und Ballungsräumen arbeiten immer mehr Menschen in diesem Bereich, allerdings überdurchschnittlich häufig als Soloselbstständige und in atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Der Gesprächskreis Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung hat drei Expertisen zu den Möglichkeiten der Weiterentwicklung der sozialen Sicherung im Bereich der Kreativwirtschaft in Auftrag gegeben." (Textauszug, IAB-Doku)
    Inhaltsverzeichnis:
    Martin Rosemann, Andreas Koch: Zur Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme (Arbeitslosenversicherung) für Soloselbstständige in der Kreativwirtschaft (5-24);
    Karl-Jürgen Bieback: Kreativwirtschaft und die Absicherung des Risikos Krankheit in einer Erwerbstätigen-/Bürgerversicherung (27-37);
    Uwe Fachinger: Zur Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme (Rentenversicherung) für Soloselbstständige in der Kreativwirtschaft (39-55).

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung in Europa 1996-2009 (2012)

    Schmeißer, Claudia; Stuth, Stefan ; Budras, Robert; Behrend, Clara; Giesecke, Johannes ; Hipp, Lena ; Leuze, Kathrin ;

    Zitatform

    Schmeißer, Claudia, Stefan Stuth, Clara Behrend, Robert Budras, Lena Hipp, Kathrin Leuze & Johannes Giesecke (2012): Atypische Beschäftigung in Europa 1996-2009. (WZB discussion paper P / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsgruppe der Präsidentin 2012-001), Berlin, 174 S.

    Abstract

    "Um die Wirkung atypischer Beschäftigungsverhältnisse auf Struktur und Ausmaß sozialer Ungleichheit abschätzen zu können, zeichnet das Discussion Paper für 20 europäische Länder nach, wie sich atypische Beschäftigung im Vergleich zu regulären Beschäftigungsverhältnissen sowie Arbeitslosigkeit und Inaktivität entwickelt hat. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich von 1996 bis einschließlich 2009. Mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen, Soloselbstständigkeit sowie substanzieller und marginaler Teilzeitarbeit werden vier Arten atypischer Beschäftigung unterschieden. Weil Arbeitsmarktrisiken ungleich zwischen verschiedenen Gruppen verteilt sind, betrachten wir die Beschäftigungsentwicklung getrennt nach Geschlecht, Alter und Bildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Solo-Selbständige in Deutschland: Strukturen und Erwerbsverläufe. Untersuchung für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Endbericht (2011)

    Brenke, Karl;

    Zitatform

    Brenke, Karl (2011): Solo-Selbständige in Deutschland. Strukturen und Erwerbsverläufe. Untersuchung für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Endbericht. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht Sozialforschung 423), Berlin, 39 S.

    Abstract

    "Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hatte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung beauftragt, eine Kurzexpertise über die Solo-Selbständigen, also die Selbständigen ohne Arbeitnehmer, zu erstellen. Neben der Struktur und Entwicklung dieser Gruppe von Erwerbstätigen sollte besonderes Augenmerk auf deren Erwerbsverläufe sowie auf deren Einkommen und soziale Absicherung gelegt werden. Als Quellen wurden vor allem die Daten des Mikrozensus sowie die des Sozio-ökonomischen Panels verwendet; es wurden sowohl Querschnitts- als auch Längsschnittanalysen vorgenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Soloselbstständige in Deutschland: Strukturen, Entwicklungen und soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit. Studie im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (2011)

    Koch, Andreas ; Rosemann, Martin; Potjagailo, Galina; Beurer, Anne-Katrin; Späth, Jochen ;

    Zitatform

    Koch, Andreas, Martin Rosemann & Jochen Späth (2011): Soloselbstständige in Deutschland. Strukturen, Entwicklungen und soziale Sicherung bei Arbeitslosigkeit. Studie im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung. (WISO Diskurs), Bonn, 60 S.

    Abstract

    "Ziel der Expertise ist es, den Handlungsbedarf im Hinblick auf die soziale Absicherung von Soloselbstständigen im Fall der Arbeitslosigkeit zu untersuchen. Handlungsbedarf ergibt sich einerseits aus einem wachsenden quantitativen Umfang einer Erwerbsform, andererseits aus ihrem Schutzbedürfnis. Letzteres steht in einem engen Zusammenhang mit der sozioökonomischen Situation der betroffenen Personen. Zudem spielen auch die Übergänge zwischen unterschiedlichen Erwerbsformen eine zentrale Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Die illegale Beschäftigung aus dem Blickwinkel der Bekämpfungsbehörden (2011)

    Mahr, Leo;

    Zitatform

    Mahr, Leo (2011): Die illegale Beschäftigung aus dem Blickwinkel der Bekämpfungsbehörden. Eigenverlag Leo Mahr 365 S.

    Abstract

    "Das Fachbuch zur illegalen Beschäftigung behandelt folgende Schwerpunktthemen:
    - Scheinselbständigkeit: Einmann-Unternehmer als faktische Arbeitnehmer bzw. Gruppenarbeitsverhältnisse als Schein-Gesellschaften getarnt
    - illegale Beschäftigungsformen in der Zeitarbeitsbranche: insbesondere Missachtung der Lohnbedingungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes
    - Abschluss von Schein-Werkverträgen: Verschleierung von Arbeitnehmerüberlassung oder Scheinselbständigkeit
    - Einsatz von in- und ausländischen (Billig-)Subunternehmen auf Werkvertragsbasis und ihre Hintergründe: die 'Spirale der illegalen Beschäftigung'
    - Mindestlöhne und die damit verbundenen Arbeitgeberpflichten nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz
    - Lohndumping beim Stamm- und Fremdpersonal: Mindestlohnverstöße, Missbrauch der Minijobs, Missachtung der Vergütungsregeln des AÜG usw.
    - das sozialversicherungsrechtliche Anspruchsprinzip als Ausgangspunkt für umfangreiche Beitragsnacherhebungen und Beitragsstrafverfahren
    - Schwarzlohnzahlungen und ihre Verschleierungsformen in der Lohn- und Finanzbuchhaltung.
    - betriebswirtschaftliche Hintergründe von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung
    - die Prüfungs- und Ermittlungsbefugnisse der Finanzkontrolle Schwarzarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Medienberufe aus arbeits- und sozialversicherungsrechtlicher Sicht: freie Mitarbeiter, Freelancer, Honorarkräfte und die ewige Gretchenfrage: selbständig, "scheinselbständig" oder abhängig beschäftigt? (2010)

    Boss, Sonja;

    Zitatform

    Boss, Sonja (2010): Medienberufe aus arbeits- und sozialversicherungsrechtlicher Sicht. Freie Mitarbeiter, Freelancer, Honorarkräfte und die ewige Gretchenfrage: selbständig, "scheinselbständig" oder abhängig beschäftigt? In: Neue Zeitschrift für Sozialrecht, Jg. 19, H. 9, S. 483-488.

    Abstract

    "Die Frage der arbeitsrechtlichen und sozialversicherungspflichtigen Behandlung der verschiedenen Berufsgruppen der sog. 'Medienberufe' stellt sich bei Arbeitgebern, Auftraggebern und Medienunternehmen ebenso wie bei den Betroffenen in regelmäßigen Abständen, spätestens bei der nächsten Betriebsprüfung, Arbeitslosenmeldung oder Anfrage der Krankenkasse. Seitdem die Zuständigkeit der Betriebsprüfungen der künstlersozialabgabepflichtigen Unternehmen durch das 3. KSVG-Änderungsgesetz vom 15. 6. 2007 zudem von der Künstlersozialkasse (KSK) auf die (personell stärkere) Deutsche Rentenversicherung (DRV) übertragen wurde, droht noch mehr Ungemach. Prominentestes Beispiel ist derzeit RTL, zu dessen Lasten das Bundessozialgericht mit Urteil vom 1. 10. 2009 entschieden hat, dass die Juroren bei DSDS Unterhaltungskünstler im Sinne des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) sind. Im Rahmen der verstärkten Überprüfungseinsätze der DRV zur Künstlersozialabgabe steht zudem zu befürchten, dass diese bei den Unternehmen nicht nur die ordnungsgemäße Künstlersozialabgabe überprüfen, sondern dabei die Frage einer möglichen 'Scheinselbständigkeit' aufwerfen. Dies kann mitunter verhängnisvolle Konsequenzen haben. Der Beitrag beleuchtet den arbeitsrechtlichen und sozialversicherungspflichtigen Status quo der klassischen Medienberufen, die in verstärktem Maße sozialversicherungsrechtlichen Besonderheiten unterliegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Prekäres Unternehmertum: Unsicherheiten von selbstständiger Erwerbstätigkeit und Unternehmensgründung (2010)

    Bührmann, Andrea D. ; Inhetveen, Heide; Fischer, Ute Luise; Wienhold, Hanns; Gather, Claudia; Pongratz, Hans J. ; Simon, Stefanie; Bögenhold, Dieter ; Kay, Rosemarie ; Fachinger, Uwe; Kranzusch, Peter; Bierhoff, Oliver; Schmidt, Tanja ; Ulbricht, Susan; Schmitt, Mathilde; Dangel-Vornbäumen, Caroline; Schulze Buschoff, Karin;

    Zitatform

    (2010): Prekäres Unternehmertum. Unsicherheiten von selbstständiger Erwerbstätigkeit und Unternehmensgründung. (Wirtschaft und Gesellschaft), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 299 S.

    Abstract

    "Unternehmensgründung und selbstständige Erwerbstätigkeit eröffnen nicht nur Erfolgschancen, sondern bringen erhebliche Prekaritätsrisiken mit sich. Auf der Grundlage konzeptioneller Überlegungen und neuerer empirischer Befunde verknüpft der Band zwei aktuelle, aber bisher kaum im Zusammenhang betrachtete gesellschaftliche Entwicklungen: die zunehmende Bedeutung von Unternehmertum und die wachsende Gefahr der Prekarisierung der Erwerbsarbeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Zum unterschiedlichen Umgang mit Unsicherheit: IT-Spezialisten und Ingenieure als Solo-Selbstständige (2010)

    Laaser, Knut ;

    Zitatform

    Laaser, Knut (2010): Zum unterschiedlichen Umgang mit Unsicherheit: IT-Spezialisten und Ingenieure als Solo-Selbstständige. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, Jg. 33, H. 2, S. 242-258.

    Abstract

    Der Beitrag fasst die Ergebnisse einer Studie zusammen, in der freiberuflich tätige IT-Spezialisten und Ingenieure in Deutschland und Großbritannien zu ihrer beruflichen Selbständigkeit befragt wurden. Im Mittelpunkt standen dabei die Motive, die der selbständigen Tätigkeit zugrundeliegen, die Frage, wie sie ihre Aufträge rekrutieren und die subjektive Bewertung von Freiheiten und Zwängen, die mit der Freiberuflichkeit verbunden sind. Während sich die meisten IT-Spezialisten für eine Soloselbständigkeit entschieden haben, sind die Ingenieure eher unfreiwillig selbständig. Zwei Arbeitswelten in zwei unterschiedlich operierenden Märkten werden herausgearbeitet. Für die IT-Spezialisten spielen informelle Netzwerke eine zentrale Rolle; der Markt für Ingenieure ist durch eine Triade aus Agenturen, Unternehmen und Freelancern gekennzeichnet. Grundsätzlich wird das Leben von der Erwerbsform der Soloselbständigkeit geprägt, wobei die IT-Spezialisten dies als produktiv, herausfordernd und alternativlos begreifen, die Ingenieure empfinden diese Erwerbsform als Zwang, sozialen Abstieg und Zumutung. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Freelancer - Analyse einer neuen Form der Selbständigkeit: Selbstwahrnehmung, Erwerbs- und Lebenskonzepte (2010)

    Nimbler, Jürgen;

    Zitatform

    Nimbler, Jürgen (2010): Freelancer - Analyse einer neuen Form der Selbständigkeit. Selbstwahrnehmung, Erwerbs- und Lebenskonzepte. (Darmstädter Beiträge zur Berufspädagogik 31), Paderborn: Eusl, 310 S.

    Abstract

    "Der Wandel von Arbeit, Beruf und Gesellschaft im Kontext von Globalisierung, Technologisierung, Mediatisierung, Verwissenschaftlichung und Individualisierung ist inzwischen selbstverständlicher Bestandteil der Berufspädagogik in Forschung, Lehre, Wissenschaft und Praxis. Im Kontext dieses Wandels kommt es zu neuen Formen der Selbständigkeit. Diese werden häufig mit Begriffen wie 'Ein-Person-Unternehmen', 'Ein-Personen-Selbständiger', 'Allein-Dienstleister' oder 'Freelancer' belegt. Unbestimmt und uneindeutig sind die Begriffe selbst, aber insbesondere die Differenz zwischen den hinter diesen Begriffen verborgenen Erwerbsmustern, konkreten Tätigkeiten, gesellschaftlichen Organisations- und Sozialformen. In der Publikation wird diese neue Form der Ein-Personen-Selbständigkeit am Beispiel der Freelancer aus berufspädagogischer Perspektive analysiert. Erwerbsmustertypen von Freelancern sowie spezifische Chancen und Risiken, die im Wesen dieser Form der Selbständigkeit liegen oder die (fehlenden) gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und subjektiven Begrenzungen geschuldet sind, werden systematisch herausgearbeitet. Empirische Grundlage für die Analyse sind eine Onlineerhebung und narrative Interviews. Aus diesen werden die subjektiven Deutungen der Freelancer, Gemeinsamkeiten, insbesondere aber auch Differenzen und Bewältigungs- bzw. Gestaltungsmuster abstrahiert. Besonders deutlich wird das spannungsreiche Verhältnis von Chancen und Risiken. Diese Spannungsverhältnisse treten sowohl strukturell als auch biographisch in unterschiedlichen Formen und Kombinationen auf. Aus den empirischen Befunden werden mittels merkmalsorientierter Systematisierungen vier Erwerbsmustertypen von Freelancern herausgearbeitet. Darüber hinaus erweitert der Autor die theoretische Reflexion seiner empirischen Befunde durch deren Bezug zu Professionalisierungstheorien." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Non-standard employment and labour force participation: a comparative view of the recent development in Europe (2010)

    Schmid, Günther;

    Zitatform

    Schmid, Günther (2010): Non-standard employment and labour force participation. A comparative view of the recent development in Europe. (IZA discussion paper 5087), Bonn, 55 S.

    Abstract

    "This paper presents - in a new way of examination and portrayal - the extent and changes of nonstandard employment relationships (part-time work, fixed-term contracts, and selfemployment) in 24 EU member states at two points of time, in 1998 and 2008, on the basis of the European Labour Force Survey. Apart from a detailed statistical description by gender, skills and branches, theoretical considerations explaining the development are also examined and tested in a preliminary way. Finally, the most important results and their challenges to the future labour market policy are emphasised again and discussed. The central outcome is neither the complaint of the eroding 'standard employment relationship' nor of its potential 'precariousness'; it is rather the requirement of increasing variability in employment relations due to rising employment participation of women (work-life-balance), mature aged workers, and persons with restricted work capacities. However, parallel to this development social risks are also spreading over the life course, especially the risk of great income volatility through multiple or long periods of unemployment, changing working times, obsolete skills or restricted work capacities due to ill health. In order to reduce or to avoid new social inequalities, future labour market reforms have to acknowledge this development by establishing new forms of social security or by constituting a more flexible standard employment relationship through adaptations in labour and social law. The contribution ends by providing some suggestions to such reforms." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Commitment and work-related expectations in flexible employment forms: An empirical study of German IT freelancers (2010)

    Süß, Stefan ; Kleiner, Markus;

    Zitatform

    Süß, Stefan & Markus Kleiner (2010): Commitment and work-related expectations in flexible employment forms: An empirical study of German IT freelancers. In: European Management Journal, Jg. 28, H. 1, S. 40-54. DOI:10.1016/j.emj.2009.02.002

    Abstract

    "For some years now a tendency towards a more flexible shaping of employment can be observed. Little research, however, has been dedicated to the question of how relevant this is for the commitment of freelance employees. Therefore, the paper reverts to the question whether - and if so, under what preconditions - freelancers are likely to feel commitment towards the company that employs them. On the basis of an empirical study among IT freelancers, the paper identifies freelance clusters following their work-related expectations. Consequences for their felt commitment hence ensue. All in all it is mainly an affective commitment towards their company that they perceive." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigung: eine wissenschaftliche Bilanzierung (2010)

    Wagner, Alexandra;

    Zitatform

    Wagner, Alexandra (2010): Atypische Beschäftigung. Eine wissenschaftliche Bilanzierung. Berlin, 106 S.

    Abstract

    "Atypische Beschäftigungsformen wirken sehr unterschiedlich, ihre Bewertung kann nicht losgelöst vom konkreten Kontext ihres Einsatzes erfolgen. Wenngleich nicht alle atypisch Beschäftigten in prekären Lebenslagen sind, tragen diese Beschäftigungsformen ein nicht unerhebliches Prekaritätspotential. Dieses ergibt sich sowohl aus den niedrigen Entgelten als auch aus einer hohen Beschäftigungsunsicherheit und einer im Vergleich zum so genannten Normalarbeitsverhältnis schlechteren sozialen Sicherung. Ob die Ausweitung der atypischen Beschäftigung zur Reduzierung von Arbeitslosigkeit beigetragen oder eher zu einer Verdrängung qualitativ besserer Beschäftigung durch Erwerbsformen mit höheren Prekaritätsrisiken geführt hat, ist umstritten. Bislang gibt es keine Belege dafür, dass atypische Beschäftigungsformen das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen erhöhen. Notwendig sind Alternativen zur sich gegenwärtig vollziehenden Diversifizierung der Beschäftigungsformen, die Flexibilität sichern, ohne den Schutz der Beschäftigten zu reduzieren. Außerdem ist die soziale Sicherung atypischer Beschäftigungsformen zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Dependent self-employment: workers between employment and self-employment in the UK (2009)

    Böheim, René ; Mühlberger, Ulrike;

    Zitatform

    Böheim, René & Ulrike Mühlberger (2009): Dependent self-employment: workers between employment and self-employment in the UK. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 2, S. 182-195. DOI:10.1007/s12651-009-0014-x

    Abstract

    "Mit einer Analyse der britischen Arbeitskräfteerhebung zeigen wir, dass abhängig Selbständige neben den Beschäftigten und den 'normalen' Selbständigen eine eigenständige Kategorie im Arbeitsmarkt begründen. Abhängig Selbständige haben ein volatileres Arbeitsmarktverhalten als Beschäftigte und normal Selbständige. Wir zeigen empirisch, dass abhängig Selbständige eher in diesen Arbeitsmarkstatus gedrängt, als davon angezogen werden, was abhängige Selbständigkeit zu einem Beispiel des 'necessity entrepreneurship' (im Gegensatz zum 'opportunity entrepreneurship') macht. Obwohl die Daten nur eine beschränkte Längsschnittsanalyse erlauben, können wir dennoch zeigen, dass die Mehrheit der abhängig Selbständigen am Arbeitsmarkt bleiben - entweder als Selbständige oder Beschäftigte - und nur wenige innerhalb eines Jahres den Arbeitsmarkt verlassen. Abhängig Selbständige schaffen kaum Arbeitsplätze für andere Personen und sie hören meist dann auf abhängig selbständig zu sein, wenn sie für mehrere Auftraggeber zu arbeiten beginnen oder in eine Beschäftigung wechseln." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Freeter und "Generation Praktikum" - Arbeitswerte im Wandel?: ein deutsch-japanischer Vergleich (2009)

    Hommerich, Carola ;

    Zitatform

    Hommerich, Carola (2009): Freeter und "Generation Praktikum" - Arbeitswerte im Wandel? Ein deutsch-japanischer Vergleich. (Monographien aus dem Deutschen Institut für Japanstudien 45), München: Iudicium Verlag, 293 S.

    Abstract

    "Seit der Rezession der 1990er Jahre erfährt der Arbeitsmarkt in Japan und Deutschland eine Umstrukturierung: die Zahl der Arbeitslosen und nicht-regulär Beschäftigter nimmt zu. In Japan entstand dadurch mit den 'Freetern' ein neuer Typ junger nicht-regulär Beschäftigter. In Deutschland gerieten hoch qualifizierte Berufseinsteiger, die beim Übergang in den Beruf Phasen atypischer Beschäftigung in Kauf nehmen müssen, unter dem Schlagwort 'Generation Praktikum' in die öffentliche Diskussion. Welche Auswirkungen hat der erschwerte Zugang zur gewünschten Berufstätigkeit für die Betroffenen? Welche Wertansprüche stellen sie und inwiefern sehen sie diese als erfüllt an? Unterscheiden sich Berufseinsteiger zu Beginn des 21. Jahrhunderts in ihren beruflichen Wertorientierungen von solchen vor zwanzig Jahren? Gewinnen für sie angesichts erhöhter Arbeitsmarktrisiken Aspekte materieller Sicherheit gegenüber beruflicher Selbstentfaltung und angenehmer Arbeitsbedingungen an Bedeutung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Band. Er zeigt, inwiefern eine vergleichbare Arbeitsmarktentwicklung in verschiedenen kulturellen Kontexten mit ähnlichen beruflichen Wertorientierungen einhergeht und wo es interkulturelle Differenzen gibt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Prekäre Freiheit: Die Arbeit von Kreativen (2009)

    Manske, Alexandra; Merkel, Janet ;

    Zitatform

    Manske, Alexandra & Janet Merkel (2009): Prekäre Freiheit: Die Arbeit von Kreativen. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 62, H. 6, S. 295-301. DOI:10.5771/0342-300X-2009-6-295

    Abstract

    "Bislang gibt es nur wenige Untersuchungen, die sich mit der Kreativwirtschaft als expandierendem Erwerbsfeld und der in diesem Arbeitsmarktsegment rasch anwachsenden Gruppe der Alleinunternehmer befassen. Der Beitrag gibt daher einen qualitativen Einblick in die Erwerbssituation und soziale Lage kreativer Alleinunternehmer in Berlin. Ziel des Artikels ist es, auf die spezifische Form von Prekarität in der Kultur- und Kreativwirtschaft aufmerksam zu machen - die Prekarisierung auf hohem Niveau. Es zeigt sich, dass 'Kreativarbeit' nur bedingt vor der Folie des Normalarbeitsverhältnisses interpretiert werden kann. Damit bietet die Analyse Ansatzpunkte für eine empirische sowie terminologische Differenzierung der Debatte um die Prekarisierung der Arbeitsgesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Abhängige Selbständigkeit in der Versicherungswirtschaft: neue Konflikte im Spannungsfeld traditioneller Vertretungsstrukturen (2009)

    Pernicka, Susanne; Mühlberger, Ulrike;

    Zitatform

    Pernicka, Susanne & Ulrike Mühlberger (2009): Abhängige Selbständigkeit in der Versicherungswirtschaft. Neue Konflikte im Spannungsfeld traditioneller Vertretungsstrukturen. In: Zeitschrift für Personalforschung, Jg. 22, H. 1, S. 28-46. DOI:10.1688/1862-0000_ZfP_2009_01_Pernicka

    Abstract

    "Die Transformation hierarchischer betrieblicher Steuerung in relationalen Vertrags- und Tauschbeziehungen hat in vielen europäischen Ländern zu einer Zunahme abhängiger Selbständigkeit geführt. Aufgrund des Graubereichs zwischen selbständiger und unselbständiger Beschäftigung stellen abhängig Selbständige eine Herausforderung für die traditionellen Handlungs- und Organisationslogiken der Verbände der Arbeitsbeziehungen dar. Der Aufsatz nimmt die Organisationsfähigkeit und -probleme der Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände in den Blick, exemplifiziert diese anhand einer qualitativen Untersuchung der österreichischen Privatversicherungswirtschaft und kommt zu dem Schluss, dass die Konflikte zwischen Arbeit und Kapital längst nicht mehr ausschließlich zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden verlaufen, sondern zunehmend verbandsintern ausgetragen werden. Dies führt entweder zu einer Zunahme an Interessensdivergenzen, die unter Umständen mit Abspaltung und Partikularismus einzelner Gruppen beantwortet werden, oder - wie in dem untersuchten Fall durch die Gewerkschaften - zur Ignoranz des Problems. In beiden Fällen wird das Problem der Interessensaggregation kurzfristig gelöst; Solidarität und vor allem verhandlungsschwächere Gruppen dürften dabei aber langfristig auf der Strecke bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Berater als Arbeitskraftunternehmer: zur Funktion und Qualifikation eines modernen Dienstleistungsberufs (2009)

    Springer, Roland;

    Zitatform

    Springer, Roland (2009): Der Berater als Arbeitskraftunternehmer. Zur Funktion und Qualifikation eines modernen Dienstleistungsberufs. In: Arbeits- und industriesoziologische Studien, Jg. 2, H. 1, S. 19-28.

    Abstract

    "Berater sind Wissens-Lieferanten, die einen wachsenden Wissensmarkt mit Know-how unterschiedlichster Art versorgen. Ihre Kunden kaufen ihre Dienstleistungen, weil sie diese nicht selbst erbringen können oder wollen. Beratung ist in hohem Maße People Business, in dem das Wissen und die persönliche Erfahrung des einzelnen Beraters sowie die persönliche Kundenbeziehung eine entscheidende Rolle spielen. Dies prädestiniert Berater zu Arbeitskraftunternehmern, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen entweder als selbständige Freelancer ihren Kunden auf eigene Rechnung selbst verkaufen oder als angestellte Berater von Dritten verkaufen lassen. Beratungsunternehmen handeln daher immer nicht nur mit abstraktem Know-how, sondern mit konkreten Personen, die immer auch vor der Frage stehen, ob sie nicht selbst unternehmerisch tätig werden sollen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger (2009)

    Wingerter, Christian;

    Zitatform

    Wingerter, Christian (2009): Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 1080-1098.

    Abstract

    "Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor vom Normalarbeitsverhältnis geprägt, also einer unbefristet und in Vollzeit ausgeübten Beschäftigung. Dennoch hat das Normalarbeitsverhältnis in den vergangenen zwanzig Jahren an Bedeutung verloren. Im Gegenzug haben neue oder bislang wenig verbreitete Erwerbsformen an Bedeutung zugenommen. Zu diesen Beschäftigungsformen, die in der Arbeitsmarktforschung in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis allgemein als 'atypische Beschäftigung' bezeichnet werden, zählen die Teilzeitbeschäftigung (mit weniger als 21 Wochenarbeitsstunden), die befristete Beschäftigung, die geringfügige Beschäftigung und die Zeitarbeit. Der Beitrag betrachtet die Anteile von Normal- und atypisch Beschäftigten sowie von Selbstständigen mit und ohne Beschäftigten im Jahr 2008 und die Veränderung dieser Anteile seit 1998. Im Weiteren wird die Verbreitung von Niedriglöhnen und des Armutsrisikos unter Erwerbstätigen in diesen Erwerbsformen verglichen. Datenquellen sind der Mikrozensus sowie die Verdienststrukturerhebung. Neben dem Befund einer Ausweitung der atypischen Beschäftigung und der Solo-Selbstständigkeit zwischen 1998 und 2008 ist ein wesentliches Ergebnis, dass sich die Einkommenssituation bzw. die Armutsgefährdung atypisch Beschäftigter, aber auch Solo-Selbstständiger deutlich schlechter darstellt als die der Normalbeschäftigten. Atypisch Beschäftigte und Solo-Selbstständige, die zusammen mit einem Normalbeschäftigten im Haushalt wohnen, hatten hingegen ein wesentlich reduziertes Armutsrisiko." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Herr und Knecht - die Ambivalenzen der Selbstunternehmung (2008)

    Birenheide, Almut;

    Zitatform

    Birenheide, Almut (2008): Herr und Knecht - die Ambivalenzen der Selbstunternehmung. In: Leviathan, Jg. 36, H. 2, S. 274-291. DOI:10.1007/s11578-008-0015-0

    Abstract

    Mit der 'Ich-AG' wurde 2003 eine Sozialfigur kreiert, die nach Meinung der Autorin 'innerlich widersprüchlicher kaum sein kann', da der Terminus eine einzelne Person mit der Dimension einer Aktiengesellschaft verknüpft und damit die Dynamik globalisierter Ökonomie in den Verantwortungsbereich des auf sich selbst zurückgeworfenen Subjekts stellt. Mit der Gesetzgebung zur 'Ich-AG' sollte Arbeitslosen ein sozial abgesicherter Start in die Selbständigkeit ermöglicht werden. Der Beitrag untersucht den spezifischen Charakter der mit der 'Ich-AG' geschaffenen neuen sozialen Figur des Unternehmertums auf der Grundlage von qualitativen Interviews mit Ein-Personen-Selbständigen, die sich vorwiegend mit Zuschüssen der Bundesagentur für Arbeit selbständig gemacht haben. Die Auskünfte der Betroffenen über ihre Motivationen, ihre Selbsteinstellungen und ihre Maßnahmen zur Beschäftigungsfähigkeit lassen erkennen, dass es sich um 'ein sehr spezifisches Verhältnis zwischen Freiheit und Zwang' handelt. Die Autorin kommt zu der Bewertung, dass die Rollen von Herr und Knecht derart ineinander verschachtelt werden, 'dass die Selbständigen als Knecht agieren, sich aber als Herr fühlen dürfen'. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Die neuen Solo-Selbstständigen zwischen Unternehmergeist und Prekarität (2008)

    Candeias, Mario;

    Zitatform

    Candeias, Mario (2008): Die neuen Solo-Selbstständigen zwischen Unternehmergeist und Prekarität. In: Prokla. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, Jg. 38, H. 150, S. 65-81.

    Abstract

    Der Beitrag beschäftigt sich mit den Widersprüchen zwischen Unternehmergeist und Prekariat, in denen sich die neuen 'Solo-Selbständigen' bewegen. Er unterscheidet drei Typen von 'Solo-Selbständigen': a) erfolgreiche Selbstmanager, b) diejenigen, die sich in äußerst unsicheren Verhältnissen zurechtfinden müssen und c) diejenigen, die von akuter Armut bedroht und/oder auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Die mittlere Gruppe in unsicherer Lage steht im Fokus der Untersuchung. Zunächst wird gefragt, was die 'Solo-Selbständigen' von Lohnarbeitenden in einem 'Normalarbeitsverhältnis', wie es sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durchgesetzt hatte, unterscheidet und wie sich ihre Lage den Bedingungen der Prekarität annähert. Es wird deutlich, dass es zahlreiche Unterschiede zur abhängigen Lohnarbeit gibt, die es rechtfertigen, den Selbständigen einen anderen Status zuzuerkennen. Der Autor vertritt die These, dass es aber unzutreffend ist, sie der Kategorie 'Unternehmer' zuzuordnen, vielmehr gelte es, sie aus dem Diskurs über eine Gesellschaft von Unternehmern heraus zu nehmen und in arbeitsorientierte Forschungen und Politiken zu integrieren. Abschließend werden Vorschläge unterbreitet, wie sich selbständig Arbeitende als Teil eines neu entstehenden Prekariats organisieren können, um ihre Interessen zu formulieren und durchzusetzen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Neue Selbstständigkeit: Anforderungen, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen bei neuen Formen der Wissensarbeit (2008)

    Gerlmaier, Anja;

    Zitatform

    Gerlmaier, Anja (2008): Neue Selbstständigkeit. Anforderungen, Ressourcen und Beanspruchungsfolgen bei neuen Formen der Wissensarbeit. Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 305 S.

    Abstract

    "Intrapreneurship, Freelancing oder Neue Selbstständigkeit: Flexible Formen der Arbeit mit hohen Freiheits- und Selbstorganisationsanteilen haben in der letzten Jahren insbesondere in der Wissensökonomie an Bedeutung gewonnen. Sie stellen an immer mehr Beschäftigte die Anforderung, nicht mehr nur Anordnungen effizient auszuführen, sondern unter unternehmerischen Prämissen zu denken und zu handeln. Wer sind diese 'Neuen Selbstständigen'? Wie sehen die Arbeits- und Leistungsbedingungen dieses neuartigen Beschäftigtentypus aus? Die Autorin gibt einführend einen Einblick in die Veränderungen der Arbeitswelt im Informationszeitalter. Sie beschreibt die verschiedenen Konzepte und Erscheinungsformen Neuer Selbstständigkeit und analysiert darauf aufbauend aus einer arbeitswissenschaftlichen Perspektive die besonderen Anforderungs- und Ressourcenlagen sowie die gesundheitlichen Folgewirkungen dieser neuen Form der Arbeit. Basis der Analyse bildet eine Studie mit 224 IT-Spezialisten, wobei Intrapreneure und Freelancer mit einem eher traditionellen Typus der Wissensarbeit (Administratoren im Rechenzentrum) vergleichend untersucht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Beschäftigungsverhältnisse bei den neuen Postdienstleistern (2008)

    Haidinger, Bettina; Hermann, Christoph;

    Zitatform

    Haidinger, Bettina & Christoph Hermann (2008): Beschäftigungsverhältnisse bei den neuen Postdienstleistern. (FORBA-Forschungsbericht 2008,04), Wien, 18 S.

    Abstract

    Durch den bevorstehenden Fall des Postmonopols und der bereits erfolgten schrittweisen Liberalisierung der Brief- und Paketzustellung in Österreich hat sich die Zahl der auf dem Markt für Postdienstleistungen tätigen Unternehmen deutlich erhöht. Die im Auftrag der Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien von der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt erstellte Studie untersucht die Beschäftigungsverhältnisse bei neuen Postdienstleistern. Im Zuge der Liberalisierung des österreichischen Postmarktes werden seit einigen Jahren Postdienstleistungen nicht nur von der Österreichische Post AG sondern auch von anderen privaten Unternehmen angeboten. Weil die Post früher ein Monopol hatte, gibt es für die sich herausbildende Branche keinen einheitlichen Kollektivvertrag. Tatsächlich gibt es aber nicht nur Unterschiede hinsichtlich von Löhnen und Arbeitszeitbestimmungen, sondern auch im Bezug auf die Art der Beschäftigungsverhältnisse. Die Studie gibt einen ersten Überblick über die verschiedenen Regelungen und Praktiken, die in der Branche zur Anwendung kommen. Sie basiert hauptsächlich auf Interviews mit Betriebsräten und der Analyse von relevanten Dokumenten. Die Untersuchung zeigt eine Marktstruktur, die aus zwei Submärkten - Expressdienste/Paketzustellung und Brief-, Werbemittel- und Zeitungszustellung - besteht und innerhalb derer ein großer Teil der Zustellungstätigkeiten, z. B. Fahren und Zustellen, von Subunternehmen und selbständigen Beschäftigten erledigt wird, die weder in den Genuss von arbeitsrechtlichen Standards noch von Versicherungsschutz kommen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Neue Erwerbsformen in Wien (2008)

    Kaupa, Isabella; Kien, Christina; Riesenfelder, Andreas; Wetzel, Petra; Steiner, Karin; Kreiml, Thomas; Weber, Maria;

    Zitatform

    Kaupa, Isabella, Christina Kien, Thomas Kreiml, Andreas Riesenfelder, Karin Steiner, Maria Weber & Petra Wetzel (2008): Neue Erwerbsformen in Wien. (Wiener Beiträge zur empirischen Sozialwissenschaft 03), Wien: LIT, 278 S.

    Abstract

    Die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses hat in Arbeitszeit, Kontinuität des Arbeitsverhältnisses, Arbeitsort sowie arbeits- und sozialrechtlicher Verankerung deutliche Veränderungen mit sich gebracht, die einerseits soziale Risiken, andererseits aber auch neue Beschäftigungschancen und individuelle Freiräume eröffnen. Die Verfasser legen empirische Daten für diese neuen Erwerbsformen vor, die sich auf quantitative und qualitative Befragungen stützen. Neben empirischen Ergebnissen zu neuen Erwerbsformen im Allgemeinen stehen Ergebnisse zur Teilzeitarbeit, zur geringfügigen Beschäftigung, zu Freien Dienstverhältnissen, zur Arbeitskräfteüberlassung, zur Neuen Selbstständigkeit und zur Solo-Selbstständigkeit im Mittelpunkt. Eine Typologie von in neuen Erwerbsformen Beschäftigten unterscheidet Privilegierte, Gefährdete, Selbstverwirklicher, Übergangsorientierte und Resignative. Acht Unternehmensfallstudien werden zur Illustration herangezogen. (IAB)

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  • Literaturhinweis

    Der Preis der Freiheit: Solo-Selbständige zwischen Vermarktung, Professionalisierung und Solidarisierung (2008)

    Kock, Klaus; Schauen, Ulli; Schnell, Christiane; Pröll, Ulrich;

    Zitatform

    (2008): Der Preis der Freiheit: Solo-Selbständige zwischen Vermarktung, Professionalisierung und Solidarisierung. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 164), Dortmund, 38 S.

    Abstract

    "In dem Heft der Reihe 'fair statt prekär' werden die Beiträge einer Abendveranstaltung aus dem Herbst 2007 dokumentiert, ergänzt um einen Beitrag aus einem Forschungsprojekt der Sozialforschungsstelle. Die Veranstaltung wurde organisiert und ausgerichtet von der Kooperationsstelle in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Selbständigengruppe der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Bezirk Dortmund. Über die Informationsfunktion hinaus verfolgen Veranstaltung und Broschüre auch den Zweck, auf die Möglichkeit einer gewerkschaftlichen Organisation von Solo-Selbständigen hinzuweisen sowie in der Gewerkschaftsbewegung selbst mehr Aufmerksamkeit auf diese anwachsende Gruppe von Erwerbstätigen zu lenken. Wie der Titel 'Der Preis der Freiheit' es andeutet, handelt es sich bei den Solo-Selbständigen um selbstbewusst und unabhängig arbeitende Allein-Unternehmer/innen. Andererseits wird die Freiheit häufi g begrenzt durch rigide Marktverhältnisse und existenzielle Unsicherheiten, die es durchaus gerechtfertigt erscheinen lassen, auch in Bezug auf diese Erwerbstätigengruppe von Prekarisierung zu sprechen und über neue Wege sozialer und fi nanzieller Absicherung nachzudenken. Nur wenige Solo-Selbständige suchen jedoch den Weg in ein festes Beschäftigungsverhältnis. Unabhängigkeit von Arbeitgebern und Vorgesetzten und die Selbstorganisation ihrer Arbeit stellen für sie hohe Werte dar, auf die sie nicht verzichten wollen. Vielleicht könnten aus ihrem Streben nach selbstbestimmter Arbeit somit auch neue Impulse für mehr Demokratie im Arbeitsleben insgesamt erwachsen." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The organizational governance of work relationships between employment and self-employment (2008)

    Muehlberger, Ulrike; Bertolini, Sonia ;

    Zitatform

    Muehlberger, Ulrike & Sonia Bertolini (2008): The organizational governance of work relationships between employment and self-employment. In: Socio-economic review, Jg. 6, H. 3, S. 449-472. DOI:10.1093/ser/mwm026

    Abstract

    "This paper analyses work relationships on the border between employment and self-employment and the consequences of making use of these new forms of work, especially on the side of firms. We study the complexity and variety of dependent forms of outsourcing by comparing the firm-internal solutions adopted to solve the arising control-flexibility dilemma in two industries (insurance, business services) embedded in two different institutional contexts (Italy, Austria). This paper shows that employers have established informal relational contracts that, in combination with formal contracts, reduce the threat of opportunism while simultaneously allowing a certain amount of control over the worker. We highlight the fact that a hierarchal structure returns to the relationship between worker and employer through the mechanisms of control and dependency. Finally, we stress that social relationships complement the market mechanism through the creation of assurance and trust as well as the development of specific configurations of social networks (i.e. network and temporal embeddedness)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Atypische Beschäftigungsverhältnisse: Teilzeitarbeit, Mini-Jobs, Ich-AG, Leiharbeit, Kombilohn und andere Formen in Deutschland (2008)

    Szuwart, Tobias;

    Zitatform

    Szuwart, Tobias (2008): Atypische Beschäftigungsverhältnisse. Teilzeitarbeit, Mini-Jobs, Ich-AG, Leiharbeit, Kombilohn und andere Formen in Deutschland. Hamburg: IGEL-Verl., 122 S.

    Abstract

    "Die atypischen Beschäftigungsverhältnisse werden schon seit Mitte der 1980er Jahre sehr kontrovers diskutiert. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt und in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung haben sie inzwischen eine hohe Bedeutung gewonnen. Bislang sind allerdings kaum wissenschaftliche Ausarbeitungen zu diesem Thema veröffentlicht worden, welche einen Überblick über den aktuellen Stand der heterogenen und kaum zu überblickenden Erscheinungsformen bieten. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt in einer systematischen Gesamtschau der wichtigsten Varianten atypischer Beschäftigung. Behandelt wurden befristete und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (Mini- und Midijobs), Selbständigkeit, die Instrumente Ich-AG und Gründungszuschuss aus der neuen Selbständigkeit, Leiharbeit (einschließlich der Personalserviceagenturen - PSA) sowie Varianten der Teilzeitbeschäftigung. Ebenso finden auch einige Kombilohn-Modelle und aktuell bestehende Regelungen mit einem Kombilohncharakter Beachtung. Je nach Datenlage werden auch berufsstrategische Perspektiven aufgezeigt, welche mit den atypischen Beschäftigungsmodellen verbunden sind. Die Wirkung auf die Erwerbsmobilität und das Potential für die Arbeitsmarktintegration, insbesondere von Frauen und Arbeitslosen, stehen dabei im Fokus der Betrachtungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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